{"id":48795,"date":"2019-01-30T08:13:08","date_gmt":"2019-01-30T07:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795"},"modified":"2019-01-30T08:13:08","modified_gmt":"2019-01-30T07:13:08","slug":"hinweise-des-tages-3294","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h02\">Merkel: &ldquo;Deutschland ist in Afghanistan, um auch US-Interessen zu verteidigen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h03\">So missbraucht die &laquo;S&uuml;ddeutsche&raquo; das Gedenken an Hunger und Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h04\">Davos: Weltgr&ouml;&szlig;tes Stelldichein der Vampire beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h05\">OP am offenen Herzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h06\">Sozialversicherungsreform: Droht jetzt die Privatisierung des Gesundheitssystems?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h07\">Kohlekompromiss verfehlt Klimaziele um L&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h08\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h09\">Dubiose Spende aus Holland: Hat CDU sich f&uuml;r Bauprojekte schmieren lassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h10\">Nur in Italien werden mehr Steuern hinterzogen als in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h11\">Schwenk nach Asien: Europ&auml;ische Flugzeugtr&auml;ger im Pazifik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h12\">Israels Milit&auml;r verweigert immer mehr pal&auml;stinensischen Bauern Zugang zu Feldern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h13\">Kompromiss zu &sect;219a: So kann die SPD nicht punkten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h14\">&ldquo;Digitale Bildung&rdquo;: Der absch&uuml;ssige Weg zur Konditionierungsanstalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48795#h15\">zu guter Letzt: 107 Doktorfische legen Gutachten vor &ndash; Mikroplastik im Meer doch nicht so sch&auml;dlich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-Sicherheitsberater Bolton: US-Firmen sollten Venezuelas &Ouml;lproduktion &uuml;bernehmen<\/strong><br>\nAm Mittwoch ernannte sich der Oppositionspolitiker Juan Guaid&oacute; mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der USA zum &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; Venezuelas. Die Begehrlichkeiten Washingtons sind gro&szlig;: Venezuela h&auml;lt die weltweit gr&ouml;&szlig;ten Erd&ouml;lreserven.<br>\n(&hellip;) Unter dem verstorbenen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez wurde der &Ouml;lsektor des Landes weitgehend verstaatlicht, die daraus erzielten Gewinnen flossen in verschiedene Sozialprogramme. Doch Ch&aacute;vez&rsquo; sozialistische Bestrebungen liefen Washingtons Interessen zuwider, weshalb die USA im April 2002 einen Putsch gegen den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten unterst&uuml;tzten, der jedoch scheiterte.<br>\n&ldquo;In den gescheiterten Staatsstreich waren hohe Beamte der US-Regierung eng verstrickt&rdquo;, berichtete seinerzeit The Observer. Das Schwesterblatt des britischen Guardian f&uuml;hrte dazu weiter aus: Einer von ihnen, Elliott Abrams, der den versuchten venezolanischen Staatsstreich abnickte, wurde wegen Falschaussage vor dem Kongress zur ber&uuml;chtigten Iran-Contra-Aff&auml;re verurteilt.<br>\nUnd eben jener Abrams, der bereits beim Putsch 2002 eine zentrale Rolle spielte und im Rahmen der Iran-Contra-Aff&auml;re in den 1980ern am Sturz der linksgerichteten sandinistischen Regierung in Nicaragua arbeitete, wurde am Freitag von US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo zum US-Sonderbeauftragten f&uuml;r Venezuela ernannt. Tags zuvor hatte Pompeo das venezolanische Milit&auml;r dazu aufgefordert, sich auf die Seite von Guaid&oacute; zu stellen.<br>\nBolton hatte vergangene Woche zusammen mit US-Vizepr&auml;sident Mike Pence den Putsch auf diplomatischer Ebene vorbereitet und flankiert. Erst nachdem Washington seine Unterst&uuml;tzung zugesagt hatte, ernannte sich der rechtsgerichtete Juan Guaid&oacute; zum &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; Venezuelas &ndash; und wurde prompt von den USA als solcher anerkannt.<br>\nIm Einklang mit den Interessen seiner nordamerikanischen F&ouml;rderer macht sich Guaid&oacute; nun an die Privatisierung des &Ouml;lsektors. In einer ersten Ma&szlig;nahme will er laut einem Bericht von Bloomberg die Kontrolle &uuml;ber die Citgo Petroleum Corporation &uuml;bernehmen und zu diesem Zweck deren Vorstand austauschen.<br>\n(&hellip;) Die USA konzentrierten sich nun darauf, &ldquo;das illegitime Maduro-Regime&rdquo; von seinen Einnahmequellen zu trennen und diese Ressourcen an Guaid&oacute; weiterzuleiten, so Bolton letzte Woche. Als gr&ouml;&szlig;ter Abnehmer venezolanischen Erd&ouml;ls bleibt Citgo f&uuml;r die Refinanzierung des venezolanischen Staatshaushalts trotz der sanktionsbedingten Einschr&auml;nkungen weiterhin extrem wichtig, weshalb Guaid&oacute; nun an den &ldquo;Kronjuwelen der PDVSA&rdquo; (Bloomberg) Hand anlegen will&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/83262-us-sicherheitsberater-bolton-us-firmen\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Finanzministerium will Finanzmittel an Putschisten in Venezuela umleiten<\/strong><br>\nWashington\/Caracas. Das US-Finanzministerium hat in Aussicht gestellt, bisherige Handelsgesch&auml;fte mit der venezolanischen Regierung an den selbsternannten &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; Juan Guaid&oacute; zu &uuml;bergeben. Dazu sollen auch diejenigen geh&ouml;ren, an denen staatliche Unternehmen wie der Erd&ouml;l-Konzern Petr&oacute;leos de Venezuela (PDVSA) beteiligt sind. Damit sollen wichtige Einnahmen des venezolanischen Staates der Regierung entzogen und den Putschisten &uuml;bergeben werden, damit diese, nach den Worten des US-Au&szlig;enminisers Mike Pompeo, das s&uuml;damerikanische Land &ldquo;f&uuml;hren und voranbringen&rdquo; k&ouml;nnen.<br>\nDie Umsetzung dieser Pl&auml;ne k&auml;me einer totalen Wirtschaftsblockade Venezuelas seitens der USA gleich. Die Washington Post machte allerdings inzwischen eine Rechnung auf, die die Wirksamkeit, unabh&auml;ngig von den v&ouml;lkerrechtlichen Implikationen, einer solchen St&uuml;tzung Guaid&oacute;s fraglich macht.