{"id":49239,"date":"2019-02-12T08:31:25","date_gmt":"2019-02-12T07:31:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239"},"modified":"2019-02-12T08:31:25","modified_gmt":"2019-02-12T07:31:25","slug":"hinweise-des-tages-3303","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h02\">Trittbrett-Imperialismus &ndash; Gr&uuml;ne und Atomkonzern gegen Gazprom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h03\">Gelbwesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h04\">Es ist Zeit, die Unternehmen h&ouml;her zu besteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h05\">Keine Heilsbringer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h06\">Der Kapitalismus will aus allen B&uuml;rgern Migranten machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h07\">Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne erneut im EU-Parlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h08\">Lohnarbeit macht unfrei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h09\">Reiche nehmen die Realit&auml;t anders wahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h10\">South Korea will pay US$924 million to host American troops this year after Donald Trump demanded more money<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h11\">Gef&auml;hrliche Euphorie &ndash; Der pauschale Zuspruch zur EU schadet nur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h12\">Wie die Afrika-Politik der G20 den Agenda 2030-Prozess unterminiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h13\">Linksliberale &Uuml;berheblichkeit geht mir auf die Nerven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49239#h14\">Linke Identit&auml;tspolitik &ndash; Partikularinteressen versus soziale Verantwortung?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD l&auml;utet traditionelles linkes Halbjahr vor wichtigen Wahlen ein<\/strong><br>\nEs ist wieder soweit: Die F&uuml;hrungsspitze der SPD hat heute Morgen bei einem Treffen im Willy-Brandt-Haus in Berlin den Beginn des traditionellen linken Halbjahres vor den n&auml;chsten Bundestagswahlen eingel&auml;utet. In dieser Zeit ist das Spitzenpersonal darum bem&uuml;ht, die SPD wie eine Partei wirken zu lassen, die Politik f&uuml;r Arbeiter und Geringverdiener macht.<br>\n&ldquo;Liebe Genossinnen und Genossen, das traditionelle linke Halbjahr vor der Bundestagswahl ist hiermit feierlich er&ouml;ffnet&rdquo;, verk&uuml;ndete der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann und klingelte laut h&ouml;rbar mit der sogenannten &ldquo;Glocke des kleinen Mannes&rdquo;. Nachdem der Applaus abebbte, erkl&auml;rte er: &ldquo;Jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir uns f&uuml;r einige Monate auf unsere sozialdemokratischen Wurzeln zur&uuml;ckbesinnen.&rdquo;<br>\nAb sofort sei es SPD-Wahlk&auml;mpfern zur Sch&auml;rfung des linken Profils der Partei ausdr&uuml;cklich erlaubt, soziale Forderungen zugunsten der Arbeiterschaft zu formulieren: &ldquo;H&ouml;here L&ouml;hne, eine Abkehr von der Agenda 2010, Steuern runter, Steuern rauf f&uuml;r Reiche, h&ouml;here Renten &ndash; v&ouml;llig egal!&rdquo;, so Oppermann. &ldquo;Aber bitte beachtet, liebe Genossen: Am Montag nach der Wahl werde ich diese Glocke noch einmal l&auml;uten. Und ab diesem Zeitpunkt muss das alles wieder vergessen sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/02\/traditionelles-linkes-halbjahr.html?fbclid=IwAR2-dmZGualqekhxdC6bIb0ghTjT6HCaXpQX5DcVC5AA5Uw5cPqcoPiAKW0\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Analytisch ist der Postillon seinen vermeintlich &bdquo;seri&ouml;sen&ldquo; Kollegen mal wieder um L&auml;ngen voraus. Satirequalit&auml;ten offenbart indes mal wieder SPIEGEL Online &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Genossen berauschen sich am Linksruck<\/strong><br>\nUnion und Wirtschaftsverb&auml;nde sind emp&ouml;rt, die eigenen Leute begeistert: Mit ihrem Linkskurs setzt die SPD auf Konfrontation in der Koalition &ndash; und wirkt erstmals seit Langem mit sich selbst im Reinen.<br>\nDie Union emp&ouml;rt sich, die Linke wird nerv&ouml;s &ndash; die Sozialdemokraten sp&uuml;ren, dass sie ein Momentum erwischt haben. Die qualvolle Debatte &uuml;ber Hartz IV, der Unmut &uuml;ber Parteichefin Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz, die Attacken von Ex-Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel, all diese Probleme scheinen wie weggewischt. Tats&auml;chlich haben sich die Reihen um Nahles und Scholz vorerst geschlossen. Dazu haben ausgerechnet die Angriffe Gabriels beigetragen, die viele Genossen f&uuml;r unsolidarisch und parteisch&auml;digend halten.<br>\nFl&uuml;gel&uuml;bergreifend, von Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert bis Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil, loben Sozialdemokraten ihre Chefin f&uuml;r den Linkskurs: K&uuml;hnert spricht von einem &ldquo;wichtigen Befreiungsschlag&rdquo;, Weil von &ldquo;einem wichtigen Schritt nach vorne&rdquo;. Dies sei &ldquo;ausdr&uuml;cklich auch das Verdienst von Andrea Nahles&rdquo;, sagte Weil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-abkehr-von-hartz-iv-genossen-berauschen-sich-am-linksruck-a-1252668.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlechtes Marketing<\/strong><br>\nGute-Kita-Gesetz, Starke-Familien-Gesetz, Respekt-Rente und jetzt B&uuml;rgergeld, das Hartz IV vergessen machen soll. Die SPD ist nur noch Abspielstation von Claims einer ziemlich schlechten Werbeagentur. Viel PR f&uuml;r wenig Inhalt. Man spricht lieber von Modernisierung statt die erforderliche Wiederherstellung des Sozialstaates zu liefern. Doch auch das bisschen Ver&auml;nderungswille wird vom politischen Gegner noch gnadenlos attackiert, mit einer abenteuerlichen Argumentation.<br>\nEs w&auml;re alles nicht finanzierbar, hei&szlig;t es. Das muss man sich mal vorstellen. Denn finanzierbar sind ganz selbstverst&auml;ndlich h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben von 17 Mrd. Euro bis 2024 und die Abschaffung des Soli mit rund 10 Mrd. Euro, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Nat&uuml;rlich k&ouml;nne man auch die Unternehmen steuerlich entlasten, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier nicht m&uuml;de wird zu betonen. Das ist alles kein Problem.<br>\nNicht finanzierbar ist dagegen eine Grundrente mit rund 5 Mrd. Euro pro Jahr. Man solle doch bittesch&ouml;n an das k&uuml;rzlich entdeckte Haushaltsloch denken, sagen die, die sonst immer nach Steuersenkungen rufen. Pl&ouml;tzlich m&uuml;sse auch ein Kassensturz her. Und dann ist da noch der Neulinke Christian &ldquo;Che Guevara&rdquo; Lindner, der es unbedingt vermeiden will, dass Million&auml;rserben auch noch eine Respekt-Rente abgreifen d&uuml;rfen.