{"id":49084,"date":"2019-02-06T10:36:32","date_gmt":"2019-02-06T09:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49084"},"modified":"2022-04-01T11:58:08","modified_gmt":"2022-04-01T09:58:08","slug":"demontage-des-sozialstaates-umverteilung-und-selbst-gelegte-eier-einblicke-in-und-ausblicke-fuer-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49084","title":{"rendered":"Demontage des Sozialstaates, Umverteilung und selbst gelegte Eier &#8211; Einblicke in und Ausblicke f\u00fcr \u00d6sterreich."},"content":{"rendered":"<p>Im Eiltempo schreitet unter der t&uuml;rkis-blauen Regierung der Umbau der Alpenrepublik voran. Mit schrillen rechtsnationalen T&ouml;nen werden nicht nur Minderheiten zusehends ausgegrenzt, auch die sozialpolitischen und &ouml;konomischen Entscheidungen drohen die Gesellschaft zu zerrei&szlig;en. W&auml;hrend massive Leistungsk&uuml;rzungen auf wirtschaftlich schwache Transferempf&auml;nger zielen, soll die angedachte Steuerreform Unternehmer und Kapitaleigner &bdquo;entlasten&ldquo;. <strong>Norbert Wiersbin<\/strong> sprach f&uuml;r die NachDenkSeiten mit dem Wiener National&ouml;konomen <strong>Otmar Pregetter<\/strong>[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49084#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] &uuml;ber die aktuellen Entwicklungen.<br>\n<!--more--><br>\n<em>Im ersten Teil des Interviews geht es um die Demontage des Sozialstaates, die Verwerfungen am Arbeitsmarkt, die geplante Steuerreform und den Ruf nach einer schlagkr&auml;ftigen Opposition. In den folgenden zwei Teilen unterzieht Otmar Pregetter das Finanzsystem einer kritischen Analyse, um abschlie&szlig;end auf die m&ouml;gliche Klammer einzugehen, die Neoliberale und die neue Rechte zusammenh&auml;lt. Einblicke in und Ausblicke f&uuml;r &Ouml;sterreich.<\/em><\/p><p><em><strong>Demontage des Sozialstaates<\/strong><\/em><\/p><p><strong>Innerhalb eines Jahres hat die aktuelle Regierung bereits schwere Verw&uuml;stungen im Sozialstaat angerichtet. Als Stichworte nenne ich: Angriff auf die Arbeiterkammern, Umstrukturierung der Krankenkassen, Familienbonus, Notstandshilfe, Mindestsicherung. Welche sozialen und auch volkswirtschaftlichen Folgen erwartest Du als kritischer &Ouml;konom, wo soll &ndash; besser: wo wird das alles enden?<\/strong><\/p><p>Das was &Ouml;sterreich derzeit erlebt, ist die Adaptierung von Schr&ouml;ders Hartz IV. Das bedeutet: Schaffung eines gro&szlig;en Niedriglohnsektors, der in Deutschland inzwischen bei ungef&auml;hr 27% liegt, in &Ouml;sterreich nach den letzten Zahlen der Statistik Austria bei ca. 15% (Ende 2017). Tendenz stark steigend. Es geht um die Etablierung von Lohndumping als wirtschaftspolitische Maxime. Dazu muss man wissen, dass es bereits zwischen 1998 und 2015 sp&uuml;rbare Reallohnverluste in &Ouml;sterreich gab. Mit einer gleichzeitigen massiven Abwehr von Verm&ouml;genssteuern &ndash; die in diesen Tagen ja sogar die neue Vorsitzende der SP&Ouml;, Pamela Rendi-Wagner, selbst in einer Phase der Hochkonjunktur stark in Zweifel zieht. Das ist nichts anderes als das, was Schr&ouml;der seit 1998 in Deutschland gemacht hat. Mit einer zunehmenden Prekarisierung der Arbeit werden die Mindestsicherungsbezieher und Arbeitslosen als &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo;, &bdquo;Faulenzer&ldquo;, &bdquo;Langschl&auml;fer&ldquo; usw. diffamiert.