{"id":49273,"date":"2019-02-13T10:21:53","date_gmt":"2019-02-13T09:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49273"},"modified":"2019-02-13T14:23:59","modified_gmt":"2019-02-13T13:23:59","slug":"leserbriefe-zu-europa-sicherheitspolitik-und-medialer-darstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49273","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Europa, Sicherheitspolitik, und medialer Darstellung"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen erreichten uns zu diesen Themen einige interessante Leserbriefe mit teilweise sehr ausf&uuml;hrlichen &Uuml;berlegungen.  Einen Teil davon ver&ouml;ffentlichen wir hier nun und hoffen, dass diese Leserbriefe und die weiterf&uuml;hrenden Links einmal mehr ein weiterer Baustein f&uuml;r die Meinungsbildung und Information unserer Leser sein werden. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Der &bdquo;Aachener Vertrag&ldquo;: Militarismus oder &bdquo;Emanzipation&ldquo;?<br>\n24. Januar 2019  Ein Artikel von: Tobias Riegel<\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>zu dem oben genannten Artikel folgende Bemerkungen:<\/p><p>Es ist sicher notwendig, dass sich die EU aus der Abh&auml;ngigkeit der USA befreit und das in jeglicher Hinsicht, politisch, &ouml;konomisch und milit&auml;risch.<\/p><p>Ich denke, dass sich die &Ouml;konomie der USA im Niedergang befindet und kaum eine Chance hat, wieder zu der f&uuml;hrenden &Ouml;konomie zu werden. Daraus ergeben sich gro&szlig;e Probleme f&uuml;r die innenpolitische Situation in den USA, da die Verarmung der Bev&ouml;lkerung schnell voranschreiten wird. Die Folgen werden die USA auf den restlichen Teil der Welt, vor allem aber auf Europa, abw&auml;lzen wollen. Trump wird mit allen Mitteln darauf dringen, dass die EU-Staaten ihre 2%-Verpflichtung erf&uuml;llen, was die Milit&auml;rausgaben angeht. Dabei wird er fordern, dass amerikanische Waffen gekauft werden, denn er muss seinem Milit&auml;risch-Industriellen Komplex Auftr&auml;ge verschaffen, da dieser &uuml;ber 50 % des BIP der USA erarbeitet. <\/p><p>Die EU wird aufr&uuml;sten m&uuml;ssen, um den &ldquo;Schutz&rdquo; der USA zu erhalten, den sie aber gegen&uuml;ber Russland, dem erkl&auml;rten Hauptfeind, gar nicht mehr leisten kann. Russland hat es, Dank Putin, geschafft, auf vielen milit&auml;rischen Gebieten bessere und schlagkr&auml;ftigere Waffen zu entwickeln, als die USA und der Rest der Welt  und sind heute durch die USA milit&auml;risch kaum noch zu besiegen. Die USA haben in den letzten 20 Jahre wesentliche Fehler in der strategischen Planung zugelassen und sich fast nur auf regionale Konflikte mit technologisch weit unterlegenen Gegnern konzentriert, was sich vor allem in dem &uuml;berproportionalen Ausbau ihrer Flugzeugtr&auml;gerflotte wieder spiegelt, die in einem globalen Konflikt &ldquo;schwimmende Metalls&auml;rge f&uuml;r einige tausend Amerikaner&rdquo; sind, wie es in russischen Medien gern ausgedr&uuml;ckt wird.<\/p><p>Auch ihre einseitige Ausrichtung auf die Stealth-Technologie bei den Jagd- und Bombenfliegerkr&auml;ften, die Vernachl&auml;ssigung der Entwicklung von Hyperschallflugk&ouml;rpern und die fast v&ouml;llige Vernachl&auml;ssigung des Funkelektronischen Kampfes sind f&uuml;r sie eine absolute Katastrophe.