{"id":48584,"date":"2019-01-21T08:34:08","date_gmt":"2019-01-21T07:34:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584"},"modified":"2019-01-21T08:34:08","modified_gmt":"2019-01-21T07:34:08","slug":"hinweise-des-tages-3287","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h01\">Brexit, Trump &amp; Co. &ndash; Globaler Siegeszug der Gaga&#8208;Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h02\">Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h03\">Diskreditieren, kriminalisieren, finanziell austrocknen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h04\">Teilnehmer am Weltwirtschaftsforum sind wieder reicher geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h05\">Mit Phantom-Aktien den Staat melken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h06\">Berlin k&ouml;nnte eine eigene Mietpreisregulierung einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h07\">Pflegeversicherung : Spahn will neue Finanzierungsmodelle diskutieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h08\">Spahn trifft sich elfmal mit Lobbyisten &ndash; heraus kommt ein teurer Gesetzesvorschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h09\">Multis bestellen das Feld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h10\">Top 10 Reasons Not to Love NATO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h11\">&ldquo;Aachener-Vertrag&rdquo; zwischen Deutschland und Frankreich bedeutet Aufr&uuml;stung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h12\">Deutschland schiebt so viel in andere EU-Staaten ab wie nie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h13\">Ukraine: Vielleicht erwacht Europa doch noch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h14\">Regierung in Brasilien plant Privatisierungswelle und sagt Landlosen den Kampf an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h15\">60 Prozent weniger Wirbeltiere als vor 40 Jahren: Der WWF bescheinigt dem &ouml;kologischen Zustand der Welt einen neuen Tiefpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h16\">Strache hat weiterhin Kontakte zu Rechtsextremisten und l&uuml;gt vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h17\">Scripted-Reality-Methoden bei WDR-Vorzeige-Dokus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48584#h18\">Der Gie&szlig;ener Essayist G&ouml;tz Eisenberg &uuml;ber die Furie des Verschwindens<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brexit, Trump &amp; Co. &ndash; Globaler Siegeszug der Gaga&#8208;Politiker<\/strong><br>\nBrexit&#8208;Lustspiel, Trump&#8208;Trara, Italo&#8208;Dramen, AfD&#8208;Gepolter: Was wie eine wundersame H&auml;ufung irrer Unf&auml;lle aussieht, hat gemeinsame Ursachen. Und die drohen auch den Deutschen bald Chaos zu bescheren.<br>\nSp&auml;testens seit dieser Woche steht fest: der Brite m&uuml;ht sich dieser Tage eifrig, eine neue Form des absurden Humors zu entwickeln &#8208; aye, no, no, aye. May weg. May doch nicht weg. Wozu der Sprecher des Unterhauses &ldquo;Order, Order&rdquo; br&uuml;llt &#8208; das Einzige, was die Briten politisch gerade nicht haben. Daf&uuml;r hat das Brexit&#8208;Bl&ouml;ken den Briten nach Expertensch&auml;tzungen jetzt schon mehr wirtschaftlichen Schaden zugef&uuml;gt, als die EU&#8208;Gegner ihnen als Gewinn eines AustrittS vorgegaukelt hatten. Gaga. [&hellip;]<br>\nM&ouml;glich. K&ouml;nnte allerdings sein, dass die anderen das &uuml;ber uns auch bald sagen. Was aussieht, als w&uuml;rden sich in allen m&ouml;glichen L&auml;ndern gerade wie zuf&auml;llig gagaeske Polit&#8208;Ungl&uuml;cke mit landestypisch folkloristischen Varia&#1048991;onen h&auml;ufen, hat bei n&auml;herer Betrachtung eine gemeinsame Ursache. Und die k&ouml;nnte auch bei uns bald sehr viel fataler zu wirken beginnen.<br>\nF&uuml;r die USA stellten Forscher schon nach den Trump&#8208;Wahlen 2016 fest, dass der vor allem dort gewonnen hatte, wo es in den Jahren davor die gr&ouml;&szlig;ten wirtschaftlichen Desaster infolge des Einzugs billiger chinesischer Konkurrenz gab. &Auml;hnliche sozio&#8208;&ouml;konomische Ursachen fanden Experten f&uuml;r Frankreich heraus. Und f&uuml;r Deutschland, wo in der Vergangenheit rechte Parteien besonders dort gut abschnitten, wo etwa die Globalisierung schwindende Industrien hinterlie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-donald-trump-afd-warum-irre-politik-auf-dem-vormarsch-ist-kolumne-a-1248614.html\">Thomas Fricke auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine lesenswerte Kolumne von Thomas Fricke. Er weist auf den Zusammenhang zwischen dem R&uuml;ckzug des Staates in wirtschaftlich kritischen Regionen einschlie&szlig;lich der Streichungen im sozialen Bereich und Wahlverhalten hin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gelbwesten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der globalisierten Wirtschaft abgeh&auml;ngt und vergessen<\/strong><br>\nDie &laquo;Gilets Jaunes&raquo; sind die Folge einer Spaltung der Gesellschaft. Das hat der Geograf Christophe Guilluy schon 2014 dokumentiert.<br>\nChristophe Guilluy hat f&uuml;r seine Analyse umfassende Daten ausgewertet und die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Stabilit&auml;t bescheiden situierter Franz&ouml;sinnen und Franzosen f&uuml;r alle Gemeinden des Landes mit acht statistischen Indikatoren bewertet: Anteil von aktiven Arbeitern, von aktiven Angestellten, Anteil Teilzeitbesch&auml;ftigung, Anteil Arbeit zu prek&auml;rem Lohn, Anteil Arbeitslose, Anteil Eigenheimbesitzer mit prek&auml;ren Kreditbedingungen, Anteil Einkommen unter 18&rsquo;700 Euro. Und: Entwicklung der Zahl der Arbeiter und Angestellten zwischen 1999 und 2010. Sein Fazit: Frankreich wurde in den &laquo;Glorieuses Trente&raquo; (den dreissig gloriosen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg) von der Mittelschicht zusammengehalten, die in den wirtschaftlichen Boom integriert war &ndash; und ist heute in der globalisierten Wirtschaft durch einen tiefen Graben in zwei Teile gespalten:<br>\nAuf der einen Seite eine France m&eacute;tropolitaine, wo rund 40 Prozent der Landesbev&ouml;lkerung in den 15 gr&ouml;ssten Metropolen und deren zentrumsnahen Vororten in der vom grenzenlosen Waren-, Kapital- und Personenverkehr dynamisierten Wirtschaft mehr oder weniger profitieren.<br>\nAuf der anderen Seite der Rest des Landes. Guilluy nennt ihn France p&eacute;riph&eacute;rique, wo rund 60 Prozent der Landesbev&ouml;lkerung von gutbezahlten Jobs und Bildungsangeboten der globalisierten Welt weitgehend ausgeschlossen leben. Sie k&ouml;nnen sich die im globalisierten System existenziell n&ouml;tige Mobilit&auml;t zum Pendeln oder Z&uuml;geln in die metropole Erfolgswelt sowie die Wohnkosten in den Metropolen schlicht nicht leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Von-der-globalisierten-Wirtschaft-abgehangt-und-vergessen\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Demonstranten lehnen Macrons B&uuml;rgerdialog ab<\/strong><br>\n&ldquo;Gelbe Westen &ndash; schwarze Wut&rdquo;: In mehreren St&auml;dten Frankreichs haben sich den zehnten Samstag in Folge zehntausende Menschen an Protesten der &ldquo;Gelbwesten&rdquo; gegen die Regierung beteiligt. Damit sprachen sie sich gegen den von Regierungschef Emmanuel Macrons gestarteten &ldquo;B&uuml;rgerdialog&rdquo; aus. Landesweit waren 80.000 Polizisten im Einsatz, die erneut Tr&auml;nengas und Wasserwerfer einsetzten.<br>\nMacron hatte in dieser Woche einenlandesweiten &ldquo;B&uuml;rgerdialog&rdquo; gestartet, um &ldquo;die Wut in L&ouml;sungen zu verwandeln&rdquo;. Daf&uuml;r formulierte er 35 Leitfragen. Sollte es dar&uuml;ber hinaus &ldquo;intelligente Fragen&rdquo; und von ihm nicht vorhergesehene Themen geben, w&uuml;rden sie ebenfalls angenommen, sagte der 41-j&auml;hrige Staatschef.