{"id":49165,"date":"2019-02-08T08:27:42","date_gmt":"2019-02-08T07:27:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165"},"modified":"2019-02-08T08:27:42","modified_gmt":"2019-02-08T07:27:42","slug":"hinweise-des-tages-3301","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h01\">Umstrittene Ostseepipeline: Frankreich stellt sich gegen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h02\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h03\">Warnung vor neuem Teufelskreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h04\">Die &Auml;rmsten bleiben arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h05\">GroKo: Bessere Kitas, gest&auml;rkte Familien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h06\">Arbeitszeitdebatte soll Mindestlohn aufweichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h07\">So will die SPD linker werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h08\">Klotzen mit Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h09\">Anti-IS-Kampf: Wadephul (CDU) f&uuml;r Milit&auml;r-Einsatz im Mittleren und Nahen Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h10\">Gekaperte Staaten von Europa. Wie Regierungen Lobbyismus f&uuml;r Konzerne betreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h11\">Streit mit Italien Frankreich ruft Botschafter zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h12\">&bdquo;Unverantwortlicher Kahlschlag&ldquo; bei Funke-Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49165#h13\">Die Diktatur des Volontariats<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Umstrittene Ostseepipeline: Frankreich stellt sich gegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;ber Nord Stream 2 wird es einsam um Deutschland: Frankreichs Au&szlig;enministerium zeigt Sympathie f&uuml;r eine &Uuml;berarbeitung der EU-Gasrichtlinie, die den Bau stoppen k&ouml;nnten. Stellt sich Paris am Freitag offen gegen Berlin?<br>\nFrankreich stellt sich bei einer wichtigen EU-Abstimmung zu Gaspipelines wom&ouml;glich gegen den Partner Deutschland &ndash; und gegen die in Bau befindliche Nord-Stream-2-Leitung: Das Au&szlig;enministerium in Paris k&uuml;ndigte am Donnerstag an, Frankreich unterst&uuml;tze &Auml;nderungen an der EU-Gasrichtlinie, die Freitag zur Abstimmung stehen und die Nord Stream 2 beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnten.<br>\nDabei geht es um einen Vorsto&szlig; der EU-Kommission, die Geltung der Gasrichtlinie auszuweiten. Bislang unterliegen dieser nur Pipelines innerhalb der EU, die Kommission will die Regelung aber auch auf Zulieferleitungen wie die Ostseepipeline ausweiten. Die EU-Regelung sieht unter anderem vor, dass Betrieb und die Erdgas-Belieferung der Pipelines strikt getrennt werden m&uuml;ssten, der russische Konzern Gazprom hat bei Nord Stream 2 aber bereits beides in der Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/nord-stream-2-frankreich-will-offenbar-gegen-ostseepipeline-stimmen-a-1252144-druck.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Gaspipeline Nord Stream 2: CDU-Au&szlig;enexperte R&ouml;ttgen stellt sich gegen Merkel<\/strong><br>\nIm Streit um die deutsch-russische Gaspipeline bekommt die Kanzlerin einen prominenten Gegner aus der eigenen Partei. R&ouml;ttgen fordert, Nord Stream 2 zu stoppen.<br>\nDer Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, Norbert R&ouml;tten (CDU), unterst&uuml;tzt Frankreichs Bem&uuml;hen, die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 in Br&uuml;ssel zu stoppen. Es sei &bdquo;richtig, das Gut der europ&auml;ischen Einheit und Handlungsf&auml;higkeit &uuml;ber die Solidarit&auml;t mit Deutschland zu stellen&ldquo;, sagte R&ouml;ttgen am Donnerstag dem Tagesspiegel. Er stellt sich damit in einem zentralen Punkt der Energiepolitik gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel, ebenfalls CDU. Sie hatte gegen die Bedenken vieler europ&auml;ischer Partner an dem Projekt festgehalten.<br>\nR&ouml;ttgen wirft Merkel vor, sie isoliere Deutschland in der Frage. &bdquo;Die Politik der Bundesregierung in Sachen Nord Stream 2 ist seit Jahren einseitig, ohne R&uuml;cksicht auf die mehrheitliche Ablehnung in der EU und vor allem die Sicherheitsbedenken unserer osteurop&auml;ischen Nachbarn. Es ist nicht die Schuld Frankreichs, dass wir uns in dieser Frage europ&auml;isch isoliert haben&ldquo;, betont R&ouml;ttgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gaspipeline-nord-stream-2-cdu-aussenexperte-roettgen-stellt-sich-gegen-merkel\/23960894.