{"id":49195,"date":"2019-02-10T09:00:41","date_gmt":"2019-02-10T08:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195"},"modified":"2019-02-08T14:00:26","modified_gmt":"2019-02-08T13:00:26","slug":"hinweise-der-woche-97","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h02\">Umstrittene Ostseepipeline: Frankreich stellt sich gegen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h03\">Macron: Gelbwesten von 40.000 bis 50.000 Ultra-Aktivisten infiltriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h04\">GroKo: Bessere Kitas, gest&auml;rkte Familien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h05\">Bund zahlt Bayerns Hartz-IV-Empf&auml;ngern Familiengeld zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h06\">Pharmakonzerne verdienen Milliarden mit &uuml;berteuerten Krebs-Medikamenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h07\">Das neue Great Game um Afghanistan und die Taliban<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h08\">USA bewaffnen aus Versehen al-Qaida-nahe Milizen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h09\">&ldquo;Anschlie&szlig;end wurde ich ins Gef&auml;ngnis gebracht&rdquo;: &Uuml;berlebender des Odessa-Massakers berichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49195#h10\">Zu guter Letzt: Ich schaue die Anstalt, weil&hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die US-Kleptokratie auf Raubzug<\/strong><br>\nUnter dem Vorwand, in Venezuela &bdquo;die Demokratie wiederherzustellen&ldquo;, orchestriert Washington in Caracas einen Regime Change. &Uuml;ber Partei- und Ideologiegrenzen hinweg will die US-Kleptokratie die &Ouml;lvorkommen des Landes stehlen &ndash; die gr&ouml;&szlig;ten Vorkommen der Welt. Eine milit&auml;rische Intervention wird offen diskutiert.<br>\nDie USA blicken auf eine lange Geschichte von Regime Changes in Lateinamerika zur&uuml;ck. Der n&auml;chste findet gerade vor unseren Augen statt und kann in der New York Times, auf CNN und FOX News in Echtzeit verfolgt werden.<br>\nDer Putschist Juan Guaid&oacute; &ndash; der Pr&auml;sident der venezolanischen Nationalversammlung, der sich zum Interimspr&auml;sident des Landes ernannt hat &ndash; wird neben autorit&auml;ren F&uuml;hrern wie Israels Benjamin Netanjahu, Brasiliens Jair Bolsonaro und allen voran Donald Trump zunehmend auch von als liberal wahrgenommenen Demokratien als rechtm&auml;&szlig;iger Pr&auml;sident anerkannt. Kanadas Justin Trudeau war einer der ersten, am Donnerstag folgte schlie&szlig;lich die EU. Der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas lie&szlig; auf seinem Twitter-Feed in den letzten Tagen nicht weniger als zehn Tweets zum Thema ab und zelebrierte die mit Guaid&oacute; verbundene &bdquo;Hoffnung auf einen demokratischen Neuanfang&ldquo;.<br>\nDavon abgesehen, dass Juan Guaid&oacute; ein Feind der Demokratie ist, der in gewaltt&auml;tigen rechtsextremen Zirkeln politisiert und seit mehr als einem Jahrzehnt zusammen mit weiteren venezolanischen Rechtsau&szlig;en-Kadern der Aristokratie des Landes von verschiedensten Entit&auml;ten im US-Establishment als idealer Regime-Change-Kandidat kultiviert wurde (wie Max Blumenthal in einer ausgezeichneten Abhandlung darlegt), stellt sich die Frage der historischen Vogelperspektive: Wann hat ein von au&szlig;en erzwungener Putsch das Leben der Menschen vor Ort verbessert?<br>\nEntgegen blumiger Rhetorik geht es nie um Menschen &ndash; es geht um Gier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-02-02\/regime-change-in-venezuela-und-die-gier-des-us-empire\/\">JusticeNow!<\/a><\/li>\n<li><strong>Paternalistische Politik<\/strong><br>\nIn Venezuela ist er noch Oppositionsf&uuml;hrer, im Ausland schon Staatschef: Deutschland und weitere europ&auml;ische L&auml;nder haben Juan Guaid&oacute; als &Uuml;bergangspr&auml;sident anerkannt. Mit welchem Recht, fragt sich unser Kommentator Sebastian Engelbrecht. Damit werde die Souver&auml;nit&auml;t des Landes missachtet.<br>\nEs ist ein R&uuml;ckfall in kolonialistische Zeiten. Das Ausw&auml;rtige Amt in Berlin hat den venezolanischen Parlamentspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; als Interimspr&auml;sidenten des Landes anerkannt. Es spricht dem amtierenden Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro damit die Legitimit&auml;t ab. Man reibt sich die Augen: Sind die Zeiten einer paternalistischen Politik Europas gegen&uuml;ber den Staaten auf der s&uuml;dlichen Halbkugel nicht ein- f&uuml;r allemal vorbei? Schamlos mischt sich der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein &ndash; und beruft sich dabei auf die Werte der Demokratie, auf das Leid der Venezolaner, die hungern und gesundheitlich schlecht versorgt werden.