{"id":49043,"date":"2019-02-05T09:54:32","date_gmt":"2019-02-05T08:54:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49043"},"modified":"2019-09-10T14:55:06","modified_gmt":"2019-09-10T12:55:06","slug":"juniorpartner-der-usa-im-handelskrieg-gegen-huawei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49043","title":{"rendered":"Juniorpartner der USA im Handelskrieg gegen Huawei"},"content":{"rendered":"<p>Die gro&szlig;en deutschen Mobilfunkunternehmen <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/aufbau-5g-mobilfunknetz-telekom-und-telefnica-bereiten-sich-darauf-vor-huawei-aus-ihren-kernnetzen-zu-verbannen\/23932526.html\">bereiten sich<\/a> bei ihren Planungen f&uuml;r den neuen Mobilfunkstandard 5G bereits auf einen teilweisen Boykott des chinesischen Ausr&uuml;sters Huawei vor. Offenbar hat die Bundesregierung dem Druck der USA nicht standgehalten. Begr&uuml;ndet wird dies mit &bdquo;Sicherheitsbedenken&ldquo;. Das ist interessant, da es bislang keinen Beleg daf&uuml;r gibt, dass chinesische Dienste Technik von Huawei kompromittiert h&auml;tten. Ganz anders als die amerikanischen Konkurrenten, die bereits mehrfach durch NSA-Hintert&uuml;ren aufgefallen sind. Einen Lichtblick stellt da das Gegenangebot der deutschen Mobilfunknetzbetreiber dar. Doch leider ist es unwahrscheinlich, dass die Bundesregierung die Interessen ihrer B&uuml;rger und Unternehmen &uuml;ber die Interessen der USA stellt. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6905\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-49043-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190205_Juniorpartner_der_USA_im_Handelskrieg_gegen_Huawei_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190205_Juniorpartner_der_USA_im_Handelskrieg_gegen_Huawei_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190205_Juniorpartner_der_USA_im_Handelskrieg_gegen_Huawei_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190205_Juniorpartner_der_USA_im_Handelskrieg_gegen_Huawei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=49043-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190205_Juniorpartner_der_USA_im_Handelskrieg_gegen_Huawei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190205_Juniorpartner_der_USA_im_Handelskrieg_gegen_Huawei_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Seit der chinesische Technikriese Huawei auf dem internationalen Markt t&auml;tig ist, wird er von den USA und den L&auml;ndern, die zusammen mit den Amerikanern das Geheimdienst-Netzwerk der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17827\">&bdquo;Five Eyes&ldquo;<\/a> bilden, mit aller Macht bek&auml;mpft. Zun&auml;chst hinderte man das chinesische Unternehmen daran, westliche Firmen zu &uuml;bernehmen (z.B. <a href=\"https:\/\/www.newsweek.com\/huawei-way-108201\">Marconi (GB)<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.washingtontimes.com\/news\/2008\/feb\/02\/congress-to-probe-3com-huawei-deal\/\">3Com (USA)<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/business-12575237\">3Leaf (USA)<\/a>) und schloss dann Huawei und den chinesischen Mitbewerber ZTE sogar generell bei Ausschreibungen aus &ndash; z.B. <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2010\/10\/26\/technology\/26telecom.html\">Sprint (2012\/USA)<\/a> oder <a href=\"https:\/\/blogs.wsj.com\/dealjournalaustralia\/2012\/03\/26\/canberra-talks-integrity-after-reportedly-banning-huawei-from-nbn\/\">NBN (2012\/Australien)<\/a>. Nachdem in den letzten Jahren ein wenig Ruhe in den Handelskrieg gegen Huawei einkehrte, entfachte Donald Trump den Konflikt mit seiner zur Au&szlig;enhandelsdoktrin erhobenen &bdquo;America-First-Strategie&ldquo; neu und erkl&auml;rte China den Handelskrieg.