{"id":4841,"date":"2010-03-19T16:55:04","date_gmt":"2010-03-19T15:55:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4841"},"modified":"2010-03-19T16:55:04","modified_gmt":"2010-03-19T15:55:04","slug":"hinweise-des-tages-2-128","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4841","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Zu folgenden Themen: Erst die Banken-, dann die Wirtschaft, jetzt die Staaten; die griechische Trag&ouml;die; gl&auml;serner Derivatmarkt; wer an Privatisierungen verdient; Transaktionssteuer; politischer Streik; &Uuml;berstunden statt Arbeitspl&auml;tze; &Auml;rzte als Pillendreher; Pharmakosten; Kostenexplosion bei Prestigeprojekten; Gesch&auml;fte der Bahn; Vatikan mauschelt Priester frei; R&uuml;ttgers grenzt sich ab; neue Milit&auml;rstrategie f&uuml;r Afrika; Westerwelle &amp; friends.<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Die dritte Stufe der Eskalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">&ldquo;Gefechtskehrtwende&rdquo; verschreckt Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Merkel opfert den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Michael Schlecht: Die griechisch-deutsche Trag&ouml;die<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Testfeld Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Trichet fordert gl&auml;sernen Derivatemarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">ZDF\/WISO zur Transaktionsaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Finanzskandal: Ex-Stapi von Z&uuml;rich zieht Notbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Volker Bahl: Der Streik und die Durchsetzungsf&auml;higkeit der Gewerkschaften&rdquo; aus eigener Kraft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&ldquo;Eine Million Menschen sitzen auf der Stra&szlig;e, weil wir nicht p&uuml;nktlich Feierabend machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Nochmals: Zeitarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Dubiose Nebengesch&auml;fte: &Auml;rzte als Pillenh&auml;ndler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Klinikdirektor Ganser &ldquo;Der Zusatznutzen f&uuml;r Patienten ist oft null&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Pflege ist kein Halbtagsjob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Abgeschoben ins Private<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kostenexplosion: Wenn der Staat baut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Bahn f&auml;hrt auf Arriva ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Vatikan mauschelt Priester frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Rohe Leber, nackte M&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">R&uuml;ttgers soll sich von Bundes-CDU abgrenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Neue Milit&auml;rstrategie der USA f&uuml;r Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Die Gesch&auml;fte des Michael Mronz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Der strahlende Herr Westerwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Westerwelle auf Reisen &ndash; wie es wirklich war<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4841&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die dritte Stufe der Eskalation<\/strong><br>\nErst mussten die Banken gerettet werden, dann Industrieunternehmen, jetzt ganze Staaten, und Berlin merkt: Das Geld ist alle, doch die Krise geht weiter. Von einer einheitlichen Position ist Europa weit entfernt. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Meinung zu Sch&auml;ubles neuer Institution. Im Kanzleramt in Berlin bringt man auf einmal doch wieder den IWF als potenziellen Retter f&uuml;r Griechenland ins Spiel, obwohl Sch&auml;uble strikt dagegen ist. Die Kanzlerin f&uuml;rchtet den Zorn des Volkes, falls die deutsche Regierung Geld nach Athen &uuml;berweist. Ihre Berater bezweifeln, dass eine Rettung &uuml;berhaupt mit der Verfassung vereinbar sei. Auf den ersten Eskalationsstufen der Krise ging es um Wirtschaft &ndash; jetzt geht es um Politik. Wie wollen die Staaten k&uuml;nftig zusammenarbeiten? Wo werden die Entscheidungen gef&auml;llt? Nur auf den ersten Blick sieht es so aus, als h&auml;tten sich die Bedenkentr&auml;ger durchgesetzt. Tats&auml;chlich ist ein Bankrott Griechenlands &ndash; und damit eine schnelle finanzielle Hilfe durch andere L&auml;nder Europas &ndash; nicht vom Tisch. In deutschen Regierungskreisen