{"id":48327,"date":"2019-01-09T08:27:14","date_gmt":"2019-01-09T07:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327"},"modified":"2019-01-09T08:27:14","modified_gmt":"2019-01-09T07:27:14","slug":"hinweise-des-tages-3279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h01\">Hackerangriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h03\">USA br&uuml;skieren EU: Diplomatischer Rang der EU-Vertretung herabgestuft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h04\">Die abgeh&auml;ngte Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h05\">Ein verlorenes Jahrzehnt f&uuml;r die Arbeitnehmer der Industriel&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h06\">Regionalisierung statt Globalisierung &ndash; Pl&auml;doyer f&uuml;r eine neue Handels- und Entwicklungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h07\">Test des Grundeinkommens in Finnland &ndash; F&uuml;r viele ein &bdquo;St&uuml;ckchen Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h08\">Konkurrenz statt Integration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h09\">Der Siegeszug der Wohlt&auml;tigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h10\">Warnstreiks an Berliner Flugh&auml;fen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h11\">Ein Prototyp des sozialen Wohnungsbaus entsteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h12\">Wohnungspolitik Schuldenfrei &ndash; und ohne Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h13\">Gegen die Drohnenpolitik der Kriegsministerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h14\">Rheinische Post: Kommentar: R&uuml;ckzug vom R&uuml;ckzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h15\">Woher kommt eigentlich die Wut der Wutb&uuml;rger?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h16\">Skripals: Alles ist gut, auch wenn sie in Isolation bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h17\">&Ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h18\">Aufruf zur Beteiligung an der Onlineumfrage zu Sanktionen anl&auml;sslich der Anh&ouml;rung beim BVerfG zu den Sanktionen im SGB II am 15. Januar<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hackerangriff<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Oh G0d, wie peinlich: So verrannte sich Bild-Chef Julian Reichelt beim Hacker-Angriff mit seiner Russen-Theorie<\/strong><br>\nKaum ein Medium lag mit der Berichterstattung zum Hackerangriff auf Politiker und Prominente so daneben wie die Bild. Chefredakteur Julian Reichelt hatte nur Stunden vor Pr&auml;sentation des gest&auml;ndigen Einzelt&auml;ters im Podcast von Gabor Steingart &ldquo;staatliche Unterst&uuml;tzung&rdquo; und &ldquo;eine gr&ouml;&szlig;ere Struktur&rdquo; hinter der Aktion ausgemacht. Am Ende pr&auml;sentierten die Beh&ouml;rden als Hacker &ldquo;G0d&rdquo; ein &ldquo;armes W&uuml;rstchen&rdquo; &ndash; einen Sch&uuml;ler, der noch bei den Eltern wohnt.<br>\nNoch Montagabend w&auml;hnte er sich auf der richtigen Spur: Im Morning-Briefing von Gabor Steingart &auml;u&szlig;erte sich Bild-Chef Julian Reichelt zum Hackerangriff und m&ouml;glichen Hinterm&auml;nnern. Der Bild-Macher, Steingart in seinem Newsletter, sitze &ldquo;mit einer Truppe hochspezialisierter Investigativreporter auf dem riesigen Datenschatz der Hacker, der nun nach allen Regeln der Kunst gesichtet und analysiert wird&rdquo;. Die bisherigen Erkenntnisse der Bild-Rechercheure lie&szlig;en demnach folgende Schlussfolgerungen zu: &ldquo;Das waren nicht ein oder zwei Jungs, die bei Pizza und Cola light im Keller gesessen haben&rdquo;, so Reichelt gegen&uuml;ber Steingart. &ldquo;Das muss eine gr&ouml;&szlig;ere Struktur gewesen sein.&rdquo; Das Wahrscheinlichste sei, dass es &ldquo;zumindest staatliche Unterst&uuml;tzung &ndash; von welcher Seite auch immer &ndash; f&uuml;r diesen Hack gab&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/01\/08\/oh-g0d-wie-peinlich-so-verrannte-sich-bild-chef-julian-reichelt-beim-hacker-angriff-mit-seiner-russen-theorie\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><strong>IT-Blogger Fefe zum Datenleak-Skandal: &ldquo;Aus meiner Sicht ist die Politik nicht Opfer, sondern T&auml;ter&rdquo;<\/strong><br>\nDer bekannte IT-Experte und Blogger Felix von Leitner aka Fefe h&auml;lt den aktuellen Datenskandal, bei dem pers&ouml;nliche Informationen von zahlreichen Prominenten und Politikern ver&ouml;ffentlicht wurden, nicht f&uuml;r einen Betriebsunfall, sondern f&uuml;r ein Symptom eines Systemversagens. Die Politik habe die Probleme mit Datenmissbrauch, die sich nun zeigen, jahrezehntelang selbst herbeigef&uuml;hrt. Politiker, so Fefe, seien hier nicht die Opfer, sondern die T&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/01\/08\/it-blogger-fefe-zum-datenleak-skandal-aus-meiner-sicht-ist-die-politik-nicht-opfer-sondern-taeter\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Syrische Provinz Idlib: Die Dschihadisten erobern, die T&uuml;rkei schaut zu<\/strong><br>\nIn Nordsyrien r&uuml;ckt die Terrormiliz HTS vor, ein fatales Signal. Die Offensive zeigt: Entweder ist die T&uuml;rkei nicht in der Lage, die Macht der Dschihadisten zu brechen &ndash; oder nicht willens.<br>\n&ldquo;Trump hat Recht in Sachen Syrien. Die T&uuml;rkei kriegt das hin&rdquo;: So hat Recep Tayyip Erdogan einen Gastbeitrag in der &ldquo;New York Times&rdquo; &uuml;berschrieben, in dem er daf&uuml;r wirbt, dass sein Land nach dem beschlossenen R&uuml;ckzug der US-Truppen die Ordnungsmacht im Nordosten Syriens wird.<br>\nAber kriegt die T&uuml;rkei das wirklich hin? Die Ereignisse in der Region um Idlib seit Jahresbeginn lassen daran zweifeln. Dort ist die Terrororganisation Hayat Tahrir al-Scham (HTS) auf dem Vormarsch. Die Miliz ging 2016 aus der Nusra-Front hervor, dem syrischen Zweig des Terrornetzwerks al-Qaida. In den vergangenen Tagen eroberte die HTS mehrere D&ouml;rfer und zwei Kleinst&auml;dte. Diese hatten Milizen kontrolliert &ndash; von der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzt.<br>\n(&hellip;)<br>\nDer Fall von Atarib zeigt zum anderen, dass die T&uuml;rkei entweder nicht in der Lage oder nicht willens ist, die Macht der Dschihadisten in Idlib zu brechen. Im September 2018 trafen Russlands Staatschef Wladimir Putin und sein t&uuml;rkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan eine Vereinbarung &uuml;ber die Zukunft von Idlib. Das Abkommen sah zum einen die Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone rund um die Provinz vor. Zum anderen sollte die Macht der Terrormiliz HTS geschw&auml;cht werden.