{"id":48471,"date":"2019-01-15T09:13:27","date_gmt":"2019-01-15T08:13:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48471"},"modified":"2019-01-16T09:57:33","modified_gmt":"2019-01-16T08:57:33","slug":"aufsteiger-im-kriegstaumel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48471","title":{"rendered":"Aufsteiger im Kriegstaumel"},"content":{"rendered":"<p>Viele Akteure der Gr&uuml;nen haben in stalinistischen oder maoistischen Kaderorganisationen ihre politische Pr&auml;gung erhalten. Andere kamen aus einem sich radikal geb&auml;rdenden &ldquo;Sponti&rdquo;-Milieu. Einem prominenten Prototypen, dem ehemaligen Au&szlig;enminister Joseph &bdquo;Joschka&ldquo; Fischer, wurde k&uuml;rzlich gleich zweimal ein Forum geboten &ndash; im &bdquo;SZ-Magazin&ldquo; und, wirklich erschreckend, im &bdquo;greenpeace-magazin&ldquo;: Hier durfte Fischer sein Profil als Scho&szlig;hund von M&auml;chtigen und Darsteller &bdquo;moderner&ldquo; Politik weiter kultivieren. Von <strong>Michael Ewert<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\nNiemand, der sich auch nur ein wenig mit Geschichte besch&auml;ftigt, wird &uuml;berrascht sein, wenn die Leute, die am lautesten &bdquo;Schlagt alles kaputt!&ldquo; schreien, sp&auml;ter selbst an den Schalthebeln eines neuen Repressionsapparats sitzen.<br>\n&ndash; Noam Chomsky\n<\/p><\/blockquote><p>Es ist nicht weiter verwunderlich, dass ein Organ wie das SZ-Magazin ein langes Gespr&auml;ch mit einem notorischen <em>Cheerleader<\/em> kriegerischer Veranstaltungen wie Joschka Fischer bringt (die Ziele unserer Gro&szlig;medien sind wohlbekannt). Doch der Einfall, praktisch zeitgleich in ein Heft von <em>greenpeace-magazin<\/em> mit dem Schwerpunktthema &bdquo;Frieden&ldquo; ein so wohlwollendes Interview mit einem Politiker und Gesch&auml;ftsmann zu packen, der jahrzehntelang aktiv beteiligt war, Konfrontationen und Kriege m&ouml;glich zu machen, &uuml;berrascht und l&auml;sst tief blicken &mdash; bis in die tr&uuml;ben Rinnsale mit Wohlf&uuml;hl&auml;stheten wie <em>Gr&uuml;ne<\/em>, Kipping-Riexinger-Fl&uuml;gel der <em>Linken<\/em> oder <em>#unteilbar<\/em>, die dank einer systematischen Abwehr tieferer Analysen jenen Zentren der Macht, die uns ruinieren, nicht einmal ansatzweise nahekommen.<\/p><p>Die Fragestellungen der beider Interviewer waren nicht einmal notd&uuml;rftig verkleidete Stichworte f&uuml;r die &uuml;bliche Litanei gem&auml;&szlig; der orthodoxen Propagandamuster. Einer der Souffleure schreibt (kurz gegoogelt) f&uuml;r die <em>Welt<\/em>, Schwerpunktthema der anderen sind offenbar Bienen. In beiden Kreisen mag es ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis sein, wie akkurat bereits der Krieg gegen Jugoslawien vorbereitet war.<\/p><p>In den Medien las man nichts &uuml;ber den Einsatz von Al-Qaida- und sonstigen Terroristen, um Angst und Schrecken unter der muslimischen wie (insbesondere) nichtmuslimischen Bev&ouml;lkerung zu verbreiten. Alle Kan&auml;le waren prall gef&uuml;llt mit Gr&auml;ueltaten der Serben wie die Errichtung eines KZs, dessen &bdquo;H&auml;ftlinge&ldquo; sich au&szlig;erhalb des Zauns befanden. Ein Schaudern durchlief die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo;. Fragen wurden nicht gestellt. Ungepr&uuml;ft wurde insbesondere von Fischer, damals Au&szlig;enminister, und, sehr verdienstvoll, auch der sich gerade bellizistisch mausernden <em>taz<\/em> das &bdquo;Massaker von Racak&ldquo; vom 15. Januar 1999 in die &Ouml;ffentlichkeit getragen.<\/p><p><strong>Der gr&uuml;ne Au&szlig;enminister und der Jugoslawienkrieg<\/strong><\/p><p>Sp&auml;ter hat nicht nur eine finnische Kommission keinerlei Hinweise daf&uuml;r gefunden (wohl aber f&uuml;r den Trick, Sinti und Roma oder serbische Zivilisten und Soldaten &uuml;ber den Kamm n&uuml;tzlicher Totenzahlen mitgeschert zu haben). Generell lie&szlig;en britische Geheimdienste keinen Zweifel daran, dass die kosovarische UCK den Tod von wesentlich mehr Zivilisten zu verantworten hatte als die serbische Armee. Aber der Westen hatte andere Probleme, nachdem Jugoslawien Weltbankkredite mit den damit verbundenen &bdquo;Strukturauflagen&ldquo; abgelehnt hatte und die Einbeziehung einer strategisch wichtigen Position in das US-amerikanische Einflussgebiet vorgesehen war.<\/p><p>Letzte H&uuml;rde f&uuml;r ein Losschlagen (die Bomber waren abflugbereit) war die &bdquo;Konferenz&ldquo; von Rambouillet in Frankreich, von deren Ultimaten sp&auml;ter Henry Kissinger sagte, sie seien unannehmbar gewesen. Als Scho&szlig;hund der Mitorganisatorin eines V&ouml;lkermords an der irakischen Bev&ouml;lkerung, Madeleine Albright, trug Fischer wesentlich Verantwortung f&uuml;r diese Schmierenkom&ouml;die. Es war ein imperiales Diktat, das ohne die Kollaboration westeurop&auml;ischer, insbesondere deutscher &bdquo;Progressiver&ldquo; nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Es ging nicht um eine friedliche L&ouml;sung eines sicher auch von Slobodan Milosovic forcierten zivilisatorischen Desasters.