{"id":49300,"date":"2019-02-14T08:46:19","date_gmt":"2019-02-14T07:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300"},"modified":"2019-02-14T08:46:19","modified_gmt":"2019-02-14T07:46:19","slug":"hinweise-des-tages-3305","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h02\">Vollgas in die Rezession: Bundesfinanzminister gibt Sparkurs vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h03\">Chef der Wirtschaftsweisen lehnt SPD-Pl&auml;ne ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h04\">Bundesregierung muss um Bewahrung des INF-Vertrags k&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h05\">EU-Abkommen mit Drittstaaten: Briten scheitern krachend mit ihren Handelspl&auml;nen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h06\">Regierung will Kontrolle &uuml;ber die Statistik Austria und bestimmen welche Informationen wir bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h07\">Auf ein Bier mit Oettinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h08\">EU-Parlament winkt Singapur-Abkommen durch: 500.000 Menschen fordern Ende von Konzernklagerechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h09\">Bargeld ist schnell, g&uuml;nstig und sch&uuml;tzt vor der Enteignung durch den Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h10\">Wohnungspolitik unter Beschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h11\">Kein einziger G&uuml;terzug auf der Vorzeigestrecke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h12\">Gelebtes Vorsorgeprinzip: Scheuer entsorgen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h13\">Buchbesprechung: Die Hintergr&uuml;nde des Aufstands der &ldquo;Gelben Westen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h14\">Russland-Ermittlungen: US-Senat findet vorerst wohl keine Beweise gegen Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h15\">Wof&uuml;r braucht die ARD denn ein &ldquo;Framing Manual&rdquo;? Generalsekret&auml;rin Susanne Pfab &uuml;ber den viel diskutierten Sprach-Leitfaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49300#h16\">Das Letzte: &ldquo;Im Grundgesetz festschreiben&rdquo;: Altmaier fordert im stern Obergrenze f&uuml;r Sozialabgaben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&laquo;Die Alternative w&auml;re Krieg&raquo;<\/strong><br>\nInterview mit dem venezolanischen Soziologen Emiliano Teran Mantovani &uuml;ber die Akteure der Krise und m&ouml;gliche Auswege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/39922\/die-alternative-waere-krieg\/%20\">RLS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein erfreulich informatives und unideologisches Interview, das die konstruktive L&ouml;sungen zumindest aufzeigt, die bislang in der erhitzten Debatte komplett untergehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Strafrechtsexperte zu Venezuela &ldquo;Anerkennung hat keine Wirkung&rdquo;<\/strong><br>\nIst die Anerkennung von Venezuelas selbst ernanntem Interimspr&auml;sidenten Guaid&oacute; v&ouml;lkerrechtlich legitim? Strafrechtsexperte Ambos h&auml;lt den Schritt im tagesschau.de-Interview f&uuml;r problematisch &ndash; und wirkungslos.<br>\ntagesschau.de: Die Bundesregierung hat Venezuelas selbst ernannten Pr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; als Staatschef anerkannt. Ist das v&ouml;lkerrechtlich legitim?<br>\nAmbos: Legitim vielleicht schon, aber mit Blick auf den Nichteinmischungsgrundsatz der UN-Satzung auf jeden Fall problematisch. Ein formaler Rechtsakt &ndash; wie etwa die Anerkennung einer Regierung &ndash; ist ein Eingriff in eine ureigene innerstaatliche Angelegenheit, n&auml;mlich in die Regierungsform und Regierungsbildung. Wenn die Einmischung in Richtung &ldquo;Regime Change&rdquo; geht, wird es noch problematischer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/interview-ambos-venezuela-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Shows f&uuml;r die Medien<\/strong><br>\n&raquo;Humanit&auml;re Hilfe&laquo; f&uuml;r Venezuela: Wie die USA und Kolumbien Bilder produzieren &ndash; und sich beim L&uuml;gen erwischen lassen<br>\nAuf der kolumbianischen Seite der 2016 fertiggestellten, aber nie er&ouml;ffneten Grenzbr&uuml;cke Tienditas nach Venezuela wurden Journalisten in- und ausl&auml;ndischer Medien am vergangenen Freitag zu einem Pressetermin eingeladen. Den Berichterstattern wurde ein Lager mit rund 46 Tonnen Waren gezeigt, darunter Lebensmittel, Hygiene- und Gesundheitsprodukte. Diese sollten nach Venezuela geliefert werden, um den dort herrschenden &raquo;humanit&auml;ren Notstand&laquo; zu lindern, hie&szlig; es.