{"id":48637,"date":"2019-01-23T08:32:34","date_gmt":"2019-01-23T07:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637"},"modified":"2019-01-23T08:32:34","modified_gmt":"2019-01-23T07:32:34","slug":"hinweise-des-tages-3289","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h01\">Tempolimit gefordert &ndash; Treffen von Kommission abgesagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h02\">Aachener-Milit&auml;rvertrag: Deutsch-Franz&ouml;sische F&uuml;hrungsanspr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h03\">Den Schuss nicht geh&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h04\">Ohne Briten wird&rsquo;s auch nicht besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h05\">Spanien erh&ouml;ht Mindestlohn um 22 Prozent &ndash; &bdquo;Wir wollen keine armen Arbeiter mehr&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h06\">Wirken der Internationalen Arbeitsorganisation ILO: 100 Jahre Kampf um gerechte Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h07\">Mindestsicherung: Dauerhaft Arme sterben zehn Jahre fr&uuml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h08\">Schrecken ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h09\">&bdquo;Pure Erniedrigung&ldquo;: Hartz-IV-Empf&auml;nger berichten &uuml;ber dem&uuml;tigende Ma&szlig;nahmen: Aufgaben auf Grundschulniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h10\">Rheinmetall verlangt Schadenersatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h11\">Was rausgekommen ist: Palantir-Untersuchungsausschuss in Hessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h12\">Was gesund ist, bestimmt Bill Gates: Die WHO am Bettelstab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h13\">Wie die Linkspartei beim Staatstrojaner einknickt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h14\">Angriff auf Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h15\">Amerikas Linke meldet sich aus der Versenkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h16\">Pr&auml;sident Bolsonaro in der Schweiz, Sohn in Brasilien in den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h17\">Wieder mal: China-Alarm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h18\">Unter der K&auml;seglocke<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tempolimit gefordert &ndash; Treffen von Kommission abgesagt<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe f&uuml;r mehr Klimaschutz im Verkehr wollte sich am Mittwoch &uuml;ber die Einf&uuml;hrung eines Tempolimits austauschen. Das Verkehrsministerium hat das Treffen nun allerdings abgesagt &ndash; der Grund ist die derzeitige Debatte.<br>\nDas Verkehrsministerium hat ein f&uuml;r Mittwoch geplantes Treffen einer Arbeitsgruppe zu mehr Klimaschutz im Verkehr abgesagt &ndash; nach dem Wirbel &uuml;ber Vorschl&auml;ge wie ein Tempolimit. Die Absage wurde der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen best&auml;tigt. Zuerst hatte das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; dar&uuml;ber berichtet.<br>\n&bdquo;Die Regierungskommission Mobilit&auml;t ist durch das gezielte Durchstechen von emotional aufgeladenen Einzelvorschl&auml;gen und die &Uuml;berreaktion des Bundesverkehrsministers in schwieriges Fahrwasser geraten&ldquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Dienstag der dpa. Er ist Mitglied der Klima-Arbeitsgruppe. &bdquo;Nun gilt es, Vertrauen neu aufzubauen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.paz-online.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Tempolimit-gefordert-Treffen-von-Kommission-abgesagt?fbclid=IwAR0x7XlYE_H5E6ojHoT3TyhlFUS4VmLk24HU2UxiETX0Y0SBsNCzIDkhECU\">Peiner Allgemeine Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ging aber schnell. Erst am Montag hatten die NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48600\">vermutet<\/a>, dass die &uuml;ber die Medien ausgerichtete &bdquo;Scheindebatte&ldquo; &uuml;ber das Tempolimit wohl vor allem der Sabotage des geplanten Klimaschutzgesetzes dient. Keine 24 Stunden sp&auml;ter hat das Verkehrsministerium diese Bef&uuml;rchtung best&auml;tigt. So geht das heute. Man gibt ein Dokument, das einem nicht gef&auml;llt, an gewogene Journalisten weiter, die daraus mit fragw&uuml;rdigen Mitteln eine Schmierenkom&ouml;die machen und den &bdquo;gesunden Volkszorn entfachen&ldquo;, der dann das Ministerium nat&uuml;rlich &bdquo;zwingt&ldquo;, das Papier und die damit verbundenen Pl&auml;ne erst einmal verschwinden zu lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Aachener-Milit&auml;rvertrag: Deutsch-Franz&ouml;sische F&uuml;hrungsanspr&uuml;che<\/strong><br>\n(&hellip;) Impulse sollen vor allem in der &bdquo;Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik&ldquo; (GSVP) gegeben werden, so hat es bei n&auml;herer Betrachtung des Vertrages zumindest den Anschein, da das Kapitel &bdquo;Frieden, Sicherheit und Entwicklung&ldquo; im Vertragswerk betr&auml;chtlichen Raum einnimmt. Vordergr&uuml;ndig wird dabei auf eine Intensivierung der R&uuml;stungszusammenarbeit gedr&auml;ngt, tats&auml;chlich geht es aber vor allem um den Anspruch, der fortschreitenden Militarisierung Europas ein deutsch-franz&ouml;sisches Gesicht zu verpassen. Neben diesem &uuml;bergeordneten Ziel ist vor allem das deutsche Zugest&auml;ndnis auf eine Harmonisierung der R&uuml;stungsexportregeln hinarbeiten zu wollen sowie die franz&ouml;sische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen st&auml;ndigen deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat bemerkenswert.<br>\n(&hellip;) F&uuml;hrungsanspr&uuml;che im Aachener-Vertrag<br>\nDie deutsch-franz&ouml;sischen EU-F&uuml;hrungsanspr&uuml;che waren in den letzten Jahren wahrlich schwer zu &uuml;bersehen &ndash; weshalb sie nun auch noch unbedingt in einen Vertrag gegossen werden mussten, wissen wohl nur Berlin und Paris. Unter dem Vorwand, nur so k&ouml;nne der stockende Integrationsprozess &uuml;berwunden werden, beabsichtigen beide L&auml;nder augenscheinlich sich in zentralen Fragen bereits im Vorfeld abzustimmen und anschlie&szlig;end die restlichen Mitglieder vor vollendete Tatsachen zu stellen&hellip;<br>\nIn klaren Worten beschreibt das Handelsblatt die Bedeutung dieser Passagen mit den Worten: &bdquo;Am st&auml;rksten geht Deutschland im verteidigungspolitischen Kapitel des Aachener Vertrages auf Frankreich zu. [&hellip;] Laut Vertragstext wollen beide L&auml;nder eine gemeinsame strategische Kultur entwickeln, vor allem mit Blick auf gemeinsame milit&auml;rische Eins&auml;tze. Das Neue daran: Die Bundesregierung will k&uuml;nftig zuerst mit Frankreich voranschreiten, und dann die anderen Europ&auml;er einbinden. Bisher hatte Berlin stets nur solche Projekte vorantreiben wollen, bei denen alle Europ&auml;er mitgehen. Frankreich hielt dies schon immer f&uuml;r unrealistisch.