{"id":48405,"date":"2019-01-11T16:46:44","date_gmt":"2019-01-11T15:46:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405"},"modified":"2019-01-14T07:40:58","modified_gmt":"2019-01-14T06:40:58","slug":"hinweise-des-tages-ii-377","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h01\">&bdquo;Integrity Initiative&ldquo; &ndash; Kopf der deutsche Zelle meldet sich zu Wort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h02\">Scholz erzielt 2018 &Uuml;berschuss von elf Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h03\">Hartz IV: Hohe Erfolgsquoten bei Widerspr&uuml;chen und Klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h04\">Abweichungen um rund 39 Prozent Autohersteller schummeln Spritverbrauch niedrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h05\">Scheitern der Klage gegen Kik &ndash; Bundesregierung muss Konzerne haftbar machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h06\">&Ouml;sterreich: Hat die &Ouml;VP den Geheimdienst f&uuml;r sich arbeiten lassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h07\">Studieren mit leerem Bauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h08\">&raquo;SPD kann mich nicht mehr entt&auml;uschen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h09\">Berlin in Aktion: &Uuml;ber die aktuellen K&auml;mpfe in der Hauptstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h10\">Stratfor: D&uuml;stere Aussichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h11\">Ein Jahrhundert nach dem V&ouml;lkermord: Die vergessenen Assyrer von Anatolien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h12\">Zugang zu Abgeordneten: Pharmalobby verpflichtet enge Mitarbeiter von Gesundheitspolitikern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h13\">Die CDU verbessert mit dem Abschied von Elmar Brok ihre Chancen bei der Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h14\">Mairead Maguire nominiert Julian Assange f&uuml;r den Friedensnobelpreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48405#h15\">&ldquo;Ich war, ich bin, ich werde sein!&rdquo; &ndash; Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Integrity Initiative&ldquo; &ndash; Kopf der deutsche Zelle meldet sich zu Wort<\/strong><br>\nAuch an Tag F&uuml;nf nach den Leaks zum britischen antirussischen Geheimprogramm &bdquo;Integrity Initiative&ldquo; herrscht in den deutschen Leitmedien dazu Schweigen im Walde. Dabei wird gerade eine Deutsche Zelle mit namhaften Journalisten aufgebaut. Eine davon hat sich nun ge&auml;u&szlig;ert. Und auch der Kopf der Zelle hat sich zu einer Reaktion hinrei&szlig;en lassen.<br>\nDer Politologe Hannes Adomeit ist Kopf der deutschen Zelle des britischen Thinktank-Programms &bdquo;Integrity Initiative&ldquo;, dessen Aufgabe es sein soll, antirussische Kr&auml;fte in Medien und Expertenkreisen zu b&uuml;ndeln. Die Hackergruppe Anonymous hatte am 4.Januar einen Scan von Geheimdokumenten des britischen Datenprojekts &bdquo;Integrity Initiative&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, aus dem hervorgeht, dass im EU-Raum eine eigene Einheit f&uuml;r Desinformation t&auml;tig ist. Es handelt sich bei dem Leak um mehrere Dutzend Dokumente zur T&auml;tigkeit dieser Geheiminitiative in Gro&szlig;britannien und vielen anderen L&auml;ndern. Sp&auml;ter wurde auch ein Zwischenbericht zur Bildung einer Deutschen Zelle (&bdquo;German Cluster&ldquo;) der Initiative geleakt, der im deutschsprachigen Raum erstmals am 7. Januar von der Website &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; analysiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190109323534630-deutschland-informationskrieg-gegen-russland\/\">Sputniknews<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Integrity Initiative &ndash; Deutsche Zelle ein Rohrkrepierer?<\/strong><br>\nSputnik setzt seine Analyse des geleakten Berichtes zur Bildung einer Deutschen Zelle f&uuml;r antirussische Propaganda fort. Im Moment sieht es allerdings so aus, dass die Zelle durch den Leak einen Fehlstart hinlegt oder zumindest deutlich kleiner ausf&auml;llt. Sputnik hat bei den potentiellen Mitgliedern nachgefragt.