{"id":48970,"date":"2019-02-02T10:00:33","date_gmt":"2019-02-02T09:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48970"},"modified":"2019-02-04T07:35:23","modified_gmt":"2019-02-04T06:35:23","slug":"leserbriefe-zu-internationaler-frauentag-ein-feiertag-fuer-berlin-peinlich-oder-ein-notwendiges-signal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48970","title":{"rendered":"Leserbriefe zu: Internationaler Frauentag: ein Feiertag f\u00fcr Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?"},"content":{"rendered":"<p>Zu dem Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48771\">Internationaler Frauentag: ein Feiertag f&uuml;r Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?<\/a>&rdquo; erreichten uns diverse Zuschriften, von denen wir einige nun hier wiedergeben.  Wie man den Leserbriefen entnehmen kann, wird uns das vielschichtige Thema Gleichstellung auch weiterhin besch&auml;ftigen, denn es gibt in dieser Sache auch in Zukunft viel zu tun und an manchen Orten der Welt dreht sich das Rad auch wieder r&uuml;ckw&auml;rts.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Anette Sorg,<\/p><p>Anmerkung: Der 8. M&auml;rz war in der DDR kein arbeitsfreier Feiertag, sondern ein Gedenktag. Ein bundesweiter arbeitsfreier 8. M&auml;rz w&auml;re super, schon weil die Arbeitgeberverb&auml;nde so laut schreien.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBodo M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; oder schlimmer noch, ausschlie&szlig;lich als weiterer von Arbeitspflichten befreiter Tag betrachtet wird.&rdquo; aus &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48771\">Internationaler Frauentag: ein Feiertag f&uuml;r Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?<\/a>&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Vielen Dank!<br>\nSch&ouml;n kompakt und kurz umrissen was an Eckpunkten vorhanden ist.<\/p><p>Allerdings bin ich &uuml;ber oben angef&uuml;hrte Textstelle gestolpert.<\/p><p>Darf ich fragen was an einem Feiertag egal welcher Couleur denn noch wichtig sein kann, wenn nicht der Arbeitgeber den Ausfall(l)ohn hinbl&auml;ttern mu&szlig;?! Deswegen heult doch das ganze blutsuchende Wolfsrudel nun. Zahlen f&uuml;r nix! Das ist jetzt der Marsch, der getrommelt wird.<\/p><p>Da freut sich das anarchistische Arbeiterherz: Geht doch! und weiter zum n&auml;chsten Zauber.<\/p><p>Wenn jetzt noch bundesweit g&uuml;ltig beschlo&szlig;en wird das dieser eine Tag Ruhezeit je Woche (ArbZG) vom Arbeitgeber entlohnt werden mu&szlig;, h&auml;tte die katholische als auch die evangelische Kirche wieder einen Zulauf, der sich leider nur tr&auml;umen l&auml;sst. Aber daran wird gearbeitet, hehe.<\/p><p>Und ach ja: Damit auch kein Zweifel aufkommt! Obiges gilt auch f&uuml;r den Muttertag. Da k&ouml;nnte man\/frau\/anders (hehe!) ja mal dar&uuml;ber reden was den W&uuml;rmchen da bei der Geburt angetan wird. Oder auch schon vorher. Und was die dann ganz schnell zu erdulden lernen m&uuml;ssen. <\/p><p>Sorry wegen dem Tiervergleich, aber dies Bild ist schon sehr alt. <\/p><p>Weitermachen!<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nJoachim Sch&auml;fer. <\/p><p>Nie sei zu wenig, was gen&uuml;gend.<br>\nSeneca d. J.