<br>\nZu den Besuchern geh&ouml;rte Freddy Dur&aacute;n von der venezolanischen Regionalzeitung La Naci&oacute;n. Er berichtet, dass die vorgef&uuml;hrten Pakete enthielten, was man auch in Venezuela auf jedem &raquo;solidarischen Markt&laquo; erhalten k&ouml;nne: &Ouml;l, Zucker, Milchpulver, Maismehl, Thunfisch und &auml;hnliches. Den Aufdrucken auf den Packungen zufolge handelte es sich um kolumbianische Produkte, die auch im &ouml;rtlichen Supermarkt erh&auml;ltlich sind. Offenkundig wurde den Journalisten also keine Hilfslieferung vorgef&uuml;hrt, die aus den USA nach Kolumbien transportiert worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348962.tauziehen-an-der-grenze-shows-f%C3%BCr-die-medien.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vollgas in die Rezession: Bundesfinanzminister gibt Sparkurs vor<\/strong><br>\nDer Bundesfinanzminister hat lange gebraucht, um die Gefahren f&uuml;r die deutsche Wirtschaft zu erkennen. Was aufmerksamen Beobachtern schon im Fr&uuml;hjahr 2018 klar war, d&auml;mmerte den Verantwortlichen in Berlin immerhin zu Anfang dieses Jahres: Der deutsche Aufschwung geht zu Ende und mit ihm die Zeiten, in denen der Staat, ohne viel zu tun, auf steigende Steuereinnahmen und sinkende &ouml;ffentliche Defizite hoffen konnte.<br>\nDoch selbst wer eine lange Leitung hat, macht nicht notwendigerweise Anf&auml;ngerfehler. Anders der Bundesfinanzminister. Im &Uuml;berschwang der &raquo;schwarzen Null&laquo;, die ja Vielen in Berlin das Hirn vernebelt hat, verga&szlig; er glatt, dass der Staat in einer Rezession nicht in Aktionismus verfallen und die Nachfrageschw&auml;che versch&auml;rfen darf. Ohne mit der Wimper zu zucken, gab er die Parole aus, die Bundesministerien m&uuml;ssten in den n&auml;chsten drei Jahren soviel sparen, dass die &raquo;schwarze Null&laquo; Bestand hat. Es gibt jedoch selbst unter orthodoxen &Ouml;konomen kaum einen, der dem Staat empfehlen w&uuml;rde, die &ouml;ffentlichen Defizite auch dann konstant zu halten, wenn in der privaten Wirtschaft die Neigung, sich zu verschulden, deutlich nachl&auml;sst.<br>\nDerzeit ist es das Ausland, das offensichtlich weniger deutsche G&uuml;ter nachfragt. [&hellip;]<br>\nDer deutsche Staat konnte sich seit der Jahrtausendwende nur dadurch einen schlanken Fu&szlig; machen, dass das Ausland bereit war, die negativen Folgen der Sparorgie durch eigene Verschuldung auszugleichen. Das geht offensichtlich nun zu Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349181.vollgas-in-die-rezession.html\">Heiner Flassbeck in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Chef der Wirtschaftsweisen lehnt SPD-Pl&auml;ne ab<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze will einen &ldquo;neuen Sozialstaat&rdquo;, ohne Hartz IV, daf&uuml;r mit l&auml;ngerem Arbeitslosengeld. Der Chef der Wirtschaftsweisen, Schmidt, hat die Pl&auml;ne jetzt kritisiert: Damit w&uuml;rde das &ldquo;Rad wieder zur&uuml;ckgedreht&rdquo;.<br>\nDer Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat die SPD-Pl&auml;ne f&uuml;r Sozialreformen scharf kritisiert. Die Partei schicke sich an, &ldquo;das arbeitsmarkt- und rentenpolitische Rad wieder zur&uuml;ckzudrehen&rdquo;, sagte Schmidt der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;.<br>\nF&uuml;r falsch halte er vor allem, dass die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds I f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer k&uuml;nftig auf fast drei Jahre ausgedehnt werden solle, sagte Schmidt. Kritik &auml;u&szlig;erte der Wirtschaftsweise auch am sogenannten &ldquo;Arbeitslosengeld Q&rdquo; und an der Absicht, den Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro anzuheben. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Mir scheint, dass die schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit mittlerweile v&ouml;llig in Vergessenheit geraten sind, als die Wirtschaftspolitik noch verzweifelt nach Wegen gesucht hat, einen gewaltigen Sockel an Langzeit-Arbeitslosigkeit abzubauen&rdquo;, sagte Schmidt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-469.