{"id":48308,"date":"2019-01-08T08:19:42","date_gmt":"2019-01-08T07:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308"},"modified":"2019-01-08T08:19:42","modified_gmt":"2019-01-08T07:19:42","slug":"hinweise-des-tages-3278","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h01\">Neues von der britischen Beeinflussungskampagne des omin&ouml;sen Institute of Statecraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h02\">Sechs Mythen &uuml;ber den &ldquo;Hackerangriff&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h03\">Wir verstehen die Welt nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h04\">Skandal!! AfD-nah!!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h05\">Doch keine Erfolgsgeschichte: Das Scheitern des Liberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h06\">Der 55-Milliarden-Coup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h07\">&bdquo;Der &ouml;ffentliche Dienst wurde &uuml;ber Jahre klein gespart&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h08\">Eine Stadt in England hat genug vom Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h09\">Das Ende des konservativen Safe Space<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h10\">Bahn frei f&uuml;r die Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h11\">Aufruf zum Putsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h12\">Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat? Keine gute Idee.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h13\">Der Kampf gegen Desinformation gebiert weitere Desinformation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48308#h14\">Was es hei&szlig;t, privilegiert zu sein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neues von der britischen Beeinflussungskampagne des omin&ouml;sen Institute of Statecraft<\/strong><br>\nNeue Dokumente zeigen, wie der Skripal-Fall ausgeschlachtet wurde und welche Strategien und Narrative unterst&uuml;tzt werden<br>\n&Uuml;ber die bis zum ersten Leak im Verborgenen agierende britische Beeinflussungskampagne gegen Russland hatte Telepolis schon Ende November 2018 berichtet (Integrity Initiative: Britische Beeinflussungskampagne gegen Russland?). Das britische Au&szlig;enministerium finanziert mit anderen Geldgebern wie der Nato, dem US-Au&szlig;enministerium oder dem litauischen Verteidigungsministerium &uuml;ber das Institute of Statecraft die 2015 gegr&uuml;ndete Integrity Initiative, um die Demokratie gegen russische Desinformation zu verteidigen. Sie versucht nach geleakten Dokumenten, die bislang in ihrer Authentizit&auml;t nicht bestritten wurden, in vielen L&auml;ndern &ldquo;Zellen&rdquo; mit einflussreichen Personen aufzubauen, um eine transatlantische, anti-russische Agenda in Medien und &Ouml;ffentlichkeit durchzusetzen. Ansonsten werden Veranstaltungen durchgef&uuml;hrt, Artikel verbreitet und auf Twitter Stimmung gemacht.<br>\nDazu wurde auch in den sozialen Netzwerken versucht, Jeremy Corbyn und seine Anh&auml;nger in einer Desinformationskampagne als Handlager Russlands zu bezeichnen, was zumindest in Gro&szlig;britannien auch im Parlament f&uuml;r &Auml;rger gesorgt hat (Infowar oder Absurdistan: Britisches Au&szlig;enministerium im Strudel der Desinformation). Deutlich wurde auch, dass letztes Jahr eine Kampagne gegen den nicht ganz Nato-linientreuen Milit&auml;r Pedro Banos durchgef&uuml;hrt wurde, um zu verhindern, dass dieser zum Chef der Direcci&oacute;n de Seguridad Nacional de Espa&ntilde;a ernannt wird. Das war von Erfolg gekr&ouml;nt. Der spanische Regierungschef Pedro S&aacute;nchez setzte stattdessen den General Miguel &Aacute;ngel Ballesteros auf den Posten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neues-von-der-britischen-Beeinflussungskampagne-des-ominoesen-Institute-of-Statecraft-4266174.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Erst gestern berichteten auch die NachDenkSeiten ausf&uuml;hrlich &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48281\">die deutsche PR-Arbeit der Integrity Initative<\/a> und interviewten dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48278\">den britischen Journalistik-Professor Piers Robinson<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sechs Mythen &uuml;ber den &ldquo;Hackerangriff&rdquo;<\/strong><br>\nPrivate Daten Hunderter Politiker, Prominenter und Webstars stehen im Netz: Der Donnerstagabend bekannt gewordene Daten-Leak sorgt weiter f&uuml;r Wirbel. Doch nicht alles, was man dazu h&ouml;rt, ergibt Sinn.