{"id":49205,"date":"2019-02-08T16:46:56","date_gmt":"2019-02-08T15:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205"},"modified":"2019-02-08T16:46:56","modified_gmt":"2019-02-08T15:46:56","slug":"hinweise-des-tages-ii-381","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h01\">Wirtschaftsweiser fordert 60-Milliarden-Investitionsprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h02\">Nord Stream 2: Macron geht auf Abstand zu Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h03\">Zur&uuml;ck auf dem atomaren Pulverfass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h04\">Br&uuml;che in der Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h05\">Magere Renditen f&uuml;r die Riester-Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h06\">Kartellamtsentscheidung zu Facebook: Richtige Analyse, stumpfes Schwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h07\">Kl&ouml;ckners z&ouml;gerliches Taktieren verspielt Zukunft der Tierhaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h08\">VW-Managerin sorgt mit &Auml;u&szlig;erungen zum Dieselskandal f&uuml;r Emp&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h09\">Enteignen, entsch&auml;digen, kaufen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h10\">Berliner Verkehrsbetriebe in der Krise: Wenn&rsquo;s mal wieder l&auml;nger dauert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h11\">Marodes Atomm&uuml;lllager: Die wachsende Gefahr von Asse II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h12\">Minenkatastrophe in Brasilien: T&Uuml;V soll Bergbaukonzern vor m&ouml;glichem Dammbruch gewarnt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h13\">Historiker Benz sieht Meldestellen f&uuml;r Antisemitismus kritisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49205#h14\">Alternative f&uuml;r Staatsdiener: Kein Einzelfall: Polizisten kandidieren in Th&uuml;ringen f&uuml;r die AfD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser fordert 60-Milliarden-Investitionsprogramm<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsweise rechnet in seinem Abschieds-Interview mit der Finanzpolitik der Regierung ab. Kein Land lasse so viel Potenzial brach liegen.<br>\nDer Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert die Bundesregierung auf, ein gro&szlig;es Investitionsprogramm auf den Weg zu bringen. &bdquo;Die Schwarze-Null-Denke ist ein gro&szlig;es Problem. Es w&uuml;rde doch v&ouml;llig reichen, wenn wir unsere Schulden gemessen am Bruttoinlandsprodukt konstant halten. Bei drei Prozent nominalen Wachstum k&ouml;nnten wir dann rund 60 Milliarden Euro mehr im Jahr investieren. 60 Milliarden!&ldquo;, sagte Bofinger dem Handelsblatt.<br>\n&bdquo;Mit dem Geld k&ouml;nnten wir die Bahn, den Nahverkehr, den Breitbandausbau, die Bildung oder den sozialen Wohnungsbau f&ouml;rdern, sagte Bofinger weiter. &bdquo;Ich kenne kein Land, das so viel finanziellen Spielraum hat wie Deutschland und gleichzeitig so viele Entwicklungschancen liegen l&auml;sst.&ldquo; Bofinger h&auml;tte auch kein Problem damit, dass eine solche Ausgaben den Bruch der Schuldenbremse bedeuten w&uuml;rde. Auf eine entsprechende Frage sagte er: &bdquo;Ja, na und?&ldquo; [&hellip;]<br>\nEs w&uuml;rde doch v&ouml;llig reichen, wenn wir unsere Schulden gemessen am Bruttoinlandsprodukt konstant halten. Bei drei Prozent nominalen Wachstum k&ouml;nnten wir dann rund 60 Milliarden Euro mehr im Jahr investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/peter-bofinger-im-interview-wirtschaftsweiser-fordert-60-milliarden-investitionsprogramm\/23961314.