{"id":48352,"date":"2019-01-10T08:32:25","date_gmt":"2019-01-10T07:32:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352"},"modified":"2019-01-10T08:32:25","modified_gmt":"2019-01-10T07:32:25","slug":"hinweise-des-tages-3280","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h01\">Hartz IV: &raquo;Sanktionen als verfassungswidrig gei&szlig;eln&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h02\">Nahles k&uuml;ndigt Politik f&uuml;r &ldquo;t&uuml;chtige Mitte&rdquo; an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h03\">Deutsche Exportwirtschaft: &bdquo;Die Branche hat mehr Wachstum erwartet&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h04\">Warum McDonald&rsquo;s und Amazon pl&ouml;tzlich 15 Dollar pro Stunde zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h05\">Soli: Attac fordert Integration in Einkommensteuertarif<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h06\">&bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Proteste: Widerstand gegen Macron geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h07\">Wenn rechte Gewalt zur Normalit&auml;t wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h08\">Dagdelen im DLF: USA haben in Syrien M&ouml;rderbanden unterst&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h09\">Seenotrettung: &bdquo;Im Moment ist es furchtbar im Mittelmeer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h10\">&bdquo;Cyber-Abwehrzentrum plus&ldquo; ist purer Aktionismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h11\">Zumutbarkeitslimbo mit der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h12\">Diesel-Klagen: Lauter r&auml;tselhafte Einigungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h13\">Deutschland einig Autoland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h14\">Untersuchung zur Studienfinanzierung: Baf&ouml;g reicht immer weniger zum Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48352#h15\">Auf die Couch, Herr Spahn! Reform der Psychotherapie-Ausbildung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV: &raquo;Sanktionen als verfassungswidrig gei&szlig;eln&laquo;<\/strong><br>\nEx-BGH-Richter Wolfgang Ne&scaron;kovic zur Notwendigkeit der Abschaffung der Hartz-IV-Strafen<br>\nAm 15. Januar tagt das Bundesverfassungsgericht dazu, ob Sanktionen in Hartz IV verfassungskonform sind. Sie halten K&uuml;rzungen in der Grundsicherung f&uuml;r verfassungswidrig &ndash; als einer der wenigen. Wundert Sie das?<br>\nDas wundert mich nicht. Unter deutschen Jurist*innen entspricht es einer langen juristischen Tradition, dass dem im Grundgesetz festgelegten Sozialstaatsprinzip wenig verfassungsrechtliche Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Verh&auml;ltnis zum Rechtsstaatsprinzip fristet es in der juristischen Wirklichkeit ein Schattendasein, obwohl es verfassungsrechtlich den gleichen Rang beansprucht. Soziale Empathie in juristische Denkmodelle umzusetzen, f&auml;llt diesen konservativ denkenden und vorwiegend technokratisch ausgebildeten Jurist*innen schwer. Das hat auch oft mit ihrer sozialen Herkunft zu tun.<br>\nWarum m&uuml;ssen die Sanktionen weg?<br>\nSeit der bahnbrechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2010 gibt es ein unmittelbares, verfassungsrechtliches Gew&auml;hrleistungsrecht auf Zusicherung eines menschenw&uuml;rdigen &raquo;Existenzminimums&laquo;. Es erstreckt sich auf alle Mittel, die zur Aufrechterhaltung eines menschenw&uuml;rdigen Daseins unbedingt erforderlich sind. Dazu geh&ouml;rt neben der physischen Existenz des Menschen auch seine M&ouml;glichkeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen und ein Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Die Formulierung &raquo;Minimum&laquo; hei&szlig;t unmissverst&auml;ndlich, dass jeder Betrag, der unterhalb dieser festgelegten Grenze liegt, verfassungswidrig ist. Dann gab es noch zwei weitere wichtige Aspekte in dem Urteil.<br>\nWelche?<br>\nIn der 2010er Entscheidung zum Recht auf Existenzminimum erkl&auml;rte das Bundesverfassungsgericht zudem, dass dieser gesetzliche Leistungsanspruch &raquo;stets&laquo; den gesamten existenznotwendigen Bedarf jedes individuellen Grundrechtstr&auml;gers decken muss. Dass es also es keine Ausnahmen geben kann. Zudem findet sich noch der Verweis darauf, dass das Existenzminimum &raquo;unverf&uuml;gbar&laquo; ist und eingel&ouml;st werden muss. Das hei&szlig;t, dass niemand dar&uuml;ber verf&uuml;gen kann &ndash; auch nicht der Staat, indem er durch Sanktionen den Geldbetrag, der das Existenzminimum darstellt, k&uuml;rzt oder ganz streicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1109630.hartz-iv-sanktionen-als-verfassungswidrig-geisseln.