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Nach meiner Einsch&auml;tzung wird am Ende der Einfluss der USA und der osteurop&auml;ischen Staaten so gro&szlig; sein, dass das Projekt doch noch scheitert. Daf&uuml;r spricht auch die &Auml;u&szlig;erung von R&ouml;ttgen (CDU), immerhin Vorsitzender des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Bundestages. <\/em><\/p>\n<p><em>Man sollte bei einer Beurteilung solcher Vorg&auml;nge immer im Blick behalten, dass Europa durchwirkt ist von Einflussagenten der USA, der R&uuml;stungsindustrie und der Finanzwirtschaft. R&ouml;ttgen geh&ouml;rt zu diesem Kreis. Dazu geh&ouml;ren auch wesentliche Teile der osteurop&auml;ischen Regierungen, also jener in Polen und in den baltischen Staaten. Dazu geh&ouml;rt auch Juncker und weite Teile der Kommission der EU. Anders ist nicht zu erkl&auml;ren, dass die EU-Kommission den Vorsto&szlig; zur &Auml;nderung der Gasrichtlinie tr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><em>Im &Uuml;brigen ist vermutlich auch die Einsch&auml;tzung, Angela Merkel w&uuml;rde eine eigenst&auml;ndige, von den USA unabh&auml;ngige Politik betreiben, ziemlich verwegen. Sie hat im Fall von Nordstream 2 bisher clever den Eindruck erweckt, sie sei von amerikanischen Interessen nicht beeindruckt. Dass jetzt der Vorsto&szlig; von R&ouml;ttgen im Widerspruch zu ihr gestartet wurde, glaube ich nicht. Das ist ein abgekartetes Spiel.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Nord Stream 2: &bdquo;Lex Russland&ldquo; n&uuml;tzt nur Trump<\/strong><br>\nEs ist gef&auml;hrlich, dass sich immer mehr EU-Staaten von der aggressiven Rhetorik der USA einsch&uuml;chtern lassen. Sollte Frankreich f&uuml;r die EU-Richtlinie zur Entflechtung von Gasunternehmen stimmen, die letztlich eine &sbquo;Lex Russland&lsquo; darstellt, w&auml;re das ein fatales Signal. Denn der Import von russischem Erdgas ist um einiges naheliegender als der von US-amerikanischem Fracking-Gas. Zudem existieren genug Versorgungswege, auf denen sich Europa mit Gas aus nicht-russischem Quellen versorgen kann, so dass das Argument einer &uuml;bergro&szlig;en Abh&auml;ngigkeit von Russland nicht zieht&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, Vorsitzender des Bundestagsausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Medienberichte &uuml;ber einen Meinungsumschwung der franz&ouml;sischen Regierung in Bezug auf die Gaspipeline Nord Stream 2. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Der Versuch, &uuml;ber eine Revision der europ&auml;ischen Gas-Richtlinie Nord Stream 2 noch zu stoppen, ist &uuml;berdies rechtlich fragw&uuml;rdig. Die Pipeline befindet sich bereits im Bau, die beteiligten Unternehmen erf&uuml;llen alle derzeit g&uuml;ltigen rechtlichen Vorgaben. Um Nord Stream 2 mit Hilfe der ge&auml;nderten Gas-Richtlinie noch zu stoppen, m&uuml;sste diese r&uuml;ckwirkend angewendet werden. Das w&uuml;rde den Vertrauensschutz f&uuml;r die beteiligten Unternehmen empfindlich verletzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nord-stream-2-lex-russland-nuetzt-nur-trump\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&iexcl;No Pasar&aacute;n! Fake News gegen Venezuela: Geschlossene Grenzbr&uuml;cke war nie offen. Warnung vor US-Milit&auml;rintervention<\/strong><br>\nGro&szlig;e Aufregung um zwei Container und einen Lkw-Anh&auml;nger, die quer auf einer Br&uuml;cke &uuml;ber den Rio T&aacute;chira stehen. Venezuelas Regierung habe den Grenz&uuml;bergang zur kolumbianischen Stadt C&uacute;cuta geschlossen, um die Lieferung &raquo;humanit&auml;rer Hilfe&laquo; zu verhindern, emp&ouml;rte sich US-Au&szlig;enminister Michael Pompeo in der Nacht zum Donnerstag &uuml;ber Twitter.<br>\nTats&auml;chlich jedoch war die Las-Tienditas-Br&uuml;cke noch nie offen. Ihr Bau war 2013 in Angriff genommen worden, um die zwei existierenden Grenz&uuml;berg&auml;nge in San Antonio und Ure&ntilde;a zu entlasten, die t&auml;glich von mehr als 50.000 Menschen in beide Richtungen passiert werden. Sie wurde 2016 fertiggestellt, aber nie er&ouml;ffnet. Die einzigen regelm&auml;&szlig;igen Nutzer waren Schmuggler, die nachts billiges Benzin aus Venezuela nach Kolumbien schafften.<br>\nTrotzdem hatte der kolumbianische Fernsehsender NTN 24 am Dienstag angek&uuml;ndigt, dass &uuml;ber diese Br&uuml;cke die &raquo;humanit&auml;re Hilfe&laquo; nach Venezuela transportiert werde. Diosdado Cabello, Pr&auml;sident der Verfassunggebenden Versammlung Venezuelas, warnte am Mittwoch (Ortszeit) in seiner w&ouml;chentlichen Fernsehsendung &raquo;Con el Mazo Dando&laquo;, dass das der Beginn eines irregul&auml;ren Krieges sei. Ansonsten handle es sich um eine &raquo;Show&laquo;. Die Opposition habe angek&uuml;ndigt, Waren f&uuml;r 20.000 Menschen ins Land bringen zu wollen &ndash; w&auml;hrend die Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro jeden Monat sechs Millionen Lebensmittelpakete zu subventionierten Preisen vertreibe.<br>\nGegen&uuml;ber dem US-Sender CNN behauptete Puerto Ricos Vizeregierungschef Luis Rivera Mar&iacute;n am Donnerstag, dass erste Lieferungen bereits in Venezuela angekommen seien. Man habe &raquo;einige Fenster&laquo; ausgemacht und diese genutzt, sagte er. Weitere Lieferungen w&uuml;rden folgen. Best&auml;tigt wurde das von anderer Seite bislang nicht. Allerdings berichtete die &ouml;rtliche Tageszeitung El Carabobe&ntilde;o am Mittwoch, dass am Vortag auf dem internationalen Flughafen der Stadt Valencia eine aus Miami stammende Lieferung von Kriegswaffen entdeckt worden sei. Die Nationalgarde pr&auml;sentierte das beschlagnahmte Arsenal, das f&uuml;r terroristische Gruppen bestimmt gewesen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348717.kampf-um-venezuela-no-pasar%C3%A1n.