{"id":48467,"date":"2019-01-15T08:32:36","date_gmt":"2019-01-15T07:32:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467"},"modified":"2019-01-15T08:32:36","modified_gmt":"2019-01-15T07:32:36","slug":"hinweise-des-tages-3283","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h01\">Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h02\">Deutsche Bahn: Auf dem Abstellgleis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h03\">Integrity Initative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h04\">That sophisticated, specific Russian 2016 voter targeting effort doesn&rsquo;t seem to exist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h05\">Anarchy in the UK &ndash; Stillstand in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h06\">Armut wird kriminalisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h07\">Obdachlos wegen Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h08\">Senioren k&ouml;nnen sich einen Umzug kaum leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h09\">Grundsteuerreform muss Lasten gerecht verteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h10\">Nestl&eacute;-Boykott: Wie sich eine kleine Gemeinde gegen den Konzern wehrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h11\">Die EU als Dystopie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h12\">40 Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur: &ldquo;Der Tote packt den Lebenden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h13\">Die Eingeschlossenen: Besuch in einem pal&auml;stinensischen Dorf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h14\">Sanktionen gegen Syrien beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h15\">Goodbye Middle East, Hello Latin America: The Coming Destruction of the Caribbean Basin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h16\">BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung reicht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h17\">Mathias D&ouml;pfner liest seiner Branche die Leviten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48467#h18\">Goebbels w&auml;re begeistert &ndash; Springerpresse hetzt mit Nazijargon gegen russische Medien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gelbwesten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Wir sind mitten in einer Revolution&rdquo;<\/strong><br>\nIngrid Levavasseur ist das Gesicht der Gelbwesten-Bewegung. Hier spricht die Krankenpflegerin &uuml;ber falsche Versprechen des Pr&auml;sidenten und die Umsturz-Mentalit&auml;t der Franzosen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gelbwesten-anfuehrerin-ingrid-levavasseur-im-interview-a-1247902.html\">SPON<\/a>\n<p><strong>dazu: Auf in den Kampf, Madame<\/strong><br>\nDie Gelbwesten in Frankreich haben Ziele und Macht &ndash; aber noch keine F&uuml;hrungsfigur. Ingrid Levavasseur k&ouml;nnte es werden: Wagt die 31-j&auml;hrige Krankenpflegerin aus Rouen den Sprung an die Spitze der Bewegung?<br>\n(&hellip;) Sie ist die vielleicht bekannteste Gelbweste Frankreichs: 31 Jahre, lange rote Haare, direkter Blick. Gestern war sie eine geschiedene Mutter zweier Kinder und Krankenpflegerin. Heute ist sie au&szlig;erdem eine der wichtigsten Gegenspielerinnen ihres Pr&auml;sidenten.<br>\nAlle sind hinter ihr her: Politiker, Parteien, reiche Geldgeber, die eigenen Leute. Noch hat die Gelbwestenbewegung keine feste Struktur, der Protest folgt den Aufrufen einiger F&uuml;hrungspersonen im Internet. Schon nimmt er wieder zu. Landesweit 80.000 Demonstranten sind es an diesem Samstag nach Angaben des Pariser Innenministeriums, mehr als vor einer Woche. Der Bewegung kommt zugute, dass es dieses Mal keine spektakul&auml;ren Gewaltszenen gibt, nur das &Uuml;bliche: Wasserwerfer und Tr&auml;nengas, auch in Rouen. &ldquo;Gut, dass ich meine Bodyguards habe&rdquo;, sagt Levavasseur &uuml;ber ihre Begleiter. Auf der Stra&szlig;e vor ihr liegen leere Tr&auml;nengash&uuml;lsen.<br>\nTalkshow-Protagonisten in Grund und Boden geredet<br>\nLevavasseur hat neben Facebook das altmodische Fernsehen bekannt gemacht. Keine Gelbweste trat dort besser auf. Sie redete die &uuml;blichen alkshow-Protagonisten in Grund und Boden. Ihr Rezept: &ldquo;Ich spreche von dem, was ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gelbwesten-in-frankreich-krankenpflegerin-ingrid-levavasseur-ist-der-star-der-bewegung-a-1247784.html\">SPON<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&laquo;Die Herrschenden haben Angst &ndash; und das ist wundervoll&raquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Frankreich ist im Ausnahme&shy;zustand. Seit Wochen halten die Stra&szlig;enproteste an. Wie erkl&auml;ren Sie sich diese gewaltsame Eruption?<br>\nDidier Eribon: Was da in der franz&ouml;sischen Politik aufbricht, hat sich zum Beispiel in Gro&szlig;britannien mit dem Brexit schon fr&uuml;her manifestiert. Das Ja zum Brexit war eine Revolte gegen das Europa, das heute unter dem Diktat der neoliberalen Agenda geschaffen wird. Es war eine Form des Widerstandes gegen die soziale und wirtschaftliche Gewalt dieser Agenda. Auch der Brexit ist eine Form der Revolte von unten. Die Gelbwesten sind die franz&ouml;sische Variante dieser Revolte, also ein Aufstand der Stra&szlig;e, der meistens friedlich, manchmal aber auch gewaltt&auml;tig ist &ndash; wobei man sehen muss, dass die Ausschreitungen h&auml;ufig durch die extreme Gewalt der Polizei&shy;repression provoziert werden.<br>\nDer Brexit war eine nationalistische Reaktion auf Europa, die von konservativen, teilweise reaktion&auml;ren Kr&auml;ften getragen wurde. Muss man die &laquo;gilets jaunes&raquo; in dieser Ecke verorten?<br>\nEribon: Die Menschen lehnen Europa ab, weil sie unter Europa leiden. Wenn man darauf reagiert, indem man sagt, das sei nationalistisch, gibt man keine Antwort auf die Probleme, die sich stellen. Die Frage ist, weshalb so viele B&uuml;rger das Europa ablehnen, das von unseren Regierungen durch&shy;gesetzt wird. Es spielt letztlich keine Rolle, ob der Widerstand sich an den Urnen oder auf der Stra&szlig;e manifestiert. Die Frage, die alles bestimmt, ist ganz einfach: Ist es akzeptabel, dass die Europ&auml;ische Union der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung ein solches Ma&szlig; an sozialer Gewalt, an Verarmung, Verunsicherung und Abbau des Sozial&shy;staates aufzwingt?<br>\n(&hellip;) Erst vergleichen Sie die &laquo;gilets jaunes&raquo; mit dem Brexit, dann ziehen Sie eine Parallele zu Ihren Verwandten, die angefangen haben, f&uuml;r den Front national, den heutigen Rassemblement national, zu stimmen. Noch einmal: Wie reaktion&auml;r ist die Bewegung?