<br>\n&ldquo;Mega-Cyber-Angriff&rdquo;, &ldquo;Mega-Hack&rdquo;, &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Hackerangriff Deutschlands&rdquo;: Viele Medien &uuml;berbieten sich mit aufregenden Formulierungen rund um den Daten-Leak, der vor allem Politiker sowie Fernseh- und YouTube-Stars betrifft. Was die mediale Resonanz angeht, ist der Vorfall f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse einzigartig, zum eigentlichen Geschehen jedoch passen solche &Uuml;berh&ouml;hungen nur bedingt: [&hellip;]<br>\nMythos 1: Es handelt sich um einen besonders spektakul&auml;ren Hackerangriff. [&hellip;]<br>\nMythos 2: Es sind so viele Daten erbeutet worden &ndash; der oder die T&auml;ter m&uuml;ssen doch Profi-Hacker sein. [&hellip;]<br>\nMythos 3: So schlimm ist Doxing f&uuml;r die Betroffenen ja auch nicht. [&hellip;]<br>\nMythos 4: &ldquo;Das BSI h&auml;tte&hellip;&rdquo; [&hellip;]<br>\nMythos 5: F&uuml;r genau solche F&auml;lle fehlt das Recht zum digitalen Gegenschlag. [&hellip;]<br>\nMythos 6: Die Sicherheitsbeh&ouml;rden werden daran scheitern, den T&auml;ter zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/datenleak-von-0rbit-sechs-mythen-ueber-den-hackerangriff-a-1246714.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Darstellung von SPON ist l&ouml;blich und empfehlenswert. Zu erg&auml;nzen w&auml;re jedoch noch Mythos 7: &bdquo;Alle gro&szlig;en Hacks werden von staatlichen Akteuren aus Russland und China begangen&ldquo; &hellip; genau dies wurde n&auml;mlich am Freitag in einigen Medien wie der BILD-Zeitung schon wieder bar jeder Indizien kolportiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wir verstehen die Welt nicht mehr<\/strong><br>\nDeutschland muss endlich anfangen, f&uuml;r die liberale Ordnung zu k&auml;mpfen.<br>\nDeutschland lebt von Voraussetzungen, die es nicht selbst garantieren kann. Sein Erfolg beruht auf verl&auml;sslichen Regeln f&uuml;r den internationalen Wirtschaftsaustausch und auf freien Handelswegen. Was wird aus Deutschland, aus seiner Exportwirtschaft und aus seinem Sozialsystem, das sich aus diesen &ouml;konomischen St&auml;rken finanziert, wenn kein Verlass mehr auf die gewohnte Weltordnung ist? Man stelle sich nur mal vor, jedes zehnte Handelsschiff mit deutschen Waren w&uuml;rde nicht mehr &bdquo;just in time&ldquo; an seinem Bestimmungsort ankommen oder ganz verloren gehen. Dann ist es jedenfalls nicht die Bundesmarine, die die freie Fahrt durch den Suez- und den Panamakanal, den Persischen Golf und das Ostchinesische Meer garantiert.<br>\nDie Angriffe auf die regelbasierte Ordnung nehmen zu und werden h&auml;rter. Sie kommen aus vielf&auml;ltiger Richtung: aus Russland, China, vom Nato-Partner T&uuml;rkei sowie aus den USA, die bisher als Hauptgarant der regelbasierten Ordnung aufgetreten waren. Die gravierendste Attacke hat Russland zu verantworten. Moskau hat die in der Charta von Paris vereinbarte Friedensordnung f&uuml;r Europa gebrochen, als es die Krim besetzte und annektierte; zum ersten Mal seit 1945 wurde eine Grenze in Europa gewaltsam verschoben. In der Ostukraine schafft Moskau einen weiteren &bdquo;Frozen Conflict&ldquo; wie zuvor in Transnistrien, Abchasien und Ossetien. Mit dem j&uuml;ngsten Konflikt in der Stra&szlig;e von Kertsch bricht es den Vertrag &uuml;ber die freie Schifffahrt im Asowschen Meer.<br>\nAuch China versucht seine Hoheitsgew&auml;sser und seine Einflusszonen mit milit&auml;rischen Muskeln auszudehnen, baut unbewohnte Inseln zu St&uuml;tzpunkten aus, ignoriert die Rechtsprechung des Internationalen Seegerichtshofs. Auch seine Marine hat bereits ein Schiff eines Nachbarstaats gerammt, das in die von China beanspruchten Gebiete einfahren wollte. In der Nato und in der EU haben Vertr&auml;ge und hat die Solidarit&auml;t unter Clubmitgliedern ebenfalls nur noch begrenzte Bindewirkung. Im Syrienkonflikt hat die T&uuml;rkei Kurdenmilizen beschossen, die als B&uuml;ndnispartner der USA gegen den IS k&auml;mpften. In der EU versto&szlig;en Polen, Ungarn, Rum&auml;nien, Bulgarien gegen Grundprinzipien der Demokratie und des Rechtsstaats. Und die USA haben Donald Trump gew&auml;hlt: einen Pr&auml;sidenten, der die regelbasierte Ordnung in Frage stellt, die Ernennung von Richtern in der Welthandelsorganisation WTO blockiert und aus mehreren internationalen Organisationen und Vertr&auml;gen ausscheiden m&ouml;chte.