<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip;Gebt allen Menschen das gleiche Gesetz. Gebt allen Menschen die M&ouml;glichkeit, zu leben und sich zu entwickeln. Alle Menschen wurden vom gro&szlig;en Geist erschaffen und alle sind Br&uuml;der.&rdquo;<br>\nHeinmot Toojalaket &ndash; Chief Joseph &ndash; Nez Perce &ndash; 5.10.1877 &ndash; Bears Paw Mountains, Montana\n<\/p><\/blockquote><p>Taxifahrer werden bezahlt um Ihren Hintern sicher nach Hause zu bringen, nicht um ihn zu k&uuml;ssen.<\/p><p>Never surrender!<br>\nJoachim Sch&auml;fer<br>\nBerlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenmacherinnen und -macher,<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Linke und Feminismus, das&nbsp;geht nicht zusammen&rdquo;. Das war bisher meine Meinung und auch die NDS haben ein um das andere Mal diese Aussage best&auml;tigt, gerade im Zusammenhang mit der Mi&szlig;brauchsdebatte und vergleichbaren Themen, wie ich meine. Und was sehe ich heute Morgen? Einen Aufruf auf den NDS, den Internationalen Frauentag als Feiertag zu installieren!<br>\n&nbsp;<br>\nSeit vielen Jahren lese ich die NDS mit gro&szlig;em Gewinn und Genuss und das nahezu t&auml;glich. Ich habe dabei sehr viel gelernt und&nbsp;sehe Zusammenh&auml;nge sehr viel klarer und kann Entwicklungen viel besser einsch&auml;tzen und&nbsp;verstehen. Ganz besonders imponiert hat mir &uuml;ber die Jahre hinweg,&nbsp;Ihre Art und Weise&nbsp;immer auch Gegenmeinungen zu ver&ouml;ffentlichen und Sachverhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, aber auch und gerade Hintergr&uuml;nde sehr tief zu durchleuchten. Dazu m&ouml;chte ich Ihnen allen ein ganz herzliches Dankesch&ouml;n sagen. So manche Verzweiflung habe ich mir durch dieses Verstehen ersparen k&ouml;nnen, Sie haben mir&nbsp;sozusagen damit ein St&uuml;ck mehr Lebensqualit&auml;t geschenkt. Einzig beim Thema Feminismus ist mir ab und&nbsp;zu&nbsp;&uuml;ber so manche&nbsp;na&szlig;forsche Einsch&auml;tzung Ihrerseits die Zornesr&ouml;te ins Gesicht gestiegen. Mit dem Artikel heute Morgen von Anette Sorg haben Sie aber gezeigt, dass das nicht mehr so ganz stimmt und ich die Aussage&nbsp;&ldquo;Linke und Feminismus, das geht nicht zusammen&rdquo;&nbsp;revidieren muss, was ich nat&uuml;rlich sehr gerne mache.<br>\n&nbsp;<br>\nW&uuml;nsche Ihnen allen auch zuk&uuml;nftig viel Erfolg, viel Gl&uuml;ck und Gesundheit,<br>\n&nbsp;<br>\nganz herzlich<br>\nIhre Mechthild Schmitt&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten!<\/p><p>Der Frauentag als Feiertag &ndash; im so anarchisch-sympathischen Berlin, leider vom Pseudo-Sozialismus Ledererscher Pr&auml;gung durchseucht.<\/p><p>Mag sein, mag auch nicht sein. Ich freue mich immer, wenn die Frauen hier bei uns &bdquo;ihren&ldquo; Tag weiterhin am 08.M&auml;rz begehen &ndash; und nicht am Wessi-Muttertag Adolfs und der neoliberalen Blumenmafia.<\/p><p>Freilich: Was ist daraus geworden? Die meisten Frauen unter dem neoliberalen Regime werden sich &auml;rgern, da&szlig; nicht der 9.M&auml;rz zum arbeitsfreien &bdquo;Feier&ldquo;-Tag erhoben wurde &ndash; zwecks Netflix und eben der anderen Besch&auml;ftigung mit dem inneren Schnurrhaar-Tier. Sinnigerweise ist ja auch der Tag NACH Silvester der freie. Wie auch immer &ndash; es sei geg&ouml;nnt.