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Wird humanit&auml;re Hilfe in Venezuela politisch missbraucht?<\/strong><br>\nVenezolanische Medien verwiesen indes darauf, dass die Blockade der Maduro-Regierung gegen Hilfslieferungen aus den USA und der EU mehr mit dem politischen Agieren dieser Akteure zu begr&uuml;nden ist als mit einer grunds&auml;tzlichen Ablehnung solcher Hilfen durch die Regierung. Das regierungsnahe Internetmagazin misionverdad.com etwa weist darauf hin, dass die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (Paho), die regionale Vertretung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), seit Jahren in die gesundheitspolitischen Planungen der venezolanischen Regierung eingebunden ist. Dies sei vor allem seit 2018 der Fall, als in erh&ouml;htem Ma&szlig;e Malaria-, Diphtherie- und Masernausbr&uuml;che zu verzeichnen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/02\/221890\/venezuela-humanitaere-hilfe-maduro-guaido%20\">amerika21<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsbeugung ohne Skrupel: Zur Haltung der EU und des Bundestages zu Venezuela<\/strong><br>\nZwischen der Anerkennung Guaid&oacute;s, Ultimaten und Rufen nach einer &bdquo;Verhandlungsl&ouml;sung&ldquo; bewegte sich auch die Aktuelle Stunde des Bundestags zu Venezuela. Niemanden st&ouml;rte es dabei, dass Guaid&oacute; und Trump Verhandlungen als &bdquo;Zeitverschwendung&ldquo; ablehnen. Gegen den Verdacht eines Redners der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;, es gehe den Bef&uuml;rwortern eines Regime Change nicht um Demokratie, sondern um &Ouml;l, verwahrten sich CDU, CSU, FDP und SPD mit der Beteuerung, es gehe ihnen vor allem um Rechtsstaatlichkeit gem&auml;&szlig; der venezolanischen Verfassung. J&uuml;rgen Haardt (CDU\/CSU): &bdquo;Die Verfassung Venezuelas steht auf der Seite des Parlaments und des Parlamentspr&auml;sidenten. Den entsprechenden Artikel 233 hat der Bundesau&szlig;enminister bereits zitiert: Der Parlamentspr&auml;sident ist Interimspr&auml;sident, solange es keinen demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten gibt&ldquo; (Protokoll bei amerika21).<br>\nFalsch. John Laughland vom konservativen Ron Paul Institute (USA) weist darauf hin, dass in Wirklichkeit Guaid&oacute; gegen Artikel 233 verst&ouml;&szlig;t. Artikel 233 nennt pr&auml;zise sechs Umst&auml;nde, unter denen die Amtszeit eines Pr&auml;sidenten gek&uuml;rzt werden kann: Tod, R&uuml;cktritt, Amtsenthebung durch das Oberste Gericht, medizinisch formell festgestellte und von Parlament und Oberstem Gericht best&auml;tigte Krankheit, Amtsverzicht durch Verschwinden, Absetzung durch ein Referendum. Tritt einer dieser F&auml;lle ein, geht das Pr&auml;sidentenamt laut Verfassung an die Stellvertreterin des Pr&auml;sidenten, nicht an den Parlamentspr&auml;sidenten. Nur falls ein Pr&auml;sident keine Amtseinf&uuml;hrung absolviert hat, kann der Parlamentspr&auml;sident &uuml;bergangsweise &uuml;bernehmen.<br>\nMaduros Amtseinf&uuml;hrung war am 10. Januar. Die &bdquo;Rechtsstaatlichkeit&ldquo; der Mehrheiten in EU-Parlament und Bundestag erweist sich wieder einmal als Bluff gegen&uuml;ber der eigenen Bev&ouml;lkerung, die die venezolanische Verfassung nicht kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5106\/positionen\/10476\/Rechtsbeugung-ohne-Skrupel.htm\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warnung vor neuem Teufelskreis<\/strong><br>\nItalien in der Rezession, Deutschland nicht viel besser: Die beiden ungleichen L&auml;nder bremsen die Wirtschaft in der Eurozone &ndash; anders als die &bdquo;Gelbwesten&ldquo;.<br>\nItalien und Deutschland ziehen die Eurozone beim Wachstum herunter &ndash; und k&ouml;nnten sich 2019 zu Problemf&auml;llen entwickeln. Davor warnt die EU-Kommission in ihrer neuen Konjunkturprognose, die am Donnerstag in Br&uuml;ssel vorgestellt wurde.<br>\nDie &bdquo;Abw&auml;rts-Risiken&ldquo; h&auml;tten sich seit der letzten Sch&auml;tzung im Herbst deutlich vergr&ouml;&szlig;ert, sagte Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Neben dem Brexit k&ouml;nnten auch die Banken Probleme bereiten.<br>\nInsgesamt soll die Wirtschaft der 19 Eurol&auml;nder im neuen Jahr nur noch um 1,3 Prozent wachsen. In ihrer Herbstprognose hatte die Kommission noch mit 1,9 Prozent gerechnet. Besonders drastisch wurden die Erwartungen f&uuml;r Italien zusammengestrichen: Von 1,2 auf nur noch 0,2 Prozent. Aber auch Deutschland muss kleinere Br&ouml;tchen backen. Das Wachstum d&uuml;rfte nur noch bei 1,1 Prozent liegen &ndash; und nicht bei 1,8, wie im Herbst prognostiziert.<br>\nItalien steckt aktuell in einer Rezession, Deutschland ist nur knapp daran vorbeigeschrammt. Warum diese beiden L&auml;nder besonders durchh&auml;ngen, konnte Moscovici nicht erkl&auml;ren. F&uuml;r Italien f&uuml;hrte der Franzose die schwache Binnennachfrage ins Feld, f&uuml;r Deutschland den Einbruch im Automarkt. Die Regierung in Rom profitiere aber auch von sinkenden Risikoaufschl&auml;gen bei Staatsanleihen, und Berlin k&ouml;nne sich weiter auf den Privatkonsum verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Konjunktur-in-der-Eurozone\/!5571472\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die &Auml;rmsten bleiben arm<\/strong><br>\nZu teuer, nicht gerecht: F&uuml;r seine vorgeschlagene Grundrente erntet Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) viel Kritik. Die Union und SPD-Finanzminister Olaf Scholz warnten bereits vor einem bevorstehenden &raquo;25-Milliarden-Loch&laquo; im Bundeshaushalt bis 2023. &raquo;Die fetten Jahre sind vorbei&laquo;, orakelte Scholz. Deshalb pocht die CDU auf ein Finanzierungskonzept f&uuml;r Heils mit f&uuml;nf Milliarden Euro j&auml;hrlich beziffertes Vorhaben. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer k&uuml;ndigte an, das Thema n&auml;chsten Mittwoch auf die Tagesordnung beim Koalitionsausschuss zu setzen. F&uuml;r den Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband geht die Grundrente indes nicht weit genug. Sie sei zwar &raquo;ein wichtiger Schritt, um verdeckte Altersarmut zu beseitigen&laquo;, erkl&auml;rte dessen Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider laut einer Mitteilung vom Dienstag. Allerdings werde ein Gro&szlig;teil altersarmer Menschen nicht erreicht, mahnte er.<br>\nSchneider schl&auml;gt daher weitergehende Ma&szlig;nahmen vor: Erstens m&uuml;sse die Grundrente bereits nach 25 statt 35 Berufsjahren gelten. Nur so k&ouml;nnten auch Menschen mit l&auml;ngeren Zeiten von Erwerbslosigkeit oder -minderung davon profitieren, mahnte er. Zweitens, so Schneider, m&uuml;sse der Staat jene ber&uuml;cksichtigen, die auch diese Erwerbszeit nicht erreichen und weiterhin Anspruch auf Grundsicherung im Alter h&auml;tten. Er pl&auml;dierte deshalb f&uuml;r einen Freibetrag auf alle Renten, der nicht auf die Sozialhilfe angerechnet wird.<br>\nDiesen Freibetrag k&ouml;nne die Politik &auml;hnlich ausgestalten wie im Hartz-&thinsp;IV-&shy;System, erl&auml;uterte Schneider. Dort gilt &ndash; ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Erwerbseinkommen &ndash; ein Grundfreibetrag von 100 Euro. Von weiteren Eink&uuml;nften bis zu 1.000 Euro bleiben 20 Prozent anrechnungsfrei. &raquo;So kann die Bek&auml;mpfung von Armut mit der Anerkennung der Lebensleistung verbunden werden&laquo;, betonte der Verbandsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Zugleich w&uuml;rden Rentner ohne private oder betriebliche Zusatzvorsorge nicht mehr benachteiligt, da es auf diese bereits Freibetr&auml;ge bis zur H&ouml;he von 212 Euro gebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348648.neue-sozialleistung-die-%C3%A4rmsten-bleiben-arm.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes wieder ernst nehmen<\/strong><br>\nSPD-Chefin Andrea Nahles hat in einem Interview Einzelheiten des SPD-Konzeptes &bdquo;Sozialstaat 2025&ldquo; f&uuml;r den Umbau des Sozialstaats genannt. Demnach soll Hartz IV durch eine als &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; bezeichnete Grundsicherung ersetzt werden. Keine &Auml;nderungen will die SPD an den Hartz-Regels&auml;tze vornehmen, aber eher auf &ldquo;Bonussysteme, Anreize und Ermutigungen&rdquo; als auf Sanktionen setzen. Lediglich &ldquo;Sanktionen, die Obdachlosigkeit zur Folge haben&rdquo;, wolle die SPD laut Nahles abschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/sozialstaatsgebot-des-grundgesetzes-wieder-ernst-nehmen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>GroKo: Bessere Kitas, gest&auml;rkte Familien?<\/strong><br>\nZ&uuml;giger als andere Vorhaben setzt die Bundesregierung derzeit ihre Reformagenda f&uuml;r Familien und Kinder um. In dem vor knapp einem Jahr vereinbarten Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD k&uuml;ndigten die Regierungsparteien an, ein &bdquo;Ma&szlig;nahmenpaket zur Bek&auml;mpfung der Kinderarmut&ldquo; schn&uuml;ren zu wollen. Offenbar haben auch sie die anhaltend hohe Kinderarmut hierzulande als dr&auml;ngendes soziales Problem erkannt. Doch werden die bereits beschlossenen und angek&uuml;ndigten Gesetze dem selbst gesetzten Anspruch wirklich gerecht?<br>\nZuerst erh&ouml;hte die Koalition mit dem Familienentlastungsgesetz das Kindergeld zum 1. Juli 2019 um 10 Euro. Um noch einmal 15 Euro pro Kind soll es zum 1. Januar 2021 steigen &ndash; dem Jahr der n&auml;chsten regul&auml;ren Bundestagswahl, sollte die Koalition so lange durchhalten. Bisher betrug es monatlich je 194 Euro f&uuml;r die ersten beiden Kinder, 200 Euro f&uuml;r das dritte Kind und 235 Euro f&uuml;r jedes weitere. Mit dem Kindergeld wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag, der das (gestiegene) Existenzminimum des Kindes von der Einkommensteuer befreien soll, von 7428 Euro auf 7620 Euro angehoben. Die steuerlichen Kinderfreibetr&auml;ge privilegieren jedoch Besserverdienende &ndash; und darunter ausgerechnet jene B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger am meisten, die auf ihr Jahreseinkommen den H&ouml;chststeuersatz von 45 Prozent entrichten. Diese sogenannte Reichensteuer wird auf Jahreseinkommen ab 265&thinsp;327 Euro erhoben. Durch den ge&auml;nderten Kinderfreibetrag erzielen jene Spitzenverdiener eine Steuerersparnis von bis zu 285,75 Euro pro Monat. Sie erhalten also im Jahr fast 1000 Euro mehr