hei&szlig;t es, die Verhandlungen &uuml;ber langfristig neue Regeln f&uuml;r die Euro-Zone seien &raquo;nach wie vor offen&laquo;. So spielen die Staaten auf Zeit &ndash; in einem Moment, in dem die Krise weiter eskaliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/12\/Wirtschaftskrise-Europa?page=all&amp;print=true\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Gefechtskehrtwende&rdquo; verschreckt Investoren<\/strong><br>\nHellas schien gerettet. Doch die Bundesregierung macht einen R&uuml;ckzieher: Kanzlerin Merkel bringt den Internationalen W&auml;hrungsfonds ins Spiel. Kreditderivate auf griechische Staatsanleihen legen deutlich zu, der Euro f&auml;llt. Das Z&ouml;gern der deutschen Regierung beunruhigt auch die Banken. Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann warnte vor dramatischen Folgen eines Griechenland-Bankrotts: &ldquo;Deutsche Banken haben betr&auml;chtliche Milliarden im Feuer gegen&uuml;ber dem Land&rdquo;, sagte der Schweizer am Mittwochabend. Sein eigenes Haus nahm er dabei allerdings ausdr&uuml;cklich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/anleihen-devisen\/:gefahr-der-staatspleite-gefechtskehrtwende-verschreckt-investoren\/50090047.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da scheint doch die Deutsche Bank auf die europ&auml;ische Solidarit&auml;t gewettet zu haben. Oder warum sonst der Appell? Nat&uuml;rlich lauern da noch die portugiesischen und spanischen Staatsanleihen im Hintergrund.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel opfert den Euro<\/strong><br>\nMan kann lange dar&uuml;ber streiten, ob bei einer drohenden Pleite der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) oder die Europ&auml;ische Union einspringen sollte. F&uuml;r beide Positionen gibt es gute Argumente &ndash; und f&uuml;r die Griechen w&auml;ren ein Programm des IWF wahrscheinlich sogar angenehmer als eines der EU. Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble und die Europ&auml;ische Zentralbank w&uuml;rden den Fall gerne selbst l&ouml;sen, Merkels Berater tendieren dazu, den IWF einzuschalten. Wie gesagt, beides geht. Was nicht geht, ist sich nicht festlegen zu wollen. Merkels Vers&auml;umnis ist ihr Mangel an F&uuml;hrung. Erst hielt sie zu Sch&auml;uble und jetzt, da die Wut der Stra&szlig;e zunimmt und die Wahlen in Nordrhein-Westfalen n&auml;her r&uuml;cken, l&auml;sst sie Sympathie f&uuml;r den IWF durchblicken. In der Innenpolitik mag ein solches Herumeiern angemessen sein, in der internationalen Finanzpolitik braucht es klare Ansagen &ndash; Unentschlossenheit, und noch dazu in Europas gr&ouml;&szlig;ter Volkswirtschaft, ist Gift f&uuml;r den Euro. Als t&ouml;dlich f&uuml;r die gemeinsame W&auml;hrung aber d&uuml;rfte sich der deutsche Vorschlag erweisen, Mitgliedsstaaten, die sich nicht an die Regeln halten, aus der Euro-Zone auszuschlie&szlig;en. Die Drohung mit dem W&auml;hrungsentzug ist geradezu eine Einladung an Spekulanten, sich auf gef&auml;hrdete L&auml;nder zu st&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/03\/19\/merkel-opfert-den-euro_1559\">Zeit Online Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Michael Schlecht: Die griechisch-deutsche Trag&ouml;die<\/strong><br>\nDie Krise in Griechenland h&auml;lt Europa in Atem. BILD und STERN l&auml;stern &uuml;ber die &ldquo;faulen Griechen&rdquo;. Die sozialen Leistungen in Griechenland seien zu hoch, der griechische Staat zu fett. Das sind M&auml;rchen.<br>\nMein neues Hintergrundpapier beleuchtet die wahren Hintergr&uuml;nde und Ursachen der griechischen Trag&ouml;die. Die deutschen Billigl&ouml;hne, das griechische Steuerdumping und die Spekulanten gef&auml;hrden den Zusammenhalt der Euro-Zone. DIE LINKE. fordert ein Ende des deutschen Lohndumpings und eine Reform der Eurozone.