{"id":49130,"date":"2019-02-06T15:38:03","date_gmt":"2019-02-06T14:38:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49130"},"modified":"2019-02-06T20:56:22","modified_gmt":"2019-02-06T19:56:22","slug":"leserbriefe-zu-den-vorgaengen-in-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49130","title":{"rendered":"Leserbriefe zu den Vorg\u00e4ngen in Venezuela"},"content":{"rendered":"<p>Die derzeitigen Umw&auml;lzungen in Venezuela, begleitet von eindeutigen und undurchdachten Stellungnahmen der Bundes- und anderer Regierungen, und die Berichterstattung der Nachdenkseiten dazu, &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48920\">Regierungssprecher k&ouml;nnten zu den ersten geh&ouml;ren, die durch KI ersetzt werden.<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48962\">Die Anti-Maduro-Koalition des Kuba-Amerikaners Marco Rubio und der Countdown in Caracas<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49003\">Juan Guaid&oacute;: Ein Staatschef aus dem Regime-Change-Labor<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49033#h01\">Hinweis Nr.1 der Hinweise des Tages vom 05. Februar 2019<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49068#h04\">Hinweis Nr.4 der Hinweise des Tages vom 06. Februar 2019<\/a>&ldquo;, bewogen einige unsere Leser dazu, ihre Meinung zu &auml;u&szlig;ern.  Diese Leserbriefe ver&ouml;ffentlichen wir hier nun.  Es besteht zu hoffen, dass sich die Lage beruhigt, und dass die sich einmischenden ausl&auml;ndischen Regierungen erkennen, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist.  Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die negative Bewertung der venezolanischen Regierung durch den ehemalige Chavez-Berater Heinz Dietrich ist sehr vielsagend. Man sollte sich bei aller vollkommen berechtigter Kritik an der Interventionspolitik der USA nicht dazu hinrei&szlig;en lassen, Maduro und die herrschende Junta mit rosaroter Brille zu sehen.<\/em><br>\n<em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48715#h02\">Hinweis Nr.2 der Videohinweise am Samstag den 26. Januar 2019<\/a><\/em><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<br>\ndie Argumentation von Herrn Dietrich scheint recht d&uuml;nn und oberfl&auml;chlich. Weit bedenklicher ist die Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der durch die Anerkennung eines bis jetzt nicht legitimierten &Uuml;bergangspr&auml;sidenten in die Innenpolitik eines souver&auml;nen Staates eingegriffen wird.<br>\nViele Gr&uuml;sse,<br>\nJulius Schmitt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team,<\/p><p>mit gro&szlig;er Sorge beobachte ich die Entwicklung in Venezuela. Die Vorg&auml;nge in diesem Land erinnern mich  an Chile, als dort mit sehr aktiver Unterst&uuml;tzung der USA die sozialistische Regierung unter Slavador Allende gest&uuml;rzt wurde.Die Gr&uuml;nde waren &auml;hnlich wie jetzt in Venezuela. Salavdor Allende hatte eine Agrareform eingeleitet und die Bodensch&auml;tze verstaatlicht. Vor allem Kupferminen und ausl&auml;ndische Gro&szlig;unternehmen. Allende und seine Unitad Popular gerieten somit ins Visier der USA. Die Transportfahrer wurden bestochen, wenn sie dazu betragen, dass die Versorgung mit Lebensmittel zusammenbricht. So kam es auch, weil die Bestechungsgelder weit h&ouml;her waren als ihr Lohn. Die Medien erhielten von den USA viel Geld um in ihrem Interesse zu berichten.  