<br>\nDoch das Vertrauen in den Pr&auml;sidenten ist bei vielen Demonstranten bereits verloren. &ldquo;Schwindel&rdquo; steht auf einigen Plakaten. Grund daf&uuml;r seien die zunehmenden F&auml;lle von schweren Verletzungen durch Polizeigewalt. Das Kollektiv &ldquo;D&eacute;sarmons-les!&rdquo; (&ldquo;Entwaffnen wir sie&rdquo;) hat 98 F&auml;lle aufgelistet, darunter 15 von Menschen, die ein Auge durch Hartgummigeschosse verloren. Die Polizei erkl&auml;rt zur Rechtfertigung, sie sei von Demonstranten angegriffen worden. (&hellip;)<br>\nZudem lasse Macron diezentralen Forderungen der &ldquo;Gelbwesten&rdquo; unbeachtet &ndash; etwa nach h&ouml;heren Renten, einer besseren Kaufkraft oder einer Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer. Sie erinnern unter anderem an den desolaten Zustand der Gesundheitsversorgung und der schlechten Verkehrsanbindungen auf dem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gelbwesten-proteste-demonstranten-lehnen-emmanuel-macrons-buergerdialog-ab-a-1248927.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Gelbe Westen missbraucht<\/strong><br>\nRechte Demos in Stuttgart und Wiesbaden \/ Rassismus und soziale Forderungen<br>\nDass bundesweit vernetzte rechte Kreise gezielt die &auml;u&szlig;ere Form der franz&ouml;sischen Gelbwestenbewegung f&uuml;r ihre Zwecke zu kapern versuchen, wurde am Samstag in Stuttgart deutlich. Dort war die AfD zusammen mit einer rechten Gewerkschaft treibende Kraft einer Kundgebung von &raquo;Gelbwesten&laquo; gegen das Dieselfahrverbot.<br>\nIn Wiesbaden demonstrierte gleichzeitig eine bislang in der Stadt nicht in Erscheinung getretene Gruppe in gelben Warnwesten sowie mit Deutschlandfahnen und Reichsadler gegen &raquo;regierungspolitische Missst&auml;nde&laquo;, &raquo;abgehobene Politiker&laquo; und die &raquo;Diktatur der EU&laquo;. Die vorab &uuml;ber Internetdienste gestreuten Forderungen umfassten soziale Belange und den Protest gegen Altersarmut ebenso wie knallharte rassistische, gegen Gefl&uuml;chtete gerichtete Parolen. Zugleich appellierten die Veranstalter an potenzielle Teilnehmer, auf dem Marsch vom Hauptbahnhof zum Landtag auf offensichtliche rechte Symbole, Embleme und Hakenkreuze zu verzichten. Um dem Ganzen einen biederen Anstrich des Aufschreis &raquo;kleiner Leute&laquo; zu geben und Ahnungslose zu beruhigen, wurden Plakate mit der Aufschrift &raquo;Nicht Rechts gegen Links &ndash; Nicht Links gegen Rechts&laquo; ausgegeben.<br>\nEine zentrale Figur der Veranstaltung war der rechte Meinungsmacher Henryk St&ouml;ckl, der seine Videoaufnahmen zeitnah im Internet ver&ouml;ffentlichte. Der Schweizer &raquo;Tagesanzeiger&laquo; beschrieb den 24-J&auml;hrigen unl&auml;ngst als &raquo;h&ouml;flichen Hetzer&laquo;, der sich durch &raquo;L&uuml;gen und an den Pranger stellen&laquo; auszeichne. Im Zusammenhang mit einer Demonstration in Freiburg, mit der Rechte Kreise die Vergewaltigung einer Frau instrumentalisierten, habe St&ouml;ckl &raquo;vier Falschmeldungen und eine ma&szlig;lose &Uuml;bertreibung&laquo; publiziert, schrieb das Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1110425.gelbwesten-von-rechts-gelbe-westen-missbraucht.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Diskreditieren, kriminalisieren, finanziell austrocknen<\/strong><br>\nIm feinsten Orban-Style bek&auml;mpfen CDU und CSU die Deutsche Umwelthilfe. Doch ihre Vorw&uuml;rfe gegen den Verein entbehren jeder Grundlage.<br>\nDie Kritiker stellen die Regierung blo&szlig;. Darum bringen die Regenten sie zum Schweigen. Daf&uuml;r stellen willf&auml;hrige Medien die Regierungsgegner zun&auml;chst wahlweise als Verr&auml;ter oder Kriminelle dar. Im n&auml;chsten Schritt gehen staatliche Stellen den Widerst&auml;ndlern ans Geld. Und wenn auch das noch nicht reicht, dann m&uuml;ssen halt die Gesetze so ge&auml;ndert werden, dass sie ihre legale Grundlage verlieren.<br>\nSo gehen Autokraten wie Ungarns Regierungschef Viktor Orban vor, wenn sie ihre Gegner kalt stellen. In Deutschland ist das bisher undenkbar. Doch jetzt verfolgen die Regierungsparteien CDU\/CSU eine Strategie nach genau diesem Muster. Diskreditieren, kriminalisieren, finanziell austrocknen &ndash; so wollen sie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) loswerden. Denn dieser Verein tut etwas Ungeheuerliches: Monat f&uuml;r Monat weisen die Mitarbeiter der DUH und ihr eloquenter Chef J&uuml;rgen Resch nach, dass sich die Regierungen in Bund, L&auml;ndern und Kommunen nicht an die Gesetze halten, die sie selbst erlassen haben. Und die Gerichte geben den Ankl&auml;gern auch noch recht. Das ist f&uuml;r die Christenunion offenbar schwer zu ertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/union-vs-deutsche-umwelthilfe-diskreditieren-kriminalisieren-finanziell-austrocknen\/23884808.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Viele Lesern wird er zwar verwundern und entsetzen, unsere lupenreine Demokratie mit Orbans rechter Regierung zu vergleichen.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber wenn es so ist, dann ist es so. Wehret den Anf&auml;ngen! (Leider gibt es schon den Fall &bdquo;attac&ldquo;).<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47818\">CDU vs. Umwelthilfe &ndash; Populismus in Reinkultur<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Die CDU ist die Partei der Autoindustrie&ldquo;<\/strong><br>\nDie Forderung, dem Verein die Gemeinn&uuml;tzigkeit zu entziehen, ist f&uuml;r die Deutsche Umwelthilfe durchsichtiger Lobbyismus. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Resch erhebt deutliche Vorw&uuml;rfe gegen einen CDU-Bezirksverband.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/deutsche-umwelthilfe-cdu-ist-partei-der-autoindustrie-15999598.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Teilnehmer am Weltwirtschaftsforum sind wieder reicher geworden<\/strong><br>\nDie Ungleichheit hat zugenommen, besonders in Deutschland, das WEF sieht nach einer Umfrage die Globalisierung gegen den Populismus von der Mehrheit der Menschen gest&auml;rkt<br>\nIn Davos versammelte sich wieder einmal unter dem Titel Globalization 4.0 die politische und wirtschaftliche Elite, zumindest diejenigen, die meinen, sich hier zeigen zu m&uuml;ssen und zu demonstrieren, dass man dazu geh&ouml;rt. Man umgibt sich mit dem Nimbus, sich Gedanken um die Zukunft der Welt zu machen, dabei geht es den Reichen vor allem darum, den Status quo zu behalten, der ihnen weiterhin ein wachsendes Verm&ouml;gen garantiert. Da kann man dann schon mal auf steigende Ungleichheit oder bedenkliche Folgen der KI hinweisen, aber nicht, um das Wirtschafts- und Eigentumssystem zu &auml;ndern, sondern um Ma&szlig;nahmen zu fordern, die das Schlimmste verhindern, also den Reichtum und den Einfluss, den dieser garantiert, gef&auml;hrden.<br>\nSelbst ein Medium wie Bloomberg macht darauf aufmerksam, dass sich bei Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos dieses Mal wieder die Menschen treffen, die noch einmal reicher geworden sind, w&auml;hrend die Lebensverh&auml;ltnisse des Gro&szlig;teils der Menschen stagnieren und die Kluft zwischen Arm und Reich in vielen L&auml;ndern weiter angestiegen ist. Bloomberg hat sich die Verm&ouml;gen von einem Dutzend der Besucher von Zuckerberg und Gates &uuml;ber Soros, Murdoch und Schwarzmann bis Mukesh Ambani angeschaut, das sich in einem Jahr um 175 Milliarden vermehrt hat. Seit 2009 ist das Verm&ouml;gen der Milliard&auml;re von 3,4 Billionen auf 8,9 Billionen US-Dollar in 2017 angewachsen. Entsprechend auch der Einfluss, den die Superreichen oder globalen Oligarchen auf die Politik aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Bloomberg: &ldquo;It means the Davos Man&mdash;the conference remains overwhelmingly male&mdash;exerts more authority and visibility than ever.