{"id":49142,"date":"2019-02-07T08:31:04","date_gmt":"2019-02-07T07:31:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142"},"modified":"2019-02-07T08:31:04","modified_gmt":"2019-02-07T07:31:04","slug":"hinweise-des-tages-3300","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h01\">&bdquo;Sozialstaat 2025&ldquo; ist eine Mogelpackung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h02\">345.000 unter 25-J&auml;hrige stecken im Hartz-IV-System fest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h03\">Die Heil&rsquo;sche Unsch&auml;rferelation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h04\">Industriepolitik: Altmaiers Konter gegen China und die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h05\">Inside Brexit &ndash; what they really really want<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h06\">Das Finanzsystem l&auml;sst sich nicht mehr &ldquo;normalisieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h07\">Geburtsstationen: &ldquo;Das System der Geburtshilfe muss sich &auml;ndern&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h08\">MAGA Misses the Eurasia Train<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h09\">M&auml;rchenstunde mit Macron: Die Russen stecken hinter den Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h10\">Europas Kriegsautonomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h11\">USA bewaffnen aus Versehen al-Qaida-nahe Milizen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h12\">Loveparade-Prozess: &bdquo;Unser Strafrecht ist kein Genugtuungsstrafrecht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h13\">&ldquo;Anschlie&szlig;end wurde ich ins Gef&auml;ngnis gebracht&rdquo;: &Uuml;berlebender des Odessa-Massakers berichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h14\">Deutscher Reporter in Haft: Kaum Solidarit&auml;t mit Billy Six<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h15\">Die Willkommenskultur lebt: Stiftung stellt neue manipulierte Umfrage vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49142#h16\">Zu guter Letzt: Ich schaue die Anstalt, weil&hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Sozialstaat 2025&ldquo; ist eine Mogelpackung<\/strong><br>\nDas SPD-Konzept f&uuml;r einen &sbquo;Sozialstaat 2025&lsquo; ist eine Mogelpackung. Von einer grundlegenden Erneuerung des Sozialstaats kann keine Rede sein. Statt einer gro&szlig;en Reform gibt es nur kleine Ref&ouml;rmchen. Hartz IV soll jetzt B&uuml;rgergeld hei&szlig;en &ndash; das klingt zwar freundlicher, setzt aber mit Leistungen auf Hartz-IV-Niveau weiterhin auf &ouml;konomischen Druck&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, das SPD-Konzept &bdquo;Sozialstaat 2025&ldquo;. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Die l&auml;ngere ALG-I-Bezugsdauer f&uuml;r &Auml;ltere und die Aussetzung der Sanktionen bei Hartz IV sind richtige und wichtige Schritte. Aber wer die Beibehaltung niedriger Regelleistungen mit dem Niedriglohnsektor begr&uuml;ndet, treibt ein falsches Spiel. Die Absenkung der sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit hat doch ma&szlig;geblich dazu beigetragen, den Niedriglohnsektor zu entfesseln. Nicht umsonst hat Deutschland heute den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in Europa.<br>\nEine echte Abkehr von Hartz IV w&auml;re eine sofortige Anhebung der Regelleistungen auf 582 Euro, wie es die Wohlfahrtsverb&auml;nde fordern, sowie das Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen Minijobs in die Sozialversicherung einbezogen werden. Die gesamte Agenda-2010-Politik hat Millionen Besch&auml;ftigte in die Erwerbsarmut gest&uuml;rzt. Damit muss endlich Schluss sein. Wer nicht willens ist, den Arbeitsmarkt st&auml;rker zu regulieren, sollte das Wort Sozialstaat gar nicht in den Mund nehmen.<br>\nDIE LINKE fordert, dass nicht nur &Auml;ltere, sondern alle Besch&auml;ftigten von einer l&auml;ngeren ALG-I-Bezugsdauer profitieren. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse m&uuml;ssen konsequent zur&uuml;ckgedr&auml;ngt und der Mindestlohn wenigstens auf armutsfeste zw&ouml;lf Euro erh&ouml;ht werden. Dar&uuml;ber hinaus fordern wir eine sanktionsfreie Mindestsicherung in H&ouml;he von 1.050 Euro f&uuml;r bed&uuml;rftige Menschen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/sozialstaat-2025-ist-eine-mogelpackung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>345.000 unter 25-J&auml;hrige stecken im Hartz-IV-System fest<\/strong><br>\nFast jeder zweite unter 25-j&auml;hrige Hartz-IV-Bezieher ist seit mindestens zwei Jahren auf die Sozialleistung angewiesen. Ein Grund daf&uuml;r d&uuml;rften fehlende Berufs- und Bildungsabschl&uuml;sse sein, wie die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) verr&auml;t.