{"id":48739,"date":"2019-01-28T08:19:57","date_gmt":"2019-01-28T07:19:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739"},"modified":"2019-01-28T09:02:59","modified_gmt":"2019-01-28T08:02:59","slug":"hinweise-des-tages-3292","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h02\">Staat zahlt j&auml;hrlich drei Milliarden Euro f&uuml;r McKinsey &amp; Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h03\">Grenzwerte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h04\">So manipulierbar sind wir gar nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h05\">&raquo;Olaf Sch&auml;uble oder Wolfgang Scholz?&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h06\">Apropos Steuergerechtigkeit: Wie sich die EU von Gro&szlig;konzernen an der Nase rumf&uuml;hren l&auml;sst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h07\">Berlin direkt vom 27. Januar 2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h08\">Vergesst das Brexit-Datum!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h09\">Amerikas sch&auml;ndlicher Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h10\">&laquo;Die NATO ist eine Gefahr, kein Garant f&uuml;r den Frieden&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h11\">Die Fronten bleiben verh&auml;rtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h12\">Die umstrittene Ostsee-Erdgasleitung Nordstream 2: Hintergr&uuml;nde zur US-amerikanischen Erpressung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h13\">Pr&uuml;gelstrafe f&uuml;r die P&auml;dagogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h14\">Liberal war einmal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h15\">Bildungsinseln f&uuml;r Gutverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h16\">Studie enth&uuml;llt schlechte Arbeitsbedingungen bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h17\">Frankreich: Vertrauen in Medien am Tiefpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48739#h18\">Wir basteln uns eine Klima-Ikone<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chomsky, Pilger und 70 weitere fordern in offenem Brief ein Ende der US-Intervention in Venezuela<\/strong><br>\nIm Folgenden der Wortlaut der Erkl&auml;rung (von Jakob Reimann f&uuml;r JusticeNow! &uuml;bersetzt):<br>\nDie Regierung der Vereinigten Staaten muss aufh&ouml;ren, mit der Absicht, die Regierung Venezuelas st&uuml;rzen zu wollen, in die Innenpolitik des Landes einzugreifen. Die Ma&szlig;nahmen der Trump-Regierung und ihrer Verb&uuml;ndeten in der Hemisph&auml;re werden die Situation in Venezuela mit Sicherheit nur verschlimmern und zu unn&ouml;tigem menschlichem Leid, Gewalt und Instabilit&auml;t f&uuml;hren.<br>\nDie Polarisierung in Venezuelas Politik ist nichts Neues &ndash; schon lange ist das Land entlang ethnischer und sozio&ouml;konomischer Bruchlinien tief gespalten. Doch die Polarisierung hat sich in den letzten Jahren verst&auml;rkt. Dies ist zum Teil auf die Unterst&uuml;tzung der USA f&uuml;r eine Oppositionsstrategie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die einzig darauf abzielt, die Regierung von Nicol&aacute;s Maduro fernab der Wahlurne zu beseitigen. W&auml;hrend die Opposition bez&uuml;glich dieser Strategie gespalten war, unterst&uuml;tzten die USA hartgesinnte oppositionelle Fraktionen bei ihrem Ziel, die Maduro-Regierung durch oft gewaltt&auml;tige Proteste, einen Milit&auml;rputsch oder andere undemokratische Wege zu Fall zu bringen.<br>\nUnter der Trump-Regierung erreichte die aggressive Rhetorik gegen die venezolanische Regierung ein extremes und bedrohliches Ausma&szlig;: Vertreter der Trump-Administration sprachen von &bdquo;Milit&auml;reins&auml;tzen&ldquo; und verurteilten Venezuela zusammen mit Kuba und Nicaragua als Teil einer &bdquo;Troika der Tyrannei&ldquo;.<br>\nProbleme, die sich aus der Politik der venezolanischen Regierung ergaben, wurden durch US-amerikanische Wirtschaftssanktionen versch&auml;rft, die unter den Rahmenbedingungen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Vereinten Nationen illegal waren &ndash; ebenso unter US-amerikanischem Recht und anderen internationalen Vertr&auml;gen und &Uuml;bereinkommen. Diese Sanktionen schnitten die Mittel ab, mit denen die venezolanische Regierung ihrer wirtschaftlichen Rezession h&auml;tte entkommen k&ouml;nnen, w&auml;hrend sie weiterhin einen dramatischen R&uuml;ckgang der &Ouml;lproduktion zur Folge hatten und die Wirtschaftskrise weiter verschlimmerten. Viele Menschen starben, weil sie keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten haben. Unterdessen beschuldigen die USA und andere Regierungen &ndash; einzig und allein &ndash; die venezolanische Regierung f&uuml;r den wirtschaftlichen Schaden, selbst f&uuml;r jenen, der durch die US-Sanktionen verursacht wurde.<br>\nJetzt haben die USA und ihre Verb&uuml;ndeten, darunter der Generalsekret&auml;r der OAS, Luis Almagro, und Brasiliens rechtsextremer Pr&auml;sident Jair Bolsonaro Venezuela an den Abgrund gedr&auml;ngt. Durch die Anerkennung des Pr&auml;sidenten der Nationalversammlung Juan Guaido als Venezuelas neuen Pr&auml;sidenten &ndash; ebenfalls illegal unter der OAS-Charta &ndash; hat die Trump-Regierung die politische Krise Venezuelas eskaliert, in der Hoffnung, das venezolanische Milit&auml;r zu spalten und die Bev&ouml;lkerung weiter zu polarisieren und so zu zwingen, sich f&uuml;r eine Seite zu entscheiden. Das offensichtliche und gelegentlich artikulierte Ziel ist es, Maduro durch einen Staatsstreich aus dem Amt zu jagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-01-26\/chomsky-pilger-und-70-weitere-fordern-in-offenem-brief-ein-ende-der-us-intervention-in-venezuela\/\">JusticeNow!<\/a><\/li>\n<li><strong>Guaid&oacute; telefonierte offenbar mit Pence &ndash; kurz bevor die Revolte begann<\/strong><br>\nGab Washington das Signal zum Aufstand in Venezuela? Laut &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; telefonierte US-Vizepr&auml;sident Mike Pence mit Juan Guaid&oacute; &ndash; der sich kurze Zeit sp&auml;ter zum Staatschef erkl&auml;rte.<br>\nAm Mittwoch erkl&auml;rte sich Juan Guaid&oacute; in Venezuela &uuml;berraschend zum Interimspr&auml;sidenten des Landes und forderte damit offen Staatschef Nicol&aacute;s Maduro heraus. Nur kurze Zeit sp&auml;ter erkl&auml;rte US-Pr&auml;sident Donald Trump, Guaid&oacute; als legitimen Pr&auml;sidenten anzuerkennen. Die schnelle Reaktion &uuml;berraschte &ndash; k&ouml;nnte aber eine besondere Vorgeschichte haben.<br>\nDas &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; berichtet von einem Anruf des US-Vizepr&auml;sidenten Mike Pence bei Guaid&oacute;. Darin sicherte der Republikaner demnach am Abend vor der Revolte Unterst&uuml;tzung zu, falls Guaid&oacute; es auf einen Machtkampf mit Maduro ankommen lasse. So kam es dann auch.<br>\nIm Hintergrund, so berichtet die Zeitung, habe es schon l&auml;nger Gespr&auml;che und Pl&auml;ne f&uuml;r diesen Fall gegeben, auch zwischen US-Offiziellen und Oppositionspolitikern aus Venezuela, so auch mit Juan Guaid&oacute;. Eine weitere Best&auml;tigung f&uuml;r die Informationen der Zeitung gibt es bisher nicht.<br>\nMaduro weigert sich, seinen Posten aufzugeben, und erh&auml;lt dabei Unterst&uuml;tzung vom eigenen Milit&auml;r und L&auml;ndern wie der T&uuml;rkei und Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/venezuela-mike-pence-telefonierte-mit-juan-guadio-kurz-vor-der-revolte-a-1250061.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Berlin gei&szlig;elt Maduro &ndash; Willy Wimmer: &bdquo;Keine eigenst&auml;ndige Politik&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Wimmer, die Lage in Caracas ist weiterhin angespannt. Der Abgeordnete Juan Guaid&oacute; hatte sich gestern selbst zum &Uuml;bergangsstaatschef erkl&auml;rt und Maduro die Legitimation abgesprochen. Wie sch&auml;tzen Sie die Lage in Venezuela ein?