<br>\nEine britische, vermutlich eng mit dem Geheimdienst zusammenarbeitende Stiftung hat 2015 ein Programm gestartet, um europaweit und dar&uuml;ber hinaus anti-russische Kr&auml;fte zu b&uuml;ndeln. Ziel sind vor allem einflussreiche Pers&ouml;nlichkeiten, wie Journalisten und gut vernetzte Ex-Politiker. In vielen L&auml;ndern der EU sollen sogenannte Cluster (zu Deutsch in etwa &bdquo;Zelle&ldquo;) gebildet werden. 2018 wurde aktiv mit dem Aufbau einer Deutschen Zelle der Operation &bdquo;Integrity Initiative&ldquo; begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190111323558612-kalter-krieg-einfluss-propaganda\/\">Sputniknews<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Scholz erzielt 2018 &Uuml;berschuss von elf Milliarden Euro<\/strong><br>\nFinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat 2018 nach Informationen des SPIEGEL einen &Uuml;berschuss von gut 11 Milliarden Euro im Bundeshaushalt erwirtschaftet. Um diesen Betrag lagen die Einnahmen h&ouml;her als die Ausgaben. Grund f&uuml;r das Plus waren &uuml;ppige Steuereinnahmen, die ihre Ursache in der guten Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungslage hatten.<br>\nWie schon die &Uuml;bersch&uuml;sse in den Vorjahren speist auch das Plus von 2018 die R&uuml;cklage, aus der die Unterbringung, Verpflegung und die Sprachkurse f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge finanziert werden sollen. Sie blieb bislang unangetastet, weil Scholz und sein Vorg&auml;nger Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) diese Kosten aus den laufenden Einnahmen des Bundes finanzieren konnten. Die sogenannte Fl&uuml;chtlingsr&uuml;cklage hat nun eine Gr&ouml;&szlig;enordnung von rund 35 Milliarden Euro erreicht.<br>\nDer &Uuml;berschuss von 11 Milliarden ist zwar kein Rekordwert. 2015 lag das Plus in der Bundeskasse sogar bei 12,1 Milliarden Euro. Dennoch h&auml;lt Scholz damit den Haushaltssaldo deutlich positiv.<br>\nF&uuml;r die Zukunft warnen Haushaltsexperten der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion jedoch vor einer erheblich schlechteren Finanzlage des Bundes. In den kommenden Jahren bis 2023 fehlten Bundesfinanzminister Scholz rund 100 Milliarden Euro in seiner Finanzplanung, f&uuml;hren sie in einer Expertise aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/olaf-scholz-erzielt-2018-ueberschuss-von-elf-milliarden-euro-a-1247540.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der &ldquo;SPON&rdquo;-Schreiber schreibt zwar auch von Haushaltsrisiken, aber ansonsten scheint er bez&uuml;glich des Bundesfinanzministers Scholz regelrecht in Euphorie verfallen zu sein. Bedacht werden k&ouml;nnte jedoch auch, dass die Einnahmeseite z.B. durch Erh&ouml;hungen der K&ouml;rperschaftssteuer und des Spitzensteuersatzes, der (Wieder-)Einf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47926#h04\">Digitalsteuer und Finanztransaktionssteuer<\/a> noch deutlich gesteigert werden k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Steuersenkungen: Wohlf&uuml;hlpaket f&uuml;r die Privatjet-Fraktion<\/strong><br>\nDie Konjunktur droht zu kippen &ndash; und unsere Wirtschaftsgurus fordern: Soli weg, Unternehmensteuern runter! Dabei d&uuml;rfte kaum etwas wirkungsloser sein, um eine Rezession zu verhindern.<br>\nWenn es darum geht, den Soli abzuschaffen, scheint hierzulande fast jedes Argument irgendwie gut. Als die Wirtschaft endlos zu wachsen schien, hie&szlig; es, die Leute m&uuml;ssten endlich die Fr&uuml;chte ernten &ndash; also: Solidarzuschlag abschaffen. Jetzt droht der Absturz von Konjunktur und Fr&uuml;chten &ndash; und? Klar: Soli abschaffen. Weil das gegen die drohende Rezession helfe. Das hat hinsichtlich der logischen Stringenz der Argumentation noch Luft nach oben. Egal. [&hellip;]<br>\nW&auml;re so entscheidend, was Firmen nach Steuern an Gewinn haben, h&auml;tte es in den vergangenen Jahren in Deutschland einen unfassbaren Investitionsboom geben m&uuml;ssen. Immerhin hat die Wirtschaft in der Summe noch nie so viel Gewinn gemacht wie in den vergangenen Jahren. Investiert wurde trotzdem weniger als in fr&uuml;heren Aufschw&uuml;ngen. Etwas mehr wurde es erst, als 2017 die Konjunktur kurzzeitig im Inland kr&auml;ftiger lief; seit es weltweit kriselt, ist auch die Investitionslust wieder geschwunden. Das hat eben mit Steuers&auml;tzen nur sehr bedingt etwas zu tun.