<br>\nIm September 2018 z&auml;hlte die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) rund 747.000 unter 25-j&auml;hrige Erwerbsf&auml;hige im Hartz-IV-Bezug. Von ihnen waren 345.000 &ndash; nahezu die H&auml;lfte &ndash; im Langzeitleistungsbezug. Langzeitleistungsbezieher sind erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate Hartz IV-Leistungen bezogen haben. Die Zahl der unter 25-j&auml;hrigen Langzeitleistungsbezieher ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 37.000 Personen bzw. 12 Prozent gestiegen, obwohl es insgesamt weniger J&uuml;ngere im Hartz-IV-Bezug gab. So sank im gleichen Zeitraum die Zahl der unter 25-j&auml;hrigen erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Bezieher um rund 67.000 Personen bzw. acht Prozent ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/345-000-unter-25-jaehrige-stecken-im-hartz-iv-system-fest\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><strong>dazu: Hartz IV: &bdquo;Verwaltungskosten&ldquo; stiegen 2018 auf &uuml;ber 6,5 Milliarden Euro &ndash; R&uuml;ckblick bis 2012 bzw. 2005<\/strong><br>\nF&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (SGB II &ndash; Hartz IV) wurden vom Bund und den Kommunen in 2018 insgesamt 6,555 Milliarden Euro ausgegeben, davon 5,585 Milliarden Euro vom Bund und (vom BIAJ rechnerische ermittelte) 970 Millionen Euro von den Kommunen f&uuml;r deren Anteil an den &bdquo;Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter&ldquo;. In den vergangenen sechs Jahren, von 2012 bis 2018 stiegen die &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; nominal (nicht preisbereinigt) um 32,8 Prozent (1,619 Milliarden Euro) bzw. um durchschnittlich etwa 4,8 Prozent pro Jahr. Vom Bund wurden f&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; in 2018 insgesamt 1,030 Milliarden Euro mehr ausgegeben als die im Bundeshaushalt veranschlagten 4,555 Milliarden Euro. Die Mehrausgaben des Bundes f&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (Ist gr&ouml;&szlig;er Soll) werden zu einem wesentlichen Teil oder ganz durch die Umschichtung von Mitteln f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; (&bdquo;Leistungen zur Eingliederung gem&auml;&szlig; SGB II&ldquo; und nicht im SGB II geregelte Bundesprogramme zusammen) gedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1194-hartz-iv-verwaltungskosten-stiegen-2018-auf-ueber-6-5-milliarden-euro-rueckblick-bis-2012-bzw-2005.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Heil&rsquo;sche Unsch&auml;rferelation<\/strong><br>\nAusgerechnet besonders arme Rentner k&ouml;nnten wegen der &bdquo;harten Grenze&ldquo; von 35 Jahren Pflichtbeitragszeit bei der neuen Grundrente der SPD leer ausgehen.<br>\nSeit dem Wochenende l&auml;uft die Debatte &uuml;ber den Vorschlag einer neuen Grundrente von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Die Sozialdemokraten sehen die Rente als wichtigen Beitrag gegen Altersarmut, die Union sieht hohe Kosten auf den Bundeshaushalt zukommen.<br>\nWeitgehend unter ging in der Debatte bisher, dass viele arme Rentner m&ouml;glicherweise gar nichts von Heils Rentenkonzept haben. Sein Konzept spricht von 35 Jahren &bdquo;Pflichtbeitragszeiten vor allem aus Besch&auml;ftigung, Kindererziehung und Pfleget&auml;tigkeit&ldquo; als Voraussetzung f&uuml;r die Grundrente.<br>\nWas aber ist mit Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Zeiten in einer vom Jobcenter finanzierten Umschulung oder einer Stelle auf dem zweiten Arbeitsmarkt? &bdquo;Die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes bleibt abzuwarten&ldquo;, sagt ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums auf taz-Anfrage dazu. Ungekl&auml;rt ist auch, ob ein Studium angerechnet wird.<br>\n&bdquo;Wenn das Arbeitsministerium die Zeiten von Arbeitslosengeld I und II nicht anrechnet, werden heute vor allem Frauen im Westen und in Zukunft M&auml;nner im Osten, die oft gebrochene Erwerbsbiografien haben, nichts davon haben&ldquo;, kritisiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Und Joachim Rock vom Parit&auml;tischen Gesamtverband rechnet vor: &bdquo;Von den jetzt rund eine Million Empf&auml;ngern von Grundsicherung h&auml;tten nur etwa zehn Prozent Anspruch auf eine solche Grundrente.