<br>\nVenezuelas gr&ouml;&szlig;te Einnahmequelle in den USA ist Citgo, ein Unternehmen mit dem Hauptsitz in Houston, Texas, das zu PDVSA geh&ouml;rt und nach einer Listung der Washington Post in den USA drei Raffinerien und eine Kette von mehr als 5.000 Tankstellen in 30 Bundesstaaten unterh&auml;lt. Falls die US-Beh&ouml;rden die Einnahmen umleiten sollten, d&uuml;rfte Venezuela den Nachschub an &Ouml;l stoppen. Viele Gl&auml;ubiger des Unternehmens in den USA haben ihre Schuldtitel nicht zuletzt f&uuml;r in Venezuela enteignetes Produktiveigentum zugesprochen bekommen. Zu den Gro&szlig;gl&auml;ubigern geh&ouml;rt auch Russland, das als Sicherheit f&uuml;r Kreditvergaben an Venezuela 49,9 Prozent Anteile an Citgo h&auml;lt. Der angedachte Schritt des US-Finanzministeriums w&uuml;rde es Russland, wie auch US-Gl&auml;ubigern erlauben, vor Gerichten in den USA ihre Schuldtitel bei den neuen &ldquo;Eigent&uuml;mern&rdquo; einzuklagen.<br>\nIm Beisein des Sicherheitsberaters von Pr&auml;sident Donald Trump, John Bolton, hat Finanzminister Steven Mnuchin am gestrigen Dienstag noch bekannt gegeben, dass die USA bisher zwischen sieben und elf Milliarden US-Dollar venezolanischen Verm&ouml;gens eingefroren haben, in erster Linie von PDVSA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/01\/221127\/us-finanzministerium-venezuela\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>Dazu: US-Sanktionen gegen &Ouml;lkonzern<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-661.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Die imperiale Macht USA verf&uuml;gt, das Geld, das einer venezuelanischen Olfirma geh&ouml;rt, auf einem Sperrkonto &ldquo;eingefroren&rdquo; wird. Hier wird ein Diebstahl an fremdem Eigentum angek&uuml;ndigt, dem jegliche rechtliche Legitimation fehlt. Weder tagesschau.de, noch ein anderes Mainstream-Medium benennen das als Unrecht oder als Skandal, &ldquo;westliche Werte&rdquo; eben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Faustregel au&szlig;enpolitisch instrumentalisierter Moral<\/strong><br>\nGeht es um Venezuela, entdeckt die Bundesregierung ihre Liebe zur Demokratie, aufgrund derer sie die (v&ouml;lkerrechtlich sehr zweifelhafte) Anerkennung eines Guaid&oacute; als selbsternannten Interimspr&auml;sidenten erw&auml;gt.<br>\nDamit keine Verwirrung bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern aufkommt, wann eine mit Demokratie und Menschenrecht begr&uuml;ndete offensive und handlungsunterlegte Forderung nach Neuordnung der Verh&auml;ltnisse in fremden L&auml;ndern quasi regierungsseitig zertifiziert ist und wann nicht, sollte die Bundesregierung vielleicht ab und an die goldene Faustregel au&szlig;enpolitisch instrumentalisierter Moral verk&uuml;nden:<br>\n&ldquo;Wenn eine fremde Regierung nicht zu unserem geopolitischen Team geh&ouml;rt, f&uuml;hre Demokratie und Menschenrecht an, um diese zu st&uuml;rzen oder sie st&uuml;rzen zu lassen. Wenn sie geopolitisch n&uuml;tzlich ist, aktiviere die Begriffe &gt;&gt;Partner&lt;&lt; und &gt;&gt;Stabilit&auml;t&lt;&lt; bei gleichzeitiger Deaktivation der Begriffe &gt;&gt;Demokratie&lt;&lt; und &gt;&gt;Menschenrecht&lt;&lt;. &Uuml;bersende ihr zur Bekr&auml;ftigung hochwertige Kriegsschiffe und Panzer eigener Produktion.&rdquo;&hellip;\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=13268\">Maskenfall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong>. Exzellent, besser l&auml;sst sich Verlogenheit und Heuchelei gerade Merkels nicht demaskieren. Ebenso, die des deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;, der wie ein Mann gegen die &ldquo;Diktatur Maduros&rdquo; anschreibt, dem aber eben zur &auml;gyptischen Milit&auml;rdiktatur und zum Kopf-ab-Regime in Saudi-Arabien so gar nichts einf&auml;llt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel: &ldquo;Deutschland ist in Afghanistan, um auch US-Interessen zu verteidigen&rdquo;<\/strong><br>\nDas Denken in nationalen Einflusssph&auml;ren nehme zu, warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montagabend in Berlin und erinnerte daran, dass Deutschland auch in Afghanistan sei, um US-Interessen zu verteidigen.<br>\nWir sind heute ganz selbstverst&auml;ndlich mit unseren Verb&uuml;ndeten nicht nur im westlichen Balkan t&auml;tig, sondern wir sind in Afghanistan, um dort auch nach Artikel 5 [NATO] zum ersten mal die Interessen der Vereinigten Staaten und unsere eigenen mit zu verteidigen. Wir sind in Afrika in Mali und wir wissen, dass wir noch mehr tun m&uuml;ssen&rdquo;, so die Kanzlerin.<br>\nSie appellierte, dem wachsenden Trend zum Nationalismus entgegenzuwirken und weiterhin multinational zu agieren.<br>\nSie betonte:<br>\nWir werden Verantwortung &uuml;bernehmen. Das zeigt sich sowohl in steigenden Budgets f&uuml;r die Sicherheitsausgaben als auch in steigenden Budgets f&uuml;r die Entwicklungshilfe. Und es ist unsere gemeinsame Sicherheit, die wir verteidigen m&uuml;ssen und wollen, weil wir unsere Werte auch verteidigen wollen.<br>\nDie mahnenden Worte Merkels am Montagabend folgten nach ihrer Auszeichnung mit dem Fulbright-Preis f&uuml;r internationale Verst&auml;ndigung in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/83294-merkel-deutschland-ist-in-afghanistan\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Artikel 5, auf den sich Merkel bezieht, ist &uuml;brigens der &bdquo;B&uuml;ndnisfall&ldquo;, der in diesem Fall konkret wegen der Anschl&auml;ge am 11. September 2001 &ndash; also vor mehr als 17 Jahren(!) &ndash; ausgel&ouml;st wurde. Der letzte Versuch, diesen &bdquo;B&uuml;ndnissfall&ldquo; zu beenden, <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/002\/1800202.pdf\">startete die Fraktion der Linkspartei 2013 im Bundestag<\/a> und konnte sich &ndash; erwartungsgem&auml;&szlig; &ndash; damit nicht durchsetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>So missbraucht die &laquo;S&uuml;ddeutsche&raquo; das Gedenken an Hunger und Tod<\/strong><br>\nEine Million Menschen starben an Hunger, weil die deutschen Truppen Leningrad blockierten. Doch jetzt wird Russland beschuldigt.<br>\n&laquo;Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad&raquo;. So lautet die Headline eines Kommentars der &laquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&raquo; am 24. Januar 2019 zur Aushungerung der Stadt Leningrad &ndash; heute St. Petersburg &ndash; w&auml;hrend 900 Tagen durch die Deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg und zum diesj&auml;hrigen Gedenktag. Eine Million Menschen starben damals den vielleicht schrecklichsten Tod, den man sich vorstellen kann: den Hungertod. Kinder mussten mitansehen, wie ihre V&auml;ter langsam verhungerten, M&uuml;tter mussten ansehen, wie ihre Kinder verhungerten. Es gab einfach nichts mehr zu essen, weil die deutschen Truppen die Stadt abgeriegelt hatten und jede Zufuhr von Nahrungsmitteln verhinderten. Es war, nach dem Holocaust, der schlimmste Fall von Genozid im Zweiten Weltkrieg.