{"id":48654,"date":"2019-01-24T08:34:38","date_gmt":"2019-01-24T07:34:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654"},"modified":"2019-01-24T08:34:38","modified_gmt":"2019-01-24T07:34:38","slug":"hinweise-des-tages-3290","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h01\">Venezuela: Ein Land gegen Maduro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h02\">CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer: &bdquo;Soli f&uuml;r alle abschaffen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h03\">Wird die Europawahl zur Farce? &ndash; Merkel mag keine Alleing&auml;nge!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h04\">Die Gemeinsamkeiten von Macron und Thatcher sind gr&ouml;&szlig;er, als man auf den ersten Blick meint<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h05\">Halten b&ouml;se Milliard&auml;re die halbe Welt in Armut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h06\">Wir schreiben einfach wundervoll: Der Fall Relotius und die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h07\">Hasstiraden und Rosst&auml;uschereien vom Spitzenvertreter des deutschen Journalismus &ndash; Eine Analyse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h08\">Deutsch-franz&ouml;sischer Freundschaftsvertrag: Der milit&auml;rische Aspekt dominiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h09\">Detektive am Krankenbett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h10\">Unter Zwang: Einblicke in den Stationsalltag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h11\">V&ouml;gel verschwinden: Stille &uuml;ber Wiesen und Feldern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h12\">Elektromobilit&auml;t: Das m&uuml;hsame Recycling von Lithium-Ionen-Akkus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h13\">Agrarpolitik im Dienst der Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h14\">Als Blackrock-Vertreter Merz soll als Lobbyist viermal Bundesminister getroffen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48654#h15\">Linke-Politikerinnen &uuml;ber internen Streit. &bdquo;Sahra Wagenknecht schadet uns&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela: Ein Land gegen Maduro<\/strong><br>\nDie Opposition Venezuelas hat heute zu Massendemonstrationen gegen Staatschef Maduro aufgerufen. Der sieht die Schuld f&uuml;r die Krise jedoch nicht bei sich, sondern macht jemand ganz anderen verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-maduro-proteste-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> So geht vorgeblich seri&ouml;ser Journalismus in unseren Qualit&auml;tsmedien:<\/em><\/p>\n<p><em>In der &Uuml;berschrift hei&szlig;t es: &ldquo;Ein Land gegen Maduro&rdquo;. Das ist BILD-Niveau a la &ldquo;Wir sind Papst&rdquo;. Sicher, Maduro hat viele Gegner in Venezuela, er hat aber eben auch viele Anh&auml;nger. Doch das will man bei tagesschau.de nat&uuml;rlich nicht wahrhaben. Bei <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/01\/220637\/demonstrationen-arbeitsmarktreform-peru\">amerika21.de<\/a> lese ich, dass auch in Peru Menschen auf die Stra&szlig;e gegangen sind gegen eine Arbeitsmarktreform. Informationen dazu sucht man auf tagesschau.de allerdings vergeblich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.G.:<\/strong> Ein Land gegen Maduro&rdquo;? Erkennbar gegen Maduro sind f&uuml;r die\/den Leser\/-in von tagesschau.de zun&auml;chst einmal die\/der Journalist\/-in dieses Beitrags, und nat&uuml;rlich der Chefredakteur Dr. Kai Gniffke, der f&uuml;r sich in Anspruch nimmt stets &ldquo;in Wahrheit und Klarheit&rdquo; zu berichten, auch geltend f&uuml;r die von ihm verantwortete Redaktion. Was ist klar und wahr daran, dass die Bev&ouml;lkerung Venezuelas in G&auml;nze gegen Pr&auml;sident Maduro ist?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: USA putschen in Venezuela<\/strong><br>\nOppositionspolitiker erkl&auml;rt sich zu &raquo;&Uuml;bergangspr&auml;sident&laquo; und wird von Trump anerkannt. Maduro will nicht weichen<br>\nUpdate 23.1., 23:30 Uhr: Venezuelas Opposition putscht. Parlamentspr&auml;sident Juan Guaid&oacute; von der ultrarechten Partei &raquo;Volkswille&laquo; (VP, Voluntad Popular) erkl&auml;rte sich selbst bei einer Kundgebung zum &raquo;Beauftragten Staatspr&auml;sidenten&laquo; des s&uuml;damerikanischen Landes. Mit erhobenem rechten Arm schwor er &raquo;vor dem Allm&auml;chtigen Herrgott und Venezuela&laquo;, die Befugnisse der Regierung zu &uuml;bernehmen. Nur wenig sp&auml;ter teilte US-Pr&auml;sident Donald Trump per Twitter mit, dass er Guaid&oacute; als rechtm&auml;&szlig;igen Staatschef Venezuelas anerkannt habe. Chile, Paraguay, Brasilien, Peru, Kolumbien und Kanada folgten diesem Schritt. Auch der Generalsekret&auml;r der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, schickte dem Oppositionspolitiker seine Gl&uuml;ckw&uuml;nsche. Dagegen teilte die Regierung Mexikos mit, dass sie weiter Maduro als Staatschef Venezuelas anerkenne. Auch Boliviens Pr&auml;sident Evo Morales solidarisierte sich mit seinem venezolanischen Amtskollegen.