<\/p><p>Aber wer diese durchaus diskutable und interessante Sache nun wie Frau H&ouml;lter aus West-Augen im Sinne des neoliberalen Gender-Irrsinns betrachtet (&bdquo;Hauptsache, viele F&uuml;hrungspositionen&ldquo;, &bdquo;Eigenheiten betonen ist r&uuml;ckst&auml;ndig&ldquo;, &bdquo;immer f&uuml;r Arbeit, nie f&uuml;r den Rock gelobt werden wollen&ldquo;), vergeht sich an den Interessen der Frauen &ndash; und an denen der sozialistischen Sache einer Zetkin &amp; Co. sowieso.<\/p><p>Wo ist der Unterschied, ob es der DDR haupts&auml;chlich um den Lobpreis der Produktivit&auml;t ging &ndash; oder ob die Riege der Management-Eliten prozentual gegendert ist und Frauen kein Kompliment mehr gemacht werden darf, sondern nur ihre Arbeit gepriesen? Und was soll das Protestanten-Bashing? 54% (Protestanten) sind immer noch mehr als knapp 51% (Frauen)!<\/p><p>Es kann nicht darum gehen, den Kapitalismus zu erobern und genderm&auml;&szlig;ig nutzbar zu machen! Die blutr&uuml;nstigsten Warlords der letzten 20 Jahre waren Frauen (von Livni &uuml;ber Rice bis Clinton). Sondern es mu&szlig; darum gehen, ihn zu &uuml;berwinden! Nicht in Spaltung und bl&ouml;dsinnigem Gender-Kampf der Klassen, V&ouml;lker und Geschlechter, sondern in Einigkeit und Komplementarit&auml;t!<\/p><p>In diesem Sinne: Feiern wir mit Berlin den 08.M&auml;rz als Tag des Menschenrechts. Und als Tag der Sch&ouml;nheit und des Shoppings, als Tag der Lebensfreude und der Gemeinschaft, als Tag dessen, was jede-\/r kann und gern hat. F&uuml;r den Wessi-Gender-Irrsinn kann man ja evtl. den 29.02. als Feiertag reservieren.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nIhr Matthias Jehsert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, liebe Frau Sorg,<br>\n&nbsp;<br>\ndas Frauenwahlrecht wurde von tapferen und mutigen Frauen, mit gro&szlig;em Leiden verbundenen K&auml;mpfen erstritten.&nbsp; Sie wurden zusammengeschlagen, &uuml;berfallen, diskriminiert, eingesperrt, misshandelt oder auch heute noch, ermordet, gefoltert, erschossen. Die ganze scheu&szlig;liche Palette von Gewalt wurde ihnen angetan. Frauenwahlrecht, so hie&szlig; es, ist Menschenrecht.<br>\n&nbsp;<br>\nVon diesen Grausamkeiten lese ich leider nichts in Ihrem Artikel. F&uuml;r mich stellt sich die Frage, nach dem Lesen Ihres Artikels, ob dieser Tag dann verkommt zu einem Event von Marketinginteressen etwa &ldquo;Frauen an die Macht?&rdquo; oder &ldquo;Frauen sind die besseren Menschen?&rdquo; oder ob er ein Tag &ldquo;in memoriam&rdquo; mit Zukunftsaussichten werden kann. Zweites w&auml;re mir lieber.<br>\n&nbsp;<br>\nBesch&auml;mend ist doch, dass die Frauen, die heute in Deutschland (und nicht nur da) an der Macht sind, gar nicht daran denken, Frauen die Rechte zuzugestehen, die sie heute haben. Warum&nbsp; bringt es diese Regierung nicht fertig, z.B. den &sect; 219a g&auml;nzlich zu streichen? Gr&uuml;nde daf&uuml;r gibt es genug. Die Gr&uuml;nde dagegen sind alt, kommen aus der Mottenkiste und riechen nach alter, ewiger M&auml;nner-Macht haben wollen &uuml;ber die Frauen.<br>\n&nbsp;<br>\nWas bedeutete es, dass die DAX-Unternehmen eine Frauenquote haben die doch nur f&uuml;r die Frauen infrage kommt, die irgendwie irgendwo ein politisches Amt hatten und nach Ausscheiden aus diesem, eine neue sichere Einnahmequelle bekommen? Sie hat f&uuml;r die Normalfrau &uuml;berhaupt keinen positiven Effekt, ist aber, was die Gleichstellung angeht, wichtig.