<br>\nJetzt, Ende Januar 2019, sind es 75 Jahre, seit das hungernde Leningrad von der Roten Armee befreit wurde. F&uuml;rwahr ein Anlass zum Gedenken.<br>\nAber was macht eine der bedeutendsten Zeitungen Deutschlands? Statt wieder einmal in sich zu gehen und &ndash; als klare Schuldige an diesem grausamen V&ouml;lkermord vor 75 Jahren &ndash; ihre deutschen Leserinnen und Leser aufzufordern, auf der Hut zu sein und &auml;hnliche Entwicklungen wie die unter Hitler rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern, benutzt die &laquo;S&uuml;ddeutsche&raquo; den Anlass, um &ndash; schon in der Headline! &ndash; einmal mehr eine verbale Rakete gegen Russland abzufeuern: &laquo;Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad&raquo;. Wie ist sowas &uuml;berhaupt m&ouml;glich?<br>\nUnd wenn man dann zu lesen beginnt, wird es schon im ersten Abschnitt schauerlich. Silke Bigalke schreibt aus Moskau: &laquo;Wieder einmal schicken die in Moskau Regierenden Soldaten statt Mitgef&uuml;hl und verordnen Nationalstolz statt Gedenken. Die Blockade der Stadt, die damals Leningrad hiess, bleibt ein wunder Punkt in Russlands Vergangenheit. Stets wollten die M&auml;chtigen kontrollieren, wie sich die Menschen daran erinnern.&raquo;<br>\nEs ist unfassbar: Wichtig ist nicht das deutsche Verbrechen, wichtig ist der Zeitung, wie Russland die Gedenkfeier gestaltet. Sind die Redakteure in M&uuml;nchen von allen guten Geistern verlassen? Welch verlogene Selbstsicherheit herrscht da an der Hultschiner Stra&szlig;e in Bayerns Hauptstadt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Leningrad-St-Petersburg-Blockade-Befreiung-Schuld\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>Dazu: Hitlers Wiederg&auml;nger<\/strong><br>\n(&hellip;) Silke Bigalke hei&szlig;t die Schreiberin der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo;, die mit der Behauptung &ldquo;75 Jahre nach der Befreiung verharmlost Russland den Hungertod von &uuml;ber einer Millionen Menschen&rdquo; im Gefolge der Nazi-Barbarei pure H&auml;me &uuml;ber die russischen Erben der verhungerten Leningrader ausgie&szlig;t. Zur Milit&auml;rparade im heutigen St. Petersburg zum 75. Jahrestag der Befreiung der Stadt f&auml;llt ihr ein: &ldquo;Wieder einmal schicken die in Moskau Regierenden Soldaten statt Mitgef&uuml;hl und verordnen Nationalstolz statt Gedenken.&rdquo; Und wer noch entsetzt von dieser Infamie weiterliest, st&ouml;&szlig;t auf die primitive Gleichsetzung von T&auml;tern und Opfern in dieser Zeile: &ldquo;Deutschland verdr&auml;ngte den V&ouml;lkermord, Russland zensiert ihn.&rdquo; Und so grundiert die Frau den ideologisierten Schweine-Journalismus mit einer weiteren Unterstellung: &ldquo;Die Stadtbeh&ouml;rden h&auml;tten sich sonst wohl viel fr&uuml;her fragen lassen m&uuml;ssen, warum sie damals so wenig f&uuml;r die B&uuml;rger taten.&rdquo;<br>\nDass die Sowjets um ihr &Uuml;berleben k&auml;mpften? Was k&uuml;mmert es Silke Bigalke?<br>\n(&hellip;) Man verdient gutes Geld mit und in den deutschen Redaktionen. Nicht selten ist es Schweige-Geld: Man tut so als wisse man nicht von den Nazi-Verbrechen gegen die Russen. Aber immer wieder ist es auch das Geld der Freier von der R&uuml;stungsindustrie, die mit dem alten recycelten Feindbild des unwerten russischen Menschen den Lustgewinn erh&ouml;ht, der augenscheinlich im Profit liegt: Ein b&ouml;ser Feind ist die Voraussetzung f&uuml;r mehr R&uuml;stung.<br>\nGutes Geld verdient auch Dieter Schaub, der die Medien Union GmbH besitzt, zu der Produkte wie die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; geh&ouml;ren. Schaub z&auml;hlt zu den 100 reichsten Deutschen. Sein Verm&ouml;gen wird auf 1,1 Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt. Er gibt den Strichern, die ihren Ehrgeiz mit profitabler Russophobie befriedigen, ein komfortables Zuhause. Er alimentiert jenen Hass, jene Menschenfeindlichkeit, die dem R&uuml;stungs-Etat Gr&uuml;nde zuf&uuml;hrt. Auf diesem beliebten Weg der deutschen Wirtschaft h&auml;tte Hitler beinahe gesiegt. Er wurde vor Leningrad geschlagen. Seine Wiederg&auml;nger proben ihre Rollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/hitlers-wiedergaenger.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Davos: Weltgr&ouml;&szlig;tes Stelldichein der Vampire beendet<\/strong><br>\nZum Wochenende war der Spuk in Davos vorbei. Sp&auml;testens am Samstag waren die weltweit gef&auml;hrlichsten Vampire wieder davongeflogen, um das zu tun, was sie nicht lassen k&ouml;nnen, n&auml;mlich die arbeitenden Massen auszusaugen. Aber Hochstimmung kam diesmal nicht auf.<br>\nvon Rainer Rupp<br>\nIn den letzten zehn Jahren der anhaltenden Krise haben die Zentralbanken rund um den Globus Papier im &ldquo;Wert&rdquo; von zig Billionen (eine Billion sind tausend Milliarden) Dollar gedruckt und die Zinss&auml;tze daf&uuml;r auf null und manchmal sogar darunter gedr&uuml;ckt. Und all diese angeblichen &ouml;konomischen Impulse zur Stimulierung der Wirtschaft und Arbeitsm&auml;rkte gingen direkt in die Taschen der Reichen und Superreichen. Das Zentralbankgeld wurde nicht in die Produktion von Sachwerten investiert, sondern in Luxuswohnungen und in Immobilienanlageobjekten, in Aktien an den B&ouml;rsen, in superteure Yachten und Autos oder in edle Kunst oder Weine, wodurch in all diesen Sparten die Preise enorm gestiegen sind. Von der allgemeinen Preissteigerung wurden auch ganz normale Stadtwohnungen erfasst, und in vielen Regionen k&ouml;nnen Rentner oder Arbeiterfamilien die Miete nicht mehr bezahlen und m&uuml;ssen raus.<br>\nAber das st&ouml;rt die mehrfachen Dollar-Milliard&auml;re nicht, deren Zahl inzwischen auf &uuml;ber 2.000 gewachsen ist. Denn ihr Finanzverm&ouml;gen hat sich seit 2009 mehr als verdoppelt. 