<br>\nWenn Unternehmen trotz Geldschwemme nicht investieren, ist es gewagt, einfach mal anzunehmen, dass sie es tun w&uuml;rden, wenn sie dank Steuergeschenken noch mehr bekommen. Das ergibt &ouml;konomisch einfach keinen gro&szlig;en Sinn. Was wiederum auch das Gezeter absurd wirken l&auml;sst, wonach es wegen des internationalen Steuerwettbewerbs gar nicht anders gehe, als die Steuern auch hier zu senken. Angeblich treibt danach Donald Trump den deutschen Standort ja in den Ruin, weil er die Steuers&auml;tze in den USA so drastisch gesenkt hat.<br>\nWenn das so w&auml;re, h&auml;tte es in den USA seit den Billionen-Steuergeschenken vor einem Jahr historische Investitionswellen geben m&uuml;ssen. Und? Nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/warum-steuersenkungen-nichts-bringen-kolumne-a-1247456.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz IV: Hohe Erfolgsquoten bei Widerspr&uuml;chen und Klagen<\/strong><br>\nGrunds&auml;tzlich haben Hartz-IV-Bezieher die M&ouml;glichkeit, gegen Entscheidungen ihres zust&auml;ndigen Jobcenters Widerspruch einzulegen oder zu klagen. Im Jahr 2018 wurden insgesamt knapp 612.000 Widerspr&uuml;che und rund 110.000 Klagen im Bereich der Hartz-IV-Grundsicherung von den Jobcentern beziehungsweise Sozialgerichten abschlie&szlig;end bearbeitet. Rund 35 Prozent der Widerspr&uuml;che und 40 Prozent der Klagen wurde teilweise oder v&ouml;llig stattgegeben. (&hellip;)<br>\nJe nach Informationsquelle sind die Erfolgsaussichten f&uuml;r Klagen im Hartz-IV-System deutlich geringer oder sogar h&ouml;her im Vergleich zu Widerspr&uuml;chen. In der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag vom 2. Mai 2017 werden beispielsweise f&uuml;r das Jahr 2016 rund 9.000 (teilweise) stattgegebene Klagen von Hartz-IV-Empf&auml;ngern ausgewiesen (O-Ton berichtete). Nach dieser Z&auml;hlweise h&auml;tte die Erfolgsquote aus Sicht der Kl&auml;ger im Jahr 2018 bei 8,5 Prozent gelegen. Diese Angabe bezieht sich allerdings nur auf die Verfahren, in denen die Entscheidung mit einem gerichtlichen Urteil oder Beschluss herbeigewirkt wurde.<br>\nLaut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) wurden allerdings weitere rund 35.000 Klagen im Jahr 2018 au&szlig;ergerichtlich (teilweise) im Sinne des Kl&auml;gers entschieden. Bei Ber&uuml;cksichtigung der au&szlig;ergerichtlichen Einigungen lag die Erfolgsquote aus Sicht der Hartz-IV-Leistungsempf&auml;nger im Jahr 2018 bei &uuml;ber 40 Prozent und damit sogar &uuml;ber der Erfolgsquote f&uuml;r Widerspr&uuml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-hohe-erfolgsquoten-bei-widerspruechen-und-klagen-2\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Abweichungen um rund 39 Prozent Autohersteller schummeln Spritverbrauch niedrig<\/strong><br>\nDer reale Spritverbrauch von Neuwagen liegt deutlich h&ouml;her als von den Fahrzeugherstellern angegeben. Um durchschnittlich 39 Prozent weichen die tats&auml;chlichen Verbrauchswerte von den Zahlen der Autokonzerne ab.<br>\nDie Mehrausgaben f&uuml;r Sprit betragen f&uuml;r einen durchschnittlichen Autofahrer rund 400 Euro pro Jahr. Das geht aus einer Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Die Daten wurden 2017 erhoben.<br>\nDie Abweichung nahm demnach seit 2001 um mehr als das Vierfache zu. Damals hatte die Differenz zwischen offiziellem und realem Spritverbrauch bei durchschnittlich acht Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Abweichung nur leicht um einen Prozentpunkt.<br>\nDer neue Bericht des ICCT basiert auf einer statistischen Auswertung der Daten f&uuml;r mehr als 1,3 Millionen Fahrzeuge aus acht europ&auml;ischen L&auml;ndern. Die Untersuchung beruht auf Daten aus 15 unterschiedlichen Quellen.<br>\nZu den gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Schummlern&ldquo; geh&ouml;ren laut Studie die deutschen Fabrikate Mercedes, Audi und BMW sowie gewerblich genutzte Fahrzeuge wie Kleintransporter. Japanische Hersteller wie Mazda und Honda machen dagegen deutlich realistischere Angaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/rnd\/abweichungen-um-rund-39-prozent-autohersteller-schummeln-spritverbrauch-niedrig-31858640\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Scheitern der Klage gegen Kik &ndash; Bundesregierung muss Konzerne haftbar machen<\/strong><br>\n&bdquo;Das Scheitern der Klage gegen KiK ist ein Schlag ins Gesicht der pakistanischen Opfer. Die Bundesregierung muss bestehende Gesetzesl&uuml;cken