{"id":48391,"date":"2019-01-13T09:00:31","date_gmt":"2019-01-13T08:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391"},"modified":"2019-01-11T15:24:07","modified_gmt":"2019-01-11T14:24:07","slug":"hinweise-der-woche-93","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h01\">Integrity Iniative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h02\">Hackerangriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h03\">Der gr&ouml;&szlig;te Steuerraub aller Zeiten muss endlich Konsequenzen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h04\">Der 55-Milliarden-Coup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h05\">Syrische Provinz Idlib: Die Dschihadisten erobern, die T&uuml;rkei schaut zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h06\">USA br&uuml;skieren EU: Diplomatischer Rang der EU-Vertretung herabgestuft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h07\">Die abgeh&auml;ngte Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h08\">Ein verlorenes Jahrzehnt f&uuml;r die Arbeitnehmer der Industriel&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h09\">Hartz IV: &raquo;Sanktionen als verfassungswidrig gei&szlig;eln&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48391#h10\">Doch keine Erfolgsgeschichte: Das Scheitern des Liberalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Integrity Iniative<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Damaging Ties: Why Germany is the Integrity Initiative&rsquo;s &lsquo;Most Important Target&lsquo;<\/strong><br>\nOn the afternoon of January 4 I was putting the finishing touches to a series of articles about the Integrity Initiative&rsquo;s activities in Germany, when hacking syndicate Anonymous released another tranche of files plucked from the organization&rsquo;s internal servers. The content was so explosive I was forced to put the multi-part project on hold.<br>\nThe new trove included several highly incriminating files related to the poisoning of Sergei Skripal in March 2018, which raised a number of extremely serious questions about the shadowy British state and NATO-funded &lsquo;think tank&rsquo; and its connections with the affair.<br>\nA few hours after publishing an article based on a precursory investigation of the documents, I received a curious email from political scientist Hannes Adomeit &mdash; the subject line &lsquo;Criminal Charges against Kit Klarenberg&rsquo; &mdash; which made me somewhat glad I&rsquo;d postponed my German series.<br>\nFor several days, I&rsquo;d been attempting to reach out to him and other individuals &mdash; prominent German politicians, businesspeople, military officials, academics and journalists &mdash; named in an &lsquo;interim report&rsquo; on the German cluster. It appeared Adomeit led the cluster, and had produced the write up for his Initiative paymasters in October 2018. [&hellip;]<br>\nGermany is perhaps the key country of interest for the organization in this regard, and an internal &lsquo;progress report on establishing national clusters&rsquo; produced July 2018 &mdash; a month after its German cluster was founded, following a two-day meeting in London between Institute\/Initiative representatives and Adomeit &mdash; makes clear why. The document&rsquo;s author states that due to the country&rsquo;s &ldquo;special vulnerability to Russian influence&rdquo;, it&rsquo;s a &ldquo;very hard as well as most important target&rdquo;.<br>\nIn the aforementioned October 2018 &lsquo;interim report&rsquo; on the German cluster, in a section titled &lsquo;Specifically German Conditions&rsquo;, Adomeit further elaborates on the significance of Germany to the Initiative, and why it&rsquo;s such a tough &mdash; and crucial &mdash; nut for the organization to crack.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sputniknews.com\/europe\/201901071071265270-integrity-initiative-germany-criminal\/\">Kit Klarenberg auf Sputniknews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Artikel ist eine sehr gute Erg&auml;nzung zu unserem Artikel zum Thema. Die juristische Argumentation von Hannes Adomeit ist schon sehr dreist. Folgt man seiner Logik, m&uuml;ssten s&auml;mtliche investigativ arbeitenden Medien, die mit Dokumenten arbeiten, die aus einem Leak stammen, sich wegen des &bdquo;Aussp&auml;hens von Daten&ldquo; juristisch verantworten &ndash; zwischen Journalisten und Hackern g&auml;be es dann keinen Unterschied mehr. Die Artikel zu den Panama Papers, Football Leaks, Offshore Leaks und Luxemburg-Leaks sowie die Berichterstattung zu den Toll-Collect-Vertr&auml;gen oder den ACTA- und TTIP-Verhandlungen w&auml;ren demnach bei Androhung von Gef&auml;ngnis verboten. Das ist schon ein sehr eigenwilliges Rechtsverst&auml;ndnis von den Stimmen, die sich immer wieder &uuml;ber die Pressefreiheit in Russland so gro&szlig;e Sorgen machen. Der Artikel von Kit Klarenberg geht jedoch weit &uuml;ber diesen Punkt hinaus. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Integrity Initiative&ldquo; &ndash; Kopf der deutsche Zelle meldet sich zu Wort<\/strong><br>\nAuch an Tag F&uuml;nf nach den Leaks zum britischen antirussischen Geheimprogramm &bdquo;Integrity Initiative&ldquo; herrscht in den deutschen Leitmedien dazu Schweigen im Walde. Dabei wird gerade eine Deutsche Zelle mit namhaften Journalisten aufgebaut. Eine davon hat sich nun ge&auml;u&szlig;ert. Und auch der Kopf der Zelle hat sich zu einer Reaktion hinrei&szlig;en lassen.<br>\nDer Politologe Hannes Adomeit ist Kopf der deutschen Zelle des britischen Thinktank-Programms &bdquo;Integrity Initiative&ldquo;, dessen Aufgabe es sein soll, antirussische Kr&auml;fte in Medien und Expertenkreisen zu b&uuml;ndeln. Die Hackergruppe Anonymous hatte am 4.Januar einen Scan von Geheimdokumenten des britischen Datenprojekts &bdquo;Integrity Initiative&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, aus dem hervorgeht, dass im EU-Raum eine eigene Einheit f&uuml;r Desinformation t&auml;tig ist. Es handelt sich bei dem Leak um mehrere Dutzend Dokumente zur T&auml;tigkeit dieser Geheiminitiative in Gro&szlig;britannien und vielen anderen L&auml;ndern. Sp&auml;ter wurde auch ein Zwischenbericht zur Bildung einer Deutschen Zelle (&bdquo;German Cluster&ldquo;) der Initiative geleakt, der im deutschsprachigen Raum erstmals am 7. Januar von der Website &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; analysiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190109323534630-deutschland-informationskrieg-gegen-russland\/\">Sputniknews<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues von der britischen Beeinflussungskampagne des omin&ouml;sen Institute of Statecraft<\/strong><br>\nNeue Dokumente zeigen, wie der Skripal-Fall ausgeschlachtet wurde und welche Strategien und Narrative unterst&uuml;tzt werden<br>\n&Uuml;ber die bis zum ersten Leak im Verborgenen agierende britische Beeinflussungskampagne gegen Russland hatte Telepolis schon Ende November 2018 berichtet (Integrity Initiative: Britische Beeinflussungskampagne gegen Russland?). Das britische Au&szlig;enministerium finanziert mit anderen Geldgebern wie der Nato, dem US-Au&szlig;enministerium oder dem litauischen Verteidigungsministerium &uuml;ber das Institute of Statecraft die 2015 gegr&uuml;ndete Integrity Initiative, um die Demokratie gegen russische Desinformation zu verteidigen. Sie versucht nach geleakten Dokumenten, die bislang in ihrer Authentizit&auml;t nicht bestritten wurden, in vielen L&auml;ndern &ldquo;Zellen&rdquo; mit einflussreichen Personen aufzubauen, um eine transatlantische, anti-russische Agenda in Medien und &Ouml;ffentlichkeit durchzusetzen. Ansonsten werden Veranstaltungen durchgef&uuml;hrt, Artikel verbreitet und auf Twitter Stimmung gemacht.<br>\nDazu wurde auch in den sozialen Netzwerken versucht, Jeremy Corbyn und seine Anh&auml;nger in einer Desinformationskampagne als Handlager Russlands zu bezeichnen, was zumindest in Gro&szlig;britannien auch im Parlament f&uuml;r &Auml;rger gesorgt hat (Infowar oder Absurdistan: Britisches Au&szlig;enministerium im Strudel der Desinformation). Deutlich wurde auch, dass letztes Jahr eine Kampagne gegen den nicht ganz Nato-linientreuen Milit&auml;r Pedro Banos durchgef&uuml;hrt wurde, um zu verhindern, dass dieser zum Chef der Direcci&oacute;n de Seguridad Nacional de Espa&ntilde;a ernannt wird. Das war von Erfolg gekr&ouml;nt. Der spanische Regierungschef Pedro S&aacute;nchez setzte stattdessen den General Miguel &Aacute;ngel Ballesteros auf den Posten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neues-von-der-britischen-Beeinflussungskampagne-des-ominoesen-Institute-of-Statecraft-4266174.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hackerangriff<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Oh G0d, wie peinlich: So verrannte sich Bild-Chef Julian Reichelt beim Hacker-Angriff mit seiner Russen-Theorie<\/strong><br>\nKaum ein Medium lag mit der Berichterstattung zum Hackerangriff auf Politiker und Prominente so daneben wie die Bild. Chefredakteur Julian Reichelt hatte nur Stunden vor Pr&auml;sentation des gest&auml;ndigen Einzelt&auml;ters im Podcast von Gabor Steingart &ldquo;staatliche Unterst&uuml;tzung&rdquo; und &ldquo;eine gr&ouml;&szlig;ere Struktur&rdquo; hinter der Aktion ausgemacht. Am Ende pr&auml;sentierten die Beh&ouml;rden als Hacker &ldquo;G0d&rdquo; ein &ldquo;armes W&uuml;rstchen&rdquo; &ndash; einen Sch&uuml;ler, der noch bei den Eltern wohnt.