<br>\nDas politische Ziel liegt dabei darin, genau diese Zielgruppe als Feindbild f&uuml;r die untere Mittelschicht bis hinein in die obere Mittelschicht aufzubauen, was mit dem Slogan: &bdquo;nur wer was leistet, soll auch mehr Netto vom Brutto haben&ldquo; massenmedial kommuniziert wird. Die politische Kunst besteht in einer Spaltung der Gesellschaft, wobei das Credo lautet: Alle gegen &bdquo;die da unten&ldquo;.<\/p><p>&Ouml;konomisch betrachtet muss man festhalten, dass &Ouml;sterreich im Gegensatz zu Deutschland keinen Handelsbilanz&uuml;berschuss von ca. 9 % des BIP hat, sondern seit Jahrzehnten ein Handelsbilanzdefizit einf&auml;hrt. Deutschland hat durch das Lohndumping einen Preisvorteil gegen&uuml;ber den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern von ca. 15 %, &Ouml;sterreich hingegen zwischen 3 und 5 %. Das hei&szlig;t, dass &Ouml;sterreich ungleich mehr von einer starken Binnenkonjunktur abh&auml;ngt als Deutschland.<br>\n&Ouml;sterreich h&auml;ngt im Export zu ca. 37% von deutschen Auftr&auml;gen ab und wenn in Deutschland die Konjunktur abrei&szlig;t &ndash; was zu erwarten ist &ndash; dann wirkt sich das zeitverz&ouml;gert (9-12 Monate) auf &Ouml;sterreich aus. Trotz alledem ist eine Debatte um einen Mindestlohn nicht in Sicht. Das alles sind keine rosigen Aussichten f&uuml;r die Volkswirtschaft.<\/p><p><em><strong>Steuerreform<\/strong><\/em><\/p><p><strong>Konsequent ins Bild der Umverteilung von unten nach oben passt ja nun auch die geplante Steuerreform. Kanzler Kurz hatte noch im Wahlkampf versprochen, Arbeitnehmer und Unternehmen um die stattliche Summe von 14,5 Milliarden Euro zu entlasten. Nun rechnen nach Vorlage der ersten Regierungsentw&uuml;rfe Kritiker nach und ermitteln gerade einmal 6 Milliarden an Entlastung. Wie sch&auml;tzt Du das Regierungsvorhaben ein, kann das hilfreich f&uuml;r die &ouml;sterreichische Volkswirtschaft sein?<\/strong><\/p><p>Danke f&uuml;r den aufgelegten Elfmeter: Kein Mensch redet mehr &uuml;ber das Wahlversprechen von 12 bis 14,5 Milliarden Einsparung. Die Medien schweigen sich zu Tode und das Kurzzeitged&auml;chtnis der W&auml;hler verk&uuml;rzt sich immer weiter &ndash; insbesondere bei den Kurz-Denkern.<br>\nDie jetzt diskutierten ca. 6 Milliarden sollen sich (Konkretes liegt noch nicht vor) in 50% f&uuml;r Arbeitnehmer und 50% f&uuml;r die Unternehmer aufteilen. Dies klingt so &bdquo;gerecht&ldquo;, ist es aber nicht, weil die einen 50 Prozent auf ca. 4,4 Mio. unselbst&auml;ndige Erwerbst&auml;tige &ndash; die anderen aber nur auf ungef&auml;hr 330.000 Unternehmen aufgeteilt werden. Die Unternehmer sind also um das 10-fache besser dran!<br>\nDie Regierung plant die K&ouml;rperschaftssteuer von 25 auf 20% zu senken, was ca. 2 Milliarden ausmacht (in Deutschland betr&auml;gt diese inkl. der Gewerbesteuer fast 30% der Gewinne). Weitere 500 Millionen betr&auml;gt die Einsparung bei der AUVA (Allgemeine Unfallversicherung). Diesen Teil tragen dann die Arbeitnehmer, z.B. indem sie sich privat versichern lassen m&uuml;ssen. Das ist klassische Umverteilung.<br>\nAuch der seit Monaten so &bdquo;hochgejubelte&ldquo; Familienbonus, der ca. 1,5 Milliarden ausmachen soll, ist pure Umverteilung von Arm zu Reich: Bei einem Einkommen von 1200 Brutto\/m. bekommt eine Familie mit drei Kindern pro Jahr 258 &euro; pro Kind, macht f&uuml;r drei Kinder 774 &euro;. Bei einem Einkommen von 3000 brutto\/m betr&auml;gt der Bonus 1500&euro; pro Kind, also f&uuml;r drei Kinder 4500&euro;. Fazit: Eine Familie, die ca. nur ein Drittel einer besser verdienenden Familie an Arbeitseinkommen erzielt, erh&auml;lt nur ein Sechstel des Bonus der h&ouml;her verdienenden Familien. Das als &bdquo;sozial gerecht&ldquo; den Menschen zu verklickern, ist ungef&auml;hr so, wie wenn ein notorischer Hendldieb auf frischer Tat ertappt wird und der allen Ernstes einem Polizisten erkl&auml;rt, dass er das geklaute Hendl gerade gekauft habe. <\/p><p>Vollmundig verk&uuml;ndigt die Regierung, keine neuen Steuern einzuf&uuml;hren &ndash; fast gleichzeitig wird aber laut &uuml;ber eine neue Digitalsteuer &ouml;ffentlich nachgedacht.