{"id":48209,"date":"2019-01-04T08:37:27","date_gmt":"2019-01-04T07:37:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209"},"modified":"2019-01-04T08:37:27","modified_gmt":"2019-01-04T07:37:27","slug":"hinweise-des-tages-3276","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h01\">Australian Labor Party: Der rote Kontinent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h02\">Chef der Bundesagentur will Hartz-IV-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h03\">Teilhabechancen-Gesetz: Der m&uuml;hsame Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h04\">Politik straft f&uuml;r zu niedrige Mieten: Zu g&uuml;nstig f&uuml;r M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h05\">Der Aufstieg des Prinzen: Palastrevolution in drei Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h06\">Europas dreckige Ernte: Das Leid hinter dem Gesch&auml;ft mit Obst und Gem&uuml;se<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h07\">Wenn IT &uuml;ber Asyl urteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h08\">UNHCR-Bilanz f&uuml;r 2018: Mehr als 2200 Fl&uuml;chtlinge ertrunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h09\">Nichts Neues von Horst Seehofer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h10\">Rechte Laienrichter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h11\">Frankreich: Gilets-Jaunes-Anf&uuml;hrer festgenommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h12\">Gro&szlig;e Krise 2.0?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h13\">Frachter verliert Ladung: Hunderte Container d&uuml;mpeln in der Nordsee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h14\">Verkehrsminister Scheuer twittert Termin f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer PKW-Maut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48209#h15\">Kommt die t&uuml;rkische Offensive?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Australian Labor Party: Der rote Kontinent<\/strong><br>\nEin starker Sozialstaat, ein rigoroses Migrationssystem und viel humanit&auml;re Hilfen: Australiens Sozialdemokraten haben einen Weg gefunden, politisch erfolgreich zu sein. [&hellip;]<br>\nBesonders auff&auml;llig dabei: Obwohl das Thema Migration auf dem Parteitag kontrovers diskutiert wurde, spielt der Gesamtkomplex Migration in der Programmatik lediglich eine Nebenrolle. Die klare Haltung zu einer interessen- und regelgeleiteten Migrationspolitik erm&ouml;glicht es der Partei vielmehr, dass auch in Australien emotional besetzte Thema eben nicht zum Dreh- und Angelpunkt der politischen Debatte zu machen. Bezeichnend ist hierbei das Parteiprogramm, in dem das Thema erst auf Seite 164 umfassend behandelt wird.<br>\nDas aber ist kein Zufall, sondern Politik. Denn die vorgelagerten Kapitel befassen sich ausf&uuml;hrlich mit sozialdemokratischen Kernthemen, die f&uuml;r die Alltagswirklichkeit der Menschen entscheidend sind: Infrastruktur, faire Jobs, Alterssicherung, Initiativen f&uuml;r Schulen und Krankenh&auml;user, Unterst&uuml;tzungen f&uuml;r Familien und Investitionen in saubere Energie. F&uuml;r besondere Aufmerksamkeit sorgt dabei das Versprechen, angesichts der auch in Australien verbreiteten Wohnungsnot alleine im ersten Jahr einer m&ouml;glichen Regierungs&uuml;bernahme 20.000 neue Wohneinheiten zu bauen, unter Druck stehende Mieter zu entlasten und in den kommenden zehn Jahren 6,6 Milliarden Dollar in bezahlbaren Wohnraum zu investieren. Zusammengef&uuml;hrt wird dieser Ansatz in einem in einem F&uuml;nf-Punkte-Wahlmanifest, das &ldquo;Durchschnittsaustralier&rdquo; durch eine &ldquo;Wirtschaft, die f&uuml;r alle da ist&rdquo; in den Mittelpunkt stellt.<br>\nIn der Summe entsteht so ein Programm, das einen heiklen Spagat schafft. In der Migrationsfrage bedient die Partei den Wunsch nach einer Politik, die regelgeleitet vorgeht und Grenzen sichert. Zugleich aber steht Labor f&uuml;r humanit&auml;re Gro&szlig;z&uuml;gigkeit und das zentrale Anliegen, die Wirtschaft fair zu gestalten und den Sozialstaat zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-12\/australien-labor-party-sozialdemokratie-sozialstaat-asylpolitik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wenn in der SPD von Erneuerung die Rede ist, dann wird krampfhaft nach neuer Programmatik gesucht und nicht ernsthaft gepr&uuml;ft, ob manches von der alten Programmatik hochaktuell ist. In Australien machen die das anders. Vermutlich mit Erfolg.