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/01\/22\/aachener-militaervertrag-deutsch-franzoesische-fuehrungsansprueche\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>Dazu: DIE LINKE sagt Nein zum Aachener Aufr&uuml;stungsvertrag<\/strong><br>\n&bdquo;Der Aachener Vertrag beschw&ouml;rt die deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft, sorgt aber mit seinen Aufr&uuml;stungsvorhaben in erster Linie f&uuml;r Profite der R&uuml;stungskonzerne beider L&auml;nder. Statt Europa als Kontinent des Friedens zu einen, vertiefen Kanzlerin Merkel und Pr&auml;sident Macron mit dem binationalen Deal zur weiteren Militarisierung die Spaltung der EU&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Der Aachener Vertrag zielt im Kern auf eine Intensivierung der deutsch-franz&ouml;sischen Milit&auml;rkooperation bis hin zu gemeinsamen Interventionen. Die von der Bundesregierung mit auf den Weg gebrachte Vereinbarung ist ein Hauptgewinn f&uuml;r die deutsche Waffenindustrie: Mit dem Vertrag sollen &uuml;ber neue binationale R&uuml;stungsprojekte die ohnehin schwammigen deutschen R&uuml;stungsexportrichtlinien endg&uuml;ltig ausgehebelt werden. Es ist einfach nur sch&auml;ndlich, wie die Bundesregierung hier durch die Hintert&uuml;r einer Zusammenarbeit mit Frankreich Rechtssicherheit f&uuml;r alle Exporte gerade auch an autokratische Regime wie Saudi-Arabien zu schaffen versucht.<br>\nDIE LINKE lehnt den Aachener Vertrag daher entschieden ab. Die von Merkel und Macron vereinbarte Aufr&uuml;stung im Namen der V&ouml;lkerfreundschaft verdient jeden Widerstand.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/die-linke-sagt-nein-zum-aachener-aufruestungsvertrag\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Den Schuss nicht geh&ouml;rt<\/strong><br>\nDeutschlands sicherheitspolitisches Umfeld ist zunehmend labil, doch die Bundesb&uuml;rger wollen keine internationale Verantwortung tragen. Zeit f&uuml;r eine &uuml;berf&auml;llige Debatte<br>\nJanuar 2014. Vom Rednerpult der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz herunter fordern Bundespr&auml;sident, Au&szlig;enminister und Verteidigungsministerin unisono mehr deutsches Engagement in der Welt. &ldquo;Fr&uuml;her, entschiedener und substanzieller&rdquo; m&uuml;sse sich Deutschland einbringen &ndash; Worte wie Donnerhall f&uuml;r die sicherheitspolitisch eher zart besaitete deutsche &Ouml;ffentlichkeit. [&hellip;]<br>\nDoch w&auml;hrend sich die tektonischen Platten der Geopolitik gerade verschieben, bleibt eines konstant: Trotz der Verschlechterung von Deutschlands sicherheitspolitischem Umfeld w&uuml;nschen sich die Deutschen ihr Land als eine Art gro&szlig;e Schweiz &ndash; nicht als gestaltenden internationalen Akteur. Nach wie vor sprechen sich nur vier von zehn Bundesb&uuml;rgern und -b&uuml;rgerinnen f&uuml;r eine aktivere deutsche Rolle in der Welt aus.<br>\nGro&szlig;machtkonflikte und br&uuml;chige Allianzen<br>\n&ldquo;Hat Deutschland die neuen Gefahren und die Ver&auml;nderungen im Gef&uuml;ge der internationalen Ordnung schon angemessen wahrgenommen?&rdquo;, fragte Joachim Gauck 2014 in seiner M&uuml;nchner Rede. Bezogen auf die deutsche &Ouml;ffentlichkeit, lautet die ern&uuml;chternde Antwort heute wie vor f&uuml;nf Jahren: nein. Oder anders gesagt: Die Deutschen haben &ndash; salopp gesagt &ndash; mehrheitlich den Schuss nicht geh&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nEs braucht erstens konkrete Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Zweitens den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen: Deutschland ist keine Insel der Seligen, an der die St&uuml;rme der Welt vor&uuml;berziehen, und Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Drittens die Ressourcen, vor allem aber den politischen Willen, Worten Taten folgen zu lassen. Ja, Schritte in die richtige Richtung sind erkennbar: Berlin ist zentraler Impulsgeber bei den Ukraine-Verhandlungen, trainiert Soldaten aus den Sahelstaaten in Mali, kn&uuml;pft neue Netzwerke f&uuml;r den Multilateralismus. Doch unterm Strich bleibt Deutschland weiter unter seinen M&ouml;glichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-01\/aussenpolitik-deutschland-europa-vereinte-nationen-internationale-verantwortung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong>  Der Text ist in vielerlei Hinsicht interessant. Das b&uuml;rgerliche Leserpublikum der Zeit wird mit oberfl&auml;chlichen Formeln umgarnt &ndash; Verantwortung in der Welt, wirtschaftliche Gr&ouml;&szlig;e und so weiter. Interessant ist auch, dass sich die Autorin auf den Dreiklang damals f&uuml;hrender Politiker beruft Von der Leyen, Gauck und Steinmeier haben 2014 bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz mehr Verantwortung f&uuml;r Deutschland angemahnt. Und das war damals schon milit&auml;risch gemeint, aber mit dem Wort Verantwortung verbr&auml;mt. Jene, die heute in Steinmeier einen Friedenspolitiker sehen, sollten sich des damaligen Vorgangs erinnern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Den Schuss nicht geh&ouml;rt&rdquo;? Zum Gl&uuml;ck, kann ich nur sagen, denn mir wird schon viel zu viel geschossen in der Welt. Leicht verdruckst schleicht die Autorin um ihre Forderung nach &ldquo;mehr deutscher Verantwortung in der Welt&rdquo; herum und nennt das Kriegf&uuml;hren doch nicht beim Namen. Und wenn sich <a href=\"https:\/\/online.flippingbook.com\/view\/841540\/\">laut Artikel<\/a> &ldquo;nur vier von zehn Bundesb&uuml;rgern und -b&uuml;rgerinnen f&uuml;r eine aktivere deutsche Rolle in der Welt aus[sprechen]&rdquo;, also f&uuml;r mehr deutsche Milit&auml;rs in der Welt, dann sind mir das vier zu viel. &ldquo;[&Uuml;]ber Interessen und Ziele deutscher Au&szlig;enpolitik&rdquo;, z. B. mehr Lebensraum im Osten, kann sich die Autorin gerne mit Hitler und G&ouml;ring unterhalten &ndash; ich lehne solche Diskussionen ab.