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Schmidt sollte nicht Wirtschaftsweise und damit wissenschaftlicher Berater sein, sondern in die Politik wechseln, da er sie offensichtlich betreiben m&ouml;chte, wie es seine j&uuml;ngsten Aussagen nahelegen. Das Rad zur&uuml;ckdrehen, ist doch kein Argument, sondern entspricht einer Sprachregelung, die seit Jahren reflexartig bem&uuml;ht wird, wenn es um die Sozialpolitik geht. Und dann erweckt Schmidt auch noch den Eindruck, als h&auml;tte die Agenda 2010 etwas an der Langzeitarbeitslosigkeit zum Besseren ver&auml;ndert. Das Gegenteil ist doch der Fall. Laut OECD sind knapp 44 Prozent aller Erwerbslosen l&auml;nger als 12 Monate ohne Job. Im Vergleich mit den anderen Staaten schneidet Deutschland damit <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/rubrik\/datenbank\/langzeitarbeitslose-oecd\">immer noch unterdurchschnittlich ab<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Truger &ndash; ein umstrittener Kandidat<\/strong><br>\nDie Bundesregierung schl&auml;gt den &Ouml;konomen Achim Truger als Nachfolger des renommierten Wirtschaftsweisen Bofinger vor. Doch die Meinungen &uuml;ber diese Besetzung gehen auseinander. [&hellip;]<br>\nIm Vorfeld hatte es Diskussionen &uuml;ber die akademische Eignung von Truger gegeben. Der D&uuml;sseldorfer Wirtschaftsprofessor Justus Haucap hatte gesagt, die Gewerkschaften entsendeten ein &ldquo;wissenschaftliches Leichtgewicht&rdquo;, das kaum auf Augenh&ouml;he mit den anderen vier Mitgliedern diskutieren k&ouml;nne. Auch Isabel Schnabel, die selbst Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat ist, hatte sich in die Debatte um Truger eingeschaltet: Die wissenschaftliche Qualifikation m&uuml;sse an oberster Stelle stehen, ansonsten k&ouml;nne der Sachverst&auml;ndigenrat seinem Qualit&auml;tsanspruch nicht gerecht werden, kommentierte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wirtschaftsweisen-truger-bofinger-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nur der Kandidat der Gewerkschaften ist nat&uuml;rlich umstritten, alle anderen Wirtschaftsweisen sind dagegen &uuml;ber jeden Zweifel erhaben, weil sie eben viel Falsches sagen. Auf das Falsche kommt es aber gar nicht an, sondern auf das W&ouml;rtchen viel, wie die Sachverst&auml;ndige Isabel Schnabel meint. Sie misst wissenschaftliche Qualit&auml;t nicht an den Aussagen, sondern an der Menge der Ver&ouml;ffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften. Im &Uuml;brigen haben es die Kollegen des SVR mit ihren abwertenden &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Truger im vergangenen Jahr geschafft, auch die Schweigeperiode vor einer Neubesetzung zu bestimmen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung muss um Bewahrung des INF-Vertrags k&auml;mpfen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung muss in der NATO aktiv f&uuml;r die Bewahrung des INF-Vertrags k&auml;mpfen und darf sich nicht l&auml;nger willig hinter den Konfrontationskurs von US-Pr&auml;sident Donald Trump stellen. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, muss mit aller Kraft ein neues atomares Aufr&uuml;sten in Europa verhindert werden&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Wenn die USA und Russland sich gegenseitig der Verletzung des INF-Abr&uuml;stungsabkommens beschuldigen, muss die Bundesregierung auf eine Verifizierung und die Gewinnung eigener Erkenntnisse dr&auml;ngen, statt einfach die unbelegten Vorw&uuml;rfe Washingtons gegen Russland nachzubeten. Bundeskanzlerin Merkel und Au&szlig;enminister Heiko Maas m&uuml;ssen die Sicherheit der Bev&ouml;lkerung in Deutschland und in Europa im Blick haben und nicht das Wohlgefallen Trumps.<br>\nEine verantwortungsbewusste, eigenst&auml;ndige deutsche Au&szlig;enpolitik muss zun&auml;chst die USA und dann Russland auffordern, die K&uuml;ndigung des INF-Vertrags zur&uuml;ckzunehmen. Die Bundesregierung muss gegen&uuml;ber Trump klarstellen, dass die Bundesrepublik Deutschland einer Stationierung neuer US-Atomwaffen auf deutschem Boden nicht zustimmen wird. Schlie&szlig;lich muss die Bundesregierung den Abzug der US-Atomwaffen von deutschem Boden einleiten, damit auch die anderen europ&auml;ischen L&auml;nder nachziehen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-muss-um-bewahrung-des-inf-vertrags-kaempfen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Abkommen mit Drittstaaten: Briten scheitern krachend mit ihren Handelspl&auml;nen<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien fliegt nach dem Brexit aus Hunderten Abkommen der EU mit Drittstaaten. Ein Brief der britischen Regierung zeigt nun: Ersatz ist nicht in Sicht &ndash; trotz aller gro&szlig;spurigen Versprechen. [&hellip;]<br>\nWie d&uuml;ster die Lage aber genau aussieht, konnte London bisher geheim halten. Doch ein Schriftwechsel zwischen der britischen Regierung und der EU-Kommission, der dem SPIEGEL vorliegt, zeigt jetzt das ganze Ausma&szlig; von Fox&rsquo; Scheitern. Aus einer darin enthaltenen Liste geht hervor, dass London bis Ende Januar kein einziges der mehr als 40 EU-Handelsabkommen mit Drittstaaten fortschreiben konnte.