schlie&szlig;en, um Konzerne f&uuml;r Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferketten haftbar zu machen&ldquo;, erkl&auml;rt Michel Brandt, f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE Obmann im Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestags, anl&auml;sslich der heutigen Verk&uuml;ndung des Landesgerichts Dortmund, die Schmerzensgeldklage im Verfahren pakistanischer Kl&auml;gerinnen und Kl&auml;ger gegen den Textildiscounter Kik aufgrund von Verj&auml;hrung abzuwenden. Michel Brandt weiter:<br>\n&bdquo;Im Jahr 2012 waren bei einem Feuer in der Fabrik des KiK-Zulieferers Ali Enterprises in Pakistan 258 Menschen ums Leben gekommen, weil der deutsche Konzern seine Sorgfaltspflicht grob fahrl&auml;ssig verletzt hatte. Das Urteil beweist erneut: deutsche Unternehmen kommen bei Verst&ouml;&szlig;en gegen Arbeits- und Menschenrechten entlang ihrer Lieferketten ungestraft davon. Diese bet&auml;ubende Ungerechtigkeit darf sich nicht wiederholen. Die Bundesregierung muss endlich ihrer menschenrechtlichen Verantwortung nachkommen und verbindliche Regeln f&uuml;r Konzerne schaffen.<br>\nDIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht umzusetzen. Bei Verst&ouml;&szlig;en m&uuml;ssen Betroffene jederzeit die M&ouml;glichkeit haben, deutsche Unternehmen haftbar zu machen. Auch muss sie sich daf&uuml;r einsetzen, dass v&ouml;lkerrechtliche Gesetzesl&uuml;cken durch ein Abkommen f&uuml;r Wirtschaft und Menschenrechte, einen sogenannten Binding Treaty, geschlossen werden. Das bedeutet, dass sie den &sbquo;Binding Treaty&lsquo;, der bereits seit f&uuml;nf Jahren bei den Vereinten Nationen verhandelt wird, nicht l&auml;nger blockieren darf. Die Bundesregierung muss sich aktiv und konstruktiv daran beteiligen, ein auf die Interessen der Opfer ausgerichtetes Abkommen auszuarbeiten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/scheitern-der-klage-gegen-kik-bundesregierung-muss-konzerne-haftbar-machen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Hat die &Ouml;VP den Geheimdienst f&uuml;r sich arbeiten lassen?<\/strong><br>\nZwischen &Ouml;VP und dem Geheimdienst gab es offenbar einen Austausch von Personen-Daten. Der Spionage-Chef des Amtes hat sensible Daten von der &Ouml;VP bekommen &ndash; und damit eine Datenbank &uuml;ber hohe Polizeibeamte, Richter, Politiker und Mitarbeitern aus politischen B&uuml;ros angelegt.<br>\nDer Spionage-Chef des Geheimdienstes bekommt ein ungew&ouml;hnliches Geschenk &ndash; und zwar von der &Ouml;VP. Ihm wird eine Datenbank mit sensiblen Informationen &uuml;ber Richter, hohe Polizeibeamte, Konzern-Managern, Politikern und Mitarbeitern von politischen B&uuml;ros zugespielt. Die &Ouml;VP hatte die Personendaten selbst aus der W&auml;hlerevidenz gefiltert und sie wohl weiter angereichert. Der BVT-Beamte speichert diese Daten 2015 auf seinem Privat-PC ab und versteckt sie in einem Ordner: &bdquo;Weihnachten 2015&ldquo;. Woher die &Ouml;sterreicher &uuml;ber diese Geschichte wissen? Es ist der BVT-Chefermittler h&ouml;chstpers&ouml;nlich, der sie am 9. J&auml;nner 2019 im Untersuchungsausschuss im Parlament schildert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/hat-die-oevp-den-geheimdienst-fuer-sich-arbeiten-lassen\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studieren mit leerem Bauch<\/strong><br>\nBildungsforscher stellen fest: Geplante BAf&ouml;G-Novelle der Koalition greift viel zu kurz<br>\nDie geplanten Nachbesserungen bei der Bundesausbildungsf&ouml;rderung bleiben weit hinter den realen Anforderungen zur&uuml;ck. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Auftrag gegebene Studie des Berliner Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie (FIBS). Die von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) angek&uuml;ndigten Erh&ouml;hungen reichten kaum aus, &raquo;die Ausgabenentwicklung insgesamt, wie insbesondere auch bei zentralen Einzelpositionen, angemessen zu ber&uuml;cksichtigen&laquo;, hei&szlig;t es in der am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Untersuchung. Statt der bisher vorgesehenen 420 Euro w&auml;re eine Aufstockung der Bedarfss&auml;tze auf &raquo;500 bis 550 Euro erforderlich&laquo;, so die Autoren.