Dies f&uuml;hrte zu sozialen Spannungen im Land. Die Unruhen nahmen zu und es entwickelte sich eine explosive Stimmung. Die Geschehnissen in Venezuela sind mit den Ereignissen in Chile durchaus &auml;hnlich. In diesem Fall geht es den USA vor allem um die R&uuml;ckgewinnung der Erd&ouml;lst&auml;tten. Daf&uuml;r ist den USA scheinbar jedes Mittel recht. Wenn  Guaido als selbsternannter Pr&auml;sident von Venezuela auftritt, kann er das nur, weil er im Hintergrund die entsprechende Unterst&uuml;tzung hat.  Zu den Unterst&uuml;tzern geh&ouml;ren neben den USA auch der rechtspopulistische Pr&auml;sident von Brasilien Bolsonaro (er war &uuml;brigens beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein gern gesehener Gast). Als Gr&uuml;nde f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung beruft man sich gerne auf die &ldquo;sozialisitische Diktatur&rdquo; (Graf Lambsdorff) die in Venezuela herrsche. Im Grunde ist das nur ein vorgeschobenes Argument, denn es geht schlicht darum, die Regierung in Venezuela zu kippen, um den Einfluss der USA weiter zu st&auml;rken. Aus meiner Sicht ist eine solche politische Vorgehensweise ein aklatanter Versto&szlig; gegen das Volkerrecht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGerhard Edelmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Redakteure,<\/p><p>ich habe eine Frage, auf die ich in den Zeitungen und Zeitschriften keine Antwort finde:<\/p><p>Warum ist Venezuela nicht so reich und als Staat und Gemeinwesen nicht so gut aufgestellt wie z.B. Norwegen? Was ist der historische und &ouml;konomische Hintergrund, vor dem -unabh&auml;ngig von der zweifelhaften Person Maduros- das Land in den Abgrund schlittert?<\/p><p>Ich war vor drei&szlig;ig Jahren in Venezuela.  Damals gab es meines Wissens nach eine Arbeitsmigration nach Venezuela. Aber auch da gab es Leute, die darauf hinwiesen, dass im Land nur wenig produziert wird und alles einseitig vom &Ouml;lexport abh&auml;ngt.<\/p><p>Vielleicht gibt es ja Quellen, die Auskunft geben &uuml;ber &ouml;konomische und historische Ursachen des derzeitigen Desasters?<\/p><p>Fragt ratlos und mit vielen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nGerd Borgmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NachDenkSeiten,<\/p><p>Bemerkungenzu Ihren diversen Beitr&auml;gen zum fatalen Druck auf Venezuela!<\/p><p>Erstens:<br>\nNach einem Jahrhundert wieder am Ziel: Im Versailler Vertrag wurden dem Deutschen Reich die Kolonien genommen. Heute steht Deutschland wieder Seite an Seite mit den gro&szlig;en Kolonialm&auml;chten Spanien, Frankreich, Gro&szlig;britannien und den Niederlanden, wenn es darum geht Venezuela (erst einmal) &ldquo;die Daumenschrauben anzuziehen&rdquo; (wie es gestern am 28.1. in vielen Tageszeitungen und Nachrichtenportalen formuliert wurde). Und wie fr&uuml;her wird das Gold der Kolonien einbehalten.<\/p><p>Zweitens:<br>\nW&auml;hrenddessen stattet unser Bundespr&auml;sident der &ldquo;Demokrtatie&rdquo; &Auml;gypten einen freundschaftlichen Besuch ab.<\/p><p>Drittens:<br>\nIn Hinweis b.,  aus &ldquo;n-tv&rdquo;, des heutigen Hinweises 2 ist, mit einer gewissen Hochachtung, von der &ldquo;altehrw&uuml;rdigen Bank of England&rdquo; die Rede.<\/p><p>Und dann hei&szlig;t es &uuml;ber das von England einbehaltene Gold: &ldquo;Die (Regierung von Venezuela) braucht es dringend f&uuml;r den Import von &hellip; Medikamenten und damit auch f&uuml;r das eigene politische &Uuml;berleben&rdquo;.<\/p><p>Selten sind die ungeheuerlichen Pl&auml;ne der Sanktionenm&auml;chte, den &ldquo;Tod&rdquo; einer unbequemen Regierung durch  den Tod m&ouml;glichst zahlreicher B&uuml;rger in die Wege zu leiten, in dieser Klarheit offenbart worden.