<br>\nEribon: Diese Revolte ist in ihrem Kern nicht reaktion&auml;r. Befragungen haben ergeben, dass eine Mehrheit der Protestierenden sich selber als eher links oder auch als links&shy;extrem definiert, ein gro&szlig;er Anteil bezeichnet sich als apolitisch, ein drittes Segment ist eher rechts oder auch rechts&shy;extrem. Da kann man schwer von einer reaktion&auml;ren Revolte sprechen, nur die Medien tun dies ohne Unterlass. Wenn man mit den Leuten direkt redet, sagen sie, dass sie den politischen Parteien miss&shy;trauen &ndash; was man ja auch verstehen kann. Es handelt sich um eine Revolte gegen das politische und &ouml;konomische System, so wie es heute funktioniert. Die unteren Schichten wollen nicht weiter so behandelt werden.<br>\n(&hellip;) Louis: Es geht bei der kritischen Bericht&shy;erstattung &uuml;ber die gilets jaunes im Grunde nicht um Rassismus oder Homo&shy;phobie. Das z&auml;hlt letztlich gar nicht. Die Mehrheit der Stimmen, die den &ouml;ffentlichen Raum beherrschen, &auml;u&szlig;ert sich gar nie zu diesen Themen. Jetzt werden diese lediglich benutzt, um die Protestierenden zum Schweigen zu bringen, unm&ouml;glich zu machen, der L&auml;cherlichkeit preiszugeben, mit letzter Konsequenz und einer extremen Verachtung. Was sich hier offenbart, ist Klassen&shy;rassismus.<br>\nWie kann man denn der ideologischen Substanz der Gelbwesten gerecht werden?<br>\nLouis: Es handelt sich grunds&auml;tzlich um eine soziale Bewegung, das hei&szlig;t, sie stellt Forderungen, die gegen die &ouml;konomische Unsicherheit und die soziale Aus&shy;grenzung gerichtet sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2019\/01\/12\/die-herrschenden-haben-angst-und-das-ist-wundervoll?fbclid=IwAR1gIWhnqrd3MrsVSva4-PNtqkCSxIEJFKfdxUKi_WimeKMQVGLJ3iFMuwU\">Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Bahn: Auf dem Abstellgleis<\/strong><br>\nVerkehrsminister Andreas Scheuer fordert vom Bahnchef eine rasche L&ouml;sung der Krise. Das ist unrealistisch: Denn dazu hat auch der Bund jahrelang zu viele Fehler gemacht<br>\n(&hellip;) Zum Jahresbeginn 1994 wurde aus der alten Bundesbahn &ndash; damals frisch verbunden mit der Reichsbahn der ehemaligen DDR &ndash; die Deutsche Bahn AG. Die gro&szlig;e Bahnreform stellte den Staatsbetrieb auf neue F&uuml;&szlig;e&hellip;<br>\nDoch heute, 25 Jahre sp&auml;ter, ist bei der Bahn niemandem zu Feiern zumute. Im Gegenteil. Am morgigen Dienstag erwartet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Vorstandschef, Richard Lutz, zum Krisengespr&auml;ch im Ministerium. Denn die schuldenfrei gestartete AG hat l&auml;ngst wieder einen Schuldenberg von rund 20 Milliarden Euro aufget&uuml;rmt, der inzwischen an die vom Bundestag gesetzte Grenze st&ouml;&szlig;t&hellip;.<br>\nDie Bahn braucht dringend mehr Geld. Das Problem der veralteten Flotte etwa l&ouml;st sich bald: Die Bahn hat neue Z&uuml;ge bestellt, Doppelstock-ICs und neue ICE 4. Doch die m&uuml;ssen bezahlt werden, und die laufenden Einnahmen reichen daf&uuml;r nicht. Vom Kunden kann das n&ouml;tige Kapital kaum kommen &ndash; noch teurer d&uuml;rfen Fahrscheine nicht werden. Eine weitere Verschuldung am Markt ist auch keine dauerhaft gute L&ouml;sung, da mit den wachsenden Schulden die Summe steigt, die die Bahn f&uuml;r die Zinsen zahlen muss. Schon heute muss der Konzern einen gewaltigen Teil seines Gewinns f&uuml;r die Zinszahlung aufwenden.<br>\nDie Politik hat den Schienenverkehr vernachl&auml;ssigt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2019-01\/deutsche-bahn-andreas-scheuer-richard-lutz-reformen\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist insgesamt ein lesenswerter Beitrag. Aber es ist zum einen anzumerken, dass den Journalisten offensichtlich sehr sp&auml;t einf&auml;llt, dass die gesamte Bahn Politik schon seit den neunziger Jahren schief l&auml;uft. Und insbesondere ist die in dem Artikel ge&auml;u&szlig;erte Vorstellung, die Absicht des ehemaligen Bahnchef Mehdorn, den Nachteil der &Ouml;ffnung des Schienennetzes f&uuml;r private Anbieter dadurch ausgleichen zu k&ouml;nnen, dass er die Bahn zum weltweit t&auml;tigen Unternehmen machte, schlicht abstrus. Da m&uuml;sste ein aufgekl&auml;rter Journalist schreiben, dass die Trennung von Netz und Betrieb von Beginn an falsch war und das der Bundesverkehrsminister alles daran setzen muss, die Ausweitung des Betriebs privater Verkehrsunternehmen auf dem Netz der Bahn einzuschr&auml;nken statt zu f&ouml;rdern. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch zwei Beitr&auml;ge auf den NachDenkSeiten &hellip;<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>vom 23. November: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47393\">Gr&uuml;ne Fehleinsch&auml;tzung &ndash; Trennung von Netz und Betrieb der Bahn<\/a>&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>und vom 26. November 2018: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47431\">Trennung von Betrieb und Netz &ndash; Fortsetzung einer wichtigen Debatte<\/a>&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dazu auch: Ronald Pofalla soll Krisenmanagement bei der Bahn &uuml;bernehmen<\/strong><br>\nKaputte oder versp&auml;tete Z&uuml;ge: Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla soll laut einem Medienbericht die Probleme der Deutschen Bahn bis Sommer in den Griff kriegen &ndash; als konzern&uuml;bergreifender Krisenmanager.<br>\nJeder vierte Fernzug hat Versp&auml;tung, oft gibt es technische M&auml;ngel, es fehlen Mitarbeiter &ndash; und Geld: Die vielen Probleme bei der Deutschen Bahn soll jetzt Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla als konzern&uuml;bergreifender Krisenmanager bis zum Sommer bew&auml;ltigen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bahn-ronald-pofalla-soll-krisenmanagement-uebernehmen-a-1247776.