<br>\nWir haben es mit einem Machtkampf der Luxusklasse zu tun. Und zwar mit einem Machtkampf um den ganzen Kontinent. Als Brasilien Mitglied der BRICS-Staaten wurde, war absehbar, dass es zu einer globalpolitischen Auseinandersetzung kommen w&uuml;rde zwischen den Vereinigten Staaten und den sogenannten BRICS-Staaten. Das hat sich auch in Brasilien ausgetobt. Wir brauchen uns den Pr&auml;sidenten anzusehen, dann wissen wir, wie dieser Machtkampf ausgegangen ist. Das ist in Venezuela nicht anders.<br>\nDer zweite Punkt: Man muss mit aller N&uuml;chternheit sehen, dass es sich um einen innerstaatlichen Machtkampf handelt, zwischen den ehemaligen spanischen Eliten, die auch den wohlhabenden Teil der Bev&ouml;lkerung stellen, und der Masse der Bev&ouml;lkerung &mdash; den sogenannten indigenen Leuten. Wenn man die Uhr um zehn Jahre zur&uuml;ckdreht und auf den legend&auml;ren venezolanischen Pr&auml;sidenten Hugo Chavez blickt, dann muss man sehen, dass es ihm gelungen ist, die indigene Bev&ouml;lkerung an die Wahlurnen zu bringen und am Schicksal ihres Landes beteiligen zu lassen. Und das ist etwas, was die anderen Staaten um Venezuela herum derzeit als bedrohlich ansehen, denn da regieren die spanischen Eliten weiter. Und das sehen wir auch bei denen weiter, die sofort erkl&auml;rt haben, dass der neue Mann ihr Mann sei.<br>\nDas Dritte, was man da sehen muss: Wir haben es mit einer Auseinandersetzung mit den Republikanern und den Demokraten aus Amerika in Venezuela zu tun. Traditionell ist Venezuela der Hinterhof der Demokraten. Das sehen wir im Agieren von Jimmy Carter &uuml;ber mehr als zehn Jahre. Der legitimiert auch Wahlergebnisse als fair oder als nicht fair. Und entscheidet auch damit dar&uuml;ber, ob Wahlen akzeptiert werden. Bis in die &ouml;konomischen Verzweigungen in die Vereinigten Staaten sieht man, welcher Einfluss auf Venezuela ausge&uuml;bt wird.<br>\nUnd es kommt als vierter Punkt hinzu: Es gibt eben keine demokratische Gesellschaft in unserem Sinne in Venezuela. Diejenigen, die Venezuela auspl&uuml;ndern, sitzen in Miami. Sie pl&uuml;ndern Venezuela aus und bringen das Geld nach Miami und erlauben sich da ein gutes Leben. Das ist die Wirklichkeit, wenn wir es mit Venezuela zu tun haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190126323719028-wimmer-venezuela-reaktion\/\">Sputnik<\/a><\/li>\n<li><strong>Venezuela &ndash; die L&uuml;gen der USA und ihrer Vasallen<\/strong><br>\nDass die korrupte Oligarchie der USA (Jimmy Carter) mit Demokratie nichts am Hut hat, wei&szlig; jeder, der die L&uuml;gen der westlichen Propaganda-Medien durchschaut. Die US-Oligarchie sieht in den Oligarchen-Systemen Russlands und Chinas (Sonderfall des Ein-Parteien-Systems) die Rivalen um die Weltherrschaft und kreist sie mit Milit&auml;r-Basen ein. Ein Blick auf die Landkarte gen&uuml;gt.<br>\nS&uuml;damerika ist f&uuml;r die US-Oligarchie der Hinterhof, in dem keine Regierung geduldet wird, die sich den Interessen des US-Kapitals widersetzt. Die grausamste Milit&auml;rdiktatur wurde und wird hofiert (das bekannteste Beispiel ist Chile), solange die US-Konzerne Gesch&auml;fte machen k&ouml;nnen. Seit Hugo Chavez die &Ouml;lindustrie verstaatlichte, um Sozialprogramme zu finanzieren, wird alles versucht, um einen Regime-Wechsel zu erreichen, indem man einen Wirtschaftskrieg gegen Venezuela f&uuml;hrt.<br>\nDer ungl&uuml;cklich agierende Maduro versucht sich mithilfe des korrupten Milit&auml;rs an der Macht zu halten und bietet den USA und ihren Vasallen gen&uuml;gend Anl&auml;sse f&uuml;r ihre weltweite verlogene Kampagne im Namen von Demokratie und Menschenrechten.<br>\nEin Vergleich zwischen Guatemala und Venezuela entlarvt die L&uuml;gen des US-Imperialismus. Aus Guatemala mit 17 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner von 7899 Dollar fliehen die Menschen vor Armut und Gewalt. Aus Venezuela mit 31 Millionen Einwohnern und einem BIP pro Einwohner von 12.140 Dollar (&Ouml;leinnahmen) fliehen die Menschen vor Armut und Gewalt. Der einzige Unterschied: Die Regierung in Guatemala dient den Interessen des US-Kapitals. Und das Mitleid Trumps mit den Fl&uuml;chtlingen aus Venezuela w&uuml;rde sp&auml;testens aufh&ouml;ren, wenn sie die US-Grenze in Mexiko erreichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.678047548923382\/2144707468924042\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staat zahlt j&auml;hrlich drei Milliarden Euro f&uuml;r McKinsey &amp; Co.<\/strong><br>\nOhne Unternehmensberater geht fast nichts mehr in Deutschland: Von der Asylpolitik bis zur Stra&szlig;enmaut bestimmen McKinsey, Roland Berger &amp; Co. mit, wie wir leben. Der Staat wird immer abh&auml;ngiger. (&hellip;)<br>\nWie viel Geld allein die Bundesregierung f&uuml;r McKinsey, Roland Berger &amp; Co. ausgibt, ist unbekannt. Ein verl&auml;sslicher offizieller &Uuml;berblick fehlt. Nach Recherchen des SPIEGEL l&auml;sst sich die Bundesregierung umfassend von Beratungsfirmen unterst&uuml;tzen und gibt daf&uuml;r immense Summen aus, insbesondere bei ihren Digitalisierungsprojekten.<br>\nAlleine 47 Millionen Euro wurden an Consultingfirmen gezahlt, um der Regierung dabei zu helfen, bis 2022 ein Onlineb&uuml;rgerportal mit 575 Verwaltungsleistungen aufzubauen. Knapp 20 Millionen Euro erh&auml;lt die McKinsey-Tochter Orphoz f&uuml;r Beratungsleistungen rund um das sogenannte Onlinezugangsgesetz. Und f&uuml;r die Modernisierung der Bundesnetze flossen in den Jahren 2016 und 2017 laut Bundesinnenministerium bereits mehr als 36 Millionen Euro an Beratungsfirmen.<br>\nBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht den Einsatz von Beratern insgesamt kritisch, verteidigt aber ihren Einsatz in Sachen Digitalisierung. Gerade in IT-Projekten sei der Einsatz von Externen oft sinnvoll, da es sich um zeitlich befristete Aufgaben in spezialisierten Bereichen handele, sagt Seehofer dem SPIEGEL. (&hellip;)<br>\n&Auml;u&szlig;erst kritisch bewerten selbst f&uuml;hrende ehemalige Berater die zunehmende Abh&auml;ngigkeit des Staates: &ldquo;Die Verwaltung wurde kaputtgespart, die ministerielle Seele ist weg&rdquo;, sagt Markus Klimmer, er hat in Deutschland f&uuml;r McKinsey einst das Gesch&auml;ft mit der &ouml;ffentlichen Hand (&ldquo;Public Sector&rdquo;) ma&szlig;geblich aufgebaut. Der Politik bleibe kaum noch eine andere Wahl, als sich auf Berater zu verlassen. &ldquo;Das System ist pervertiert&rdquo;, so Klimmer. &ldquo;Das Public-Sector-Gesch&auml;ft ist so gro&szlig; geworden, dass es die Hasardeure anzieht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-staat-gibt-jaehrlich-drei-milliarden-euro-fuer-berater-aus-a-1249987.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und was soll die Konsequenz sein? Wenn selbst Ex-Berater und sogar Bundesinnenminister Seehofer die Beratereins&auml;tze &bdquo;kritisch&ldquo; sehen bzw. als &bdquo;pervertiert&ldquo; bewerten, m&uuml;sste dann nicht die &bdquo;rote Null&ldquo; auf dem Bundesfinanzministerposten, Herr Scholz, seine &bdquo;schwarze Null&ldquo; aufgeben und endlich Gelder insbesondere f&uuml;r mehr Personal im &Ouml;ffentlichen Dienst einplanen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Grenzwerte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Initiative von Lungen&auml;rzten&ldquo; stammt auch von einem fr&uuml;heren Daimler-Mitarbeiter<\/strong><br>\nLobbyControl bem&auml;ngelt l&uuml;ckenhafte Berichterstattung in der Debatte um Stickoxide<br>\nGestern machte die Meldung Schlagzeilen, dass Lungen&auml;rzte die Sch&auml;dlichkeit von Stickoxiden anzweifeln. Als Initiator wurde der Lungenarzt Dieter K&ouml;hler benannt. LobbyControl stellte nun fest, dass die Initiative zur Kritik an den Grenzwerten f&uuml;r Feinstaub und Stickoxide nicht nur von Lungen&auml;rzten stammt. In der Berichterstattung gehe unter, dass die Stellungnahme vier Autoren hat, darunter auch einen Motorenentwickler, der fr&uuml;her f&uuml;r Daimler t&auml;tig war, kritisiert LobbyControl.