<br>\nIn Madrid verweigerte Spaniens Au&szlig;enminister Josep Borrell eine sofortige Bewertung der Ereignisse in Venezuela und verwies darauf, dass sich die Europ&auml;ische Union schnell auf eine gemeinsame Haltung einigen m&uuml;sse.<br>\nGegen den Putschversuch demonstrierten Zehntausende Menschen im Zentrum der Hauptstadt Caracas. Vom Balkon des Pr&auml;sidentenpalastes Miraflores wendete sich der gew&auml;hlte Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro an seine Anh&auml;nger und betonte, er sei der einzige rechtm&auml;&szlig;ige Staatschef Venezuelas. Er k&uuml;ndigte an, alle diplomatischen und politischen Beziehungen mit den USA abzubrechen. Washingtons Diplomaten h&auml;tten 72 Stunden Zeit, das Land zu verlassen.<br>\nIm Namen der venezolanischen Streitkr&auml;fte erkl&auml;rte Verteidigungsminister Vladimir Padrino L&oacute;pez, dass die Armee keinen gesetzwidrig eingesetzten Staatschef akzeptieren werde. &raquo;Die FANB verteidigt die Verfassung und ist Garant der nationalen Souver&auml;nit&auml;t&laquo;, erkl&auml;rte der General &uuml;ber Twitter. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347766.venezuela-usa-putschen-in-venezuela.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CG:<\/strong> Medien wie NZZ, Springer und taz finden den Putsch und Guaid&oacute; hingegen gut:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong>&ldquo;Maduros Gegenpr&auml;sident&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article187548958\/Venezuela-Maduros-Gegenpraesident.html%20\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der furchtlose Maduro-Herausforderer&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/der-furchtlose-maduro-herausforderer-ld.1453705%20\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Proteste in Venezuela gegen Maduro &ndash; Tr&auml;nengas und die Wut der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nPr&auml;sident Juan Guaid&oacute; hatte den 23. Januar nicht zuf&auml;llig gew&auml;hlt. Auf den Tag genau vor 61 Jahren wurde der damalige Diktator und General Marcos P&eacute;rez Jim&eacute;nez aus dem Land gejagt [&hellip;]&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5564184\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer: &bdquo;Soli f&uuml;r alle abschaffen&ldquo;<\/strong><br>\nDie neue Vorsitzende verspricht einen wirtschaftsfreundlichen Kurs und erkl&auml;rt ihren Vier-Punkte-Plan f&uuml;r Europa. Kritik von Wolfgang Sch&auml;uble weist sie zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach in ihrer Rede am Mittwoch von einer &bdquo;Vielzahl von St&ouml;rungen und Verunsicherungen im multilateralen System&ldquo;. Auch die neue CDU-Chefin wei&szlig; um die Gefahren und mahnt ein entsprechendes Gegensteuern an. &bdquo;Wir sehen Eintr&uuml;bungen und m&uuml;ssen deshalb in Deutschland die Rahmenbedingungen so gestalten, dass unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb weiter stark agieren k&ouml;nnen&ldquo;, sagte sie im Interview mit dem Handelsblatt. Vor ihren Gespr&auml;chen in Davos schilderte sie, wie sie der Partei zu &bdquo;mehr wirtschaftspolitischem Profil&ldquo; verhelfen will.<br>\nKramp-Karrenbauer wei&szlig;, dass die Entt&auml;uschung vieler Unternehmen &uuml;ber den Kurs der CDU in den vergangenen Jahren tiefer sitzt und etwa auch die Energiewende betrifft. Die Parteichefin gelobt nun Besserung: &bdquo;Die CDU muss, erkennbarer als bisher, die Debatte f&uuml;hren und Vorschl&auml;ge machen, wie wir die Klimaziele umsetzen wollen, ohne Deutschland zu deindustrialisieren&ldquo;, sagte sie.<br>\nDar&uuml;ber hinaus will sie &bdquo;etwas f&uuml;r die Unternehmen tun&ldquo;. Dazu z&auml;hlen f&uuml;r die 56-j&auml;hrige Politikerin eine Unternehmensteuerreform und weitere Entlastungen. &bdquo;Deshalb sollten wir den Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r alle abschaffen und nicht nur f&uuml;r 90 Prozent&ldquo;, forderte sie. Schlie&szlig;lich w&uuml;rden zu den verbleibenden zehn Prozent viele kleinere mittelst&auml;ndische Betriebe und Handwerker geh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/interview-cdu-chefin-kramp-karrenbauer-soli-fuer-alle-abschaffen\/23900070.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Merkel spricht in Davos von St&ouml;rungen und Verunsicherungen im multilateralen System, ohne auf ihren Beitrag an dieser Entwicklung hinzuweisen. Die neue CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer ist da nicht besser. Sie mahnt ein entsprechendes Gegensteuern an, schl&auml;gt aber wieder nur mehr Standortnationalismus vor und damit Dinge, die genau diese St&ouml;rungen mitverursacht haben. Das Senken der Unternehmenssteuern kann man dabei als eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=170\">endlose Geschichte<\/a> begreifen, die immer wieder pr&auml;sentiert wird, obwohl der behauptete Zusammenhang, eine erh&ouml;hte Investitionst&auml;tigkeit damit herbeif&uuml;hren zu