<br>\nDabei hat die Grundrente ein ganz anderes Problem. Sie wird nicht kommen, weil sie eben nur als schlechte PR-Aktion f&uuml;r eine Imageverbesserung der SPD in einem Wahljahr geplant wurde. Sie w&auml;re auch nicht gerecht und b&ouml;te vor allem auch keinen Schutz vor Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190211schlechtes-marketing\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV &ndash;  Die Regels&auml;tze reichen &uuml;berhaupt nicht aus<\/strong><br>\nDer vom SPD-Bundesvorstand verabschiedete Plan, Hartz IV durch ein B&uuml;rgergeld-Modell zu ersetzen, st&ouml;&szlig;t bei der Stadtspitze nicht nur auf Unterst&uuml;tzung. Oberb&uuml;rgermeister Dieter Reiter freut sich zwar, dass jetzt &ldquo;endlich klare Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine tief greifende Reform von Hartz IV auf dem Tisch liegen&rdquo;. Auch Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) zeigt sich im Wesentlichen zufrieden mit den Vorschl&auml;gen. Aber dennoch sieht Schiwy vor allem ein ganz wichtiges Thema nicht ber&uuml;cksichtigt: &ldquo;Was mir fehlt, ist die Einf&uuml;hrung regionaler Regels&auml;tze.&rdquo;<br>\nDie Bedarfe f&uuml;r Ballungsr&auml;ume und strukturschwache Gebiete k&ouml;nnten nicht gleich bemessen bleiben. &ldquo;Die Regels&auml;tze reichen &uuml;berhaupt nicht aus, um die Lebenshaltungskosten in M&uuml;nchen zu decken.&rdquo; Schiwy spricht sich f&uuml;r regional festgesetzte S&auml;tze aus, aber auch generell f&uuml;r eine Erh&ouml;hung, ohne daf&uuml;r konkrete Zahlen zu nennen. Derzeit erhalten alleinstehende Langzeitarbeitslose 424 Euro monatlich, dazu noch die Mietkosten in angemessener H&ouml;he. Caritas und Diakonie dringen im Bund bereits seit l&auml;ngerer Zeit auf eine andere Berechnung des Bedarfs, die Diakonie kam auf 560 Euro.<br>\nDas neue B&uuml;rgergeld-Modell, mit dem der SPD-Vorstand das 2005 eingef&uuml;hrte Hartz-IV-System abl&ouml;sen will, sieht allerdings weder eine Regionalisierung noch h&ouml;here Regels&auml;tze vor. Das B&uuml;rgergeld soll aber nach Darstellung der SPD &ldquo;Regelungen beinhalten, mit denen speziellen Bedarfen und H&auml;rten begegnet werden kann, zum Beispiel f&uuml;r den Fall, dass pl&ouml;tzlich die Waschmaschine kaputtgeht und gleichzeitig die alte Winterjacke aufgetragen ist&rdquo;.<br>\nOB Reiter begr&uuml;&szlig;t dies: &ldquo;Es war doch utopisch zu glauben, dass Menschen, die von Hartz IV leben, auch noch Geld ansparen k&ouml;nnen, um beispielsweise davon den kaputten K&uuml;hlschrank zu ersetzen.&rdquo; Schiwy h&auml;tte dazu gerne die sogenannten einmaligen Leistungen in der Form wieder, wie es sie vor 2005 gab. &ldquo;Die Leute schaffen es einfach nicht, Geld zur Seite zu legen&rdquo;, etwa um eine kaputte Waschmaschine zur ersetzen, &ldquo;weil sie ohnehin kaum etwas auf der Hand haben&rdquo;, untermauert Schiwy ihre Forderung nach Wiedereinf&uuml;hrung. Um defekte Haushaltsger&auml;te zu ersetzen, m&uuml;ssten jetzt Stiftungsmittel herhalten: &ldquo;Da wird sehr viel abgew&auml;lzt auf private Wohlt&auml;ter.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/hartz-iv-regionale-regelsaetze-muenchen-1.4325510\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trittbrett-Imperialismus &ndash; Gr&uuml;ne und Atomkonzern gegen Gazprom<\/strong><br>\nReden wir &uuml;bers Gesch&auml;ft: &Uuml;ber der Ostseepipeline Nord Stream 2 ballen sich schwere ideologische Wolken. Rund um den russischen Staatskonzern &ldquo;Gazprom&rdquo; und seine Mit-Investoren, die BASF Tochter Wintershall und deren Partner hofft man einen guten Schnitt zu machen. Die US-Fracking-Industrie, die zur Zeit ein paar echte Absatz-Probleme hat, will nat&uuml;rlich auch Geld verdienen. Und, kaum getarnt durch den franz&ouml;sischen Staat, ist da auch noch der franz&ouml;sische Atomkonzern Areva, der das Unternehmen Gazprom zu Recht als echten Konkurrenten auf dem europ&auml;ischen Energiemarkt begreift. Und dann gibt es da noch, scheinbar am Rande, eine Gruppe griechischer Reeder unter F&uuml;hrung von Peter Livanos. Der Mann lebt in der Schweiz, sein Vater war trotz seines griechischen Namens US-B&uuml;rger und ein prima Freund des Papandreou-Klan. Reden wir &uuml;ber Milliarden, reden wir &uuml;ber legale Korruption, reden wir dar&uuml;ber wie Kapitalinteressen die Regierungen steuern.<br>\nAber solch brutale Profitwahrheiten darf man nat&uuml;rlich der Bev&ouml;lkerung nicht zumuten. Deshalb braucht das Kapital immer wieder neue Kleider. Den j&uuml;ngsten Kost&uuml;mball hat die Franz&ouml;sische Regierung inszeniert, als sie die EU-Bestimmungen f&uuml;r den Energie-Import so &auml;ndern wollte, dass Energie zumindest teurer geworden w&auml;re. Lauthals argumentiert haben die Franzosen aber mit der &ldquo;Abh&auml;ngigkeit Europas von russischem Gas&rdquo;. &ndash; Im finnischen D&ouml;rfchen Eurajoki, nicht weit vom Bottnischen Meerbusen, baut der franz&ouml;sische Konzern Areva das gr&ouml;&szlig;te Atomkraftwerk Europas. Auf dem finnischen Markt treffen der russische Energie-Anbieter Gazprom und sein franz&ouml;sischer Konkurrent Areva direkt aufeinander. Im afrikanischen Mali l&ouml;st der Konzern Areva, der dort rund 5.000 Tonnen Uran abbauen will, Markt-Probleme mit Hilfe der franz&ouml;sischen Armee und der Bundeswehr. Das ist deutlich unkomplizierter und billiger als der Unterhalt der vielen EU-Parlamentarier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/trittbrett-imperialismus.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gelbwesten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Klassenk&auml;mpfer und Wutb&uuml;rger<\/strong><br>\nDie Gelbwesten halten die Republik in Atem. Manche liefern sich Stra&szlig;enschlachten mit der Polizei, pl&uuml;ndern Gesch&auml;fte. Andere demonstrieren f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit. Wer steckt wirklich in diesen gelben Westen? Linke, Rechte oder Wutb&uuml;rger?<br>\nDie Gilets jaunes sind wieder das Topthema der Nachrichten. Wie jeden Samstag werden die Gelbwesten auch heute wieder auf die Stra&szlig;e gehen. Lautstark, k&auml;mpferisch und zum Teil gewaltt&auml;tig. Sie eint ihr Hass auf Staatschef Macron. Aber woher r&uuml;hrt diese Wut? Was treibt sie an? Ich mache mich auf den Weg, zuerst zur Demo in Paris. Gelbwesten in Aktion treffen. &hellip;<br>\nM&auml;nner mit wei&szlig;en Armbinden lotsen die Str&ouml;me auf den Boulevard, beaufsichtigt von drei M&auml;nnern mit roten Milit&auml;rcappies und Orden auf der Brust. Breitbeinig stehen sie am Rand des Platzes, geben &uuml;ber Smartphone Anleitungen. Alle drei sind einschl&auml;gig bekannte Rechtsradikale.