2009 hatten alle Milliard&auml;re der Welt 3,4 Billionen US-Dollar. Bis 2017 erreichten sie 8,9 Billionen US-Dollar&hellip;<br>\nIn der Vergangenheit war Davos das allj&auml;hrliche Fest der Chefs der privaten Globalisierungskonzerne und deren politischer Marionettenspieler gewesen. Aber diesmal waren weder Pr&auml;sident Donald Trump (wegen der Haushaltssperre) noch Pr&auml;sident Emmanuel Macron (wegen der Gelbwesten) noch Premierministerin Theresa May (wegen des Brexit) dabei. Allerdings hatte Kanzlerin Merkel ihre beiden Saarl&auml;nder mitgebracht, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch der neu gew&auml;hlte faschistoide Staatschef Brasiliens war da. Aber der chinesische Pr&auml;sident Xi Jinping und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin hatten Besseres zu tun und waren ferngeblieben.<br>\nIn Ermangelung hochkar&auml;tiger G&auml;ste in Davos konnte dann einer der ber&uuml;chtigtsten Globalisten und Meister der &ldquo;Farbrevolutionen&rdquo; George Soros gro&szlig;es Kino auff&uuml;hren und auf niedrigem Niveau eine scharfe Attacke gegen Trump und Xi reiten. Seine Kernbotschaft lautete ganz unverhohlen, nur wenn Trump und Xi m&ouml;glichst schnell verschwinden w&uuml;rden, k&ouml;nnte die &ldquo;liberale Weltordnung&rdquo;, (f&uuml;r die seine &ldquo;Open Society&rdquo; steht,) noch gerettet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/83251-davos-weltgroesstes-stelldichein-der-vampire-beendet\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gel&auml;chter statt Kritik<\/strong><br>\nDas Weltwirtschaftsforum in Davos ist vorhersagbar, ja langweilig. Gerade deshalb ist es so wichtig, einen Blick hinter diese Eint&ouml;nigkeit zu werfen.<br>\n(&hellip;) Das Video zeigt eine kurze Passage einer Podiumsdiskussion. Die Moderatorin der Washington Post kn&uuml;pft an eine Forderung der k&uuml;rzlich ins Repr&auml;sentantenhaus gew&auml;hlten US-Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez an. Sie fragt den Gr&uuml;nder und Chef des IT-Riesen Dell, Michael Dell, ob er eine 70-Prozent-Steuer f&uuml;r Menschen unterst&uuml;tze, die &uuml;ber 10 Millionen Dollar verdienen. Der Saal quittiert das mit Gel&auml;chter.<br>\nMichael Dell antwortet, er und seine Frau h&auml;tten eine Stiftung gegr&uuml;ndet. Dort h&auml;tte er &uuml;ber die letzten 20 Jahre viel mehr eingezahlt als er bei einer 70-Prozent-Steuerrate an den Staat abf&uuml;hren m&uuml;sste. Er sei sich sicher, als privater Stifter k&ouml;nne er mit dem Geld viel mehr bewirken als die US-Regierung. Es sind Aussagen, die man immer wieder von verm&ouml;genden Stiftern h&ouml;rt. In einer Arte-Doku hat sich j&uuml;ngst der Aufsichtsratsvorsitzende der Otto Gruppe Michael Otto &auml;hnlich ge&auml;u&szlig;ert&hellip;<br>\nInteressant wird das Video nach diesem Austausch. Michael Dell fragt zur&uuml;ck: &bdquo;Zeigen sie mir ein Land, in dem eine solche Steuerrate jemals funktioniert hat!&ldquo; Nach kurzem Schweigen wendet ein Professor des Massachusetts Institute of Technology Erik Brynjolfsson ein: &bdquo;Die USA&ldquo;. Worauf die Moderatorin abwinkt, &bdquo;Nur kurz, in den 80er Jahren&ldquo;. Brynjolfsson erkl&auml;rt daraufhin einem sichtlich erstaunten Podium, dass es in den USA zwischen den 1930er und 1960er Jahren eine durchschnittliche Einkommenssteuerrate von 70 Prozent gab und sie zwischenzeitlich sogar bei 95 Prozent[i] lag. Diese Steuern h&auml;tten funktioniert und es ging der Wirtschaft damals sogar sehr gut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/01\/davos-gelaechter-statt-kritik\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Erhellend und ern&uuml;chternd das Niveau der Gespr&auml;che bei der Zusammenkunft der &bdquo;Reichen &amp; M&auml;chtigen&ldquo; da in Davos. <\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema Stiftungen berichteten die Nachdenkseiten &uuml;brigens auch bereits mehrmals. Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48637#h12\">Was gesund ist bestimmt Bill Gates<\/a>, Sowie: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48327#h09\">Der Siegeszug der Wohlt&auml;tigkeit<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>OP am offenen Herzen<\/strong><br>\nAm Montag traten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor die Presse, um im Rahmen ihrer &raquo;konzertierten Aktion Pflege&laquo; Besserung zu geloben. Demnach soll die Zahl der Azubis und ausbildenden Einrichtungen bis 2023 im bundesweiten Schnitt um zehn Prozent steigen, sagte Giffey. Geschaffen werden sollten unter anderem 5.000 Weiterbildungspl&auml;tze. Marketinggerecht wurden 111 Ma&szlig;nahmen festgehalten, darunter auch eine Werbekampagne f&uuml;r den Pflegeberuf. &raquo;Um mehr Pflegekr&auml;fte zu gewinnen, m&uuml;ssen wir sie besser bezahlen und ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern&laquo;, stellte Spahn fest. (&hellip;)<br>\nDie Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) warnten vor Illusionen, das Pflegeproblem allein durch die Anwerbung von Arbeitern aus dem Ausland l&ouml;sen zu k&ouml;nnen..<br>\nDer Sozialverband VdK forderte Klarheit bei der Finanzierung. Die Kosten, die mit den geplanten Verbesserungen einhergehen, d&uuml;rften &raquo;nicht den Pflegebed&uuml;rftigen und ihren Familien aufgeb&uuml;rdet werden&laquo;, sagte VdK-Pr&auml;sidentin Verena Bentele. &raquo;Pflegebed&uuml;rftige zahlen ohnehin schon viel und m&uuml;ssen h&auml;ufig ihre gesamten Ersparnisse aufbrauchen, um die Pflege zu finanzieren.&laquo; Das notwendige Geld, um den Altenpflegeberuf attraktiver zu machen, m&uuml;sse aus der Pflegeversicherung und aus Steuermitteln kommen, forderte der Sozialverband&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348053.gesundheit-op-am-offenen-herzen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &raquo;Um mehr Pflegekr&auml;fte zu gewinnen, m&uuml;ssen wir sie besser bezahlen und ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen verbessern&laquo;, stellte Spahn fest&hellip; Was ist denn jetzt in den gefahren? Solche T&ouml;ne hat man ja bisher noch nicht von Spahn geh&ouml;rt. Hat ihn der Blitz der Erkenntnis getroffen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: 111 Luftballons f&uuml;r mehr Auszubildende in der Pflege oder doch mehr als das? <\/strong><br>\nDie Konzertierte Aktion Pflege und eine Zwischenbilanz, pr&auml;sentiert von drei Bundesministern<br>\n(&hellip;) Man darf und muss an dieser Stelle an den 1. Juli 2018 erinnern, da wurde uns &uuml;ber ein bewegendes Interview in der Bild am Sonntag mitgeteilt: Drei Minister leisten den Pflege-Schwur. Die Ziele: mehr Pfleger, bessere Arbeitsbedingungen, h&ouml;here L&ouml;hne. Und keiner kann sagen, dass die keinen Plan haben. Also theoretisch. Der Plan geht in Kurzform so: 1. Mehr Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Pflegebed&uuml;rftige &amp; Angeh&ouml;rige (Pflegest&auml;rkungsgesetze), 2. Ausbildung verbessern (Pflegeberufegesetz), 3. Stellen schaffen (Sofortprogramm Pflege), 4. Stellen besetzen (Konzertierte Aktion Pflege), 5. Standards definieren (Personaluntergrenzen). (&hellip;)<br>\nUnd neben einer besseren Verg&uuml;tung kann und m&uuml;sste man auch noch eine zweite, &uuml;beraus wichtige Schneise in den Wald schlagen: eine &uuml;ber die kommenden Jahre hinweg gesetzlich verbindlich festzuschreibende sukzessive Verbesserung der (&uuml;brigens derzeit eben nicht &uuml;ber einzelne Einrichtungen hinweg definierte) Personalschl&uuml;ssel f&uuml;r die Pflegeheime und ambulanten Pflegediensten. Damit sich alle darauf verlassen k&ouml;nnen, dass in der Pflege nicht nur an der Verg&uuml;tungsschraube ordentlich gedreht, sondern auch verbindlich bessere Arbeitsbedingungen in den kommenden Jahren garantiert werden.