k&ouml;nnen, nie eingetreten ist. Zuletzt hatte die Regierung Schr&ouml;der die Unternehmen mit einer massiven steuerlichen Entlastung begl&uuml;ckt, mit dem Ergebnis, dass das viele Geld nicht etwa in der Wirtschaft selbst oder gar bei den Arbeitnehmern landete, sondern als Anlageverm&ouml;gen an den Kapitalm&auml;rkten Party feierte. Diesen &ouml;konomischen Unsinn, den die Konservativen wiederholen wollen, k&ouml;nnten die Sozialdemokraten ja einmal zum Thema machen, weil sie aus ihrer eigenen Regierungsverantwortung die richtigen Lehren gezogen haben, doch nichts dergleichen. Finanzminister Scholz begn&uuml;gt sich mit einem Verweis auf den Koalitionsvertrag, in dem eine Entlastung der Unternehmen ja gar nicht vereinbart sei. Ohne die notwendige Kritik der SPD f&auml;llt es der Kanzlerin in Davos dann auch noch leicht, die Mahnerin zu spielen und scheinheilig <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/merkel-davos-115.html\">vor einer neuen Bankenkrise zu warnen<\/a>. Es m&uuml;sse alles getan werden, um einer Wiederholung zu verhindern, sagte sie. Ihre Regierung arbeitet aber genau darauf hin. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: EU-Unternehmenssteuern: Gro&szlig;e Firmen zahlen meist weniger<\/strong><br>\nDie Union ist ein Flickenteppich, wenn es um die Unternehmenssteuern geht &ndash; 13 Prozent in Irland, 29 Prozent in Luxemburg. Doch diese Steuers&auml;tze werden gar nicht gezahlt. Das zeigt eine Studie, die im Auftrag der Gr&uuml;nen erstellt wurde. Denn meistens zahlen die Firmen weit weniger Steuern.<br>\nDie Studie basiert auf l&auml;nderspezifischen Steuerdaten, die sich mitunter nur schwer vergleichen lassen, der sogenannten Orbis-Datenbank. Verglichen wurden effektive und nominale Unternehmenssteuern in der Zeit zwischen 2011 und 2015 in der EU.<br>\nDas Ergebnis: Obwohl der gesetzliche Unternehmenssteuersatz in der EU durchschnittlich 23 Prozent betr&auml;gt, m&uuml;ssen Firmen diesen Satz meist nicht entrichten. Im Durchschnitt seien es dann nur 15 Prozent.<br>\nIn Luxemburg w&uuml;rden zwei Prozent auf Unternehmensgewinne abgef&uuml;hrt, in Italien 30. In Deutschland zahlten Unternehmen im Durchschnitt rund 20 Prozent Unternehmenssteuern, etwa zehn Prozentpunkte unter dem gesetzlichen Satz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-unternehmenssteuern-grosse-firmen-zahlen-meist-weniger.766.de.html?dram:article_id=439007\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wird die Europawahl zur Farce? &ndash; Merkel mag keine Alleing&auml;nge!<\/strong><br>\nF&uuml;r ein &ldquo;Nachspiel&rdquo; beim Brexit hat sich bereits Frankreichs Pr&auml;sident Macron ausgesprochen. Die Briten k&ouml;nnten &ldquo;sich etwas mehr Zeit nehmen&rdquo; und &ldquo;vielleicht die Europawahl &uuml;berbr&uuml;cken&rdquo;, sagte er laut &ldquo;Le Monde&rdquo;. In Br&uuml;ssel wird sogar schon &uuml;berpr&uuml;ft, ob eine Verschiebung des Austritts Gro&szlig;britanniens auf die Zeit nach der Europawahl (Ende Mai) rechtlich m&ouml;glich w&auml;re. [&hellip;]<br>\nAber es stellt sich noch eine ganz andere, politische Frage: Welchen Wert haben die Wahlen zum europ&auml;ischen Parlament  eigentlich noch, wenn die W&auml;hler nicht wissen, ob der Brexit kommt und wie die EU damit umgeht? Anders ausgedr&uuml;ckt: Was soll das Ganze, wenn man nicht einmal wei&szlig;, wie die Union aussieht, f&uuml;r die man Abgeordnete w&auml;hlt? Und wozu ist ein Europaparlament gut, das keinen Einfluss auf den Gang der Dinge hat?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wird-die-europawahl-zur-farce-merkel-mag-keine-alleingaenge\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Gemeinsamkeiten von Macron und Thatcher sind gr&ouml;&szlig;er, als man auf den ersten Blick meint<\/strong><br>\nKurz vor seiner Wahl zum Pr&auml;sidenten verglich Emmanuel Macron seine Gegenkandidaten Fran&ccedil;ois Fillon und Jean-Luc M&eacute;lenchon mit der Radikalit&auml;t von &raquo;Thatcher und Trotzki&laquo;. Macron selbst hingegen schien in einiger Distanz zu den Instrumenten und Ansichten der Iron Lady zu stehen.<br>\nAllerdings: Ausgehend vom El-Khomri-Gesetz (benannt nach der Arbeitsministerin unter Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande), dessen Vordenker Macron war, bis zu den P&eacute;nicaud-Verordnungen (benannt nach der Arbeitsministerin unter Pr&auml;sident Macron), die die Deregulierung des franz&ouml;sischen Arbeitsrechts vollenden, scheint Pr&auml;sident Macron in die Fu&szlig;stapfen der ehemaligen englischen Premierministerin zu treten. Ein solcher Vergleich mag gewagt erscheinen. Nachfolgend soll daher gezeigt werden, wie Margaret Thatcher und Macron auf ihre je eigene Weise vorgehen, um die Grundlagen der gewerkschaftlichen Organisierung in ihren jeweiligen L&auml;ndern zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2255\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Halten b&ouml;se Milliard&auml;re die halbe Welt in Armut?