<\/p><p>Serbien war bereit, alle Bedingungen f&uuml;r eine effektive &Uuml;berwachung des Kosovos durch internationale, auch bewaffnete Organe zu akzeptieren. Jetzt verlangte der Westen zus&auml;tzlich f&uuml;r ganz Serbien-Montenegro absolute Bewegungsfreiheit von NATO-Einheiten, die von keiner einheimischen Autorit&auml;t zur Rechenschaft gezogen werden d&uuml;rften. Damit h&auml;tte Jugoslawien, das schon Slowenien, Makedonien und Kroatien verloren hatte, seine restliche Souver&auml;nit&auml;t preisgegeben und ein &bdquo;Abkommen&ldquo; akzeptiert, das dem von M&uuml;nchen 1938 &auml;hnelte. Es implizierte sogar die &Ouml;ffnung des jugoslawischen Marktes, ein bemerkenswerter Punkt zur Befriedigung der Bed&uuml;rfnisse des kosovarischen Volkes. Erwartungsgem&auml;&szlig; beugte sich Belgrad nicht, weshalb am Morgen, nachdem die serbische Delegation abgereist war, &bdquo;zur&uuml;ckgeschossen&ldquo; werden konnte.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong>Die Gr&uuml;nen: Progressive Sturmtruppen neoliberaler Despotie<\/strong><\/p><p>Fischer ist kein M&ouml;rder. Fischer ist einer jener Ehrenm&auml;nner, die am Schreibtisch sitzen. Unter seiner &Auml;gide sind die <em>Gr&uuml;nen<\/em> zu den progressiven Sturmtruppen neoliberaler Despotie geworden. In die Politik z&ouml;ge es ihn nicht zur&uuml;ck, beteuerte er im SZ-Magazin. Man glaubte ihm, &bdquo;&uuml;bersah&ldquo; lediglich, dass er in der Politik ist (wenngleich nicht in seiner Partei &ndash; wozu auch, schon finanziell gesehen?).<\/p><p>In Leuten wie Fischer vollzieht sich ein psychologischer Mechanismus, der nach Erich Fromm nicht &uuml;ber Nacht entsteht: &bdquo;Man k&ouml;nnte das politische Leben des zwanzigsten Jahrhunderts als einen moralischen Friedhof von Pers&ouml;nlichkeiten bezeichnen, die als angebliche Revolution&auml;re begannen und sich als blo&szlig;e opportunistische Rebellen entpuppten.&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Ihnen ist freilich nicht einmal zu unterstellen, dass sie etwas verraten h&auml;tten. Bei n&auml;herem Hinsehen h&auml;tte man sehen k&ouml;nnen, dass nichts da war, was sie h&auml;tten verraten k&ouml;nnen &ndash; au&szlig;er ihre Wandlungsf&auml;higkeit, aber der sind sie treugeblieben.<\/p><p>Die Dynamik intellektueller Korruption wird durch kleine Verbesserungen in der Gesellschaft rationalisiert. Diese m&ouml;gen sich erzielen lassen (wie Radfahren entgegen der Einbahnregelung f&uuml;r Autos), doch stehen sie in keinem Verh&auml;ltnis zu den horrenden Kosten, die von einer solchen Schaufensterpolitik verdeckt werden &ndash; auch f&uuml;r die &bdquo;Akteure&ldquo;.<\/p><p>In der Akzeptanz einer Bombardierung von Zivilisten zeigt sich nach Fromm eine Gef&uuml;hllosigkeit, die dem Krankheitsbild einer chronischen Geisteskrankheit entspricht. In anderem Zusammenhang sprach er von der &bdquo;pathologischen Normalit&auml;t&ldquo;. Als Inbegriff des ideologischen Verfahrens werden Mittel geheiligt, die mit dem vorgegebenen Zweck in keinem Zusammenhang stehen. Die Fl&auml;chenbombardements des Zweiten Weltkriegs, so unaufh&ouml;rlich auch ein anderer Ex-Stra&szlig;enk&auml;mpfer, Daniel Cohn-Bendit, h&auml;tten Deutschland vom Faschismus befreit. Doch Fl&auml;chenbombardements haben Deutschland nicht vom Faschismus befreit, sondern nur von aller Vernunft. Hin&uuml;bergerettet hat sich die totalit&auml;re Einstellung, herrschaftliches oder gar m&ouml;rderisches Handeln zu besch&ouml;nigen (ablesbar an Cohn-Bendits in seiner Frankfurter Zeit angestellten &Uuml;berlegungen zu p&auml;dosexueller Lust, die ebenfalls, immerhin ist er sich treu geblieben, Wehrlosen galten).<\/p><p><strong>Gr&uuml;ne als Unterst&uuml;tzer des &bdquo;Antiterrorkriegs&ldquo;<\/strong><\/p><p>Nach dem 11. September 2001 forderte er auf dem Rostocker <em>Gr&uuml;nen<\/em>-Parteitag neben Fischer und dem damaligen Vorsitzenden der <em>Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung<\/em>, dem ehemaligen Funktion&auml;r des stalinistischen KBW und zusammen mit seiner Ehefrau Marieluise Beck heutigen Leiter des transatlantischen &bdquo;Zentrums Liberale Moderne&ldquo;, Ralf F&uuml;cks, einen Milit&auml;reinsatz gegen den &bdquo;Terrorismus&ldquo; nicht nur zu tolerieren, sondern zu unterst&uuml;tzen (womit der Namensgeber der Stiftung besudelt wurde, wie es zu seinen Lebzeiten keiner Kampagne verg&ouml;nnt war). Er wurde unterst&uuml;tzt.<\/p><p>So wie die SPD im Ersten Weltkrieg nicht nur Kriegskredite bewilligte, sondern die Einnahme L&uuml;ttichs bejubelte, forderte 2006 der <em>Gr&uuml;ne<\/em> Tom Koenigs, seinerzeit UN-Sonderbeauftragter f&uuml;r Afghanistan, im S&uuml;den nicht nur einen Kampf gegen einzelne &bdquo;Terroristennester&ldquo; zu f&uuml;hren. Vielmehr gebe es dort einen &bdquo;Volksaufstand&ldquo;, weshalb, so der Alt-68er, die NATO beweisen m&uuml;sse, &bdquo;dass sie eine einheitliche, schlagkr&auml;ftige Armee ist&ldquo;.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Das ist Nazi-Jargon. Nicht viel anders sind die Begr&uuml;ndungen zu sehen, die der damalige Vorsitzende Fritz Kuhn f&uuml;r seine Unterst&uuml;tzung eines <em>Tornado<\/em>-Einsatzes der deutschen Luftwaffe anf&uuml;hrte: man brauche &bdquo;eine milit&auml;rische und aufkl&auml;rerische Komponente, wenn man Entwicklungshilfe in die Regionen bringen will&ldquo;.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Die &bdquo;milit&auml;rische und aufkl&auml;rerische Komponente&ldquo; wurde nicht, wie Fischer bei jeder Gelegenheit vortragen darf, 1995 nach den Morden in Srebrenica angedacht. Aber es h&ouml;rt sich gut an. Freilich passt es nur mit der offiziellen (von <em>greenpeace<\/em> bereits im Heft 6\/15 &uuml;bernommenen) Version zusammen. Sie weicht erheblich von der Darstellung etwa bei Edward Herman ab.