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/!5567554\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Debatte l&auml;uft aber ganz anders. Union und Bild-Zeitung bef&uuml;rchten https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_85201388\/deutschland-union-befuerchtet-ein-noch-groesseres-milliardenloch.html ja, dass am Ende zu viele Menschen von der Grundrente profitieren k&ouml;nnten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Industriepolitik: Altmaiers Konter gegen China und die USA<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Peter Altmaier hat am 5.02. seine neue &bdquo;Nationale Industriestrategie 2030&ldquo; vorgestellt. Er will sie als Antwort auf den Aufstieg Chinas und den Protektionismus Trumps verstanden wissen. Um den &bdquo;innovativen Industriestandort Deutschland zu sichern&ldquo;, bed&uuml;rfe es Altmaier zufolge &bdquo;fairer Wettbewerbsbedingungen auf den internationalen M&auml;rkten&ldquo;, gro&szlig;er nationaler und europ&auml;ischer Konzerne (&bdquo;Champions&ldquo;), der richtigen wirtschafts- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen und falls notwendig auch Beihilfen und einer Ver&auml;nderung des Wettbewerbsrechts.<br>\nDoch Altmaier &uuml;bersieht das deutsche Lohndumping, dass die industrielle Wettbewerbsf&auml;higkeit unserer Nachbarl&auml;nder zerst&ouml;rt hat. Auch Altmaiers Pl&auml;ne zur Schaffung nationaler und europ&auml;ischer Champions sind kritisch zu sehen. So gibt es in den USA und langsam auch in Deutschland eine Diskussion dar&uuml;ber, dass marktdominante Firmen zur Ausbeutung von Zuliefererindustrien, zu steigenden Preisen und zu weniger Innovation f&uuml;hren. Auch Altmaiers Position zur weiteren K&uuml;rzung von Sozialleistungen sind kritisch zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2019\/02\/05\/industriepolitik-altmaiers-konter-gegen-china-und-die-usa\/\">Zebrablogs<\/a>\n<p><strong>dazu: Drei Bl&ouml;cke<\/strong><br>\nMit einer neuen Industriestrategie will die Bundesregierung deutsche Unternehmen gegen &Uuml;bernahmen durch ausl&auml;ndische Konzerne abschotten und zugleich Fusionen von Gro&szlig;konzernen aus Deutschland und der EU erleichtern. Die Schritte, die in der gestern von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgestellten &ldquo;Nationalen Industriestrategie 2030&rdquo; vorgesehen sind, sollen es der deutschen Industrie erm&ouml;glichen, sich in der globalen Konkurrenz gegen Konzerne aus China, aber auch aus den Vereinigten Staaten durchzusetzen. Dazu w&uuml;rden sogenannte &ldquo;nationale&rdquo; oder &ldquo;europ&auml;ische Champions&rdquo; ben&ouml;tigt, auch wenn sie mit aktuellen Antimonopol-Regelungen nicht vereinbar seien, hei&szlig;t es schon seit einiger Zeit in Berlin. Es gehe darum, die &ldquo;wirtschaftliche und technologische F&uuml;hrungsposition Deutschlands und der Europ&auml;ischen Union&rdquo; zu &ldquo;sichern&rdquo; beziehungsweise sie &ldquo;wiederzuerlangen&rdquo;. Hintergrund ist nicht zuletzt ein protektionistischer Wettlauf um die Reindustralisierung der USA und der EU, der unter Barack Obama begonnen hat und den die Trump-Administration nun versch&auml;rft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7852\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Was sollen wir noch leisten, um diesen Staat zu alimentieren?&ldquo;<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Familienunternehmer hat die &bdquo;Industriestrategie 2030&ldquo; von Wirtschaftsminister Peter Altmaier scharf kritisiert. Es sei nicht der Wettbewerb, der die Wirtschaft in die Knie gehen lasse, sondern &uuml;berbordende Staatslasten und die Regulierung, sagte Reinhold von Eben-Worl&eacute;e im Dlf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/altmaiers-industriestrategie-was-sollen-wir-noch-leisten-um.694.de.html?dram:article_id=440275\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Von welchen &ldquo;neuen Steuern und Abgaben&rdquo; spricht Eben-Worl&eacute;e? Ein Blick auf die Webseite des Bundesministeriums der Finanzen zeigt sofort, <a href=\"https:\/\/www.bundeshaushalt.de\/#\/2019\/soll\/einnahmen\/einzelplan\/600101401.html\">dass die H&auml;lfte der Steuereinnahmen durch Umsatz- und Lohnsteuer erzielt werden<\/a>. Die K&ouml;rperschaftssteuer tr&auml;gt gerade einmal mit 4,31 Prozent zum Steueraufkommen bei. Da fragt man sich doch wer &ldquo;diesen fetten Staat&rdquo; alimentiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Inside Brexit &ndash; what they really really want<\/strong><br>\nAuch m&ouml;gliche Alternativen sind bereits hinl&auml;nglich bekannt. So k&ouml;nnte man den &bdquo;Backstop&ldquo; auf f&uuml;nf Jahre befristen, wie dies Polen vorgeschlagen hat. In dieser Zeit k&ouml;nnte dann das noch fehlende Partnerschaftsabkommen mit der EU ausgehandelt werden, das den &bdquo;Backstop&ldquo; schlie&szlig;lich &uuml;berfl&uuml;ssig machen w&uuml;rde. Denkbar w&auml;ren auch bilaterale Vereinbarungen zwischen London und Dublin, die die neue EU-Au&szlig;engrenze zwischen Irland und Nordirland sichern und den europ&auml;ischen Binnenmarkt sch&uuml;tzen k&ouml;nnten.