<br>\nDie Dschihadisten setzen sich fest<br>\nDas Gegenteil ist der Fall: Inzwischen kontrollieren die Dschihadisten rund zwei Drittel der Region um Idlib, in der knapp drei Millionen Menschen leben. Und sie setzen sich fest: &Auml;hnlich wie einst ihre Rivalen der Terrororganisation &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) installieren sie eigene Gerichte, eine eigene Verwaltung und eine sogenannte &ldquo;Regierung der Errettung&rdquo; &ndash; obwohl das t&uuml;rkische Milit&auml;r in dem Gebiet stationiert ist und zw&ouml;lf sogenannte Beobachtungsposten eingerichtet hat.<br>\nDie T&uuml;rkei hat ihre Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte in erh&ouml;hte Alarmbereitschaft versetzt und den Eigenschutz ihrer Truppe erh&ouml;ht, unternimmt ansonsten aber nichts. Damit setzt Ankara derzeit seinen Teil der im September getroffenen Abmachung mit Russland, n&auml;mlich die HTS in Schach zu halten, nicht konsequent um.<br>\nDas von der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzte Rebellenb&uuml;ndnis &ldquo;Nationale Befreiungsfront&rdquo; (NFL) hat f&uuml;r die n&auml;chsten Tage eine Gegenoffensive angek&uuml;ndigt, um die HTS zur&uuml;ckzuschlagen. Doch diese verschiedenen, teilweise untereinander verfeindeten Milizen sind kaum in der Lage, die HTS entscheidend zu schw&auml;chen.<br>\nDas k&ouml;nnte Russland und seinem Verb&uuml;ndeten, dem syrischen Diktator Baschar al-Assad, &uuml;ber kurz oder lang doch noch den Vorwand f&uuml;r eine Bodenoffensive gegen Idlib liefern. Assad hat das Ziel, diese Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen, nie aufgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-vormarsch-der-dschihadisten-unter-den-augen-der-tuerkei-a-1247003.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist ein interessanter, typischer Artikel des &bdquo;Spiegel&ldquo;. Da wird gejammert &uuml;ber die sich ausbreitenden Macht einer Terrormiliz in einem Bereich Syriens (Idlib), den man kurz zuvor noch vor der Wieder&uuml;bernahme durch die syrische Regierung mit allen propagandistischen Mitteln zu &bdquo;sch&uuml;tzen&ldquo; vermocht hat. Und auch jetzt wird so getan, als sei es selbstverst&auml;ndlich, dass in einem Staat andere Staaten das Recht h&auml;tten, Besatzung zu spielen. Im letzten Absatz wird die Absurdit&auml;t dieser Politik und Agitation besonders sichtbar. Man hat die Menschen dieser Region dem Terror ausgesetzt und jammert jetzt dar&uuml;ber, dass die rechtm&auml;&szlig;ige Regierung dieses Landes auch diese Region wieder unter ihre Kontrolle bringen will.<\/em><\/p>\n<p><em>Es w&auml;re an der Zeit zu bilanzieren, wie viele Tausende Menschen diese imperiale Politik des Westens und der sie unterst&uuml;tzenden Journalisten vom Typ Sydow auf dem Gewissen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundestags-Gutachten: T&uuml;rkei ist in Syrien Besatzungsmacht<\/strong><br>\nMit dem Abzug der US-Truppen aus Syrien verschiebt sich das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis in der gesamten Region endg&uuml;ltig. Die t&uuml;rkische Armee h&auml;lt bereits seit gut einem Jahr syrische Grenzgebiete besetzt und sieht jetzt die Chance, die Kurden weiter zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Ein Gutachten f&uuml;r den Bundestag kommt zu dem Schluss, dass der Nato-Partner mit der Besetzung gegen das V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t.<br>\nDie T&uuml;rkei ist nach einem wissenschaftlichen Gutachten des Bundestags Besatzungsmacht in Syrien. Eine von der Linksfraktion in Auftrag gegebene Expertise kommt zu dem Schluss, dass &ldquo;die t&uuml;rkische Milit&auml;rpr&auml;senz in der nordsyrischen Region Afrin sowie in der Region um Asas, al-Bab und Dscharablus im Norden Syriens v&ouml;lkerrechtlich alle Kriterien einer milit&auml;rischen Besatzung erf&uuml;llt&rdquo;.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt sich bislang mit einer v&ouml;lkerrechtlichen Bewertung der Afrin-Offensive zur&uuml;ck. Au&szlig;enminister Heiko Maas hatte allerdings bereits im M&auml;rz gesagt, dass die Milit&auml;roperation &ldquo;sicherlich nicht mehr im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht w&auml;re&rdquo;, wenn t&uuml;rkische Truppen dauerhaft in Syrien blieben. Linksfraktionsvizechefin Sevim Dagdelen nannte das Gutachten einen Weckruf.<br>\nEs ist skandal&ouml;s, den Einmarsch und die Besatzung von Teilen Syriens durch den Nato-Partner T&uuml;rkei entgegen aller Expertise und Stellungnahmen aller Bundestagsfraktionen nach wie vor nicht als V&ouml;lkerrechtsbruch zu bewerten.<br>\nSevim Dagdelen, Vizechefin der Linksfraktion im Bundestag<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/bundestag-gutachten-tuerkei-besatzer-in-syrien-kurden-ypg-100.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrien: Bolton kn&uuml;pft Abzug der USA an Bedingungen<\/strong><br>\nGegner eines eindeutigen und schnellen R&uuml;ckzugs versuchen gegenzusteuern. Der Nationale Sicherheitsberater f&auml;hrt Trump mit diffusen Forderungen in die Parade<br>\nIn der US-Regierung ist man sich offensichtlich uneinig &uuml;ber den Abzug der US-Truppen aus Syrien. Trump hatte am 19. Dezember f&uuml;r eine Sensation gesorgt, als er den Abzug der gesch&auml;tzt etwa 2.000 Soldaten ank&uuml;ndigte, der nach seinem Willen bald erfolgen sollte, wie er andeutete: &ldquo;Sie kommen alle heim und sie kommen jetzt heim&rdquo;. Pressesprecherin Sanders best&auml;tigte den verbl&uuml;fften Medien, dass der Abzug bereits begonnen habe und Vertreter des Pentagon &auml;u&szlig;erten, dass der Pr&auml;sident angeordnet habe, dass der Abzug &ldquo;binnen 30 Tagen vollst&auml;ndig erledigt werden sollte&rdquo;. Unm&ouml;glich, sagten viele.<br>\nEs setzten Gegenbewegungen ein: der R&uuml;cktritt des Verteidigungsministers Mattis, eine Serie von &Auml;u&szlig;erungen aus dem Milit&auml;r, vom Verteidigungsministerium, von Senator Lindsey Graham und schlie&szlig;lich Andeutungen von Trump selbst, dass der Abzug vier Monate dauern k&ouml;nnte.<br>\nDie derzeit letzte Pointe in dieser &ldquo;I never said fast or slow&rdquo;-Show wurde am gestrigen Sonntag mit der Behauptung gesetzt, dass sich der Abzug auch &ldquo;Monate oder Jahre hinziehen k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nZu lesen ist dies in der New York Times, die sich in ihrem Beitrag auf &Auml;u&szlig;erungen des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton bezieht. Der stellte Bedingungen f&uuml;r den Abzug auf, die ihn verz&ouml;gern. Bolton z&auml;hlte auf: den Kampf gegen Reste der IS-Milizen, Garantien der T&uuml;rkei, die Kurden der YPG zu verschonen, sowie die Aktivit&auml;ten Irans, die eine Pr&auml;senz der USA in al-Tanf, im S&uuml;den Syriens an der Grenze zum Irak, n&ouml;tig machen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Bolton-knuepft-Abzug-der-USA-an-Bedingungen-4266517.