{"id":4850,"date":"2010-03-22T09:39:29","date_gmt":"2010-03-22T08:39:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4850"},"modified":"2010-03-22T09:49:09","modified_gmt":"2010-03-22T08:49:09","slug":"hinweise-des-tages-1103","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4850","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sarkozy hat Probleme; Chermany gegen den Rest der Welt; alle gegen Missbrauch der Leiharbeit; Verfassungs&auml;nderung f&uuml;r Jobcenter; Gehaltsexzesse; Bankenabgabe bringt Milliarden; Petition zum Lohnabstandsgebot; Befristung verheerend; neue Sponsoring-Geschichten von R&uuml;ttgers; Programm der Linkspartei; Papst zum Missbrauch. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Sarkozy vor Problemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Martin Wolf &ndash; Chermany gegen den Rest der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">K&ouml;hler r&uuml;ffelt die Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Von der Leyen sagt Missbrauch bei Leiharbeit den Kampf an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Merkel sagt Dumpingl&ouml;hnen den Kampf an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Nachtsitzung bringt Durchbruch f&uuml;r Jobcenter-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gehaltsexzesse bei US-Managern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wieso Boni sinken werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Eine Flasche Tequila zum Abschied<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Bankenabgabe bringt Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\"> Zocker m&uuml;ssen zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Einf&uuml;gung eines Lohnanstandsgebotes ins Sozialgesetzbuch &ndash; Mit unterzeichnen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\"> Weise: Befristung wirkt verheerend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Teilweise 300 Euro weniger auf Gehaltszettel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">DGB-Streitzeit: Die Ablenkung vom Armutsskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Neue Sponsoring-Details belasten Parteitag der NRW-CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Programm der Linkspartei: Sprengstoff f&uuml;r andere Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Mobilfunkstandard LTE: Was kann der UMTS-Nachfolger wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Papst zum Missbrauch: Klar und doch nicht klar genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Wovon der Hirtenbrief uns nichts erz&auml;hlt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> <em>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=4841&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sarkozy vor Problemen<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident und seine konservative Partei haben eine b&ouml;se Wahlschlappe kassiert. (Die Sozialisten siegten in fast allen Regionen, WL). Seit gestern wei&szlig; Nicolas Sarkozy, dass die Pr&auml;sidentenwahl 2012 nicht zum erhofften Durchmarsch wird.<br>\nVor noch nicht einmal einem Jahr galt Sarkozy &uuml;ber sein eigenes konservatives Regierungslager hinaus als politisch unbezwingbar. Frankreichs notorisch zerstrittene Linke, insbesondere die seit den verlorenen Pr&auml;sidentenwahlen vor drei Jahren von Fl&uuml;gelk&auml;mpfen und pers&ouml;nlichen Intrigen zerfressene Sozialistische Partei (PS), war aus Sicht des Elys&eacute;e-Palasts ein geradezu l&auml;ppischer Gegner. Doch dann schmiedeten die Polit-Routiniers Aubry (59) und Buffet (60) gemeinsam mit der jungen Gr&uuml;nen-Chefin Duflot (34) einen Pakt f&uuml;r die Regionalwahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.rp-online.de\/article\/politik\/Sarkozy-vor-Problemen\/71665\">Rheinische Post<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>Am Sonntagabend lag die Linke mit 54,3% in F&uuml;hrung, die Rechte erzielte bis dahin 36,1% und die Front national 8,7%. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Martin Wolf &ndash; Chermany gegen den Rest der Welt<\/strong><br>\nVergangene Woche hat &ldquo;Chermany&rdquo; gesprochen, und die Welt h&ouml;rte zu. Was es da sagte, war zwar nicht logisch, daf&uuml;r umso selbstgerechter. Damit schw&auml;cht es die globale Wirtschaft.