{"id":48722,"date":"2019-01-25T16:52:38","date_gmt":"2019-01-25T15:52:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722"},"modified":"2019-01-25T16:52:38","modified_gmt":"2019-01-25T15:52:38","slug":"hinweise-des-tages-ii-379","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h01\">Europa, trauriger Kontinent von deutscher Gestalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h02\">Das gro&szlig;e Missverst&auml;ndnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h03\">Ablenkung, &Ouml;l, W&auml;hlerstimmen: Warum sich der US-Pr&auml;sident in Venezuela einmischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h04\">Vorsicht, Medienm&uuml;hle! &ldquo;Klima-Greta&rdquo; auf allen Kan&auml;len<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h05\">Statt &ldquo;Respekt-Rente&rdquo; sollte es einen &ldquo;Pardon-Zuschuss&rdquo; geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h06\">Einmischung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h07\">&ldquo;Es ist an der Zeit, das Hartz IV-Unwesen zu beenden&rdquo;: DGB fordert grundlegende Reformen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h08\">Geld f&uuml;r Weiterbildung bleibt oft ungenutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h09\">Studie zu Neubauten: So viel Geld geht f&uuml;r die Miete drauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h10\">Lehrermangel: Wie Berlin engagierte Quereinsteiger frustriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h11\">Plus 2,5 Milliarden pro Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h12\">Automarkt im Umbruch: Die Limousine ist tot, lang lebe der SUV!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h13\">Insel Samos: Fl&uuml;chtlinge protestieren gegen unmenschliche Zust&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h14\">Ein schlechter Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h15\">So wurde der Bundestagswahlkampf (weitgehend) finanziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48722#h16\">Das Letzte: Vertrauen Sie dieser Website nicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europa, trauriger Kontinent von deutscher Gestalt<\/strong><br>\nViele k&ouml;nnen ihre klammheimliche Freude &uuml;ber das Versagen der Briten beim Brexit kaum verbergen. Doch Vorsicht, der eigentliche Versager sitzt &ouml;stlich der Elbe.<br>\nIn diesen Tagen weisen viele &bdquo;Europafreunde&ldquo; in Deutschland und anderswo mit spitzen Fingern auf Gro&szlig;britannien, weil der uns&auml;gliche Brexit nicht zu Ende zu bringen ist und das Land sich auf jede erdenkliche Art und Weise l&auml;cherlich macht &ndash; &uuml;brigens auch die Labour Partei und Jeremy Corbyn. Jetzt zeige sich, dass man Europa nicht einfach ungestraft den R&uuml;cken kehren d&uuml;rfe, sagen die Konservativen. Jetzt zeige sich, dass man ernsthaft eine grundlegende Reform der EU angehen m&uuml;sse, statt auf ein Auseinanderbrechen Europas zu hoffen, sagen die Linken. Auf den Nachdenkseiten (hier) gibt es eine gro&szlig;e Debatte dazu, weil Albrecht M&uuml;ller gesagt hatte, Austrittsszenarien seien &bdquo;Irrsinn&ldquo;. Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte oder aber ganz woanders.<br>\nIch selbst habe nie viel vom Brexit gehalten, weil es schon zu Beginn des Trennungsprozesses klar war, dass auf der Leave-Seite extrem naive Vorstellungen dar&uuml;ber bestanden, was man mit einem Austritt aus der EU erreichen k&ouml;nnte (hier ein St&uuml;ck dazu). Zudem gab es eine konservative Regierung, die im Grunde gar keine andere Politik machen wollte als die Mehrheit der Kontinentaleurop&auml;er. So lief die Leave-Kampagne auf eine Glorifizierung des Freihandels und die Begrenzung der Zuwanderung von Arbeitskr&auml;ften aus der EU hinaus. Das aber war weder durchsetzbar noch ein ernsthaftes wirtschaftspolitisches Programm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/01\/europa-trauriger-kontinent-von-deutscher-gestalt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das gro&szlig;e Missverst&auml;ndnis<\/strong><br>\nIn Deutschland gilt als wirtschaftskompetent, wer der Wirtschaft m&ouml;glichst viele Gefallen tut. Ein fataler Irrtum in Zeiten von Trump, Brexit und anderen Symptomen der Globalisierungskrise.<br>\nDie neue Chefin der CDU war diese Woche bei den Leuten vom Bundesverband der Deutschen Industrie, die sich gerade fragen, ob Annegret Kramp-Karrenbauer denn genauso wirtschaftskompetent ist wie Friedrich Merz. Das ist der, der nach kurzem Ausflug in die Politik doch die Vorz&uuml;ge der Verm&ouml;gensverwaltung f&uuml;r sich wiederentdeckt zu haben scheint.