<br>\nDer Demonstrationszug wird immer l&auml;nger, erstreckt sich &uuml;ber mehrere hundert Meter. Die Gelbwesten schwingen Frankreich-Fahnen und Transparente: &bdquo;Macron R&uuml;cktritt!&ldquo;, &bdquo;Weltrevolution gegen die Finanzwelt!&ldquo;. Und immer wieder Schilder mit der Aufschrift RIC. Die Abk&uuml;rzung steht f&uuml;r Volksentscheid. In welchen F&auml;llen und unter welchen Voraussetzungen sie abgehalten werden sollen, darauf bekomme ich nur schwammige Antworten.<br>\nWir wollen mehr Demokratie, sagt Philippe, der sich die drei Buchstaben vorn und hinten auf die Weste gemalt hat. Er arbeitet im Louvre-Museum.<br>\n&bdquo;Das Volk muss was zu sagen haben. Daf&uuml;r brauchen wir Volksentscheide. Das ist die einzige M&ouml;glichkeit, unser Mitspracherecht durchzusetzen.&ldquo;<br>\nDas System der repr&auml;sentativen Demokratie w&uuml;rde er lieber heute als morgen abschaffen. Berufspolitiker sind korrupt, regieren die meiste Zeit gegen das Volk, sagt er. Einfache B&uuml;rger, per Los ausgew&auml;hlt &ndash; die sollen die Geschicke des Landes lenken. Mit rechtsextremen Tendenzen in der Gelbwesten-Bewegung hat der Louvre-Angestellte kein Problem. Bei uns haben alle ihren Platz, wir schlie&szlig;en niemanden aus, verharmlost er. Auch Le Pen-W&auml;hler nicht? &hellip;<br>\nIch habe vor allem Menschen getroffen, die wegen ihrer finanziellen Probleme auf die Stra&szlig;e gehen. Die noch hoffen, dass die Politiker reagieren. Aber es gibt auch die anderen. Gelbwesten, in deren K&ouml;pfen sich rechtspopulistische und rechtsextreme Ideen festgesetzt haben. Und sie sind schon erschreckend zahlreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gelbwesten-in-frankreich-klassenkaempfer-und-wutbuerger.1076.de.html?dram:article_id=440542\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Betrachtet man die Berichterstattung der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; &uuml;ber Venezuela und Frankreich dr&auml;ngt sich der Begriff der kognitiven Dissonanz geradezu auf. W&auml;hrend der durch die USA inszenierte Coup in Venezuela nur geschieht um dem leidenden Volk Venezuelas in seinem verzweifelten Aufstand gegen einen korrupten Pr&auml;sidenten zu Hilfe zu eilen, wird in den deutschen  &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; nicht einmal im Ansatz diskutiert, wie die brutale Repression gegen den sozialen Protest der Gelbwesten, sowohl auf der Stra&szlig;e durch Polizeigewalt, als auch juristisch durch die willk&uuml;rliche Versch&auml;rfung des Versammlungsrechts, mit den so gerne beschworenen westlichen bzw. europ&auml;ischen Werten zusammenpasst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Macron will Kritik mit neuen Gesetzen ersticken<\/strong><br>\nZweieinhalb Monate nach Beginn der Demonstrationen gegen die Reform-Politik von Pr&auml;sident Emmanuel Macron ist in Frankreich noch immer keine Ruhe eingekehrt. Im Gegenteil, die &laquo;Gelben Westen&raquo; lassen &ndash; trotz den Zugest&auml;ndnissen, die Macron bereits machen musste &ndash; nicht locker. So versammeln sich auch 2019 auf den Strassen von ganz Frankreich immer wieder Zehntausende Menschen, um unter anderem f&uuml;r Lohnerh&ouml;hungen und niedrigere Studiengeb&uuml;hren zu demonstrieren.<br>\nMacron und seine Partei &laquo;La R&eacute;publique en Marche&raquo; (LREM) sind mit ihrem Latein langsam am Ende. Nun reagiert der franz&ouml;sische Pr&auml;sident &ndash; entgegen seinen liberalen Positionen, mit denen er 2017 zur Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich antrat &ndash; zunehmend mit Repression. Das erfahren die Demonstranten auf der Strasse in Form von einem massiven und immer wieder auch brutalen Polizeieinsatz.<br>\nAber die franz&ouml;sische Regierung reagiert auch mit neuen Gesetzen. Mit dem &laquo;Anti-Randalierer-Gesetz&raquo;, das B&uuml;rgerrechte beschneidet. Und mit Eingriffen in die Medienfreiheit, die von franz&ouml;sischen Medien so zusammengefasst werden: &laquo;Macron tr&auml;umt davon, die Presse unter Aufsicht und die Informationen unter Kontrolle zu bringen.&raquo;<br>\nMit dem &laquo;Anti-Randalierer-Gesetz&raquo;, das Anfang Februar vom franz&ouml;sischen Parlament in erster Lesung gebilligt wurde, sollen Polizei und Beh&ouml;rden mehr Befugnisse erhalten: Ein Instrument, mit welchem die Sicherheitskr&auml;fte Demonstrationsverbote gegen Teilnehmer aussprechen k&ouml;nnen, die eine &laquo;besonders schwere Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Ordnung&raquo; darstellen. Anders als bisher, w&auml;re dazu kein richterlicher Entscheid mehr notwendig.<br>\nWer gegen das Demonstrationsverbot verst&ouml;sst, muss mit sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 7500 Euro rechnen. Weiter k&ouml;nnte auf Grundlage des Gesetztes jedes Objekt in der Hand von Demonstranten zur Waffe werden &ndash; noch bevor eine allf&auml;llige kriminelle Tat &uuml;berhaupt stattgefunden hat. Das heisst: Jede Demonstrantin und jeder Demonstrant k&ouml;nnte pr&auml;ventiv mit einem Demonstrationsverbot belegt werden &ndash; frei nach dem Ermessen der Sicherheitskr&auml;fte. Die so sanktionierten Demonstrationsteilnehmer sollen dann in einer neuen Datenbank erfasst werden.<br>\nDamit sollen die Sanktionen gegen mutmasslich gewaltbereite Demonstrantinnen und Demonstranten deutlich versch&auml;rft werden. Die neue Gesetzesvorlage w&uuml;rde es ihnen auch verbieten, sich zu vermummen; Vermummungsverbote gibt es auch in einigen Schweizer Kantonen. Wer dagegen verst&ouml;sst, riskiert in Frankreich eine Haftstrafe von einem Jahr. Ausserdem drohen 15.000 Euro Geldstrafe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Macron-will-Kritik-mit-Gesetzen-ersticken\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>H&auml;nde zerfetzt, Augen weg<\/strong><br>\nZehntausende haben erneut am Samstag in zahlreichen St&auml;dten Frankreichs mit oder ohne gelbe Weste demonstriert. &bdquo;Akt XIII&ldquo; hie&szlig; in der Bewegung der &bdquo;Gilets jaunes&ldquo; die 13. Auflage der Stra&szlig;enproteste seit Mitte November.<br>\nWie eine Woche zuvor stand die &bdquo;Polizeigewalt&ldquo; im Zentrum. Die Gelbwestenbewegung z&auml;hlt mittlerweile &uuml;ber 2.000 Verletzte. Elf Menschen sind an Blockaden auf Kreisverkehren oder Autobahnzufahrten gestorben.<br>\nAuf desarmons.net werden im Detail die Opfer der Ordnungseins&auml;tze aufgef&uuml;hrt, darunter bisher 5 Personen, die eine Hand verloren haben und 20, die voraussichtlich auf einem Auge blind bleiben.<br>\nGanz vorn bei der Pariser Kundgebung am Samstag waren mehrere Opfer der Polizeigewalt mit dabei, je nach Verletzung mit Kr&uuml;cken, Kopfverband, Augenklappen oder Rollstuhl.<br>\nUnter ihnen befand sich J&eacute;r&ocirc;me Rodrigues, der eine Woche zuvor auf der Bastille vermutlich von einem Hartgummigeschoss der Polizei an einem Auge schwer verletzt wurde und zu einem der prominentesten Sprecher der Bewegung aufr&uuml;ckte.