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Chef der Bundesagentur will Hartz-IV-Reform<\/strong><br>\nIn der Debatte &uuml;ber die Zukunft von Hartz IV hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Detlef Scheele, f&uuml;r Reformen pl&auml;diert. Scheele wandte sich zugleich aber deutlich gegen Forderungen aus der SPD nach einer Abschaffung des heutigen Systems der Grundsicherung. Auch Deutschlands Arbeitgeber warnten vor einer kompletten Kehrtwende bei Hartz IV. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte dagegen grundlegende &Auml;nderungen.<br>\nScheele sagte der Deutschen Presse-Agentur in N&uuml;rnberg: &bdquo;Es gibt Reformbedarf bei diesem Gesetz, aber die Probleme sind l&ouml;sbar.&ldquo; Der Vorstandsvorsitzende der BA betonte: &bdquo;Wir sind keinesfalls daf&uuml;r, das ganze Gesetz umzukrempeln.&ldquo; (&hellip;)<br>\nScheele nannte es &ndash; &auml;hnlich wie k&uuml;rzlich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) &ndash; &bdquo;nicht vern&uuml;nftig&ldquo;, Kosten der Unterkunft zu k&uuml;rzen, bei Jugendlichen auf Null. &bdquo;Aber ganz ohne Sanktionen als ultima ratio geht es nicht.&ldquo; Rund drei Prozent aller Leistungsempf&auml;nger werden im Monat sanktioniert.<br>\nHeil hatte zuletzt f&uuml;r 2019 eine Hartz-IV-Reform angek&uuml;ndigt: Sch&auml;rfere Sanktionen f&uuml;r Unter-25-J&auml;hrige sowie die K&uuml;rzung von Kosten der Unterkunft sollten abgeschafft, Mitwirkungspflichten der Bezieher aber beibehalten werden. Hintergrund ist, dass Jobcenter Hartz-IV-Leistungen k&uuml;rzen k&ouml;nnen, wenn Betroffene ihre Mitwirkung verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/bundesagentur-chef-detlef-scheele-fordert-hartz-iv-reform-15970035.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wer einen Vergleich zwischen den aktuellen Aussagen der genannten Politiker bzw. des BA-Vorstandsvorsitzenden und der Lobbyvertreter mit dem Zustand vor Einf&uuml;hrung der sog. Hartz-Gesetze anstellt, sollte feststellen k&ouml;nnen, dass der Begriff &ldquo;Reform&rdquo; vollkommen fehlplatziert ist. Insbesondere die finanziellen Bedingungen erwerbsloser Personen waren hierzulande im Jahre 2003 und fr&uuml;her besser als die als &ldquo;Reformen&rdquo; erw&auml;hnten Ver&auml;nderungsw&uuml;nsche am Ist-Zustand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Teilhabechancen-Gesetz: Der m&uuml;hsame Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nLangzeitarbeitslose fit f&uuml;r den ersten Arbeitsmarkt zu machen &ndash; das ist das Ziel des neuen Teilhabechancen-Gesetzes. Vier Milliarden Euro hat die Bundesregierung investiert, 150.000 Stellen wurden so geschaffen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass das Programm die gew&uuml;nschte Wirkung zeigt. [&hellip;]<br>\nDie neuen Regeln richten sich an alle Unternehmen, die Langzeitarbeitslose besch&auml;ftigen wollen. In den ersten beiden Jahren ersetzt der Staat dem Unternehmen die Lohnkosten zu 100 Prozent. Dabei wird der Mindestlohn vorausgesetzt. In den Folgejahren verringert sich der Zuschuss um jeweils 10 Prozent. Am Ende der maximal f&uuml;nf j&auml;hrigen F&ouml;rderperiode werden demnach immer noch 70 Prozent der Lohnkosten ersetzt. Wenn der Lohn etwa durch orts&uuml;bliche Tarifl&ouml;hne h&ouml;her ist, wird auch das erstattet &ndash; dies war eine Forderung der Gewerkschaften. [&hellip;]<br>\nDie Arbeitgeber haben anf&auml;nglich das Teilhabechancen-Gesetz rundheraus abgelehnt. Gerade in der jetzigen Phase der Hochbesch&auml;ftigung m&uuml;sse alles unternommen werden, um Langzeitarbeitslose in regul&auml;re Besch&auml;ftigung zu integrieren, argumentiert der Zentralverband des Deutschen Handwerks. In die gleiche Kerbe schl&auml;gt auch der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde Steffen Kampeter. Gegen den Versuch, Langzeitarbeitslose wieder beruflich zu integrieren, sei nichts einzuwenden. [&hellip;]<br>\nZu weit gefasste Zielgruppen, zu lange F&ouml;rderdauer insgesamt und zu hohe und zu lange Arbeitsentgeltzusch&uuml;sse w&uuml;rden keine Br&uuml;cke in den regul&auml;ren Arbeitsmarkt bauen. Stattdessen w&uuml;rde es dazu f&uuml;hren, Personen im sozialen Arbeitsmarkt, also dem bezuschussten, verharren zu lassen. Dabei w&uuml;rden diese Menschen &ndash; gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage &ndash; auf dem ersten Arbeitsmarkt dringend gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/teilhabechancen-gesetz-der-muehsame-kampf-gegen.724.de.html?dram:article_id=437391\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wahrscheinlich hat Lobbyist Kampeter, der mal parlamentarischer Staatssekret&auml;r unter Sch&auml;uble im Finanzministerium war und 2016 aus dem Bundestag heraus an die Spitze des Arbeitgeberverbandes wechselte, sogar recht mit seiner Annahme. Allerdings muss man schon fragen, warum die Betroffenen eigentlich immer noch langzeitarbeitslos sind, wenn sie doch so dringend auf dem ersten Arbeitsmarkt ben&ouml;tigt werden und was die Arbeitgeber tun, um ihnen zu helfen. Oder meint Kampeter vielleicht, dass diese Menschen weiterhin arbeitslos und dem Prinzip &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo; ausgesetzt bleiben sollen, weil sich damit auch der Druck auf die Besch&auml;ftigten weiterhin aufrechterhalten l&auml;sst? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Politik straft f&uuml;r zu niedrige Mieten: Zu g&uuml;nstig f&uuml;r M&uuml;nchen<\/strong><br>\nVorwurf &bdquo;Liebhaberei&ldquo;: Wer in der bayerischen Landeshauptstadt billig vermietet, bekommt Probleme mit dem Finanzamt.<br>\nWolfgang Donh&auml;rl hat die Liste mit den aktuellen Mieten f&uuml;r sein Haus in der M&uuml;nchner Aurbacherstra&szlig;e kopiert und legt sie auf den niedrigen Tisch im Wohnzimmer. Halb im Sofa versunken, meint man, es m&uuml;sse sich um einen Irrtum handeln &ndash; vielleicht um ein Mietshaus im Bayerischen Wald oder in der Oberpfalz, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen? Die drei gro&szlig;en Altbauwohnungen im ersten Stock etwa werden f&uuml;r 4,79 Euro, 5,18 Euro und 5,52 Euro pro Quadratmeter vermietet. Seit die Mieter dort Ende der 70er- bis Mitte der 80er-Jahre eingezogen sind, hat sich daran nichts ge&auml;ndert. F&uuml;r andere Wohnungen in dem f&uuml;nfst&ouml;ckigen Altbau zahlen die Mieter 6,77 Euro oder 9,17. Der h&ouml;chste Quadratmeterpreis liegt bei 11,82 Euro, die Bewohner waren 2013 eingezogen.<br>\nHausbesitzer Donh&auml;rl, 52 Jahre alt, schaut einen mit seinen lebendig blitzenden Augen an und sagt: &bdquo;Ich finde, so wie wir das machen, ist es das Normale.&ldquo; Wir &ndash; das sind seine Schwester und er, die nach dem Tod der Mutter Ende vergangenen Jahres das Haus geerbt haben. Die h&ouml;chste Miete mit 1.300 Euro f&uuml;r 110 Quadratmeter erscheint auch g&uuml;nstig, bei Neuvermietungen muss man in dieser Gegend mit dem Doppelten und mehr rechnen. Und alles im Donh&auml;rl-Haus liegt auch unter dem, was das Finanzamt als &bdquo;erzielbare Miete&ldquo; ansieht &ndash; 12,50 Euro.<br>\nUnd das ist das gro&szlig;e Problem der Geschwister Donh&auml;rl: Sie vermieten zu g&uuml;nstig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Politik-straft-fuer-zu-niedrige-Mieten\/!5555133\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Steigende Mieten: Soziales Bodenrecht gegen Wohnraum-Spekulanten<\/strong><br>\nDie Architektin und Stadtplanerin Christiane Thalgott fordert ein soziales Bodenrecht. Sie bezweifelt, dass &Auml;nderungen im Mietrecht noch helfen k&ouml;nnen, den Mietpreisanstieg zu bremsen &ndash; mit Immobilien lasse sich einfach zu viel Geld verdienen.<br>\nZum Jahresbeginn sind zahlreiche &Auml;nderungen im deutschen Mietrecht in Kraft getreten. Durch etliche davon soll der Anstieg der Mieten begrenzt werden, so beispielsweise durch eine effektivere Mietpreisbremse. Auch sollen Mieter durch die bei Vermietern beliebte Umlage von Modernisierungskosten weniger belastet werden k&ouml;nnen. Die Politik verspricht sich viel davon. Experten sind hingegen inzwischen skeptisch, ob sich die steigenden Mieten mit Hilfe des Mietrechts &uuml;berhaupt noch in den Griff kriegen lassen.<br>\nZu diesen Experten geh&ouml;rt die Architektin und Stadtplanerin Christiane Thalgott, der auch die immer h&ouml;heren Preise f&uuml;r Grund und Boden Sorgen bereiten. Thalgott ist Mitbegr&uuml;nderin der &bdquo;M&uuml;nchner Initiative f&uuml;r soziales Bodenrecht&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDas Hauptproblem sei, dass es seit der Bankenkrise nur noch einen Bereich gebe, in dem man hohe Renditen erzielen k&ouml;nne, und das sei die Immobilienwirtschaft, betonte die fr&uuml;here Stadtbaur&auml;tin von Kassel und M&uuml;nchen. Gerade mit der Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen lie&szlig;en sich im Jahr Renditen von vier bis 12 Prozent erzielen.<br>\nDeutschland sei au&szlig;erdem f&uuml;r ausl&auml;ndische Investoren ein attraktiver Immobilienmarkt-Markt, weil das Land stabil sei. &bdquo;Demokratie ist gut f&uuml;r den Gewinn&ldquo;, sagte Thalgott. Deshalb stellten Investoren hier ihre Gelds&auml;cke ab &ndash; aber mit Wohnungsbau habe das nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/steigende-mieten-soziales-bodenrecht-gegen-wohnraum.1008.de.html?dram:article_id=437330\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Aufstieg des Prinzen: Palastrevolution in drei Akten<\/strong><br>\nDurch seine Palastrevolution in drei Akten wurde Mohammed bin Salman zur seit Jahrzehnten m&auml;chtigsten Person in Saudi-Arabien. Seine Au&szlig;enpolitik ist bestimmt von einer pathologischen Iran-Obsession, die &ndash; genau wie der post-9\/11 Dilettantismus des Westens in der Region &ndash; den Iran jedes Mal st&auml;rker macht, anstatt ihn zu schw&auml;chen.