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesres H.B.:<\/strong> &hellip;Kriegsgetrommel von der &uuml;belsten Sorte vom Qualit&auml;tsmedium ZON&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ohne Briten wird&rsquo;s auch nicht besser<\/strong><br>\nIn Europa l&auml;uft zweifelsohne etwas falsch<br>\n(&hellip;) Die Frage, der sich die EU-Vertreter stellen sollten, ist: Warum haben sich die britischen B&uuml;rger f&uuml;r den Ausstieg entschieden? Zu suggerieren, dass die Briten irgendwie weniger europ&auml;isch sind, ist keine &uuml;berzeugende Antwort. Ebenso wenig plausibel ist es, zu glauben, sie seien einfach von den europaskeptischen Boulevardmedien manipuliert worden. Als die Franzosen und Niederl&auml;nder im Jahr 2004 die Chance bekamen, ihre Meinung zur europ&auml;ischen Verfassung zu &auml;u&szlig;ern, stimmten sie ebenfalls mit Nein, relativ gesehen in gr&ouml;&szlig;erer Zahl. In den vergangenen Jahren haben antieurop&auml;ische Politiker in ganz Europa zugelegt. Zweifelsohne l&auml;uft etwas falsch, so wie Europa funktioniert. Dar&uuml;ber m&uuml;ssen wir eine ernsthafte Diskussion f&uuml;hren, statt einfach den undankbaren Briten oder den heimischen Populisten die Schuld zu geben.<br>\nDie Wahrheit ist, dass die EU darin gescheitert ist, sinnvolle M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Partizipation der B&uuml;rger zu schaffen. Statt ihre B&uuml;rger vor den Effekten der Globalisierung zu sch&uuml;tzen, ist die EU ein Instrument der Globalisierung geworden. Selbst die st&auml;rksten europ&auml;ischen Volkswirtschaften haben M&uuml;he, Wachstum zu generieren, und die europ&auml;ischen Sozialsysteme brechen zusammen. Die EU-Kommission scheint auf die rund 30.000 Lobbyisten in Br&uuml;ssel zu h&ouml;ren, aber nicht auf die normalen B&uuml;rger, besonders nicht auf die, die in Armut leben. Die europ&auml;ische Migrations- und Au&szlig;enpolitik ist oft unmoralisch und ineffektiv. Die Konflikte im Innern der EU sind zahlreich, zwischen Gl&auml;ubiger- und Schuldnerl&auml;ndern, Importeuren und Exporteuren, denen im Euro und denen mit eigener W&auml;hrung, jenen, die sich Sorgen wegen der Ukraine und Russland machen, und jenen, die sich um Nordafrika sorgen.<br>\nDie europ&auml;ische Integration ist kein fehlgeleitetes Projekt<br>\nAll das bedeutet nicht, dass die europ&auml;ische Integration ein fehlgeleitetes Projekt w&auml;re und wir zur Politik der Mauern und nationaler Herrlichkeit zur&uuml;ckkehren sollten. Es bedeutet, dass die EU fundamentaler Reformen bedarf, wenn wir das Vertrauen der B&uuml;rger zur&uuml;ckgewinnen wollen&hellip;.<br>\nLeider scheinen die europ&auml;ischen Anf&uuml;hrer diese einfachen Wahrheiten zu ignorieren. F&uuml;r sie ist der Brexit ein Mittel, um potenzielle Europaskeptiker auf dem ganzen Kontinent abzuschrecken. Das Ergebnis dieser Taktik ist pervers: Die europaskeptischen Politiker wollen die EU nicht l&auml;nger verlassen, sie wollen sie &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-01\/europaeische-union-brexit-reformen-europawahl\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit anderen Worten: der Neoliberalismus hat die EU zugrundegerichtet, und mehr Demokratie und eine Reform zu einer EU f&uuml;r alle, f&uuml;r mehr Sozialstaat und eine bessere Verteilung des Wohlstands w&uuml;rden helfen. Nur benennt der Autor die verheerende Ideologie und die autorit&auml;ren Politiker, die Zielonka leider immer noch als &ldquo;liberale[&hellip;] Anf&uuml;hrer[&hellip;]&rdquo; sch&ouml;nredet und die den Neoliberalismus gegen Demokratie und den Wohlstand der Massen durchsetzen, nicht beim Namen. Eigentlich ein sch&ouml;ner Text, aber am Ende mit Angst vor der eigenen Courage.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Spanien erh&ouml;ht Mindestlohn um 22 Prozent &ndash; &bdquo;Wir wollen keine armen Arbeiter mehr&ldquo;<\/strong><br>\nDie sozialistische Regierung in Spanien hebt den Mindestlohn um 22 Prozent an. Damit steigt er von einem der niedrigsten zu einem der h&ouml;chsten innerhalb der EU. Der spanische Ministerpr&auml;sident Sanchez will, dass es keine armen Arbeiter mehr in Spanien gibt. In &Ouml;sterreich wird hingegen die Mindestsicherung gek&uuml;rzt &ndash; und es gibt zu wenige Jobs.<br>\n&Ouml;sterreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und seine Regierung k&uuml;rzen die Mindestsicherung, damit es sich &bdquo;wieder auszahlt&ldquo; arbeiten zu gehen. In Kurz&lsquo; Argumentation verstecken sich zwei Fehler:<br>\nBei 380.000 Arbeitslosen und 70.000 offenen Stellen bleiben selbst bei bester Vermittlung noch &uuml;ber 300.000 Arbeitslose &uuml;brig. Es gibt keinen einzigen Job mehr, weil bei Arbeitslosen gek&uuml;rzt wird. Eventuell gibt es sogar weniger Jobs, weil Konsum und Nachfrage im Land sinken.<br>\nWenn sich Arbeit nicht auszahlt, liegt das daran, dass Arbeit oft nicht zum Leben reicht. Weil die unteren Einkommen in den letzten zehn Jahren kaum gestiegen sind, w&auml;hrend Top-Einkommen in den Himmel schie&szlig;en.<br>\nSPANISCHE SOZIALISTEN ERH&Ouml;HEN DIE L&Ouml;HNE<br>\nDamit es sich also &bdquo;auszahlt&ldquo; arbeiten zu gehen, braucht es gute Jobs und h&ouml;here Mindestl&ouml;hne. Und genau das wird gerade in Spanien gemacht. Ein paar Tage vor Weihnachten trat eine Regierungssprecherin in Spanien an die &Ouml;ffentlichkeit und verlautbarte:<br>\n&bdquo;Das ist die gr&ouml;&szlig;te Erh&ouml;hung des Mindestlohns seit 1977. Sie kommt mehr als 2,5 Millionen Menschen zugute, die meisten davon Frauen.&ldquo;<br>\nDie &Uuml;berraschung war perfekt: Die neue sozialistische Regierung unter Ministerpr&auml;sident Pedro Sanchez erh&ouml;hte den spanischen Mindestlohn gleich um 22 Prozent auf 1050 Euro. Mit diesem Erlass springt der Mindestlohn in Spanien von einem der niedrigsten in der EU zu einem der h&ouml;chsten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/spanien-mindestlohn\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirken der Internationalen Arbeitsorganisation ILO: 100 Jahre Kampf um gerechte Arbeit<\/strong><br>\n(&hellip;) Die alten Probleme sind noch nicht mal ansatzweise beseitigt, da tun sich neue auf: Roboter und Algorithmen ersetzen immer schneller H&auml;nde und Gehirne. Gleichzeitig steigen Zahl und Anteil ungesicherter informeller Arbeitsverh&auml;ltnisse und es droht eine geh&ouml;rige Umverteilung von Arbeit zwischen Regionen. Wenn die ILO die Arbeitswelt der Zukunft gestalten will, muss sie wissen, wie sie aussieht&hellip;.<br>\nDie Zukunft der Arbeit ist kein Kinderspiel. Sie l&auml;sst sich nicht als App auf das Smartphone laden. Aber sie ist f&uuml;r jedes Land von entscheidender Bedeutung. Die Dinge werden sich &auml;ndern. Jobs verschwinden und neue entstehen. Genauso wie beim Klimawandel wissen wir, dass dies passieren wird. Wir m&uuml;ssen darauf vorbereitet sein.