<\/p><p>M.K.<\/p><p>Entschuldigen Sie, die Sache l&auml;&szlig;t mir keine Ruhe:<\/p><p>In dem erw&auml;hnten (recht verbreiteten) Zeitungsartikel vom 28.1. mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Europa zieht die Daumenschrauben an&rdquo; von den dpa-Journalisten Patricia Rodriguez und Denis D&uuml;ttman wird Juan Guaido mit Obama und Kennedy (sic!) verglichen. L&auml;cherlicher und d&uuml;mmer gehts nicht mehr.<br>\nWelche Leute werden heutzutage als Journalisten eingesetzt?<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nM. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>ein insgesamt sehr interessanter <a href=\"https:\/\/www.unwatch.org\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/De-Zayas-report-on-Venezuela.pdf\">Bericht der UN-Menschenrechtskommission<\/a>.<br>\nLesenswert insbesondere die Abschnitte D, &sect;36ff. Vielleicht k&ouml;nnen \/ d&uuml;rfen Sie das Material auszugsweise ver&ouml;ffentlichen ?<\/p><p>Mit sch&ouml;nen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWulf Kisling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich m&ouml;chte gar nicht so intensiv auf den Inhalt des erw&auml;hnten Artikels eingehen. (&bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48920\">Regierungssprecher k&ouml;nnten zu den ersten geh&ouml;ren, die durch KI ersetzt werden.<\/a>&ldquo;)  Vielmehr muss ich ein ums andere Mal den Kopf sch&uuml;tteln, wenn ich lese, was Herr Rudolf beschreibt. Was mich in den letzten Jahren immer wieder besch&auml;ftigt ist die Frage, wo die Vernunft geblieben ist? Gern lese ich Berichte, oder Interviews mit ausgeschiedenen Politikern oder ausgeschiedenen Mitarbeitern des Regierungsbetriebes. Es ist aus heutiger Sicht immer interessant zu sehen, wie aktuell heutige Probleme auch damals schon waren, wie sie damals aber h&auml;ufig rationaler entschieden wurden als heute. Wo man sagen kann, da hat der gesunde Menschenverstand entschieden. Wo man sagen kann, da wurde Politik im Interesse der Menschen gemacht, im Interesse, dass die Welt von morgen eine bessere ist als die von heute. Klar, auch fr&uuml;her ist viel Mist passiert. Aber mir scheint es doch, als h&auml;tten die Politiker und Entscheider von fr&uuml;her die Dinge besser gehandhabt. Als w&auml;ren sie tats&auml;chlich kl&uuml;ger gewesen als die Personen, die heute am Dr&uuml;cker sind. <\/p><p>Manchmal lese ich Interviews von Politikern des aktuellen Zeitgeschehens und denke oft &ldquo;So dumm ist er\/sie ja doch nicht&rdquo;. Ich muss annehmen, es gibt noch mehr Menschen im Politikbetrieb, die nicht so dumm sind, wie man vielleicht glauben mag. Ich muss auch annehmen, dass sich die Ausbildung an den Universit&auml;ten &uuml;ber die Jahrzehten verbessert hat. Es steht auch heute mehr Wissen zur Verf&uuml;gung als fr&uuml;her und es ist leichter zu bekommen als fr&uuml;her. Warum dann in aller Welt nutzen wir das nicht? Warum werden die Debatten und Entscheidungen immer unvern&uuml;nftiger? Wann wird endlich mal wieder eine bedeutende Entscheidung auf Basis von Vernunft getroffen? Wie kann es sein, dass wir diesen uns&auml;glichen Flughafen in Berlin immer noch bauen? Obwohl er &uuml;berhaupt nie h&auml;tte gebaut werden sollen? Dasselbe f&uuml;r Stuttgart 21? Wie kann es sein, dass es die bewusste Entscheidung von Europa ist Menschen im Mittelmehr zu ertr&auml;nken? Wie kann es sein, dass wir nicht in der Lage sind ein Tempolimit