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Pofallas gr&ouml;&szlig;te Idee in Sachen P&uuml;nktlichkeit war &uuml;brigens die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/um-puenktlicher-zu-werden-deutsche-bahn-spielt-fahrgaeste-gegeneinander-aus\/23672036.html\">Pofalla-Wende<\/a>&ldquo; &ndash; ein versp&auml;teter ICE soll demnach einfach umdrehen, um wenigstens auf der R&uuml;ckfahrt p&uuml;nktlich zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Integrity Initative<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Politologe zu &bdquo;Integrity Initiative&ldquo;: &bdquo;Skandal mit politischer Dimension&ldquo;<\/strong><br>\nNoch immer berichten deutsche Medien nicht &uuml;ber die antirussische Geheimkampagne &ldquo;Integrity Initiative&ldquo;. Der Politologe Peter W. Schulze von der Universit&auml;t G&ouml;ttingen bezeichnet das im Sputnik-Interview als einen Skandal mit politischer Dimension. Gerade die Verbindung zum britischen Geheimdienst sei brisant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190114323588051-integrity-initiative-skandal\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<li><strong>The Twitter Smearing of Corbyn and Assange<\/strong><br>\nThe U.K.-financed Integrity Initiative, managed by the Institute for Statecraft, is ostensibly a &ldquo;counter disinformation&rdquo; program to challenge Russian information operations. However, it has been revealed that the Integrity Initiative Twitter handle and some individuals associated with this program have also been tweeting messages attacking Labour leader Jeremy Corbyn. This takes on special meaning in light of the numerous U.K. military and intelligence personnel associated with the program, documented in an important briefing by academics in the Working Group on Syria Propaganda and Media.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2019\/01\/14\/the-twitter-smearing-of-corbyn-and-assange\/\">Consortium News<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>That sophisticated, specific Russian 2016 voter targeting effort doesn&rsquo;t seem to exist<\/strong><br>\nThe revelation on Tuesday that Donald Trump&rsquo;s 2016 campaign chairman, Paul Manafort, had shared polling data with a colleague in Ukraine who had ties to Russian intelligence predictably kicked up a furor of speculation about the significance of the move. This is what one of the Russia-Trump collusion scenarios looks like: someone from Team Trump passing data to the Russians that the latter group could use to target voters and influence the election. After all, the common understanding is that Russia&rsquo;s interference efforts included sophisticated targeting of specific voting groups on Facebook, which could have made the difference in states that Trump narrowly won on his way to an electoral-vote victory.<br>\nThat understanding about Russia&rsquo;s sophisticated targeting, though, is not supported by the evidence &mdash; if it&rsquo;s not flat-out wrong. [&hellip;]<br>\nMost of the ads purchased by the Russians didn&rsquo;t specify a geographic target smaller than the United States on the whole, according to a Post review of the ads released by the House Intelligence Committee. Those that did target specific states heavily targeted those that weren&rsquo;t really considered targets of the 2016 election, such as Missouri and Maryland. And of those ads that did target specific states, most happened well before or well after the final weeks of the campaign.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/politics\/2019\/01\/09\/that-sophisticated-specific-russian-voter-targeting-effort-doesnt-seem-exist\/?utm_term=.403d4a36a7b0\">Washington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine interessante Analyse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Anarchy in the UK &ndash; Stillstand in der EU<\/strong><br>\nEs ist ein Crash mit Ansage: Am Dienstag soll das von der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus ratifiziert werden. Doch die Abgeordneten str&auml;uben sich, die Lage droht Premierministerin May zu entgleiten.<br>\nMay ist jedoch die einzige Ansprechpartnerin der EU. Deshalb versuchten die EU-Chefs am Montag, der konservativen Politikerin ein wenig unter die Arme zu greifen &ndash; mit einer schriftlichen &ldquo;Klarstellung&rdquo;.<br>\nMan werde alles daf&uuml;r tun, um den umstrittenen &bdquo;Backstop&ldquo; &ndash; der ganz Gro&szlig;britannien dauerhaft an die EU binden k&ouml;nnte &ndash; nicht einzusetzen, betonten die Pr&auml;sidenten Juncker und Tusk in dem f&uuml;nfseitigen Brief.<br>\nSollte der Austrittsvertrag von London wie geplant ratifiziert werden, so werde die EU sofort die noch ausstehenden Verhandlungen zu einem Partnerschaftsvertrag mit Gro&szlig;britannien einleiten.<br>\nAllerdings r&uuml;ckt die EU keinen Millimeter von dem &ndash; weitgehend von Br&uuml;ssel diktierten &ndash; Vertragstext ab, der im November verabschiedet worden war und seitdem f&uuml;r Anarchie in UK sorgt. Sie l&auml;sst auch keinerlei Bereitschaft f&uuml;r einen &bdquo;Plan B&ldquo; erkennen, der May doch noch eine Mehrheit sichern k&ouml;nnte. Die viel ger&uuml;hmte &bdquo;Kultur des Kompromisses&ldquo; kommt beim Brexit nicht zum Zuge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/anarchy-beim-brexit-stillstand-bei-steuern\/amp\/?fbclid=IwAR1rspqcFVQ6aSW3up7fP6wIIG494Ec7oaDP4oN8Ln0THVIM-ZcXVigWJ3A\">Lost in EUrope<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armut wird kriminalisiert<\/strong><br>\nNeoliberalismus: Olaf Scholz&rsquo; Gesetz zum Verbot von Tagel&ouml;hnern bek&auml;mpft einmal mehr die Mittellosen selbst statt die Ursachen f&uuml;r deren Lage.<br>\nGeht es um den Neoliberalismus im Alltag, drehen sich die Themen h&auml;ufig um Burn-out-&Auml;ngste junger Kreativer oder um Selfcare-Methoden der Personal Coaches. Die andere Seite der Medaille ist das Leben derer ganz unten. F&uuml;r eine wachsende Zahl an Menschen gibt es selbst in den reichen Staaten auf dem regul&auml;ren Arbeitsmarkt keinen Platz mehr. Sie hangeln sich von Kleinst- zu Kleinstjob, teilen sich mit mehreren ein Zimmer oder m&uuml;ssen auf der Stra&szlig;e schlafen. Der Staat macht ihnen das Leben schwer, indem er ihre Armut kriminalisiert.<br>\nGenau darauf l&auml;uft jetzt der Entwurf des Bundesfinanzministeriums f&uuml;r ein &bdquo;Gesetz zur Bek&auml;mpfung von Missst&auml;nden am Arbeitsmarkt, illegaler Besch&auml;ftigung sowie von Kindergeld- und Sozialleistungsmissbrauch&ldquo; hinaus. Er sieht etwa vor, den Tagel&ouml;hner-Markt zu verbieten. Menschen d&uuml;rften dann nicht mehr mit anderen an einem bestimmten Ort ihre Arbeitskraft als Tagel&ouml;hner anbieten. Ihnen drohen Platzverweise und Bu&szlig;gelder von bis zu 5.000 Euro.<br>\nDie Stra&szlig;enecke ist f&uuml;r Tagel&ouml;hner oft die letzte Chance. Viele von ihnen sind von Leistungen wie Hartz IV ausgeschlossen. Die meisten sind zwar EU-B&uuml;rger, haben aber trotzdem keinen Anspruch, etwa weil sie keinen formellen Arbeitnehmerstatus haben oder ihnen die n&ouml;tigen Nachweise fehlen.