<br>\nNiall Ferguson und Moritz Schularick haben den Begriff &ldquo;Chimerica&rdquo; gepr&auml;gt, um die Verschmelzung der Volkswirtschaften Chinas und Amerikas zu beschreiben. Ich stelle Ihnen nun &ldquo;Chermany&rdquo; vor, eine Wortneusch&ouml;pfung, die f&uuml;r die beiden weltgr&ouml;&szlig;ten Nettoexporteure steht: China mit einem f&uuml;r dieses Jahr prognostizierten Leistungsbilanz&uuml;berschuss von 291 Mrd. $ und Deutschland mit einem prognostizierten &Uuml;berschuss von 187 Mrd. $. Beide L&auml;nder sind der Ansicht, ihre Kunden sollten weiter kaufen, aber gleichzeitig eine unverantwortliche Kreditaufnahme beenden. Da ihre &Uuml;bersch&uuml;sse Defizite anderer mit sich bringen, ist diese Position unlogisch. &Uuml;berschussl&auml;nder m&uuml;ssen Defizitl&auml;nder finanzieren. Wird der Schuldenberg zu hoch, gehen die Schuldner pleite und die viel gepriesenen &ldquo;Ersparnisse&rdquo; der &Uuml;berschussl&auml;nder erweisen sich als illusorisch.<br>\nAllm&auml;hlich frage ich mich, ob die offene Weltwirtschaft diese Krise &uuml;berleben wird. Auch die Euro-Zone k&ouml;nnte in Gefahr sein. Die Einmischungen von Chinas Ministerpr&auml;sidenten Wen Jiabao und Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble vergangene Woche zeigen, warum: Der Kern von Sch&auml;ubles Vorschlag war nicht der Europ&auml;ische W&auml;hrungsfonds, der &ndash; selbst wenn er eingef&uuml;hrt w&uuml;rde &ndash; den Druck kaum lindern k&ouml;nnte, der durch die enormen makro&ouml;konomischen Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone entstanden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-martin-wolf-chermany-gegen-den-rest-der-welt\/50090390.html\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>K&ouml;hler r&uuml;ffelt die Regierung<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler hat die schwarz-gelbe Koalition vor allem wegen ihrer Steuerpolitik kritisiert. &bdquo;Das Volk erwartet jetzt tatkr&auml;ftiges Regieren. Daran gemessen waren die ersten Monate entt&auml;uschend&ldquo;, sagte das Staatsoberhaupt in einem Interview des Nachrichtenmagazines &bdquo;Focus&ldquo; laut Vorabmeldung vom Samstag&hellip;<br>\nEindringlich forderte K&ouml;hler eine L&ouml;sung f&uuml;r das &bdquo;Megaproblem Schulden&ldquo;. &bdquo;Wir m&uuml;ssen weg von schuldengetriebenem Konsum. Davon wieder runterzukommen, ist schwer wie ein Drogenentzug, aber unumg&auml;nglich f&uuml;r nachhaltiges Wachstum, das allen Menschen dient.&ldquo;<br>\nBesonders kritisch sieht der fr&uuml;here Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds das Konjunkturpaket oder Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Schon der Begriff habe ihn nachdenklich gemacht. &bdquo;Als sei es der Staat, der f&uuml;r immer mehr, immer schnelleres Wachstum sorgen k&ouml;nne.&ldquo; K&ouml;hler sieht nach eigenen Worten derzeit keinen Spielraum f&uuml;r massive Steuersenkungen. &bdquo;Das w&auml;re ein Vabanquespiel&ldquo;, wurde er zitiert. In einem Gesamtkonzept sei die Beg&uuml;nstigung von Forschung in Unternehmen sinnvoll, aber auch eine Entlastung der Mittelschicht. &bdquo;Die wird ja immer wieder vergessen in der Diskussion&ldquo;, so K&ouml;hler. &bdquo;Diejenigen, die sich an die Regeln halten und Steuern zahlen, die m&uuml;ssen sich doch manchmal richtig verladen vorkommen. Ein junges Ehepaar mit zwei Kindern, das kommt gerade mal so hin. F&uuml;r die Mittelschicht muss etwas geschehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E9230539AE69B415383950FB133E4AC3D~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <em>Wodurch ist eigentlich die H&ouml;he von 80 Milliarden Netto-Neuverschuldung zustande gekommen? Ist die Summe nicht vor allem durch die Bankenrettung im Rahmen der Finanzkrise entstanden? Was hei&szlig;t hier also &bdquo;schuldengetriebener Konsum&ldquo;? Der Wachstumsbeitrag durch Konsum betr&auml;gt doch gerade einmal 0,5%. Wenn K&ouml;hler an staatlichen Konsum denkt, dann offenbar nur an staatliche Transferleistungen und wenn Schulden abgebaut werden sollen, dann offenbar nur durch deren K&uuml;rzung.<br>\nWo hat das Wachstum der vergangenen 20 Jahren &bdquo;allen Menschen&ldquo; gedient?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von der Leyen sagt Missbrauch bei Leiharbeit den Kampf an<\/strong><br>\nEs ist eine kaum verhohlene Drohung: Schnellstm&ouml;glich, so Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), m&uuml;ssten Arbeitgeber und Gewerkschaften den Missbrauch bei der Leiharbeit unterbinden. Andernfalls werde sie gesetzgeberisch handeln. &ldquo;Wenn die Branche nicht schnell die Kraft aufbringt, das eigenst&auml;ndig und schnell zu regeln, werden wir einen Riegel vorschieben&rdquo;, sagt von der Leyen dem SPIEGEL.