{"id":48985,"date":"2019-02-04T08:26:48","date_gmt":"2019-02-04T07:26:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985"},"modified":"2019-02-04T08:26:48","modified_gmt":"2019-02-04T07:26:48","slug":"hinweise-des-tages-3297","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h01\">Atomarer Wahnsinn &ndash; Spiel mit dem Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h02\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h03\">Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h04\">JEFTA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h05\">Portugal hat das Rezept gegen Rechtspopulisten gefunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h06\">Warum niemand wei&szlig;, was Steuersenkungen wirklich bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h07\">Bund zahlt Bayerns Hartz-IV-Empf&auml;ngern Familiengeld zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h08\">Mediziner widersprechen Spahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h09\">Warum Rentner in &Ouml;sterreich mehr bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h10\">Kohleausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h11\">Sean McFate: &ldquo;The New Rules of War&rdquo; &ndash; Wenn jeder sich ein Heer buchen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h12\">Andrey Hunko : EU muss Menschenrechtskonvention endlich beitreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h13\">Es geht mal wieder ums Team<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h14\">44 Prozent der neuen Lehrer in Berlin sind Quereinsteiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h15\">F&uuml;r alle, die meinen, privates Unternehmertum sei immer &uuml;berlegen: 2 Studien zu gewinnorientierten Colleges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h16\">Hunderttausende protestieren gegen Maduro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h17\">Der Einfluss der US-Netzwerke auf Politik und Medien in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48985#h18\">Wie man Fake-News erzeugt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Atomarer Wahnsinn &ndash; Spiel mit dem Feuer<\/strong><br>\nWir haben uns daran gew&ouml;hnt, dass die Welt durch Atomwaffen zerst&ouml;rt werden kann, wenn ein &bdquo;Staatsmann&ldquo; durchdreht oder die Technik versagt. 1983 zum Beispiel meldeten sowjetische Computer einen US-Raketenangriff, und nur weil der diensthabende Oberst Stanislaw Petrow die Nerven behielt und einen Computerfehler vermutete, blieb die Welt von einem nuklearen Inferno verschont.<br>\nJetzt haben die USA den INF-Vertrag zur Begrenzung von Mittelstrecken-Raketen gek&uuml;ndigt. Landgest&uuml;tzte Mittelstrecken-Raketen sind besonders gef&auml;hrlich, weil sie treffgenau sind und nur kurze Vorwarn-Zeiten haben.<br>\nDie Reaktionen von Merkel und Maas &ndash; Russland ist Schuld, wie k&ouml;nnte es anders sein &ndash; sind erb&auml;rmlich und nicht im deutschen Interesse. Die USA geben dieses Jahr rund 700 Milliarden Dollar f&uuml;r R&uuml;stung aus, Russland 66 Milliarden. Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Die USA kreisen Russland und China ein. Um ihr Drohpotential zu erh&ouml;hen, brauchen sie landgest&uuml;tzte Atomraketen mit hoher Treffgenauigkeit und kurzen Vorwarnzeiten &ndash; Flugdauer: circa zehn Minuten -, die Moskau oder Peking bedrohen.<br>\nWieder gen&uuml;gt ein Blick auf die Landkarte, um zu erkennen, dass die USA solche Raketen nicht zu f&uuml;rchten brauchen, es sei denn, Russland oder China k&auml;men auf die Idee, solche Systeme auf Kuba, in Mexiko oder in Kanada zu stationieren.<br>\nWenn landgest&uuml;tzte Raketen in Europa stationiert werden, dann ist es logisch, dass Russland seine Raketen auf diese Standorte richten wird. Leider ist zu bef&uuml;rchten, dass die europ&auml;ischen Vasallen der USA die Stationierung landgest&uuml;tzter US-Raketen mittragen werden, weil bekanntlich der Russe an allem Schuld ist und sie unf&auml;hig sind, eine eigenst&auml;ndige europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik zu verfolgen und die deutschen und europ&auml;ischen Interessen wahrzunehmen. Und das in einer Zeit, in der Donald Trump die Maske fallen lie&szlig; und aller Welt gezeigt hat: &bdquo;America first&ldquo; hei&szlig;t: Die F&uuml;hrungsclique der USA verfolgt nur ihre eigenen Interessen, der Rest der Welt ist ihr egal. F&uuml;r Europa und Deutschland kann das nur hei&szlig;en: US-Atomraketen haben auf europ&auml;ischem Boden nichts verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2151846918210097\/?type=3&amp;theater%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sevim Dagdelen, DIE LINKE: INF-Vertrag retten statt Trumps Pudel werden<\/strong><br>\nDie K&uuml;ndigung des INF-Abkommen durch die USA ist eine katastrophale Entscheidung. US-Pr&auml;sident Trump gef&auml;hrdet damit bewusst die internationale Sicherheit sowie Frieden und Sicherheit in Europa. Die Bundesregierung muss jetzt eine ernsthafte Vermittlungsinitiative starten statt den USA weiter blind zu folgen. Drei Dinge muss die Bundesregierung jetzt tun: 1. Die USA &ouml;ffentlich zum Verbleib in dem Vertrag auffordern. 2. Gegen&uuml;ber den USA &ouml;ffentlich erkl&auml;ren, dass die Bundesrepublik unter keinen Umst&auml;nden einer weiteren Stationierung neuer US-Atomwaffen auf deutschem Boden zustimmen wird. 3. Den Abzug der in Deutschland bereits stationierten US-Atomwaffen einleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jmWL7xk3ADg&amp;fbclid=IwAR16v9vkXYkO_DzG7mubMysZYVa8dsGO-By-w9vvbhYVQ4UL9JBUnlxDojE\">Fraktion Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die US-Kleptokratie auf Raubzug<\/strong><br>\nUnter dem Vorwand, in Venezuela &bdquo;die Demokratie wiederherzustellen&ldquo;, orchestriert Washington in Caracas einen Regime Change. &Uuml;ber Partei- und Ideologiegrenzen hinweg will die US-Kleptokratie die &Ouml;lvorkommen des Landes stehlen &ndash; die gr&ouml;&szlig;ten Vorkommen der Welt. Eine milit&auml;rische Intervention wird offen diskutiert.<br>\nDie USA blicken auf eine lange Geschichte von Regime Changes in Lateinamerika zur&uuml;ck. Der n&auml;chste findet gerade vor unseren Augen statt und kann in der New York Times, auf CNN und FOX News in Echtzeit verfolgt werden.<br>\nDer Putschist Juan Guaid&oacute; &ndash; der Pr&auml;sident der venezolanischen Nationalversammlung, der sich zum Interimspr&auml;sident des Landes ernannt hat &ndash; wird neben autorit&auml;ren F&uuml;hrern wie Israels Benjamin Netanjahu, Brasiliens Jair Bolsonaro und allen voran Donald Trump zunehmend auch von als liberal wahrgenommenen Demokratien als rechtm&auml;&szlig;iger Pr&auml;sident anerkannt. Kanadas Justin Trudeau war einer der ersten, am Donnerstag folgte schlie&szlig;lich die EU. Der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas lie&szlig; auf seinem Twitter-Feed in den letzten Tagen nicht weniger als zehn Tweets zum Thema ab und zelebrierte die mit Guaid&oacute; verbundene &bdquo;Hoffnung auf einen demokratischen Neuanfang&ldquo;.<br>\nDavon abgesehen, dass Juan Guaid&oacute; ein Feind der Demokratie ist, der in gewaltt&auml;tigen rechtsextremen Zirkeln politisiert und seit mehr als einem Jahrzehnt zusammen mit weiteren venezolanischen Rechtsau&szlig;en-Kadern der Aristokratie des Landes von verschiedensten Entit&auml;ten im US-Establishment als idealer Regime-Change-Kandidat kultiviert wurde (wie Max Blumenthal in einer ausgezeichneten Abhandlung darlegt), stellt sich die Frage der historischen Vogelperspektive: Wann hat ein von au&szlig;en erzwungener Putsch das Leben der Menschen vor Ort verbessert?<br>\nEntgegen blumiger Rhetorik geht es nie um Menschen &ndash; es geht um Gier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-02-02\/regime-change-in-venezuela-und-die-gier-des-us-empire\/\">JusticeNow!<\/a><\/li>\n<li><strong>Sanctions of Mass Destruction: America&rsquo;s War on Venezuela<\/strong><br>\nAmerican economic sanctions have been the worst crime against humanity since World War Two. America&rsquo;s economic sanctions have killed more innocent people than all of the nuclear, biological and chemical weapons ever used in the history of mankind.