<\/strong><br>\nTats&auml;chlich sind die Daten zum Verm&ouml;gen weltweit sehr d&uuml;nn ges&auml;t und beruhen gro&szlig;teils auf Sch&auml;tzungen. Das gilt auch f&uuml;r die von Oxfam verwendeten Zahlen aus der Liste der Superreichen des US-Magazins &bdquo;Forbes&rsquo; sowie der Bank Credit Suisse. Aber: Wie auch immer man rechnet, es gibt keinen Zweifel daran, dass Verm&ouml;gen weltweit sehr ungleich verteilt sind. Das mag viele Menschen aufregen, damit ist aber Armen nicht geholfen. Sie sind deshalb nicht weniger arm, wenn andere weniger reich sind.<br>\nAls absolut arm gilt laut Weltbank, wer von weniger als 1,90 Dollar pro Tag leben muss. F&uuml;r unsereinen ist es unvorstellbar, damit &uuml;ber die Runden zu kommen, in manchen Weltregionen geht das. Aber obwohl es beim Bek&auml;mpfen der Armut gro&szlig;e Fortschritte gibt, leben in vielen Weltregionen noch immer viel zu viele Menschen in nicht menschenw&uuml;rdigen Zust&auml;nden, allen voran Kinder. Aber das tun sie nicht, weil die Reichen auf ihren Gelds&auml;cken sitzen, sondern weil sehr oft die Politiker dieser L&auml;nder ihr Volk aushungern, w&auml;hrend sie sich selbst bereichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sn.at\/wirtschaft\/welt\/standpunkt-halten-boese-milliardaere-die-halbe-welt-in-armut-64463050\">Salzburger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong> Richard Wiens stellt in den Salzburger Nachrichten vom Di, 22.1.19, Nr. 18, Seite 1 die rhetorische Frage &ldquo;Halten b&ouml;se Milliard&auml;re die halbe Welt in Armut?&rdquo; Er kommt in seiner &ldquo;differenzierten&rdquo; Sicht der Dinge zu dem Schluss, es g&auml;be gute und b&ouml;se Milliard&auml;re. Die einen seien ein Segen f&uuml;r Arme, verschafften ihnen Zugang zu Medizin, Strom und sauberem Wasser, erm&ouml;glichten ihnen Kommunikation. Die anderen t&auml;ten das Gegenteil, indem sie Waffen lieferten. Hier g&auml;lte es anzusetzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Auch das sollte man beachten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wir schreiben einfach wundervoll: Der Fall Relotius und die Medien<\/strong><br>\nDie Bedeutung der &laquo;Spiegel&raquo;-Aff&auml;re rund um den Fall Relotius geht &uuml;ber die individuelle Verfehlung eines Autors und die Gutgl&auml;ubigkeit einer Redaktion hinaus. Es zeigt sich hier das Ausmass an Entfremdung zwischen Medienmachern und dem Publikum.<br>\nVor etwa drei Jahren sass die Autorin mit einem damaligen Chefredakteur des &laquo;Spiegels&raquo; auf einem Podium. Das Publikum bestand zum gr&ouml;ssten Teil aus Journalistensch&uuml;lern. Der hochgewachsene Kollege (fast alle wichtigen Personen beim &laquo;Spiegel&raquo; sind hochgewachsene M&auml;nner) wandte sich im Brustton der &Uuml;berzeugung gegen die These, der Journalismus in Deutschland stecke in einer Krise, weil die Auflagenzahlen ebenso rapide s&auml;nken wie das Vertrauen in die klassischen Medien. Wie man denn auf so etwas kommen k&ouml;nne, fragte er. Noch nie sei der Journalismus so gut gewesen, die jungen Autoren schrieben einfach wundervoll.<br>\nSp&auml;ter stellte jemand die Frage, was von der Berichterstattung eines Branchendienstes &uuml;ber &laquo;Spiegel&raquo;-interne Querelen zu halten sei. Der Chefredakteur echauffierte sich: Das sei alles Unfug, unglaublich schlecht recherchiert sei das, niveaulos. Die leichte Ironie der Situation schien er nicht zu bemerken. [&hellip;]<br>\nZweitens haben die Medien erheblichen Anteil am Kontaktverlust zum Publikum. Dar&uuml;ber ist meist wenig zu lesen: F&uuml;r Journalisten scheint ihr eigenes Tun oft im toten Winkel zu liegen. Es ist schon erstaunlich, dass eine Branche, die Kritik f&uuml;r ihre wesentliche Aufgabe h&auml;lt, sich selbst mit dem Kritisiertwerden oft so schwertut. Sicher, gelegentlich gibt es Aufwallungen von Selbstbezichtigung und Reue. Etwa im Falle des, wie wir inzwischen wissen, zu Unrecht an den ganz grossen &Ouml;ffentlichkeitspranger gestellten Bundespr&auml;sidenten Christian Wulff. Oder wie eben jetzt im Fall des &laquo;Spiegel&raquo;-Hochstaplers. Doch sehr nachhaltig sind diese Anf&auml;lle von Selbstkritik bisher nicht gewesen. [&hellip;]<br>\nDie Quotenangst f&uuml;hrte zu Themenkonformit&auml;t: Warum haben wir diese Geschichte nicht? Die Beschleunigung durch das Netz f&uuml;hrt oft zu einem Sieg von Schnelligkeit &uuml;ber Gr&uuml;ndlichkeit. Die Krawallaffinit&auml;t vieler Online-Leser f&uuml;hrte dazu, dass die Redaktionen anfingen, nicht mehr nach Relevanz, sondern nach Klickzahlen zu gieren. Geradezu komplement&auml;r zum hektischen Quoten- und Onlinegesch&auml;ft entwickelte sich die besonders sch&ouml;n geschriebene Reportage, die fast an Literatur grenzt, und, siehe Relotius, offenbar dazu verf&uuml;hrt, die sperrigen Aspekte der Wirklichkeit so lange zurechtzuphantasieren, bis sie in das &auml;sthetische Konzept des Autors passen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/der-fall-relotius-und-die-medien-wir-schreiben-einfach-wundervoll-ld.1453300\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hasstiraden und Rosst&auml;uschereien vom Spitzenvertreter des deutschen Journalismus &ndash; Eine Analyse<\/strong><br>\nFrank &Uuml;berall, Vorsitzender von Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter journalistischer Gewerkschaft und Interessenvertretung, instrumentalisiert den DJV f&uuml;r seine antirussische Kampagne. Sein Agieren ist gegen die journalistische Freiheit gerichtet. Wenn er daf&uuml;r unter Druck kommt, schreckt er vor bewusster T&auml;uschung der &Ouml;ffentlichkeit nicht zur&uuml;ck. Unsere in der Kritik stehende Branche kann sich so eine Au&szlig;endarstellung nicht erlauben.