{"id":49269,"date":"2019-02-13T08:24:53","date_gmt":"2019-02-13T07:24:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269"},"modified":"2019-02-13T08:24:53","modified_gmt":"2019-02-13T07:24:53","slug":"hinweise-des-tages-3304","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h02\">Die &Auml;ra der Gro&szlig;machtrivalit&auml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h03\">Senate has uncovered no direct evidence of conspiracy between Trump campaign and Russia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h04\">Reaktion auf SPD Vorsto&szlig;: Darum f&uuml;rchten die Gewerkschaften hohe Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h05\">Hauptsache rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h06\">Steuerkriminalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h07\">Der Westafrikanische Franc: Frankreich und der unsichtbare Kolonialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h08\">Bald mehr als zehn Stunden am Tag arbeiten? Unions-Politiker wollen Schutz-Regel kippen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h09\">Postleitzahl entscheidet &uuml;ber Operationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h10\">Endspiel f&uuml;r Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h11\">&bdquo;Eine absurde Strategie&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h12\">NSU 2.0: Braune Reviere, braune Kasernen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h13\">Bahn frei f&uuml;r die Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h14\">F&uuml;r diesen Prozess wurden alle geltenden Regeln ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h15\">F&uuml;r Artenschutz in Bayern: Sieg f&uuml;r die Bienen-Sch&uuml;tzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49269#h16\">Miese TV-Programme f&uuml;r Kinder<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trumps Rekolonisationskrieg gegen Venezuela<\/strong><br>\nEin Beitrag des St&auml;ndigen Vertreters der Bolivarischen Republik Venezuela bei den Vereinten Nationen, Samuel Moncada<br>\nTrumps Rekolonisation ist die richtige Beschreibung dessen, was nach und nach zu einem Plan f&uuml;r eine milit&auml;rische Invasion Venezuelas durch die USA geworden ist. Ein Ereignis, das es in unserer Geschichte noch nie gegeben hat.<br>\nEs ist wichtig zu betonen, dass unser Land trotz der im Ausland durchgef&uuml;hrten Man&ouml;ver zur Herstellung einer nicht existenten Realit&auml;t in Venezuela heute in Frieden und Ruhe lebt. Die verfassungsm&auml;&szlig;ige Regierung von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro hat, wie immer, die volle und effektive Kontrolle &uuml;ber das Staatsgebiet. Die Institutionen des venezolanischen Staates funktionieren gem&auml;&szlig; unserer Verfassung normal.<br>\nEs ist daher eine gef&auml;hrliche Manipulation zu glauben, dass Venezuela eine Bedrohung f&uuml;r den Frieden und die regionale oder internationale Sicherheit darstellen k&ouml;nnte, eine T&auml;uschung, die mit falschen Informationen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Samstag, den 26. Januar, versucht wurde. Wir alle waren Zeugen dessen, was dort geschah, und der Forderungen der gro&szlig;en Mehrheit der internationalen Gemeinschaft unserer Region, die Souver&auml;nit&auml;t und Selbstbestimmung unseres Volkes zu respektieren. Die Mehrheit der Region unterst&uuml;tzt unsere territoriale Integrit&auml;t und eine politische L&ouml;sung ohne ausl&auml;ndische Einmischung und ohne milit&auml;rische Invasion.<br>\nTrump pr&auml;sentiert sich als Marionettendiktator<br>\nDie Herstellung eines Falles zur F&ouml;rderung und Rechtfertigung der Rekolonisation Venezuelas durch die Auferlegung einer Marionettenregierung in unserem Land trat mit der Selbsternennung eines Parlamentsabgeordneten als angeblicher Pr&auml;sident Venezuelas in seine neueste Phase ein. Diese Aktion, die ohne Grundlage in unserer nationalen Verfassung stattfindet, stellt einen Angriff auf die demokratischen Institutionen der Bolivarischen Republik Venezuela und eine Missachtung nicht nur der verfassungsm&auml;&szlig;igen Befugnisse von Pr&auml;sident Maduro dar, der f&uuml;r die Amtszeit 2019-2025 wiedergew&auml;hlt wurde, sondern auch des Willens des venezolanischen Volkes, das ihn durch eine allgemeine, direkte und geheime Abstimmung am 20. Mai 2018 frei gew&auml;hlt hat.<br>\nWir m&uuml;ssen es deutlich aussprechen: Am 23. Januar 2018 gab es einen Staatsstreich in Venezuela, der von der Regierung der USA gef&ouml;rdert, organisiert und finanziert wurde, mit einer kleinen Gruppe von L&auml;ndern aus unserer Region und Europa&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dokument\/221569\/rekolonisationskrieg-gegen-venezuela\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Zynische PR-Strategie&rdquo;: Venezuela und die Blockade eines Grenz&uuml;bergangs, der nie ge&ouml;ffnet war<\/strong><br>\nWashington dr&auml;ngt Caracas auf die Aufhebung der Blockade eines Grenz&uuml;bergangs, &uuml;ber den US-Hilfsg&uuml;ter zu den &ldquo;hungernden Menschen&rdquo; in Venezuela transportiert werden sollen. Dabei floss dort nie der Verkehr &ndash; denn Kolumbien blockiert den &Uuml;bergang bereits seit langem.<br>\n(&hellip;) In einem Tweet teilte US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo eben jenes Foto, um zu behaupten, dass &ldquo;das venezolanische Milit&auml;r unter Maduros Befehl die Hilfe&hellip; blockiert. Das Maduro-Regime muss die Hilfe f&uuml;r die hungernden Menschen durchlassen.&rdquo; Und die Medien auch in Europa griffen seine Vorlage dankbar auf&hellip;<br>\nDoch die Behauptung des US-Diplomaten hat einen Haken: Der Grenz&uuml;bergang wird bereits seit 18 Monaten blockiert &ndash; n&auml;mlich von Kolumbien. Darauf machte der Blogger Justin Emery in einem Artikel auf medium.com aufmerksam. So zeigt ein im Juni 2017 ver&ouml;ffentlichtes Foto, wie der Grenz&uuml;bergang auf kolumbianischer Seite durch einen Metallzaun und Betonbl&ouml;cke verriegelt wurde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/84126-zynische-pr-strategie-venezuela-und\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Trump und seine Minister twittern am Liebsten. Mit maximal 280 Zeichen scheint ihre Denk-Kapazit&auml;t ausgelastet zu sein. Oder das Denkverm&ouml;gen, das sie ihren Lesern zumuten. Zur reinen Propaganda braucht es ja auch nicht mehr. Zur Argumentation schon. Politik braucht mehr als 280 Zeichen auf Twitter, wenn sie glaubhaft sein will.