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/2010-03-Michael-Schlecht-Griechisch-deutsche-Trag%C3%B6die.pdf\">Michael Schlecht [PDF &ndash; 410 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Testfeld Griechenland<\/strong><br>\nDie Diktatur der Gl&auml;ubiger ist das Pilotprojekt f&uuml;r den Angriff auf die Unter- und Mittelschichten in ganz Europa&hellip;<br>\nDie implizite Behauptung, mit der W&auml;hrungsunion sei vorrangig das Ziel verfolgt worden, den allgemeinen Lebensstandard zu erh&ouml;hen, entbehrt jeder Grundlage. Sieht man einmal von den tief sitzenden, moralisierenden Ressentiments &uuml;ber die &ldquo;Schlamperei&rdquo; und &ldquo;Mi&szlig;wirtschaft&rdquo; der faulen S&uuml;deurop&auml;er hinweg, die nun die &ldquo;Solidarit&auml;t&rdquo; der europ&auml;ischen Staatengemeinschaft einforderten, bezieht sich dieses Argument in seinem &ouml;konomischen Kern auf das Leistungsbilanzdefizit der griechischen Wirtschaft. Mit anderen Worten, Griechenland hat mehr importiert als exportiert. Die griechische Wirtschaft sowie gro&szlig;e Teile des EU-W&auml;hrungsraumes bilden damit das Gegenst&uuml;ck zum deutschen &ldquo;Exportweltmeister&rdquo;, der mit dem durch Harz IV erm&ouml;glichten Lohndumping &ldquo;unter seinen Verh&auml;ltnissen&rdquo; gelebt und gewirtschaftet hat. Genau das war aber mit der W&auml;hrungsunion beabsichtigt, zumindest von denen, die etwas davon verstanden: Den exportorientierten Industrien Zentraleuropas sollten unabh&auml;ngig vom Wechselkursrisiko die Absatzm&auml;rkte gesichert werden; die M&ouml;glichkeit, mittels einer Abwertung der eigenen W&auml;hrung die Importe zu verteuern, die Exporte zu verbilligen und somit die Konkurrenzf&auml;higkeit der eigenen Industrien zu erhalten, sollte den L&auml;ndern mit einer geringeren Arbeitsproduktivit&auml;t genommen werden. An die Stelle der W&auml;hrungsflexibilit&auml;t trat die Lohnflexibilit&auml;t nach unten. Dieses neoliberale Programm hatte im EU-W&auml;hrungsraum die Senkung der gesamten Reproduktionskosten der Ware Arbeitskraft zum Ziel. Neben der Reduzierung der direkten Lohnkosten ging und geht es vor allem um eine Senkung des Rentenniveaus sowie der Kosten f&uuml;r die Sozialversicherungen. Dass mit den Maastrichter Konvergenzkriterien tats&auml;chlich eine reale Ann&auml;herung der &ouml;konomischen Verh&auml;ltnisse erreicht werden k&ouml;nne, ist dagegen nur von neoliberalen Ideologen ernsthaft behauptet worden.<br>\nAllerdings lie&szlig; sich das neoliberale Programm nicht in dem erhofften Ma&szlig;e realisieren. Das neoliberale Dogma besteht schlicht in dem Glauben, eine Deregulierung des Arbeitsmarktes w&uuml;rde die erhofften Resultate zeitigen. Das war jedoch nicht der Fall, auch wenn die griechischen Gewerkschaften den neoliberalen Kurs ihrer Regierungen weitgehend mitgetragen haben.<br>\nBetrachtet man die Struktur der griechischen Importe, so wird ebenfalls deutlich, dass der private Konsum keinesfalls der entscheidende Faktor f&uuml;r die wirtschaftlichen Ungleichgewichte ist, wie es die Phrase vom &ldquo;Leben &uuml;ber den Verh&auml;ltnissen&rdquo; nahelegen will. Mit dem Hebel der europ&auml;ischen Strukturfonds sind seit den 1990er Jahren gigantische Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht worden. So wurden die West-Ost-Autobahn von Igoumenitsa zur t&uuml;rkischen Grenze, die Br&uuml;cke Rio-Antirio, die attische Ringstra&szlig;e, die Athener Metro, der Gro&szlig;flughafen &ldquo;Eleftherios Venizelos&rdquo; sowie die olympischen Spielst&auml;tten gebaut. Die Firmenkonsortien, die diese Gro&szlig;projekte realisiert haben, lesen sich wie ein who&rsquo;s who der deutschen und franz&ouml;sischen Industrie. Die Schmiergeldzahlungen von Siemens an die beiden Regierungsparteien, mit denen im gro&szlig;en Stil die politische Landschaft &bdquo;gepflegt&ldquo; wurde, sind vor diesem Hintergrund zu sehen &ndash; in der Presse werden Summen von &uuml;ber 100 Mio. &euro; genannt.<br>\nHinzu kommt der exorbitante R&uuml;stungshaushalt Griechenlands, der nicht allein dem Konflikt mit der T&uuml;rkei um den Grenzverlauf in der &Auml;g&auml;is geschuldet ist, sondern auch den Interessen franz&ouml;sischer und deutscher R&uuml;stungskonzerne entspricht.<br>\nDie Korruption im politischen und wirtschaftlichen Leben wird daher zurecht als Ursache f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Krise ausgemacht. Nur wird dabei &uuml;bersehen, dass der externe Faktor ma&szlig;geblich f&uuml;r die Aufrechterhaltung eben dieser Korruption verantwortlich ist.<br>\nDie griechische Bev&ouml;lkerung hat f&uuml;r diese Politik in den letzten 20 Jahren bereits einen hohen Preis entrichtet: Neben der Deregulierung der Arbeitsm&auml;rkte, der Zerst&ouml;rung der sozialstaatlichen Sicherungen sowie der Senkung von L&ouml;hnen und Sozialeinkommen ist die Gesundheitsf&uuml;rsorge und das Bildungssystem in einem desastr&ouml;sen Zustand. Allein die privaten Ausgaben f&uuml;r Gesundheit und Bildung, die griechische Familien aufbringen m&uuml;ssen, sprengen alle europ&auml;ischen Rekorde. Mittlerweile lebt rund ein F&uuml;nftel der Griechen unter der Armutsgrenze, eine Zahl, die sich infolge der versch&auml;rften Austerity-Politik der Regierung Papandreou weiter erh&ouml;hen wird.