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Schm&auml;h jedoch liegt in der billigen Propaganda, man h&ouml;re nun nach Jahrzehnten des Schuldenmachens damit auf. Im selben Atemzug ver&ouml;ffentlicht die Statistik Austria, dass das Defizit 2018 bei 1,1 Mrd. liegt &ndash; und das bei h&ouml;heren Steuereinnahmen von 3,5 Milliarden Euro! Der Begriff &bdquo;Defizit&ldquo; scheint im Sprachsatz der Regierung nicht vorzukommen, man richtet sich seine kleine Welt, so wie sie einem gef&auml;llt.<\/p><p><em><strong>Ausblick<\/strong><\/em><\/p><p><strong>In den sozialen Medien mehren sich die Stimmen, die davon ausgehen, dass Kurz in der zweiten Jahresh&auml;lfte 2019 Neuwahlen anstreben wird. Begr&uuml;ndet wird diese Spekulation damit, dass er darin die einzige Chance sehen d&uuml;rfte, seine Amtszeit &uuml;ber 2022 hinaus zu verl&auml;ngern. Schlie&szlig;lich w&uuml;rde f&uuml;r viele &Ouml;sterreicher erst mit der Arbeitnehmerveranlagung anfangs 2020 deutlich, wohin die Reise mit T&uuml;rkis-Blau f&uuml;r sie geht: In den sozialen Abstieg, verbunden mit erheblichen Einkommensverlusten und gek&uuml;rzten staatlichen Transferleistungen. Noch reitet Kurz ja &ndash; wenn wir den Umfragewerten Glauben schenken wollen &ndash; auf einer Sympathiewelle durch das Wahlvolk.<\/strong><\/p><p>Die Spekulationen zu Neuwahlen diesen Herbst k&ouml;nnten sich aus einigen Gr&uuml;nden als real erweisen. Die da w&auml;ren: Beim n&auml;chsten gro&szlig;en antidemokratischen Sager von Innenminister Herbert Kickl k&ouml;nnte er nicht mehr tragbar sein. Da alle demokratischen Gruppen (wie z.B. die Caritas, die Richtervereinigung, die Rechtsanwaltskammer, der Verfassungsgerichtshof bis hin zum Bundespr&auml;sidenten) sich inzwischen dagegen auflehnen. Das hei&szlig;t, das Hirn der FP&Ouml; w&uuml;rde Vizekanzler Strache herausgeschossen werden. Und das d&uuml;rfte die FP&Ouml; nicht &uuml;berleben und die &Ouml;VP als Anlass nehmen, Neuwahlen zu provozieren. Hinzu kommt, dass Kurz bis Herbst 2019 sicher noch auf einer Zustimmungswelle reitet und die Opposition bis jetzt kein Anzeichen gibt, massiv dagegenhalten zu k&ouml;nnen. <\/p><p><strong>Wie steht es denn um die Opposition, gibt es aktuell &uuml;berhaupt ernstzunehmende politische Kr&auml;fte, die diese ganzen Entwicklungen aufhalten k&ouml;nnten? Was muss auf dieser Seite jetzt passieren?<\/strong><\/p><p>V&ouml;llig d&rsquo;accord, die Opposition ist praktisch nicht existent. Zwar wurde mittlerweile der 6. Misstrauensantrag gegen Kickl eingebracht, aber von einer substantiell angriffigen Oppositionspolitik ist die SP&Ouml; ebenso weit entfernt wie die ehemalige Liste Pilz (der neue Name ist JETZT) als auch die NEOS (ein Anh&auml;ngsel des Industriellen Haselsteiner). <\/p><p>Die einzige Opposition &ndash; wenn man den Namen ernst nimmt &ndash; ist die Wiener SP&Ouml;. Sie hat mit Peter Hacker (amtsf&uuml;hrender Stadtrat und u.a. zust&auml;ndig f&uuml;r die Mindestsicherung und soziale Belange) einen &auml;u&szlig;erst kompetenten Vork&auml;mpfer f&uuml;r den sozialen Zusammenhalt in ihren Reihen. Er f&auml;hrt eine geschliffene soziale Kante der Argumentation und kann locker jedem Kontrahenten von Kurz abw&auml;rts Parole bieten. Der Mann kann auch Kanzler: JA !