{"id":48444,"date":"2019-01-14T08:43:34","date_gmt":"2019-01-14T07:43:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444"},"modified":"2019-01-14T08:43:34","modified_gmt":"2019-01-14T07:43:34","slug":"hinweise-des-tages-3282","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h01\">Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h02\">US-Botschafter &ldquo;abschieben&rdquo; &ndash; Wir sind keine US-Kolonie!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h03\">Man accused of shooting down UN chief: &lsquo;Sometimes you have to do things you don&rsquo;t want to&hellip;&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h04\">Der Protest der Menschen muss auf die Stra&szlig;en und ins Parlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h05\">Merkel fordert Fortsetzung des Reformkurses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h06\">Kramp-Karrenbauer will Betriebe bei Abgaben entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h07\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h08\">Neues Sozialsystem ist lahmgelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h09\">&raquo;Um den Pflegenotstand zu stoppen, reichen Spahns Pl&auml;ne nicht&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h10\">Miete rauf, Rente runter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h11\">Deutschlands n&auml;chstes Milliardengrab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h12\">Deutsche Fu&szlig;ballklubs entdecken T&uuml;rkei wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h13\">Von der Leyen und das &ldquo;Gorch Fock&rdquo;-Debakel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h14\">Zum Boxen nach Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h15\">Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h16\">&bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; verbreitet AfD-Version der Attacke auf Bremer AfD-Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h17\">Sch&ouml;ne Geschichte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48444#h18\">&bdquo;Die Welt lernt nicht dazu&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gelbwesten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Alles kommt an die Oberfl&auml;che<\/strong><br>\nIhre Zukunft ist ungewiss. Doch dank der Gelbwesten kennt ganz Frankreich Macrons lange Liste sozialer Grausamkeiten.<br>\nParis, 15. Dezember 2018. Auf der Place de l&rsquo;Op&eacute;ra verlesen drei Gelbwesten eine Rede &bdquo;an das franz&ouml;sische Volk und Pr&auml;sident Emmanuel Macron&ldquo;. Gleich zu Beginn verk&uuml;nden sie: &bdquo;Diese Bewegung geh&ouml;rt niemandem und allen. Sie ist der Aufschrei eines Volkes, dem seit vierzig Jahren alles geraubt wird, was es fr&uuml;her an seine Zukunft und seine Gr&ouml;&szlig;e hat glauben lassen.&ldquo;<br>\nIn kaum einem Monat ist aus dem Zorn &uuml;ber eine Benzinsteuer eine allgemeine Emp&ouml;rung &uuml;ber die soziale Lage und die Defizite der Demokratie gewachsen. Die Bewegung geht von einer kaum organisierten Bev&ouml;lkerungsschicht aus, die sich in k&uuml;rzester Zeit politisiert hat. Nur anderthalb Jahre nachdem Frankreich einen Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt hat, der sich r&uuml;hmte, die beiden gro&szlig;en Volksparteien der letzten vierzig Jahre hinweggefegt zu haben, sieht sich das Volk &bdquo;seiner Zukunft beraubt&ldquo;.<br>\nNun also der Absturz. Wie bei den anderen Wunderkindern seines Schlags, etwa Laurent Fabius, Tony Blair oder Matteo Renzi. F&uuml;r das liberale B&uuml;rgertum ist die Entt&auml;uschung riesig. Nach der Pr&auml;sidentschaftswahl hatte es gehofft, Frankreich sei in st&uuml;rmischen Zeiten zu einer Insel der Seligen geworden. Nach Macrons Kr&ouml;nung zu den Kl&auml;ngen der &bdquo;Ode an die Freude&ldquo; stellte ihn die britische Wochen&shy;zeitung The Economist als strahlenden Jesus dar, der &uuml;bers Wasser l&auml;uft. (&hellip;)<br>\nDank der Gelbwesten kennt nun jeder die Liste der von der aktuellen Regierung begangenen Ungerechtigkeiten: K&uuml;rzung des Wohngelds (APL) um 5 Euro monatlich bei gleichzeitiger Senkung der Steuern auf Kapitalertr&auml;ge; Streichung der Verm&ouml;gensteuer (ISF) bei gleichzeitigem Kaufkraftschwund f&uuml;r Rentner. Und nicht zu vergessen die teuerste Ma&szlig;nahme: die Steuergutschrift f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit und Besch&auml;ftigung (CICE) f&uuml;r Unternehmen.<br>\nIm n&auml;chsten Jahr wird der reichste Mann Europas Bernard Arnault, dem unter anderem die Supermarktkette Carrefour und der Luxusg&uuml;terkonzern LVMH sowie die Tageszeitungen Le Parisien und Les &Eacute;chos geh&ouml;ren, gleich zweimal von den Verg&uuml;nstigungen profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Aus-Le-Monde-diplomatique\/!5564299\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Insistierende Mobilisierung<\/strong><br>\nZum &ldquo;Acte IX&rdquo; kamen 84.000 in ganz Frankreich nach offiziellen Quellen, inoffizielle gehen von weit mehr aus. Die Protestbewegung zeigte sich in vielen St&auml;dten<br>\nEs kamen mehr als am letzten Samstag. Um 19 Uhr nannte das franz&ouml;sische Innenministerium die Zahl von 84.000 Demonstranten in ganz Frankreich, die dem Aufruf zum &ldquo;Acte IX&rdquo; der Gilets Jaunes gefolgt waren. Am Samstag zuvor, dem achten seit Beginn der Proteste, hatte man als offizielle Teilnehmerzahl 50.000 angegeben.<br>\nDer Protest der Gelbwesten geht weiter, hie&szlig; es vor einer Woche nach den vorangegangenen Wochenenden in der Weihnachts- und Neujahrszeit mit deutlich weniger Teilnehmern als zuvor. Gestern kamen nach offiziellen Zahlen 34.000 mehr.<br>\nWie das &uuml;blich ist, melden andere Quellen mehr Teilnehmer als das Ministerium unter Leitung von Christophe Castaner, der nicht daran interessiert ist, den Gelbwesten &uuml;ber solche Zahlen gr&ouml;&szlig;eres Gewicht zuzuschreiben als n&ouml;tig. Gar von 360.000 Teilnehmern liest man bei der Gewerkschaft Syndicat France Police-Policiers en Col&egrave;re als Sch&auml;tzung f&uuml;r 17 Uhr.<br>\nWo gro&szlig; die wirkliche Teilnehmerzahl war, bleibt kontrovers. Als verl&auml;sslich gilt die Zahl von 80.000 Sicherheitskr&auml;ften, die gestern im ganzen Land im Einsatz waren. Und die Liste der St&auml;dte, wo sich die Gilets Jaunes trafen, ist sehr lang: Reims, Annecy, Rouen, Bourges, Tours Poitiers, Angers, Cholet, Nantes, Vannes, Rennes, Quimper, Brest, Cherbourg, Caen, Creil, Arras, Lille, Lens, Epernay, Laon, Sedan, Verdun, Strasbourg, Metz, Nancy, Grenoble, Nice, Menton, Lyon, Montpellier, Marseille, N&icirc;mes, Toulon, Saint-Brieuc, Saint-&Eacute;tienne, Saint Nazaire, Clermont-Ferrand, Amiens, Dijon, Le Mans, Avignon, Toulouse, Bordeaux und Paris.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gelbwesten-Insistierende-Mobilisierung-4272707.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Botschafter &ldquo;abschieben&rdquo; &ndash; Wir sind keine US-Kolonie!<\/strong><br>\nWieder einmal ist US-Botschafter Richard Grenell ins Fettn&auml;pfchen getreten. Er verschickte Drohbriefe an deutsche Firmen, um sie davor zu warnen, weiter an der Erdgas-Leitung &ldquo;Nordstream 2&rdquo; von Russland &uuml;ber die Ostsee nach Deutschland mitzuarbeiten.<br>\nDer Mann ist ein Wiederholungst&auml;ter, er ist untragbar geworden. Er ist nicht bereit, das deutsche Grundgesetz zu achten. Das sieht nicht vor, dass ausl&auml;ndische Botschafter bestimmen, mit welchen Firmen deutsche Unternehmen Gesch&auml;fte machen d&uuml;rfen.