<br>\nNeben dem Vatikan ist Saudi-Arabien formal das einzige Land der Welt ohne ein Parlament. Als absolute Monarchie liegt alle Macht beim K&ouml;nig, doch galt die Gesetzgebung im Land &ndash; mit ihren beratenden Gremien, dem Schura-Rat, dem Ausgleich mit der Geistlichkeit und der ausgepr&auml;gten Horizontalit&auml;t in den obersten Zirkeln der Macht &ndash; seit jeher als relativ konsensbasiert. Entscheidungen werden mit Bedacht gef&auml;llt, der K&ouml;nig regiert nicht als Tyrann von oben durch, gilt als &bdquo;Erster unter Gleichen&ldquo;. Auch verfolgt das K&ouml;nigreich traditionell eine eher zur&uuml;ckhaltende Au&szlig;enpolitik. Allzu offene Aggression fernab der Landesgrenzen wurde zumeist durch subtile Einflussnahme und exzessive Scheckbuch-Diplomatie ersetzt.<br>\nAll dies &auml;nderte sich grundlegend mit dem beispiellosen Aufstieg des Mohammed bin Salman, genannt MbS, beginnend vor gerade einmal vier Jahren. Sein Vater K&ouml;nig Salman zeigt sich nur selten, setzt kaum Akzente &ndash; die Macht im Staate liegt beim 33-j&auml;hrigen Prinzen. Nahezu s&auml;mtliches Handeln des MbS bewegt sich dabei in regelrechter Obsession zwischen zwei grundlegenden Motiven: im Innern die maximale Konzentration von Macht in seinen H&auml;nden, nach au&szlig;en die hochgef&auml;hrliche Konfrontation mit seiner vermeintlichen Nemesis Iran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-01-03\/der-aufstieg-des-prinzen\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europas dreckige Ernte: Das Leid hinter dem Gesch&auml;ft mit Obst und Gem&uuml;se<\/strong><br>\nZehntausende Fl&uuml;chtlinge und Migranten aus Afrika werden in der Landwirtschaft brutal ausgebeutet. Sie ernten in Spanien und Italien Obst und Gem&uuml;se, das in Deutschland zu Billigpreisen verkauft wird. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks erhalten Betriebe, die gegen Lohn- und Arbeitsschutzvorschriften versto&szlig;en, sogar millionenschwere EU-Subventionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/br-fernsehen\/sendungen\/mehrwert\/das-leid-hinter-dem-geschaeft-mit-obst-und-gemuese-100.html\">BR Fernsehen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn IT &uuml;ber Asyl urteilt<\/strong><br>\nWer w&uuml;rde es sich bieten lassen, dass ein Computer am Ende &uuml;ber die weitere Zukunft des eigenen Lebens entscheidend mitredet? Menschen, die in der Bundesrepublik Asyl beantragen, m&uuml;ssen das bereits heute hinnehmen. Denn das Verwaltungsversagen im Zuge der gro&szlig;en Zahl von Ende 2015 in der Bundesrepublik ankommenden Schutzsuchenden f&uuml;hrte beim Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) dazu, die Verfahren auf Effizienz zu trimmen &ndash; auch mit Hilfe von Software.<br>\nDer damals zust&auml;ndige Beh&ouml;rdenleiter Frank-J&uuml;rgen Weise hatte bei der &raquo;Optimierung&laquo; der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit entsprechende Erfahrungen gesammelt und holte schlie&szlig;lich externe Berater ins BAMF. Das Ziel, m&ouml;glichst viele Asylsuchende abzuweisen, ist bis heute geblieben. Nur st&uuml;tzen sich Entscheidungen zunehmend auf von Computerprogrammen erstellten Analysen, wie eine Journalistin am vergangenen Freitag auf dem 35. Chaos Communication Congress in Leipzig berichtete. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r eine erfolgreiche Flucht nach Europa sind Smartphones mittlerweile unerl&auml;sslich zur Orientierung auf dem Weg durch W&uuml;sten und &uuml;bers Mittelmeer sowie zur Kommunikation mit anderen. Vor dem Zugriff des Amtes sind die Ger&auml;te nicht sicher. Wer kein Ausweisdokument vorlegen kann, der muss sein Mobiltelefon auslesen lassen. Formal ist dieser Schritt freiwillig, allerdings sind Asylsuchende zur &raquo;Mitwirkung&laquo; an ihrem Verfahren verpflichtet. Die vom BAMF eingesetzte Analysesoftware durchforstet, je nach Ger&auml;temodell, den Anrufverlauf, das Adressbuch, Nachrichten, Geodaten, den Internetverkehr sowie Benutzerkonten. Daraus sollen die Fluchtgeschichte und Herkunft ermittelt werden. Bei 27.000 ausgelesenen Telefonen seien laut BMI 2.845 Berichte zur Entscheidung &uuml;ber Asylgew&auml;hrung herangezogen worden. Davon wurden Biselli zufolge 35 Prozent als brauchbar bewertet, zwei Prozent h&auml;tten Widerspr&uuml;che bei Angaben eines Antragstellers aufgedeckt.