<br>\nDie Bundesregierung handelt im Einvernehmen mit Spanien, Frankreich und Gro&szlig;britannien, den gro&szlig;en Kolonialm&auml;chten des Kontinents. Zuvor hatten die europ&auml;ischen Staaten Maduro gar ein Ultimatum gestellt. Da dieser bis gestern keine Pr&auml;sidentschaftswahl angek&uuml;ndigt hat, erkl&auml;rten die Europ&auml;er, man erkenne nun Guaid&oacute; als &Uuml;bergangspr&auml;sidenten an.<br>\nEs fragt sich, mit welchem Recht Deutschland und seine europ&auml;ischen Partner so handeln. Sie missachten die Souver&auml;nit&auml;t Venezuelas, indem sie in einem internen Machtkampf Partei ergreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/einmischung-in-den-venezuela-konflikt-paternalistische.720.de.html?dram:article_id=440165\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>US Hands Off Venezuela<\/strong><br>\nThis article includes talking points, graphics for use in social media, two articles about potential military action against Venezuela, and a sign-on letter initiated by the Center for Economic and Policy Research (CEPR) signed by scholars and experts calling on the US government to support a negotiated, peaceful solution to the crisis in Venezuela. These resources are intended to provide local activists with all the information they need to organize opposition to the Trump Administration policy of illegal regime change in Venezuela.<br>\nUS-Sponsored Venezuela Coup Talking Points<br>\nThese talking points are presented to provide activists with authoritative information to use in letters-to-the-editor, social media forums, discussions in your communities or communication with elected officials.\n<ul>\n<li>Was the Venezuela 2018 presidential election open to opposition candidates?<\/li>\n<li>Was the Venezuela presidential election of 2018 in accord with international standards?<\/li>\n<li>How do Venezuelans themselves feel about the US Sanctions and US military intervention?<\/li>\n<li>What effect do the US, Canada, and European Union sanctions have on Venezuela?<\/li>\n<li>On what basis did Juan Guaido appoint himself president of Venezuela at a rally on January 23?<\/li>\n<li>Does the international community recognize Nicolas Maduro or Juan Guaido as the legitimate president of Venezuela?<\/li>\n<li>What is the Lima Group and does it represent the international community?<\/li>\n<li>Is the Maduro government opposed to U.N. Secretary General Antonio Guterres&rsquo; call for dialogue?<\/li>\n<li>Is there opposition in the US Congress to the US backed coup?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/afgj.org\/activist-tool-kit-us-hands-off-venezuela\">Alliance for Global Justice<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier sind einige Fragen gestellt, deren neutrale Beantwortung man von Qualit&auml;tsmedien eigentlich erwarten d&uuml;rfte. Nichts davon findet sich in der Berichterstattung der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Man sucht auch vergeblich Beitr&auml;ge, die die Verbindungen Guaidos in die USA beleuchten, stattdessen wird Guaido als neuer Messias beschrieben, der wie aus dem Nichts auf der politischen B&uuml;hne erschienen ist oder Beitr&auml;ge, die sich mit der zweifellos katastrophalen wirtschaftlichen Lage in Venezuela und deren Ursachen, wie etwa den US-Handelssanktionen, objektiv auseinandersetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum informieren Medien nicht &uuml;ber das V&ouml;lkerrecht?<\/strong><br>\nWas sagt das V&ouml;lkerrecht zum Wirtschaftsboykott, zur politischen Einmischung und zu den Drohkulissen gegen Maduro?<br>\nV&ouml;lkerrechts-Professoren erkl&auml;ren, dass ein milit&auml;risches Eingreifen der USA gegen die UN-Charta versto&szlig;en w&uuml;rde. &ndash; Derweil freut sich Trumps Sicherheitsberater John R. Bolten bereits darauf, dass US-&Ouml;lkonzerne in Venezuela bald investieren und dort produzieren k&ouml;nnen.<br>\nSeit sich der venezolanische Parlamentspr&auml;sident Juan Guaid&oacute; zum Interimspr&auml;sidenten erkl&auml;rte, sind fast zwei Wochen verstrichen. Doch trotz der intensiven Berichterstattung liest und h&ouml;rt man wenig dar&uuml;ber, ob die verschiedenen Interventionen des Auslands das internationale V&ouml;lkerrecht respektieren.<br>\nNicht nur Regierungen, sondern auch viele Medien prangern Verletzungen des V&ouml;lkerrechts sehr selektiv an. Die Gleichen, welche Russland wiederholt der &laquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexion der Krim&raquo; und der &laquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Einmischung in der Ostukraine&raquo; bezichtigen, halten sich in Sachen V&ouml;lkerrecht auff&auml;llig still, wenn etwa die T&uuml;rkei Grenzgebiete in Syrien milit&auml;risch besetzt und unter ihre Kontrolle bringt, oder wenn die USA in Syrien Milit&auml;rbasen einrichten und unterhalten.<br>\nDas klassische V&ouml;lkerrecht tauge eben wenig, sagen einige. Es sei veraltet und werde nicht von allen L&auml;ndern anerkannt. Wegen des Vetorechts sei der UN-Sicherheitsrat h&auml;ufig handlungsunf&auml;hig und Verst&ouml;sse gegen die UN-Charta w&uuml;rden nicht sanktioniert.