{"id":48526,"date":"2019-01-18T08:10:01","date_gmt":"2019-01-18T07:10:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526"},"modified":"2019-01-18T08:10:01","modified_gmt":"2019-01-18T07:10:01","slug":"hinweise-des-tages-3286","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h01\">Cum-Ex-Gesch&auml;fte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h02\">Gesetz der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h03\">Verm&ouml;gensteuer: Gegen Ungleichheit und gegen die Unterfinanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h04\">Wie die W&auml;hrungsunion auf dem Altar der Wettbewerbsf&auml;higkeit geopfert wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h05\">Das fordert Blackrock-Chef Fink in seinem Brief an deutsche Top-Manager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h06\">Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen st&uuml;tzen nicht die Konjunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h07\">Bericht des Bundesrechnungshofs: &ldquo;Der Bund hat kein Konzept f&uuml;r die Bahn&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h08\">Care-Klima-Index: Geringe Wertsch&auml;tzung f&uuml;r die Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h09\">GroKo betreibt Blockade- und  Verz&ouml;gerungspolitik bei Untersuchungsausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h10\">&raquo;Mangel an Vertrauen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h11\">Die Schlacht um Huawei (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h12\">Irischer Journalist &uuml;ber Brexit-Chaos: &bdquo;Eine ern&uuml;chternde Erfahrung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48526#h13\">Offener Brief von Verdi an den Heise-Verlag<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Cum-Ex-Gesch&auml;fte <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufarbeitung des Cum-Ex-Steuerraubs<\/strong><br>\nDie im November 2018 medial bekannt gewordenen Gesch&auml;fte mit American Depositary Receipts (ADR) stellen die von der Bundesregierung vertretene Schlussfolgerung in Frage, nach der steuergetriebene Gesch&auml;fte in Deutschland nicht mehr m&ouml;glich seien. &Uuml;berdies demonstrieren die Antworten auf die Kleine Anfrage die nach wie vor bestehenden Probleme bei der Finanzaufsicht (BaFin), den Finanzsektor in diesem Kontext effektiv und umfassend zu &uuml;berwachen und bei Fehlverhalten entschieden Sanktionsma&szlig;nahmen zu ergreifen. Auch die proaktive internationale Kooperation der Bundesregierung erscheint mangelhaft. Ermittlungsverfahren in Deutschland laufen in vielen F&auml;llen auf L&auml;nderebene, aber die Bundesregierung verf&uuml;gt &uuml;ber keine aktuellen Daten zur Aufarbeitung des mutma&szlig;lich gr&ouml;&szlig;ten Steuerskandals der deutschen Geschichte.<br>\nDazu erkl&auml;rt Fabio De Masi, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag:<br>\n&ldquo;Die Antworten best&auml;tigen die Bef&uuml;rchtungen der Cum-Ex-Files. Die Bundesregierung hat jahrelang dabei zugesehen, wie Gangster in Nadelstreifen die Kassen in Europa pl&uuml;nderten. Deutschland informierte Partner wie D&auml;nemark initiativ erst 2016, obwohl die Cum-Ex-Gesch&auml;fte hier seit Jahren bekannt waren. Zu Cum-Cum wurde bis heute nicht informiert, obwohl der Schaden mutma&szlig;lich noch h&ouml;her liegt, als bei Cum-Ex. So entsteht eine Mitschuld f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Steuerraub Europas. Wir m&uuml;ssen dringend zu einer neuen Kultur des Informationsaustauschs zwischen den Finanzbeh&ouml;rden kommen, innerhalb Deutschlands genauso wie zwischen den europ&auml;ischen Partnern. Die BaFin braucht &uuml;berdies endlich die technischen und personellen Ressourcen sowie ein Ende des Kuschelkurses mit der Finanzbranche, um Handelsgesch&auml;fte zu &uuml;berwachen und auszuwerten Finanzskandale wie Cum-Ex zuk&uuml;nftig fr&uuml;hzeitig in einer Task-Force mit Steuerbeh&ouml;rden gegen Finanzkriminalit&auml;t zu verhindern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/aufarbeitung-des-cum-ex-steuerraubs\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung &uuml;berwacht Aktienhandel nicht auf verd&auml;chtige Gesch&auml;fte<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sagt, dem Staat entstehe aus steuergetriebenen Aktiengesch&auml;ften kein Schaden mehr. Doch die Finanzaufsicht pr&uuml;ft den Handel gar nicht systematisch.<br>\nDrei Monate, nachdem der gr&ouml;&szlig;te Steuerraub in Europa &ouml;ffentlich geworden ist, gesteht die Bundesregierung nun zum ersten Mal ein, dass sie europ&auml;ische Partnerl&auml;nder erst Jahre sp&auml;ter &uuml;ber Cum-Ex-Gesch&auml;fte in Deutschland informiert hat. Obwohl das Bundesfinanzministerium schon seit 2002 von dieser Praxis wusste und bereits 2009 erste Versuche unternahm, dagegen vorzugehen, berichtete man erst 2015 den Partnern von dem Betrug. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktionen der Gr&uuml;nen und der Linken im Bundestag hervor, die ZEIT ONLINE und dem ARD-Magazin Panorama vorliegt.<br>\nIm Oktober 2018 hatten ZEIT ONLINE, DIE ZEIT, Panorama, Correctiv und weitere Medien im Rahmen der CumEx-Files berichtet, dass Betr&uuml;ger mit steuergetriebenen Aktiengesch&auml;ften mindestens 55,2 Milliarden Euro aus den Steuerkassen Deutschlands und denen von mindestens zehn weiteren europ&auml;ischen L&auml;nder geraubt hatten. Sie waren als Cum-Cum- und Cum-Ex-Gesch&auml;fte bekannt geworden. Cum-Cum-Deals dienen dazu, eine Steuererstattung zu ergattern, die einem eigentlich nicht zusteht. Bei Cum-Ex werden Steuern doppelt, manchmal sogar noch h&auml;ufiger zur&uuml;ckerstattet, die nur einmal bezahlt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-01\/cum-ex-steuertricks-aktienhandel-fiskus-finanzaufsicht-pruefung\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank tief in Steueraff&auml;re verstrickt<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist tief in Deutschlands gr&ouml;&szlig;ten Steuerskandal verstrickt. Nach Recherchen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR war das Geldinstitut fr&uuml;h dar&uuml;ber im Bilde gewesen, dass andere Institute und Finanzfirmen den Fiskus mit dubiosen Aktiengesch&auml;ften jahrelang systematisch ausnahmen. Das geht aus internen Mails der Deutschen Bank vom M&auml;rz 2007 hervor. Die Bank sah aber nach derzeitigen Erkenntnissen davon ab, die Bundesregierung zu warnen. Vielmehr entschied sich das Geldinstitut, bei solchen Gesch&auml;ften als Dienstleister zu agieren, um daran zu verdienen.<br>\nEs geht um den Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende. Banken und B&ouml;rsenfonds hatten eine Gesetzesl&uuml;cke genutzt, um sich eine nur einmal gezahlte Steuer auf die Dividendenerl&ouml;se mehrmals erstatten zu lassen. Der Staat soll auf diese Weise um insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro betrogen worden sein. Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln gegen Bank-Manager und B&ouml;rsenh&auml;ndler, darunter zwei Ex-Besch&auml;ftigte der Deutschen Bank. Im Zusammenhang mit Cum-Ex hat die Bank Ende 2018 vier Millionen Euro Bu&szlig;geld zahlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-mails-1.4292020\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ablenkungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nEine Hamburger Privatbank mit noch immer pers&ouml;nlich haftenden Gesellschaftern gegen eine Symbolinstitution des Finanzkapitalismus, dem man nach unz&auml;hligen Skandalen grunds&auml;tzlich erst einmal alles zutraut. So kann und soll man die Klage der Warburg-Bank gegen die Deutsche Bank wohl interpretieren, die in der vergangenen Woche bekannt wurde. Es geht um den Cum-Ex-Skandal, den gr&ouml;&szlig;ten Steuerraub aller Zeiten, und um die Rolle der beiden Institute darin. Kurz gesagt lautet die Botschaft der Klage: Warburg ist unschuldig &ndash; verbockt hat es die Deutsche Bank. [&hellip;]<br>\nNoch sind etliche juristische Fragen ungekl&auml;rt. Schon aber l&auml;sst sich erkennen, dass die Rollen der beiden Banken im Cum-Ex-Skandal sehr unterschiedlich waren. Und dass die Opferrolle, in die Warburg mit der Klage nun zu schl&uuml;pfen versucht, mit den Erkenntnissen der Ermittler kaum in Einklang zu bringen ist. Das zeigen vertrauliche Akten und Berichte im Zuge der Cum-Ex-Files.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/Das-Ablenkungsmanoever,warburg124.html\">Panorama<\/a><\/li>\n<li><strong>Cum-Ex-Gesch&auml;fte mit Karstadt-Renten<\/strong><br>\nDas Pensionsverm&ouml;gen Tausender Karstadt-Mitarbeiter soll jahrelang in Cum-Ex-Gesch&auml;fte geflossen sein. Das ergeben Recherchen von &ldquo;Die Zeit&rdquo; und NDR. Gegen Manager wird unter anderem wegen Untreue ermittelt.<br>\nHelga Reinke ist mit Karstadt gro&szlig; geworden, mit den damals mond&auml;nen Kaufh&auml;usern, in denen es fast alles gab. Schon ihre Mutter arbeitete bei Karstadt. Sie selbst fing 1983 als Kassiererin in der Elektroabteilung an. Ein paar Jahre sp&auml;ter wurde sie zur Betriebsratsvorsitzenden gew&auml;hlt. &ldquo;Ja, ich habe mich da pudelwohl gef&uuml;hlt&rdquo;, erz&auml;hlt sie.