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA br&uuml;skieren EU: Diplomatischer Rang der EU-Vertretung herabgestuft<\/strong><br>\nDie USA haben den diplomatischen Status der EU-Vertretung in Washington &uuml;berraschend heruntergestuft &ndash; ohne den Botschafter offiziell zu informieren. EU und USA verhandeln in der Sache weiter.<br>\nBereits Ende vergangenen Jahres hat die US-Regierung den diplomatischen Status der &ndash; wie sie offiziell hei&szlig;t &ndash; &ldquo;Delegation der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r die Vereinigten Staaten&rdquo; herabgestuft. Der Schritt war offenbar nicht angek&uuml;ndigt und bedeutet, dass die EU aus der Sicht der US-Regierung von der staatlichen Ebene auf den Status einer internationalen Organisation gesunken ist.<br>\n(&hellip;) Politische Motivation vermutet<br>\nBeobachter schlie&szlig;en politische Beweggr&uuml;nde nicht aus. Ein Diplomat aus einem EU-Mitgliedsstaat, der die Herabstufung ebenfalls best&auml;tigte, kritisiert den Schritt: &ldquo;Das ist definitiv keine Frage des Protokolls, sondern etwas mit einem sehr eindeutigen politischen Hintergrund.&rdquo; Er f&uuml;gte hinzu, dass die Mehrheit der Mitgliedstaaten diese Kritik teilen.<br>\nDie diplomatische R&uuml;ckstufung der EU-Delegation in Washington scheint im Einklang mit der anti-europ&auml;ischen Haltung der Trump-Regierung zu stehen. W&auml;hrend seines Wahlkampfes war Trump ein eifriger Unterst&uuml;tzer des Brexit. Auch als Pr&auml;sident greift er bei Themen wie Handel und Verteidigung wiederholt die Europ&auml;ische Union an.<br>\nIn einer au&szlig;enpolitischen Grundsatzrede Anfang Dezember in Br&uuml;ssel lobte Au&szlig;enminister Mike Pompeo den selbsternannten Nationalisten Trump und forderte die Mitglieder der Europ&auml;ischen Union auf, ihre nationale Souver&auml;nit&auml;t gegen&uuml;ber der EU-Zentrale in Br&uuml;ssel zu behaupten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/politische-beweggruende-vermutet-usa-brueskieren-europaeische-union_id_10156581.html?utm_source=facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=facebook-focus-online-politik&amp;fbc=facebook-focus-online-politik&amp;ts=201901081805&amp;cid=08012019\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die USA br&uuml;skieren die EU und ihre Regierungen h&ouml;ren nicht auf, ihnen hinterher zu laufen wie kleine Kinder hinter der Blaskapelle. St&auml;ndig faseln sie, wie Frau Merkel, von &bdquo;unseren amerikanischen Freunden&ldquo; und handeln sogar gegen ihre eigenen Interessen, nur um den USA zu gefallen oder aus Furcht davor, sie zu erz&uuml;rnen. Die USA aber scheren sich einen Dreck um die Befindlichkeiten anderer L&auml;nder, nicht nur in der EU. Die Bemerkung von Victoria Nuland, &bdquo;fuck the EU&ldquo; im Jahre 2014 war mehr als nur eine einmalige verbale Entgleisung der assistant secratary of state sondern dr&uuml;ckt die Grundhaltung der USA in Bezug auf ihre &bdquo;Verb&uuml;ndeten&ldquo; aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die abgeh&auml;ngte Mitte<\/strong><br>\nSeit sieben Wochen mischen die Proteste der Gelbwesten die franz&ouml;sische Politik auf. Und das ganze Land diskutiert hei&szlig;: Wer sind diese Gelbwesten? Was sind die wahren Gr&uuml;nde f&uuml;r ihren Aufstand? Und was wollen sie nun, nachdem die Regierung auf ihre Kernforderungen eingegangen ist? Eine Analyse<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/1rC\">gegenblende.dgb.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L:<\/strong> Nach Bernard-Henri L&eacute;vy ist Jean Pisani-Ferry der zweite Vertreter der b&uuml;rgerlichen Elite Frankreichs, der auf dem gewerkschaftlichen Debattenblog &ldquo;Gegenblende&rdquo; die Gelegenheit bekommt, seine Sicht auf die Bewegung der Gilets Jaunes kundzutun. Die Redaktion der DGB-Pressestelle, oder der Gegenblende, hat es bis jetzt nicht geschafft, die Gilets Jaunes selbst zu Wort kommen zu lassen, oder eine\/n Vertreter\/in der franz&ouml;sischen Gewerkschaften, oder einen linken Intellektuellen, um eine Einsch&auml;tzung zu bitten &ndash; was auf einem gewerkschaftlichen Debattenblog eigentlich selbstverst&auml;ndlich sein sollte. Was soll damit die gewerkschaftliche Debatte f&ouml;rdern?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Polizei verhaftet Sprecher der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; Eric Drouet<\/strong><br>\nAm Mittwochabend (2. Januar, Anm. WM) wurde der Sprecher der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; Eric Drouet verhaftet, als er auf dem Pariser Place de la Concorde Kerzen f&uuml;r jene Mitglieder der Bewegung entz&uuml;nden wollte, die bei den Protesten ihr Leben gelassen haben. Als Vorwand f&uuml;r diesen offenen Versto&szlig; gegen das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit dient die Behauptung, die Versammlung sei nicht bei der Polizeipr&auml;fektur angemeldet worden. Drouet hatte auf Facebook zu der Versammlung auf dem Place de la Concorde aufgerufen.<br>\nBei seiner Verhaftung war Drouet umgeben von Mitstreitern. Er wurde von der Polizei zuerst in die Enge getrieben, gefasst und schlie&szlig;lich abgef&uuml;hrt, w&auml;hrend die Menge &bdquo;Schande!&ldquo;, &bdquo;Diktatur&ldquo; oder &bdquo;Bastarde!&ldquo; rief. Er wurde in Sicherheitsverwahrung genommen und weitere Demonstranten wurden verhaftet, um ihre Identit&auml;t festzustellen.<br>\n(&hellip;) Die Pariser Staatsanwaltschaft unterstellt Drouet, er habe eine unangemeldete Demonstration organisiert&hellip;<br>\n(&hellip;) Diese Kampagne gegen Drouet verdeutlicht einmal mehr, dass Macron und die Europ&auml;ische Union nicht die Absicht haben, auf die Forderungen der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; oder der k&auml;mpfenden Arbeiter in ganz Europa einzugehen. Die Macron-Regierung ist von den Massen isoliert und verhasst, und f&uuml;rchtet die &bdquo;Gelbwesten&ldquo;. Doch ihre einzige Reaktion darauf ist die Versch&auml;rfung der Austerit&auml;ts- und Kriegspolitik, die wiederum die soziale Ungleichheit verst&auml;rkt und den Widerstand der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; erst ausgel&ouml;st hat.<br>\nIn seiner Neujahrsansprache betonte Macron, er werde die Politik der K&uuml;rzungen bei Renten, Arbeitslosenversicherung und den Geh&auml;ltern im &ouml;ffentlichen Dienst fortsetzen. Er verurteilte au&szlig;erdem die Kritik der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; an seiner Pr&auml;sidentschaft und belehrte die Franzosen: &bdquo;W&uuml;rde, meine lieben Mitb&uuml;rger, bedeutet auch, jeden zu respektieren. Und ich muss sagen, ich habe in letzter Zeit unvorstellbare Dinge gesehen und das Inakzeptable geh&ouml;rt.