<br>\nOffiziell m&ouml;chte das Finanzministerium mit dem Gesetz die Organisierte Kriminalit&auml;t bek&auml;mpfen. Ein Irrglaube, wie ein Blick in die Studie Arbeit! Wohnen! Urbane Auseinandersetzungen um EU-Migration zeigt, die gerade bei Edition Assemblage erschienen ist. Die Anthropologin Lisa Riedner hat jahrelang Tagel&ouml;hner in M&uuml;nchen begleitet. Ihr Ergebnis: Sie organisieren sich an den bekannten Stra&szlig;enecken selbst, um Infos auszutauschen, informelle Mindestl&ouml;hne zu besprechen oder schlicht, um sich vom langen Warten abzulenken. Selbst ein leitender Beamter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, den Riedner zitiert, interessiert sich nicht f&uuml;r die Tagel&ouml;hner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/armut-an-sich-ist-wohl-kein-problem\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Obdachlos wegen Sanktionen<\/strong><br>\nVor der Verhandlung des Verfassungsgerichts zu Hartz-IV hat eine Initiative tausende Menschen befragt. Die Ergebnisse st&uuml;tzen die Kritiker.<br>\n(&hellip;) Wer als Hartz-IV-Empf&auml;nger Meldepflichten verpasst, muss mit einer zehnprozentigen K&uuml;rzung der Leistung von derzeit 424 Euro f&uuml;r einen Alleinstehenden rechnen. Wer sich weigert, eine &bdquo;zumutbare&ldquo; Arbeit aufzunehmen, erh&auml;lt 30 Prozent weniger. Im Wiederholungsfall werden 60 Prozent abgezogen, bei weiteren Wiederholungen binnen einem Jahr gibt es gar nichts mehr. Bei jungen Menschen unter 25 Jahren sind die Sanktionen noch sch&auml;rfer.<br>\nDas Sozialgericht im th&uuml;ringischen Gotha h&auml;lt die Sanktionsregelungen f&uuml;r verfassungswidrig und hat einen entsprechenden Fall dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt. Das menschenw&uuml;rdige Existenzminimum m&uuml;sse vom Staat gedeckt werden, deshalb sei eine K&uuml;rzung dieser Leistungen nicht m&ouml;glich, argumentiert das Sozialgericht.<br>\nAls sachverst&auml;ndige Organisation hat das Verfassungsgericht zur Verhandlung am Dienstag auch die Wuppertaler Sozial&shy;initiative Tacheles eingeladen. Der Verein, der seit 1994 existiert, versteht sich als Stimme der Betroffenen.<br>\n(&hellip;) Willk&uuml;rliches Handeln der Jobcenter?<br>\nEin besonders erschreckendes Ergebnis f&uuml;r Thom&eacute;: &bdquo;58 Prozent der Betroffenen und 52 Prozent der Beratungsstellen kennen F&auml;lle, bei denen Hartz-IV-Bezieher wegen K&uuml;rzungen ihre Wohnung verloren.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Am Dienstag wird Thom&eacute; in Karlsruhe auch das Einleitungsstatement f&uuml;r die Verb&auml;nde der Sanktionsgegner halten, zu denen er den Sozialgerichtstag, den DGB und die meisten Wohlfahrtsverb&auml;nde z&auml;hlt. Sein Konterpart wird Sozialminister Hubertus Heil (SPD) sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Bundesverfassungsgericht-zu-Hartz-IV\/!5561469\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahrscheinlich sollte man nicht zu viel vom BVerfG erwarten, aber trotzdem ist doch die h&ouml;chstrichterliche Entscheidung wichtig. Man fragt sich nur, warum erst jetzt; warum so ein asoziales Verarmungsprogramm wie Hartz IV satte 14 Jahre ohne Einspruch durchgezogen werden konnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Senioren k&ouml;nnen sich einen Umzug kaum leisten<\/strong><br>\nDie Wohnungsnot wird sich versch&auml;rfen, wenn die geburtenstarken Jahrg&auml;nge ab 2025 in Rente gehen, so eine Studie des Pestel-Instituts. Das liege daran, dass stark steigende Wohnkosten auf letztlich sinkende Renten sto&szlig;en, sagte Matthias G&uuml;nther, Mitautor der Studie, im Dlf.<br>\nBritta Fecke: Die Miet- und Immobilienpreise steigen in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten stetig und ein Ende dieser Tendenz ist nicht abzusehen. Das hat zur Folge, dass einkommensschw&auml;chere Personen oder Familien aus den Innenst&auml;dten verdr&auml;ngt werden. Das bedeutet auch, dass ein Umzug so gut es eben geht vermieden wird, weil die neue Bleibe in der Regel viel teurer wird, so dass viele in der alten, vielleicht auch zu gro&szlig;en Wohnung g&uuml;nstiger leben als in einer neu gemieteten kleineren Immobilie. Doch mit dem Alter sind viele Menschen gezwungen, ihre Wohnung im vierten Stock oder das Haus mit den vielen Treppen zu verlassen&hellip;.<br>\nMatthias G&uuml;nther: Das Problem ist, dass heute stark steigende Wohnkosten auf letztlich sinkende Renten sto&szlig;en, weil immer mehr Menschen in den Ruhestand gehen, die im Niedriglohnsektor gearbeitet haben, die lange Arbeitslosenzeiten zu verbuchen haben in ihrem Erwerbsleben, die 45 Jahre gar nicht mehr vollkriegen. Das ist ein Thema, was heute schon akut ist, sich aber noch deutlich versch&auml;rfen wird, wenn die geburtenstarken Jahrg&auml;nge der 1960er-Jahre ab 2025 dann in den Ruhestand gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnen-65-plus-oekonom-senioren-koennen-sich-einen-umzug.697.de.html?dram:article_id=438267\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Grundsteuerreform muss Lasten gerecht verteilen<\/strong><br>\n&bdquo;Eine gerechtere Verteilung der Steuerlast muss das zentrale Ziel bei der Reform der Grundsteuer sein. Um gerecht nach Leistungsf&auml;higkeit zu besteuern, sollte der Verkehrswert der Immobilien als Bemessungsgrundlage herangezogen werden. Ein reines Fl&auml;chenmodell nach dem Vorschlag Bayerns subventioniert die Reichen, weil f&uuml;r die Luxusvilla und die Sozialwohnung pro Quadratmeter dann dieselbe Grundsteuer f&auml;llig wird&ldquo;, erkl&auml;rt J&ouml;rg Cezanne, Mitglied des Finanzausschusses f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Beratungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz mit seinen L&auml;nderkollegen zur Grundsteuer am heutigen Nachmittag. Cezanne weiter:<br>\n&bdquo;Die Grundsteuer muss von den Immobilieneignern und nicht von den Mietern getragen werden, daher muss die Umlagef&auml;higkeit auf die Mieter &uuml;ber die Betriebskosten beendet werden. Wo die Vermieter schon heute das gesetzlich maximal Zul&auml;ssige an Mieterh&ouml;hungen aussch&ouml;pfen, w&uuml;rde der Wegfall der Umlagef&auml;higkeit die Mieter direkt entlasten, denn zus&auml;tzliche Erh&ouml;hungen der Kaltmieten zum Durchreichen der Grundsteuer w&auml;ren dann nicht m&ouml;glich. Dadurch w&uuml;rden gerade Mieter in Ballungsr&auml;umen entlastet, wo die Mieten derzeit maximal zul&auml;ssig angehoben werden.