<br>\nMit ein wenig Phantasie und gutem Willen sollte all das machbar sein. Auch Nachverhandlungen sind keine un&uuml;berwindbare H&uuml;rde. In den letzten Jahren hat es immer wieder Situationen gegeben, in denen die Europ&auml;er ausgehandelte Vertr&auml;ge wieder &bdquo;aufgemacht&ldquo; haben. Das war beim EU-Vertrag von Lissabon so, der auf Wunsch Irlands nachtr&auml;glich erg&auml;nzt wurde. Ein anderes Beispiel sind die Verhandlungen mit Kanada &uuml;ber das Freihandelsabkommen CETA. Damals schaffte es Ex-Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel (SPD) fast im Alleingang, den Text substanziell zu ver&auml;ndern.<br>\nIm Falle Gro&szlig;britanniens w&auml;ren Nachverhandlungen sogar besonders einfach. Denn London hat den Austritts-Vertrag nicht ratifiziert, auch das Europaparlament muss noch zustimmen. Es ist also noch nicht alles in Stein gemei&szlig;elt &ndash; auch wenn dies in Br&uuml;ssel gern so dargestellt wird. Vor allem die Europaabgeordneten spielen mit gezinkten Karten. Sie pr&auml;sentieren sich als Gralsh&uuml;ter der europ&auml;ischen Ordnung, dabei haben sie die Ratifizierung des Brexit-Deals immer wieder aufgeschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/inside-brexit\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Finanzsystem l&auml;sst sich nicht mehr &ldquo;normalisieren&rdquo;<\/strong><br>\nIm Dezember 2018 fielen die Kurse an der New Yorker Aktienb&ouml;rse so stark wie in keinem Dezember seit der Gro&szlig;en Depression. Der rasante Abw&auml;rtstrend sandte Schockwellen durch das globale Finanzsystem, die Welt schien pl&ouml;tzlich vor der n&auml;chsten gro&szlig;en Finanzkrise zu stehen. Dann kam es zwischen Weihnachten und Neujahr zu einer dramatischen Kehrtwende: Die Kurse begannen eine rasante Aufholjagd und bescherten dem Dow Jones einen B&ouml;rsenjanuar, wie man ihn seit Jahrzehnten nicht gesehen hat.<br>\nDas dramatische Auf und Ab war kein Zufall: Der Einbruch im Dezember war das Ergebnis der strategischen Umkehr der FED, die 2018 begonnen hatte, die Geldzufuhr ins System zu stoppen, ihm sogar Geld zu entziehen und die eigene Bilanz zu bereinigen. Die Umkehr nach Weihnachten dagegen war auf zwei Reaktionen aus der Politik und der Bankenwelt zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: Zum einen griff in den USA das 1986 unter Ronald Reagan geschaffene &ldquo;Plunge Protection Team&rdquo;, das &uuml;ber eine der gr&ouml;&szlig;ten Schwarzen Kassen der Welt verf&uuml;gt, auf Gehei&szlig; von Finanzminister Mnuchin in die M&auml;rkte ein. Zum anderen sendete die Federal Reserve als weltweite Nr. 1 unter den Zentralbanken ein klares Signal aus: Sie wird ihre Abkehr von der Politik des billigen Geldes nicht &ndash; wie noch im Dezember gro&szlig;spurig angek&uuml;ndigt &ndash; &ldquo;auf Autopilot&rdquo; fortsetzen, sondern an die Bed&uuml;rfnisse der M&auml;rkte &ldquo;anpassen&rdquo; und die Anfang Dezember angek&uuml;ndigten Zinserh&ouml;hungen vorerst aussetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Finanzsystem-laesst-sich-nicht-mehr-normalisieren-4298032.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geburtsstationen: &ldquo;Das System der Geburtshilfe muss sich &auml;ndern&rdquo;<\/strong><br>\nEine Hamburger Klinik weist Schwangere ab, weil Personal im Krei&szlig;saal fehlt. Wie kann das sein? Eine &Auml;rztin erkl&auml;rt, was auf deutschen Entbindungsstationen falsch l&auml;uft. [&hellip;]<br>\nEs gibt ein paar gef&auml;hrliche Trends wie den zu Kaiserschnitten, weil sie schnell und planbar sind und besser bezahlt werden. Einmal den ganzen Bauch auf- und wieder zumachen ist aber ein wirklich gro&szlig;er Eingriff f&uuml;r die Frau, der Folgen hat. Die Auswirkungen auf die Kinder werden gerade erst erforscht, aber schon jetzt zeigt sich ein Zusammenhang mit sp&auml;terem Diabetes oder Asthma. Au&szlig;erdem gleichen die Klinken mangelndes eigenes Personal durch hinzugekaufte Honorar&auml;rzte aus. Der Trick dabei: Die Kosten hierf&uuml;r laufen in der Regel nicht als Personalkosten, sondern werden &uuml;ber andere Posten, beispielsweise Sachkosten, abgerechnet. Ich finde das hochproblematisch. Der Chefarzt l&auml;sst sich das Facharztzeugnis mailen, telefoniert, wenn es gut l&auml;uft, einmal kurz mit dem Kollegen und dann geht es los. Ein Honorararzt kann sich nie richtig einarbeiten, weil er nach ein bis zwei Diensten wieder weg ist, was auch dazu beitr&auml;gt, dass manche sich nur wenig verantwortlich f&uuml;hlen. Der Honorararzt kennt die klinikeigenen Qualit&auml;tsstandards nicht und spricht oft nicht einmal Deutsch. Da kann man kein sicheres Geb&auml;ren garantieren.<br>\nZEIT ONLINE: Und jetzt?