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die &Auml;ra der Gro&szlig;machtrivalit&auml;ten<\/strong><br>\nMit d&uuml;steren Prognosen stimmen die Organisatoren der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz auf die am Freitag beginnende Gro&szlig;veranstaltung ein. Die Welt befinde sich gegenw&auml;rtig in einer &ldquo;&Auml;ra der Gro&szlig;machtrivalit&auml;ten&rdquo;, in der &ldquo;zentrale Bausteine der internationalen Ordnung&rdquo; neu sortiert w&uuml;rden, urteilt Wolfgang Ischinger, Leiter der Konferenz. In den zentralen au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Strategiepapieren der Vereinigten Staaten habe der neue &ldquo;Gro&szlig;m&auml;chtewettbewerb&rdquo; den &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; als zentrales Kampffeld abgel&ouml;st, hei&szlig;t es im neuen Munich Security Report, einem Hintergrundbericht zu der Veranstaltung. Dabei k&ouml;nne sich der Konflikt mit China aus Sicht des US-Establishments &ldquo;zumindest&rdquo; zu einem neuen Kalten Krieg entwickeln. Der Report geht davon aus, dass die Konflikte mit US-Pr&auml;sident Donald Trump in der zweiten H&auml;lfte seiner Amtszeit noch zunehmen. Der EU bescheinigt das Papier unzureichende Bem&uuml;hungen um &ldquo;strategische Autonomie&rdquo;. Ob die &ldquo;&Uuml;bergangsperiode&rdquo; zu einer neuen &ldquo;Ordnung&rdquo; der Welt &ldquo;friedlich sein&rdquo; werde, das sei, hei&szlig;tes, &uuml;berhaupt nicht klar.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Mindestens ein Kalter Krieg&rdquo;<br>\nDer &ldquo;Gro&szlig;m&auml;chtewettbewerb&rdquo;&hellip;hat, so hei&szlig;t es, den &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; der vergangenen beiden Jahrzehnte abgel&ouml;st. Der Begriff bezieht sich auf die US-Rivalit&auml;t sowohl gegen&uuml;ber Russland als auch gegen&uuml;ber China; Washington stuft beide explizit als Rivalen ein. Zu China hei&szlig;t es im Munich Security Report, in den USA werde heute die Auffassung weithin geteilt, das Land sei zum &ldquo;dynamischsten und schwierigsten Konkurrenten der modernen Geschichte&rdquo; geworden. Unter Trump h&auml;tten sich die US-Beziehungen zu Beijing denn auch &ldquo;mehr und schneller verschlechtert als zu jedem Zeitpunkt seit der Aufnahme offizieller Kontakte im Jahr 1979&rdquo;. Die derzeitige Administration scheine &ldquo;zum Mindesten&rdquo; bereit &ldquo;zu akzeptieren, dass das Ergebnis ein neuer Kalter Krieg sein k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7859\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> seit Ende des zweiten Weltkriegs haben die USA uns das M&auml;rchen von der &bdquo;gutartigen Hegemonie Amerikas&ldquo; erz&auml;hlt. Bei der Verankerung dieses M&auml;rchens im Bewusstsein der Bev&ouml;lkerung spielte der Council of Foreign Affairs (CFR) eine tragende Rolle. W&auml;hrend dieser ganzen Zeit haben die USA im Hintergrund, auch in Europa, Regierungen gest&uuml;rzt, Wahlen manipuliert, Geheimarmeen aufgebaut (Gladio) und politische Morde begangen. Die Fassade scheint endlich zu br&ouml;ckeln. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Frieden statt Aufr&uuml;stung: Proteste gegen SIKO<\/strong><br>\nKundgebung und Demonstration:<br>\nSamstag, 16. Februar, 13 Uhr, Demo-Auftakt, Stachus;<br>\n15 Uhr, Abschlusskundgebung, Marienplatz<br>\nFriedenskonferenz:<br>\nFreitag bis Sonntag, 15. bis 17. Februar, u.a. DGB-Haus, Schwanthalerstra&szlig;e 64, M&uuml;nchen<br>\n&ldquo;Frieden statt Aufr&uuml;stung! &ndash; Nein zum Krieg!&rdquo; Unter diesem Motto werden am Samstag Tausende Menschen in M&uuml;nchen auf die Stra&szlig;e gehen, um gegen die so genannte &bdquo;Sicherheitskonferenz&ldquo; zu protestieren, zu der von Freitag bis Sonntag Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Milit&auml;r, Wirtschaft und R&uuml;stungsindustrie in der Stadt zusammenkommen. Gemeinsam mit einem breiten B&uuml;ndnis der Friedensbewegung ruft das globalisierungskritische Netzwerk Attac zu den Protesten mit auf und beteiligt sich an ihnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/frieden-statt-aufruestung-attac-bei-protesten-gegen-siko-1\/\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Senate has uncovered no direct evidence of conspiracy between Trump campaign and Russia<\/strong><br>\nAfter two years and 200 interviews, the Senate Intelligence Committee is approaching the end of its investigation into the 2016 election, having uncovered no direct evidence of a conspiracy between the Trump campaign and Russia, according to both Democrats and Republicans on the committee.<br>\nBut investigators disagree along party lines when it comes to the implications of a pattern of contacts they have documented between Trump associates and Russians &mdash; contacts that occurred before, during and after Russian intelligence operatives were seeking to help Donald Trump by leaking hacked Democratic emails and attacking his opponent, Hillary Clinton, on social media.<br>\n&ldquo;If we write a report based upon the facts that we have, then we don&rsquo;t have anything that would suggest there was collusion by the Trump campaign and Russia,&rdquo; said Sen. Richard Burr, R-N.C., the chairman of the Senate Intelligence Committee, in an interview with CBS News last week. [&hellip;]<br>\nThe Senate Intelligence Committee has been conducting the sole bipartisan inquiry. The committee has sifted through some 300,000 documents, investigators tell NBC News, including classified intelligence shedding light on how the Russians communicated about their covert operation to interfere in the 2016 election.<br>\nU.S. intelligence agencies assess that the operation began as an effort to sow chaos and morphed into a plan to help Trump win. It included the hacking and leaking of embarrassing Democratic emails and the use of bots, trolls and fake accounts on social media to boost Trump, criticize Democrat Hillary Clinton and exacerbate political differences.