&ldquo;<br>\nDer Arbeitgebervertreter spricht von enormen Herausforderungen.<br>\n&bdquo;Wir werden die Mobilit&auml;t der Arbeit erleben. Wir werden die Mobilit&auml;t der Unternehmen erleben. Wir werden die Mobilit&auml;t aller Menschen entlang der Wertsch&ouml;pfungskette erleben. Vor allem muss sich die Welt mit der Regulierung von Maschinen und der Regulierung k&uuml;nstlicher Intelligenz befassen. (&hellip;) Wir sind Menschen und m&uuml;ssen am Ende sicherstellen, dass die Maschinen f&uuml;r uns arbeiten.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Arbeit ist keine Ware. Freiheit der Meinungs&auml;u&szlig;erung und Vereinigungsfreiheit sind wesentliche Voraussetzungen best&auml;ndigen Fortschritts. Armut, wo immer sie besteht, gef&auml;hrdet den Wohlstand aller. Der Kampf gegen die Not muss innerhalb jeder Nation und durch st&auml;ndiges gemeinsames internationales Vorgehen unerm&uuml;dlich weitergef&uuml;hrt werden.<br>\nDie ILO ist bis heute eine einzigartige Institution, weil Staaten, Arbeitgeber und Gewerkschaften Regeln f&uuml;r Arbeitende gemeinsam festsetzen und &uuml;berwachen.<br>\nZu Arbeitszeiten, freien Tagen und Urlaub. Zu Mutterschutz, Nachtarbeit von Frauen. Zum Mindestalter f&uuml;r Besch&auml;ftige. Gegen Zwangs- und Kinderarbeit oder gegen Diskriminierung. F&uuml;r die Vereinigungsfreiheit und gesunde und sichere Arbeitsbedingungen. Bis heute gibt es 187 Konventionen und viele Empfehlungen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wirken-der-internationalen-arbeitsorganisation-ilo-100.976.de.html?dram:article_id=439021\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestsicherung: Dauerhaft Arme sterben zehn Jahre fr&uuml;her<\/strong><br>\nLaut Statistik Austria ist die Lebenserwartung deutlich geringer. &ldquo;Man kann einen Menschen mit einer feuchten Wohnung genauso t&ouml;ten wie mit einer Axt&rdquo;, warnt die Armutskonferenz<br>\nWien &ndash; Dauerhaft arme Menschen sterben zehn Jahre fr&uuml;her als der Rest der Bev&ouml;lkerung. Das hat eine von der Statistik Austria durchgef&uuml;hrte Sonderauswertung der EU-Sozialstudie SILC ergeben. Noch gr&ouml;&szlig;er ist der Unterschied bei Obdachlosen. Die Armutskonferenz, ein Netzwerk sozialer Hilfsorganisationen, warnt daher davor, die Situation von Mindestsicherungsbeziehern weiter zu verschlechtern.<br>\nLaut Statistik Austria sind 1,5 Millionen Menschen in &Ouml;sterreich von Armut oder sozialer Ausgrenzung gef&auml;hrdet. Sie haben also ein niedriges Einkommen (unter 1.238 Euro bei Einzelpersonen) oder Schwierigkeiten bei der Erf&uuml;llung notwendiger Grundbed&uuml;rfnisse. Und das bringt auch eine sinkende Lebenserwartung mit sich, wie die Statistik Austria f&uuml;r das Sozialministerium errechnet hat. [&hellip;]<br>\nFeuchte Wohnung kann genauso t&ouml;ten, wie Axt<br>\n&ldquo;Diese enorme Einschr&auml;nkung der Lebenserwartung betrifft in &Ouml;sterreich fast 270.000 Menschen, das entspricht in etwa der Bev&ouml;lkerung von Graz, der zweitgr&ouml;&szlig;ten Stadt &Ouml;sterreichs&rdquo;, sagt Martin Schenk von der Armutskonferenz. Hier gehe der Stress durch finanziellen Druck Hand in Hand mit geschw&auml;chtem Krisenmanagement und einem ungesunden Lebensstil. &ldquo;Man kann einen Menschen mit einer feuchten Wohnung genauso t&ouml;ten wie mit einer Axt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000096716528\/Mindestsicherung-Dauerhaft-Arme-sterben-zehn-Jahre-frueher?fbclid=IwAR0D45wpoHv4_5BIaLC2E6TYEM_ssVnlzHOAcwMsHonoRvOpiRFAuYGDZ5Y\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schrecken ohne Ende<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung plagt sich mit der Frage, ob Hartz IV &raquo;eine Zukunft&laquo; hat. Das gewerkschaftsnahe Institut richtete dazu am Dienstag eine Tagung im Franz&ouml;sischen Dom am Berliner Gendarmenmarkt aus. Hier hatte der damalige VW-Personalvorstand Peter Hartz am 16. August 2002 vor 500 geladenen G&auml;sten eine Liste mit Vorschl&auml;gen f&uuml;r eine &raquo;Reform&laquo; der sozialen Sicherungssysteme an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) &uuml;bergeben. Die bald danach von der &raquo;rot-gr&uuml;nen&laquo; Bundesregierung auf den Weg gebrachten &raquo;Hartz-Gesetze&laquo; haben nicht nur den Niedriglohnsektor vergr&ouml;&szlig;ert und die Armutsbev&ouml;lkerung einem erbarmungslosen Sanktionsregime unterworfen, sondern der deutschen Sozialdemokratie auch die H&auml;lfte ihrer W&auml;hlerstimmen gekostet.<br>\nDie SPD denkt deshalb seit einigen Monaten &uuml;ber eine gro&szlig;e &raquo;Sozialstaatsreform&laquo; nach und will dem Vernehmen nach &raquo;weg&laquo; von Hartz IV. Die IMK-Tagung war ein Baustein in dieser von den Gewerkschaften flankierten Neuausrichtung, und sie hat eine Ahnung davon vermittelt, was von diesem taktischen Schwenk zu halten ist &ndash; nicht viel n&auml;mlich. Denn die Mehrheit der Referenten fand am Dienstag, dass Hartz IV eine Zukunft verdient hat &ndash; die nur eben ein bisschen menschenfreundlicher gestaltet werden muss. (&hellip;)<br>\nUngewohnt war die Offenheit, mit der die Referenten die Mechanismen hinter dem &raquo;Arbeitsmarktwunder&laquo; benannten: Das &raquo;Sicherheitsgef&uuml;hl&laquo; der Besch&auml;ftigten sei &raquo;massiv eingeschr&auml;nkt&laquo; worden, es gebe eine &raquo;Abstiegsangst&laquo; bis tief hinein in die &raquo;Mitte der Gesellschaft&laquo;, oftmals prek&auml;re Arbeitspl&auml;tze seien durch Lohnverzicht und Dequalifizierung erkauft worden. Aber auch den Besch&auml;ftigten, die nie erwerbslos geworden seien, habe die Hartz-IV-Gesetzgebung geschadet: Ihre Verhandlungsmacht sei gemindert, die Reallohnentwicklung in der Folge gebremst worden oder sogar r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nLeonie Gebers, Staatssekret&auml;rin im Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales von Hubertus Heil (SPD), fand dennoch, dass die Forderung nach der Abschaffung von Hartz IV eine zu &raquo;einfache&laquo; Antwort sei. Ihr reicht es, das Verh&auml;ltnis von &raquo;F&ouml;rdern und Fordern&laquo; neu auszutarieren; wom&ouml;glich habe es bislang eine Schlagseite in Richtung &raquo;Fordern&laquo; gegeben, vielleicht m&uuml;ssten ja ein paar &raquo;&uuml;berzogene Sanktionen&laquo; weg. Ansonsten gelte: Die &raquo;Leistungen&laquo; d&uuml;rften nicht &raquo;uferlos&laquo; werden, sie sei gegen &raquo;Anspruchsdenken&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347694.etwas-mehr-f%C3%B6rdern-schrecken-ohne-ende.