<br>\nAm 11. Januar forderte Vorsitzender Frank &Uuml;berall im Namen des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) die Landesmedienanstalten auf, dem Kanal Russia Today f&uuml;r seine Website RT Deutsch keine Rundfunklizenz zu erteilen. Es sei unverst&auml;ndlich, dass der langj&auml;hrige MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich, der die Lizenz offenbar beantragen soll, seinen Ruf aufs Spiel setze, &bdquo;um Putins Sprachrohr den Weg an die Seite des Qualit&auml;tsrundfunks zu ebnen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1099-ueberall-rt-deutsch\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: &raquo;Unsere Redaktion arbeitet selbst&auml;ndig&laquo;<\/strong><br>\nNeue Angriffe gegen den Infokanal RT Deutsch. Der bewirbt sich gerade um eine TV-Sendelizenz. Ein Gespr&auml;ch mit Iwan Rodionow [&hellip;]<br>\nDer Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, DJV, sprach RT Deutsch ab, ein journalistisches Informationsmedium zu sein. Den Machern gehe es um &raquo;Desinformation&laquo;, sie bedienten ein &raquo;Propagandainstrument&laquo; Moskaus. Wie unabh&auml;ngig k&ouml;nnen Sie als staatlich finanziertes Medium sein?<br>\nHinter jedem Medium &ndash; ob &ouml;ffentlich-rechtlich, was de facto quasi-staatlich hei&szlig;t, oder privat &ndash; stehen immer bestimmte Institutionen, Konzerne, Gruppen oder einzelne Personen und Finanziers. Eine Ausnahme bilden crowdfinanzierte Plattformen. Daraus direkt auf Einflussnahme zu schlie&szlig;en bedeutet, praktisch allen Medien pauschal Glaubw&uuml;rdigkeit abzusprechen. Dabei haben einige der Medienkonzerne wie Axel Springer ziemlich rigide Richtlinien, die klare politische Grenzen f&uuml;r die redaktionelle Politik und die Berichterstattung festlegen. Bei Voice of America zum Beispiel steht die mediale Flankierung US-amerikanischer au&szlig;enpolitischer Interessen im Statut festgeschrieben.<br>\nRT Deutsch ist in seiner redaktionellen Arbeit selbst&auml;ndig, auch wenn uns faktenwidrig das Gegenteil unterstellt wird. Unsere Redaktion ist bereits zweimal von &raquo;Spionen&laquo; unterwandert worden. Diese konnten allerdings ihrem Auftrag, eine gro&szlig;e Enth&uuml;llung zu liefern, nicht gerecht werden. Einfach, weil es langweiligerweise nichts zu enth&uuml;llen gibt. Ebenso gierig wurde die als &raquo;Aussteigerin&laquo; pr&auml;sentierte ehemalige Mitarbeiterin Lea Frings vom NDR-Medienmagazin ZAPP befragt. Auch sie hatte nichts, um richtig auf den Putz zu hauen &ndash; au&szlig;er ihrer pers&ouml;nlichen Meinung, RT Deutsch sei ihr zu rechts. Und hinterher beschwerte sich Lea entt&auml;uscht, NDR habe ihre Zitate aus dem Kontext gerissen und die Vereinbarungen gebrochen.<br>\nRT Deutsch steht dazu, den russischen Standpunkt in weltpolitischen Fragen darzustellen. Ebenso wie Deutsche Welle die deutschen und BBC World die britischen Sichtweisen pr&auml;sentieren. Wenn das als Abh&auml;ngigkeit interpretiert wird, dann sind alle Auslandssender gleicherma&szlig;en abh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/347769.medienpolitik-unsere-redaktion-arbeitet-selbst%C3%A4ndig.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsch-franz&ouml;sischer Freundschaftsvertrag: Der milit&auml;rische Aspekt dominiert<\/strong><br>\nOb der am 22. Januar 2019 von Angela Merkel und Emmanuel Macron unterzeichnete Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich &ndash; abgesehen von dem milit&auml;rischen Komplex &ndash; &uuml;ber bereits bestehende Vereinbarungen hinausweist, ist zu bezweifeln&hellip;<br>\nW&auml;hrend Konrad Adenauer und Charles de Gaulle noch Visionen hatten und in dem Vertrag vom 22. Januar 1963 &uuml;ber die deutsch-franz&ouml;sische Zusammenarbeit (&Eacute;lys&eacute;e-Vertrag) Perspektiven aufzeigten, haben Angela Merkel und Emmanuel Macron eher einen Milit&auml;rvertrag abgeschlossen, der den W&uuml;nschen aus Frankreich sehr entgegenkommt und offensichtlich nicht im Einklang mit dem &bdquo;Gemeinschaftswerk Europ&auml;ische Union&ldquo; steht. Im Wesentlichen geht es um Aufr&uuml;stung statt um V&ouml;lkerverst&auml;ndigung. Im Vergleich dazu waren Adenauer und de Gaulle, ebenso wie in der Nachfolge Helmut Schmidt und Val&eacute;ry Giscard d&acute;Estaing oder auch Helmut Kohl und Francois Mitterand mit ihren in die Zukunft weisenden Ideen f&uuml;r Europa und die EU wahre europ&auml;ische Titanen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cashkurs.com\/gesellschaft-und-politik\/beitrag\/deutsch-franzoesischer-freundschaftsvertrag-der-militaerische-aspekt-dominiert\/%20\">Wolfgang Bittner in Cashkurs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Detektive am Krankenbett<\/strong><br>\nDer Druck auf arbeitsunf&auml;hige Krankenversicherte versch&auml;rft sich. Versicherungen setzen inzwischen zunehmend Detektive ein, um Patienten auszuspionieren.