<br>\nManz: Es muss eine gro&szlig;e Ver&auml;nderung im System geben, das ist klar. F&uuml;r den Anfang w&uuml;rde ich mir einfach w&uuml;nschen, dass sich Chefarzt und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Klinik gemeinsam hinsetzen und fragen: Was braucht gute, sichere Geburtshilfe und wie kriegen wir das wirtschaftlich hin? Derzeit bestimmt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in den meisten H&auml;usern ganz allein, was rein finanziell geht, und dann muss der Chefarzt irgendwie einen Dienstplan basteln und hoffen, dass ihm die Kollegen nach dem dritten Wochenenddienst in Folge nicht vor Ersch&ouml;pfung umkippen. Ich will keine &uuml;bertriebene Luxusmedizin, aber man muss vern&uuml;nftig seine Arbeit machen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/hamburg\/2019-02\/geburtsstationen-geburtshilfe-personalengpass-hebammen-einsparungen-schwangerschaft\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>MAGA Misses the Eurasia Train<\/strong><br>\nWhile China and Russia solidify their economic and political alliance, the U.S. is missing an historic chance to join a multilateral world, clinging instead to military empire, argues Pepe Escobar.<br>\nWe should know by now that the heart of the 21stCentury Great Game is the myriad layers of the battle between the United States and the partnership of Russia and China.<br>\nEven the U.S. National Defense Strategy says so: &ldquo;The central challenge to U.S. prosperity and security is the reemergence of long-term, strategic competition by &hellip; revisionist powers.&rdquo; The recently published assessment on U.S. defense implications of China&rsquo;s global expansion says so too.<br>\nThe clash will frame the emergence of a possibly new, post-ideological, strategic world order amidst an extremely volatile unpredictability in which peace is war and an accident may spark a nuclear confrontation.<br>\nThe U.S. vs. Russia and China will keep challenging the West&rsquo;s obsession in deriding &ldquo;illiberalism,&rdquo; a fearful, rhetorical exercise that equates Russian democracy with China&rsquo;s one party rule, Iran&rsquo;s demo-theocracy and Turkey&rsquo;s neo-Ottoman revival.<br>\nIt&rsquo;s immaterial that Russia&rsquo;s economy is one-tenth of China&rsquo;s. From boosting trade that bypasses the U.S. dollar, to increasing joint military exercises, the Russia-China symbiosis is poised to advance beyond political and ideological affinities.<br>\nChina badly needs Russian know-how in its military industry. Beijing will turn this knowledge into plenty of dual use, civilian-military innovations.<br>\nThe long game indicates Russia and China will break down language and cultural barriers to lead Eurasian integration against American economic hegemony backed by military might.<br>\nOne could say the Eurasian century is already upon us. The era of the West shaping the world at will (a mere blip of history) is already over. This is despite Western elite denials and fulminations against the so-called &ldquo;morally reprehensible,&rdquo; &ldquo;forces of instability&rdquo; and &ldquo;existential threats.&rdquo;<br>\nStandard Chartered, the British financial services company, using a mix of purchasing power exchange rates and GDP growth, has projected that the top five economies in 2030 will be China, the U.S., India, Japan and Russia. These will be followed by Germany, Indonesia, Brazil, Turkey and the UK. Asia will extend its middle class as they are slowly killed off across the West.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2019\/02\/04\/pepe-escobar-maga-misses-the-eurasia-train\/%20\">Pepe Escobar auf Consortium News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wahrscheinlich ist Pepe Escobar ein wenig zu optimistisch, was die sino-russische Allianz angeht. Als Markt ist Russland im globalen Ma&szlig;stab klein und kein Ersatz f&uuml;r die USA und die EU und den technischen Vorsprung in der R&uuml;stungsindustrie d&uuml;rfte von China sp&auml;testens im n&auml;chsten Jahrzehnt auch wettgemacht sein. Was bleibt sind die reichen Rohstoffe. Ein derartiges Szenario beschreibt Wladimir Sorokin in seiner lesenswerten Dystopie &ldquo;Der Tag des Opritschniks&rdquo;. Nichtsdestrotrotz ist Escobars Artikel eine lohnenswerte Lekt&uuml;re, die erfreulich gegen den westlichen Mainstream geb&uuml;rstet daherkommt. Escobar ist &uuml;brigens regelm&auml;&szlig;iger geostrategischer Kolumnist bei der Asia Times https:\/\/www.asiatimes.com. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>M&auml;rchenstunde mit Macron: Die Russen stecken hinter den Gelbwesten<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron ist weiterhin auf der Suche nach einem Rezept gegen die Proteste der sogenannten Gelbwesten. Weder polizeiliches Durchgreifen noch ostentative Verbr&uuml;derung mit den Demonstranten konnten ihm die erhoffte Ruhepause verschaffen.