<br>\n2017 war die Zahl der Hochsch&uuml;ler, die staatliche Hilfe beziehen, mit 14 Prozent auf einen historischen Tiefstand gerutscht &ndash; nach einer Durststrecke von sechs Jahren ohne BAf&ouml;G-Nachschlag. Eine Trendwende verspricht sich Karliczek von der anstehenden Reform, deren Eckpunkte sie Mitte November vorgestellt hatte. Die Regels&auml;tze sollen im Schnitt um sieben Prozent und die Elternfreibetr&auml;ge um neun Prozent in zwei Stufen angehoben werden. Der H&ouml;chstf&ouml;rderbetrag werde gar um 15 Prozent auf 850 Euro und die Mietpauschale von 250 Euro auf 325 Euro zulegen, verk&uuml;ndete sie.<br>\nWas die Koalition als &raquo;gro&szlig;en Wurf&laquo; verkauft, erscheint im Lichte der neuen Befunde wie Kleckerkram. Das Forscherteam hat eine 2017 vorgelegte Analyse der Lebenshaltungskosten von Studenten, die sich auf die Jahre 2012 und 2013 bezog, um Daten der 21. Sozialerhebung des DSW zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden aus dem Jahr 2016 erg&auml;nzt und die Ver&auml;nderungen im Zeitverlauf gemessen. Innerhalb der fraglichen vier Jahre sind die Gesamtausgaben f&uuml;r allein, in einer WG oder einem Wohnheim lebende unter 25j&auml;hrige im Mittel um bis zu 18 Prozent gestiegen. Studierende, die zu den 15 Prozent mit den geringsten Einnahmen geh&ouml;ren, hatten sogar Mehrkosten von bis zu 31 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346930.weit-unter-realem-bedarf-studieren-mit-leerem-bauch.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;SPD kann mich nicht mehr entt&auml;uschen&laquo;<\/strong><br>\nDatendiebstahl im Bundestag kein Vergleich zu verletzten Pers&ouml;nlichkeitsrechten infolge neuer Polizeigesetze. Ein Gespr&auml;ch mit Felix Oekentorp<br>\nAllen Protesten zum Trotz hat eine breite Mehrheit des nordrhein-westf&auml;lischen Landtages im Dezember 2018 f&uuml;r die Versch&auml;rfung des Polizeigesetzes votiert. Sie haben sich im B&uuml;ndnis gegen dieses Vorhaben engagiert und auch weiterhin Protest gegen das Gesetz angek&uuml;ndigt. Wie wollen Sie ein bereits beschlossenes Gesetz noch zu Fall bringen?<br>\nDas Mitte Dezember 2018 verabschiedete sogenannte Sicherheitspaket 1 ist jetzt erst einmal ein Faktum. Ob und wie weit es gegen die Verfassung verst&ouml;&szlig;t, wird sicher bald von Gerichten gepr&uuml;ft werden. Diese Verfahren dauern, und bis dahin sind wir alle Zielscheibe der neuen Repressionsma&szlig;nahmen. Der Begriff &raquo;Sicherheitspaket 1&laquo; weist aber darauf hin, dass weitere Versch&auml;rfungen geplant sind. Es ist unsere Aufgabe, diese zu verhindern und immer wieder zu thematisieren, welche Verschlechterungen aktuell schon gelten.<br>\nWie entt&auml;uscht sind Sie von der SPD, die in Bayern gegen die Gesetzesversch&auml;rfungen protestiert, aber in NRW zugestimmt hat?<br>\nWirklich entt&auml;uschen kann mich die SPD schon lange nicht mehr, denn daf&uuml;r w&auml;re eine Erwartungshaltung notwendig. Warum die Partei ohne Not, also ohne einen Koalitionszwang mit der in NRW regierenden CDU, aus der Opposition heraus zugestimmt hat, erschlie&szlig;t sich mir allerdings nicht. Die nach der neuen Gesetzeslage m&ouml;glichen Eingriffe in die Datenhoheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind ja alles andere als harmlos. Und ein gewisses Bed&uuml;rfnis nach solcher Sicherheit scheint bei den Abgeordneten, deren Daten Anfang des Jahres von einem Hacker ver&ouml;ffentlicht wurden, ja noch zu existieren. Die sozialdemokratische Justizministerin Katarina Barley spricht von einem schwerwiegenden Angriff auf das Recht auf Privatsph&auml;re und beklagt, dass die Urheber das Vertrauen in unsere Demokratie und ihre Institutionen besch&auml;digen. Dabei meint sie jedoch nicht die neuen Polizeigesetze, sondern den Angriff auf ihre Daten. Der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundesinnenministerium, G&uuml;nter Krings von der CDU, versprach: &raquo;Wir werden alles daransetzen, den Urheber dieses &uuml;blen Angriffs auf die Pers&ouml;nlichkeitsrechte von so vielen B&uuml;rgern dingfest zu machen.