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nahles k&uuml;ndigt Politik f&uuml;r &ldquo;t&uuml;chtige Mitte&rdquo; an<\/strong><br>\nDie SPD will sich wieder mehr um ihre Kernklientel k&uuml;mmern. Parteichefin Andrea Nahles plant, die Belange der arbeitenden Mitte st&auml;rker in den Fokus zu stellen.<br>\nMit einer Politik f&uuml;r Arbeitnehmer und Besch&auml;ftigte will Andrea Nahles ihre Partei aus der Krise f&uuml;hren. Die Perspektive der &ldquo;t&uuml;chtigen, der arbeitenden Mitte unseres Landes&rdquo; sei ein Dreh- und Angelpunkt, sagte die SPD-Chefin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-01\/spd-andrea-nahles-arbeit-mittelstand-kernklientel\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nur noch zum Kopfsch&uuml;tteln. Dies ist klar ausgrenzenden und diskriminierend. Wer ist mit der &ldquo;t&uuml;chtigen, der arbeitenden Mitte unseres Landes&rdquo; denn gemeint oder besser wer ist damit nicht gemeint: Erwerbslose, Hart IV Bezieher, Minijober, prek&auml;r Besch&auml;ftigte, &hellip;. So tr&auml;gt die SPD nur weiter zur sozialen Polarisierung bei.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Von wegen Erneuerung. Das war alles schon Mal da. Per Steinbr&uuml;ck <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/best-of-steinbrueck-ein-rueckblick-in-zitaten--1045.html\">sagte einst<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Der Staat hat die Aufgabe, f&uuml;r eine gerechte Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung zu sorgen. Soziale Gerechtigkeit muss k&uuml;nftig hei&szlig;en, eine Politik f&uuml;r jene zu machen, die etwas f&uuml;r die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitspl&auml;tze schaffen, kurzum, die Leistung f&uuml;r sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die &ndash; und nur um sie &ndash; muss sich Politik k&uuml;mmern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Exportwirtschaft: &bdquo;Die Branche hat mehr Wachstum erwartet&ldquo;<\/strong><br>\nG&uuml;nter Hetzke: Ver&ouml;ffentlicht wurden die vorl&auml;ufigen neuen Monatszahlen f&uuml;r die deutsche Exportwirtschaft, die Zahlen f&uuml;r den November 2018. Kurz noch zur Einordnung: Die Branche ist ja ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland, wenn man bedenkt, dass fast jeder vierte Arbeitsplatz hierzulande vom Export abh&auml;ngt. Die Novemberzahlen l&ouml;sen jetzt keinen Jubel aus. Mit gut 116 Milliarden Euro liegen die Exporte auf dem gleichen Niveau wie im November 2017. Gegen&uuml;ber dem Vormonat ist das ein leichter R&uuml;ckgang um 0,4 Prozent. Ziehen wir die Importe ab, bleibt im November unter dem Strich ein Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss von rund 20 Milliarden.<br>\nSchulz: Und wenn wir diese Zahlen, diese bisherige Entwicklung einmal einordnen. Was hei&szlig;t das f&uuml;r die Branche und die Sicherheit der Arbeitspl&auml;tze?<br>\nHetzke: Da gehen die Ansichten etwas auseinander. Ganz neutral betrachtet, sieht es nach der Vorlage der November-Zahlen danach aus, dass die deutsche Exportwirtschaft 2018 das f&uuml;nfte Rekordjahr in Folge verbuchen wird. Das ist ja eigentlich schon mal eine gute Nachricht aus wirtschaftlicher Sicht. Die Branche selbst ist aber tats&auml;chlich nicht zufrieden. Denn die hatte mehr Wachstum erwartet. Sowohl der Bundesverband Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandel als auch der Deutsche Industrie-und Handelskammertag beklagen, dass das Wachstum wohl nur halb so kr&auml;ftig ausfallen wird, wie angenommen. Hier zeigt man sich also entt&auml;uscht. Die Branche selbst ist aber tats&auml;chlich nicht zufrieden. Denn die hatte mehr Wachstum erwartet. Sowohl der Bundesverband Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandel als auch der Deutsche Industrie-und Handelskammertag beklagen, dass das Wachstum wohl nur halb so kr&auml;ftig ausfallen wird, wie angenommen. Hier zeigt man sich also entt&auml;uscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-exportwirtschaft-die-branche-hat-mehr-wachstum.3669.de.html?dram:article_id=437842%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.E.:<\/strong> Es ist nicht zu glauben mit welcher Begeisterung das f&uuml;nfte Rekordjahr deutscher Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse mal wieder zum Ausdruck kommt! Kein Gedanke dar&uuml;ber, dass permanente Handelsungleichgewichte ein riesiges Problem der Partnerl&auml;nder einer W&auml;hrungsunion sein k&ouml;nnten, geschweige denn dass Deutschland diesen Exporterfolg mittels Lohndumping und einer in der Folge seit Jahren stagnierenden Binnennachfrage erkauft hat!