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Volker Pispers sagte mal sinngem&auml;&szlig; &ldquo;Wenn die SPD einmal einen Fehler begeht, wiederholen die den immer und immer wieder&rdquo;. Recht hat er auch heute noch &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Pure Erniedrigung&ldquo;: Hartz-IV-Empf&auml;nger berichten &uuml;ber dem&uuml;tigende Ma&szlig;nahmen: Aufgaben auf Grundschulniveau<\/strong><br>\nHartz-IV-Ma&szlig;nahmen sollen Arbeitslose bei der Jobsuche voranbringen. Doch Aufgaben auf Grundschulniveau sind bei diesen &bdquo;Fortbildungen&ldquo; m&ouml;glicherweise keine Seltenheit.<br>\nBerlin &ndash; Puzzeln, Bl&auml;tter sammeln und bestimmen oder Aufgaben auf Grundschulniveau l&ouml;sen &ndash; solche und andere Zeitvertreibe werden allem Anschein nach mancherorts Arbeitslosen in Deutschland im Zuge von Hartz-IV-Ma&szlig;nahmen als &bdquo;Fortbildungen&ldquo; aufgetragen. Diesen mutma&szlig;lichen Missstand hat nun ein Tweet ans Licht gebracht.<br>\nDer Post einer Twitter-Userin namens Mila l&auml;sst Zweifel zu, ob Hartz-IV-Ma&szlig;nahmen wirklich zielf&uuml;hrend sind: Die junge Frau postete ein Foto mit einer Aufgabe, die ihre Mutter bei einer Fortbildung l&ouml;sen sollte &ndash; so erkl&auml;rt es zumindest die Userin.<br>\nDer Schwierigkeitsgrad der abgebildeten Aufgaben: eher gering. Es geht darum, Bilder mit den zugeh&ouml;rigen W&ouml;rtern zu beschriften. Ein Bild von einer Katze: &bdquo;Katze&ldquo;. Ein Bild von einem Herz: &bdquo;Herz&ldquo;. Die n&auml;chste Teilaufgabe: Welches Wort wird mit tz geschrieben? &bdquo;Katze.&ldquo; Und Stufe drei: &bdquo;Schreibe noch andere W&ouml;rter mit tz auf, die du kennst.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Hartz-IV-Empf&auml;ngerin sollte in einer Fortbildung puzzeln<br>\nAuch Miriam M&uuml;ller, die eigentlich anders hei&szlig;t, hat etwas &Auml;hnliches erlebt. &bdquo;In einer Ma&szlig;nahme sollte ich den ganzen Tag puzzeln&ldquo;, erz&auml;hlt sie der Huffington Post&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/hartz-iv-empfaenger-berichten-ueber-demuetigende-massnahmen-pure-erniedrigung-zr-11412298.html\">Merkur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rheinmetall verlangt Schadenersatz<\/strong><br>\nDer R&uuml;stungskonzern Rheinmetall glaubt, er m&uuml;sse wegen des R&uuml;stungsembargos gegen Saudi-Arabien der Bundesregierung drohen.<br>\nDer Waffenhersteller Rheinmetall will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins &bdquo;Spiegel&ldquo; die Bundesregierung wegen des Lieferstopps f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter nach Saudi-Arabien verklagen. In einem Brief an das Bundeswirtschaftsministerium drohe Rheinmetall bei einer Fortsetzung des Embargos damit, wegen der eigenen Umsatzausf&auml;lle Schadenersatz zu fordern, berichtete das Magazin am Sonntag. Die Bundesregierung stellt sich demnach auf Forderungen in Millionenh&ouml;he ein.<br>\nNach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) festgelegt, dass keine neuen Genehmigungen f&uuml;r Waffenexporte nach Riad erteilt werden und auch bereits durch die Bundesregierung genehmigte R&uuml;stungs-Lieferungen Deutschland nicht verlassen d&uuml;rfen. Rheinmetall sehe den Anspruch auf Schadensersatz, da die Bundesregierung mit ihrer Entscheidung bereits genehmigte Exporte aus politischen Gr&uuml;nden aufhalte, berichtete der &bdquo;Spiegel&ldquo; aus dem Schreiben an das Ministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/ruestungs-exporte-rheinmetall-verlangt-schadenersatz-a-1658258?fbclid=IwAR36bXFvZfoqFvZ5m9M4xrwGN7oTMtSHaDHXKGP8RPdi9JJV30L5VxqVjUw\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wer Gesch&auml;fte mit &bdquo;Kopf-ab-Diktaturen&ldquo; macht, sollte sich nicht beschweren, wenn diese Gesch&auml;fte auch mal platzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was rausgekommen ist: Palantir-Untersuchungsausschuss in Hessen<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag zur Beschaffung des Palantir-Systems Gotham alias Hessendata hat seinen Bericht vorgelegt. Die alte und neue, schwarz\/gr&uuml;ne Regierungskoalition best&auml;tigt sich selbst, dass keinerlei Fehler gemacht wurden. Ganz gegenteilig sieht das die Opposition aus SPD, LINKEN und FDP und steuert detaillierte und wohlbegr&uuml;ndete Minderheitenberichte bei. In den Medien kommt davon NICHTS an. Am Tag darauf findet man in 23 Tageszeitungen den gleichen Text und die Losung &bdquo;Hessen soll noch (?!) sicherer werden&ldquo;. Das ist journalistische Qualit&auml;t auf neuem Tiefstand!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/palantir-untersuchungsausschuss-in-hessen-was-rausgekommen-ist\">POLICE-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Was gesund ist, bestimmt Bill Gates: Die WHO am Bettelstab<\/strong><br>\nReiche Privatspender manipulieren die Politik der WHO, vor allem seit die USA ihren Beitrag zusammenstreichen. Das schadet Entwicklungsl&auml;ndern &ndash; und vielen armen Kranken.<br>\nDie Weltgesundheitsorganisation WHO wird mittlerweile zu 80 Prozent von privaten Geldgebern und Stiftungen finanziert. Gr&ouml;&szlig;ter privater Geldgeber ist die Bill und Melinda Gates Stiftung. Seit der Jahrtausendwende hat die Gates-Stiftung der WHO insgesamt 2,5 Milliarden Dollar gespendet &ndash; 1,6 Milliarden davon f&uuml;r die Ausrottung von Polio, Kinderl&auml;hmung. Insgesamt gibt die Stiftung j&auml;hrlich vier Milliarden Dollar aus. Das Geld flie&szlig;t in einen Globalen Fonds zur Bek&auml;mpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, in die medizinische Forschung und in Impfpartnerschaften mit Pharmakonzernen.<br>\nDie gro&szlig;en Verdienste der Gates Stiftung sind unbestritten. Problematisch ist, dass Bill Gates durch seine Stiftungen seine Vorstellung von Gesundheitsf&ouml;rderung durchsetzt. So investiert die Gates Stiftung vor allem in technische Ma&szlig;nahmen gegen Infektionskrankheiten, zum Beispiel in Impfkampagnen und die Verteilung von Medikamenten. Gesundheitsexperten wie Thomas Gebauer von der Hilfsorganisation Medico International kritisieren, dass dadurch andere wichtige Aufgaben vernachl&auml;ssigt w&uuml;rden &ndash; der Aufbau funktionierender Gesundheitssysteme in armen L&auml;ndern zum Beispiel.