&ldquo;<br>\nDas ist die diktatorische Sprache eines Banker-Pr&auml;sidenten, der zum Zeitpunkt seiner Wahl behauptet hatte, Frankreich fehle ein K&ouml;nig. Jetzt scheint er sich auf diese Position bewerben zu wollen, obwohl die gro&szlig;e Mehrheit der franz&ouml;sischen Bev&ouml;lkerung seine Politik ablehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2019\/01\/05\/drou-j05.html?fbclid=IwAR1CEv-veYSin_5kC7TISA7yJlba5g04ir_wVoJfdnaWSvqlwxsN3u45_4Q\">World Socialist Website<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein verlorenes Jahrzehnt f&uuml;r die Arbeitnehmer der Industriel&auml;nder<\/strong><br>\nTrotz guter Konjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit ist das weltweite Lohnwachstum so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr.  Globalisierungskritiker erhalten damit neue Argumente. Die grassierende Unzufriedenheit mit den Regierungen scheint sich auch aus dieser Unwucht zu speisen.<br>\nDie Globalisierung ist in aller Munde. Dass globale Entwicklungen entscheidend f&uuml;r die Wirtschaftsentwicklung in den einzelnen L&auml;ndern sind, ist fast eine Binsenweisheit geworden. Wenn allerdings die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine UN-Sonderorganisation, an der Arbeitgeber und Gewerkschaften mitwirken, einmal im Jahr analysiert, wie sich weltwirtschaftliche Entwicklungen auf L&ouml;hne und Geh&auml;lter auswirken, dann findet das nur wenig &ouml;ffentlichen Widerhall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1092-ilo\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regionalisierung statt Globalisierung &ndash; Pl&auml;doyer f&uuml;r eine neue Handels- und Entwicklungspolitik<\/strong><br>\nDer nahezu grenzenlose Welthandel hat wenige Gewinner, daf&uuml;r aber sehr viele Verlierer hervorgebracht. Gewonnen haben insbesondere die international agierenden Konzerne, f&uuml;r die sich durch die Globalisierung zus&auml;tzliche Gewinnchancen er&ouml;ffnet haben.<br>\nGewonnen haben auch diejenigen Staaten, die zun&auml;chst ihre Wirtschaft vor ausl&auml;ndischer Konkurrenz gesch&uuml;tzt haben, die mit einer klaren Strategie die Bev&ouml;lkerung und die Wirtschaft f&uuml;r die Industrialisierung fit gemacht, und sich erst anschlie&szlig;end am grenzenlosen Welthandel beteiligt haben. Beispiele aus der j&uuml;ngeren Zeit hierf&uuml;r sind Taiwan, S&uuml;dkorea und China.<br>\nIn einigen Staaten wiederum haben lediglich die gebildeten Schichten von der Globalisierung profitiert, wohingegen die &auml;rmeren Schichten abgeh&auml;ngt wurden, wie beispielsweise in Indien, S&uuml;dafrika und Brasilien. In einer dritten Gruppe von Staaten wurde zwar eine nennenswerte Anzahl von Arbeitspl&auml;tzen geschaffen, die auf diesen Arbeitspl&auml;tzen Besch&auml;ftigten aber werden so miserabel entlohnt, dass sie die Produkte, die sie erzeugen, nicht selbst konsumieren k&ouml;nnen. Sie sind moderne Sklaven f&uuml;r die Profiteure der Globalisierung.<br>\nEs gibt eine sehr gro&szlig;e vierte Gruppe von Staaten, sie sind die gro&szlig;en Verlierer der Globalisierung. Das sind vor allem die Staaten Afrikas, aber auch Asiens, Lateinamerikas und der Karibik. Es sind die Staaten, die es nach der Befreiung aus der kolonialen Besetzung nicht geschafft haben, ein effektives Staats- und Bildungssystem aufzubauen, es sind Staaten mit weit verbreiteter Korruption und schlechter Staatsf&uuml;hrung. Im internationalen Gef&uuml;ge sind sie nur als billige Rohstofflieferanten und im Gegenzug als Abnehmer von Industrieprodukten und &uuml;bersch&uuml;ssigen (oft minderwertigen) Nahrungsmitteln interessant. Ihre Bev&ouml;lkerung ist zu Armut und Elend verdammt.<br>\nZu allem &Uuml;bel sind es oft gerade diese Staaten, die nun zus&auml;tzlich von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Immer mehr Menschen sehen einen Ausweg nur noch in der Flucht nach Europa und Nordamerika.<br>\nDoch auch in den Industriestaaten gibt es Verlierer: Es handelt sich dabei vor allem um Menschen ohne Berufsausbildung. Aber auch ausgebildete Arbeitskr&auml;fte sind betroffen, wenn ihre Arbeitspl&auml;tze in Niedriglohnl&auml;nder verlagert werden, und sie in der Folge keinen oder nur einen geringer entlohnten Arbeitsplatz finden k&ouml;nnen.Auch sie sind zur Armut verdammt, wenn wir es nicht schaffen eine neue Wirtschafts-, Handels-, Sozial- und Entwicklungspolitik zu erstreiten.<br>\nVerlierer sind aber auch die kommenden Generationen, weil durch den globalisierten Welthandel der Aussto&szlig; von Treibhausgasen wesentlich beschleunigt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theorieblog.attac.de\/2019\/01\/regionalisierung-statt-globalisierung-plaedoyer-fuer-eine-neue-handels-und-entwicklungspolitik\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Test des Grundeinkommens in Finnland &ndash; F&uuml;r viele ein &bdquo;St&uuml;ckchen Freiheit<\/strong><br>\nNach zwei Jahren ist in Finnland die Erprobung eines bedingungslosen Grundeinkommens zu Ende gegangen. Nun wird ausgewertet.<br>\nBei den Betroffenen f&auml;llt die Bilanz positiv aus. &bdquo;Ganz wichtig war f&uuml;r mich der psychologische Aspekt&ldquo;, sagt Sini Marttinen. Sie sei schon vorher gewohnt gewesen, selbst&auml;ndig zu arbeiten, und habe immer einen ganzen Strau&szlig; verschiedener Jobs gehabt, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Da seien die zus&auml;tzlichen 560 Euro eine gute Grundlage gewesen, &bdquo;ein Gef&uuml;hl gr&ouml;&szlig;erer Sicherheit&ldquo;. Aber nat&uuml;rlich nicht ausreichend, um allein davon leben zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Test-des-Grundeinkommens-in-Finnland\/!5563143\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist wirklich erstaunlich &ndash; immer wenn Medien wie die taz &uuml;ber das &bdquo;Grundeinkommen&ldquo; schreiben, enthalten die Artikel massive Fehler. Die NachDenkSeiten haben schon 2015 &ndash; vor Beginn des finnischen Projekts &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29432\">dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt<\/a>, dass es sich mitnichten um ein &bdquo;Test des bedingungslosen Grundeinkommens&ldquo; handelt. Es handelt sich hierbei weder um ein &bdquo;Grundeinkommen&ldquo;, sondern um eine Aufstockung der Sozialhilfe bei gleichzeitiger Beibehaltung aller anderen staatlichen Transferleistungen und sozialer Dienste. Und &bdquo;bedingungslos&ldquo; ist daran auch nichts, da nur ausgesuchte Langzeitarbeitslose am Projekt teilnehmen durften. Interssant d&uuml;rfte auch sein, dass diese Tests in Finnland ausdr&uuml;cklich als &bdquo;Arbeitsmarkteformen&ldquo; verkauft werden, mit denen man den &bdquo;teuren Sozialstaat&ldquo; abschleifen will. Generell ist die Aussagekraft solcher Projekte sehr begrenzt. Man kann zwar soziologische Schl&uuml;sse (z.B. zur Bereitschaft, Arbeitsangebote anzunehmen) ziehen, &ouml;konomisch sind die Tests jedoch uninteressant, da man aufgrund des regionalen Charakters und den Beschr&auml;nkungen keine Aussagen zu Preis-, Wanderungs- und Besch&auml;ftigungseffekten machen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Konkurrenz statt Integration<\/strong><br>\nHans-B&ouml;ckler-Stiftung: &raquo;Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz&laquo; dient deutschen Konzernen. Kritik von Gewerkschaftsbund, Pro Asyl und Linksparte<br>\n&raquo;Bislang war die Zuwanderung f&uuml;r Ausl&auml;nder aus Nicht-EU-Staaten ein langer H&uuml;rdenlauf. Das soll sich jetzt &auml;ndern &ndash; es ist h&ouml;chste Zeit!