<br>\nDabei k&ouml;nnen schnell Pers&ouml;nlichkeitsrechte und Datenschutzbestimmungen missachtet werden. Das best&auml;tigen Fachanw&auml;lte f&uuml;r Medizinrecht und Insider der &Uuml;berwachungsbranche gegen&uuml;ber Frontal 21.<br>\n&ldquo;Unsere Erfahrung ist, dass die F&auml;lle leider immer mehr werden und vor allen Dingen die Versicherungen und die eingeschalteten Detekteien in eklatanter Weise gegen Pers&ouml;nlichkeitsrechte unserer Mandanten versto&szlig;en&rdquo;, sagt der K&ouml;lner Rechtsanwalt Martin Reinboth und f&uuml;gt hinzu: &ldquo;Niemand darf ohne begr&uuml;ndeten Anfangsverdacht Versicherungsnehmer bespitzeln.&rdquo;Berufsverb&auml;nde, wie etwa die Bundespsychotherapeutenkammer, hatten in den vergangenen Jahren immer wieder auf unzul&auml;ssige Kontrollanrufe seitens der Versicherungen bei ihren krankgeschriebenen Versicherungsnehmern aufmerksam gemacht. Inzwischen aber h&auml;ufen sich die F&auml;lle, in denen Krankenversicherungen ihre Kunden sogar rund um die Uhr &uuml;berwachen lassen.<br>\nTamer Bakiner, Inhaber einer Wirtschaftsdetektei, beklagt, dass sich in seiner Branche zunehmend unseri&ouml;se Unternehmen etablieren. Der Detektiv, der auch Gro&szlig;konzerne in Sicherheitsfragen ber&auml;t, redet von &ldquo;immer mehr Billig-Detektiven&rdquo;, die bei der Verfolgung von Krankenversicherten mit illegalen Methoden arbeiteten. &ldquo;Das Problem ist, dass die Krankenkassen nicht nur am Patienten sparen wollen, sondern dass sie auch sehr schlechte Honorare bezahlen f&uuml;r Detektive, die sie beauftragen. Daher arbeiten die mit Online-&Uuml;berwachung vom B&uuml;ro oder von zu Hause aus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/detektive-am-krankenbett-100.html\">Frontal 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unter Zwang: Einblicke in den Stationsalltag<\/strong><br>\nDie Mitarbeiter in deutschen Psychiatrien sind h&auml;ufig &uuml;berfordert &ndash; und m&uuml;ssen rigoroser vorgehen als sie wollen. Sechs Personen erz&auml;hlen aus der Praxis.<br>\nAuf der einen Seite der Backsteinmauer laufen Passanten, Studenten und Dozenten entlang, Alltag am Campus der Charit&eacute; Mitte. Auf der anderen Seite der Mauer versuchen die Patienten wieder zu lernen, wie das mit dem Alltag funktioniert. In den G&auml;ngen riecht es nach Filterkaffee, Landschaftsbilder h&auml;ngen an den W&auml;nden. &bdquo;2018&ldquo; hat jemand an eine Tafel geschrieben, als k&ouml;nne man das vergessen. Betten mit zerkn&uuml;llten Deckenhaufen stehen in bunt angemalten Zimmern.<br>\nEs ist zehn Uhr morgens in der sogenannten fakultativ besch&uuml;tzten Station der Psychiatrischen Klinik. Fr&uuml;her hie&szlig; sie geschlossene Anstalt. Allein das Wort &bdquo;geschlossen&ldquo; passt eigentlich nicht mehr in das Bild einer modernen Psychiatrie, so erkl&auml;rt es Axel Frank, der Stationsleiter, zu Dienstbeginn. Zwangsmedikation oder Fixierung schon gar nicht. Wie jeden Morgen diskutiert Franks Team bei R&uuml;hrei und Kaffee die Frage: &Ouml;ffnen wir heute die gl&auml;serne Eingangst&uuml;r oder bleibt sie verschlossen?<br>\nDie meisten, mit denen man an der Charit&eacute; dar&uuml;ber spricht, w&uuml;nschen sich, dass die T&uuml;r offen bleiben kann. Aber immer wieder scheitert das am Personalmangel. Genau so l&auml;uft es an diesem Morgen, eigentlich ein ruhiger Tag. Axel Franks Team erf&uuml;llt sogar die Mindestbesetzung, wie sie in einer deutschlandweiten Personalverordnung festgelegt ist: Zwei examinierte Pflegekr&auml;fte sind anwesend. Und dennoch sind sie nicht genug, um die Situation im Blick zu behalten. Das Team entscheidet sich heute erneut gegen den Anspruch, dass Patienten so viel Selbstbestimmung wie m&ouml;glich haben sollten. Die Glast&uuml;r bleibt an diesem Morgen f&uuml;r die Patienten verschlossen. Eine Zwangsma&szlig;nahme. Die Station wird damit, auch wenn sie nicht mehr so genannt wird, zu einer geschlossenen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/personalmangel-in-der-psychiatrie-unter-zwang-einblicke-in-den-stationsalltag\/23888054.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>V&ouml;gel verschwinden: Stille &uuml;ber Wiesen und Feldern<\/strong><br>\nLerche, Kiebitz oder Star &ndash; all diese Wildv&ouml;gel werden immer seltener. Mehr als die H&auml;lfte der Tiere ist seit 1980 verschwunden. Das Artensterben betrifft nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa.<br>\nEuropaweit haben Vogelexperten ihre Beobachtungen f&uuml;r ein l&auml;nder&uuml;bergreifendes Monitoring zusammengetragen. Der &Uuml;berblick zeigt einen dramatischen R&uuml;ckgang bei den Feldv&ouml;geln. Das European Bird Census Council im niederl&auml;ndischen Nijmegen hat dazu verglichen, wie viele V&ouml;gel 1980 auf Feldern und Wiesen beobachtet wurden, und wie viele im Jahr 2016.<br>\nDie europaweiten Zahlen &uuml;bertreffen sogar Beobachtungen, die Vogelkundler schon in Deutschland gemacht haben. So geht der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) davon aus, dass es heutzutage etwa 40 Prozent weniger Feldv&ouml;gel gibt als zu Beginn der 1980er Jahre. Auch das Umweltbundesamt hat einen deutlichen Schwund beobachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/feldvoegel-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine dramatische Entwicklung. Sie entspricht exakt eigenen Beobachtungen, von denen die NachDenkSeiten vor einiger Zeit schon berichtet hatten (siehe <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37676\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41572\">hier<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37184\">hier<\/a> der vierte Absatz). <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Elektromobilit&auml;t: Das m&uuml;hsame Recycling von Lithium-Ionen-Akkus<\/strong><br>\nAuch wenn der Siegeszug der Elektroautos auf sich warten l&auml;sst: Die Frage, wie man ihre ausgedienten Akkus wiederverwerten kann, stellt sich bereits heute. Denn kommerzielle Lithium-Ionen-Batterien bestehen aus bis zu 100 Einzelteilen. Das macht das Recycling aufw&auml;ndig und teuer.<br>\nEine Lithium-Ionen-Batteriezelle f&uuml;r Elektroautos ist ein kompaktes Energieb&uuml;ndel. Sie enth&auml;lt viele unterschiedliche Bestandteile auf engstem Raum, erkl&auml;rt Urs Peuker, Professor f&uuml;r Aufbereitungstechnik an der TU Bergakademie Freiberg.<br>\n&bdquo;Da drin stecken zwei Elektroden. Das sind d&uuml;nne Folien. Eine besteht aus Aluminium, eine aus Kupfer. Die sind umeinander gewickelt. Diese Folien sind beschichtet mit Aktivmaterial, das aus Nickel, Kobalt, Mangan bestehen kann &ndash; das ist die Aluminiumfolie. Und die Kupferfolie ist mit einem speziellen Graphit beschichtet. Jetzt haben wir schon mal vier Materialien. Dann kippen wir noch ein L&ouml;sungsmittel rein, das mit verschiedenen Chemikalien gemischt ist, die die elektrische Leistungsf&auml;higkeit der Batterie verst&auml;rken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/elektromobilitaet-das-muehsame-recycling-von-lithium-ionen.676.de.html?dram:article_id=439121\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Agrarpolitik im Dienst der Industrie<\/strong><br>\nVerbraucher- und Umweltschutz gelten als zentrale Aufgaben des Staates. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung hei&szlig;t es dazu: &laquo;Wir wollen vom Acker bis zum Teller einen gesundheitserhaltenden und nachhaltigen Lebensstil f&ouml;rdern, ern&auml;hrungsmitbedingte Krankheiten bek&auml;mpfen und den gesundheitlichen Verbraucherschutz st&auml;rken.&raquo; Das Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft (BMEL) versteht sich, so die Selbstdarstellung, gar &laquo;als Lebensministerium&raquo;, zust&auml;ndig unter anderem f&uuml;r &laquo;gesunde Ern&auml;hrung, transparente Kennzeichnung, Wertsch&auml;tzung f&uuml;r Lebensmittel und nachhaltige Erzeugung&raquo;. Das klingt ganz so, als sei dem deutschen Staat sehr daran gelegen, seinen B&uuml;rgern einen gesunden und zugleich nachhaltigen Ern&auml;hrungsstil nahezubringen sowie im Agrarbereich f&uuml;r Strukturen zu sorgen, die dies &uuml;berhaupt erst erm&ouml;glichen. In der politischen Wirklichkeit aber ist eher das Gegenteil der Fall: Ma&szlig;gebliche staatliche Stellen und Politiker sind ausgerechnet mit jenen Industrien eng verbunden, die f&uuml;r massive Umwelt- und Gesundheitssch&auml;den verantwortlich sind; diese werden durch Subventionen am Leben erhalten, neue Ans&auml;tze dagegen ignoriert oder diffamiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/inland\/agrarpolitik-im-dienst-der-industrie\/\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> So dumm-dreist wie in der Land- und Ern&auml;hrungswirtschaft funktioniert der deutsche Lobbyismus wohl in keiner anderen Branche.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Als Blackrock-Vertreter Merz soll als Lobbyist viermal Bundesminister getroffen haben<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here CDU-Fraktionschef Merz hat laut einem Bericht enge Kontakte zu Vertretern der Bundesregierung &ndash; im Auftrag der Finanzindustrie.<br>\nBei der US-Fondsgesellschaft Blackrock ist man offenbar zufrieden mit Friedrich Merz. Der Aufsichtsratschef darf auch nach seiner gescheiterten Kandidatur um die CDU-Spitze weitermachen. Wom&ouml;glich h&auml;ngt die Zufriedenheit auch mit den guten Kontakten des fr&uuml;heren Unionsfraktionschefs in die Spitze der Bundesregierung zusammen.<br>\nAls Interessenvertreter des Verm&ouml;gensverwalters soll Merz viermal Minister der Bundesregierung getroffen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linkenpolitikers Fabio De Masi.