<br>\nNeue Beweise f&uuml;r die Anschuldigung, das Innenministerium setze auf Repression und verwende trotz bekannter Risiken unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Mittel, h&auml;tten die Gelbwesten aufgrund der allzu zahlreichen Pr&auml;zedenzf&auml;lle nicht gebraucht.<br>\nAm Samstag hat indes ein weiterer Demonstrant bei der Explosion einer Polizei&shy;granate eine Hand verloren, er wurde zudem am Kopf verletzt. Der 30-j&auml;hrige Schlosser S&eacute;bastien M. war als Fotograf der Gilets jaunes ganz vorn dabei, als ein paar Hitzk&ouml;pfe eine f&uuml;r Renovierungsarbeiten dienende Bretterwand vor dem Geb&auml;ude der Nationalversammlung zu demontieren versuchten. Die Polizei antwortete mit Tr&auml;nengasgranaten.<br>\nHat S&eacute;bastien M. eine dieser Granaten in die Hand genommen, oder wurde er direkt getroffen? Laut Augenzeugen waren seine Verletzungen schrecklich. Eine Untersuchung soll nun kl&auml;ren, wie und warum er vermutlich von einer Granate vom Typ GLI-F4 verletzt wurde.<br>\nDiese wird in Europa nur von Frankreichs Polizei bei Kundgebungen verwendet. Sie enth&auml;lt 25 Gramm TNT, damit bei der Detonation nicht nur das Tr&auml;nengas entweicht, sondern auch ein gewaltiger Knall erzeugt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Polizeigewalt-in-Frankreich\/!5569031\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Gelbwesten sind nicht so unschuldig wie sie behaupten<\/strong><br>\nKaum jemand kritisiert die Gewalt der Bewegung. Auch dass bei ihnen etliche Fremdenfeinde mitmarschieren, st&ouml;rt nur wenige. Das ist seltsam.<br>\nSeit 13 Wochen ziehen jeden Samstag marodierende Horden durch Paris. Die Demonstrationen der Gilets jaunes sind zur Routine geworden, die brennenden Autos auch. Frankreich, k&ouml;nnte man meinen, ist einfach l&auml;ssiger. Dort wissen die Leute, wie man mit Revolutionen umgeht. &hellip;<br>\nViele Gilets jaunes pochen auf die absolute Unschuld der Bewegung. Dabei sind die Umtriebe rechtsradikaler Gruppen innerhalb der Gelbwesten klar belegt. F&uuml;r die Zerst&ouml;rung des Triumphbogens in Paris Anfang Dezember wurden franz&ouml;sische Neonazis verurteilt. Die deutsche AfD und Italiens bekanntester Rechtsau&szlig;en, Matteo Salvini, idealisieren die Gelbwesten ebenso wie Frankreichs rechtsradikale Marine Le Pen.<br>\nDie Liebkosungen der Fremdenfeinde werden von vielen innerhalb der Bewegung mit dem Argument weggewischt, man lasse sich politisch nicht vereinnahmen. Doch nach drei Monaten auf der Stra&szlig;e sollte es m&ouml;glich sein, eine Position zu mitjubelnden Rechtsradikalen zu finden. Dazu aber raffen sich die Facebook-Stars der Gelbwesten nicht auf. &hellip;<br>\nJa, es gibt Bewegungen, denen es gelingt, gleichzeitig f&uuml;r die Emanzipation von Benachteiligten und f&uuml;r ein gerechteres Wirtschaftssystem zu streiten. Die Gilets jaunes geh&ouml;ren nicht dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gelbwesten-frankreich-rechtsradikale-1.4324229\">Nadia Pantel in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Kommentar, der an B&ouml;sartigkeit nur schwer zu &uuml;bertreffen ist und gleichzeitig die Position der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; zum Widerstand der franz&ouml;sischen B&uuml;rger gegen die neoliberale Agenda illustriert. Interessant, dass sich Pantel dabei Elemente des indentit&auml;tspolitischen Diskurses bedient, um den Aufstand der Gelbwesten zu diffamieren. Da keine Positionen vertreten werden, die die Belange von Migranten und Fl&uuml;chtlingne explizit ber&uuml;cksichtigen, wird der direkte Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit erhoben um die den Widerstand gegen die neoliberlae Agenda zu delegitimieren. Dabei sollte klar sein, dass, wer Widerstand gegen den Neoliberalismus leistet, die Interessen aller Benachteiligten und Marginalisierten vertritt, da gerade diese unter neoliberalen &bdquo;Reformpolitik&ldquo; eines Emmanuel Macron besonders zu leiden haben. Was Frau Pantel wohl &uuml;ber die Opposition gegen den venezolanischen Pr&auml;sidenten Maduro schreiben w&uuml;rde?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Es ist Zeit, die Unternehmen h&ouml;her zu besteuern<\/strong><br>\nDeutschland wird an einem Politikwechsel kaum vorbeikommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bislang weitgehend darauf beschr&auml;nkt, das Land wirtschaftsfreundlich zu verwalten. Soziale Beschl&uuml;sse wie der Mindestlohn dienten auch dazu, Regierungsb&uuml;ndnisse schmieden zu k&ouml;nnen. Weil Steuererh&ouml;hungen in den Koalitionsvertr&auml;gen von vornherein ausgeschlossen waren, verweigerte sich die Regierung praktisch ihrer Aufgabe, &uuml;ber steuerliche &Auml;nderungen gesellschaftliche Anforderungen zu erf&uuml;llen &ndash; etwa Reichtum und Verm&ouml;gen gleichm&auml;&szlig;iger zu verteilen.<br>\nDas Vers&auml;umnis ist umso gr&ouml;&szlig;er, weil die vergangenen Steuerreformen dazu beitrugen, die Gr&auml;ben in Deutschland zu verbreitern. Die letzte gro&szlig;e Steuersenkung gab es f&uuml;r Unternehmen und Gutverdiener, als Rot-Gr&uuml;n 2005 den Spitzensteuersatz, der in den Neunzigern noch bei 53 Prozent lag, auf 42 Prozent senkte. Die letzte gro&szlig;e Erh&ouml;hung, die der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, traf 2007 alle Verbraucher &ndash; vor allem aber Geringverdiener.<br>\n61 Prozent der Bundesb&uuml;rger finden es nach einer Erhebung des ZDF-Politbarometers vom vergangenen Freitag gut, dass die SPD diesen Menschen &uuml;ber eine Grundrente ein w&uuml;rdiges Leben im Alter erm&ouml;glichen will. Der Streit dar&uuml;ber, wie diese Grundrente finanziert werden soll, zeigt allerdings, dass die Politik in alten Mustern denkt. Sie will regul&auml;re Rentenbeitragszahler oder einfach die Staatskasse anzapfen. (&hellip;)<br>\nWarum verzichtet sie darauf, die Unternehmen st&auml;rker zu belasten, die lange von niedrigen L&ouml;hnen profitiert haben? 40 Prozent aller Lohnabh&auml;ngigen haben nichts von der gl&auml;nzenden Lage der Wirtschaft im Portemonnaie gesp&uuml;rt, belegte das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung 2017.<br>\nStatt die Profiteure in die Pflicht zu nehmen, l&auml;uft es bei der geplanten Grundrente wieder darauf hinaus, dass die Gewinne der Unternehmen, die sie in den vergangenen 15 Jahren gemacht haben, unangetastet bleiben, w&auml;hrend die Verluste der Arbeitnehmer der Allgemeinheit aufgeb&uuml;rdet werden. (&hellip;)<br>\nSoll der Wandel ins Digitale m&ouml;glichst gerecht vonstattengehen, wird die Gesellschaft kaum daran vorbeikommen, k&uuml;nftig Besitz h&ouml;her zu besteuern als Arbeit. Das durchzusetzen, ist die wahre Herausforderung, insbesondere f&uuml;r die Partei der Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-sozialreform-kommentar-1.4324219\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Kommentar greift einen wichtigen Aspekt auf, wirklich glaubw&uuml;rdig w&auml;re eine sozialpolitische Wende der SPD nur, wenn die Kosten daf&uuml;r nicht wieder ausschlie&szlig;lich den B&uuml;rgern aufgeb&uuml;rdet w&uuml;rden. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Senkung des Spitzensteuersatz von 53 Prozent auf 42 Prozent eben durch die rot-gr&uuml;ne Koalition erfolgte. Die scharfe Reaktion aus der CDU auf die eigentlich noch bescheidenen Pl&auml;ne der SPD, der Status Quo ante Agenda 2010 w&auml;re damit noch lange nicht erreicht, zeigt wie es wirklich um die Humanit&auml;t in der Partei der Kanzlerin der linksliberalen Herzen bestellt ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49138\">Auf dem Weg zu einem neuen Sozialstaat?<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Heilsbringer<\/strong><br>\nIn Venezuela ein &bdquo;Klima der Unregierbarkeit&ldquo; schaffen, den Staat &bdquo;lahmlegen&ldquo; und ausl&auml;ndische Interventionen bef&uuml;rworten: Eben so hat Juan Requesens die Ziele seiner Oppositionspartei Primero Justicia immer beschrieben. Darin war die Opposition nun spektakul&auml;r erfolgreich. Umso bitterer, dass auch die mitunter exzesshaften Reaktionen, dass Arroganz und politische wie &ouml;konomische Fehler seitens des Ch&aacute;vismus zu dem Chaos gef&uuml;hrt haben, das in Venezuela herrscht &ndash; Gewalt, Korruption, Verfassungsbruch finden sich auf beiden Seiten.<br>\nDoch von einer Opposition, die das Geb&auml;ude des Obersten Gerichts anz&uuml;ndet, weil ihr Urteile nicht passen, die sogar Lynchjustiz betreibt, davon h&ouml;rt man hier kaum etwas. Der Anwalt Jos&eacute; F&eacute;lix Pineda etwa, Kandidat f&uuml;r die verfassunggebende Versammlung, wurde von Angreifern in seinem Haus erschossen. Die Guarimbas, Gewaltaktionen der oppositionellen paramilit&auml;rischen Gruppen, f&uuml;hrten allein 2014 zu 43 Toten und 878 Verletzten. Hiesigen Gro&szlig;medien ist nur zu entnehmen, dass Oppositionelle in Haft sind; nie, dass es um den Vorwurf von Anstachelung zur Gewalt geht, wie berechtigt dieser im Einzelnen auch sein mag.<br>\nDie wohlhabende Klasse hat Ch&aacute;vez&rsquo; Reformen zugunsten der Armen nie akzeptiert. Heute wird so getan, als herrschten vor den Sozialisten Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit im Land. Doch der Sieg der Bolivarischen Revolution 1999 war nicht auf eine Charme-Offensive zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, sondern auf die angestaute Wut dar&uuml;ber, dass unter US-amerikanischer Vorherrschaft die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung unter die Armutsgrenze fiel. In den 80er Jahren hatte eine Staatsverschuldung von 30 Milliarden US-Dollar zu den &uuml;blichen neoliberalen Spar- und Privatisierungsauflagen des Internationalen W&auml;hrungsfonds gef&uuml;hrt. Zehn Jahre vor Ch&aacute;vez&rsquo; Wahlsieg war ein mehrt&auml;giger Hungeraufstand im ganzen Land ausgebrochen: der Caracazo, gegen den Milizen eingesetzt wurden &ndash; es gab laut Sch&auml;tzungen bis zu 3.000 Tote. Der Internationale Gerichtshof verurteilte die Verletzung von Menschenrechten, verlangte Entsch&auml;digung f&uuml;r Mord und Folter &ndash; gezahlt wurde diese erst unter Ch&aacute;vez.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/keine-heilsbringer-von-recht-und-wohlstand\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Kapitalismus will aus allen B&uuml;rgern Migranten machen<\/strong><br>\nMit ihren Konzepten zur Migration l&ouml;se die UN keine Probleme, so Diego Fusaro im Gespr&auml;ch mit RT. Laut dem italienischen Philosophen ist die nationale Souver&auml;nit&auml;t die letzte Bastion der Demokratie, die es zu verteidigen gelte.<br>\nLaut UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres erlaube die Migration &ldquo;Millionen Menschen, nach neuen M&ouml;glichkeiten zu suchen, was sowohl den Herkunfts- als auch den Ankunftsgemeinschaften zugute kommt&rdquo;. Stimmt das?<br>\nIch gehe in die entgegengesetzte Richtung zu der von Ant&oacute;nio Guterres und dem Chor des politisch korrekten Gedankens. Dieser wiederholt, dass es Afrikaner gebe, die nach Europa kommen wollen, weil Afrika r&uuml;ckst&auml;ndiger sei als Europa &ndash; dass Europa das Eldorado der Hoffnung sei usw. Dies ist jedoch die rassistische Erz&auml;hlung des einseitigen Denkens. In Wirklichkeit befinden wir uns in der dritten<br>\nPhase des Kolonialismus. &hellip; und zwar die Phase des globalisierten Kolonialismus, mit dem afrikanische L&auml;nder destabilisiert werden. Stichwort: NATO-Krieg gegen Libyen. Und auf diese Weise wird die Flucht der Afrikaner &ndash; die &ldquo;willkommen&rdquo;, doch in Wirklichkeit nach Europa abgeschoben sind &ndash; vom Kapitalismus r&uuml;cksichtslos ausgenutzt, um die Kosten der einheimischen Arbeitsmigranten zu senken und das Profil des Migranten zu verallgemeinern &ndash; das hei&szlig;t, um uns alle zu Migranten zu machen. Der Kapitalismus will Migranten nicht integrieren. Er will aus allen B&uuml;rgern Migranten machen. Das Profil des prek&auml;ren Migranten ist: staatenlos, ohne Wurzeln, st&auml;ndig in Bewegung, denn er ist dem freien Verkehr von Waren und Personen ausgeliefert. Das ist Masseneinwanderung heute. &hellip;<br>\nWarum scheint die UNO die Migration als eine Art Allheilmittel zu sehen f&uuml;r die Probleme der Unterentwicklung und f&uuml;r die Unterschiede zwischen armen und reichen L&auml;ndern? Es g&auml;be wirklich keine anderen L&ouml;sungen?<br>\nDies ist in Wirklichkeit nur die Fassade, die die Substanz ideologisch verbirgt. Die Substanz ist die eines Ausbeutungsprozesses der Arbeitskraft, die den Hebel der bei Marx beschriebenen industriellen Reservearmee benutzt: Das hei&szlig;t, Massen von idealen Sklaven deportieren, wie die Afrikaner. Die Afrikaner sind ideale Sklaven, weil sie aus ihrem Territorium deportiert und in ein Land geworfen werden, in dem sie die Sprache nicht kennen, in dem sie keine territorialen Wurzeln haben, in dem sie sich nicht verteidigen k&ouml;nnen. Deshalb liebt das Kapital die Masseneinwanderung so sehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/83711-italienischer-philosoph-diego-fusaro-wir\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst bemerkenswertes Interview. Der Wunschtraum der Neoliberalen ist die Weltgesellschaft ohne Grenzen f&uuml;r Kapital, Waren und Arbeitskr&auml;fte, also auch ein globaler, offener Arbeitsmarkt auf dem sich die L&ouml;hne am besten auf ein globalisiertes, m&ouml;glichst niedriges Niveau einpendeln. Der Wahnsinn dabei, dass diese Dystopie der Neoliberalen heute ihre engagiertesten Unterst&uuml;tzer bei vielen aus der politischen Linken findet. Diego Fusaro geht hier sogar soweit, dass von den heutigen, fast ausschlie&szlig;lich an kulturellen Themen orientierten Linksparteien keinerlei Impulse mehr f&uuml;r die Ver&auml;nderung der herrschenden Verh&auml;ltnisse zu erwarten sei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne erneut im EU-Parlament<\/strong><br>\nAm Mittwoch stimmt das Europ&auml;ische Parlament &uuml;ber zwei Abkommen mit Singapur ab: &Uuml;ber das Handelsabkommen EUSFTA und &uuml;ber das Investitionsabkommen EUSIPA. Letzteres enth&auml;lt die umstrittenen Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne, ISDS (Investor-state dispute settlement).