<\/p><p>Die Politik der unsymmetrischen Antworten Putins auf die Erh&ouml;hung der Bedrohung Russlands durch die USA und die NATO sind ein voller Erfolg und hat es m&ouml;glich gemacht, mit etwa einem Zw&ouml;lftel des R&uuml;stungshaushalts der USA Russland milit&auml;risch gegen die USA und die NATO abzusichern. Die Eins&auml;tze der russischen Waffen in Syrien haben deren hohe Schlagkraft und Effektivit&auml;t so deutlich gemacht, dass jetzt auch Verb&uuml;ndete der USA diese Waffen kaufen wollen, was die weitere Produktion von Waffen in Russland weiter verbilligt und Russland, wie schon angek&uuml;ndigt, seine Milit&auml;rausgaben weiter senken kann, ganz im Gegensatz zur USA, die, um nicht weiter an Boden zu verlieren, ganz gewaltig in die Nachr&uuml;stung investieren m&uuml;ssen. Dazu werden sie aber die Europ&auml;er mit in`s Boot holen m&uuml;ssen, da die jetzige Steigerung der Milit&auml;rausgaben gerade einmal ausreicht, um ihre alte Technik einsatzbereit zu halten.<\/p><p>Zu dem neu angek&uuml;ndigten &ldquo;Sternenkriegsprogramm&rdquo; Trumps haben sie noch nicht einen Dollar im Staatshaushalt geplant. Den USA bleiben also nur die M&ouml;glichkeit die Europ&auml;er und weitere Verb&uuml;ndete zur Kasse zu bitten oder neue regionale Konflikte als Stellvertreterkriege anzuzetteln, um dann der &ldquo;demokratischen und freiheitlichen Seite&rdquo; Waffen zu verkaufen. <\/p><p>Das g&uuml;nstigste Szenario w&auml;re f&uuml;r die USA, Europa in einen Krieg mit Russland zu hetzen, damit sich beide Konkurrenten gegenseitig auf ihren Territorien vernichten und die USA daf&uuml;r und danach gro&szlig;z&uuml;gig Milit&auml;r- und Aufbauhilfte leisten k&ouml;nnen, wie sie es w&auml;hrend und nach den beiden Weltkriegen schon zweimal so erfolgreich getan haben. <\/p><p>Vielleicht w&auml;re es f&uuml;r Europa sicherer und logischer, sich mit Russland zu verb&uuml;nden, denn davor haben die Eliten der USA die gr&ouml;&szlig;te Angst.<\/p><p>Man sollte ernsthaft dar&uuml;ber nachdenken, denn in der gro&szlig;en Weltpolitik kennt man letzten Endes keine Partner sondern nur Konkurrenten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nund<br>\nWEITER SO!<\/p><p>Harald M&uuml;nch<br>\n15749 Mittenwalde<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>das Thema &ldquo;Europa&rdquo; l&auml;sst im Moment anscheinend kaum jemanden kalt, auch mich nicht. Ich m&ouml;chte Ihnen, auch in Reaktion auf Ihre j&uuml;ngsten Blogposts dazu, einige Zweifel und Sorgen mitteilen, die mir schon eine Weile im Kopf herumschwirren und die t&auml;glich neue Nahrung bekommen.<\/p><p>Vorab m&ouml;chte ich nicht vergessen, wie begeistert ich davon bin, wie sich die NDS entwickelt hat.  Das neue Design ist sch&ouml;n und praktisch, aber ich habe vor Allem den Eindruck, dass Sie auch inhaltlich in den letzten Monaten noch eine Schippe draufgelegt haben.  Jedenfalls war ich &uuml;ber manche Beitr&auml;ge, bspw.  die zwei Teile von Winfried Wolf zur Novemberrevolution, richtig begeistert.<\/p><p>OK: fangen wir heute an: die tagesschau meldet gerade, dass das Europaparlament &ldquo;vorgeprescht&rdquo; ist und Herrn Guaid&oacute; als Pr&auml;sidenten Venezuelas <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europaparlament-guaido-101.html\">anerkannt hat<\/a>.<\/p><p>Das ist ja kein Ausrutscher, sondern entspricht nur dem, was die Au&szlig;enminister Deutschlands, Frankreichs und Spaniens (der alten Kolonialmacht Venezuelas) angedroht haben. Es erh&ouml;ht nat&uuml;rlich den Druck auf die z&ouml;gerlichen Regierungen in der EU. Aber es spricht eben auch B&auml;nde &uuml;ber das Selbstverst&auml;ndnis der Abgeordneten und der Institution Europarlament &ndash; als quasi demokratisches Feigenblatt &uuml;ber den offenen V&ouml;lkerrechtsbruch der Missachtung der legitimen Regierung eines UN-Mitgliedslandes.  