<br>\nZweimal traf Merz in seiner Funktion als Aufsichtsratschef des deutschen Blackrock-Ablegers demnach den damaligen SPD-Au&szlig;enminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (17. Oktober 2017 und 7. M&auml;rz 2018). Am 12. September 2018 kam Merz den Angaben zufolge mit Finanzminister Olaf Scholz und Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies (beide SPD) zu &ldquo;Finanzmarktfragen&rdquo; zusammen. Das vierte Gespr&auml;ch habe mit CDU-Kanzleramtschef Helge Braun am Rande einer Pr&auml;sidiumssitzung des CDU-Wirtschaftsrats am 26. April 2018 stattgefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/friedrich-merz-soll-als-blackrock-lobbyist-viermal-bundesminister-getroffen-haben-a-1249428.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Linke-Politikerinnen &uuml;ber internen Streit. &bdquo;Sahra Wagenknecht schadet uns&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Frau &Ouml;zdemir, Frau Boeddinghaus &ndash; was erwarten Sie vom politischen Jahr 2019? &hellip;<br>\nCDU und SPD sind im Bund wie in Hamburg auf Talfahrt, die anderen Parteien &ndash; vor allem die Gr&uuml;nen &ndash; profitieren von diesem Trend, nur die Linke stagniert.<br>\nBoeddinghaus: Wir sind in Hamburg seit Jahren stabil im zweistelligen Bereich. Dieser konstante Zuspruch zeigt uns, dass wir die richtigen Themen angehen. Aber wir fordern in vielen Bereichen der Gesellschaft ein konsequentes und grunds&auml;tzliches Umsteuern in Richtung einer solidarischen, sozial gerechten Gesellschaft. Ich bef&uuml;rchte, dass so ein grunds&auml;tzlicher Wandel bei vielen Menschen auch zu Verunsicherung f&uuml;hrt. Es ist aber unsere Aufgabe immer wieder darauf hinzuweisen, dass Hamburg eine sozial extrem gespaltene Stadt ist. Das h&ouml;ren viele Leute nicht gern. Die Gr&uuml;nen k&ouml;nnen mit ihren glatteren Antworten und ihrem geschlosseneren Erscheinungsbild momentan leichter punkten.<br>\nHaben Sie die Umweltpolitik vernachl&auml;ssigt?<br>\n&Ouml;zdemir: Wir sind auf diesem Feld sehr aktiv. Aber das Problem ist, dass die Gr&uuml;nen mit Umweltpolitik viel st&auml;rker in Verbindung gebracht und von den Medien angefragt werden. Wir hingegen werden mit dem Thema soziale Gerechtigkeit am st&auml;rksten wahrgenommen.<br>\nUnd stagnieren trotzdem.<br>\n&Ouml;zdemir: Auf Bundesebene ist unsere Debatte zum Thema Migration von un&uuml;berh&ouml;rbaren Differenzen gepr&auml;gt, die uns schaden. Die Menschen m&ouml;gen es aber nicht, wenn aus einer Partei Signale kommen, die in ganz unterschiedliche Richtungen weisen. Es ist wichtig, dass bei uns eine gewisse inhaltliche Geschlossenheit herrscht, sodass wir im Wahlkampf unsere Themen besser zur Geltung bringen k&ouml;nnen.<br>\nFehlt der Partei das Selbstbewusstsein, sich Sahra Wagenknechts linkspopulistischen Thesen, die auch zentrale Forderungen der AFD aufnehmen, offensiv entgegenzustellen?<br>\nBoeddinghaus: Positionen, wie sie Sahra Wagenknecht in diesem Politikfeld vertritt, schaden uns deutlich. Wir sind mit der Fl&uuml;chtlingshelferInnenszene gut vernetzt und bekommen von dort das deutliche Signal: Kl&auml;rt erst mal eure Position in diesem Themenfeld. Fl&uuml;chtlingspolitik ist in Hamburg eine zentrale Frage und da brauchen wir eine klare Haltung, auch um die AFD hier weiter kleinzuhalten. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Linke-Politikerinnen-ueber-internen-Streit\/!5564233\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.W.:<\/strong> Die Linke auf Bundesebene will geeint ins Wahljahr 2019 gehen (siehe hier). Offenbar haben die beiden Gr&ouml;&szlig;en der Linksfraktion aus Hamburg das nicht mitbekommen. Sahra Wagenknecht ist die popul&auml;rste Politikerin der Linken. Wenn dann etwas &bdquo;sch&auml;dlich&ldquo; ist, dann ist das die Verunglimpfung von Sahra Wagenknecht durch die Fraktionsvorsitzende der Linken aus Hamburg, Sabine Boeddinghaus, die Sahra Wagenknecht in eine Ecke mit der AfD stellt. Zum Beweis f&uuml;r die Sch&auml;dlichkeit von Sahra Wagenknecht f&uuml;hrt Frau Boeddinghaus &bdquo;Signale&ldquo; aus der  &bdquo;Fl&uuml;chtlingshelferInnenszene&ldquo; an. Bei so viel analytischem Tiefgang darf man sich nicht wundern, wenn die Linke nicht vom Niedergang der SPD profitiert. Keine Selbstkritik, dass die Linke &uuml;ber der Politik f&uuml;r &bdquo;Gefl&uuml;chtete&ldquo; und Randgruppen die Arbeiterklasse links liegen l&auml;sst. Stattdessen wird gemeinsam mit den b&uuml;rgerlichen Medien zur Jagd auf Sahra Wagenknecht geblasen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Fragestellung ist infam und sie zeigt, auf welchem journalistischen Niveau sich die taz inzwischen bewegt. Genauso traurig ist, dass sich die beiden Politikerinnen der Hamburger Linken, auch wenn sie die Position Sahra Wagenknechts nicht teilen, nicht gegen so einen Tonfall verwahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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