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nbcnews.com\/politics\/congress\/senate-has-uncovered-no-direct-evidence-conspiracy-between-trump-campaign-n970536?fbclid=IwAR2KfGPHrhDd1ctvdh8uwrkap3AeaxBwchblqQA6ZWD7GDjgDRNebbWZcns\">NBC<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Also viel L&auml;rm um nichts. Das wird SPIEGEL und Co. aber sicher nicht davon abhalten beinahe t&auml;glich das Gegenteil zu suggerieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reaktion auf SPD Vorsto&szlig;: Darum f&uuml;rchten die Gewerkschaften hohe Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nDie SPD will den Mindestlohn perspektivisch bei zw&ouml;lf Euro festschreiben. Die Gewerkschaften mahnen jedoch zur Vorsicht &ndash; aus einem ganz bestimmten Grund.<br>\nDie SPD strebt mit ihrem neuen Sozialstaatskonzept nun offiziell eine Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro je Stunde an. Das w&auml;ren 2,81 Euro oder gut 30 Prozent mehr als heute. Allerdings formuliert sie in ihrem Beschlusspapier einen kleinen Vorbehalt: Ziel sei eine &bdquo;perspektivische Anhebung&ldquo; &ndash; also nicht unbedingt sofort und in einem Schritt. Erkl&auml;ren l&auml;sst sich das vor allem mit wachsenden Bedenken der Gewerkschaften, von deren Haltung zum Mindestlohn in der politischen Diskussion bisher kaum die Rede war.<br>\nTats&auml;chlich mehren sich Hinweise darauf, dass ein Betrag von 12 Euro an der Obergrenze dessen kratzt, was die Gewerkschaften als Mindestlohn unterst&uuml;tzen. Nicht nur Arbeitgeber, sondern auch sie sehen allm&auml;hlich die Gefahr eines politischen &Uuml;berbietungswettbewerbs dazu. Sogar Verdi-Chef Frank Bsirske, der sich als Vork&auml;mpfer f&uuml;r 10 Euro Mindestlohn&hellip;.<br>\nDie FAZ jubelt, denn die Forderung von 12&euro; Mindestlohn von \n<ul>\n<li>Minister Heil (SPD) ist nur &ldquo; perspektivisch&ldquo; zu verstehen. <\/li>\n<li>Verdi-Chef Frank Bsirske ist gegen eine &bdquo;sofortige&ldquo; Anhebung des Mindestlohns.<\/li>\n<li>Stefan K&ouml;rzell, Vorstandsmitglied des DGB + Mitglied der Mindestlohnkommission sagt laut FAZ; &bdquo;Die im Gesetz verankerte Evaluation des Mindestlohngesetzes im Jahre 2020 bietet der Politik die M&ouml;glichkeit, den Mindestlohn einmalig zu erh&ouml;hen. Wir als Gewerkschaften wollen, dass danach das bekannte Verfahren erhalten bleibt&ldquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), <\/p>\n<ul>\n<li>Michael Vassilias, kleidet seine Bedenken gegen das 22-Euro-Ziel in einen Gegenvorschlag: &bdquo;Der Staat solle die Differenz zu den 12 Euro so lange ausgleichen, bis der Mindestlohn 12 erreicht hat.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angeblich ist der DGB gegen 12-Mindestlohn, da er sonst die Tarifvertr&auml;ge teilweise &bdquo;&uuml;berholt&ldquo;&hellip;.<\/p>\n<ul>\n<li>Der DGB-Chef Hoffmann sagte:&ldquo;Der Mindestlohn sei nur die zweitbeste L&ouml;sung. Wir sollten lieber die Tarifbindung ausweiten&ldquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/spd-gewerkschaften-fuerchten-mindestlohn-erhoehung-16035857.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der Artikel ist leider hinter einer Bezahlschranke<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Unter diesem Gesichtspunkt sollte sich die Gewerkschaften aufl&ouml;sen und ich dem BDI angliedern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die deutschen Gewerkschaften tun genau das, was die herrschende Oligarchie von ihnen erwartet. Nicht umsonst hat sich der Volksaufstand der Gelbwesten ohne Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften entwickelt. W&auml;ren die Gewerkschaften involviert gewesen, insbesondere die &ldquo;gem&auml;&szlig;igte&rdquo; CFDT, h&auml;tte diese Bewegung niemals diese Wucht entfaltet, da es im neoliberalen Kapitalismus deren Aufgabe ist sozialen Protest aufzufangen und zu kanalisieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hauptsache rechts<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Steinmeier in Lateinamerika: Venezuela im Visier. Lob f&uuml;r neoliberale Regierungen<br>\nBundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier trifft auf seiner Reise nach Lateinamerika am Mittwoch in der Hauptstadt Ecuadors, Quito, ein, wo er unter anderem mit Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno sprechen will. Der seit Mai 2017 amtierende Staatschef, den Steinmeier als Verb&uuml;ndeten in der Front gegen den Pr&auml;sidenten Venezuelas, Nicol&aacute;s Maduro, ansieht, steht im eigenen Land mittlerweile mit dem R&uuml;cken zur Wand. Einer am Sonntag vom Meinungsforschungsinstitut &raquo;Cedatos&laquo; ver&ouml;ffentlichten Umfrage zufolge glauben nur noch 32,7 Prozent der Ecuadorianer den Erkl&auml;rungen ihres Pr&auml;sidenten. Im August 2017, drei Monate nach seinem Amtsantritt, lag Morenos Glaubw&uuml;rdigkeit noch bei rund 68 Prozent.<br>\nDem Pr&auml;sidenten wird unter anderem Verrat an den W&auml;hlern und ein neoliberaler Kurswechsel vorgeworfen&hellip;. Seit seinem Machtantritt hat der Seitenwechsler die Anh&auml;nger Correas in der Regierung systematisch kaltgestellt und &ouml;ffentliche Medien von unbequemen Journalisten ges&auml;ubert. Kritiker seiner Politik l&auml;sst Moreno auch juristisch verfolgen.<br>\n(&hellip;) Der deutsche Bundespr&auml;sident hat davon entweder nichts mitbekommen, oder es interessiert ihn nicht. Ecuador sei &raquo;ein Beispiel f&uuml;r &Ouml;ffnung, Aufbruch und Erneuerung&laquo;, erkl&auml;rte Steinmeier in einem am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Interview der Zeitung El Comercio. Und w&auml;hrend die aktuelle &raquo;Cedatos&laquo;-Umfrage am selben Tag ergeben hatte, dass zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung in Ecuador den neoliberalen Kurswechsel ablehnen, lobte der deutsche Sozialdemokrat: &raquo;Ich habe gro&szlig;en Respekt f&uuml;r die beherzten Reformen, die Staatspr&auml;sident Moreno und seine Regierung auf den Weg gebracht haben.