<br>\nDas sind die Autoren und Initiatoren der Initiative von &bdquo;Lungen&auml;rzten&ldquo;: Dieter K&ouml;hler, Martin Hetzel (beide Lungen&auml;rzte), Matthias Klingner (Fraunhofer-Institut f&uuml;r Verkehrs- und Infrastruktursysteme) und Thomas Koch (Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie, fr&uuml;her &uuml;ber 10 Jahre Daimler AG). (&hellip;)<br>\nDie Angabe zu Autoren fehlen in der als PDF-Datei ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme, die die wissenschaftliche Begr&uuml;ndbarkeit der aktuellen Grenzwerte f&uuml;r Stickoxide und Feinstaub in der Luft in Zweifel zieht. Die Namen werden lediglich im Begleit-Text auf lungenaerzte-im-netz.de mit Nachnamen erw&auml;hnt &ndash; ohne Vornamen und ohne Angabe der beruflichen Hintergr&uuml;nde. Sie tauchen aber in der Unterschriftenliste der Personen auf, &ldquo;die der Stellungnahme uneingeschr&auml;nkt zustimmen&rdquo;.<br>\nUlrich M&uuml;ller von LobbyControl: &bdquo;Aufrufe von Wissenschaftlern sind ein beliebtes Lobbyinstrument. In der Klimaschutz-Debatte gab es viele solcher Aufrufe von Klimaskeptikern, die &uuml;ber die Zahl ihrer Unterzeichner versuchten Eindruck zu machen. Es ist wichtig, da genau hinzuschauen. Das ist in der aktuellen Berichterstattung in vielen F&auml;llen leider zu kurz gekommen. Es hat eine andere politische Wirkung, ob ein solches Schreiben allein von einem Lungenarzt initiiert wurde oder von einem fr&uuml;heren Daimler-Mitarbeiter mitverfasst wurde. Auch dass es sich bei der Initiative um eine Minderheitenmeinung handelt, wurde zum Teil in der Berichterstattung nicht erw&auml;hnt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2019\/01\/initiative-von-lungenaerzten-stammt-auch-von-einem-frueheren-daimler-mitarbeiter\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Zweifel an Expertise von Initiator-Arzt<\/strong><br>\nNach Kritik von Lungen&auml;rzten sieht die EU keinen Anlass f&uuml;r neue Stickoxid-Grenzwerte. Die Qualifikation des Initiators des Vorsto&szlig;es ist fraglich. (&hellip;)<br>\nSie vertreten damit aber nur eine kleine Minderheit unter den Lungen&auml;rztInnen. Als Unterst&uuml;tzerInnen angefragt hatte der Initiator der Stellungnahme, der pensionierte Pneumologe Dieter K&ouml;hler, rund 3.800 Mitglieder der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), teilte die Gesch&auml;ftsstelle der taz mit. Die DGP selbst vertritt eine gegenteilige Position wie ihr ehemaliger Vorsitzender K&ouml;hler: In einem ausf&uuml;hrlichen Positionspapier vom November hat die DGP die bestehenden Grenzwerte ausdr&uuml;cklich verteidigt. &bdquo;Gesundheitliche Effekte von Luftschadstoffen sind sowohl in der Allgemeinbev&ouml;lkerung als auch bei Patienten mit verschiedenen Grunderkrankungen gut belegt&ldquo;, hei&szlig;t es darin. (&hellip;)<br>\nAuch scheint K&ouml;hlers Qualifikation f&uuml;r die Auswirkungen von Stickoxid fraglich. Er selbst bezeichnet sich im Anschreiben an die Lungen&auml;rztInnen zwar als einen der &bdquo;wenigen Experten in diesem Bereich&ldquo;. In der Datenbank Medline, die alle wissenschaftlichen Ver&ouml;ffentlichungen erfasst, findet sich von ihm aber keine einzige Publikation zum Thema Stickoxid. Er selbst schickte der taz auf Anfrage nach seinen Ver&ouml;ffentlichungen zum Thema einen einzigen Text aus dem Deutschen &Auml;rzteblatt, der nicht der wissenschaftlichen Beurteilung durch Kollegen, der sogenannten Peer Review, unterliegt. &Uuml;berpr&uuml;fte wissenschaftliche Ver&ouml;ffentlichungen zum Thema Stickoxid habe er nicht, erkl&auml;rte K&ouml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Diskussion-um-Stickoxid-Grenzwerte\/!5565421\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Streit um die Grenzwerte<\/strong><br>\nDie Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Pneumatologie (DGP), also der Zusammenschluss von Lungenexperten, hat 4.000 Mitglieder. Von ihnen haben jetzt 110 behauptet, die Grenzwerte f&uuml;r Feinstaub und Stickoxide seien zu streng und au&szlig;erdem willk&uuml;rlich. Es gebe n&auml;mlich &ldquo;keine relevante Gef&auml;hrdung bei einer geringen &Uuml;berschreitung der Werte f&uuml;r Stickoxide und Feinstaub&rdquo;.<br>\nWer anderer Meinung sei, habe &ldquo;keine Ahnung&rdquo; oder sei &ldquo;ideologisiert&rdquo;. Der Wortf&uuml;hrer der Grenzwertkritiker ist der 70-j&auml;hrige Pneumatologe Professor Dieter K&ouml;hler, fr&uuml;her Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Pneumatologie. &Uuml;ber sich selbst schreibt K&ouml;hler: &ldquo;Ich geh&ouml;re zu den wenigen Experten in diesem Bereich.&rdquo;<br>\nDer selbsternannte Experte &uuml;bersieht schlicht, dass weltweit Tausende andere Experten zu anderen Schl&uuml;ssen kommen als er: Zum Beispiel die Experten der Weltgesundheitsorganisation, WHO, oder Lungenfachleute, welche der EU zu strengen Grenzwerten geraten haben oder auch der Direktor des Instituts f&uuml;r Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum in M&uuml;nchen Professor Holger Schulz, der mehrere Studien &uuml;ber die Gefahren durch Luftverschmutzung geleitet und publiziert hat.<br>\nDas Positionspapier kann auf der Website der DGP als PDF heruntergeladen werden.<br>\nNach einem Bericht der S&uuml;ddeutschen Zeitung kommt Schulz zu dieser Erkenntnis: &ldquo;Wir haben es mit einem enormen Gesundheitsproblem zu tun, das praktisch jeden einzelnen B&uuml;rger betrifft &hellip; Das l&auml;sst sich nicht wegdiskutieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Streit-um-die-Grenzwerte-4288529.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So manipulierbar sind wir gar nicht<\/strong><br>\nHaben Fake-News US-W&auml;hler 2016 beeinflusst? Eine neue Studie sagt: eher nicht. Falsche Nachrichten sind l&auml;ngst nicht so verbreitet wie die Debatte &uuml;ber sie.<br>\nBeeinflussen falsche Nachrichten in sozialen Netzwerken, wen Menschen w&auml;hlen? Nach der US-Pr&auml;sidentschaftswahl 2016 schien es so. Als f&uuml;r viele &uuml;berraschend der republikanische Kandidat Donald Trump gewann, gaben diverse Medien Facebook und Twitter die Schuld daran, weil &uuml;ber die Plattformen erfundene News weiterverbreitet und W&auml;hlerinnen dadurch beeinflusst worden seien. Vor der Bundestagswahl 2018 gab es die Sorge, dass das auch in Deutschland passieren k&ouml;nne. Es gab zwar auch Gegenstimmen, aber der Eindruck verfestigte sich: Falsche Nachrichten bestimmen die &ouml;ffentliche Meinung.<br>\nGanz so einfach ist es nicht, das ist mittlerweile klar. Seit 2016 haben sich etliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Einfluss von sogenannten Fake-News auf W&auml;hlerinnen und W&auml;hler besch&auml;ftigt (Journal of Economic Perspectives: Allcott et al., 2017 und Guess et al, 2018). Die Untersuchungen zeigen allesamt: Unwahre Nachrichten verbreiten sich, werden aber oft nur von einer kleinen Gruppe wahrgenommen und haben nur einen geringen Effekt. Zwar seien soziale Medien eine wichtige Informationsquelle w&auml;hrend des US-Wahlkampfes gewesen, aber nicht die dominante, schreiben etwa die Forscher Hunt Allcott von der New York University und Matthew Gentzkow aus Stanford.<br>\nWie viele Falschnachrichten wurden den amerikanischen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern nun wirklich w&auml;hrend der entscheidenden Phase vor der Wahl 2016 angezeigt? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie nachgegangen, die am Freitag erscheint (Science: Grinberg et al., 2019). F&uuml;nf Forscherinnen und Forscher haben daf&uuml;r 16.000 Twitter-Konten ausgew&auml;hlt, die zwischen August und Dezember 2016 aktiv waren. Sie haben die Nutzernamen und, falls angegeben, tats&auml;chlichen Namen der Besitzer mit dem Wahlregister abgeglichen, um ihre Authentizit&auml;t zu gew&auml;hrleisten. Die Wissenschaftler wollten wissen, wie viele erfundene Geschichten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in ihrem Newsfeed eingeblendet bekamen, wie sie &uuml;berhaupt Nachrichten konsumierten und welchen gesellschaftlichen Gruppen sie angeh&ouml;rten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2019-01\/fake-news-usa-wahlkampf-2016-studie-twitter-donald-trump\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese wissenschaftlichen Ergebnisse werden sicherlich schnell wieder vergessen. Interessant: Die Studien beziehen sich auf die Sozialen Medien und nicht auf die klassischen Medien. Deren Manipulationskraft wird durch die Studie eher noch belegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Olaf Sch&auml;uble oder Wolfgang Scholz?