<\/em><br>\n<em>Statt dessen: Zitat:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Das ist ja eigentlich schon mal eine gute Nachricht aus wirtschaftlicher Sicht&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Jedoch nur solange wir den Euro als Gemeinschaftsw&auml;hrung haben! Ich m&ouml;chte mir das Wehklagen der deutschen Exportwirtschaft und vor Allem den Verlust der Arbeitspl&auml;tze nach Wiedereinf&uuml;hrung nationaler W&auml;hrungen, wenn der Euro infolge dieser verfehlten Wirtschaftspolitik crasht nicht vorstellen! Ob unsere supertollen Exportwaren, wie allseits alternativlos gerne suggeriert, danach immer noch so gerne gekauft werden, wenn sie von heute auf morgen mal eben 20% teurer werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum McDonald&rsquo;s und Amazon pl&ouml;tzlich 15 Dollar pro Stunde zahlen<\/strong><br>\nIn den USA erh&ouml;hen immer mehr Staaten die Mindestl&ouml;hne. In New York erhalten Fast-Food-Mitarbeiter seit 1. Januar 15 Dollar pro Stunde. Amazon zahlt das sogar landesweit. Was ist los im Kernland des Kapitalismus?<br>\nEs war ein Fall von &ldquo;Du hast keine Chance, also nutze sie&rdquo;. Als im November 2012 rund hundert Besch&auml;ftigte von McDonald&rsquo;s, KFC und Burger King in New York eine Schicht lang streikten, stie&szlig; ihre Forderung auf ungl&auml;ubiges Staunen: ein Mindestlohn von 15 Dollar pro Stunde? Keine Chance, erkl&auml;rten selbst wohlmeinende Beobachter. Schlie&szlig;lich war der gesetzliche Niedrigstlohn in der Stadt, die nie schl&auml;ft, damals mit 7,25 Dollar nicht einmal halb so hoch.<br>\nSechs Jahre sp&auml;ter hat die Bewegung &ldquo;Fight for $15&rdquo; ihr Ziel erreicht: Seit 1. Januar m&uuml;ssen die Fast-Food-Ketten der Stadt ihren Mitarbeitern mindestens 15 Dollar pro Stunde zahlen, und auch die rund 25.000 Flughafenarbeiter profitieren von der Regelung.<br>\nNew York ist bei Weitem nicht der einzige Ort, an dem der Staat den sogenannten Working Poor beigesprungen ist: 19 Bundesstaaten und 21 St&auml;dte haben zu Jahresbeginn die Mindestverdienstgrenze erh&ouml;ht. In Amerika herrscht nun ein bunter Flickenteppich an Regeln. Denn die Vorgabe des US-Kongresses, der den Mindestlohn 2009 auf 7,25 Dollar festgelegt und seitdem nicht erh&ouml;ht hat, darf von den Bundesstaaten zwar nicht unter-, aber doch &uuml;berschritten werden. [&hellip;]<br>\nUnd es zeigte sich, dass auch im Kernland des Kapitalismus viele B&uuml;rger eine sch&uuml;tzende Hand des Staats m&ouml;chten. In zw&ouml;lf Bundesstaaten stimmten die W&auml;hler in den vergangenen Jahren daf&uuml;r, die Mindestl&ouml;hne zu erh&ouml;hen. Zum Beispiel auch in Arkansas und Missouri, wo der Kandidat der eher markttreuen Republikaner, Donald Trump, bei der Pr&auml;sidentschaftswahl 2016 solide gesiegt hatte. Auch bei den Zwischenwahlen vergangenes Jahr r&auml;umten die Konservativen in Arkansas ab. Einen Sieg aber fuhren die Demokraten am Wahltag immerhin ein: beim Votum &uuml;ber h&ouml;here Mindestl&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-in-den-usa-wenn-mcdonald-s-und-amazon-15-dollar-pro-stunde-zahlen-a-1246384.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ja, es tut sich etwas in den USA. Gerade die neuen Abgeordneten der Demokraten sind j&uuml;nger, weiblicher und linker. So fordert der neue Star der Demokraten, die New Yorker Abgeordnete Alexandria Ortega-Cortiz, einen Einkommensteuerh&ouml;chstsatz von <a href=\"https:\/\/jacobinmag.com\/2019\/01\/ocasio-cortez-taxes-rich-sweden\">70 Prozent<\/a> und wird gew&auml;hlt. Man stelle sich vor, jemand aus der deutschen Politik w&uuml;rde dies fordern, der Gegenwind in den &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; w&auml;re gewaltig. &Auml;hnlich die Situation beim Mindestlohn. Ein Mindestlohn von 15 Euro w&auml;re in Deutschland aktuell undenkbar, da niemand es wagen w&uuml;rde, dies zu fordern und politisch durchsetzen zu wollen. Das liegt leider auch daran, dass sich etwa viele Linke lieber mit Themen besch&auml;ftigen, die an der Lebensrealit&auml;t der meisten B&uuml;rger vorbei gehen, und dass sich die Gewerkschaften bzw. deren F&uuml;hrungsriegen lieber dar&uuml;ber den Kopf zerbrechen, wie der deutsche Exportwahnsinn weiter am Laufen gehalten werden kann. Was aber durchaus rational ist, da gerade die Industriegewerkschaften ihren gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;ckhalt in den exportorientierten Gro&szlig;unternehmen haben. Wobei in Deutschland die Festlegung des Mindestlohnes der sogenannten Mindestlohnkommission obliegt, dieser also anders als in den USA nicht durch ein Votum der B&uuml;rger oder des Parlaments bestimmt werden kann &ndash; ein Schelm wer B&ouml;ses dabei denkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Soli: Attac fordert Integration in Einkommensteuertarif<\/strong><br>\nAbschaffung k&auml;me nur Wohlhabenden und Reichen zugute<br>\nAttac lehnt die Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlages ab und fordert stattdessen, den sogenannten Soli in den Einkommenssteuertarif zu integrieren. Wenn die Gro&szlig;e Koalition behauptet, die Soli-Abschaffung k&auml;me den meisten B&uuml;rger*innen zugute, dann l&uuml;gt sie bewusst.