<\/p><p>Seitdem ist Huawei in den USA, <a href=\"https:\/\/asia.nikkei.com\/Business\/Companies\/Japan-s-4-carriers-to-shun-Chinese-5G-tech\">Japan<\/a>, <a href=\"https:\/\/asia.nikkei.com\/Politics\/Taiwan-preps-China-blacklist-banning-Huawei-and-ZTE\">Taiwan<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.smh.com.au\/business\/companies\/optus-concedes-5g-service-without-best-technology-after-huawei-ban-20190131-p50us4.html\">Australien<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/11\/28\/business\/huawei-new-zealand-papua-new-guinea.html\">Neuseeland<\/a> beim Aufbau des 5G-Netzes <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/technology-46370014\">offiziell ausgeschlossen<\/a>. Kanada und Gro&szlig;britannien pr&uuml;fen ebenfalls einen Ausschluss &ndash; der britische Telekommunikationsgigant British Telecom hat seinerseits <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/tech\/gear\/article\/2176573\/british-telecoms-giant-bt-group-strip-huawei-core-networks-limit-5g-access\">bereits erkl&auml;rt<\/a>, Huawei freiwillig bei den kommenden 5G-Ausschreibungen auszuschlie&szlig;en. Seit letzter Woche hat die US-Regierung offenbar hinter den Kulissen noch einmal <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2019\/01\/27\/trump-reportedly-pushes-allies-to-bar-chinas-huawei-in-race-for-5g.html\">den Ton versch&auml;rft<\/a> und &uuml;bt nun <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2019\/01\/30\/learning\/learning-with-in-5g-race-with-china-us-pushes-allies-to-fight-huawei.html\">Medienberichten zufolge<\/a> massiven Druck vor allem auf Deutschland, Polen und Gro&szlig;britannien aus. Deutschland scheint dabei &ndash; wie gewohnt &ndash; als erstes einzuknicken und stellte bereits vor zwei Wochen Huawei &ouml;ffentlich &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/digital\/sicherheit\/id_85102326\/bundesregierung-stellt-huawei-als-5g-ausruester-infrage.html\">als 5G-Ausr&uuml;ster in Frage<\/a>&ldquo;, st&ouml;&szlig;t dabei jedoch bis dato bei den Mobilfunknetzbetreibern auf Widerstand, die Huawei als zuverl&auml;ssigen und preiswerten Ausr&uuml;ster sch&auml;tzen.<\/p><p>Um was geht es eigentlich bei diesem Handelskrieg? Offiziell ist beim Vorgehen gegen Huawei und den zweiten chinesischen Anbieter ZTE immer wieder von &bdquo;Sicherheitsproblemen&ldquo; die Rede. Es handele sich schlie&szlig;lich um ein chinesisches Unternehmen und China sei ja bekannt daf&uuml;r, auch mittels IT-Technik Spionage und Industriespionage zu betreiben. Ein Einfallstor f&uuml;r fremde Dienste mitten im technischen R&uuml;ckgrat der Zukunftstechnologie Nummer Eins in der Kommunikationstechnik w&auml;re freilich ein gro&szlig;es Problem. Und dass China &ndash; so wie jede gr&ouml;&szlig;ere Nation &ndash; aktiv Spionage betreibt und chinesische Unternehmen Industriespionage betreiben, ist bekannt. <strong>F&uuml;r die stets behauptete Kompromittierung der Produkte von Huawei durch chinesische Dienste gibt es jedoch keinen Beleg<\/strong>. Im Gegenteil. Bereits 2012 hatte Huawei den australischen Beh&ouml;rden gegen&uuml;ber angeboten, den &ndash; eigentlich streng geheimen &ndash; Quellcode, der in den Huawei-Produkten genutzten Firm- und Software <a href=\"https:\/\/www.esecurityplanet.com\/network-security\/huawei-offers-access-to-source-code.html\">offenzulegen<\/a>. Dieses Angebot wiederholte Huawei immer wieder &ndash; auch aktuell steht ein <a href=\"https:\/\/www.inside-channels.ch\/articles\/53415\">Angebot an das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) im Raum<\/a>. <\/p><p>Deutsche Beh&ouml;rden k&ouml;nnten sich an dieser Stelle auch ganz einfach an heimische Forschungseinrichtungen wenden. Huawei hat zwar seinen Sitz in China, ist aber in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Deutschland sehr aktiv. So wurde beispielsweise die 5G-Technik, die nun im Mittelpunkt des Handelskrieges steht, von Huawei zusammen mit der TU M&uuml;nchen in einem Testprojekt <a href=\"https:\/\/www.computerwoche.de\/a\/huawei-baut-5g-testumgebung-in-muenchen,3094693\">erprobt<\/a>, das von der Bayerischen Staatsregierung und der Stadt M&uuml;nchen mitfinanziert wurde. Huawei forscht in Sachen 5G auch <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/deutschland-huawei-und-fraunhofer-arbeiten-zusammen-an-industrie-4-0-1503-112987.html\">zusammen