&laquo;<\/strong><br>\nHaben Sie gemerkt, dass der m&auml;chtige Finanzminister und Vize-Kanzler ein Sozialdemokrat ist? Ich nicht. Die schwarze Null hei&szlig;t jetzt rote Null, w&auml;hrend die Infrastruktur in Deutschland auf Verschlei&szlig; gefahren wird beziehungsweise wie bei Autobahnen an Renditej&auml;ger verramscht wird. Und den Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Kukies holte Olaf Scholz direkt von Goldman Sachs.<br>\nDie Eurokrise schwelt weiter und kann jederzeit eskalieren, ob in Italien, bei neuen Turbulenzen auf den Finanzm&auml;rkten oder durch einen chaotischen Brexit. Auf Druck der Bundesregierung d&uuml;rfen Volkswirtschaften wie Italien kaum noch Kredite aufnehmen, um zu investieren. Dadurch verharren sie in der Depression und k&ouml;nnen keine Schulden abbauen. Gleichzeitig droht ein Handelskrieg mit den USA, Strafz&ouml;lle auf deutsche Autos, weil Deutschland und die Eurozone immer mehr ans Ausland verkaufen als von dort einkaufen.<br>\nGleichzeitig ist eine gerechte Besteuerung von Apple und Co., die im Jahr 2014 in der EU nur 50 Euro Steuern f&uuml;r jede Million Euro Gewinn bezahlten, nicht in Sicht. Vorschl&auml;ge f&uuml;r Steuern auf Digitalkonzerne wie Google hat Olaf Scholz blockiert und mit dem fr&uuml;heren Investmentbanker und franz&ouml;zischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron eine echte Finanztransaktionssteuer zehn Jahre nach der Finanzkrise beerdigt. Stattdessen soll es eine Aktiensteuer geben, die 98 Prozent der Finanztransaktionen nicht erfasst. Selbst die von der EU-Kommission angestrebte Verpflichtung von Konzernen Gewinne und bezahlte Steuern f&uuml;r jedes Land offen zu legen &ndash; wie es im Banken- und Rohstoffsektor bereits Pflicht ist &ndash; hat Olaf Scholz verhindert. (&hellip;)<br>\nIn einem bleibt der Finanzplatz Deutschland Spitze: Als Geldw&auml;sche-Paradies f&uuml;r schmutzige Milliarden von Oligarchen und der Mafia. Die Deutsche Bank ist dabei sogar international f&uuml;hrend und riskiert die n&auml;chste Milliardenstrafe in den USA, da sie fast 200 Milliarden Dollar der d&auml;nischen Skandalbank Danske abgewickelt hat. Das Chaos bei der Geldw&auml;schezentrale des Zolls (Financial Intelligence Unit), wo sich phasenweise &uuml;ber 30 000 Verdachtsmeldungen auf Geldw&auml;sche und Terrorfinanzierung unbearbeitet stapelten, deckten wir mit unseren Anfragen auf.<br>\nDerweil gibt es Spekulationen, dass die Bundesregierung hinter den Kulissen an einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank arbeitet. Heraus k&auml;me ein Commerz-Punk &ndash; keine gesunde Bank. Denn zwei Zombies zeugen kein sch&ouml;nes Kind. Eine solche toxische Megabank w&auml;re ein Sicherheitsrisiko f&uuml;r die Steuerzahler. Statt mehr &ouml;ffentlich zu investieren plant der Finanzminister im n&auml;chsten Abschwung au&szlig;erdem Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen. Einzig bei der Reform der Grundsteuer f&uuml;r Boden und H&auml;user hat Olaf Scholz auch ein Konzept vorgelegt, das in die richtige Richtung geht. Die Linke will dabei Mieterinnen und Mieter sch&uuml;tzen und eine Umlage auf die Mieten verhindern.<br>\nMit dieser Finanzpolitik bleibt Deutschland Ungleichland. Wir werden weiter Druck machen: F&uuml;r mehr Investitionen in Deutschland und eine angemessene Besteuerung der Super-Reichen bei Verm&ouml;gen und Erbschaften, f&uuml;r Strafsteuern auf Finanzfl&uuml;sse in Steueroasen, gegen Geldw&auml;sche und f&uuml;r ein Register der wahren Eigent&uuml;mer von Immobilien. Wir werden uns einsetzen f&uuml;r ein Unternehmensstrafrecht und mehr Steuerfahnder, gegen Cum-Deals und f&uuml;r Finanzbeh&ouml;rden, die nur noch Steuern erstatten, wenn zuvor auch versteuert wurde. Wir brauchen eine echte Finanztransaktionssteuer und die Aufspaltung der Deutschen Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/olaf-schaeuble-oder-wolfgang-scholz\/?fbclid=IwAR0VPRffJ_nFA3Zx47FUJNGOocNjuUG2Hj3joQpNi-khptRRFAL7oDOxRYM\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Apropos Steuergerechtigkeit: Wie sich die EU von Gro&szlig;konzernen an der Nase rumf&uuml;hren l&auml;sst<\/strong><br>\nWenn es mit rechten Dingen zugehen w&uuml;rde, m&uuml;ssten Kapitalgesellschaften in der Europ&auml;ischen Union durchschnittlich 23 Prozent Unternehmenssteuer zahlen. Doch dem ist keineswegs so. Tats&auml;chlich zahlen sie nur 15 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie &ldquo;Effective Tax Rates of Multinational Enterprises in the EU&rdquo;, die im Auftrag der Gr&uuml;nen\/EFA-Fraktion im Europaparlament entwickelt wurde. Die Studie wurde am Dienstag pr&auml;sentiert und belegt, wie zahnlos die EU im Kampf gegen Steuervermeidungstricks von multinationalen Unternehmen tats&auml;chlich dasteht.<br>\nLaut der Studie entsteht der Unterschied zwischen nominalem und effektivem Steuersatz vor allem durch Sonderabsprachen einzelner EU-Staaten mit den jeweiligen Unternehmen. Steuerschlupfl&ouml;cher gibt es zur Gen&uuml;ge. So zum Beispiel die sogenannten &ldquo;Patentboxen&rdquo; &ndash; Abmachungen &uuml;ber eine besonders niedrige Besteuerung von Lizenzeinnahmen. Zudem sind die Doppelbesteuerungsabkommen ungen&uuml;gend und f&uuml;hren zum Teil zu einer Nichtbesteuerung der Unternehmensgewinne. Von einer einheitlichen &ldquo;Union&rdquo; also weit und breit keine Spur.<br>\nNur in einem einzigen EU-Staat zahlen die Konzerne den gesetzlichen Steuersatz: Bulgarien. Alle anderen Mitgliedsstaaten gucken, was den offiziellen Steuersatz betrifft, in die R&ouml;hre. Der Finanzsprecher der Gr&uuml;nen im Europ&auml;ischen Parlament, Sven Giegold, fordert mehr Transparenz f&uuml;r die Steuerpraxis multinationaler Unternehmen.<br>\n&ldquo;Die Europ&auml;ische Kommission hat einen guten Vorschlag f&uuml;r die Steuertransparenz von Gro&szlig;unternehmen vorgelegt&rdquo;, sagte Giegold. &ldquo;Finanzminister Olaf Scholz muss nun seine Blockade aufgeben und sich f&uuml;r l&auml;nderspezifische Steuertransparenz einsetzen.&rdquo; Mit seiner &Auml;u&szlig;erung spielt Giegold auf den Widerstand von Scholz bei der sogenannten &ldquo;EU-Digitalsteuer&rdquo; an.<br>\nDer Bundesfinanzminister blockiert Pl&auml;ne Br&uuml;ssels f&uuml;r eine st&auml;rkere Besteuerung der Internetkonzerne. Die Wirtschaft k&ouml;nne Schaden nehmen, so die Argumentation von Scholz. Somit torpediert ausgerechnet ein Sozialdemokrat den Kampf gegen Steuertricks von Google, Facebook und Co. Die aktuelle Studie der Gr&uuml;nen entstand auf der Grundlage der Orbis-Datenbank. Der Steuerexperte Petr Jansky von der Karls-Universit&auml;t in Prag wertete Daten aus den Jahren 2011 bis 2015 aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/wirtschaft\/83009-apropos-steuergerechtigkeit-wie-sich-eu-von-grosskonzernen-an-der-nase-herumfuehren-laesst\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berlin direkt vom 27. Januar 2019<\/strong><br>\nBerlin direkt &ndash; mit den Themen: 1.) Streit ums Tempolimit, 2.) Interview mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze, 3.) Streit um Digitalsteuer, 4.) Allt&auml;glicher Antisemitismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/berlin-direkt\/berlin-direkt-vom-27-januar-2019-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller zu 2.):<\/strong> Interview mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze von Minute 4:30 zu Minute 9:49. Dabei ging es um das Tempolimit. Moderator Thomas Walde fragt die Bundesumweltministerin und SPD-Politikerin nach ihrer Haltung zum Tempolimit. Diese weicht aus, beruft sich auf die federf&uuml;hrende Rolle des Bundesverkehrsministers, kneift auch nach mehrmaligen Fragen des Moderators. Zum ersten Mal war mir Thomas Walde sympathisch. Und Svenja Schulze belegte, dass das Personal der SPD in der Bundesregierung und an der Spitze nicht nur wegen Andrea Nahles und Heiko Maas eine Katastrophe ist. Unf&auml;hig, unwillig Profil zu zeigen. Nichts. Null. Oder geschichtsvergessenes Profil als Wurmfortsatz der USA und der NATO wie bei Heiko Maas.