<br>\nAn Griechenland soll ein Exempel statuiert und prototypisch die Versch&auml;rfung der neoliberalen Krisenpolitik erprobt werden. Diesem Versuch mu&szlig; auch in Zentraleuropa mit Nachdruck entgegengetreten werden, soll den europ&auml;ischen Eliten nicht kampflos das Feld &uuml;berlassen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/4b9914d82c6cc\/1.phtml\">Sozialistische Positionen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trichet fordert gl&auml;sernen Derivatemarkt<\/strong><br>\nSpekulationen mit Derivaten versch&auml;rfen nach Ansicht vieler die griechische und andere Krisen. Deshalb spricht sich der EZB-Pr&auml;sident daf&uuml;r aus, den Markt transparenter zu machen. Die Branche selbst ist zuversichtlich, bereits ein Schlupfloch entdeckt zu haben. Strikte Regeln in Europa und den USA w&uuml;rden schlicht dazu f&uuml;hren, dass sich der Handel nach Asien verlagert, sagte Keith Noyes, Direktor f&uuml;r die Asien-Pazifik-Region beim Lobbyverband International Swaps and Derivatives Association (ISDA). &ldquo;Asien ist besser als Europa oder die USA durch die Krise gekommen, daher gibt es nicht denselben politischen Druck f&uuml;r Ver&auml;nderungen&rdquo;, sagte Noyes der Nachrichtenagentur Bloomberg. &ldquo;Wenn es Nachfrage f&uuml;r das Produkt gibt, wird das Produkt sich bewegen, denn es gibt keinen globalen regulatorischen Standard.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/derivate\/:massenvernichtungswaffen-trichet-fordert-glaesernen-derivatemarkt\/50090619.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dann kann die OECD schon einmal anfangen eine neu schwarze Liste aufzustellen. Die Chinesen werden den Teufel tun und die Zocker aus dem Westen begr&uuml;&szlig;en. Sie haben es bereits mit ihren eigenen, vielleicht etwas schlichteren, aber nichtsdestoweniger gef&auml;hrlichen Spekulationen zu tun.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>ZDF\/WISO zur Transaktionsaktionssteuer<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/997306\/Transaktionssteuer-Gerechtere-Maerkte%253F#\/beitrag\/video\/997306\/Transaktionssteuer-Gerechtere-Maerkte%253F\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzskandal: Ex-Stapi von Z&uuml;rich zieht Notbremse<\/strong><br>\nDie Glattbrugger Firma ist in den Skandal um ein hochriskantes Finanzgesch&auml;ft der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) involviert. Blatz und Senf, Experten f&uuml;r komplexe Leasinggesch&auml;fte, hatten das Finanzgesch&auml;ft zwischen der KWL und der UBS vermittelt. Heute drohen der Stadt Leipzig aus diesem Deal Verluste von bis zu 290 Millionen Euro. Ein KWL-Verantwortlicher sitzt seit Ende Februar in Untersuchungshaft.<br>\nBlatz und Senf kassierten f&uuml;r ihre Dienste ein Honorar von &uuml;ber 20 Millionen Euro. Laut Informationen aus Deutschland sollen Blatz und Senf sich vor ihrer Verhaftung in den USA aufgehalten haben, um Millionen aus dem KWL-Gesch&auml;ft verschwinden zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/unterland\/Finanzskandal-ExStapi-von-Zuerich-zieht-Notbremse\/story\/26797844\">Tages Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie immer bei solchen Gesch&auml;ften sollte man zuerst fragen, wer verdient daran?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Volker Bahl: Der Streik und die Durchsetzungsf&auml;higkeit der Gewerkschaften&rdquo; aus eigener Kraft&rdquo;<\/strong><br>\nWir haben gesehen, dass es schwierig sein wird, die Gewerkschaften in eine angemessenere und einigerma&szlig;en &ldquo;ausgewogene&rdquo; Durchsetzungsposition zu bringen, aber wenn man die Gewerkschaften nicht als blo&szlig;e Bittsteller auf dem Teppich der Politik betrachten will, gibt es nur: Die Notwendigkeit des politischen Streiks, um die institutionelle Balance in Europa wiederherstellen zu k&ouml;nnen &ndash; bleibt die einzige Schlussfolgerung &ndash; allein um gewerkschaftliche Chancengleichheit in Europa herzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/gewerkschaft\/real\/dgbstruktur_bahl.html\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Eine Million Menschen sitzen auf der Stra&szlig;e, weil wir nicht p&uuml;nktlich Feierabend machen&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit J&ouml;rn Boewe &uuml;ber Ausma&szlig;, Weisen und Folgen von unbezahlter Mehrarbeit in der Bundesrepublik Deutschland.