<br>\n&nbsp;<br>\nDeutschland hat eine Frau als Bundeskanzlerin und ein Frau als Verteidigungsministerin. Beide Frauen stimmen eindeutig f&uuml;r Kriege, beteiligen sich an ihnen und r&uuml;sten auf. Millionen junge M&auml;nner wurden von M&auml;nnern in Kriege gejagt,&nbsp; get&ouml;tet, verwundet, seelisch gebrochen; Frauen misshandelt, vergewaltigt und Kinder vaterlos gemacht. Wie man sieht, k&ouml;nnen Frauen, wenn sie an der Macht sind, das auch.<br>\n&nbsp;<br>\nDeutschland hatte eine Familienministerin, die nicht in der Lage war, z.B.Hartz 4 f&uuml;r Kinder besser zu machen. Sie machte es schlechter. Kein Geld f&uuml;r Schnittblumen im Wohnzimmer, keine Bezahlung f&uuml;r Tierfutter, wenn Tiere im Haushalt sind und viel Schlimmes mehr.<br>\n&nbsp;<br>\nEs ist eine Frage des Charakters, wer, wie Politik macht und keine Frage des Geschlechts. Insofern k&ouml;nnte man diesen 8. Mai auch als &ldquo;internationalen Gleichstellungstag&rdquo; feiern, denn das ist das, was die Frauen sich vor 100 Jahren w&uuml;nschten und erstritten: Die Gleichstellung von Frau und Mann erst &uuml;ber das Wahlrecht f&uuml;r alle und infolge Zugang zu den Bereichen, die nur M&auml;nnern offenstanden, etwa Schule, Studium, Beruf. Das ist heute mit der Gleichberechtigung von Frau und Mann in unserem Grundgesetz zwar festgelegt, doch gibt es immer noch viel zu tun, was die Gleichstellung angeht: Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit, Kindererziehungszeit &uuml;berwiegend durch Frau und Neustart, Elternzeit f&uuml;r V&auml;ter hindert, wie bei Frauen, oft die Bef&ouml;rderung. Auch Menschen mit anderer Hautfarbe, Behinderung etc. erfahren Nachteile, wovon Frauen und M&auml;nner gleicherma&szlig;en betroffen sind.<br>\n&nbsp;<br>\nMein Fazit: Wir haben in 100 Jahren viel gelernt und viel gewonnen, wof&uuml;r wir alle diesen Millionen tapferen, mutigen Frauen, die weltweit organisiert oder privat k&auml;mpften, dankbar sein k&ouml;nnen. Doch der Weg geht weiter in Richtung Gleichstellung. Frauenbeauftrage werden ja auch nicht mehr so genannt, weil beide Geschlechter betroffen sind. Sie sind heute Gleichstellungsbeauftragte und sorgen daf&uuml;r, dass kein Mensch benachteiligt werden darf.<br>\n&nbsp;<br>\nEin &ldquo;internationaler Frauentag&rdquo; ist zwar als Gedenktag, wenn er denn so f&uuml;r ganz Deutschland k&auml;me, gut gemeint, greift aber zu kurz&nbsp; und hat auch das Potenzial f&uuml;r einen neuen, r&uuml;ckw&auml;rts gewandten Geschlechterkampf, wenn ich so an die Neo-Nazi-Szene, andere rechten Gruppierungen oder auch an die Frauen verachtenden muslimischen Zeitgenossen denke. Wenn wir also die Frauenrechtlerinnen der Vergangenheit heute ehren wollen, sollten wir in die Zukunft schauen. Ein &ldquo;Internationaler Gleichstellungstag&rdquo; w&auml;re genau das Richtige und w&uuml;rde die heutigen Frauenrechtlerinnen weltweit st&auml;rken. Wir werden ja sehen, wie dieser &ldquo;Internationale Frauentag&rdquo; am 8.Mai von der Bev&ouml;lkerung aufgenommen wird. Dann kann man weiter reden.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>den Beitrag von Anette Sorg fand ich sehr gut und habe ihn zum Anlass genommen, folgenden Leserbrief an die FAS zu senden:<\/p><p>Sehr geehrte Damen Herren,<\/p><p>Zum Kommentar von Lydia Rosenfelder (FAS 27.01.2019 S. 8) f&auml;llt mir eigentlich nix mehr ein. Ehrlich gesagt h&auml;tte ich so einen Unfug nicht in Ihrem Blatt erwartet.