{"id":4818,"date":"2010-03-17T09:05:04","date_gmt":"2010-03-17T08:05:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4818"},"modified":"2010-03-17T09:05:04","modified_gmt":"2010-03-17T08:05:04","slug":"hinweise-des-tages-1100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4818","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die deutsche Lohnsenke; Spitzenbez&uuml;ge f&uuml;r Banker, Nullrunde f&uuml;r Rentner; wie eine Bankensanierung funktionieren kann (anders, als es Obama macht); Deflation statt Inflation; die sp&auml;te Einsicht der Genossen; Frauenquote; Westerwelles Werbetruppe; Elena; Offiziere lieben es deutsch; deutsche Hilfe wird in Afghanistan nicht gebraucht; Berlusconis Tollhaus.(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Armes Deutschland? L&ouml;hne hoch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Unpassend: Spitzenbez&uuml;ge f&uuml;r Deutsche Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Passend zu &bdquo;unpassend&ldquo;: Nullrunde f&uuml;r Rentner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Joseph E. Stiglitz: Wie eine Bankensanierung funktionieren kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Kernrate sinkt in Euroland auf Allzeittief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Zum Risiko gezwungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Versicherte lieb&auml;ugeln mit Einheitskrankenkasse <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">SPD-Arbeitsmarktpolitik: Die sp&auml;te Einsicht der Genossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Hartz-IV-Korrekturen: Linke stellt Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD infrage <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Knapp 9% aller Arbeitsvertr&auml;ge waren im Jahr 2008 befristet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Frauenquote in deutschen Unternehmen: Es hilft nur Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Operation Hippokrates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Westerwelles Werbetruppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Verfassungsbeschwerde gegen &ldquo;Elena&rdquo;: Datensch&uuml;tzer starten Angriff auf riesigen Sozialdaten-Speicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Spitzenl&ouml;hne an US-Schule: &ldquo;Lehrer-Arbeit muss gew&uuml;rdigt werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Offiziere lieben es deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Afghanistan: Die deutsche Hilfe wird nicht gebraucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Ein St&uuml;ck aus Berlusconis Tollhaus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4818&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Armes Deutschland? L&ouml;hne hoch!<\/strong><br>\nSind Arbeitslose faul? Manche &Ouml;konomen fordern, die Hartz-IV-S&auml;tze m&uuml;ssten sinken, damit sich die Menschen einen Job suchen. Doch die staatliche Unterst&uuml;tzung ist keineswegs zu hoch: Die Geh&auml;lter sind einfach zu niedrig. Deutschland braucht jetzt einen gesetzlichen Mindestlohn.<br>\nEin Gastkommentar von Gustav A. Horn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,683613,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unpassend: Spitzenbez&uuml;ge f&uuml;r Deutsche Banker<\/strong><br>\nJoseph Ackermann sollte wissen, dass die Krise au&szlig;erhalb der Deutschen Bank noch lange nicht ausgestanden ist &ndash; und Spitzenbez&uuml;ge wie seine jeglicher gesellschaftlichen Verantwortung Hohn sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2430844&amp;em_loc=3936&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss den guten Man verstehen. In einer Welt, die Leistungstr&auml;ger dadurch definiert, dass sie besser verdienen als andere, durfte Ackermann nicht mehr hinten anstehen. Die FTD hat das auch gleich entsprechend gew&uuml;rdigt und getitelt: &ldquo;Ackermann ist wieder Spitze&rdquo;. Hinzu kommt: Moody&rsquo;s stufte die Bonit&auml;tsnote der Deutschen Bank&nbsp; um zwei Stufen herab, da musste diese doch demonstrieren, dass die Gesch&auml;fte gut laufen. Und wie geht das?