<br>\nWenn Merkel und Maas Mumm h&auml;tten, w&uuml;rden sie diesen &ldquo;Diplomaten&rdquo; &ldquo;abschieben&rdquo; und ihm ein R&uuml;ckflug-Ticket in die USA schicken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.678047548923382\/2124643900930399\/?type=3&amp;theater%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: US-Botschafter Grenell schreibt Drohbriefe an deutsche Firmen<\/strong><br>\nDer Botschafter der USA in Deutschland, Richard Grenell, k&ouml;nnte erneut f&uuml;r diplomatische Spannungen zwischen den USA und Deutschland sorgen: Offenbar hat Grenell an mehrere deutsche Unternehmen, die am Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt sind, Drohbriefe geschrieben. Darin warnt er nach Angaben der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; vor US-Sanktionen, sollten die Firmen sich weiter an dem Projekt beteiligen. (&hellip;)<br>\nDie direkte Einmischung von US-Botschafter Grenell durch die Briefe geht jedoch &uuml;ber diese Drohung hinaus und ist sehr ungew&ouml;hnlich. Wie die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; aus dem Schreiben zitiert, sehe Grenell durch den Bau der Pipeline eine steigende Gefahr russischer Interventionen. Durch Nord Stream 2 und ebenso durch die &ldquo;Turk Stream&rdquo;-Pipeline w&uuml;rde der bisherige europ&auml;ische Gasimport &uuml;ber die Ukraine &uuml;berfl&uuml;ssig, wodurch die Ukraine an sicherheitspolitischer Bedeutung verl&ouml;re.<br>\nGrenell kritisiert demnach auch, dass sich die EU in ihrer Energiesicherheit von Russland abh&auml;ngig mache. &ldquo;Im Ergebnis untergraben Firmen, die den Bau beider Pipelines unterst&uuml;tzen, aktiv die Sicherheit der Ukraine und Europas.&rdquo; Der Botschafter droht: &ldquo;Wir betonen, dass Firmen, die sich im russischen Energieexportsektor engagieren, sich an etwas beteiligen, das ein erhebliches Sanktionsrisiko nach sich ziehen k&ouml;nne.&rdquo;<br>\nDie Briefe verschickte Grenell nach Recherchen der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; wohl in Abstimmung mit verschiedenen US-Beh&ouml;rden an mehrere deutsche Konzerne. Im Ausw&auml;rtigen Amt stie&szlig;en die Briefe demnach auf Unverst&auml;ndnis, Grenells Vorgehen entspreche nicht den diplomatischen Gepflogenheiten. Offiziell hat sich das Ministerium jedoch noch nicht ge&auml;u&szlig;ert. Ein Sprecher Grenells sagte der Zeitung, der Brief sei nicht als Drohung aufzufassen, &ldquo;sondern als klare Botschaft der US-Politik&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/richard-grenell-us-botschafter-schreibt-drohbriefe-an-deutsche-firmen-a-1247785.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob diese Bundesregierung &ndash; und insbesondere Au&szlig;enminister Maas &ndash; wenigstens in dieser Angelegenheit standhaft bleibt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Man accused of shooting down UN chief: &lsquo;Sometimes you have to do things you don&rsquo;t want to&hellip;&rsquo;<\/strong><br>\nExclusive research reveals that a British-trained Belgian mercenary admitted the killing of Dag Hammarskj&ouml;ld in 1961<br>\nRAF veteran &lsquo;admitted 1961 killing of UN secretary general&rsquo;<br>\nJan van Risseghem was only a teenager when his mother ordered him to flee Nazi-occupied Belgium for her native England with his brother Maurice. After hiding in a convent, and an epic journey across the war-torn continent, they reached safety in Portugal, then took a ship north.<br>\nOnce in England, the pair signed up with the Belgian resistance, and with the help of an uncle enrolled for flight training with the RAF, a decision that shaped not just their war, but the rest of their lives.<br>\nHalf a century later, flying skills he learned in Britain would also make the younger van Risseghem internationally notorious, when he was publicly linked to the plane crash that killed Swedish diplomat Dag Hammarskj&ouml;ld, the UN secretary general, in 1961.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2019\/jan\/12\/former-raf-pilot-shot-down-un-chief-dag-hammarskjold-1961-plane\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein ausgesprochen interessanter Bericht. Es geht um den Tod des UN Generalsekret&auml;rs im Jahre 1961 &ndash; ein Auftragsmord, wie vermutlich auch in anderen F&auml;llen, zum Beispiel Olof Palme. Mord ist offensichtlich Teil imperialer Politik, gerade auch des Westens. &ndash; Marco Wenzel hat den Artikel &uuml;bersetzt. Danke vielmals.<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Mann wird beschuldigt, den UN-Chef erschossen zu haben: &ldquo;Manchmal muss man Dinge tun, die man nicht will&hellip;.&rdquo;.<\/strong><br>\nExklusive Untersuchungen enth&uuml;llen, dass ein in Grossbritannien ausgebildeter belgischer S&ouml;ldner gestanden hat, Dag Hammarskj&ouml;ld im Jahr 1961 ermordet zu haben.<br>\nRAF-Veteran &ldquo;gab 1961 die Ermordung des UN-Generalsekret&auml;rs zu&rdquo;<br>\nJan van Risseghem war erst ein Teenager, als seine Mutter ihm befahl, aus dem von den Nazis besetzten Belgien mit seinem Bruder Maurice nach England, ihrem Heimatland, zu fliehen. Nachdem sie sich in einem Kloster versteckt hatten und eine erlebnisreiche Reise &uuml;ber den vom Krieg zerr&uuml;tteten Kontinent unternommen hatten, erreichten sie sicher Portugal und nahmen von dort ein Schiff nach Norden.<br>\nIn England angekommen, meldeten die beiden sich beim belgischen Widerstand.  Ein Onkel half ihnen dabei, ihnen eine Flugausbildung bei der RAF zu erm&ouml;glichen, eine Entscheidung, die nicht nur ihre Kriegserlebnisse, sondern auch den Rest ihres Lebens pr&auml;gte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190141_MWGuardian.pdf\">The Guardian, deutshe &Uuml;bersetzung von Maro Wenzel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Protest der Menschen muss auf die Stra&szlig;en und ins Parlament<\/strong><br>\nDiskussionen in der Politik und in den Parteien sollte man nicht als Krach oder Streit diffamieren, denn &ldquo;Diskussionen m&uuml;ssen sein&rdquo;, sagt Oskar Lafontaine im SR-Interview. Entscheidend sei, dass es zivilisiert zugehe. Es gebe auf die anstehenden gro&szlig;en Herausforderungen keine einfachen Antworten und deshalb seien Diskussionen auch so wichtig.<br>\nF&uuml;r die Linke sieht er &ndash; auch mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen &ndash; die Notwendigkeit, sich breiter aufzustellen. Sie m&uuml;sse besser werden, wenn es darum gehe, &ldquo;die Interessen der Vielen zu vertreten&rdquo;. Viele w&uuml;rden gar nicht mehr zur Wahl gehen, weil sie das Gef&uuml;hl haben, dass f&uuml;r sie sowieso niemand was tue. Und die Zahlen seien eindeutig. Weit &uuml;ber 40 Prozent der Menschen seien abgeh&auml;ngt, h&auml;tten nicht mehr das Einkommen wie in den 90er Jahren, so Lafontaine. &ldquo;Wir m&uuml;ssen den Protest dieser Menschen auf die Stra&szlig;e bringen und ins Parlament.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sr.de\/sr\/sr3\/themen\/politik_wirtschaft\/interview_lafontaine_linke_aufstehen100.html?fbclid=IwAR27gtaBmePuX2k1wsi7h--kRMdt0qM0zjaXIHwHKGeVoRgVbTkvSOBGCus\">SR 3<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel fordert Fortsetzung des Reformkurses<\/strong><br>\nTrotz der schmerzhaften Auswirkungen auf die B&uuml;rger m&uuml;sse man auch die Fortschritte sehen und diesen Weg weitergehen, sagte Merkel zum Abschluss ihres zweit&auml;gigen Besuchs in Athen. Nur so k&ouml;nne sich die Wirtschaft weiter entwickeln.<br>\nZuvor hatte die Kanzlerin mit dem griechischen Pr&auml;sidenten Pavlopoulos &uuml;ber die Reparationsforderungen wegen der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg in H&ouml;he von 289 Milliarden Euro gesprochen. Pavlopoulos schlug vor, die Frage juristisch auf der europ&auml;ischen Ebene zu kl&auml;ren. Merkel sagte, ihr seien die Verbrechen der Nationalsozialisten bewusst. Als Lehre daraus tue Deutschland alles, um gute Beziehungen zu Griechenland zu unterhalten und sich gegenseitig im Interesse beider Staaten zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-merkel-fordert-fortsetzung-des-reformkurses.1939.de.html?drn:news_id=965350%20\">Dlf 24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die noch amtierende Bundeskanzlerin verschweigt: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Deutschland-verdient-an-Griechenland-Krise-article19931610.html\">Deutschland verdient an Griechenland-Krise<\/a>. Bei einer Fortsetzung dieses &bdquo;Reformkurses&ldquo; profitiert vermutlich mehr die deutsche Elite in Unternehmen und Politik als die Bev&ouml;lkerung in Griechenland.