<br>\nUnd? Na ja. Zumindest der BDI-Chef scheint nach dem Besuch angetan. Die Frau verstehe was von Wirtschaft, hat er gesagt. Und sie wolle was f&uuml;r die Wirtschaft tun. Aha. Jetzt fragt man sich, was das eigentlich hei&szlig;t, wenn jemand sagt, dass jemand was von Wirtschaft versteht. Und ob der oder die schon kompetent ist, wenn er oder sie was Nettes f&uuml;r die Wirtschaft macht. Und was das dann ist. Mal wieder nach &ndash; t&ouml;r&ouml;h! &ndash; der Abschaffung des Soli rufen?<br>\nGut m&ouml;glich, dass wir in den dramatischen Zeiten von Trump, Brexit und Gelbwesten im Gegenteil eine ganz neue Definition von Wirtschaftskompetenz brauchen. Bei der es noch weniger reicht, mal irgendwo im Aufsichtsrat zu sitzen und sonntags sch&ouml;ne ordnungspolitische S&auml;tze aufzusagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wirtschaftskompetenz-das-grosse-missverstaendnis-a-1249881.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ablenkung, &Ouml;l, W&auml;hlerstimmen: Warum sich der US-Pr&auml;sident in Venezuela einmischt<\/strong><br>\nDie Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind seit Langem gespannt. Doch jetzt greift Donald Trump direkt in die Staatskrise ein. Der Pr&auml;sident hat drei Gr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-warum-sich-der-us-praesident-in-venezuela-einmischt-a-1249860.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Der &ldquo;Meister Schlag&rdquo; der USA gegen Venezuela<\/strong><br>\nStella Calloni enth&uuml;llt den geheimen Plan des SouthCom um die Bolivarische Republik Venezuela zu st&uuml;rzen. Dieses Dokument, das wir hier ver&ouml;ffentlichen, widerspricht den Verpflichtungen des Pr&auml;sidenten Trump, den Regimewechseln, die die imperiale Politik der USA pr&auml;gten, ein Ende zu setzen. Es bezeugt, dass das internationale Bild des Chaos von Venezuela einzig und allein durch die angels&auml;chsische Propaganda fabriziert wird&hellip;.<br>\nDie Vereinigten Staaten und ihre Partner bereiten einen brutalen &ldquo;Plan zur Beendigung der Diktatur von Venezuela&rdquo; vor: den &laquo;Meister Schlag&raquo; &laquo;Masterstroke&raquo; [1], der bereits im Gange ist und dessen erster Teil vor den n&auml;chsten venezolanischen Wahlen beginnen w&uuml;rde; und wenn es ihnen nicht gelingen sollte, Pr&auml;sident Nicolas Maduro mit der neuen Offensive, die alle Medien- und Propaganda-Maschinen, plus weitere gewaltt&auml;tige Aktionen verwenden wird, zu st&uuml;rzen, wird f&uuml;r die &bdquo;Verteidigung der Demokratie&ldquo; der Plan B ausgel&ouml;st werden, der mehrere L&auml;nder und eine &ldquo;multilaterale Kraft&rdquo; umfassen wird, um milit&auml;risch zu intervenieren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.voltairenet.org\/article201150.html%20\">Voltairenet<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Hier ein Artikel vom M&auml;rz 2018: Der Plan wurde schon vor langer Zeit ausgeheckt und detailgenau durchgef&uuml;hrt. Es handelt sich um eine v&ouml;lkerrechtswidrige Intervention der USA in einem fremden Land mit dem Ziel, die Regierung zu st&uuml;rzen. Das ist illegal und ein Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht. Trump hat mit seiner Anerkennung von Guaid&oacute; als &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; erneut gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en. M&ouml;ge keiner sagen, er habe es nicht gewusst, es stand in den Zeitungen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vorsicht, Medienm&uuml;hle! &ldquo;Klima-Greta&rdquo; auf allen Kan&auml;len<\/strong><br>\nDie junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg ist im Nu zum Shootingstar avanciert: Mit gerade mal 16 Jahren setzt sie sich f&uuml;r den Klimaschutz ein, inspiriert Schulstreiks dazu. Greta will eine bessere Welt &ndash; und alle Medien wollen jetzt Greta.<br>\nIm Moment kommt die inzwischen 16-j&auml;hrige Greta kaum noch zum Demonstrieren vor dem Schwedischen Reichstag. Dort, wo ihre Klimakampagne angefangenen hat im vergangenen Herbst. Ein Fast-Noch-Kind mit ernstem Gesicht hielt der erwachsenen, aber unverantwortlichen Welt den Spiegel vor: &ldquo;Ihr Umwelts&uuml;nder macht unsere Erde kaputt, unsere Zukunft!&rdquo;<br>\nEgal, worum es geht &ndash; Greta soll dabei sein<br>\nSeither ist diese Greta Tintin Ernman Thunberg, Tochter eines Schauspielers und der bekannten Operns&auml;ngerin Malena Ernman, eine Heldin, sozusagen die beste aller Gutschweden. Und sie droht in der Medienm&uuml;hle zerrieben zu werden. Selbst die gro&szlig;e Sportgala im Fernsehen kam ohne sie nicht aus. Greta &uuml;bergab den Preis f&uuml;r den &ldquo;Anf&uuml;hrer des Jahres&rdquo; an Janne Andersson, den Trainer der Fu&szlig;ball-Nationalelf. Das hatte mit Klima nichts zu tun, aber irgendwie doch mit dem gro&szlig;en Ganzen und auch dazu hat Greta gute Gedanken: [&hellip;]<br>\nMan vergisst dabei, dass Greta gesundheitliche Probleme hat. Dass sie im Alter von acht Jahren nur noch weinte, nicht mehr aus