&laquo; Besonders am Herzen liege ihm &raquo;die Zukunft der Demokratie&laquo;, vertraute Steinmeier der rechtskonservativen Tageszeitung au&szlig;erdem an. &raquo;Wir sehen, wie sie an vielen Orten der Welt unter Druck ist. Wir sehen aber auch, wie an vielen Orten in der Welt neue Hoffnung keimt &ndash; wie in ihrer Nachbarschaft, in Venezuela.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349029.steinmeier-in-lateinamerika-hauptsache-rechts.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &Uuml;ber Steinmeier habe ich mir nie Illusionen gemacht. Und was Moreno anbelangt: der arbeitet zurzeit, um sich bei den USA bei zu schmieren, unter anderem an der Vertreibung von Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft in London. Dieselbe Botschaft, die Assange Juni 2012 noch gro&szlig;z&uuml;gig Asyl gewahrt hatte. Damals aber war der progressive Rafael Correa Staatspr&auml;sident in Ecuador. <\/em><\/p>\n<p><em>Zu Correas Zeiten war Steinmeier nie in Ecuador. Warum auch? Er fuhr lieber nach Argentinien und Mexico &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/06\/153852\/steinmeier-lateinamerika-reise\">Au&szlig;enminister Steinmeier bekr&auml;ftigt Allianz mit Neoliberalen in Lateinamerika<\/a>.<\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuerkriminalit&auml;t<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Unt&auml;tigen<\/strong><br>\nSchon 2016 erfuhren die Finanzaufsicht Bafin und das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern aus den USA von einer neuen Masche, mit der B&ouml;rsenh&auml;ndler den Fiskus ausnahmen. Das Finanzministerium aber informierten sie nicht.<br>\nWer glaubte, schon vor Jahren sei endlich Schluss gewesen mit dem Cum-Ex-Steuerraubzug von Banken und B&ouml;rsenh&auml;ndlern, der wurde k&uuml;rzlich eines Besseren belehrt. 2012 hatte die Bundesregierung eine Gesetzesl&uuml;cke geschlossen, die von mutma&szlig;lichen Betr&uuml;gern lange genutzt worden war, um in die Staatskasse zu greifen. Vor einigen Monaten aber kam eine neue Masche ans Licht: Banken in den USA hatten ihren Kunden sogenannte Phantom-Aktien ausgestellt, die offenbar dazu dienten, den ahnungslosen deutschen Fiskus weiter auszunehmen.<br>\nSo war das bis 2012 bereits beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende geschehen. Die Banken und deren Kompagnons hatten sich die auf die Dividenden f&auml;lligen Steuern vom trickreich get&auml;uschten Fiskus mehrmals erstatten lassen. Als dann SZ und WDR Ende 2018 &uuml;ber die neue Masche berichteten, waren Regierung und Beh&ouml;rden alarmiert. Das Bundesfinanzministerium versuchte mit mehreren Erlassen, den Steuerdiebstahl endg&uuml;ltig zu unterbinden; eine Notbremse.<br>\n(&hellip;) ADRs sind Zertifikate, die an amerikanischen B&ouml;rsen gehandelt werden k&ouml;nnen wie normale Aktien; sie m&uuml;ssen mit echten Aktien hinterlegt sein. Die Papiere erm&ouml;glichen es Anlegern in den USA, ausl&auml;ndische Aktien in Dollar zu handeln. Deutsche Konzerne nutzen das gern. Solange alles den Regeln entspricht, erleichtert dies den B&ouml;rsenhandel. Nach Erkenntnissen der US-B&ouml;rsenaufsicht SEC haben Banken in den USA allerdings jahrelang ADRs ausgestellt, f&uuml;r die keine echten Aktien hinterlegt waren. So konnten sich Gesch&auml;ftsleute in Deutschland offenbar Dividendensteuern erstatten lassen, obwohl sie &ndash; mangels echter Aktien &ndash; nie Dividenden erhalten und keinerlei Steuern abgef&uuml;hrt hatten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/phantom-aktien-die-untaetigen-1.4323901\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>CUM-FAKE: Neue Steuertricks mit American Depositary Receipts<\/strong><br>\nEine neue Brosch&uuml;re der Fraktion Die Linke. im Bundestag von Henning Lenz und einem Vorwort von Fabio De Masi<br>\nDie Welt der Steuertricks ist kompliziert, aber profitabel. Bei Cum-Deals mit Wertpapieren wurde mit krimineller Energie die Erstattung von Kapitalertragsteuern erschlichen, f&uuml;r die es keinen Anspruch gibt. Mittlerweile ist auch von Cum-Fake die Rede.<br>\nAuch bei Cum-Fake werden Steuerentlastungen ergaunert. Hierf&uuml;r werden jedoch nicht die eigentlichen Wertpapiere genutzt, sondern sogenannte Pre-Release American Depository Receipts (ADRs), also vorl&auml;ufige Aktienbesitzbescheinigungen.<br>\nDie Cum-Fake Gesch&auml;fte sind Gegenstand dieser Studie. Der Autor Henning Lenz hat viel berufliche Erfahrung in der Finanzwelt gesammelt. Die Publikation erkl&auml;rt im Detail, wie die Cum-Fake Gesch&auml;fte als Cum-Cum-Variante funktionieren, welchen bisher bekannten steuerlichen Schaden sie verursacht haben und welche finanzpolitischen Ma&szlig;nahmen wir ergreifen m&uuml;ssen, um Cum-Fake zu verhindern.<br>\nNachweislich gab es im Zeitraum von 2011-2016 Cum-Cum Gestaltungen mit Pre-Release ADRs, die von der SEC geahndet wurden. Bei Cum-Cum Gesch&auml;ften wird das Pre-Release ADR zum Dividendenstichtag an eine steuerbeg&uuml;nstigte Einheit &uuml;bertragen, die dann beim deutschen Finanzamt einen h&ouml;heren Erstattungsanspruch geltend macht, als beim eigentlichen Besitzer zust&uuml;nde. Details zur Funktionsweise, den Ermittlungen durch die SEC und den hieraus entstandenen Steuerschaden lassen sich der Studie von Henning Lenz entnehmen, die im Februar 2019 von der Fraktion Die Linke. im Bundestag ver&ouml;ffentlicht und &uuml;ber die medial berichtet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/2218.cum-fake-neue-steuertricks-mit-american-depositary-receipts.html\">Fabio De Masi<\/a><\/li>\n<li><strong>EU: Einstimmigkeit in Steuerpolitik &uuml;berwinden<\/strong><br>\n&bdquo;Steueroasen in der EU kosten hunderte Milliarden Euro j&auml;hrlich. Die Bundesregierung sollte sich daher f&uuml;r Mehrheitsentscheidungen in der EU bei grenz&uuml;berschreitenden Aspekten der Unternehmensbesteuerung einsetzen&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die heutigen Beratungen des ECOFIN zum Vorschlag der EU-Kommission, das Einstimmigkeitsprinzip bei Entscheidungen der Mitgliedstaaten in der EU-Steuerpolitik abzuschaffen. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Laut der schwarzen Liste der EU ist man mit null Prozent Unternehmenssteuer nicht automatisch eine Steueroase. In der EU gibt es laut den Kriterien der schwarzen Liste auch keine Steueroasen. Das ist grotesk, aber auch Folge des Einstimmigkeitsprinzips in Steuerfragen, die in den EU-Vertr&auml;gen angelegt ist&hellip;.