<br>\nInsbesondere soll k&uuml;nftig unterbunden werden, dass Firmen wie im Fall der Drogeriekette Schlecker die M&ouml;glichkeit haben, ihre Stammbelegschaften zu entlassen, um sie dann als Leiharbeiter wieder in den eigenen Firmen einzusetzen. Zudem k&ouml;nne es nicht sein, &ldquo;dass Leiharbeiter dauerhaft schlechter entlohnt werden als festangestellte Arbeitnehmer, die im selben Betrieb dieselbe Arbeit machen&rdquo;, sagt von der Leyen. In beiden F&auml;llen m&uuml;ssten die Tarifparteien bald eine befriedigende L&ouml;sung finden, sonst werde der Gesetzgeber aktiv. &ldquo;Ich rechne da nicht in Monaten, sondern eher in Wochen&rdquo;, so die Arbeitsministerin. Von der Leyen zeigte sich auch weiteren Mindestl&ouml;hnen gegen&uuml;ber aufgeschlossen: &ldquo;Wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften sich einig sind, dass sie in ihrer Branche einen Mindestlohn ben&ouml;tigen, sollte die Politik sie unterst&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,684718,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL<\/strong>: <em>Ursula von der Leiharbeit schiebt das Problem einmal mehr auf die Tarifparteien und nicht auf das geltende Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderungsgesetz ab. Den Gewerkschaften ist es schon bislang nicht gelungen, die ausufernde Leiharbeit tarifvertraglich in den Griff zu bekommen, warum sollte das in Zukunft besser gehen.<br>\nAn welche Branche denkt die Arbeitsministerin?<br>\nEs ist das bekannte Spiel: Man schiebt es von der politischen Ebene auf die Tarifparteien, man spielt auf Zeit und liefert bestenfalls sch&ouml;ne Worte, die nichts bewirken und nichts kosten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel sagt Dumpingl&ouml;hnen den Kampf an<\/strong><br>\nAuf einem Parteitag der nordrheinwestf&auml;lischen CDU sagte Angela Merkel, sie wolle gegen den Missbrauch von Leiharbeit vorgehen. Arbeitsministerin von der Leyen stellt der Branche gar ein Ultimatum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2449052&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <em>Was soll das Get&ouml;se. Es ist doch ganz einfach: Die Kanzlerin und ihre Ministerin br&auml;uchten nur den Zusatz in Hartz I zu streichen, dass, wenn ein Tarifvertrag f&uuml;r die Zeitarbeitsfirmen vorliegt, dieser vorgehe. Dann m&uuml;ssten die Zeitarbeiter genauso bezahlt und behandelt werden wie die Stammbelegschaften. Wir w&uuml;rden uns dann nur anderen europ&auml;ischer L&auml;nder ann&auml;hern, statt diese unter Druck zu setzen, ihre Standards von &ldquo;Equal Pay und Equal Treatment&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_182.pdf\">unserem Tiefstniveau anzugleichen. [PDF &ndash; 971 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nachtsitzung bringt Durchbruch f&uuml;r Jobcenter-Reform<\/strong><br>\nKompromiss zur Zukunft der Jobcenter: In einer langen Nachtsitzung einigte sich die Regierung mit der SPD auf eine Grundgesetz&auml;nderung zur Betreuung von Hartz-IV-Empf&auml;ngern. Die umstrittenen Optionskommunen soll es auch k&uuml;nftig geben &ndash; doch die Zahl wird gedeckelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,684752,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <em>Nun soll also die Verfassung, die laut Bundesverfassungsgericht die bisherige Mischverwaltung zwischen Bundesagentur und Kommunen verbot, an die Hartz-Gesetze und die schlechte Praxis angepasst und nicht umgekehrt die Hartz-Gesetze verfassungskonform gemacht werden. Selbst der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Weise, kritisierte die bundesweiten Arbeitsgemeinschaften, in denen Kommunen und Bundesagentur je zur H&auml;lfte Verantwortung tragen, als einen <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/politik\/deutschland\/1085817.html\">&bdquo;Mitternachts-Bierdeckelkompromiss von beruflich unerfahrenen Menschen&ldquo;<\/a>. Eine effektive und unb&uuml;rokratische Betreuung und Unterst&uuml;tzung von Langzeitarbeitslosen ist damit nicht voran gebracht.<br>\nDie SPD hat nun, um ihr Hartz-Gesetz zu retten, auch noch einer Ausdehnung der sog. Optionskommunen von derzeit 69 auf 110 zugestimmt. Untersuchungen und bisherige Erfahrungen belegen, dass es bei diesem Modell erhebliche Nachteile bei der Vermittlung und Integration in Arbeit gibt und es an der notwendigen Transparenz und Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen mangelt.<br>\nVor allem Roland Koch und der Landkreistag dr&auml;ngten auf eine Ausweitung der kommunalen Betreuung von Langzeitarbeitslosen. F&uuml;r die &bdquo;Optionskommunen&ldquo; sind die &uuml;ppigen Pauschalen, die f&uuml;r die Ein-Euro-Jobs bezahlt werden, eine willkommene Einnahmequelle von Seiten des Bundes. Damit k&ouml;nnen sie z.B. ihre kommunalen Besch&auml;ftigungsgesellschaften finanzieren und lokale Betriebe und Tr&auml;ger bedienen. Der kommunalen &bdquo;Kirchturmspolitik&ldquo; wird damit zu Lasten einer klaren Verantwortlichkeit f&uuml;r eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt Vorschub geleistet.