auf unseren Autobahnen einzuf&uuml;hren? Wieso haben wir kein Geld f&uuml;r Polizisten, Pfleger, Erzieher, Richter oder Ingenieure im staatlichen Angestelltenverh&auml;ltnis? Wieso verkaufen und verleasen wir unsere Wasserwerke\/Netze oder andere kritische Infrastruktur, unser wertvollstes Gut? Wieso wird die DUH angeprangert und die Grenzwerte infrage gestellt, anstatt gottverdammtnochmal die Verursacher, die L&uuml;gner zu belangen? Warum m&uuml;ssen wir ein Cyberabwehrzentrum Plus haben, obwohl wir schon ein Cyberabwehrzentrum ohne Plus haben und das ganze nur, weil wichtige Leute zu d&auml;mlich waren die einfachsten Sicherheitsvorschriften zu befolgen? Wieso stelt sich da nicht mal ein Betroffener hin und sagt &ldquo;Ja gut, sind wir selber Schuld. Wir m&uuml;ssen uns jetzt &auml;ndern&rdquo;?<\/p><p>Es kann doch nicht wahr sein, dass es nur noch so geht? Entscheidungen, wo sich jeder an den Kopf fasst. Wo sich keine Haltung mehr erkennen l&auml;sst, bar jeder Vernunft und gesunden Menschenverstandes. Sozusagen sehenden Auges und wider jeder Logik und wider jeder fundierter Gegenargumentation.<\/p><p>Sie versuchen mit den Nachdenkseiten einen Gegenpol zu bilden. Aber selbst da frage ich  mich, wieso haben sie nicht 50 Millionen Leser? Wieso werden sie angefeindet oder in das falsche Licht ger&uuml;ckt, obwohl hier nichts als die Wahrheit gesagt wird?<\/p><p>Wie soll das weiter gehen und wo wird es enden?<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEric F&ouml;rster<br>\nM&uuml;nster<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich habe einiges gelesen zu Politik, Finanzwirtschaft usw., verstehe es aber oft nicht, weil es derart Fremdwort lastig ist, dass ich es nicht verarbeiten kann. Ich habe angefangen, mir Fremdw&ouml;rter und ihre Bedeutung aufzuschreiben, um sie nicht immer wieder nachschlagen zu m&uuml;ssen. Als ich dies einmal im Gespr&auml;ch erw&auml;hnte, begann mein Gespr&auml;chspartner zu l&auml;cheln und fragte mich, ob ich nicht aus dem Zusammenhang eine Ahnung &ndash; Gef&uuml;hl h&auml;tte, was es bedeutet. Ja, das habe ich. Aber ich bin mir eben nicht sicher, antwortete ich. Worauf er meinte, mehr sei gar nicht n&ouml;tig, damit habe ich es doch verstanden. Dass er damit das Problem unserer Zeit auf den Kopf getroffen hat, habe ich da gar nicht begriffen. Im Grunde ist es doch so, dass wir ganz genau f&uuml;hlen, was um uns passiert. Aber man hat ein perfektes System entwickelt, uns zu verunsichern. Wenn Menschen mit Titeln und Geld daher kommen, ziehen wir den Schwanz ein, weil wir uns unterlegen f&uuml;hlen. Wir haben eine derartige Angst, etwas falsch zu machen, dass wir auf Leute h&ouml;ren, die nicht weniger Fehler machen als wir, sondern nur starrsinnig an ihnen festhalten, um nicht zuzugeben, Fehler gemacht zu haben. Ein Kabarettist hat einmal gesagt, man k&ouml;nne sich darauf verlassen, dass die USA alles richtig machen, nachdem sie alles andere versucht haben. Damit sind sie Weltmacht geworden. Die Liste der CIA Aktionen ist ein einziges Desaster. Die Fehler spielten aber keine Rolle, weil man seine Ziele konsequent weiter verfolgte. Der US Pr&auml;sident kann heute ganz offen sagen: Amerika zuerst.