<br>\nMehrheitsentscheidungen in der Steuerpolitik lie&szlig;en sich auch &uuml;ber Art. 116 AEUV zu Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt erreichen. Die EU m&uuml;sste im Gegenzug jedoch das Wettbewerbsrecht reformieren, um eine aktive staatliche Industriepolitik zu erm&ouml;glichen und abgeh&auml;ngte Regionen &uuml;ber Strukturfonds zu unterst&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfrakthion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eu-einstimmigkeit-in-steuerpolitik-ueberwinden\/\">Die Linke<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Westafrikanische Franc: Frankreich und der unsichtbare Kolonialismus<\/strong><br>\nKolonialismus &ndash; ein Fehler der Vergangenheit? In West- und Zentralafrika setzt Frankreich die Ausbeutung seiner ehemaligen Kolonien fort &ndash; unter anderem &uuml;ber eine W&auml;hrung, die alte Machtverh&auml;ltnisse zementiert und die wirtschaftliche Entwicklung blockiert. Die Folgen: Armut, Konflikte und Migration.<br>\n(&hellip;) Import billiger als Eigenproduktion<br>\nEin Ph&auml;nomen, das sich in weiten Teilen Afrikas beobachten l&auml;sst: Urbane Eliten auf der einen Seite, gro&szlig;e Armut an den Stadtr&auml;ndern und in den l&auml;ndlichen Gebieten auf der anderen. Woher kommt das und warum haben jahrzehntelange Entwicklungshilfe und Milliardenzahlungen den afrikanischen Kontinent nicht aus der Armut holen k&ouml;nnen? Daf&uuml;r gibt es unz&auml;hlige Gr&uuml;nde. Eine der zentralen Ursachen findet sich hier auf dem Markt in Dakar. Auf den Etiketten der Hosen und T-Shirts finden sich gut bekannte Namen und Marken: Zara, H&amp;M, Wrangler und Co. Alles Secondhand.<br>\nIn Westafrika liegen einige der wichtigsten Baumwollanbaugebiete der Welt &ndash; eine eigenst&auml;ndige Textilindustrie gibt es allerdings kaum. Nicht einmal zehn Prozent der Baumwolle werden vor Ort verarbeitet. Im Normalfall ist es billiger, gebrauchte Kleidung aus Europa zu importieren, als sie in Westafrika zu produzieren. Wie ist das m&ouml;glich in einem Teil der Welt, in dem Arbeitskraft kaum etwas kostet?<br>\n(&hellip;) Kolonialmacht Frankreich profitiert bis heute<br>\n&hellip;Handelsvertr&auml;ge, die im Gegenzug f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit unterzeichnet wurden. Bis heute sichert sich Frankreich mit diesen alten Vertr&auml;gen einen bevorzugten Zugang zu den Ressourcen in den ehemaligen Kolonien.<br>\n(&hellip;) Der Franc CFA &ndash; Mittel wirtschaftlicher Ausbeutung<br>\nDoch es sind nicht nur diese alten Vertr&auml;ge, mit denen sich Frankreich weiterhin wirtschaftliche Vorteile und Einfluss in seinen ehemaligen Kolonien sichert. Das eigentliche Kernst&uuml;ck kolonialer Kontinuit&auml;t und finanzieller Kontrolle wird allzu leicht &uuml;bersehen: der Franc CFA; der Franc f&uuml;r die &bdquo;Colonies francaises d&rsquo;afrique&ldquo;, die franz&ouml;sischen Kolonien Afrikas. Eine W&auml;hrung, die von acht westafrikanischen Staaten und sechs Staaten Zentralafrikas verwendet wird. Beide Regionen haben ihre eigene Zentralbank, die W&auml;hrungen sind allerdings beide mit dem gleichen Wechselkurs an den Euro gebunden und insofern austauschbar. Insgesamt nutzen 150 Millionen Menschen den Franc CFA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dieser Aspekt ist in Europa kaum bekannt. Wer an den Euro denkt, denkt nicht an die Bindung des CFA an den Euro.150 Millionen Menschen leben in den 14 L&auml;ndern der Subsahara, die &uuml;ber den CFA an den Euro gebunden und &uuml;ber diesen Transmissionsriemen von Frankreich abh&auml;ngig sind. Die EU selber z&auml;hlt etwa 500 Millionen Einwohner, davon 350 Millionen in der Eurozone. Deshalb hat die franz&ouml;sische Regierung panische Angst vor einer Ausbreitung der Bewegung der Gelbwesten auf ihre Auslandsbesitzt&uuml;mer. Auch dort w&auml;chst die Verarmung der Bev&ouml;lkerung, auch dort sind sie sauer auf die Regierung in Paris und deshalb beginnen auch dort die Unruhen, inspiriert von den Gelbwesten im franz&ouml;sischen Mutterland. Die k&ouml;nnten schnell zu Forderungen nach Losl&ouml;sung der Abh&auml;ngigkeit von franz&ouml;sischem Neokolonialismus mutieren. Und in den Kolonien sind Proteste noch schwieriger unter Kontrolle zu bringen, als in Frankreich selber. <\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/afrika-und-der-cfa-franc-ein-system-freiwilliger-knechtschaft\">Afrika und der CFA-Franc: Ein System &ldquo;freiwilliger Knechtschaft&rdquo;?<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Sowie: <a href=\"http:\/\/austrian-institute.org\/euro-kolonialismus-in-afrika\/\">Euro-Kolonialismus in Afrika: Der unbekannte Skandal, der Millionen in die Emigration zwingt<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bald mehr als zehn Stunden am Tag arbeiten? Unions-Politiker wollen Schutz-Regel kippen<\/strong><br>\nSeit gut 100 Jahren gilt in Deutschland fast durchg&auml;ngig die H&ouml;chstarbeitszeit von zehn Stunden pro Tag. Unions-Politiker wollen sie nun kippen &ndash; wegen &bdquo;Konjunkturrisiken&ldquo;.<br>\nBerlin &ndash; Eine einflussreiche Gruppe in der Union arbeitet offenbar auf das Aus f&uuml;r eine wichtige Regel des Arbeitnehmerschutzes hin: Die Mittelstandsvereinigung von CDU und CSU will am kommenden Montag ein Arbeitspapier verabschieden, das unter anderem die Abschaffung der H&ouml;chstarbeitszeit von zehn Stunden pro Tag f&uuml;r Angestellte vorsieht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus.<br>\nBetreffen soll die Regelung nach dem Wunsch der Mittelstandsvertreter in der Union Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeiter. Als Einschr&auml;nkung soll demnach weiterhin zumindest eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden gelten. Eine regelm&auml;&szlig;ige l&auml;ngere Arbeitszeit pro Woche w&uuml;rde das EU-Recht allerdings ohnehin nicht gestatten. Des Weiteren m&ouml;chte die Gruppierung die Arbeitsst&auml;ttenordnung f&uuml;r Gr&uuml;nder f&uuml;r zwei Jahre aussetzen. Sie soll Besch&auml;ftigte vor Arbeitsunf&auml;llen sch&uuml;tzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/cdu-csu-bald-mehr-als-zehn-stunden-am-tag-arbeiten-unions-politiker-wollen-schutz-regel-kippen-zr-11655834.html?fbclid=IwAR1QPNJwWZYa_NH8JYd5ERSsPMTaU4mpKx4_Zlm6n9kJzSgvH7FhYWY42do\">Merkur.