<br>\nDas &ldquo;gener&ouml;se&rdquo; Gespr&auml;chsangebot Macrons, auf einer Reise durch Frankreich mit den B&uuml;rgern, zumindest aber mit den B&uuml;rgermeistern zu reden, wurde von den Gelbwesten ebenfalls nicht angenommen. Nun beschuldigt Macron Russland, russische Medien und den russischen Pr&auml;sidenten. Vielleicht das letzte Aufgebot, das der ehemalige Liebling der Medien zu seiner Verteidigung in die Schlacht schicken kann?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/83728-maerchenstunde-mit-macron-russen-stecken-hinter-den-gelbwesten\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europas Kriegsautonomie<\/strong><br>\nDeutschland und Frankreich haben am gestrigen Mittwoch den praktischen Startschuss f&uuml;r Entwicklung und Bau ihres Luftkampfsystems der Zukunft gegeben. Nach der gestrigen Unterzeichnung eines entsprechenden Vorvertrags k&ouml;nnen Airbus und Dassault die Erstellung einer Grundkonzeption f&uuml;r das &ldquo;Future Combat Air System&rdquo; (FCAS) in Angriff nehmen. Bei diesem handelt es sich um einen Luftkampfverbund, der einen Kampfjet der j&uuml;ngsten Generation mit Aufkl&auml;rungsflugzeugen, Satelliten, Drohnen und Drohnenschw&auml;rmen verbindet und ab den 2040er Jahren f&uuml;r Kriege in aller Welt genutzt werden k&ouml;nnen soll. Das Finanzvolumen des Projekts wird auf mehr als 100 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Die am Dienstag bekannt gewordene Best&auml;tigung der Bundesregierung, den deutschen Milit&auml;retat in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren von heute 43,2 Milliarden Euro auf gut 60 Milliarden Euro anzuheben, &ouml;ffnet den notwendigen Spielraum daf&uuml;r. Fachleute urteilen, das FCAS schaffe die Grundlage f&uuml;r &ldquo;europ&auml;ische Autonomie&rdquo; gegen&uuml;ber den USA &ndash; in Sachen R&uuml;stung, Milit&auml;r und Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7853\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Berlin verspricht h&ouml;here Ausgaben<\/strong><br>\nDie USA beklagen immer wieder zu geringe Verteidigungsausgaben der Bundesregierung. Jetzt hat Deutschland der NATO offenbar versprochen, mehr in die Bundeswehr zu investieren. Doch das d&uuml;rfte dem B&uuml;ndnis nicht reichen.<br>\nIm Streit mit den USA &uuml;ber die Verteidigungsausgaben hat Deutschland offenbar neue Zusagen gemacht. Die Bundesregierung legte der NATO nach ARD-Informationen ein Strategiepapier vor, das eine Erh&ouml;hung der Investitionen in die Bundeswehr und deren Ausr&uuml;stung &uuml;ber die bereits bis 2024 zugesagten 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hinaus vorsieht. Das bestehende Bekenntnis bedeute bereits einen Anstieg um 80 Prozent zwischen 2014 und 2024 (in absoluten Zahlen von rund 33 auf 60 Milliarden Euro), hei&szlig;t es in dem Bericht. &ldquo;Dieser Anstieg wird in den Jahren nach 2024 fortgesetzt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-335.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA bewaffnen aus Versehen al-Qaida-nahe Milizen<\/strong><br>\nDer Krieg im Jemen ist ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r die US-R&uuml;stungsindustrie. Offiziell d&uuml;rfen deren Handelspartner die gelieferten Waffen zwar nicht weitergeben. Dennoch sind diese nun in H&auml;nden radikaler Milizen. [&hellip;]<br>\nDer Krieg gilt als einer der grausamsten unserer Zeit, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen get&ouml;tet, etwa 20 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht.<br>\nDie Waffen und Milit&auml;rger&auml;tschaften, die die saudi-arabisch gef&uuml;hrte Koalition nutzt, kommen zu gro&szlig;en Teilen aus den USA. Jedoch ist in den Liefervertr&auml;gen geregelt, dass beides nicht an Dritte weitergegeben werden darf. Schon gar nicht an radikale, durchaus al-Qaida-nahe Milizen wie die Amalka-Brigade.<br>\nDass genau das nun der Fall zu sein scheint, hat eine Recherche von CNN ergeben. Reporter sind durch das Land gereist und haben an verschiedenen Orten in den USA hergestellte Waffen und Fahrzeuge gesichtet, die sich nun in H&auml;nden von Milizen befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article188342109\/Jemen-USA-bewaffnen-aus-Versehen-al-Qaida-nahe-Milizen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Waffenlieferungen f&uuml;r den Jemenkrieg stoppen<\/strong><br>\nEs ist eine moralische Bankrotterkl&auml;rung, dass die Bundesregierung entgegen allen Beteuerungen weiter Waffen an L&auml;nder wie die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt und liefert, die im Jemen an der Seeblockade und weiteren Kriegsverbrechen beteiligt sind. Die skrupellose R&uuml;stungsexportpolitik der Merkel-Regierung ist so mitverantwortlich f&uuml;r die humanit&auml;re Katastrophe im Jemen&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Mit einem ohnehin l&ouml;chrigen und eng befristeten Exportstopp nach Saudi Arabien ist es nicht getan. Die R&uuml;stungsexporte in die am Jemenkrieg beteiligten Staaten m&uuml;ssen gestoppt werden. Alle erteilten Genehmigungen an die im Jemenkrieg beteiligten Staaten m&uuml;ssen sofort widerrufen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/waffenlieferungen-fuer-den-jemenkrieg-stoppen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Im Clinch mit der R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nDer Freiburger Lehrer J&uuml;rgen Gr&auml;sslin z&auml;hlt zu den engagiertesten R&uuml;stungsgegnern Deutschlands. Insbesondere der deutschen R&uuml;stungsindustrie ist er ein Dorn im Auge: Die Politik biete den Konzernen zu viele Schlupfl&ouml;cher, kritisiert er.