<br>\nAber das war ja jetzt auch nur ein &bdquo;Zwischenbericht&ldquo; aus der Konzertierten Aktion Pflege. Und bis zum Juli 2019 sollen alle anderen Arbeitsgruppen ihre Arbeit abgeschlossen haben. Wir d&uuml;rfen also weiter hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/01\/28\/111-luftballons-fuer-mehr-auszubildende-in-der-pflege\/#more-6589\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sozialversicherungsreform: Droht jetzt die Privatisierung des Gesundheitssystems?<\/strong><br>\nDie Gesundheit ist ein Milliardengesch&auml;ft. Und mit der Reform der Sozialversicherung wittern private Anbieter neue M&ouml;glichkeiten: Im Gesundheitsministerium und in der Sozialversicherung dr&auml;ngen sie darauf, profitable Einrichtungen zu &uuml;bernehmen. Die Hinweise auf konkrete Privatisierungs-Pl&auml;ne werden mehr.<br>\nIn der Sozialversicherung werden jetzt die W&uuml;nsche der Wirtschaft erf&uuml;llt. Die Regierung hat die neun Gebietskrankenkassen zu einer &bdquo;&Ouml;sterreichischen Gesundheitskasse&ldquo; fusioniert &ndash; und dort haben die Arbeitnehmer die Mehrheit verloren. Bisher sa&szlig;en in den Entscheidungsgremien vier Arbeitnehmer- und ein Arbeitgebervertreter, k&uuml;nftig werden es f&uuml;nf Arbeitnehmer und f&uuml;nf Arbeitgeber sein. Bei Stimmengleichheit entscheidet Gesundheitsministerin Hartinger-Klein.<br>\nDas hei&szlig;t: Obwohl kein einziger Arbeitgeber in der Gesundheitskasse versichert ist, bestimmen sie &uuml;ber die Gesundheitsleistungen der Besch&auml;ftigten. Das, obwohl die Unternehmer gerade mal ein Drittel der Beitr&auml;ge zahlen.<br>\nWirtschaftskammer dr&auml;ngt auf Privatisierung<br>\nUnd die Wirtschaftskammer scheint ihre neu erworbene Macht gleich einzusetzen, um Gesundheitseinrichtungen zu privatisieren&hellip;<br>\nAuch Regierung will mehr private Anbieter<br>\n&Ouml;VP und FP&Ouml; geben der Wirtschaftskammer recht. Im Vorwort der Regierungsvorlage zur Reform der Sozialversicherung werden drei gro&szlig;e Ziele der Reform genannt. Eines davon: Die Rahmenbedingungen f&uuml;r private Anbieter von Gesundheitsdiensten zu verbessern&hellip;<br>\nSchwere medizinische F&auml;lle sind nicht profitabel<br>\nDoch dann &auml;ndern sich auch die Leistungen f&uuml;r die Versicherten: Schon heute werden schwere medizinische F&auml;lle kaum in Privatspit&auml;lern behandelt &ndash; denn lange, aufw&auml;ndige Behandlungen sind teuer. Private konzentrieren sich auf die leichten F&auml;lle, da sie lukrativer sind. Wo dann schwere F&auml;lle versorgt werden, wenn Reha-Zentren und Kurheime dem Profitaspekt von Konzernen unterstehen, ist unklar.<br>\nRein betriebswirtschaftlich gesehen wird die Infrastruktur wohl verkauft und dann filetiert: Was Gewinn macht, wird von Privaten weiter betrieben, der Rest zugesperrt. Die &uuml;brigen Leistungen m&uuml;ssen die Krankenkassen dann von privaten Anbietern zukaufen. Die machen mit den Beitragsgeldern gute Gewinne.<br>\nGesundheit ist Milliardengesch&auml;ft<br>\nDen Versicherten drohen schlechtere Leistungen und h&ouml;heren Kosten. Davor warnte auch Barbara Treiber, die Vorsitzende der GPA-djp, bei der Demonstration gegen die Sozialversicherungsreform:<br>\n&bdquo;Privatisierungen w&auml;ren fatal, denn Private wollen am Gesundheitssystem verdienen &ndash; die machen das ja nicht f&uuml;r Gotteslohn.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/privatisierung-gesundheitssystem\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kohlekompromiss verfehlt Klimaziele um L&auml;ngen<\/strong><br>\nAttac Deutschland kritisiert die Vereinbarung der deutschen Kohlekommission vom 26. Januar 2019 scharf. &bdquo;Der Ausstieg aus der Kohleverstromung dauert viel zu lange. Wenn Deutschland das Klimaziel von Paris, die Erderw&auml;rmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erreichen will, m&uuml;ssen sp&auml;testens 2030 die letzten Kohlekraftwerke stillgelegt sein. Der sogenannte Kompromiss bedient einmal mehr die Interessen der gro&szlig;en Energiekonzerne&ldquo;, sagt Achim Heier vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.<br>\nAuch die geplante Entsch&auml;digung der Konzerne ist f&uuml;r Attac verbranntes Geld: &bdquo;Statt Konzernen, die sich in der Vergangenheit eine goldene Nase verdient haben und deren Investitionen nach den Regeln des &lsquo;freien Marktes&rsquo; absehbar sowieso unrentabel werden, Geld hinterherzuschmei&szlig;en, sollte gezielt in den sozial-&ouml;kologischen Umbau investiert werden&ldquo; , erg&auml;nzt Maria Wahle von der Attac-Arbeitsgruppe &ldquo;Energie, Klima, Umwelt&rdquo;.<br>\nAktionswoche &bdquo;Kohle stoppen! Klima sch&uuml;tzen!&ldquo;<br>\nBesch&auml;ftigten und Regionen muss dazu eine Perspektive in einer Wirtschaft geboten werden, die Menschen sozial absichert und dauerhaft &ouml;kologisch tragf&auml;hig ist. Um den Klimakollaps zu vermeiden, darf Wachstum nicht mehr oberstes Ziel des Wirtschaftens sein. Zu echtem Klimaschutz geh&ouml;rt f&uuml;r Attac neben einer konsequenten Energie- und Agrarwende auch eine radikal andere Verkehrspolitik. &bdquo;Der Verkehrssektor ist nach der Energiewirtschaft zweitgr&ouml;&szlig;ter Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Der vorherrschende Individualverkehr, der Stra&szlig;en verstopft, Menschen krank macht und gleichzeitig vielen Menschen Teilhabe an Mobilit&auml;t verwehrt, muss ersetzt werden durch gesunde, ressourcensparende und weitgehend kollektiv genutzte Mobilit&auml;t f&uuml;r alle&ldquo;, sagt Bernd Liefke, ebenfalls aktiv in der Attac-AG &ldquo;Energie, Klima, Umwelt&rdquo;.