pro Kind als eine Normalverdienerin an Kindergeld f&uuml;r ihren Nachwuchs. Das aber ist weder mit dem Gleichheitssatz noch mit dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/februar\/groko-bessere-kitas-gestaerkte-familien\">Christoph Butterwegge in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitszeitdebatte soll Mindestlohn aufweichen<\/strong><br>\n1,8 Millionen Besch&auml;ftigte bekommen immer noch nicht den gesetzlichen Mindestlohn. Statt die Einhaltung ernst zu nehmen, fordern FDP und Teile der CDU eine Ausweitung der H&ouml;chstarbeitszeit und eine schw&auml;chere Aufzeichnungspflicht. Die Union soll lieber den Koalitionsvertrag umsetzen und sich nicht mit unsinnigen Gedankenspielen zur Arbeitszeitmanipulation besch&auml;ftigen, fordert der DGB-klartext.<br>\nFast f&uuml;nf Jahre, nachdem der Deutsche Bundestag den gesetzlichen Mindestlohn beschlossen hat, bekommen ihn nach Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) immer noch 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte nicht. Der Grund? Die Arbeitgeber tricksen und der Staat l&auml;sst sie all zu oft gew&auml;hren. Besonders bei der Aufzeichnung und Einhaltung der Arbeitszeit besteht nicht erst bei diesem f&uuml;nften Geburtstag erheblicher Handlungsdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++f9d8db76-2abb-11e9-957c-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>So will die SPD linker werden<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten arbeiten ihr Trauma auf. Bei einer Vorstandsklausur am Sonntag und Montag will die SPD ein &ldquo;Sozialstaatskonzept 2025&rdquo; beschlie&szlig;en. Grundlage ist ein 17-seitiges Papier mit Reformvorschl&auml;gen f&uuml;r den Arbeitsmarkt, eine Kindergrundsicherung und Sozialleistungen. Es soll der Abschied von Hartz IV sein. Das Konzept liegt dem SPIEGEL vor, zuvor hatte die Funke Mediengruppe dar&uuml;ber berichtet. (&hellip;)<br>\nDie wichtigsten Punkte des SPD-Konzepts im &Uuml;berblick:\n<ul>\n<li>Die SPD will eine Kindergrundsicherung einf&uuml;hren. Daf&uuml;r sollen bislang einzeln ausgezahlte, einzeln zu beantragende und zum Teil aufeinander anzurechnende Leistungen (wie etwa Kindergeld, Kinderfreibetrag, Kinderzuschlag, Bildungs-\/ Teilhabepaket) zusammengefasst werden. Kinder sollen aus dem Hartz-IV-System genommen werden. <\/li>\n<li>Mit dem B&uuml;rgergeld soll ein Recht auf Arbeit verbunden sein. Das bedeutet: B&uuml;rger sollen ein &ldquo;passgenaues Angebot auf Weiterbildung\/Qualifizierung&rdquo; und Jobangebote erhalten, der soziale Arbeitsmarkt soll ausgeweitet werden.<\/li>\n<li>Auch die sogenannten Aufstocker sollen aus dem Hartz-IV-System genommen werden und k&uuml;nftig von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) betreut werden. Bislang gilt das nur f&uuml;r diejenigen, deren Arbeitslosengeld I nicht ausreicht. K&uuml;nftig sollen beitragszahlende Erwerbst&auml;tige bei der BA betreut werden.<\/li>\n<li>Bei allen, die vom Arbeitslosengeld I in den Bezug des B&uuml;rgergeldes rutschen, soll f&uuml;r zwei Jahre Verm&ouml;gen und Wohnungsgr&ouml;&szlig;e nicht &uuml;berpr&uuml;ft werden. Niemand, der auf den Bezug des B&uuml;rgergelds angewiesen ist, soll in dieser Zeit seine Wohnung verlassen m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Die Sanktionen sollen nicht komplett abgeschafft werden. &ldquo;Mitwirkungspflichten&rdquo; m&uuml;sse es weiter geben. Aber: &ldquo;Anreize, gezielte Hilfen und Ermutigung&rdquo; seien wichtiger als Sanktionen. &ldquo;Sinnwidrige und unw&uuml;rdige Sanktionen geh&ouml;ren abgeschafft.&rdquo; Die strengeren Sanktionen f&uuml;r unter 25-J&auml;hrige seien &ldquo;offenkundig kontraproduktiv&rdquo;. Auch d&uuml;rfe niemand wegen Sanktionen Angst haben, obdachlos zu werden, daher will die SPD die K&uuml;rzung der Wohnkosten abschaffen. Eine komplette Streichung von Leistungen soll es nicht mehr geben.<\/li>\n<li>Die Antr&auml;ge auf Leistungen sollen einfacher und unb&uuml;rokratischer werden. Daf&uuml;r sollen die Formulare, Antr&auml;ge und Bescheide &uuml;berarbeitet &ldquo;und schrittweise durch schlanke, verst&auml;ndliche und transparente L&ouml;sungen vereinfacht&rdquo; werden. Sollte das nicht ausreichen, will die SPD &uuml;ber &ldquo;die Einf&uuml;hrung von Lotsen nachdenken&rdquo;, die den Betroffenen beim Ausf&uuml;llen der Formulare und im Prozess der Antragsstellung helfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-will-mit-sozialstaatkonzept-2025-das-hartz-iv-trauma-ueberwinden-a-1252003.