dem Haus ging und nichts mehr a&szlig;, weil sie in der Schule einen Film &uuml;ber Plastikm&uuml;ll in den Meeren gesehen hatte. Sp&auml;ter kam die Diagnose &ldquo;Asperger Syndrom&rdquo;, eine Art Autismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/vorsicht-medienmuehle-klima-greta-auf-allen-kanaelen,RG5qjQ0\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Zweck heiligt auch hier nicht die Mittel. Die Medien haben eine besondere Verantwortung, wenn es um den Missbrauch von Minderj&auml;hrigen geht. Im Fall &bdquo;Greta&ldquo; scheint es aber eher so, als seien es die Medien, die ganzen Hype noch zus&auml;tzlich anfeuern. Wie es Greta geht, wenn die Scheinwerfer und Mikrofone einem neuen Hype hinterher hecheln, geriet vollends aus dem Blickwinkel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Statt &ldquo;Respekt-Rente&rdquo; sollte es einen &ldquo;Pardon-Zuschuss&rdquo; geben<\/strong><br>\nMinister Heil hat recht: Wer immer gearbeitet hat, soll mehr haben, als jemand, der das nicht tat. Mit Respekt hat das aber nichts zu tun. (&hellip;)<br>\nWenn jemand ein Leben lang gearbeitet hat, und am Ende kommt eine Rente dabei raus, die nicht h&ouml;her ist als ein Existenzminimum, dann braucht es keine Rentenzuschussideen f&uuml;r das Ende dieser Karriere, dann stimmt etwas lange davor bereits mit den L&ouml;hnen nicht. Das ist das Problem. (&hellip;)<br>\nAn dem gro&szlig;en Niedriglohnsektor in Deutschland ist die SPD nicht ganz schuldlos. Ein Minister mit ihrem Parteibuch darf 100 zus&auml;tzliche Euro als Kompensation daher durchaus anbieten. Er sollte sie aber anders nennen. Wie w&auml;re es mit &ldquo;Pardon-Zuschuss&rdquo;? Das tr&auml;fe den Kern des Problems, w&auml;re semantisch nicht zweifelhaft und f&uuml;r die Empf&auml;nger auch nicht ehrenr&uuml;hrig. (&hellip;)<br>\nUnd was hei&szlig;en die Pl&auml;ne eigentlich f&uuml;r diejenigen, die, aus was f&uuml;r Gr&uuml;nden auch immer, ihr Leben ohne l&uuml;ckenlose Erwerbsbiografie verbracht haben, die also diejenigen sind, von denen man die Respekt-Rentner abzugrenzen trachtet? Hier Respekt, da &ndash; leider nein? Auch das ist vielleicht nicht ganz gl&uuml;cklich.<br>\nEs ist mit dem Respekt wie mit den Pl&auml;nen zur Lebensleistungsrente. Es schwingt eine gewisse G&ouml;nnerhaftigkeit darin mit, zumindest die Ansicht, dar&uuml;ber befinden zu k&ouml;nnen, was Respekt verdient, was eine Lebensleistung ist, was ja auch eine Anma&szlig;ung ist.<br>\nEs geht bei der Rentenfrage nur um einen Aspekt des Lebens: das Arbeitsleben. Die Politik sollte in all ihrem v&ouml;llig richtigen Bem&uuml;hen darum, Ungerechtigkeiten auszugleichen, nicht die falschen Begr&uuml;ndungen daf&uuml;r suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/altersversorgung-statt-respekt-rente-sollte-es-einen-pardon-zuschuss-geben\/23897024.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Einmischung?<\/strong><br>\nMan stelle sich vor, regierungsnahe russische Politiker w&uuml;rden in einer angesehenen Londoner Tageszeitung einen &bdquo;Leserbrief&ldquo; ver&ouml;ffentlichen lassen, in dem sie die Briten auffordern, alles zu tun, um die Europ&auml;ische Union zu verlassen. Politiker und Medien in der gesamten westlichen Welt w&uuml;rden sich laut &uuml;ber diese unerh&ouml;rte Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souver&auml;nen Staates beklagen. Die Angelegenheit bek&auml;me Schlagzeilen auf den ersten Seiten s&auml;mtlicher b&uuml;rgerlicher Bl&auml;tter, die britische Regierung und die EU-Kommission w&uuml;rden neue Listen mit Namen von Leuten aufstellen, die auf die n&auml;chste Sanktionsliste gesetzt werden m&uuml;ssten &hellip;<br>\nSchluss mit dem Kopfkino, das alles ist nicht passiert. Ebenso wenig haben die Russen scharenweise Politiker in die Fr&uuml;here Jugoslawische Republik Mazedonien geschickt, um dort in Medien und auf Versammlungen aufzutreten, um die Meinung der Menschen bez&uuml;glich der Namens&auml;nderung des Landes zu beeinflussen. Tatsache ist allerdings, dass etliche f&uuml;hrende Politiker aus NATO- und EU-Staaten das kleine Land heimgesucht haben, um dort vor dem Referendum zugunsten des neuen Namens zu trommeln und damit f&uuml;r die Freischaltung des Weges in die NATO und die EU. (Dass ihnen das nicht gelungen ist, das Referendum nicht in deren Sinne ausging, das Ergebnis aber dennoch in deren Sinne interpretiert wurde, steht auf einem anderen Blatt.)<br>\nSo &auml;hnlich l&auml;uft es nun auch in Britannien. Die Brexit-Kiste ist derartig verfahren, dass niemand mehr wei&szlig;, wie man irgendeinen Ausweg aus dem Ideen- und Meinungschaos finden kann. Vern&uuml;nftig w&auml;re es jetzt vielleicht, die Abgeordneten des Unterhauses daran zu erinnern, dass sie vor nicht allzu langer Zeit von den Menschen ihrer Wahlbezirke als deren Vertreter ins Parlament gew&auml;hlt wurden und dass sie sich nun, unabh&auml;ngig von ihrer Zugeh&ouml;rigkeit zu irgendwelchen Parteien, &uuml;berlegen sollten, welche Position sie zum Thema Brexit einnehmen sollten, und auch, ob sie diese Position dann vor ihren W&auml;hlern vertreten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5104\/positionen\/10377\/Einmischung.