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die &Auml;rmeren trifft es am h&auml;rtesten<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel besucht Griechenland und zeigt Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Menschen, die dort zu leiden haben. Gerade so, als h&auml;tte sie damit nichts zu tun. Der Leitartikel. (&hellip;)<br>\nAngela Merkel und die Mehrheit der EU-L&auml;nder sind von der Notwendigkeit dieses massenhaften Leidens deshalb &uuml;berzeugt, weil sie bestimmten Regeln zum Erreichen nationaler &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; folgen.<br>\nErstens: Die Staaten, jeder f&uuml;r sich, haben bei den Ausgaben so lange zu sparen, bis ihre Verschuldung unter ein bestimmtes Niveau gesunken oder am besten ganz verschwunden ist. Die Steuern f&uuml;r Reiche zu erh&ouml;hen, um den Haushalt durch mehr Einnahmen auszugleichen, ist nicht vorgesehen. Wenn, dann wird die Mehrwertsteuer erh&ouml;ht, wie sowohl die Kanzlerin Merkel als auch ihr Gastgeber am Donnerstag, Griechenlands ehemals linker Regierungschef Alexis Tsipras, dies getan haben. Dass dies die &Auml;rmeren am h&auml;rtesten trifft, die einen gro&szlig;en Teil ihres Einkommens f&uuml;r den Konsum ben&ouml;tigen, wird in Kauf genommen. (&hellip;)<br>\nZweitens: Das Ziel besteht darin, den jeweiligen Staat, als w&auml;re er ein Unternehmen, an &bdquo;den M&auml;rkten&ldquo; wieder kreditf&auml;hig zu machen. Das ist es, was Merkel meint, wenn sie vom &bdquo;Abschluss des dritten Programms&ldquo; spricht: Griechenland &bdquo;darf&ldquo; sich wieder bei der Finanzindustrie verschulden, wenn auch nur bescheiden.<br>\nDrittens: Unter &bdquo;Hilfe&ldquo; der EU-Partner verstehen Merkel und die EU die jetzt beendete Bereitstellung von Krediten, die zum &uuml;berwiegenden Teil in die Stabilisierung der griechischen Banken und nur zum geringen Teil in Investitionen geflossen sind, wenn &uuml;berhaupt. Von einer Art Solidarpakt, mit dem die &ouml;konomischen Unterschiede zumindest teilweise ausgeglichen und Investitionen in eine echte Wettbewerbsf&auml;higkeit finanziert w&uuml;rden, ist keine Rede. Er g&auml;lte als &ndash; pfui! &ndash; &bdquo;Transferunion&ldquo;.<br>\nViertens: Die &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;, die mit all dem erreicht werden soll, besteht vor allem darin, dass jedes Land seine Produkte m&ouml;glichst gut (und g&uuml;nstig) auf dem Weltmarkt verkaufen kann. So wie Deutschland das mit seinen Export&uuml;bersch&uuml;ssen, die &uuml;brigens gegen die Regeln der EU versto&szlig;en, Jahr f&uuml;r Jahr tut. Dass die &Uuml;bersch&uuml;sse der einen notgedrungen immer auch Defizite von jemand anderem sind, wird in dieser Logik schlicht ignoriert.<br>\nDas ist die Systematik, die sich im europ&auml;ischen Binnenmarkt und im gemeinsamen W&auml;hrungsraum durchgesetzt hat, als w&auml;re sie &bdquo;alternativlos&ldquo;. Die Politik nimmt damit nicht nur die soziale Enteignung und die Verarmung von Millionen Menschen in Kauf. Sie f&ouml;rdert auch antieurop&auml;ische Stimmen und Stimmungen, bei denen sich am Ende die neuen Parteien von ganz rechts bedienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/leitartikel\/merkel-in-griechenland-die-aermeren-trifft-es-am-haertesten-a-1651652,0#artpager-1651652-1%20\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.R.:<\/strong> was die sogenannten Hilfeleistungen an Griechenland angingen und angehen, wurde bei uns in der Presse gelogen, dass sich die Balken biegen. Daran gemessen ist dieser Artikel aus der Frankfurter Rundschau vergleichsweise realistisch und ehrlich, was in gewisser Hinsicht ein Lichtblick ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kramp-Karrenbauer will Betriebe bei Abgaben entlasten<\/strong><br>\nDie neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will die deutsche Wirtschaft mit Reformen vor einem Abschwung bewahren. &bdquo;Wir m&uuml;ssen &uuml;berlegen, wie wir die Binnenkonjunktur und unsere Wettbewerbssituation st&auml;rken k&ouml;nnen, etwa indem wir die Abgabenlast f&uuml;r Betriebe verringern durch eine Unternehmenssteuerreform&ldquo;, sagte sie der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;.<br>\nSie verstehe nicht, dass Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Steuerentlastungen erst bei einer konjunkturellen Eintr&uuml;bung vorsehe. &bdquo;Es w&auml;re sinnvoller, diese Entlastung von Anfang an zu erm&ouml;glichen und nicht erst darauf zu warten, dass die Konjunktur schw&auml;cher wird&ldquo;, sagte Kramp-Karrenbauer. Der Handelskrieg zwischen den USA und China setze die deutsche Industrie unter Druck.<br>\nGleichzeitig bef&auml;nde sich Deutschland mit der sozialen Marktwirtschaft in einem Systemwettbewerb etwa mit der chinesischen Wirtschaft. &bdquo;All das sind Entwicklungen, die wir aktiv angehen m&uuml;ssen&ldquo;, sagte die CDU-Chefin. Kramp-Karrenbauer kritisierte zudem SPD und Linkspartei. Diese w&uuml;rden die Diskussion &uuml;ber die Abschaffung des Solidarit&auml;tszuschlags f&uuml;r eine Neiddebatte missbrauchen. &bdquo;Sie bezeichnen die zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung, die bisher nicht entlastet werden, als superreich&ldquo;, betonte sie. &bdquo;Dass es sich dabei oft um kleinere und mittlere Unternehmen handelt, die sehr wohl entlastet werden m&uuml;ssen, verschweigen sie.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/unternehmenssteuerreform-kramp-karrenbauer-will-betriebe-bei-abgaben-entlasten\/23859778.html?ticket=ST-2623960-UmdUth0fhD4Yic0eP6oR-ap4\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit der Forderung nach Unternehmensteuersenkungen und der offensichtlichen Falschbehauptung, (weitere) Unternehmensteuersenkungen w&uuml;rden die Konjunktur anregen, stellt sich AKK auf die Seite von Wirtschaftsminister Altmaier, der jede Woche Unternehmensteuersenkungen fordert, von Friedrich Merz, dem CDU-Wirtschaftsrat und weiteren CDU-Vereinigungen. Wenn also z. B. die CDU-Mittelstandsvereinigung oder Merz zu Recht als Wirtschaftslobbyisten und Neoliberale genannt werden, dann geh&ouml;rt AKK direkt dazu. Und da&szlig; Scholz &ndash; wie hier geschrieben &ndash; ebenfalls &ldquo;Steuerentlastungen erst bei einer konjunkturellen Eintr&uuml;bung&rdquo; plant, beweist zum x-ten Mal, da&szlig; die SPD aus demselben Holz geschnitzt ist. Das Pseudo-Umfallen selbst bei der sogenannten SPD-Linken d&uuml;rfte leider nur noch eine Frage von Wochen sein. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Frau Kamp-Karrenbauer erweist sich mit dieser Forderung als willige Helferin der Industrie und ihrer Lobby. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48268#h06\">Eine Unternehmenssteuerreform ist das Gebot der Stunde<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Linksfraktion will neue Form der Arbeitslosenhilfe<\/strong><br>\nWer 20 Jahre und l&auml;nger in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt habe, d&uuml;rfe nicht Gefahr laufen, bei l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit alles zu verlieren, sagte Fraktionschefin Wagenknecht nach einer Klausurtagung der Bundestagsfraktion in Berlin. Ziel m&uuml;sse es sein, dass diejenigen, die lange eingezahlt h&auml;tten, ihren Lebensstandard im Gro&szlig;en und Ganzen halten k&ouml;nnten. Das Konzept kn&uuml;pfe an die Arbeitslosenhilfe an, wie es sie in Deutschland bis 2004 gab.<br>\nDie Linke will vor den anstehenden Landtagswahlen den Dialog mit SPD, Gr&uuml;nen und Gewerkschaften suchen und Alternativen zu Hartz IV diskutieren. Fraktionschef Bartsch erkl&auml;rte, Ma&szlig;stab bei den Wahlen m&uuml;ssten Mehrheiten jenseits der CDU sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klausurtagung-linksfraktion-will-neue-form-der.1939.de.html?drn:news_id=965352%20\">Dlf 24<\/a><\/li>\n<li><strong>Sozialverband nennt Hartz-IV-Sanktionen grundgesetzwidrig<\/strong><br>\nDer Sozialverband VdK will vor dem Bundesverfassungsgericht f&uuml;r die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen eintreten. &ldquo;Die Sanktionsvorschriften im Sozialgesetzbuch sind verfassungswidrig&rdquo;, sagt Verbandspr&auml;sidentin Verena Bentele. Sie ist am Dienstag als Sachverst&auml;ndige zu einer m&uuml;ndlichen Verhandlung in Karlsruhe geladen.