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vergesst das Brexit-Datum!<\/strong><br>\nDen Brexit-Deal von Theresa May haben die britischen Parlamentarier klugerweise abgelehnt. Wenn sie sich jetzt nicht nerv&ouml;s machen lassen von dem v&ouml;llig willk&uuml;rlichen Austrittsdatum Ende M&auml;rz, k&ouml;nnten sie endlich einen vern&uuml;nftigen Weg einschlagen: ein Referendum &uuml;ber die tats&auml;chlichen Optionen. [&hellip;]<br>\nDer einzig plausible Grund, die Uhr aus Artikel 50 zur&uuml;ckzudrehen, ist der Wunsch, ein zweites Referendum &ndash; &uuml;ber einen R&uuml;cktritt vom Brexit &ndash; abzuhalten. Doch anders als beim urspr&uuml;nglichen Referendum, das man als schlichte Frage von Ja oder Nein formulieren konnte, w&auml;ren nun mehrere Optionen in Betracht zu ziehen: Mays Deal, ein weicherer Brexit, bei dem Gro&szlig;britannien im EU-Binnenmarkt bleibt, ein harter Brexit, ein vollst&auml;ndiger Verbleib in der EU etc. Und eine Einigung &uuml;ber die genaue Form der Pr&auml;ferenzwahl zwischen diesen Optionen ist nicht einfacher als eine &uuml;ber den Brexit selbst.<br>\nUm die konkurrierenden Sichtweisen zu einer schl&uuml;ssigen Position zusammenzuf&uuml;hren, braucht Gro&szlig;britannien mehr als ein Abstimmungsverfahren: Es braucht eine &ouml;ffentliche Debatte. Die tickende Uhr (selbst wenn man sie zur&uuml;ckdreht) macht eine solche Debatte unm&ouml;glich. Der Stillstand und die Scheinverhandlungen werden daher erst enden, wenn ein Parlament, das bereit ist, zwischen May und der EU ausgehandelten unannehmbaren Vereinbarungen in ruhiger Weise ein Nein entgegenzusetzen, die k&uuml;nstlich gesetzte Frist ablaufen l&auml;sst. Dies ist inzwischen eine Grundvoraussetzung f&uuml;r die L&ouml;sung des Brexitproblems.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++7580f60c-1b01-11e9-899e-52540088cada\">Yanis Varoufakis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amerikas sch&auml;ndlicher Krieg<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten von Amerika, Verfechter von Freiheit und Selbstbestimmung, befinden sich nun im 18. Jahr des Kolonialkriegs in Afghanistan. Dieser erb&auml;rmliche, festgefahrene Konflikt ist Amerikas l&auml;ngster und besch&auml;mendster Krieg. Bisher hat er &uuml;ber 1 Billion Dollar gekostet und niemand wei&szlig; wieviele Afghanen get&ouml;tet.<br>\nDieser Konflikt begann 2001 mit einer L&uuml;ge: n&auml;mlich, dass Afghanistan irgendwie f&uuml;r die Anschl&auml;ge vom 11. September auf die Vereinigten Staaten von Amerika verantwortlich war. Diese Angriffe wurden in Europa und den USA, nicht in Afghanistan, geplant und offenbar von antiamerikanischen saudischen Extremisten durchgef&uuml;hrt (offizielle Version). Dieser Autor ist von den offiziellen Versionen noch nicht &uuml;berzeugt.<br>\nWir wissen immer noch nicht, ob Osama bin Laden die Angriffe ausgel&ouml;st hat. Er wurde ermordet und nicht vor Gericht gestellt. Tote M&auml;nner erz&auml;hlen keine Geschichten. Mullah Omar, F&uuml;hrer der afghanischen Taliban-Bewegung, sagte jedoch meinem verstorbenen Freund, dem Journalisten Arnaud de Borchgrave, dass bin Laden am 9\/11 nicht beteiligt war. Wer hat davon profitiert? Sicherlich nicht die Afghanen. Sie befinden sich seit 40 Jahren im Krieg.<br>\nWie ich in meinem ersten Buch &ldquo;War at the Top of the World&rdquo; schrieb, war die Mehrheit des Stammes der Paschtunen in Afghanistan wilde K&auml;mpfer und war unglaublich mutig. Ihre Taliban-Bewegung war eine indigene nationalistisch-islamistische Kraft, die sich der Bek&auml;mpfung des Kommunismus, des Drogenhandels und des ausl&auml;ndischen Einflusses widmete. Die Taliban rotteten den afghanischen Opiumhandel aus und hatten die mit Drogen handelnde, von Russland unterst&uuml;tzte tadschikische Nordallianz fast zerschlagen &ndash; bis die USA 2001 einmarschierten. Die afghanischen Drogenbarone wurden schnell zu Verb&uuml;ndeten der USA und sind es auch heute noch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2019_01_26_amerikas.htm\">Antikrieg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&laquo;Die NATO ist eine Gefahr, kein Garant f&uuml;r den Frieden&raquo;<\/strong><br>\nKein Spitzenpolitiker auf internationalem Level irritiert so oft und so stark durch sich widersprechende Aussagen, wie US-Pr&auml;sident Donald Trump. Sagt er an einem Tag das eine, sagt er wenige Tage sp&auml;ter nicht selten das Gegenteil. Das gilt auch in Bezug auf seine Aussagen zur NATO. Da bezeichnete er sie einmal locker als obsolet und &uuml;berfl&uuml;ssig, um wenig sp&auml;ter schon die europ&auml;ischen NATO-Mitglieder mit Nachdruck aufzufordern, endlich ad&auml;quate Beitr&auml;ge an deren Kosten zu bezahlen.<br>\nEin Artikel in der &laquo;New York Times&raquo; vor ein paar Tagen zu Trumps NATO-Verst&auml;ndnis hat in den USA &ndash; zumindest in etlichen US-Medien &ndash; eine intensive Diskussion ausgel&ouml;st. Dabei ist eine Reaktion, erschienen in &laquo;The American Conservative&raquo;, besonders bemerkenswert &ndash; nicht zuletzt weil er, wie es der Name des Magazins schon verr&auml;t, von der politisch rechten Seite kommt. Der Autor des Artikels, Robert W. Merry, war bis im vergangenen Herbst Chefredakteur des Blattes, und er setzte &uuml;ber seinen Artikel die &ndash; in den USA schon fast provokative &ndash; Headline: &laquo;Die NATO ist eine Gefahr, kein Garant f&uuml;r Frieden&raquo; (&hellip;)<br>\n&laquo;Seit dem Ende des Kalten Krieges hat die NATO 13 Staaten aufgenommen, davon einige direkt an der russischen Grenze, andere an der Grenze zu L&auml;ndern, die seit Jahrhunderten Teil der russischen Interessensph&auml;re waren. Das ist Ausdruck einer Politik der Einkreisung, die kein Staat ohne Protest oder Gegenwehr akzeptieren kann. Und wenn die NATO diese L&auml;nder mit traditionellem russischem Einfluss, insbesondere die Ukraine und Georgien, aufnehmen w&uuml;rde, w&auml;re das eine grosse Bedrohung f&uuml;r die russische Sicherheit, wie es der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin seit Jahren den westlichen F&uuml;hrern zu erkl&auml;ren versucht.<br>\nAlso nein, die NATO hat die russische Aggression nicht seit 70 Jahren verhindert. Sie tat dies 40 Jahre lang und hat seitdem eine destabilisierende Haltung gegen&uuml;ber Russland eingenommen. Das Problem dabei ist die Unf&auml;higkeit des Westens, zu erkennen, wie ver&auml;nderte geopolitische Rahmenbedingungen eine ver&auml;nderte geopolitische Strategie erfordern. Die Einkreisungsstrategie hatte viele Kritiker &ndash; George Kennan, bevor er starb; die Akademiker John Mearsheimer, Stephen Walt und Robert David English; der ehemalige Diplomat Jack Matlock; die Herausgeber der Zeitung &laquo;The Nation&raquo; (gemeint ist Stephen F. Cohen. Red.). Aber ihre Stimmen werden von der &laquo;Quacksalber-Diplomatie&raquo; (&laquo;nostrum diplomacy&raquo;) und dem &laquo;Quacksalber-Journalismus&raquo; (&laquo;nostrum journalism&raquo;), der diese auf Schritt und Tritt unterst&uuml;tzt, leider immer &uuml;bert&ouml;nt.&raquo;<br>\nEs bleibt zu hoffen, dass dieser Artikel von Robert Merry aus Washington auch im europ&auml;ischen NATO-Hauptquartier in Br&uuml;ssel gelesen wird. Und dass man auch im NATO-Hauptquartier in Br&uuml;ssel die Aufforderung, &uuml;ber die ver&auml;nderte geopolitische Situation nachzudenken, ernst nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/NATO-Strategie-Verteidigung-Aggression-Russland\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Fronten bleiben verh&auml;rtet<\/strong><br>\nEin Treffen des NATO-Russland-Rats in Br&uuml;ssel hat keinerlei Ann&auml;herung im Streit &uuml;ber den INF-Vertrag zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen gebracht. Russland habe keine Bereitschaft gezeigt, seine Position zu &auml;ndern, sagte NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg nach den Gespr&auml;chen von Vertretern der B&uuml;ndnisstaaten mit dem russischen Vizeau&szlig;enminister Sergej Rjabkow. (&hellip;)<br>\nEs gilt als ausgeschlossen, dass Russland in dem Streit doch noch einlenkt. Die Regierung in Moskau weist jegliche Forderungen und die Vorw&uuml;rfe der USA zur&uuml;ck. Russland sagt, die maximale Reichweite ihres Marschflugk&ouml;rpers betrage nur 480 Kilometer. Dies w&auml;re vertragskonform.