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Es ist an der Zeit, das Hartz IV-Unwesen zu beenden&rdquo;: DGB fordert grundlegende Reformen<\/strong><br>\nEs bietet keine ausreichende soziale Sicherheit, sondern f&uuml;hrt oft in einen Teufelskreis aus Armut: Wie l&auml;sst sich das aktuelle Hartz IV-System &uuml;berwinden und eine bessere Form der Grundsicherung schaffen? Auf einer Tagung in Berlin hat DGB-Vorstand Annelie Buntenbach Ideen daf&uuml;r vorgestellt.<br>\nDie M&auml;ngelliste des Hartz IV-Systems ist lang. Im Zentrum der Kritik seit Langem: die zu niedrigen Regels&auml;tze, die nicht vor Armut sch&uuml;tzen. Doch wie kann man die Probleme l&ouml;sen? Und wie muss eine Grundsicherung aussehen, die wirksam vor Armut sch&uuml;tzt und die W&uuml;rde der Menschen bewahrt?<br>\nDar&uuml;ber haben Politiker und Wissenschaftler im Januar 2019 auf einer Veranstaltung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung diskutiert. Titel der Tagung: &ldquo;Hat Hartz IV eine Zukunft?&rdquo; F&uuml;r den DGB war Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dabei. Sie hat die grundlegenden Probleme des aktuellen Systems aus gewerkschaftlicher Sicht skizziert und Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Reform der Grundsicherung vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++fc9af3c6-1e27-11e9-8318-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geld f&uuml;r Weiterbildung bleibt oft ungenutzt<\/strong><br>\nVon rund vier Milliarden Euro f&uuml;r die Weiterbildung von Arbeitslosen ist im vergangenen Jahr gut eine Milliarde Euro ungenutzt geblieben. Das ist so viel wie seit Jahren nicht mehr. Kritik kommt von der Linkspartei. Mehr als ein Viertel der Mittel f&uuml;r die berufliche Weiterbildung und Unterst&uuml;tzung von Arbeitslosen bleibt in Deutschland ungenutzt. Von 3,93 Milliarden Euro, die die Arbeitsagentur im vergangenen Jahr Beziehern von Arbeitslosengeld I daf&uuml;r bereitstellte, blieben 1,09 Milliarden &uuml;brig. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linkspartei im Bundestag hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Damit blieb so viel Geld f&uuml;r diesen Bereich ungenutzt wie seit Jahren nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitslose-weiterbildung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Das wundert die betroffenen ALG-II-Empf&auml;nger schon lange nicht mehr, dass das sinnvolle &ldquo;F&ouml;rdern&rdquo; unterbleibt. Sehen sie sich in den Jobcentern h&auml;ufig Vermittlern und Leistungssachbearbeitern gegen&uuml;ber, die ihre Lebenssituation nur unzureichend verstehen und dem entsprechend wenig Empathie aufbringen (k&ouml;nnen). Diese Sachbearbeiter &ldquo;verstehen&rdquo; ihren Auftrag darin, sich gegen&uuml;ber den Erwerbslosen als &ldquo;Erzieher&rdquo; aufzuf&uuml;hren. Wenn sie jemanden vermitteln, dann zumeist in Leih- oder Zeitarbeit. F&uuml;r das &ldquo;F&ouml;rdern&rdquo; werden dann Angebote von Bildungstr&auml;gern genutzt, die, wenn sie auch sinnvoll sind, zumeist nicht oder nur schwerlich dazu f&uuml;hren, das Erwerbslose In Arbeit kommen, bei Umschulungen ebenso. Die Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sprechen f&uuml;r sich. Somit sind solche F&ouml;rderma&szlig;nahmen nur ein Gesch&auml;ft f&uuml;r oftmals private Bildungstr&auml;ger, die eine regelrechte Sozialindustrie darstellen. Dabei k&ouml;nnte die eine Milliarde sinnvoll f&uuml;r einen sozialen Arbeitsmarkt verwendet werden, der Langzeiterwerbslosen tats&auml;chlich die M&ouml;glichkeit g&auml;be, aus gesicherten Arbeitsverh&auml;ltnissen den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Solche M&ouml;glichkeiten gab es vor der Agenda 2010 auf kommunaler Ebene. Sie wurden durch &ldquo;Hartz IV&rdquo; eingestellt. Seitdem haben zahlreiche Beh&ouml;rdenmitarbeiter und Arbeitgeber das Vorurteil, die Erwerbslosen seien faul, Dr&uuml;ckeberger oder Sozialschmarotzer. Die &ouml;ffentliche Emp&ouml;rung wird bald wieder verstummen. Die Erwerbslosen bleiben dann wieder mit ihren Problemen allein. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie zu Neubauten: So viel Geld geht f&uuml;r die Miete drauf<\/strong><br>\nDie Nachfrage nach Wohnraum steigt, doch eine neue Studie im Auftrag von Panorama zeigt: Millionen Haushalte k&ouml;nnen sich eine Neubaumiete nicht leisten. Wo die Situation besonders schwierig ist, zeigen unsere interaktiven Karten.