<\/p><p>Aber nun zu den Fakten:<\/p><p>Ich m&ouml;chte ein Zitat voranstellen: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich habe mich sehr wohl gef&uuml;hlt im Beruf, ich musste nicht mich den M&auml;nnern gegen&uuml;ber durchsetzen, sondern ich war mit meiner Leistung bei den M&auml;nnern anerkannt. Das haben die Frauen aus der DDR mitgebracht in das vereinte Deutschland: Das Selbstbewusstsein, das man durch den Beruf sich selbst best&auml;tigen kann.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das sagte Prof. Dr.- Ing. Dagmar Schipanski, Professorin f&uuml;r Festk&ouml;rperelektronik, <\/p><ul>\n<li>1996 bis 1998 Vorsitzende des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland<\/li>\n<li>seit 2009 Mitglied des Pr&auml;sidiums der Technischen Universit&auml;t Braunschweig (NTH)<\/li>\n<li>Au&szlig;erdem seit 2008 Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands.<\/li>\n<\/ul><p>Erw&auml;hnt sei auch noch, dass sie verheiratet ist und drei Kinder hat.<\/p><p>Als Botschafterin der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird man ihr auch kaum realsozialistische Tr&auml;umereien unterstellen. <\/p><p>Es ist wirklich erstaunlich, dass eine Zeitung, die von sich behauptet, dass dahinter immer ein kluger Kopf s&auml;&szlig;e Kommentare druckt, die vermuten lassen, dass in der Redaktion auch Leute sitzen, die anscheinend nicht zu den Kl&uuml;gsten geh&ouml;ren. <\/p><p>Beeindruckt hat mich vor allem folgende Einlassung der Autorin:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was die DDR an diesem Frauentag gefeiert hat, ist in Wahrheit die Arbeitskraft der Frau. Eine geschickte Form der Ausbeutung durch Belobigung. Der DDR ging es nicht um die Gleichstellung der Frau, es ging ihr um die sozialistische Produktivit&auml;t.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Soso, die Frauen in der DDR sind also ausgebeutet worden, und das auch noch geschickt.<\/p><p>Nur weil sie das gleiche Recht wahrgenommen haben wie die M&auml;nner und bei gleicher Arbeit den gleichen Tariflohn bekommen haben. (Eine Forderung, die im heutigen Deutschland immer noch erhoben werden muss.)<\/p><p>Und Frau Schipanski h&auml;tte wohl lieber die Socken ihres Mannes gestopft, als sich als Physikerin an einer Universit&auml;t ausbeuten zu lassen. Dann musste die Arme auch noch promovieren und habilitieren um es schlie&szlig;lich zu einer international anerkannten Wissenschaftlerin zu bringen.<\/p><p>1986 waren 91,3 Prozent der Frauen im arbeitsf&auml;higem Alter berufst&auml;tig (Bundesrepublik ca. 50 Prozent)<\/p><p>Bis 1977 war in der Bundesrepublik sogar noch die Zustimmung des Ehemanns f&uuml;r die Arbeitsaufnahme der Frau erforderlich. Ohne Zustimmung des Mannes durften Ehefrauen kein eigenes Bankkonto er&ouml;ffnen, noch bis 1962. Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als gesch&auml;ftsf&auml;hig angesehen. W&auml;hrend die DDR-Frauen diese Rechte bereits seit Gr&uuml;ndung des Staates hatten, mussten in der Bundesrepublik diese Rechte erst m&uuml;hsam erk&auml;mpft werden. Es musste DDR am Frauentag auch gar &ldquo;nicht um die Gleichstellung der Frau&rdquo; gehen, denn die war seit 1949 gesetzlich festgeschrieben, auch wenn in F&uuml;hrungspositionen auch dort M&auml;nner in der &Uuml;berzahl waren.