mit dem Fraunhofer Institut<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.ict.rwth-aachen.de\/cms\/ICT\/Der-Profilbereich\/Aktuelle-Meldungen\/~lbrj\/Huawei-RWTH-Workshop\/\">RWTH Aachen<\/a>, der <a href=\"https:\/\/www.hu-berlin.de\/de\/wirtschaft\/newsletter-wtt\/archiv\/wtt-nl-07_2016\/Huawei\">Humboldt-Universit&auml;t Berlin<\/a> und 240 weiteren Forschungs- und Kooperationsprojekten mit europ&auml;ischen Universit&auml;ten, Instituten und Unternehmen. Huawei besch&auml;ftigt in der EU rund 10.000 Mitarbeiter, wobei jeder vierte von ihnen einen hochqualifizierten Job im Bereich Forschung und Entwicklung hat. Das Unternehmen ist also keinesfalls ein &bdquo;schwarzes intransparentes Loch&ldquo;, wie es vor allem die US-Propaganda gerne suggeriert. <\/p><p>Wie sieht es eigentlich bei der Konkurrenz von Huawei in Sachen Transparenz und Sicherheit aus? Im Netzwerkbereich sind die gro&szlig;en Konkurrenten von Huawei in der Tat sp&auml;testens seit den Snowden-Enth&uuml;llungen vor allem f&uuml;r ihre &bdquo;Sicherheitsprobleme&ldquo; im Zusammenhang mit den US-Geheimdiensten bekannt. Branchen-Primus Juniper Networks hatte beispielsweise jahrelang einen &bdquo;Zufallsgenerator&ldquo; in seiner Betriebssoftware, dessen zuf&auml;llige Zahlen nicht wirklich zuf&auml;llig waren und von der NSA vergleichsweise einfach <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/security\/meldung\/Schnueffelcode-in-Juniper-Netzgeraeten-Weitere-Erkenntnisse-und-Spekulationen-3051260.html\">erraten werden konnten<\/a>  &ndash; dadurch konnte die NSA beispielsweise &bdquo;verschl&uuml;sselte&ldquo; Kommunikation &uuml;ber VPN-Netzwerke mitlesen, die vor allem in sicherheitsrelevanten Bereichen in der Unternehmenskommunikation Standard sind. Nicht der Hersteller oder eine Beh&ouml;rde haben diese Hintert&uuml;r entdeckt, die offenbar seit 2008 offenstand und von Juniper-Entwicklern <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/security\/artikel\/Die-Geschichte-von-Junipers-enteigneter-Hintertuer-3794610.html\">eingebaut wurde<\/a>, sondern Hacker und erst Snowdens Enth&uuml;llungen konnten den Druck auf Juniper Networks aufbauen, diese Hintert&uuml;r langsam und allm&auml;hlich zu schlie&szlig;en. Ob und welche Hintert&uuml;ren die NSA in die aktuellen Produkte des Unternehmens aus Sunnyvale\/Kalifornien eingebaut hat, ist unbekannt. Es ist aber unwahrscheinlich, dass zur Zeit keine derartigen Hintert&uuml;ren der NSA implementiert sind.<\/p><p>Das gilt auch f&uuml;r Cisco Systems aus San Jos&eacute;\/Kalifornien. Hier schafften es <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/shadow-brokers-cisco-und-fortinet-bestaetigen-sicherheitsluecken-a-1108277.html\">erst die Hacker von &bdquo;Shadow Broker&ldquo;<\/a>, eine jahrelang existente Hintert&uuml;r der NSA offenzulegen. Mittlerweile gilt der Marktf&uuml;hrer aus den USA als derart unsicher, dass sicherheitssensitive deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen, <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/it\/nicht-sicher-genug-forschungszentrum-dlr-wirft-cisco-router-raus\/20395700.html\">wie das Deutsche Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt<\/a>, Cisco-Produkte ausmustern und gegen heimische Alternativen ersetzen. Das mag auf Firmenebene auch m&ouml;glich sein &ndash; wenn man bedenkt, dass alleine Cisco auf dem Switching- und Routermarkt einen Weltmarktanteil <a href=\"https:\/\/www.itreseller.ch\/Artikel\/85828\/Switches_und_Router_Cisco_mit_51_Prozent_Marktanteil.html\">von mehr als 50% hat<\/a>, ahnt man bereits, wie schwer ein gro&szlig;fl&auml;chiger Ersatz sein d&uuml;rfte. In Spezialbereichen sind Alternativen ohnehin Mangelware. <strong>Leider muss man daher feststellen, dass ein Gro&szlig;teil des technischen R&uuml;ckgrats des Internet und der gro&szlig;en Firmennetzwerke aus Technik besteht, auf die US-Dienste wie die NSA wahrscheinlich &uuml;ber Hintert&uuml;ren und Zweitschl&uuml;ssel weitreichenden Zugriff haben.