<br>\nBei allem Streit &uuml;ber Reformdetails darf aber nicht vergessen werden, dass es 2019 rechtzeitig zu einer Reform kommt, denn ohne die Einnahmen aus der Grundsteuer werden viele Kommunen 2020 finanziell zusammenbrechen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/grundsteuerreform-muss-lasten-gerecht-verteilen\/\">DIE LINKE<\/a>\n<p><strong>Dazu: Immobilienbranche zur Reform der Grundsteuer<\/strong><br>\n&bdquo;Dann wird nat&uuml;rlich der Neubau eingeschr&auml;nkt werden&ldquo;<br>\nDer Pr&auml;sident des Lobbyverbands Zentraler Immobilien Ausschuss, Andreas Mattner, hat die geplante Reform der Grundsteuer kritisiert. Der zu erwartende B&uuml;rokratieaufwand sei extrem hoch, sagte Mattner im Dlf. Au&szlig;erdem bestehe die Gefahr, dass der Wohnungsneubau unattraktiv werden k&ouml;nnte.<br>\n(&hellip;) Heckmann: Welche Folgen h&auml;tte es denn aus Ihrer Sicht, wenn Scholz sich durchsetzen w&uuml;rde?<br>\nMattner: Na ja. Wir haben seit einigen Tagen eine verfassungsrechtliche Stellungnahme von Professor Kirchhof, einem ganz anerkannten Steuerrechtler aus Deutschland. Der sagt klipp und klar, das Wertmodell von Olaf Scholz verst&ouml;&szlig;t gegen mehrere Mechanismen im Grundgesetz. Er h&auml;lt es klar f&uuml;r verfassungswidrig. Und nicht nur das: Er sagt auch, dass die dazugekommene Diskussion, die etwa unsere Bundesjustizministerin angesto&szlig;en hat, dass die Umlegung einer solchen Steuer nicht mehr zul&auml;ssig sein soll, ebenfalls solchen verfassungsrechtlichen Bedenken entgegensteht, und dann haben wir ein Riesenproblem.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat klipp und klar gesagt, der Staat darf nicht schon wieder ein verfassungswidriges Modell vorlegen. Wenn er das tut, sind alle Steuern &ndash; Sie haben vorhin erw&auml;hnt, 14 Milliarden Euro &ndash; auf einmal weg. Die Sorge muss jetzt gro&szlig; sein, wenn ein solches verfassungswidriges Wertmodell vorgelegt wird, dass diese Steuer verfassungswidrig ist und die Einnahmen alle wegbrechen.<br>\nHeckmann: Das w&uuml;rde sich dann noch zeigen, ob es wirklich verfassungswidrig ist, denn das ist erst mal nur ein Gutachten und Gutachten gibt es sicherlich immer in alle Richtungen. Wie ist denn die Folge eines solchen Modells, wenn Scholz sich durchsetzen w&uuml;rde? W&uuml;rde denn auch aus Ihrer Sicht weniger gebaut in den Ballungszentren?<br>\nMattner: Na ja. &Uuml;berall dort, wo mehr Steuern anfallen, dann wird weniger gebaut, und das dann im doppelten Sinne. Wenn die Bemessung h&ouml;her sein wird, und damit ist zu rechnen, dann wird nat&uuml;rlich der Neubau eingeschr&auml;nkt werden. Und wenn man dann zudem noch auf die Idee k&auml;me, es nicht mehr umlegen zu lassen, was bei einer solchen Grundsteuer eigentlich immer immanent ist, dann wird man noch weniger auf die Idee kommen, den Neubau damit anzukurbeln.<br>\nWir brauchen im Gegenteil eigentlich eine Entlastung f&uuml;r all diejenigen, die neu bauen, um Wohnungen zur Verf&uuml;gung zu stellen f&uuml;r die Menschen, denn nur wenn wir viel bauen, werden wir niedrige Mieten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/immobilienbranche-zur-reform-der-grundsteuer-dann-wird.694.de.html?dram:article_id=438230\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der Lobbyist der Immobilienbesitzer droht mit einer Verfassungsklage, wenn sich eine Grundsteuer durchsetzen sollte, die die Profite der Immobilien Spekulanten und Miethaie mindern t&auml;te. &bdquo;14 Milliarden Euro-auf einmal weg&ldquo;. Will wohl hei&szlig;en: lasst besser die Finger davon, wir haben gute Anw&auml;lte. Und zus&auml;tzlich droht er dann noch damit, dass seine Leute dann eben keine neuen Wohnungen mehr bauen werden. So was nennt man gemeinhin Erpressung. Es gibt aber eine einfache L&ouml;sung: Der Staat baut selber Wohnungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nestl&eacute;-Boykott: Wie sich eine kleine Gemeinde gegen den Konzern wehrt<\/strong><br>\nDie Gemeinde Hofstetten in Baden-W&uuml;rttemberg will Nestl&eacute; nicht l&auml;nger unterst&uuml;tzten &ndash; und k&uuml;ndigt deswegen ihren Vertrag mit einer Nestl&eacute;-Tochterfirma. Nun hat die Gemeinde einen neuen Eislieferanten gefunden, der vieles besser macht.<br>\nM&ouml;venpick, Bumbum, Caretta oder Kaktuseis &ndash; von diesen Marken wird es k&uuml;nftig kein Eis mehr im Schwimmbad von Hofstetten geben. Der Grund: Die Anbieter geh&ouml;ren zur Firma Sch&ouml;ller, die wiederum ein Tochterunternehmen von Nestl&eacute; ist. Schon im Oktober fasste der Gemeinderat von Hofstetten den Beschluss, den Eisauslieferungsvertrag mit Sch&ouml;ller zu k&uuml;ndigen.<br>\nDie gro&szlig;e Frage war jedoch, welches Unternehmen das Sch&ouml;ller-Eis ersetzen soll. Zun&auml;chst kam als neuer Anbieter Langnese in Frage. Langnese geh&ouml;rt allerdings zu Unilever &ndash; ein weiterer Gro&szlig;konzern, den die Gemeinde Hofstetten nicht unbedingt unterst&uuml;tzen wollte. Vergangene Woche entschied sich der Gemeinderat f&uuml;r eine regionale Alternative: die Eismarke &bdquo;Hofeis&ldquo; aus Freiburg.<br>\nDer neue Eislieferant produziert seine Produkte mit regionaler Weidemilch aus dem Schwarzwald. &bdquo;Somit wird sichergestellt, dass die Milchbauern der Schwarzw&auml;lder H&ouml;fe garantiert den besten Milchpreis ausbezahlt bekommen&ldquo;, hei&szlig;t es auf der Webseite des Unternehmens. Die Marke Hofeis verfolgt damit eine Philosophie, die sich stark mit dem decke, was die Gemeinde Hofstetten mit dem Nestl&eacute;-Boykott erreichen wollte, sagte B&uuml;rgermeister Martin A&szlig;muth.<br>\nSch&ouml;ller hatte das Hofstetter Schwimmbad acht Jahre lang beliefert. Allein vergangenes Jahr hat die Gemeinde Eis im Wert von rund 10.500 Euro bezogen. Da man sich in Hofstetten jedoch seiner Verantwortung f&uuml;r Mensch und Umwelt bewusst sei, sollte damit nun Schluss sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/utopia.de\/nestle-boykott-wie-sich-eine-kleine-gemeinde-gegen-den-konzern-wehrt-110141\/\">utopia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die EU als Dystopie<\/strong><br>\n(&hellip;) Auch die EU-Oberen pflegen eine pathogene Kommunikation mit den Menschen. W&auml;hrend Polit-Funktion&auml;re nicht m&uuml;de werden, Vorz&uuml;ge und Verdienste der Europ&auml;ischen Union wie Wohlstand, Menschenrechte und Frieden anzupreisen, begegnen ihnen gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung mit Misstrauen &ndash; als w&uuml;rden die Leute im Chor die Liedzeile von Cole Porter rufen: &raquo;Your story&acute;s so touching, but it sounds like a lie!