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Postleitzahl entscheidet &uuml;ber Operationen<\/strong><br>\n(&hellip;) Gro&szlig;e Unterschiede im gleichen Land<br>\nEs gibt aber auch innerhalb Deutschlands erstaunliche Unterschiede. In L&uuml;chow-Dannenberg werden vier- bis f&uuml;nfmal mehr Bypass-Operationen vorgenommen als in Nordfriesland, in Jena oder im Schwarzwald. In Ravensburg wird doppelt so oft an der Prostata operiert wie im Allg&auml;u. In Aurich wird die Geb&auml;rmutter nur halb so h&auml;ufig entfernt wie im unmittelbar benachbarten Emsland. Leistenbruchoperationen sind an der Mosel viel h&auml;ufiger als in Regensburg. Am Wurmfortsatz des Blinddarms wird in der Rh&ouml;n viermal &ouml;fter operiert als in Frankfurt am Main. Pro 10&rsquo;000 Kinder werden zwischen 14 und 109 Gaumenmandeln operiert, und in Passau dreimal h&auml;ufiger als in M&uuml;nchen. Pro 10&rsquo;000 Einwohner werden zwischen 73 und 214 k&uuml;nstliche Kniegelenke implantiert, nirgends so h&auml;ufig wie in Bayern.<br>\nDiese Aufz&auml;hlung lie&szlig;e sich noch weiter fortsetzen. Der Grund f&uuml;r diese seltsamen Differenzen kann nicht in unterschiedlichen medizinischen Traditionen liegen, denn das alles spielt sich zur gleichen Zeit im selben Deutschland ab. Auch das Verg&uuml;tungssystem ist &uuml;berall in Deutschland gleich und erkl&auml;rt solche Unterschiede nicht. Es muss also etwas mit speziellen Qualifikationen oder Vorlieben der handelnden &Auml;rzt*innen vor Ort zu tun haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Postleitzahl-entscheidet-uber-Operationen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Endspiel f&uuml;r Assange<\/strong><br>\nDie Regisseurin Angela Richter besuchte den Wikileaks-Gr&uuml;nder in Ecuadors Botschaft in London. Zum letzten Mal, f&uuml;rchtet sie.<br>\nJulian Assange sieht sehr blass aus. &bdquo;Blass&ldquo; trifft es eigentlich nicht ganz, seine Haut sieht pergamenten, fast durchscheinend aus. Er hat seit bald sieben Jahren keine Sonne mehr gesehen. Er sitzt mir gegen&uuml;ber im sogenannten Meeting Room der Ecuadorianischen Botschaft in London, die schlohwei&szlig;en Haare, sein Markenzeichen, sind schulterlang und er tr&auml;gt einen langen Bart. Wir machen Witze dar&uuml;ber, dass er aussieht wie der Weihnachtsmann. Er tr&auml;gt eine dicke Daunenjacke und isst ein St&uuml;ck von dem Sushi, das ich zum Mittagessen mitgebracht habe. Es ist kalt in dem Raum und ich bereue, dass ich meinen Wintermantel am Empfang abgegeben habe.<br>\nEs ist kurz vor Weihnachten, und Julian Assange hat gerade die wahrscheinlich schlimmste Zeit seines Aufenthaltes in der Botschaft hinter sich. Seit M&auml;rz 2018 war er praktisch in Isolation, kein Telefon, kein Internet und keine Besuche. Vor allem das Internetverbot muss f&uuml;r ihn schwierig sein, es war bisher nicht nur sein Arbeitsfeld, sondern sein einziger Zugang zur Welt. [&hellip;]<br>\nAm Ende sind es doch vier Stunden, die ich da bin. Als ich mich verabschiede, umarmen wir uns fest, es k&ouml;nnte das letzte Mal sein, dass wir uns sehen. Drau&szlig;en unterhalte ich mich noch mit einigen Unterst&uuml;tzern, die mit selbstgemalten Transparenten und angez&uuml;ndeten Kerzen vor der Botschaft kampieren, sie halten seit Jahren durch, was ich bewundernswert finde.<br>\nAm 21. Dezember, drei Tage nach meinem Besuch in der Botschaft, ver&ouml;ffentlicht Wikileaks eine Einkaufsliste: 16.000 Beschaffungsauftr&auml;ge von US-Botschaften auf der ganzen Welt, unter anderem f&uuml;r Spionageger&auml;te. Julian Assange ist wieder online. Am gleichen Tag wiederholen die UN-Menschenrechtsexperten der &bdquo;Working Group on Arbitrary Detention&ldquo; (WGAD) ihre Forderung von 2015, dass Gro&szlig;britannien seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen und den Wikileaks-Gr&uuml;nder sofort aus der ecuadorianischen Botschaft in die Freiheit entlassen soll. M&ouml;glich w&auml;re dies, indem ihm freies Geleit garantiert wird, oder wenigstens, dass er nicht in die USA ausgeliefert wird, nach einer m&ouml;glichen kurzen Haft in Gro&szlig;britannien.<br>\nAssanges Schicksal liegt also in den H&auml;nden des Vereinigten K&ouml;nigreichs, es k&ouml;nnte diese himmelschreiende Situation leicht beenden, was es bisher aber verweigert. Und Europa schweigt dazu. Was muss noch passieren, damit sich das &auml;ndert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/endspiel-fuer-assange?fbclid=IwAR0Y-tUIg1c6wD8DrdUon8tS-NIW4JXHVWNXCZYSPCRCXrg0yuGim2emBdU\">Angela Richter im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Eine absurde Strategie&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wird immer teurer. Das ist weder sicherheitspolitisch noch haush&auml;lterisch zu verantworten, sagt Matthias H&ouml;hn<br>\n(&hellip;) Welchen Fragen wird der Untersuchungsausschuss nachgehen?<br>\nDer Bundesrechnungshof hat nicht umsonst darauf hingewiesen, dass es hier um die Unabh&auml;ngigkeit des Staates geht. Wir m&uuml;ssen uns mit der Frage besch&auml;ftigen, welche Rolle externe Berater in der Bundeswehr spielen und wie sie die Abl&auml;ufe im Verteidigungsministerium und in den jeweiligen Beh&ouml;rden beeinflussen. Das ist die politische Dimension. Bei der Auftragsvergabe wurden massiv Regeln verletzt, das wird ein zentrales Thema f&uuml;r uns sein. Und es geht darum, zu kl&auml;ren, inwiefern ein materieller Schaden f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand entstanden ist&hellip;<br>\n(&hellip;) Auslandseins&auml;tze und R&uuml;ckbesinnung auf die Landes- und B&uuml;ndnisverteidigung, das ist die Agenda f&uuml;r die Bundeswehr.