<br>\nAttac fordert die EU-Abgeordneten auf, beide Abkommen abzulehnen: &bdquo;Mit EUSIPA w&uuml;rde die Paralleljustiz f&uuml;r Konzerne ausgeweitet, denn Singapur ist der wichtigste Handelspartner der EU in S&uuml;dostasien. Die meisten in der Region t&auml;tigen europ&auml;ischen Konzerne haben dort wichtige Niederlassungen. Nicht nur singapurische Firmen, sondern alle dort t&auml;tigen internationalen Konzerne k&ouml;nnten EU-Staaten auf Schadensersatz verklagen &ndash; f&uuml;r Gesetze, die unsere Gesundheit, unsere Arbeitsrechte und unsere Umwelt sch&uuml;tzen&ldquo;, warnt Attac-Handelsexperte Roland S&uuml;&szlig;.<br>\nEUSIPA soll als Modell f&uuml;r k&uuml;nftige EU-Abkommen mit China, Mexiko und anderen L&auml;ndern dienen. Die Trennung von Handel- und Investitionsabkommen gibt den EU-Abgeordneten erstmals die M&ouml;glichkeit, ein starkes politisches Signal gegen Sonderrechte f&uuml;r Konzerne zu setzen. &ldquo;Es ist Zeit, diese Paralleljustiz grunds&auml;tzlich abzuschaffen. Ein Nein zu EUSIPA w&auml;re ein wichtiger Schritt dorthin&ldquo;, sagt Roland S&uuml;&szlig;.<br>\nSonderklagerechte f&uuml;r Konzerne geraten weltweit immer mehr unter Druck. L&auml;nder wie Indien, Ecuador, S&uuml;dafrika, Indonesien, Tansania und Bolivien haben entsprechende Abkommen bereits gek&uuml;ndigt. Mehr als 430.000 Menschen haben innerhalb von drei Wochen eine EU-weite Petition gegen ISDS unterzeichnet. Zahlreiche Organisationen aus den Philippinen, Indonesien und Malaysia erkl&auml;ren sich mit der EU-weiten Kampagne und dem Widerstand gegen EUSIPA in Europa solidarisch. Sie kennen die Auswirkungen von ISDS und f&uuml;rchten, dass EUSIPA eine Vorlage f&uuml;r EU-Abkommen mit ihren L&auml;ndern sein wird.<br>\nW&auml;hrend EUSIPA auch noch der Zustimmung aller nationalen Parlamente bedarf, muss das Handelsabkommen EUSFTA nur vom EU-Parlament abgestimmt werden. Auch EUSFTA ist h&ouml;chst problematisch. Es enth&auml;lt zwar Vorgaben zur Nachhaltigkeit, aber keine wirksamen Mechanismen, um den Schutz der Umwelt oder Rechte von Besch&auml;ftigten durchzusetzen. Singapur hat zwei der acht ILO-Kernarbeitsnormen nicht ratifiziert. Hanni Gramann vom Attac-Rat: &bdquo;Wir brauchen endlich Handelsabkommen, die Mensch und Umwelt ins Zentrum stellen, und verbindliche Regeln f&uuml;r Konzerne, mit denen diese im Falle der Verletzung von Menschenrechten zur Verantwortung gezogen werden k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/sonderklagerechte-fuer-konzerne-erneut-im-eu-parlament\/\">attac.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: EU-Singapore investment deal protects the rich and powerful<\/strong><br>\nThis Wednesday, 13th February, Members of the European Parliament will vote on a controversial investment deal between the EU and Singapore. This treaty is very similar to the investment chapters of CETA, the unpopular trade deal between the EU and Canada which outraged people all over Europe in 2015 and 2016.<br>\nCETA made the news for a lot of reasons: the refusal of Wallonia to ratify it, the lack of transparency of its negotiations, its impact on the environment and climate change, etc. The deal is officially not yet ratified, as it has not been approved by all the EU Member States (only 12) and the European Court of Justice has not tabled whether this EU version of ISDS (Investor-State Dispute Settlement) is compatible with EU law.<br>\nISDS, a parallel justice system for rich individuals and multinationals, is still being heavily contested today. An alliance of over 150 European organisations, trade unions and social movements launched a petition in January 2019 to demand an end to ISDS, including the EU-Singapore investment deal. The petition has collected over 400,000 signatures until today.<br>\nNonetheless, Europe is on the way to expanding this flawed system further. On Wednesday, members of the European parliament will vote on an investment agreement between the EU and Singapore, an EU ISDS deal. The agreement, when in force, will provide rich individuals and powerful multinationals with the right to sue European countries and Singapore if a government passes a law, e.g. to restrict a dangerous chemical or to limit CO2 emissions.<br>\nIn a parallel legal system called ICS (Investment Court System, which is basically a rehash of ISDS), companies have managed to charge governments millions of Euros when certain environmental laws were enacted which impacted their profits. The system might have recently changed its name, but it has not changed its essence.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foeeurope.org\/EU-Singapore-deal-protects-rich-110219\">Friends of the earth<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lohnarbeit macht unfrei<\/strong><br>\nAls Arbeitnehmer verzichten wir auf einen Teil unserer republikanischen Freiheiten, meint die politische Philosophin Elizabeth Anderson. Ihre Kritik der Lohnarbeit in den USA trifft auch auf Arbeitsbedingungen in Europa zu.<br>\nPrivate Regierung&ldquo; &ndash; der Titel klingt paradox, denn normalerweise bezeichnet das Wort &bdquo;Regierung&ldquo; eine sehr &ouml;ffentliche Angelegenheit. Nicht so bei Elizabeth Anderson. Die US-amerikanische Professorin f&uuml;r Philosophie, die sich vor allem mit Theorien &uuml;ber Gleichheit einen Namen gemacht hat, definiert &bdquo;private Regierung&ldquo; als eine willk&uuml;rliche, nicht rechenschaftspflichtige Herrschaft &uuml;ber andere, und sie sieht diese Form der Regierung fast &uuml;berall am Werk, wo wir in Lohnarbeit stehen. Wir haben diesbez&uuml;glich Scheuklappen auf, schreibt Anderson, wir leiden unter einer &bdquo;politischen Hemiagnosie&ldquo;, einer Krankheit, bei der man Teile des K&ouml;rpers nicht wahrnehmen kann. Fakt aber sei, dass die meisten von uns gleichsam &bdquo;unter der Autorit&auml;t kommunistischer Diktatoren&ldquo; arbeiteten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/elizabeth-anderson-private-regierung-lohnarbeit-macht-unfrei.950.de.html?dram:article_id=440670\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reiche nehmen die Realit&auml;t anders wahr<\/strong><br>\nKaum einer hat die M&auml;chtigen so studiert wie Elitenforscher Michael Hartmann. Er erkl&auml;rt, warum sich Spitzenmanager vermehrt zum Thema Ungleichheit &auml;u&szlig;ern, wie ehrlich sie es meinen &ndash; und seine L&ouml;sung f&uuml;r das Problem.