<br>\n18 Jahre arbeite sie f&uuml;r das Unternehmen. Inzwischen ist sie im Ruhestand. Jeden Monat legte Karstadt f&uuml;r sie ein paar Euro als Betriebsrente zur&uuml;ck. Sie dachte immer, ihr Geld sei sicher. &ldquo;Dass da Geld einfach genommen wird und dass damit spekuliert wird&rdquo;, habe keiner in der Belegschaft gewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cum-ex-geschaefte-mit-karstadt-renten-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gesetz der Angst<\/strong><br>\n14 Jahre nach der Einf&uuml;hrung von Hartz IV &uuml;berpr&uuml;ft das Bundesverfassungsgericht seit dem vergangenen Dienstag, ob die Sanktionen, und das hei&szlig;t weitere Leistungsk&uuml;rzungen, die &Auml;mter gegen&uuml;ber Beziehern der Grundsicherung verh&auml;ngen k&ouml;nnen, verfassungswidrig sind. Christoph Butterwege unterzieht das Hartz-IV-Regime, das die Bundesrepublik ver&auml;ndert hat, einer grunds&auml;tzlichen Kritik. Seinen Beitrag, den wir hier mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag in gek&uuml;rzter Fassung ver&ouml;ffentlichen, ist entnommen der Festschrift mit dem Titel &raquo;Mythos Soziale Marktwirtschaft&laquo; zu Ehren des Wirtschaftswissenschaftlers Heinz-Josef Bontrup, der in der n&auml;chsten Woche seine Lehrt&auml;tigkeit beenden wird. Der Band erscheint in den kommenden Tagen im K&ouml;lner Papy-Rossa-Verlag. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347408.sozialkahlschlag-gesetz-der-angst.html\">Christoph Butterwegge in junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Zeitenwende ist eingel&auml;utet<\/strong><br>\nBundesverfassungsgericht verhandelt Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Hartz-IV-Sanktionen (&hellip;)<br>\nEine &uuml;berraschende Einsch&auml;tzung hielt der Bevollm&auml;chtigte der Bundesregierung, der Rechtsanwalt Ulrich Karpenstein, bereit. Denn er h&auml;lt K&uuml;rzungen des Existenzminimums nicht f&uuml;r verfassungsm&auml;&szlig;ig, wenn sie auf Null gehen: &raquo;Die Gefahr von Hunger und Obdachlosigkeit m&uuml;ssen ausgeschlossen sein&laquo;, sagte er. Allerdings: Sanktionen an sich h&auml;lt er in der Sache f&uuml;r vom Grundgesetz gedeckt. Die interessante Begr&uuml;ndung: Ausgerechnet Paragraf eins des Grundgesetzes, &raquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar&laquo;. Daraus leitet Karpenstein auch die Leitmaxime des Prinzips der Eigenverantwortlichkeit ab &ndash; was sogar das Gericht verwunderte: &raquo;Meinen Sie nicht, dass das mit Artikel eins etwas zu hoch gehangen ist?&laquo;, fragte Richterin Gabriele Britz.<br>\nKurz vorher hatte der amtierende Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) eine etwas andere Position vertretenen. Er erkl&auml;rte stellvertretend f&uuml;r die Bundesregierung, dass er das jetzige Sanktionssystem f&uuml;r vollends verfassungsgem&auml;&szlig; erachte: &raquo;Die Bundesregung ist der Meinung, dass sich aus der Verfassung kein Verbot einer Verkn&uuml;pfung dieses Existenzminimums mit gewissen Auflagen ableiten l&auml;sst&laquo;, sagte Heil. Er st&uuml;tzt sich damit auf das Urteil von 2010, in dem die Karlsruher Richter schon einmal &uuml;ber Hartz IV verhandelt hatten. Anders als seine Partei es in den letzten Monaten andeutete, blieb Heil nicht nur bei den Sanktionen. Er erkl&auml;rte auch, er halte das Prinzip des &raquo;F&ouml;rderns und Forderns nach wie vor f&uuml;r richtig&laquo;. Seine Parteichefin Andrea Nahles hatte Ende des vergangenen Jahres angek&uuml;ndigt, dass sie &raquo;Hartz IV &uuml;berwinden&laquo; wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1110064.hartz-iv-sanktionen-die-zeitenwende-ist-eingelaeutet.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aus Perspektive der SPD &ndash; insbesondere der Mitglieder an der Basis &ndash; k&ouml;nnte die Frage gestellt werden, ob mit Herrn Heil die falsche Person auf diesem Ministerposten ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit seinem Auftritt als Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Soziales hat Herr Heil den Erneuerungsprozess entweder konterkariert oder offen gelegt, dass es mit diesem SPD-Spitzenpersonal keine wirklich inhaltlich-programmatische Wende der Partei geben wird. Herr Heil k&ouml;nnte sich selbst mal fragen, ob er der SPD nicht sogar geschadet hat: Wenn eine Erneuerung der Partei gelingen und &ldquo;Hartz IV &uuml;berwunden&rdquo; werden sollen, dann jedenfalls nicht so. Freuen d&uuml;rften sich die Unionsparteien: Sie haben in Herrn Heil offenbar einen willigen Helfer gefunden &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensteuer: Gegen Ungleichheit und gegen die Unterfinanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren sind Verteilungsfragen in den Mittelpunkt politischer Debatten ger&uuml;ckt. In Deutschland wird die gestiegene Ungleichheit allerdings oft verharmlost oder geleugnet. Auch &uuml;ber die Unterfinanzierung der &ouml;ffentlichen Haushalte spricht man hierzulande nur ungern.