<br>\n&ldquo;Egal ob schrittweise oder sofort: Von der Abschaffung des Soli w&uuml;rden nur die Wohlhabenden und Reichen profitieren. Die Behauptung der Bundesregierung, damit vor allem die unteren und mittleren Einkommen zu entlasten, ist nachgewiesen falsch&rdquo;, sagt Detlev von Larcher von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzm&auml;rkte und Steuern. &ldquo;Statt den Soli abzuschaffen, muss der Bund st&auml;rker die Kommunen unterst&uuml;tzen und dazu beitragen, die sozialen Sicherungssysteme zu finanzieren. Der Soli sollte in die Einkommensteuer eingegliedert werden, um die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch gr&ouml;&szlig;er zu machen.&rdquo;<br>\nW&auml;hrend die SPD den Solidarit&auml;tszuschlag wie im Koalitionsvertrag vereinbart abschmelzen will, dringt die die CDU derzeit darauf, ihn sofort ganz abzuschaffen. Aktuell hat die Bundesregierung f&uuml;r einen ersten Schritt zur Abschaffung des Soli zehn Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen angesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/soli-attac-fordert-integration-in-einkommensteuertarif\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Proteste: Widerstand gegen Macron geht weiter<\/strong><br>\nZu Beginn des Jahres sind wieder zehntausende Menschen der &bdquo;Gelbwesten-Bewegung&ldquo; gegen Emmanuel Macrons Reformen auf die Stra&szlig;e gegangen &ndash; teilweise gewaltsam. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident schafft es nicht, den Unmut der B&uuml;rger zu bes&auml;nftigen.<br>\nEs war vor allem die Verhaftung des Lastwagenfahrers Eric Drouet, einer zentralen Figur der &bdquo;Gelben Westen&ldquo;, die der Bewegung im Neuen Jahr wieder deutlich gr&ouml;&szlig;eren Zulauf bescherte. Wegen der &bdquo;Organisation einer nichtangemeldeten Demonstration&ldquo; hatte man ihn festgesetzt; nach einer Nacht wurde Eric Drouet wieder freigelassen und sofort zum M&auml;rtyrer stilisiert. Politische Wortf&uuml;hrer der radikalen Linken wie Rechten machten ihn zum Helden, im Netz und auf den Stra&szlig;en fragten viele &bdquo;Gelbe Westen&ldquo;, ob man jetzt noch friedlich bleiben k&ouml;nne.<br>\n&bdquo;Die Regierung hat sich daf&uuml;r entschieden, die Leute wieder dazu zu bringen, die Kreisverkehre zu besetzen &ndash; und die haben das gemacht, sie konnten gar nicht anders!&ldquo;<br>\n&bdquo;Das war nicht richtig von der Regierung. Seit sieben, acht Wochen geht das so &ndash; es fehlt jede Kommunikation! Damit gie&szlig;en sie nur &Ouml;l ins Feuer.&ldquo;<br>\n&bdquo;Es sind nicht die Gelbwesten, die sich radikalisieren, es ist die Regierung!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gelbwesten-proteste-widerstand-gegen-macron-geht-weiter.795.de.html?dram:article_id=437832\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Emmanuel Macron: Das Ende der Zugest&auml;ndnisse<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron und die Gelbwesten finden nicht zueinander. Die Wut auf beiden Seiten w&auml;chst, die Regierung reagiert mit zunehmender H&auml;rte. [&hellip;]<br>\nMonate nach ihrer Entstehung ist die Gelbwestenbewegung noch immer ohne Form und ohne F&uuml;hrung aber auch noch immer voller Wut. Macrons Zugest&auml;ndnisse, etwa, den Mindestlohn f&uuml;r viele Bezieher um mehr als 100 Euro monatlich anzuheben, verpuffen. Denn die Gelbwesten fordern nichts weniger als eine andere Gesellschaft. Eine vom Staat getragene F&uuml;rsorge, etwa mit Wohnungen f&uuml;r alle Obdachlosen, mit einer Verm&ouml;genssteuer, kleineren Schulklassen und einem besseren Schienennetz auf dem Land.<br>\nDas Problem des Pr&auml;sidenten: Er kann ihren Forderungen kaum nachkommen, ohne sein eigenes Programm zu verleugnen. Er ist ein Liberaler, der als erste Amtshandlung die Verm&ouml;genssteuer abgeschafft hat und der &uuml;berzeugt ist, geht es der Elite und den Arbeitgebern gut, ziehen sie automatisch den Rest der Bev&ouml;lkerung mit. Seine Devise: Er f&ouml;rdert den Ersten am Seil. Die Gelbwesten fordern aber eine Umverteilung von Reich nach Arm, von Oben nach Unten, vom Seil-Vordersten zu den letzten am Band. [&hellip;]<br>\nMacron und die Gelbwesten finden nicht zusammen. Der vom Erfolg lange verw&ouml;hnte ehemaliger Banker, der mit 38 Jahren an die Spitze Frankreichs gew&auml;hlt wurde, war auch im ersten Amtsjahr nicht beliebt, aber doch unangetastet. Bei seinem Sparkurs f&uuml;r die franz&ouml;sische Bahn, f&uuml;r Rentner und Familien hatte er die Proteste der Gewerkschaften erfolgreich abwehren k&ouml;nnen, die Bewegungen verpufften. Nun bringen w&uuml;tende Krankenschwestern, Rentner, Arbeitslose und