&laquo; gab sich die Welt auf ihrer Internetseite am 27. Dezember erfreut. Damit spielte das Blatt auf den noch in der vorletzten Dezemberwoche vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf eines Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetzes an. Erstellt hatte diesen Innenminister Horst Seehofer in Absprache mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Es muss verwundern, dass ausgerechnet der CSU-Politiker, der w&auml;hrend der rassistischen Demonstrationen in Sachsen im September 2018 die Migration als &raquo;Mutter aller Probleme&laquo; bezeichnete, die Einwanderung nach Deutschland deutlich erleichtern will.<br>\nZweifel an den Absichten Seehofers hegt auch Karl Kopp, Pressesprecher von &raquo;Pro Asyl&laquo;, im Gespr&auml;ch mit junge Welt vergangenen Donnerstag: &raquo;Integration h&auml;tte bedeutet, dass man den Asylsuchenden eine Aufenthaltsgenehmigung gibt, das findet nicht statt.&laquo; Die Autoren einer k&uuml;rzlich erschienenen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS) sehen die Gewinner dieses Gesetzes nicht bei Migrantinnen und Migranten, sondern ausschlie&szlig;lich bei deutschen Gro&szlig;unternehmen, &raquo;die bei zunehmender Knappheit von Arbeitskr&auml;ften nicht mehr nur auf den Arbeitsmarkt der Europ&auml;ischen Union&laquo; zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen, sondern &raquo;auch auf den der &uuml;brigen Welt&laquo;.<br>\n(&hellip;) Au&szlig;erdem d&uuml;rfen laut dem Papier der HBS demn&auml;chst &raquo;Fachkr&auml;fte aus Drittstaaten mit einer anerkannten Qualifikation und einer verbindlichen Stellenzusage&laquo; nach Deutschland einwandern. Dies koppelt Zuwanderung nicht nur an N&uuml;tzlichkeitserw&auml;gungen deutscher Konzerne, &raquo;die Bindung einer Aufenthaltserlaubnis f&uuml;r Fachkr&auml;fte an eine bestimmte T&auml;tigkeit bei einem Arbeitgeber&laquo; &ouml;ffne zudem &raquo;T&uuml;r und Tor f&uuml;r Erpressbarkeit und Ausbeutung und schw&auml;cht die Arbeitnehmerrechte&laquo;, wie Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, auf jW-Anfrage vergangenen Freitag erkl&auml;rte&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346773.arbeitsmarkt-konkurrenz-statt-integration.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Siegeszug der Wohlt&auml;tigkeit<\/strong><br>\nGemeinn&uuml;tzige Spenden an die reichsten Unternehmen der Welt sind nur ein Aspekt eines gr&ouml;&szlig;eren Ph&auml;nomens: die steigende Macht privater, wohlt&auml;tiger Akteure gegen&uuml;ber globalen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation.<br>\nMit einem Stiftungskapital von 42 Milliarden US-Dollar spendet die Gates Foundation j&auml;hrlich rund drei Milliarden Dollar an Zwecke, die auf den ersten Blick wohlt&auml;tig wirken. Doch diese Spenden beinhalten versteckte Kosten.<br>\nEin Beispiel sind die Mittel, die die Stiftung an die Weltgesundheitsorganisation spendet. Allein 2013 &uuml;berwies die Gates Foundation &uuml;ber 300 Millionen Dollar an die Institution der Vereinten Nationen &ndash; die gr&ouml;&szlig;te Zuwendung an die Organisation in diesem Jahr; mehr sogar als die US-Regierung &uuml;berwies. Die Gates Foundation gibt j&auml;hrlich f&uuml;r die globale Entwicklung fast soviel aus wie das gesamte Budget der WHO, und hierbei sind noch nicht die anderen Programme der Stiftung mit einbezogen.<br>\nAber die Stiftung erwartet eine Gegenleistung f&uuml;r die Spenden. Wie Laurie Garret 2012 in einem Artikel f&uuml;r Foreign Affairs erl&auml;uterte, werden nur &bdquo;wenige Standards oder Normen, die von der WHO eingef&uuml;hrt werden, angek&uuml;ndigt, bevor sie nebenher und inoffiziell vom Stiftungspersonal &uuml;berpr&uuml;ft wurden&ldquo;. Einige Kommentatoren argumentieren, dies sei eine positive Entwicklung. Zudem wird die Gates Foundation oft f&uuml;r ihren ergebnisorientierten Ansatz gelobt. Der kontroverse australische Philosoph Peter Singer, Begr&uuml;nder des &bdquo;Effektiven Altruismus&ldquo;, nannte Gates und Warren Buffet die &bdquo;effektivsten Altruisten&ldquo; der Geschichte.<br>\nDas Problem ist nur, dass es wenig Beweise f&uuml;r diese bemerkenswerte Aussage gibt. Einerseits sind die Erfolge der Gates Foundation im Bereich Gesundheit &uuml;ber jeden Zweifel erhaben. Doch ungeachtet der Meinungen von Singer und weiteren spendet die Stiftung kein Geld f&uuml;r die L&ouml;sung der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Gesundheitsprobleme.<br>\nBis vor kurzem war Gates nicht einmal ein Bef&uuml;rworter des in der Alma-Ata-Erkl&auml;rung von 1978 formulierten Ziels, dass prim&auml;re Gesundheitssysteme gest&auml;rkt und eine universelle Krankenversicherung eingef&uuml;hrt werden solle. Zudem spiegeln die &bdquo;effektiven&ldquo; Zuwendungen der Gates Foundation &bdquo;die Last von Krankheiten auf den &Auml;rmsten der Armen nicht wider&ldquo;, wie die Herausgeber von Lancet, dem f&uuml;hrenden medizinischen Fachjournal, in einem Artikel 2009 erkl&auml;rt haben.<br>\nZus&auml;tzlich fordert die Gates Foundation, dass US-amerikanische Gro&szlig;konzerne wie Monsanto st&auml;rker in afrikanische Staaten investieren sollten. Diese Forderung beunruhigt Beobachter wie den Agrarwissenschaftler Daryll Ray von der Universit&auml;t Tennessee, der die &ouml;konomischen Konsequenzen der Stiftungsaktivit&auml;ten f&uuml;r Kleinbauern f&uuml;rchtet. &hellip;<br>\nDer Gesundheits&ouml;konom David Stuckler und seine Mitarbeiter von der Universit&auml;t Oxford haben 2011 argumentiert, dass &bdquo;die globale Gesundheitswirtschaft in den H&auml;nden einiger weniger privater Spender ist, die Entscheidungen im Geheimen f&auml;llen. Die Entscheidungsmacht dar&uuml;ber, was relevant ist und wie es angegangen wird, liegt in den H&auml;nden einer kleinen Gruppe, die letztlich nur ihren eigenen Interessen verpflichtet ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/adamag.de\/philanthropie-gates-stiftung-wohltaetigkeit\">ada<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Warnstreiks an Berliner Flugh&auml;fen<\/strong><br>\nGewerkschaft nennt Tarifangebot im Sicherheitsgewerbe &raquo;Provokation&laquo;<br>\nKlarer Himmel &uuml;ber Berlin: Rund 500 Besch&auml;ftigte des Sicherheitspersonals sind Gewerkschaftsangaben zufolge am Montagmorgen an den Airports Tegel und Sch&ouml;nefeld in den Warnstreik getreten. Zahlreiche Fl&uuml;ge wurden gestrichen, viele weitere hatten mehrst&uuml;ndige Versp&auml;tungen.