<br>\nMoskau unsterstellt den USA hingegen, die Vorw&uuml;rfe nur als Vorwand zu nutzen, um offiziell ein neues R&uuml;stungsprogramm starten zu k&ouml;nnen. Moskau spielt damit darauf an, dass US-Milit&auml;rs sich bereits seit l&auml;ngerem dar&uuml;ber beklagen, dass der aus der Zeit des Kalten Krieges stammende INF-Vertrag nur Amerikaner und Russen, aber nicht aufstrebende Milit&auml;rm&auml;chte wie China bindet.<br>\nDer russische Vizeau&szlig;enminister Rjabkow hatte vor der Sitzung angek&uuml;ndigt, er wolle Verst&ouml;&szlig;e der USA gegen den INF-Vertrag ansprechen. &ldquo;Uns sind Details in der Haltung der USA bekannt, die nicht den Forderungen des Vertrags entsprechen&rdquo;, sagte er. Das mache immer mehr Sorge und rufe immer gr&ouml;&szlig;ere Unruhe hervor. (&hellip;)<br>\nNATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg wich der Frage aus, ob es durch die Aufk&uuml;ndigung des INF-Vertrages zu einer Stationierung von zus&auml;tzlichen amerikanischen Atomwaffen in Europa kommen k&ouml;nnte. Es sei noch viel fr&uuml;h, um vorherzusagen, wie die NATO auf ein m&ouml;gliches Ende des Abkommens reagieren werde, sagte er. Es werde darum gehen, effektive Abschreckung und Verteidigung sicherzustellen und zugleich eine unn&ouml;tige Eskalation der Situation zu verhindern. Er wolle nicht &uuml;ber m&ouml;gliche Ergebnisse spekulieren. Klar sei aber, dass die NATO &ldquo;keinen Kalten Krieg&rdquo; wolle. &ldquo;Wir wollen kein neues Wettr&uuml;sten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-russland-inf-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> NATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg wolle &bdquo;eine unn&ouml;tige Eskalation der Situation&ldquo; verhindern. Aber er verlangt einseitig, dass Russland seine Position ver&auml;ndert. Dabei scheinen (auch?) die USA gegen den INF-Vertrag versto&szlig;en zu haben. Welche Belege\/Hinweise hat Russland gegen die USA in den H&auml;nden? Offensichtlich interessiert das nicht einmal die Redaktion der &bdquo;tagesschau&ldquo; &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Is Russia Solely to Blame for Violations of the INF Treaty?<\/strong><br>\nThe New York Times says so, but this MIT professor emeritus says there&rsquo;s more to the story. (&hellip;)<br>\nFor its part, Russia points to the American deployment of Aegis missile defense installations in eastern Europe as potential treaty violations. The Times asserts that Moscow&rsquo;s fear that the Aegis systems &ldquo;could be used to launch offensive intermediate-range missiles,&rdquo; in violation of the INF, is disputed by &ldquo;most independent experts.&rdquo; (&hellip;)<br>\nThe United States has deployed one land-based &ldquo;Aegis Ashore&rdquo; missile-defense system in Romania and is in the process of deploying another in Poland. The initial installation in Romania has 24 missile-carrying canisters in three prefabricated eight-canister modules, but could quickly be expanded to well over a hundred, or possibly even hundreds, of missile launchers by simply adding prefabricated eight-canister modules. These installations simply take all of the standardized components that would normally be part of an Aegis-armed ship and install them in ground locations. The military alleges that the Aegis system does not violate the INF, because the system lacks &ldquo;the software, fire control hardware, support equipment, and other infrastructure&rdquo; needed to launch offensive cruise missiles&mdash;but the modifications needed to make the system cruise-missile-ready are relatively simple and could be easily accomplished. Such cruise missiles would have characteristics rather close to those of the Russian SSC-8s.<br>\nThe Russians have rightly raised questions about the possibility that the Aegis Ashore system could constitute a preparatory violation of the INF Treaty. Russian concerns are further supported by the fact that the Aegis radar is not up to the job of identifying attacking long-range ballistic missiles at long enough ranges to allow enough time for missile-defense interceptors to reach intercept points. It therefore appears&mdash;from a technical point of view&mdash;that the Aegis ashore system has little or no true missile-defense capabilities against long-range missiles.<br>\nIndeed, the Department of Defense has published unclassified studies that raise questions about the Aegis system&rsquo;s capability to engage long-range missiles, because of its highly inadequate radar. The Aegis Ashore system contains all of the unmodified components of the Aegis system that, as configured for missile defense, could also launch cruise missiles with simple modifications. If Russia deployed such systems on its borders with Europe, there is absolutely no doubt that the United States would raise questions about such actions.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thenation.com\/article\/russia-inf-nuclear-treaty-aegis\/\">Theodore A. Postol in The Nation<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die umstrittene Ostsee-Erdgasleitung Nordstream 2: Hintergr&uuml;nde zur US-amerikanischen Erpressung<\/strong><br>\nDerzeit wird eine Unterwasser-Erdgasleitung von Russland (ausgehend von der Petersburger Gegend) durch die Ostsee bis ins deutsche Greifswald gebaut. Sie soll im kommenden Jahr fertig werden. Es w&auml;re dann die zweite, parallel zur Nordstream 1 genannten Leitung, welche schon seit 2011 russisches Erdgas nach Deutschland transportiert. Den Bau f&uuml;hrt der russische Gaskonzern Gazprom. Beteiligt sind die deutschen Konzerne Uniper (Eon-Tochter) und Wintershall (BASF-Tochter), die niederl&auml;ndische Shell, die &ouml;sterreichische OMV und die franz&ouml;sische Engie (Fusion von Suez und Gaz de France), allesamt Konzerne mit starken Gaswirtschaftsinteressen.<br>\nDer US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, beschuldigt die beteiligten Konzerne und die deutsche Regierung, die den Leitungsbau st&uuml;tzt (Altkanzler Schr&ouml;der ist Verwaltungsrat-Chef von Nordstream 2), Europa in die Abh&auml;ngigkeit von Russland zu treiben, dabei die Sicherheit der Ukraine zu untergraben und die US-Sanktionen gegen Russland zu hintertreiben.<br>\nEs geht also (auch) um den Russland-Ukraine-Konflikt. Die Sanktionsdrohungen an die beteiligten Konzerne erinnern stark an das Vorgehen der USA gegen den Feindstaat Iran: K&uuml;ndigung des Atomabkommens, Verh&auml;ngung sch&auml;rfster wirtschaftlicher Embargo- und Strafma&szlig;nahmen, Aussperrungsdrohung gegen alle Unternehmen mit Wirtschaftsbeziehungen zum Iran. (&hellip;)<br>\nDer von den USA erhobene Vorwurf, der Westen mache sich durch Nordstream von Russland abh&auml;ngig, ist l&auml;cherlich. Wie k&ouml;nnte sich ein Land vom Nachbarland abh&auml;ngig machen, wenn es zum bestehenden Gas-Grenz&uuml;bertritt einen neuen baut und so das Mautmonopol des bisherigen Grenzh&uuml;ters umgeht? Das Gegenteil ist der Fall, die Gaswirtschaft gewinnt neue Freiheitsgrade.