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> So richtig die kritische Einstellung zur Schuldenbremse und zur Schwarzen Null ist, so unverst&auml;ndlich ist die Aussage, dass es ja ausreiche, die Schulden konstant zum Bruttoinlandsprodukt zu halten. Wieso? Die Schuldenstandsquote ist, sofern man Kontrolle &uuml;ber die eigene W&auml;hrung besitzt, v&ouml;llig irrelevant, wie das Beispiel Japan zeigt, das mit einer Staatsverschuldung im Verh&auml;ltnis zum BIP irgendwo bei 236 Prozent liegt und damit &uuml;berhaupt keine Probleme hat. Eine Finanzierungsbeschr&auml;nkung seitens des Staates besteht also nicht. Die Schuldenbremse ist politisch gewollt und die fiktive Grenze, ab wann ein Schuldenstand gemessen am BIP gut oder schlecht ist, vollkommen unbrauchbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nord Stream 2: Macron geht auf Abstand zu Merkel<\/strong><br>\nDie Pipeline als Politikum. Frankreich stellt sich gegen Deutschland. Update: Es soll einen Kompromissvorschlag geben<br>\nErdgas, das &uuml;ber die Pipeline Nord Stream 2 angeliefert wird, verspricht wesentlich billigere Preise als die Fl&uuml;ssigerdgas-Konkurrenz. So billig, dass der russische Pr&auml;sident Putin k&uuml;rzlich versprechen musste, dass die Preise nicht allzu sehr fallen. Das Gas aus der Pipeline w&uuml;rde auch umweltschonender gef&ouml;rdert und geliefert. Das sind klare Wettbewerbsvorteile gegen&uuml;ber dem Fl&uuml;ssiggas-Import.<br>\nDie hatte auch der franz&ouml;sische Energieriese Engie (fr&uuml;her GDF Suez, seit 2015 mit dem neuen Namen) im Auge, als er sich dazu entschloss, in das Projekt zu investieren. Mit nicht ganz einer Milliarde Euro ist der Konzern an der Finanzierung von Nord Stream 2 beteiligt. Wie die Vorstandsvorsitzende Isabelle Kocher vor zwei Jahren betonte, baue der franz&ouml;sische Konzern auf eine mehr als 40-j&auml;hrige Gesch&auml;ftsbeziehung mit Gazprom. Kocher spricht in mehreren Interviews und Auftritten davon, wie wichtig das Nord Stream 2 Projekt f&uuml;r den Konzern ist, was von russischen Medien wie Sputnik auch gerne berichtet wurde.<br>\nNun stellt sich heraus, dass die franz&ouml;sische Regierung dem Projekt Nord Stream 2 mit einer ver&auml;nderten Haltung gegen&uuml;bersteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nord-Stream-2-Macron-geht-auf-Abstand-zu-Merkel-4301924.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Knacks f&uuml;r die deutsch-franz&ouml;sische Partnerschaft<\/strong><br>\nVordergr&uuml;ndig geht es heute um eine &Auml;nderung der EU-Gasrichtlinie, doch die Entscheidung k&ouml;nnte drastische Folgen f&uuml;r die Pipeline Nord Stream 2 haben. Frankreich wird sich wohl gegen Deutschland stellen. Im polnischen Fernsehen war es die Spitzenmeldung: Frankreich stellt sich gegen Nord Stream 2 &ndash; und damit gegen Deutschland, das dieses Projekt trotz russischer Dominanz nicht stoppen will. Kommt es am heutigen Freitag wirklich so, w&auml;re das ein Schlag gegen die vielbeschworenen deutsch-franz&ouml;sischen Beziehungen. &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/nordstream-frankreich-103.html%20\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> &hellip;auch hier wieder einzig und allein die Sichtweise des Westens, die Bedenken des Westens, keine Stimme aus Russland, keine Einordnung, nichts. Nur ein kleiner bescheidener Hinweis, dass die US-Amerikaner auch Gesch&auml;fte machen wollen. B&uuml;tikofer&hellip;unertr&auml;glich, einfach unertr&auml;glich, dem ist offenbar Frackinggas mit dreckigen Schiffen transportiert lieber. Und das M&auml;rchen vom Europa in russischer Hand wird erz&auml;hlt, dabei lieferte schon die Sowjetunion Gas. Und dass wir