<br>\nSeitdem gelangen den Briten lediglich vier Nachfolgevertr&auml;ge, deren Volumen aber &uuml;berschaubar sein d&uuml;rfte. Die Partner sind die Schweiz, Chile, der ost- und s&uuml;dafrikanische Handelsverbund ESA und die F&auml;r&ouml;er-Inseln. Auch von mehreren Hundert weiteren internationalen Abkommen der EU &ndash; etwa &uuml;ber Luftverkehr, Fischerei oder juristische Zusammenarbeit &ndash; hat die Regierung von Premierministerin Theresa May nur einen Bruchteil reproduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-nur-vier-eu-abkommen-fuer-grossbritannien-kopiert-a-1253095.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Sieht so das Endspiel beim Brexit aus?<\/strong><br>\nGleich zwei Artikel geben Einblick in die Pl&auml;ne von Premierministerin May &ndash; und in die R&auml;nkespiele mit der EU. In UK beherrschen sie die Schlagzeilen, die &ldquo;FT&rdquo; macht mit dem &ldquo;Endspiel&rdquo; sogar ihre Online-Ausgabe auf. Demnach soll Mays enger Berater O. Robbin in einem Br&uuml;sseler Hotel ausgeplaudert haben, wie sich die Premierministerin die finale Entscheidung im britischen Unterhaus vorstellt. Sie soll erst in letzter Minute fallen, was keine &Uuml;berraschung ist: Dass May auf Zeit spielt, wissen wir l&auml;ngst. Doch dann kommt&rsquo;s: Die Abgeordneten sollen vor die Wahl gestellt werden, Mays Deal zu schlucken &ndash; oder den Brexit aufzuschieben.<br>\nDer Aufschub soll aber nach Robbins Darstellung nicht bis zur Europawahl im Mai oder bis zum Juni dauern &ndash; sondern viel l&auml;nger, wom&ouml;glich bis 2020 oder 2021. Jedenfalls lang genug, damit die Abgeordneten ihn ablehnen! Und wie sieht nun Mays Deal aus? Dazu finden sich interessante Spekulationen in der &ldquo;Sun&rdquo;. Demnach soll es wie bisher von May gefordert &Auml;nderungen am &ldquo;Backstop&rdquo;  f&uuml;r Irland geben &ndash; allerdings nur kleine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/sieht-so-das-endspiel-beim-brexit-aus\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regierung will Kontrolle &uuml;ber die Statistik Austria und bestimmen welche Informationen wir bekommen<\/strong><br>\nDie Regierung will die Statistik Austria ans Kanzleramt binden. Kurz und Co. wollen dadurch kontrollieren, ob und wann Statistiken ver&ouml;ffentlicht werden. Schon in der Vergangenheit hat Schwarz-Blau gezeigt, dass sie mit unabh&auml;ngigen Fakten wenig anfangen k&ouml;nnen.<br>\n&Uuml;ber 1,5 Millionen Menschen sind in &Ouml;sterreich armutsgef&auml;hrdet. Die reichsten 5 % der &Ouml;sterreicher besitzen 45% des gesamten Verm&ouml;gens in unserem Land. Diese Daten hat die Statistik Austria im April 2018 in ihrem j&auml;hrlich erscheinenden Armutsbericht pr&auml;sentiert &ndash; zum ersten Mal seit Jahren ohne das Sozialministerium. Denn die Regierung wollte den Bericht keine gro&szlig;e Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das ist nur ein Beispiel f&uuml;r den Umgang von schwarz-blau mit f&uuml;r sie unvorteilhaften Fakten. Jetzt soll das Statistik Amt umstrukturiert und an das Bundeskanzleramt gebunden werden. Sebastian Kurz h&auml;tte damit die Kontrolle &uuml;ber eine eigentlich unabh&auml;ngige Organisation und damit auch dar&uuml;ber welche Fakten ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/statistik-austria-umbau-regierung\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auf ein Bier mit Oettinger<\/strong><br>\nEine neue Studie zeigt, wie Regierungen zu Lobbyisten werden und auf EU-Ebene Interessen der heimischen Industrie durchsetzen [&hellip;]<br>\nAn sich ist das keine Neuigkeit, die Studie liefert aber wichtige Einblicke, &uuml;ber welche Kan&auml;le das geschieht. So verf&uuml;gten etwa der &raquo;European Round Table of Industrialists&laquo;, das European Services Forum (ESF) oder die Magritte-Group der f&uuml;hrenden europ&auml;ischen Energieversorger &uuml;ber &raquo;Zug&auml;nge zu Politikern und Ministerialbeamten der Mitgliedsstaaten, die NGOs und Gewerkschaften verwehrt bleiben&laquo;. Ein gro&szlig;es Einfallstor f&uuml;r nationalstaatliche Interessenpolitik w&auml;ren die rotierenden Pr&auml;sidentschaften des EU-Rats. Diese stellten f&uuml;r das jeweilige Vorsitzland eine &raquo;besondere Gelegenheit dar, sich aktiv f&uuml;r ein Lieblingsprojekt, eine wichtige Angelegenheit oder die eigene Industrie einzusetzen&laquo;. Unternehmenssponsoring der wechselnden Vorsitze scheine &raquo;inzwischen zum Standard geworden zu sein&laquo;. Eine &raquo;Vorliebe&laquo; f&uuml;r nationale Wirtschaftsinteressen legt auch &raquo;eine Reihe von EU-Kommissaren&laquo; an den Tag. So habe sich etwa Haushaltskommissar G&uuml;nther Oettinger (CDU) seit seinem Amtsantritt 2018 &raquo;&uuml;berproportional h&auml;ufig&laquo; mit Konzernlobbyisten aus Deutschland umgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349024.konzerneuropa-auf-ein-bier-mit-oettinger.