<br>\nThe fact that for America the issue in Venezuela is oil, not democracy, will surprise only those who watch the news and ignore history. Venezuela has the world&rsquo;s largest oil reserves on the planet.<br>\nAmerica seeks control of Venezuela because it sits atop the strategic intersection of the Caribbean, South and Central American worlds. Control of the nation, has always been a remarkably effective way to project power into these three regions and beyond.<br>\nFrom the first moment Hugo Chavez took office, the United States has been trying to overthrow Venezuela&rsquo;s socialist movement by using sanctions, coup attempts, and funding the opposition parties. After all, there is nothing more undemocratic than a coup d&rsquo;&eacute;tat.<br>\nUnited Nations Human Rights Council Special Rapporteur, Alfred de Zayas, recommended, just a few days ago, that the International Criminal Court investigate economic sanctions against Venezuela as a possible crime against humanity perpetrated by America.<br>\nOver the past five years, American sanctions have cut Venezuela off from most financial markets, which have caused local oil production to plummet. Consequently, Venezuela has experienced the largest decline in living standards of any country in recorded Latin American history.<br>\nPrior to American sanctions, socialism in Venezuela had reduced inequality and poverty whilst pensions expanded. During the same time period in America, it has been the absolute reverse. President Chavez funnelled Venezuela&rsquo;s oil revenues into social spending such as free+6 healthcare, education, subsidized food networks, and housing construction.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2019\/02\/01\/sanctions-of-mass-destruction-americas-war-on-venezuela\/\">CounterPunch<\/a><\/li>\n<li><strong>Es hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun<\/strong><br>\nDer Irrweg deutscher Regierungspolitik in Sachen Venezuela-Krise wurde in der j&uuml;ngsten Sitzungswoche im Bundestag sehr deutlich: Die von den Fraktionen von Union und SPD angesetzte Aktuelle Stunde trug den Titel &bdquo;Entwicklungen in Venezuela &ndash; schnellstm&ouml;gliche Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit&ldquo;. Als ob es bei diesem US-forcierten Machtkampf um Demokratie gehen w&uuml;rde. Union und SPD h&auml;tten es besser wissen m&uuml;ssen. Wenige Tage zuvor hatte US-Sicherheitsberater John Bolton dem Fox Business Network im Interview frank und frei erkl&auml;rt, worum es geht: &bdquo;Wir sind gerade im Gespr&auml;ch mit gro&szlig;en amerikanischen Unternehmen, denn es w&uuml;rde f&uuml;r die Vereinigten Staaten wirtschaftlich einen gro&szlig;en Unterschied machen, wenn amerikanische Unternehmen in Venezuela die &Ouml;lkapazit&auml;ten erschlie&szlig;en w&uuml;rden.&ldquo; Daf&uuml;r also war Au&szlig;enminister Mike Pompeo zuvor im Januar in S&uuml;damerika auf Werbetour gewesen, und deshalb hatte Vizepr&auml;sident Mike Pence per Video den Startschuss zum Putschversuch gegeben. (&hellip;)<br>\nEine M&auml;r dieser Tage ist, Pr&auml;sident Maduro sei international isoliert und w&uuml;rde nur von China, Russland, Kuba und Bolivien unterst&uuml;tzt. Doch selbst im St&auml;ndigen Rat der US-nahen Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) musste Pompeo eine herbe Niederlage einstecken: Die notwendigen 18 Stimmen f&uuml;r die OAS-Anerkennung Guaid&oacute;s bekam er nicht zusammen; die Karibische Gemeinschaft (Caricom) stellte sich geschlossen gegen den Putschversuch. Im UN-Sicherheitsrat lie&szlig;en Moskau und Beijing die Trump-Delegation auflaufen. Die EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini gestand gegen&uuml;ber Uruguays Pr&auml;sident Tabar&eacute; V&aacute;sques ein, in der EU fehle ihr die f&uuml;r Guaid&oacute; notwendige Mehrheit.<br>\nIn Deutschland lie&szlig; Au&szlig;enminister Heiko Maas nach seinem Treffen mit Pompeo in Washington eine Schamfrist verstreichen, um Caracas dann ein Ultimatum f&uuml;r Neuwahlen zu stellen. Damit brachte sich Berlin wie einige andere EU-Staaten ohne Not in Zugzwang. Maas hat sich so nicht nur eine absehbare Blamage eingebrockt, er hat nach nur einem Monat sein Versprechen gebrochen, Deutschland als UN-Sicherheitsratsmitglied zum Garanten f&uuml;r die Bew&auml;ltigung von Krisen und Konflikten zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/es-hat-mit-rechtsstaatlichkeit-nichts-zu-tun%20\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hier wie auch beim Streitthema &bdquo;INF-Vertrag&ldquo; gie&szlig;t der Bundesau&szlig;enminister &bdquo;&Ouml;l ins Feuer&ldquo;. Vertreten Herr Maas und die schwarz-rote Bundesregierung die Interessen der hiesigen Bev&ouml;lkerung oder laufen sie nicht vielmehr den Vorgaben aus Washington hinterher? Wieso starten Herr Maas und die SPD-Spitze nicht endlich mal ernsthafte friedenspolitische Initiativen wie sie sein Amtsvorg&auml;nger Willy Brandt noch kannte und pflegte?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gelbwesten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Macron: Gelbwesten von 40.000 bis 50.000 Ultra-Aktivisten infiltriert<\/strong><br>\nEs fielen spektakul&auml;re Aussagen, als Pr&auml;sident Macron f&uuml;nf ausgew&auml;hlten Journalisten im Elys&eacute;epalast empfing. Sie wurden auf sozialen Medien mit schnellem Witz aufgegriffen. So zum Beispiel die &Auml;u&szlig;erung Macrons, die Eric Drouet, eine der bekannten Pers&ouml;nlichkeiten der Gilets jaunes (Gelbwesten), als &ldquo;Medienprodukt&rdquo; deklassieren will.<br>\nDie Antwort ist ein Spiegelkabinett: Ein Twitterbeitrag zeigt Macron vor einer gro&szlig;en Galerie von Titelbl&auml;ttern bekannter Medien mit seinem Konterfei. Dass Macron Pr&auml;sident ist, hat er zu einem gro&szlig;en Teil der freundlichen Unterst&uuml;tzung reichweitenstarker Medien zu<br>\nverdanken. Daran ist aber prinzipiell nichts Verdammenswertes. Selbstverst&auml;ndlich wird der Machtkampf &uuml;ber Mediendarstellungen gef&uuml;hrt.Macron stellt sich dem Kampf um die Gunst der &ouml;ffentlichen Meinung nun auf eine neue Weise. Er ist jetzt mittendrin in der gro&szlig;en Debatte. Dabei sagt er Dinge, die erstaunlich sind. Zum Beispiel, dass die Gelbwesten von &ldquo;40.000 bis 50.000 Ultra-Aktivisten infiltriert sind&rdquo;, die es darauf abgesehen haben, die Institutionen zu zerst&ouml;ren.<br>\nEine wichtige Rolle bei der Destruktionsarbeit spielen nach Auffassung Macrons die sozialen Medien, namentlich die fachosp&egrave;re (&ldquo;Faschosph&auml;re&rdquo;), die gauchosph&egrave;re (w&ouml;rtlich &uuml;bersetzt &ldquo;Linkssph&auml;re&rdquo;) und die Russen: la russosph&egrave;re. Alle an der Zerst&ouml;rung bestehender Institutionen interessierten Extremisten oder ausl&auml;ndischen Kr&auml;fte w&uuml;rden enorm in die sozialen Medien investieren. [&hellip;]<br>\nDas ist, schaut man nach Deutschland und insbesondere auf das Kommunikationsverhalten der Kanzlerin, ein Schritt nach au&szlig;en, der Respekt verdient, weil sich Macron damit einer Kritik aussetzt, statt sich zu verbergen und weil er gro&szlig;en Wert darauf legt, sich offen zu zeigen.<br>\n Hier wird nichts ver&auml;ndert. Partizipation ist unerw&uuml;nscht. [&hellip;]<br>\nAuf die Frage der Journalisten, wie er zu den Gummigeschosswaffen stehe, antwortete Macron, dass es nicht seine Sache sei, diese zu verbieten. Das m&uuml;sse Sache von Richtern sein. [&hellip;]<br>\nSchwieriger wird es mit Macron sofort, wenn man auf Konkretes schaut und sieht, wie gro&szlig; die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein Verbot des Einsatzes von Gummigeschosswaffen ist. &Uuml;ber 100.000 z&auml;hlt eine Petition, die von einem Chirurgen ins Leben gerufen wurde. Der wei&szlig;, worum es geht. Verletzungen und Opferzahl sind erschreckend. Und die Polizei kann auch anders mit Demonstranten umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Gelbwesten-von-40-000-bis-50-000-Ultra-Aktivisten-infiltriert-4296592.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Querfront plus Russland und die Sozialen Medien &hellip; die Verschw&ouml;rungstheorien des Emmanuel Macron werden immer abstruser. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreichs Polizei darf Gummigeschosse gegen &ldquo;Gelbwesten&rdquo; einsetzen<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Polizei darf weiter umstrittene Gummigeschosse gegen &ldquo;Gelbwesten&rdquo; einsetzen: Der Pariser Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht erkl&auml;rte am Freitag, das Gewaltrisiko bei den Protesten mache den Einsatz der Hartgummi-Munition notwendig. Der Staatsrat gab damit der Regierung Recht. Die Gummigeschosse sind wegen der schweren Verletzungen bei Demonstranten in Verruf geraten.<br>\nDie hohe Gewaltbereitschaft der Demonstranten mache es &ldquo;notwendig, den Sicherheitskr&auml;ften den Einsatz der Waffen zu erlauben&rdquo;, erkl&auml;rte der Staatsrat. Er wies damit eine Beschwerde der Menschenrechtsliga LDH und der Gewerkschaft CGT ab. Sie hatten die Waffen als &ldquo;gef&auml;hrlich&rdquo; bezeichnet. In Deutschland werden Gummigeschosse wegen des Verletzungsrisikos selten eingesetzt.<br>\nNach Angaben des franz&ouml;sischen Innenministeriums feuerte die Polizei seit Beginn der &ldquo;Gelbwesten&rdquo;-Proteste mehr als 9200 Gummigeschosse gegen Demonstranten ab. Kritiker werfen den Beamten vor, auf die K&ouml;pfe von Demonstranten zu zielen, obwohl dies den Vorschriften widerspricht. Sie ver&ouml;ffentlichten in den sozialen Netzwerken zahlreiche Bilder von Demonstranten mit schweren Verletzungen am Auge oder Platzwunden am Kopf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news1\/article188087451\/Proteste-Frankreichs-Polizei-darf-Gummigeschosse-gegen-Gelbwesten-einsetzen.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48977#h03\">Kn&uuml;ppel und Granaten<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Solidarit&auml;t mit den Gelbwesten<\/strong><br>\nGestern gingen in Frankreich zehntausende Gelbwesten auf die Stra&szlig;en, um gegen Gewalt zu protestieren. Diesmal ging es nicht um verletzte Polizisten, brennende Autos und zerbrochene Fensterscheiben &ndash; Gewalttaten, die oft den sozialen Protest diskreditieren. Gestern gibt es um die Gewalt des Staates gegen Demonstranten. Weil die Polizei in Frankreich Gummigeschosse einsetzen kann und Tausende verletzt wurden.<br>\nWir solidarisieren uns mit dem Protest der Gelbwesten gegen staatliche Gewalt und unterst&uuml;tzen ihre Forderung, den Einsatz von Gummigeschossen gegen Demonstranten zu verbieten.<br>\nUnd da gibt es noch eine Form von Gewalt, von der praktisch nie die Rede ist: Es geht um die gesellschaftliche Gewalt der wirtschaftlich M&auml;chtigen, die zu Entlassungen f&uuml;hrt, zu viel zu niedrigen L&ouml;hnen und ungesicherten Arbeitsverh&auml;ltnissen. Diese Gewalt bricht Menschen und zerst&ouml;rt ihre Lebensentw&uuml;rfe. Sie ist die eigentliche Ursache des Protestes gegen die unhaltbaren Zust&auml;nde in einer Gesellschaft, in der die Ungleichheit immer gr&ouml;&szlig;er wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.678047548923382\/2154644997930289\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>JEFTA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Druck auf Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nEs wirkt schon beinahe trotzig, dass das Handelsabkommen JEFTA zwischen der EU und Japan am Freitag in Kraft getreten ist. Die Zeichen der Zeit deuten eher auf ein Ende des &raquo;Freihandels&laquo; hin. Nicht, weil es &ouml;konomische Verlierer gibt, sondern weil diese die milit&auml;risch und politisch starken USA sind.<br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump pfeift auf bilaterale Abkommen genauso wie auf die Welthandelsorganisation (WTO), weil die Leistungsbilanz f&uuml;r die USA negativ ist. Die &raquo;Exportnation&laquo; Deutschland hat dagegen auf den ersten Blick ein Interesse, dass in der Welt weiter offene Grenzen f&uuml;r Waren, Kapital und Dienstleistungen existieren.<br>\nWas wurde mit JEFTA vereinbart? Nicht, dass die Z&ouml;lle sinken &ndash; dazu braucht es kein besonderes Abkommen, daf&uuml;r reichen die bestehenden Institutionen WTO und das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT). Vielmehr soll der Kapital- und Dienstleistungsverkehr &raquo;erleichtert&laquo; werden. Dazu braucht es Markt&ouml;ffnungen, insbesondere f&uuml;r Finanzdienstleistungen. Oder anders gesagt: Unter Druck geraten bei den &raquo;modernen&laquo; Handelsabkommen die &ouml;ffentlichen Dienstleistungen, die nun als Konkurrenzgesch&auml;ft betrieben werden m&uuml;ssen.<br>\nAu&szlig;erdem sollen die &raquo;nichttarif&auml;ren Handelshemmnisse&laquo; beseitigt werden, und das sind in der Regel die Schutzvorschriften f&uuml;r Verbraucher, Besch&auml;ftigte oder die Umwelt. Beim Handelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) gab es Streit, ob Br&uuml;ssel allein entscheiden kann, oder ob alle 28 nationalen Parlamente (GB z&auml;hlte noch dazu) zustimmen m&uuml;ssen. Der Europ&auml;ische Gerichtshof meinte, die Schiedsgerichtsverfahren f&uuml;r Unternehmen seien Angelegenheit der Mitgliedsstaaten. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) sah sogar noch weitere Bereiche in deren Kompetenz: &raquo;Der Europ&auml;ischen Union d&uuml;rfte es unter anderem an einer Vertragsschlusskompetenz f&uuml;r Portfolioinvestitionen, den Investitionsschutz, den internationalen Seeverkehr, die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen und den Arbeitsschutz fehlen.&laquo; Bekannt ist, dass der Investitionsschutz bei &shy;JEFTA ausgenommen ist. Ansonsten hat die EU-Kommission die W&ouml;rtchen &raquo;unter anderem&laquo; geflissentlich &uuml;bersehen und die Liste des BVerfG so eng wie m&ouml;glich geschnitten, von der Dienstleistungsfreiheit abgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348374.druck-auf-besch%C3%A4ftigte.html\">Andreas Fisahn in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Diese Branchen profitieren vom Handelsabkommen der EU mit Japan<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft macht sich gro&szlig;e Hoffnungen. Der Vertrag stelle 97 Prozent der EU-Exporte nach Japan zollfrei und beseitige nicht-tarif&auml;re Handelsh&uuml;rden, meint Marcus Sch&uuml;rmann, Delegierter der Deutschen Wirtschaft und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der AHK Japan: &bdquo;Deutsche Unternehmen werden zu den gr&ouml;&szlig;ten Nutznie&szlig;ern des Abkommens geh&ouml;ren.&ldquo;<br>\nUngem&uuml;tlich k&ouml;nnte es f&uuml;r die deutschen Autobauer werden. Sie haben mehr Konkurrenz aus Japan zu bef&uuml;rchten, denn die europ&auml;ischen Importz&ouml;lle von zehn Prozent auf Autos und Bauteile werden innerhalb von sieben Jahren auf null gesenkt. Japan erhebt schon jetzt keine Einfuhrz&ouml;lle. Die eigenen Autohersteller und -zulieferer gelten daher in Japan als die gr&ouml;&szlig;ten Profiteure des Handelsdeals, w&auml;hrend sich die europ&auml;ischen Hersteller lange gegen den Deal gewehrt hatten.<br>\nDaf&uuml;r d&uuml;rften der deutsche Maschinenbau sowie der Absatz von Chemieprodukten, Kunststoffen und Kosmetik profitieren, erwarten Handelskammer und EU-Kommission. Neues Potenzial sehen die Experten zudem im Bahnsektor. Hersteller von Mess-, Regel- und Elektrotechnik k&ouml;nnen auf Gesch&auml;fte mit japanischen Bahnunternehmen hoffen. Der bisherige Sicherheitsvorbehalt beim Einkauf von Ausr&uuml;stungsteilen wird zum 1. Februar 2020 aufgehoben.<br>\nAuch landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel d&uuml;rften zu den Gewinnern z&auml;hlen. Bei den Exporten von verarbeiteten Lebensmitteln erwartet die EU-Kommission mindestens eine Verdoppelung. Gerade Produkte aus Deutschland genie&szlig;en in Japan einen sehr guten Ruf, auch die Hersteller von K&auml;se oder Wein mit gesch&uuml;tzter geografischer Herkunftsbezeichnung wie Roquefort oder Chianti d&uuml;rften profitieren.<br>\nJapans Regierung hofft wiederum, dass auch die eigenen Landwirte und Lebensmittelhersteller vom Verkauf japanischer Delikatessen in Europa profitieren k&ouml;nnen. Denn die Landwirtschaft steht in Japan besonders unter Druck.