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Ein neuer Sozialstaat f&uuml;r eine neue Zeit<\/strong><br>\nDie SPD will einen Kulturwandel des Sozialstaats: Weg von einem Staat, der seinen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern misstraut, hin zu einem sorgenden Sozialstaat, der gegen Risiken absichert und Chancen schafft. &bdquo;Wir wollen, dass der Sozialstaat wieder als Partner der Menschen auftritt &ndash; nicht als Kontrolleur oder Bevormunder&ldquo;, sagt Nahles im Gespr&auml;ch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch m&uuml;sse der Sozialstaat verst&auml;ndlicher werden. Ein &bdquo;schwarzes B&uuml;rokratie-Loch&ldquo; f&uuml;hre nur zu Unsicherheiten und &Auml;ngsten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/mehr-sicherheit-und-respekt\/06\/02\/2019\/\">SPD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das sind Schritte in die richtige Richtung, die nicht ausreichen werden. Denkbar und notwendig w&auml;re z.B. auch die Ber&uuml;cksichtigung bisheriger Erfahrungen, Qualifikationen und Kenntnisse von in Erwerbslosigkeit geratenen und auf ALG II-Leistungen angewiesenen Personen sein &ndash; statt jede Arbeit oder jede Ma&szlig;nahme ist zumutbar. Aber wie m&ouml;chte Frau Nahles ihre Forderungen real umsetzen? Sie h&auml;lt ja gleichzeitig an der Koalition mit den Unionsparteien fest, die diese Schritte wohl kaum mitgehen werden. Vor allem vor diesem Hintergrund k&ouml;nnten die Forderungen von Frau Nahles als unglaubw&uuml;rdig erscheinen &ndash; zumal die derzeitige SPD-Bundesvorsitzende als Bundesarbeitsministerin noch recht streng am &ldquo;Hartz IV-Kanon&rdquo; festgehalten hatte. Oder ist die Diskussion an sich schon das Ziel des aktuellen SPD-Spitzenpersonals?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eigentlich ist ein wirklicher Kurswechsel gar nicht beabsichtigt, da Andrea Nahles beispielsweise an der H&ouml;he der Regels&auml;tze im Hartz IV-System sowie an niedrigen L&ouml;hnen festhalten m&ouml;chte und das mit klassisch neoliberalen Argumenten begr&uuml;ndet, wie Ulrich Schneider vom Parit&auml;tischen meint.<\/em><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Nahles?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Nahles<\/a> gestern in der &#8294;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/berlinerzeitung?ref_src=twsrc%5Etfw\">@berlinerzeitung<\/a>&#8297; und der &#8294;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/fr?ref_src=twsrc%5Etfw\">@fr<\/a>&#8297;. Ich h&auml;tte es nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass sich eine Vorsitzende der &#8294;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/spdde?ref_src=twsrc%5Etfw\">@spdde<\/a>&#8297; mit klassisch neoliberaler Argumentation nicht nur f&uuml;r Armuts-Regels&auml;tze, sondern auch gleich f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne ausspricht. <a href=\"https:\/\/t.co\/6sBPfbFxCA\">pic.twitter.com\/6sBPfbFxCA<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Ulrich Schneider (@UlrichSchneider) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/UlrichSchneider\/status\/1093453709294616576?ref_src=twsrc%5Etfw\">February 7, 2019<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> \n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klotzen mit Krieg<\/strong><br>\nAuf 60 Milliarden Euro soll der deutsche Milit&auml;rhaushalt binnen nur f&uuml;nf Jahren aufgestockt werden. Darauf hat sich die Bundesregierung festgelegt. Das ist jedenfalls einem Schreiben zu entnehmen, das der deutsche NATO-Botschafter am Dienstag dem Generalsekret&auml;r des Kriegsb&uuml;ndnisses, Jens Stoltenberg, &uuml;bergeben hat. 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sollen 2024 in den Wehretat flie&szlig;en &ndash; weniger als die zwei Prozent, auf die sich die NATO 2014 geeinigt hatte, weshalb US-Pr&auml;sident Donald Trump wohl demn&auml;chst wieder w&uuml;ten wird. Das &auml;ndert freilich nichts an der Tatsache: Nichts ist der Bundesregierung eine so krasse Ausgabensteigerung wert wie die Bundeswehr. Da mag der Bundesfinanzminister noch so wild mit seinem Rotstift wedeln, weil die Wirtschaft zu lahmen beginnt, die Steuereinnahmen schrumpfen und der Etat allgemein gek&uuml;rzt werden muss: Bei der Truppe wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. (&hellip;)<br>\nFreuen darf sich freilich die R&uuml;stungsindustrie. Die Branche hat&rsquo;s aber auch nicht leicht: Da beschweren sich Leute, weil t&uuml;rkische Truppen mit deutschen Panzern kurdische Orte plattwalzen, weil die saudische Luftwaffe mit Eurofightern und deutscher Munition Zivilisten im Jemen massakriert &ndash; und jetzt meckert Amnesty International auch noch, dass die Vereinigten Arabischen Emirate &ndash; einer der besten Kunden deutscher Waffenschmieden &ndash; in der Bundesrepublik erstandenes Kriegsger&auml;t an jemenitische Milizen weitergeben, die damit Kriegsverbrechen ver&uuml;ben. Stressige Zeiten f&uuml;r die Produzenten von Mordger&auml;t. Die in Aussicht gestellte Erh&ouml;hung des deutschen Milit&auml;retats garantiert Rheinmetall, KMW, Heckler &amp; Koch in dieser unruhigen Phase eines: eine sichere Wachstumsbasis auf dem Heimatmarkt. Die Zukunft deutscher Panzer, deutscher Sturmgewehre und deutscher Kriegsschiffe ist damit f&uuml;rs erste sichergestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348670.klotzen-mit-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch wenn die Vorgabe von US-Pr&auml;sident Trump von zwei Prozent des BIP nicht erf&uuml;llt wird: Die Richtung stimmt. Aber: Haben wir hierzulande nicht dr&auml;ngendere Probleme? Beispielsweise sind etliche Stra&szlig;en und (die viel zu wenigen) Schienen marode und es fehlt an Personal z.B. bei der Polizei, in Universit&auml;ten und vielen anderen Bereichen des &Ouml;ffentlichen Dienstes. Bundesfinanzminister Scholz w&auml;re also gut beraten, vorhandenes Geld in andere Bereiche als ausgerechnet in das Milit&auml;r zu stecken.