<br>\nDie deutsche Regierung m&uuml;sste so reden und handeln, dass B&uuml;rger und Verb&uuml;ndeten begreifen, wie bedrohlich die Entwicklung der letzten Jahre f&uuml;r das deutsche Erfolgsmodell werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/wir-verstehen-die-welt-nicht-mehr-3169\/\">Christoph von Marschall auf IPG<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein L&uuml;gner im SPD-Auftrag- Darfs ein bisschen Imperialismus mehr sein?<\/strong><br>\n&ldquo;Auf dem Weg abw&auml;rts in der W&auml;hlergunst ist man von der SPD soziale Demontage gewohnt. Seit ihr damaliger Verteidigungsminister Peter Struck unbedingt &ldquo;Deutschlands Freiheit am Hindukusch&rdquo; verteidigen wollte wei&szlig; man: Die SPD kann auch Krieg. Aber unverhohlenen, ungetarnten Imperialismus haben die Sozialdemokraten eher selten drauf. Aber weil die sterbende SPD auf keinen Fall auf diese sch&ouml;ne Facette des moralischen Abstiegs verzichten will, l&auml;sst sie j&uuml;ngst ihren Haus-Atlantiker Christoph von Marschall in einer Zeitschrift ihrer Ebert-Stiftung, zum Kampf blasen: &ldquo;Deutschland muss endlich anfangen, f&uuml;r die liberale Ordnung zu k&auml;mpfen.&rdquo; Nun kann man in Deutschland immer noch nicht offen zum Kampf aufrufen, ohne die Wirklichkeit zugunsten eines ordentlichen Feindbildes zu verzerren. Aber Christoph von Marschall &ndash; der sich was darauf einbildet, dass er in den Zeiten der Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 der einzige deutsche Zeitungskorrespondent mit Zugangspass zum Wei&szlig;en Haus war &ndash; zerrt so lange und so kr&auml;ftig an der Wirklichkeit bis sie zur Schim&auml;re wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/kritik\/ein-luegner-im-spd-auftrag.html\">Rationalgalerie<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Lesenswert sind auch die Kommentare unter dem Artikel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Skandal!! AfD-nah!!<\/strong><br>\nDa hat doch ein ehrenamtlicher Mitarbeiter von Aufstehen tats&auml;chlich in einem Post die beabsichtigte Geb&uuml;hrenerh&ouml;hung bei ARD und ZDF kritisiert und von &bdquo;Regierungsrundfunk&ldquo; gesprochen. Wie man sich an f&uuml;nf Fingern abz&auml;hlen kann, hatte Sahra Wagenknecht diesen Post weder veranlasst, noch kannte sie ihn. Das hinderte aber die einschl&auml;gig bekannten Medien von &bdquo;Bild&ldquo; bis &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; und die notorischen Wagenknecht-Gegner in der LINKEN nicht, die Gelegenheit zu nutzen und Sahra Wagenknecht &bdquo;AfD-Sprech&ldquo; vorzuwerfen.<br>\nAfD-Sprech? Von &bdquo;Regierungsrundfunk&ldquo; sprechen seit Jahrzehnten Landespolitiker in Deutschland, wenn die jeweiligen Landesregierungen wichtige Funktionen, angefangen vom Intendanten bis zu Hauptabteilungsleitern und Chefredakteuren, mit Parteimitgliedern oder &bdquo;Parteinahen&ldquo; besetzen. Auch das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil von 2014 Staatsferne der &ouml;ffentlichen Medien angemahnt und festgelegt, dass nicht mehr als ein Drittel der Mitglieder der Rundfunk-Gremien staatliche und staatsnahe Mitglieder sein d&uuml;rfen.<br>\nIn der Logik der Quatschk&ouml;ppe, die sich an der Diskussion &uuml;ber diesen Post beteiligt haben, w&auml;re das Bundesverfassungsgericht, wenn es ein Staatsfernsehen verhindern will, AfD-nah. Die politische Debatte hat oft nicht mal mehr Klippschulen-Niveau. Und die AfD kann sich bei vielen unfreiwilligen Helfern in Parteien und im Journalismus bedanken, die ihr die Hasen in den Stall treiben, indem sie alle m&ouml;glichen, in der Debatte der Bundesrepublik &uuml;ber Jahrzehnte selbstverst&auml;ndlichen, aber ihnen nicht passende Meinungen als AfD-nah abqualifizieren. So wird wunderbar davon abgelenkt, dass die AfD sich in ihrer Steuer- und Sozialpolitik nahtlos in den neoliberalen Konsens der meisten Parteien und Medien einreiht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2116458385082284\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Doch keine Erfolgsgeschichte: Das Scheitern des Liberalismus<\/strong><br>\nNach dem Zerfall der Sowjetunion war der Liberalismus weltweit das einzig verbliebene politische System. Mit der Globalisierung trat er seinen Siegeszug an &ndash; und steht heute vor dem Zusammenbruch. Die Eliten sind zu Korrekturen nicht in der Lage. Eine Fehleranalyse.