<br>\nGrund der Arbeitsniederlegung sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen, die Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) f&uuml;r die bundesweit 23.000 Besch&auml;ftigten der Flugsicherheit f&uuml;hrt.<br>\nDer BDLS hatte in der vergangenen Verhandlungsrunde am 20. und 21. Dezember sein Angebot f&uuml;r eine Entgelterh&ouml;hung von 1,8 auf zwei Prozent pro Jahr bei einer zweij&auml;hrigen Vertragslaufzeit erh&ouml;ht. Verdi-Verhandlungsf&uuml;hrer Benjamin Roscher nannte das Angebot am Montag vor den Besch&auml;ftigten &raquo;eine Provokation&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346723.arbeitskampf-warnstreiks-an-berliner-flugh%C3%A4fen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine Lohnerh&ouml;hung um 2% pro Jahr ist in der Tat nicht mehr als bestenfalls der Inflationsausgleich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Prototyp des sozialen Wohnungsbaus entsteht<\/strong><br>\nSonne, Licht und Luft: Im Metzleinstalerhof in Wien standen Arbeiterfamilien erstmals preiswerte, aber auch hygienische und menschenw&uuml;rdige Wohnungen zur Verf&uuml;gung. Vor 100 Jahren begann die Stadt mit dem ehrgeizigen Wohungsbauprogramm &ndash; Architekt Hubert Gessner schuf dabei einen Prototyp.<br>\nPreiswerter und angemessener Wohnraum f&uuml;r alle, das war das erkl&auml;rte Ziel der &ouml;sterreichischen Sozialdemokratie &ndash; bereits 1896. Noch vor der Jahrhundertwende forderte die Arbeiterpartei.<br>\n&bdquo;Die Kommune hat ihr Grundeigentum durch Erwerbung noch unverbauter Grundst&uuml;cke in gro&szlig;em Ma&szlig;stabe zu vermehren und darauf systematisch H&auml;user mit billigen Wohnungen zu errichten.&ldquo;<br>\nGrund und Boden in der Hand der Gemeinde, das soll private Spekulation und Mietwucher verhindern. In Wien dauerte es mehr als zwei Jahrzehnte, bis 1919 die brennenden sozialen Probleme der unmittelbaren Nachkriegszeit diese L&ouml;sung der Wohnungsfrage erzwangen.<br>\n&bdquo;Die M&auml;nner, aus dem Ersten Weltkrieg zur&uuml;ckgekommen, haben keine eigene Wohnung gehabt, haben begonnen, illegal den Wienerwald abzuholzen und sich kleine Siedlungen hinzustellen. Und dann hat die Gemeinde Wien, um das Ganze ein bisschen in geordnete Bahnen zu lenken, das Siedlungsamt gegr&uuml;ndet unter der Leitung des renommierten Architekten Adolf Loos.&ldquo;<br>\nLilli Bauer f&uuml;hrt durch die Dauerausstellung &uuml;ber &bdquo;Das Rote Wien&ldquo;: So wird heute das urbane Ensemble mit fast 65.000 Wohnungen in mehr als 380 kommunalen Geb&auml;uden genannt, die zwischen 1919 und 1933 errichtet wurden. Als erster typischer &bdquo;Gemeindebau&ldquo; gilt der Metzleinstalerhof, urspr&uuml;nglich von einem privaten Bauherrn als Wohnanlage mit f&uuml;nf freistehenden Einzelgeb&auml;uden geplant. Als dann mit Beginn des Jahres 1919 die Stadt Wien das im Krieg unterbrochene Bauprojekt &uuml;bernahm, wurden die f&uuml;nf Parzellen zusammengefasst zu einem einzigen Geb&auml;udeblock. Die endg&uuml;ltige Ausf&uuml;hrung &uuml;bertrug die Kommune einem Architekten, der mit den Wohnreform-Ideen der Sozialdemokratie bestens vertraut war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vor-100-jahren-ein-prototyp-des-sozialen-wohnungsbaus.871.de.html?dram:article_id=437192\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die F&ouml;rderung des &ouml;ffentlichen Wohnungsbaues wurde in Wien entgegen aller neoliberalen Propaganda, dass der Markt alles besser kann, bis heute so durchgehalten. Mit der Konsequenz, dass Wien weit entfernt ist von den katastrophalen Zust&auml;nden auf dem Wohnungsmarkt deutscher Gro&szlig;st&auml;dte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wohnungspolitik Schuldenfrei &ndash; und ohne Wohnungen<\/strong><br>\nRingen um Wohnraum: Dresden verkaufte sein kommunales Eigentum, Wien setzt traditionell auf soziale L&ouml;sungen.<br>\nUm die erste und vielleicht einzige schuldenfreie deutsche Gro&szlig;stadt zu werden, verkaufte Dresden im Jahr 2006 seinen kompletten kommunalen Wohnungsbestand. Damals stimmte im Stadtrat eine Mehrheit aus CDU, FDP, Teilen der PDS, der B&uuml;rgerfraktion und einem SPD-Stadtrat f&uuml;r den Verkauf an das amerikanische Investunternehmen Fortress&hellip;. Sp&auml;ter wurde klar, dass der Verkauf eine wohnungspolitische Fehlentscheidung war.<br>\nMittlerweile hat der Stadtrat, mit den Stimmen von Linken, Gr&uuml;nen und SPD entschieden, eine neue st&auml;dtische Wohnungsgesellschaft aufzubauen. Die Wohnen in Dresden (WID) wurde im September 2017 gegr&uuml;ndet, die ersten neuen Sozialwohnungen sollen im zweiten Halbjahr 2019 fertiggestellt sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wohnungspolitik-schuldenfrei-und-ohne-wohnungen\/23842142.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Immobilienfirmen enteignen &ndash; geht das &uuml;berhaupt?<\/strong><br>\nEine Berliner Initiative will bezahlbaren Wohnraum schaffen &ndash; mittels Enteignungen. Ist das eine realistische M&ouml;glichkeit?<br>\nIm April soll in Berlin ein Volksbegehren zur Enteignung gro&szlig;er Immobilienunternehmen starten. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey finden 55 Prozent der Berliner diese Aktion richtig. Sehr umstritten ist, ob eine solche Enteignung rechtlich und finanziell m&ouml;glich w&auml;re.<br>\nWas ist geplant und wie soll es finanziert werden?<br>\nGefordert wird, alle Berliner Unternehmen &bdquo;mit Gewinnerzielungsabsicht&ldquo;, die mehr als 3000 Wohnungen besitzen, gegen Entsch&auml;digung zu enteignen und den kommunalisierten Wohnungsbestand in eine Anstalt &ouml;ffentlichen Rechts (A&ouml;R) einzubringen. Das Land Berlin soll 20Prozent der Entsch&auml;digungssumme als Kapitaleinlage in die A&ouml;R einbringen, der gro&szlig;e Rest soll per Kredit beschafft werden. Falls n&ouml;tig, abgesichert durch eine Landesb&uuml;rgschaft.<br>\n(&hellip;) Was bedeutet Enteignung?<br>\nEnteignung ist der vollst&auml;ndige oder teilweise Entzug des Eigentums durch den Staat. Artikel 14 des Grundgesetzes sch&uuml;tzt das Eigentum zwar ausdr&uuml;cklich, l&auml;sst einen Entzug aber unter strengen Voraussetzungen zu: Der Staat darf ihn nur zum Wohle der Allgemeinheit vornehmen. Darunter sind besonders schwerwiegende &ouml;ffentliche Interessen zu verstehen, die dem Gemeinwohl dienen. Darunter fallen zum Beispiel der Stra&szlig;enausbau oder der Bau von Versorgungsleitungen.