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Danach sei es nach der Einnahme von Srebrenica zu Exekutionen gekommen, die sich zwischen 500 und 1000 belaufen h&auml;tten &ndash; eine, so auch ein damaliger U.N.-Offizier aus Frankreich, (vermutlich nur teilweise) nach T&auml;terlisten durchgef&uuml;hrte Vergeltungsaktion f&uuml;r die Ermordung von &uuml;ber 2.380 Serben (M&auml;nner, Frauen, Kinder, S&auml;uglinge) bei der Zerst&ouml;rung von 150 umliegenden D&ouml;rfern. Davon las man in unseren Medien nichts. Die kurz nach &bdquo;Srebrenica&ldquo; organisierten Vertreibungen von etwa 250.000 Serben mit fast 2000 Toten, gr&ouml;&szlig;tenteils Zivilisten, aus der kroatischen Krajina wurden als strategische Glanztat gefeiert.<\/p><p><em>Srebrenica<\/em> war wie ganz Jugoslawien nicht das Problem und die NATO die L&ouml;sung, sondern umgekehrt.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Die Logik stand Kopf, und Fischer mit ihr: &bdquo;danach&ldquo; sei es &bdquo;vorbei mit der Pazifistenrhetorik&ldquo; gewesen und er habe sich entscheiden m&uuml;ssen, ob er Prinzipien oder Zivilisten retten wollte.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Hier liegt ein Kernproblem aller Karrieristen: wie der Umgang mit den Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men oder der Kampf gegen Klimakatastrophe und Umweltzerst&ouml;rung sollte auch Pazifismus aus mehr als Rhetorik bestehen. Ansonsten rettet man weder Prinzipien noch Zivilisten, die zun&auml;chst als Schutzschild f&uuml;r den eigenen Opportunismus benutzt und dann bombardiert werden.<\/p><p><strong>Das Rebellentum als Pose &ndash; Parteiinterne Mechanismen von Anpassung und hohlen Phrasen<\/strong><\/p><p>Die Kriege gegen Jugoslawien waren das Operationsfeld, auf dem die parteiinternen Mechanismen von Anpassung, repressiver Politik und hohlen Phrasen zum Abschluss gebracht werden konnten. Schon 1988 zeichnete sich gleicherma&szlig;en Biederkeit und Verbiesterung der <em>Gr&uuml;nen<\/em> ab, als die offizielle Staatsr&auml;son mit ihrem Entr&uuml;stungskatalog zum Ersatz einer tieferen antifaschistischen Einstellung wurde: sie forcierten die Skandalisierung einer Rede des damaligen Bundestagspr&auml;sidenten Philipp Jenninger. Es ist bezeichnend, dass im Allgemeinen die (vergleichsweise) inhaltlichen Belanglosigkeiten von Bundespr&auml;sident Richard von Weizs&auml;cker (1985) den (vergleichsweise) formalen Lappalien Jenningers vorgezogen werden. Jenninger mu&szlig;te zur&uuml;cktreten, weil er nicht den Anspr&uuml;chen hohler Rhetorik ohne jede Substanz gen&uuml;gte.<\/p><p>Das Rebellentum als Pose beg&uuml;nstigt Charakterschw&auml;chen bis hin zu schizophrenen Verhaltensweisen, wobei sich die damalige Bundestagsvizepr&auml;sidentin Antje Vollmer (Ex-KPD\/AO) offen zu ihrem Krankheitsbild bekannte: &bdquo;Mein Ja [zum Krieg gegen Afghanistan] war eigentlich ein Nein&ldquo;. Das war 2001, als von den Anf&auml;ngen der <em>Gr&uuml;nen<\/em> bereits nur Partizipationsfolklore und Simulationspolitik &uuml;briggeblieben waren. Heute sind sie gegen die 4. Startbahn in Frankfurt oder die 3. in M&uuml;nchen und stimmen in der Regierung dann daf&uuml;r oder fliegen, wie die Vorsitzende in Bayern, zum Jahreswechsel nach Kalifornien (samt Prahlerei in allen &bdquo;sozialen&ldquo; Medien in actu). Sie genehmigen den Braunkohleabbau und demonstrieren hinterher im Hambacher Forst publikumswirksam dagegen. Erich M&uuml;hsam meinte einst: &bdquo;In der ganzen Naturgeschichte kenne ich kein ekelhafteres Lebewesen als die Sozialdemokratische Partei.&ldquo;[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Wie vermissen wir ihn und seine Einsch&auml;tzung der <em>Gr&uuml;nen<\/em>!<\/p><p><strong>Viele &bdquo;neue Hitler&ldquo;<\/strong><\/p><p><em>Srebrenica<\/em> war Teil einer Kampagne, zu der auch der Slogan &bdquo;Nie wieder Auschwitz&ldquo; geh&ouml;rte. Er wurde von einer US-Agentur erfunden, damit PR-Fritzen ihre Strategie gro&szlig;m&auml;ulig unterf&uuml;ttern k&ouml;nnen. Die Rechnung ging auf. Sie wird uns bis heute pr&auml;sentiert, im Zeitalter von Meinungskontrolle, Desinformation und <em>fake news<\/em> sogar in Journalen als kritisch geltender Organisationen einer ger&uuml;hmten Zivilgesellschaft. Die ganze Obsz&ouml;nit&auml;t dieser Geschmacklosigkeiten tritt lehrreich hervor bei der Betrachtung von Gerhard Gronefelds Fotos massenhafter Exekutionen serbischer Zivilisten durch die Nazis. Aber wer will sich das antun? Wer will sich vergegenw&auml;rtigen, dass unter der Nazi-Besatzung gemessen an der Einwohnerzahl neben Griechenland von keinem anderen Land ein derma&szlig;en hoher Blutzoll zu entrichten war wie von Jugoslawien? Fischer hatte andere Sorgen. F&uuml;r ihn war Milosevic ein neuer Hitler. Toller Einfall, allerdings verr&auml;terisch, betrachtet man den gemeinsamen Nenner der solcherma&szlig;en bereits Titulierten.