&nbsp; Indem ihr Chef einen dicken Bonus erh&auml;lt. Das Gehalt von insgesamt 9,6 Mio. Euro beinhaltet&nbsp; 8,2 Mio. Euro als Bonus. Die acht Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank erhalten f&uuml;r 2009 knapp 7 Mio. Euro an fixer und 32 Mio. Euro an variabler Verg&uuml;tung.<br>\nDenkbar ist nat&uuml;rlich auch, dass Ackermann &amp; Co. wissen, dass jetzt bittere Jahre kommen. Die Deutsche Bank hat zwar im letzten Jahr nach Steuern 5 Mrd. Euro verdient, allerdings sieht es ziemlich d&uuml;ster aus, wenn sich der Trend des letzten Quartals fortsetzen sollte. Der Gewinn schrumpfte gegen&uuml;ber dem Vorquartal von 988 Mio. Euro auf 397 Mio. Euro. Wie meinte noch Moody&rsquo;s: &ldquo;Wir gehen davon aus, dass es f&uuml;r die Deutsche Bank schwerer werden wird, ihre Ertragsziele zu erreichen, wenn der Wettbewerb im Kapitalmarkt wieder h&auml;rter wird&rdquo;. Auch wenn die EU mit ihrer Rettungsaktion die Staatsanleihen Griechenlands, Portugals und Spaniens sicherstellt, die die Deutsche wie auch andere Banken halten, droht noch eine andere Gefahr. Der Pr&auml;sident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, sieht f&uuml;r die deutsche Kreditwirtschaft ein schwieriges Jahr heraufziehen: &ldquo;Die deutsche Kreditwirtschaft wird in diesem Jahr Abschreibungen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he zu verkraften haben&rdquo;. Also war das f&uuml;r&nbsp; die Spitzen der Deutschen Bank vielleicht die letzte M&ouml;glichkeit noch einmal abzur&auml;umen. Da riskiert man schon eine neue Bonusdebatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Passen zu &bdquo;unpassend&ldquo;: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nullrunde f&uuml;r die Rentner steht fest<\/strong><br>\nIn diesem Sommer werden die 20 Millionen Rentner in Deutschland keine h&ouml;heren Renten erhalten. Dies teilte das Ministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales gestern mit. Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage m&uuml;ssten die Renten sogar gek&uuml;rzt werden. Dies verhindert aber eine Schutzklausel, die 2008 von der gro&szlig;en Koalition eingef&uuml;hrt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.rp-online.de\/article\/titelseite\/Nullrunde-fuer-die-Rentner-steht-fest\/71113\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie eine Bankensanierung funktionieren kann<\/strong><br>\nJoseph E. Stiglitz hat die hier dokumentierten &Uuml;berlegungen &uuml;ber die Rolle der Investmentbanken in der aktuellen Finanzkrise und die M&ouml;glichkeiten, die Folgen dieser Krise einzud&auml;mmen, schon Mitte M&auml;rz geschrieben. Seitdem haben sowohl die US-Notenbank als auch Finanzminister Geithner weitere exorbitante Finanzmittel bewilligt. Und zwar ohne den Finanzsektor einer sch&auml;rferen staatlichen Kontrolle zu unterstellen, wie es Stiglitz f&uuml;r unerl&auml;sslich h&auml;lt. Dennoch &ndash; oder gerade deshalb &ndash; sind die Vorstellungen des keynesianischen &Ouml;konomen, der 2001 den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften erhalten hat, von ungebrochener Aktualit&auml;t. Wie Stiglitz &uuml;berzeugend begr&uuml;ndet, bietet allein eine vor&uuml;bergehende oder dauerhafte Verstaatlichung einzelner Banken die Gew&auml;hr, dass die Lasten der Krise nicht allein der &ouml;ffentlichen Hand und damit dem Steuerzahler aufgeb&uuml;rdet werden. Und das gilt nat&uuml;rlich nicht nur f&uuml;r die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.dossier\/finanzen.id,stiglitzique\">Le Monde Diplomat <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kernrate sinkt in Euroland auf Allzeittief<\/strong><br>\nGoldliebhaber, Geldmengenfantasten und Talkshow-Fans aufgepasst: Inflation ist und bleibt auf absehbare Zeit in der echten wirtschaftspolitischen Debatte Eurolands ein Fremdwort. Die neuen Daten verraten sogar, dass man sich eher um fallende Preise, also Deflation, sorgen sollte. Denn die Kernrate sank im Februar auf 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist der niedrigste Anstieg, seit es den Euro gibt &ndash; also seit elf Jahren!