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Parlament winkt Singapur-Abkommen durch: 500.000 Menschen fordern Ende von Konzernklagerechten<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat heute zwei Abkommen mit Singapur zugestimmt: dem Handelsabkommen EUSFTA und dem Investitionsabkommen EUSIPA. Letzteres enth&auml;lt die umstrittenen Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne, kurz ISDS.<br>\n&bdquo;Das Ja zu EUSIPA zeigt, dass die Mehrheit der EU-Abgeordneten bereit ist, Profitinteressen von Konzernen &uuml;ber den Schutz unserer Lebensgrundlagen zu stellen&ldquo;, kritisiert Attac-Handelsexpertin Hanni Gramann. &bdquo;Die Ausweitung von Sonderklagerechten f&uuml;r Konzerne gef&auml;hrdet dringend n&ouml;tige Ma&szlig;nahmen gegen den Klimawandel, f&uuml;r h&ouml;here Umweltstands oder bessere Arbeitsrechte. Konzerne k&ouml;nnen daf&uuml;r horrende Schadensersatzf&ouml;rderungen stellen oder diese im Vorfeld androhen.&rdquo;<br>\nDie Mehrheit der Abgeordneten ignoriert gleichzeitig die Kritik von hunderten Rechtsexpertinnen und -experten, NGOs, Gewerkschaften und Millionen Menschen in ganz Europa an ISDS. Allein in den vergangenen drei Wochen haben mehr als 500.000 Menschen eine Petition f&uuml;r ein grunds&auml;tzliches Aus von ISDS unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/eu-singapur-eu-parlament-stimmt-fuer-ausweitung-von-konzernprivilegien\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bargeld ist schnell, g&uuml;nstig und sch&uuml;tzt vor der Enteignung durch den Staat<\/strong><br>\nDie Experten haben herausgefunden, dass Barzahlungen schnell und g&uuml;nstig sind. Entgegen der oft geh&ouml;rten Auffassung, Kartenzahlungen seien effizienter, zeigen die Messungen der Forscher das Gegenteil. Mit durchschnittlich 22,3 Sekunden sind Barzahlungen sieben Sekunden schneller als Zahlungen mit Karte und PIN-Eingabe und sogar &uuml;ber 16 Sekunden schneller als solche mit Karte und Unterschrift.<br>\nAb Zahlungen &uuml;ber 100 &euro; gehen dann aber Kartenzahlungen schneller als die Entrichtung des Kaufpreises in bar. Positiv ist f&uuml;r den Einzelhandel, dass die Kosten pro Transaktion bei Barzahlungen mit 24 Cent im Durchschnitt billiger sind als bei Debitkarten (rund 33 Cent) und sehr viel billiger als bei Kreditkarten (etwa 1 &euro;).<br>\nMit der Nutzung von Bargeld tun sich die Konsumenten aber nicht nur doppelt einen Gefallen, sondern sogar dreifach. Die hohe Akzeptanz sorgt n&auml;mlich daf&uuml;r, dass es schwierig ist, M&uuml;nzen und Scheine zu verdr&auml;ngen, um Negativzinsen durchzusetzen. Erst j&uuml;ngst machten zwei IMF-&Ouml;konomen den Vorschlag, zwischen elektronischem Geld und Bargeld zu unterscheiden, wobei Letzteres im Bedarfsfall abgewertet werden sollte, um Negativzinsen besser durchsetzen zu k&ouml;nnen. Das w&uuml;rde dem Staat allerdings T&uuml;r und Tor &ouml;ffnen, um seine B&uuml;rger doch noch enteignen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/bargeld-ist-schnell-guenstig-und-schuetzt-vor-der-enteignung-durch-den-staat-ld.1459389%20\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Dann w&auml;re es f&uuml;r Deutschland Zeit, den Euro aufzugeben&ldquo;<\/strong><br>\nEine L&ouml;sung w&auml;re es, Bargeld abzuschaffen und vollst&auml;ndig auf elektronische Zahlungssysteme zu setzen &ndash; was in vielen L&auml;ndern wenig praktikabel w&auml;re und zudem h&ouml;chst unpopul&auml;r. Stattdessen k&ouml;nnte man die Geldmenge aber auch in zwei Parallelw&auml;hrungen unterteilen, argumentieren nun Agarwal und Krogstrup. Zwischen der einen W&auml;hrung (bestehend aus Bargeld) und der anderen (bestehend aus Sicht- und Spareinlagen) w&uuml;rde es einen Umtauschkurs geben.