offenbar in der Hand einer ganz anderen fremden Macht sind, die &uuml;ber Botschafter Aufforderungen an andere L&auml;nder &auml;u&szlig;ern dar,f an die man sich tunlichst halten soll&hellip;.geschenkt. Man kann das alles kaum noch ertragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck auf dem atomaren Pulverfass<\/strong><br>\nUS-Regierung streicht INF-Vertrag &ndash; Russland steht am Pranger<br>\n&bdquo;Der INF-Vertrag steht vor dem Aus, Russland r&uuml;stet auf. Was tun? Die Nato muss Einigkeit und St&auml;rke demonstrieren &ndash; nur so l&auml;sst sich Putin beeindrucken&ldquo;, kommentiert ein Paul Anton Kr&uuml;ger. Nein, nicht in der &bdquo;Welt&ldquo;, der &bdquo;Bild&ldquo; oder einem anderen atlantischen Kampfblatt. Es ist die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo;, die hier keine Parteien mehr kennt, sondern nur noch ein unersch&uuml;tterliches Feindbild. Die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; ruft da nicht allein nach Einigkeit und St&auml;rke. Wenn es gegen &bdquo;den Russen&ldquo; geht, funktionieren die Reflexe seit mehr als 100 Jahren.<br>\nNeu ist nicht einmal die Selbststilisierung als Friedensengel &ndash; bei gleichzeitiger Aufr&uuml;stung. Deutschland ist seit 1999 wieder ein Land, das Krieg f&uuml;hrt. Bomben auf Belgrad, das Afrika-Korps, Panzer an der russischen Grenze, St&auml;rke demonstrieren, alles nicht neu. Nur bis zum Hindukusch hatte es damals nicht gereicht. Aber da sind &bdquo;wir&ldquo; ja nicht aus eigener Kraft.<br>\nDie Lage &auml;hnelt in gewisser Weise jener ab Mitte der 1970er Jahre. Die USA hatten mit und nach Hiroshima begonnen, f&uuml;r einen Atomkrieg gegen den Sozialismus zu r&uuml;sten. Das Ziel, Vernichtung des Sozialismus zu fast jedem Preis, war klar benannt. Die Sowjetunion hatte das in den 1960er Jahren allerdings im Wesentlichen pariert. Die USA suchten den Ausweg im &uuml;berraschenden Vernichtungsangriff, im Bau zielgenauer Mittelstrecken-, besser Erstschlagswaffen. Diese Waffen verlegten das Schlachtfeld, bei enorm kurzen Vorwarnzeiten, in die SU &ndash; aber auch ins Zentrum Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5106\/internationale_politik\/10442\/Zur%C3%BCck-auf-dem-atomaren-Pulverfass.htm%20\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Br&uuml;che in der Union<\/strong><br>\nUS-Beobachter konstatieren in der EU eine wachsende Kritik an der dominierenden Machtstellung Deutschlands innerhalb der Union. Nicht nur der Austritt Gro&szlig;britanniens sei letztlich eine &ldquo;Revolte&rdquo; gegen einen europ&auml;ischen &ldquo;Superstaat&rdquo;, der &ldquo;von Deutschland gef&uuml;hrt&rdquo; werde, urteilt ein fr&uuml;herer einflussreicher Mitarbeiter der OECD und der US-Notenbank Fed. Auch in anderen L&auml;ndern rumore es, etwa in Italien sowie in einigen L&auml;ndern Mittelosteuropas, besonders in Polen und in Ungarn. Lehnten sich Warschau und Budapest unter anderem gegen die deutsche Migrations- und Energiepolitik auf, so protestiere Italiens Regierung vor allem gegen die &ndash; freilich ebenfalls br&uuml;chige &ndash; &ldquo;Achse Berlin-Paris&rdquo;: Deutschland und Frankreich erweiterten unter verbalen Beschw&ouml;rungen &ldquo;Europas&rdquo; lediglich ihren nationalen Einfluss &ldquo;auf Kosten einer wahren europ&auml;ischen Integration&rdquo;, moniert etwa Italiens Premierminister Giuseppe Conte. Beobachter urteilen, den &ldquo;Samen der Zerst&ouml;rung&rdquo; habe zu einem guten Teil Berlin gelegt: mit seinen beinharten Austerit&auml;tsdiktaten im Kampf gegen die Eurokrise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7854\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Magere Renditen f&uuml;r die Riester-Rente<\/strong><br>\nVerbrauchersch&uuml;tzer und Versicherer streiten &uuml;ber die Ertr&auml;ge bei den Riester-Renten. Wenn man das Geld unter dem Kopfkissen lassen w&uuml;rde, h&auml;tte man mehr, provoziert der Bund der Versicherten.