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Teilnehmer-am-Weltwirtschaftsforum-sind-wieder-reicher-geworden-4282811.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Milliard&auml;re werden 2,5 Milliarden Dollar reicher &ndash; pro Tag<\/strong><br>\nDer Abstand zwischen Arm und Reich w&auml;chst, kritisiert die Hilfsorganisation Oxfam &ndash; und fordert h&ouml;here Steuern f&uuml;r die Reichen. Auch die Wirtschaftselite in Davos will nach Antworten suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oxfam-bericht-vor-davos-milliardaere-werden-2-5-milliarden-dollar-reicher-pro-tag-a-1249003.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mit Phantom-Aktien den Staat melken<\/strong><br>\nSich Geld vom Staat zu ergaunern, in dem sie sich Steuern mehrfach erstatten lie&szlig;en. Das war einigen besonders findigen Bankern und Aktienh&auml;ndler irgendwann nicht mehr genug: Sie tricksten mit Phantom-Aktien, die sie noch nicht einmal besa&szlig;en: Zu den sogenannten Cum-Ex-Deals kam der Cum-Fake-Skandal.<br>\nSchon bei der Cum-Ex-Masche lie&szlig;en sich die Anleger durch ein geschicktes Karussellgesch&auml;ft Bescheinigungen &uuml;ber Kapitalertragsteuern und den darauf entfallenen Solidarit&auml;tszuschlag von den Beh&ouml;rden mehrfach ausstellen. Denn f&uuml;r die Finanz&auml;mter war nicht mehr klar, wer zum Dividendenstichtag der Aktienbesitzer gewesen war. Bei Cum-Fake jedoch verlangten die H&auml;ndler vom deutschen Staat sogar Steuern f&uuml;r Schein-Papiere zur&uuml;ck. (&hellip;)<br>\nErstmals l&auml;sst sich nun eine Summe &uuml;ber diesen zus&auml;tzlichen Steuerraub beziffern: Laut einem noch unver&ouml;ffentlichten Finanzgutachten f&uuml;r die Linken im Bundestag, das dem Tagesspiegel vorliegt, bel&auml;uft sich der Schaden allein durch die Cum-Fake-Deals f&uuml;r die deutschen Steuerzahler auf mindestens 200 Millionen Euro. Demnach lassen Unterlagen der US-B&ouml;rsenaufsicht SEC R&uuml;ckschl&uuml;sse auf den Schaden zu, der den Steuerbeh&ouml;rden insgesamt entstanden ist &ndash; und die Beute. &bdquo;Die reinen Gewinne beziffern bislang insgesamt einen Betrag von &uuml;ber 200 Millionen US-Dollar&ldquo;, hei&szlig;t es im Papier. Explizit wird darauf verwiesen, dass der Schaden wahrscheinlich noch &bdquo;ein Vielfaches&ldquo; dar&uuml;ber liege. (&hellip;)<br>\nDas Finanzministerium sagte auf Anfrage zu den Gr&uuml;nden nichts. Ein Sprecher teilte lediglich mit, dass die Bafin seit Dezember 2018 &ndash; also im Nachhinein &ndash; an rund 60 Banken und an 135 Kapitalverwaltungsgesellschaften ein Auskunftsersuchen mit der Frage versendet habe, inwieweit eine Einbindung in den Handel oder die Emission von ADR vorgelegen habe. Zudem sei das digitale Erstattungsverfahren nach dem &ouml;ffentlichen Bekanntwerden gestoppt worden und eine Task-Force der Bafin und des Bundeszentralamts f&uuml;r Steuern eingerichtet, um die &bdquo;Gef&auml;hrdungslage&ldquo; aufzukl&auml;ren. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Das ist Organisationsversagen und fehlendes Jagdfieber&ldquo;, sagte der finanzpolitische Sprecher der Linken, Fabio de Masi, dem Tagesspiegel. &bdquo;Wir brauchen eine dauerhafte Task Force zwischen Finanzministerium, Bafin und Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern. Durch einen permanenten Austausch &uuml;ber einerseits bezahlte und andererseits erstattete Steuern m&uuml;ssen systematische Betrugsmuster wie etwa bei faulen Cum-Ex, Cum-Cum und Cum-Fake Deals bereits im Vorfeld erkannt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/m.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/steuererstattungen-mit-cum-fake-geschaeften-mit-phantom-aktien-den-staat-melken\/23884482.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: Fabio De Masi zum ABC des Steuerraubs<\/strong><br>\n#CumEx, #CumCum, #CumFake: Gangster haben uns um Milliarden ? geprellt! In unserem neuen ABC des Steuerraubs beleuchten wir das Ausma&szlig; der Cum-Gesch&auml;fte, benennen Verantwortliche und schlagen Ma&szlig;nahmen vor, wie krumme Cum-Deals in Zukunft eingeschr&auml;nkt werden k&ouml;nnen: <a href=\"http:\/\/www.cumex.info\">www.cumex.info<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/photos\/a.212327882300252\/975661089300257\/?type=3&amp;theater%20\">Fabio De Masi via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Berlin k&ouml;nnte eine eigene Mietpreisregulierung einf&uuml;hren<\/strong><br>\nDie Wohnungen werden immer teurer. Was l&auml;sst sich dagegen tun? Ein neues Landesrecht k&ouml;nnte die Mieten effektiver deckeln.<br>\nDie vom Bund 2015 eingef&uuml;hrte &bdquo;Mietpreisbremse&ldquo; ist richtig, ebenso ihre j&uuml;ngst auf Druck der SPD beschlossene Versch&auml;rfung. Doch die erneute Zur&uuml;ckhaltung bei der Ausgestaltung und die weiterhin zahlreichen Ausnahmen zeigen: Der Druck der Eigent&uuml;mer-Lobby ist stark, und es ist ihr mit Hilfe der Christdemokraten wieder gelungen, die Regelungen stark zu verw&auml;ssern.<br>\nSo weit, so ern&uuml;chternd. Aber: Es gibt eine M&ouml;glichkeit, wenigstens f&uuml;r Berlin mit der rot-rot-gr&uuml;nen Regierungsmehrheit, einen Mietendeckel einzuf&uuml;hren, der tats&auml;chlich wirkt.<br>\nDenn bisher wurde &uuml;bersehen, dass das Land Berlin bei n&auml;herer verfassungsrechtlicher Betrachtung die M&ouml;glichkeit hat, eine eigene Mietpreisregulierung einzuf&uuml;hren, die unabh&auml;ngig von der bestehenden Mietpreisbremse funktioniert. Grundlage daf&uuml;r w&auml;re die &ndash; zuletzt stiefm&uuml;tterlich behandelte &ndash; Gesetzgebungskompetenz der L&auml;nder f&uuml;r das &bdquo;Recht des Wohnungswesens&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDieses Recht, f&uuml;r das viele Jahrzehnte der Bund zust&auml;ndig war, spielte vor allem in der unmittelbaren Nachkriegszeit eine Rolle: Da in der jungen Bundesrepublik aufgrund von Kriegsverw&uuml;stungen und millionenfacher Flucht die Wohnungsnot grassierte, verhinderte man durch die sogenannte &bdquo;Wohnraumzwangsbewirtschaftung&ldquo; und die damit verkn&uuml;pften Mietgrenzen Spekulation und Wucher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wohnungsnot-in-der-hauptstadt-berlin-koennte-eine-eigene-mietpreisregulierung-einfuehren\/23880014.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Warum erst jetzt? Warum erst hunderttausende von Sozialwohnungen absto&szlig;en an Heuschrecken.<\/em><\/p>\n<p><em>Die SPD hat leider keine langfristige Strategie. Die Partei wird meist dann aktiv, wenn das Kind l&auml;ngst in den Brunnen gefallen ist. Und die Not der Partei &ndash; liegt bei 15 Prozent &ndash; immer gr&ouml;&szlig;er wird!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pflegeversicherung : Spahn will neue Finanzierungsmodelle diskutieren<\/strong><br>\nDamit die lohnabh&auml;ngigen Beitr&auml;ge f&uuml;r die Pflege nicht immer weiter steigen, fordert der Gesundheitsminister eine Grundsatzdebatte, ob es auch anders geht. Ein Vorschlag kommt aus der SPD und betrifft Beamte und Selbst&auml;ndige.