<\/p><p>Nat&uuml;rlich wissen wir nicht genau, was in der Ukraine, der Krim oder Venezuela vor sich geht. Wenn ich mir die Liste der CIA Aktionen ansehe , bei deren Finanzierung man weder vor Waffenschmuggel noch vor Drogenhandel zur&uuml;ckgeschreckt ist, sehe ich einen roten Faden. Wenn man sich dann immer noch vor einen Kriegskarren spannen l&auml;sst, ist uns nicht mehr zu helfen. Nur, um es noch einmal festzuhalten, wir haben eine reine Eliteherrschaft mit Titeln &uuml;bers&auml;t und ihre einzige Leistung ist es, ihren Reichtum zu steigern, mit dem Ergebnis, dass die Menschheit Zukunfts&auml;ngste hat. Wie dramatisch das alles ist, h&auml;ngt von der Betrachtungsweise ab. Wir werden wahrscheinlich nicht aussterben. In einer verseuchten Welt wird die Lebenserwartung dramatisch sinken. Eines Tages werden wir nur noch 25 Jahre alt. Das reicht aber, um den Reproduktionsprozess aufrecht zu erhalten. Besser wird es erst wieder, wenn wir aufh&ouml;ren, mehr als andere haben zu wollen. Deshalb beginnen sie bei sich selbst und h&ouml;ren sie auf, sich einzureden, es gen&uuml;gt zu w&auml;hlen oder sich zu organisieren. Die Katholische Kirche war lange Zeit die gr&ouml;&szlig;te &bdquo;Volkspartei&ldquo;. Was hat sie von ihrem &bdquo;Programm&ldquo; verwirklicht? Nichts. Sie ist gr&ouml;&szlig;ter Grundbesitzer geworden. <\/p><p>Unsere Zeit ist extrem kurzweilig. Was heute galt ist morgen &uuml;berholt. Das einzig dauerhafte ist eine &uuml;ber 2000 j&auml;hrige Erfahrungsresistenz, was Organisationen betrifft. Wir bekommen es nicht hin, sie von Eliten und Korruption zu befreien. Da hilft es nicht, auf einzelne einzuschlagen. Wer eine Partei schw&auml;cht, st&auml;rkt andere. Die sind aber nicht besser. Wer ein System &auml;ndern will, muss sich selbst &auml;ndern. F&uuml;r miese Gesch&auml;fte wird immer das Argument gebraucht: wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer. So ein Vorteil ist aber nicht von Dauer und kann sich schnell zur Bedrohung wenden. Statt sich f&uuml;r vermeintliche Vorteile an die USA zu ketten, w&auml;re es kl&uuml;ger, darauf zu verzichten. Man stellt sich damit auf die aussichtslose Seite. Was die Amerikaner nicht begreifen, ist, dass sich eine &bdquo;Befreiungsarmee&ldquo; in eine Besatzungsarmee verwandelt, wenn sie nicht wieder abzieht. Da kann Hollywood so gute Arbeit leisten wie es will, Imperien sind nicht von Dauer. Der Traum vom Tellerw&auml;scher zum Million&auml;r h&auml;lt die Menschen nicht mehr ruhig.<\/p><p>Es w&auml;re kl&uuml;ger, auf einen Kampf um Vorteile zu verzichten, damit man ruhig leben kann. Die Amerikaner f&uuml;hren den Kampf um Vorteile mit einer bemerkenswerten Kaltschn&auml;uzigkeit. Beim ersten Atomwaffentest, mit dem man den Weltmachtstatus besiegelte, wusste man nicht einmal genau, ob man es &uuml;berlebt oder die ganze Atmosph&auml;re verbrennt. Ich habe da etwas von 30% Unsicherheit gelesen. Die folgenden Bomben auf Hiroschima und Nagasaki waren f&uuml;r die Kapitulation Japans &uuml;berfl&uuml;ssig. Sie waren ein Test am lebenden Objekt. Um die Macht zu erhalten, &bdquo;testet&ldquo; man heute alles m&ouml;gliche. Ein Staatsstreich wird als gesch&auml;ftliche Transaktion gesehen. Gewissensbisse wegen m&ouml;glicher Opfer hat man nicht, denn schlie&szlig;lich bringt man die Demokratie und bewahrt die Menschen vor Kommunismus. Wenn der Kapitalismus das bessere der Systeme w&auml;re, k&ouml;nnte man einfach abwarten und dem Sozialismus &ndash; Kommunismus beim Untergang zusehen. Dass dem nicht so ist, zeigt die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, bis zu den zahlreichen Putschs, Staatsstreichen, Sanktionen&hellip;&hellip; in heutiger Zeit. Ich bin es leid, dass Opfer des Stalinismus und Mauertote als Rechtfertigung f&uuml;r alles herhalten m&uuml;ssen. Wenn es um die