Hier ist man nat&uuml;rlich Wiederholungst&auml;ter (ich denke da an Jugoslawien im Kosovokrieg, die Ukraine und Syrien) und demonstriert nichts anderes als blanken Neokolonialismus.<\/p><p>Tobias Riegel hat v&ouml;llig Recht damit, in seiner Diskussion des n&auml;chsten (wievielten eigentlich?) verzweifelten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48902\">Intellektuellenaufrufs zur Rettung Europas<\/a> die Blindheit f&uuml;r die soziale Frage zu kritisieren.  Auf einem zweiten Auge, das die aggressive Au&szlig;enpolitik und neuerdings die massive Militarisierung der EU betrifft, sind die sch&ouml;ngeistigen Parteig&auml;nger der EU aber genauso blind.  (siehe dazu <a href=\"https:\/\/www.jonathan-cook.net\/blog\/2019-01-27\/a-liberal-elite-still-pushing-us-towards-the-abyss\/\">ein im Tenor &auml;hnlicher Beitrag von Jonathan Cook<\/a>).<\/p><p>Das ist eigentlich noch gef&auml;hrlicher, da es dabei akut um Leben und Tod geht.  Es relativiert auch die romantische Idee von der EU als friedensstiftendem Projekt, da in ihrem Rahmen die Konflikte zwischen Deutschland und Frankreich befriedet wurden.  Tats&auml;chlich ist die Au&szlig;enpolitik der beiden Staaten schon wieder fast so aggressiv wie zu ihren finsteren Zeiten im 20.  Jahrhundert, nur dass sie nicht mehr aufeinander schie&szlig;en, sondern sich zusammengetan haben, um ihre Aggressionen gemeinsam auf Dritte loszulassen, mit der EU im Schlepptau.<\/p><p>Wer glaubt, dass die EU in diesen Fragen nur als Lakai der USA agiert und ohne die NATO-Bindung ein Hort des Friedens w&auml;re, &uuml;bersieht die enormen aggressiven Impulse, die mit dem neoliberalen Projekt EU einhergehen &ndash; nach Au&szlig;en in Form von Militarisierung, Ellbogendiplomatie und neokolonialen Freihandelsabkommen; nach Innen als Zerst&ouml;rung des &ouml;ffentlichen Sektors, ja ganzer Volkswirtschaften wie in Griechenland.<\/p><p>Auf Telepolis erschien heute ein Beitrag, der das romantische Bild von der EU als edlem Werte- und Friedensprojekt <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Europa-als-Wille-und-Vorstellung-4292998.html\">aus historischer Perspektive zurechtr&uuml;ckt<\/a>.<\/p><p>Ich bin auch regelm&auml;&szlig;iger Makroskop-Leser, und auch dort tobt die Diskussion um die richtige Haltung zur EU, hier vor Allem anhand der volkswirtschaftlichen Vor- und Nachteile des Brexit (sie bspw. <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/01\/holzbein-statt-prothese\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/01\/der-brexit-und-das-ende-der-welt\/\">hier<\/a>).  Beide Seiten werfen sich &uuml;brigens gegenseitig vor, Illusionen anzuh&auml;ngen.  Das f&uuml;r sich ist schon ein aufschlussreicher Aspekt.<\/p><p>Heute erschien dort eine Besprechung eines neuen Buchs von Costas Lapavitsas (<a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/01\/radikaldemokratisches-programm-des-bruchs\/\">The Left Case against the EU<\/a>).<\/p><p>Der Tenor wird vom Rezensenten Wilhelm Langthaler wie folgt zusammengefasst:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Seine Schlussfolgerungen: Die Euro-Krise werde einerseits daf&uuml;r genutzt, das supranationale Institutionengeb&auml;ude im Dienst des Kapitals unter deutscher Hegemonie massiv auszubauen, &bdquo;befreit&ldquo; von jeder demokratischen Kontrolle.  