<\/p><p><strong>Derzeit scheint ja nur die Zivilgesellschaft die Opposition zu vertreten. Gibt es Tendenzen der Vereinigung, &auml;hnlich der Gelbwesten in Frankreich? Welche Macht hat der Druck der Stra&szlig;e?<\/strong><\/p><p>Welche Macht der Druck der Stra&szlig;e hat, das sieht man in Frankreich bei den Gelbwesten. In nur acht Wochen haben sie den Pr&auml;sidenten Macron , der ja nur die Milliard&auml;re vertritt, in die Regierungsunf&auml;higkeit getrieben. Mittlerweile sind 80% der Franzosen gegen ihn und auch wenn er zu ein paar vernachl&auml;ssigbaren Zugest&auml;ndnissen bereit war, kann sich wohl niemand vorstellen, dass er die weiteren drei Jahre massiv gegen das Volk regieren kann.<\/p><p>Mit der Demo gegen den 12-Stundentag im Herbst 2018 haben die Gewerkschaften ein starkes Zeichen gesetzt. Die ca.130 Tsd. Demonstranten &ndash;inklusive meiner Person &ndash; sind nicht zu vernachl&auml;ssigen. Mit der Ank&uuml;ndigung eines &bdquo;hei&szlig;en Herbstes&ldquo;, der dann leider in einem lauen L&uuml;fterl m&uuml;ndete, haben die Gewerkschaften viel von diesem aufkommenden Schwung verpuffen lassen: leider! <\/p><p>Die aufkeimenden Donnerstagsdemonstrationen, die zwischen 5 und 10 Tsd. Teilnehmern schwanken, sind eine lebendige Fackel gegen die unsoziale und erzkapitalistische Politik von T&uuml;rkis-Blau. Jean Ziegler, der ehemalige UN-Sonderbeauftragte f&uuml;r Weltern&auml;hrungsfragen, nannte diese Demonstrationen v&ouml;llig zu Recht die &bdquo;Ehre &Ouml;sterreichs&ldquo;.<\/p><p>Auch die K&uuml;nstler sind aus dem Winterschlaf erwacht. Aufstehen ist nicht das Wort, sondern Widerstand. Widerstand gegen einen Versuch Kickls und der FP&Ouml;, die illiberale Demokratie &uuml;ber verbale Hintert&uuml;ren einzuf&uuml;hren. Ich denke, dass dies erst der Anfang einer hoffentlich langen und permanenten demokratischen und sozialen Bewegung sein k&ouml;nnte, die &auml;hnlich den Gelbwesten in Frankreich v&ouml;llig parteiungebunden agiert und sich von niemandem mehr einsch&uuml;chtern l&auml;sst. <\/p><p><strong>Kurz er&ouml;ffnete nach der Regierungsklausur Mitte J&auml;nner mit seinem &bdquo;Langschl&auml;fer-Sager&ldquo; den Wahlkampf um Wien (2020).<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich glaube nicht, dass es eine gute Entwicklung ist, wenn immer weniger Menschen in der Fr&uuml;h aufstehen, um zu arbeiten, und in immer mehr Familien nur mehr die Kinder in der Fr&uuml;h aufstehen, um zur Schule zu gehen&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Und weiter: In Wien gebe es 13 Prozent Arbeitslose, das sei drei Mal so viel wie in Tirol und doppelt so viel wie bundesweit, sowie immer mehr Obdachlose. 2015 wurde die &Ouml;VP zertr&uuml;mmert und erreichte nur mehr 9,2% der Stimmen. K&ouml;nnte sich diese Kampfansage an alle Wiener vom Bundeskanzler als Rohrkrepierer herausstellen und muss man sich auf einen 2-j&auml;hrigen Wahlkampf einstellen?<\/strong><\/p><p>Bei der letzten Wien-Wahl erreichte die &Ouml;VP das schlechteste Ergebnis: Sie wurde im Duell zwischen H&auml;upl und HC Strache total aufgerieben und landete bei sehr bescheidenen 9,2%, stimmt ! <\/p><p>Ich denke, das war ein schwerer politischer Fehler. Unter #Wienstehtauf formierten sich viele Leute, um sich &uuml;ber die Aussage des Kanzlers lustig zu machen. Viel H&auml;me ergoss sich &uuml;ber die &bdquo;Rotzbuben in T&uuml;rkis&ldquo; &ndash; wie sie von einigen alten &Ouml;VPlern intern tituliert werden. Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich und jener mit Tirol am allerwenigsten: In Wien leben ungef&auml;hr 20 % aller &Ouml;sterreicher &ndash; aber Wien erwirtschaftet mit 90 Mrd. ca. 25% der &ouml;sterreichischen Wirtschaftsleistung! Auch das BIP\/Einwohner liegt in Wien um 20% &uuml;ber jenem von Ober&ouml;sterreich. Nicht so schlecht f&uuml;r ein Land mit so vielen Langschl&auml;fern.<\/p><p>Dass Wien, als zentrale Metropole, die meisten Asylsuchenden anzieht, ist klar, zumal sie hier die besten Ausbildungs- und Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten vorfinden. <\/p><p>Es ist auch nicht besonders schlau, Wien wegen der h&ouml;heren Arbeitslosigkeit an den Pranger zu stellen, weil es ca. 200.000 Einpendler gibt (wovon insbesondere das Land Nieder&ouml;sterreich, das &bdquo;schw&auml;rzeste&ldquo; Bundesland &Ouml;sterreichs, stark profitiert) und die Stadt um mehr als 180.000 Personen in den letzten 10 Jahren wuchs. Mit seinem Langschl&auml;fer-Sager hat sich Kurz selbst ein Riesenei gelegt: gratuliere!<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] <strong>Otmar Pregetter<\/strong> promovierte in National&ouml;konomie an der Wirtschaftsuniversit&auml;t Wien und studierte auch in Berkeley, California und der Cornell University, N.Y. State in den USA. Danach arbeitete er zehn Jahre in internationalen Konzernen &ndash;&uuml;berwiegend in F&uuml;hrungsverantwortung. Nebenbei unterrichtete er an der Uni Innsbruck und arbeitete als Lehrbeauftragter an Fachhochschulen. Danach machte er sich als Unternehmensberater f&uuml;r Tourismus\/Handel selbst&auml;ndig. Er ist Co-Autor des Bestsellers &bdquo;Das Ende des Geldes&ldquo; (Wien 2011). Als Kommentator fungierte er in zwei internationalen Dokumentationen von SERVUS TV: 2013 &ndash; Gier, Wirtschaftskrise mit System und 2017 &ndash; Das schleichende Ende des Bargeldes. Er bloggt u.a. im Freitag, der Wochenzeitung von Jakob Augstein.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Eiltempo schreitet unter der t&uuml;rkis-blauen Regierung der Umbau der Alpenrepublik voran. Mit schrillen rechtsnationalen T&ouml;nen werden nicht nur Minderheiten zusehends ausgegrenzt, auch die sozialpolitischen und &ouml;konomischen Entscheidungen drohen die Gesellschaft zu zerrei&szlig;en. W&auml;hrend massive Leistungsk&uuml;rzungen auf wirtschaftlich schwache Transferempf&auml;nger zielen, soll die angedachte Steuerreform Unternehmer und Kapitaleigner &bdquo;entlasten&ldquo;. <strong>Norbert Wiersbin<\/strong> sprach f&uuml;r die NachDenkSeiten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49084\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[141,209,20,145,137],"tags":[771,2015,282,290,1918,2545,499,2187,2066,317,2263,288,1352,312,389,772,325,2405,278,520,291],"class_list":["post-49084","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-interviews","category-landerberichte","category-sozialstaat","category-steuern-und-abgaben","tag-oesterreich","tag-oevp","tag-buergerproteste","tag-binnennachfrage","tag-fpoe","tag-gelb-westen","tag-handelsbilanz","tag-kurz-sebastian","tag-macron-emmanuel","tag-mindestlohn","tag-neuwahl","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-rechtsruck","tag-reformpolitik","tag-sozialrassismus","tag-spoe","tag-staatsschulden","tag-steuerreform","tag-steuersenkungen","tag-vermoegensteuer","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49084"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82542,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49084\/revisions\/82542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}