<br>\nEs bleibt dar&uuml;ber hinaus die Frage, wie die Deckelung der Zahl der Optionskommunen und eine einheitliche Bundesaufsicht praktisch und verfassungskonform geregelt werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gehaltsexzesse bei US-Managern<\/strong><br>\nIm Rezessionsjahr 2009 sind in den USA Millionen Arbeitspl&auml;tze verloren gegangen, doch in den Gehalts-Checks vieler Unternehmenschefs hat sich die Krise kaum bemerkbar gemacht. Jahresgeh&auml;lter in zweistelliger Millionenh&ouml;he sind nach wie vor nichts Au&szlig;ergew&ouml;hnliches. Das belegen die Pflichtmitteilungen, die die B&ouml;rsenaufsicht SEC in diesen Tagen ver&ouml;ffentlicht. Viele Vorst&auml;nde konnten sich in den vergangenen Monaten sogar &uuml;ber eine deutliche Aufstockung ihrer Bez&uuml;ge freuen. Zum Beispiel Thomas Ryan, Chef des Pharmakonzerns CVS Caremark. Er verdiente im vergangenen Jahr 30,4 Mio. $, wie am Donnerstag bekannt wurde. Im Vorjahr waren es 23,8 Mio. $. Selbst wenn er dieses Geld verprassen und gleichzeitig den Job verlieren sollte, m&uuml;sste er sich anschlie&szlig;end keine Sorgen machen: In seiner betrieblichen Altersvorsorge hat Ryan mittlerweile 44,6 Mio. $ angespart. Alleine 8000 $ bekam der erfolgreiche Manager letztes Jahr f&uuml;r die Teilnahme an einem Golfturnier. Es war Teil einer Wohlt&auml;tigkeitsveranstaltung, bei der CVS Spenden sammelte.<br>\nAuch an der Wall Street wird wieder mit der gro&szlig;en Kelle angerichtet. Anfang Jahr gab es zwar im Wochentakt Demonstrationen gegen Boni, einige Protestler zogen bis vor die Privatvillen von Bankmanagern. Folgen hatte das nicht: Die von s&auml;mtlichen Wall-Street-Banken in New York ausgezahlten Boni nahmen 2009 laut einer Hochrechnung von New Yorks Rechnungspr&uuml;fer Thomas DiNapoli um 17% zu. Die Sonderverg&uuml;tungen summierten sich allein in New York auf 20,3 Mrd. $. Um begehrte Angestellte abzuwerben, geh&ouml;ren an der Wall Street auch Handgelder in Millionenh&ouml;he f&uuml;r den Stellenwechsel zum Alltag. &laquo;Ich bin &uuml;berrascht, wie schnell wir wieder zu den Summen vor der Krise zur&uuml;ckgekehrt sind&raquo;, bekennt der Headhunter Adam Zoia, Chef von Glocap Search.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/gehaltsexzesse_bei_us-managern_1.5259993.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <em>Geschichte wiederholt sich nie in derselben Form. Also nicht die Guillotine, aber der Sturz der Plutokratie wird kommen so sicher wie der Sturz der Monarchie. Nur ist das kein Trost. Nat&uuml;rlich wird er zu sp&auml;t kommen, wenn unsere Volkswirtschaften wieder einmal an die Wand gefahren sein werden. Und vor allem werden wir Trottel, die die Verwalter dieser Plutokratie regelm&auml;&szlig;ig w&auml;hlen, letztlich die Zeche zahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wieso Boni sinken werden<\/strong><br>\nBanken ben&ouml;tigen in Zukunft mehr Kapital f&uuml;r ihre Gesch&auml;fte: Die Eigenkapitalrendite sinkt. Das d&uuml;rfte zu Verteilk&auml;mpfen zwischen Aktion&auml;ren und Bankern und zu tieferen L&ouml;hnen f&uuml;hren. Niemand weiss besser als die UBS, was strengere Kapitalvorschriften bedeuten. In einer Studie vom 9. M&auml;rz, die in der Branche gro&szlig;e Beachtung findet, hat die Bank die m&ouml;glichen Auswirkungen aufgezeigt: Die Rendite auf dem eingesetzten Kapital bei europ&auml;ischen Banken d&uuml;rfte von 17,2% &ndash; dem Niveau von vor der Krise &ndash; auf noch schmale 11,4% im Jahr 2012 sinken. Konkret untersucht die Studie die m&ouml;glichen Auswirkungen der sogenannten Basel-III-Regeln. Basel III ist nur einer von vielen Reformvorschl&auml;gen, die derzeit diskutiert werden. Sie alle haben die gleiche Wirkung: Die Eigenkapitalrendite, also der Gewinn im Verh&auml;ltnis zum eingesetzten Kapital, kommt stark unter Druck. Analysten von Oliver Wyman (eine Beratungsfirma) und Morgan Stanley (eine grosse US-Bank) warnten letzte Woche davor, dass sich diese Schl&uuml;ssel-Kennzahl bei Investmentbanken sogar halbieren k&ouml;nnte, falls sich die drakonischsten Vorschl&auml;ge durchsetzten.