<br>\nBei Beschaffungskosten f&uuml;r die genannten Systeme in H&ouml;he von 11,2 Millionen Euro bis 2019 handle es sich &raquo;auf jeden Fall&laquo; um eine Zahl, f&uuml;r die man &raquo;ziemliche viele Leute&laquo; einstellen k&ouml;nne, die sich mit den schutzsuchenden Menschen besch&auml;ftigen, sagte Biselli. &raquo;Man k&ouml;nnte sich auch &uuml;berlegen, ob man soviel Geld ausgeben will, um Menschen aus Deutschland rauszuhalten, oder ob man nicht seine Grundeinstellung vielleicht mal &auml;ndern will&laquo;, kritisierte sie mit Blick auf die &uuml;bergeordnete politische Ma&szlig;gabe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346438.35-chaos-communication-congress-wenn-it-%C3%BCber-asyl-urteilt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>UNHCR-Bilanz f&uuml;r 2018: Mehr als 2200 Fl&uuml;chtlinge ertrunken<\/strong><br>\nDie Zahlen sind etwas niedriger als im Vorjahr &ndash; aber noch immer gewaltig: Im vergangenen Jahr starben auf dem Mittelmeer laut UNHCR mehr als 2200 Fl&uuml;chtlinge bei der &Uuml;berfahrt nach Europa. Hauptzielland war Spanien. Mehr als 2200 Fl&uuml;chtlinge sind nach UN-Angaben im vergangenen Jahr im Mittelmeer gestorben. Die Zahl der Toten oder als vermisst gemeldeten Menschen liege bei 2262, teilte das Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR mit. Im Vorjahr waren demnach 3139 Todes- oder Vermisstenf&auml;lle registriert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/unhcr-fluechtlinge-mittelmeer-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nichts Neues von Horst Seehofer<\/strong><br>\nAnstatt beim Thema Asyl st&auml;ndig sch&auml;rfere Gesetze zu fordern, sollte gerade der Innenminister sich darum k&uuml;mmern, dass Justiz und Verwaltung ihre Arbeit machen k&ouml;nnen &ndash; auch mit mehr Personal, kommentiert NN-Redakteur Daniel Hertwig.<br>\nDas musste ja so kommen: Vier halbstarke Idioten pr&uuml;geln sich unter Alkoholeinfluss durchs oberpf&auml;lzische Amberg &ndash; eigentlich eine Sache, die bundesweit t&auml;glich in der ein oder anderen Form auf den Schreibtischen von Polizisten, Jugendrichtern und Sozialarbeitern landet.<br>\nDoch dummerweise handelt es sich bei den 17- bis 19-J&auml;hrigen um Asylbewerber, also schalten sich nat&uuml;rlich Politiker ein, die &ldquo;Law and Order&rdquo; im Blut haben. Allen voran Bundesinnenminister Horst Seehofer, der in der Bild (wo sonst?) prompt die Abschiebung forderte, und sch&auml;rfere Gesetze noch gleich dazu.<br>\nAnscheinend muss also auch 2019 wieder darauf hingewiesen werden: Die Abschiebung straff&auml;llig gewordener Ausl&auml;nder (und auch Asylbewerber) ist bereits m&ouml;glich. [&hellip;]<br>\nAllerdings muss ihnen zun&auml;chst einmal der Prozess gemacht werden, ein schweres bis besonders schweres &ldquo;Ausweisungsinteresse&rdquo; des Staates kommt ab einem Jahr Freiheitsstrafe aufw&auml;rts ins Spiel, so sieht es das Aufenthaltsgesetz vor. Ob die Amberger Pr&uuml;gelserie, so schlimm sie f&uuml;r die willk&uuml;rlich ausgew&auml;hlten Opfer ist, daf&uuml;r reicht, ist Sache der Justiz, nicht der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/kommentar-nichts-neues-von-horst-seehofer-1.8458109\">Nordbayern<\/a>\n<p><strong>dazu: Oberb&uuml;rgermeister von Amberg: &ldquo;Die Reaktion ist v&ouml;llig &uuml;berdimensioniert&rdquo;<\/strong><br>\nVier betrunkene Asylbewerber verpr&uuml;geln Passanten, und pl&ouml;tzlich schaut die Republik auf Amberg. Oberb&uuml;rgermeister Michael Cerny ist die Aufregung zu gro&szlig;. Er fordert Besonnenheit &ndash; auch von seinen CSU-Parteifreunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ambergs-oberbuergermeister-michael-cerny-voellig-ueberdimensioniert-interview-a-1246310.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechte Laienrichter<\/strong><br>\nGerichte geben ungern Auskunft &uuml;ber Sch&ouml;ffen. Einer der namentlich bekannten mit AfD-Parteibuch sieht in Fl&uuml;chtlingen &raquo;kriminelles und radikales Pack&laquo;<br>\nSch&ouml;ffen &uuml;ben eine verantwortungsvolle Aufgabe innerhalb des Gemeinwesens aus. Sie m&uuml;ssen ohne Ansehen der Person urteilen, d&uuml;rfen nicht befangen sein. Die Herkunft eines Kl&auml;gers, Beklagten oder Angeklagten darf f&uuml;r die ehrenamtlichen Richter keine Rolle spielen. Die Gemeinden, die dem jeweiligen Gerichtsbezirk angeh&ouml;ren, stellen alle f&uuml;nf Jahre Vorschlagslisten auf, aus denen dann kommunale Wahlgremien die Sch&ouml;ffen ausw&auml;hlen. Alle im Bundestag vertretenen Parteien bringen dabei ihre eigenen Leute sowohl auf die Vorschlagslisten als auch in die Gerichte.