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber den Arbeitsmarkt werden die Dimensionen und Auswirkungen unbezahlter Mehrarbeit kaum diskutiert, obgleich diese einen relevanten volkswirtschaftlichen Faktor zugunsten der Arbeitgeber darstellt. Telepolis sprach mit J&ouml;rn Boewe, der sich in dem Buch &bdquo;ArbeitsUnrecht&ldquo; mit einem Beitrag dem Thema widmete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32257&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nochmals: Zeitarbeit<\/strong><br>\n<em>F&uuml;r den Wissenschaftsbereich schickte uns unser Leser P.G. folgende Anmerkung:<\/em>\n<blockquote><p>Zum Thema befristete Arbeitsvertr&auml;ge denken ja viele Leute an irgendwelche Geringqualifizierten (zumindest habe ich manchmal diesen Eindruck). Aber es gibt zu den von Ihnen zitierten Gesetz noch eine <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/wisszeitvg\/index.html\">abweichende Regelung f&uuml;r Wissenschaftler<\/a> zu denen ich selbst z&auml;hle. Wenn man die Regelungen in der sonstigen Arbeitswelt kritisiert, dann besteht hier doch umso mehr Anlass dazu.<br>\nEine Befristung f&uuml;r Leute mit Uni-Abschluss aber ohne Promotion ist f&uuml;r sechs Jahre m&ouml;glich. Nach der Promotion f&uuml;r weitere sechs Jahre, wobei die nicht verbrauchte Zeit vor der Promotion hier angerechnet werden darf. Mediziner haben sogar die M&ouml;glichkeit neun Jahre zu befristen.<br>\nDiese Frist kann sogar unbegrenzt (!!) verl&auml;ngert werden, wenn man sein eigenes Geld aus Drittmitteln eingeworben hat. Ist das nicht gn&auml;dig, dass man an einem Forschungsinstitut arbeiten darf, wenn man sein eigenes Geld mitbringt?<br>\nDerzeitig gehen die Universit&auml;ten f&uuml;r die Zeit vor der Promotion auch eher zu einem Stipendienmodell &uuml;ber, um die Sozialbeitr&auml;ge zu sparen.<br>\nDann muss man als Wissenschaftler nur noch irgendwo das Geld f&uuml;r die Krankenkasse auftreiben. Dadurch hat man dann nach der Promotion zw&ouml;lf Jahre Zeit f&uuml;r befristete Arbeitsvertr&auml;ge, wobei man hier meistens von Halbjahres-Vertr&auml;gen zu Halbjahres-Vertr&auml;gen springt. Und nat&uuml;rlich gibt es keine bezahlten &Uuml;berstunden o.&auml;. und wenn man Privat-Dozent ist und gerade keinen Vertrag hat, dann muss man trotzdem kostenlos lehren, damit man seinen Status nicht verliert (hatten Sie ja auch schon dr&uuml;ber berichtet). Dem steht dann das Paradies in Form von verbeamteten Professoren oder akademischen R&auml;ten (ist selten geworden) gegen&uuml;ber.<br>\nIch finde eine Diskussion &uuml;ber die Befristung der Arbeitsvertr&auml;ge sehr sinnvoll, aber man sollte die Wissenschaftler da nicht rausnehmen. Hier ist ein Bereich mit Regelungen, wo andere Arbeitgeber in der freien Wirtschaft nur tr&auml;umen k&ouml;nnen (und es wahrscheinlich auch tun).<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dubiose Nebengesch&auml;fte: &Auml;rzte als Pillenh&auml;ndler<\/strong><br>\nDer Arzt soll heilen und nicht verkaufen &ndash; so sagt es die Berufsordnung. Dabei geht es nicht zuletzt um Vertrauen. Denn kein Patient soll bef&uuml;rchten m&uuml;ssen, seine Diagnose bekomme er nur, damit der Arzt ihm anschlie&szlig;end die dazu passenden Pillen verkaufen kann. Derartige Gesch&auml;fte sind den Medizinern deshalb gesetzlich untersagt. Doch immer mehr findige &Auml;rzte umgehen dieses Gebot. Sie deklarieren etwa einen Raum ihrer Praxis als &ldquo;Praxisparalleles Institut&rdquo; &ndash; ein eigenes Gewerbe, meist gef&uuml;hrt auf den Namen des Ehepartners oder einer Arzthelferin. Hier k&ouml;nnen sie dann in einem Graubereich des Gesetzes Gesch&auml;fte machen. Besonders h&auml;ufig werden Vitaminpr&auml;parate verkauft. Mittelchen also, deren Wirksamkeit nicht belegt ist, die durch die Empfehlung des Arztes aber gewisserma&szlig;en &ldquo;veredelt&rdquo; werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/panoramaaerzte102.html\">ARD Panorama (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama418.html\">ARD Panorama (Video)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klinikdirektor Ganser &ldquo;Der Zusatznutzen f&uuml;r Patienten ist oft null&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland ist das einzige gro&szlig;e Land, in dem die Hersteller Preise f&uuml;r patentgesch&uuml;tzte Arzneimittel frei festsetzen k&ouml;nnen. Sie orientieren sich ausschlie&szlig;lich an der hohen Kaufkraft der Menschen hierzulande.