<br>\nVon den gro&szlig;en Gesellschafts-Entw&uuml;rfen, die im zwanzigsten Jahrhundert erprobt wurden, ist nur einer &uuml;brig geblieben: Der Liberalismus. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist er anscheinend auf dem Siegeszug. Unter dem Begriff &ldquo;Globalisierung&rdquo; ist er angetreten, die ganze Welt in seinen Ordnungsrahmen zu zwingen. Auf diesem Siegeszug rund um den Globus zeigte er sehr unterschiedliche Facetten. Von seinem urspr&uuml;nglichen Anspruch, eine &ldquo;nat&uuml;rliche&rdquo; Weltordnung jenseits aller Ideologie zu sein, die angeblich die Freiheit des Individuums in den Mittelpunkt stellt, ist dabei wenig &uuml;brig geblieben.<br>\nDer &ldquo;Liberalismus&rdquo; &ndash; so wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer deutlicher &ndash; ist eine auf Ausbeutung basierende Wirtschaftsordnung, die sich dadurch stabilisiert, dass sie Gesellschaft in kleinste Gruppierungen aufspaltet, die sie gegenseitig in Konkurrenz bringt, so dass eine solidarische Organisation und Opposition unm&ouml;glich wird. Die einzelnen Gruppen erleben dabei ihre Unterscheidung vom &ldquo;Rest&rdquo; der Gesellschaft als individuelle Freiheit.<br>\nDar&uuml;ber hinaus ist ein weiterer Punkt wichtig. Der Liberalismus erkennt die Souver&auml;nit&auml;t der Nationalstaaten nicht an, sofern sie sich nicht dem &ouml;konomischen Diktat des Liberalismus f&uuml;gen. Die liberale Weltordnung nimmt sich gegen&uuml;ber internationalen Vertr&auml;gen und Richtlinien das Recht heraus, diese zu brechen, wo immer es ihr beliebt, und bei Bedarf zu intervenieren, bis hin zum Vernichtungskrieg. Sie h&auml;lt sich f&uuml;r einen posthistorischen Universalismus &ndash; einen nachgeschichtlichen nat&uuml;rlichen Endzustand der menschlichen Gesellschaft.<br>\nDoch dieses Modell st&ouml;&szlig;t mehr und mehr an Grenzen. Zun&auml;chst ganz faktisch an seine Au&szlig;engrenzen. Die zunehmende Anzahl an Kriegen und Konflikten, die formal im Namen von Demokratie und Menschenrechten, faktisch jedoch um Machtbereiche, Einfluss-Sph&auml;ren, Ressourcen und Transportwege gef&uuml;hrt werden, sind hierf&uuml;r deutlicher Beleg. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem damit verbundenen Siegeszug jener liberalen Ordnung haben die vom Westen gef&uuml;hrten Kriege und damit das zugef&uuml;gte Leid zugenommen und nicht etwa abgenommen. Der Liberalismus scheitert an seinen eigenen vorgeblichen moralischen Werten. Er ist keine freie und friedfertige Ordnung, sondern eine Ordnung, die auf Aus&uuml;bung von Gewalt, auf Unterdr&uuml;ckung, Verletzung von Vertr&auml;gen, Bruch von Recht und Souver&auml;nit&auml;t anderer beruht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/81950-liberalismus-krise-und-propaganda\/\">Gert Ewen Ungar auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der 55-Milliarden-Coup<\/strong><br>\nDies ist eine Geschichte von zwei Steuerbeamten. Einem, der dem Schweizer Staat treu blieb. Und einem, der dem deutschen Staat den Krieg erkl&auml;rte.<br>\nEs ist die Geschichte des vielleicht genialsten Wirtschaftsverbrechens des 21. Jahrhunderts. Hunderte Banken, Investoren, Beratern betrieben es &ndash; eine kleine, &uuml;ber den halben Planeten verbreitete Industrie.<br>\nTrotzdem geb&uuml;hrt unseren beiden Steuerbeamten eine Hauptrolle: Der eine half, die Schweizer Bundeskasse zu sch&uuml;tzen. Der andere brachte seinen Kunden bei, wie man Finanz&auml;mtern Steuergeld so wegnimmt, dass es keiner merkt.<br>\nDer erste lebt in Bern. Er ist klein und h&ouml;flich und f&auml;hrt jeden Morgen mit dem Tram zur Arbeit, zu seinem schlichten B&uuml;ro in der Eidgen&ouml;ssischen Steuerverwaltung in der Eigerstrasse 65. Seine Eltern haben ihm drei Dinge mit auf den Weg gegeben: Sei ehrlich, sei aufrichtig, sei bescheiden. Er ist jetzt Mitte vierzig, aber daran h&auml;lt er sich bis heute.<br>\nDer zweite ist gross und laut und 2012 in die Schweiz geflohen. Sein Name: Hanno Berger. Eine Schar deutscher Ermittler arbeitet daran, ihn f&uuml;r lange Zeit hinter Gitter zu bringen. Hanno Berger h&auml;lt rein gar nichts von Journalisten, empfing die Republik aber trotzdem an zwei Tagen bei sich daheim. Er war mal Finanzbeamter, schwang sich empor zum K&ouml;nig der Steueroptimierer und fiel; so tief, wie man nur fallen kann. Nun hat er sich, reich und verbittert, im Oberengadin verschanzt und f&uuml;hrt von dort seine Wutreden gegen den deutschen &laquo;Unrechtsstaat&raquo;.