<br>\nEin wichtiger Grund f&uuml;r die US-amerikanische Gegnerschaft liegt in ihrer eigenen Gaswirtschaft. Durch das extrem umweltverschmutzende Frackingverfahren f&ouml;rdern die USA mittlerweile so viel Erdgas, dass sie Exportm&ouml;glichkeiten suchen. Von den USA aus geht das nur per LNG-Schiff: Erdgas wird um den Faktor 1000 komprimiert und verfl&uuml;ssigt (1 m&sup3; wird zu 1 Liter), auf Spezialschiffe verladen und am Zielhafen wieder entspannt und als Gas ins Rohrnetz eingespeist. So wird zum Beispiel Erdgas aus Katar abtransportiert. Dieses Verfahren braucht sehr viel mehr Energie (Verdichtung, Schiffstransport) als ein Transport per Pipeline. Bei einem Besuch in Washington Mitte 2018 versprach EU-Juncker zur Abwehr der angedrohten US-Autoz&ouml;lle, die EU wolle den Bau eines LNG-Terminals subventionieren und den Import von US-Erdgas f&ouml;rdern. US-Gas statt Russengas: das ist die teuerste und &ouml;kologisch dreckigste Substitution. Nach wirtschaftlichen &Uuml;berlegungen geht das gar nicht, au&szlig;er man subventioniert das Eine ma&szlig;los und hemmt das Andere per Blockaden. Das w&uuml;rde dann wohl &uuml;bereinstimmen mit den Prinzipien der freien Marktwirtschaft, f&uuml;r die man Russen und Chinesen begeistern will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/2019\/01\/die-umstrittene-ostsee-erdgasleitung-nordstream-2-hintergruende-zur-us-amerikanischen-erpressung\/\">isw<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pr&uuml;gelstrafe f&uuml;r die P&auml;dagogen<\/strong><br>\nAlexis Tsipras hat seine Hausaufgaben erledigt<br>\nVielleicht sollten die politischen Auguren von Athen eine Anleihe in der Antike wagen und das Orakel von Delphi nach dem Namen und der Partei des n&auml;chsten Ministerpr&auml;sidenten von Hellas fragen. Bis zu den Parlamentswahlen in Griechenland und den Wahlen zum Europaparlament am 26. Mai sind es nur noch Monate. Aber nicht einmal dieses Datum ist &ndash; jedenfalls bezogen auf das Nationalparlament am Syntagma-Platz &ndash; sicher vorhersehbar.<br>\nDie Hohe Priesterin aus Berlin interpretierte die Vorhersagen auf ihre Weise: Bei ihrem letzten Besuch in Athen stattete Angela Merkel sowohl dem jetzigen Regierungschef Alexis Tsipras (Syriza) wie auch seinem Herausforderer Kyriakos Mitsotakis (Nea Dimokratia) einen Besuch ab. Laut ARD ein Zeichen der Harmonie f&uuml;r Tsipras und seinen &bdquo;Sparkurs&ldquo;. Andererseits: dezente Distanz zu Mitsotakis f&uuml;r dessen Ablehnung des Namens &bdquo;Nord-Makedonien&ldquo;. Auf den einigten sich die Sozialdemokraten Alexis Tsipras und Zoran Zaev (SDSM). Damit machte Tsipras f&uuml;r Nord-Makedonien das Tor auf zur NATO. Oder auch umgekehrt: Die NATO schloss damit auf dem Balkan weitgehend die Balkan-Flanke gegen&uuml;ber Russland. In Griechenland kollidieren mithin milit&auml;rstrategische Zielsetzungen &ndash; Beitritt zur NATO &ndash; mit innenpolitisch gepr&auml;gten Worttiraden gegen&uuml;ber dem Nachbarn im Norden mit der bis in diese Tage gleichnamigen griechischen Provinz Makedonien. 100000 Teilnehmer soll die letzte Kundgebung auf dem Syntagma-Platz gehabt haben. Diese Zahl muss in Relation zur Einwohnerzahl des ganzen Landes (zirka 10,7 Mill.) gesehen werden.<br>\nDie permanente Dem&uuml;tigung des griechischen Volkes durch die Repressalien der EU hat zur Folge, dass die Menschen eine Sehnsucht haben, ihren nationalen Stolz zur&uuml;ckzugewinnen. Da jegliche Bem&uuml;hungen im sozialen Bereich oder am Arbeitsplatz, in Gremien oder auch auf der Stra&szlig;e fehl schlugen, ist das griechische Volk in eine tiefe Depression gefallen. Da ist die Mazedonien-Frage f&uuml;r die Populisten zur rechten Zeit gekommen, den Griechen vorzugaukeln, ihnen ihre nationale Identit&auml;t zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5104\/internationale_politik\/10361\/Pr%C3%BCgelstrafe-f%C3%BCr-die-P%C3%A4dagogen.htm\">unsere Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Liberal war einmal<\/strong><br>\nG20 Im Prozess um die Hamburger Elbchaussee zeigt sich eine Abkehr von der Versammlungsfreiheit (&hellip;)<br>\nDas Besondere an diesem Fall: Die Staatsanwaltschaft kann den Angeklagten die konkreten Taten gar nicht nachweisen. Das ist auch nicht das Ziel ihrer Anklageschrift. Bereits die blo&szlig;e Anwesenheit der Angeklagten reiche aus, argumentiert sie, um ihnen die Taten im Rahmen der Mitt&auml;terschaft zuzurechnen. Auch eine psychische Beihilfe k&ouml;nnte in Betracht kommen, meinte das Gericht im Dezember, am ersten von &uuml;ber 30 Verhandlungstagen. Die Strategie der Staatsanwaltschaft ist kein Einzelfall, sondern folgt einer Tendenz innerhalb des Straf- und Versammlungsrechts, einzelne f&uuml;r das Verhalten anderer haftbar zu machen und daf&uuml;r eine Einschr&auml;nkung der Grundrechte hinzunehmen. (&hellip;)<br>\nDas kennzeichnende Merkmal des Rechtsstaates ist der Schutz des Einzelnen in Rechtsverfahren vor drakonischen Strafen und Gewaltexzessen der Exekutive. Das erfordert Abw&auml;gung &ndash; zwischen strafrechtlicher Verfolgung von Straftaten und dem Schutz der Grundrechte. Die juristische Aufarbeitung des G20-Gipfels f&uuml;gt sich in eine Entwicklung, in der rechtsstaatliche Ma&szlig;st&auml;be aufgeweicht werden. (&hellip;)<br>\nDas Hamburger Landgericht hat nun zu entscheiden, ob es die Rechte Einzelner vor dem strafenden Staat sch&uuml;tzt oder Einzelne in Kollektivhaftung nimmt. Dabei steht das Gericht schon jetzt unter gro&szlig;em medialen und politischen Druck, der auf Bestrafung der Angeklagten dr&auml;ngt. Als das Landgericht f&uuml;r zwei der Angeklagten im Elbchaussee-Prozess die Untersuchungshaft aussetzte, weil es das vermummte Mitmarschieren nicht als Mitt&auml;terschaft qualifizierte, reichte die Staatsanwaltschaft einen Befangenheitsantrag gegen die Kammer ein: Sie h&auml;tte sich erkennbar auf die Seite der Beklagten gestellt. Zwar wurde der Befangenheitsantrag abgelehnt &ndash; aber die Staatsanwaltschaft legte nach und beantragte, die &Ouml;ffentlichkeit vom Prozessgeschehen auszuschlie&szlig;en. Als Begr&uuml;ndung nannte sie die Solidarit&auml;tsaktionen f&uuml;r die Angeklagten im Gerichtssaal zu Prozessbeginn. Das Gericht stimmte diesem Antrag nun zu, der Ausschluss sei im erzieherischen Interesse der jungen M&auml;nner. Auf diese Weise wird ein Prozess der politischen Justiz hinter verschlossenen T&uuml;ren weitergef&uuml;hrt. Das ist kein gutes Zeichen f&uuml;r die Angeklagten, aber auch kein gutes Zeichen f&uuml;r das Rechtsstaatsprinzip.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/liberal-war-einmal\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch &bdquo;Linker Hass&ldquo;? Wie die Hamburger Krawalle schamlos <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39113\">instrumentalisiert werden<\/a>. Interessant k&ouml;nnte sein, dass auch Geheimdienste an den Straftaten w&auml;hrend des G20-Gipfels in Hamburg beteiligt bzw. in deren Umfeld gewesen sein k&ouml;nnten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48268#h10\">G20-Gipfel in Hamburg: V-Mann des Verfassungsschutzes blockierte Regierungskonvois<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsinseln f&uuml;r Gutverdiener<\/strong><br>\nImmer mehr Kinder von Eltern aus der Mittelschicht gehen auf Privatschulen, vor allem im Osten Deutschlands. Das f&uuml;hrt zu sozialen Spannungen. Die Landesregierungen d&uuml;rfen daher nicht einfach jede Gr&uuml;ndung gestatten, sondern sollten sorgf&auml;ltig pr&uuml;fen, ob private Schulen wirklich gebraucht werden.<br>\nIm Sp&auml;tsommer 2017 sah sich Manuela Schwesig mit einer Welle der Emp&ouml;rung konfrontiert. Anfang September, mitten im Bundestagswahlkampf, machten Medienberichte &ouml;ffentlich bekannt, dass die sozialdemokratische Ministerpr&auml;sidentin ihren &auml;ltesten Sohn auf eine Privatschule schickt. F&uuml;r ihre Entschuldigung, diese Schule sei nun mal an n&auml;chsten gelegen, erntete sie vor allem im Netz sp&ouml;ttische Kommentare: Es gebe auch eine integrierte Gesamtschule in vergleichbarer Entfernung. Die politischen Gegner, Linke wie auch Christdemokraten, monierten das offensichtlich &ldquo;mangelnde Vertrauen&rdquo; Schwesigs in das staatliche Schulsystem. Die Regierungschefin gebe mit ihrer Entscheidung ein &ldquo;schlechtes Vorbild&rdquo; ab.