<br>\nDieser Umtauschkurs kann dann mit der Zeit ver&auml;ndert werden, damit das Halten von Bargeld jederzeit so attraktiv ist wie Einzahlungen bei der Bank. Bei einem Negativzins von minus f&uuml;nf Prozent zum Beispiel w&uuml;rde dann Bargeld pro Jahr um eben jene f&uuml;nf Prozent gegen&uuml;ber den Einlagen abgewertet. Beide Parallelw&auml;hrungen verl&ouml;ren also gleich viel an Wert. Unter dem Strich, so Agarwal und Krogstrup, k&ouml;nnten auf diese Weise &bdquo;stark negative Zinsen eine realisierbare Option werden&ldquo;. Zentralbanken w&uuml;rden &bdquo;komplett befreit&ldquo; von ihrem Dilemma.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article188528229\/Bargeld-So-koennte-eine-stille-Enteignung-ueber-Negativzinsen-funktionieren.html%20\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann &uuml;ber die irre Gedankenwelt, die hinter den Mauern des IWF regiert nur den Kopf sch&uuml;tteln. Das Sch&ouml;ne an der Idee ist vermutlich auch, dass die Superreichen und Reichen davon wenig betroffen sein werden, da diese ihr Verm&ouml;gen in Aktien, Immobilien usw. halten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungspolitik unter Beschuss<\/strong><br>\nBerlins Regierender B&uuml;rgermeister versucht, Enteignungskampagne auszubremsen. Soziale Bewegung und CDU erh&ouml;hen Druck auf Senat<br>\nDer Berliner Senat ger&auml;t wegen nicht erreichter wohnungspolitischer Zielsetzungen zunehmend unter Druck. Die parlamentarische Opposition und die stadtpolitischen Bewegungen sitzen ihm gleicherma&szlig;en im Nacken. Vor allem Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) steht im Visier der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, nachdem sie zuletzt Vers&auml;umnisse beim Wohnungsbau einr&auml;umen musste. Im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz Ende Januar teilte sie mit, dass bis zum Jahr 2021 nur 25.000 der im Koalitionsvereinbarung vorgesehenen 30.000 Wohnungen von den landeseigenen Gesellschaften gebaut w&uuml;rden. Wie der Tagesspiegel am 7. Februar berichtete, erkl&auml;rten letztere prompt, dass sie selbst die nach unten korrigierte Zahl f&uuml;r nicht erreichbar halten. Die CDU-Fraktion k&uuml;ndigte darauf hin an, auf der Plenarsitzung am 21. Februar einen Missbilligungsantrag gegen die von ihr als &raquo;Nicht-Bausenatorin&laquo; verh&ouml;hnte Lompscher zu stellen, die sie f&uuml;r fehlende Wohnungen und steigende Mieten verantwortlich macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349019.eigentumsfrage-wohnungspolitik-unter-beschuss.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kein einziger G&uuml;terzug auf der Vorzeigestrecke<\/strong><br>\nEs geht um ein Projekt der Superlative. 29 Talbr&uuml;cken und 22 Tunnel &ndash; mit der Neubaustrecke durch Th&uuml;ringen und Oberfranken er&ouml;ffnete die Deutsche Bahn vor gut einem Jahr das gr&ouml;&szlig;te Verkehrsprojekt der deutschen Einheit, die Schnelltrasse von Berlin nach M&uuml;nchen &uuml;ber Erfurt. Zehn Milliarden Euro verbauten Bund und Bahn. Das Ziel: Die Reisezeit von Personen und G&uuml;tern zwischen den Metropolen deutlich zu verk&uuml;rzen und die Schiene f&uuml;r Verkehr aller Art attraktiver zu machen.<br>\nSeither rei&szlig;en die Erfolgsmeldungen von Bahn und Politik nicht ab. Nach neuesten Angaben der Regierung fuhren im vergangenen Jahr 4,9 Millionen Fahrg&auml;ste auf der Strecke. Das sind 2,5 Millionen mehr als auf der alten Route. Die Z&uuml;ge sind auch nur noch gut vier statt sechs Stunden unterwegs. Selbst mit dem Flugzeug ist man kaum schneller. Doch nun wird klar: W&auml;hrend die Strecke im Personenverkehr ein Erfolg ist, bahnt sich im G&uuml;terverkehr ein Fiasko an. Nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung war auf dem Kernst&uuml;ck des Milliardenprojekts bislang kein einziger G&uuml;terzug unterwegs &ndash; anders als geplant. Denn Sparma&szlig;nahmen machen die Route f&uuml;r schwere Z&uuml;ge praktisch unpassierbar. Die Bundesregierung hatte eigentlich ganz andere Hoffnungen geweckt und pries die Strecke auch als M&ouml;glichkeit, G&uuml;ter von der Stra&szlig;e auf die Schiene zu holen. Man gehe davon aus, dass auf der Neubaustrecke t&auml;glich eine ICE-Linie mit 20 Zugpaaren verkehrtem und circa 70 G&uuml;terz&uuml;ge, je Richtung wohlbemerkt. So lie&szlig; es die Regierung noch 2010 offiziell wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-schnelltrasse-berlin-muenchen-gueterverkehr-1.4328369\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gelebtes Vorsorgeprinzip: Scheuer entsorgen!<\/strong><br>\nEs ist ein Glaubenskrieg entbrannt &ndash; &uuml;ber die Sch&auml;dlichkeit von Dieselabgasen, meint Roberto De Lapuente. Doch auch hier muss das Prinzip lauten: Vorsorge geht vor.