<br>\nDas Gericht muss die Frage kl&auml;ren, ob die K&uuml;rzung von Leistungen bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das Sozialgericht Gotha hat die Verfassungsrichter um Pr&uuml;fung gebeten. &ldquo;Die Folgen k&ouml;nnen Menschen nicht nur in ihrer sozialen Teilhabe massiv einschr&auml;nken, sondern auch die Existenz bedrohen&rdquo;, sagt Bentele. Es gebe keine Belege daf&uuml;r, dass die Sanktionen die langfristige Eingliederung in den Arbeitsmarkt f&ouml;rderten. Stattdessen f&uuml;hrten sie h&auml;ufig in eine Verschuldungsspirale. Da bei den Strafen weder die pers&ouml;nlichen Umst&auml;nde ber&uuml;cksichtigt w&uuml;rden noch H&auml;rtefallregelungen vorgesehen seien, so Bentele, seien diese &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig &ldquo;.<br>\nVon September 2017 bis August 2018 haben die Jobcenter 931.000 neue Sanktionen verh&auml;ngt, etwa 77 Prozent davon wegen Meldevers&auml;umnissen. Betroffen waren rund drei Prozent der erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;nger. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nenfraktion hervor. Im Durchschnitt wurden dabei die Leistungen um 110 Euro gek&uuml;rzt, knapp 13 Euro betrafen im Schnitt K&uuml;rzungen bei den Wohnkosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-sozialverband-vdk-nennt-sanktionen-fuer-hartz-iv-empfaenger-grundgesetzwidrig-a-1247593.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sanktionen in Hartz IV nicht mit der Verfassung vereinbar<\/strong><br>\nTacheles e.V. hat in Vorbereitung der m&uuml;ndlichen Verhandlung in Karlsruhe zu Beginn des Jahres eine Online-Befragung zu den Sanktionen im Sozialgesetzbuch II (&bdquo;Hartz IV&ldquo;) durchgef&uuml;hrt. Die Beteiligung hat die Erwartungen bei weitem &uuml;bertroffen. Mehr als 21.000 Menschen haben von ihren Erfahrungen mit Sanktionen im SGB II berichtet und ihre Einsch&auml;tzungen mitgeteilt<br>\nTeilgennomen haben nicht nur LeistungsbezieherInnen, sondern auch viele Menschen aus dem sozialen Bereich, die mit LeistungsbezieherInnen arbeiten und sie unterst&uuml;tzen, Auch Rechtsanw&auml;lte und viele MitarbeiterInnen von Jobcentern haben sich ge&auml;u&szlig;ert. Tacheles e.V. wird die Auswertung am kommenden Dienstag in der m&uuml;ndlichen Verhandlung einbringen und dann online zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nThom&eacute; erg&auml;nzt: &bdquo;Unsere Befragung hat ergeben,  dass &uuml;ber 80 Prozent aller Antwortenden Sanktionen als nicht f&uuml;r ein Mittel halten, das geeignet ist, eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen. Sanktionen haben verheerende Auswirkungen auf die Lebenssituation der davon betroffenen Leistungsberechtigten. Nicht selten f&uuml;hren sie unmittelbar in Wohnungslosigkeit, Energieverlust und eine Schuldenspirale. Auch die JobcentermitarbeiterInnen sind der Auffassung, dass Arbeitsuchende in erster Linie mehr Unterst&uuml;tzung und bessere Beratung brauchen, um unabh&auml;ngig von Unterst&uuml;tzung zu werden.&ldquo;<br>\nNeben den Befragungsergebnissen, die statistisch ausgewertet werden k&ouml;nnen, hat Tacheles fast 7.000 Mitteilungen von Betroffenen erhalten: &bdquo;Diese werden wir am 15. Januar 2019 dem Verfassungsgericht komplett &uuml;bergeben. Meist wird nur &uuml;ber die Hartz IV-Bezieher*innen geredet. Wir wollen sie mit der Ver&ouml;ffentlichung der R&uuml;ckmeldungen selbst beim Gericht zu Wort kommen lassen.&ldquo; , so Thom&eacute; weiter.<br>\nTacheles e.V. ist der Auffassung, dass die Sanktionen im SGB II nicht mit der Verfassung vereinbar sind, weil sie denen, die sie treffen, die grundlegende Anerkennung als Menschen versagen. Diese grundlegende Anerkennung steht im Kern des Menschenw&uuml;rdegrundsatzes aus Art. 1 Abs. 1 GG. Tacheles appelliert daher an das Bundesverfassungsgericht, die Sanktionen im SGB II f&uuml;r verfassungswidrig zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/tickerarchiv\/d\/n\/2459\/\">Tacheles e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neues Sozialsystem ist lahmgelegt<\/strong><br>\nDie lange geplante und &auml;u&szlig;erst kontroverse &shy;Sanierung des britischen Sozialleistungsprogramms ist wieder lahmgelegt. Die konservative Arbeitsministerin Amber Rudd k&uuml;ndigte &Auml;nderungen am &bdquo;Universal Credit&ldquo; (UC) genannten System an und will die weitere Umstellung darauf f&uuml;rs Erste stoppen. Rudd sprach davon, dass das System &bdquo;mehr Mitgef&uuml;hl&ldquo; haben m&uuml;sse und momentan noch nicht richtig funktioniere. Nach diesen Verbesserungen solle das neue Programm dennoch bis 2023 im ganzen Land eingef&uuml;hrt werden.<br>\nUC, eines der gro&szlig;en Projekte der seit 2010 konservativ gef&uuml;hrten Regierung Gro&szlig;britanniens, sollte sechs verschiedene Leistungen in einer einzigen monatlichen Auszahlung b&uuml;ndeln. Neben 8 Milliarden Pfund (9 Milliarden Euro) an Einsparungen sollte UC die Empf&auml;nger*Innen eigenverantwortlicher machen und so 300.000 Arbeitslosen zur Arbeit verhelfen.<br>\nDoch bereits 2013, also von Anfang an, gab es technologische und administrative Problemen. So blieb UC lange im Teststadium f&uuml;r nur wenige Zehntausend Menschen. Immer wieder traten Probleme auf &ndash; und es gab heftige Kritik.<br>\nAls problematisch erwies sich insbesondere eine sechsw&ouml;chige &Uuml;bergangsl&uuml;cke zwischen den alten Sozialleistungen und dem neuen System, sodass Menschen teilweise mittellos dastanden. Zudem sieht UC ein Limit vor, sodass Familien mit mehr als zwei Kindern bei weiterem Nachwuchs nicht noch zus&auml;tzliche Zahlungen f&uuml;r diesen bekommen. Letzteres soll sich &auml;ndern, erkl&auml;rte Rudd jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Staatliche-Leistungen-und-Brexit\/!5559731\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das britische System von Sozialleistungen ist durch Thatcher, sp&auml;ter Blair und Cameron, wiederholt kaputtgespart worden mit der wirklich wahnsinnigen Begr&uuml;ndung, das Land k&ouml;nne sich dieses System nicht leisten (im Gegensatz zu vielfach h&ouml;heren Steuergeschenken an Reiche und Unternehmen) und der Behauptung, damit k&ouml;nne man die Arbeitslosen zur &ldquo;Eigenverantwortung&rdquo; animieren, d. h. zur Annahme von noch so schrecklichen und noch so schlecht bezahlten Jobs. Da&szlig; diese unglaubliche zynische Argumentation (&ldquo;Sanierung des britischen Sozialleistungsprogramms&rdquo; durch &ldquo;8 Milliarden Pfund [&hellip;] an Einsparungen soll[&hellip;] die Empf&auml;ngerinnen eigenverantwortlicher machen und so 300.000 Arbeitslosen zur Arbeit verhelfen&rdquo;) wortw&ouml;rtlich, ohne Sarkasmus und Anf&uuml;hrungszeichen, von der taz affirmativ aufgegriffen wird, ist leider nur typisch f&uuml;r diese mit den Gr&uuml;nen weit nach rechts gewanderte Zeitung. Alleine, da&szlig; man die schon f&uuml;r Familien mit zwei Kindern viel zu geringen Regelleistungen bei gr&ouml;&szlig;eren Familien nicht aufstocken will, ist pervers. <a href=\"https:\/\/www.leighday.co.uk\/News\/2019\/January-2019\/High-Court-finds-DWP-unlawful-on-universal-credit\">Hier wird beschrieben<\/a>, wie alleine seltsame Regelungen zu noch weiteren K&uuml;rzungen f&uuml;hrt, was sogar den britischen Richtern als asozial auffiel. Die taz dagegen schw&auml;tzt von einem &ldquo;Neuen Sozialsystem&rdquo;, obwohl UC nicht einmal die grundlegendsten F&uuml;rsorgeleistungen beinhaltet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Um den Pflegenotstand zu stoppen, reichen Spahns Pl&auml;ne nicht&laquo;<\/strong><br>\nDas Selbstlob des Gesundheitsministeriums ist bei genauerem Hinsehen gro&szlig;e Augenwischerei. Ohne Gesamtkonzept, ohne echten Reformwillen und ohne politische Orientierung doktert Minister Spahn an den Ausw&uuml;chsen der verfehlten Pflegepolitik der letzten Jahrzehnte herum. Und so muss hinter jeden Schritt f&uuml;r die Pflege ein gro&szlig;es ABER gesetzt werden, weil zu wenig getan und  orientierungslos vorgegangen wird. Um den Pflegenotstand zu stoppen, reicht das nicht.