<br>\nMartin Schulz, Volkswirt am Wirtschaftsforschungsinstitut Fujitsu in Tokio, sieht sogar die M&ouml;glichkeit, dass japanische Firmen bei Exporten nach Asien vom Freihandelsabkommen profitieren. So verschneiden japanische Winzer ihre Weine oft mit Lieferungen aus Europa. Da nun die Preise f&uuml;r Importweine sinken, k&ouml;nnten japanische Weine in Asien wettbewerbsf&auml;higer werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/freihandel-diese-branchen-profitieren-vom-handelsabkommen-der-eu-mit-japan\/23937420.html?ticket=ST-502653-IASPIjDrBCa6dutG4gvD-ap4%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So, jetzt haben wir es dem dummen Donald Trump mal gezeigt! Faktisch ist nicht nachvollziehbar, was das Handelsblatt hier eigentlich feiert. Grunds&auml;tzlich ist ein Freihandelsabkommen erst einmal ein Nullsummenspiel: wenn die Japaner mehr Autos in der EU verkaufen, dann werden die Europ&auml;er weniger verkaufen, und umgekehrt. Wenn &ldquo;[n]ach einer Simulation der EU-Kommission [&hellip;] das Abkommen bis 2035 das europ&auml;ische Wirtschaftsprodukt um 35 Milliarden Euro oder 0,14 Prozent erh&ouml;hen [wird]&rdquo;, dann sind das in den 16 Jahren von 2019 bis 2035 j&auml;hrlich durchschnittlich satte 0,009% zus&auml;tzliches Wirtschaftswachstum, ein weder me&szlig;barer noch irgendwie relevanter Betrag. Was stattdessen merkbar wachsen wird, ist die Umweltbelastung durch noch mehr Container-Transporte zwischen den Wirtschaftsr&auml;umen, und wahrscheinlich auch der Lohndruck auf beiden Seiten. Also ist das Abkommen in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Wer so etwas abschlie&szlig;t und noch mit Propaganda-So&szlig;e &uuml;bergie&szlig;t, hat ganz offensichtlich das einzige Ziel, durch noch mehr Konkurrenzdruck und noch mehr private Schiedsgerichte die Macht gro&szlig;er Unternehmen gegen&uuml;ber den Staaten zu steigern. Das Handelsblatt zeigt durch seine rosagef&auml;rbte, total unkritische Berichterstattung, auf welcher Seite es steht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Portugal hat das Rezept gegen Rechtspopulisten gefunden<\/strong><br>\nDie Wirtschaft w&auml;chst, die Arbeitslosigkeit sinkt und junge Portugiesen wollen wieder zur&uuml;ck ins Land &ndash; Portugal ist in Aufbruchstimmung. Und Rechtspopulisten haben keine Chance. Das Rezept des sozialistischen Premierministers Ant&oacute;nio Costa: Den Sozialstaat st&auml;rken statt k&uuml;rzen. In den n&auml;chsten zehn Jahren will das kleine Land 20 Milliarden Euro investieren und den &ouml;ffentlichen Verkehr modernisieren. Das Budget-Defizit ist so klein wie seit dem Beginn der Demokratie in Portugal noch nie.<br>\nPortugal stand kurz vor dem Abgrund: Das Land war kaputtgespart. Die konservative Ex-Regierung hat die Arbeitsrechte abgebaut und radikal gek&uuml;rzt. Armut und Arbeitslosigkeit haben stark zugenommen. Die Wirtschaft schrumpfte, weil die Menschen zu wenig Geld zum Ausgeben hatten. (&hellip;)<br>\nDie Sozialdemokraten erh&ouml;hten die von den konservativen Vorg&auml;ngern gek&uuml;rzten L&ouml;hne und Pensionen, f&uuml;hrten Urlaubstage wieder ein und nahmen Steuererh&ouml;hungen zur&uuml;ck. Gleichzeitig erh&ouml;hte Costa Reichensteuern wie die Erbschafts- und Verm&ouml;genssteuer. Mit der Zusatzgrundsteuer f&uuml;hrte die Regierung eine Verm&ouml;genssteuer auf Immobilien ein, von der die Wohnungen und H&auml;user einfacher Leute ausgenommen sind. Au&szlig;erdem ist Schluss mit ruin&ouml;sen Privatisierungen, wie sie noch vor Jahren der Fall waren, als die Konservativen unter EU-Anleitung das Staatsverm&ouml;gen weit unter Marktpreis verkauften. (&hellip;)<br>\nIn Rekordzeit vom Sorgenkind zum Vorzeigesch&uuml;ler: In Portugal herrscht nun Aufbruchsstimmung. Costa hat der Bev&ouml;lkerung ihren Stolz zur&uuml;ckgegeben, nachdem die harten Sparprogramme der Europ&auml;ischen Union und die gescheiterte Vorg&auml;ngerregierung dem Land massiv zusetzten.<br>\nDas schl&auml;gt sich auch in den Umfragen nieder:<br>\nDie portugiesischen Sozialdemokraten liegen mittlerweile stabil bei 40 Prozent. Sie sind damit &ndash; gemeinsam mit Jeremy Corbyns Labour Party in Gro&szlig;britannien &ndash; die erfolgreichste sozialdemokratische Partei Europas.<br>\nF&uuml;r die Minderheitsregierung mit den beiden Linksparteien wird f&uuml;r die Parlamentswahl ein Ergebnis von 60 Prozent prognostiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/portugal-hat-das-rezept-gegen-rechtspopulisten-gefunden\/?utm_source=mailpoet&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=newsalert&amp;fbclid=IwAR1QmS5V5NcUL0J-HKDO59wJfAs8QRZyP-6NrALMR6aCxf1_AYwSDlIsLqU\">Kontrast<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bravo &ndash; also es geht doch. Dasselbe k&ouml;nnte auch hierzulande geschehen, aber insbesondere die SPD m&ouml;chte bei finanz-, sozial- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen partout keine &Auml;nderungen an ihrem Kurs, den sie vor allem seit den Anf&auml;ngen der Schr&ouml;der-Regierungszeit betreibt, vornehmen. Es ist zum verzweifeln, dabei d&uuml;rfte ein Blick nach Portugal oder zur Labour Party nicht zu anstrengend sein. Den Chinesen wird oftmals vorgeworfen, dass sie Kopien anfertigen w&uuml;rden. Aber nicht einmal zum Kopieren von Erfolg versprechenden Konzepten scheint das derzeitige SPD-Spitzenpersonal f&auml;hig zu sein &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum niemand wei&szlig;, was Steuersenkungen wirklich bringen<\/strong><br>\nSteuern runter, dann l&auml;uft die Konjunktur. Das gilt in der politischen Diskussion seit Jahrzehnten als Gewissheit &ndash; und wird gerade wieder von Wirtschaftsminister Altmaier gefordert. Doch die Belege f&uuml;r dieses Argument sind &auml;u&szlig;erst d&uuml;nn.<br>\nEs ist noch kein volles Jahr her, da sch&uuml;rte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Hoffnung, Deutschland k&ouml;nnte das stetige Auf- und Ab der Konjunkturzyklen hinter sich lassen. Das kr&auml;ftige Wirtschaftswachstum dauerte an, und Altmaier sagte Ende M&auml;rz dem SPIEGEL, er halte es f&uuml;r m&ouml;glich, &ldquo;dass wir diesen Wachstumspfad noch mindestens 15 bis 20 Jahre fortsetzen k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nZehn Monate sp&auml;ter ist Deutschland nur knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt &ndash; und der Minister schaltet um in den Krisenmodus. Es ergebe &ldquo;Sinn, jetzt Wachstumsanreize zu setzen. Dazu geh&ouml;ren auch steuerliche Entlastungen f&uuml;r Unternehmen&rdquo;, hat Altmaier dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; gesagt. Die Wirtschaft brauche R&uuml;ckenwind, um &ldquo;Arbeitspl&auml;tze und Wachstum zu schaffen&rdquo;.<br>\nDoch geht diese Gleichung &ndash; Steuern runter, Wachstum rauf &ndash; wirklich auf? K&ouml;nnen Regierungen, die beizeiten an der Steuerschraube drehen, das Wachstum tats&auml;chlich erh&ouml;hen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-helfen-steuersenkungen-um-das-wirtschaftswachstum-anzukurbeln-a-1249252.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Es kommt darauf an, welche Steuern wann gesenkt werden, und wer den Effekt auf welcher theoretischen Basis beurteilt&rdquo;: das klingt auf den ersten Blick sehr differenziert und fast wissenschaftlich, auf jeden Fall deutlich weniger neoliberal, als der SPIEGEL sonst argumentiert. Aber nur auf den ersten Blick: fast ausschlie&szlig;lich werden unternehmensfreundliche &ldquo;Experten&rdquo; (z. B. Clemens Fuest) und neoklassische Theoriest&uuml;cke (z. B. der Brookings Institution) zitiert. Und wenn man die Diskussion auf die eine, entscheidende Frage reduziert, die im Raum steht, dann ist die Antwort total eindeutig: nein. Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen, die heute schon und seit vielen Jahrn Rekordgewinne erwirtschaften und ihr Geld mangels Investitionen in Rekordausma&szlig;en an ihre Anleger aussch&uuml;tten (ganz aktuell: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/anlagestrategie\/trends\/ausschuettungen-52-4-milliarden-euro-aktionaere-koennen-mit-rekorddividenden-rechnen\/23922514.html\">&ldquo;52,4 Milliarden Euro &ndash; Aktion&auml;re k&ouml;nnen mit Rekorddividenden rechnen&rdquo;<\/a>) oder, wiederum ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Aktion&auml;re, Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe in Milliardenh&ouml;he starten (<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/anlagestrategie\/trends\/munich-re-allianz-adidas-aktienrueckkaeufe-im-trend-dax-konzerne-sichern-sich-gegen-kursverwerfungen-ab\/22931624.html\">&ldquo;Deutsche Unternehmen werden in diesem Jahr so viele eigene Anteilsscheine erwerben wie seit zehn Jahren nicht mehr. Anleger k&ouml;nnen davon profitieren.&rdquo;<\/a>), brauchen definitiv nicht noch mehr Geld vom Staat, das sie eh nur an die Eigent&uuml;mer weiterreichen. (Die Verh&auml;ltnisse in den USA sind in der Tendenz identisch, vielleicht noch im Ausma&szlig; krasser.) Es stimmt, da&szlig; auch Unternehmenssteuersenkungen zu mehr Wachstum f&uuml;hren, aber dieses Wachstum steht in keinem vern&uuml;nftigen Verh&auml;ltnis zu den Kosten f&uuml;r den Staat (d. h. die Allgemeinheit). Im &Uuml;brigen sind die deutschen Unternehmen seit fast 20 Jahren Nettosparer. Schon theoretisch ist nicht erkl&auml;rbar, wie noch mehr Geld zu mehr Investitionen f&uuml;hren k&ouml;nnte. W&uuml;rde der Staat selber dagegen das an die Unternehmen verschenkte Geld investieren, in Infrastruktur, Bildung und Sozialstaat, dann k&auml;me eine enorm hohe Rendite heraus. Politiker, die sich trotzdem f&uuml;r Unternehmensteuersenkungen stark machen (aktuell <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/altmaier-will-die-steuern-fuer-unternehmen-senken-15832960.html\">Kramp-Karrenbauer, Altmaier<\/a>) oder <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/interview-konjunktur-tuev-csu-chef-soeder-erklaert-seinen-wirtschaftspolitischen-kurs-\/23937962.html\">S&ouml;der<\/a>, zeigen keinen wirtschaftlichen Sachverstand, sondern ihre ausschlie&szlig;lich Orientierung an Kapitalinteressen gegen volkswirtschaftliche Theorie und Empirie (!). Aber sie werden ja auch vom Gro&szlig;kapital bezahlt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bund zahlt Bayerns Hartz-IV-Empf&auml;ngern Familiengeld zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer monatelange Streit um Familiengeldzahlungen f&uuml;r bayerische Hartz-IV-Empf&auml;nger zwischen Bund und Freistaat ist beigelegt. &ldquo;Wir haben jetzt einen Kompromiss, mit dem wir beide gut leben k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in M&uuml;nchen. Damit ist klar, dass auch Empf&auml;nger von Hartz-IV das Familiengeld erhalten. Das seit September 2018 ausgezahlte Familiengeld in Bayern betr&auml;gt monatlich 250 Euro pro Kind im Alter von 13 bis 36 Monaten, ab dem dritten Kind betr&auml;gt der Zuschuss 300 Euro.<br>\nDer Kompromiss sieht eine Pr&auml;zisierung im Gesetzestext f&uuml;r das Familiengeld vor, so dass die Auszahlung dem Zweck einer &ldquo;f&ouml;rderlichen fr&uuml;hkindlichen Betreuung des Kindes&rdquo; zugeordnet wird. Im Gegenzug verzichtet der Bund ab sofort bei Neuantr&auml;gen auf die Anrechnung des Familiengeldes auf Hartz-IV-Zahlungen und hat sich zudem bereiterkl&auml;rt, schon angerechnete und damit einbehaltene Zahlungen zur&uuml;ckzuerstatten. Dies k&ouml;nne laut Schreyer aber erst nach der Verabschiedung der Gesetzesnovelle im bayerischen Landtag erfolgen. Wann das passiert, ist noch offen. Am kommenden Dienstag will zun&auml;chst das Kabinett gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die &Auml;nderungen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/wirtschaft\/finanzen---muenchen-bund-zahlt-bayerns-hartz-iv-empfaengern-familiengeld-zurueck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190131-99-795116\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Susanne Ferschl <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/FerschlSusanne\/posts\/2242060799447060\">via fb<\/a>:<\/strong> Es ist scheinheillig, was die CSU da betreibt. Nach monatelangem Streit ist es nun gelungen, dass das von der CSU (p&uuml;nktlich zum Wahltag) eingef&uuml;hrte Familiengeld nicht auf Hartz IV-Leistungen angerechnet wird. Prinzipiell ist das gut, aber eine &ldquo;f&ouml;rderliche fr&uuml;hkindliche Betreuung&rdquo; die als Grund f&uuml;r mehr Geld angef&uuml;hrt wird, kostet &uuml;berall mehr &ndash; nicht nur in Bayern. Auf Bundesebene blockiert die CSU jeden sozialen Fortschritt &ndash; wie man unl&auml;ngst bei dem Geschrei der CSU bei der von der SPD diskutierten Kindersicherung und jetzt bei der diskutierten Grundrente sieht. Wer als regionale Kleinstpartei im Bund mitregiert, hat Verantwortung f&uuml;r alle B&uuml;rger im Land und muss &uuml;ber den Tellerrand blicken k&ouml;nnen oder sich auf Politik auf Landespolitik begrenzen. Es ist wichtig, dass einkommensarme Familien mehr finanzielle Unterst&uuml;tzung bekommen, das darf aber nicht auf Landesgrenzen reduziert bleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Die LINKE setzt sich daher im ersten Schritt f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Kindergeldes auf 328 Euro ein, die alle Kinder im Bezug von Hartz IV-Leistungen erreicht (denn Kindergeld wird im Bund angerechnet!) und als zweiten Schritt eine eigenst&auml;ndige Kindergrundsicherung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mediziner widersprechen Spahn<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat mit seiner &Auml;u&szlig;erung, Krebsleiden k&ouml;nnten in absehbarer Zeit besiegt sein, f&uuml;r Irritationen und Kritik gesorgt. &ldquo;Das ist eine sehr allgemeine Hoffnung, die so einfach nicht funktioniert&rdquo;, sagte der Leiter des Comprehensive Cancer Center der Berliner Charit&eacute;, Ulrich Keilholz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bereits in den 1960er-Jahren habe es diese Aussage in den USA gegeben und auch danach immer wieder mal. &ldquo;Aber diese Aussagen waren eher politisch motiviert als wissenschaftlich fundiert&rdquo;, sagte der Onkologe.<br>\nSpahn hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, er sehe &ldquo;gute Chancen, dass wir in zehn bis 20 Jahren den Krebs besiegt haben&rdquo;. Der medizinische Fortschritt sei immens, die Forschung vielversprechend.<br>\nDer Direktor des Cancer Centers am Universit&auml;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, Carsten Bokemeyer, &auml;u&szlig;erte sich ebenfalls skeptisch. Zwar werde es in den kommenden zehn Jahren enorme Fortschritte bei der Therapie geben, sagte er. Aber Krebs sei &ldquo;auch eine Gei&szlig;el der Menschheit, die in den Zellen angelegt ist&rdquo;. Bei der Behandlung von Krebs liege das Problem h&auml;ufig in der Resistenz. &ldquo;Krebszellen entwickeln mit jeder neuen Therapie Mechanismen, um sich gegen den Angriff auf sie zu wehren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spahn-krebs-debatte-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Sp&auml;testens jetzt mu&szlig; allen m&uuml;ndigen B&uuml;rgern der Bundesrepublik Deutschland klar sein, dass Jens Spahn f&uuml;r ein Ministeramt in der Regierung eigentlich ungeeignet ist. Kanzlerin Merkel mu&szlig; sich aber gleichwohl etwas dabei gedacht haben, als sie den demagogisch begabten, aber in der Gesundheitspolitik unerfahrenen Spahn in das Amt berief. Wenn Sachkunde nicht die St&auml;rke Spahn`s ist, dann bleibt nur die M&ouml;glichkeit, dass er gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Schaden f&uuml;r die Krankenversicherten und Rentner anrichtet, zu Gunsten der Pharmaindustrie. So gesehen ist Spahn f&uuml;r Merkel ein wertvoller Minister, unterst&uuml;tzt er doch Merkels Begehren ihre &ldquo;wirtschaftskonforme Demokratie&rdquo; zu verwirklichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum Rentner in &Ouml;sterreich mehr bekommen<\/strong><br>\nEntscheidend ist: Beide L&auml;nder haben ihre Rentensysteme seit der Jahrtausendwende reformiert &ndash; doch mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. In &Ouml;sterreich wirkt die griffige Rentenformel &ldquo;80\/45\/65&rdquo;. Soll hei&szlig;en: Wer mit 65 in Rente geht und 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, erzielt rund 80 Prozent des Bruttolohnes, den er im Durchschnitt seines Berufslebens erzielt hat. In Deutschland liegt der vergleichbare Wert dagegen nur bei 59 Prozent.