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2430839&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-16032010-AP\/DE\/2-16032010-AP-DE.PDF\">eurostat [PDF &ndash; 207 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando:<\/strong> In der Ver&ouml;ffentlichung von eurostat sinkt die offizielle Inflationsrate auf&nbsp; 0,9 Prozent. Heusinger bezieht sich auf die Kernrate der Inflation, in der wegen der Schwankungsanf&auml;lligkeit die Preise f&uuml;r Lebensmittel und Energie nicht enthalten sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zum Risiko gezwungen<\/strong><br>\nDie SPD beschnitt 2001 die gesetzliche Rente zugunsten der privaten Altersvorsorge &ndash; und zwang die Rentner von morgen damit in riskante Anlagen, wie eine Studie zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32264&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Versicherte lieb&auml;ugeln mit Einheitskrankenkasse <\/strong><br>\nDie H&auml;lfte der Deutschen hegt Sympathien f&uuml;r eine Einheitskrankenkasse. Das geht aus einer Umfrage des Leipziger Instituts f&uuml;r Marktforschung hervor, die die &laquo;Leipziger Volkszeitung&raquo; (Dienstag) ver&ouml;ffentlichte. Zwei Drittel der 1002 Befragten sind demnach daf&uuml;r, die Zahl der Krankenkassen weiter drastisch zu reduzieren. Jedem Zweiten (51 Prozent) w&uuml;rde es sogar reichen, wenn es f&uuml;r alle &ndash; Angestellte, Arbeiter, Beamte, Selbstst&auml;ndige &ndash; nur eine einzige Krankenkasse g&auml;be. Im Osten findet diese Idee mit 67 Prozent mehr Zuspruch als im Westen (47 Prozent). Die derzeit viel diskutierte Kopfpauschale bef&uuml;rworten nur 34 Prozent der Befragten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/168187.html\">Krankenkassen-Newsticker<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD-Arbeitsmarktpolitik: Die sp&auml;te Einsicht der Genossen<\/strong><br>\nUnterm Strich muss gesagt werden: Der deutsche Arbeitsmarkt ist unter tatkr&auml;ftiger Mithilfe der SPD in Schieflage geraten. Leiharbeit ist zum brutal ausgenutzten Instrument der Lohndr&uuml;ckerei verkommen. Scheintarifvertr&auml;ge und befristete Besch&auml;ftigung halfen mit, ordentliche Arbeitspl&auml;tze zu zerst&ouml;ren. Der &ldquo;erste&rdquo; Arbeitsmarkt ist allenthalben besch&auml;digt worden. Es ist traurig, dass man der SPD erst einmal wieder klar machen musste, dass vern&uuml;nftige Arbeitsmarktpolitik nur das ist, was Arbeitspl&auml;tze schafft, von denen man auch leben kann. Die Genossen haben mitgeholfen, Armutsl&ouml;hne durch staatliche Subventionierung als akzeptabel zu verkaufen. Von seiner Arbeit muss man jedoch leben k&ouml;nnen. Ohne St&uuml;tze. Bis das die sozialdemokratische Partei eingesehen hat dauerte lange genug. Aber: Besser sp&auml;t als nie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/spd-arbeitsmarktpolitik-die-spaete-einsicht-der-genossen-1551137-print.html\">Stern<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz-IV-Korrekturen: Linke stellt Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD infrage <\/strong><br>\nSieben Jahre nach Schr&ouml;ders &ldquo;Agenda 2010&rdquo; r&uuml;ckt die SPD-Spitze von Hartz IV ab. Die Linke h&auml;lt dies aber nur f&uuml;r glaubw&uuml;rdig, wenn die Verantwortlichen abtreten &ndash; etwa Fraktionschef Steinmeier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/hartz-iv-korrekturen-linke-stellt-glaubwuerdigkeit-der-spd-infrage-1551201-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Knapp 9% aller Arbeitsvertr&auml;ge waren im Jahr 2008 befristet<\/strong><br>\nSeit 1991 waren in Deutschland noch niemals mehr Erwerbst&auml;tige mit befristetem Vertrag besch&auml;ftigt als 2008. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mit. Danach waren im Jahr 2008 2,7 Millionen oder 8,9% der Besch&auml;ftigten im Alter von 15 bis unter 65 Jahren (ohne Sch&uuml;ler und Studierende mit Nebenjob sowie Auszubildende) mit zeitlicher Befristung t&auml;tig. Im Jahr 1991, f&uuml;r das erstmals Daten f&uuml;r das wiedervereinigte Deutschland vorlagen, betrug die entsprechende Quote 5,7%. Von der gro&szlig;en Mehrheit der Arbeitnehmer wurde die Befristung als Besch&auml;ftigungsform jedoch nicht angestrebt: Nur 2,5% der befristet Besch&auml;ftigten erkl&auml;rten, keine Dauerstellung gew&uuml;nscht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/03\/PD10__103__132,templateId=renderPrint.psml\">Deutsches Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frauenquote in deutschen Unternehmen: Es hilft nur Druck<\/strong><br>\nAufgerieben zwischen Beruf, Familie und Haushalt: Ohne verbindliche Vorgaben wird es in den deutschen Chefetagen keine Gleichberechtigung geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt6m1\/jobkarriere\/826\/506011\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Operation Hippokrates<\/strong><br>\nWie ernst ist es dem Gesundheitsminister mit seiner j&uuml;ngsten Attacke auf die Industrie? Seine FDP hat gerade den m&auml;chtigsten Pharmakritiker des Landes entsorgt. Erst wurde die Abl&ouml;sung beschlossen &ndash; dann nach Gr&uuml;nden gesucht. Die Chronologie einer Intrige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,683761,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers MR:<\/strong>&nbsp; Warum wird derartiges immer erst hinterher gebracht &ndash;&nbsp; es w&auml;re vorher gen&uuml;gend Zeit f&uuml;r einen Trommelwirbel gewesen&hellip;&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erfreulich, dass der Spiegel bzw. Markus Grill am Ball bleibt. Da erf&auml;hrt zurzeit &ldquo;Verbrauchersch&uuml;tzer&rdquo; Philipp R&ouml;sler sogar Unterst&uuml;tzung bei der CDU und wird durch die Medien gereicht, aber von der Hintertreibung eines sinnvollen Verbrauchschutzes durch Schwarz\/Gelb im Fall Sawicki&nbsp; ist nicht mehr die Rede. Nachdem die industrienahe Politik beim Abstieg der deutschen Pharmaindustrie in die Zweitklassigkeit (Hoechst) nur den Zuschauer spielte, beschr&auml;nkt sich schwarz\/gelbe Industriepolitik in Deutschland wohl nur noch darauf, der verbleibenden internationalen und nationalen Pharmaindustrie luxuri&ouml;se Renditen zu sichern. Als ob diese Renditen den Wohlstand einer Nation ausmachen w&uuml;rden. &Uuml;berfl&uuml;ssige und &uuml;berteuerte Produkte werden nur noch rhetorisch hinterfragt bzw. mit untaugliche Mitteln (bewusst?) angegangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Westerwelles Werbetruppe<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngige Informationen &uuml;ber Sicherheitspolitik verspricht eine &raquo;Arbeitsgemeinschaft Bildung &amp; Jugend&laquo; Lehrern mit ihren Unterrichtsmaterialien. Viele Lehrer greifen zu, doch die omin&ouml;se Vereinigung wird nicht nur fachlich einseitig von der Bundeswehr beraten, sie ist zudem personell und strukturell eng mit der FDP verflochten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/166863.westerwelles-werbetruppe.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verfassungsbeschwerde gegen &ldquo;Elena&rdquo;: Datensch&uuml;tzer starten Angriff auf riesigen Sozialdaten-Speicher<\/strong><br>\nFehlzeiten, Stundenlohn, Urlaubstage &ndash; der Staat speichert Informationen &uuml;ber Deutschlands Arbeitnehmer in einer riesigen Datenbank. Gegen die Zentraldatei mit den Sozialdaten wollen Datenschutzaktivisten jetzt Verfassungsbeschwerde einlegen und starten einen Gro&szlig;angriff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,683650,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Spitzenl&ouml;hne an US-Schule: &ldquo;Lehrer-Arbeit muss gew&uuml;rdigt werden&rdquo;<\/strong><br>\nAn einer New Yorker Schule verdienen Lehrer fast so viel wie Manager: bis zu 150.000 Dollar, weit &uuml;ber dem normalen P&auml;dagogenlohn in den USA. Im Interview erkl&auml;rt Schulgr&uuml;nder Zeke Vanderhoek, was gute Lehrer ausmacht und wie er mit Rekordgeh&auml;ltern das Bildungssystem verbessern will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/ausland\/0,1518,681684,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Die ganze Zeit schreibt der SPIEGEL wie selbstverst&auml;ndlich &uuml;ber die perverseste Lehre, die der Kapitalismus hervorgebracht hat, die neoklassische Wirtschafts-&ldquo;Theorie&rdquo; (Nutzenmaximierung). Jetzt ist oder tut er &uuml;berrascht, dass man f&uuml;r die h&ouml;chsten L&ouml;hne die besten Mitarbeiter bekommt, dass Lehrer sein offensichtlich nicht nur Beruf, sondern eine besondere F&auml;higkeit ist. Warum wird dieselbe &ndash; der neoliberalen &ldquo;Theorie&rdquo; nahe &ndash; Logik nicht in der und f&uuml;r die &ldquo;Bildungsrepublik&rdquo; Deutschland angewandt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Offiziere lieben es deutsch<\/strong><br>\nF&uuml;hrungsnachwuchs der Bundeswehr tendiert nach rechts. Ein Viertel will Zuwanderung stoppen und steht auf &raquo;starke Elite&laquo;. Forscher wiegeln ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/03-16\/043.