<br>\nIm Rahmen dieser Recherche wurden mehr als 230 Gerichte bundesweit angeschrieben und um Listen mit den Namen der Sch&ouml;ffen gebeten, um herauszufinden, wie verbreitet Laienrichter mit AfD-Parteibuch sind &ndash; darunter alle Amtsgerichte in Baden-W&uuml;rttemberg und Mecklenburg-Vorpommern sowie alle Amts-, Land- und Verwaltungsgerichte in Brandenburg, Sachsen und Th&uuml;ringen. Der weit &uuml;berwiegende Teil der Gerichte antwortete gar nicht. Einige beriefen sich auf &raquo;Datenschutz&laquo; &ndash; obwohl das Finanzgericht K&ouml;ln und das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt die Namen ihrer ehrenamtlichen Richterinnen und Richter sogar auf ihren Internetseiten ver&ouml;ffentlicht hatten.<br>\nDas Amtsgericht Freiburg teilte mit, die Anfrage m&uuml;sse &raquo;zun&auml;chst in Abstimmung mit dem Justizministerium rechtlich gepr&uuml;ft werden&laquo;. Auch in Sachsen wandten sich mehrere Amtsgerichte an das Justizministerium des Landes, Auskunft gab es jedoch auch hier nicht. Zum Teil verlangten die Gerichte entgegen dem Pressegesetz eine schriftliche Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Anfrage, Geb&uuml;hren oder die &raquo;&Uuml;bersendung einer Personalausweiskopie (Vor- und R&uuml;ckseite)&laquo; zur Pr&uuml;fung der &raquo;Identit&auml;t&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346416.bundesweites-ph%C3%A4nomen-rechte-laienrichter.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich: Gilets-Jaunes-Anf&uuml;hrer festgenommen<\/strong><br>\nJean-Luc M&eacute;lenchon und Marine Le Pen kritisieren Machtmissbrauch und Verletzung politischer Rechte<br>\nDie Gelben Westen in Frankreich sind keine ganz akephale Bewegung, sondern haben K&ouml;pfe, die in den Medien pr&auml;senter sind als andere. Einer davon, der Fernfahrer &Eacute;ric Drouet, wurde gestern festgenommen, bevor er auf dem Pariser Place de la Concorde Kerzen f&uuml;r die f&uuml;nf Todesopfer und die etwa 500 Verletzten entz&uuml;nden konnte, die es bei den Protesten bislang gab. Weil er dazu auf seinem Facebook-Profil auch andere Franzosen aufgerufen hatte, wirft ihm die Polizei vor, eine nicht genehmigte Demonstration initiiert zu haben.<br>\nW&auml;hrend Wirtschaftsminister Bruno Le Maire die Festnahme im Sender France Inter mit der Bemerkung rechtfertigte, Drouet habe &ldquo;den Rechtsstaat nicht respektiert&rdquo;, kritisierten die F&uuml;hrer der beiden umfragest&auml;rksten Oppositionsparteien die Ma&szlig;nahme. F&uuml;r Jean-Luc M&eacute;lenchon von La France insoumise (FI) ist die Festnahme ein &ldquo;Machtmissbrauch&rdquo; mit Hilfe einer &ldquo;politischen Polizei&rdquo;. Er rief auf Twitter dazu auf, das &ldquo;Mundst&uuml;ck des Volkes&rdquo; zu befreien. Marine Le Pen, die Vorsitzende des Rassemblement National (RN), sprach etwas zur&uuml;ckhaltender von einer &ldquo;systematischen Verletzung der politischen Rechte&rdquo; von Oppositionellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Gilets-Jaunes-Anfuehrer-festgenommen-4264899.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Krise 2.0?<\/strong><br>\nF&uuml;r China, aber auch beispielsweise die Bundesrepublik, stellt sich die Notwendigkeit, auf den absehbaren Nachfrager&uuml;ckgang zu reagieren. Auch f&uuml;r das Kraftzentrum China d&uuml;rfte es schwierig werden, den aktuellen Wachstumspfad aufrecht zu halten. In Deutschland d&uuml;rfte vor allem die exportverw&ouml;hnte Autoindustrie Probleme bekommen. Nicht zuletzt wegen der Umstellung auf E-Mobilit&auml;t. Die wachsenden gesellschaftlichen Widerspr&uuml;che rufen bei den Menschen wachsende Protestbereitschaft (&bdquo;Gelbe Westen&ldquo;) hervor, die das deutsch\/europ&auml;ische Austerit&auml;tskonzept ins Wanken bringen k&ouml;nnte. Zwar versucht die EU-Kommission, mit einer brutalen Brexit-Strategie ihre Entschlossenheit zur Verteidigung des bisherigen, unnachgiebigen Kurses zu unterstreichen, aber wie in Italien wachsen die zentrifugalen Kr&auml;fte, die ein &uuml;berraschend schnelles Ende von Deutsch\/Europa einleiten k&ouml;nnten.<br>\nBislang hat die Trump-Administration auf die Er&ouml;ffnung eines eigenst&auml;ndigen, gro&szlig;en Krieges verzichtet. Die sich mit dem Auslaufen des Fiskalimpulses abzeichnenden sozio&ouml;konomischen und politischen Probleme, ausgerechnet vor der n&auml;chste Pr&auml;sidentenwahl, k&ouml;nnte die Pr&auml;ferenz f&uuml;r eine Kriegsoption deutlich steigern. Da die bisherigen &bdquo;Erfolge&ldquo; des US-amerikanischen Handelskrieges recht &uuml;berschaubar sind, liegt die Versuchung nahe, den Krieg auf andere Gebiete auszuweiten, in denen man &uuml;ber bessere Karten zu verf&uuml;gen hofft. Es sind nicht die besten Perspektiven, mit denen das Jahr 2019 beginnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5101\/wirtschaft_soziales\/10179\/Gro%C3%9Fe-Krise-20.