<br>\nDer Kampf gegen soziale Ursachen von Krankheit bleibt auf der Strecke<br>\nGesundheit wird nur zu einem geringen Teil durch &auml;rztliches Handeln beeinflusst. Viel wichtiger seien, so Gebauer, die Lebensverh&auml;ltnisse des Einzelnen. Der Gesundheitsexperte ist &uuml;berzeugt: Menschen, die ihre Kindheit in Elendsvierteln verbringen, haben eine weit geringere Lebenserwartung als diejenigen, die in wohlhabenden Vierteln aufwachsen. Eine Expertenkommission der WHO kam schon in den 80er-Jahren zu dem Ergebnis, dass die meisten Todesf&auml;lle nicht durch Viren oder Krankheiten verursacht werden, sondern durch soziale Ungleichheit.<br>\nZweckgebundene Spenden an die WHO f&uuml;hren dazu, dass der Kampf gegen soziale Ursachen von Krankheit auf der Strecke bleiben, kritisiert Thomas Gebauer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/who-am-bettelstab-der-konzerne\/-\/id=660374\/did=22987454\/nid=660374\/1a04ybi\/index.html\">swr2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wir wiesen bereits <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h09\">am 9. Januar auf diesen Sachverhalt hin<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie die Linkspartei beim Staatstrojaner einknickt<\/strong><br>\nAls letzte Partei hat die Linke noch nie f&uuml;r den Einsatz von Staatstrojanern gestimmt, weder auf Landes- noch auf Bundesebene. Und darauf war sie stolz. Die Berliner Arbeitsgemeinschaft Netzpolitik verk&uuml;ndete erst letzten Herbst, dass &bdquo;unter Regierungsbeteiligung der Linken in Th&uuml;ringen, Berlin und Brandenburg, bisher s&auml;mtliche Bestrebungen zu Beschaffungen oder gar Einsatz von Staatstrojanern erfolgreich abgewehrt wurden&ldquo;.<br>\nDiese Erfolgsgeschichte scheint nun ein j&auml;hes Ende zu nehmen: Die Linke in Brandenburg ist drauf und dran, den Einsatz von Staatstrojanern bei polizeilichen Ermittlungen zu erlauben. Die Netzpolitik-Expertinnen der Linken im Bundestag zeigen sich entsetzt. Der zust&auml;ndige innenpolitische Sprecher in Brandenburg geht auf Tauchstation.<br>\nDas heimliche Hacken von privaten Handys durch Polizei oder Verfassungsschutz ist eines der wirkungsm&auml;chtigsten &Uuml;berwachungsinstrumente &uuml;berhaupt und damit besonders problematisch. Zudem bleibt als Kollateralschaden die allgemeine IT-Sicherheit auf der Strecke, denn die Nutzung von unbekannten Sicherheitsl&uuml;cken sorgt daf&uuml;r, dass sie offenbleiben und somit alle gef&auml;hrden. Zu Recht tr&auml;gt der Beschluss der Bundesarbeitsgemeinschaft Netzpolitik der Linken den Titel: &bdquo;Staatstrojaner zerst&ouml;ren Privatsph&auml;re, Demokratie und IT-Sicherheit&ldquo;.<br>\n(&hellip;) Gegen &bdquo;potenzielle Straft&auml;ter&ldquo; und ihre Freund:innen<br>\nOb sich die Linksfraktion in Brandenburg bewusst war, welche Brisanz das Thema Staatstrojaner f&uuml;r die Glaubw&uuml;rdigkeit der eigenen Partei hat? Im gemeinsamen Entwurf von SPD und Linke f&uuml;r ein neues Polizeigesetz wird der Einsatz der &Uuml;berwachungssoftware jedenfalls besonders umfangreich genehmigt. Zuk&uuml;nftig d&uuml;rften Polizist:innen in Brandenburg dann heimlich Schadsoftware auf Computern, Tablets und Handys installieren und Kommunikationsdaten ausleiten. Der Einsatz soll als sogenannte Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung (Quellen-TK&Uuml;) stattfinden. Dabei werden beispielsweise WhatsApp-Nachrichten vor ihrer Verschl&uuml;sselung ausgelesen und heimlich an die Ermittlungsbeh&ouml;rden &uuml;bermittelt. Bei einer ersten Anh&ouml;rung gab es deshalb viel Kritik von unabh&auml;ngigen Jurist:innen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/wie-die-linkspartei-beim-staatstrojaner-einknickt\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das kommt davon, wenn man sich als Linkspartei an der Verwaltung des b&uuml;rgerlichen Staates beteiligt. Meist um der Posten Willen.  Realpolitik halt, die SPD und die Gr&uuml;nen haben es ja schon vorgemacht. &bdquo;Ohne uns w&auml;re es noch schlimmer gekommen&ldquo; ist dann die Ausrede. Und so verr&auml;t man nach und nach erst alle Prinzipien und zuletzt auch die eigenen Anh&auml;nger. Die Verb&uuml;rgerlichung ist vorprogrammiert und f&uuml;hrt letztendlich in die Sackgasse.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Angriff auf Verdacht<\/strong><br>\nIsraels Armee attackiert Ziele in Syrien. Luftabwehr zerst&ouml;rt mehr als 30 Raketen<br>\nIn der Nacht zu Montag haben die israelischen Streitkr&auml;fte (IDF) einen der schwersten Angriffe der letzten Wochen auf Syrien ver&uuml;bt. Bereits in der Nacht zum Sonntag hatte die syrische Luftabwehr sieben &raquo;feindliche Raketen&laquo; abgeschossen, die von israelischen Kampfjets im libanesischen Luftraum abgefeuert worden waren. Die IDF-F&uuml;hrung gab an, iranische Waffendepots und Ausbildungslager in Syrien zerst&ouml;rt zu haben. Beweise daf&uuml;r gibt es nicht.<br>\nAnwohner von Damaskus berichteten gegen&uuml;ber jW von schweren Explosionen und Ersch&uuml;tterungen in der Stadt. Der Angriff habe sich am fr&uuml;hen Morgen ereignet&hellip;<br>\nDas russische Verteidigungskontrollzentrum in Moskau best&auml;tigte, dass die syrische Luftabwehr &raquo;mehr als 30 israelische Cruise Missiles und Lenkraketen&laquo; zerst&ouml;rt habe. Drei Luftangriffe auf Syrien seien &raquo;vom Westen, S&uuml;dwesten und S&uuml;den&laquo; aus ver&uuml;bt worden. Vier syrische Soldaten seien demnach dabei get&ouml;tet, sechs weitere verletzt worden. Zudem seien &raquo;Teile der Infrastruktur des internationalen Flughafens von Damaskus besch&auml;digt&laquo; worden.<br>\nIn ungewohnter Offenheit best&auml;tigte ein Sprecher der IDF den Angriff. Dieser sei angeblich als Vergeltung f&uuml;r einen syrischen Raketenangriff auf die von Israel besetzten Golanh&ouml;hen erfolgt&hellip;<br>\nSeit Anfang des Jahres haben die israelischen Streitkr&auml;fte mit Generalmajor Aviv Kochavi einen erkl&auml;rten Hardliner gegen&uuml;ber Syrien an der Spitze. Der bisherige Chef des IDF-Milit&auml;rgeheimdienstes hatte f&uuml;r einen Sturz der syrischen Regierung einschlie&szlig;lich der Ermordung des syrischen Pr&auml;sidenten Baschar Al-Assad pl&auml;diert. Der Chef des Mossad, Josef Meir &raquo;Yossi&laquo; Cohen, hatte dem laut israelischen Medien widersprochen, weil er lieber mit einem bekannten Gegner verhandeln wolle.<br>\nDer israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu beschrieb die Angriffe als Teil der &raquo;israelischen Politik, den Iran zur&uuml;ckzudr&auml;ngen, der in Syrien Fu&szlig; fassen&laquo; wolle.., die Angriffe h&auml;tten nicht nur &raquo;iranischen Basen&laquo; in Syrien gegolten, auch das syrische Milit&auml;r, das den Iranern helfe, sei angegriffen worden. Belege f&uuml;r iranische Truppenpr&auml;senz oder Milit&auml;rbasen und Ausbildungslager in Syrien hat Israel nicht vorgelegt.