<br>\nWer jeden Monat Geld f&uuml;rs Alter unter das Kopfkissen legt, erzielt eine h&ouml;here Rendite als beim Abschluss einer Riester-Rente. Mit diesem Vergleich attackiert der Bund der Versicherten (BdV) die deutschen Lebensversicherer. In einer Studie zur Rentabilit&auml;t der staatlich gef&ouml;rderten Privatrente kommt der BdV zu alarmierenden Renditezahlen.<br>\n&ldquo;V&ouml;lliger Unsinn&rdquo;, kontert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Nach Steuern erziele Riester Renditen zwischen drei Prozent und vier Prozent, sagt eine Sprecherin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/altersvorsorge-riester-rendite-alternativen-1.4320409\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das ist ja ein sch&ouml;nes Eigentor der Versicherungswirtschaft. Drei Prozent Rendite schafft die gesetzliche Rente bei deutlich weniger Kosten n&auml;mlich auch. Weshalb sollte man dann also in eine private Altersvorsorge investieren? Wegen der atemberaubenden Schwankungsbreite? Schlie&szlig;lich hie&szlig; es ja bei Einf&uuml;hrung der Privatvorsorge, zehn Prozent und mehr seien drin. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kartellamtsentscheidung zu Facebook: Richtige Analyse, stumpfes Schwert<\/strong><br>\nDas Bundeskartellamt hat heute eine gute Analyse &uuml;ber Facebooks Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung vorgestellt. Leider tut sich die Kontrollbeh&ouml;rde bei den konkreten Gegenma&szlig;nahmen schwer. Die Entscheidung kann nur ein erster Schritt sein, Facebook endlich demokratisch zu kontrollieren. Ein Kommentar.<br>\nDas Bundeskartellamt hat heute best&auml;tigt, was wir seit Jahren sagen: Facebook hat eine dominante marktbeherrschende Stellung und kontrolliert im Bereich der Sozialen Medien rund 90 Prozent des Marktes. Die Markteintrittsbarrieren f&uuml;r Konkurrenten sind hoch, Netzwerk-Effekte befeuern die Dominanz und die Nutzer sind durch den Lock-In-Effekt gefangen.<br>\nFacebook baut diese Marktmacht auch durch die Zusammenf&uuml;hrung vieler Daten aus, auch wenn Nutzer gar nicht Kunde von Facebook sind. Das ist ein bekanntes Problem. Am grunds&auml;tzlichen Modell r&uuml;ttelt das Bundeskartellamt jedoch nicht: Es sei grunds&auml;tzlich anzuerkennen, dass das Angebot eines sozialen Netzwerks, das ein effizientes datenbasiertes Gesch&auml;ftsmodell anbieten will und sich durch Werbung finanziert, die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erfordere.<br>\nLeider hat das Bundeskartellamt gegen das Gesch&auml;ftsgebahren von Facebook keine klare rote Linie gezogen und sich nicht getraut, diese Datenzusammenf&uuml;hrung komplett zu untersagen. Stattdessen fordert man Facebook auf, zuk&uuml;nftig Nutzerinnen und Nutzer besser zu informieren und sich eine Einwilligung zu holen. Das klingt zwar gut, k&ouml;nnte sich aber in der Praxis schlimmstenfalls auch als Best&auml;tigen eines weiteren Banners oder eines H&auml;ckchens in den Einstellungen zur Einwilligung funktionieren &ndash; ohne dass die Nutzer verstehen, was da genau passiert. So wie das Facebook bereits seit Jahren macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/kartellamtsentscheidung-zu-facebook-richtige-analyse-schwaches-schwert\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kl&ouml;ckners z&ouml;gerliches Taktieren