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Ergebnisse sind nicht &uuml;berraschend, etwas anderes ist von (zumal deutschen) Offizieren nicht zu erwarten gewesen. Aber der Schluss des Artikels stimmt nachdenklich: &bdquo;Die &raquo;Transformation&laquo; der Bundeswehr &ndash; ein Begriff, mit dem der Umbau zur Angriffsarmee beschrieben wird &ndash; sorgt f&uuml;r erhebliche Irritationen. So beantwortet die H&auml;lfte der Studenten die Frage, ob diese Entwicklung in die richtige Richtung gehe, mit &raquo;teils\/teils&laquo;. Drei Viertel w&uuml;nschen sich, dass die Milit&auml;rf&uuml;hrung nochmal verdeutlicht, worin eigentlich die Ziele bestehen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Afghanistan: Die deutsche Hilfe wird nicht gebraucht<\/strong><br>\nDie Regierungsberaterin Citha Maa&szlig; meint, dass es f&uuml;r die Deutschen in Afghanistan nichts mehr zu tun gibt, weder milit&auml;risch noch zivil: &ldquo;Das f&auml;ngt schon beim Gouverneur von Kundus, Mohammed Omar, an, einer zwielichtigen Gestalt, die im Ruf steht, vollkommen korrupt zu sein. Mit ihm und seinen Leuten d&uuml;rfte die Bundeswehr eigentlich gar nicht mehr zusammenarbeiten. Omar ist schon auff&auml;llig lange im Amt. Er ist im Netzwerk des paschtunischen, islamistischen Hardliners und Kriegsverbrechers Sajaf, h&auml;lt aber auch Kontakt zu den Milizen des gesuchten Warlords Gulbuddin Hekmatjar. &hellip; Die Deutschen waren schon seit 2004, seit der Gr&uuml;ndung des deutschen Provincial Reconstruction Teams, des St&uuml;tzpunkts in Kundus, auf den Schutz der lokalen Machthaber angewiesen, insbesondere von General Daud &hellip;Seit 2006 wagt sich die Bundeswehr nur noch gepanzert aus dem Lager und hat nur noch wenig Kontakt zur Bev&ouml;lkerung. Gleichzeitig hat die Kabuler Regierung darin versagt, den Leuten Vertrauen einzufl&ouml;&szlig;en. Die Menschen sind jetzt frustriert, die Stimmung hat sich stark verschlechtert. Ich glaube, es ist richtig, wenn die Bundeswehr n&auml;chstes Jahr mit dem Abzug beginnt. &hellip;&nbsp; ich bin dagegen, dass die zivile Hilfe derart hochgefahren wird. Wir haben l&auml;ngst das Problem, dass die Mittel nicht mehr gesteuert, sondern in die falschen Taschen abflie&szlig;en und die Korruption eher noch verst&auml;rken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F03%2F17%2Fa0002&amp;cHash=1642d88fbd\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein St&uuml;ck aus Berlusconis Tollhaus<\/strong><br>\nWie der umtriebige Regierungschef in Rom versucht, ihm unliebsame Sendungen abzusetzen. Und wie ihm allzu willf&auml;hrige Journalisten dabei ungeschickt zur Hand gehen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F03%2F17%2Fa0159&amp;cHash=287c32a9cd\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Die deutsche Lohnsenke; Spitzenbez&uuml;ge f&uuml;r Banker, Nullrunde f&uuml;r Rentner; wie eine Bankensanierung funktionieren kann (anders, als es Obama macht); Deflation statt Inflation; die sp&auml;te Einsicht der Genossen; Frauenquote; Westerwelles Werbetruppe; Elena; Offiziere lieben es deutsch; deutsche Hilfe wird in Afghanistan nicht gebraucht; Berlusconis Tollhaus.(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4818","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4818","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4818"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4818\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4822,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4818\/revisions\/4822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}