<br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn will wegen der absehbar steigenden Kosten der Pflege eine Grundsatzdebatte &uuml;ber die k&uuml;nftige Finanzierung. &bdquo;Wir m&uuml;ssen noch mal ganz neu austarieren, was die Familien selbst leisten k&ouml;nnen und wo sie Unterst&uuml;tzung brauchen&ldquo;, sagte der CDU-Politiker der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung. &bdquo;Und wenn die Beitr&auml;ge nicht immer weiter steigen sollen, dann wird man auch &uuml;ber andere Finanzierungsmodelle diskutieren m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nWegen der erwarteten Kostenentwicklung gibt es schon l&auml;nger Forderungen nach einer Reform der Finanzierung. Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) hatte sich am Mittwoch etwa f&uuml;r einen steuerfinanzierten Bundeszuschuss f&uuml;r die Pflegeversicherung ausgesprochen. (&hellip;)<br>\nBislang wird diese nur aus Beitr&auml;gen finanziert. Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge wird der Beitragssatz angesichts immer zahlreicherer Pflegebed&uuml;rftiger weiter steigen m&uuml;ssen. Bis zum Jahr 2045 rechnen die Autoren mit einer Steigerung von heute 3,05 auf dann 4,25 Prozent.<br>\nBereits Anfang dieses Jahres war der Beitragssatz zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte angehoben worden. Spahn machte laut &bdquo;Bild&ldquo; deutlich, dass dies noch bis 2022 ausreicht. &bdquo;Aber wir brauchen jetzt schon eine Grundsatzdebatte dar&uuml;ber, was danach passiert.&ldquo; (&hellip;)Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Karl Lauterbach erneuerte die Forderung nach einer &bdquo;B&uuml;rgerversicherung&ldquo; in der Pflege: &bdquo;Wir werden die steigenden Kosten auf Dauer nur finanzieren k&ouml;nnen, wenn auch Beamte und Privatversicherte in Zukunft Beitr&auml;ge in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen&ldquo;, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. &bdquo;Diese Gruppen profitieren vom Pflegesystem, zahlen aber zum Teile deutlich niedrigere Beitr&auml;ge.&ldquo;<br>\nDie Chancen f&uuml;r einen solchen Systemwechsel stiegen mit jedem Jahr. &bdquo;Allein deshalb, weil sich immer mehr Beamte und Selbst&auml;ndige mit kleinen Einkommen die steigenden Beitr&auml;ge f&uuml;r die private Pflegeversicherung im Alter nicht mehr leisten k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/pflegeversicherung-spahn-will-finanzierung-diskutieren-15992922.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gesundheitsfinanzierung : Die private Pflegeversicherung steht bereit<\/strong><br>\nDie staatliche Pflege ist bald nicht mehr ausreichend finanziert. Die Kapitaldeckung leidet unter dem Zins. K&ouml;nnen Privatversicherungen helfen, die L&uuml;cke zu schlie&szlig;en?<br>\nZu Jahresbeginn ist der Kopf immer noch frei genug f&uuml;r ganz neue Vorschl&auml;ge. Insofern passt es, dass sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung mit einigen perspektivischen Aussagen zur Pflege-Finanzierung zitieren lie&szlig;. &bdquo;Die Beitragssteigerungen Anfang des Jahres reichen bis 2022&ldquo;, sagte der Minister. &bdquo;Aber wir brauchen jetzt schon eine Grundsatzdebatte dar&uuml;ber, was danach passiert.&ldquo; Dabei hat sich Spahn in der Vergangenheit durchaus auch als Politiker gezeigt, der an die Kapitalbildung glaubt. Wie viel kann die private Versicherungswirtschaft dazu beitragen, die entstehende Finanzierungsl&uuml;cke zu schlie&szlig;en?<br>\nDie gesetzliche Pflegeversicherung ist seit ihrer Einf&uuml;hrung im Jahr 1995 als Teilkaskoversicherung konzipiert. Das bedeutet, dass Pflegeleistungen nur bis zu einem gewissen Anteil abgedeckt sind und f&uuml;r den weiteren Teil andere Finanzierungsquellen aufkommen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/staatliche-pflege-ist-bald-nicht-mehr-ausreichend-finanziert-15994207.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Pflegeversicherung soll teilweise privatisiert werden. Dieses war immer der Plan des Gesundheitsindustrie-Lobbyisten Jens Spahn.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 17.1.2019 werden in der FAZ die &bdquo;Grundlagen&ldquo; gelegt, indem die &bdquo;Forderung&ldquo; erhoben wird, dass Beamte und Selbstst&auml;ndige in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen sollen. Wie &uuml;blich wird die Bertelsmann-Stiftung als Stichwortgeber herangezogen.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 18.1.2019 er&ouml;ffnet Jens Spahn in der FAZ seine wahren Absichten:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&hellip;Die gesetzliche Pflegeversicherung ist seit ihrer Einf&uuml;hrung im Jahr 1995 als Teilkaskoversicherung konzipiert. Das bedeutet, dass Pflegeleistungen nur bis zu einem gewissen Anteil abgedeckt sind und f&uuml;r den weiteren Teil andere Finanzierungsquellen aufkommen m&uuml;ssen&hellip;.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die SPD schweigt zum diesem angek&uuml;ndigten Systemwechsel von der &bdquo;Voll-gesetzlichen Pflegeversicherung&ldquo; zur &bdquo;Teil-privaten Pflegeversicherung&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier werden die &bdquo;Erfahrungen&ldquo; der gescheiterten &bdquo;Drei-S&auml;ulen-Altersicherung&ldquo; a&acute;la Schr&ouml;der\/Fischer\/Riester genutzt, , um den Systemwechsel zur &bdquo;Zwei-S&auml;ulen-Pfleversicherung&ldquo; a&acute;la Spahn\/Lauterbach zu planen.<\/em><\/p>\n<p><em>Lernt die SPD erst aus ihren Fehlern, wenn sie in den bundesweiten Umfragen unter 10% dauerhaft liegt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spahn trifft sich elfmal mit Lobbyisten &ndash; heraus kommt ein teurer Gesetzesvorschlag<\/strong><br>\nF&uuml;r ein neues Gesetz traf sich Jens Spahn mit einer Gruppe aus dem Gesundheitswesen besonders h&auml;ufig: den Apothekern. Heraus kam ein Vorschlag, der den Apothekern hunderte Millionen bringt. Bezahlen sollen das die Krankenkassen &ndash; die nach eigenen Angaben nie gefragt wurden.<br>\nDie Lobbyorganisationen der Apotheker hatten offenbar einen deutlich gr&ouml;&szlig;eren Einfluss auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als andere Vertreter des Gesundheitswesens.<br>\nIm Zusammenhang mit seinem Vorschlag f&uuml;r ein neues Apothekengesetz, den Spahn Mitte Dezember der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt hatte, &bdquo;gab es insgesamt elf Termine von Vertretern der Leitungsebene des Bundesministeriums f&uuml;r Gesundheit mit Vertretern der Apothekerverb&auml;nde&ldquo;. So hei&szlig;t es in einer Antwort des Hauses auf eine schriftliche Frage der Gr&uuml;nen, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt &ndash; aber kein einziges dokumentiertes Treffen mit anderen betroffenen Akteuren wie beispielsweise den Krankenkassen.<br>\nDabei stellt Spahn den Apothekern mit seinen Eckpunkten zur &bdquo;St&auml;rkung der fl&auml;chendeckenden Versorgung&ldquo; viel Geld in Aussicht. Insgesamt 375 Millionen Euro zus&auml;tzlich sollen Apotheken demnach f&uuml;r Nacht- und Notdienste, die Abgabe von Bet&auml;ubungsmitteln und f&uuml;r &bdquo;zus&auml;tzliche pharmazeutische Dienstleistungen&ldquo; bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/millionen-fuer-apotheker-spahn-trifft-sich-elfmal-mit-lobbyisten-heraus-kommt-ein-teurer-gesetzesvorschlag_id_10209872.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Multis bestellen das Feld<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union f&ouml;rdert Agrarkonzerne. Kleinb&auml;uerliche Betriebe sind Verlierer der Vergabepraxis. Weitere K&uuml;rzungen vorgesehen<br>\nF&uuml;r nichts gibt die EU so viel Geld aus wie f&uuml;r die Agrarpolitik. Rund 60 Milliarden Euro flie&szlig;en Jahr f&uuml;r Jahr in landwirtschaftliche Betriebe und in die F&ouml;rderung des l&auml;ndlichen Raums. Verbunden sind damit zahlreiche politische Ziele. So soll die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) laut EU-Kommission etwa dazu beitragen, die Einkommenssituation der Bauern zu verbessern, den Klimawandel zu bek&auml;mpfen, Artenvielfalt und Biodiversit&auml;t zu erhalten sowie den Generationenwechsel auf den H&ouml;fen zu erleichtern.