<br>\nDer Iran weist die israelischen Behauptungen zur&uuml;ck, er setze sich milit&auml;risch in Syrien fest. Die einzige milit&auml;rische Pr&auml;senz, die der Iran auf Bitten von Damaskus in Syrien habe, seien Milit&auml;rberater.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347653.israel-in-syrien-angriff-auf-verdacht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Amerikas Linke meldet sich aus der Versenkung<\/strong><br>\n(&hellip;) F&uuml;r einen &laquo;Gr&uuml;nen New Deal&raquo;<br>\nAlexandria Ocasio-Cortez, oder AOC , wie sie oft genannt wird, wurde im fortschrittlichen Staat New York gew&auml;hlt. Sie fordert einen &laquo;Gr&uuml;nen New Deal&raquo; in den USA, der innert weniger Jahrzehnte den Aussto&szlig; von Treibhausgasen unterbinden soll. Weiter verlangt die &laquo;demokratische Sozialistin&raquo; eine kostenlose Krankenversicherung f&uuml;r alle und ein universelles Basiseinkommen, finanziert von einer 70-Prozent-Steuer f&uuml;r die Reichsten der Reichen<br>\nMit ihrem Vorhaben begeistert Ocasio Cortez den erstarkten linken Fl&uuml;gel ihrer Partei. Gleichzeitig bringt sie ihre Partei in Schwierigkeiten, weil Mitte-W&auml;hler verloren gehen. Und damit w&auml;re auch die Wahl eines fortschrittlichen Pr&auml;sidenten in Frage gestellt.<br>\nJunge Amerikaner sympathisieren mit dem Sozialismus<br>\n&Auml;ltere Amerikaner erinnert &laquo;Sozialismus&raquo; an die Sowjetunion und den Kalten Krieg. F&uuml;r die j&uuml;ngere Generation jedoch war die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 das pr&auml;gende Ereignis. Eine Umfrage der Harvard Universit&auml;t aus dem Jahr 2016 unter 18 bis 29 J&auml;hrigen kam zu folgenden Ergebnissen: 51 Prozent der Befragten lehnten den Kapitalismus ab und 33 Prozent unterst&uuml;tzten den Sozialismus. Im Vorzeigeland des Kapitalismus gilt Sozialismus nicht mehr als unamerikanisch.<br>\nDie jungen Amerikaner, so pr&auml;zisiert der Leiter der Harvard-Umfrage, d&auml;chten an die radikalen Reformen unter Franklin D. Roosevelt (New Deal), die Amerika aus der schweren Wirtschaftskrise der 30er Jahre retten mussten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/USA-Linke-Bernie-Sanders\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Mit der Bezeichnung &bdquo;links&ldquo; muss man in Bezug auf die USA immer vorsichtig sein. Die Demokratische Partei als links einzustufen geht an der Realit&auml;t vorbei. Ver&auml;nderungen sind mit ihr nicht zu machen. Sogar das Programm der FDP w&uuml;rde in den USA sogar schon als links eingestuft werden. Aber es scheint sich trotzdem in den USA seit langer Zeit wieder etwas zu bewegen. Kein Wunder, die Widerspr&uuml;che werden immer offensichtlicher, die L&uuml;gen des Establishments glaubt kaum noch jemand. Zu weit klaffen inzwischen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Freiheit, der amerikanische Traum wird immer mehr zum Synonym daf&uuml;r, nichts mehr zu verlieren zu haben. Freedom&rsquo;s just another word for nothing have to lose, wie Janis Joplin einst sang&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Pr&auml;sident Bolsonaro in der Schweiz, Sohn in Brasilien in den Schlagzeilen<\/strong><br>\nW&auml;hrend Brasiliens Pr&auml;sident Jair Bolsonaro seine erste Auslandsreise zum Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos angetreten hat, wird in Brasilien gegen den &auml;ltesten Sohn Fl&aacute;vio wegen des Verdachts der Korruption ermittelt. Noch nicht einmal drei Wochen im Amt, haben die Regierung Bolsonaro und die Pr&auml;sidentenfamilie damit ihren ersten Skandal.<br>\nAm 7. Januar vergangenen Jahres berichtete die Tageszeitung Folha de S&atilde;o Paulo schon &uuml;ber erste Verdachtsmomente gegen Fl&aacute;vio Bolsonaro. Das Blatt identifizierte 19 fragw&uuml;rdige Immobiliengesch&auml;fte im S&uuml;den von Rio de Janeiro und in dem beliebten Stadtteil Barra da Tijuca.<br>\nNun wurde offenbart, dass im Zeitraum vom Juni bis Juli 2017 insgesamt 48 Bareinzahlungen von jeweils 2.000 Reais (umgerechnet rund 22.500 Euro) auf das Konto von Fl&aacute;vio Bolsonaro, dem damaligen Abgeordneten des Bundesstaates Rio de Janeiro, &uuml;berwiesen wurden. Die Korruptionskontrollbeh&ouml;rde und der Kontrollrat f&uuml;r Finanzaktivit&auml;ten (Conselho de Controle de Atividades Financeiras, Coaf), konnten den Ursprung dieser Einlagen nicht nachweisen. Aber die Tatsache, dass in f&uuml;nf Tagen die jeweils h&ouml;chste zul&auml;ssige Geldmenge &uuml;berwiesen wurde, l&auml;sst den Verdacht aufkommen, dass etwas verborgen werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/01\/220674\/brasilien-bolsonaro-korruption-davos\">Amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Man erinnere sich: Bolsonaro, bis vor Kurzem noch rechtsextremer Hinterb&auml;nkler im brasilianischen Parlament, war angetreten, um die Korruption in Brasilien zu bek&auml;mpfen. Das war sein wichtigster Wahlslogan. Die Kampagne Lava Jato (Autow&auml;sche) in Zusammenarbeit mit der Justiz rund um den korrupten Richter Sergio Moro und die Propaganda des Fernsehsenders Globo haben seinen Wahlsieg erst erm&ouml;glicht. Die Regierung Bolsonaro &uuml;bertrifft jedoch alles, was in Brasilien bisher als korrupt galt um ein Vielfaches. Die betrogenen W&auml;hler werden das bald zu sp&uuml;ren bekommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wieder mal: China-Alarm<\/strong><br>\nGro&szlig;e Aufregung am Jahresanfang. &bdquo;Droht ein Krieg um Taiwan?&ldquo; titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Netzversion faz.net vom 2. Januar&hellip;<br>\n(&hellip;) Trotzdem: Die Angst vor der &bdquo;Gelben Gefahr&ldquo; hat erst einmal wieder Futter.<br>\nNun ist es kein Geheimnis, dass die Spannungen zwischen den USA und der VR China zunehmen. Aber warum? Sch&uuml;rt China die Kriege im Nahen Osten und im arabischen Raum? Hat es einen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt in Panama oder auf Hawaii errichtet? Baut es an einem weltweiten, gegen die USA gerichteten Milit&auml;rb&uuml;ndnis? Nichts von alledem ist der Fall. Es ist einzig die Entwicklung Chinas selbst &ndash; seine &ouml;konomische St&auml;rke, seine politische Stabilit&auml;t und das damit selbstverst&auml;ndlich verbundene Interesse, als bev&ouml;lkerungsreichstes Land der Welt seine Au&szlig;enbeziehungen global zu gestalten. Das aber wird von den USA und ihren Verb&uuml;ndeten als Angriff auf die eigenen strategischen Interessen betrachtet; als Angriff, dem energisch &ndash; also: das Konfliktrisiko immer in Kauf nehmend &ndash; entgegenzutreten ist.