<br>\nNat&uuml;rlich m&uuml;ssen wirklich neue und innovative Medikamente auch einen gewissen Preis haben, der das Risiko, mit einer Entwicklung zu scheitern, genauso abdeckt wie die hohen Kosten, die durch die Sicherheitsvorgaben der Beh&ouml;rden f&uuml;r Tests am Menschen entstehen. Doch das rechtfertigt nicht jeden Traumpreis. Und es gibt jede Menge Scheininnovationen.<br>\nWenn ein Medikament gegen einen zuvor unbehandelbaren Tumor auf den Markt kommt, folgt meist noch eine Serie &auml;hnlicher Substanzen. Deren Hersteller waren nicht ganz so schnell, wollen aber einen weiteren Preisaufschlag. Der Zusatznutzen f&uuml;r den Patienten ist oft null. Bei nur leicht ver&auml;nderten Nachfolgeprodukten nach einem Patentablauf ist das &auml;hnlich. Gerade dann flie&szlig;en riesige Summen ins Marketing.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/der-zusatznutzen-fuer-patienten-ist-oft-null-424622\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pflege ist kein Halbtagsjob<\/strong><br>\nKristina Schr&ouml;der plant ein Gesetz, das die Teilzeitpflege von Angeh&ouml;rigen erm&ouml;glichen soll. Taugt das Modell? Marlies R&uuml;ster ist berufst&auml;tig. Zudem betreut sie ihre demente Mutter, die im Heim lebt. Das Schr&ouml;der-Modell w&uuml;rde ihr nicht helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F03%2F19%2Fa0017&amp;cHash=ead7b62b5c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abgeschoben ins Private<\/strong><br>\nDass Kristina Schr&ouml;der Familien bei der Pflege von Angeh&ouml;rigen st&auml;rker unterst&uuml;tzen will, ist richtig. Denn unsere Gesellschaft altert rapide und braucht deshalb mehr Generationensolidarit&auml;t. Die Frage, wer Menschen im Alter pflegt, wird dabei immer wichtiger. Doch das Modell der Familienministerin, &uuml;ber das sie zurzeit mit Pflege- und Wirtschaftsverb&auml;nden debattiert, ist zu kurz gedacht. Es geht am Alltag vieler Familien vorbei und verkennt die gesellschaftliche Realit&auml;t. Kristina Schr&ouml;der schl&auml;gt vor, Arbeitnehmer sollten f&uuml;r zwei Jahre ihre Arbeitszeit reduzieren d&uuml;rfen, um Verwandte zu pflegen. Doch Angeh&ouml;rige, die Verwandte pflegen, k&uuml;mmern sich im Schnitt acht Jahre lang um sie. Die Ministerin will die Pflege zu Hause erleichtern &ndash; aber viele &auml;ltere Menschen k&ouml;nnen aufgrund bestimmter Krankheiten gar nicht zu Hause betreut werden, selbst wenn ihre Familien das vielleicht wollten. Die meisten pflegenden Angeh&ouml;rigen sind au&szlig;erdem &uuml;ber 50, sie leisten physisch und psychisch Schwerstarbeit. H&auml;ufig werden sie danach selbst zum Pflegefall.<br>\nKristina Schr&ouml;der m&ouml;chte ein gesellschaftliches Problem durch mehr privaten Einsatz l&ouml;sen. Besser aber w&auml;re es, Heime und ambulante Pflegestationen, ja den gesamten Pflegebereich auszubauen und finanziell besser auszustatten. Alten- und Pflegeheime brauchen mehr Personal, das angemessen bezahlt wird und gen&uuml;gend Zeit zur Erholung bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2010%2F03%2F19%2Fa0098&amp;cHash=5e936ac815\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kostenexplosion: Wenn der Staat baut<\/strong><br>\nDie Hamburger &ldquo;Elbphilharmonie&rdquo;, der Leipziger &ldquo;City-Tunnel&rdquo;, die Bremer &ldquo;Havenwelten&rdquo; &ndash; teure Bauprojekte des Staates, die w&auml;hrend des Baus immer teurer werden. Auch &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; ist solch ein Mammutunternehmen. 400 G&auml;ste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren im Februar geladen, um den Baustart zu feiern. In der ersten Reihe: der damals noch amtierende CDU-Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther Oettinger, der das &ldquo;Jahrhundertprojekt&rdquo; immer unterst&uuml;tzt hatte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2010\/panoramabaukosten100.html\">ARD Panorama (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama422.html\">ARD Panorama (Video)<\/a>\n<p><em>Direkt dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Mein Rat &ndash; l&auml;cheln und fr&ouml;hlich sein&ldquo;<\/strong><br>\ndas vollst&auml;ndige Interview mit dem ehemaligen baden-w&uuml;rttembergischen Ministerpr&auml;sidenten G&uuml;nther Oettinger zu den Baukosten von &ldquo;Stuttgart21&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panor126.html\">ARD Panorama<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir. &bdquo;L&auml;chle und sei froh. Es k&ouml;nnte schlimmer kommen.