verspielt Zukunft der Tierhaltung<\/strong><br>\n&bdquo;Der Berg krei&szlig;te und gebar ein M&auml;uschen &ndash; damit ist der Vorschlag der Bundesagrarministerin f&uuml;r eine staatliche Tierwohlkennzeichnung beschrieben. Weder verpflichtend noch mit ausreichend vorausschauenden Kriterien entt&auml;uscht das Label der Ministerin noch die ohnehin geringen Erwartungen. Wer aber jetzt keinen rechtsicheren Rahmen f&uuml;r das n&auml;chste Jahrzehnt setzt, f&uuml;hrt die Tierhaltung in eine Sackgasse. Gesellschaftliche Akzeptanz wird verspielt. Handels- und Verarbeitungskonzerne bleiben zu ihrem eigenen Wohl die Taktgeber, ohne dass kostendeckende Erzeugerpreise gesichert sind. Eine verl&auml;ssliche und vertrauensw&uuml;rdige Agrarpolitik sieht anders aus&ldquo;, sagt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Tackmann weiter:<br>\n&bdquo;Bereits vor fast vier Jahren hatte der Wissenschaftliche Beirat f&uuml;r Agrarpolitik beim Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft in einem Gutachten f&uuml;r eine gesellschaftlich akzeptierte Tierhaltung eine staatliche Kennzeichnung gefordert. Agrarminister Schmidt hatte das konsequent blockiert. Immerhin hat Julia Kl&ouml;ckner angesichts des steigenden &ouml;ffentlichen Drucks diese Blockade aufgegeben. Aber wo Strategie und Weitblick gebraucht werden, taktiert sie und f&auml;hrt auf Sicht. Statt an der Seite der Erzeugerbetriebe zu stehen, knickt die Ministerin wie bei der Ferkelkastration erneut vor der Erpressung von Verarbeitungs- und Handelskonzernen ein, die vor allem billige Rohstoffe wollen. Stattdessen muss endlich ernsthaft diskutiert werden, wie viel und welche Tierhaltung wirklich gebraucht wird und wie der n&ouml;tige Umbau finanziert werden kann. Ein Pflaster, das den Systemfehler h&ouml;chstens kaschiert, wird nicht gebraucht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kloeckners-zoegerliches-taktieren-verspielt-zukunft-der-tierhaltung\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>VW-Managerin sorgt mit &Auml;u&szlig;erungen zum Dieselskandal f&uuml;r Emp&ouml;rung<\/strong><br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen der Rechtsvorst&auml;ndin des Volkswagenkonzerns, Hiltrud Werner, haben es in sich und schlagen in der Politik hohe Wellen. Dass Dieselfahrer sich von VW betrogen f&uuml;hlen, nimmt sie mit Bedauern zur Kenntnis. Aber, schiebt sie im Interview mit dem Handelsblatt trocken hinterher, &bdquo;f&uuml;r Kundenklagen gibt es aus unserer Sicht keine Rechtsgrundlage&ldquo;. Vielmehr h&auml;tten die Kunden &bdquo;weder Verluste noch Sch&auml;den erlitten&ldquo;. Die Fahrzeuge seien &bdquo;sicher und fahrbereit&ldquo;.<br>\nDer saarl&auml;ndische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) reagierte emp&ouml;rt. &bdquo;Die &Auml;u&szlig;erungen von Frau Werner sind dreist, verdeutlichen aber auch, dass VW die berechtigte Kritik der betroffenen Dieselfahrer und vieler Politiker gar nicht ernst nimmt&ldquo;, sagte Jost dem Handelsblatt. Zugleich forderte der SPD-Politiker eine Reaktion der Bundesregierung. &bdquo;Wenn die Bundesregierung nicht eindeutiger im Sinne der Verbraucher Stellung bezieht, erleichtert sie es Unternehmen wie Volkswagen, ungestraft davonzukommen und m&ouml;glicherweise weiterhin zu tricksen&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/vw-dieselskandal-vw-managerin-sorgt-mit-aeusserungen-zum-dieselskandal-fuer-empoerung\/23963016.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Enteignen, entsch&auml;digen, kaufen?