{"id":49179,"date":"2019-02-08T10:18:39","date_gmt":"2019-02-08T09:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49179"},"modified":"2019-04-11T14:27:55","modified_gmt":"2019-04-11T12:27:55","slug":"in-20-jahren-die-aussen-und-sicherheitspolitik-von-den-beinen-auf-den-kopf-gestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49179","title":{"rendered":"In 30 Jahren die Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik von den Beinen auf den Kopf gestellt"},"content":{"rendered":"<p>Wir sind mit Riesenschritten auf dem Weg zur&uuml;ck in den Kalten Krieg und m&ouml;glicherweise zum n&auml;chsten gro&szlig;en Krieg. Jedenfalls ist das Tempo der Ver&auml;nderung unserer au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Situation in Europa atemberaubend. Die Risiken sind hoch und werden t&auml;glich vermehrt. Vor 30 Jahren, 1989, fiel nach mindestens 25 Jahren langer Vorarbeit die Mauer. Die politisch bestimmenden Kr&auml;fte und auch die gro&szlig;e Mehrheit unseres Volkes waren sich damals darin einig, dass es jetzt in Europa keine Mauer mehr geben soll, keine harte Grenze, keinen kalten Krieg mehr, hei&szlig;en Krieg sowieso nicht. Stattdessen Zusammenarbeit. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Artikel ist auch als gestaltete, ausdruckbare PDF-Datei verf&uuml;gbar. Zum Herunterladen klicken Sie bitte auf das rote PDF-Symbol links neben dem Text. Weitere Artikel in dieser Form <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=54\">finden Sie hier<\/a>. 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Partnerschaften, Schulpartnerschaften und St&auml;dtepartnerschaften nicht nur mit Frankreich und Gro&szlig;britannien, sondern auch mit Polen, Ungarn und Rum&auml;nien, den baltischen Staaten und mit Russland. Russland geh&ouml;rte selbstverst&auml;ndlich zu Europa, fortschrittliche Parteien, wie damals noch die SPD, sahen ein Ende beider Bl&ouml;cke, des Warschauer Paktes und der NATO. So im Berliner SPD-Grundsatzprogramm vom 20. Dezember 1989 beschrieben und beschlossen.<\/p><p>Eine der Grundlagen dieser positiven Entwicklung war &uuml;brigens die damals gut 25 Jahre alte Erkenntnis, dass man Zusammenarbeit und Frieden nur erreicht, wenn man Vertrauen beim vermeintlichen Gegner aufbaut. Und eben nicht Misstrauen s&auml;t.<\/p><p><strong>Das ist verflogen. Heute wird Misstrauen ges&auml;t und massiv gegeneinander ger&uuml;stet. Die Zusammenarbeit wird aufgek&uuml;ndigt. Das Gegenteil wird zur Norm. Unternommene Investitionen werden entwertet. Die neue Parole hei&szlig;t &ldquo;Sanktionen&rdquo;. Sanktionen sind das Gegenteil von wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit. Schaden statt nutzen! Das ist der neue Geist.<\/strong><\/p><p><strong>In 15 Punkten fasse ich zusammen, was geschehen ist und weiter geschieht:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Von Gemeinsamer Sicherheit zu neuer Konfrontation<\/li>\n<li>Von Abr&uuml;stung zur Aufr&uuml;stung<\/li>\n<li>Von Partnerschaft zur Abschreckung<\/li>\n<li>Von friedlichem Miteinander zur Politik der St&auml;rke <\/li>\n<li>Vom Ende des kalten Krieges zur eifrigen Wiederbelebung<\/li>\n<li>Von der NATO-Aufl&ouml;sung zur NATO-Ausdehnung<\/li>\n<li>Von eigenst&auml;ndiger, souver&auml;ner deutscher Politik zu kolonialer Gef&uuml;gigkeit und zum Vasallentum<\/li>\n<li>Vom Vers&ouml;hnen und Verst&auml;ndigen zur harten feindseligen Agitation und damit zum neuen Feindbildaufbau<\/li>\n<li>Von der Freundschaft mit Russland zur Feindseligkeit und zur Wiederbelebung des alten Russenhasses &ndash; eine besondere Spielart des Rassismus<\/li>\n<li>Von &ldquo;vertrauensbildenden Ma&szlig;nahmen&rdquo; zu Misstrauen f&ouml;rdernden Ma&szlig;nahmen und &Auml;u&szlig;erungen<\/li>\n<li>Von St&auml;dte- und Schulpartnerschaften zum Reiseverbot, zu Kontosperren und teuren Visa<\/li>\n<li>Von der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Investitionen im jeweils anderen Land mit dem Ziel arbeitsteiliger