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Frachter verliert Ladung: Hunderte Container d&uuml;mpeln in der Nordsee<\/strong><br>\nStrandlatschen und Spielzeug: Treibgutj&auml;ger kommen an den Str&auml;nden der niederl&auml;ndischen Nordseeinseln gerade voll auf ihre Kosten. 270 Container hat ein riesiger Frachter verloren, auch Gefahrgut ist dabei.<br>\nDie Reederei Mediterranean Shipping Company, kurz MSC, hat nun auch Spezialschiffe in die Nordsee beordert. Sie wollen im offenen Meer mit Sonar nach den herumtreibenden Containern und der teils lose herumschwimmenden Ladung suchen. Auch die niederl&auml;ndische K&uuml;stenwache, unterst&uuml;tzt von deutschen Einsatzkr&auml;ften, sucht nach der &uuml;ber Bord gegangenen Fracht. Die Schifffahrt wurde vor den umhertreibenden Containern gewarnt. Vorsorglich blieb deshalb auch der Emshafen bis Sonnenaufgang gesperrt. Besondere Wachsamkeit herrscht an der ostfriesischen K&uuml;ste, f&uuml;r die Insel Borkum wurde eine Warnmeldung abgesetzt.<br>\nDie meisten der 270 Container schwimmen weiterhin in der aufgew&uuml;hlten See vor den niederl&auml;ndischen Inseln. Mindestens drei von ihnen enthalten gef&auml;hrliche Fracht, darunter organische Peroxide. Das giftige Pulver wird ben&ouml;tigt, um Kunststoff herzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/container-schiff-sturm-103.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Mit welcher Leichtfertigkeit eine &Ouml;kokatastrophe billigend in Kauf genommen wird, wird deutlich, wenn das gigantisch hohe Frachtaufkommen auf dem Superfrachter betrachtet wird. Offensichtlich wurde das Risiko, dass Container bei Sturm ins Meer fallen k&ouml;nnen, durch die Reederei und die belgische Aufsichtsbeh&ouml;rde, geringgesch&auml;tzt, zumal sich darunter deklariertes Gefahrgut befindet. Also, Profitstreben geht einmal wieder &uuml;ber den Schutz der Umwelt. Bleibt zu hoffen, dass es nicht zu einer &Ouml;kokatastrophe kommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verkehrsminister Scheuer twittert Termin f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer PKW-Maut<\/strong><br>\nZweifel am Versprechen, dass heimische Autofahrer dadurch nicht st&auml;rker belastet werden<br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat seine Neujahrsgratulation auf Twitter mit einer (seiner Meinung nach) &ldquo;guten Nachricht&rdquo; verkn&uuml;pft: Die von seiner CSU seit 2013 angek&uuml;ndigte PKW-Maut kann seinen Worten nach &ldquo;im Oktober 2020 starten&rdquo;. Das sei am 30. Dezember in einem auf zw&ouml;lf Jahre ausgelegten und knapp zwei Milliarden Euro schweren Vertrag mit dem deutschen Ticketverk&auml;ufer CTS Eventim und dessen &ouml;sterreichischen Partner Kapsch TrafficCom vereinbart worden.<br>\nScheuer zufolge schafft die PKW-Maut &ldquo;Gerechtigkeit auf deutschen Stra&szlig;en [&hellip;], weil jeder, der unsere Infrastruktur benutzt, der zahlt auch &ndash; ohne Mehrbelastung f&uuml;r die Inl&auml;nder&rdquo;. Letzteres st&ouml;&szlig;t unter seinem Tweet jedoch auf viel Skepsis bei B&uuml;rgern, die die Ank&uuml;ndigung ihres Ministers f&uuml;r das Gegenteil einer &ldquo;guten Nachricht&rdquo; halten. Zum Beispiel bei einem Franz Miller, der davon &uuml;berzeugt ist, es stehe &ldquo;jetzt schon fest&rdquo;, dass &ldquo;auch die Deutschen Autofahrer mehr bezahlen werden m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verkehrsminister-Scheuer-twittert-Termin-fuer-die-Einfuehrung-einer-PKW-Maut-4262449.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kommt die t&uuml;rkische Offensive?<\/strong><br>\nTrump will US-Milit&auml;r aus Syrien abziehen. Kurdische SDF brauchen neue Verb&uuml;ndete<br>\nTrump verk&uuml;ndete, die US-Truppen w&uuml;rden aus Syrien abziehen und ver&auml;nderte damit die Verh&auml;ltnisse im Norden Syriens. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG baten die Regierung um Hilfe gegen eine drohende t&uuml;rkische Invasion. Das syrische Oberkommando verk&uuml;ndete, die Armee werde jeden Besatzer vertreiben. Im Juli 2012 musste die syrische Armee aus Manbidsch abziehen &ndash; jetzt kehrte sie zur&uuml;ck.<br>\n&bdquo;Die Terroristen m&uuml;ssen die Gebiete &ouml;stlich des Euphrats verlassen. Wenn sie nicht gehen, werden wir sie loswerden, weil sie uns st&ouml;ren&ldquo;, drohte Erdogan &uuml;ber Monate und k&uuml;ndigte eine Offensive der T&uuml;rkei im Norden Syriens an. Ein milit&auml;rischer Aufmarsch von Dschihadisten und Armee mit Panzern und schwerem Ger&auml;t verlieh seinen Worten Gewicht.