<br>\nDoch insbesondere f&uuml;r Kleinstaaten wie die Schweiz ist es essentiell, dass unter den Staaten nicht das Recht des St&auml;rkeren gilt, sondern dass internationale Normen, wie sie in der UN-Charta festgeschrieben sind, ein m&ouml;glichst friedliches Nebeneinander f&ouml;rdern. Im Zentrum steht das in der UN-Charta verankerte Verbot der Gewaltanwendung. Dazu geh&ouml;ren auch einseitige Wirtschaftssanktionen. Werden jedoch solche von der UNO beschlossen, ist auch die Schweiz als UNO-Mitglied dazu verpflichtet, diese Sanktionen umzusetzen.<br>\nEine zentrale Frage und weitere Fragen<br>\n(&hellip;) Laut UN-Charta d&uuml;rften die USA, Russland oder China gegen ein Land nur dann wirtschaftliche oder milit&auml;rische Gewalt anwenden, wenn der Sicherheitsrat eine solche Intervention einstimmig beschlie&szlig;t, weil eine Regierung die Bev&ouml;lkerung im eigenen Land nicht sch&uuml;tzt vor Genozid, Kriegsverbrechen, ethnischen S&auml;uberungen oder schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.<br>\nIm Fall von Venezuela wird der Sicherheitsrat f&uuml;r eine ausl&auml;ndische Intervention kein gr&uuml;nes Licht geben, weil Russland und China einen solchen Beschluss mit einem Veto verhindern w&uuml;rden. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die wirtschaftliche, soziale, politische und menschenrechtliche Lage in Venezuela einen solchen Beschluss des Sicherheitsrats &uuml;berhaupt rechtfertigen w&uuml;rde.<br>\nKam es zu einem Genozid? Zu Kriegsverbrechen? Zu ethnischen S&auml;uberungen? Zu schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit?<br>\nOb wenigstens eine dieser Voraussetzungen f&uuml;r eine Einmischung der Gro&szlig;m&auml;chte und des UN-Sicherheitsrats erf&uuml;llt ist, dar&uuml;ber sollten die Medien m&ouml;glichst faktenbasiert informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Venezuela-Warum-informieren-Medien-nicht-uber-das-Volkerrecht\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechtsbeugung ohne Skrupel: Zur Haltung der EU und des Bundestages zu Venezuela<\/strong><br>\nZwischen der Anerkennung Guaid&oacute;s, Ultimaten und Rufen nach einer &bdquo;Verhandlungsl&ouml;sung&ldquo; bewegte sich auch die Aktuelle Stunde des Bundestags zu Venezuela. Niemanden st&ouml;rte es dabei, dass Guaid&oacute; und Trump Verhandlungen als &bdquo;Zeitverschwendung&ldquo; ablehnen. Gegen den Verdacht eines Redners der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;, es gehe den Bef&uuml;rwortern eines Regime Change nicht um Demokratie, sondern um &Ouml;l, verwahrten sich CDU, CSU, FDP und SPD mit der Beteuerung, es gehe ihnen vor allem um Rechtsstaatlichkeit gem&auml;&szlig; der venezolanischen Verfassung. J&uuml;rgen Haardt (CDU\/CSU): &bdquo;Die Verfassung Venezuelas steht auf der Seite des Parlaments und des Parlamentspr&auml;sidenten. Den entsprechenden Artikel 233 hat der Bundesau&szlig;enminister bereits zitiert: Der Parlamentspr&auml;sident ist Interimspr&auml;sident, solange es keinen demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten gibt&ldquo; (Protokoll bei amerika21).<br>\nFalsch. John Laughland vom konservativen Ron Paul Institute (USA) weist darauf hin, dass in Wirklichkeit Guaid&oacute; gegen Artikel 233 verst&ouml;&szlig;t. Artikel 233 nennt pr&auml;zise sechs Umst&auml;nde, unter denen die Amtszeit eines Pr&auml;sidenten gek&uuml;rzt werden kann: Tod, R&uuml;cktritt, Amtsenthebung durch das Oberste Gericht, medizinisch formell festgestellte und von Parlament und Oberstem Gericht best&auml;tigte Krankheit, Amtsverzicht durch Verschwinden, Absetzung durch ein Referendum. Tritt einer dieser F&auml;lle ein, geht das Pr&auml;sidentenamt laut Verfassung an die Stellvertreterin des Pr&auml;sidenten, nicht an den Parlamentspr&auml;sidenten. Nur falls ein Pr&auml;sident keine Amtseinf&uuml;hrung absolviert hat, kann der Parlamentspr&auml;sident &uuml;bergangsweise &uuml;bernehmen.<br>\nMaduros Amtseinf&uuml;hrung war am 10. Januar. Die &bdquo;Rechtsstaatlichkeit&ldquo; der Mehrheiten in EU-Parlament und Bundestag erweist sich wieder einmal als Bluff gegen&uuml;ber der eigenen Bev&ouml;lkerung, die die venezolanische Verfassung nicht kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5106\/positionen\/10476\/Rechtsbeugung-ohne-Skrupel.htm\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Umstrittene Ostseepipeline: Frankreich stellt sich gegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;ber Nord Stream 2 wird es einsam um Deutschland: Frankreichs Au&szlig;enministerium zeigt Sympathie f&uuml;r eine &Uuml;berarbeitung der EU-Gasrichtlinie, die den Bau stoppen k&ouml;nnten. Stellt sich Paris am Freitag offen gegen Berlin?<br>\nFrankreich stellt sich bei einer wichtigen EU-Abstimmung zu Gaspipelines wom&ouml;glich gegen den Partner Deutschland &ndash; und gegen die in Bau befindliche Nord-Stream-2-Leitung: Das Au&szlig;enministerium in Paris k&uuml;ndigte am Donnerstag an, Frankreich unterst&uuml;tze &Auml;nderungen an der EU-Gasrichtlinie, die Freitag zur Abstimmung stehen und die Nord Stream 2 beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnten.<br>\nDabei geht es um einen Vorsto&szlig; der EU-Kommission, die Geltung der Gasrichtlinie auszuweiten. Bislang unterliegen dieser nur Pipelines innerhalb der EU, die Kommission will die Regelung aber auch auf Zulieferleitungen wie die Ostseepipeline ausweiten. Die EU-Regelung sieht unter anderem vor, dass Betrieb und die Erdgas-Belieferung der Pipelines strikt getrennt werden m&uuml;ssten, der russische Konzern Gazprom hat bei Nord Stream 2 aber bereits beides in der Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/nord-stream-2-frankreich-will-offenbar-gegen-ostseepipeline-stimmen-a-1252144-druck.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Gaspipeline Nord Stream 2: CDU-Au&szlig;enexperte R&ouml;ttgen stellt sich gegen Merkel<\/strong><br>\nIm Streit um die deutsch-russische Gaspipeline bekommt die Kanzlerin einen prominenten Gegner aus der eigenen Partei. R&ouml;ttgen fordert, Nord Stream 2 zu stoppen.<br>\nDer Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, Norbert R&ouml;tten (CDU), unterst&uuml;tzt Frankreichs Bem&uuml;hen, die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 in Br&uuml;ssel zu stoppen. Es sei &bdquo;richtig, das Gut der europ&auml;ischen Einheit und Handlungsf&auml;higkeit &uuml;ber die Solidarit&auml;t mit Deutschland zu stellen&ldquo;, sagte R&ouml;ttgen am Donnerstag dem Tagesspiegel. Er stellt sich damit in einem zentralen Punkt der Energiepolitik gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel, ebenfalls CDU. Sie hatte gegen die Bedenken vieler europ&auml;ischer Partner an dem Projekt festgehalten.<br>\nR&ouml;ttgen wirft Merkel vor, sie isoliere Deutschland in der Frage. &bdquo;Die Politik der Bundesregierung in Sachen Nord Stream 2 ist seit Jahren einseitig, ohne R&uuml;cksicht auf die mehrheitliche Ablehnung in der EU und vor allem die Sicherheitsbedenken unserer osteurop&auml;ischen Nachbarn. Es ist nicht die Schuld Frankreichs, dass wir uns in dieser Frage europ&auml;isch isoliert haben&ldquo;, betont R&ouml;ttgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gaspipeline-nord-stream-2-cdu-aussenexperte-roettgen-stellt-sich-gegen-merkel\/23960894.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Nach meiner Einsch&auml;tzung wird am Ende der Einfluss der USA und der osteurop&auml;ischen Staaten so gro&szlig; sein, dass das Projekt doch noch scheitert. Daf&uuml;r spricht auch die &Auml;u&szlig;erung von R&ouml;ttgen (CDU), immerhin Vorsitzender des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Bundestages. <\/em><\/p>\n<p><em>Man sollte bei einer Beurteilung solcher Vorg&auml;nge immer im Blick behalten, dass Europa durchwirkt ist von Einflussagenten der USA, der R&uuml;stungsindustrie und der Finanzwirtschaft. R&ouml;ttgen geh&ouml;rt zu diesem Kreis. Dazu geh&ouml;ren auch wesentliche Teile der osteurop&auml;ischen Regierungen, also jener in Polen und in den baltischen Staaten. Dazu geh&ouml;rt auch Juncker und weite Teile der Kommission der EU. Anders ist nicht zu erkl&auml;ren, dass die EU-Kommission den Vorsto&szlig; zur &Auml;nderung der Gasrichtlinie tr&auml;gt.<\/em><\/p>\n<p><em>Im &Uuml;brigen ist vermutlich auch die Einsch&auml;tzung, Angela Merkel w&uuml;rde eine eigenst&auml;ndige, von den USA unabh&auml;ngige Politik betreiben, ziemlich verwegen. Sie hat im Fall von Nordstream 2 bisher clever den Eindruck erweckt, sie sei von amerikanischen Interessen nicht beeindruckt. Dass jetzt der Vorsto&szlig; von R&ouml;ttgen im Widerspruch zu ihr gestartet wurde, glaube ich nicht. Das ist ein abgekartetes Spiel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Macron: Gelbwesten von 40.000 bis 50.000 Ultra-Aktivisten infiltriert<\/strong><br>\nEs fielen spektakul&auml;re Aussagen, als Pr&auml;sident Macron f&uuml;nf ausgew&auml;hlten Journalisten im Elys&eacute;epalast empfing. Sie wurden auf sozialen Medien mit schnellem Witz aufgegriffen. So zum Beispiel die &Auml;u&szlig;erung Macrons, die Eric Drouet, eine der bekannten Pers&ouml;nlichkeiten der Gilets jaunes (Gelbwesten), als &ldquo;Medienprodukt&rdquo; deklassieren will.<br>\nDie Antwort ist ein Spiegelkabinett: Ein Twitterbeitrag zeigt Macron vor einer gro&szlig;en Galerie von Titelbl&auml;ttern bekannter Medien mit seinem Konterfei. Dass Macron Pr&auml;sident ist, hat er zu einem gro&szlig;en Teil der freundlichen Unterst&uuml;tzung reichweitenstarker Medien zu<br>\nverdanken. Daran ist aber prinzipiell nichts Verdammenswertes. Selbstverst&auml;ndlich wird der Machtkampf &uuml;ber Mediendarstellungen gef&uuml;hrt.Macron stellt sich dem Kampf um die Gunst der &ouml;ffentlichen Meinung nun auf eine neue Weise. Er ist jetzt mittendrin in der gro&szlig;en Debatte. Dabei sagt er Dinge, die erstaunlich sind. Zum Beispiel, dass die Gelbwesten von &ldquo;40.000 bis 50.000 Ultra-Aktivisten infiltriert sind&rdquo;, die es darauf abgesehen haben, die Institutionen zu zerst&ouml;ren.