<\/p><p>Da h&auml;tten wir den F&uuml;hrer der Befreiungsbewegung in Ghana, Kwane Nkrumah, (nach der <em>Labour<\/em>-Regierung Anfang der 1950er Jahre), Mohammed Mossadegh (so wenig sp&auml;ter der konservative britische Au&szlig;enminister Anthony Eden nach der Verstaatlichung der iranischen &Ouml;lindustrie), Saddam Hussein (einem ehedem engen Verb&uuml;ndeten der USA, mit deren tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung er seine gr&ouml;&szlig;ten Verbrechen ausf&uuml;hrte), Mahmud Ahmadinedschad (Pr&auml;sident eines Landes, das prozentual zur Einwohnerzahl wesentlich weniger Inhaftierte hat als die USA, seit &uuml;ber 100 Jahren niemanden angegriffen hat, der allerdings sich die Frage stellte, weshalb die Pal&auml;stinenser f&uuml;r ein deutsches Verbrechen zahlen sollten) oder Muammar Gaddafi (der Anstalten machte, mit einer Art afrikanischen Goldw&auml;hrung die finanzkapitalistische Pl&uuml;nderung Nordafrikas durch Frankreich zu beenden und auch die Petro-Deckung des US-Dollars zu gef&auml;hrden[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]). Zuletzt (aber nicht als Letzter) verwandelte sich Wladimir Putin in einen <em>neuen Hitler<\/em>, der nach der &bdquo;Weltmacht&ldquo; strebe. Das war, man kommt wie in einer Endlosschleife staatsterroristischer Propagandam&auml;tzchen immer wieder auf ihn zur&uuml;ck, auch ein Geistesblitz von Fischer.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p><strong>Fischer und die geopolitische Schlachten der M&auml;chtigen<\/strong><\/p><p>Er war und ist zur Stelle, wenn die Macht, die ihn wie viele andere nicht nur aus seiner Partei wie die Lehrerin auf der Volksschule besonders artige Z&ouml;glinge an die Hand genommen hat, geopolitische Schlachten zu schlagen hat. Um sie ging es schon beim Namensgeber all dieser Projektionen. Wie nicht nur Kurt Tucholsky in einem Brief an Arnold Zweig Dezember 1935 wenige Tage vor seinem Tod und George Orwell 1940 in seiner Rezension von &sbquo;Mein Kampf&lsquo; festhielten, war Hitler f&uuml;r die Westalliierten kein Problem, solange er sich &bdquo;nur&ldquo; gegen Arbeiter und &bdquo;Bolschewismus&ldquo; austobte. Auch er wurde erst zur Bedrohung, als er seinen Laufstall verlassen hatte. Nun war eine zun&auml;chst vom <em>Council on Foreign Relations<\/em> erwogene Kooperation zwischen dem britischen Empire, den USA und der von ihr kontrollierten &bdquo;Grand Area&ldquo; einerseits sowie den von den Deutschen beherrschten Teilen der Welt, dem Carl Schmitt&rsquo;schen &bdquo;Gro&szlig;raum&ldquo;, nicht mehr akzeptabel &mdash; zu sehr waren die eigenen Interessensph&auml;ren bedroht.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Nach 1990 drohte &auml;hnliches, ganz gegenst&auml;ndliches Ungemach: die &bdquo;Friedensdividende&ldquo;, d.h. eine dramatische Gef&auml;hrdung des milit&auml;risch-industriellen Komplexes, des <em>Pentagon<\/em>-Systems als Wohlfahrtstaat f&uuml;r die Besitzenden. Die Massaker in Panama 1990 und ein Jahr sp&auml;ter im ersten &bdquo;Golfkrieg&ldquo; deuteten freilich an, dass man sich nicht geschlagen gab.<\/p><p>Der gro&szlig;e Schritt hin zu neuen Eskalationsmustern war dann mit den Kriegen gegen Jugoslawien getan. Sie w&auml;ren mit einem Bundeskanzler Helmut Kohl nicht m&ouml;glich gewesen. Erforderlich war ein Verlust aller Hemmungen. Da konnte man sich auf &sbquo;moderne&rsquo;, weniger traditionsgebundene Kr&auml;fte verlassen. Das Schlagwort seit den 1960er Jahren vom &bdquo;Aufbrechen verkrusteter Strukturen&ldquo; war Leerformel und Kampfparole des technischen Fortschritts. Frank B&ouml;ckelmann und Herbert Nagel nannten es &bdquo;das Programm des emanzipierten Finanzkapitals&ldquo;[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>], das ansonsten noch beschr&auml;nkte Anspr&uuml;che nach &sbquo;Selbstverwirklichung&rsquo;, modische Stile, ein Ausleben rezeptiver Bed&uuml;rfnisse und die Karrieren anpassungsf&auml;higer &sbquo;Rebellen&rsquo; vorsah. In diesem Rahmen bewegte sich die Entwicklung des Talents, sich konform zum gesellschaftlichen Milieu, in dem man sich gerade bewegte, zu verhalten. Im Fall Serbiens war die Sprachregelung klar. Sie war vorgegeben von den wirklich M&auml;chtigen und wurde nachgeplappert von ihren Laufburschen in Politik wie Medien.<\/p><p>Willy Wimmer, damals CDU-Mitglied des Bundestages und Vizepr&auml;sident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, nahm 2000 in Bratislava an einer Konferenz teil, die vom U.S.-Au&szlig;enministerium und dem [US-] <em>American Enterprise Institute<\/em> organisiert war. In Anwesenheit zahlreicher Minister aus der Region verlangte John Bolton, Mitverfasser zweier Studien der Stiftung <em>Project for a New<\/em> [US-] <em>American Century<\/em> (PNAC) und jetziger &bdquo;Sicherheitsberater&ldquo; von Donald Trump, eine m&ouml;glichst baldige Anerkennung eines unabh&auml;ngigen Staates Kosovo, weshalb Jugoslawien au&szlig;erhalb jeder Rechtsordnung, vor allem der Schlussakte von Helsinki, zu stellen sei. Ziel w&auml;re eine in der Region nach 1945 vers&auml;umte Stationierung von US-Soldaten (samt der anschlie&szlig;enden Losl&ouml;sung des Kosovo), &bdquo;selbstverst&auml;ndlich ein Pr&auml;zedenzfall, auf den sich jeder jederzeit berufen k&ouml;nne und auch werde.&ldquo; &Ouml;ffentlich in den Mittelpunkt zu stellen sei das Selbstbestimmungsrecht.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Folglich erfreuen sich die Kosovoalbaner (anders als sp&auml;ter die Bewohner der Krim) einer so nachdr&uuml;cklichen Unterst&uuml;tzung ihrer Unabh&auml;ngigkeit, dass Fischer, nachdem ihm bei einem zweij&auml;hrigen USA-Besuch &bdquo;die Sicht klar gemacht&ldquo; wurde, sie sofort zu einem &bdquo;Testfall f&uuml;r eine europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik&ldquo; machte und die Einigkeit Europas beschwor. In der Sprache von Vasallen ist die &bdquo;Einigkeit Europas&ldquo; gegeben, wenn die US-Ziele akzeptiert sind. Ansonsten best&uuml;nde ein &bdquo;fehlendes Verantwortungsbewusstsein&ldquo; und sei der &bdquo;Weg in die Bedeutungslosigkeit&ldquo; eingeschlagen.