Arbeiterinnen ihm jede Woche eine neue Regierungskrise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-01\/emmanuel-macron-gelbwesten-protest%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Zugest&auml;ndnisse&rdquo; klingt so, als h&auml;tte Macron Z&uuml;ckerlis an Menschen verteilt, die mehr als genug haben &ndash; dabei hat er nur zugesagt, einen Teil der Einschnitte f&uuml;r besonders von seinen K&uuml;rzungs-&ldquo;Reformen&rdquo; Betroffenen zur&uuml;ckzunehmen oder erst sp&auml;ter in Kraft zu setzen. Minimale Verz&ouml;gerungen auf einem Weg weiterer Brutalit&auml;t. Und wenn Macron als jemand beschrieben wird, der &ldquo;Elite und den Arbeitgebern [gibt], [damit] sie automatisch den Rest der Bev&ouml;lkerung mit[ziehen]&rdquo;, dann ist er genau wie beschrieben ein Vertreter der Pferde&auml;pfeltheorie, vulgo: ein knallharter Neoliberaler, ein Pr&auml;sident der Reichen, w&auml;hrend die Mehrheit genau das Gegenteil will: staatliche Daseinsvorsorge und Umverteilung von oben nach unten. Macron regiert also gegen die erkl&auml;rten Interessen einer &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit &ndash; was hat das mit Demokratie zu tun? Man kann den Franzosen &ndash; der Mehrheit, den Arbeitnehmern &ndash; nur w&uuml;nschen, dass sich Macron nicht so durchsetzen kann, wie er m&ouml;chte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn rechte Gewalt zur Normalit&auml;t wird<\/strong><br>\nSo ein Arsenal hat man einst beim NSU gefunden: Als das SEK der Polizei die Wohnung von Carsten M. im Main-Kinzig-Kreis in Hessen durchsuchte, fanden die Beamten mehrere Pistolen, Messer, Armbr&uuml;ste, sogenannte Polenb&ouml;ller, Schwarzpulver, mehrere Beh&auml;lter mit Stahlkugeln, kurz alles, womit sich rechte K&auml;mpfer gern bewaffnen. Dazu war die Wohnung auch noch entsprechend dekoriert: &ldquo;In nahezu jedem Raum&rdquo;, so notierten es die Polizisten, &ldquo;befanden sich Nazi-Devotionalien.&rdquo; Mal eine SS-Flagge, nur seitenverkehrt aufgeh&auml;ngt, mal Aufkleber der &ldquo;Division Braune W&ouml;lfe&rdquo;, einem gewaltbereiteten Zusammenschluss bundesweit aktiver Neonazis. Und auch ein laminiertes Schild wurde gefunden mit dem Aufruf: &ldquo;Volksgenosse, trittst Du ein, soll Dein Gru&szlig; &lsquo;Heil Hitler&rsquo; sein.&rdquo;<br>\nDie Polizei hatte die Wohnung von Carsten M., 40, durchsucht, weil er und seine Freundin Martina H. am 1. Mai 2017 am Rande der Mai-Demonstration in Halle (Saale) &ndash; in aller &Ouml;ffentlichkeit &ndash; mit einem Auto Jagd auf Menschen gemacht und sie mit Steinen beworfen hatten. Dabei wurden Gegendemonstranten verletzt, aber auch unbeteiligte Mitglieder einer Wandergruppe getroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rechtsextremismus-sachsen-anhalt-prozess-justiz-1.4280352\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Auf diesen Artikel weise ich hin, weil es Leser gibt, die meinen, die rechten Kr&auml;fte in Deutschland seien die einzigen, die von Gewalt bedroht sind. Dass dieser Eindruck falsch ist, sollte man eigentlich schon von den Morden des NSU gelernt haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Dagdelen im DLF: USA haben in Syrien M&ouml;rderbanden unterst&uuml;tzt<\/strong><br>\nEs sei ein Schritt in die richtige Richtung, dass die USA ihre Truppen aus Syrien zur&uuml;ckziehen wollten, so Dagdelen im DLF. Schlie&szlig;lich h&auml;tte der wissenschaftliche Dienst des Bundestags in diversen Gutachten festgestellt, dass die US-Pr&auml;senz in Syrien gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;e. Zudem sei es selbst laut kurdischen Politikern nicht zutreffend, dass die USA, die in Syrien auch &bdquo;islamistische M&ouml;rderbanden&ldquo; unterst&uuml;tzt h&auml;tten, eine Schutzmacht f&uuml;r die bedrohten Kurden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schauplatz-syrien-trumps-gefaehrliche-manoever.2011.de.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Diese Sendung im Deutschlandfunk war eine Syrien-Debatte der besseren Sorte. Das lag an der LINKEN-Politikerin Sevim Dagdelen: Die nahm es mit kompetentem Klartext mit drei Kontrahenten auf  &ndash; und r&uuml;ckte dabei unter anderem die Mythen zurecht, der Westen habe in Syrien vor allem den IS bek&auml;mpfen wollen oder Syriens Pr&auml;sident Assad habe keinerlei R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Seenotrettung: &bdquo;Im Moment ist es furchtbar im Mittelmeer&ldquo;<\/strong><br>\nSeit dem 22. Dezember f&auml;hrt die Sea Watch 3 mit 32 aus Seenot geretteten Fl&uuml;chtlingen vor der K&uuml;ste von Malta hin und her. Das Schiff darf ebenso wie die &ldquo;Professor Albrecht Penck&rdquo; nicht in Malta anlegen, bevor der Verbleib von weiteren 249 Schriffbr&uuml;chigen von den europ&auml;ischen Staaten gekl&auml;rt wurde. Die Nahrung auf den beiden Schiffen wird mittlerweile rationiert. Die Situation der Menschen an Bord wird als medizinischer Notfall betrachtet.