<br>\nEin wesentlicher Bezugspunkt in der internationalen Verteilungsdebatte ist Thomas Pikettys Buch &raquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&laquo; (2014), das im August 2013 erschienen ist und weltweit hohe Beachtung gefunden hat. Piketty hat in seinem Buch Daten zur langfristigen Entwicklung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung zusammengetragen und analysiert. Hierauf beruht seine Bef&uuml;rchtung, dass f&uuml;r das laufende Jahrhundert eine zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen droht. Um dies zu verhindern, empfiehlt Piketty insbesondere steuerpolitische Ma&szlig;nahmen wie eine hohe Einkommensteuer (Spitzensteuersatz: 80 Prozent) und eine progressive Besteuerung von Verm&ouml;gen, welche Milliard&auml;re mit Steuers&auml;tzen von zehn Prozent und mehr belasten soll.<br>\nDie folgenden Ausf&uuml;hrungen befassen sich mit der Verteilung der Verm&ouml;gen, der Unterfinanzierung &ouml;ffentlicher Haushalte sowie der M&ouml;glichkeit einer moderaten Verm&ouml;gensbesteuerung in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/vermoegensteuer-gegen-ungleichheit-und-gegen-die-unterfinanzierung-der-oeffentlichen-haushalte--2270.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<p><strong>dazu: Arm, schlank und ohnm&auml;chtig<\/strong><br>\nDer Kahlschlag bei den Kommunen f&uuml;hrt zu Kontrollverlust<br>\nDer Investitionsstau in den deutschen Kommunen betr&auml;gt rund 159 Milliarden Euro, wie der &bdquo;Deutsche St&auml;dte und Gemeindebund&ldquo; vor kurzem betonte. Diese Zahl ist gewaltig und, da der Trend seit langer Zeit stets nach oben zeigt, auch noch eher zu niedrig als zu hoch gegriffen. Konkret wird diese Summe bei einem Rundgang durch unsere St&auml;dte und Gemeinden. Die Mahnmale politischer Unt&auml;tigkeit gleichen sich von Ort zu Ort: unbenutzbare Schultoiletten und Unterrichtsr&auml;ume, verfallene Verwaltungsgeb&auml;ude, jahrzehntealte Containeranlagen, die wahlweise als Kita, Schule oder Notschlafstelle genutzt werden.<br>\nSchuld an der ganzen Misere und daran, dass der R&uuml;ckstand von Jahr zu Jahr steigt, sind nicht nur die horrenden Schuldenberge, die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen und die Haushaltssicherungskonzepte, die im Jahr 2018 weiterhin rund ein Viertel der Kommunen gei&szlig;elten und dort die Arbeit der R&auml;te aushebelten. Eine weitere wichtige Ursache ist der &uuml;ber viele Jahre hinweg betriebene Personalabbau in der &ouml;ffentlichen Verwaltung.<br>\nDer neoliberale Traum von der &bdquo;schlanken&ldquo; Stadtverwaltung riss gewaltige L&ouml;cher in das kommunale Personaltableau. Alleine in den Bau- und Planungs&auml;mtern wurden in den letzten zehn Jahren gesch&auml;tzte 10 000 Stellen gestrichen. Zugleich nahm die Aufgabenlast f&uuml;r die Kommunalverwaltungen zu. Der Druck auf die verbliebenen Besch&auml;ftigten, die in der politischen Debatte von zahlreichen b&uuml;rgerlichen Akteuren nur noch als durch Digitalisierung und Privatisierung zu beseitigende Kostenfaktoren betrachtet wurden, wuchs kontinuierlich. Dieser Kahlschlag r&auml;cht sich nun.<br>\nDenn auch in den St&auml;dten, in denen noch finanzielle Handlungsspielr&auml;ume existieren, bleiben wichtige Investitionen auf der Strecke, da die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsleistungen nicht erbracht werden k&ouml;nnen. Weil das Personal f&uuml;r die Bauaufsicht und -durchf&uuml;hrung fehlt. Weil kaum noch jemand da ist, der F&ouml;rdermittel beantragen oder Ausschreibungsverfahren durchf&uuml;hren k&ouml;nnte. Die &bdquo;schlanke&ldquo; Kommunalverwaltung wird zum l&auml;hmenden Flaschenhals und die &uuml;berarbeiteten Verwaltungsangestellten halten als S&uuml;ndenb&ouml;cke f&uuml;r die maroden Schulen und holprigen Stra&szlig;en her.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5103\/innenpolitik\/10279\/Arm-schlank-und-ohnm%C3%A4chtig.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wie die W&auml;hrungsunion auf dem Altar der Wettbewerbsf&auml;higkeit geopfert wird<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion steckt in einer Dauerkrise. Die Wirtschaftskraft der beteiligten L&auml;nder driftet auseinander, statt sich einander anzun&auml;hern. Das schafft gro&szlig;en Frust in den abgeh&auml;ngten L&auml;ndern und heftigen Streit zwischen den Regierungen und mit Br&uuml;ssel. Die urspr&uuml;ngliche Verhei&szlig;ung war, dass sich die Wirtschaftsstrukturen und Wohlstandsniveaus der Mitglieder der W&auml;hrungsunion ann&auml;hern w&uuml;rden. Die &auml;rmeren L&auml;nder sollten aufholen. Das ist nicht passiert, im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1095-wettbewerbsfaehigkeit-euro\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das fordert Blackrock-Chef Fink in seinem Brief an deutsche Top-Manager<\/strong><br>\nEin mahnender Brief vom m&auml;chtigsten Mann der Finanzm&auml;rkte: Larry Fink fordert von mehreren Unternehmen, dr&auml;ngende soziale und wirtschaftliche Fragen anzugehen.