&laquo; Er k&ouml;nnte mal im Protokoll der NRW-Landtagssitzung nach Urhebern solcher Angriffe suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/346919.versch%C3%A4rfte-polizeigesetze-spd-kann-mich-nicht-mehr-entt%C3%A4uschen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Berlin in Aktion: &Uuml;ber die aktuellen K&auml;mpfe in der Hauptstadt<\/strong><br>\nDer Berliner Senat will durch die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE am Finanzmarkt 1,7 Milliarden Euro f&uuml;r den Bau und die Sanierung von etwa 30 Oberschulen beschaffen lassen. Dabei fallen Zusatzprofite f&uuml;r das Finanzkapital ab, weil Privatkredite einen h&ouml;heren Ertrag erzielen als Landesanleihen. Die Volksinitiative &bdquo;Unsere Schulen&ldquo; hat dagegen 30&thinsp;000 Unterschriften gesammelt. Nun verlangen die B&uuml;rgermeister der Berliner Bezirke &Auml;nderungen am Rahmenvertrag des Landes Berlin mit der HOWOGE, bevor sie unterschreiben. Sanierung oder Neubau der zur Privatisierung ausgew&auml;hlten Oberschulen liegen so lange auf Eis. Ebenfalls auf der Agenda f&uuml;r 2019: Wann verwirklicht die Partei &bdquo;Die Linke&ldquo; ihren Beschluss von 2017, im Berliner Haushaltsrecht eine &bdquo;Privatisierungsbremse&ldquo; zu schaffen?<br>\nWann &auml;ndert die R2G-Mehrheit im Abgeordnetenhaus das Berliner Informationsfreiheitsgesetz, um das Gesch&auml;ftsgeheimnis f&uuml;r solche Unternehmen aufzuheben, die aus &ouml;ffentlichen Mitteln bezahlt werden? Die Beauftragten f&uuml;r Datenschutz und Informationsfreiheit fordern das seit 2011 vergeblich. (&hellip;)<br>\n&Uuml;ber 48000 BerlinerInnen haben den Volksentscheid f&uuml;r Gesunde Krankenh&auml;user &ndash; im Januar 2018 vom Berliner B&uuml;ndnis f&uuml;r mehr Personal im Krankenhaus gestartet &ndash; unterschrieben.<br>\nIm Oktober und Dezember gab es zwar daraufhin zwei Gespr&auml;che zwischen VertreterInnen des Volksentscheids und der Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, doch der Senat setzt anscheinend auf eine Hinhaltetaktik: Man sympathisiere mit dem Ziel des Volksentscheides, habe aber Zweifel an der Regelungskompetenz des Landes Berlin und m&uuml;sse dies zuerst noch pr&uuml;fen. (&hellip;)<br>\nMitte Januar 2019 soll es nun soweit sein, Berlins Innensenator A. Geisel (SPD) stellt seinen Entwurf zum Berliner ASOG (Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz) vor. Gern sieht die Landesregierung ihn als einen liberalen Gegenentwurf zum bayrischen PAG (Polizei-Aufgabengesetz). Tats&auml;chlich unterscheiden sich die Pl&auml;ne von Linkspartei, Gr&uuml;nen und Sozialdemokraten kaum von dem, was ihre Kollegen von CDU\/CSU vorhaben. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Deutsche Wohnen enteignen!&ldquo; ist zum Volksbegehren geworden, das die Enteignung gro&szlig;er Immobilien-AGs fordert. Freilich gegen finanzielle Entsch&auml;digung &ndash; das Land soll also unter andrem der DW jene Wohnungen abkaufen, die sie einst spottbillig aus &ouml;ffentlicher Hand erworben hat. Was sind die heute wert?<br>\n60, 90, 150 Milliarden? Die DW-Manager w&uuml;rden auch k&uuml;nftige Gewinne einpreisen. Die Kampagne ist auch eine Luftnummer, weil sie keine Abkehr von der kapitalistischen Mietenpolitik verspricht und den Wohnraummangel nicht angeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5102\/innenpolitik\/10237\/Berlin-in-Aktion.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stratfor: D&uuml;stere Aussichten<\/strong><br>\nDer auch immer wieder als &bdquo;Schatten-CIA&ldquo; bezeichnete private Nachrichtendienst Stratfor geht in seiner Vorhersage f&uuml;r das Jahr 2019 von &ndash; noch &ndash; weiter zunehmenden Spannungen unter den Gro&szlig;m&auml;chten aus: &bdquo;The Great Power Competition Intensifies. The United States will escalate its strategic offensive against China with tariffs, sanctions, regulatory buffers around emerging technologies, stronger backing for Taiwan and a more assertive posture in the South China Sea. At the same time, failing arms control pacts will accelerate an arms race among the United States, Russia and China.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/01\/11\/stratfor-duestere-aussichten\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei auch an <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44314#h09\">die Kriegsspiele im Pazifik<\/a> &ndash; mit deutscher Beteiligung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Jahrhundert nach dem V&ouml;lkermord: Die vergessenen Assyrer von Anatolien<\/strong><br>\nZum Islam konvertieren oder sterben: Vor dieser Wahl standen christliche Assyrer vor rund hundert Jahren im Osmanischen Reich. Heute leben nur noch wenige Assyrer in Anatolien. Die meisten verstehen sich als Muslime, doch ihre christliche Vergangenheit wollen sie nicht vergessen.