<br>\nDenn: Es war ja alles rechtens. Denn: Es gab ja diese Gesetzesl&uuml;cke. Diese Idee, die in der Geschichte des Steuerwesens an Dreistigkeit nur schwer zu &uuml;bertreffen ist: die Steuerverwaltung neu zu sehen, nicht als &Auml;rgernis, sondern als Einnahmequelle.<br>\nDer Name dieser Idee klang wie eine exotische Sexualpraktik: Cum-Ex. Sie war eine der wertvollsten Ideen der Welt: Sie brachte ihren Kennern Milliarden ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/10\/18\/cum-ex-files\">Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Der &ouml;ffentliche Dienst wurde &uuml;ber Jahre klein gespart&ldquo;<\/strong><br>\nNoch im Januar beginnt die Tarifrunde f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst. Es geht um 3,3 Millionen Besch&auml;ftigte, die sechs Prozent mehr Geld fordern. Die Kollegen und Kolleginnen, insbesondere im Landesdienst, merkten, dass die Steuerkassen voll seien, sie selber aber von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgehangen, sagte Ulrich Silberbach, Vorsitzender des deutschen Beamtenbundes im Dlf. &bdquo;Deswegen wollen sie, wie die Kolleginnen und Kollegen bei Bund und Kommunen, diese Einkommensentwicklung auch f&uuml;r sich feststellen k&ouml;nnen&ldquo;, sagte er. (&hellip;)<br>\nDer Deutsche Beamtenbund stehe zwar weiterhin dazu, dass es nicht zu einer Neuverschuldung kommen d&uuml;rfe, aber beim Thema Schuldenabbau m&uuml;sse man nachhaltig denken. &bdquo;Es ist f&uuml;r uns ein falscher Ansatz zu sagen, wenn wir Schulden abbauen, ist das die Nachhaltigkeit alleine. Nein. Die j&uuml;ngeren Generationen leben davon, dass wir eben auch einen starken, leistungsf&auml;higen &ouml;ffentlichen Dienst haben&ldquo;, sagte Silberbach. Wenn man nicht in die Infrastruktur investiere, dann werde das zu Lasten der nachfolgenden Generationen gehen. &bdquo;Das erkennen wir jetzt schon. &Uuml;ber Jahre und Jahrzehnte hinweg haben wir den &ouml;ffentlichen Dienst klein gespart.&ldquo; Jetzt m&uuml;sse mehr investiert werden und das koste eben mehr Geld.<br>\nF&uuml;r die gleiche Leistung werden Beamte und Beamtinnen in unterschiedlichen Bundesl&auml;ndern anders bezahlt. &bdquo;Das macht keinen Sinn&ldquo;, sagte Silberbach. Der Wettbewerb der hier stattfinde, ginge dann zulasten der L&auml;nder, die weniger finanzstark seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tarifverhandlungen-der-oeffentliche-dienst-wurde-ueber.694.de.html?dram:article_id=437534\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eine Stadt in England hat genug vom Kapitalismus<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien ist das Land der Privatisierung: Bahn, Gef&auml;ngnis, Verwaltung, alles privat. Aber es l&auml;uft nicht gut. Deshalb versucht man es in der britischen Stadt Preston anders, erprobt sozialistische Ideen &ndash; und setzt auf lokale Wirtschaft.<br>\nWei&szlig; strahlt der Beton des frisch renovierten Busbahnhofs in der Sonne. Die geschwungenen Parkdecks oberhalb der Wartehalle wirken ein wenig wie die Fl&uuml;gel eines &uuml;bergro&szlig;en Raumschiffs. Dass der futuristische 60er-Jahre-Bau &uuml;berhaupt noch steht, erz&auml;hlt viel &uuml;ber Prestons entt&auml;uschte Liebe zum Kapitalismus. Denn eigentlich sollte an seiner Stelle ein Einkaufszentrum entstehen. Neuer Schwung f&uuml;r die Wirtschaft der Stadt, die wie so viele im Norden Englands immer noch unter der Deindustrialisierung leidet. [&hellip;]<br>\nNach der gro&szlig;en Pleite setzte Brown deshalb auf lokale Unternehmen statt auf gro&szlig;e Konzerne. Mit Erfolg: Preston wurde vor kurzem in einer Studie zum Spitzenreiter unter den aufstrebenden St&auml;dten Gro&szlig;britannien gew&auml;hlt. Heute ist sein &bdquo;Prestoner Modell&ldquo; Teil des Wahlprogramms der Labour-Partei unter Jeremy Corbyn. Und Brown erkl&auml;rt regelm&auml;&szlig;ig Politikern aus anderen Landesteilen den Ansatz. [&hellip;]<br>\nBrown brachte sieben solcher sogenannter Anker-Institutionen in Preston an einen Tisch. Neben dem Pensionsfonds die Verwaltungen von Stadt und Grafschaft, die Universit&auml;t, die Polizei, das Krankenhaus sowie die gr&ouml;&szlig;te Wohnungsgenossenschaft mit &uuml;ber 6000 H&auml;usern in der Stadt. Gemeinsam verwalten sie ein Jahresbudget von umgerechnet etwa 850 Millionen Euro. Heute geben sie doppelt so viel davon in der Grafschaft Lancashire aus wie noch vor sechs Jahren &ndash; umgerechnet etwa 220 Millionen Euro.  