Opfer eines Volksaufstandes wie in Ungarn geht, ist die Anwendung von Gewalt nat&uuml;rlich Menschen verachtend, wenn in Frankreich Menschen verst&uuml;mmelt werden und es sogar Tote gibt, ist die Entr&uuml;stung der Medien gleich null. Heute wird in der Politik gerne von Freundschaft gesprochen aber niemand bringt es fertig, unseren Freunden zu sagen, dass sie auf einem Irrweg sind. Was die Politik nicht fertig bringt, muss das Volk machen. Davon sollte man sich nicht abhalten lassen, weil Begriffe wie antiamerikanisch verwendet werden. Eine Regierung zu kritisieren, hat nichts mit ihrem Volk zu tun. Die Eliten eines Landes haben so wenig mit ihrem Volk zu tun, dass es eine Frechheit ist, sich hinter ihm zu verstecken. Au&szlig;erdem gibt es die nationale Elite gar nicht mehr, die Eliten sind global. Wenn sich etwas &auml;ndern soll, muss jede soziale Bewegung global sein. Sie muss ihr gemeinsames Ziel erkennen und damit den Wettbewerb unter den V&ouml;lkern beenden. Erst dann nimmt man dem Kapital die M&ouml;glichkeit, Aufst&auml;nde durch das Umleiten der Kapitalstr&ouml;me zu ersticken. Der Erfolg einer sozialen Bewegung h&auml;ngt auch von ihrer Gewaltlosigkeit ab. Mit dem Zerst&ouml;ren von Sachwerten erh&auml;lt man vielleicht einen Termin beim Premierminister aber &auml;ndern wird sich nichts. Man spaltet die Bewegung. Das beste Mittel, etwas zu erreichen, ist, bewusster Konsumverzicht. Damit hat man das Kapital an den Eiern.<\/p><p>Wenn du ein Problem erkannt hast und nichts zu seiner L&ouml;sung beitr&auml;gst, bist du Teil des Problems. <\/p><p>T.A.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>zur Berichterstattung &uuml;ber die aktuelle Lage in Venezuela und deren Geschichte fallen mir 2 Punkte ein, Themen, die eigenartiger Weise nirgends Thema sind:<\/p><p>Klimawandel<br>\nF&uuml;r die Begrenzung des Klimawandels ist es gut, wenn in Venezuela die &Ouml;lindustrie darniederliegt &ndash; und am besten gar nicht mehr aufgebaut, sondern schonend (Schutz vor Leckagen!) stillgelegt wird. Und die Energie in eine diverse Wirtschaft gehen. Ges&uuml;nder f&uuml;r die Wirtschaft und gut f&uuml;rs Klima. (K&ouml;nnte nur sein, dass dies die US-&Ouml;lkonzerne nicht interessiert).<\/p><p>Ersatzteil-Mangel<br>\nTausende neue Busse und U-Bahnz&uuml;ge sollen rumstehen, weil es an Ersatzteilen fehlt. Ebenso bei anderen Maschinen. Das ist auch eine Frage der Technologie. F&uuml;r ein Fahrrad kann ich ein neues Licht von zig Herstellern nehmen, weil die Anschluss-Stellen genormt sind. F&uuml;r ein Auto, Bus, &hellip; brauchts das Spezialteil vom Hersteller des Fahrzeugs. Das ginge auch anders. Autolicht vorne, 2 St&uuml;ck davon, eins links eins rechts einrasten und sichern, Stecker rein fertig. Ginge, wenn die Teile einheitlich und nicht propriet&auml;r je Hersteller w&auml;ren. (W&auml;re auch mit viel Markt verbunden, aber offensichtlich nicht mit den Interessen der gro&szlig;en Fahrzeug-Hersteller).<\/p><p>herzliche Gr&uuml;&szlig;e und Dank f&uuml;r Ihre kritische Berichterstattung<br>\nStephan Pickl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>ich m&ouml;chte mich immer wieder bei Ihnen bedanken f&uuml;r Ihre kritische Stimmen bez&uuml;glich der Berichterstattung in den deutschen Medien. Wenn ich Ihre Kommentare nicht lesen k&ouml;nnte, w&auml;re ich entweder noch verzweifelter als ich es jetzt schon bin oder w&uuml;rde in Unwissenheit leben.