<br>\nHerr Hartmann, der Permira-Chef Kurt Bj&ouml;rklund hat gerade ein denkw&uuml;rdiges Interview gegeben. Mit dem &bdquo;Handelsblatt&ldquo; sprach er &uuml;ber Ungleichheit in der Gesellschaft. Und &uuml;ber die Rolle der Private Equity-Branche, f&uuml;r die er seit 23 Jahren arbeitet. Hat die Elite ein schlechtes Gewissen?<br>\nNein. Es gibt vielleicht eine kleine Minderheit, auf die das zutrifft. Herrn Bj&ouml;rklund z&auml;hle ich aber nicht dazu.<br>\nWarum?<br>\nDas Interview mit Bj&ouml;rklund wurde in Davos gef&uuml;hrt. Die M&auml;chtigen kommen gerne dorthin, um sich selbst auf die Brust zu klopfen und zu sagen: &bdquo;Wir haben verstanden, die Ungleichheit ist schlimm.&ldquo; Es werden pflichtschuldig ein, zwei kritische Stimmen eingeladen und Manager lassen sich zu &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen in diese Richtung hinrei&szlig;en. Aber mit dem Ende von Davos ist auch das wieder vorbei. Zudem ziehen die CEOs keine Konsequenzen.<br>\nAlso eine reine PR-Strategie?<br>\nNicht nur. Wenn Ungleichheit in der Gesellschaft dazu f&uuml;hrt, dass gewohnte demokratische Strukturen zerfallen, steigt auch die Unsicherheit f&uuml;r die Unternehmen. Wenn sie sich &auml;u&szlig;ern, geht es ihnen darum, ihre Gesch&auml;ftsmodelle zu sch&uuml;tzen und nicht etwa um ernsthafte Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung von Ungleichheit. Deshalb wird &uuml;ber solche Ma&szlig;nahmen in diesen Kreisen nicht wirklich diskutiert und letztlich sind selbst Politiker wie Donald Trump oder Jair Bolsonaro f&uuml;r sie akzeptabel, wenn sie nur die Steuern f&uuml;r Unternehmen und die Reichen senken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/management\/debatte-um-ungleichheit-reiche-nehmen-die-realitaet-anders-wahr\/23955998.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>South Korea will pay US$924 million to host American troops this year after Donald Trump demanded more money<\/strong>\n<ul>\n<li>The agreement would expire in one year, and is less than the US$1 billion the US demanded<\/li>\n<li>About 28,500 US troops are stationed in South Korea, where the United States has maintained a military presence since the 1950-53 Korean war<\/li>\n<\/ul>\n<p>South Korea and the United States struck a new deal Sunday on how much Seoul should pay for the US military presence on its soil, after previous rounds of failed negotiations caused worries about their decades-long alliance.<br>\nThe new deal must still be approved by South Korea&rsquo;s parliament, but it would boost this year&rsquo;s contribution to about 1.04 trillion won (US$924 million), Seoul&rsquo;s Foreign Ministry said in a statement.<br>\nLast year, South Korea provided about 960 billion won, roughly 40 per cent of the cost of the deployment of 28,500 US soldiers whose presence is meant to deter aggression from North Korea. US President Donald Trump has said South Korea should pay more.<br>\nThe allies had failed to reach a new cost-sharing plan during some 10 rounds of talks. On Sunday, Seoul&rsquo;s Foreign Ministry said the countries signed a short-term agreement.<br>\nUnlike past agreements, which lasted for five years, this one is expected to expire in a year, potentially forcing both sides back to the bargaining table within months.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/asia\/east-asia\/article\/2185586\/south-korea-will-pay-us890-million-host-american-troops-year?fbclid=IwAR31elL1Wn7z-MYs0K57EiRdYcRQWaRmubwfR5Qq7uV533q6ufTUjWKlqO4\">South China Morning Post<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliche Euphorie &ndash; Der pauschale Zuspruch zur EU schadet nur<\/strong><br>\nDie Gretchenfrage des Europawahlkampfjahres 2019 &raquo;Nun sag, wie hast Du&lsquo;s mit der Union?&laquo; erleichtert den Neuen Rechten ihr Heilsversprechen einer scharfen Kehrtwende zur&uuml;ck zum Nationalstaat. &hellip;<br>\nWas ist aber die richtige Reaktion hierauf? Die von der AfD und ihren europ&auml;ischen Schwesterparteien angeregte Gewissenspr&uuml;fung des &raquo;Daf&uuml;r&laquo; und &raquo;Dagegen&laquo; polarisiert. Doch diese Polarisierung &uuml;berw&ouml;lbt die dahinter liegenden Konflikte. Sie adressiert nicht die konkreten Probleme mangelnder europ&auml;ischer Kooperation und Lastenteilung in der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion, der sozialen Spaltung des Kontinents und im Umgang mit Migrantinnen und Migranten. Sie hilft auch nicht bei der Ann&auml;herung an die Ph&auml;nomene des Unmuts, &uuml;ber nicht eingel&ouml;ste Versprechen der wirtschaftlichen Globalisierung; der Angst, sich individuell im Wettbewerb nicht behaupten zu k&ouml;nnen und pausenlos gegen den gesellschaftlichen Abstieg anzuk&auml;mpfen; der Sorge, um eine orientierungs- und hilflose Politik, die sich in Aktionismus und Alternativlosigkeit ersch&ouml;pft. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/europaeische-integration\/artikel\/gefaehrliche-euphorie-3248\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie die Afrika-Politik der G20 den Agenda 2030-Prozess unterminiert<\/strong><br>\nAfrikanische L&auml;nder sollen f&uuml;r privates Kapital attraktiver werden. Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht &auml;ndern, werden durch solche Investitionen aber neue Auspl&uuml;nderungszyklen bef&ouml;rdert.<br>\nDer G20-Gipfel 2017 in Hamburg d&uuml;rfte vor allem wegen der zum Teil &auml;u&szlig;erst gewaltt&auml;tigen Proteste in die Geschichtsb&uuml;cher eingehen &ndash; inklusive eines in rechtsstaatlicher Hinsicht v&ouml;llig aus dem Ruder gelaufenen Polizeieinsatzes. Gleichwohl sollte nicht aus dem Blick geraten, dass in Hamburg auch Wegweisendes beschlossen wurde, unter anderem der von der Deutschen Bundesregierung lancierte &ldquo;Compact with Africa&rdquo; (Pakt mit Afrika).<br>\nBlickt man freilich auf den von der Weltbank, dem IWF und der Afrikanischen Entwicklungsbank erarbeiteten Ma&szlig;nahmenkatalog, wird schnell deutlich, dass es sich &uuml;berwiegend um alten Wein in neuen Schl&auml;uchen handelt. Zugespitzter: Mindestens sieben Gr&uuml;nde sprechen daf&uuml;r, dass der Compact with Africa zentrale Zielsetzungen der Agenda 2030 unterminiert und somit eine f&uuml;r Afrika brandgef&auml;hrlichen Initiative darstellt.