<br>\nAuch in &Ouml;sterreich gibt es echte Altersarmut. &ldquo;Sie ist aber bedeutend geringer als in Deutschland&rdquo;, wei&szlig; Samuel Beuttler-Bohn, Rentenexperte beim Sozialverband VdK. Denn in der Alpenrepublik gew&auml;hrt der Staat eine sogenannte Ausgleichszulage, wenn die Rentenanspr&uuml;che unterhalb eines bestimmten Niveaus liegen. Im Jahr 2016 betrug die Ausgleichszulage 883 Euro f&uuml;r Alleinstehende und 1.324 Euro f&uuml;r Ehepaare. (&hellip;)<br>\nHohe Altersbez&uuml;ge haben auch eine Kehrseite: Sie m&uuml;ssen finanziert werden. In &Ouml;sterreich liegt der Rentenbeitrag mit 22,8 Prozent deutlich h&ouml;her als in Deutschland, wo 18,6 Prozent zu zahlen sind. Dabei tragen allerdings die Unternehmen in &Ouml;sterreich mit 12,55 Prozent den gr&ouml;&szlig;eren Teil der Beitragslast, die Besch&auml;ftigten nur 10,25 Prozent. In Deutschland sollen die Arbeitnehmer noch zus&auml;tzlich mit vier Prozent ihres Einkommens privat vorsorgen. F&uuml;r diesen Zweck f&uuml;hrte die Bundesregierung im Jahr 2002 die Riester-Rente ein.<br>\n&Ouml;sterreicher bekommen nicht nur h&ouml;here Altersbez&uuml;ge, sie erhalten sie auch fr&uuml;her. W&auml;hrend hierzulande das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre steigt, liegt es in &Ouml;sterreich weiter bei 65 Jahren. F&uuml;r Frauen liegt die Altersgrenze sogar noch bei 60 Jahren, erst ab 2024 wird sie langsam auf 65 Jahre ansteigen.<br>\nMehr Geld in der Kasse hat &Ouml;sterreichs Rentenversicherung aber noch aus einem anderen Grund: Der Versichertenkreis ist deutlich gr&ouml;&szlig;er als in Deutschland. In einem lange dauernden Prozess wurden seit der Nachkriegszeit immer mehr Gruppen in die Versicherung einbezogen, auch Unternehmer, Freiberufler, Soloselbstst&auml;ndige und Honorarkr&auml;fte. Seit 2005 werden auch neue Beamte in die gesetzliche Rentenkasse integriert. (&hellip;)<br>\nInsgesamt liegt der Anteil der Rentenausgaben am Bruttoinlandsprodukt in &Ouml;sterreich laut OECD bei 13,1 Prozent. In Deutschland betr&auml;gt er nur 10,6 Prozent. Florian Blank hat beim Vergleich der beiden Rentensysteme eine eindeutige Meinung: &ldquo;Das &ouml;sterreichische System der Alterssicherung ist in der Gesamtschau dem deutschen deutlich &uuml;berlegen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/rentner-in-oesterreich-besser-als-in-deutschland-warum-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das &ouml;sterreichische Rentensystem ist dem deutschen &bdquo;deutlich &uuml;berlegen&ldquo;. Darauf weisen die NachDenkSeiten bereits seit einigen Jahren hin &ndash; drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37864\">Das Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz ist in Wahrheit ein Versicherungswirtschaftsst&auml;rkungsgesetz. Au&szlig;erdem nutzt es den Arbeitgebern. Und schadet den Versicherten.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33155\">Wie gef&auml;hrlich ist das &ouml;sterreichische Rentensystem? &ndash; Die Antwort eines &ouml;sterreichischen Fachmanns auf einen Lobby-Artikel der FAZ<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33063\">Lafontaine: Kein Renten-Wahlkampf! Wie man die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler f&uuml;r dumm verkauft.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Auch die ZDF-&ldquo;Anstalt&ldquo; hatte sich dem Rentenvergleich zwischen Deutschland und &Ouml;sterreich gewidmet: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4T-JtMd9VQE\">Rente &ndash; Die Anstalt vom 4. April 2017 | ZDF<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kohleausstieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesweite Proteste: Kohlekompromiss ist #keinKonsens<\/strong><br>\nTausende Menschen sind bereits dem Aufruf zur &ldquo;Aktionswoche f&uuml;r den sofortigen Kohleausstieg&rdquo; gefolgt und &auml;u&szlig;ern ihren Unmut &uuml;ber die unzureichenden Ergebnisse der Kohlekommission. Am vergangenen Wochenende gab es Aktionen in mehreren St&auml;dten Deutschlands, u.A. eine Blockade des Kohlekraftwerks in Karlsruhe. Dazu eine Pressesprecherin des Aktionsb&uuml;ndnis Ende Gel&auml;nde:<br>\n&bdquo;Indem wir die Schienen zum Kohlekraftwerk blockieren, nehmen wir den sofortigen Kohleausstieg selbst in die Hand. Wir meinen es ernst mit unserer Forderung nach Klimagerechtigkeit und einer guten Zukunft. Dazu passt der Bericht der Kohlekommission nicht. Junge Leute und Menschen, die am meisten unter den Folgen der Klimazerst&ouml;rung leiden, sind dort nicht geh&ouml;rt worden. Eine Politik der Klimagerechtigkeit muss aber alle miteinbeziehen. Wir nehmen uns hier heute unser Mitspracherecht, und das f&uuml;hlt sich toll an.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ende-gelaende.org\/de\/press-release\/pressemitteilung-vom-02-februar-2019-0825\/\">Ende Gel&auml;nde<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Tim Carlo:<\/strong> Die entstandene Bewegung f&uuml;r Klimagerechtigkeit gibt sich &ndash; anders als manche Umweltverb&auml;nde &ndash; nicht mit dieser Lachnummer von Industrie-Geschenk zufrieden. Dass sich bei den Klimastreiks nun auch Sch&uuml;ler*innen massenhaft beteiligen, macht Mut f&uuml;r die kommenden Auseinandersetzungen gegen Autoindustrie, industrielle Landwirtschaft, Kapitalismus&hellip; und f&uuml;r einen sozial-&ouml;kologischen Wandel.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>T&auml;uschen Industrieverb&auml;nde Kohlekommission und &Ouml;ffentlichkeit?<\/strong><br>\nBeim deutschen Kohleausstieg geht es auch um viel Geld. Diesbez&uuml;glich wird gepokert, mit Horrormeldungen und vielen Zahlen. Gro&szlig;en Einfluss beim Kohleausstieg hat auch die deutsche Industrie. Sagt sie die Wahrheit?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/t%C3%A4uschen-industrieverb%C3%A4nde-kohlekommission-und-%C3%B6ffentlichkeit-bdi-dihk-bda-lobbyismus-wirtschaft\/a-47233432\">Deutsche Welle<\/a><\/li>\n<li><strong>RWE treibt Tagebau voran<\/strong><br>\nDer Kohlekonzern macht in der Region um den Hambacher Forst Tempo.<br>\nWenn wir das, was hier im Moment passiert, jemandem als Kinodrehbuch anbieten w&uuml;rden &ndash; es w&uuml;rde mit Sicherheit abgelehnt, weil die Story viel zu &uuml;bertrieben ist.&ldquo; Marita Dresen aus dem rheinischen Kuckum ist fassungslos. Das Wissen, dass ihr Dorf zu den Orten z&auml;hlt, die dem n&auml;herr&uuml;ckenden Tagebau Garzweiler II geopfert werden sollen, pr&auml;gt den Alltag der 52-J&auml;hrigen seit Jahren. Doch w&auml;hrend die Kohlekommission in den vergangenen Monaten den Ausstieg aus der Braunkohle und m&ouml;glicherweise sogar eine Rettung der D&ouml;rfer vorbereitete, erh&ouml;hte der Tagebaubetreiber RWE den Druck in der Region &ndash; und viele Umsiedler f&uuml;hlen sich als Vertriebene.<br>\nAnfang September legte der Konzern die A61 zwischen den Autobahnkreuzen Wanlo und Jackerath still. Schon zw&ouml;lf Wochen sp&auml;ter war von der sechsspurigen, vor wenigen Jahren noch aufwendig sanierten Verkehrsader, nur noch eine Schotterpiste &uuml;brig. Nun graben sich auf der einen Seite die Schaufelradbagger in den rheinischen L&ouml;&szlig;, und senden damit eine deutliche Botschaft an die Bewohner der Dorfidylle von Keyenberg und Kuckum auf der anderen Stra&szlig;enseite: Es ist soweit.<br>\nP&uuml;nktlich zur Ver&ouml;ffentlichung des Abschlussberichts der Kohlekommission trauten die Bewohner der Ortschaften dann gleich mehrfach ihren Augen nicht: Auf einem noch nicht enteigneten Acker an der Autobahntrasse lie&szlig; der Konzern ohne Genehmigung des Eigent&uuml;mers Gr&auml;ben ziehen; w&auml;hrend die Devastierungsarbeiten bis jetzt an Wochenenden ruhten, wurden nun Samstags und Sonntags neue S&uuml;mpfungspumpen unmittelbar an privaten Grundst&uuml;cksgrenzen errichtet. Anfang der Woche schlie&szlig;lich Rodungsarbeiten am Rand des Keyenberger Waldes zur Vorbereitung einer Umgehungsstra&szlig;e, die nur dann gebraucht werden wird, wenn die D&ouml;rfer tats&auml;chlich weichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/hambacher-forst-rwe-tagebau-11651572.