<br>\nEine wichtige Rolle bei der Destruktionsarbeit spielen nach Auffassung Macrons die sozialen Medien, namentlich die fachosp&egrave;re (&ldquo;Faschosph&auml;re&rdquo;), die gauchosph&egrave;re (w&ouml;rtlich &uuml;bersetzt &ldquo;Linkssph&auml;re&rdquo;) und die Russen: la russosph&egrave;re. Alle an der Zerst&ouml;rung bestehender Institutionen interessierten Extremisten oder ausl&auml;ndischen Kr&auml;fte w&uuml;rden enorm in die sozialen Medien investieren. [&hellip;]<br>\nDas ist, schaut man nach Deutschland und insbesondere auf das Kommunikationsverhalten der Kanzlerin, ein Schritt nach au&szlig;en, der Respekt verdient, weil sich Macron damit einer Kritik aussetzt, statt sich zu verbergen und weil er gro&szlig;en Wert darauf legt, sich offen zu zeigen.<br>\nHier wird nichts ver&auml;ndert. Partizipation ist unerw&uuml;nscht. [&hellip;]<br>\nAuf die Frage der Journalisten, wie er zu den Gummigeschosswaffen stehe, antwortete Macron, dass es nicht seine Sache sei, diese zu verbieten. Das m&uuml;sse Sache von Richtern sein. [&hellip;]<br>\nSchwieriger wird es mit Macron sofort, wenn man auf Konkretes schaut und sieht, wie gro&szlig; die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein Verbot des Einsatzes von Gummigeschosswaffen ist. &Uuml;ber 100.000 z&auml;hlt eine Petition, die von einem Chirurgen ins Leben gerufen wurde. Der wei&szlig;, worum es geht. Verletzungen und Opferzahl sind erschreckend. Und die Polizei kann auch anders mit Demonstranten umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Gelbwesten-von-40-000-bis-50-000-Ultra-Aktivisten-infiltriert-4296592.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Querfront plus Russland und die Sozialen Medien &hellip; die Verschw&ouml;rungstheorien des Emmanuel Macron werden immer abstruser.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: M&auml;rchenstunde mit Macron: Die Russen stecken hinter den Gelbwesten<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron ist weiterhin auf der Suche nach einem Rezept gegen die Proteste der sogenannten Gelbwesten. Weder polizeiliches Durchgreifen noch ostentative Verbr&uuml;derung mit den Demonstranten konnten ihm die erhoffte Ruhepause verschaffen.<br>\nDas &ldquo;gener&ouml;se&rdquo; Gespr&auml;chsangebot Macrons, auf einer Reise durch Frankreich mit den B&uuml;rgern, zumindest aber mit den B&uuml;rgermeistern zu reden, wurde von den Gelbwesten ebenfalls nicht angenommen. Nun beschuldigt Macron Russland, russische Medien und den russischen Pr&auml;sidenten. Vielleicht das letzte Aufgebot, das der ehemalige Liebling der Medien zu seiner Verteidigung in die Schlacht schicken kann?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/83728-maerchenstunde-mit-macron-russen-stecken-hinter-den-gelbwesten\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>GroKo: Bessere Kitas, gest&auml;rkte Familien?<\/strong><br>\nZ&uuml;giger als andere Vorhaben setzt die Bundesregierung derzeit ihre Reformagenda f&uuml;r Familien und Kinder um. In dem vor knapp einem Jahr vereinbarten Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD k&uuml;ndigten die Regierungsparteien an, ein &bdquo;Ma&szlig;nahmenpaket zur Bek&auml;mpfung der Kinderarmut&ldquo; schn&uuml;ren zu wollen. Offenbar haben auch sie die anhaltend hohe Kinderarmut hierzulande als dr&auml;ngendes soziales Problem erkannt. Doch werden die bereits beschlossenen und angek&uuml;ndigten Gesetze dem selbst gesetzten Anspruch wirklich gerecht?<br>\nZuerst erh&ouml;hte die Koalition mit dem Familienentlastungsgesetz das Kindergeld zum 1. Juli 2019 um 10 Euro. Um noch einmal 15 Euro pro Kind soll es zum 1. Januar 2021 steigen &ndash; dem Jahr der n&auml;chsten regul&auml;ren Bundestagswahl, sollte die Koalition so lange durchhalten. Bisher betrug es monatlich je 194 Euro f&uuml;r die ersten beiden Kinder, 200 Euro f&uuml;r das dritte Kind und 235 Euro f&uuml;r jedes weitere. Mit dem Kindergeld wird auch der steuerliche Kinderfreibetrag, der das (gestiegene) Existenzminimum des Kindes von der Einkommensteuer befreien soll, von 7428 Euro auf 7620 Euro angehoben. Die steuerlichen Kinderfreibetr&auml;ge privilegieren jedoch Besserverdienende &ndash; und darunter ausgerechnet jene B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger am meisten, die auf ihr Jahreseinkommen den H&ouml;chststeuersatz von 45 Prozent entrichten. Diese sogenannte Reichensteuer wird auf Jahreseinkommen ab 265&thinsp;327 Euro erhoben. Durch den ge&auml;nderten Kinderfreibetrag erzielen jene Spitzenverdiener eine Steuerersparnis von bis zu 285,75 Euro pro Monat. Sie erhalten also im Jahr fast 1000 Euro mehr pro Kind als eine Normalverdienerin an Kindergeld f&uuml;r ihren Nachwuchs. Das aber ist weder mit dem Gleichheitssatz