<br>\nErstens haben ausl&auml;ndische Privatinvestitionen Afrika in den letzten drei Jahrzehnten kaum nach vorne gebracht, eher im Gegenteil: Sie haben immer neue Auspl&uuml;nderungszyklen begr&uuml;ndet &ndash; samt Festschreibung der afrikanischen Wirtschaft auf einen blo&szlig;en Lieferanten agrarischer und mineralischer Rohstoffe. Beispielhaft erw&auml;hnt sei in diesem Kontext, dass 69 Prozent der Menschen, die von extremer Armut betroffen sind, ausgerechnet in solchen L&auml;ndern leben, in denen &Ouml;l, Gas und Mineralien eine dominante Rolle in der Wirtschaft spielen. Zweitens blendet der Compact with Africa globale Rahmenbedingungen weitgehend aus, also jene Stellschrauben, die ebenfalls f&uuml;r die &ouml;konomische Marginalisierung der afrikanischen L&auml;nder verantwortlich sind, die aber politisch durchaus regulierbar w&auml;ren &ndash; ob Martk&ouml;ffnungen (Stichwort: Freihandel), sinkende Rohstoffpreise oder Kapitalflucht. Drittens droht den beteiligten L&auml;ndern eine neue Schuldenkrise. Denn bei den geplanten Kapitalzufl&uuml;ssen aus G20-L&auml;ndern handelt es sich nicht um Budgethilfen oder zinsg&uuml;nstige Kredite wie in der klassischen Entwicklungszusammenarbeit, sondern um Direktinvestitionen oder Kredite zu Marktkonditionen. Die Investoren sollen also Geld verdienen. In internen Regierungspapieren ist sogar von einer garantierten Verzinsung von 4 bis 4,5 Prozent die Rede, nicht zuletzt f&uuml;r institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder Lebensversicherer. Viertens k&ouml;nnen ausl&auml;ndische Gro&szlig;investitionen nicht die F&ouml;rderung mittlerer und kleiner (auch b&auml;uerlicher) Betriebe ersetzen. Nur solche schaffen aber nachhaltige Arbeitspl&auml;tze in gr&ouml;&szlig;erer Anzahl, vor allem im Zuge des Aufbaus regionaler M&auml;rkte. F&uuml;nftens wird im Compact with Africa nicht mit einem Wort auf die CO2-Reduktionsziele des Pariser Klimaabkommens eingegangen, genau das w&auml;re aber bei einem Investitionsprogramm dieses Ausma&szlig;es unumg&auml;nglich. Sechstens droht die Gefahr einer Abw&auml;rtsspirale von Sozial- und Umweltstandards &ndash; im Wettbewerb um neu Investoren. Dies passt siebtens dazu, dass der Compact with Africa dem Investorenschutz gro&szlig;e Bedeutung beimisst, zu Beteiligungsverfahren durch die lokale Bev&ouml;lkerung jedoch kein Wort verliert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dgvn.de\/meldung\/wie-die-afrika-politik-der-g20-den-agenda-2030-prozess-unterminiert\/\">DGVN<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Linksliberale &Uuml;berheblichkeit geht mir auf die Nerven<\/strong><br>\nDie Sozialdemokratie ist europaweit auf der Sinnsuche. Sie eilt von einer Wahlniederlage zur n&auml;chsten und wird von Fl&uuml;gelk&auml;mpfen gel&auml;hmt. In Deutschland hat der junge SPD-Parteitheoretiker Nils Heisterhagen mit seinen Thesen &uuml;ber den politischen Snobismus der Linken f&uuml;r heftige Debatten gesorgt. Auf Einladung des Bruno-Kreisky-Forums war Heisterhagen in Wien, um &uuml;ber sein Buch Die liberale Illusion. Warum wir einen linken Realismus brauchen (Dietz-Verlag, 2018) zu diskutieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000097675822\/Linksliberale-Ueberheblichkeit-geht-mir-auf-die-Nerven\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nils Heisterhagen trifft den sprichw&ouml;rtlichen Nagel auf den Kopf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Linke Identit&auml;tspolitik &ndash; Partikularinteressen versus soziale Verantwortung?<\/strong><br>\nKulturelle Anerkennung von Minderheiten geh&ouml;rt zu den Themen linker Politik. Gegenw&auml;rtig wird viel &uuml;ber Identit&auml;tspolitik diskutiert, sowohl in den USA als auch in Europa. Doch es gibt Kritik, auch aus linken Lagern: Die Vertretung der Interessen Einzelner bef&ouml;rdere den Aufstieg der Rechten.<br>\nIdentit&auml;tspolitik bedeutet immer eine bewusst gesetzte Grenzziehung zwischen dem Eigenen (die dazu geh&ouml;ren) und dem Anderen (die ausgeschlossen sind). Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama formuliert in seinem neuen Buch, der vermeintlich vor allem linke Fokus auf &bdquo;Partikularinteressen&ldquo; wie Feminismus, Homosexuellenrechte oder Black Lives Matter in den USA h&auml;tte Trump letztlich den Wahlsieg beschert und unter anderem den Aufstieg der Rechten auch in Europa zu verantworten.<br>\nDie Auseinandersetzungen um Identit&auml;tspolitiken haben sich in den letzten Jahren versch&auml;rft. Angesichts der Wahl von Donald Trump zum US&#8209;Pr&auml;sidenten und der erstarkenden nationalistischen Rechten auch in Europa wurde von vielen Linken und Liberalen der Vorwurf erneuert, Identit&auml;tspolitik h&auml;tte den Aufstieg der Rechten und den Niedergang linker Bewegungen zu verantworten. Diese Kritik wird von ganz unterschiedlichen Intellektuellen vorgebracht, darunter der Philosoph Slavoj &#381;i&#382;ek, Talkshow-Host Bill Maher, die Philosophin Nancy Fraser und nun auch der einflussreiche Politikwissenschaftler Francis Fukuyama.<br>\nEiner der &uuml;blicherweise erhobenen Vorw&uuml;rfe lautet, die demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidatin Hillary Clinton h&auml;tte die Wahl gegen Trump vor allem deshalb verloren, weil sie im Wahlkampf mit Themen wie Rechte von Frauen und von Homosexuellen Punkte h&auml;tte sammeln wollen &ndash; also: auf Identit&auml;tspolitik gesetzt h&auml;tte. Die st&auml;ndigen Diskussionen um Rassismus, Sexismus und Dinge wie Transgender-Toiletten h&auml;tten dazu gef&uuml;hrt, dass die Klassenfrage nicht mehr gestellt wurde. Die soziale Frage, als weit gr&ouml;&szlig;eres Problem, h&auml;tten stattdessen die Rechten besetzt &ndash; und das h&auml;tte sich bitter ger&auml;cht. Viele sozial abgeh&auml;ngte Menschen, die sich nicht mehr von linken Parteien repr&auml;sentiert f&uuml;hlen, w&auml;ren so den Rechten in die Arme getrieben worden.<br>\nIn seinem vielbeachteten Buch &bdquo;Der Glanz der Vergangenheit. &Uuml;ber den Geist der Reaktion&ldquo; fordert der amerikanische Politologe Mark Lilla, linke Politik solle sich wieder Anliegen widmen, die &bdquo;einem Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung am Herzen liegen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linke-identitaetspolitik-partikularinteressen-versus.1184.de.html?dram:article_id=438586\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49239","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49239"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49239\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49241,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49239\/revisions\/49241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}