F&ouml;rderung des Wohlstands zu Sanktionen mit dem langfristigen Ziel des &ouml;konomischen Ruins, der Vorstufe des Regime Change<\/li>\n<li>Vom Respekt f&uuml;r das andere Land zur verdeckten und offenen Ank&uuml;ndigung des beabsichtigten Regime Change<\/li>\n<li>Von der Vorherrschaft der Politik zur Vormacht der Milit&auml;rs<\/li>\n<li>Vom Wandel zum Guten durch Ann&auml;herung zum t&ouml;dlichen Wandel durch Konfrontation<\/li>\n<\/ol><p>Die zuletzt genannte Beobachtung bringt mich zur pessimistischen Einsch&auml;tzung, dass die Spirale der Aggressionsverst&auml;rkung &ldquo;funktioniert&rdquo; und mit hoher Wahrscheinlichkeit zur kriegerischen Auseinandersetzung f&uuml;hren kann. N&auml;her habe ich diese Beobachtung in einem Sammelband &uuml;ber die Notwendigkeit der Freundschaft mit Russland beschrieben. Der einschl&auml;gige Text, den wir am 2. Oktober 2018 auf den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlicht haben, ist &uuml;berschrieben mit: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46344\">T&ouml;dlicher Wandel durch Konfrontation &ndash; Was uns vermutlich ins Haus steht<\/a>.<\/p><p>Seit dem 2. Oktober ist der Umgang mit Russland und den Russen nicht freundlicher und friedlicher geworden. Meine d&uuml;stere Prognose ist deshalb leider noch realistischer geworden. <\/p><p><strong>Wenn man die Entspannungspolitik von Beginn der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts an beobachtet und dann ab 1968 aktiv mitbegleitet hat, dann steht man staunend vor dem Ph&auml;nomen, mit welcher Dreistigkeit und R&uuml;cksichtslosigkeit heute die Konfrontation neu aufgebaut, Vertrauen zerst&ouml;rt und Misstrauen ges&auml;t wird. Es geschehen Dinge, die man auf dem Hintergrund der von 1963-1989 geleisteten m&uuml;hsamen Arbeit einer verantwortungsvollen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik nicht mehr einordnen und begreifen kann. Die heute agierenden Personen und die begleitenden Medien gehen r&uuml;cksichtslos mit den Beziehungen zwischen West und Ost und mit dem Partner Russland um:<\/strong><\/p><ol type=\"a\">\n<li>Deutsches Milit&auml;r steht an der Grenze zu Russland. Deutsche Jagdflugzeuge kontrollieren russische Maschinen und die Bundesverteidigungsministerin reist dorthin und freut sich.\n<p>Der Deutschlandfunk berichtete am 6.2.2019 davon. Ursula von der Leyen besucht den NATO-St&uuml;tzpunkt &Auml;mari in Estland, 250 km von Russland entfernt, sie hat &ldquo;Grund zur Freude&rdquo;:<\/p>\n<blockquote><p>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundeswehr-im-baltikum-russlands-naehe-macht-estland-nervoes.1773.de.html?dram:article_id=440264\">Bundeswehr im Baltikum<\/a><\/strong><br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundeswehr-im-baltikum-russlands-naehe-macht-estland-nervoes.1773.de.html?dram:article_id=440264\">Russlands N&auml;he macht Estland nerv&ouml;s<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Vom estnischen NATO-St&uuml;tzpunkt &Auml;mari sind es nur gut 250 Kilometer nach Russland. Deswegen sch&uuml;tzt und &uuml;berwacht die deutsche Luftwaffe den Luftraum &uuml;ber dem Baltikum. Verteidigungsministerin von der Leyen machte sich jetzt vor Ort ihr eigenes Bild &ndash; und hatte ausnahmsweise mal Grund zur Freude&hellip;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>Die zust&auml;ndige Ministerin heizt auch in Medien jenseits des Atlantik die Stimmung an. Siehe hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49026\">Zur&uuml;ck zum (kalten) Krieg &ndash; Die Propaganda daf&uuml;r l&auml;uft auf Hochtouren. &Uuml;ber Frau von der Leyen zum Beispiel.<\/a><\/li>\n<li>Die Konfrontationspropaganda l&auml;uft auch &uuml;ber den Generalsekret&auml;r der NATO, Herrn Stoltenberg und die Moderatorin des Heute journal. Als Beispiel und Beleg das <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\/heute-journal-vom-1-februar-2019-100.html\">Interview im heute Journal vom 1. Februar 2019<\/a> (von Anfang bis Minute 12:28). Botschaft von Stoltenberg: Russland ist schuld am vermutlichen Ende des INF-Vertrags. Marietta Slomka spricht von der Bedrohung der baltischen Staaten durch Russland. Sie tut so, als w&auml;re das belegte Realit&auml;t. Von der notwendigen Abschreckung ist die Rede.