S&auml;mtliche sozialen und politischen Errungenschaften w&uuml;rden so systematisch ausgeh&ouml;hlt.  Andererseits h&auml;tten die Eliten und die gleichen Institutionen einen starken Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust erlitten.  Genauso wie &uuml;brigens die Linke, die dem kontrafaktischen (Alb)traum nachlaufe, die Br&uuml;sseler Institutionen progressiv wenden zu k&ouml;nnen.  Dabei m&uuml;sste das griechische Debakel allen vor Augen gef&uuml;hrt haben, dass die soziale Reform der EU unm&ouml;glich ist.<\/p>\n<p>In der arbeitenden Bev&ouml;lkerung sei so ein politisches Vakuum entstanden.<br>\nDer Wunsch, den sozialen Niedergang zu stoppen und die verlorene Demokratie wiederzugewinnen, &auml;u&szlig;ere sich im Ruf nach Souver&auml;nit&auml;t.  Die Rechte versuche, in ehemals linkes Terrain mit autorit&auml;ren und chauvinistischen Losungen vorzusto&szlig;en.  Um Tritt zu fassen und als Opposition zum Neoliberalismus wieder Glaubw&uuml;rdigkeit zu gewinnen, m&uuml;sse die Linke zum Bruch mit den neoliberalen Institutionen bereit sein.<\/p>\n<p>Genauer, zu einem radikaldemokratischen Programm des Bruchs, das nach dem Austritt aus der EU ein Ende der Austerit&auml;t, mehr Verteilungsgerechtigkeit, massive &ouml;ffentliche Investitionen, eine aktive Industriepolitik, sowie die &ouml;ffentliche Kontrolle &uuml;ber Banken, Schl&uuml;sselindustrien und -ressourcen umfassen m&uuml;sse.  Weil es keinen europ&auml;ischen Demos gibt, k&ouml;nne sich dieses Projekt der Volkssouver&auml;nit&auml;t nur auf die Nationalstaaten beziehen.  Die Beendigung des neoliberalen Binnenmarkts sei daher ohne einen Austritt nicht zu haben.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das Beispiel Griechenland scheint mir sehr wichtig zu sein.  Ich fand die erbarmungslose Kritik aus der Linken an Alexis Tsipras seit dem Einknicken seiner Regierung vor der Troika immer ein bisschen zu wohlfeil.  Sie bef&ouml;rdert, indem man das Scheitern der progressiven Syriza-Regierung in ein pers&ouml;nliches Scheitern von Tsipras umdeutet, unter Umst&auml;nden eben auch Illusionen &uuml;ber die Reformierbarkeit der EU: an der Aufgabe, in dieser Situation im Rahmen dieser EU und Eurozone eine progressive Politik f&uuml;r Griechenland durchzusetzen, w&auml;re jeder gescheitert.  Beschimpfen Linke Tsipras, dann beschimpfen sie ihr Spiegelbild, weil sie nicht ertragen, was sie da sehen, und nicht von ihren Illusionen lassen wollen.<\/p><p>So, und jetzt zu meiner ganz praktischen Frage.  Im Mai wird das Europaparlament neu gew&auml;hlt, das machtlose pseudodemokratische Feigenblatt f&uuml;r das neoliberale EU-Regime.  Jenes Parlament, das Beschl&uuml;sse wie den von heute zustandebringt, die jeden Respekt vor dem V&ouml;lkerrecht vermissen lassen.<\/p><p>Soll ich mich an dieser Wahl beteiligen? Im Moment tendiere ich zu einem deutlichen NEIN. Wohlwissend, dass das erst mal gar nichts &auml;ndert. Aber dieser Laden delegitimiert sich selbst, durch seine halbgaren Einflussm&ouml;glichkeiten genauso wie durch seine katastrophalen Beschl&uuml;sse. Ob es in diesem Parlament eine starke linke Fraktion gibt oder nicht, ist vor dem Hintergrund der institutionell bedingten Unm&ouml;glichkeit progressiver Regierung im Rahmen der EU ja total egal.<\/p><p>Tats&auml;chlich glaube ich, dass im Hinblick auf diese Wahl eine offensive Boykottkampagne das sinnvollste Zeichen w&auml;re.