<br>\nDeutschlands Top-Manager haben in dieser Woche Post vom m&auml;chtigsten Mann der Finanzm&auml;rkte erhalten. In einem dreiseitigen Brief, der dem Handelsblatt vorliegt, fordert Blackrock-Chef Larry Fink langfristiges Wachstum und Profitabilit&auml;t. &bdquo;Das globale Umfeld wird immer fragiler und macht Unternehmen und Regierungen anf&auml;lliger f&uuml;r kurzfristiges Handeln&ldquo;, schreibt er.<br>\nWas Fink sagt, hat Gewicht. Hinter Blackrock stehen Anlagegelder &uuml;ber rund sechs Billionen Dollar. Mehr hat keine andere Fondsgesellschaft derzeit zu bieten.<br>\nDer Gigant aus New York ist an allen gro&szlig;en b&ouml;rsennotierten Unternehmen in Deutschland beteiligt und oftmals der gr&ouml;&szlig;te Aktion&auml;r. Beim Immobilienkonzern Vonovia etwa h&auml;lt Blackrock 8,25 Prozent der Aktien, beim Finanzdienstleister Wirecard sind es 6,72 Prozent, beim Agrar- und Chemiekonzern Bayer 7,44 Prozent und bei der Deutschen Bank h&auml;lt der Verm&ouml;gensverwalter 5,32 Prozent.<br>\nDer bekennende Demokrat Fink warnt in seinem Brief davor, dass die Gesellschaft verunsichert ist durch &bdquo;fundamentale &ouml;konomische Umw&auml;lzungen und durch die Unf&auml;higkeit der Regierungen, daf&uuml;r effektive L&ouml;sungen zu finden&ldquo;. Deshalb m&uuml;ssten Unternehmen dr&auml;ngende soziale und wirtschaftliche Fragen angehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/maerkte\/boerse-inside\/vermoegensverwaltung-das-fordert-blackrock-chef-fink-in-seinem-brief-an-deutsche-top-manager\/23877598.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die marktkonforme Demokratie ben&ouml;tigt nun auch die Demokratie nicht mehr. Die Regierungen seien unf&auml;hig, der Markt und die Unternehmen sollen direkt &uuml;bernehmen, meint der &bdquo;bekennende Demokrat&ldquo; Fink. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen st&uuml;tzen nicht die Konjunktur<\/strong><br>\nWirtschaftsverb&auml;nde und ihre Lobbyisten wollen die angeblich lahmende Konjunktur mit Steuersenkungen anheizen. Doch solche Geldgeschenke sorgen nicht automatisch f&uuml;r mehr Unternehmensinvestitionen &ndash; sie landen stattdessen oft bei den Aktion&auml;ren. Wie der Staat mit seinen Steuern gleicherma&szlig;en Besch&auml;ftige und Unternehmen f&ouml;rdern kann, das erkl&auml;rt der DGB-klartext.<br>\nWieder einmal rufen Wirtschaftsverb&auml;nde und konservative &Ouml;konomen nach Steuersenkungen f&uuml;r Reiche und Unternehmen. Die Argumente: Die Konjunktur gerate ins Stocken und Steuersenkungen br&auml;chten Wachstum. Au&szlig;erdem h&auml;tten andere L&auml;nder die Steuern bereits gesenkt und man m&uuml;sse den Wettlauf mitmachen. Die ersten Politiker springen bereits auf den Zug auf. Bundeswirtschaftsminister Altmaier sagte dem Handelsblatt beispielsweise, es mache jetzt Sinn, durch steuerliche Entlastungen f&uuml;r Unternehmen Wachstumsanreize zu setzen.<br>\nAber stimmt es, dass Deutschland sich dem Steuersenkungswettlauf nicht entziehen kann und dass von niedrigeren Unternehmenssteuern starke Impulse f&uuml;r das Wirtschaftswachstum zu erwarten sind? Nein!<br>\nIn den USA gab es zwar tats&auml;chlich bereits enorme Steuergeschenke f&uuml;r Unternehmen. Doch diese wurden kaum in den Ausbau oder Erhalt von Produktionsanlagen investiert. Stattdessen gab es hohe Gewinnaussch&uuml;ttungen und Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe zur Kurspflege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9cbed18c-1a41-11e9-9182-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bericht des Bundesrechnungshofs: &ldquo;Der Bund hat kein Konzept f&uuml;r die Bahn&rdquo;<\/strong><br>\nEs ist nicht mehr Verkehr von der Stra&szlig;e auf die Schiene gekommen, die Infrastruktur wurde kaputt gespart: Der Bundesrechnungshof gibt der Bundesregierung die Schuld an vielen Problemen bei der Bahn.<br>\nEs sei ein Zufall, beteuert Bundesrechnungshofpr&auml;sident Kay Scheller, dass seine Beh&ouml;rde gerade jetzt ihren Bericht ver&ouml;ffentlicht. Zu einer Zeit, in der die Deutsche Bahn ohnehin viel Kritik einstecken muss.<br>\nAnlass des Berichts des Bundesrechnungshofs ist die Bahnreform, die vor 25 Jahren in Kraft getreten und aus Sicht der Pr&uuml;fer gescheitert ist. &ldquo;Wenn wir heute Bilanz ziehen, stellen wir fest, es ist nicht mehr Verkehr von der Stra&szlig;e auf die Schienen gekommen. Und die Belastungen des Bundeshaushaltes sind nicht weniger geworden, sondern im Gegenteil viel mehr.