<br>\nDoch die Realit&auml;t der F&ouml;rdermittelvergabe geht an diesen Zielen vorbei. So wird ein Gro&szlig;teil der Mittel in Form von Direktzahlungen schlicht nach dem Kriterium der Betriebsgr&ouml;&szlig;e vergeben. Die Folge ist, wie der j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichte Agraratlas des BUND und der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung zeigt, dass etwa in Deutschland 69 Prozent der F&ouml;rdermittel an nur 20 Prozent der Betriebe gehen. In L&auml;ndern wie Portugal oder Tschechien sind es sogar mehr als 80 Prozent. Die Verlierer dieser Vergabepraxis sind die kleinb&auml;uerlichen Betriebe. So tr&auml;gt die EU-Agrarpolitik auch zum allerorts um sich greifenden H&ouml;festerben bei.<br>\nDer Protest gegen diese GAP-Vergabepraxis kommt zum richtigen Zeitpunkt. Auf EU-Ebene wird derzeit &uuml;ber eine umfassende Reform debattiert. Die Kommission hatte eine Flexibilisierung vorgeschlagen. K&uuml;nftig soll weniger auf die strikte Einhaltung von Regeln und daf&uuml;r mehr auf die Ergebnisse geachtet werden. Die Mitgliedsstaaten sollen mehr Spielr&auml;ume bei der Mittelvergabe erhalten, um gezielter auf spezifische regionale Bed&uuml;rfnisse eingehen zu k&ouml;nnen.<br>\nVorgesehen sind zudem Einsparungen. Denn verhandelt wird derzeit auch der EU-Haushalt f&uuml;r die Zeit nach 2020. Durch den &raquo;Brexit&laquo; und neue kostspielige Projekte wie die Aufr&uuml;stung des Grenzschutzes, die milit&auml;rische Zusammenarbeit oder neue Instrumente f&uuml;r die Euro-Stabilisierung sind die EU-Finanzen unter Druck geraten. Rund f&uuml;nf Prozent weniger sollen daher k&uuml;nftig f&uuml;r die GAP zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347479.wir-haben-es-satt-multis-bestellen-das-feld.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Frau Kl&ouml;ckner und die w&uuml;tenden Bauern<\/strong><br>\nJulia Kl&ouml;ckner in ihrem Element: H&auml;ndesch&uuml;tteln, Fototermine, die gro&szlig;e B&uuml;hne. Die Gr&uuml;ne Woche verbringt die Landwirtschaftsministerin quasi im Dauer-Rampenlicht: Mal neben Bauern und K&uuml;hen, mal neben Merkel und den Landesagrarministern. Auch ausl&auml;ndische Amtskollegen sind nach Berlin gekommen, zum &ldquo;Davos der Landwirtschaft&rdquo;, wie Kl&ouml;ckner gerne sagt. (&hellip;)<br>\nDie Ministerin hat Charisma &ndash; aber damit kann sie nicht alle &uuml;berzeugen. Mehr als zehntausend Menschen sind nach Berlin gekommen, um gegen die aktuelle Landwirtschaftspolitik zu protestieren. &ldquo;Wir haben es satt&rdquo; ist das Motto der Demo. Das Demo-B&uuml;ndnis fordert, dass der Agrarindustrie &ldquo;endlich der Geldhahn abgedreht werden muss&rdquo;.<br>\nStattdessen solle eine &ldquo;enkeltaugliche&rdquo; Landwirtschaft gef&ouml;rdert werden. &ldquo;Steuergeld muss b&auml;uerliche Betriebe unterst&uuml;tzen, die Umwelt und Klima sch&uuml;tzen und unsere Rinder, Schweine oder H&uuml;hner gut halten&rdquo;, erkl&auml;rte eine Sprecherin des B&uuml;ndnisses. Mehr Tierschutz und nachhaltige Landwirtschaft ist vielen Menschen in Deutschland ein Anliegen, das zeigen etliche Umfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kloeckner-gruene-woche-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Top 10 Reasons Not to Love NATO<\/strong><br>\nThe New York Times loves NATO, but should you?<br>\nJudging by comments in social media and the real world, millions of people in the United States have gone from having little or no opinion on NATO, or from opposing NATO as the world&rsquo;s biggest military force responsible for disastrous wars in places like Afghanistan (for Democrats) or Libya (for Republicans), to believing NATO to be a tremendous force for good in the world.<br>\nI believe this notion to be propped up by a series of misconceptions that stand in dire need of correction.<br>\n1. NATO is not a war-legalizing body, quite the opposite. NATO, like the United Nations, is an international institution that has something or other to do with war, but transferring the UN&rsquo;s claimed authority to legalize a war to NATO has no support whatsoever in reality. The crime of attacking another nation maintains an absolutely unaltered legal status whether or not NATO is involved. Yet NATO is used within the U.S. and by other NATO members as cover to wage wars under the pretense that they are somehow more legal or acceptable. This misconception is not the only way in which NATO works against the rule of law. Placing a primarily-U.S. war under the banner of NATO also helps to prevent Congressional oversight of that war. Placing nuclear weapons in &ldquo;non-nuclear&rdquo; nations, in violation of the Nonproliferation Treaty, is also excused with the claim that the nations are NATO members (so what?). And NATO, of course, assigns nations the responsibility to go to war if other nations go to war &mdash; a responsibility that requires them to be prepared for war, with all the damage such preparation does. (&hellip;)<br>\n7. Russia is not a military threat to the world. That Russia would cheer NATO&rsquo;s demise tells us nothing about whether we should cheer too. Numerous individuals and entities who indisputably helped to put Trump in the White House would dramatically oppose and others support NATO&rsquo;s demise. We can&rsquo;t go by their opinions either, since they don&rsquo;t all agree. We really are obliged to think for ourselves. Russia is a heavily armed militarized nation that commits the crime of war not infrequently. Russia is a top weapons supplier to the world. All of that should be denounced for what it is, not because of who Russia is or who Trump is. But Russia spends a tiny fraction of what the United States does on militarism. Russia has been reducing its military spending each year, while the United States has been increasing its military spending. U.S. annual increases have sometimes exceeded Russia&rsquo;s entire military budget. The United States has bombed nine nations in the past year, Russia one. The United States has troops in 175 nations, Russia in 3. Gallup and Pew find populations around the world viewing the United States, not Russia, as the top threat to peace in the world. Russia has asked to join NATO and the EU and been rejected, NATO members placing more value on Russia as an enemy. Anonymous U.S. military officials describe the current cold war as driven by weapons profits. Those profits are massive, and NATO now accounts for about three-quarters of military spending and weapons dealing on the globe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2019\/01\/18\/top-10-reasons-not-to-love-nato\/\">Counterpunch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Aachener-Vertrag&rdquo; zwischen Deutschland und Frankreich bedeutet Aufr&uuml;stung!<\/strong><br>\nAm kommenden Dienstag soll in Aachen der sogenannter &bdquo;Aachener Vertrag&ldquo; zwischen Deutschland und Frankreich von Macron und Merkel unterzeichnet werden. Einst markierte der historische Elysee-Vertrag einen wichtigen Schritt zur Auss&ouml;hnung zwischen Deutschland und Frankreich. Dieser neue Vertrag, der jetzt unterzeichnet wird, hat damit aber nicht mehr viel zu tun: damals ging es um die Auss&ouml;hnung, heute geht es um Aufr&uuml;stung! Deswegen werden wir von der Linken diesen Vertrag ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrej.hunko\/videos\/326839171263304\/?