<br>\nMillionen Haushalte in Deutschland k&ouml;nnen es sich nicht leisten, eine Neubauwohnung zu mieten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die das ARD-Magazin Panorama bei der Immobiliendatenfirma empirica-systeme in Auftrag gegeben hat.<br>\nIn Deutschland wird zwar kr&auml;ftig gebaut, doch viele Haushalte m&uuml;ssten mehr als 27 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben, um sich einen Neubau zur Miete leisten zu k&ouml;nnen. Nicht nur in Gro&szlig;st&auml;dten wie Berlin, Dortmund oder Frankfurt ist das ein Problem &ndash; auch in mittelgro&szlig;en St&auml;dten wie Rostock, Jena oder Wilhelmshaven.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/neubau-mieten-einkommen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Mann, der die Deutsche Wohnen enteignen will<\/strong><br>\nRouzbeh Taheri geht drastisch gegen einen Immobilienriesen vor. Was anderswo ignoriert w&uuml;rde, f&auml;llt in Berlin auf fruchtbaren Boden. Der Senat ist unter Druck.<br>\nEin Altbau der vorletzten Jahrhundertwende, schmaler Flur, Fliesen mit Blumendekor neben einer Briefkasten-Zeile. Auf den Holzdielen des Treppenhauses liegt ein schmaler roter Teppich. Ein einfaches, gepflegtes Haus der Genossenschaft Wohnungsbau Verein Neuk&ouml;lln. Lucy Redler &ouml;ffnet die T&uuml;r im zweiten Stock, das Baby Julia auf dem Arm. Ja, Rouzbeh Taheri sei auch da. Der Mann, der Berlins Wohnungswirtschaft in Angst und Schrecken versetzt. Das Baby l&auml;chelt &ndash; &bdquo;Ja, sch&ouml;&ouml;&ouml;n enteignen &ndash; das findet Mama auch gut&ldquo;, sagt Lucy Redler, die auch im Parteivorstand der Linken ist.<br>\nDas Jahr hat noch nicht richtig angefangen, da tobt in der Stadt schon eine Debatte, die in gewisser Weise typisch ist f&uuml;r Berlin. Aus einem halben Dutzend Initiativen gegen steigende Mieten hat sich eine Gruppe Aktivisten gebildet, die durch eine Volksinitiative den gr&ouml;&szlig;ten st&auml;dtischen Wohnungseigent&uuml;mer &ndash; die Aktiengesellschaft Deutsche Wohnen &ndash; enteignen will und dazu jede Firma mit mehr als 3.000 Wohnungen.<br>\nUnd was anderswo als radikale Forderung linker Sektierer links liegen gelassen bliebe, f&auml;llt in Berlin politisch auf fruchtbaren Boden &ndash; noch bevor &uuml;berhaupt der erste Verfahrensschritt auf dem Weg zu einem Volksentscheid, die Sammlung von 20.000 Unterschriften, getan ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/volksinitiative-in-berlin-der-mann-der-die-deutsche-wohnen-enteignen-will\/23897432.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Haunted Landlord: Die R&uuml;ckkehr der Entmieteten<\/strong><br>\nMit einem Bot rufen wir besonders skrupellose Immobilienfirmen und Hauseigent&uuml;mer*innen an und konfrontieren sie mit den Schicksalen der von ihnen verdr&auml;ngten Menschen. Die Geister der Vergangenheit kehren zur&uuml;ck, um ihre ehemaligen Vermieter*innen heimzusuchen. [&hellip;]<br>\nDie Mittel, zu denen Immobilienbesitzer*innen greifen, um ihre H&auml;user zu entmieten und aufzuwerten sind mitunter unmenschlich und hinterlassen tiefe Spuren in den Leben der Betroffenen. Doch weil es sich in der aktuellen rechtlichen Lage finanziell enorm lohnt, finden Entmietungen mit skrupellosen Methoden sowie Zwangsr&auml;umungen &uuml;berall und immer wieder statt. Der Staat sch&uuml;tzt Privateigentum, Profitmaximierung und Spekulation mehr als das Recht auf Wohnen. Die Kosten tragen nat&uuml;rlich diejenigen, die ohnehin &uuml;ber eine schlechtere finanzielle Absicherung verf&uuml;gen und auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.<br>\nViele dieser Geschichten gehen unsichtbar &uuml;ber die B&uuml;hne und die Betroffenen bleiben mit den Problemen und ihrer Wut alleine zur&uuml;ck.<br>\nW&auml;hrend Eigent&uuml;mer*innen sich bereichern, werden Menschen durch Wohnungsnot in dramatische Lebenskrisen gest&uuml;rzt und das soziale Geflecht von ganzen Stadteilen zerst&ouml;rt.<br>\nMit dieser Aktion wollen wir dieses fl&auml;chendeckende, strukturelle Problem durch pers&ouml;nliche Geschichten sicht- und h&ouml;rbar machen und die Verantwortlichen direkt mit den Stimmen der Verdr&auml;ngten und den Folgen ihrer Taten konfrontieren. Das Machtverh&auml;ltnis zwischen Entmieter*innen und Entmieteten wird &ndash; wenigstens kurzzeitig &ndash; umgekehrt. Diejenigen, die von ihren Vermieter*innen massiv unter Druck gesetzt wurden und einem Gef&uuml;hl der Ohnmacht ausgeliefert waren, erheben jetzt ihre Stimmen.<br>\nDie Entmieteten, die sonst nur als kurze Episode einer Investitionslogik erinnert werden, spuken so noch Jahre sp&auml;ter in den Telefonleitungen ihrer ehemaligen Landlords.