<\/p><p>Was Venezuela anbetrifft, zerreisst es mir das Herz &uuml;ber die jetztige Entwicklung und es gibt keine kritische Stimme oder nur ein Hinterfragen auf ZDF , ARD und Co. Was unsere Regierung  jetzt macht (Die Anerkennung von Guaido) ist meiner Ansicht nach ein Verbrechen oder zumindest ein starkes Unrecht und l&auml;sst mich jeden Glauben an irgendeinen guten Willen von Seiten Merkels verlieren. Was wird in den n&auml;chsten Jahren noch alles passieren? Ich sch&auml;me mich zutiefst f&uuml;r diese Regierung und unser Land und das ist wirklich neu f&uuml;r mich. <\/p><p>Vielen Dank auch noch auf den Querfront Hinweis im HeuteJournal.  Ich war einigerma&szlig;en entsetzt &uuml;ber die Berichterstattung. Frau Wagenknecht wurde praktisch in einem Atemzug mit der AfD in Verbindung gebracht und jeder potentielle W&auml;hler in Deutschland, der die &bdquo;Mitte&ldquo; w&auml;hlt, wird sich angeekelt abgewendet haben, eben nicht nur von der AfD, sondern auch von Wagenknecht. Und ich kann mir nicht denken, dass es keine Absicht war, den Bericht genauso zu bringen. <\/p><p>Ich glaube eigentlich an das Gute im Menschen und kann deshalb oft nicht glauben, was da l&auml;uft. Sehe ich alles zu negativ? War das immer schon so und ist es mit nicht aufgefallen? Geh&ouml;re ich auch schon zu den Verschw&ouml;rungstheoretikern?. Ich wei&szlig; es nicht, aber finde das alles schon sehr besorgniserregend.<\/p><p>Manchmal denke ich: Moment mal, das h&ouml;rt sich an wie die Geschichten meiner Eltern von Vor dem Krieg. Sowas gibt es doch in Deutschland nicht mehr.  Oder doch wieder?  Ich kann nur hoffen, dass es wieder einmal eine Wende zum Besseren gibt und wir nicht alle vor die Hunde gehen. <\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMaria McCray<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>merkw&uuml;rdig, Italiens Regierung gilt hierzulande doch als rechts, setzt sich aber f&uuml;r Sozialisten ein? Was machen eigentlich die amerikanischen &ldquo;Linken&rdquo; Ocasio-Cortez, der brave Parteisoldat Sanders oder  &ldquo;Demokraten&rdquo; wie Pelosi, die beim shutdown doch noch so beinhart gegen Trump waren? Schweigen? <\/p><p>VG Michael Wrazidlo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die derzeitigen Umw&auml;lzungen in Venezuela, begleitet von eindeutigen und undurchdachten Stellungnahmen der Bundes- und anderer Regierungen, und die Berichterstattung der Nachdenkseiten dazu, &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48920\">Regierungssprecher k&ouml;nnten zu den ersten geh&ouml;ren, die durch KI ersetzt werden.<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48962\">Die Anti-Maduro-Koalition des Kuba-Amerikaners Marco Rubio und der Countdown in Caracas<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49003\">Juan Guaid&oacute;: Ein Staatschef aus dem Regime-Change-Labor<\/a>&ldquo;, &ldquo;<a<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49130\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,123,103,183],"tags":[1344,669,1334,2565,1544,1418,1556,1333,1019],"class_list":["post-49130","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-kampagnentarnworteneusprech","category-leserbriefe","category-medienkritik","tag-allende-salvador","tag-chile","tag-erdoel","tag-guaido-juan","tag-kampagnenjournalismus","tag-regime-change","tag-usa","tag-venezuela","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49130"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49133,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49130\/revisions\/49133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}