<br>\nAttac ruft auf, sich an der Aktionswoche unter dem Motto &bdquo;Kohle stoppen! Klima sch&uuml;tzen!&ldquo; zu beteiligen, die am 1. Februar in Berlin beginnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/kohlekompromiss-verfehlt-klimaziele-von-paris-deutlich\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Reden auf der letzten Montagsdemo zu Stuttgart 21<\/strong><br>\nRede von Petra Reski, Schriftstellerin und Journalistin, auf der 450. Montagsdemo am 28.1.2019<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2019\/01\/29\/rede-von-petra-reski-schriftstellerin-und-journalistin-auf-der-450-montagsdemo-am-28-1-2019\/%20\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues aus Rommelhausen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2019\/01\/29\/neues-aus-rommelhausen\/#more-66606\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/li>\n<li><strong>Rede von Arno Luik. Herr, schmei&szlig; Hirn ra!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2019\/01\/29\/herr-schmeiss-hirn-ra\/\">Bei Abriss Aufstand<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Und Gegenpropaganda des Deutschlandfunks: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bahnprojekt Stuttgart 21<\/strong><br>\nDie meisten Tunnel sind schon gebaut<br>\nDas Bahnprojekt Stuttgart 21 wird zwar l&auml;nger dauern als erwartet und auch teurer werden als geplant, aber es kommt voran. Die riesigen Tunnel sind zum gr&ouml;&szlig;ten Teil fertig. Nur an einer Stelle gibt es Probleme. Die ersten Z&uuml;ge fahren wohl erst in etwa sechs Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bahnprojekt-stuttgart-21-die-meisten-tunnel-sind-schon.1769.de.html?dram:article_id=439638\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li><\/ul>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: 10. Januar 2019: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48354\">Gegen die Resignation im Kampf gegen Stuttgart 21 &ndash; eine Rede von Winfried Wolf und eine Skulptur<\/a> von Peter Lenk.<\/strong><\/p><\/li>\n<p><strong>8. Oktober 2018<\/strong><br>\nStuttgart21-Debatte &bdquo;KombiBahnhof&ldquo; versus &bdquo;Umstieg21&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46425\">Ein Leserbrief und eine Antwort<\/a> von Winfried Wolf.<\/p>\n<p><em>Zur F&ouml;rderung des jetzt noch m&ouml;glichen Umstiegs von Stuttgart 21 auf eine vern&uuml;nftige L&ouml;sung gibt es ein Projekt des K&uuml;nstlers Peter Lenk und eines Kreises von Unterst&uuml;tzern. Diese Aktion wird auch von den NachDenkSeiten unterst&uuml;tzt. Machen Sie mit! N&auml;heres siehe hier und sp&auml;ter mehr dazu: &bdquo;<a href=\"https:\/\/lenk-in-stuttgart.de\/\">S21 &ndash; Das Denkmal. Die Chronik einer grotesken Entgleisung<\/a>&ldquo;<\/em>\n\n<\/p><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dubiose Spende aus Holland: Hat CDU sich f&uuml;r Bauprojekte schmieren lassen?<\/strong><br>\nEine niederl&auml;ndische Firma hat der CDU mehrere zehntausend Euro gespendet. Dabei ging es dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer anscheinend darum, ganz bestimmte Bauprojekte in Berlin umzusetzen. W&auml;scht hier eine Hand die andere? Neue Recherchen zeigen: Die Parteispenden wurden absichtlich verschleiert, nun k&ouml;nnen sie ein juristisches Nachspiel haben.<br>\nDas Unternehmen Van Cogg Beheer ist eine Investmentfirma mit Sitz nahe Amsterdam. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ist ein Niederl&auml;nder, der Firmensitz befindet sich in einem Gewerbegebiet. Laut Handelsregister sind in demselben mittelgro&szlig;en Geb&auml;ude rund drei Dutzend weitere Firmen t&auml;tig. Das haben Recherchen von der Organisation Abgeordnetenwatch und dem Spiegel ergeben. Die Frage ist nun: Warum spendet ein holl&auml;ndischer Investor &uuml;ber zwei Jahre insgesamt rund 60.000 Euro an die CDU in Berlin-Lichtenberg?<br>\nQuid pro quo?<br>\nDie Antwort ist einfach: Die Spender aus dem niederl&auml;ndischen Industriegebiet sind anscheinend &uuml;ber Umwege und Tochterfirmen in gro&szlig;em Stil auf dem Berliner Immobilienmarkt aktiv. Und wer in dieser Branche arbeitet, der wei&szlig;: Eine Unterst&uuml;tzung seitens der Politik ist Gold wert. Und tats&auml;chlich haben die Investoren einen treuen F&uuml;rsprecher, n&auml;mlich die CDU im Berliner Bezirk Lichtenberg&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20190128323740255-spende-cdu-bauprojekte\/?fbclid=IwAR3z39JDyuFo87F1pry3Dif2vP1rOEg-N7DAV0qzLrDAfkBw31U6mXrHm90\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nur in Italien werden mehr Steuern hinterzogen als in Deutschland<\/strong><br>\nJedes Jahr entgehen den EU-Staaten Sch&auml;tzungen zufolge rund 825 Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung &ndash; ein Gro&szlig;teil davon in Deutschland. Statt die Betr&uuml;ger zu verfolgen, bek&auml;mpft die Politik lieber ein kleineres Problem.<br>\nSteuers&uuml;nder-CDs, Razzien zu fr&uuml;her Morgenstunde, gestopfte Steuerschlupfl&ouml;cher, neue Gesetze und h&ouml;here Strafen: Hat all das, was in den letzten Jahren quer durch die EU gegen Steuerhinterzieher unternommen wurde, eigentlich etwas bewirkt? Es sieht danach aus, glaubt der britische &Ouml;konomieprofessor Richard Murphy. Die Schattenwirtschaft schrumpft. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Die Erfolge sind immer noch vergleichsweise bescheiden. Und der Schaden durch Steuerhinterzieher, Betr&uuml;ger und Schwarzarbeiter gigantisch.<br>\n(&hellip;) Klar ist aber: Die gr&ouml;&szlig;te Steuerl&uuml;cke, absolut gesehen, klafft in Italien auf, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Dem italienischen Fiskus gehen j&auml;hrlich vermutlich rund 190 Milliarden Euro durch die Lappen, in Deutschland sind es sch&auml;tzungsweise 125 Milliarden Euro, in Frankreich 117. In Relation zur Wirtschaftsleistung sind die Ausf&auml;lle neben Italien auch in Rum&auml;nien, Zypern und Griechenland besonders hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article187807930\/Steuerhinterziehung-Deutschland-im-EU-Vergleich-auf-Rang-zwei.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: EU versch&auml;rft Kampf gegen Geldw&auml;sche und Terrorfinanzierung<\/strong><br>\nDie neue schwarze Liste der EU-Kommission ist brisant: Aufgef&uuml;hrt werden 23 L&auml;nder, die nicht genug gegen Geldw&auml;sche und die Terrorismusfinanzierung tun &ndash; darunter zwei, &uuml;ber die es zu Streit mit Donald Trump kommen d&uuml;rfte.