<br>\nNoch Montagabend w&auml;hnte er sich auf der richtigen Spur: Im Morning-Briefing von Gabor Steingart &auml;u&szlig;erte sich Bild-Chef Julian Reichelt zum Hackerangriff und m&ouml;glichen Hinterm&auml;nnern. Der Bild-Macher, Steingart in seinem Newsletter, sitze &ldquo;mit einer Truppe hochspezialisierter Investigativreporter auf dem riesigen Datenschatz der Hacker, der nun nach allen Regeln der Kunst gesichtet und analysiert wird&rdquo;. Die bisherigen Erkenntnisse der Bild-Rechercheure lie&szlig;en demnach folgende Schlussfolgerungen zu: &ldquo;Das waren nicht ein oder zwei Jungs, die bei Pizza und Cola light im Keller gesessen haben&rdquo;, so Reichelt gegen&uuml;ber Steingart. &ldquo;Das muss eine gr&ouml;&szlig;ere Struktur gewesen sein.&rdquo; Das Wahrscheinlichste sei, dass es &ldquo;zumindest staatliche Unterst&uuml;tzung &ndash; von welcher Seite auch immer &ndash; f&uuml;r diesen Hack gab&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/01\/08\/oh-g0d-wie-peinlich-so-verrannte-sich-bild-chef-julian-reichelt-beim-hacker-angriff-mit-seiner-russen-theorie\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><strong>Sechs Mythen &uuml;ber den &ldquo;Hackerangriff&rdquo;<\/strong><br>\nPrivate Daten Hunderter Politiker, Prominenter und Webstars stehen im Netz: Der Donnerstagabend bekannt gewordene Daten-Leak sorgt weiter f&uuml;r Wirbel. Doch nicht alles, was man dazu h&ouml;rt, ergibt Sinn.<br>\n&ldquo;Mega-Cyber-Angriff&rdquo;, &ldquo;Mega-Hack&rdquo;, &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Hackerangriff Deutschlands&rdquo;: Viele Medien &uuml;berbieten sich mit aufregenden Formulierungen rund um den Daten-Leak, der vor allem Politiker sowie Fernseh- und YouTube-Stars betrifft. Was die mediale Resonanz angeht, ist der Vorfall f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse einzigartig, zum eigentlichen Geschehen jedoch passen solche &Uuml;berh&ouml;hungen nur bedingt: [&hellip;]<br>\nMythos 1: Es handelt sich um einen besonders spektakul&auml;ren Hackerangriff. [&hellip;]<br>\nMythos 2: Es sind so viele Daten erbeutet worden &ndash; der oder die T&auml;ter m&uuml;ssen doch Profi-Hacker sein. [&hellip;]<br>\nMythos 3: So schlimm ist Doxing f&uuml;r die Betroffenen ja auch nicht. [&hellip;]<br>\nMythos 4: &ldquo;Das BSI h&auml;tte&hellip;&rdquo; [&hellip;]<br>\nMythos 5: F&uuml;r genau solche F&auml;lle fehlt das Recht zum digitalen Gegenschlag. [&hellip;]<br>\nMythos 6: Die Sicherheitsbeh&ouml;rden werden daran scheitern, den T&auml;ter zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/datenleak-von-0rbit-sechs-mythen-ueber-den-hackerangriff-a-1246714.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Darstellung von SPON ist l&ouml;blich und empfehlenswert. Zu erg&auml;nzen w&auml;re jedoch noch Mythos 7: &bdquo;Alle gro&szlig;en Hacks werden von staatlichen Akteuren aus Russland und China begangen&ldquo; &hellip; genau dies wurde n&auml;mlich am Freitag in einigen Medien wie der BILD-Zeitung schon wieder bar jeder Indizien kolportiert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der gr&ouml;&szlig;te Steuerraub aller Zeiten muss endlich Konsequenzen haben<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen den Investigativ-Journalisten Oliver Schr&ouml;m. Es geht um den Strafvorwurf der Anstiftung zur Verletzung des Gesch&auml;ftsgeheimnisses von Schweizer Banken. Schr&ouml;m soll bei Recherchen zu Cum-Ex- und Cum-Cum-Gesch&auml;ften, also grob illegaler, ja strafbarer Aktiendeals, gegen Paragraf 17 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb versto&szlig;en haben. Bei diesen Gesch&auml;ften wurden viele Jahre lang Steuern an den deutschen Fiskus einmal gezahlt, aber zwei oder noch mehrmals r&uuml;ckerstattet.<br>\nUntersuchungen deutscher Finanzbeh&ouml;rden und Staatsanw&auml;lte laufen inzwischen bundesweit gegen kriminelle Dealer und Gro&szlig;banken wie die Deutsche Bank. Der Gesamtschaden aus diesen Verbrechen zu Lasten der deutschen Steuerzahler wird inzwischen auf mehr als 50 Milliarden Euro gesch&auml;tzt, der gr&ouml;&szlig;te Steuerraub aller Zeiten.<br>\nStatt den Journalisten Schr&ouml;m f&uuml;r seine Recherchearbeit und Verdienste um die Aufkl&auml;rung der Cum-Ex-Gesch&auml;fte zu loben und &ouml;ffentlich zu preisen, wird er wie ein Verbrecher verfolgt. Die Pressefreiheit droht dabei auf der Strecke zu bleiben. (&hellip;)<br>\nGerade in der Woche, in der Schr&ouml;m von dem Strafverfahren gegen sich erfahren hat, diskutierte der Bundestag ein Gesetz zur Strafbarkeit des Verrats von Gesch&auml;ftsgeheimnissen. Dieser wird generell unter Strafe gestellt. Anlass ist die Umsetzung einer EU-Richtlinie vom Juni 2016 &uuml;ber den Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen.<br>\nAnders als in dem deutschen Gesetzentwurf steht in der EU-Richtlinie, dass die Aus&uuml;bung des Rechts auf Freiheit der Meinungs&auml;u&szlig;erung und der Medien nicht eingeschr&auml;nkt werden darf, insbesondere was den investigativen Journalismus anbelangt. Der Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen sollte nicht f&uuml;r deren Offenlegung gelten, insoweit diese dem &ouml;ffentlichen Interesse dient, also ein Fehlverhalten oder eine illegale T&auml;tigkeit von unmittelbarer Relevanz aufgedeckt wird.<br>\nIm Gesetzentwurf fehlen solche Einschr&auml;nkungen der Strafbarkeit. Journalisten haben in Deutschland zwar das gesetzlich verbriefte Recht, die Aussage vor Gericht &uuml;ber ihre Informanten und selbst erarbeitetes Journalistenmaterial zu verweigern, aber keinen ausdr&uuml;cklichen Schutz vor Strafverfolgung ihrer journalistischen Arbeit. Eine solche Konkretisierung des Grundrechts aus Artikel 5 des Grundgesetzes gibt es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_85022374\/stroebele-der-groesste-steuerraub-aller-zeiten-muss-endlich-konsequenzen-haben.html\">Hans-Christian Str&ouml;bele in T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der 55-Milliarden-Coup<\/strong><br>\nDies ist eine Geschichte von zwei Steuerbeamten. Einem, der dem Schweizer Staat treu blieb. Und einem, der dem deutschen Staat den Krieg erkl&auml;rte.<br>\nEs ist die Geschichte des vielleicht genialsten Wirtschaftsverbrechens des 21. Jahrhunderts. Hunderte Banken, Investoren, Beratern betrieben es &ndash; eine kleine, &uuml;ber den halben Planeten verbreitete Industrie.<br>\nTrotzdem geb&uuml;hrt unseren beiden Steuerbeamten eine Hauptrolle: Der eine half, die Schweizer Bundeskasse zu sch&uuml;tzen. Der andere brachte seinen Kunden bei, wie man Finanz&auml;mtern Steuergeld so wegnimmt, dass es keiner merkt.<br>\nDer erste lebt in Bern. Er ist klein und h&ouml;flich und f&auml;hrt jeden Morgen mit dem Tram zur Arbeit, zu seinem schlichten B&uuml;ro in der Eidgen&ouml;ssischen Steuerverwaltung in der Eigerstrasse 65. Seine Eltern haben ihm drei Dinge mit auf den Weg gegeben: Sei ehrlich, sei aufrichtig, sei bescheiden. Er ist jetzt Mitte vierzig, aber daran h&auml;lt er sich bis heute.<br>\nDer zweite ist gross und laut und 2012 in die Schweiz geflohen. Sein Name: Hanno Berger. Eine Schar deutscher Ermittler arbeitet daran, ihn f&uuml;r lange Zeit hinter Gitter zu bringen. Hanno Berger h&auml;lt rein gar nichts von Journalisten, empfing die Republik aber trotzdem an zwei Tagen bei sich daheim. Er war mal Finanzbeamter, schwang sich empor zum K&ouml;nig der Steueroptimierer und fiel; so tief, wie man nur fallen kann. Nun hat er sich, reich und verbittert, im Oberengadin verschanzt und f&uuml;hrt von dort seine Wutreden gegen den deutschen &laquo;Unrechtsstaat&raquo;.<br>\nDenn: Es war ja alles rechtens. Denn: Es gab ja diese Gesetzesl&uuml;cke. Diese Idee, die in der Geschichte des Steuerwesens an Dreistigkeit nur schwer zu &uuml;bertreffen ist: die Steuerverwaltung neu zu sehen, nicht als &Auml;rgernis, sondern als Einnahmequelle.<br>\nDer Name dieser Idee klang wie eine exotische Sexualpraktik: Cum-Ex. Sie war eine der wertvollsten Ideen der Welt: Sie brachte ihren Kennern Milliarden ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/10\/18\/cum-ex-files\">Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Syrische Provinz Idlib: Die Dschihadisten erobern, die T&uuml;rkei schaut zu<\/strong><br>\nIn Nordsyrien r&uuml;ckt die Terrormiliz HTS vor, ein fatales Signal. Die Offensive zeigt: Entweder ist die T&uuml;rkei nicht in der Lage, die Macht der Dschihadisten zu brechen &ndash; oder nicht willens.<br>\n&ldquo;Trump hat Recht in Sachen Syrien. Die T&uuml;rkei kriegt das hin&rdquo;: So hat Recep Tayyip Erdogan einen Gastbeitrag in der &ldquo;New York Times&rdquo; &uuml;berschrieben, in dem er daf&uuml;r wirbt, dass sein Land nach dem beschlossenen R&uuml;ckzug der US-Truppen die Ordnungsmacht im Nordosten Syriens wird.<br>\nAber kriegt die T&uuml;rkei das wirklich hin? Die Ereignisse in der Region um Idlib seit Jahresbeginn lassen daran zweifeln. Dort ist die Terrororganisation Hayat Tahrir al-Scham (HTS) auf dem Vormarsch. Die Miliz ging 2016 aus der Nusra-Front hervor, dem syrischen Zweig des Terrornetzwerks al-Qaida. In den vergangenen Tagen eroberte die HTS mehrere D&ouml;rfer und zwei Kleinst&auml;dte. Diese hatten Milizen kontrolliert &ndash; von der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzt.<br>\n(&hellip;)<br>\nDer Fall von Atarib zeigt zum anderen, dass die T&uuml;rkei entweder nicht in der Lage oder nicht willens ist, die Macht der Dschihadisten in Idlib zu brechen. Im September 2018 trafen Russlands Staatschef Wladimir Putin und sein t&uuml;rkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan eine Vereinbarung &uuml;ber die Zukunft von Idlib. Das Abkommen sah zum einen die Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone rund um die Provinz vor. Zum anderen sollte die Macht der Terrormiliz HTS geschw&auml;cht werden.<br>\nDie Dschihadisten setzen sich fest<br>\nDas Gegenteil ist der Fall: Inzwischen kontrollieren die Dschihadisten rund zwei Drittel der Region um Idlib, in der knapp drei Millionen Menschen leben. Und sie setzen sich fest: &Auml;hnlich wie einst ihre Rivalen der Terrororganisation &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) installieren sie eigene Gerichte, eine eigene Verwaltung und eine sogenannte &ldquo;Regierung der Errettung&rdquo; &ndash; obwohl das t&uuml;rkische Milit&auml;r in dem Gebiet stationiert ist und zw&ouml;lf sogenannte Beobachtungsposten eingerichtet hat.<br>\nDie T&uuml;rkei hat ihre Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte in erh&ouml;hte Alarmbereitschaft versetzt und den Eigenschutz ihrer Truppe erh&ouml;ht, unternimmt ansonsten aber nichts. Damit setzt Ankara derzeit seinen Teil der im September getroffenen Abmachung mit Russland, n&auml;mlich die HTS in Schach zu halten, nicht konsequent um.<br>\nDas von der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzte Rebellenb&uuml;ndnis &ldquo;Nationale Befreiungsfront&rdquo; (NFL) hat f&uuml;r die n&auml;chsten Tage eine Gegenoffensive angek&uuml;ndigt, um die HTS zur&uuml;ckzuschlagen. Doch diese verschiedenen, teilweise untereinander verfeindeten Milizen sind kaum in der Lage, die HTS entscheidend zu schw&auml;chen.<br>\nDas k&ouml;nnte Russland und seinem Verb&uuml;ndeten, dem syrischen Diktator Baschar al-Assad, &uuml;ber kurz oder lang doch noch den Vorwand f&uuml;r eine Bodenoffensive gegen Idlib liefern. Assad hat das Ziel, diese Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen, nie aufgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-vormarsch-der-dschihadisten-unter-den-augen-der-tuerkei-a-1247003.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist ein interessanter, typischer Artikel des &bdquo;Spiegel&ldquo;. Da wird gejammert &uuml;ber die sich ausbreitenden Macht einer Terrormiliz in einem Bereich Syriens (Idlib), den man kurz zuvor noch vor der Wieder&uuml;bernahme durch die syrische Regierung mit allen propagandistischen Mitteln zu &bdquo;sch&uuml;tzen&ldquo; vermocht hat. Und auch jetzt wird so getan, als sei es selbstverst&auml;ndlich, dass in einem Staat andere Staaten das Recht h&auml;tten, Besatzung zu spielen. Im letzten Absatz wird die Absurdit&auml;t dieser Politik und Agitation besonders sichtbar. Man hat die Menschen dieser Region dem Terror ausgesetzt und jammert jetzt dar&uuml;ber, dass die rechtm&auml;&szlig;ige Regierung dieses Landes auch diese Region wieder unter ihre Kontrolle bringen will.<\/em><\/p>\n<p><em>Es w&auml;re an der Zeit zu bilanzieren, wie viele Tausende Menschen diese imperiale Politik des Westens und der sie unterst&uuml;tzenden Journalisten vom Typ Sydow auf dem Gewissen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundestags-Gutachten: T&uuml;rkei ist in Syrien Besatzungsmacht<\/strong><br>\nMit dem Abzug der US-Truppen aus Syrien verschiebt sich das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis in der gesamten Region endg&uuml;ltig. Die t&uuml;rkische Armee h&auml;lt bereits seit gut einem Jahr syrische Grenzgebiete besetzt und sieht jetzt die Chance, die Kurden weiter zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Ein Gutachten f&uuml;r den Bundestag kommt zu dem Schluss, dass der Nato-Partner mit der Besetzung gegen das V&ouml;lkerrecht verst&ouml;&szlig;t.<br>\nDie T&uuml;rkei ist nach einem wissenschaftlichen Gutachten des Bundestags Besatzungsmacht in Syrien. Eine von der Linksfraktion in Auftrag gegebene Expertise kommt zu dem Schluss, dass &ldquo;die t&uuml;rkische Milit&auml;rpr&auml;senz in der nordsyrischen Region Afrin sowie in der Region um Asas, al-Bab und Dscharablus im Norden Syriens v&ouml;lkerrechtlich alle Kriterien einer milit&auml;rischen Besatzung erf&uuml;llt&rdquo;.<br>\nDie Bundesregierung h&auml;lt sich bislang mit einer v&ouml;lkerrechtlichen Bewertung der Afrin-Offensive zur&uuml;ck. Au&szlig;enminister Heiko Maas hatte allerdings bereits im M&auml;rz gesagt, dass die Milit&auml;roperation &ldquo;sicherlich nicht mehr im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht w&auml;re&rdquo;, wenn t&uuml;rkische Truppen dauerhaft in Syrien blieben. Linksfraktionsvizechefin Sevim Dagdelen nannte das Gutachten einen Weckruf.