<br>\nWas hat die Eigenkapitalrendite mit der Entl&ouml;hnung zu tun? Solange die Aktion&auml;re eine durchschnittliche Rendite von 17,2% pr&auml;sentiert bekamen, sahen sie gerne dar&uuml;ber hinweg, dass die Angestellten &laquo;ihrer Banken&raquo; die H&auml;lfte der Ertr&auml;ge in die eigenen Taschen leiteten. Doch wenn das Geld nicht mehr so reichlich sprudelt, wird sich das &auml;ndern: Es kommt zu Verteilk&auml;mpfen zwischen Aktion&auml;ren und Bankangestellten. Interessant ist, dass die L&ouml;hne in der Finanzindustrie in den zwanziger und dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts schon einmal v&ouml;llig abgehoben von den Sal&auml;ren anderer Berufsgruppen gewesen waren. Dann aber sanken die Bankl&ouml;hne in den USA fast bis auf das Niveau der &laquo;Normalbev&ouml;lkerung&raquo; (s. Grafik). Was war geschehen? Nach der Grossen Depression zog der amerikanische Regulator die Schraube an. Ein neu eingef&uuml;hrtes Gesetz, die Glass-Steagall Act, schr&auml;nkte den Spielraum der Banken massiv ein. Die Versch&auml;rfung der Kapitalvorschriften d&uuml;rfte ein Katalysator daf&uuml;r werden, dass sich jene des Problems exzessiver Bankl&ouml;hne annehmen, die prim&auml;r daf&uuml;r zust&auml;ndig sind: die Aktion&auml;re. Diese m&uuml;ssen laut UBS-Studie bis 2012 bei europ&auml;ischen Banken wohl mehr als 200 Mrd. $ neues Kapital einschiessen. Das entspr&auml;che einem Betrag von 16% der gesamten B&ouml;rsenwerte dieser Finanzh&auml;user. Striktere Kapitalvorschriften und andere neue Auflagen k&ouml;nnen Bankaktien in den n&auml;chsten Jahren zu einem ziemlich lausigen Investment machen. Bankmanager werden unter diesen Vorzeichen vermehrt M&uuml;he haben, entt&auml;uschten Aktion&auml;ren die Umverteilung von Milliarden hin zu den Mitarbeitern schmackhaft zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/wieso_boni_sinken_werden_1.5260000.html?printview=true\">NZZ<br>\n<\/a><br>\n<strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <em>All das nat&uuml;rlich unter dem Umsetzungsvorbehalt unserer bisher kapitalh&ouml;rigen Politikerkaste.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eine Flasche Tequila zum Abschied<\/strong><br>\nKunstausstellungen, Opern, Tennisturniere &ndash; die UBS ging jahrelang unter reichen Leuten auf Kundenfang. Dabei missachtete sie US-Gesetze. Ein Blick hinter die Kulissen.<br>\nObwohl das Schurkenst&uuml;ck UBS ein politisches Drama ist, geht es dabei vor allem um die Handlungen der UBS &ndash; der Kundenberater, der Manager und der obersten Chefs. &laquo;Folgst du der Spur des Geldes, dann weisst du nicht, wo zur H&ouml;lle es dich hinf&uuml;hrt&raquo;, sagt der Polizist im Fernsehen. Und im Fall UBS f&uuml;hrt die Spur in die USA, an die Wall Street und nach Miami. Denn erst die US-Gesch&auml;fte der Grossbank verwandelten den Fall UBS in einen Fall Schweiz.<br>\nEinerseits das Investmentbanking: Marcel Ospels Ziel, die UBS zu einer der gr&ouml;ssten Investmentbanken an der Wall Street zu machen, f&uuml;hrte dazu, dass die Bank auf ihrem Weg nach oben s&auml;mtliche Warnungen in den Wind schlug und sich stark im US-Hypothekenmarkt exponierte. Die Folge: Zusammenbruch, Krise, 68-Milliarden-Rettungspaket. Andererseits das Private Banking: Die UBS kaufte 2000 die US-Bank Paine Webber und stieg zur weltweit gr&ouml;ssten Verm&ouml;gensverwalterin auf. &Uuml;ber 3000 Milliarden Franken verwaltete sie Ende 2007. Die zum Teil illegale grenz&uuml;ber&shy;schreitende Verm&ouml;gensverwaltung bot der UBS einen entscheidenden Vorteil. Sie war laut dem Journalisten und UBS-Kenner Lukas H&auml;ssig eine g&uuml;nstige Refinanzierungsquelle: &laquo;W&auml;re die UBS nicht die Nummer eins im Privatkundengesch&auml;ft gewesen, h&auml;tte sie auch niemals eines der gr&ouml;ssten Finanzwettb&uuml;ros zimmern k&ouml;nnen.&raquo; Eines muss man an dieser Stelle wissen: Das oberste Ziel einer Bank ist Wachstum. Und daf&uuml;r &uuml;berschreitet die UBS die Grenze zur Illegalit&auml;t. Die Schweizer Kundenberater reden mit den G&auml;sten nicht nur &uuml;ber Kunst, Golf und Jachten, sondern auch &uuml;ber Steuervehikel und Geheimkonten in der Schweiz. Daf&uuml;r werden die Banker f&uuml;rstlich entl&ouml;hnt, Boni &uuml;ber 100 000 sind die Regel. Und sie verstehen ihr Gesch&auml;ft. Im Jahr 2004 bringt jeder im Schnitt rund 4 Millionen Franken Neugeld, die wichtigste Gr&ouml;sse in der Verm&ouml;gensverwaltung. 2006 sind es 17 Millionen. Ihr Chef, Martin Liechti, ein Westschweizer Banker, der sich vom Lehrling beim Bankverein zum Chef der Verm&ouml;gensverwaltung in Nord- und S&uuml;damerika hochgearbeitet hat, treibt sie an, noch mehr Geld f&uuml;r die Bank zu sammeln, denn auch sein Bonus w&auml;chst. Anfang 2007 schreibt er in einer Mail: &laquo;Um unsere Zukunft zu sichern, brauchen wir WACHSTUM!