<br>\nSonntagsgottesdienst auf Aram&auml;isch: Eine einzige alte Frau betet in der Marienkirche von Diyarbakir mit dem Priester und einem Ministranten. Sehr viel gr&ouml;&szlig;er ist die Gemeinde nicht mehr. Nur noch wenige assyrische Christen leben hier in Diyarbakir, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts &uuml;ber 100.000 waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahrhundert-nach-dem-voelkermord-die-vergessenen.886.de.html?dram:article_id=437854\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zugang zu Abgeordneten: Pharmalobby verpflichtet enge Mitarbeiter von Gesundheitspolitikern<\/strong><br>\nDer Pharmakonzern Roche hat seit 1. Januar einen besonders guten Draht in den Deutschen Bundestag: Sein neuer Cheflobbyist war bislang B&uuml;roleiter des f&uuml;r Arzneimittel zust&auml;ndigen CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich. Das Ganze hat offenbar Methode: abgeordnetenwatch.de-Recherchen zeigen, dass Lobbyverb&auml;nde und Konzerne immer wieder Referenten und B&uuml;roleiter unter Vertrag nehmen &ndash; und sich deren Kontakte in die Politik sichern.<br>\nDie Meldung des Portals &bdquo;politik und kommunikation&ldquo; kam ziemlich unscheinbar daher. Seit 1. Januar 2019 habe der Pharmakonzern Roche einen neuen Leiter des Berliner B&uuml;ros. Thomas Hugendubel, so sein Name, sei zuvor B&uuml;roleiter beim CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich gewesen.<br>\nDer wirklich interessante Aspekt bei dieser Personalie fehlte in der Meldung allerdings: Hennrich ist bei der CDU f&uuml;r den Bereich Arzneimittel zust&auml;ndig. F&uuml;r einen Cheflobbyisten eines Pharmaunternehmens ist dies &auml;u&szlig;erst praktisch &ndash; ein Anruf bei seinem Ex-Chef, und er ist mit dem Arzneimittelexperten der Regierungspartei verbunden. Einen besseren Zugang zur Politik kann es nicht geben.<br>\nUnter dem &ouml;ffentlichen Radar<br>\nSeitenwechsel wie der von Hennrichs B&uuml;roleiter zu einem Pharmakonzern laufen in aller Regel unter dem &ouml;ffentlichen Radar ab, was einerseits nachvollziehbar, andererseits aber h&ouml;chst erstaunlich ist. Nachvollziehbar deshalb, weil die Namen von Abgeordneten-Mitarbeitern oder Fraktionsreferenten kaum jemandem gel&auml;ufig sind, was das geringe Interesse erkl&auml;rt. Erstaunlich ist die mangelnde Wahrnehmung, weil gro&szlig;e Konzerne und Lobbyverb&auml;nde sich auf diese Weise einen direkten Zugang zu politischen Entscheidungstr&auml;gern einkaufen. Und das hat offenbar Methode.<br>\nIn den vergangenen Jahren hat die Pharmalobby in mehreren F&auml;llen B&uuml;roleiter oder Fachreferenten aus dem Bundestag unter Vertrag genommen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2019-01-09\/pharamakonzern-verpflichtet-bueroleiter-von-cdu-abgeordneten-der-fuer-arzneimittel\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die CDU verbessert mit dem Abschied von Elmar Brok ihre Chancen bei der Europawahl<\/strong><br>\nF&uuml;r den PARTEI-Vorsitzenden Martin Sonneborn war es nach eigenen Angaben eine Nachricht, die ihn in &ldquo;tiefe Trauer&rdquo; st&uuml;rzte: Der &ldquo;Broxit&rdquo; &ndash; die Tatsache, dass der 37-k&ouml;pfige Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen den seit 1980 im Europaparlament sitzenden CDU-Politiker Elmar Brok nicht f&uuml;r einen Platz auf der CDU-Liste f&uuml;r die Europawahl im Mai empfahl. Zu den m&ouml;glichen Ursachen f&uuml;r diese Entscheidung meinte der gemeinhin gut informierte Getriebenen-Autor Robin Alexander auf Twitter: &ldquo;Mit der Kanzlerschaft Merkels gehen auch Karrieren ihrer Gefolgsleute zu Ende.&rdquo; [&hellip;]<br>\nBereits in den Nuller Jahren warf der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim Brok &ldquo;legale Korruption&rdquo; vor. Broks Beteuerungen, er trenne sein Parlamentsmandat und die Interessen des Bertelsmann-Konzerns &ldquo;messerscharf&rdquo;, hielten damals nur so lange, bis der fraktionslose Abgeordnete Hans-Peter Martin auf seiner Website interne Bertelsmann-Papiere ver&ouml;ffentlichte. Damals, als Soziale Medien noch nicht die Rolle spielten, die sie heute spielen, hielt sich die kritische Berichterstattung &uuml;ber diesen Skandal aber in Grenzen. Auch deshalb, weil Brok nach Artikeln wie dem von Hajo Friedrich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erfolgreich bei den Herausgebern intervenierte.