<br>\nEs wirft ein Licht auf das aktuelle Verst&auml;ndnis deutscher Au&szlig;enpolitik, das gerne mit der Formulierung verbunden wird, man m&uuml;sse mehr Verantwortung &uuml;bernehmen, und dabei geht es fast immer um mehr milit&auml;rische Verantwortung. Wie unsinnig das ist, zeigt der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr &ndash; seit 18 Jahren. Was die B&uuml;ndnis- und Landesverteidigung betrifft, da geh&ouml;rt Ursula von der Leyen gemeinsam mit den B&uuml;ndnispartnern der NATO zu denjenigen, die die Konfrontationspolitik innerhalb Europas vorantreiben. Ende vorigen Jahres hatten wir in Norwegen mit 40.000 Soldaten die gr&ouml;&szlig;te NATO-&Uuml;bung seit Jahrzehnten, um Russland abzuschrecken.<br>\nRussland hatte kurz zuvor auch ein gro&szlig;es Man&ouml;ver abgehalten.<br>\nDas stimmt. Und das ist genauso falsch. Ich bin der festen &Uuml;berzeugung, dass wir aus dieser Konfrontationssituation nicht mit wechselseitigen Provokationen herauskommen, stattdessen m&uuml;ssen wir uns auf die Entspannungspolitik zur&uuml;ckbesinnen.<br>\nBewaffnete Drohnen sind auch ein Teil der Aufr&uuml;stungsspirale.<br>\nDer Einsatz bewaffneter Drohnen, der weltweit stattfindet, steht in einem massiven Widerspruch zu v&ouml;lkerrechtlichen Regelungen. Was wir brauchen, ist dar&uuml;ber hinaus eine internationale Verst&auml;ndigung &uuml;ber die &Auml;chtung autonomer Waffensysteme, die steht bis heute aus. Stattdessen erleben wir, dass Vertr&auml;ge im R&uuml;stungs- und im R&uuml;stungskontrollbereich fallen gelassen werden und neue Regelungen kaum hinzukommen.<br>\nEin Beispiel ist der INF-Vertrag. Wie bewerten Sie die Reaktionen der Bundesregierung?<br>\nAbsolut unzureichend. F&auml;llt der INF-Vertrag, w&auml;re das eine massive Verschlechterung der Sicherheit in Europa. Und es zeigt sich, wie grotesk es ist, dass sich die Bundesregierung bis heute weigert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Die EU muss alles tun, um den INF-Vertrag zwischen den USA und Russland doch noch zu erhalten. Und die EU sollte parallel Verhandlungen mit Russland aufnehmen &uuml;ber ein atomwaffenfreies Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martina-mescher\/eine-absurde-strategie\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NSU 2.0: Braune Reviere, braune Kasernen?<\/strong><br>\nDer Nationalsozialistische Untergrund ist &ndash; zumindest dem Namen nach &ndash; zur&uuml;ck. Allerdings versteckt er sich dieses Mal nicht in einem Wohnmobil in Zwickau, sondern mutma&szlig;lich in den Revieren der hessischen Polizei.<br>\nMitte Dezember wurde bekannt, dass die Frankfurter Rechtsanw&auml;ltin Seda Basay-Yildiz bereits im August ein Fax erhalten hatte: &bdquo;Miese T&uuml;rkensau!&ldquo;, hei&szlig;t es darin&hellip;<br>\nDie T&auml;ter sto&szlig;en sich offenkundig daran, dass Basay-Yildiz vor Gericht sogenannte islamistische Gef&auml;hrder sowie eine der Opferfamilien im NSU-Prozess vertreten hat. Und sie f&uuml;hlen sich, trotz laufender Ermittlungen, augenscheinlich weiterhin sicher: Nur wenige Tage vor Weihnachten erhielt Basay-Yildiz ein weiteres Drohschreiben, das ebenfalls mit &bdquo;NSU 2.0&ldquo; unterschrieben ist.<br>\nDie Ermittlungen f&uuml;hrten geradewegs ins 1. Frankfurter Polizeirevier. Dort waren, nur wenige Tage vor dem ersten Faxversand, von einem Dienstcomputer aus die Melderegistereintr&auml;ge der Anw&auml;ltin abgerufen worden &ndash; ohne nachvollziehbaren Grund.<br>\n(&hellip;) Schattenarmee in der Bundeswehr<br>\nWer all diese rechtsextremen Umtriebe f&uuml;r Einzelf&auml;lle h&auml;lt, wird sp&auml;testens mit den j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen &uuml;ber ein Untergrundnetzwerk in der Bundeswehr &ndash; dem auch Polizeibeamte angeh&ouml;ren &ndash; eines Besseren belehrt.<br>\nReporter der Tageszeitung &bdquo;taz&ldquo; deckten vor wenigen Wochen ein Geflecht aktiver und ehemaliger Soldaten auf, die einen Staat im Staate errichten. Diese planen offenbar am &bdquo;Tag X&ldquo;, &bdquo;Politiker und Menschen aus dem linken Spektrum festzusetzen oder zu liquidieren&ldquo;. Zu den Feinden der &bdquo;Schattenarmee&ldquo; z&auml;hlt auch die aktuelle Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/februar\/nsu-2.0-braune-reviere-braune-kasernen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Ganze erinnert verd&auml;chtig an die (ehemaligen?) Geheimarmeen der NATO in Europa. Stichwort Gladio. Inwieweit die USA auch jetzt wiederum die Finger im Spiel hat sollte unbedingt gekl&auml;rt werden. Beim Aufbau faschistischer Truppen haben die USA ja weltweit einschl&auml;gige Erfahrung. Sind es hier Einzelerscheinungen?  Und wenn nicht: von wem werden diese Strukturen gef&uuml;hrt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &Ouml;ffentlicher Dienst: Seehofer l&auml;sst Beamte &uuml;berpr&uuml;fen<\/strong><br>\nDas Bundesinnenministerium pr&uuml;ft derzeit Beamte und Angestellte im &ouml;ffentlichen Dienst auf politische Zuverl&auml;ssigkeit. Minister Seehofer betont, es w&uuml;rden politische Aktivit&auml;ten rechts- wie links-au&szlig;en untersucht.<br>\n(&hellip;) Eine Recherche der Funke-Zeitungen ergab, dass unter den 281 Abgeordneten der AfD im Bundestag und in den Landesparlamenten derzeit mindestens 46 Beamte sind, darunter einige Pension&auml;re&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/inland\/seehofer-ueberpruefung-beamte-afd-aktivitaet-100.html?fbclid=IwAR1SGfuR_pmG6EAptr_6cOHQhwQNfFbDuthLlCwR8PjVBPpJOubX4ZWlJE0\">MDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bahn frei f&uuml;r die Bundeswehr<\/strong><br>\nDer Rahmenfrachtvertrag f&uuml;r internationalen Schienentransport zwischen Bahn und Bundeswehr<br>\nUnter deutscher Schirmherrschaft sollen 2019 knapp 10.000 NATO-Soldaten und Tausende (gepanzerte) Fahrzeuge ins Baltikum verlegt werden &ndash; ein gro&szlig;er Teil auf der Schiene. Weit &uuml;ber tausend Z&uuml;ge mit Kriegsmaterial k&ouml;nnte so von Deutschland aus an die russische Grenze rollen, wodurch das Risiko einer milit&auml;rischen Konfrontation mit Russland w&auml;chst weiter.