&ldquo; Ich l&auml;chelte und war froh. Und es kam schlimmer. (Autor unbekannt, h&auml;ngt in jedem dritten B&uuml;ro &hellip;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bahn f&auml;hrt auf Arriva ab<\/strong><br>\nDie Expansion der Deutschen Bahn im Ausland st&ouml;&szlig;t auf Widerstand. In Koalitionskreisen hei&szlig;t es zum geplanten Einstieg des Staatskonzerns beim britischen Konkurrenten Arriva: &ldquo;Das ist keine gute Idee &ndash; die Bahn sollte erst mal ihre eigenen Probleme beseitigen.&rdquo;<br>\nDie Bahn best&auml;tigte in einer Pflichtmitteilung f&uuml;r die Londoner B&ouml;rse das Interesse an Arriva. Man pr&uuml;fe ein Barangebot, es sei aber ungewiss, ob man es vorlege. Der Konzern hat f&uuml;r die &Uuml;bernahmepl&auml;ne bereits die Investmentbank Lazard eingeschaltet. Arriva ist an der B&ouml;rse derzeit rund 1,4 Milliarden Pfund (knapp 1,6 Milliarden Euro) wert. Die Aktien sind breitgestreut. F&uuml;r ein erfolgreiches &Uuml;bernahmeangebot m&uuml;sste die Bahn laut Experten inklusive Aufschlag rund zwei Milliarden Euro hinbl&auml;ttern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2439069_Koalition-uebt-Kritik-Bahn-faehrt-auf-Arriva-ab.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Vatikan mauschelt Priester frei<\/strong><br>\nDie Rolle des Vatikan beim Vertuschen von Missbrauchsf&auml;llen wird gerade heftig debattiert &ndash; nun f&uuml;hrt der Fall eines &ouml;sterreichischen Priesters, der zahlreiche Jungen missbraucht haben soll, direkt nach Rom: Obwohl ein Kirchengericht den Pfarrer aus der Steiermark f&uuml;r schuldig befand, w&uuml;rgte der Vatikan den Prozess einfach ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2439103_Kirchengericht-Vatikan-mauschelt-Priester-frei.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Rohe Leber, nackte M&auml;nner<\/strong><br>\nDas Leitbild &ldquo;B&uuml;rger in Uniform&rdquo; verliert an Bedeutung und die brutalen informellen Aufnahmerituale versch&auml;rfen sich. Das ist kein Zufall. An die Stelle des Leitbilds vom B&uuml;rger in Uniform scheint mehr und mehr die Identifizierung mit einem archaischen Kriegerideal zu treten, zu dessen Grundausstattung die genannten &ldquo;ewig g&uuml;ltigen&rdquo; Soldatentugenden geh&ouml;ren. Angesichts der zunehmenden Auslandseins&auml;tze und insbesondere der j&uuml;ngsten Entwicklung des Kriegs in Afghanistan unter deutscher Beteiligung verwundert diese Renaissance des alten kriegerischen M&auml;nnlichkeitsideals kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/rohe-leber-nackte-maenner\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>R&uuml;ttgers soll sich von Bundes-CDU abgrenzen<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Koalition in Berlin am Sonntag im Kanzleramt die Weichen f&uuml;r den NRW-Wahlkampf stellen will, ist die CDU in D&uuml;sseldorf schon weiter. Laut einem geheimen Strategiepapier soll Ministerpr&auml;sident J&uuml;rgen R&uuml;ttgers offenbar deutlich auf Distanz zur Mutterpartei gehen, um &ldquo;positiver und sozialer&rdquo; wahrgenommen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/strategie-fuer-wahl-in-nrw-ruettgers-soll-sich-von-bundes-cdu-abgrenzen-1552165.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers GK:<\/strong> Das in der &Ouml;ffentlichkeit von der CDU und zahlreichen Medien gepflegte Bild vom selbsternannten &ldquo;Arbeiterf&uuml;hrer&rdquo; R&uuml;ttgers hat in den vergangenen Wochen u.a. im Zuge der &ldquo;Rent a R&uuml;ttgers&rdquo;-Korruption einige empfindliche Schmutzflecken abbekommen. Mit der Realit&auml;t von R&uuml;ttgers&acute;Politik hatte dieses konstruierte Image ohnehin nichts zu tun. R&uuml;ttgers und die CDU hoffen nun, dieses ramponierte Bild durch einige &ldquo;soziale&rdquo; und &ldquo;positive&rdquo; Spr&uuml;che wieder aufzupolieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Neue Milit&auml;rstrategie der USA f&uuml;r Afrika<\/strong><br>\nAufbau von Sicherheitskr&auml;ften in instabilen L&auml;ndern in Kooperation mit Europa lautet die Devise. Schwerpunktgebiete: Somalia, Kongo, Sahelzone. S&ouml;ldnerfirmen wie Ex-Blackwater kommen zum