<\/li>\n<li>Quer durch Deutschland werden alliierte Truppen an die russische Grenze verlegt. Deutschland baut die Stra&szlig;en den milit&auml;rischen Bed&uuml;rfnissen entsprechend aus.<\/li>\n<li>Der Bundesau&szlig;enminister Heiko <strong><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article188092039\/US-Regierung-kuendigt-INF-Vertrag-auf-Heiko-Maas-Russland-Schuld-am-Scheitern.html\">&ldquo;Maas gibt Russland Schuld am Scheitern des INF-Vertrags&ldquo;<\/a><\/strong><\/li>\n<li>5. Februar 2019:  <strong><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nato-bundeswehr-verteidigungsausgaben-1.4318584\">Berlin verspricht Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben<\/a><\/strong><\/li>\n<li>Feindseligkeit gegen&uuml;ber russischen Medien. Sie werden hierzulande von offizieller Seite gehasst und ge&auml;chtet. Das wird besonders deutlich, wenn man sich daran erinnert, wie selbst in Zeiten von Mauer und Warschauer Pakt pfleglich und freundschaftlich mit Journalisten aus der Sowjetunion umgegangen worden ist. Heute sp&uuml;ren diese Kollegen nur Feindschaft und Feindseligkeit. &ndash; Ein Dummkopf, wer meint, das h&auml;tte keine die Stimmung versch&auml;rfende Wirkung.<\/li>\n<li>In nahezu allen deutschen Medien wird nahezu unentwegt agitiert. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Springer-Presse. Es gilt auch f&uuml;r die &Ouml;ffentlich-rechtlichen Medien, f&uuml;r den Deutschlandfunk, f&uuml;r die ARD und das ZDF. Es gibt offensichtlich Journalisten, die sich auf das Anheizen des Konfliktes mit Russland spezialisiert haben. Zum Beispiel tritt in einigen Medien regelm&auml;&szlig;ig ein gewisser Stefan Scholl mit Artikeln und Kommentaren auf. Er hat die Gabe, aus jedem kleinen Ereignis eine Geschichte gegen Russland und\/oder Putin zu stricken. Anders als noch in der Phase der Entspannungspolitik heizt die S&uuml;ddeutsche Zeitung unentwegt den Konflikt an. Bei der FAZ war das zu erwarten. Sie bringt gro&szlig;e Artikel, so zum Beispiel ganzseitig die Ansicht eines britischen Historikers: &bdquo;Putin setzt das organisierte Verbrechen als Instrument ein&rdquo; (FAZ vom 29. Dezember 2018). Oder Stimmungsmache im Feuilleton, auch am 29. Dezember 2018: &ldquo;Sie wollen nicht mehr warten. Immer mehr Russen f&uuml;hlen sich von ihrem Staat betrogen.&ldquo; So geht das unentwegt, auch heute wieder auf der ersten Seite der FAZ zum Thema NordStream2. <\/li>\n<li>Ein Artikel in den &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.wn.de\/Kommentar\/3164302-Nato-Praesenz-im-Baltikum-Bis-hierher-und-nicht-weiter\">Westf&auml;lischen Nachrichten<\/a>&ldquo; zeugt vom aggressiven Geist, der in deutschen Medien wieder m&ouml;glich ist. Ich zitiere ihn nicht wegen der Bedeutung des Blattes. Was hier geschrieben wird, ist typisch f&uuml;r die mit dem neuen Kalten Krieg wieder erwachten rechtskonservativen Russland feindlichen Kreise in den Medien. Mich erinnert das an die f&uuml;nfziger Jahre und unsere damaligen Auseinandersetzungen mit Kommilitonen von der Jungen Union, ich muss aber feststellen, dass die Frechheit und Dreistigkeit zugenommen hat. Die schlimmsten Stellen sind gefettet:<br>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Nato-Pr&auml;senz im Baltikum<\/p>\n<p><strong>Bis hierher und nicht weiter<\/strong><\/p>\n<p>Vor fast vier Jahren verleibte sich Russland die ukrainische Krim-Halbinsel ein. F&uuml;r die osteurop&auml;ischen L&auml;nder war das ein Alarmsignal. Ist der Hunger des russischen B&auml;ren damit gestillt &ndash; oder hat er dadurch gerade erst Appetit bekommen? Eine Analyse.