&laquo; Die EU-B&uuml;rgerInnen entziehen ihren Angestellten (die Politiker ja sind) zunehmend das Vertrauen. Die dunklen Wolken &ndash; &raquo;Rechtspopulisten&laquo;, Brexit, Aufst&auml;nde in Frankreich und Ungarn, aber auch massiver Streit zwischen den Regierungen &ndash; ballen sich zusammen, und eine Aufhellung ist nicht in Sicht. Es herrscht eine desolate bis bedrohliche Stimmung vor.<br>\n(&hellip;) Schon zu Anfang des Jahrtausends &auml;u&szlig;erten in Deutschland repr&auml;sentativ Befragte ein alarmierendes Misstrauen gegen&uuml;ber Politikern und Demokratie: 82 Prozent stimmten der Aussage zu, dass letztendlich die Wirtschaft das Sagen hat, und sogar 90 Prozent vertraten die Meinung, dass Politiker Gesetze umgehen, wenn es ihnen Vorteile bringt.<br>\nSollen EU-B&uuml;rgerInnen den &raquo;touching stories&laquo; der Juncker, Tusk, Weber, Oettinger und Mogherini glauben &ndash; oder aber ihren pers&ouml;nlichen Erfahrungen? Der pessimistischen Stimmung mag in vielen F&auml;llen keine genaue Analyse von Wirtschaftspolitik und Herrschaftsstrukturen zugrunde liegen; der Alltag und die Lebenswirklichkeit sind Grund genug f&uuml;r Skepsis &ndash; nat&uuml;rlich je nach sozialer Lage.<br>\nDie EU hat nicht vermocht, eine gerechte Verteilung des Wohlstandes zu sichern &ndash; ganz im Gegenteil. Der Grund daf&uuml;r liegt darin, dass Gerechtigkeit gar nicht Absicht der neoliberalen Politik ist. Sie &raquo;versagt&laquo; also nicht, wie Kritiker oft meinen, sondern strebt diese Verh&auml;ltnisse systematisch an. L&ouml;hne, Renten, Mieten, Arbeitsbedingungen &ndash; die soziale Sicherung insgesamt hat sich f&uuml;r viele bedrohlich entwickelt; in Teilen der Bev&ouml;lkerung l&ouml;st das existenzielle Unsicherheit und Angst aus. W&auml;hrend manche Schule nicht heizen kann und &ouml;ffentliche B&auml;der geschlossen werden m&uuml;ssen, zahlen global agierende Konzerne kaum Steuern &ndash; ohne dass sie von der Politik behelligt w&uuml;rden.<br>\nEs ist m&uuml;&szlig;ig, all die Skandale aufzuz&auml;hlen, die wir fast t&auml;glich verfolgen k&ouml;nnen (wenn wir die &raquo;richtigen&laquo; Zeitungen lesen): LuxLeaks, Cum-Ex, Cum-Cum und Cum-Fake, Paradise Papers, Diesel, Glyphosat, Waffen f&uuml;r Massaker &hellip; Die Reichen und M&auml;chtigen entwickeln eine Menge krimineller Energie und streben nach totaler Macht<br>\n(&hellip;) Die schlechte Stimmung in der EU kommt nicht aus heiterem Himmel. Das neoliberal-kapitalistische Grundprinzip der EU nimmt auf menschliche Bed&uuml;rfnisse keinerlei R&uuml;cksicht&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/1-2019&amp;textfile=4633\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>40 Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur: &ldquo;Der Tote packt den Lebenden&rdquo;<\/strong><br>\nIm vergangenen Dezember j&auml;hrte sich zum vierzigsten Mal die Annahme per Volksabstimmung der demokratischen Verfassung Spaniens von 1978 und ihr Inkrafttreten kurze Zeit sp&auml;ter. Nach dem Tod des Diktators Franco im Herbst 1975 endete damit nach fast vier Jahrzehnten auch offiziell das diktatorische Regime der Franco-Zeit (1939-1978), an dessen Anfang 1936 der Milit&auml;rputsch Francos gegen die legitime demokratische Regierung der Zweiten Spanischen Republik und ein &auml;u&szlig;erst blutiger und brutaler dreij&auml;hriger B&uuml;rgerkrieg (1936-1939) mit dem Sieg der Putschisten und der Errichtung einer faschistischen Diktatur in Spanien standen. So feiert das demokratische Spanien dieser Tage seinen 40-j&auml;hrigen Geburtstag &ndash; und macht sich dabei selbst ein unbequemes Geburtstagsgeschenk. Denn ebenfalls im Dezember konnte die ultrarechte Partei Vox bei den Regionalwahlen in Andalusien, der bev&ouml;lkerungsreichsten und zweitgr&ouml;&szlig;ten Region Spaniens, einen unerwarteten und unerwartet deutlichen Wahlerfolg feiern. P&uuml;nktlich zum vierzigsten Jubil&auml;um der offiziellen Beerdigung des Geistes der Vergangenheit tritt genau dieser Geist so offensichtlich und &ouml;ffentlich lebendig wie nie zuvor im Spanien der Nach-Franco-Zeit auf &ndash; und er schickt sich an, dauerhaft seinen Platz in der parteipolitischen Landschaft und den staatlichen Institutionen des Landes einzunehmen&hellip;.<br>\n(&hellip;) Der spanische (andalusische) Professor und Publizist f&uuml;r politische &Ouml;konomie, Juan Torres L&oacute;pez:<br>\n(&hellip;) &bdquo;Es bleibt jetzt noch zu sehen, welche Entwicklungsrichtung sich aus dieser Krise des Regimes ergibt. Diese Art der Politik, wie sie sich entwickelt hat, kann Spanien nicht mehr lange aushalten: die st&auml;ndige und unfaire Konfrontation, verbale und symbolische Gewalt, Misstrauen, Korruption, der Niedergang der Industrie und der Produktionst&auml;tigkeit, die Kontrolle unserer Wirtschaft durch ausl&auml;ndische Interessen und die Unm&ouml;glichkeit zu entscheiden, was uns geh&ouml;rt, die Ungleichheit, die mehr als irgendwo sonst in Europa w&auml;chst, der Verlust einer Generation junger Menschen&hellip; Die Trumpsche Versuchung steht vor der T&uuml;r. Und in einer Gesellschaft, in der es ein solches Ausma&szlig; gef&auml;lliger Erinnerung an eine Diktatur gibt, kann jederzeit das Schlimmste passieren.<br>\nSpanien ist dem Wandel verpflichtet. Und in Andalusien geht es darum, ob der erste Schritt in die eine oder andere Richtung getan wird. Was auch immer die Ergebnisse (&hellip;) sein m&ouml;gen, sie &ouml;ffnen die T&uuml;r zu einer neuen historischen Etappe, zumindest in Andalusien und sicherlich in ganz Spanien.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/82353-40-jahre-nach-franco-diktatur-der-tote-packt-den-lebenden-i\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Eingeschlossenen: Besuch in einem pal&auml;stinensischen Dorf<\/strong><br>\nZu Fu&szlig; durch Olivenhaine und Stacheldraht<br>\nEs gibt keine direkte Verbindung nach Beit Iksa. Das Dorf ist von drei Seiten von j&uuml;dischen Siedlungen eingeschlossen. Zun&auml;chst nehme ich den Bus Nummer 32 bis zur ersten Siedlung hinter der israelischen Grenze.<br>\nVon hier aus laufe ich zu Fu&szlig; durch Olivenhaine und Stacheldraht. Neben mir erhebt sich die neue Eisenbahnbr&uuml;cke. Es ist erstaunlich anstrengend, an einen Ort zu gelangen, der eigentlich auf meinem Weg lag&hellip;<br>\n&bdquo;Ich f&uuml;hle mich nicht frei hier&ldquo;<br>\n&bdquo;Das sind lauter getrennte Gebiete, richtig getrennte Gebiete, und wenn man auf die Landkarte richtig guckt und sieht, das wird niemals einheitlich, solange wie die Siedlungen existieren. Also, ich f&uuml;hle mich nicht frei hier. Weil, wenn ich jetzt runterfahre oder da, wo Du gekommen bist, da bin ich bedroht, dass jemand auf mich schie&szlig;t.