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Auf der neuen Liste sind 23 L&auml;nder enthalten&ldquo;, sagte ein EU-Diplomat, der mit der Angelegenheit vertraut ist. Sie ist damit nahezu doppelt so umfangreich wie die bisherige Auflistung, die insgesamt zw&ouml;lf Staaten umfasst.<br>\nAls L&auml;nder mit &bdquo;strategischen M&auml;ngeln&ldquo; bei der Geldw&auml;schebek&auml;mpfung und Terrorismusfinanzierung f&uuml;hrt die EU-Kommission neben Panama, Libyen und Saudi-Arabien bemerkenswerterweise auch L&auml;nder auf, die zu amerikanischem Staatsgebiet geh&ouml;ren, etwa die Amerikanischen Jungferninseln in der Karibik und Amerikanisch-Samoa im S&uuml;dpazifik. Dies k&ouml;nnte zu neuen Problemen mit der US-Regierung unter Pr&auml;sident Donald Trump f&uuml;hren, der mit den Europ&auml;ern bereits in Verteidigungs- und Handelsfragen im Streit liegt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article187807750\/Schwarze-Liste-EU-verschaerft-Kampf-gegen-Terrorfinanzierung.html\">Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwenk nach Asien: Europ&auml;ische Flugzeugtr&auml;ger im Pazifik<\/strong><br>\nFrankreich und Gro&szlig;britannien wollen ihren sicherheitspolitischen Einfluss im Fernen Osten ausweiten. Trotz gro&szlig;er Gesten ist jedoch fraglich, ob die Europ&auml;er ihre ambitionierten Ziele erreichen k&ouml;nnen.<br>\nIn Frankreichs Milit&auml;rhafen Toulon, gelegen am Mittelmeer, herrscht zurzeit gesch&auml;ftiges Treiben. Die &bdquo;Charles de Gaulle&ldquo;, Frankreichs einziger Flugzeugtr&auml;ger, wird ausger&uuml;stet, um im Fr&uuml;hjahr in den Indo-Pazifik aufzubrechen. Auch Gro&szlig;britannien plant seinen neuen Tr&auml;ger &bdquo;Queen Elizabeth&ldquo; zur Jungfernfahrt 2021 gen Asien zu schicken. Paris wie London wollen so ihre neuen Machtambitionen in der Gro&szlig;region Indo-Pazifik unterstreichen und buhlen verst&auml;rkt um B&uuml;ndnisse in der Staatenwelt zwischen Indien und Japan.<br>\nZiel von Briten und Franzosen ist es, von einem Trend der Geopolitik zu profitieren: Der R&uuml;ckverlagerung des globalen Handels von der westlich-atlantischen Hemisph&auml;re nach Asien, in den Indo-Pazifik. Bis 1700 hatte Asien nach Berechnungen der Asian Development Bank einen Anteil von 60 Prozent an der Weltwirtschaft. Dann zerschlugen die europ&auml;ischen Staaten in der Hochphase des Imperialismus die dortigen Handelsnetzwerke und richteten sie nach Westen aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg sackte der asiatische Beitrag zum globalen Bruttoinlandsprodukt auf 18 Prozent.<br>\nHeutzutage ist Asien ein Treiber der Weltwirtschaft. Ab 2050 k&ouml;nnte laut einer Prognose der Asian Development Bank wieder &uuml;ber die H&auml;lfte der Weltwirtschaftsleistung dort erbracht werden. Dass Frankreich wie Gro&szlig;britannien der Wachstumsregion mit den milit&auml;rischen Machtsymbolen schlechthin ihre Aufwartung machen, ist wohl kalkuliert. Beide wollen sich den Indo-Pazifik-Staaten als Partnermacht gegen Sicherheitsrisiken empfehlen, vor allem mit Blick auf China&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europaeische-flugzeugtraeger-im-pazifik-schwenk-nach-asien-16007724.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Alles klar, am wachsenden globalen Handel in Asien, wollen Frankreich und Gro&szlig;britannien teilhaben.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber nicht auf wirtschaftlichen, sondern auf milit&auml;rischem Wege!<\/em><\/p>\n<p><em>Da bieten sich viele Chancen? Vielleicht!<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist eine gef&auml;hrliche Gratwanderung, da bin ich ziemlich sicher!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Israels Milit&auml;r verweigert immer mehr pal&auml;stinensischen Bauern Zugang zu Feldern<\/strong><br>\nDie von Israel 2003 errichtete &ldquo;Sicherheitsmauer&rdquo; sollte es Terroristen aus den Pal&auml;stinenser-Gebieten erschweren, nach Israel einzureisen. Doch sie zerst&ouml;rt auch die Lebensgrundlage einfacher Bauern, da israelische Beh&ouml;rden immer seltener Genehmigungen zur Bestellung ihrer Felder erteilen.<br>\nDer Internationale Strafgerichtshof in Den Haag kam 2004 zu dem Schluss, dass die von Israel erbaute &ldquo;Sicherheitsmauer&rdquo; &ndash; oder auch Separationsmauer\/Apartheidmauer genannt &ndash; &ldquo;illegal&rdquo; ist und die Rechte der Pal&auml;stinenser einschr&auml;nkt. Die Mauer k&auml;me einer Annexion von pal&auml;stinensischem Land gleich, weil der Streckenverlauf in gro&szlig;en Teilen (85 Prozent) &uuml;ber Land verl&auml;uft, das sich auf der anderen Seite der 1949 anerkannten Gr&uuml;nen Linie befindet.<br>\nF&uuml;r tausende Pal&auml;stinenser bedeutet das, dass deren Grundst&uuml;cke oder Felder durch die Mauer geteilt wurden. Wenn sie ihre Felder bestellen, ernten oder einfach inspizieren m&ouml;chten, m&uuml;ssen sie seitdem Antr&auml;ge bei der israelischen Milit&auml;rbeh&ouml;rde stellen, um auf die andere Seite der Mauer in die sogenannte &ldquo;Seam Zone&rdquo; zu kommen, wie das Gebiet zwischen Mauer und der Gr&uuml;nen Linie genannt wird. Antr&auml;ge m&uuml;ssen ausschlie&szlig;lich Pal&auml;stinenser stellen. Israelis oder Touristen ben&ouml;tigen keine Genehmigungen, um durch einen der Checkpoints entlang der Mauer zu kommen.<br>\nWerden Antr&auml;ge genehmigt, m&uuml;ssen Pal&auml;stinenser meistens gro&szlig;e Umwege und zum Teil erniedrigende Behandlungen an den Checkpoints &uuml;ber sich ergehen lassen, um zu ihren Feldern zu kommen. Wie nun aus von der IDF (Israelische Verteidigungsstreitkr&auml;fte) durch die israelische Menschenrechtsorganisation Hakomed eingeklagten Dokumenten bekannt wurde, belegen die Zahlen von 2014 bis 2018, dass die israelischen Beh&ouml;rden seit 2016 die Mehrheit solcher Antr&auml;ge von Bauern abgelehnt haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/83284-israels-militaer-verweigert-immer-mehr\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kompromiss zu &sect;219a: So kann die SPD nicht punkten<\/strong><br>\nDie SPD hat die Debatte um das Werbeverbot f&uuml;r Abtreibungen aufgebauscht, um sich zu profilieren, meint Frank Capellan. Ein Irrweg: Gewonnen haben konservative Kr&auml;fte. Die SPD solle sich lieber in der Klimapolitik am Koalitionspartner reiben.