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hauntedlandlord.de\/%20\">Hauntedlandlord<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Brosch&uuml;re: Gutes Wohnen f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDie Wohnungsfrage ist zur&uuml;ck auf der Tagesordnung. Vor allem in Gro&szlig;- und Universit&auml;tsst&auml;dten wird das Wohnen f&uuml;r Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen immer teurer. Der Grund daf&uuml;r sind politische Fehlentscheidungen: Schon seit den 1980er Jahren wurden ganze Wohnungsbest&auml;nde privatisiert und Regulierungen abgebaut. F&ouml;rdergelder hat man reduziert. Der Neubau ging drastisch zur&uuml;ck. Die Spekulation mit Wohnungen und Grundst&uuml;cken wurde erleichtert. Die Misere am Wohnungsmarkt zeigt: Wir brauchen eine wohnungspolitische Kehrtwende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++71780b30-1fc1-11e9-a67a-525400f67940\">ver.di<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige, 24-seitige Brosch&uuml;re k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/++file++5c4990e42d9efb3070ffc432\/download\/0719_07_Brosch_Wipo_WEB.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lehrermangel: Wie Berlin engagierte Quereinsteiger frustriert<\/strong><br>\nBerlin ist am st&auml;rksten vom Lehrermangel betroffen. Engagierte Quereinsteiger gibt es &ndash; doch das Land ist nicht bereit, b&uuml;rokratische H&uuml;rden zu beseitigen, um diese wie vollwertige Lehrer zu bezahlen. Das bekommt auch der Lehrer Andreas Mayer zu sp&uuml;ren.<br>\nDer Berliner Andreas Mayer arbeitet seit 2009 als Lehrer. Er geh&ouml;rt zu den zahlreichen Quereinsteigern im Lehramt: Akademiker, aber ohne einen Lehramtsabschluss und ohne das anschlie&szlig;ende Referendariat. Aus purer Not &ndash; und auch weil Mayer nach eigenem Bekunden sehr gerne als Lehrer arbeitet &ndash; hat das Land Berlin ihn trotzdem an diversen Schultypen in zehn verschiedene F&auml;cher besch&auml;ftigt. &Uuml;ber Jahre bekam Mayer, der nun fest an einer Grundschule angestellt ist, nur befristete Vertr&auml;ge.<br>\nVergeblich versuchte er zwischenzeitlich, noch ein Referendariat zu absolvieren. Doch zum einen galt sein damaliges Hauptunterrichtsfach Englisch nicht als Mangelfach, zum anderen &ndash; &bdquo;haben sie einmal einfach meine Unterlagen verbummelt&ldquo;. Als sich seine Akte wieder eingefunden habe, sei aber die Frist f&uuml;r die Referendariatsbewerbung abgelaufen gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/lehrermangel-wie-berlin-engagierte-quereinsteiger-frustriert.1008.de.html?dram:article_id=439164\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Plus 2,5 Milliarden pro Tag<\/strong><br>\nDer Reichtum ist fest in den H&auml;nden der Oligarchen<br>\nWie der Reichtum in den letzten Jahren vermehrt wurde, zeigen die verdienstvollen Oxfam-Studien. Die diesj&auml;hrige Studie erschien rechtzeitig zum Gipfel der Unversch&auml;mtheit, dem sogenannten Welt-Wirtschaftsgipfel in Davos. Oxfam will die Unbelehrbaren ermahnen, abzulassen von Gier, Betrug und Hochmut.<br>\nDie Fakten, die Oxfam auf der Grundlage von b&uuml;rgerlichen Statistiken aufbereitet hat, zeigen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und die Tendenz: Die Reichen werden zwar mehr, aber im Verh&auml;ltnis zu der rasch wachsenden Zahl der Armen immer weniger.<br>\n&bdquo;So hat sich in den zehn Jahren seit der Finanzkrise die Zahl der Milliard&auml;rInnen weltweit nahezu verdoppelt. Gleichzeitig k&ouml;nnen sich immer weniger Menschen aus extremer Armut befreien: Das Tempo, in dem extreme Armut abnimmt, hat sich seit 2013 halbiert. In Teilen Afrikas steigt die extreme Armut sogar wieder an.&ldquo; Auf der Welt gibt es derzeit rund 2&thinsp;200 Milliard&auml;re. Das Verm&ouml;gen der 2&thinsp;200 ist um 900 Milliarden US-Dollar gewachsen, das hei&szlig;t um 2,5 Milliarden pro Tag. Dagegen sank das Verm&ouml;gen der &auml;rmsten H&auml;lfte der Menschheit, insgesamt 3,8 Milliarden Kinder, Frauen und M&auml;nner, um 11 Prozent. Nur 26 der menschlichen Geldmaschinen besa&szlig;en so viel wie diese 3,8 Milliarden Menschen.<br>\nAlles weit weg von uns? In der BRD hat sich die Zahl der Milliard&auml;re seit 2008 auf &uuml;ber 200 ebenfalls verdoppelt.<br>\nIn deutschen Landen ist der Reichtum fest in der Hand seiner Oligarchen. &bdquo;Das reichste Prozent der Deutschen verf&uuml;gt &uuml;ber ebenso viel Verm&ouml;gen wie die 87 &auml;rmeren Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung. Im europ&auml;ischen und internationalen Vergleich z&auml;hlt Deutschland zu den Industrienationen mit der gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensungleichheit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5104\/wirtschaft_soziales\/10339\/Plus-25-Milliarden-pro-Tag.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Automarkt im Umbruch: Die Limousine ist tot, lang lebe der SUV!