<br>\nSchwerin, der Wohnort der SPD-Politikerin, geh&ouml;rt zu den Orten mit der h&ouml;chsten Privatschuldichte hierzulande. Auch in den Nachbarst&auml;dten Rostock und Greifswald befindet sich rund ein Drittel der Schulen nicht in staatlicher Tr&auml;gerschaft. Der Grund: Im von Schwesig regierten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sind die Kontrollen auff&auml;llig lasch. Antr&auml;ge auf neue Privatschulen seien dort ohne genaue Pr&uuml;fung durchgewunken worden, berichtet der Bildungsexperte Marcel Helbig, der die Genehmigungspraxis der L&auml;nder f&uuml;r das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) verglichen hat. Ein Versto&szlig; gegen verfassungsrechtliche Vorgaben: Denn Artikel 7 des Grundgesetzes schreibt vor, dass private Schulen nur genehmigt werden d&uuml;rfen, &ldquo;wenn eine Sonderung der Sch&uuml;ler nach den Besitzverh&auml;ltnissen der Eltern nicht gef&ouml;rdert wird&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++185d7688-1b17-11e9-a2b7-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studie enth&uuml;llt schlechte Arbeitsbedingungen bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten<\/strong><br>\nEtwa 42.000 Menschen arbeiten f&uuml;r ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle. Doch nur gut die H&auml;lfte von ihnen hat eine Festanstellung. Rund 19.000 Personen arbeiten freiberuflich. Aber wie?<br>\n&ldquo;Bisweilen prek&auml;r&rdquo;, hat jetzt eine Untersuchung zur Situation von freien Mitarbeiter*innen ergeben, beauftragt von der Bundestagsfraktion DIE LINKE und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.<br>\n94 Prozent der befragten Freien f&uuml;hlen sich gegen&uuml;ber den fest angestellten Mitarbeiter*innen benachteiligt. Als Gr&uuml;nde werden schlechtere Arbeitsbedingungen, geringere Verg&uuml;tung, schlechtere soziale Absicherung sowie ein unzureichender K&uuml;ndigungsschutz genannt. Freie leisten der Studie zufolge oft unbezahlte &Uuml;berstunden und k&ouml;nnen ihre T&auml;tigkeit schlecht mit der Familie vereinbaren. Bei einigen reicht die T&auml;tigkeit nicht einmal zum Leben aus, so dass sie Zweitjobs annehmen m&uuml;ssen. &hellip; Der ARD-Freienrat begr&uuml;&szlig;t, dass es endlich eine solide Untersuchung gibt, die auf die Existenz von Freien und deren Arbeitsbedingungen hinweist. Jahrzehntelang ist das Thema verdr&auml;ngt worden. Dabei hat es eine hohe gesellschaftliche Relevanz.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.ard-freie.de\/studie-enthuellt-schlechte-arbeitsbedingungen-bei-den-oeffentlich-rechtlichen-anstalten\">ARD-Freie<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/39863\/beschaeftigte-zweiter-klasse-gute-arbeit-auch-fuer-freie\/\">Die Studie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Frankreich: Vertrauen in Medien am Tiefpunkt<\/strong><br>\nDabei ist das Interesse an Nachrichten gestiegen. Journalisten werden als abh&auml;ngig wahrgenommen<br>\nMedien m&uuml;ssen sich auch in Frankreich auf schwierige Zeiten gefasst machen, wie im aktuellen Medienbarometer von Kantar bemerkbar wird.<br>\nGute zwei Drittel der befragten Franzosen (67 Prozent von 1024 repr&auml;sentativ Befragten) gaben in face-to-face-Interviews an, dass sie die Nachrichten &ldquo;mit gro&szlig;em Interesse&rdquo; verfolgen. Das waren 5 Prozent mehr als im Vorjahr. &hellip; Nur die H&auml;lfte der Franz&ouml;sinnen und Franzosen glauben, was sie im Radio h&ouml;ren. Das Medium gilt seit 1990 als das glaubw&uuml;rdigste in Frankreich. Genau genommen sind nur 5 Prozent der &Uuml;berzeugung, &ldquo;dass sich die Dinge so zugetragen haben, wie es im Radio berichtet wurde&rdquo;. 45 Prozent gaben an, &ldquo;dass die Dinge ungef&auml;hr so abgelaufen sind (&lsquo;&agrave; peu pr&egrave;s&rsquo;), wie es im Radio berichtet wurde&rdquo;.<br>\nEin Drittel (34 %) ist dagegen der Auffassung, dass &ldquo;es zweifellos nicht wenige Unterschiede gibt zwischen der Darstellung und dem tats&auml;chlichen Ablauf&rdquo;. Sechs Prozent sind der &Uuml;berzeugung, &ldquo;dass die Geschehnisse nicht so passiert sind, wie es im Radio berichtet wird&rdquo;. Das Lager derjenigen, bei denen die Zweifel an der wirklichkeitsgetreuen Wiedergabe &uuml;berwiegen, betr&auml;gt demnach beim glaubw&uuml;rdigsten Medium 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Vertrauen-in-Medien-am-Tiefpunkt-4287289.html\">heise.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wir basteln uns eine Klima-Ikone<\/strong><br>\nAm WEF wird das 16-j&auml;hrige Poster-Girl des Klimaschutzes, Greta Thunberg, umschw&auml;rmt. Ihre schwedische Kollegin Izabella Nilsson Jarvandi, 15, findet kaum Geh&ouml;r. Warum wohl?<br>\nMan kann ohne &Uuml;bertreibung sagen, dass die sechzehnj&auml;hrige Schwedin Greta Thunberg eine der prominentesten Klimaschutzaktivistinnen unserer Zeit ist. Sie hat rasch weltweit Bekanntheit erlangt und ist inzwischen so etwas wie eine Expertin auf diesem Gebiet. Kein Wunder, dass sie am diesj&auml;hrigen Weltwirtschaftsforum teilnimmt &ndash; aus Gr&uuml;nden des Klima- und Umweltschutzes f&auml;hrt sie aus Skandinavien mit der Bahn nach Davos. Thunberg hat es auch geschafft, ihre Eltern dazu zu bringen, k&uuml;nftig auf Flugreisen zu verzichten, wie sie k&uuml;rzlich in der Talkshow &laquo;Skavlan&raquo; erz&auml;hlte, die in Schweden und Norwegen ausgestrahlt wird. Kaum jemand weiss, dass sie ihre Bekanntheit einer PR-Kampagne verdankt. Gleichzeitig k&auml;mpfen andere Teenager, wie etwa die f&uuml;nfzehnj&auml;hrige Izabella Nilsson Jarvandi, gegen die Globalisierung und den Uno-Migrationspakt. Doch in den Mainstream-Medien finden nur politisch korrekte Stimmen Geh&ouml;r. (&hellip;)<br>\nIn der breiten &Ouml;ffentlichkeit wird &laquo;Klima-Greta&raquo; als Klimaschutzexpertin gefeiert. Recherchen kritischer Medien haben jedoch gezeigt, dass ihr Erfolg weitgehend dem schwedischen PR-Experten Ingmar Rentzhog zu verdanken ist, der &uuml;ber gute Kontakte zu mehreren Propagandaorganisationen verf&uuml;gt. Vier Tage nachdem Greta ihren Klimastreik begonnen hatte, wurde das Buch ihrer Mutter Malena Ernman (Titel in deutscher &Uuml;bersetzung: &laquo;Szenen aus dem Herzen&raquo;) pr&auml;sentiert. Am selben Tag postete Rentzhog auf Instagram ein Foto von Greta und schrieb einen langen Artikel auf Facebook. Das l&ouml;ste eine Kettenreaktion in vielen Zeitungen und anderen Medien aus.<br>\nEnde Dezember enth&uuml;llte das Magazin Samh&auml;llsnytt, dass Greta ihre Rede auf der Uno-Klimakonferenz in Kattowitz vor leeren St&uuml;hlen gehalten habe, w&auml;hrend das staatliche schwedische Fernsehen so tat, als habe sie vor einer grossen Zahl begeistert applaudierender Politiker gesprochen. Gretas Mutter Malena Ernman, eine bekannte Sopranistin, best&auml;tigte daraufhin auf Facebook, dass der Umweltschutzaktivist Bo Thor&eacute;n ihre Tochter angeworben habe. Thor&eacute;n geh&ouml;rt dem Vorstand des Umweltverbands Fossilfritt Dalsland an und ist ein namhafter Repr&auml;sentant der internationalen Umweltbewegung Extinction Rebellion, die seit letztem Herbst auch in Schweden aktiv ist. Diese Bewegung will mit Hilfe von direkten Aktionen und zivilem Ungehorsam eine klimafreundliche Politik erzwingen. In Grossbritannien hat die Bewegung f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt, mehrere Aktivisten wurden verhaftet. Auch in Schweden sind Aktionen geplant, um der Bewegung Aufmerksamkeit zu verschaffen.<br>\nIzabella Nilsson Jarvandi, die eine schwedische Mutter und einen iranischen Vater hat und in G&ouml;teborg lebt, ist l&auml;ngst nicht so ein Star wie Greta Thunberg. Aber sie hat ihre Stimme erhoben und auf Probleme hingewiesen, die in Schweden virulent sind. &laquo;Ich bin so w&uuml;tend auf die Politiker&raquo;, sagt sie. &laquo;Ich werde niemals schweigen und so lange k&auml;mpfen, bis in Schweden wieder Ordnung herrscht.&raquo; Izabella gibt zu bedenken, dass die Schweden vielleicht nicht in der gleichen Weise demonstrieren werden wie die gilets jaunes in Frankreich, dass man die S&ouml;hne und T&ouml;chter der Wikinger aber nicht reizen d&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2019-4\/artikel\/wir-basteln-uns-eine-klima-ikone-die-weltwoche-ausgabe-4-2019.html\">Die Weltwoche<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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