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDer Bund als Alleineigent&uuml;mer habe noch immer kein Konzept, was f&uuml;r eine Bahn und wie viel Bahn er haben m&ouml;chte, kritisiert der Bundesrechnungshof. Die Bundesregierung habe es dem Bahnvorstand fast vollst&auml;ndig &uuml;berlassen, &uuml;ber Struktur und unternehmerische Ausrichtung zu entscheiden. Die Folge: Die Bahn hat sich stark auf ihr Auslandsgesch&auml;ft konzentriert.<br>\nMittlerweile ist sie in rund 140 L&auml;ndern aktiv, erwirtschaftet dort 43 Prozent ihres Umsatzes. Dem Bahnkunden zuhause in Deutschland bringe das nichts, so Rechnungshofpr&auml;sident Scheller: &ldquo;Wenn dort Gewinne generiert werden, verbleiben die im Ausland, werden dort re-investiert, nutzen aber nichts dem heimischen Gesch&auml;ft. Das internationale Gesch&auml;ft bindet auch Managementkapazit&auml;ten. Die Bundesregierung muss sich fragen, ob sie sich das so leisten kann. Die Kapazit&auml;t der Bahn zur L&ouml;sung der Probleme wird hier im Inland dringend gebraucht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bahn-bundesrechnungshof-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;&Uuml;ber Jahre zu wenig investiert&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die Krise bei der Bahn ist vor allem die Politik verantwortlich, meint der Schweizer Bahn-Experte von Andrian im tagesschau.de-Interview. Jahrelang habe es an Geld gefehlt &ndash; und an politischem Willen.<br>\ntagesschau.de: Massive Versp&auml;tungen, immer wieder technische M&auml;ngel, Z&uuml;ge fallen aus: Was l&auml;uft da schief bei der Deutschen Bahn?<br>\nWalter von Andrian: Grob zusammengefasst kann man sagen: Die Deutsche Bahn bringt gr&ouml;&szlig;ere Transportleistungen als in der Vergangenheit und sie bef&ouml;rdert mehr Leute. Aus Spargr&uuml;nden hat sie aber weniger Fahrzeuge zur Verf&uuml;gung und weniger Personal. Man hat die Anlagen zum Teil nicht ausgebaut oder sogar reduziert. Das ganze System ist sehr knapp kalkuliert. Und wenn irgendwo St&ouml;rungen auftreten, hat die Bahn keine Reserven mehr, um diese St&ouml;rungen auszugleichen.<br>\ntagesschau.de: Man hat die Bahn also kaputt gespart?<br>\nVon Andrian: In Deutschland wurde &uuml;ber viele Jahre hinweg und wird auch heute noch viel zu wenig in die Bahn investiert. Die Schweiz und &Ouml;sterreich sind Spitzenreiter bei den Investitionen und Deutschland war jahrelang Schlusslicht. Und so ist die Deutsche Bahn in einen technischen R&uuml;ckstand geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bahn-krise-interview-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Im Ansatz eine gute, wenn auch nicht ausreichende Analyse der Fehler der Bahnpolitik in den letzten 25 Jahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Care-Klima-Index: Geringe Wertsch&auml;tzung f&uuml;r die Pflege<\/strong><br>\nDer Versorgung &auml;lterer und kranker Menschen kommt aus Sicht vieler Beteiligter zu wenig Bedeutung zu. Das geht aus einer Umfrage hervor. Demnach geht fast die H&auml;lfte der Befragten davon aus, dass die Pflegeversorgung in Zukunft nicht sichergestellt ist. [&hellip;]Die zentrale Aussage: Das Stimmungsbild ist &uuml;berwiegend negativ. Sorgen bereiten d&uuml;rfte Gesundheitsminister Jens Spahn, der f&uuml;r die Pflege verantwortlich ist, aber insbesondere ein Ergebnis: Die Pflege f&uuml;hlt sich nicht ausreichend von der Politik vertreten. Demnach hatten 74 Prozent der Befragten das Gef&uuml;hl, der Stellenwert des Themas Pflege in der Politik sei nur von niedriger Relevanz &ndash; und damit um 5 Prozentpunkte schlechter als im Vorjahr.<br>\nFranz Wagner, Pr&auml;sident des Deutschen Pflegerats, findet diese Entwicklung besorgniserregend. Ganz &uuml;berrascht ist er dennoch nicht. F&uuml;r ihn sei das nur &bdquo;Ausdruck einer &uuml;ber die Jahre gesammelten Vertrauensverlustes, dass die Politik Probleme l&ouml;sen will oder auch kann. Und einer gewissen Skepsis, ob die eingeleiteten Ma&szlig;nahmen, wirklich greifen werden bzw. ob sie sinnvoll gestaltet sind.&ldquo;<br>\nZu den weiteren Ergebnissen: 38 Prozent der Befragten sehen den gesellschaftlichen Stellenwert der Pflege geringwertiger als in anderen Berufsgruppen &ndash; zehn Prozent mehr als noch 2017. Auch die Werte zur Versorgungsqualit&auml;t deuten auf einen negativen Trend hin: Din Drittel der Befragten, und damit 5 Prozent mehr als im Vorjahr, empfindet sie als mangelhaft, knapp die H&auml;lfte h&auml;lt sie f&uuml;r nicht sichergestellt. Knapp drei Viertel denken, dass die derzeitige personelle Ausstattung der aktuellen Situation nicht gerecht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/care-klima-index-geringe-wertschaetzung-fuer-die-pflege.1766.de.html?dram:article_id=438465\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>GroKo betreibt Blockade- und Verz&ouml;gerungspolitik bei Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\nDie Fraktionen von CDU\/CSU und SPD haben