<\/p><p>Was es jetzt eigentlich br&auml;uchte, wenn wir von Europa reden &ndash; abgesehen von Gelbwesten in allen EU-Staaten: eine radikale europ&auml;ische Friedensbewegung, die den Zauberlehrlingen, die die EU f&uuml;hren, in den Arm f&auml;llt.  Aber auch so etwas ist f&uuml;r mich nicht erkennbar.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRalf Vogel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Leserinnen und Leser zur Information<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.kein-militaer-mehr.de\/10\/aktuelles.html\">kein-militaer-mehr.de<\/a><br>\n07.02.2019<br>\nGedanken zum Aufruf: Rettet das Friedensprojekt Europa!<br>\n(<a href=\"http:\/\/www.rettetdasfriedensprojekt.eu\">rettetdasfriedensprojekt.eu<\/a>)<\/p><p>Wie soll man die Versicherungen von Nato-Generalsekret&auml;r Stoltenberg und Au&szlig;enminister Maas im Fernsehen nennen, dass es nach der K&uuml;ndigung des INF-Vertrages keine neuen Raketenstationierungen in Europa oder Deutschland geben wird? Obwohl der Antrag Russlands in der UNO am 21. 12. 2018 den INF-Vertrag beizubehalten von NATO und EU abgelehnt wurden. Den beiden Hauptverantwortlichen an der &ldquo;Nato-Osterweiterung&rdquo; und der Konfrontationspolitik gegen Russland ist offenbar jedes Mittel recht, um die Bev&ouml;lkerungen Deutschlands und der EU &uuml;ber die Risiken dieser Politik im Unklaren zu lassen.<\/p><p>Jede Fortsetzung dieser Politik wird Europa wird zum Pulverfass machen. &ndash; Und der einzige Weg f&uuml;r Deutschland das noch zu verhindern ist die Nato und alle weiteren Milit&auml;rb&uuml;ndnisse zu verlassen und die Friedensgel&ouml;bnisse nach 1945 zu realisieren!<\/p><p>Gru&szlig; Thomas<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Verehrte Damen und Herren,<\/p><p>ich wollte Sie gern auf eine &ndash; leider schon &uuml;bliche &ndash; Manipulation in der heutigen Tagesschau (gegen 7:00 w&auml;hrend des Morgenmagazins) hinweisen.<\/p><p>Es wurde die INF-Thematik besprochen. Der Schlusssatz war in etwa: Russland (!) und die USA hatten sich vergangene Woche vom INF-Vertrag zur&uuml;ckgezogen.<\/p><p>Der Satz ist nicht wirklich falsch, aber er vermittelt den Eindruck, beide M&auml;chte h&auml;tten hier in &Uuml;bereinstimmung gehandelt &ndash; und die Nennung Russlands an erster Stelle impliziert nat&uuml;rlich &ndash; gerade in dem aktuell feindseligem Klima &ndash; wieder, dass Russland dabei ma&szlig;geblich war. Der tats&auml;chliche Sachverhalt, dass die USA den Vertrag gek&uuml;ndigt haben und sich Russland daraufhin &ndash; notgedrungen &ndash; ebenfalls nicht mehr an den Vertrag gebunden f&uuml;hlt (was ja allein auch wenig Sinn ergibt), wird hier sehr geschickt verschleiert. Zugegebenerma&szlig;en eine meisterliche Manipulation, aber sie verdeutlichet einmal mehr, dass unsere Medien alles andere als neutral sind!<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPatrick Sieber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>stellen Sie sich vor, der Austritt GBs w&auml;re ohne gro&szlig;e Komplikationen &uuml;ber die B&uuml;hne gegangen. Alles w&auml;re zu aller Zufriedenheit gelaufen. Was w&auml;re die Folge?<br>\nWahrscheinlich w&uuml;rden noch viel mehr L&auml;nder austreten. Es w&uuml;rden neue B&uuml;ndnisse entstehen. Frankreich, Portugal, Spanien, Italien und Griechenland. Die L&auml;nder des Nordens w&uuml;rden sich verb&uuml;nden. Europas Osten w&uuml;rde sich verb&uuml;nden.<br>\nUnd Deutschland? Deutschland k&ouml;nnte sich mit &Ouml;sterreich verb&uuml;nden. Na toll.