&nbsp;<\/p>\n<p>Von&nbsp;Elmar Ries<\/p>\n<p>Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wn.de\/Schlagwoerter\/(etype)\/organisation\/(entity)\/Nato\">Nato<\/a>&nbsp;wertete das <strong>S&auml;belrasseln Putins<\/strong> und die <strong>milit&auml;rischen Eskapaden der Roten Armee<\/strong> als Affront und einen Schritt zur&uuml;ck in Richtung&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wn.de\/Schlagwoerter\/(etype)\/event\/(entity)\/Kalter%20Krieg\">Kalter Krieg<\/a>. Das B&uuml;ndnis reagierte entsprechend &ndash; und erh&ouml;hte an der <strong>Ostflanke<\/strong> seine Pr&auml;senz.<\/p>\n<p>Seit nunmehr einem Jahr <strong>zeigen darin eingebettet rund 500 deutsche Soldaten Russland die Z&auml;hne<\/strong>. Die Bundeswehr f&uuml;hrt den Gefechtsverband in Litauen. In den drei baltischen Staaten hat die Nato jeweils 1000 Soldaten stationiert. Ihr Auftrag: <strong>Abschrecken<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Knapp 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt &uuml;ben sie<\/strong> mit anderen Nationen den <strong>Ernstfall<\/strong>. Die Milit&auml;rman&ouml;ver nennen sich &bdquo;Iron Wolf&ldquo; oder &bdquo;Flaming Thunder&ldquo;. So bedrohlich die Namen auch klingen. Es geht in den &Uuml;bungsszenarien nicht darum, den Feind zu besiegen. Die 3000 Soldaten h&auml;tten einer russischen Invasion wenig entgegenzusetzen.<\/p>\n<p>Sollen sie auch gar nicht. Die <strong>Logik der Abschreckung<\/strong> funktioniert anders. Mit den Truppen sendet die Nato zwei Botschaften an die Adresse Moskaus. <strong>&bdquo;Bis hierher und nicht weiter&ldquo;<\/strong>, lautet die erste. Die zweite ist unterschwellig. Nat&uuml;rlich wei&szlig; auch Putin, dass das westliche B&uuml;ndnis in der Lage ist, seine Kr&auml;fte in Osteuropa rasch zu verst&auml;rken &ndash; in Gr&ouml;&szlig;enordnungen, die denen der Roten Armee deutlich &uuml;berlegen sind. Kein Wunder also, <strong>dass der Kreml-Herrscher so angepikst reagiert<\/strong>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol><p>Hier werden Aggressionen neu aufgebaut. Hier wird am alten Feindbild neu gezimmert. Und es wird &uuml;berhaupt keine R&uuml;cksicht darauf genommen, dass solche &Auml;u&szlig;erungen und Taten auf der anderen Seite Aggressionen ausl&ouml;sen k&ouml;nnen und auf jeden Fall jene Meinungen verst&auml;rken, die keine Chance sehen, mit dem Westen friedlich auszukommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind mit Riesenschritten auf dem Weg zur&uuml;ck in den Kalten Krieg und m&ouml;glicherweise zum n&auml;chsten gro&szlig;en Krieg. Jedenfalls ist das Tempo der Ver&auml;nderung unserer au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Situation in Europa atemberaubend. Die Risiken sind hoch und werden t&auml;glich vermehrt. Vor 30 Jahren, 1989, fiel nach mindestens 25 Jahren langer Vorarbeit die Mauer. Die politisch<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49179\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49180,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,172,54,123,183],"tags":[2035,2013,2502,1268,1544,2301,1313,458,1937,466,915,1367,1418,259,1864,1213,626,1019],"class_list":["post-49179","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-gestaltete-pdf","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","tag-abschreckungsstrategie","tag-entspannungspolitik","tag-inf-vertrag","tag-kalter-krieg","tag-kampagnenjournalismus","tag-konfrontationspolitik","tag-krim","tag-maas-heiko","tag-militaermanoever","tag-nato","tag-putin-wladimir","tag-ruestungsausgaben","tag-regime-change","tag-russland","tag-slomka-marietta","tag-stoltenberg-jens","tag-von-der-leyen-ursula","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/shutterstock_437782333_.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49179"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50908,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49179\/revisions\/50908"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/49180"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}