die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Aufkl&auml;rung der Berater-Aff&auml;re im BMVg mit ihrer Stimmenmehrheit im Verteidigungsausschuss vorerst gestoppt und den Antrag zur Pr&uuml;fung in den Gesch&auml;ftsordnungsausschuss verwiesen. Der Einsetzungsantrag w&auml;re ihnen nicht pr&auml;zise genug formuliert. Hierzu erkl&auml;ren Dr. Alexander Neu, Obmann im Verteidigungsausschuss der Fraktion DIE LINKE, Alexander M&uuml;ller, Obmann im Verteidigungsausschuss der Fraktion der FDP, und Dr. Tobias Lindner, Sprecher f&uuml;r Sicherheitspolitik und Obmann im Verteidigungsausschuss der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen:<br>\n&bdquo;Die GroKo betreibt hier eine durchsichtige Blockade- und Verz&ouml;gerungspolitik mit mehr als fadenscheinigen Argumenten. Dies zeigt einmal mehr, dass es mit dem &ouml;ffentlich zur Schau gestellten Willen zur schnellen und l&uuml;ckenlosen Aufkl&auml;rung des Sachverhalts bei CDU\/CSU und SPD nicht sehr weit her ist. Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen spielt dabei nicht zum ersten Mal doppelt. Indem sie Willen zu Transparenz und Kooperation vorgibt, dann aber doch ausschlie&szlig;lich zu ihrem Vorteil agiert, f&uuml;hrt sie Parlament und &Ouml;ffentlichkeit an der Nase herum.<br>\nWir fordern die GroKo auf, derartige Spielchen zu unterlassen und der Einsetzung des Untersuchungsausschusses nicht weiter im Weg zu stehen. Es ist nun an der Zeit, sich den inhaltlichen Fragen zu stellen. Der Beraterskandal im Verteidigungsministerium muss vollumf&auml;nglich und schnellstm&ouml;glich aufgekl&auml;rt werden.<br>\nDazu muss sichergestellt werden, dass der Untersuchungsausschuss am 30. Januar endlich eingesetzt werden kann. Wir w&auml;ren schon jetzt bereit gewesen. An uns wird eine rechtzeitige Beratung des Untersuchungsauftrages im Gesch&auml;ftsordnungsausschuss nicht scheitern. Fraglich bleibt jedoch, ob die GroKo ihre Verz&ouml;gerungstaktik auch hier weiter betreibt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/groko-betreibt-blockade-und-verzoegerungspolitik-bei-untersuchungsausschuss\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Mangel an Vertrauen&laquo;<\/strong><br>\nJahrespressekonferenz in Moskau: Russischer Au&szlig;enminister Sergej Lawrow wirft USA Unwillen zu Gespr&auml;chen &uuml;ber Mittelstreckenraketen vor<br>\nRussland hat nach den Worten seines Au&szlig;enministers Sergej Lawrow den USA angeboten, auf Expertenebene das aktuelle Streitthema russische Mittelstreckenraketen zu diskutieren. Auf der Jahrespressekonferenz seines Ministeriums sagte Lawrow am Mittwoch in Moskau, die russischen Vertreter h&auml;tten bei einem Treffen mit US-Diplomaten am Dienstag in Genf angeboten, dass sich Spezialisten der Gegenseite mit dem Charakter der strittigen Rakete vom Typ 9M729 vertraut machen k&ouml;nnten. Dies sei bei den US-Amerikaner nicht auf Interesse gesto&szlig;en. Lawrow warf den USA vor, sie seien mit einer vorgefassten Meinung und der Forderung angereist, die betreffende Rakete und alle Technologien zu ihrer Herstellung unter US-Aufsicht zu zerst&ouml;ren. Zu einer Einigung aber werde man so nicht kommen.<br>\nWashington habe gedroht, den INF-Vertrag von 1987 &uuml;ber das Verbot landgest&uuml;tzter Mittelstreckenraketen aufzuk&uuml;ndigen, wenn Russland auf das neue Waffensystem nicht verzichte. Als &raquo;letzte Frist&laquo; hierf&uuml;r wurde ein Termin Mitte Februar genannt. Moskau argumentiert dagegen, die neuen Raketen &ndash; deren Existenz nicht geleugnet wird &ndash; seien nur die Antwort auf die US-amerikanischen Pl&auml;ne, in Osteuropa sogenannte Raketenabwehrstellungen zu errichten. Eine dieser Basen in Rum&auml;nien ist bereits in Betrieb, eine zweite in Polen soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Laut russischer Darstellung sind diese Milit&auml;rstellungen mit geringem technischen Aufwand umr&uuml;stbar, so dass atomwaffenf&auml;hige Marschflugk&ouml;rper des Typs &raquo;Tomahawk&laquo; abgeschossen werden k&ouml;nnten. Gegen diese Bedrohung m&uuml;sse sich Russland wappnen. Lawrow warf den USA vor, sie wollten das gesamte System der R&uuml;stungskontrollvertr&auml;ge &raquo;verschrotten&laquo;. Russland werde weiterhin &raquo;in der erforderlichen Weise auf die erh&ouml;hte milit&auml;rische Aktivit&auml;t der NATO und die Ann&auml;herung ihrer milit&auml;rischen Infrastruktur an unsere Grenzen&laquo; reagieren.