<br>\nNiemand w&uuml;rde sich mit den Deutschen verb&uuml;nden wollen. <\/p><p>Sparwahn, Arbeitswahn, R&uuml;stungswahn, Stabilit&auml;tswahn usw. usf., all das m&uuml;ssten wir allein ausleben. Wir k&ouml;nnten niemanden mehr Vorschriften machen. Niemand w&auml;re mehr da, dem wir unsere Wahnvorstellungen aufdr&uuml;cken k&ouml;nnten. Unsere Infrastruktur zerf&auml;llt, w&auml;hrend die anderen L&auml;nder einfach neue Schulden machen um ihre Infrastruktur, ihre Gesellschaft, ihre Wirtschaft usw. usf. auf die neuen Bedingungen ausrichten. <\/p><p>In Portugal wurde der Mindestlohn im Januar 2019 deshalb angehoben, weil es in einem reichen Land keine armen Arbeiter geben soll. Was macht Deutschland? Deutschland bietet seine Arbeiter der Wirtschaft f&uuml;r 0 Euro an. Wow. Was f&uuml;r ein tolles Konzept!<br>\nHeute d&uuml;rfen wir den Portugiesen nat&uuml;rlich die Vorhaltung machen, dass ihre humane Einstellung den Euro gef&auml;hrdet. K&ouml;nnten wir, w&auml;ren wir allein, nat&uuml;rlich nicht machen. Es w&uuml;rde schlicht niemanden interessieren. was ein deutscher Minister f&uuml;r irgendwas oder gar ein Bundestagspr&auml;sident vor sich her halluziniert. <\/p><p>Und deshalb muss die Verhandlung zwischen GB und EU katastrophal verlaufen. Deshalb muss der Brexit, wom&ouml;glich, sogar scheitern. Einfach damit alles so weitergeht wie bis her. Jedem Land und jedem B&uuml;rger muss klar sein, es gibt kein Entrinnen aus diesem Moloch. Entweder wir siegen zusammen oder wir gehen zusammen unter. <\/p><p>Schaut man sich um in der EU, kann man sich des Gedanken nicht erwehren, dass eine Siegerstra&szlig;e irgendwie anders aussehen sollte. Am Stra&szlig;enrand sollten F&auml;hnchen geschwungen werden, Menschen sollten gl&uuml;ckliche Gesichter haben, Kinder sollten vor Freude durch die Stra&szlig;en rennen und jedem zurufen &ldquo;Wir sind die Sieger!&rdquo;. Leider ist an dem nicht so. Das was zu sehen ist, ist Wut, Verzweiflung, Niedergang, Ruinen, sich ausbreitendes Elend und Menschen die um ihre fundamentalen Rechte f&uuml;rchten m&uuml;ssen.<br>\nGenauso ist es auch mit dem Konzept der Aufstockung der Rente. Wieso soll die Gesellschaft aus ihrem Verm&ouml;gen, die Renten aufstocken? Weil die Menschen es verdient haben? Weil niemand im Alter arm sein soll?<br>\nDie Frage ist doch: Wieso konnten diese Menschen in den 50 Jahren vorher, keine ausk&ouml;mmliche Rente aufbauen? Vielleicht, weil den Unternehmern die geleistete Arbeit nichts wert war? Vielleicht, weil die Unternehmer den Sozialstaat schamlos ausgenutzt haben? Nat&uuml;rlich, man k&ouml;nnte auch sagen: Die hatten alle keine Lust auf einen zweiten, dritten Job! Die Politiker machen es doch, da haben auch manche drei, vier oder mehr Jobs nebenbei. Geht doch!<\/p><p>Diese Mega-Maschine ist einfach nur kaputt. Sie ist nicht mehr zu reparieren.<\/p><p>Ich danke Ihnen f&uuml;r Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Geduld und w&uuml;nsche<br>\nIhnen ein erholsames Wochenende.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJan Skalla<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen erreichten uns zu diesen Themen einige interessante Leserbriefe mit teilweise sehr ausf&uuml;hrlichen &Uuml;berlegungen. Einen Teil davon ver&ouml;ffentlichen wir hier nun und hoffen, dass diese Leserbriefe und die weiterf&uuml;hrenden Links einmal mehr ein weiterer Baustein f&uuml;r die Meinungsbildung und Information unserer Leser sein werden. 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