<\/strong><br>\nRot-Rot-Gr&uuml;n will DW-Wohnungen in Landeseigentum &uuml;berf&uuml;hren<br>\nDer Wirbel, der derzeit um die Berliner Kampagne zum Volksentscheid &bdquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&ldquo; gemacht wird, belebt die wohnungspolitische Debatte. Eine Abkehr von der kapitalfreundlichen Wohnungspolitik der Landesregierung ist damit aber nicht in Sicht.<br>\nBevor Immobilien-AGs wie &bdquo;Deutsche Wohnen&ldquo; (DW) oder &bdquo;Vonovia&ldquo; existierten, zeigte die Berliner Wohnungspolitik aller regierenden Parteien vor allem zwei Merkmale: Sie redeten den Leerstand in Ostberliner Neubau-Gro&szlig;projekten schlecht und rissen noch bis 2012 massenhaft &bdquo;DDR-Platten&ldquo; ab und sie privatisierten au&szlig;erdem riesige Wohnungsbest&auml;nde. Bei der GSW-Privatisierung von 2004 durch den &bdquo;rot-roten&ldquo; Senat ging es um &uuml;ber 60 000 Einheiten, die f&uuml;r damals 410 Millionen Euro plus &Uuml;bernahme von 1,6 Milliarden Euro Altschulden verscherbelt wurden. Aktuell wird ihr Wert auf knapp 9 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Aber es gab zahlreiche weitere Privatisierungen im Wohnungswesen, mittlerweile wird auch der verbliebene &ouml;ffentliche Wohnungsbestand ganz &uuml;berwiegend profitorientiert als AG oder GmbH betrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5106\/wirtschaft_soziales\/10444\/Enteignen-entsch%C3%A4digen-kaufen.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Berliner Verkehrsbetriebe in der Krise: Wenn&rsquo;s mal wieder l&auml;nger dauert<\/strong><br>\nVersp&auml;tungen, ausgefallene Z&uuml;ge, veraltetes Equipment: Wer mit den Berliner Verkehrsbetrieben unterwegs ist, muss manchmal viel Geduld mitbringen. Thilo Sarrazin habe die BVG &bdquo;kaputt gespart&ldquo;, sagt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Das Personalproblem kann man nicht l&ouml;sen, weil eigentlich alle vergleichbaren Unternehmen momentan suchen, die S-Bahn sucht zum Beispiel Leute und die zahlen 500 Euro im Monat mehr. Deshalb wird auch die Tarifverhandlung, die jetzt bevorsteht, spannend. Da wird es auch darum gehen, dass die BVGler besser bezahlt werden.&ldquo;<br>\nSchon vor Jahren h&auml;tte der Berliner Senat in neue Fahrzeuge und Personal investieren m&uuml;ssen, sagt Wieseke. Doch von den Vorg&auml;ngerregierungen im chronisch schuldengeplagten Berlin wurde die BVG vor allem als Sparobjekt gesehen. Auf einen S&uuml;ndenbock hat man sich in der Berliner Landespolitik schon verst&auml;ndigt: Thilo Sarrazin, Berlins Finanzsenator in den 00er-Jahren. Er h&auml;tte die BVG kaputt gespart, sagt auch Ramona Pop, Wirtschaftssenatorin von den Gr&uuml;nen.<br>\n&bdquo;Ja, das sind die Folgen der sarrazinschen Sparpolitik, es wurde einfach zu wenig investiert. Hinzu kommt, dass Berlin deutlich w&auml;chst. 50.000 Einwohner kommen jedes Jahr neu dazu und das zusammen f&uuml;hrt zu einem deutlichen Engpass im &ouml;ffentlichen Nahverkehr.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/berliner-verkehrsbetriebe-in-der-krise-wenn-s-mal-wieder.1001.de.html?dram:article_id=440276\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Marodes Atomm&uuml;lllager: Die wachsende Gefahr von Asse II<\/strong><br>\n13.000 Liter Wasser laufen jeden Tag in das einsturzgef&auml;hrdete Atomm&uuml;lllager Asse II in Niedersachsen. Im schlimmsten Fall k&ouml;nnte der radioaktive Abfall in das Grundwasser dringen. Wie gro&szlig; ist die Gefahr?<br>\nDie Fahrt geht vorbei an abgeernteten Feldern, durch die flachh&uuml;gelige Landschaft rings um Wolfenb&uuml;ttel, s&uuml;dlich von Braunschweig. Mittendrin liegt, dicht bewaldet, der H&ouml;henzug Asse. 500 Meter unter der idyllischen Landschaft laufen jeden Tag &uuml;ber 13.000 Liter Wasser ins einsturzgef&auml;hrdete Atomm&uuml;lllager Asse II. Die Menschen in den kleinen D&ouml;rfern am Fu&szlig;e der Asse sind alarmiert.