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Einer dieser Bereiche w&auml;re Bildung. Im Jahr 2008 hatte Kanzlerin Merkel auf einem Bildungsgipfel in Dresden versprochen, die Bildungsausgaben bis zum Jahr 2015 auf 10 Prozent des BIP zu erh&ouml;hen. Sie <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/15423\/bildungsausgaben-gemessen-am-bip\/\">stagnieren<\/a> aber aktuell immer noch auf einem unterdurchschnittlichen Niveau bei rund 4 Prozent.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Anti-IS-Kampf: Wadephul (CDU) f&uuml;r Milit&auml;r-Einsatz im Mittleren und Nahen Osten<\/strong><br>\nDas &ldquo;Gejammer&rdquo; &uuml;ber einen amerikanischen R&uuml;ckzug aus Syrien sei gro&szlig; gewesen, sagte der CDU-Politiker Johann Wadephul im Dlf. F&uuml;r die Sicherheitslage Europas sei es zuk&uuml;nftig wichtig, &uuml;ber eigene Milit&auml;reins&auml;tze im Mittleren und Nahen Osten nachzudenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/anti-is-kampf-wadephul-cdu-fuer-militaer-einsatz-im.694.de.html?dram:article_id=440387%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Das &ldquo;Gejammer&rdquo; des MdB Johann Wadepfuhl (CDU) &uuml;ber fehlende Milit&auml;reins&auml;tze im Mittleren und Nahen Osten scheint die neue Leitlinie in der Au&szlig;enpolitik der CDU\/CSU zu sein. Dass die dahinter liegende NATO-Doktrin unbegrenzter Milit&auml;reins&auml;tze in Konkurrenz zu dem bundesdeutschen Verfassungsgebot der Nichtangriffskriegsf&uuml;hrung von deutschem Boden aus steht, verschweigt der Abgeordnete. Sieht das NATO-Statut nicht vor, Kriegseins&auml;tze nur bei Angriffen Dritter auf ein Mitgliedsland der NATO als Rechtfertigungsgrund f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze gelten zu lassen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gekaperte Staaten von Europa. Wie Regierungen Lobbyismus f&uuml;r Konzerne betreiben<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel ihre Interessen durchzusetzen, wird f&uuml;r Konzerne immer bedeutsamer. Dabei bekommen sie oft und gerne Unterst&uuml;tzung durch die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten. Das zeigt die lobby-kritische Br&uuml;sseler Organisation CEO in einem neuen Bericht.<br>\nDie Europ&auml;ische Union trifft Entscheidungen, die den Alltag der Menschen in Europa, aber auch das Handeln und die Profitm&ouml;glichkeiten von Unternehmen in zunehmendem Ausma&szlig; pr&auml;gen. Die Chancen, auf diese Entscheidungen Einfluss zu nehmen, sind gleichwohl extrem ungleich verteilt. So haben Konzernlobbys (wie etwa der &raquo;European Round Table of Industrialists&laquo;) einen sehr viel unmittelbareren Zugang zu den EU-Institutionen. Doch nicht nur das: Wie CEO in einem aktuellen Bericht zeigt, sind auch Regierungen der EU-Mitgliedstaaten gerne bereit, in Br&uuml;ssel im Sinne des jeweils nationalen Kapitals Einfluss auszu&uuml;ben. Der Zugang zu nationalen Politikerinnen und Beamten, den die Konzerne haben, geht dabei weit &uuml;ber den Zugang von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften hinaus. Ein Beispiel: Die Mitarbeiterinnen der St&auml;ndigen Vertretung der Niederlande f&uuml;hrten zwischen Juni 2017 und 2018 &uuml;ber 500 Lobby-Gespr&auml;che, wovon 73 Prozent auf Konzerne und nur 15 Prozent auf Nichtregierungsorganisationen oder Gewerkschaften entfielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/gekaperte-staaten-von-europa-wie-regierungen-lobbyismus-fuer-konzerne-betreiben--2287.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streit mit Italien Frankreich ruft Botschafter zur&uuml;ck<\/strong><br>\nSeit Monaten liegen die Regierungen in Paris und Rom &uuml;ber Kreuz. Nun hat Frankreich seinen Botschafter f&uuml;r Gespr&auml;che zur&uuml;ckgerufen. Die Einmischungen Italiens seien eine &ldquo;inakzeptable Provokation&rdquo;.<br>\nFrankreich hat nach wochenlangen Streitigkeiten mit Italien seinen Botschafter aus dem Nachbarland f&uuml;r Gespr&auml;che zur&uuml;ckgerufen. Damit reagiere man auf die &ldquo;wiederholten, grundlosen Angriffe und die unerh&ouml;rten &Auml;u&szlig;erungen&rdquo; von italienischen Regierungspolitikern, teilte das Au&szlig;enministerium in Paris mit. Nach einer Serie &ldquo;extremer Erkl&auml;rungen&rdquo; Italiens seien interne Beratungen n&ouml;tig. &ldquo;Unstimmigkeiten zu haben, ist eine Sache, aber die Beziehungen f&uuml;r Wahlziele zu manipulieren, ist eine andere.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/frankreich-italien-botschafter-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Na so was! Da mischt sich Frankreich (zusammen mit Deutschland, den USA und anderen) offen in die Krise in Venezuela ein und weint auf der anderen Seite Krokodilstr&auml;nen, weil die italienische Regierung mit den Gelbwesten sympathisiert. Wenn es noch eines weiteren Beweises der heuchlerischen Politik des Westens bedurfte, hier ist er.