<\/p><p>Der Schluss, &bdquo;die Europ&auml;er m&uuml;ssen verstehen, welchen Einfluss sie aus&uuml;ben, wenn sie nur geeint auftreten&ldquo;, verweist auf das Gl&uuml;ck kleiner Bauern auf dem Schachbrett der M&auml;chtigen. Eigene Ansichten f&uuml;hren zum Verlust von Selbst&auml;ndigkeit: &bdquo;so lange Russland den Eindruck hat, dass wir uneinig sind, so lange wird es mit uns Spielchen spielen.&ldquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Wenn man nichts zu sagen hat, erfolgt der R&uuml;ckgriff auf Kindergartensprache, um zu disziplinierter Gefolgschaft zu appellieren.<\/p><p><strong>Der Krieg als &bdquo;humanit&auml;re Intervention&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ein Kollateralschaden ist, dass auch die Kosovaren Opfer eines Komplotts von internationaler Willk&uuml;r, zudem allgemeiner Korruption und mafi&ouml;ser UCK-Strukturen in einem Land bleiben, in dem, so ein hochrangiger BND-Mitarbeiter, &bdquo;organisierte Kriminalit&auml;t die Staatsform ist&ldquo;.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Was sich mit dem ersten Golfkrieg andeutete und mit den Gemetzeln in Somalia sowie den Jugoslawien-Eins&auml;tzen der NATO Gestalt annahm, vollendete sich propagandistisch mit dem Krieg gegen Jugoslawien: die Durchsetzung westlicher Interessen mit milit&auml;rischer Gewalt ist nicht Teil eines imperialen Gesamtkonzepts, sondern ein B&uuml;ndel &bdquo;humanit&auml;rer Interventionen&ldquo;, und ein von den U.S.A. konstruiertes Milit&auml;rb&uuml;ndnis ist nicht der Versuch einer Aktualisierung der NATO als Mittel hegemonialer Herrschaft, sondern eine &bdquo;Internationale Staatengemeinschaft&ldquo;. Handlanger aus der regionalen Politszene haben die Aufgabe, m&ouml;rderische Strategien in fiktionale Metaphern zu kleiden.<\/p><p>Es w&auml;re ungerecht, Fischer Inkonsequenz vorzuwerfen. Fischer hatte einst den Kriegsdienst verweigert. Kriege hat er nie verweigert. Anders wird man nicht Au&szlig;enminister, Gastprofessor auf einer US-Eliteuniversit&auml;t und (2007) Vorstand eines vom B&ouml;rsenspekulanten und Milliard&auml;r George Soros, so Stefan Kornelius, &bdquo;gro&szlig;z&uuml;gig finanzierten&ldquo; <em>European Council on Foreign Relations<\/em>.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Kriege fallen nicht vom Himmel. Schon vor mehr als 100 Jahren meinte Victor Adler, der gro&szlig;e &ouml;sterreichische Sozialist, &bdquo;einen Krieg, der nicht popul&auml;r gemacht worden ist, f&uuml;hrt keine Regierung mehr.&ldquo;[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Leute wie Fischer und die Verantwortlichen in den Medien (wie SZ, FAZ, Welt, ZEIT, SPIEGEL oder <em>taz<\/em>) versuchen alles, Kriege &bdquo;popul&auml;r&ldquo; zu machen. Bei Fischer ist Verst&auml;ndnis angebracht.<\/p><p>Das Verh&auml;ltnis der Rebellen zur Au&szlig;enwelt besteht in symbiotischen Bindungen an etablierte Kr&auml;fte und machtlose Schichten. Rebellen brauchen diese, um Teil jener werden zu k&ouml;nnen. Bis es soweit ist, begegnen sie der Autorit&auml;t mit Hass, Groll und Ressentiments. Danach hakt sich ein Fischer selbst bei Friede Springer ein &ndash; im Dienst der &bdquo;guten Sache&ldquo;. Es war in den 1990er Jahren eine Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus &ndash; der bis heute kultivierte Zynismus dieser Schaufensterprozessionen d&uuml;rfte Rechtsradikale best&auml;tigen in ihren Ansichten einer als korrupt empfundenen Gesellschaft, weshalb Fischers &bdquo;Weg zu sich&ldquo; trotz dessen fehlender beruflicher Qualifikation, die viele mit ihm teilen, keinen Vorbildcharakter hat f&uuml;r jene, die ihrem Leben zwar auch auf pathologische Weise einen Sinn geben, aber jenseits tradierter Karrieremuster.<\/p><p>Bei ihrem &bdquo;produktiven Gestalten&ldquo; bewegen sich die charakterologischen Akrobaten am Rand einer Psychose, vor der sie Aufstieg und Erfolg bewahren. Als Fischer 2001 auf dem Rostocker Parteitag appellierte, seine Milit&auml;rpolitik zu unterst&uuml;tzen und &bdquo;endlich Verantwortung zu &uuml;bernehmen&ldquo;[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>], sind ihm f&ouml;rmlich die Gesichtsz&uuml;ge entglitten. Das Kartenhaus eines beziehungsarmen Technikers war am Einst&uuml;rzen. Er durchlitt nicht nur eine Bedrohung <em>seiner<\/em> Autorit&auml;t, sondern mehr noch jener Autorit&auml;t, f&uuml;r deren Spielregeln zu k&auml;mpfen, er existentiell angewiesen ist. F&uuml;r solche Leute ist Erfolg, so Fromm, &bdquo;ihre Eigentherapie gegen Depressionen und Wahnsinn. Wenn sie um ihre Ziele k&auml;mpfen, k&auml;mpfen sie in Wirklichkeit um ihre geistige Gesundheit.&ldquo;[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Auf diese Reflexe k&ouml;nnen die M&auml;chtigen bauen.<\/p><p><strong>Entsetzen &uuml;ber US-kritischen Antrag<\/strong><\/p><p>Vorbildlich war Fischer entsetzt &uuml;ber einen Antrag auf dem Berliner Parteitag der <em>Gr&uuml;nen<\/em> 2002 gegen das &bdquo;dauerhafte [US-] amerikanische Engagement in Europa&ldquo; (zit. nach SZ 18. M&auml;rz 2002). Der Prototyp des angepassten Aufsteigers aus kleinb&uuml;rgerlichen Schichten und als solcher pr&auml;destiniert f&uuml;r die Rolle als Blockwart in Problemvierteln hatte seine Lektion begriffen und w&auml;hnte bereits den Marschallstab im Tornister. Aber es war nur wie &uuml;blich nur ein kleines Holzlineal: im &bdquo;islamischen Kriseng&uuml;rtel von Indonesien bis zu den Maghreb-Staaten&ldquo;, gelte es, mit pr&auml;ventiver Politik &bdquo;die Modernisierungsblockaden aufzul&ouml;sen.