<br>\nEs ist skandal&ouml;s, den Einmarsch und die Besatzung von Teilen Syriens durch den Nato-Partner T&uuml;rkei entgegen aller Expertise und Stellungnahmen aller Bundestagsfraktionen nach wie vor nicht als V&ouml;lkerrechtsbruch zu bewerten.<br>\nSevim Dagdelen, Vizechefin der Linksfraktion im Bundestag<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/bundestag-gutachten-tuerkei-besatzer-in-syrien-kurden-ypg-100.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrien: Bolton kn&uuml;pft Abzug der USA an Bedingungen<\/strong><br>\nGegner eines eindeutigen und schnellen R&uuml;ckzugs versuchen gegenzusteuern. Der Nationale Sicherheitsberater f&auml;hrt Trump mit diffusen Forderungen in die Parade<br>\nIn der US-Regierung ist man sich offensichtlich uneinig &uuml;ber den Abzug der US-Truppen aus Syrien. Trump hatte am 19. Dezember f&uuml;r eine Sensation gesorgt, als er den Abzug der gesch&auml;tzt etwa 2.000 Soldaten ank&uuml;ndigte, der nach seinem Willen bald erfolgen sollte, wie er andeutete: &ldquo;Sie kommen alle heim und sie kommen jetzt heim&rdquo;. Pressesprecherin Sanders best&auml;tigte den verbl&uuml;fften Medien, dass der Abzug bereits begonnen habe und Vertreter des Pentagon &auml;u&szlig;erten, dass der Pr&auml;sident angeordnet habe, dass der Abzug &ldquo;binnen 30 Tagen vollst&auml;ndig erledigt werden sollte&rdquo;. Unm&ouml;glich, sagten viele.<br>\nEs setzten Gegenbewegungen ein: der R&uuml;cktritt des Verteidigungsministers Mattis, eine Serie von &Auml;u&szlig;erungen aus dem Milit&auml;r, vom Verteidigungsministerium, von Senator Lindsey Graham und schlie&szlig;lich Andeutungen von Trump selbst, dass der Abzug vier Monate dauern k&ouml;nnte.<br>\nDie derzeit letzte Pointe in dieser &ldquo;I never said fast or slow&rdquo;-Show wurde am gestrigen Sonntag mit der Behauptung gesetzt, dass sich der Abzug auch &ldquo;Monate oder Jahre hinziehen k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nZu lesen ist dies in der New York Times, die sich in ihrem Beitrag auf &Auml;u&szlig;erungen des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton bezieht. Der stellte Bedingungen f&uuml;r den Abzug auf, die ihn verz&ouml;gern. Bolton z&auml;hlte auf: den Kampf gegen Reste der IS-Milizen, Garantien der T&uuml;rkei, die Kurden der YPG zu verschonen, sowie die Aktivit&auml;ten Irans, die eine Pr&auml;senz der USA in al-Tanf, im S&uuml;den Syriens an der Grenze zum Irak, n&ouml;tig machen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Bolton-knuepft-Abzug-der-USA-an-Bedingungen-4266517.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>USA br&uuml;skieren EU: Diplomatischer Rang der EU-Vertretung herabgestuft<\/strong><br>\nDie USA haben den diplomatischen Status der EU-Vertretung in Washington &uuml;berraschend heruntergestuft &ndash; ohne den Botschafter offiziell zu informieren. EU und USA verhandeln in der Sache weiter.<br>\nBereits Ende vergangenen Jahres hat die US-Regierung den diplomatischen Status der &ndash; wie sie offiziell hei&szlig;t &ndash; &ldquo;Delegation der Europ&auml;ischen Union f&uuml;r die Vereinigten Staaten&rdquo; herabgestuft. Der Schritt war offenbar nicht angek&uuml;ndigt und bedeutet, dass die EU aus der Sicht der US-Regierung von der staatlichen Ebene auf den Status einer internationalen Organisation gesunken ist.<br>\n(&hellip;) Politische Motivation vermutet<br>\nBeobachter schlie&szlig;en politische Beweggr&uuml;nde nicht aus. Ein Diplomat aus einem EU-Mitgliedsstaat, der die Herabstufung ebenfalls best&auml;tigte, kritisiert den Schritt: &ldquo;Das ist definitiv keine Frage des Protokolls, sondern etwas mit einem sehr eindeutigen politischen Hintergrund.&rdquo; Er f&uuml;gte hinzu, dass die Mehrheit der Mitgliedstaaten diese Kritik teilen.<br>\nDie diplomatische R&uuml;ckstufung der EU-Delegation in Washington scheint im Einklang mit der anti-europ&auml;ischen Haltung der Trump-Regierung zu stehen. W&auml;hrend seines Wahlkampfes war Trump ein eifriger Unterst&uuml;tzer des Brexit. Auch als Pr&auml;sident greift er bei Themen wie Handel und Verteidigung wiederholt die Europ&auml;ische Union an.