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Unverantwortlicher Kahlschlag&ldquo; bei Funke-Medien<\/strong><br>\nAls &bdquo;unverantwortlichen Kahlschlag&ldquo; bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der ver.di, Frank Werneke, die Pl&auml;ne der Funke-Gruppe, mindestens 150 von rund 6.000 Arbeitspl&auml;tzen bundesweit abzubauen sowie Redaktionen, Druckereien und Verlagsabteilungen zu schlie&szlig;en: &bdquo;Hier geht es um die Existenzgrundlage von unseren Kolleginnen und Kollegen und deren Familien.&ldquo; Sie h&auml;tten bereits in den vergangenen Jahren zum Erhalt ihrer Arbeitspl&auml;tze Sparprogramme und Stellenabbau mittragen m&uuml;ssen und seien dadurch einer erheblichen Arbeitsverdichtung und einem steigenden Druck ausgesetzt. &bdquo;Und jetzt soll die Dosis ein weiteres Mal erh&ouml;ht werden und zwar drastisch. Die Folgen f&uuml;r die Presse- und Meinungsvielfalt werden sp&uuml;rbar sein&rdquo;, warnte Werneke und k&uuml;ndigte an, mit den in ver.di organisierten Besch&auml;ftigten mit allen zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu k&auml;mpfen.<br>\nBereits jetzt br&uuml;ste sich die Funke-Zentralredaktion damit, wesentliche Inhalte f&uuml;r die gro&szlig;en Funke-Medien (wie zum Beispiel das Hamburger Abendblatt, die Braunschweiger Zeitung, die Th&uuml;ringer Allgemeine Zeitung oder auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung) bundesweit zu liefern und damit t&auml;glich mehr als f&uuml;nf Millionen Menschen zu erreichen: Dass mit dieser Strategie weder der Bedarf an regionaler Berichterstattung gedeckt werden k&ouml;nne, noch gro&szlig;e wirtschaftliche Erfolge zu erzielen seien, liege auf der Hand, so Wernke weiter. &bdquo;Statt einer vern&uuml;nftigen Strategie f&uuml;r ausdifferenzierte Informationen im Norden, Westen, Osten oder der Mitte Deutschlands, wo vollkommen unterschiedliche gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen herrschen, wird Einheitsbrei produziert.&ldquo; Durch eine Kette an publizistischen und unternehmerischen Fehlentscheidungen werde ein einstmals stolzer und bedeutender Verlagskonzern systematisch vor die Wand gefahren, kritisierte Wernke. Ordentliche Gewinne seien offenbar wichtiger als die Kolleginnen und Kollegen und die Qualit&auml;t der Funke-Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/arbeit\/++co++dfe599e0-2ae6-11e9-a414-525400b665de\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"13\"><\/a><strong>Die Diktatur des Volontariats<\/strong><br>\nDie &bdquo;Guten&ldquo; und &bdquo;Anst&auml;ndigen&ldquo; in unserem Land brauchen dringend eine Image- und Marketingberatung. Ihr Auftritt im Kulturbetrieb schreckt viele Menschen ab &ndash; und treibt sie den schlechten Alternativen in die Arme. [&hellip;]<br>\nZugegeben, die Geschichte um Veronika Kracher ist ein extremes Beispiel daf&uuml;r, wie die Selbstgerechtigkeit die Debattenkultur der Stunde dominiert. Doch stets geht es darum, moralisch Abstand zu denen zu gewinnen, die man f&uuml;r r&uuml;ckst&auml;ndig, rechts, illiberal oder was auch immer h&auml;lt. Gemeinhin ist damit die AfD und &ndash; mitgefangen mitgehangen &ndash; der dazugeh&ouml;rige AfD-W&auml;hler gemeint. Wie sie es wagen k&ouml;nnen, eine Partei wie dieser ihre Stimme zu geben, wo doch das demokratische Parteienspektrum im Lande ansonsten so gut bestellt sei &ndash; das ist die Gretchenfrage der Progressiven.<br>\nMoralische Verurteilung statt Analyse &ndash; offenbar kommt heute kein Qualit&auml;tsmedium mehr ohne Selbstgerechtigkeitsjournalismus aus, Volksp&auml;dagogik inklusive: man erkl&auml;rt den AfD-W&auml;hlern von oben herab, wie dumm sie sich eigentlich verhalten. Statt der Stimmung im Lande investigativ nachzusp&uuml;ren &ndash; Caterina Lobensteins Bericht &uuml;ber die Arbeiterstadt Bitterfeld ist eine der wenigen Ausnahmen &ndash; spielt man sich als Gesinnungsagent mit Presseausweis auf. N&uuml;chterne Distanz als Leitmotiv der eigenen journalistischen Arbeit: Fehlanzeige. Ein ganzer Gesch&auml;ftszweig des &bdquo;Journalismus&ldquo; besteht mittlerweile daraus, was Jungjournalistinnen wie Veronika Kracher oder Margarete Stokowski an eloquenten Sprechblasen ausblubbern. Im Qualit&auml;tsjournalismus &uuml;bernehmen andere Gr&ouml;&szlig;en: Dunja Hayali oder Anja Reschke zum Beispiel.<br>\nDieser neue Duktus des bento-, Jetzt- und ze.tt-Journalismus steht in wechselseitiger Interaktion mit dem jungen, hippen Milieu, welches &ndash; mit stolzgeschwellter Brust das &raquo;geschichtlich Gute, unzweifelhaft Wahre, immerdar Sch&ouml;ne&laquo; zu vertreten &ndash; seinen Kulturkampf in die Netzwerke tr&auml;gt. Dort schwingt die Keule der Selbstgef&auml;lligkeit mit voller Wucht. Die Debattenkultur ist dabei l&auml;ngst von Fanatismus gepr&auml;gt. Zelotisch geht man jene an, die das postmaterialistisch-liberale Weltbild nicht teilen. Man zieht unangemessene Vergleiche (alle Andersdenkenden sind Nazis), &uuml;berzieht die eigene Einsch&auml;tzung und legt einen rigiden Moralismus an den Tag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/02\/die-diktatur-des-volontariats\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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