noch mit dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/februar\/groko-bessere-kitas-gestaerkte-familien\">Christoph Butterwegge in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Sozialstaat 2025&ldquo; ist eine Mogelpackung<\/strong><br>\nDas SPD-Konzept f&uuml;r einen &sbquo;Sozialstaat 2025&lsquo; ist eine Mogelpackung. Von einer grundlegenden Erneuerung des Sozialstaats kann keine Rede sein. Statt einer gro&szlig;en Reform gibt es nur kleine Ref&ouml;rmchen. Hartz IV soll jetzt B&uuml;rgergeld hei&szlig;en &ndash; das klingt zwar freundlicher, setzt aber mit Leistungen auf Hartz-IV-Niveau weiterhin auf &ouml;konomischen Druck&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, das SPD-Konzept &bdquo;Sozialstaat 2025&ldquo;. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Die l&auml;ngere ALG-I-Bezugsdauer f&uuml;r &Auml;ltere und die Aussetzung der Sanktionen bei Hartz IV sind richtige und wichtige Schritte. Aber wer die Beibehaltung niedriger Regelleistungen mit dem Niedriglohnsektor begr&uuml;ndet, treibt ein falsches Spiel. Die Absenkung der sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit hat doch ma&szlig;geblich dazu beigetragen, den Niedriglohnsektor zu entfesseln. Nicht umsonst hat Deutschland heute den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in Europa.<br>\nEine echte Abkehr von Hartz IV w&auml;re eine sofortige Anhebung der Regelleistungen auf 582 Euro, wie es die Wohlfahrtsverb&auml;nde fordern, sowie das Verbot von Leiharbeit und sachgrundloser Befristung. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen Minijobs in die Sozialversicherung einbezogen werden. Die gesamte Agenda-2010-Politik hat Millionen Besch&auml;ftigte in die Erwerbsarmut gest&uuml;rzt. Damit muss endlich Schluss sein. Wer nicht willens ist, den Arbeitsmarkt st&auml;rker zu regulieren, sollte das Wort Sozialstaat gar nicht in den Mund nehmen.<br>\nDIE LINKE fordert, dass nicht nur &Auml;ltere, sondern alle Besch&auml;ftigten von einer l&auml;ngeren ALG-I-Bezugsdauer profitieren. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse m&uuml;ssen konsequent zur&uuml;ckgedr&auml;ngt und der Mindestlohn wenigstens auf armutsfeste zw&ouml;lf Euro erh&ouml;ht werden. Dar&uuml;ber hinaus fordern wir eine sanktionsfreie Mindestsicherung in H&ouml;he von 1.050 Euro f&uuml;r bed&uuml;rftige Menschen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/sozialstaat-2025-ist-eine-mogelpackung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bund zahlt Bayerns Hartz-IV-Empf&auml;ngern Familiengeld zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer monatelange Streit um Familiengeldzahlungen f&uuml;r bayerische Hartz-IV-Empf&auml;nger zwischen Bund und Freistaat ist beigelegt. &ldquo;Wir haben jetzt einen Kompromiss, mit dem wir beide gut leben k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in M&uuml;nchen. Damit ist klar, dass auch Empf&auml;nger von Hartz-IV das Familiengeld erhalten. Das seit September 2018 ausgezahlte Familiengeld in Bayern betr&auml;gt monatlich 250 Euro pro Kind im Alter von 13 bis 36 Monaten, ab dem dritten Kind betr&auml;gt der Zuschuss 300 Euro.<br>\nDer Kompromiss sieht eine Pr&auml;zisierung im Gesetzestext f&uuml;r das Familiengeld vor, so dass die Auszahlung dem Zweck einer &ldquo;f&ouml;rderlichen fr&uuml;hkindlichen Betreuung des Kindes&rdquo; zugeordnet wird. Im Gegenzug verzichtet der Bund ab sofort bei Neuantr&auml;gen auf die Anrechnung des Familiengeldes auf Hartz-IV-Zahlungen und hat sich zudem bereiterkl&auml;rt, schon angerechnete und damit einbehaltene Zahlungen zur&uuml;ckzuerstatten. Dies k&ouml;nne laut Schreyer aber erst nach der Verabschiedung der Gesetzesnovelle im bayerischen Landtag erfolgen. Wann das passiert, ist noch offen. Am kommenden Dienstag will zun&auml;chst das Kabinett gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die &Auml;nderungen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/wirtschaft\/finanzen---muenchen-bund-zahlt-bayerns-hartz-iv-empfaengern-familiengeld-zurueck-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190131-99-795116\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/FerschlSusanne\/posts\/2242060799447060\">Susanne Ferschl via fb<\/a>:<\/strong> Es ist scheinheillig, was die CSU da betreibt. Nach monatelangem Streit ist es nun gelungen, dass das von der CSU (p&uuml;nktlich zum Wahltag) eingef&uuml;hrte Familiengeld nicht auf Hartz IV-Leistungen angerechnet wird. Prinzipiell ist das gut, aber eine &ldquo;f&ouml;rderliche fr&uuml;hkindliche Betreuung&rdquo; die als Grund f&uuml;r mehr Geld angef&uuml;hrt wird, kostet &uuml;berall mehr &ndash; nicht nur in Bayern. Auf Bundesebene blockiert die CSU jeden sozialen Fortschritt &ndash; wie man unl&auml;ngst bei dem Geschrei der CSU bei der von der SPD diskutierten Kindersicherung und jetzt bei der diskutierten Grundrente sieht. Wer als regionale Kleinstpartei im Bund