&raquo; Sein Ziel: 60 Millionen Franken pro Kundenberater. J&auml;hrlich. Das einzige Problem dabei: Die Schweizer Banker d&uuml;rfen laut US-Gesetz in den USA gar keine neuen KundInnen akquirieren<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_19070.html\">Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bankenabgabe bringt Milliarden<\/strong><br>\nEine Sonderabgabe f&uuml;r Banken, wie sie in den USA zur Finanzierung der Staatshilfen f&uuml;r das Kreditgewerbe geplant ist, k&ouml;nnte Deutschland j&auml;hrlich bis zu 9 Milliarden Euro einbringen. Das haben Bundesbank und Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) errechnet, wie aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Zur Berechnung der Bemessungsgrundlage der Abgabe werden s&auml;mtliche Aktiva des Finanzunternehmens ber&uuml;cksichtigt, wovon das Eigenkapital sowie Mittel f&uuml;r die Einlagensicherung der Banken oder versicherungstechnische R&uuml;ckstellungen abgezogen werden. Von dieser Bemessungsgrundlage sollen 0,15 Prozent als Abgabe f&auml;llig werden, und zwar zehn Jahre lang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F03%2F20%2Fa0181&amp;cHash=116ee788f2\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zocker m&uuml;ssen zahlen<\/strong><br>\nMehr recht als billig ist es daher, wenn auch die Nutznie&szlig;er der Finanzmarkthilfen zur Kasse gebeten werden &ndash; zumal einige Banken schon wieder kr&auml;ftige Gewinne machen. Unerheblich ist dabei, ob die Kreditinstitute selbst solche Hilfen in Anspruch genommen haben oder nicht: H&auml;tten die Staaten nicht eingegriffen und einige &ndash; systemrelevante &ndash; Banken in die Pleite geschickt, h&auml;tte sich keine Bank dem Zusammenbruch des Gesamtmarktes entziehen k&ouml;nnen. Eine Sonderabgabe f&uuml;r Banken ist richtig und wichtig, da sie Geld in die &ouml;ffentlichen Kassen sp&uuml;lt. Aber sie kann kein Ersatz f&uuml;r eine umfassende Regulierung der Finanzm&auml;rkte sein. Bleibt diese aus, ist es nur eine Frage der Zeit, dass die n&auml;chste Spekulationsblase platzt &ndash; und die B&uuml;rger wieder die Zeche zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F03%2F20%2Fa0197&amp;cHash=65b4c4a35a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Einf&uuml;gung eines Lohnanstandsgebotes ins Sozialgesetzbuch &ndash; Mit unterzeichnen!<\/strong><br>\nPetition eingereicht vom Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ): &ldquo;Ein gesetzliches Lohnanstandsgebot mit einer definierten Lohnanstandsh&ouml;he als Untergrenze ist zur Pr&auml;zisierung &lsquo;zumutbarer Arbeit&rsquo; dringend geboten. Die faktisch nach unten offene Zumutbarkeit von Niedrigstl&ouml;hnen (&lsquo;jede Arbeit zumutbar&rsquo;; &sect; 10 Abs. 1 SGB II) widerspricht Artikel 1 Abs. 1 Satz 1 des Grundgesetzes (GG). (&lsquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar.&rsquo;)<br>\nVor dem Hintergrund der zu beobachtenden zunehmenden Nichtbeachtung des Lohnanstandes ergibt sich aus Artikel 1 Abs. 1 Satz 2 GG (&lsquo;Sie (die W&uuml;rde des Menschen) zu achten und zu sch&uuml;tzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&rsquo;) in Verbindung mit Artikel 20 Abs. 1 GG (&lsquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.&rsquo;) die Verpflichtung zu einem gesetzlichen Lohnanstandsgebot.<br>\nDer Lohnanstand wird definiert durch die Lohnanstandsh&ouml;he, die sich an der einheitlichen monatlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e der Krankenversicherung und damit am durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelt der Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung (Westdeutschland) orientiert.<br>\nAus der in der Petition genannten Formel zur Berechnung der Lohnanstandsh&ouml;he erg&auml;be sich f&uuml;r 2010 ein Bruttostundenlohn von 8,12 Euro.<br>\nArbeiten mit einem erzielbaren Arbeitsentgelt unterhalb der Lohnanstandsh&ouml;he gelten im Sinne der Paragrafen 10 SGB II und 121 <a href=\"http:\/\/bundesrecht.juris.de\/sgb_3\/\">SGB III<\/a> als nicht zumutbar. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die Grundsicherungsstellen und die ggf. beauftragten Dritten d&uuml;rfen nicht am Zustandekommen von Arbeitsverh&auml;ltnissen mit L&ouml;hnen unterhalb der Lohnanstandsh&ouml;he mitwirken.&rdquo;<br>\n<a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/index.php?action=petition%3Bpetition=10282%3Bsa=sign\">Zur Unterzeichnung.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weise: Befristung wirkt verheerend<\/strong><br>\nDer Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J&uuml;rgen Weise, hat vor der Ausweitung befristeter Jobs gewarnt. Wenn dies zum Standard werde, sei das &raquo;f&uuml;r die Entwicklung unserer Gesellschaft verheerend&laquo;, sagte Weise der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung (Samstagausgabe). Nach Angaben des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist bei Neueinstellungen inzwischen fast jeder zweite Job befristet. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant zudem eine erleichterte Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen. Der nordrhein-westf&auml;lische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verteidigte diese Pl&auml;ne. Viele Studenten h&auml;tten Ferien&shy;jobs in Form befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse gemacht, die verhinderten, dass sie nach dem Studium von derselben Firma &ndash; ebenfalls befristet &ndash; eingestellt w&uuml;rden, sagte Laumann den Dortmunder Ruhr-Nachrichten vom Samstag. Das wolle die CDU &auml;ndern, um jungen Leuten den Berufseinstieg zu erleichtern. Die meisten Vertr&auml;ge w&uuml;rden sp&auml;ter in unbefristete umgewandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/03-22\/047.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Teilweise 300 Euro weniger auf Gehaltszettel<\/strong><br>\nNach Ende der Post-Mindestlohnverordnung: PIN Mail AG Berlin macht Ank&uuml;ndigung wahr und senkt L&ouml;hne f&uuml;r ihre 600 Besch&auml;ftigten. Ein Gespr&auml;ch mit Benita Unger, Fachbereichsleiterin f&uuml;r Postdienste der ver.di Berlin-Brandenburg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/03-20\/050.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>DGB-Streitzeit: Die Ablenkung vom Armutsskandal<\/strong><br>\nEs war eine zynische Nebelkerze, als der FDP-Vorsitzende Westerwelle die aktuelle Sozialstaatsdebatte mit der Aussage initiierte, dem Volk werde &bdquo;anstrengungsloser Wohlstand&ldquo; versprochen. Denn das ist der billige Versuch, erneut den Sozialstaat zu diskreditieren. Die &ouml;ffentlich und bewusst gesetzte Aufregung soll vom Eigentlichen ablenken: vom Skandal zunehmender Armut in einem der reichsten L&auml;nder der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bayern.dgb.de\/streitzeit\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=237%20\">DGB Bayern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Sponsoring-Details belasten Parteitag der NRW-CDU<\/strong><br>\nBei ihrem Parteitag will die NRW-CDU neue Kr&auml;fte f&uuml;r den Wahlkampfendspurt sammeln. Doch erneut r&uuml;ckt die umstrittene Sponsoring-Praxis in den Blickpunkt. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Fotowunsch am Pr&auml;sentationsstand&rdquo; konnten die umworbenen Firmen ihr Kreuzchen hinter den Namen von mehreren Landesministern der CDU machen. Ganz oben auf der Liste stand &ldquo;Ministerpr&auml;sident Dr. J&uuml;rgen R&uuml;ttgers MdL&rdquo; zur Auswahl. Unter der Liste erfolgte der Hinweis: &ldquo;Das im Mietvertrag vereinbarte Entgelt ist auch dann zu zahlen, wenn ein Fototermin kurzfristig abgesagt werden muss bzw. nicht zustande kommt.&rdquo; Inzwischen hat die Partei die Ankreuz-Option aus ihrem Anschreiben entfernt.<br>\nZum System des kreativen Sponsorings geh&ouml;rt nach SPIEGEL-Informationen zudem, dass sich nach den Veranstaltungen ein externer Verk&auml;ufer bei den Sponsoren meldet, um Anzeigen f&uuml;r das Mitgliedermagazin &ldquo;Bei uns in NRW&rdquo; zu verkaufen &ndash; zu hohen Preisen. F&uuml;r eine doppelseitige Anzeige in dem Bl&auml;ttchen verlangt die Partei einer internen Preisliste zufolge 17.900 Euro, eine Seite ist f&uuml;r 11.980 Euro zu haben. Das Entree bildet ein Brief des Landesvorsitzenden R&uuml;ttgers, der darin f&uuml;r den Kauf von Inseraten wirbt. &ldquo;Ich bedanke mich schon jetzt herzlich f&uuml;r Ihr Engagement&rdquo;, hei&szlig;t es am Ende des Schreibens. Anzeigen in Parteiorganen waren schon fr&uuml;her als Versuch der verdeckten Parteispende in die Kritik geraten, vor allem, wenn die Anzeigen nicht zu markt&uuml;blichen Preisen verkauft wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-684770,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <em>Als konservativer W&auml;hler h&auml;tte ich mit J&uuml;rgen R&uuml;ttgers vor allem ein &auml;sthetisches Problem. Ebenso plump und phantasielos wie die vorgestrige Rede &uuml;ber die Linkspartei als &ldquo;Nachfolgern der SED &hellip; Leute, die schon einmal einen deutschen Staat ruiniert haben&rdquo;, ist dieses spie&szlig;ige Einwerben von Parteispenden. Der oberste Repr&auml;sentant meines Bundeslandes als Hampelmann, als &ldquo;Koofmich&rdquo; f&uuml;r Hinz und Kunz des Kapitals. Einfach igitt!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Programm der Linkspartei: Sprengstoff f&uuml;r andere Parteien<\/strong><br>\nDer Programmentwurf der Linkspartei ist gef&auml;hrlich f&uuml;r die etablierten Parteien. Denn er st&ouml;&szlig;t in die L&uuml;cken ihres eigenen politischen Versagens. Ein Kommentar von Hans Peter Sch&uuml;tz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/programm-der-linkspartei-sprengstoff-fuer-andere-parteien-1552480.html\">STERN<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Mobilfunkstandard LTE: Was kann der UMTS-Nachfolger wirklich?