<\/p><p>Doch auch in der Bundesrepublik steigt der Anteil berufst&auml;tiger Frauen stetig. Und die Bundesregierung hat erst vor Kurzem ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass die R&uuml;ckkehr in Vollzeit erm&ouml;glicht.<\/p><p>Die Einf&uuml;hrung des Internationalen Frauentages als Feiertag in Berlin r&uuml;hrt doch wohl auch daher, dass es allgemein als ungerecht empfunden wird, dass es in manchen Bundesl&auml;ndern mehr arbeitsfreie Tage gibt und ein nicht konfessionell Feiertag gefunden werden sollte, da es schon genug christliche Feiertage gibt und die Mehrzahl der Berliner nicht konfessionell gebunden ist.<\/p><p>Sollte Ihre Autorin noch etwas Nachhilfe betreffend der Bedeutung des Internationalen Frauentages ben&ouml;tigen, sei ihr das Studium einer Schulungsseite der <a href=\"https:\/\/www.lpb-bw.de\/08_maerz_frauentag.html\">Landeszentrale f&uuml;r politische Bildung des Landes Baden-W&uuml;rttemberg empfohlen<\/a>.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRichard Schnabl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>ich schicke es vorweg und verstehe das Anliegen hinter diesem Feiertag zu Ehren der&nbsp;Frauen in Berlin. <\/p><p>Kein Problem. Auch, dass die Reaktionen der Wirtschaft vorhersehbar waren, das wussten wir auch schon.<\/p><p>Nur &ndash; wo fangen wir an und wo h&ouml;ren wir auf?<\/p><p>Wie definieren wir ein Kollektiv oder eine Idee, mit dem Recht auf einen Feiertag? Geschlecht (es gibt ja auch das dritte Geschlecht &ndash; das w&auml;re vielleicht etwas f&uuml;r Sachsen)? Gr&ouml;&szlig;e?, Religion? etc.<\/p><p>Wenn, dann bitte zumindest EU-weit (das k&ouml;nnte ein Zeichen sein), denn ich denke nicht, das sich unsere Waffenbr&uuml;der in Saudi-Arabien da anschlie&szlig;en werden.<\/p><p>Es gibt viele Beispiele, am 3.3. ist j&auml;hrlich der Tag des Artenschutzes (sind wir ja wohl alle daf&uuml;r) und der Welttag des H&ouml;rens. Da&nbsp;bin ich zumindest daf&uuml;r, das es ein Feiertag wird, jedenfalls w&uuml;rde ich es mir f&uuml;r meine Nichten und Neffen, w&uuml;nschen, das sie besser h&ouml;ren k&ouml;nnten.<\/p><p>Wie gesagt, ich will hier nichts in den Dreck ziehen, aber es ist f&uuml;r mich nur ein Aktionismus.<\/p><p>VG,<br>\nMP&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu dem Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48771\">Internationaler Frauentag: ein Feiertag f&uuml;r Berlin! Peinlich oder ein notwendiges Signal?<\/a>&rdquo; erreichten uns diverse Zuschriften, von denen wir einige nun hier wiedergeben. Wie man den Leserbriefen entnehmen kann, wird uns das vielschichtige Thema Gleichstellung auch weiterhin besch&auml;ftigen, denn es gibt in dieser Sache auch in Zukunft viel zu tun und an<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48970\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[212,168,103],"tags":[2190,2571],"class_list":["post-48970","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedenktagejahrestage","category-gleichstellung","category-leserbriefe","tag-genderpolitik","tag-wahlrecht"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48970"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48970\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48983,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48970\/revisions\/48983"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}