<br>\nIn einer au&szlig;enpolitischen Grundsatzrede Anfang Dezember in Br&uuml;ssel lobte Au&szlig;enminister Mike Pompeo den selbsternannten Nationalisten Trump und forderte die Mitglieder der Europ&auml;ischen Union auf, ihre nationale Souver&auml;nit&auml;t gegen&uuml;ber der EU-Zentrale in Br&uuml;ssel zu behaupten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/politische-beweggruende-vermutet-usa-brueskieren-europaeische-union_id_10156581.html?utm_source=facebook&amp;utm_medium=social&amp;utm_campaign=facebook-focus-online-politik&amp;fbc=facebook-focus-online-politik&amp;ts=201901081805&amp;cid=08012019\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die USA br&uuml;skieren die EU und ihre Regierungen h&ouml;ren nicht auf, ihnen hinterher zu laufen wie kleine Kinder hinter der Blaskapelle. St&auml;ndig faseln sie, wie Frau Merkel, von &bdquo;unseren amerikanischen Freunden&ldquo; und handeln sogar gegen ihre eigenen Interessen, nur um den USA zu gefallen oder aus Furcht davor, sie zu erz&uuml;rnen. Die USA aber scheren sich einen Dreck um die Befindlichkeiten anderer L&auml;nder, nicht nur in der EU. Die Bemerkung von Victoria Nuland, &bdquo;fuck the EU&ldquo; im Jahre 2014 war mehr als nur eine einmalige verbale Entgleisung der assistant secratary of state sondern dr&uuml;ckt die Grundhaltung der USA in Bezug auf ihre &bdquo;Verb&uuml;ndeten&ldquo; aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die abgeh&auml;ngte Mitte<\/strong><br>\nSeit sieben Wochen mischen die Proteste der Gelbwesten die franz&ouml;sische Politik auf. Und das ganze Land diskutiert hei&szlig;: Wer sind diese Gelbwesten? Was sind die wahren Gr&uuml;nde f&uuml;r ihren Aufstand? Und was wollen sie nun, nachdem die Regierung auf ihre Kernforderungen eingegangen ist? Eine Analyse<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/-\/1rC\">gegenblende.dgb.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L:<\/strong> Nach Bernard-Henri L&eacute;vy ist Jean Pisani-Ferry der zweite Vertreter der b&uuml;rgerlichen Elite Frankreichs, der auf dem gewerkschaftlichen Debattenblog &ldquo;Gegenblende&rdquo; die Gelegenheit bekommt, seine Sicht auf die Bewegung der Gilets Jaunes kundzutun. Die Redaktion der DGB-Pressestelle, oder der Gegenblende, hat es bis jetzt nicht geschafft, die Gilets Jaunes selbst zu Wort kommen zu lassen, oder eine\/n Vertreter\/in der franz&ouml;sischen Gewerkschaften, oder einen linken Intellektuellen, um eine Einsch&auml;tzung zu bitten &ndash; was auf einem gewerkschaftlichen Debattenblog eigentlich selbstverst&auml;ndlich sein sollte. Was soll damit die gewerkschaftliche Debatte f&ouml;rdern?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein verlorenes Jahrzehnt f&uuml;r die Arbeitnehmer der Industriel&auml;nder<\/strong><br>\nTrotz guter Konjunktur und sinkender Arbeitslosigkeit ist das weltweite Lohnwachstum so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr.  Globalisierungskritiker erhalten damit neue Argumente. Die grassierende Unzufriedenheit mit den Regierungen scheint sich auch aus dieser Unwucht zu speisen.<br>\nDie Globalisierung ist in aller Munde. Dass globale Entwicklungen entscheidend f&uuml;r die Wirtschaftsentwicklung in den einzelnen L&auml;ndern sind, ist fast eine Binsenweisheit geworden. Wenn allerdings die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine UN-Sonderorganisation, an der Arbeitgeber und Gewerkschaften mitwirken, einmal im Jahr analysiert, wie sich weltwirtschaftliche Entwicklungen auf L&ouml;hne und Geh&auml;lter auswirken, dann findet das nur wenig &ouml;ffentlichen Widerhall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1092-ilo\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz IV: &raquo;Sanktionen als verfassungswidrig gei&szlig;eln&laquo;<\/strong><br>\nEx-BGH-Richter Wolfgang Ne&scaron;kovic zur Notwendigkeit der Abschaffung der Hartz-IV-Strafen<br>\nAm 15. Januar tagt das Bundesverfassungsgericht dazu, ob Sanktionen in Hartz IV verfassungskonform sind. Sie halten K&uuml;rzungen in der Grundsicherung f&uuml;r verfassungswidrig &ndash; als einer der wenigen. Wundert Sie das?<br>\nDas wundert mich nicht. Unter deutschen Jurist*innen entspricht es einer langen juristischen Tradition, dass dem im Grundgesetz festgelegten Sozialstaatsprinzip wenig verfassungsrechtliche Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Verh&auml;ltnis zum Rechtsstaatsprinzip fristet es in der juristischen Wirklichkeit ein Schattendasein, obwohl es verfassungsrechtlich den gleichen Rang beansprucht. Soziale Empathie in juristische Denkmodelle umzusetzen, f&auml;llt diesen konservativ denkenden und vorwiegend technokratisch ausgebildeten Jurist*innen schwer. Das hat auch oft mit ihrer sozialen Herkunft zu tun.<br>\nWarum m&uuml;ssen die Sanktionen weg?