<br>\nDie Kapit&auml;nin der Sea Watch 3 Pia Klemp berichtet im Interview &uuml;ber die Situation im Mittelmeer und die Kriminalisierung der Seenotrettung durch die EU. &bdquo;Alle staatlichen Schiffe, seien es K&uuml;stenw&auml;chter oder europ&auml;ische Milit&auml;rschiffe, haben ihre Positionen immer weiter in den Norden verlagert. Sie wollen nicht in die Situation kommen, Menschen aus der Seenot retten zu m&uuml;ssen. Die Handelsschifffahrt umgeht diese Route schon seit L&auml;ngerem, vor allem nachdem die EU das Retten von Fl&uuml;chtlingen und Migranten kriminalisierte. Wir h&ouml;ren vermehrt von F&auml;llen, in denen Handelsschiffe absichtlich einen gro&szlig;en Bogen um Boote fahren, selbst wenn diese offensichtlich in Seenot sind, um danach keinen Stress in europ&auml;ischen H&auml;fen zu bekommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2019\/01\/09\/interview-sie-wollen-nicht-in-die-situation-kommen-menschen-aus-der-seenot-retten-zu-muessen\/\">Zebrablogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Cyber-Abwehrzentrum plus&ldquo; ist purer Aktionismus<\/strong><br>\n&bdquo;Ich begr&uuml;&szlig;e ausdr&uuml;cklich, dass das Aussp&auml;hen von Daten bei Politikern, Prominenten und Journalisten durch die Polizeibeh&ouml;rden nun offenkundig rasch aufgekl&auml;rt wird. Ob es sich tats&auml;chlich &sbquo;nur&rsquo; um einen Einzelt&auml;ter handelt, werden die weiteren Ermittlungen zeigen&ldquo;, erkl&auml;rt Dr. Andr&eacute; Hahn, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE und Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums f&uuml;r die Geheimdienste. Er f&auml;hrt fort:<br>\n&bdquo;Wenn Horst Seehofer als Konsequenz aber ein &sbquo;Cyber-Abwehrzentrum plus&lsquo; fordert, zeigt das, wie wenig der Innenminister von digitaler Sicherheit als einem Grundrecht versteht. Es ist geradezu unsinnig, weiter digital aufzur&uuml;sten und die Geheimdienste und Sicherheitsbeh&ouml;rden mit immer neuen operativen F&auml;higkeiten zu begl&uuml;cken, wenn es um die private Datensicherheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger geht. Sie sind es, und nicht allein Politiker und Prominente, die in der Mehrzahl von der digitalen Beeinflussung ihres Kaufverhaltens bis hin zu Einsch&uuml;chterung und psychischer Gewalt in Form des Sammelns und Ver&ouml;ffentlichens pers&ouml;nlicher Daten im Internet betroffen sind. Sie sind k&uuml;nftig besser zu sch&uuml;tzen, indem die Ressourcen f&uuml;r digitale Sicherheit genutzt werden und hin zu Sensibilisierungskampagnen, sicherer elektronischer Identifizierung, Ende-zu-Ende-Verschl&uuml;sselung und &sbquo;Security by Design&lsquo; (sichere Grundeinstellungen bei Endger&auml;ten wie Computer, Handys usw.) gelenkt werden.<br>\nKritikw&uuml;rdig bleibt der Umstand, dass die meisten der betroffenen Abgeordneten erst aus den Medien und nicht von den zust&auml;ndigen Sicherheitsbeh&ouml;rden von der Datenaussp&auml;hung erfahren haben. Erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig bleibt zudem das v&ouml;llige Abtauchen des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz in der Aussp&auml;haff&auml;re. Schlie&szlig;lich ist das BfV mindestens auch f&uuml;r den pr&auml;ventiven Schutz von Verfassungsorganen zust&auml;ndig, und gerade dort wurden in den letzten Jahren zuhauf zus&auml;tzliche Cyberstellen geschaffen. Hier wird Herr Seehofer noch einige Fragen zu beantworten haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/cyber-abwehrzentrum-plus-ist-purer-aktionismus\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zumutbarkeitslimbo mit der Bahn<\/strong><br>\nDer DB-Konzern ist ein Musterunternehmen unserer &ouml;konomisch verordneten Effizienz-Mangelbetriebswirtschaft<br>\nSeit nunmehr 24 Jahren ist in Bad Orb kein Zug mehr versp&auml;tet angekommen &ndash; und ebenso wenig versp&auml;tet abgefahren. Nun ja, wenn man ganz genau sein will, muss man schon konkretisieren: Denn seit 24 Jahren ist kein Personen- oder G&uuml;terzug mehr in Bad Orb gesichtet worden. 1995 wurde die Bahnstrecke aufgegeben. Seit 2001 f&auml;hrt dort nur noch eine touristische Schmalspurbahn, der Bahnhof der fast 10.000 Einwohner umfassenden hessischen Stadt, beherbergt heute ein Restaurant. Vielen Orten in Deutschland erging es &auml;hnlich. Seit 1994 hat die Deutsche Bahn 5.400 Kilometer Gleise, das sind an die 16 Prozent des gesamten Streckennetzes, stillgelegt oder abgebaut.