<br>\nDiese Art der Weltbetrachtung und der auf ihr basierende Kurs sind finstere Steinzeit. Nicht um die so &uuml;beraus notwendige weltweite Kooperation geht es da, sondern um die uralten Instrumente Konkurrenz und Krieg. Und in diesem Konkurrenz- und Kriegsdenken hat Taiwan f&uuml;r die USA einen in der Tat einzigartigen Platz.<br>\nEin eigenst&auml;ndiger Staat im modernen Sinne war Taiwan nie.<br>\n(&hellip;) Dem langj&auml;hrigen China-Beobachter aus der DDR&hellip;entsetzt bei diesem Vorgang einmal mehr, mit welcher Selbstherrlichkeit und Arroganz der Westen dar&uuml;ber entscheidet, wann ihm welche politischen und V&ouml;lkerrechtsprinzipien gerade wichtig sind und wann nicht. Katalonien &ndash; selbstverst&auml;ndlich &ndash; darf sich nicht von Spanien lossagen. Aber Taiwan von China darf es? Oder auch so: Deutschland musste, sollte, durfte sich unter der Herrschaft des St&auml;rkeren vereinigen &ndash; und China darf es nicht?<br>\nMan kann es drehen und wenden, wie man will: Eine friedliche Zukunft verlangt eine friedliche, auf Ausgleich und Zusammenarbeit gerichtete Neujustierung der internationalen Beziehungen, die den ver&auml;nderten wirtschaftlichen und politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen Rechnung tr&auml;gt. Mit einer &bdquo;America first&ldquo;-Politik, bei der Taiwan immer noch wie seit 1949 zu &bdquo;America first&ldquo; geh&ouml;rt, wird es nicht zu machen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/01\/wieder-mal-china-alarm-46910.html\"> Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unter der K&auml;seglocke<\/strong><br>\nThailand steht vor der R&uuml;ckkehr zu &shy;zivil-demokratischen Verh&auml;ltnissen. Doch die regierende Milit&auml;rjunta unter Premier Prayut hat in ihrem Sinne vorgesorgt.<br>\nKein Putsch, sondern blo&szlig; eine Ma&szlig;nahme, die aus dem Ruder laufenden Massenproteste der verfeindeten politischen Lager zu beenden und die &ouml;ffentliche Ordnung in der Stadt wiederherzustellen. So stellte Thailands Milit&auml;r um den damaligen Armeechef General Prayut Chan-ocha das am 20. Mai 2014 ab drei Uhr morgens &uuml;ber die Metropole Bangkok verh&auml;ngte Kriegsrecht dar&hellip;Zwei Tage sp&auml;ter lie&szlig;en Prayut und seine Mitstreiter, die Chefs der &uuml;brigen Teilstreitkr&auml;fte, die Maske fallen. Die Regierung wurde f&uuml;r abgesetzt erkl&auml;rt. Der Putsch, der noch kurz zuvor keiner sein sollte, lie&szlig; sich nun nicht mehr leugnen. Yingluck Shinawatra, die j&uuml;ngere Schwester Thaksins, wurde ihres Amtes als demokratisch gew&auml;hlte Regierungschefin enthoben. Die Situation hatte etwas von einem D&eacute;j&agrave;-vu: Vieles erinnerte daran, wie es siebeneinhalb Jahre zuvor ihrem Bruder ergangen war, als dieser sich gerade zur UN-Generalversammlung in New York aufhielt und daheim die Panzer durch die Stra&szlig;en rollten. Freilich ohne einen Schuss abzufeuern &ndash; unblutig waren beide Coups.<br>\n(&hellip;) Die Junta an der Macht<br>\nInzwischen sind beinahe f&uuml;nf Jahre vergangen. In diesem Fr&uuml;hjahr nun sollen Parlamentswahlen die R&uuml;ckkehr zur b&uuml;rgerlich-demokratischen Normalit&auml;t anzeigen&hellip;<br>\nSpurlos sind diese f&uuml;nf Jahre an dem s&uuml;dostasiatischen K&ouml;nigreich keineswegs vorbeigegangen. Prayut, wie so manch andere Putschisten in den vergangenen Jahrzehnten nur als &raquo;Aufr&auml;umer&laquo; f&uuml;r eine &uuml;berschaubare Zeit angetreten, hat dem &raquo;Neustart&laquo; seinen Stempel aufgedr&uuml;ckt. Doch anders als viele seiner Vorg&auml;nger sieht er damit seine Mission keineswegs als erf&uuml;llt an. Der 64j&auml;hrige, der die Uniform zuletzt gegen Anz&uuml;ge eingetauscht hatte, ist davon &uuml;berzeugt, dass ihn die Thais noch eine Weile brauchen werden. Deshalb setzt er darauf, weiter einer k&ouml;niglichen Regierung vorstehen zu d&uuml;rfen. Und es gibt gen&uuml;gend politische Kr&auml;fte im Land, die Prayut dabei nur zu gerne behilflich w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347606.thailand-vor-den-wahlen-unter-der-k%C3%A4seglocke.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Man kann die politische Landschaft Thailands nicht mit derjenigen der L&auml;nder Europas vergleichen. So gibt es bis heute noch keine organisierte Partei der Arbeiterschaft und keine sozialdemokratische Partei wie wir sie in Europa kennen. Gewerkschaften gibt es kaum und wenn, dann nur auf Ebene einzelner Betriebe. Klassenkampf in diesem Sinne gibt es in Thailand nicht. Alle politischen Parteien sind nur Fraktionen eines Teils der Bourgeoisie, die Parteimitglieder wechseln st&auml;ndig von einer Partei zur anderen, je nachdem, wer sie am besten f&uuml;r ihre Stimme bezahlt. &Uuml;ber allem steht das K&ouml;nigshaus. Das letztes Jahr verstorbene K&ouml;nig Bhumipol regierte das Land 70 Jahre lang. Er war sehr beliebt und wird noch heute von allen Thail&auml;ndern verehrt.  Kaum Thail&auml;nder kennt ein Land ohne Bhumipol, dessen Portr&auml;t in allen &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden und auf allen Pl&auml;tzen hing. <\/em><\/p>\n<p><em>Proteste und Demonstrationen sind selten und gehen meist von den Studenten aus, die mehr Demokratie wollen. Die ehemalige kommunistische Partei Thailands war eine maoistische Partei. Nach Studentenunruhen im Jahre 1973 und deren blutiger Ausgang ging die KP Thailands in die Berge im Norden Thailands um von dort aus den Guerillakampf gegen die Regierung in Bangkok zu f&uuml;hren. Sie hat sp&auml;ter desillusioniert aufgeben m&uuml;ssen und nachdem die Regierung ihnen eine Amnestie angeboten hatte ist sie aus den Bergen zur&uuml;ckgekehrt. Sie ist heute inexistent. Trotz st&auml;ndiger Milit&auml;rputsche und jetzt wiederum 5 Jahre Milit&auml;rdiktatur bleibt die Lage ruhig. Das Milit&auml;r ist nie zu sehen aber es zieht die F&auml;den im Hintergrund. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48637","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48637"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48640,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48637\/revisions\/48640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}