<br>\nSeit der bahnbrechenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2010 gibt es ein unmittelbares, verfassungsrechtliches Gew&auml;hrleistungsrecht auf Zusicherung eines menschenw&uuml;rdigen &raquo;Existenzminimums&laquo;. Es erstreckt sich auf alle Mittel, die zur Aufrechterhaltung eines menschenw&uuml;rdigen Daseins unbedingt erforderlich sind. Dazu geh&ouml;rt neben der physischen Existenz des Menschen auch seine M&ouml;glichkeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen und ein Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Die Formulierung &raquo;Minimum&laquo; hei&szlig;t unmissverst&auml;ndlich, dass jeder Betrag, der unterhalb dieser festgelegten Grenze liegt, verfassungswidrig ist. Dann gab es noch zwei weitere wichtige Aspekte in dem Urteil.<br>\nWelche?<br>\nIn der 2010er Entscheidung zum Recht auf Existenzminimum erkl&auml;rte das Bundesverfassungsgericht zudem, dass dieser gesetzliche Leistungsanspruch &raquo;stets&laquo; den gesamten existenznotwendigen Bedarf jedes individuellen Grundrechtstr&auml;gers decken muss. Dass es also es keine Ausnahmen geben kann. Zudem findet sich noch der Verweis darauf, dass das Existenzminimum &raquo;unverf&uuml;gbar&laquo; ist und eingel&ouml;st werden muss. Das hei&szlig;t, dass niemand dar&uuml;ber verf&uuml;gen kann &ndash; auch nicht der Staat, indem er durch Sanktionen den Geldbetrag, der das Existenzminimum darstellt, k&uuml;rzt oder ganz streicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1109630.hartz-iv-sanktionen-als-verfassungswidrig-geisseln.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Doch keine Erfolgsgeschichte: Das Scheitern des Liberalismus<\/strong><br>\nNach dem Zerfall der Sowjetunion war der Liberalismus weltweit das einzig verbliebene politische System. Mit der Globalisierung trat er seinen Siegeszug an &ndash; und steht heute vor dem Zusammenbruch. Die Eliten sind zu Korrekturen nicht in der Lage. Eine Fehleranalyse.<br>\nVon den gro&szlig;en Gesellschafts-Entw&uuml;rfen, die im zwanzigsten Jahrhundert erprobt wurden, ist nur einer &uuml;brig geblieben: Der Liberalismus. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist er anscheinend auf dem Siegeszug. Unter dem Begriff &ldquo;Globalisierung&rdquo; ist er angetreten, die ganze Welt in seinen Ordnungsrahmen zu zwingen. Auf diesem Siegeszug rund um den Globus zeigte er sehr unterschiedliche Facetten. Von seinem urspr&uuml;nglichen Anspruch, eine &ldquo;nat&uuml;rliche&rdquo; Weltordnung jenseits aller Ideologie zu sein, die angeblich die Freiheit des Individuums in den Mittelpunkt stellt, ist dabei wenig &uuml;brig geblieben.<br>\nDer &ldquo;Liberalismus&rdquo; &ndash; so wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer deutlicher &ndash; ist eine auf Ausbeutung basierende Wirtschaftsordnung, die sich dadurch stabilisiert, dass sie Gesellschaft in kleinste Gruppierungen aufspaltet, die sie gegenseitig in Konkurrenz bringt, so dass eine solidarische Organisation und Opposition unm&ouml;glich wird. Die einzelnen Gruppen erleben dabei ihre Unterscheidung vom &ldquo;Rest&rdquo; der Gesellschaft als individuelle Freiheit.<br>\nDar&uuml;ber hinaus ist ein weiterer Punkt wichtig. Der Liberalismus erkennt die Souver&auml;nit&auml;t der Nationalstaaten nicht an, sofern sie sich nicht dem &ouml;konomischen Diktat des Liberalismus f&uuml;gen. Die liberale Weltordnung nimmt sich gegen&uuml;ber internationalen Vertr&auml;gen und Richtlinien das Recht heraus, diese zu brechen, wo immer es ihr beliebt, und bei Bedarf zu intervenieren, bis hin zum Vernichtungskrieg. Sie h&auml;lt sich f&uuml;r einen posthistorischen Universalismus &ndash; einen nachgeschichtlichen nat&uuml;rlichen Endzustand der menschlichen Gesellschaft.<br>\nDoch dieses Modell st&ouml;&szlig;t mehr und mehr an Grenzen. Zun&auml;chst ganz faktisch an seine Au&szlig;engrenzen. Die zunehmende Anzahl an Kriegen und Konflikten, die formal im Namen von Demokratie und Menschenrechten, faktisch jedoch um Machtbereiche, Einfluss-Sph&auml;ren, Ressourcen und Transportwege gef&uuml;hrt werden, sind hierf&uuml;r deutlicher Beleg. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem damit verbundenen Siegeszug jener liberalen Ordnung haben die vom Westen gef&uuml;hrten Kriege und damit das zugef&uuml;gte Leid zugenommen und nicht etwa abgenommen. Der Liberalismus scheitert an seinen eigenen vorgeblichen moralischen Werten. Er ist keine freie und friedfertige Ordnung, sondern eine Ordnung, die auf Aus&uuml;bung von Gewalt, auf Unterdr&uuml;ckung, Verletzung von Vertr&auml;gen, Bruch von Recht und Souver&auml;nit&auml;t anderer beruht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/81950-liberalismus-krise-und-propaganda\/\">Gert Ewen Ungar auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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