<br>\nSeit 1. Januar 2019 f&uuml;hrt die Bundeswehr f&uuml;r einen Zeitraum von zw&ouml;lf Monaten die &bdquo;Speerspitze&ldquo; der NATO im Baltikum. Zeitgleich trat ohne gr&ouml;&szlig;ere &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit ein Vertrag in Kraft, der deutlich macht, mit welcher Entschlossenheit die NATO-Staaten und die Bundesregierung Vorbereitungen f&uuml;r eine kriegerische Konfrontation mit Russland treffen. Erstmals sichert sich die Bundeswehr bei der Deutschen Bahn Transportkapazit&auml;ten f&uuml;r Panzer und andere R&uuml;stungsg&uuml;ter bis an die Grenze Russlands. Es geht dabei nicht um einzelne Wagen, die an G&uuml;terz&uuml;ge angeh&auml;ngt werden, sondern um vollst&auml;ndige Z&uuml;ge, von denen im Verlauf des Jahres 2019 weit &uuml;ber tausend Richtung Osten rollen k&ouml;nnten. Zu den &bdquo;Highlights&ldquo; des mit fast 100 Millionen Euro dotierten Vertrags zwischen Bahn und Bundeswehr geh&ouml;ren u.a. die zus&auml;tzliche Vorhaltung von 300 Waggons und Lokomotiven mit dem Potenzial f&uuml;r &uuml;ber 1.300 j&auml;hrliche Transporte sowie die Umkehrung der &bdquo;Vorfahrt-Regel&ldquo;: K&uuml;nftig soll Milit&auml;rtransporten erstmals gegen&uuml;ber dem zivilen Personenverkehr Priorit&auml;t einger&auml;umt werden. Zivile Bahnkunden k&ouml;nnen sich in diesem Kontext also m&ouml;glicherweise auf noch mehr Versp&auml;tungen als bisher einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-02-10\/bahn-frei-fuer-die-bundeswehr\/\">Justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r diesen Prozess wurden alle geltenden Regeln ver&auml;ndert<\/strong><br>\nBeginn des Gerichtsverfahrens zum katalanischen Unabh&auml;ngigkeitsprozess. Auf dem Spiel steht auch: der spanische Nationalismus, die Regierung und die Glaubw&uuml;rdigkeit Europas<br>\n(&hellip;) &ldquo;Prozess dem proc&eacute;s&rdquo;<br>\nBeim Verfahren gegen die 12 Katalanen wird unter anderem von einem &ldquo;historischen Prozess&rdquo; oder vom &ldquo;bedeutsamsten Prozess&rdquo; seit dem Ende der Franco-Diktatur gesprochen. Dabei geht es um den Versuch, dem &ldquo;proc&eacute;s&rdquo; &ndash; wie der Unabh&auml;ngigkeitsprozess genannt wird -, nun den Prozess zu machen.<br>\n(&hellip;) Der Ermittlungsrichter Pablo Llarena<br>\nUnd da es auch im heutigen Spanien kein Delikt ist, &ldquo;wenn ein Regionalparlament die Abtrennung oder die Unabh&auml;ngigkeit seines Territoriums erkl&auml;rt&rdquo;, wie der ehemalige Richter am Obersten Gerichtshof Adolfo Prego noch einmal unterstrichen hat, wurde eine Rebellion und ein Aufruhr erfunden.<br>\nVerantwortlich war daf&uuml;r der Ermittlungsrichter Pablo Llarena, der sich mit dem M&auml;rchen &uuml;berall in Europa eine blutige Nase geholt hat. Es ist einer der Richter, die aus politischen Gr&uuml;nden auf hohe Posten gehoben worden, wie auch der Europarat immer wieder kritisiert, dessen Kritik seit Jahren ignoriert wird.<br>\nEckart Leiser, Dozent an der Freien Universit&auml;t Berlin, hat am Beispiel Llarenas aufgezeigt, wie dieser Richter &ldquo;ohne R&uuml;cksicht auf die geltenden Rechtsvorschriften&rdquo; unter &ldquo;Missachtung der Prinzipien&rdquo; mit &ldquo;ad-hoc erfundenen&rdquo; Kriterien in den &ldquo;Kriegsvorbereitungen&rdquo; gegen die Katalanen auf diesen Posten gehoben wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fuer-diesen-Prozess-wurden-alle-geltenden-Regeln-veraendert-4305096.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Brasilianische Justiz in Spanien. Oder spanische Justiz in Brasilen? Rechtsbeugung auf jeden Fall.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&uuml;r Artenschutz in Bayern: Sieg f&uuml;r die Bienen-Sch&uuml;tzer<\/strong><br>\nJetzt muss Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der reagieren: Das Volksbegehren unter dem Motto &ldquo;Rettet die Bienen&rdquo; zum Schutz der Artenvielfalt in Bayern hat die erforderliche Zahl an Unterschriften erreicht.<br>\nDas Volksbegehren zur Bewahrung der Artenvielfalt hat in Bayern nach Angaben der Initiatoren vorzeitig eine entscheidende H&uuml;rde genommen. Bis Dienstagmittag h&auml;tten sich mehr als eine Million Menschen in Unterschriftenlisten eingetragen, hie&szlig; es aus Kreisen der Initiatoren des Volksbegehrens &ldquo;Rettet die Bienen&rdquo;,darunter auch der Bund Naturschutz und der Landesbund f&uuml;r Vogelschutz&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bayern-bienen-volksbegehren-erfolgreich-a-1252932.html\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Miese TV-Programme f&uuml;r Kinder<\/strong><br>\nEs gibt zwar vier Fernsehsender f&uuml;r Kinder und Jugendliche, doch vielfach mangelt es an Qualit&auml;t und Vielfalt. Das hat Gr&uuml;nde.<br>\nFast siebeneinhalb Millionen Kinder im Alter von 3 bis 13 Jahren leben aktuell in Deutschland. Eine gro&szlig;e Zielgruppe f&uuml;r TV-Strateg*innen. Und tats&auml;chlich bieten inzwischen vier Sender Programme nur f&uuml;r die j&uuml;ngsten Zuschauer an. Aber die kritischen Stimmen bem&auml;ngeln, dort sei zu wenig Anspruchsvolles zu sehen &ndash; und es herrsche zu wenig Vielfalt.<br>\n&bdquo;Mit der Einf&uuml;hrung des Kika sind in der ARD und auch bei den Dritten die Programmpl&auml;tze immer weniger geworden&ldquo;, sagt Gabriele Walther, Produzentin bei Caligari Film in M&uuml;nchen. &bdquo;Es gab einen enormen R&uuml;ckgang.&ldquo; Dabei sei das Kinderfernsehen ein ganz eigener Kosmos: &bdquo;Bis 13 Jahre hat man alle zwei Jahre noch mal eine eigene Zielgruppe, die ihre eigene Unterhaltung, ihre eigene Fiktion, ihre eigene Information ben&ouml;tigt.&ldquo; Alle Genres des &bdquo;gro&szlig;en Fernsehens&ldquo; w&uuml;rden hier noch einmal gespiegelt. &hellip; Das daf&uuml;r notwendige Geld wird bei den aktuellen Verteilungsk&auml;mpfen jedoch immer knapper. Beim ZDF beispielsweise habe man versucht die Budgets zu halten, aber sie sind seit 1998 auch kaum gestiegen, sagt Eva Radlicki. &hellip; Verbl&uuml;ffend auch, dass so gut wie keine Studien zur Entwicklung der Sendepl&auml;tze und Budgets existieren. &hellip; Beim ZDF findet man immerhin Hinweise zur Budgetverteilung. F&uuml;r den &bdquo;Beschaffungsaufwand f&uuml;r Auftrags- und Koproduktionen laut Programmleistungsplan 2019&ldquo; veranschlagt das ZDF f&uuml;r alle Genres und Sender, an denen es beteiligt ist, 82 Millionen Euro Gesamtbudget. Davon gehen etwas &uuml;ber 7,5 Millionen Euro an den Kika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Miese-TV-Programme-fuer-Kinder\/!5569174\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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