<\/strong> Das mag die Bundesregierung in ihrer ber&uuml;chtigten Nibelungentreue zu den USA ja unproblematisch finden &ndash; deutsche Firmen und Forschungseinrichtungen und nicht zuletzt die deutschen B&uuml;rger sehen das hingegen ein wenig anders.<\/p><p>Also lieber die chinesische Technik, von der man nicht wei&szlig;, ob und wie viel sie ausspioniert, als die US-Technik, von der man sehr sicher annehmen muss, dass sie aktiv von der NSA kompromittiert ist? <strong>Nein, es muss einen dritten Weg geben.<\/strong> Und diesen dritten Weg <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Huawei-Debatte-Telekom-schlaegt-unabhaengige-Ueberpruefung-vor-4295699.html\">schl&auml;gt in der aktuellen Debatte die Deutsche Telekom vor<\/a>, die von einem Huawei-Boykott besonders hart betroffen w&auml;re. Die Telekom schl&auml;gt &ndash; offenbar in Absprache mit den Konkurrenten Vodafone und Telefonica &ndash; vor, die in den gro&szlig;en deutschen Netzwerken zugelassene Technik generell einer Zertifizierung durch unabh&auml;ngige Pr&uuml;flabors wie das BSI zu unterwerfen und die Hersteller dabei sogar zu zwingen, den Quellcode ihrer Software offenzulegen. Offene Quellcodes (Open Source) sind keinesfalls ungew&ouml;hnlich und werden &ndash; z.B. beim Betriebssystem Linux &ndash; mit gro&szlig;em Erfolg eingesetzt. Ein Gro&szlig;teil der genutzten Software, die auf Servern l&auml;uft, ist ohnehin quelloffen &ndash; das gilt jedoch nicht f&uuml;r die Firmware der in den Servern genutzten Hardwarekomponenten und die Software, die auf den externen Komponenten wie Switches und Router l&auml;uft.<\/p><p><strong>W&uuml;rde Deutschland diesen Vorschlag umsetzen und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Propriet%C3%A4re_Software\">propriet&auml;re Software<\/a> &ndash; also Software mit Code, der nicht &ouml;ffentlich zug&auml;nglich ist &ndash; in der Netzwerktechnik, die das R&uuml;ckgrat des kommenden 5G-Netzes bildet, verbieten, w&auml;re dies ein riesiger Schritt in Sachen Transparenz und Sicherheit.<\/strong> Huawei hat &ndash; als einer der wenigen Hersteller in dieser Branche &ndash; ja bereits von sich aus angeboten, seine Quellcodes offenzulegen. Ob Cisco, Juniper, HP und ihre europ&auml;ischen Mitbewerber Nokia und Ericson diesem Beispiel folgen w&uuml;rden, ist indes offen. Gar keinen Gefallen an diesem Vorschlag d&uuml;rften die NSA, das britische GCHQ und vielleicht ja auch die chinesischen Dienste haben. Daher kann es auch nicht &uuml;berraschen, dass das Bundeswirtschaftsministerium den Vorschlag von Telekom und Co. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Huawei-Debatte-Telekom-schlaegt-unabhaengige-Ueberpruefung-vor-4295699.html\">&bdquo;noch nicht &bdquo;kommentieren will&ldquo;<\/a> &ndash; hinter den Kulissen werden die USA momentan m&auml;chtig Druck machen. Leider ist es unwahrscheinlich, dass die Bundesregierung die Interessen ihrer B&uuml;rger und die Interessen der deutschen Wirtschaft im Konfliktfall &uuml;ber die Interessen der USA stellt. Wahrscheinlicher ist es da, dass man der Order des gro&szlig;en Bruders einmal mehr folgt und den chinesischen Ausr&uuml;ster bei den Ausschreibungen f&uuml;r das 5G-Netz ausschlie&szlig;t; auf dass uns die NSA auch weiterhin bespitzeln kann. <\/p><p>Titelbild: Ink Drop\/shutterstock.com<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/e733e3e7f3be464883f971bce85c277f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gro&szlig;en deutschen Mobilfunkunternehmen <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/aufbau-5g-mobilfunknetz-telekom-und-telefnica-bereiten-sich-darauf-vor-huawei-aus-ihren-kernnetzen-zu-verbannen\/23932526.html\">bereiten sich<\/a> bei ihren Planungen f&uuml;r den neuen Mobilfunkstandard 5G bereits auf einen teilweisen Boykott des chinesischen Ausr&uuml;sters Huawei vor. Offenbar hat die Bundesregierung dem Druck der USA nicht standgehalten. 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