&ldquo; (SZ 21. Aug. 2003) Der Schl&auml;ger, der den Revolution&auml;r gab, glitt ins Parodistische: eine &bdquo;dreidimensionale Struktur&ldquo; gliederte er in &bdquo;Etagen&ldquo;, wobei die zwei oberen (die globale der &bdquo;gro&szlig;en M&auml;chte mit ihren Allianzen&ldquo; und die regionale mit &bdquo;ihren Konflikten&ldquo;) von der unteren am 11. September 2001 von den &bdquo;sogenannten <em>failing states<\/em>, Staaten mit einer zusammengebrochenen Struktur&ldquo; angegriffen worden waren.<\/p><p>Um Hagen Rether zu zitieren, als er unter Gel&auml;chter des Publikums ein Gedicht von G&uuml;nter Grass vorlas: &bdquo;Ich kann nichts daf&uuml;r, das steht so da!&ldquo; Gleichwohl fragt man sich, wie ein erwachsener Mensch so etwas erz&auml;hlen kann. Wenn das dreidimensional ist, dann war auch der dreischichtige K&auml;sekuchen bei Muttern dreidimensional. An ihn mag unser Laiendarsteller eines Geostrategen gedacht haben, als ihm seine Lebensgeschichte durch den Kopf ging: &uuml;ber Barrikaden (1. Schicht) und &bdquo;Konflikte&ldquo; (die 2.) ging es nach oben, wo die M&auml;chtigen sitzen und das Leben Spa&szlig; macht &ndash; inmitten &bdquo;ihren Allianzen&ldquo;. Wie schon Fred Astaire als Filmproduzent in <em>Silk Stockings<\/em> (Rouben Mamoulian, U.S.A. 1957) sagte: &bdquo;Das ist doch der bessere Teil im Leben, oder?&ldquo;[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p>Astaire war, zumal in dieser Rolle, ein Charmeur und aufmerksamer Zeitgenosse, der sich nicht von Phrasen hinters Licht f&uuml;hren lie&szlig;. Hingegen machen eine charakterliche Unreife und die Sucht nach Selbstvermarktung den Rebellen zum Motor kapitalistischer Entwicklung und herrschaftlicher Zw&auml;nge. Die zusammengepr&uuml;gelten Demonstranten beim G8-Treffen in Genua Juli 2001 waren f&uuml;r Fischer Vertreter eines &ldquo;antiquierten Linksradikalismus&ldquo;.<\/p><p>Antiquiert ist &bdquo;Modernisierern&ldquo; jeder, der von den Kr&auml;ften des Marktes zermalmt zu werden droht und sich dagegen wehrt. Das ist nicht zu begreifen, welcher elit&auml;re, proto-autorit&auml;re Weg in ein oppositionelles Idyllikum insbesondere bei den <em>Gr&uuml;nen<\/em> lange vorgezeichnet war.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Das Zugest&auml;ndnis, dass Polizisten endlich B&auml;rte tragen durften, war ein vertretbarer Preis daf&uuml;r, dass sich von aller Bindung emanzipierte Individuen jede Idee einer Produktionsweise als sch&ouml;pferischer T&auml;tigkeit aus dem Kopf geschlagen haben.<\/p><p><strong>Hat Fischer &bdquo;der Gewalt abgeschworen&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Man kann viel gegen Fischer sagen, aber kaum, dass er nicht stets zu den Zuverl&auml;ssigsten z&auml;hlte. 1976 forderte Fischer Solidarit&auml;t und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die RAF.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Der Zeitgeist &auml;ndert sich auf der Karriereleiter, die Rollen wechseln ebenfalls. Den letzten Feinschliff f&uuml;r neue Auftritte hat er m&ouml;glicherweise erhalten, als er Anfang 2001 mit Hilfe, wie es so sch&ouml;n hie&szlig;,  &bdquo;aufgetauchter&ldquo; Videoaufnahmen kurz an den Rand seines Karriereendes gef&uuml;hrt wurde.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Die Lehre (und die Gew&auml;hr sozialen Aufstiegs) bestand nicht in der Abkehr von Gewalt, sondern in der Hinwendung zu gr&ouml;&szlig;erer, um nicht zu sagen: h&ouml;herer, Gewalt. Er tritt nicht mehr (wie auf dem Video zu sehen) selber auf Wehrlose ein, sondern fordert vom Schreibtisch aus ihre Bombardierung. Sp&auml;ter kam ihm zur Brutalit&auml;t der Polizeieins&auml;tze sowenig &uuml;ber die Lippen wie zur Despotie imperialer Herrschaft. Wie sie gibt auch er vor, &bdquo;der Gewalt abgeschworen&ldquo; zu haben &ndash; zwischen der Bombardierung Jugoslawiens und dem Vorsto&szlig; nach Zentralasien. <\/p><p>Sein Beitrag zu diesen Verbrechen war das <em>billet d&rsquo;entr&eacute;e<\/em> eines <em>Parvenus<\/em> in engste Kreise imperialer Macht. Sein &bdquo;I&rsquo;m not convinced&ldquo; auf der M&uuml;nchener &bdquo;Sicherheitskonferenz&ldquo; 2003 wird von Claqueuren als &bdquo;legend&auml;r&ldquo; hingestellt. Tats&auml;chlich wand sich ein Spie&szlig;er gegen seine innere &Uuml;berzeugung, weshalb er so kl&auml;glich klang und aussah wie ein Schmierendarsteller. Die Ablehnung einer (direkten) Beteiligung Deutschlands am Irak-Krieg war allein dem damaligen Bundeskanzler zu verdanken (leider seine einzige Glanztat). Fischer selber (und seine Partei) war noch Ende Dezember 2002 bereit, sich einem der gr&ouml;&szlig;ten Verbrechen der Menschheitsgeschichte anzuschlie&szlig;en.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>]<\/p><p>Kriege schaffen nicht nur unerme&szlig;liches Leid in den L&auml;ndern, die zu &uuml;berfallen Fischer alles in seiner Macht Stehende getan hat (falls es mal nicht geklappt hat mit einer deutschen Beteiligung wie in Libyen, kannte das Entsetzen kein Ma&szlig;[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>]). Die Verw&uuml;stungen zeigen sich auch in jenen Regionen, von denen sie ausgehen: unheilvoll beg&uuml;nstigen sie autorit&auml;re Strukturen und &ouml;konomische Verwerfungen, welches Desaster optimal begleitet wurde von einem Abbau des Sozialstaats, Ausbau des Niedriglohnsektors und einer weitgehenden Zerst&ouml;rung des staatlichen Rentensystems (Agenda 2010, HartzIV etc.). Das Ergebnis ist Angst, Unsicherheit und Verh&auml;rtungen bis zum Hass, womit strukturell und psychisch auch jede effektive, nachhaltige Umweltpolitik unterminiert ist &ndash; da sollte nicht nur <em>greenpeace<\/em> mal bei Naomi Klein nachlesen bzw. nachsitzen.