<\/strong><br>\nDie Vorliebe nicht nur der Amerikaner f&uuml;r Pick-ups und SUVs zwingt die Autobauer zu einem drastischen Strategieschwenk. Der klassische Pkw wird zum Auslaufmodell.<br>\nDer F-150 Raptor ist ein Monster. Wo dieses Auto entlang donnert, da w&auml;chst kein Gras mehr. Benannt ist es nach einem furchteinfl&ouml;&szlig;enden Dinosaurier, dem Velociraptor aus der Kreidezeit.<br>\nTats&auml;chlich geh&ouml;rt eine gewisse Furchtlosigkeit &ndash; oder Skrupellosigkeit &ndash; in Sachen Spritkonsum zu den Grundeigenschaften, die man am Steuer des Raptor mitbringen muss. &hellip;<br>\nSeit dem Jahr 1999 liegen die &ldquo;Light Trucks&rdquo; (SUVs plus Pick-ups) in den USA bei den Verkaufszahlen vor den Limousinen. Die Finanzkrisen-Jahre 2008 und 2009 sind Ausrei&szlig;er-Jahre: Die schwerste Rezession in den USA seit der Gro&szlig;en Depression 1929 und ein steigender &Ouml;lpreis zwangen die Konsumenten zum Umdenken. Das zeigt: Der SUV-Trend ist auch ein Luxus-Problem.<br>\n&ldquo;In schlechten Zeiten, in denen das Geld nicht so locker sitzt, kauft man eher einen Pkw. Steigen dagegen die Einkommen, steigen auch die Verkaufszahlen der SUVs&rdquo;, so die ebenso n&uuml;chterne wie einleuchtende Erkl&auml;rung von Frank Schwope, Auto-Analyst der NordLB, im Gespr&auml;ch mit boerse.ARD.de. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/boerse\/pickups-suv-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Die Spaltung zwischen Arm und Reich f&uuml;hrt auf Seiten der Reichen zu stetig dissozialem Verhalten. Die SUV&acute;s sind Fossile im Material- und Spritverbrauch mit entsprechenden sch&auml;dlichen Abgasen. Werden sie auf &Ouml;ffentlichen Parkpl&auml;tzen abgestellt, ben&ouml;tigen sie zwei Stellpl&auml;tze. Durch ihre H&ouml;he sind sie eine stete Gefahr f&uuml;r Kinder im Stra&szlig;enverkehr. Die steuerliche Besserstellung im Verh&auml;ltnis zu Normal-PKW&acute;s ist das Sahneh&auml;ubchen obenauf. Mit der Produktion und der Nutzung dieser Automobile werden die Triebkr&auml;fte f&uuml;r den Klimawandel zus&auml;tzlich gest&auml;rkt. Diese, im volkst&uuml;mlichen Jargon auch &ldquo;Hausfrauenpanzer&rdquo; genannten KFZ-Fossile sollten ge&auml;chtet werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Insel Samos: Fl&uuml;chtlinge protestieren gegen unmenschliche Zust&auml;nde<\/strong><br>\nDas Registrierlager f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auf der griechischen Insel Samos hat eine Aufnahmekapazit&auml;t f&uuml;r 648 Menschen. Derzeit leben dort nach Angaben der Regierung in Athen mehrere Tausend Personen. Gegen ihre verheerende Lage sind sie erneut auf die Stra&szlig;e gegangen.<br>\nT&auml;nze, Gesang und afrikanische Trommeln vor den B&uuml;ros der Hafenpolizei in Samos-Stadt &ndash; es ist ein bunter, friedlicher Protest. Einige Hundert Fl&uuml;chtlinge, vor allem Afrikaner, sind die wenigen hundert Meter aus ihrem Zeltcamp hoch &uuml;ber der Stadt runter ans Wasser gekommen. &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht mehr&ldquo; lautet ihre Botschaft nach langen, heftigen Regenf&auml;llen. Viele tragen nur d&uuml;nne Kleidung und Badelatschen.<br>\n&bdquo;Wir leben unter wirklich unmenschlichen Bedingungen &ndash; das kann so nicht weitergehen. Wir h&ouml;ren, dass es sich auf Lesbos langsam bessert, aber hier nicht. Schauen Sie sich im Camp um &ndash; wir bekommen extrem schlechtes Essen, manche haben Angst, dass sie sterben &ndash; nur durchn&auml;sste Zelte f&uuml;r mehrere tausend Menschen &ndash; es geht uns wirklich sehr, sehr schlecht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/insel-samos-fluechtlinge-protestieren-gegen-unmenschliche.1773.de.html?dram:article_id=439187\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Das Erfolgsbarometer der EU<\/strong><br>\nIn einem flammenden Appell fordert die UN-Fl&uuml;chtlingsagentur eine Wende in der EU-Fl&uuml;chtlingsabwehr auf dem Mittelmeer. Es k&ouml;nne nicht angehen, dass es f&uuml;r Politiker &ldquo;das einzige Erfolgsbarometer&rdquo; sei, die Anzahl der in die EU gelangenden Fl&uuml;chtlinge zu reduzieren, &ldquo;wenn Menschen an Europas T&uuml;rschwelle ertrinken&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Stellungnahme des UNHCR. Man m&uuml;sse die desolate Situation auf dem Mittelmeer &ldquo;als humanit&auml;re Angelegenheit&rdquo; behandeln und nicht als Anlass, &ldquo;um politische Punktgewinne zu erzielen&rdquo;. Der UNHCR protestiert insbesondere dagegen, dass Zehntausende Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ck nach Libyen gebracht werden, wo sie in Lagern dahinvegetieren m&uuml;ssen, in denen misshandelt und gefoltert wird. Die Situation in den Folterlagern hat im Dezember ein Bericht der UNO umfassend dokumentiert. Vertreter der Bundesregierung und der EU haben einger&auml;umt, &uuml;ber die