<br>\nIn der S&uuml;ddeutschen Zeitung durfte Brok damals den EU-Verfassungsvertrag verteidigen, wobei bei er erst beklagte, dass niemand von den Gegnern auf den konkreten Verfassungstext Bezug nehme, und dann &ndash; bemerkenswerterweise ohne konkrete Bezugnahme auf den Verfassungstext &ndash; behauptete, dass die Gesetzgebungskompetenz der EU &ldquo;nur unwesentlich ausgebaut&rdquo; werde und dass B&uuml;rgerrechte durch das &ldquo;fast vollst&auml;ndige&rdquo; Mitentscheidungsrecht des Parlaments gest&auml;rkt w&uuml;rden.<br>\nTats&auml;chlich war das Gegenteil der Fall: Der Verweis auf parlamentarische Kontrolle in Art. I-46 war weitaus abstrakter und unverbindlicher gestaltet als Art. 23 GG &ndash; und Mittel zur Durchsetzung dieser Rechenschaftspflicht enthielt der EU-Verfassungsvertrag nicht, weshalb er den Rat erheblich zu Lasten der anderen Institutionen st&auml;rkte (vgl. Verfassungsfeinde feierten in Berlin).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-CDU-verbessert-mit-dem-Abschied-von-Elmar-Brok-ihre-Chancen-bei-der-Europawahl-4269513.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mairead Maguire nominiert Julian Assange f&uuml;r den Friedensnobelpreis<\/strong><br>\nMairead Maguire schrieb in ihrem Brief an das Friedenskomitee:<br>\n&bdquo;Julian Assange und seine Kollegen bei Wikileaks haben bei zahlreichen Anl&auml;ssen gezeigt, dass sie eine der letzten Stellen f&uuml;r wahre Demokratie sind und sich mit ihrer Arbeit f&uuml;r unsere Freiheit und Rede einsetzen. Ihre Arbeit f&uuml;r den wahren Frieden, indem sie die Aktionen unserer Regierungen im In- und Ausland &ouml;ffentlich macht, hat uns Grausamkeiten gezeigt, die im Namen der sogenannten Demokratie in der ganzen Welt ver&uuml;bt werden. Dazu geh&ouml;rten Aufnahmen der Unmenschlichkeit der NATO \/ des Milit&auml;rs, die Ver&ouml;ffentlichung der E-Mail-Korrespondenz, aus der der Plan des Regimewechsels in L&auml;ndern des Mittleren Osten hervorgeht, und hat diejenigen unter unseren gew&auml;hlten Beamten gezeigt, die daf&uuml;r bezahlt werden, die &Ouml;ffentlichkeit zu t&auml;uschen. Dies ist ein gro&szlig;er Schritt in Unterst&uuml;tzung unserer Arbeit f&uuml;r Abr&uuml;stung und f&uuml;r Gewaltfreiheit weltweit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2019\/01\/mairead-maguire-nominiert-julian-assange-fuer-den-friedensnobelpreis\/\">pressenza<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Ich war, ich bin, ich werde sein!&rdquo; &ndash; Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht<\/strong><br>\nMit Prof. Dr. <strong>Georg F&uuml;lberth<\/strong> und Dr. <strong>Gert Meyer<\/strong><br>\nAm 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg ermordet: Ihr dramatisches Leben, ihre faszinierende Pers&ouml;nlichkeit und ihr schrecklicher Tod besch&auml;ftigen seitdem die Erinnerung von Generationen.<br>\nIn ihrem &ouml;konomischen Hauptwerk &raquo;Die Akkumulation des Kapitals&laquo;  analysierte sie die zerst&ouml;rerische Dynamik des Kapitalismus und deren Konsequenzen: Imperialismus und Krieg. Diese ihre Erkenntnisse bestimmten auch ihre Stellung in den K&auml;mpfen ihrer Zeit: ihre Wendung gegen den Reformismus Eduard Bernsteins, ihre Differenz zu Lenins Parteikonzept, ihr Eintreten f&uuml;r den Massenstreik, ihren Kampf f&uuml;r den Frieden, ihre Haltung zur russischen Oktoberrevolution von 1917, ihre Teilnahme an zwei Revolutionen (1905\/06 gegen den Zarismus, 1918\/19 in Deutschland).<br>\nAusgehend von ihren &ouml;konomischen und politischen Befunden wollen Prof. Dr. Georg F&uuml;lberth und Dr. Gert Meyer (beide Marburg) dieses Erbe erschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.georg-buechner-club.de\/content\/veranstaltunggbc\/ich-war-ich-bin-ich-werde-sein-zum-100-todestag-von-rosa-luxemburg-und-karl\">Georg-B&uuml;chner-Club<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48405","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48405"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48442,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48405\/revisions\/48442"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}