<br>\n&bdquo;Es sind ja nicht wenige Mengen. Wenn man sich alleine &uuml;berlegt: diese 102 Tonnen Uran, 87 Tonnen Thorium, dann diese 28 Kilogramm Plutonium. Und dann haben wir noch einen Mix von ganz vielen verschiedenen chemotoxischen Mitteln, Pflanzenschutzmitteln. Wir haben circa 500 Kilogramm Arsen. Und Plutonium ist ja nicht nur radioaktiv, es ist ja schon in Staubkorngr&ouml;&szlig;e t&ouml;dlich. Dar&uuml;ber darf man gar nicht nachdenken, was passiert, wenn dieser Schacht absaufen sollte, das w&auml;re ja noch m&ouml;glich. Und der Berg durch seinen Druck das wirklich nach oben presst. In das Grundwasser. Das ist eine Katastrophe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/marodes-atommuelllager-die-wachsende-gefahr-von-asse-ii.724.de.html?dram:article_id=440331\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Minenkatastrophe in Brasilien: T&Uuml;V soll Bergbaukonzern vor m&ouml;glichem Dammbruch gewarnt haben<\/strong><br>\nNach der Minenkatastrophe in Brasilien hat das Umweltministerium dem Bergbaukonzern Vale die Lizenz zum Betrieb weiterer Staud&auml;mme entzogen. Ein Bericht entlastet derweil die Mitarbeiter der Pr&uuml;fgesellschaft T&Uuml;V S&uuml;d.<br>\nDer brasilianische Bergbaukonzern Vale hat die Lizenz f&uuml;r einen wichtigen Damm an seiner gr&ouml;&szlig;ten Eisenerzmine in Brucutu verloren. Wie der Konzern mitteilte, habe das Umweltministerium des s&uuml;d&ouml;stlichen Bundesstaats Minas Gerais die Genehmigung f&uuml;r den Laranjeiras-Damm entzogen. Auch f&uuml;r einen weiteren Damm verlor Vale die Lizenz. Die Arbeiten in Brucutu ruhen aufgrund eines Gerichtsbeschlusses bereits seit Montag. Dort werden j&auml;hrlich 30 Millionen Tonnen Eisenerz gef&ouml;rdert &ndash; das entspricht 7,5 Prozent der f&uuml;r 2019 vorgesehenen Jahresf&ouml;rdermenge von Vale.<br>\nVale versichert, dass der Damm von Brucutu den Sicherheitsstandards entspreche und bei allen Kontrollen als sicher eingestuft worden sei. Der Konzern hatte auch nach der Katastrophe von Brumhadino darauf hingewiesen, dass der Damm im September eine &Uuml;berpr&uuml;fung durch den T&Uuml;V S&uuml;d ohne gr&ouml;&szlig;ere Beanstandungen &uuml;berstanden habe.<br>\nBei der mutma&szlig;lich nachl&auml;ssigen Wartung des kollabierten Dammes in Brumadinho ger&auml;t der Konzern dagegen weiter unter Druck. Millionen Tonnen Kl&auml;rschlamm hatten sich Ende Januar &uuml;ber die Umgebung des Bergwerks ergossen. Mindestens 150 Tote wurden bisher geborgen, f&uuml;r mehr als 180 Vermisste gibt es keine Hoffnung mehr. Im Rahmen der Untersuchungen zu der Katastrophe hatte die brasilianische Polizei zuletzt zwei Mitarbeiter des M&uuml;nchner Unternehmens T&Uuml;V S&uuml;d festgenommen. Die Pr&uuml;fgesellschaft hatte im vergangenen Jahr die D&auml;mme an der kollabierten Mine gepr&uuml;ft.<br>\nEin Bericht des &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; entlastet die deutsche Firma nun. Die Gutachter von T&Uuml;V S&uuml;d h&auml;tten schon Monate vor dem verheerenden Bruch &ldquo;defekte Abfl&uuml;sse&rdquo; und Unregelm&auml;&szlig;igkeiten in den Daten der Wasserstandssensoren entdeckt &ndash; und Vale gewarnt, berichtet die Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brasilien-tuev-sued-soll-bergbaukonzern-vale-vor-dammbruch-gewarnt-haben-a-1252218.