<br>\nEr hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Wahrheit ans Licht zu bringen: Dass deutsche Konzerne Waffen an Schurkenstaaten und in Krisenherde exportieren, ist f&uuml;r den Aktivisten J&uuml;rgen Gr&auml;sslin der wahre Grund f&uuml;r viele Kriege. Nach seiner Berechnung sterben weltweit jeden Tag mehr als 100 Menschen durch deutsches Kriegsger&auml;t.<br>\nAls er als Bundeswehrsoldat auf Pappkameraden schie&szlig;en musste, wurde J&uuml;rgen Gr&auml;sslin bewusst, dass er als Soldat im Ernstfall t&ouml;ten w&uuml;rde. Den Wehrdienst hat er darum vorzeitig verlassen, er wurde Lehrer &ndash; und entschlossener Friedensaktivist. Seine B&uuml;cher und Filme erz&auml;hlen seit &uuml;ber 30 Jahren vom Leid, das Waffen aus deutscher Produktion in alle Welt bringen.<br>\n&bdquo;Es reicht nicht, zu blockieren, Werkstore zu verschlie&szlig;en, symbolische Akte zu vollziehen. Sondern ich muss recherchieren, ich muss publizieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/friedensaktivist-juergen-graesslin-im-clinch-mit-der.970.de.html?dram:article_id=440304\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Loveparade-Prozess: &bdquo;Unser Strafrecht ist kein Genugtuungsstrafrecht&ldquo;<\/strong><br>\nDie Einstellung des Verfahrens gegen sieben Angeklagte m&uuml;sse f&uuml;r die Opfer unbefriedigend sein, sagte der Jurist Thomas Fischer im Dlf. Man m&uuml;sse bei der Bewertung jedoch zwischen allgemeiner Verantwortung und strafrechtlicher Schuld unterscheiden &ndash; und die sei bei den Angeklagten zu gering gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/loveparade-prozess-unser-strafrecht-ist-kein.694.de.html?dram:article_id=440306\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Anschlie&szlig;end wurde ich ins Gef&auml;ngnis gebracht&rdquo;: &Uuml;berlebender des Odessa-Massakers berichtet<\/strong><br>\nOleg Muzyka &uuml;berlebte das Massaker vom 2. Mai 2014 im ukrainischen Odessa. &Uuml;ber 40 Menschen wurden dabei von einem nationalistischen Mob get&ouml;tet. In Dresden stellte Muzyka sein neues Buch zu dem Vorfall vor, f&uuml;r den bislang niemand angeklagt wurde. RT Deutsch war vor Ort.<br>\nAm 2. Mai 2014 verbrannten und erstickten im Gewerkschaftshaus von Odessa mehrere Dutzend Menschen. Weitere starben nach ihrem Sprung aus dem Fenster, mit dem sie den Flammentod entgehen wollten. Ein ultranationalistischer Mob hatte das Geb&auml;ude mit Molotow-Cocktails in Brand gesteckt. &Uuml;ber einen Seiteneingang war der Mob zudem mit Kn&uuml;ppeln in das Geb&auml;ude gest&uuml;rmt und hatte Jagd auf Regierungskritiker gemacht, die in B&uuml;ros Schutz gesucht hatten.<br>\nInsgesamt 42 Menschen starben in und vor dem Gewerkschaftshaus, 210 Menschen wurden verletzt. Aus den zahlreichen Videos, die am Ort der Trag&ouml;die aufgenommen wurden, geht hervor, dass viele der Schwerverletzten noch vor dem Abtransport in Krankenh&auml;user von den rechtsextremen Schl&auml;gern bedroht wurden. Oleg Muzyka, ein &Uuml;berlebender des Vorfalls, stellte zusammen mit seinen Ko-Autoren im DGB-Haus in Dresden am Samstag ein neues Buch zu dem Vorfall vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/83808-brand-gewerkschaftshauses-in-odessa-2014-ueberlebender-stellt-buch-in-dresden-vor\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutscher Reporter in Haft: Kaum Solidarit&auml;t mit Billy Six<\/strong><br>\nEin deutscher Journalist sitzt seit zweieinhalb Monaten in Venezuela im Gef&auml;ngnis, und wenn man mal vergleicht, was vor gut zwei Jahren so los war, als der deutsche Journalist und &bdquo;Welt&ldquo;-Korrespondent Deniz Y&uuml;cel in der T&uuml;rkei inhaftiert war, ist es im Moment geradezu still.