<br>\nIch bin ein bisschen ratlos. Dieser Krieg um die Deutungshoheit zu Diesel und Stra&szlig;enverkehr verunsichert mich zutiefst. Die Angelegenheit ist ja in den vergangenen Monaten zu einem regelrechten Glaubenskrieg mutiert. F&uuml;r Leute wie mich, die nun mal keine Wissenschaftler sind, geht es wirklich nur noch darum, was sie glauben k&ouml;nnen oder wollen &ndash; und was nicht. Ich glaube nat&uuml;rlich auch was, habe nichts gegen ein Diesel-Verbot, sorge mich um die Luft und nehme zudem an, dass der momentane Zustand nicht gesund sein kann.<br>\nHundertprozentig sicher bin ich mir indes nat&uuml;rlich nicht. Es ist eine Vermutung, ja ein bisschen Lebenserfahrung, die sich aus der Einsicht n&auml;hrt, dass Ma&szlig;losigkeit zumeist nicht richtig, nicht gesund sein kann. Ich kann nat&uuml;rlich auch Studien angeben oder Expertisen googeln, aber auch dann bin ich zum Glauben verdammt. Da ich weder Chemiker noch Mediziner bin, muss ich davon ausgehen, dass die mir gef&auml;lligen Expertenmeinungen es ernst nehmen mit der Wahrheit. Im Gro&szlig;en und Ganzen tue ich das auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1112167.dieselfahrverbot-gelebtes-vorsorgeprinzip-scheuer-entsorgen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Buchbesprechung: Die Hintergr&uuml;nde des Aufstands der &ldquo;Gelben Westen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Aufstand der &ldquo;Gelben Westen&rdquo; ist ein Aufstand des l&auml;ndlichen Frankreichs und der franz&ouml;sischen Arbeiterklasse. Er hat die Eliten v&ouml;llig &uuml;berrascht. Das h&auml;tte nicht so sein m&uuml;ssen, denn Warnungen gab es genug, unter anderem von Christophe Guilluy. Der Wirtschaftsgeograph weist seit Jahren auf die Frakturen und schwerwiegenden sozialen Probleme der Gesellschaft als Folge einer neoliberalen Politik auf dem R&uuml;cken der Mehrheit der Franzosen hin. Eines seiner wichtigsten B&uuml;cher, das in Frankreich 2016 viel Aufsehen erregt hat, ist jetzt in englischer Sprache erchienen, unter dem Titel &ldquo;Twilight of the Elites: Prosperity, the Periphery, and the Future of France&rdquo; (Yale University Press 2019).<br>\nVon Gastautor. Das Buch mit dem Originaltitel &ldquo;Le Cr&eacute;puscule de la France d&rsquo;en Haut&rdquo; ist zwar deutlich vor dem Beginn des Aufstands vollendet worden. Doch wer sich f&uuml;r dessen Hintergr&uuml;nde interessiert und Englisch besser als Franz&ouml;sisch versteht, ist mit diesem Buch dennoch hervorragend bedient. Es gibt einen faszinierenden und beklemmenden Einblick in die schwerwiegenden sozialen Ver&auml;nderungen, die die Rebellion ausgel&ouml;st haben. Und es l&auml;sst ahnen, dass sich die Lage in Frankreich nicht  so schnell wieder beruhigen wird, selbst wenn das Macron-Regime Frankreich in einen totalit&auml;ren Polizeistaat verwandelt &ndash; wovon ja bereits mehr als nur Ans&auml;tze zu sehen sind. Die &auml;u&szlig;erst bedenklichen Entwicklungen, die Guilluy f&uuml;r Frankreich beschreibt, lassen sich zumindest teilweise auch in Deutschland beobachten.<br>\nGemein haben Frankreich und Deutschland eine fast 30-j&auml;hrige neoliberale Politik der Umverteilung von unten nach oben. In beiden L&auml;ndern stagnieren L&ouml;hne und Geh&auml;lter in realen Gr&ouml;&szlig;en seit rund zwei Jahrzehnten. Die starken Einkommenszuw&auml;chse der Oberschicht und einer vergleichsweise kleinen oberen Mittelschicht, sowie die Ultraniedrigzinspolitik der Notenbanken haben zudem zum Ph&auml;nomen der Gentrifizierung gef&uuml;hrt. Wohnviertel und inzwischen sogar ganze St&auml;dte werden f&uuml;r Normalverdiener unerschwinglich, so dass diese daraus vertrieben werden. In Frankreich mit seinem wesentlich st&auml;rkeren Gegensatz von etwa 15 Metropolregionen und einem vergleichsweise d&uuml;nn besiedelten l&auml;ndlichen Gebiet, in dem es an Arbeitspl&auml;tzen, Infrastruktur und Institutionen der h&ouml;heren Bildung fehlt, treten die sozialen Gegens&auml;tze klarer zutage als hierzulande.<br>\nGuilluy spricht von &ldquo;neuen Zitadellen&rdquo;, von einer Neuauflage mittelalterlicher St&auml;dte mit einem wohlhabenden B&uuml;rgertum, die sich von einer verarmenden Landbev&ouml;lkerung immer mehr abgrenzen, wobei die  steinernen Stadtmauern l&auml;ngst durch wesentlich effektivere finanzielle Mauern ersetzt worden sind. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/buchtipps\/1108-gelbwesten\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Russland-Ermittlungen: US-Senat findet vorerst wohl keine Beweise gegen Trump<\/strong><br>\nDie Russland-Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss. Und bisher gibt es offenbar keinen klaren Beweis, dass US-Pr&auml;sident Trump an einer mutma&szlig;lichen Wahlmanipulation durch Moskau beteiligt war.