<br>\nDie Drohungen der t&uuml;rkischen Regierung verdeutlichen, dass die &bdquo;Einheit Syriens&ldquo;, die internationale Konferenzen immer wieder beschw&ouml;ren, nur auf dem Papier besteht. Der Norden Syriens mit seinem &Ouml;l- und Gasreichtum und wichtigen landwirtschaftlichen Anbaugebieten steht unter Kontrolle der &bdquo;Demokratischen Kr&auml;fte Syriens&ldquo; (SDF) unterst&uuml;tzt von mehreren Tausend Soldaten der US-Armee. Die Ausweitung der kurdischen Kontrolle weit &uuml;ber die kleinen und wirtschaftlich schwachen &bdquo;Kantone&ldquo; von Rojava hinaus war die Voraussetzung daf&uuml;r, ein autonomes Gebiet zu bilden &ndash; das traf sich mit den Interessen der USA. F&uuml;r die t&uuml;rkische Regierung war es ein rotes Tuch.<br>\nIn den Auseinandersetzungen zwischen SDF und der T&uuml;rkei mussten die USA immer wieder versuchen, deeskalierend zu wirken, waren doch beide ihre &bdquo;strategischen Partner&ldquo;. Der Oberbefehlshaber der SDF, Mazlum Kobani, hatte gegen&uuml;ber Reuters noch vor Kurzem erkl&auml;rt, die USA w&uuml;rden ernsthaft daran arbeiten, eine t&uuml;rkische Offensive zu verhindern. Aber sie m&uuml;ssten mehr tun.<br>\nWas aber, wenn die USA ihre sch&uuml;tzende Hand von den SDF abziehen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5101\/internationale_politik\/10216\/Kommt-die-t%C3%BCrkische-Offensive.htm\">unsere zeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Syriens Zukunft<\/strong><br>\nNach Trumps Ank&uuml;ndigung des Abzuges der US-Truppen: Reaktionen der Akteure in der Region (&hellip;)<br>\nDie westlichen Verb&uuml;ndeten der USA werden ihre Syrien-Politik &uuml;berdenken m&uuml;ssen. Frankreich, das sich als Besch&uuml;tzer der syrischen Kurden ins Spiel brachte, wird seine milit&auml;rische Pr&auml;senz ohne das US-Milit&auml;r nicht aufrechterhalten k&ouml;nnen. Gro&szlig;britannien wird sein Milit&auml;r aus Syrien voraussichtlich nach Jordanien abziehen. Das nicht offiziell best&auml;tigte Mitwirken von Briten und Franzosen in den Reihen bewaffneter und ziviler Schutzgruppen in Idlib wird vermutlich in kleinerem Umfang aufrechterhalten. Die Bundesregierung, die bislang nicht best&auml;tigt hat, in Syrien Personal stationiert zu haben, zeigte sich vor allem besorgt &uuml;ber die Sicherheit Israels.<br>\nIsrael bef&uuml;rchtet nach einem R&uuml;ckzug der US-Truppen eine versch&auml;rfte Bedrohung durch den Iran. Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu k&uuml;ndigte zur Verteidigung des Landes weitere Angriffe auf iranische Ziele in Syrien an. Die bisherige offizielle US-Strategie sah vor, die irakisch-syrische Grenze &ndash; einschlie&szlig;lich der dort agierenden Restgruppen des &raquo;Islamischen Staates&laquo; &ndash; unter Kontrolle zu behalten und damit einen direkten Landweg vom Iran durch den Irak und Syrien zum Mittelmeer zu verhindern. Ob die USA mit dieser Linie brechen, bleibt abzuwarten. (&hellip;)<br>\nDer Iran und der Irak begr&uuml;&szlig;ten die Entscheidung des US-Pr&auml;sidenten. Beide L&auml;nder haben ihre Beziehungen zu Syrien und die jeweilige bilaterale Zusammenarbeit im vergangenen Jahr deutlich ausgebaut. In Zukunft sollen auch die wirtschaftlichen Beziehungen erweitert werden. Vor Jahresende unterzeichnete der Iran mit Syrien ein umfassendes Handelsabkommen. Seit 2015 hat sich auch die milit&auml;rische Kooperation der drei Staaten untereinander sowie mit Russland verst&auml;rkt. Mitte Dezember wurde das in Bagdad bei dem viertelj&auml;hrlichen Treffen des gemeinsamen Informationszentrums f&uuml;r Austausch und Kooperation erneut bekr&auml;ftigt. Der Irak unterzeichnete mit Syrien ein Sicherheitsabkommen f&uuml;r den Kampf gegen den IS. Der syrische Pr&auml;sident Baschar Al-Assad erteilte der irakischen Luftwaffe die Genehmigung, im Grenzgebiet beider Staaten auch auf syrischem Territorium gegen die Dschihadistenmiliz vorzugehen. Eine vorherige Zustimmung der syrischen Streitkr&auml;fte oder des Pr&auml;sidenten sei daf&uuml;r nicht erforderlich.<br>\nDer russische Au&szlig;enminister Sergej Lawrow zeigte sich vorsichtig optimistisch. &raquo;Jeder Abzug von Truppen, die sich gesetzwidrig in einem bestimmten Land befinden, ist ein Schritt in die richtige Richtung&laquo;, sagte Lawrow Ria Nowosti. Fraglich sei jedoch, &raquo;ob der Truppenabzug &uuml;berhaupt umgesetzt wird&laquo;. Lawrow pl&auml;dierte daf&uuml;r, abzuwarten, was aus Trumps Vorhaben werde. Einen Einmarsch t&uuml;rkischer Truppen in die Gebiete &ouml;stlich des Euphrat, wie von Ankara angek&uuml;ndigt, weist Russland zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346503.syrien-syriens-zukunft.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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