__xts__[0]=68.ARCcihcxfJwdCMywdjaPNjJzcOIMZqNd17PjmX4n2K_E3ozFLtVKa2jSbxWKZqBsRChXCO8Xsr9KoGaEB6E7m0LL8_IvvYOWVTIXOmXUNtaE5TzIgFcJY2Ocq4JaHJ4Vw1Z8H18e0cO6oEYrz3NVSkMVweKbvy6sGMY4zlxfPzZf6-c_-yZPfXy9x5IP-XfRoNAxgdg96_s_q59MWz_ms_jczKWiCbaW40PTgTdZ6ksPAcF8YSPbdqczcRjGRUCFkRFku6xkZAPMDoCfYY5RUMQfeU62GYrqywMxbtUQzV_tUk2E3-JMfZ0eIaMSky8k6feREuNfbu-XzCqeQosNPrVmcfvccNEDtvA&amp;__tn__=-R\">Andrej Hunko via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland schiebt so viel in andere EU-Staaten ab wie nie zuvor<\/strong>\n<ul>\n<li>Von Januar bis Ende November 2018 wurden 8658 ausreisepflichtige Asylsuchende in andere EU-Staaten abgeschoben.<\/li>\n<li>Das waren bereits deutlich mehr als im gesamten Jahr davor.<\/li>\n<li>Das Dublin-System galt bislang stets als unausgewogen und schwer durchsetzbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutsche Beh&ouml;rden haben im vergangenen Jahr so viele Fl&uuml;chtlinge in andere Staaten der Europ&auml;ischen Union &uuml;berstellt wie nie zuvor. Von Januar bis Ende November 2018 wurden 8658 ausreisepflichtige Asylsuchende in andere EU-Staaten abgeschoben &ndash; das waren bereits deutlich mehr als im gesamten Jahr davor, als es lediglich 7102 solcher &Uuml;berstellungen gab. Das geht aus Zahlen hervor, mit denen das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete. Sie liegen der S&uuml;ddeutschen Zeitung vor.<br>\nDemnach ging es 2018 in jedem dritten Asylverfahren des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf) um einen sogenannten Dublin-Fall &ndash; also darum, ob ein anderer EU-Staat f&uuml;r ein Asylgesuch zust&auml;ndig ist. Nach der Dublin-III-Verordnung der EU soll in der Regel der Mitgliedstaat um einen Fl&uuml;chtling k&uuml;mmern, in dem dieser nach seiner Ankunft in Europa zuerst registriert wurde. Dieses System gilt jedoch als unausgewogen und nur schwer durchsetzbar.<br>\nSo hat das Bamf in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 insgesamt 51 558 Mal andere EU-Staaten um &Uuml;bernahme von nach Deutschland geflohenen Menschen ersucht, in 35 375 F&auml;llen stimmten die angefragten Staaten zu. Gegen&uuml;ber den Vorjahren ist damit die Quote tats&auml;chlich &uuml;berstellter Fl&uuml;chtlinge stark auf 24,5 Prozent gestiegen, 2017 lag sie noch bei 15,1 Prozent. Dabei gab es nach Ungarn gar keine und nach Griechenland nur f&uuml;nf &Uuml;berstellungen. In beiden L&auml;ndern gilt der Umgang mit Fl&uuml;chtlingen als oft nicht menschenrechtskonform, Athen lehnt zudem die allermeisten &Uuml;bernahme-Ersuchen ab, aus &ldquo;&uuml;berwiegend nicht stichhaltigen&rdquo; Gr&uuml;nden, klagt die Bundesregierung. Aber auch &Uuml;berstellungen nach Bulgarien werden in zwei von drei angestrengten Eilverfahren gerichtlich verhindert. Hauptzielland der innereurop&auml;ischen Abschiebungen war Italien: Dorthin wurde fast jeder dritte &Uuml;berstellte gebracht. In der Gegenrichtung kam fast die H&auml;lfte der 7 205 aus anderen EU-Staaten in die Bundesrepublik &uuml;berstellten Fl&uuml;chtlinge aus Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-deutschland-schiebt-so-viel-in-andere-eu-staaten-ab-wie-nie-zuvor-1.4295346\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine: Vielleicht erwacht Europa doch noch<\/strong><br>\nIn fast allen Medien ist die Ukraine nur das arme Opfer russischer Aggression. Die Ukraine selbst ist kein Thema &ndash; mit Ausnahmen.<br>\n&laquo;Die Korruption pr&auml;gt in der Ukraine den Alltag: Es gibt bestechliche &Auml;rzte, Polizisten, Beamte oder Professoren, die Universit&auml;tsabschl&uuml;sse f&uuml;r ein paar hundert US-Dollar verkaufen. Die Korruption ersch&ouml;pft sich aber nicht nur im Fehlverhalten einzelner, oft k&uuml;mmerlich bezahlter Beamter, sondern formt die Grundstruktur der politischen &Ouml;konomie &ndash; und gerade deshalb ist sie so schwer zu bek&auml;mpfen. Es ist ein System, in dem Macht reich macht und Reichtum m&auml;chtig, in dem zwar die Form des b&uuml;rgerlichen Staates existiert, aber letztlich doch Netzwerke im Hintergrund den Staat kontrollieren, um sich zu bereichern.&raquo;<br>\nDer dies schreibt, ist Paul Simon, ein im deutschen M&uuml;nsterland aufgewachsener und heute in Kiew lebender Journalist in der Monatszeitschrift &laquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik&raquo;, die f&uuml;r ihre journalistische Qualit&auml;t bekannt ist.<br>\nPaul Simon im gleichen Artikel an anderer Stelle:<br>\n&laquo;&lsaquo;Es ist die beste Ukraine, die es je gegeben hat&rsaquo;, sagte etwa noch Ende September 2018 Andreas Lier, Pr&auml;sident der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer, im Gespr&auml;ch mit der Zeitung &lsaquo;Kyiv Post&rsaquo;. Zwar gebe es bei der Privatisierung von Staatsbetrieben, der Deregulierung, dem Kampf gegen die Korruption und strukturellen Wirtschaftsreformen noch viel zu tun. Aber das deutsch-ukrainische Handelsvolumen nehme zu, und bereits jetzt seien 2000 deutsche Firmen in der Ukraine aktiv. Die Fertigungsketten der deutschen Autoindustrie, die sich seit Jahrzehnten wie ein Netz &uuml;ber Osteuropa ausbreiten, reichen mittlerweile bis hinter das westukrainische Lwiw, wo zehntausende Ukrainer vor allem einfache Teile wie Kabel f&uuml;r die deutschen Weltmarktf&uuml;hrer produzieren. Mit Monatsl&ouml;hnen ab 200 Euro kann die Ukraine selbst mit Asien konkurrieren &ndash; befindet sich aber, dank des 2017 in Kraft getretenen Freihandelsabkommens, nur eine Lastwagenfahrt vom EU-Markt entfernt.&raquo;<br>\n&Uuml;berrascht? Nicht wirklich. Der Deutsch-Ukrainischen-Handelskammer geht es vor allem um tiefe Gestehungskosten, und da kommt die Ukraine mit ihren krisenbedingten Tiefstl&ouml;hnen grad zur richtigen Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ukraine-Neonazis-Rechtsextreme-Europa-schweigt\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regierung in Brasilien plant Privatisierungswelle und sagt Landlosen den Kampf an<\/strong><br>\nWirtschaftsminister will bei Weltwirtschaftsforum in Davos K&auml;ufer werben. Staatssekret&auml;r f&uuml;r Landfragen bezeichnet Kleinbauern als &ldquo;M&uuml;ll&rdquo;<br>\nDie neue brasilianische Regierung plant den radikalen Ausverkauf staatlichen Eigentums. Rund 100 staatseigene Unternehmen sollen privatisiert oder liquidiert werden. Ziel sei es, Ausgaben zu senken und Einnahmen zu generieren, so der zust&auml;ndige Minister f&uuml;r Infrastruktur, Tarc&iacute;sio Gomes de Freitas, vergangene Woche. Mindestens 6,5 Milliarden Reais (rund 1,5 Milliarden Euro) will de Freitas mittels der Versteigerung von Flugh&auml;fen, Banken oder Energieunternehmen einnehmen, berichtet die noch staatliche Nachrichtenagentur Ag&ecirc;ncia Brasil.<br>\nDie Ver&auml;u&szlig;erungen staatlicher Firmenanteile sollen bereits in den kommenden Monaten erfolgen und w&auml;hrend des Weltwirtschaftsforum in Davos Ende Januar im Mittelpunkt der brasilianischen Diplomatie stehen. Der marktradikale Wirtschaftsminister Paulo Guedes will die geplanten Privatsierungen und die Rentenreform zum &ldquo;Schaukasten der neuen Regierung&rdquo; machen. In Davos wolle er Staatschefs, Investoren und Vertreter internationaler Organe vom &ldquo;Kurswechsel &uuml;berzeugen und den Anteil Brasiliens am internationalen Handel ausbauen&rdquo;. Durch eine weitere &Ouml;ffnung des Binnenmarktes und der Reduzierung von Importsteuern beabsichtigt Guedes den Anteil des Au&szlig;enhandels am brasilianischen BIP von derzeit 22 auf 30 Prozent bis 2022 zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/01\/220546\/welle-von-privatisierung-brasilien%20\">amerika21<\/a>\n<p><strong>Dazu: Regierung in Brasilien bereitet Privatisierung des Rentensystems vor<\/strong><br>\nDie Regierung des ultarrechten brasilianischen Pr&auml;sidenten, Jair Bolsonaro, hat einen Entwurf f&uuml;r die Reform des Rentensystems vorgelegt, der den Weg zur Privatisierung ebnet.