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Historiker Benz sieht Meldestellen f&uuml;r Antisemitismus kritisch<\/strong><br>\nDer Historiker Wolfgang Benz hat sich kritisch &uuml;ber Meldestellen f&uuml;r antisemitische Vorf&auml;lle ge&auml;u&szlig;ert. &bdquo;Wir haben eine Polizei, diese ist zust&auml;ndig f&uuml;r alle kriminelle Taten, dazu geh&ouml;rt Gewalt gegen Minderheiten und Volksverhetzung&ldquo;, sagte der Antisemitismus-Forscher dem &bdquo;Badischen Tagblatt&ldquo;: &bdquo;Warum brauchen wir dann speziell f&uuml;r antisemitische Vorf&auml;lle eine Meldestelle? Das ist Wasser auf die M&uuml;hlen der Alarmisten.&ldquo;<br>\nSeit Anfang Februar k&ouml;nnen antisemitische Vorf&auml;lle bei einem bundesweiten Portal gemeldet werden. Die neue Plattform wird vom Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) betrieben und aus Mitteln des Antisemitismus-Beauftragten der Bundesregierung unterst&uuml;tzt. (&hellip;)<br>\nBenz erkl&auml;rte weiter, aus seiner Sicht nehme der Antisemitismus in Deutschland nicht zu. &bdquo;Der manifeste Antisemitismus, den man messen kann, weil er sich in Propagandadelikten &auml;u&szlig;ert, ist in den vergangenen Jahrzehnten unver&auml;ndert geblieben, aber die Sensibilit&auml;t ist gr&ouml;&szlig;er geworden&ldquo;, sagte der 77-J&auml;hrige, der bis 2011 an der Technischen Universit&auml;t Berlin lehrte und dort das Zentrum f&uuml;r Antisemitismusforschung leitete: &bdquo;Wir sind weniger gleichg&uuml;ltig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2019\/02\/06\/historiker-benz-sieht-meldestellen-fuer-antisemitismus-kritisch\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alternative f&uuml;r Staatsdiener: Kein Einzelfall: Polizisten kandidieren in Th&uuml;ringen f&uuml;r die AfD<\/strong><br>\nAllen Verschleierungsversuchen zum Trotz ist die AfD keineswegs die Partei der sogenannten kleinen Leute, als die sie sich gern &ouml;ffentlich zu inszenieren versucht. Vielmehr finden sich in den Reihen der Rechten eine nicht unbedeutende Anzahl von Staatsdienern aus dem bundesdeutschen Beamtenapparat. W&auml;hrend aktuell die Kandidatur mehrerer Polizeibeamter auf der Liste der Rechten zur Landtagswahl in Th&uuml;ringen f&uuml;r &ouml;ffentliche Diskussionen sorgt, sitzen im Bundestag schon jetzt mehrere Abgeordnete, die vor Erlangung ihres Mandats als Richter, Staatsanw&auml;lte, Soldaten oder Polizisten t&auml;tig waren. (&hellip;)<br>\nWenn jetzt in Th&uuml;ringen, wo im Oktober ein neuer Landtag gew&auml;hlt wird, f&uuml;nf AfD-Kandidaten Polizeibeamte sind, ist dies keine neue Entwicklung, sondern die logische Fortsetzung der bisherigen Personalpolitik der Rechten. Mittlerweile scheint dies auch zunehmend der Gewerkschaft der Polizei (GdP) aufzufallen, die j&uuml;ngst forderte, dass sich die betroffenen Beamten vom Th&uuml;ringer AfD-Politiker und Rechtsextremisten Bj&ouml;rn H&ouml;cke distanzieren sollten. So erinnerte GdP-Chef Oliver Malchow daran, dass &bdquo;jeder Beamte&ldquo; auf die Verfassung schw&ouml;re. &bdquo;Dieser Eid verpflichtet, sich an Regeln zu halten. Er vertr&auml;gt sich nicht mit Zweifeln des Verfassungsschutzes am rechtsnationalen &sbquo;Fl&uuml;gel&lsquo; um Bj&ouml;rn H&ouml;cke&ldquo;, monierte er. Damit sandte er jedoch das fatale Signal aus, dass nur der offen extrem rechte Fl&uuml;gel der AfD ein Problem darstellen w&uuml;rde, obwohl auch das vermeintlich gem&auml;&szlig;igte Pendant innerhalb der AfD regelm&auml;&szlig;ig durch Hasstiraden gegen sogenannte Minderheiten und vor allem gegen Fl&uuml;chtlinge und Migranten auff&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5106\/innenpolitik\/10455\/Alternative-f%C3%BCr-Staatsdiener.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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