<br>\n2019 werden mehr Pflegestellen finanziert. In der Altenpflege werden 13.000 neue Stellen geschaffen. ABER die Arbeitsbedingungen und die Geh&auml;lter in der Pflege sind so schlecht, dass ausgeschriebene Stellen monatelang unbesetzt bleiben. Fast die H&auml;lfte der Altenpfleger*innen sind &uuml;ber 50 Jahre alt, viel zu wenige werden ausgebildet und die Menschen werden immer &auml;lter.<br>\nIn den Krankenh&auml;usern werden mehr Pflegestellen finanziert. In diesem Jahr &uuml;bernehmen die Krankenkassen die Kosten f&uuml;r jede neu geschaffene und jede aufgestockte Stelle in der Pflege am Bett. Ab 2020 werden die Personalkosten f&uuml;r Pflegekr&auml;fte nicht mehr durch die Fallpauschalen (unter)finanziert, sondern kostendeckend erstattet. Das ist ein Fortschritt, der f&uuml;r alle Berufsgruppen im Krankenhaus gelten muss.<br>\nABER um dem Pflegenotstand in Krankenh&auml;usern ein Ende zu bereiten, greift diese Regelung zu kurz: Noch immer verweigert die Bundesregierung eine gesetzliche Personalbemessung, die sich am pflegerischen Bedarf orientiert. Die sogenannten Personaluntergrenzen sind ein gro&szlig;er Bluff und eine herbe Entt&auml;uschung f&uuml;r alle Pflegekr&auml;fte und Patient*innen. Sie gelten nur in sehr wenigen Bereichen und werden keine sp&uuml;rbare Wirkung haben.<br>\nEs kommt Bewegung in die Pflege, weil auch viele Arbeitgeber*innen erkannt haben, dass sie etwas tun m&uuml;ssen, um die Fachkr&auml;fte zu halten. So werden pl&ouml;tzlich immer h&auml;ufiger Tarifl&ouml;hne gezahlt. ABER durch die Gehaltssteigerungen werden die Eigenanteile f&uuml;r die Bewohner*innen in den Pflegeheimen dramatisch teurer. Und da die Pflegeversicherung nur eine Teilleistungsversicherung ist, m&uuml;ssen die Betroffenen und ihre Familien das bezahlen. Die Kosten tragen also die Menschen mit Pflegebedarf, auch wenn die Arbeitgeber*innen sich mit den Erfolgen br&uuml;sten. Die Interessen der Pflegekr&auml;fte d&uuml;rfen aber nicht gegen die Interessen der Menschen mit Pflegebedarf ausgespielt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/um-den-pflegenotstand-zu-stoppen-reichen-spahns-plaene-nicht\/?fbclid=IwAR3AoE7bsmSIvyOdonEwhL8PJH3n7kIerYD4HHSrnBAvDkgTXRcvGTceX8I\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Miete rauf, Rente runter<\/strong><br>\nWird sie sich diese Stadt, in der sie seit 20 Jahren lebt, als Rentnerin &uuml;berhaupt noch leisten k&ouml;nnen?<br>\nViele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger m&uuml;ssten sich diese Frage stellen, besonders in den Gro&szlig;st&auml;dten, findet Matthias G&uuml;nther: &ldquo;Deutschland steht ein Alterswohnproblem bevor. Die Entwicklung wird einem Gro&szlig;teil der Seniorenhaushalte in Deutschland zu schaffen machen&rdquo;, warnt der Vorstand des Pestel-Instituts in Hannover. Das Institut wurde vom einstigen nieders&auml;chsischen Wissenschaftsminister Eduard Pestel gegr&uuml;ndet und hat sich auf die Erstellung von Szenarien f&uuml;r den Wohnungsmarkt spezialisiert. Sein neuestes Szenario sieht so aus: Weil die Renten k&uuml;nftig schrumpfen, die Wohnkosten dagegen steigen, m&uuml;ssten eigentlich massenhaft Senioren in kleinere Wohnungen umziehen. &ldquo;Aber genau davon gibt es viel zu wenige&rdquo;, sagt der &Ouml;konom G&uuml;nther. Und vor allem gebe es noch weniger seniorengerechte Wohnungen, bundesweit n&auml;mlich nur 700.000. Etwa drei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlten auf absehbare Zeit, beziffert das Pestel-Institut. Zu dieser Zahl kam schon das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seinen Studien. G&uuml;nther sagt es so: &ldquo;Deutschland steuert sehenden Auges auf die graue Wohnungsnot zu.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-01\/mieterhoehung-wohnungsnot-rentner-bauindustrie-immobilienmarkt\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &uuml;bliche Fehlinformation aka Fake News. Die Wohnungsnot droht nicht nur, z. B. in 10 oder 15 Jahren, sie ist schon lange da. Viele Rentner k&ouml;nnen sich inzwischen Wohnungen in Gro&szlig;st&auml;dten nicht mehr leisten und wandern in die noch g&uuml;nstige ostdeutsche Provinz oder gleich <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article186967850\/Rente-Immer-mehr-Deutsche-zieht-es-im-Alter-nach-Osteuropa.html\">ins billigere Ausland aus<\/a>. Und da&szlig; die ZEIT hier wortreich Krokodilstr&auml;nen vergie&szlig;t, soll wohl &uuml;bert&uuml;nchen, da&szlig; sie sich seit vielen, vielen Jahren ganz im neoliberalen Geist der Agenda 2010 durchgehend f&uuml;r Lohnsenkungen und Rentenk&uuml;rzungen eingesetzt hat. Das Ergebnis ist nur logisch. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist auch eine Folge des neoliberalen Privatisierungswahns, der hier nicht einmal erw&auml;hnt wird: Viele Kommunen haben ihre Wohnungsbest&auml;nde verkauft. Betroffen waren und sind insbesondere die kleinen und g&uuml;nstigen Wohnungen, die nun &ndash; z.B. nach Renovierungsarbeiten &ndash; H&ouml;chstpreise erzielen k&ouml;nnen. Die (privaten) Immobilienkonzerne d&uuml;rften kein Interesse an g&uuml;nstigen Mieten haben &ndash; ein Beispiel: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/1625368\/vonovia-bleibt-bei-hamburger-mietpreisen-in-osnabrueck-schinkel\">Vonovia senkt die Mieten in Osnabr&uuml;ck-Schinkel nun doch nicht<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;brigens: Wesentlichen Anteil an dieser verschlechterten Situation rund um das Thema Wohnungen hat die Regierung von Helmut Kohl. W&auml;hrend seiner Kanzlerschaft ist die Gemeinn&uuml;tzigkeit aller Wohnungsgenossenschaften in Deutschland abgeschafft und die Eigenbedarfsk&uuml;ndigung erfunden worden. Bitte lesen dazu erneut Werner R&uuml;gemers Text <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38801#h02\">Nichts zu danken: Helmut Kohl war nicht nur zuf&auml;llig korrupt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutschlands n&auml;chstes Milliardengrab<\/strong><br>\nNie wieder Banken aufp&auml;ppeln mit dem Geld der Steuerzahler, lautete ein Versprechen der Politik nach der Finanzkrise. Doch nach dem verlustreichen Debakel um die HSH Nordbank droht genau das im Norden der Republik.<br>\nWenn Niedersachsen einen Wettbewerb &uuml;ber Sch&ouml;nrednerei in der Politik starten w&uuml;rde, h&auml;tten Peter-J&uuml;rgen Schneider und Reinhold Hilbers beste Chancen auf den Siegerlorbeer. Der eine war bis November 2017 Finanzminister, der andere folgte ihm auf dem Posten. Beide &uuml;bten sich darin, die desastr&ouml;se Lage der Norddeutschen Landesbank (NordLB) zu verharmlosen. (&hellip;)<br>\nFest steht: Aus eigener Kraft ist das Unternehmen nicht in der Lage, die Erwartungen der EU-Bankenaufsicht zu erf&uuml;llen, die n&ouml;tigen Milliarden in den ersten drei Monaten 2019 aufzutreiben. Die Br&uuml;sseler W&auml;chter passen sehr genau auf, woher das Geld kommen wird. Beim Verdacht einer verkappten Subvention w&uuml;rden sie wie einst bei der WestLB rigoros einschreiten.<br>\nDas Problem muss allen voran das Land Niedersachsen l&ouml;sen, dem 60 Prozent der Bank geh&ouml;ren. Die Sparkassen sind mit gut 26 Prozent beteiligt, Sachsen-Anhalt mit knapp sechs Prozent. Dem Finanzminister bleiben theoretisch zwei Varianten: Steuergeld aus der Landeskasse nachschie&szlig;en oder private Geldgeber an Bord holen. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich klopften schon Mitte 2018 Privatinvestoren bei Hilbers an. Der Christdemokrat steht der Beteiligung privaten Kapitals aufgeschlossener gegen&uuml;ber als die SPD, mit der die CDU in Niedersachsen regiert. Die Gewerkschaft Verdi lehnt eine Privatisierung strikt ab: &ldquo;Private Banken sind vor allem am kurzfristigen Ertrag interessiert, w&auml;hrend die NordLB langfristig die norddeutsche Wirtschaft unterst&uuml;tzt&rdquo;, hei&szlig;t es bei Verdi. Gr&uuml;nen-Finanzexperte Wenzel meint: &ldquo;Die Bank droht in eine problematische Abh&auml;ngigkeit von einigen wenigen Hedgefonds zu geraten.&rdquo;<br>\nDennoch l&auml;uft alles darauf hinaus: Die Commerzbank, die sich &uuml;berraschend &ndash; und wohl nie ernsthaft &ndash; um die NordLB beworben hatte, ist aus dem Bieterverfahren genauso schnell wieder raus wie die Landesbank Hessen-Th&uuml;ringen (Helaba). Im Rennen befinden sich allein noch die US-Firmen Cerberus, Centerbridge und Apollo. Cerberus geh&ouml;rt zu den K&auml;ufern der HSH Nordbank, die die L&auml;nder Hamburg und Schleswig-Holstein nach Riesenverlusten mit Schiffskrediten auf Druck aus Br&uuml;ssel verlustreich verkaufen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Deutschlands-naechstes-Milliardengrab-article20808314.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Fu&szlig;ballklubs entdecken T&uuml;rkei wieder<\/strong><br>\nWegen der politischen Lage haben die deutschen Profiklubs die T&uuml;rkei zuletzt f&uuml;r Trainingslager gemieden. Das &auml;ndert sich langsam. (&hellip;)<br>\nDer Ort an der t&uuml;rkischen S&uuml;dk&uuml;ste war f&uuml;r die deutschen Profiklubs mal das, was heute Marbella an der Costa del Sol ist. Dann aber gab es im Sommer 2016 den versuchten Putsch in der T&uuml;rkei, auf den Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan mit aller H&auml;rte reagiert. (&hellip;)<br>\nDie politischen Spannungen wirkten sich auch auf die Reisegewohnheiten deutscher Fu&szlig;ballklubs aus. In der Winterpause 2017\/18 war kein Klub aus der Bundesliga und 2. Liga in der T&uuml;rkei, um sich dort auf die R&uuml;ckrunde vorzubereiten. &ldquo;Wir fliegen nicht in die T&uuml;rkei. Mit Erdogan will ich nichts zu tun haben&rdquo;, hatte Gertjan Verbeek gesagt, damals noch Trainer des VfL Bochum. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Es gab quasi einen Stopp durch die politische Entwicklung und eine extreme Zur&uuml;ckhaltung&rdquo;, sagt Dieter Burdenski im Gespr&auml;ch mit der Sportschau. Der ehemalige Torwart des SV Werder Bremen organisiert mit seiner Firma unter anderem Trainingslager, auch in der T&uuml;rkei. &ldquo;Es hat sich jetzt ein bisschen gebessert&rdquo;, sagt Burdenski &uuml;ber die Winterpause 2018\/19, &ldquo;es hat sich ein wenig beruhigt.&rdquo;<br>\nDiese Einsch&auml;tzung teilt Christoph Rottm&uuml;ller, der f&uuml;r ein f&uuml;hrendes Unternehmen der Branche Trainingslager organisiert: &ldquo;Es gibt eine sp&uuml;rbare Ver&auml;nderung.&rdquo; Das Verh&auml;ltnis zwischen Deutschland und der T&uuml;rkei habe sich entspannt, zumindest werde es so wahrgenommen, so Rottm&uuml;ller: &ldquo;Auch die Aufhebung des Ausnahmezustands im Juli 2018 spielt sicher eine Rolle.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt h&auml;lt dennoch Warnungen aufrecht: &ldquo;Reisenden wird dennoch empfohlen, sich von politischen Veranstaltungen und grunds&auml;tzlich von gr&ouml;&szlig;eren Menschenansammlungen fernzuhalten.&rdquo; Weiter hei&szlig;t es bei den Reise- und Sicherheitshinweisen zur T&uuml;rkei: &ldquo;In den letzten beiden Jahren wurden vermehrt auch deutsche Staatsangeh&ouml;rige willk&uuml;rlich inhaftiert. Festnahmen und Strafverfolgungen deutscher Staatsangeh&ouml;riger erfolgten mehrfach in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/fussball\/bundesliga2\/trainingslager-vereine-wieder-vermehrt-in-die-tuerkei-100.html\">Sportschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Proficlubs buchen wieder Trainingslager in der T&uuml;rkei &ndash; obwohl das Ausw&auml;rtige Amt Reisende weiter warnt! Und T&uuml;rken vermehrt Asylantr&auml;ge in Deutschland stellen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Von der Leyen und das &ldquo;Gorch Fock&rdquo;-Debakel<\/strong><br>\nDie komplett verkorkste, s&uuml;ndhaft teure Reparatur des Segelschulschiffs &ldquo;Gorch Fock&rdquo; wird f&uuml;r Ursula von der Leyen zur handfesten Aff&auml;re. Ein geheimer Bericht des Bundesrechnungshofs enth&uuml;llt chaotische Zust&auml;nde im Verteidigungsministerium. (&hellip;)<br>\nDas Dossier ist f&uuml;r Ursula von der Leyen bitter und gef&auml;hrlich. Angetreten als K&auml;mpferin gegen explodierende Kosten bei R&uuml;stungsprojekten muss sie nun nachlesen, wie unter ihrer Leitung bei der &ldquo;Gorch Fock&rdquo; fast alles falsch gemacht wurde, wie wichtige Informationen versandeten und sie am Ende aufgrund von falschen Zahlen wom&ouml;glich zweimal entschied, die teure Mission weiterlaufen zu lassen.<br>\nDie Instandsetzung der &ldquo;Gorch Fock&rdquo; hatte im November 2015 begonnen. Damals sollte das Schulschiff f&uuml;r 9,6 Millionen Euro wegen Sch&auml;den am Rumpf in 17 Wochen &uuml;berholt werden. Mehr als drei Jahre sp&auml;ter liegt das Schiff heute komplett zerlegt in der Werft. Die Arbeiten sind gestoppt. Erst wenn eine Task Force den Pr&uuml;fbericht nachvollzogen hat, will von der Leyen entscheiden, ob und wie es weitergeht.<br>\nDer Rechnungshof hat den Fall seit Juni 2018 recherchiert. Dabei entdeckten die Beamten eine Reihe von Planungsfehlern. So ignorierten Marine und Beschaffungsamt einen Bericht des Havariebeauftragten, der das Schiff bereits 2011 inspizierte und feststellte, dass die &ldquo;schiffbauliche Untersuchung&rdquo; seit Jahrzehnten nie richtig und umfassend durchgef&uuml;hrt wurde. (&hellip;)<br>\nVon der Leyen ist durch den Bericht nur vordergr&uuml;ndig entlastet. Dass sie durch fehlerhafte Vorlagen falsche Entscheidungen getroffen haben k&ouml;nnte, muss sie ma&szlig;los &auml;rgern. Gleichwohl bleibt sie als Ministerin f&uuml;r alle Vorg&auml;nge in ihrem Haus verantwortlich, auch f&uuml;r die Erstellung von Leitungsvorlagen. Dass ihre Top-Beamten sie m&ouml;glicherweise t&auml;uschten, ist also weit mehr als ein kleines Missgeschick.<br>\nEin Abstrafen der Verantwortlichen aber wird schwierig. Die beiden fehlerhaften Vorlagen gingen am Ende durch die H&auml;nde ihrer Staatssekret&auml;rin Katrin Suder, die allerdings hat das Haus schon verlassen. Die zweite Vorlage im M&auml;rz 2018 verantwortete letztlich Benedikt Zimmer, damals Leiter der Abteilung A. Zimmer aber ist heute eng an der Seite der Ministerin &ndash; als R&uuml;stungsstaatssekret&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/gorch-fock-warum-die-kosten-fuer-die-renovierung-so-explodierten-a-1247801.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste Frau von der Leyen l&auml;ngst bewiesen haben, dass sie auch f&uuml;r diesen Ministerposten nicht geeignet ist &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Regierung genehmigt Rheinmetall Panzer-Show in Katar<\/strong><br>\nDie Bundesregierung f&ouml;rdert weiterhin den Verkauf deutscher Panzer in Staaten des Nahen Ostens. Nach SPIEGEL-Informationen erlaubte der Bundessicherheitsrat dem Waffenkonzern Rheinmetall, eines seiner neuesten Panzer-Modelle zu Werbezwecken auf einer Milit&auml;rshow zum Nationalfeiertag in Katar Mitte Dezember 2018 zu pr&auml;sentieren.<br>\nF&uuml;r die Vorf&uuml;hrung des gerade erst fertig entwickelten Sch&uuml;tzenpanzers &ldquo;Lynx KF41&rdquo; erhielt der R&uuml;stungskonzern offiziell eine tempor&auml;re Ausfuhrgenehmigung. Das Gef&auml;hrt kann laut Rheinmetall durch Feuerst&auml;rke und Panzerung jederzeit die &ldquo;&Uuml;berlegenheit auf dem Gefechtsfeld&rdquo; sicherstellen.<br>\nIn Katar dann rollte der Sch&uuml;tzenpanzer am 18. Dezember bei der gro&szlig;en Parade zum National Day mit, darauf prangte ein Logo der katarischen Milit&auml;rpolizei. Mit dem kilometerlangen Aufzug pr&auml;sentierte sich Katar als schlagkr&auml;ftige Milit&auml;rmacht am Golf. Seit Jahrzehnten kaufen die katarischen Scheichs auf der ganzen Welt modernste Milit&auml;rtechnik ein.