&ldquo;<br>\nIn einem Konflikt um Land und Raum wird Infrastruktur oft als Mittel zum Zweck eingesetzt. Wer von Beit Iksa nach Ramallah m&ouml;chte, muss mehrere Checkpoints passieren. Eine Strecke von rund 18 Kilometer dauert zwei Stunden. Ein israelischer Schnellzug, den man zwar sieht, aber nicht nehmen kann, ist ein Schlag ins Gesicht f&uuml;r Fares.<br>\n&bdquo;Am Anfang haben wir auch Streit gemacht, gesagt, wir sind dagegen, aber was &hellip; wir als normale Personen &hellip; nein, nein, die haben weiter gebaut. Und nicht nur diese Br&uuml;cke oder diese Zuglinie, nein, es gibt viele Dinge, die die bauen, und wir k&ouml;nnen nichts dagegen tun. Proteste helfen sowieso gerade bei unserer Ortschaft nicht, wir sind wie im Knast, ja, wir k&ouml;nnen nicht viel machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/besuch-in-einem-palaestinensischen-dorf-die-eingeschlossenen.2165.de.html?dram:article_id=438223\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sanktionen gegen Syrien beenden<\/strong><br>\nDie &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW begr&uuml;&szlig;t die Forderungen der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen nach einer Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Syrien sowie einer Aufhebung der Sanktionen. K&uuml;rzlich hatte die Arabische Liga angek&uuml;ndigt, Syrien wieder in ihrer Organisation aufzunehmen und syrische Botschaften zu &ouml;ffnen. Ein diplomatischer Austausch k&ouml;nnte ein Beitrag sein f&uuml;r mehr politische Stabilit&auml;t. Nach der Ank&uuml;ndigung eines US-Truppenabzugs und angesichts der angek&uuml;ndigten t&uuml;rkischen Intervention im Nordosten des Landes ist die Situation in Syrien noch un&uuml;bersichtlicher und gef&auml;hrlicher geworden. Die syrische Bev&ouml;lkerung und ihre Institutionen sollten auf allen Ebenen in die weiteren Verhandlungen und diplomatischen Aktionen einbezogen werden. Ein nachhaltiger Frieden kann nicht allein von externen Akteuren erreicht werden.<br>\n(&hellip;) Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen gegen Syrien nie unterst&uuml;tzt. Die UN-Vollversammlung verurteilte die Sanktionen 2013 sogar explizit. In der Resolution A\/RES\/68\/200 wird festgehalten, dass &bdquo;einseitige wirtschaftliche Zwangsma&szlig;nahmen die Wirtschaft und die Entwicklungsanstrengungen insbesondere von Entwicklungsl&auml;ndern negativ beeinflussen.&ldquo; &bdquo;Solche Ma&szlig;nahmen&ldquo;, f&auml;hrt die Resolution fort, &bdquo;stellen eine eklatante Verletzung der Prinzipien des V&ouml;lkerrechts sowie der Grundprinzipien des multinationalen Handelssystems dar&ldquo;. Auch der UN-Sonderermittler f&uuml;r die humanit&auml;ren Folgen der Sanktionen gegen Syrien, Idriss Jazairy, kritisiert in seinem Bericht von September 2018, dass humanit&auml;re Hilfe in Syrien aufgrund der Sanktionen erschwert werde. Das Sanktionsregime verkompliziere, verlangsame oder verhindere den Handel mit wichtigen G&uuml;tern oder den Bezug von Finanzierungen. Die Sanktionen mit ihren negativen Konsequenzen f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe m&uuml;ssten beendet oder zumindest neu gefasst werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/frieden\/konflikte-kriege\/syrien\/artikel\/de\/sanktionen-gegen-syrien-beenden.html?fbclid=IwAR2BUQD_bx7aW1iKTfuP6YPOYCQ4xTYn4ilDVrw_NFNY73nH4_w5xlE75WY\">ippnw<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Goodbye Middle East, Hello Latin America: The Coming Destruction of the Caribbean Basin<\/strong><br>\n[&hellip;] Venezuelan President Hugo Ch&aacute;vez had developed relations with the Greater Middle East on an ideological basis. He had in particular grown closer to Iranian President Mahmoud Ahmadinejad and Syrian President Bashar al-Assad. Together, they had imagined the possibility of founding an intergovernmental organization, the &ldquo;Free Allies Movement&rdquo;, on the model of the &ldquo;Non-Aligned Movement&rdquo;, which was paralyzed by the alignment with the United States, over time, of some of its members [5].<br>\nAlthough Nicolas Maduro adopted the same language as Hugo Ch&aacute;vez, he chose a very different foreign policy. It is true that he continued the rapprochement with Russia and, in his turn welcomed Russian bombers to Venezuela. He signed a contract to import 600,000 tonnes of wheat in order to deal with starvation in his country. Above all, he prepared to receive six billion dollars of investments, including five in the oil sector. Russian engineers took over the posts which were intended for Venezuelan workers but which they had abandoned.<br>\nNicolas Maduro reorganized the alliances of his country on new foundations. He wove close links with Turkey, which is a member of NATO and whose army presently occupies Northern Syria. Maduro went to Istanbul on four occasions and Erdogan went once to Caracas.<br>\nSwitzerland was an ally of Hugo Ch&aacute;vez, and had advised him for the composition of his Constitution. Fearing that he would be unable to refine his country&rsquo;s gold in Switzerland, Nicolas Maduro looked to Turkey, which transformed the raw material into bullion. In the past, this gold had remained in Swiss banks as a guarantee for oil contracts. From now on, the liquid assets were transferred to Turkey, while the newly treated gold returned to Venezuela. This orientation may be interpreted as being no longer founded on ideology, but on interest. Everything depends on who benefits.<br>\nSimultaneously, Venezuela became the target of a destabilization campaign which began with the guarimbas demonstrations, continued with the attempted coup d&rsquo;etat on 12 February 2015 (Operation Jericho), then by a series of attacks on the national currency, and organized emigration. In this context, Turkey offered Venezuela the possibility of avoiding US sanctions. The exchanges between the two countries multiplied fifteen-fold in 2018.<br>\nWhatever the evolution of the Venezuelan r&eacute;gime, nothing can justify what is being prepared against its population.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mintpressnews.com\/goodbye-middle-east-the-coming-destruction-of-latin-america\/253795\/\">Mintpress<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung reicht nicht<\/strong><br>\nLebenshaltungskosten von Studierenden steigen rasant<br>\nDie Bundesregierung verspricht eine &bdquo;Trendumkehr&ldquo; beim BAf&ouml;G. Demn&auml;chst soll es mehr Geld, h&ouml;here Freibetr&auml;ge und Wohnzusch&uuml;sse geben. Die Pl&auml;ne greifen viel zu kurz, belegt eine Studie zur Ausgabenentwicklung zwischen 2012 und 2016. Statt 420 Euro sei ein Regelsatz von 550 Euro erforderlich. Weniger gef&auml;hrde die physiologische Existenz.