Und das, obwohl etwa die Stadt Preston im Zuge der Sparpolitik der konservativen Regierung in London 30 Prozent ihrer Haushaltmittel eingeb&uuml;&szlig;t hat.<br>\nDoch gerade deshalb brauche die Wirtschaft das Mehr an Auftr&auml;gen, so Brown. F&uuml;r ihn ist es auch der Einstieg in eine neue Wirtschaftsstruktur. Statt gro&szlig;er nationaler Servicedienstleister, die &ouml;ffentliche Aufgaben im ganzen Land &uuml;bernehmen, kommen kleinere lokale Unternehmen zum Zug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kehrtwende-in-preston-eine-stadt-in-england-hat-genug-vom.979.de.html?dram:article_id=437405\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das Ende des konservativen Safe Space<\/strong><br>\nMeinungsdiktatur! Gesinnungsterror! Regelm&auml;&szlig;ig beschw&ouml;ren Konservative den Untergang von Demokratie, Meinungsfreiheit oder gleich dem gesamten Abendland. Dabei geht nur eines unter: ihre Diskurshoheit<br>\nDas Jahr war fast geschafft, da stand Deutschland doch noch einmal kurz vor dem Untergang. Von &ldquo;gr&uuml;nlinker B&uuml;rgerkriegsgesinnung&rdquo; schrieb ein Kommentator der Jungen Freiheit. &ldquo;Bestmenschen&rdquo; w&uuml;rden die &ldquo;politische Gesinnung im Lande diktieren&rdquo;, echauffierte sich ein AfD-Vorsitzender. Kinder von Mitgliedern dessen Partei seien &ldquo;die neuen Judenkinder&rdquo;, befand Ex-CDU-Rechtsau&szlig;en Erika Steinbach auf Twitter.<br>\nWas war da passiert? Hatten tats&auml;chlich &uuml;ber Nacht Gestapo-&auml;hnliche Antifa-Trupps die Macht &uuml;bernommen, die Stammtische der Republik in Brand gesetzt und jeden, der kein &ldquo;Refugees Welcome&rdquo;-Logo vorweisen konnte, in die Gosse gepr&uuml;gelt?<br>\nNat&uuml;rlich nicht. Der wahre Anlass f&uuml;r die Emp&ouml;rung war weitaus banaler: Eine Waldorfschule im Berliner S&uuml;den hatte einem Kind die Aufnahme verwehrt. Die Begr&uuml;ndung: die Parteimitgliedschaft des Vaters. Damit hatten die Schulvertreter nicht nur gegen die eigenen Anti-Diskriminierungsbestimmungen versto&szlig;en, sondern wom&ouml;glich auch gegen das Berliner Schulgesetz.<br>\nSicherlich ein Grund f&uuml;r Kritik, vielleicht sogar ein Fall f&uuml;rs Schulamt. Aber war der Vergleich mit dem Stalinismus, wie ihn auch der Literatur- und Medienwissenschaftler Alexander Kissler im Deutschlandfunk heranzog, nicht etwas zu hoch gegriffen?<br>\nMan k&ouml;nnte &uuml;ber solche F&auml;lle &uuml;ber das Ziel hinausschie&szlig;ender Emp&ouml;rung hinwegklicken, geh&ouml;rte es nicht mittlerweile zum medialen Alltag, aus den nichtigsten Anl&auml;ssen Weltuntergangszenarien zu generieren: Meinungsdiktatur! Kulturbarbarei! Gesinnungsterror! Tod der Debattenkultur! Moralische Erpressung! Sprachfaschismus! So hallt es beinahe t&auml;glich aus Feuilletons, Facebook-Feeds und Talkshows.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Ende-des-konservativen-Safe-Space-4266289.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bahn frei f&uuml;r die Bundeswehr<\/strong><br>\nDer Rahmenfrachtvertrag f&uuml;r internationalen Schienentransport zwischen Bahn und Bundeswehr<br>\nSeit 1. Januar 2019 f&uuml;hrt die Bundeswehr f&uuml;r einen Zeitraum von zw&ouml;lf Monaten die &bdquo;Speerspitze&ldquo; der Nato im Baltikum. Zeitgleich trat ohne gr&ouml;&szlig;ere &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit ein Vertrag in Kraft, der deutlich macht, mit welcher Entschlossenheit die NATO-Staaten und die Bundesregierung Vorbereitungen f&uuml;r eine kriegerische Konfrontation mit Russland treffen. Erstmals sichert sich die Bundeswehr bei der Deutschen Bahn Transportkapazit&auml;ten f&uuml;r Panzer und andere R&uuml;stungsg&uuml;ter bis an die Grenze Russlands. Es geht dabei nicht um einzelne Wagen, die an G&uuml;terz&uuml;ge angeh&auml;ngt werden, sondern um vollst&auml;ndige Z&uuml;ge, von denen im Verlauf des Jahres 2019 weit &uuml;ber tausend Richtung Osten rollen k&ouml;nnten. Zu den &bdquo;Highlights&ldquo; des mit fast 100 Millionen Euro dotierten Vertrags zwischen Bahn und Bundeswehr geh&ouml;ren u.a. die zus&auml;tzliche