Situation in den Lagern vollauf im Bilde zu sein. Dennoch setzt die Union ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die libysche K&uuml;stenwache fort, die Fl&uuml;chtlinge in die Lager verschleppt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7839\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein schlechter Tag<\/strong><br>\nDer 18. Januar war in mehrfacher Hinsicht ein negativer Tag f&uuml;r die politischen Grundrechte in der BRD. Nachdem eine Mehrheit im Bundestag mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und AfD die L&auml;nder Tunesien, Algerien, Marokko und Georgien zu sicheren Herkunftsl&auml;ndern erkl&auml;rt hat &ndash; was weitreichende dramatische Folgen f&uuml;r Gefl&uuml;chtete aus diesen Nationen bedeutet &ndash; folgte eine Debatte zum sogenannten &bdquo;Linksextremismus&ldquo;.<br>\nDie Mehrheit der im Parlament vertretenen Parteien hat das Ablenkungsman&ouml;ver der AfD durchaus erkannt und kritisiert, ohne allerdings konkret zu werden und Verbotsforderungen unter anderem gegen die &bdquo;Rote Hilfe e.&thinsp;V.&ldquo; und die &bdquo;Interventionistische Linke&ldquo; zur&uuml;ckzuweisen. Der Rechtsau&szlig;en-Partei geht es darum, von den Neonazis in den eigenen Reihen und entsprechenden &Auml;u&szlig;erungen abzulenken. Ihr Ziel ist es, antirassistisches und antifaschistisches Engagement zu kriminalisieren. Sch&uuml;tzenhilfe erhielt die immer deutlicher von braunen Kr&auml;ften dominierte Partei dabei ausgerechnet von den &bdquo;Freien Demokraten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5104\/positionen\/10374\/Ein-schlechter-Tag.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>So wurde der Bundestagswahlkampf (weitgehend) finanziert<\/strong><br>\nDie Bundestagsparteien haben 2017 knapp 90,6 Millionen Euro Spenden erhalten, davon kamen fast 26 Millionen Euro von Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nden. Hauptprofiteur waren wie stets die Unionsparteien: Sie kassierten knapp die H&auml;lfte der Gesamtspenden und sogar zwei Drittel der Unternehmensspenden. Dies geht aus den gestern ver&ouml;ffentlichten Rechenschaftsberichten der Parteien hervor. Die Gesamtsumme der Zuwendungen aus der Wirtschaft d&uuml;rfte allerdings deutlich h&ouml;her sein, da die Parteien ihre zum Teil betr&auml;chtlichen Einnahmen aus Sponsoring nicht konkret ausweisen m&uuml;ssen. Zudem profitierte die AfD auch in 2017 von verdeckten und h&ouml;chstwahrscheinlich illegalen Geldfl&uuml;ssen, die sie in ihrem Bericht nicht auflistet. LobbyControl fordert, die private Parteienfinanzierung in Deutschland st&auml;rker zu regulieren und transparenter zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2019\/01\/so-wurde-der-bundestagswahlkampf-weitgehend-finanziert\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Vertrauen Sie dieser Website nicht<\/strong><br>\nMit NewsGuard bekommen Nutzer in Microsofts Browser Edge angezeigt, wie glaubw&uuml;rdig Websites im Netz sind. Auch f&uuml;r andere Browser gibt es die Anti-Fake-News-Erweiterung.<br>\nFake-News sind ein kleineres Problem als angenommen. Jedenfalls was ihre Wirkung angeht, wie eine aktuelle Studie zeigt. Deshalb sollte das Ph&auml;nomen aber nicht ignoriert werden. Vor allem der Hinweis auf Fake-News und deren Verbreiter ist wichtig, um die Medienkompetenz von Internetnutzern und -nutzerinnen zu sch&auml;rfen.<br>\nMicrosoft warnt deshalb in der neuesten Mobilversion des Browsers Edge vor Websites, die nachweislich Falschinformationen verbreiten. In den Einstellungen der App gibt es die neue Option News Rating. Einmal aktiviert, bekommen die Nutzerinnen beim Besuch einer Nachrichtenwebsite oder eines Blogs eine farbige Warnung angezeigt: Ein gr&uuml;ner Haken bedeutet, dass die Website journalistischen Standards folgt und Haftung &uuml;bernimmt. Ein rotes Ausrufezeichen hei&szlig;t: Hier wurden in der Vergangenheit falsche Nachrichten verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2019-01\/microsoft-edge-browser-newsguard-fake-news-internet\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.R.:<\/strong> Interessant ist, wer bei dem Team von Newsguard im <a href=\"https:\/\/www.newsguardtech.com\/our-advisory-board\/\">Beirat<\/a> sitzt. Kein Wunder, dass RT da gleich auf den Index gesetzt wird. Dennoch erfreulich dabei: Die Kommentare bei Zeit Online lassen erkennen, dass die meisten Leser sich nicht f&uuml;r sooo dumm verkaufen lassen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48722","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48722"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48722\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48725,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48722\/revisions\/48725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}