<br>\nWollte man das Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetz (BAf&ouml;G) auf die H&ouml;he der Zeit bringen. Was w&auml;re dann ein wirklich gro&szlig;er Wurf? Vielleicht das, was der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kurz vor Weihnachten mit seinen &bdquo;Anforderungen f&uuml;r ein modernes sozial gerechtes BAf&ouml;G&ldquo; in die Debatte geworfen hat? Dem Gewerkschaftsdachverband schwebt nichts weniger als ein Radikalumbau der staatlichen Studienfinanzierung vor. Dazu geh&ouml;ren unter anderem: die regelm&auml;&szlig;ige Anpassung der Freibetr&auml;ge und Bedarfss&auml;tze an die Lohn- und Preisentwicklung, die Aufhebung der Altersgrenzen, h&ouml;here Verm&ouml;gensfreibetr&auml;ge, regional gestaffelte Wohnkostenzusch&uuml;sse, auf individuelle Lebenslagen sowie die Art der Studiengestaltung abgestimmte F&ouml;rderzeitr&auml;ume und allerhand mehr.<br>\n(&hellip;) Verglichen mit den DGB-Forderungen mutet das, was die Bundesregierung vorhat, wie Kleckerkram an. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte Mitte November Eckpunkte f&uuml;r eine BAf&ouml;G-Novelle vorgelegt. Danach sollen die Regels&auml;tze im Schnitt um sieben Prozent und die Elternfreibetr&auml;ge um neun Prozent in zwei Stufen erh&ouml;ht werden. Losgehen soll es im kommenden Wintersemester mit f&uuml;nf bzw. sieben Prozent, ein Jahr sp&auml;ter folgt dann ein Nachschlag von jeweils zwei Prozent. Der H&ouml;chstf&ouml;rderbetrag soll um 15 Prozent auf 850 Euro und die Wohnpauschale von 250 Euro auf 325 Euro zulegen. Geplant ist ferner eine Aufstockung der Verm&ouml;genfreibetr&auml;ge sowie f&uuml;r H&auml;rtef&auml;lle ein Cut bei der Schuldentilgung nach 20 Jahren. Daf&uuml;r sollen allerdings die monatlichen R&uuml;ckzahlungsraten von 105 auf 130 Euro steigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2158-lebenshaltungskosten2019.php\">Studis online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Mathias D&ouml;pfner liest seiner Branche die Leviten<\/strong><br>\nAls Pr&auml;sident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger geht Springer-Chef Mathias D&ouml;pfner mit seinen Kollegen hart ins Gericht.  &hellip; Nicht die Digitalisierung sei das Problem von Zeitungen und Zeitschriften, sondern eine sich seit Jahren hinziehende intellektuelle und inhaltliche Krise des Journalismus. Springer-Vorstandschef D&ouml;pfner &auml;u&szlig;erte im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (siehe unten) Zweifel am Auftritt von Journalisten auf Twitter und Facebook. Er empfehle gr&ouml;&szlig;te Zur&uuml;ckhaltung, wenn nicht gar totale Enthaltsamkeit.<br>\nDie Branche m&uuml;sse mit einer &ldquo;Lebensl&uuml;ge&rdquo; aufr&auml;umen, sagte D&ouml;pfner. &ldquo;Dass die vielbeschworene Zeitungskrise durch technologischen Wandel verursacht ist. Das stimmt nicht, das ist ein Alibi.&rdquo; Vielerorts habe sich Selbstzufriedenheit und &Uuml;berheblichkeit breitgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wuv.de\/medien\/mathias_doepfner_liest_seiner_branche_die_leviten\">W&amp;V<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist ja wirklich Realsatire. Der Chef des Springer-Verlags, also der direkte Vorgesetzte von BILD-Chef Julian Reichelt., beschwert sich &uuml;ber eine &bdquo;intellektuelle Krise&ldquo; des Journalismus? Und die dpa, die das Interview f&uuml;hrt, spult brav wie eine Sch&uuml;lerzeitung ihren Fragenkatalog ab, ohne kritisch nachzuhaken. Ja, der Journalismus steckt ganz offensichtlich in einer tiefen Krise.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Goebbels w&auml;re begeistert &ndash; Springerpresse hetzt mit Nazijargon gegen russische Medien<\/strong><br>\n(&hellip;) F&uuml;r die Springer-Presse sind russische Medien wieder &bdquo;Feindsender&ldquo;<br>\nDie Bild-Zeitung war am Donnerstag, dem 10. Januar 2019 offenbar wieder mal in der Stimmung f&uuml;r Nazi-Jargon. In einem Artikel, der sich mit den Bem&uuml;hungen des russischen Fernsehkanals RT Deutsch besch&auml;ftigte, in der Bundesrepublik eine Sendelizenz zu erlangen, konnte die Kundschaft des Bezahlangebotes von Springers Revolverblatt den Satz lesen:<br>\n&bdquo;Doch der Druck w&auml;chst, den Feindsender zu sperren.&ldquo; (&bdquo;BILDplus&ldquo;, 10.01.2019)<br>\n&bdquo;Feinsender&ldquo; ist Nazi-Sprache per excellence. Wer im Dritten Reich &bdquo;Feindsender&ldquo; h&ouml;rte (denn damals war das Radio noch das elektronische Medium Nummer 1) und wer dabei erwischt oder deswegen verraten wurde, dem drohte die Todesstrafe.<br>\n(&hellip;) Wenn Springer von Werten und Moral redet&hellip;<br>\nDie ungebrochenen Traditionslinien aggressiver und feindseliger Propaganda-Sprache, des Denkens und des Welt- und Menschenbildes, das dahintersteht, zeigen sich auch an anderer Stelle im Springer-Konzern. Denn es ist nat&uuml;rlich kein Zufall, dass sich die Bl&auml;tter dieses Verlages &uuml;ber Personalien echauffieren, die sie gelinde gesagt nichts angehen, dabei aber mit moralischen Ma&szlig;st&auml;ben hausieren gehen, die pl&ouml;tzlich nichts mehr gelten, wenn man selbst einem Zeitgenossen wie Amazon-Chef Jeff Bezos einen Preis f&uuml;r &bdquo;vision&auml;res Unternehmertum&ldquo; verleiht. In einem Moment, in dem dieser Mann nicht vision&auml;r, sondern ganz real seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit in einem Ma&szlig;e ausbeutet und drangsaliert, das selbst konservativste Politiker und Journalisten in den USA ersch&uuml;ttert und emp&ouml;rt.<br>\nOder wenn das Haus Springer ohne mit der Wimper zu zucken einen Mann wie Alex Karp in den Aufsichtsrat beruft. Jener Unternehmer, der als Chef des Unternehmens Palantir mitverantwortlich daf&uuml;r ist, dass Millionen unschuldiger Menschen auf der ganzen Welt vom USA-Geheimdienst NSA bis in die privatesten Bereiche ausspioniert und die &bdquo;demokratische Pressefreiheit&ldquo; mit F&uuml;&szlig;en getreten werden, indem mit klandestinen Methoden die Deutungshoheit des Westens in Medien verteidigt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/kommentare\/20190111323560575-nazi-bild-propaganda-medien\/?fbclid=IwAR21huW1vQtVet1dyyKRfnIZ6eUqPqZk58XjzKYvSZtttqih5yDTyCehT8Q\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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