<br>\nIn der Mehrzahl fielen Strecken f&uuml;r den G&uuml;terverkehr unter den Sparfimmel der DB. Der G&uuml;terverkehr teilt sich heute das dezimierte Schienennetz mit dem Personenverkehr. Auf der Schiene wurde es eng in den letzten Jahren, die Gleise sind zudem teilweise marode. Fahrpl&auml;ne werden indes so ausgearbeitet, dass darin die fehlenden Instandsetzungen eingepflegt werden &ndash; das ist &uuml;berall da sp&uuml;rbar, wo Regionalz&uuml;ge, ICs und ICEs runterbremsen, um sch&ouml;n vorsichtig und betulich &uuml;ber die nicht mehr ganz sicheren Verkehrswege zu schleichen. Mancher &Uuml;berholvorgang f&uuml;r Schnellz&uuml;ge ist fahrplanm&auml;&szlig;ig geregelt, sodass Regionalz&uuml;ge so gut wie t&auml;glich l&auml;nger f&uuml;r eine Fahrt brauchen als sie eigentlich m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1109584.deutsche-bahn-zumutbarkeitslimbo-mit-der-bahn.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Diesel-Klagen: Lauter r&auml;tselhafte Einigungen<\/strong><br>\nEin h&ouml;chstrichterliches Urteil zu m&ouml;glichen Anspr&uuml;chen im Diesel-Abgasskandal gibt es noch nicht. Bislang hat VW Einzelvergleiche geschlossen und so Grundsatzurteile verhindert. Dabei w&auml;re dies wichtig.<br>\nGut drei Jahre nach dem Auffliegen des VW-Abgasskandals sollte diese Woche zum ersten Mal der Bundesgerichtshof &uuml;ber eine der zahlreichen Klagen von Dieselfahrern verhandeln. Doch dazu kam es nicht: Zwei Wochen vor Weihnachten wurde der Termin abgesagt. Der Kl&auml;ger hatte seine Revision zur&uuml;ckgenommen. Der Grund daf&uuml;r: eine au&szlig;ergerichtliche Einigung. &Uuml;ber den Inhalt dieser Vereinbarung wird geschwiegen.<br>\nEine solche kurzfristige Einigung ist in den Dieself&auml;llen keine Ausnahme. Allein vor den Oberlandesgerichten in Stuttgart und Karlsruhe sind insgesamt um die 1000 Dieself&auml;lle eingegangen. In Stuttgart konnten die Richter davon bisher erst in zwei F&auml;llen entscheiden. In Karlsruhe wurden rund 250 Berufungen zur&uuml;ckgenommen.<br>\n&ldquo;In vielen F&auml;llen wird mitgeteilt, dass eine au&szlig;ergerichtliche Einigung stattgefunden hat&rdquo;, sagt die Sprecherin des Oberlandesgerichts Karlsruhe, Julia K&uuml;rz. &ldquo;Diese au&szlig;ergerichtliche Einigung wird uns allerdings nicht offengelegt, so dass wir also keine Kenntnis vom Inhalt dieser Einigungen haben. Wir gehen davon aus, dass das in allen F&auml;llen Hintergrund der Berufungsr&uuml;cknahme ist.&rdquo;<br>\nVor den Zivilgerichten darf ein Kl&auml;ger das machen. Die Prozessparteien bestimmen selbst, wie es weitergeht &ndash; nicht das Gericht. Es liegt in ihrer Hand, das Verfahren fortzuf&uuml;hren oder nicht. Wer Klage erhebt, darf diese also auch zur&uuml;cknehmen. F&uuml;r die Dieselfahrer ist eine solche Einigung oft der schnellste und sicherste Weg, um entsch&auml;digt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/vw-diesel-klagen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland einig Autoland<\/strong><br>\nVorabdruck. Die Kraftfahrzeugproduktion ist die Leitindustrie in der Bundesrepublik. Zu dem Eigentums- und Machtverh&auml;ltnissen bei Daimler, BMW und VW [&hellip;]<br>\nDaimler und BMW waren stets in Privateigentum, VW bis 1960 in Staatseigentum. Die Eigent&uuml;merstruktur der drei spiegelt die generelle Zusammensetzung der herrschenden Klasse der Bundesrepublik Deutschland, das Mit- und Nebeneinander von gro&szlig;en Privateigent&uuml;mern, privaten Managern und staatlichen Beauftragten. Bei BMW und VW erwarben im Lauf der Zeit &raquo;Unternehmerdynastien&laquo; kontrollierende Mehrheiten in den Muttergesellschaften. An VW ist der Staat, vertreten durch das Land Niedersachsen, weiterhin beteiligt, hier gelten besondere Mitbestimmungsrechte. Bei Daimler war &uuml;ber l&auml;ngere Zeiten die Deutsche Bank Gro&szlig;aktion&auml;r, heute &uuml;berwiegt der Streubesitz. Die Entwicklung der Eigentums- und Kontrollverh&auml;ltnisse bei Daimler, BMW, VW soll hier n&auml;her betrachtet werden. (&hellip;)<br>\nIn der Weltwirtschafts- und Finanzkrise federte der Staat 2009 die &Uuml;berproduktion der Autoindustrie mit Abwrackpr&auml;mien und durch Erleichterung von Kurzarbeit ab. Nach Auffliegen des Abgasbetrugs 2015 sperrten sich die Konzerne gegen Hardwarenachr&uuml;stungen. Eine staatliche Dieselabwrackpr&auml;mie f&uuml;r Neufahrzeuge bekamen sie diesmal nicht. Trotzdem gilt: Ob es um die Verz&ouml;gerung einer Produktionsquote f&uuml;r Elektroautos in China geht, um Verhandlungen in der EU &uuml;ber die Begrenzung des CO2-Aussto&szlig;es oder um das Umgehen von Gerichtsurteilen f&uuml;r Fahrverbote &ndash; in der Regel engagiert sich der Staat so, dass die Schonung der Profite der Autokonzerne Vorrang vor den gesundheitlichen Bed&uuml;rfnissen und dem Geldbeutel der B&uuml;rger hat. K&uuml;rzlich stellte die Regierung sogar den Plan einer (zuvor lauthals geforderten) sogenannten Digitalsteuer zur&uuml;ck, aus Furcht, Donald Trump k&ouml;nne sich mit h&ouml;heren Steuern auf Autoexporte r&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346899.kapitalismus-in-deutschland-deutschland-einig-autoland.