Vorhaltung von 300 Waggons und Lokomotiven mit dem Potenzial f&uuml;r &uuml;ber 1300 j&auml;hrliche Transporte sowie die Umkehrung der &bdquo;Vorfahrt-Regel&ldquo;: K&uuml;nftig soll Milit&auml;rtransporten erstmals gegen&uuml;ber dem zivilen Personenverkehr Priorit&auml;t einger&auml;umt werden. Zivile Bahnkunden k&ouml;nnen sich in diesem Kontext also m&ouml;glicherweise auf noch mehr Versp&auml;tungen als bisher einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/01\/07\/bahn-frei-fuer-die-bundeswehr\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aufruf zum Putsch<\/strong><br>\nVenezuela: Parlamentspr&auml;sident mobilisiert zum Staatsstreich gegen Maduro. USA und ihre Vasallen stehen bereit (&hellip;)<br>\nDie EU, die USA, die rechten Regierungen Lateinamerikas und gro&szlig;e Teile der venezolanischen Opposition haben Maduros Wahlsieg im vergangenen Mai jedoch nicht akzeptiert. So behaupten die Staaten der &raquo;Lima-Gruppe&laquo;, zu der unter anderem Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Honduras und Kanada geh&ouml;ren, in einer am vergangenen Freitag (Ortszeit) verbreiteten Erkl&auml;rung, der Wahl vom 20. Mai 2018 fehle die Legitimit&auml;t, &raquo;da es keine Beteiligung aller politischen Akteure Venezuelas, keine Anwesenheit unabh&auml;ngiger internationaler Beobachter und nicht die notwendigen Garantien und internationalen Standards f&uuml;r einen freien, gerechten und transparenten Prozess gab&laquo;.<br>\nMexiko verweigerte die Unterschrift unter der Erkl&auml;rung. &raquo;Wir &shy;mischen uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer L&auml;nder ein, weil wir auch nicht wollen, dass andere Regierungen in Dinge eingreifen, die nur die Mexikaner etwas angehen&laquo;, zitierte die Tageszeitung La Jornada am Sonntag den seit f&uuml;nf Wochen amtierenden Staatschef &shy;Andr&eacute;s Manuel L&oacute;pez Obrador.<br>\nRichtig an den Vorw&uuml;rfen gegen Venezuela ist nur, dass die meisten Oppositionsparteien die Wahl 2018 boykottiert hatten, weshalb die Wahlbeteiligung nur bei 46 Prozent lag. Die Abstimmung war von mehreren hundert Vertretern der Afrikanischen Union, Parlamentsabgeordneten und anderen beobachtet worden. Die Europ&auml;ische Union hatte die Einladung aus Caracas dagegen ausgeschlagen. Die Regeln des Urnengangs im Mai 2018 entsprachen denen, die auch bei der Parlamentswahl 2015 angewandt worden waren. Die hatten die Oppositionsparteien gewonnen &ndash; und weder die EU noch die USA hatten damals etwas an der Wahl auszusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346565.venezuela-aufruf-zum-putsch.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erneut ein Versuch des Regime Change und insbesondere die USA scheinen stark involviert zu sein. Und die von Deutschland dominierte EU macht einfach mit. Aber werden so nicht deutsche Interessen gerade gef&auml;hrdet? W&auml;re es nicht sinnvoller, die Situation in Venezuela dem venzolanischen Volk zu &uuml;berlassen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Olaf Scholz als SPD-Kanzlerkandidat? Keine gute Idee.<\/strong><br>\nNach Peer Steinbr&uuml;ck und Martin Schulz, bringt sich der Scholz-O-mat ins Gespr&auml;ch&hellip; Wie w&auml;re es zur Abwechslung mal mit Inhalten:<br>\nBetriebsr&auml;te konsequent sch&uuml;tzen!?<br>\nEqual-pay f&uuml;r Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge ab dem ersten Tag!?<br>\nVerbot von sachgrundlosen Befristungen, Arbeit auf Abruf, Null-Stunden-Vertr&auml;gen?<br>\nEs geht uns ja eigentlich nichts an. Aber will die SPD wirklich unter die 10%-Marke?<br>\nDerzeit sind es laut Umfragen bundesweit noch 15% f&uuml;r die einstige Volkspartei. In der Mainstream-Presse und an der Partei-Basis macht sich nackte Angst vor den n&auml;chsten Wahlen in Th&uuml;ringen, Sachsen und Brandenburg breit (Das Fundament br&ouml;ckelt bedrohlich, SZ, 7.1.2019).<br>\nIn der arbeitenden Bev&ouml;lkerung ist derweil eine Lust sp&uuml;rbar, der SPD beim Untergang zu zusehen.<br>\nSo betrachtet sind 15% noch ein respektabler Wert. In Frankreich, Holland und Italien sind die &bdquo;sozialistischen&ldquo; SPD-Schwester-Parteien so gut wie verschwunden.