[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>]<\/p><p><strong>Sie sitzen im Grunewald &ndash; nicht in Den Haag<\/strong><\/p><p>Die Wundertaten wurden aktiv unterst&uuml;tzt und mitgetragen von einem alerten Hampelmann, dem (offenbar, es ist nicht ganz klar) in seiner Grunewalder Villa, die er sich ohne Zweifel zwar nicht redlich, aber doch verdient hat, auch von einer &bdquo;NGO&ldquo; die Aufwartung gemacht wurde. Tolle Leistung! Sie ist ein Schlag ins Gesicht von Millionen, die ermordet sind, verst&uuml;mmelt, traumatisiert, vertrieben, ver&auml;ngstigt, verzweifelt, perspektivlos, verarmt, ausgeliefert der Tyrannei von M&auml;chten, in deren Schein sich &bdquo;Modernisierer&ldquo; aller Couleurs ihre entsprechend &bdquo;bunte und offene&ldquo; Wohlf&uuml;hlzone geschaffen haben. Nicht immer sieht man ihnen wie Fischer ganz sinnbildlich ihr verarmtes, sie zerfressendes und derangierendes Dasein an.<\/p><p>Solche Leute sind zu bedauern. Sie m&ouml;gen sich auf der Sonnenseite w&auml;hnen, weil sie im Grunewald sitzen und nicht in Den Haag. Nach den Prinzipien des N&uuml;rnberger Tribunals geh&ouml;rten sie dorthin. Gleichwohl sind die Schatten, die sie heute werfen, ihrem Zwergenformat anzupassen. Das stellt eine Aufgabe tagt&auml;glicher Anstrengung, kritischer Arbeit und umw&auml;lzender Praxis dar. Ansonsten h&auml;tten wir es nicht besser verdient, als von ihrem M&uuml;ll zugesch&uuml;ttet zu werden.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] s. nur Johannes Becker\/ Gertrud Br&uuml;cher (Hg.), Der Jugoslawienkrieg &ndash; Eine Zwischenbilanz, M&uuml;nster\/ Hamburg\/ London 2001; Noam Chomsky, Der neue milit&auml;rische Humanismus. Lektionen aus dem Kosovo, Z&uuml;rich 2000; John Pilger, Verdeckte Ziele. &Uuml;ber den modernen Imperialismus, Frankfurt a.M. 2004, 68ff; Michael Mandel, Pax Pentagon. Wie die U.S.A. der Welt den Krieg als Frieden verkaufen, Frankfurt a.M. 2005, 98ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Fromm, Der revolution&auml;re Charakter, in: ders., Das Christusdogma und andere Essays, M&uuml;nchen 1992, 122.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] zit. nach Nico Fried\/ Peter M&uuml;nch, &bdquo;Wir d&uuml;rfen uns nicht zur&uuml;ckziehen&ldquo;. Steinmeier wirbt f&uuml;r Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan, SZ 29. Sept. 2006; s. auch M&uuml;nch, Drei Turbane f&uuml;r alle F&auml;lle. Seit der gr&uuml;ne Menschenrechtler Tom Koenigs die UN in Afghanistan leitet, ist vieles nicht einfacher geworden &ndash; er aber bleibt souver&auml;n und solide, SZ 30. Okt. 2006; ders., Halbherzig am Hindukusch, SZ 18. Jan. 2008.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] zit. nach Robert Ro&szlig;mann, &bdquo;Tornados&ldquo; entzweien die Gr&uuml;nen. Roth und Trittin lehnen den Einsatz ab &ndash; Kuhn, K&uuml;nast und B&uuml;tikofer unterst&uuml;tzen ihn, SZ 7. M&auml;rz 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] s. Herman (Hg.), The Srebrenica Massacre. Evidence, Context and Politics, Evergreen Park 2011 oder Cathrin Sch&uuml;tz, In Bosnien hat kein V&ouml;lkermord stattgefunden. Gespr&auml;ch mit Edward Herman, <em>junge Welt<\/em> 2. Aug. 2008.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] s. auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/autoren\/?autor=Ramon%20Schack\">Ramon Schack<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Staat-Jugoslawien-stand-dem-strategischen-Entwurf-der-USA-im-Wege-3378506.html\">&bdquo;Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der U.S.A. im Wege&ldquo;. Ex-CIA-Agent Robert Baer &uuml;ber die Strategien der CIA w&auml;hrend des Jugoslawien-Krieges<\/a>, telepolis 24. Febr. 2016 bzw. Baer, Secrets of the White House [noch nicht erschienen].<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] s. SZ Magazin 20. Sept. 2002.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] M&uuml;hsam, L&uuml;gen um Landauer, in: Hansj&ouml;rg Viesel (Hg.), Literaten an der Wand. Die M&uuml;nchner R&auml;terepublik und die Schriftsteller. Texte, Materialien und Dokumente, Frankfurt a.M. 1980, 218.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] s. Robert Parry, <a href=\"http:\/\/consortiumnews.com\/2016\/01\/12\/what-hillary-knew-about-libya\/\">What Hillary Knew about Libya<\/a>, <em>Consortiumnews<\/em> 12. Jan. 2016; Ellen Brown, <a href=\"http:\/\/truth-out.org\/news\/item\/35222-exposing-the-libyan-agenda-a-closer-look-at-hillary-s-emails\">Exposing the Libyan Agenda: A Closer Look at Hillary Clinton&rsquo;s Emails<\/a>, truthout 15. M&auml;rz 2016; J&uuml;rgen Wagner, <a href=\"http:\/\/imi-online.de\/2016\/03\/18\/die-clinton-mails-und-der-libyen-krieg\/\">Die Clinton-Mails und der Libyen-Krieg. Dreiste Menschenrechtsl&uuml;gen und tats&auml;chliche Interessen<\/a>, IMI-Analyse 2016\/10; James Carden, <a href=\"http:\/\/consortiumnews.com\/2016\/09\/25\/how-libyan-regime-change-lies-echo-in-syria\/\">How Libyan &lsquo;Regime Change&rsquo; Lies Echo in Syria<\/a>, <em>Consortiumsnews<\/em> 25. Sept. 2016.