<br>\nEine Enteignung darf nur durch ein Gesetz oder durch einen Verwaltungsakt, der wiederum auf der Grundlage eines Gesetzes beruht, erfolgen. Jede Enteignung begr&uuml;ndet einen angemessenen Entsch&auml;digungsanspruch, zumeist in Geld. Art und Ausma&szlig; der Entsch&auml;digung m&uuml;ssen bereits im zugrundeliegenden Gesetz geregelt sein, ansonsten ist die Enteignung verfassungswidrig. Bei der Bestimmung der Entsch&auml;digung sind die Interessen der Betroffenen und der Allgemeinheit gerecht gegeneinander abzuw&auml;gen.<br>\nEine vollst&auml;ndige Kompensation ist nicht zwingend erforderlich.<br>\nEine weitere Entziehungsm&ouml;glichkeit sieht Artikel 15 des Grundgesetzes vor: Demnach k&ouml;nnen auch Grund und Boden zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft &uuml;berf&uuml;hrt werden. Auch in diesem Fall greift die Entsch&auml;digungsregelung. Folge dieser sog. Sozialisierung ist, dass die G&uuml;ter nicht mehr dem privaten Gewinnstreben dienen. Stattdessen soll die Nutzung unmittelbar der Allgemeinheit zugutekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wohnungspolitik-immobilienfirmen-enteignen-geht-das-ueberhaupt\/23841810.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gegen die Drohnenpolitik der Kriegsministerin<\/strong><br>\nUrsula von der Leyen t&auml;uscht die &Ouml;ffentlichkeit und das Parlament. Oder deutlicher: Sie sagt die Unwahrheit und handelt gegen ihre eigenen Zusagen. Worte sind f&uuml;r die Ministerin anscheinend nur taktische Man&ouml;ver zur Beruhigung der &Ouml;ffentlichkeit und ihres erneut d&uuml;pierten Koalitionspartners SPD.<br>\nErinnern wir uns: Der Bundestag beschlo&szlig; das Leasen von 5 bewaffnungsf&auml;higen Heron-TP-Drohnen aus Israel f&uuml;r 900 Millionen Euro als &Uuml;berbr&uuml;ckungsl&ouml;sung bis zur Entwicklung einer europ&auml;ischen Kampfdrohne. Die bewaffnungsf&auml;hige Drohne wurde vom Verteidigungs- und Haushaltsausschu&szlig; des Deutschen Bundestages am 13. Juni 2018 bewilligt und ohne Waffen bestellt. Im Juni versicherte von der Leyen noch, die Bewaffnung der Drohnen st&uuml;nde derzeit nicht zur Debatte. Ohne breite gesellschaftliche Diskussion, ohne ausf&uuml;hrliche v&ouml;lkerrechtliche, verfassungsrechtliche und ethische W&uuml;rdigung keine Bewaffnung der Bundeswehr-Drohnen &ndash; dies alles versprach die Ministerin einer kritischen &Ouml;ffentlichkeit und den besorgten Parlamentariern. So steht es auch im Koalitionsvertrag von CDU\/CSU und SPD. Die Realit&auml;t ihres Handelns steht aber in klarem Gegensatz zu ihren Worten: Eine &ouml;ffentliche Debatte hat es bisher nicht gegeben, aber heimlich wird die Bewaffnung vorbereitet und sogar schon vertraglich vereinbart. In Absprache mit dem Hersteller Israel Aerospace Industries (IAI) und Airbus wurden konkrete Vereinbarungen getroffen: \n<ol>\n<li>&uuml;ber die Bewaffnung der unbemannten Drohnen &ndash; die Art und Anschaffung der Munition <\/li>\n<li>&uuml;ber die taktische Ausbildung der Soldaten an den bewaffneten Systemen<\/li>\n<li>&uuml;ber Anforderungen an konkrete bewaffnete Eins&auml;tze und m&ouml;gliche Ziele der Drohnen <\/li>\n<li>&uuml;ber &Uuml;bungseins&auml;tze der &bdquo;DrohnenMannschaften&ldquo; f&uuml;r bewaffnete Eins&auml;tze <\/li>\n<\/ol>\n<p>Dies ergaben Recherchen des ARD-Politikmagazins &bdquo;Report&ldquo; am 6. November 2018&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2019\/RF-252-01-19.pdf\">Rotfuchs<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rheinische Post: Kommentar: R&uuml;ckzug vom R&uuml;ckzug<\/strong><br>\nVon Matthias Beermann:  Bei Donald Trump ist nur darauf Verlass, dass auf nichts Verlass ist. Der au&szlig;enpolitische Zickzackkurs des US-Pr&auml;sidenten, von seinen Bewunderern gerne als geniale Strategie der Verunsicherung &uuml;berh&ouml;ht, ist wohl in Wirklichkeit nur einem Umstand geschuldet: der haarstr&auml;ubenden Ahnungslosigkeit des Mannes im Wei&szlig;en Haus. Trump bleibt davon &uuml;berzeugt, dass er mit seinem Bauchgef&uuml;hl allemal besser liegt als alle seine Berater und Experten. Selbst die h&auml;rtesten Isolationisten unter ihnen, allen voran Trumps nationaler Sicherheitsberater John Bolton, hatten sich gegen einen Abzug der 2000 in Syrien operierenden US-Soldaten ausgesprochen. Nun darf ausgerechnet Bolton die Scherben zusammenkehren und den R&uuml;ckzug vom R&uuml;ckzug verk&uuml;nden. In der Sache ist es indes vern&uuml;nftig, den Abzug des US-Kontingents nicht zu &uuml;berst&uuml;rzen. Seine Pr&auml;senz hat in den vergangenen Monaten zu einer Stabilisierung der Lage in Syrien beigetragen. Man kann sich ausmalen, was passiert, wenn sich Assad, Putin, Erdogan und der Iran nach einem Abzug der Amerikaner v&ouml;llig ungehemmt um die Beute balgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/30621\/4159897\">Presseportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Uns&auml;glich ist die Behauptung, die US-Pr&auml;zenz in Syrien habe zu einer &ldquo;Stabilisierung der Lage&rdquo; beigetragen. Au&szlig;erdem wird dem rechtm&auml;&szlig;igen syrischen Pr&auml;sidenten Assad erneut das Recht streitig gemacht, sein Land zu regieren, das hier als &ldquo;Beute&rdquo; bezeichnet wird. Eine fassungslos machende Verdrehung der Tatsachen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Woher kommt eigentlich die Wut der Wutb&uuml;rger?<\/strong><br>\nBrexit und Trump: Die Idee der Moderne, alles berechen- und beherrschbar zu machen, sei gescheitert, sagt der Soziologe Hartmut Rosa im Gespr&auml;ch. Der Kontrollverlust hat Folgen.<br>\nDeutschlandfunk Kultur: Herr Rosa, wie kommt es denn &uuml;berhaupt dazu, dass immer mehr Menschen das Gef&uuml;hl haben, zu Spielb&auml;llen politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Prozesse zu werden, Prozesse, die sie selbst &uuml;berhaupt nicht beeinflussen k&ouml;nnen?