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Untersuchung zur Studienfinanzierung: Baf&ouml;g reicht immer weniger zum Leben<\/strong><br>\nEin Studentenzimmer f&uuml;r 325 Euro warm? Lehrb&uuml;cher, Fahrtkosten und Lebensmittel f&uuml;r h&ouml;chstens 420 Euro im Monat? Die Baf&ouml;g-S&auml;tze sind realit&auml;tsfern, sogar noch nach der geplanten Erh&ouml;hung. Das zeigt eine neue Studie.<br>\nWeder die aktuellen Baf&ouml;g-S&auml;tze noch die f&uuml;r 2019 geplanten h&ouml;heren F&ouml;rdersummen reichen aus, um die durchschnittlichen Studienkosten zu decken. Das zeigt eine Studie des Berliner Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie, die am Dienstag ver&ouml;ffentlicht wurde. (Die Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.)<br>\nDie Differenz zwischen den Baf&ouml;g-Zahlungen und den realen Kosten ist teilweise so gro&szlig;, &ldquo;dass das Baf&ouml;g seinen Zweck nur noch begrenzt erf&uuml;llt&rdquo;, sagt Dieter Dohmen, Direktor des Forschungsinstituts. Daran &auml;ndere auch die f&uuml;r Herbst 2019 geplante Reform nichts.<br>\n&ldquo;Zwar ist die Erh&ouml;hung der Mietpauschale von 250 auf 325 Euro betr&auml;chtlich&rdquo;, sagt Dohmen, &ldquo;allerdings k&ouml;nnen viele Studierende damit die zuletzt stark gestiegenen Mieten trotzdem nicht vollst&auml;ndig finanzieren.&rdquo; Auch die angek&uuml;ndigte Erh&ouml;hung des Baf&ouml;g-Grundbedarfs von 399 auf 420 Euro gehe an der Realit&auml;t vorbei und bleibe hinter der Preisentwicklung seit der vorigen Anhebung im Herbst 2016 zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nDurch die Steigerungen &ldquo;liegen die Lebenshaltungskosten auch bei einkommensschwachen Studierenden fast immer &uuml;ber den F&ouml;rderungsh&ouml;chsts&auml;tzen des Baf&ouml;g&rdquo;, stellen die Autoren der Studie fest. [&hellip;]<br>\nGr&ouml;&szlig;ter Kostentreiber sind demnach die Mieten mit einem Anstieg um 53 Prozent von 235 auf 360 Euro. Als &ldquo;besonders dramatisch&rdquo; bezeichnen es die Autoren der Studie, dass viele Studenten gleichzeitig die Ausgaben f&uuml;r Ern&auml;hrung, Freizeit, Kleidung und Lernmittel zur&uuml;ckschrauben &ndash; hier sehen sie offenbar noch Sparpotenzial.<br>\nW&auml;hrend die Grundsicherung von Ern&auml;hrungskosten in H&ouml;he von 145 Euro ausgeht, geben Studenten hierf&uuml;r tats&auml;chlich oft weniger als 120 Euro aus. Manche der Befragten haben dabei auch deutlich weniger als die durchschnittlichen 800 Euro zur Verf&uuml;gung. Sie h&auml;tten teilweise gerade einmal 80 Euro im Monat f&uuml;r Lebensmittel, so Dieter Dohmen: &ldquo;Diese Ausgaben f&uuml;r Ern&auml;hrung sind oft so niedrig, dass sie unterhalb des physiologischen Existenzminimums liegen d&uuml;rften.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/uni\/studienfinanzierung-bafoeg-auch-nach-erhoehung-viel-zu-niedrig-a-1246971.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Ausgaben f&uuml;r Ern&auml;hrung liegen (mit nur 80!!! Euro im Monat) unterhalb des physiologischen Existenzminimums? Armselig. Und damit typisch f&uuml;r die Bildungsrepublik auf Sparflamme von Angela Merkel. Und eine Schande f&uuml;r die Bundestagsabgeordneten, die solche Spargesetze beschlie&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Auf die Couch, Herr Spahn! Reform der Psychotherapie-Ausbildung<\/strong><br>\nGesundheitsminister Jens Spahn will einen eigenst&auml;ndigen Studiengang f&uuml;r angehende Psychotherapeuten einf&uuml;hren. Davon br&auml;uchte es nach Expertenmeinung Tausende mehr in Deutschland. Die Pl&auml;ne bedeuteten das genaue Gegenteil, warnt Rechtsanwalt Wilhelm Achelp&ouml;hler im Gespr&auml;ch mit Studis Online. &bdquo;Die Regierung setze auf Verknappung&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDie Studienpl&auml;tze f&uuml;r den neuen Studiengang werden zu Lasten der klassischen Psychologie gehen. Und je weniger Psychotherapeuten es gibt, desto g&uuml;nstiger wird es unter dem Strich f&uuml;r die Krankenkassen. Mit der gleichen Argumentation hat die Politik ja auch jahrelang die Medizinstudienpl&auml;tze verknappt. Weniger Krankenkassenkosten bedeuten geringere Lohnnebenkosten und damit eine Verbilligung der Arbeitskraft. Und billig muss die Arbeitskraft nach der herrschenden Lehre sein. Ein gewisses Ma&szlig; an Unterversorgung ist quasi Bedingung f&uuml;r die Konkurrenzf&auml;higkeit des Wirtschaftsstandorts. An so einem System kann man schon irrewerden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-2156-psychotherapie-ausbildung.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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