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] s. <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/news\/ausland\/blick-interview-mit-joschka-fischer-putin-will-die-weltmacht-id2827587.html\">das Interview von Ren&eacute; L&uuml;chinger mit J. Fischer, Putin will die Weltmacht, Blick 2<\/a>. Mai 2014. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] s. Laurence Shoup\/ William Minter, Kulissenschieber e.V. Der Council on Foreign Relations und die Au&szlig;enpolitik der U.S.A., Bremen\/ Berlin 1981, 94ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Frank B&ouml;ckelmann\/ Herbert Nagel, Nachwort, in: dies. (Hg.), Subversive Aktion. Der Sinn der Organisation ist ihr Scheitern, Frankfurt a. M. 2002, 493.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] s. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22855\">NATO-Gipfel im September mit 60 Staats- und Regierungschefs einschlie&szlig;lich Poroschenko aus der Ukraine<\/a>; Willy Wimmer, Die Akte Moskau, H&ouml;hr-Grenzhausen 2016.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] zit. nach Kornelius, &bdquo;Ich bin wieder da&ldquo;, SZ 2.\/ 3. Okt. 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] zit. nach Peter Blechschmidt\/ Hans Leyendecker\/ Enver Robelli, BND-Mitarbeiter kommen frei, SZ 29.\/ 30. Nov. 2008; s. Maciej Zaremba, Wir kamen, sahen und versagten, SZ Magazin, 24. Aug. 2007; Robelli, Grauzonen eines neuen Staates. Der Kosovo wird zu einem Dorado f&uuml;r die Mafia, kaum jemand zahlt Steuern &ndash; und die Beh&ouml;rden schauen ihrer Entmachtung ratlos zu, SZ 5. Juni 2008; ders., Morde, Anschl&auml;ge, Folter, Erpressung. Ein fr&uuml;herer Geheimdienstler der Kosovo-Untergrundarmee UCK gibt schwere Verbrechen gegen politische Gegner zu, SZ 2. Dez. 2009.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Kornelius, &bdquo;Ich bin wieder da&ldquo;, SZ 2.\/ 3. Okt. 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Adler, Krieg dem Kriege. Victor Adler spricht in der Sitzung des Internationalen B&uuml;ros am 28. Oktober 1912, in: ders., Aus seinen Reden und Schriften, hrg. von Anton Tesarek, Wien 1947, 259.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] zit. nach SZ 23. Nov. 2001.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Fromm, Anatomie der menschlichen Destruktivit&auml;t, Reinbek 1988, 228.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] s. auch Klaus Bittermann\/ Thomas Deichmann (Hg.), Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben. Die Gr&uuml;nen, die SPD, die Nato und der Krieg auf dem Balkan, Berlin 1999.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Sehr informativ ist r&uuml;ckblickend auch in diesem Zusammenhang das Gespr&auml;ch zwischen dem Pr&auml;sidenten der Bundesarchitektenkammer und sozusagen Linken alten Schlages, Peter Conradi, und dem Staatssekret&auml;r im Wirtschaftsministerium von den <em>Gr&uuml;nen<\/em>, Rezzo Schlauch, einem besonders grauenerregenden Prototypen gewandelter Herrschaft (s. SZ 2.\/ 3. Okt. 2003).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] s. Stefan Klein, Zwischen Leben und Tod, SZ 7. Sept. 2007.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] s. Norman Birnbaum, Fatale Erinnerungen, SZ 16. M&auml;rz 2001.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] s. DER SPIEGEL sowie SZ vom 30. Dez. 2002 oder Fried, Gr&uuml;ne: Irak-Resolution als Kriegsmandat interpretierbar. Auslegung der U.S.A. kann kaum als v&ouml;lkerrechtswidrig angesehen werden, sagt Parteichef B&uuml;tikofer, SZ 17. Dez. 2002.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] s. nur das Interview mit Fischer, &bdquo;Ein einziges Debakel&ldquo;, DER SPIEGEL 29. Aug. 2011.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] s. Klein, Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima, Frankfurt a.M. 2015.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Akteure der Gr&uuml;nen haben in stalinistischen oder maoistischen Kaderorganisationen ihre politische Pr&auml;gung erhalten. Andere kamen aus einem sich radikal geb&auml;rdenden &ldquo;Sponti&rdquo;-Milieu. Einem prominenten Prototypen, dem ehemaligen Au&szlig;enminister Joseph &bdquo;Joschka&ldquo; Fischer, wurde k&uuml;rzlich gleich zweimal ein Forum geboten &ndash; im &bdquo;SZ-Magazin&ldquo; und, wirklich erschreckend, im &bdquo;greenpeace-magazin&ldquo;: Hier durfte Fischer sein Profil als Scho&szlig;hund von M&auml;chtigen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48471\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[198,194,183,171,85],"tags":[351,2315,1129,2211,714,541,1426,641,462,432,1564,1611,304,466,2155,1257,460,1977,2334],"class_list":["post-48471","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-gruene","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","category-pr","tag-afghanistan","tag-bolton-john","tag-cohn-bendit-daniel","tag-fuecks-ralf","tag-fischer-joschka","tag-greenpeace","tag-hegemonie","tag-irak","tag-jugoslawien","tag-kosovo","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-kriegsluegen","tag-kriegsverbrechen","tag-nato","tag-opportunismus","tag-pazifismus","tag-sz","tag-transatlantische-partnerschaft","tag-vollmer-antje"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48471"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48500,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48471\/revisions\/48500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}