<br>\nWaren Donald Trump und sein Wahlkampfteam in die mutma&szlig;liche Einflussnahme auf die US-Pr&auml;sidentschaftswahl im Jahr 2016 verwickelt? Diese Frage ist es, der Sonderermittler Robert Mueller im Kern seit etwa zwei Jahren nachgeht. Mittlerweile stehen die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss, zahlreiche Personen aus Trumps Umfeld wurden angeklagt und verurteilt. Der Pr&auml;sident selbst geriet auch wegen zahlreicher Nebenschaupl&auml;tze unter Druck.<br>\nEinen Beweis f&uuml;r eine Beteiligung Trumps an einer russischen Manipulation haben die Ermittler bisher aber nicht vorgelegt. Und nach Aussagen von Vertretern des Geheimdienstausschusses im Senat k&ouml;nnte es auch dabei bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-us-senat-findet-vorerst-wohl-keine-beweise-in-russland-ermittlungen-a-1252974.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin I.K.:<\/strong> Ist das nicht eine &Uuml;berraschung? Es gibt tats&auml;chlich keine Beweise? Bin gespannt, inwieweit das f&uuml;r die breite &Ouml;ffentlichkeit von den Medien eindeutig kommuniziert werden wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wof&uuml;r braucht die ARD denn ein &ldquo;Framing Manual&rdquo;? Generalsekret&auml;rin Susanne Pfab &uuml;ber den viel diskutierten Sprach-Leitfaden<\/strong><br>\nAktuell macht ein &ldquo;Framing Manual&rdquo; die Runde durch Redaktionen. Das 89-seitige Dokument stammt vom Berkeley International Framing Institut und wurde im Auftrag der ARD erstellt. In dem an ARD-Mitarbeiter gerichteten Papier wird umfangreich beschrieben, wie mit Hilfe des so genannten Framings bestimmte Sichtweisen in die &ouml;ffentliche Debatte eingebracht werden k&ouml;nnen. MEEDIA sprach mit der ARD-Generalsekret&auml;rin Susanne Pfab &uuml;ber das Manual und auch die Kritik daran.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/02\/12\/wofuer-braucht-die-ard-denn-ein-framing-manual-generalsekretaerin-susanne-pfab-uebe+r-den-viel-diskutierten-sprach-leitfaden\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: &ldquo;Im Grundgesetz festschreiben&rdquo;: Altmaier fordert im stern Obergrenze f&uuml;r Sozialabgaben<\/strong><br>\n40 Prozent als Maximum: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier pl&auml;diert im stern-Gespr&auml;ch f&uuml;r eine Sozialabgabenbremse im Grundgesetz &ndash; und mahnt die Autobosse, die digitale Zukunft nicht zu verpennen.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich daf&uuml;r ausgesprochen, die H&ouml;he der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge per Verfassung zu begrenzen. &ldquo;Wir m&uuml;ssen die magische Marke von 40 Prozent unbedingt einhalten&rdquo;, sagte der CDU-Politiker dem stern. &ldquo;Vor acht Jahren haben wir eine Schuldenbremse ins Grundgesetz aufgenommen. Wenn es nach mir geht, werden wir in den n&auml;chsten Jahren auch die Quote f&uuml;r Sozialabgaben im Grundgesetz festschreiben.&rdquo; So k&ouml;nne sichergestellt werden, dass die Leistungsf&auml;higkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland nicht untergraben werde.<br>\nDer Anteil der Sozialversicherungen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur H&auml;lfte zahlen, betr&auml;gt derzeit 39,7 Prozent vom Bruttolohn. &ldquo;Ich halte das f&uuml;r eine Obergrenze&rdquo;, sagte der Wirtschaftsminister dem stern. &ldquo;Wird sie &uuml;berschritten, gehen Arbeitspl&auml;tze verloren, weil weniger investiert wird oder weil es sich dann erst recht lohnt, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/peter-altmaier-im-stern---quote-der-sozialabgaben-im-grundgesetz-festschreiben--8577432.html\">Stern Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Einhaltung der Schuldenbremse f&uuml;hrt zum Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur und eine Bremse bei den Sozialversicherungsabgaben bestimmt nicht zu mehr sozialer Sicherheit und schon gar nicht zu mehr Arbeitspl&auml;tzen. Altmaier h&auml;tte korrekterweise aber sagen m&uuml;ssen, dass er vorschl&auml;gt, die Begrenzung der L&ouml;hne in die Verfassung zu schreiben, denn die Sozialabgaben sind Teil des Lohns. Die meisten Wirtschaftsweisen d&uuml;rfte Peter Altmaier aber mit dieser absurden Idee begeistern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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