<br>\nWirklich bedrohlich ist dieses Indiz: In unserem Umfeld gibt es vermutlich mehr SPD-Mitglieder als SPD-W&auml;hler! Langj&auml;hrige SPD-Mitglieder geben sich nur noch ungern zu erkennen und w&auml;hlen oft Die Linke. Man sch&auml;mt sich f&uuml;r die Partei, der man (oder frau) aus Gewohnheit, alter Verbundenheit oder auch aufgrund von Mandatsverpflichtungen oder beruflichen Erw&auml;gungen die Treue h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/lieber-spd-parteivorstand\/\">aktion .\/. arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Kampf gegen Desinformation gebiert weitere Desinformation<\/strong><br>\nIn den USA wurden weitere Beeinflussungskampagnen von demokratischen Aktivisten aufgedeckt, der angebliche Kampf gegen Fake News ist l&auml;ngst zu einem Gesch&auml;ft geworden<br>\nW&auml;hrend durch die aufmerksamkeits&ouml;konomisch nach und nach erfolgenden Leaks von Anonymous, wer auch immer dahinter stecken mag, die Hintergr&uuml;nde und Ziele der britischen Kampagne gegen Russland unter dem Deckmantel der Bek&auml;mpfung von Desinformation bekannter werden, tauchen auch in den USA f&uuml;r die Demokraten unangenehme Desinformationskampagnen auf. Es waren bekanntlich die Demokraten, die zusammen mit den Geheimdiensten schon im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf 2016 immer wieder die russische Gefahr beschworen. Eine russische Hacker- und Beeinflussungskampagne sollte Donald Trump f&ouml;rdern, dessen Wahlkampfteam und ihm zudem geheime Verbindungen mit der russischen Regierung unterstellt wurden. Im Mai 2017 wurde der Sonderermittler Robert Mueller zur Untersuchung der &ldquo;collusion&rdquo; eingesetzt.<br>\nEnde Dezember hatte sich heraus gestellt, dass die Firma New Knowledge, die sich als Aufdecker der russischen Desinformationskampagne engagierten und einen entsprechenden Bericht f&uuml;r den Geheimdienstausschuss des Senats, selbst 2017 die angeblichen russischen Mittel der Beeinflussung angewandt hatte, um die &ouml;ffentliche Meinung f&uuml;r den demokratischen Kandidaten und gegen den republikanischen Kandidaten in Alabama f&uuml;r den Senat in Washington zu manipulieren. Facebook hatte deswegen einen Account von Jonathon Morgan, dem Chef der &ldquo;Cybersicherheitsfirma&rdquo; und ehemaligen Darpa-Mitarbeiter, gesperrt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Kampf-gegen-Desinformation-gebiert-weitere-Desinformation-4267445.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was es hei&szlig;t, privilegiert zu sein<\/strong><br>\nMohamed Amjahid versucht in seinem Buch, allen Wei&szlig;en die eigene Rolle in einer Welt voller Alltagsrassismus bewusst zu machen<br>\n&bdquo;Die meisten Biodeutschen setzten sich mit der eigenen Position und den damit verbundenen Privilegien kaum je auseinander und zementieren so den Status Quo&ldquo; &ndash; einer der ersten Schl&uuml;ssels&auml;tze von Mohamed Amjahid fasst bereits das Ziel des Buches pr&auml;gnant zusammen. Es geht darum, der wei&szlig;en Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und nicht l&auml;nger wegzuschauen vor dem allt&auml;glichen Rassismus, den nicht-wei&szlig;e Menschen hierzulande in Bahnh&ouml;fen, auf der Stra&szlig;e, beim B&auml;cker oder am Flughafen ausgesetzt sind. Es geht darum, hinzusehen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht als Randproblem wahrzunehmen, sondern als dass was es ist: ein Problem der Mitte unserer Gesellschaft.<br>\nOhne erhobenen Zeigefinger, daf&uuml;r mit Argumenten, Erkl&auml;rungen von Fachbegriffen und pers&ouml;nlichen Erfahrungen kl&auml;rt der Autor Kapitel f&uuml;r Kapitel unter anderem &uuml;ber Feindbilder, rassistischer Sprache, den wei&szlig;en Retterkomplex und ungleiche Machtverh&auml;ltnisse auf. Am Ende wird der biodeutsche Leser mit einem Selbsttest in die Welt hinaus gelassen: Wie wei&szlig; sind Sie? Mit &bdquo;biodeutsch&ldquo; beschreibt der Autor &uuml;brigens ironisch all diejenigen hierzulande, die wei&szlig; sind &ndash; also ohne den&bdquo;Migrationshintergrund&ldquo; durch die Welt stolzieren &ndash; und vermeintlich &bdquo;deutscher&ldquo; seien als alle Nicht-Biodeutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/enorm-magazin.de\/was-es-heisst-privilegiert-zu-sein\">enorm<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48308","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48308"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48310,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48308\/revisions\/48310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}