Einsatz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F03%2F19%2Fa0139&amp;cHash=276068a20b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was ist dieser Strategie so neu? Wie in Afghanistan sollen die jeweiligen Regierungstruppen unter amerikanischer und europ&auml;ischer Hilfe besser ausgebildet werden. Wieder einmal erfolgt eine absolute Konzentration auf das Milit&auml;rische. Die wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen Problemlagen werden ignoriert. Und selbst das Ziel einer Ausbildung von Soldaten wird wie in Afghanistan durch die konkrete Situation vor Ort konterkariert. Es ist doch geradezu absurd, wenn zun&auml;chst einmal einer Regierung die Zusage abgerungen werden muss, &ldquo;dass anders als bei fr&uuml;heren ausl&auml;ndischen Milit&auml;rausbildungsmissionen &hellip;&nbsp; die Soldaten bezahlt und nach Ende der Ausbildung nicht einfach in die Pr&auml;sidialgarde gesteckt werden.&rdquo; &ndash; Nat&uuml;rlich geht es den USA letztlich um ihren &ldquo;War on Terror &ldquo;, um die Begrenzung von R&uuml;ckzugsr&auml;umen der afrikanischen Al Kaida. Aber auch hier werden die USA, werden wir scheitern, wenn wir die Situation nur milit&auml;risch l&ouml;sen wollen. Und selbst auf der sicherheitspolitischen Ebene ist die Lage sehr un&uuml;bersichtlich geworden. In diesem &ldquo;Krieg&rdquo; agieren Piraten, Warlords, Banden, Kriminelle und Terroristen. Und wer sind wir, Helfer, Berater, Polizisten, Soldaten, S&ouml;ldner?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Die Gesch&auml;fte des Michael Mronz<\/strong><br>\nWesterwelle-Freund Mronz macht als Veranstalter Karriere. Doch eine Sause f&uuml;r zwei schwarz-gelbe Landesregierungen geriet zum Fiasko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/976\/506160\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Der strahlende Herr Westerwelle<\/strong><br>\nDie Aufregung um die Entourage des Au&szlig;enministers geht am Kernproblem vorbei &ndash; n&auml;mlich der Praxis der politischen F&ouml;rderung fragw&uuml;rdiger Exporte. Im Fall von Westerwelles Lateinamerika-Reise stand zweifellos der Wirtschaftspartner Brasilien im Fokus. Westerwelle hat in Rio deutsche Unterst&uuml;tzung beim Ausbau der Kernenergie angeboten. &bdquo;Aus &ouml;kologischen wie &ouml;konomischen Gr&uuml;nden&ldquo;, sagte der Au&szlig;enminister Anfang der Woche, werde man &bdquo;auch den Export von nuklearen Energietechnologien vorantreiben&ldquo;. Dazu k&ouml;nnte gegebenenfalls auch geh&ouml;ren, deutete der FDP-Politiker an, solche Ausfuhren staatlich mit Hermes-B&uuml;rgschaften abzusichern. Genau das hatte der deutsch-franz&ouml;sische Konzern Areva\/Siemens k&uuml;rzlich bei der Bundesregierung beantragt. Es geht um den Weiterbau des brasilianischen Meilers Angra 3 &ndash; ein &auml;u&szlig;erst umstrittenes Vorhaben. Nicht nur, weil sich Brasilien weigert, das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen. Sondern auch, weil es in dem Land keine unabh&auml;ngige Atomaufsicht gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1011-westerwelle-fdp-entourage-begleiter-aussenminister\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a>Zu guter Letzt: <strong>Westerwelle auf Reisen &ndash; wie es wirklich war<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/03\/14\/100314_pol_fdp_plassmann.jpg\" width=\"475\" alt=\"Westerwelle auf Reisen\" title=\"Westerwelle auf Reisen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/?em_art=galery&amp;em_loc=3317&amp;em_cnt=1256926&amp;em_page=2\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu folgenden Themen: Erst die Banken-, dann die Wirtschaft, jetzt die Staaten; die griechische Trag&ouml;die; gl&auml;serner Derivatmarkt; wer an Privatisierungen verdient; Transaktionssteuer; politischer Streik; &Uuml;berstunden statt Arbeitspl&auml;tze; &Auml;rzte als Pillendreher; Pharmakosten; Kostenexplosion bei Prestigeprojekten; Gesch&auml;fte der Bahn; Vatikan mauschelt Priester frei; R&uuml;ttgers grenzt sich ab; neue Milit&auml;rstrategie f&uuml;r Afrika; Westerwelle &amp; friends.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4841","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4841"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4841\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4846,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4841\/revisions\/4846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}