<br>\nInsidern zufolge bahnt Rheinmetall aktuell den Verkauf einer ganzen Reihe der hochmodernen Panzer nach Katar an. Auftritte bei solchen Paraden sind aus Sicht der Manager eine willkommene Werbung, da der hochmoderne &ldquo;Lynx&rdquo;-Panzer vor der politischen F&uuml;hrung des Golfstaats sowie vielen ausl&auml;ndischen Ehreng&auml;sten pr&auml;sentiert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ruestungsexporte-regierung-genehmigt-rheinmetall-panzer-show-in-katar-a-1247598.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zum Boxen nach Kiew<\/strong><br>\nUS-amerikanische Rassisten und ukrainische Nazis sind offenbar dabei, sich zu vernetzen. Zu diesem Schluss kommt ein Artikel, der vor einigen Tagen auf dem linken US-Nachrichtenportal New Cold War ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach haben Ermittlungen des FBI in Kalifornien zu Hinweisen gef&uuml;hrt, dass Aktivisten der kalifornischen Rassistenvereinigung RAM (Rise Above Movement) im Fr&uuml;hjahr 2018 nach Kiew gereist sind. Gastgeber sei das &raquo;Asow&laquo;-Regiment gewesen, jene faschistische und paramilit&auml;rische Formation, die die Wolfsangel als ihr Erkennungszeichen zeigt. (&hellip;)<br>\nVom &raquo;Asow&laquo;-Regiment ist im &uuml;brigen bekannt, dass es wie die G&auml;ste aus den USA eine Ideologie des &raquo;White Supremacism&laquo;, der Vorstellung einer rassischen &Uuml;berlegenheit der Wei&szlig;en, vertritt. Andrji Bilezkij, Chef des Regiments und des &raquo;Nationalkorps&laquo; hat solche Ideen wiederholt formuliert. Unter ukrainischen Nazis ist die Auffassung gel&auml;ufig, die Ukrainer seien die wahren &raquo;Arier&laquo; und unterschieden sich insbesondere hierdurch von den Russen und anderen &raquo;Mischv&ouml;lkern&laquo;. Mehrfach gab es im letzten Jahr rassistische &Uuml;bergriffe gegen Roma von Seiten ukrainischer Nazis. Dabei wurden Roma-Camps am Rande ukrainischer St&auml;dte von Nationalisten angegriffen und niedergebrannt, Bewohner verletzt und in einem Fall sogar get&ouml;tet. Dabei war auch die mutma&szlig;lich vom ukrainischen Innenministerium finanzierte Gruppe &raquo;C14&laquo; &ndash; die Zahl verweist auf eine aus 14 Worten bestehende Parole der &raquo;White Supremacists&laquo; &ndash; aktiv und vertrieb Roma etwa vom Kiewer Hauptbahnhof.<br>\nDie Verbindungen, auf die die US-Ermittler jetzt gesto&szlig;en sind, k&ouml;nnten einige der Meldungen erkl&auml;ren, die von Zeit zu Zeit in Medien der international nicht anerkannten Volksrepubliken im Donbass auftauchen. In den Reihen der ukrainischen Streitkr&auml;fte und insbesondere der inzwischen in diese integrierten ehemaligen Freiwilligenbataillone k&auml;mpfen offenbar auch Ausl&auml;nder. Durch Selbstzeugnisse in sozialen Medien ist die Beteiligung von Faschisten aus den meisten L&auml;ndern Westeuropas bekannt. Ein im US-Kongress verabschiedetes Verbot US-amerikanischer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das &raquo;Asow&laquo;-Regiment wegen dessen faschistischer und antisemitischer Ideologie wird offenbar in der Praxis umgangen. Dass in den Best&auml;nden von &raquo;Asow&laquo; auch neuere US-amerikanische Waffen wie etwa die Panzerabwehrraketen des Typs &raquo;Javelin&laquo; gesehen wurden, kann dabei nicht nur damit erkl&auml;rt werden, dass die Kiewer Regierung das Material weitergegeben hat. Es gibt auch Fotos in sozialen Netzwerken, die US-Offiziere und Angeh&ouml;rige von &raquo;Asow&laquo; bei gemeinsamen Besprechungen zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347085.usa-ukraine-zum-boxen-nach-kiew.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum w&auml;hlen Arbeiter die AfD?<\/strong><br>\nEs hat keine f&uuml;nf Jahre gedauert, bis aus der anf&auml;nglichen &bdquo;Professorenpartei&ldquo; AfD, entstanden aus einer von &bdquo;Honoratioren&ldquo; getragenen Bewegung gegen den Euro bzw. den &bdquo;Euro-Rettungsschirm&ldquo;, eine Formation mit politischer Pr&auml;gekraft geworden ist. Die Partei d&uuml;rfte mittlerweile die Sozialdemokraten als zweitst&auml;rkste politische Kraft in der BRD abgel&ouml;st haben. Es w&auml;re jedoch zuviel der Ehre, der AfD zu attestieren, ihr Aufstieg habe das politische Koordinatensystem der BRD durcheinandergewirbelt. Denn tats&auml;chlich sind durch ihren Erfolg nur existierende Tendenzen sichtbarer geworden: Der Rechtspopulismus hat vorhandener Fremdenfeindlichkeit und einem nationalistischen &bdquo;Grundrauschen&ldquo; einen konkreten Ort gegeben. Die Deutschlandfahnen in den kleinb&uuml;rgerlichen Vorstadtsiedlungen und auf den Balkonen der Sozialwohnungen sind schon lange vor dem Aufstieg der AfD un&uuml;bersehbar gewesen. Zementierung der Spaltung Aus ihrer gemeinsamen Niederlage haben die etablierten Parteien offensichtlich nichts gelernt. Es ist Bestandteil der &bdquo;Erfolgsbilanz&ldquo; der AfD, da&szlig; sich fast alle politischen Kr&auml;fte der BRD deren chauvinistischer Position in der Fl&uuml;chtlingsfrage angen&auml;hert haben. Die Hoffnung, den politischen Konkurrenten auf diese Weise zur&uuml;ckdr&auml;ngen zu k&ouml;nnen, hat sich nicht erf&uuml;llt. Am allerwenigsten sind die Sozialdemokraten in der Lage zu vermitteln, weshalb man sie w&auml;hlen sollte. Aus beinahe jeder &Auml;u&szlig;erung des SPD-Personals wird deutlich, da&szlig; nichts, aber auch gar nichts aus dem dramatischen Absturz gelernt wurde. Versprochen wird zwar, die &bdquo;&Uuml;bertreibungen&ldquo; der Hartz-IV-Zumutungen zu &bdquo;korrigieren&ldquo;, aber zu mehr als zu &bdquo;Sch&ouml;nheitsreparaturen&ldquo; scheint niemand bereit zu sein. Typisch ist die aktuelle Forderung der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles, die Sanktionen (Leistungsk&uuml;rzungen bei &bdquo;Fehlverhalten&ldquo;) f&uuml;r j&uuml;ngere Hilfebed&uuml;rftige abzuschaffen. Grunds&auml;tzlich wird damit allerdings weiterhin die Praxis akzeptiert, die Hilfss&auml;tze unter das Existenzminimum zu dr&uuml;cken &ndash; wovon j&auml;hrlich fast eine Million Bed&uuml;rftige betroffen sind. Nicht einmal ansatzweise existiert ein Bewu&szlig;tsein davon, wie sehr sich die Partei mit den Angriffen auf die Sozialsysteme und die Lebensinteressen der Lohnabh&auml;ngigen diskreditiert hat. Geradezu zynisch mutet an, da&szlig; ein &bdquo;Neuanfang&ldquo; ausgerechnet mit Andrea Nahles gelingen soll, die sich bedenkenlos als Propagandarednerin der Schr&ouml;derschen &bdquo;Agenda-Politik&ldquo; bet&auml;tigt und im demagogischen Jargon verk&uuml;ndet hatte: &bdquo;Wir wollen die Leistungsbereitschaft der Menschen nicht durch karitative Transferlogiken einschl&auml;fern.&ldquo;1 Die Umsetzung dieses Programms hie&szlig; Einsch&uuml;chterung durch Verunsicherung. Es gibt also Gr&uuml;nde, warum den Sozialdemokraten die Stammw&auml;hler davongelaufen sind und etliche von ihnen inzwischen der AfD ihre Stimme geben. Man wird jedoch genauer hinsehen m&uuml;ssen, aus welchen gesellschaftlichen Schichten die AfD-W&auml;hler kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-beilagen-pdf\/RF-252-01-19-Beilage-Faschismus.pdf\">Rotfuchs (Beilage)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Peter Naumann:<\/strong> Hervorragende sehr interessante und tiefgr&uuml;ndige sowie detaillierte Analyse, die aufgrund ihrer Aktualit&auml;t des Problems sehr empfehlenswert zum Lesen ist. In diesem Beitrag werden jene notwendigen Fragen behandelt, die sich f&uuml;r den heutigen Kampf gegen die Rechte stellen. Dieser umfassende Artikel ist ein effektives theoretisches Bollwerk gegen den immer st&auml;rker werdenden Rechtsradikalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; verbreitet AfD-Version der Attacke auf Bremer AfD-Chef<\/strong><br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung wusste sofort, was passiert ist. Der Bremer AfD-Vorsitzende Frank Magnitz<br>\nwar auf dem Heimweg vom Neujahrsempfang des &bdquo;Weser-Kurier&ldquo;, als ihn drei Vermummte mit einem Kantholz erst bewusstlos schlugen und ihm anschlie&szlig;end am Boden liegend gegen den Kopf traten. Ein Bauarbeiter sei laut Polizei eingeschritten und konnte den Angriff abwehren.