<br>\nDas Reformprojekt muss zun&auml;chst die Zustimmung des Kongresses erhalten. Ausgearbeitet wurde es unter der Regie des neoliberalen Ministers f&uuml;r Wirtschaft, Industrie und Handel, Paulo Guedes. Er will das in Chile in den 1980er-Jahren unter Diktator Augusto Pinochet eingef&uuml;hrte Modell der individuellen Kapitalisierung auf Brasilien anwenden.<br>\nDagegen gibt es in Chile seit Jahren massive Proteste. Kritisiert wird unter anderem, dass es unsolidarisch ist und dass Verluste auf die &ndash; zum Einzahlen gezwungenen &ndash; &ldquo;Kundinnen und Kunden&rdquo; abgew&auml;lzt werden, w&auml;hrend die privaten Rentenfonds Gewinne in Milliardenh&ouml;he machen, w&auml;hrend sie an die meisten Pensionierten Renten weit unter dem Mindestlohn auszahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/01\/220504\/brasilien-privatisierung-rentensystem\">amerika21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>60 Prozent weniger Wirbeltiere als vor 40 Jahren: Der WWF bescheinigt dem &ouml;kologischen Zustand der Welt einen neuen Tiefpunkt<\/strong><br>\nIn einem neuen Report zeigen Wissenschafter alles auf, was im Umgang mit unseren Lebensgrundlagen schiefl&auml;uft. Das liest sich verheerend &ndash; und doch ist es noch nicht zu sp&auml;t. (&hellip;)<br>\nDie wichtigsten Punkte des Reports in der &Uuml;bersicht:<br>\nDie Wissenschafter haben Studien zu 16 704 Populationen von 4005 Wirbeltierarten auf der ganzen Welt ausgewertet, von S&auml;ugetieren, V&ouml;geln, Fischen, Amphibien und Reptilien. Ergebnis: Die Best&auml;nde haben sich in den vergangenen 44 Jahren um fast zwei Drittel verringert. Am st&auml;rksten war der R&uuml;ckgang zwar in den 1980er und 1990er Jahren. Doch allein seit dem vorangegangenen Living-Planet-Report von 2016 sind es wieder zwei Prozent weniger.<br>\nAls &laquo;&ouml;kologischen Fussabdruck&raquo; bezeichnet man die Fl&auml;che auf der Erde, die n&ouml;tig ist, um den Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu erm&ouml;glichen. Seit 1966 hat sich dieser verdoppelt. 60 Prozent machen dabei die CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe aus. Die bei der Berechnung verwendete Einheit wird globale Hektare (gha) genannt; eine globale Hektare entspricht einer biologisch produktiven Hektare Land mit weltweit durchschnittlicher Produktivit&auml;t. Die Staaten mit dem gr&ouml;ssten durchschnittlichen &ouml;kologischen Fussabdruck in globalen Hektaren pro Kopf sind die USA, Kanada, mehrere Golfstaaten, die Mongolei &ndash; und D&auml;nemark. Und das, obwohl D&auml;nemark in Europa als Vorreiter in Sachen Fahrrad und Windenergie gilt.<br>\nSeit mehr als 40 Jahren verbrauchen die Menschen mehr nat&uuml;rliche Ressourcen, als die Erde erneuern kann. Es brauchte 1,7 Planeten dieser Art, um den Ressourcenverbrauch zu decken.<br>\nWer f&uuml;r den Erhalt der Natur einen wirtschaftlichen Grund sucht: Die Natur erbringt eine &ouml;konomische Wertsch&ouml;pfung von gesch&auml;tzt etwa 100 Billionen Euro j&auml;hrlich: aus Rohstoffen, Wasser, Lebensmitteln, Arzneimitteln, Energie, Best&auml;ubung, Bodenbildung, Schutz vor &Uuml;berflutungen, St&uuml;rmen und Erosion.<br>\n80 Prozent aller auf dem Land lebenden Tier-, Pflanzen- und Insektenarten sind Waldbewohner. Doch weltweit wird Wald in erschreckendem Masse abgeholzt, etwa in S&uuml;damerika. Die Entwaldung habe sich zwar etwas verlangsamt, heisst es in dem Bericht, doch sie schreite weiter voran. Ursachen seien vor allem Rodungen f&uuml;r die Landwirtschaft, nicht nachhaltige Holzgewinnung, Bergbau, grosse Infrastrukturprojekte und die immer h&auml;ufigeren Br&auml;nde. (&hellip;)<br>\nBei allen schlechten Neuigkeiten betonten Experten bei der Vorstellung des Berichts aber auch, dass die Trendwende noch machbar sei. &laquo;Das ist kein Weltuntergangsszenario&raquo;, sagte etwa J&ouml;rg-Andreas Kr&uuml;ger vom WWF in Berlin. Wichtige Schritte seien vorgedacht, etwa in den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und im Pariser Klimaschutzabkommen. Diese Ziele m&uuml;ssten bis 2030 aber auch umgesetzt werden, die Weichen dazu sollten laut WWF bald gestellt werden. &laquo;Wir k&ouml;nnen nicht noch einmal zehn Jahre warten&raquo;, sagte Kr&uuml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/panorama\/60-prozent-weniger-wirbeltiere-als-vor-40-jahren-wwf-bescheinigt-dem-oekologischen-zustand-der-welt-einen-neuen-tiefpunkt-ld.1432414\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Strache hat weiterhin Kontakte zu Rechtsextremisten und l&uuml;gt vor Gericht<\/strong><br>\nIm Web kursiert wieder einmal ein Foto, das Vizekanzler Strache gemeinsam mit gewaltbereiten Rechtsextremen zeigt. Strache behauptete zuerst, das Foto sei eine F&auml;lschung &ndash; musste nun aber vor Gericht zugeben, gelogen zu haben. Denn es wurden ihm einige Fotos von diesem Abend vorgelegt. Das Lokal selbst ist beliebter Treffpunkt der rechtextremen Szene. Wir haben uns angesehen, wer neben Strache auf den Bildern zu sehen ist.<br>\nStrache hat den Politik-Berater Rudi Fu&szlig;i angezeigt, weil dieser ein Foto von ihm verbreitet hat. Das Bild zeigt Strache in geselliger Runde mit F&uuml;hrungsfiguren der rechtsextremen &bdquo;Identit&auml;ren&ldquo;. Strache wollte seine Verbindungen zu den Rechtsextremisten vertuschen und klagte Fu&szlig;i. Zu Beginn seiner Anh&ouml;rung vor Gericht behauptete Strache noch: Das Bild sei eine F&auml;lschung.<br>\nW&auml;hrend der Verhandlung stellte sich das Gegenteil heraus. Es tauchte eine ganze Foto-Reihe von Strache und den rechtsextremen Aktivisten aus dem Jahr 2015 auf. (&hellip;)<br>\nUnd es gibt noch mehr Beispiele f&uuml;r die politische N&auml;he zwischen der FP&Ouml; und den Rechtsextremen:<br>\n&bdquo;Identit&auml;re&ldquo; machten Wahlkampf f&uuml;r Norbert Hofer.<br>\nEin amtierender FP&Ouml;-Gemeinderat in Graz tritt als Ordner und Fahnentr&auml;ger bei &bdquo;Identit&auml;ren&ldquo;-Aufm&auml;rschen auf.<br>\nIdentit&auml;re arbeiten in der Redaktion der FP&Ouml;-nahen Magazins &bdquo;Info Direkt&ldquo;.<br>\nHerbert Kickl h&auml;lt auf einem Kongress vor identit&auml;ren Mitveranstaltern eine Rede.<br>\nNR-Abgeordneter Wolfgang Zanger ruft zur Teilnahme an einem &bdquo;Identit&auml;ren&ldquo;-Aufmarsch auf.<br>\nGerhard Kurzmann, dritter Landtagspr&auml;sident in der Steiermark, marschiert gemeinsam mit &bdquo;Identit&auml;ren&ldquo; auf.<br>\nWarum sich Strache zu einer Klage hinrei&szlig;en lie&szlig;, um zu verhindern, dass ein Bild im Netz kursierte, dass ihn gemeinsam mit &bdquo;Identit&auml;ren&ldquo; zeigt, ist r&auml;tselhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/strache-identitaeren-bild\/?fbclid=IwAR2_AZh0F5BYc-RiFFcGtajLJgWQ7LZQydEnDKJKe5RLuQ1rwM2BIsBWWxE%20\">Kontrast.at<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ungem&uuml;tlicher des Tages: Heinz-Christian Strache<\/strong><br>\nHeinz-Christian Strache ist Vizekanzler &Ouml;sterreichs und h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich, dass in Zukunft einmal Fotos von ihm auftauchen, die ihn beim Hitlergru&szlig; zeigen. Man k&ouml;nne eben keine &raquo;b&rsquo;soffene G&rsquo;schicht vom Bruchteil einer Sekunde&laquo; ausschlie&szlig;en, wie er vor einigen Jahren in einem Interview sagte. Nee, kann man nicht, vor allem wenn man mit Neonazis abh&auml;ngt.