<br>\nDie russisch-US-amerikanischen Beziehungen sind nach Lawrows Worten derzeit durch einen &raquo;Mangel an Vertrauen&laquo; gekennzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347366.russland-mangel-an-vertrauen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Schlacht um Huawei (II)<\/strong><br>\nUnter heftigem Protest der Wirtschaft bereitet die Bundesregierung den Ausschluss des chinesischen Huawei-Konzerns vom Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland vor. Wie es in einem Medienbericht hei&szlig;t, soll die Ausschreibung f&uuml;r 5G so formuliert werden, dass Huawei sich nicht bewerben kann. Grundlage sind Spionagevorw&uuml;rfe von US-Geheimdiensten, f&uuml;r die bislang weltweit kein einziger Beleg vorgelegt worden ist. Die Trump-Administration sucht den US-Markt gegen den Konzern und weitere chinesische High-Tech-Unternehmen abzuschotten, um sie in den Ruin zu treiben. Von ihren Verb&uuml;ndeten verlangt sie, sich anzuschlie&szlig;en. Mitte Dezember hat eine US-Delegation im Ausw&auml;rtigen Amt diesbez&uuml;glich Druck gemacht. Die Aggression soll Chinas Aufstieg stoppen. Protest kommt aus der Industrie: Huawei gilt als f&uuml;hrend bei 5G; ein funktionierendes 5G-Netz wiederum wird zwingend ben&ouml;tigt, um die modernsten Zukunftstechnologien anwenden zu k&ouml;nnen. Manager warnen, ein Ausschluss von Huawei sei mit h&ouml;heren Kosten und einem schmerzlichen R&uuml;ckstand bei 5G verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7834\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Irischer Journalist &uuml;ber Brexit-Chaos: &bdquo;Eine ern&uuml;chternde Erfahrung&ldquo;<\/strong><br>\nEin harter Brexit &ndash; das ist vor allem f&uuml;r Irland ein Schreckensszenario, denn er bedroht die Wirtschaft und den Frieden auf der Insel. Dass die Briten nichts mehr geregelt kriegen, sei f&uuml;r die Iren extrem ern&uuml;chternd, sagt der Journalist Derek Scally.<br>\nNach der Ablehnung des Brexit-Deals im britischen Unterhaus k&ouml;nnte es nun tats&auml;chlich auf einen ungeregelten EU-Austritt der Briten hinauslaufen. Vor allem in Irland wird das mit Sorge gesehen, denn die Folgen k&ouml;nnten dramatisch sein &ndash; nicht nur f&uuml;r die Wirtschaft, sondern auch f&uuml;r den Frieden auf der Insel. Viele bef&uuml;rchten, durch einen ungeregelten EU-Austritt Gro&szlig;britanniens k&ouml;nnte der Nordirlandkonflikt wieder aufflammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/irischer-journalist-ueber-brexit-chaos-eine-ernuechternde.2950.de.html?dram:article_id=438588\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Offener Brief von Verdi an den Heise-Verlag<\/strong><br>\nmit gro&szlig;er Irritation haben wir den Telepolis-Artikel zu den Gehaltsh&ouml;hen in den Anstalten des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks vom 4. Januar auf Heise online gelesen. Einmal abgesehen davon, dass da &Auml;pfel mit Birnen verglichen werden, da weder die Struktur noch der Auftrag und Zweck der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit DAX-Konzernen verglichen werden k&ouml;nnen, strotzt dieser Artikel vor Halbwahrheiten und sachlichen Fehlern, sodass sich der Eindruck nicht vermeiden l&auml;sst, dass hier seitens eines privatwirtschaftlich organisierten Verlags bewusst Stimmung gegen den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk gemacht und auf die populistische Propaganda der Alternative f&uuml;r Deutschland aufgesprungen werden soll, in deren Grundsatzprogramm ausdr&uuml;cklich die Abschaffung des &ouml;ffentlichrechtlichen Rundfunks gefordert wird &ndash; auch wenn der Autor diesem Eindruck in einem Update entgegen tritt. Ein Autor, der zugleich &bdquo;Markt- und B&ouml;rsenexperte&ldquo; des neurechten Lifestyle-Magazins Arcadi ist. Und der in seinem Update einr&auml;umt, dass der Begriff &bdquo;Staatsfunk&ldquo; wom&ouml;glich &bdquo;etwas ungl&uuml;cklich&ldquo; gew&auml;hlt sei, wenngleich er in Klammern gesetzt worden sei. Um es ganz deutlich zu sagen: der Begriff &bdquo;Staatsfunk&ldquo; ist nicht zuf&auml;llig ungl&uuml;cklich gew&auml;hlt, sondern entspringt ganz klar der Terminologie einer Politik, die genau diesen als &bdquo;Staatsfunk&ldquo; diffamierten &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Rundfunk abschaffen will, wenn sie erstmal &uuml;ber die so genannten sozialen Medien und willf&auml;hrige andere Plattformen wie in diesem Fall Telepolis genug Hass ges&auml;t hat, um daf&uuml;r ausreichende Mehrheiten zu organisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rundfunk.verdi.de\/++file++5c37835d2d9efb306e4a6e45\/download\/Brief_HeiseOnline.pdf%20\">Verdi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Telepolis hat den Artikel mittlerweile mit einem Korrekturvermerk versehen und wird nicht mehr mit dem Autoren zusammenarbeiten. Auch die NachDenkSeiten hatten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48274#h04\">auf den zu Recht von Verdi kritisierten Artikel hingewiesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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