<br>\nSo stand es am Dienstag auf der Titelseite des Blattes. Ein schn&ouml;rkelloser Indikativ, als w&auml;re schon zweifelsfrei gekl&auml;rt, wie der &Uuml;berfall abgelaufen ist. Und f&uuml;r ein Detail war die Polizei als vertrauensw&uuml;rdige Quelle angegeben.<br>\nDoch die Quelle f&uuml;r die Darstellung von &bdquo;Bild&ldquo; kann nicht die Polizei gewesen sein, sondern nur die AfD. Sie hatte am Montagabend eine Pressemitteilung mit all diesen Einzelheiten ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDie Polizei &auml;u&szlig;erte sich viel zur&uuml;ckhaltender. Sie sprach am n&auml;chsten Morgen von einem &bdquo;unbekannten Gegenstand&ldquo;, mit dem die T&auml;ter Magnitz gegen den Kopf geschlagen h&auml;tten. Vom mutigen Einschreiten eines Bauarbeiters war hier nicht die Rede; zwei Arbeiter h&auml;tten das Opfer am Boden liegend entdeckt und einen Rettungswagen gerufen.<br>\nAm Dienstagabend widersprachen Polizei und Staatsanwaltschaft ausdr&uuml;cklich der Darstellung der AfD. Die Aufnahmen von &Uuml;berwachungskameras w&uuml;rden zeigen, dass Magnitz von einem von drei M&auml;nnern von hinten angesprungen worden sei, daraufhin st&uuml;rzte und mit dem Kopf auf dem Pflaster aufschlug. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Verletzungen allein dem Sturz geschuldet sind. Die M&auml;nner seien sofort weggerannt. Sie ermittelt deshalb nicht mehr wegen versuchter T&ouml;tung, sondern wegen gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung.<br>\nAuf Nachfrage, wie sie zu ihrer irref&uuml;hrenden Darstellung auf Seite 1 kam, teilt die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung mit, in den Artikel sei eine Meldung des &bdquo;Weser-Kurier&ldquo; vom sp&auml;ten Montagabend &bdquo;eingeflossen, die die Verwendung eines Kantholzes im Zusammenhang mit dem Polizeibericht thematisiert und somit zu diesem sp&auml;ten Zeitpunkt der aktuellen Meldungslage entsprach&ldquo;. Der &bdquo;Bild&ldquo;-Artikel selbst nannte diese angebliche Quelle nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/34474\/luegenpresse-verbreitet-afd-version-der-attacke-auf-bremer-afd-chef\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48333\">Der Angriff auf den Bremer AfD-Vorsitzenden Magnitz verdient keinerlei Applaus, sondern Bedauern<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sch&ouml;ne Geschichte!<\/strong><br>\n&Uuml;ber Claas Relotius w&auml;re l&auml;ngst schon alles gesagt, wenn nicht tats&auml;chlich recht wenig gesagt worden w&auml;re. Die Selbstkritik der Branche ergeht sich nur in Oberfl&auml;chenkratzen. Zeit f&uuml;r eine Ursachenforschung.<br>\nDie Wogen wollen sich nicht gl&auml;tten, die Claas Relotius &uuml;ber den Flaggschiffen der Qualit&auml;tspresse aufget&uuml;rmt hat. W&auml;hrend der SPIEGEL immer noch an seiner reum&uuml;tigen Offenlegung arbeitet, diskutiert man in den Gazetten unterdessen noch &uuml;ber den Schaden, den der F&auml;lscher der Branche zugef&uuml;gt hat. Wer h&auml;tte ahnen k&ouml;nnen, dass bei den Geschichten von dem sonst so sympathischen Claas etwas nicht stimmt? Und mal grunds&auml;tzlich gefragt: Vernebelt die Reportage nicht viel zu sehr die journalistischen Sinne, weil sie doch auch wirklich schnell zum Um- und Hinzudichten verf&uuml;hrt, zum effektvollen Aufh&uuml;bschen, ja letztendlich zum Geschichtenschreiben? So wie diese Geschichte &uuml;ber Fergus Falls zum Beispiel, die mittelamerikanische Kleinstadt, die Relotius mal eben so zur Brutst&auml;tte des archetypischen amerikanischen Hinterw&auml;ldlers umgedichtet hatte.<br>\nDie Peinlichkeit trifft nat&uuml;rlich mitten ins Herz eines jeden aufrichtigen Redakteurs. Nur reicht die Art und Weise dieser selbstauferlegten Ursachenforschung schon aus? Dem medienkritischen Teil der Bev&ouml;lkerung scheint es jedenfalls l&auml;ngst zu d&auml;mmern, dass Relotius nicht einfach als ein Einzelt&auml;ter in die Skandalgeschichtsb&uuml;cher der Presse einsortiert werden kann. Irgendetwas stimmt da nicht mehr mit den verbissen verteidigten Qualit&auml;tsstandards der Branche. Und auch wenn die Kritik sich schnell in schrillen T&ouml;nen verirrt, so l&auml;sst sich diese wohl kaum mit der phrasenhaften Absichtsbekundung &uuml;berdecken, in Zukunft nun alles wieder ein bisschen genauer nehmen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/01\/schoene-geschichte\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Die Welt lernt nicht dazu&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Lafontaine, werden Sie dem Grab von Rosa Luxemburg zum 100.Todestag am Dienstag in Berlin einen Besuch abstatten?<br>\nLAFONTAINE Ja. Ich folge damit einer Tradition, die schon bei der Beerdigung von Rosa Luxemburg begonnen hat, als &uuml;ber 100 000 Berliner ihrem Sarg folgten. (&hellip;)<br>\nWenn Sie in der heutigen Zeit die Gelegenheit h&auml;tten, mit Rosa Luxemburg zu sprechen: Welches Kompliment w&uuml;rden Sie ihr machen?<br>\nLAFONTAINE Dass sie sich mit Leidenschaft f&uuml;r ihre Ziele eingesetzt hat. Gerade wenn es um die Erhaltung des Friedens ging, hat sie unsere Wirtschaftsordnung &auml;hnlich kritisch beurteilt wie heute Papst Franziskus, der sagt: Diese Wirtschaft t&ouml;tet. Und wenn man die Kriege um Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte im Vorderen Orient oder Afrika sieht, dann ist die Analyse von Rosa Luxemburg nach wie vor aktuell. (&hellip;)<br>\nWas verbindet Sie pers&ouml;nlich heute mit Rosa Luxemburg?<br>\nLAFONTAINE Ihr Eintreten f&uuml;r eine Politik des Friedens. Rosa Luxemburg hatte nach dem Ersten Weltkrieg vergeblich gefordert, die R&uuml;stungsindustrie zu verstaatlichen, um zu verhindern, dass die R&uuml;stungsindustrie die Politik zu Kriegen dr&auml;ngt. Vor dem milit&auml;risch-industriellen Komplex hat aus denselben Gr&uuml;nden ja auch sp&auml;ter der amerikanische Pr&auml;sident Eisenhower gewarnt. Die Welt lernt aber nicht dazu. Wie Trump r&uuml;stet auch die Regierung Merkel weiter auf und liefert Waffen in Kriegsgebiete. (&hellip;)<br>\nWas, denken Sie, w&uuml;rde Rosa Luxemburg heute zum Zustand der SPD sagen?<br>\nLAFONTAINE Sie trat leidenschaftlich f&uuml;r die Rechte der Arbeitnehmer und all derer ein, die um ihren Lebensunterhalt k&auml;mpfen mussten. Sie w&auml;re sicherlich eine der sch&auml;rfsten Kritikerinnen des auch von der SPD durch die Agenda 2010 zu verantwortenden Sozialabbaus.<br>\nDie von Ihnen und Ihrer Frau Sahra Wagenknecht gegr&uuml;ndete Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; kritisiert die Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundesregierung und wendet sich &ndash; anders als die meisten in Ihrer Partei &ndash; gegen offene Grenzen. Gerade auch vor dem Hintergrund des deutschen Arbeitsmarkts. Steht das nicht im krassen Gegensatz zu Rosa Luxemburgs Idee vom Sozialismus, der sich auch dem Internationalismus verschrieben hatte?<br>\nLAFONTAINE Wir sind durchaus f&uuml;r offene Grenzen, aber wir finden, dass die Grenzen nicht nur nach einer, sondern nach zwei Seiten offen sein sollten. Statt die Milliarden lediglich f&uuml;r die Menschen auszugeben, die zu uns kommen, wollen wir auch, dass ein Teil dieser Milliarden ausgegeben wird, um den Millionen Menschen in den Lagern und Hungergebieten zu helfen, die zu schwach oder zu arm sind, um nach Deutschland zu kommen. Und statt den armen L&auml;ndern Fachkr&auml;fte abzuwerben, sollten wir Spezialisten in diese L&auml;nder schicken, um ihnen zu helfen. Mein Leitbild ist Albert Schweizer, der nach Afrika ging, um dort die Kranken zu versorgen. Heute werden &Auml;rzte und Krankenschwestern aus Afrika angeworben, um hier zu arbeiten, als g&auml;be es dort keine Kranken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/themen\/lafontaine-ueber-rosa-luxemburg-erbe-die-welt-lernt-nicht-dazu_aid-35602127\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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