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sean McFate: &ldquo;The New Rules of War&rdquo; &ndash; Wenn jeder sich ein Heer buchen kann<\/strong><br>\nKriegf&uuml;hren hei&szlig;t Soldaten auf ein Schlachtfeld schicken. Heutzutage sind das immer h&auml;ufiger private S&ouml;ldner. Nana Brink spricht mit dem Politikwissenschaftler Sean McFate, der diese Entwicklung in seinem Buch untersucht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sean-mcfate-the-new-rules-of-war-wenn-jeder-sich-ein-heer.1270.de.html?dram:article_id=440031\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Andrey Hunko : EU muss Menschenrechtskonvention endlich beitreten<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention (EMRK) des Europarates und der dazugeh&ouml;rige Gerichtshof in Stra&szlig;burg (EGMR) sind ein weltweit einzigartiges System von supranationaler Verankerung von Menschenrechten. 830 Millionen Menschen, in 47 L&auml;nder von bis Wladiwostok bis Lissabon haben ein individuelles Klagerecht, falls sie in ihren Menschenrechten verletzt werden.<br>\nDieses System ist fragil. Der Europarat droht auseinanderzubrechen. St&auml;ndige Provokationen und Sanktionen gegen Russland haben dazu gef&uuml;hrt, dass sie mit dem Ausstieg drohen. Rechtspopulisten greifen die EMRK von allen Richtungen an. Und die Europ&auml;ische Union erkennt das Stra&szlig;burger Gericht immer noch nicht an!<br>\nIm Lissabon Vertrag hatte sich die EU verpflichtet der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention beizutreten. 10 Jahre danach ist das immer noch nicht passiert! Der EU-Gerichtshof in Luxemburg (EUGH) blockiert aus politischen Gr&uuml;nden den Beitritt. Das ist skandal&ouml;s. Die EU muss im 10. Jahrestag des Lissaboner Vertrages ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen und endlich beitreten. Das ist im Jahr der Wahl zum EU-Parlament ein Lackmusstest, wie ernst die EU es selbst mit den Menschenrechten meint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrej.hunko\/videos\/351382335590725\/?__xts__[0]=68.ARDyU11Skotuv6eoWOw-AMT_01mEIfMywkq5mXrk6X2X2YRlIQ-UKX4FX3VDo4p6uzi0lmkDOCKW4p8yiJR8g2mmEgSnUWDe07h7Y-ioNwSkneL7ncvRkFCGDH1mDpGcj5zGOHUuqkVFl27yX16TKknYyahLajPI6A37AJ0ACSieGFYX9vl7wXd3YmTS7fRqkaAzXZmTZ_fB95uCULWX2jobSCsyfIOO_NSsH1s4nl9GZSai4P1aDdVPVDh63MT9fAH_2NVbTnTaHYV4B8vva84lO79BN55TrJSkQ0qabPSXWiBns1SsINvpltxp7SjGBj0cjp7Eu8RsK8zO1aekm4IBG8i8TDfvswg6BE6wb7SafQgdyTDvJt_N5jjW4jI-Og&amp;__tn__=-R\">Andrej Hunko via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Es geht mal wieder ums Team<\/strong><br>\nBlo&szlig; nicht wieder &uuml;bers Personal diskutieren, warnt Au&szlig;enminister Maas die SPD. Zuvor hatte Altkanzler Schr&ouml;der gegen Parteichefin Nahles ausgeteilt &ndash; und sich ihren Vorg&auml;nger Gabriel zur&uuml;ckgew&uuml;nscht.<br>\nAu&szlig;enminister Heiko Maas hat die SPD vor neuen Personaldebatten gewarnt. Hintergrund sind Spekulationen &uuml;ber eine R&uuml;ckkehr des fr&uuml;heren Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel in die erste Riege der SPD. Die Diskussion hatte Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der ausgel&ouml;st.<br>\n&ldquo;Ich glaube, die Menschen haben weniger ein Interesse an Personaldebatten. Sie erwarten, dass wir vern&uuml;nftig regieren &ndash; zu Recht&rdquo;, sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auf die Frage, ob er der amtierenden Parteichefin Andrea Nahles zutraue, die SPD aus dem derzeitigen Umfragetief zu f&uuml;hren, antwortete Maas: &ldquo;Nat&uuml;rlich.&rdquo; (&hellip;)<br>\nSchr&ouml;der hatte zuvor im &ldquo;Spiegel&rdquo; daf&uuml;r geworben, angesichts der schweren Krise der SPD wieder st&auml;rker auf den fr&uuml;heren Parteichef Gabriel zu setzen. Er sei &ldquo;vielleicht der begabteste Politiker, den wir in der SPD haben&rdquo;, sagte der Altkanzler. Gabriel sei in der Partei &ldquo;ein paar Leuten zu fest auf die F&uuml;&szlig;e getreten&rdquo;. Aber die SPD k&ouml;nnte von seinen F&auml;higkeiten nach wie vor profitieren.<br>\n&Uuml;ber Nahles &auml;u&szlig;erte sich Schr&ouml;der kritisch. Er warf der amtierenden Parteivorsitzenden &ldquo;Amateurfehler&rdquo; vor. F&uuml;r eine Kanzlerkandidatur der SPD brauche es &ouml;konomische Kompetenz, so Schr&ouml;der. Auf die Frage, ob Nahles diese Kompetenz habe, sagte er: &ldquo;Ich glaube, das w&uuml;rde nicht mal sie selbst von sich behaupten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-gabriel-107.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L:<\/strong> Es war zu erwarten, dass Sigmar Gabriel wieder in der SPD-Spitze mitmischen will. Dazu hat er sich in letzter Zeit h&auml;ufig in Buchbeitr&auml;gen und Artikeln zu Wort gemeldet. Ob es klug ist, dass der neoliberale Pleitegeier Schr&ouml;der ihm den Weg dazu ebnen will, mu&szlig; sich erst erweisen. Anscheinend hat Schr&ouml;der in der SPD noch genug Einfluss, seine Partei weiter in den Abgrund zu bugsieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>44 Prozent der neuen Lehrer in Berlin sind Quereinsteiger<\/strong><br>\nDie Senatsverwaltung f&uuml;r Bildung musste auch zum zweiten Schulhalbjahr einen hohen Anteil Quereinsteiger einstellen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) pr&auml;sentierte am Donnerstag Zahlen der Personalr&auml;te, wonach unter den rund 960 neuen Lehrkr&auml;ften 44 Prozent Quereinsteiger sind. Der Mangel sei dadurch versch&auml;rft worden, dass nur rund die H&auml;lfte der rund 1000 urspr&uuml;nglichen Bewerber tats&auml;chlich ihr Referendariat angetreten h&auml;tten, berichtet die GEW. Sie fordert daher, Referendare besser zu bezahlen.<br>\nNach Angaben der Personalr&auml;te sind unter den 425 jetzt eingestellten Quereinsteigern rund 280, die ein Schulfach wie Mathematik studiert haben. Die anderen 145 Lehrkr&auml;fte geh&ouml;ren zur Gruppe der sogenannten Lehrer ohne volle Lehrbef&auml;higung: Sie haben nur ein verwandtes Fach studiert &ndash; beispielsweise Arch&auml;ologie statt Geschichte &ndash; oder ihren Abschluss im Ausland erworben. Bislang d&uuml;rfen diese Lehrkr&auml;fte kein berufsbegleitendes Referendariat besuchen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat allerdings angek&uuml;ndigt, die entsprechenden Regelungen zu lockern. (&hellip;)<br>\nDie Abwendung vom Referendariat habe in Berlin vielf&auml;ltige Ursachen, konstatierte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann. Dazu geh&ouml;rten die hohen Mieten und die fehlenden Kinderbetreuungspl&auml;tze. &bdquo;Vor allem aber hinken die Berliner Referendariatsgeh&auml;lter mit rund 1350 Euro im Vergleich zu den anderen Bundesl&auml;ndern hinterher&ldquo;, kritisiert Erdmann. Nur Rheinland-Pfalz und das Saarland zahlten noch weniger als Berlin. &bdquo;Bei allen finanziellen Ma&szlig;nahmen zur Gewinnung und Bindung von Lehrkr&auml;ften wurden die Referendare bisher vergessen&ldquo;, so der GEW-Chef. Damit der Ausbau der Studienplatzkapazit&auml;ten dem Lehrkr&auml;ftemangel tats&auml;chlich entgegenwirken k&ouml;nne, m&uuml;sse das Referendariat attraktiver werden. Die GEW fordert &bdquo;eine deutliche Erh&ouml;hung der Referendariatsbez&uuml;ge um 300 Euro monatlich&ldquo;.<br>\nAuch von den voll ausgebildeten Lehrkr&auml;ften mit abgeschlossenem Referendariat wandern nach GEW-Sch&auml;tzungen noch &uuml;ber 20 Prozent in andere Bundesl&auml;nder ab, da sie dort attraktivere Arbeitsbedingungen vorf&auml;nden. In der aktuellen Tarifrunde f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder habe Berlin die M&ouml;glichkeit, die Geh&auml;lter der angestellten Lehrkr&auml;fte auch im Vergleich zu den Beamten aufzubessern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/schule-44-prozent-der-neuen-lehrer-in-berlin-sind-quereinsteiger\/23934806.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&uuml;r alle, die meinen, privates Unternehmertum sei immer &uuml;berlegen: 2 Studien zu gewinnorientierten Colleges<\/strong><br>\nAm Beispiel von US-Colleges, die von privaten Beteiligungskapitalgebern (Private Equity) &uuml;bernommen wurden, zeigen gleich zwei Studien, welch schlimme Wirkungen privates Gewinnstreben haben kann, wenn das Falsche privatisiert wird &ndash; die unsichtbare Hand des Adam Smith hin oder her.