<br>\nBeispielsweise denen, die im feschen BWLer-Look herumlaufen und sich die &raquo;Identit&auml;ren&laquo; nennen. Als aber im Netz ein Bild von ihm kursierte, das ihn 2015 &uuml;bers ganze Gesicht strahlend im Kreise dieser illustren Gesellschaft beim Abendessen in einem Gasthaus zeigt, klagte er vor Gericht &ndash; das Bild sei eine F&auml;lschung. Er kenne weder das Lokal noch die Leute. Der Text zu dem geteilten Foto &ndash; &raquo;Strache beim gem&uuml;tlichen Zusammensein mit Identit&auml;ren-Kader&laquo; &ndash; sei &raquo;unzul&auml;ssig&laquo; und f&uuml;r den Vizekanzler &Ouml;sterreichs eine &raquo;Kr&auml;nkung&laquo;.<br>\nAm Donnerstag wurde nun vor Gericht gekl&auml;rt, dass die Bilder echt sind. Dann seien sie eben keine F&auml;lschung, sagte Strache dem Richter, &raquo;aber ich habe kein gem&uuml;tliches Treffen mit Identit&auml;ren gehabt&laquo;. Das scheint schon sehr viel glaubw&uuml;rdiger, &raquo;gem&uuml;tlich&laquo; wird es da nicht zugegangen sein, trotz Bier, Wein und leckeren Abendessens aus der deftigen &ouml;sterreichischen K&uuml;che. Treffen dieser Art sind f&uuml;r den Mann schlie&szlig;lich harte Arbeit an der politischen Basis. Strache hatte den &raquo;Identit&auml;ren&laquo; doch einmal bescheinigt, &raquo;quasi junge Aktivisten einer nicht-linken Zivilgesellschaft&laquo; zu sein.<br>\n&raquo;Ich war kein Neonazi, und ich bin kein Neonazi&laquo;, auch das sagte Strache vor einigen Jahren einmal. Und nat&uuml;rlich ist der Vizekanzler &Ouml;sterreichs das nicht, aber zum Gl&uuml;ck gibt es ja gen&uuml;gend andere Neonazis, und mit denen kann man sich dann einfach ab und zu mal &raquo;ungem&uuml;tlich&laquo; zusammensetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347505.ungem%C3%BCtlicher-des-tages-heinz-christian-strache.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Scripted-Reality-Methoden bei WDR-Vorzeige-Dokus?<\/strong><br>\n&sbquo;Menschen hautnah&lsquo; ist ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches Format in der deutschen Medienlandschaft.&ldquo; Darunter sind die Preise aufgelistet, die das Magazin gewonnen hat. Allein in den vergangenen zehn Jahren waren es etwa 40 Auszeichnungen und Nominierungen.<br>\nDoch wenn Zuschauern in &ouml;ffentlich-rechtlichen Qualit&auml;ts-Dokumentationen dieselben Gesichter begegnen wie im privaten Trash-Fernsehen, entsteht schnell der Eindruck, dass das im Grunde doch alles das Gleiche ist. Bei einigen Zuschauern regen sich schon dann Zweifel, wenn dieselbe Person in unterschiedlichen Dokus des gleichen Senders auftaucht. &hellip; Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass am Ende die Erkenntnis stehen wird: Hier hat jemand bewusst gef&auml;lscht oder betrogen. Es sieht eher so aus, als w&auml;ren die Fehler entstanden, weil es schnell gehen sollte &ndash; weil schnell Protagonisten gefunden werden mussten, weil Angaben nicht gepr&uuml;ft wurden.<br>\nDie Autorin selbst arbeitet nicht nur f&uuml;r den WDR, sondern auch f&uuml;r private Sender. Sie dreht Doku-Soaps f&uuml;r Vox, Kabel eins, Pro Sieben oder RTL 2. Vielleicht hat sie zwischendurch einfach selbst vergessen, dass das &uuml;berhaupt nicht das Gleiche ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/34555\/scripted-reality-methoden-bei-wdr-vorzeige-dokus\/\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Gie&szlig;ener Essayist G&ouml;tz Eisenberg &uuml;ber die Furie des Verschwindens<\/strong><br>\nEs ist eine Erfahrung, die wir immer h&auml;ufiger machen: Man dreht etwas kurz den R&uuml;cken zu und wenn man sich wieder rumdreht, ist es verschwunden. War da nicht neulich noch ein Papiergesch&auml;ft, dort ein Blumenladen? Standen da vor kurzem nicht noch B&auml;ume? Dieser Tage wird uns das mit dem Antiquariat in der Bahnhofstra&szlig;e so gehen. Nach sieben Jahren werfen die Betreiber das Handtuch. Der Laden ern&auml;hrte sie eher schlecht als recht und nur um den Preis einer intensiven Selbstausbeutung. Sie empfanden den Laden mehr und mehr als M&uuml;hlstein um ihre H&auml;lse und erhoffen sich von seiner Schlie&szlig;ung ein Mehr an Freiheit und Zeit f&uuml;r Dinge und T&auml;tigkeiten, die ihnen wichtig sind. Zum Beispiel f&uuml;r ihr politisches Engagement und das Lesen von B&uuml;chern. (&hellip;)<br>\nAber nicht nur wir B&uuml;chermenschen verlieren etwas durch die Schlie&szlig;ung des Antiquariats, auch die Stadt wird &auml;rmer. Eine Stadt, die mehr sein will als eine Ansammlung von H&auml;usern und Gesch&auml;ften, ben&ouml;tigt etwas, das man als urbanes Element bezeichnen kann. Dieses ist aufs Engste mit der Sph&auml;re der &Ouml;ffentlichkeit verkn&uuml;pft. &Ouml;ffentlichkeit braucht Platz, nicht-kommerzialisierte R&auml;ume, sie muss sich ausdehnen, hin- und her fluten k&ouml;nnen. Sie braucht Caf&eacute;s, in denen Zeitungen ausliegen, kleine, fast d&ouml;rfliche Inseln der Besinnung, sie braucht den kleinen Laden, wo man einander kennt. Und sie ben&ouml;tigt Buchhandlungen, Antiquariate, frei zug&auml;ngliche Bibliotheken und Theater, die den Geist mit Nahrung versorgen.<br>\nDurch die Entwicklung der St&auml;dte in den letzten Jahrzehnten ist dieses urbane Element fast vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt worden. Die Kapitalisierung des Bau- und Wohnungsmarktes hat die urbane Substanz der St&auml;dte beinahe ruiniert. Das, was da durch Kommerzialisierung und Privatisierung des &ouml;ffentlichen Raumes zerst&ouml;rt worden ist, l&auml;sst sich nicht dadurch wiederherstellen, dass man ein St&uuml;ck Altstadt und ein paar Fachwerkfassaden wiederherstellt. Verloren gegangene Urbanit&auml;t kann nicht als Folklore k&uuml;nstlich wiederhergestellt werden.<br>\nDemokratie basiert auf M&uuml;ndigkeit und kritischer Urteilsf&auml;higkeit, das hei&szlig;t der F&auml;higkeit, sich seines Verstandes ohne Anleitung durch andere zu bedienen. Solche Haltungen erwirbt man durch Lesen und intellektuellen Austausch. In den vergangenen Jahren haben Millionen Deutsche, darunter auch das Gros der Studierenden, sich entschieden, keine B&uuml;cher mehr zu lesen und sich stattdessen voll und ganz ihren Smartphones zu widmen. Laut Statistik holen sie diese im Schnitt alle 18 Minuten aus der Tasche, was aber eine tr&uuml;gerische Zahl ist, weil es nach meiner Beobachtung jede Menge Leute gibt, die ihre Smartphones keinen Augenblick aus den Augen lassen.<br>\nDer Facebook-Mitbegr&uuml;nder Sean Parker sagte unl&auml;ngst, die Plattform sei von Anfang an so konzipiert gewesen, die anthropologische Sehnsucht ihrer Nutzer, von Anderen Best&auml;tigung zu erfahren, in Verweildauer umzuwandeln, die dann wiederum die Anzeigenkunden interessiert und auf diese Weise Facebook Gewinn bringt. Um ein Maximum an Nutzerzeit herauszuschlagen, f&ouml;rdern die Algorithmen der Social-Media-Plattformen all jene Emotionen, die Menschen am l&auml;ngsten am Bildschirm halten. Das sind Angst, Hass und Schadenfreude. Nicht gerade Tugenden, die demokratisches und solidarisches Verhalten beg&uuml;nstigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.giessener-anzeiger.de\/lokales\/stadt-giessen\/nachrichten-giessen\/der-giessener-essayist-gotz-eisenberg-uber-die-furie-des-verschwindens_19907570\">Gie&szlig;ener Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48584","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48584"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48587,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48584\/revisions\/48587"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}