<\/strong><br>\nSelbst bei bescheidenen Anwendungen wie Internetsurfen oder E-Mail-Abruf ist der enge Flaschenhals des Bauern-DSL stets zu sp&uuml;ren: WWW-Seiten bauen sich nur gem&auml;chlich auf, das Laden einer einzigen E-Mail mit Megabyte-Anh&auml;ngseln dauert etliche Minuten. Die Liste des Leidens lie&szlig;e sich nahezu beliebig verl&auml;ngern, und man kommt ins Gr&uuml;beln: Auf dem Dorf reicht das Stra&szlig;ennetz bis zum letzten Ein&ouml;dhof. Es gibt Strom aus der Steckdose und Wasser aus der Leitung. Der Postbote muss jeden Tag seine Fahrt antreten, der Rundfunk ist &uuml;berall fl&auml;chendeckend zu empfangen. Nur beim Breitbandanschluss ist man in dieser f&uuml;hrenden Industrienation einer verkorksten Regulierung und einer alles andere als funktionierenden Marktwirtschaft ausgesetzt. Und ohne eine gesetzliche Grundversorgungspflicht wird sich daran in den kommenden Jahren auch nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub36B71B0E8E5C46E9AFBAF4B7B12FC9C5\/Doc~E6B4D8E09834F4A5EAC6A11EBFBBD65FE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> <em>Die fl&auml;chendeckende Versorgung mit Breitbandanschl&uuml;ssen auf dem Land ist dank Privatisierung der Telekommunikation schlicht nicht rentabel. Die angeblich marktwirtschaftliche&rdquo; FAZ beschwert sich &uuml;ber die fehlende Daseinsvorsorge und versteht anscheinend nicht, dass das Zusammenwerfen von &ldquo;Regulierung&rdquo;, &ldquo;Privatisierung&rdquo; und &ldquo;gesetzlicher Grundversorgungspflicht&rdquo; ein offensichtlicher innerer Widerspruch ist.<br>\nDass das &ldquo;platte Land&rdquo; bei der Breitbandversorgung immer weiter zur&uuml;ckf&auml;llt, ist tats&auml;chlich ein Drama; man kann das als &ldquo;Kollateralschaden&rdquo; der gew&uuml;nschten gewinntr&auml;chtigen Privatisierung akzeptieren oder (ausgerechnet!) den Staat f&uuml;r die Grundversorgung haftbar machen (was die &ldquo;freie Marktwirtschaft&rdquo; einschr&auml;nkt oder aber dem Staat die hohen Kosten aufdr&uuml;ckt), aber nicht nach Belieben zwischen beiden Positionen hin- und herspringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Papst zum Missbrauch: Klar und doch nicht klar genug<\/strong><br>\nIn seinem Hirtenbrief geht Benedikt XVI. das derzeit brennendste Kirchenthema provinziell an: Er richtet sein Schreiben ausschlie&szlig;lich &ldquo;an die Katholiken Irlands&rdquo; und blendet die Situation in anderen L&auml;ndern derart aus, als w&auml;re dort nie etwas gewesen. Trotzdem h&auml;tten seine Worte nicht h&auml;rter sein k&ouml;nnen. Trotzdem: An Benedikts Worten wird sich auch in Deutschland, &Ouml;sterreich oder den Niederlanden kein Kirchenmann mehr vorbeimogeln k&ouml;nnen. Sie h&auml;tten nicht h&auml;rter sein k&ouml;nnen. Den schuldigen Priestern und Ordensleuten g&ouml;nnt der Papst keinerlei mildernde Klausel: &bdquo;Ihr habt das Vertrauen verraten, das unschuldige Jugendliche und ihre Eltern in euch gesetzt haben; Ihr habt die Achtung des Volks verloren, Ihr habt Schande auf Eure Mitbr&uuml;der ergossen. Ihr m&uuml;sst Euch daf&uuml;r verantworten vor dem allm&auml;chtigen Gott und den weltlichen Gerichten.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Benedikt-XVI-Missbrauch;art141,3062474?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/holy_father\/benedict_xvi\/letters\/2010\/documents\/hf_ben-xvi_let_20100319_church-ireland_ge.html\">Der Hirtenbrief<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wovon der Hirtenbrief uns nichts erz&auml;hlt<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" width=\"475\" src=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20100321_Hirte.gif\" alt=\"Suttmann - Hirte\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20100321_Hirte.gif\">Stuttmann<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Sarkozy hat Probleme; Chermany gegen den Rest der Welt; alle gegen Missbrauch der Leiharbeit; Verfassungs&auml;nderung f&uuml;r Jobcenter; Gehaltsexzesse; Bankenabgabe bringt Milliarden; Petition zum Lohnabstandsgebot; Befristung verheerend; neue Sponsoring-Geschichten von R&uuml;ttgers; Programm der Linkspartei; Papst zum Missbrauch. (KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4850","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4850"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4873,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4850\/revisions\/4873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}