<br>\nMehr war nicht drin. Mehr werden auch die Frauen in der SPD nicht bekommen &ndash; es sei denn sie wollten ganz bewusst das Ende der Koalition provozieren. Denn das Werbeverbot f&uuml;r Abtreibungen spielt zwar drau&szlig;en in den Wahlkreisen kaum eine Rolle. In Berlin aber ist die Debatte um den &sect;219a so ideologisch aufgeladen, dass sie l&auml;ngst eine markante Sollbruchstelle dieser Gro&szlig;en Koalition zeigt.<br>\nDie SPD hat selbst schuld an der Situation<br>\nDass es dabei f&uuml;r die leidgepr&uuml;ften Sozialdemokraten einmal mehr auch um deren Glaubw&uuml;rdigkeit geht, hat sich die Partei selbst eingebrockt: Per Fraktionsbeschluss wurde die vollst&auml;ndige Streichung des zu Recht umstrittenen Strafrechtsparagrafen gefordert. Selbst ein Gesetzentwurf lag schon in der Schublade. Eine Strafe f&uuml;r &Auml;rzte, die &uuml;ber von ihnen vorgenommene Schwangerschaftsabbr&uuml;che informieren, w&auml;re damit schnell vom Tisch gewesen, und mit Gr&uuml;nen, Linkspartei und Freien Demokraten h&auml;tte es ohnehin eine Mehrheit gegeben.<br>\nIm festen &ndash; falschen &ndash; Glauben, dass am Ende sogar die Union mitziehen w&uuml;rde, brachte Fraktionschefin Andrea Nahles die eigenen Leute auf die B&auml;ume, von denen manche jetzt nicht mehr herunterzubekommen sind. Die Maximalforderung nach der bedingungslosen Streichung hat f&uuml;r sie weiterhin Bestand. Die Union allerdings nutzte die Kontroverse als Steilvorlage, um im Ringen um den Nach-Merkel-Kurs ihre konservativste Seite herausstreichen zu k&ouml;nnen.<br>\nSo bleibt nun nur noch der kleinste gemeinsame Nenner, ein Kompromiss, der aber beileibe nicht so schlecht ist, als dass es sich lohnen w&uuml;rde, daran die Koalition platzen zu lassen. &Auml;rzte k&ouml;nnen jetzt benennen, dass sie Abtreibungen anbieten und auf neutrale Stellen zur weitergehenden Beratung verweisen. Damit lie&szlig;e sich prima leben, h&auml;tten nicht beide Seiten das Thema unzul&auml;ssig aufgebauscht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kompromiss-zu-ss219a-so-kann-die-spd-nicht-punkten.2165.de.html?dram:article_id=439657\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Digitale Bildung&rdquo;: Der absch&uuml;ssige Weg zur Konditionierungsanstalt<\/strong><br>\n(&hellip;) Es geht vielmehr um eine schleichende Neuausrichtung des Erziehungswesens, bereits ab den KiTas. Es geht um die &Uuml;bernahme der Erziehung durch digitale Medien. Ihr Rationalisierungs- und &Uuml;berwachungspotential macht um die Schule keinen Bogen. So wie bei der Industrie 4.0 Roboter die Produktion selbst&auml;ndig steuern, sollen Computer und Algorithmen das Erziehungsgeschehen autonom steuern. Welche Entwicklung damit eingeleitet werden soll, verriet Professor Fritz Breithaupt 2016 in der ZEIT:<br>\n&bdquo;2036 werden Eltern schon f&uuml;r ihre f&uuml;nf Jahre alten Kinder einen virtuellen Lehrer abonnieren. Die Stimme des Computers wird uns durchs Leben begleiten. Vom Kindergarten &uuml;ber Schule und Universit&auml;t bis zur beruflichen Weiterbildung. Der Computer erkennt, was ein Sch&uuml;ler schon kann, wo er Nachholbedarf hat, wie er zum Lernen gekitzelt wird. Wir werden uns als lernende Menschen neu erfinden. Dabei wird der zu bew&auml;ltigende Stoff vollkommen auf den Einzelnen zugeschnitten sein&ldquo;<br>\nDer Think-Tank der Bertelsmann-Stiftung pusht die &ldquo;Digitale Bildung&rdquo;. Die Bertelsmann-Chefs J&ouml;rg Dr&auml;ger und Ralph M&uuml;ller-Eiselt berichten begeistert: Die Software &bdquo;Knewton durchleuchtet jeden, der das Lernprogramm nutzt. Die Software beobachtet und speichert minuti&ouml;s, was, wie und in welchem Tempo ein Sch&uuml;ler lernt. Jede Reaktion des Nutzers, jeder Mausklick und jeder Tastenanschlag, jede richtige und jede falsche Antwort, jeder Seitenaufruf und jeder Abbruch wird erfasst. &raquo;Jeden Tag sammeln wir tausende von Datenpunkten von jedem Sch&uuml;ler&laquo; sagt Ferreira stolz.<br>\nDiese Daten werden analysiert und zur Optimierung der pers&ouml;nlichen Lernwege genutzt. Komplexe Algorithmen schn&uuml;ren individuelle Lernpakete f&uuml;r jeden einzelnen Sch&uuml;ler, deren Inhalt und Tempo sich fortlaufend anpassen, bei Bedarf im Minutentakt. (&hellip;) Schon heute berechnet Knewton zuverl&auml;ssig die Wahrscheinlichkeit richtiger und falscher Antworten sowie die Note, die ein Sch&uuml;ler am Ende eines Kurses erreichen wird. Eines Tages braucht es wohl keine Pr&uuml;fungen mehr &ndash; der Computer wei&szlig; bereits, welches Ergebnis herauskommen wird&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1100-digitale-bildung\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>zu guter Letzt: 107 Doktorfische legen Gutachten vor &ndash; Mikroplastik im Meer doch nicht so sch&auml;dlich<\/strong><br>\nGute Nachrichten f&uuml;r den Planeten! Laut einem neuen Gutachten von 107 Doktorfischen vor der indonesischen Insel Bali ist Mikroplastik nicht so gef&auml;hrlich f&uuml;r die Ozeane wie bislang angenommen.<br>\n&ldquo;W&auml;hrend unserer langj&auml;hrigen Beobachtungen ist noch kein einziges Meerestier an Mikroplastik verendet&rdquo;, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung der Fische. &ldquo;Aktuelle Kampagnen von Umweltaktivisten zur Reduzierung von Mikroplastik im Meer &ndash; etwa durch Einwegplastikverbote oder Vermeidung von Mikroplastik in Kosmetikerzeugnissen &ndash; sind daher v&ouml;llig &uuml;berfl&uuml;ssig.&rdquo;<br>\nKann wieder bedenkenlos ins Meer geworfen werden: Mikroplastik<br>\nDie rund 243.867 bislang erschienen Studien, die zu dem Schluss gekommen sind, dass Mikroplastik sch&auml;dlich f&uuml;r Tiere, Pflanzen und Menschen ist, liegen nach Ansicht der Doktorfische samt und sonders falsch, &ldquo;weil sie von falschen Korall&hellip; &auml;h, Korrelationen ausgingen. Woher will man wissen, ob ein toter Fisch, dessen Magen komplett mit Mikroplastik gef&uuml;llt war, nicht an Zigaretten- oder &uuml;berm&auml;&szlig;igem Salzwasserkonsum gestorben ist?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/01\/107-doktorfische.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe hierzu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48756\">den Beitrag von Jens Berger auf den Nachdenkseiten vom 28. Januar<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48795","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48795"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48798,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48795\/revisions\/48798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}