<br>\nDamals gab es Auto-Korsos, Soli-Konzerte, Titelseiten, Zeitungsanzeigen und Aufrufe von Politikern, K&uuml;nstlern, Intellektuellen. Alle setzten sich daf&uuml;r ein, Y&uuml;cel sofort wieder freizulassen. Es war ein Kampf um und f&uuml;r ihn, aber auch ganz grunds&auml;tzlich f&uuml;r Presse- und Meinungsfreiheit. Aus #freedeniz wurde bald #freethemall &ndash; befreit alle Journalisten, die zu Unrecht im Gef&auml;ngnis sitzen! Womit aber wohl vor allem die in der T&uuml;rkei gemeint waren. (&hellip;)<br>\nEinerseits mag das daran liegen, dass es damals nicht nur um Deniz Y&uuml;cel ging, sondern generell um die T&uuml;rkei. Es war eine gewaltige Diskussion &uuml;ber die politische Lage dort, &uuml;ber so genannte Fl&uuml;chtlings-Deals und Pr&auml;sident Erdogans Angriffe auf Satiriker wie Jan B&ouml;hmermann, dessen sp&auml;terer Kampf f&uuml;r Y&uuml;cel auch ein pers&ouml;nlicher gegen Erdogan war. Y&uuml;cel jedenfalls wusste viele hinter sich: Zeitungen wie &bdquo;Welt&ldquo; und &bdquo;taz&ldquo;, einen sehr aktiven Freundeskreis, der viel initiierte, und eine Menge Prominente.<br>\nM&ouml;glicherweise fehlt es den meisten heute an pers&ouml;nlicher Betroffenheit, aber wahrscheinlich ist es auch etwas anderes, dass viele nun abh&auml;lt, sich #freebilly-Buttons anzuheften, und es ist nicht nur die Tatsache, dass Venezuela weit weg ist. &bdquo;Ich will nicht ausschlie&szlig;en&ldquo;, sagt ROG-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Mihr, &bdquo;dass manche Personen, zum Teil auch Medien, eher zur&uuml;ckhaltend sind aufgrund der politischen Ausrichtung von Herrn Six bzw. seinen Auftraggebern.&ldquo; Denn Billy Six arbeitet ausschlie&szlig;lich f&uuml;r rechte Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/35280\/deutscher-reporter-in-haft-kaum-solidaritaet-mit-billy-six\">&Uuml;bermedien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Willkommenskultur lebt: Stiftung stellt neue manipulierte Umfrage vor<\/strong><br>\nWeil Migration gut f&uuml;rs Gesch&auml;ft ist, wie das Weltwirtschaftsforum titelte, haben sich auch wirtschaftsnahe deutsche Stiftungen fr&uuml;h der Schaffung einer Willkommenskultur verschrieben und f&uuml;r eine entsprechende Ausrichtung der deutschen Regierungspolitik gesorgt (siehe Dossier). Auf Initiative der Stiftung Mercator betreiben sie als Sachverst&auml;ndigenrat deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration (SVR) u.a. pseudowissenschaftlich verbr&auml;mte Migrationsf&ouml;rderung. Wie das geht zeigt eine aktuelle &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Umfrage, f&uuml;r die die Stiftung Mercator bezahlt hat.<br>\n(&hellip;) Die Stiftung Mercator schreibt als wichtigste Lehre aus der Umfrage:<br>\n&bdquo;dass trotz der deutlich versch&auml;rften &ouml;ffentlichen und politischen Debatte &uuml;ber die Zuwanderung und Integration seit 2014 keine kontinuierliche Verschlechterung des Integrationsklimas in der Bev&ouml;lkerung eingetreten ist.&ldquo;<br>\nKenner &uuml;bersetzen das in: Es ist zwar eine Verschlechterung eingetreten, aber sie war nicht kontinuierlich. (&hellip;) Kluge Konzeption ist bei einer Umfrage das A und O f&uuml;r ein erw&uuml;nschtes Ergebnis. Das haben Autor und Autorin beherzigt. Sie stellten nicht nur suggestive, wertende und oft zweideutige Fragen. Sie statteten diese auch noch mit f&uuml;nf Antwortm&ouml;glichkeiten aus, von stimme sehr zu, &uuml;ber wei&szlig; nicht\/egal bis stimme &uuml;berhaupt nicht zu. Weil viele Fragen doppeldeutig oder &uuml;berladen sind, entf&auml;llt ein sehr gro&szlig;er Anteil der Antworten auf die neutrale Kategorie. Das erlaubt dann ein Fazit wie: &bdquo;Zivilgesellschaft wie auch die Politik k&ouml;nnen sich in ihrer Gestaltung der l&auml;ngerfristigen Integration auf eine gegen&uuml;ber Vielfalt positiv oder neutral eingestellte Mehrheit in der Bev&ouml;lkerung st&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nWo man niedrige Zustimmungswerte haben und plakatieren will, formuliert man die Aussagen so hart, dass man nur von eingefleischten Pegida-Sympathisanten Zustimmung erwarten sollte: &bdquo;Wir sollten st&auml;rker darauf achten, nicht von den Migranten &uuml;berrannt zu werden&ldquo;, lautet eine solche Frage. Dass trotzdem fast 40 Prozent der Befragten (irgendwie gewichtet) dieser Aussage zustimmen, straft den k&uuml;nstlich positiven Tenor der Auswertung in Sachen Willkommenskultur L&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1105-mercator-willkommenskultur\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ich schaue die Anstalt, weil&hellip;<\/strong>\n<ul>\n<li>Horst Seehofer: Ich schaue die Anstalt, weil&hellip;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=r7X_yybA4fM\">Max Uthoff<\/a> <\/li>\n<li>Angela Merkel: Ich schaue die Anstalt, weil..<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=d1Yg8xuIUxQ%20\">Claus von Wagner<\/a><\/li>\n<li>Noch ein ernstes St&uuml;ck &ndash; von vor einem Jahr, aber immer noch aktuell:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lesMwYm8SOk\">Waffenexporte leicht gemacht &ndash; Die Anstalt vom 27. M&auml;rz 2018 | ZDF<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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