<br>\nEin Zitat des klassischen &Ouml;konomen Adam Smith gilt als pr&auml;gnanteste Kurzfassung der Vorteile des privaten Unternehmertums:<br>\n&ldquo;Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers und B&auml;ckers erwarten wir das, was wir zum Essen brauchen, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen.&rdquo;<br>\nDas Gewinninteresse sorgt demnach via die unsichtbare Hand des Marktes daf&uuml;r, dass den Nachfragern attraktive Angebote gemacht werden. An Beispielen f&uuml;r das segensreiche Wirken dieses Mechanismus und Gegenbeispielen aus staatlichen Planwirtschaften fehlt es nicht. Dennoch gibt es M&auml;rkte und Branchen, bei denen Gewinninteresse der Anbieter und Kundeninteresse im Gegensatz stehen. Das haben gerade wieder zwei &ouml;konomische Studien aus den USA deutlich gemacht.<br>\nStudienobjekte waren jeweils die privaten, gewinnorientieren Colleges, die Anfang der 1990er-Jahre in den USA eingef&uuml;hrt wurden und 2011 mit einem Marktanteil von zehn Prozent den Gipfel ihrer Bedeutung erreichten. Danach verblasste ihr Glanz aufgrund vielf&auml;ltiger Vorw&uuml;rfe, es werde den Studenten f&uuml;r die Studiengeb&uuml;hren zu viel versprochen. Unter Pr&auml;sident Barack Obama wurde die Branche daher versch&auml;rft reguliert. Nach dem Amtsantritt von Donald Trump wird die Regulierung allerdings zur&uuml;ckgedreht, und die Branche expandiert wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1102-schulprivatisierung\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hunderttausende protestieren gegen Maduro<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/welt\/hunderttausende-protestieren-gegen-maduro\/ss-BBT5v8e?ocid=sf#image=9\">RP via MSN (9\/10)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.telesurtv.net\/multimedia\/fotos-venezuela-caracas-marcha-revolucion-bolivariana-20190202-0029.html\">Das gleiche Bild auf Telesur<\/a>\n<p><em><strong>Dazu schreibt uns unser Leser D.S.:<\/strong> Gestern auf msn entdeckt, ein Artikel von RP-online, frei nach dem Motto, was nicht passt wird passend gemacht. Aus einer Pro-Maduro-Demo wird eine Anti-Maduro-Demo.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So primitiv und frech zugleich wird manipuliert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Einfluss der US-Netzwerke auf Politik und Medien in Deutschland<\/strong><br>\nWenn man die Mitwirkung Deutschlands an den Kriegen der USA und ihrer NATO, die Aggressionspolitik gegen Russland, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten oder auch die verbotenen Waffenexporte in Krisenregionen (zum Beispiel nach Saudi-Arabien, das den Jemen in die Steinzeit zur&uuml;ckbombt) vor Augen hat, ist die permanente Berufung deutscher Politiker und ihrer Medien auf eine &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo; eine einzige Farce.<br>\nDer Herausgeber der nachdenkseiten.de, Albrecht M&uuml;ller, schrieb zu dem westlichen Anspruch, Recht und Moral immer auf seiner Seite zu haben: &bdquo;Wir, der Westen unter Beteiligung von Deutschland, f&uuml;hren Kriege im Nahen Osten und in Afrika und zerst&ouml;ren die Lebensgrundlagen vieler V&ouml;lker. Wir zetteln wie in Syrien B&uuml;rgerkriege an, um Regime Changes nach unserem Gusto zu erreichen. Und dann bedienen wir uns bei den gut ausgebildeten Menschen dieser V&ouml;lker, insbesondere auch bei der Jugend. Das ist infam, das ist unfassbar und ein Beleg daf&uuml;r, dass diese unsere Gemeinschaft jedenfalls keine Werte hat.&ldquo;(1)<br>\nVor allem die Willf&auml;hrigkeit der deutschen Regierung gegen&uuml;ber den Vorgaben aus den USA, wie sie sich gerade wieder in der konzertierten Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas zeigt, ist verh&auml;ngnisvoll und beweist eindrucksvoll, dass Deutschland nach wie vor unter Kuratel steht.(2) Bereits seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben das US-Au&szlig;enministerium, geheimdienstliche Organisationen sowie sonstige interessierte Kreise aus den USA die Welt und insbesondere den Frontstaat Deutschland mit ihren Think Tanks und &bdquo;Nichtregierungsorganisationen&ldquo; (NGO&lsquo;s) &uuml;berzogen.(3) Dazu geh&ouml;ren Atlantik-Br&uuml;cke, M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, European Council on Foreign Relations, Aspen Institute, Goldman Sachs Foundation, The American Interest, Atlantic Council, Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik, Rockefeller Foundation, Atlantische Initiative, insgesamt weit &uuml;ber hundert Organisationen. Mit diesen Netzwerken nehmen die USA Einfluss auf die Politik insbesondere in Deutschland. Das wird jedoch in den Medien, deren leitende Redakteure ebenso wie namhafte Politiker gern solchen Netzwerken angeh&ouml;ren, nicht thematisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/der-einfluss-der-us-netzwerke-auf-politik-und-medien-in-deutschland\/\">Wolfgang Bittner auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie man Fake-News erzeugt<\/strong><br>\n&hellip; und Propaganda-Journalismus betreibt, zeigt DER SPIEGEL diese Woche anschaulich. &raquo;Am Ende werden Millionen B&uuml;rger als Verlierer dastehen&laquo;, hei&szlig;t es in einem dreiseitigen Beitrag zur Grundsteuerreform. Diese, mit Fakten nicht zu belegende, ziemlich bl&ouml;dsinnige Behauptung ist die Arbeitsgrundlage der drei Autoren Alexander Jung, Christian Reiermann und Anne Seith.<br>\nVorab die Fakten: Die Grundsteuer spielt 14 Milliarden Euro in die Kassen der Kommunen. Das sind laut Spiegel &raquo;rund 200 &euro; pro Haushalt im Jahr&laquo;. Diese Gr&ouml;&szlig;enordnung soll, so der politische Beschluss, konstant bleiben und den B&uuml;rgern &uuml;ber die kommunalen Haushalte auch zuk&uuml;nftig zur Verf&uuml;gung stehen.<br>\nDie Autoren heben mehrfach hervor, dass es um 35 Millionen Grundst&uuml;cke geht, f&uuml;r die Grundsteuern erhoben werden. Sie verschweigen allerdings, dass es in Deutschland einige &bdquo;Gro&szlig;grundbesitzer&ldquo; gibt und nur ein relativ kleiner Bev&ouml;lkerungsanteil &uuml;berhaupt Grundeigent&uuml;mer ist. Sie lassen auch unerw&auml;hnt, dass die Grundsteuer in vielen F&auml;llen nicht von den Grundbesitzern beglichen wird, sondern von deren Mietern. Ein Umstand, auf den Dr. Franz-Georg Rips, Pr&auml;sident des Deutschen Mieterbunds, immer wieder hinweist. Und sie vers&auml;umen in ihrem umfangreichen Beitrag darzustellen, in welchem Verh&auml;ltnis die Grundsteuer zur Wertentwicklung vieler Grundst&uuml;cke steht.<br>\nAnhand von Modellrechnungen zeigen die Autoren, dass Mieter und Eigent&uuml;mer von hochwertigen Eigentumswohnungen in Citylagen nach einem wertabh&auml;ngigen Grundsteuermodell deutlich h&ouml;her belastet werden als bisher. Das richtet sich eindeutig an die Leserschaft des SPIEGEL und an die politisch wie gesellschaftlich aktiven F&uuml;hrungskr&auml;fte, denen diese Wohnlagen geh&ouml;ren. Sie weisen darauf hin, dass die Grundst&uuml;ckswerte, die Berechnungsgrundlage f&uuml;r die Grundsteuer, seit 1964 nicht mehr aktualisiert wurden. Faktisch ist die Grundsteuerbelastung in diesen Quartieren seit Jahrzehnten deutlich unter der vom Gesetzgeber einstmals vorgesehenen Gr&ouml;&szlig;enordnung. Dass diese Einspaarungen der gut situierten B&uuml;rger, durch die Beitr&auml;ge aller &uuml;brigen kommunalen Steuerzahler ausgeglichen werden m&uuml;ssen, bleibt unerw&auml;hnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.inwo.de\/medienkommentare\/wie-man-fake-news-erzeugt\/\">INWO<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-48985","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=48985"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48987,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/48985\/revisions\/48987"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=48985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=48985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=48985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}