<br>\nHartmut Rosa: Ja, das scheint eine Erfahrung zu sein, die dann auch ganz viel Wut erzeugt bei vielen Menschen. Dass n&auml;mlich diese Grundidee, auf die die Moderne aufgebaut ist, dass man die Welt berechenbar und beherrschbar machen und damit auch kontrollierbar und steuerbar machen kann, dass diese Idee irgendwie nicht aufzugehen scheint, dass Menschen das Gef&uuml;hl haben, sie haben ihr Leben, ihre Zukunft nicht in einer Form, in der sie berechenbar und beherrschbar ist. Und das hat eben auch eine starke kollektive Seite, dass wir das Gef&uuml;hl haben, wir k&ouml;nnen unsere Gesellschaft nicht politisch steuern. Wir sind nicht die Subjekte der Ver&auml;nderung, sondern letzten Endes die Getriebenen. Daraus entsteht dieser massive Widerspruch zwischen dem Verf&uuml;gbarkeitsanspruch der modernen Gesellschaft und der totalen Ohnmacht oder eben Unverf&uuml;gbarkeitserfahrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fragen-an-den-soziologen-hartmut-rosa-woher-kommt.990.de.html?dram:article_id=437565\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Skripals: Alles ist gut, auch wenn sie in Isolation bleiben<\/strong><br>\nDer britische Telegraph scheint der &Ouml;ffentlichkeit die Botschaft der Sicherheitsbeh&ouml;rden zu vermitteln, dass die Unterbringung der beiden freiwillig und nicht &ldquo;exzessiv&rdquo; teuer sei<br>\nMisstrauen erweckte, dass die britischen Beh&ouml;rden und die Regierung nach dem Anschlag auf Sergei und Julia Skripal diese von der &Ouml;ffentlichkeit auch dann wegsperrte, als sie sich angeblich erholt hatten. Der russischen Botschaft wurde zur russischen Staatsb&uuml;rgerin Julia ebenso wenig Zugang gew&auml;hrt wie f&uuml;r deren Verwandte. Es gab nur ein Video, in dem sich Julia an die &Ouml;ffentlichkeit wandte. Der Verdacht war allerdings, dass sie nur sagte, was sie sagen sollte. Auch keinem Journalisten wurde gestattet, mit den Beiden zu sprechen.<br>\nDie Isolation, von der man nicht wei&szlig;, ob sie von den Skripals erw&uuml;nscht ist oder nicht, erweckt nat&uuml;rlich Skepsis, zumal der Fall hochpolitisch ist und den Konflikt zwischen der Nato und Russland weiter vertieft hat, was von britischer Seite auch bezweckt wurde. Gemunkelt wurde, dass die Skripals mit Gewalt festgehalten w&uuml;rden, spekuliert wurde auch, dass sie schon l&auml;ngst au&szlig;er Landes mit anderen Identit&auml;ten gebracht wurden. Warum ihre Version des Anschlags und von dessen m&ouml;glichen Hintergr&uuml;nden der &Ouml;ffentlichkeit vorenthalten wird, bleibt unbeantwortet und l&auml;sst sich nicht allein durch angebliche Sicherheitsbed&uuml;rfnisse rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Skripals-Alles-ist-gut-auch-wenn-sie-in-Isolation-bleiben-4268100.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk<\/strong><br>\nDie Fraktion DIE LINKE steht f&uuml;r den Erhalt des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks.  Die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender, ARD, ZDF und Deutschlandradio sind f&uuml;r die Demokratie und die politische Kultur unseres Landes unverzichtbar. Trotz aller berechtigter Kritik an den Sendern im Einzelnen sieht DIE LINKE eine ihrer medienpolitischen Aufgaben darin, mit daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio jederzeit in der Lage sind, ihrem grundgesetzlichen Auftrag nachzukommen.<br>\nDenn: Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk kann und muss einen unverzichtbaren Beitrag zum publizistischen Wettbewerb leisten und zu inhaltlicher Vielfalt beitragen, wie sie allein &uuml;ber den freien Markt nicht gew&auml;hrleistet werden kann. Das Angebot soll dabei f&uuml;r neue Publikumsinteressen &ndash; insbesondere j&uuml;ngerer Menschen &ndash; neue Inhalte und Formen offenbleiben. Gerade &ouml;ffentlich-rechtliche Informationsangebote sollen zeitlich unbegrenzt, kostenlos und auf aktuellem Stand der Technik im Internet bereitgestellt wie auch mobil verbreitet werden k&ouml;nnen. F&uuml;r den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es immer wichtiger, aktiv Medienkompetenz zu vermitteln, um einen selbstbestimmten, kritischen Umgang mit Medien zu bef&ouml;rdern.<br>\n(&hellip;) Die Einf&uuml;hrung des Rundfunkbeitrages geht einher mit Transparenzpflichten f&uuml;r die Sender. Wir setzen uns daf&uuml;r ein, dass die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zuk&uuml;nftig einen umfangreichen Transparenzkatalog vorlegen.<br>\nDie LINKE bef&uuml;rwortet einen &ndash; m&ouml;glichst bundesweiten, staatlich unabh&auml;ngigen &ndash; Vergleich der Qualit&auml;t von Medienangeboten, der offen legt, welchen Beitrag Medienanbieter mit ihren Angeboten f&uuml;r die Gesellschaft leisten, inwieweit die Unternehmen sozialen Standards gen&uuml;gen und wie wirtschaftlich und politisch unabh&auml;ngig sie agieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/a-z\/detailansicht\/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk\/?fbclid=IwAR0rghm3LIfCE0GaU46aApyiv8qVIFtBHItcq8ZZC7W8_BSMaOzgvinw4xE\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aufruf zur Beteiligung an der Onlineumfrage zu Sanktionen anl&auml;sslich der Anh&ouml;rung beim BVerfG zu den Sanktionen im SGB II am 15. Januar<\/strong><br>\nAm 15. Januar 2019 findet vor dem Bundesverfassungsgericht eine Anh&ouml;rung zu den Sanktionen im SGB II statt. Vom Grundsatz her geht es dabei um die Verfassungskonformit&auml;t<br>\nder Sanktionen im SGB II.<br>\nDas Verfassungsgericht hat auch den Verein Tacheles als sogenannter sachverst&auml;ndiger Dritter zur Anh&ouml;rung geladen. Um die Wirkungen und Folgen von Sanktionen dem Verfassungsgericht umfangreich vorlegen zu k&ouml;nnen haben wir die Umfrage gestartet. So k&ouml;nnen wir m&ouml;glichst viele Erfahrungen aus der Praxis zusammenbringen und vorlegen:<br>\nZielgruppen der Umfrage sind:\n<ul>\n<li>Berater und Beraterinnen, Anw&auml;lt*innen, Betreuer*innen, Verbandsvertreter*innen, Sozialarbeiter*innen die Betroffene in allen m&ouml;glichen Lebenslagen unterst&uuml;tzen, <\/li>\n<li>Die Empf&auml;nger*innen von Leistungen nach dem SGB II und SGB III, ungesichert Besch&auml;ftigte und ehemaliger Empf&auml;nger*innen von Leistungen nach dem SGB II<\/li>\n<li>Mitarbeiter*innen eines Jobcenters, eines kommunalen Tr&auml;gers oder anderer  Sozialleistungstr&auml;ger<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch die Teilnahme k&ouml;nnt Ihr\/Sie konkret eure Meinung zur Sinnhaftigkeit und Wirkung von Sanktionen im SGB II dem Bundesverfassungsgericht mitteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/tickerarchiv\/d\/n\/2456\/\">Tacheles e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Zur Umfrage selber, <a href=\"https:\/\/www.umfrageonline.com\/s\/Sanktionsumfrage\">hier der Link<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf das Thema Sanktionen haben die Nachdenkseiten bereits mehrfach hingewiesen, auch auf die Verhandlung am 15. Januar vor dem Bundesverfassungsgericht. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47182#h10\">Siehe hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48327","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48327"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48329,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48327\/revisions\/48329"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}