mitregiert, hat Verantwortung f&uuml;r alle B&uuml;rger im Land und muss &uuml;ber den Tellerrand blicken k&ouml;nnen oder sich auf Politik auf Landespolitik begrenzen. Es ist wichtig, dass einkommensarme Familien mehr finanzielle Unterst&uuml;tzung bekommen, das darf aber nicht auf Landesgrenzen reduziert bleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Die LINKE setzt sich daher im ersten Schritt f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Kindergeldes auf 328 Euro ein, die alle Kinder im Bezug von Hartz IV-Leistungen erreicht (denn Kindergeld wird im Bund angerechnet!) und als zweiten Schritt eine eigenst&auml;ndige Kindergrundsicherung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pharmakonzerne verdienen Milliarden mit &uuml;berteuerten Krebs-Medikamenten<\/strong><br>\nEine Tablette f&uuml;r Tausende Euro &ndash; keine Seltenheit bei Krebs-Therapien. Die WHO machte am Weltkrebstag auf &uuml;berteuerte Krebs-Medikamente aufmerksam. Im Durchschnitt verdienen Pharmakonzerne das 14-Fache der Entwicklungskosten pro Medikament. In Extremf&auml;llen gar das 68-Fache. Und die Gewinne wachsen weiter, denn altersbedingt gibt es immer mehr Krebspatienten.<br>\n2002 litten in &Ouml;sterreich 210.000 Menschen an Krebs &ndash; bis zum Jahr 2016 erh&ouml;hte sich die Zahl auf 350.000. Eine Entwicklung, die auf der ganzen Welt &auml;hnlich ist. Das liegt vor allem am gestiegenen Durchschnittsalter. Gut also, dass die Forschung gro&szlig;e Fortschritte bei der Bek&auml;mpfung von Krebs macht. Schlecht nur, dass die Medikamente f&uuml;r viele unerschwinglich sind. Die Pharmakonzerne machen n&auml;mlich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ungerechtfertigt gro&szlig;e Gewinne mit ihren Medikamenten.<br>\nF&uuml;r die Pharmakonzerne ist Krebs ein Milliardengesch&auml;ft<br>\n&bdquo;F&uuml;r jeden investierten US-Dollar haben die Pharmafirmen im durschnitt 14 Dollar zur&uuml;ckbekommen. Das hei&szlig;t nicht, dass jedes Pr&auml;parat so erfolgreich ist, aber die Ausgaben f&uuml;r Forschung und Entwicklung stehen in keiner Beziehung zum Preis&ldquo;,<br>\nso Suzanne Hill, Studienautorin von der WHO im &Ouml;1-Morgenjournal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/pharmakonzerne-krebs-medikamenten\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das neue Great Game um Afghanistan und die Taliban<\/strong><br>\nDie Friedensgespr&auml;che zwischen Washington und den afghanischen Taliban im Golfemirat Katar sorgten vor wenigen Tagen abermals f&uuml;r Schlagzeilen. Nach den j&uuml;ngsten Gespr&auml;chen, die immerhin ganze sechs Tage andauerten, k&ouml;nnte ein Abzug der internationalen Truppen &ndash; die Hauptforderung der Taliban &ndash; bald zur Realit&auml;t werden. US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo bezeichnete die j&uuml;ngsten Entwicklungen unter anderem als &ldquo;Durchbruch&rdquo;.<br>\nDer Mann der Stunde war allerdings nicht der afghanische Pr&auml;sident Ashraf Ghani, sondern US-Chefunterh&auml;ndler Zalmay Khalilzad, der selbst afghanische Wurzeln hat und die amerikanische Politik am Hindukusch und im Nahen Osten seit Jahrzehnten beeinflusst. Vielen Menschen ist Khalilzad aus den 1980er-Jahren in Erinnerung geblieben. Damals empfing er gemeinsam mit dem damaligen US-Pr&auml;sident Reagan mehrere afghanische Mudschaheddin-F&uuml;hrer und fungierte als deren Dolmetscher. Nun behauptete Khalilzad gegen&uuml;ber der New York Times, dass ein Rahmenvertrag mit den Taliban bereit stehen w&uuml;rde. Berichten zufolge steht ein Abzug der US-Truppen binnen 18 Monaten im Raum. Zwei Drittel der 22.000 ausl&auml;ndischen Soldaten sind US-Amerikaner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-neue-Great-Game-um-Afghanistan-und-die-Taliban-4297664.html\">Emran Feroz auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>USA bewaffnen aus Versehen al-Qaida-nahe Milizen<\/strong><br>\nDer Krieg im Jemen ist ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r die US-R&uuml;stungsindustrie. Offiziell d&uuml;rfen deren Handelspartner die gelieferten Waffen zwar nicht weitergeben. Dennoch sind diese nun in H&auml;nden radikaler Milizen. [&hellip;]<br>\nDer Krieg gilt als einer der grausamsten unserer Zeit, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen get&ouml;tet, etwa 20 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht.<br>\nDie Waffen und Milit&auml;rger&auml;tschaften, die die saudi-arabisch gef&uuml;hrte Koalition nutzt, kommen zu gro&szlig;en Teilen aus den USA. Jedoch ist in den Liefervertr&auml;gen geregelt, dass beides nicht an Dritte weitergegeben werden darf. Schon gar nicht an radikale, durchaus al-Qaida-nahe Milizen wie die Amalka-Brigade.<br>\nDass genau das nun der Fall zu sein scheint, hat eine Recherche von CNN ergeben. Reporter sind durch das Land gereist und haben an verschiedenen Orten in den USA hergestellte Waffen und Fahrzeuge gesichtet, die sich nun in H&auml;nden von Milizen befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article188342109\/Jemen-USA-bewaffnen-aus-Versehen-al-Qaida-nahe-Milizen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Waffenlieferungen f&uuml;r den Jemenkrieg stoppen<\/strong><br>\nEs ist eine moralische Bankrotterkl&auml;rung, dass die Bundesregierung entgegen allen Beteuerungen weiter Waffen an L&auml;nder wie die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt und liefert, die im Jemen an der Seeblockade und weiteren Kriegsverbrechen beteiligt sind. Die skrupellose R&uuml;stungsexportpolitik der Merkel-Regierung ist so mitverantwortlich f&uuml;r die humanit&auml;re Katastrophe im Jemen&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Mit einem ohnehin l&ouml;chrigen und eng befristeten Exportstopp nach Saudi Arabien ist es nicht getan. Die R&uuml;stungsexporte in die am Jemenkrieg beteiligten Staaten m&uuml;ssen gestoppt werden. Alle erteilten Genehmigungen an die im Jemenkrieg beteiligten Staaten m&uuml;ssen sofort widerrufen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/waffenlieferungen-fuer-den-jemenkrieg-stoppen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Im Clinch mit der R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nDer Freiburger Lehrer J&uuml;rgen Gr&auml;sslin z&auml;hlt zu den engagiertesten R&uuml;stungsgegnern Deutschlands. Insbesondere der deutschen R&uuml;stungsindustrie ist er ein Dorn im Auge: Die Politik biete den Konzernen zu viele Schlupfl&ouml;cher, kritisiert er.<br>\nEr hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Wahrheit ans Licht zu bringen: Dass deutsche Konzerne Waffen an Schurkenstaaten und in Krisenherde exportieren, ist f&uuml;r den Aktivisten J&uuml;rgen Gr&auml;sslin der wahre Grund f&uuml;r viele Kriege. Nach seiner Berechnung sterben weltweit jeden Tag mehr als 100 Menschen durch deutsches Kriegsger&auml;t.<br>\nAls er als Bundeswehrsoldat auf Pappkameraden schie&szlig;en musste, wurde J&uuml;rgen Gr&auml;sslin bewusst, dass er als Soldat im Ernstfall t&ouml;ten w&uuml;rde. Den Wehrdienst hat er darum vorzeitig verlassen, er wurde Lehrer &ndash; und entschlossener Friedensaktivist. Seine B&uuml;cher und Filme erz&auml;hlen seit &uuml;ber 30 Jahren vom Leid, das Waffen aus deutscher Produktion in alle Welt bringen.<br>\n&bdquo;Es reicht nicht, zu blockieren, Werkstore zu verschlie&szlig;en, symbolische Akte zu vollziehen. Sondern ich muss recherchieren, ich muss publizieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/friedensaktivist-juergen-graesslin-im-clinch-mit-der.970.de.html?dram:article_id=440304\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Anschlie&szlig;end wurde ich ins Gef&auml;ngnis gebracht&rdquo;: &Uuml;berlebender des Odessa-Massakers berichtet<\/strong><br>\nOleg Muzyka &uuml;berlebte das Massaker vom 2. Mai 2014 im ukrainischen Odessa. &Uuml;ber 40 Menschen wurden dabei von einem nationalistischen Mob get&ouml;tet. In Dresden stellte Muzyka sein neues Buch zu dem Vorfall vor, f&uuml;r den bislang niemand angeklagt wurde. RT Deutsch war vor Ort.<br>\nAm 2. Mai 2014 verbrannten und erstickten im Gewerkschaftshaus von Odessa mehrere Dutzend Menschen. Weitere starben nach ihrem Sprung aus dem Fenster, mit dem sie den Flammentod entgehen wollten. Ein ultranationalistischer Mob hatte das Geb&auml;ude mit Molotow-Cocktails in Brand gesteckt. &Uuml;ber einen Seiteneingang war der Mob zudem mit Kn&uuml;ppeln in das Geb&auml;ude gest&uuml;rmt und hatte Jagd auf Regierungskritiker gemacht, die in B&uuml;ros Schutz gesucht hatten.<br>\nInsgesamt 42 Menschen starben in und vor dem Gewerkschaftshaus, 210 Menschen wurden verletzt. Aus den zahlreichen Videos, die am Ort der Trag&ouml;die aufgenommen wurden, geht hervor, dass viele der Schwerverletzten noch vor dem Abtransport in Krankenh&auml;user von den rechtsextremen Schl&auml;gern bedroht wurden. Oleg Muzyka, ein &Uuml;berlebender des Vorfalls, stellte zusammen mit seinen Ko-Autoren im DGB-Haus in Dresden am Samstag ein neues Buch zu dem Vorfall vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/83808-brand-gewerkschaftshauses-in-odessa-2014-ueberlebender-stellt-buch-in-dresden-vor\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ich schaue die Anstalt, weil&hellip;<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Horst Seehofer: Ich schaue die Anstalt, weil&hellip;<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=r7X_yybA4fM\">Max Uthoff<\/a> <\/li>\n<li><strong>Angela Merkel: Ich schaue die Anstalt, weil..<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=d1Yg8xuIUxQ\">Claus von Wagner<\/a><\/li>\n<li><strong>Noch ein ernstes St&uuml;ck &ndash; von vor einem Jahr, aber immer noch aktuell:<\/strong><br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lesMwYm8SOk\">Waffenexporte leicht gemacht &ndash; Die Anstalt vom 27. 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