{"id":4934,"date":"2010-03-25T08:45:49","date_gmt":"2010-03-25T07:45:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4934"},"modified":"2010-03-25T08:45:49","modified_gmt":"2010-03-25T07:45:49","slug":"hinweise-des-tages-1106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4934","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Br&uuml;derle schlie&szlig;t Finanzausgleich auf EU-Ebene aus; Lohnpolitische Konvergenz und Solidarit&auml;t oder offener Bruch; Griechenland soll nicht bei den Waffen sparen; Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Besch&auml;ftigte; Kein Job &ndash; keine Wohnung; Regierung will Befristungen ausweiten; gesetzliches Lohnabstandsgebot; die Massen zahlen; Riester-Faktor; Gesundheits-&bdquo;Hartz&ldquo;; Konjunkturforschung; linke Gewalt; 11.000 Steuerbetr&uuml;ger zeigten sich an; mehr Qualit&auml;t f&uuml;r die Bahn; Westerwelle und Klerus ruinieren die Regierung; Bildungspr&auml;mie; Handlungsbedarf beim Bologna-Prozess; St. Blasien; Kindermoden Hartz. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Br&uuml;derle schlie&szlig;t L&auml;nderfinanzausgleich auf EU-Ebene aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Flassbeck\/Spiecker: Lohnpolitische Konvergenz und Solidarit&auml;t oder offener Bruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Derivateregister gibt Griechenland-Spekulanten preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Griechenland: Wenn der Waffenh&auml;ndler wegsieht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Stephan Hebel: Kein Job &ndash; keine Wohnung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Regierung will Befristungen ausweiten. Firmen k&ouml;nnen damit K&uuml;ndigungsschutz umgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Das gesetzliche Lohnabstandsgebot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Sachverst&auml;ndige beurteilen Ratingagenturen kritisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Siebte Festnahme im britischen Insiderskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Gro&szlig;britannien: Die Massen bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Linke will Riester-Faktor streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Kopfpauschale: Schwarz-gelber Gesundheits-&bdquo;Hartz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Schrott-Autobahn A1: Dem Pfusch auf der Spur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">(I)n(f)eri(o)rit&auml;t aus M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Sind drei Konjunkturforschungsinstitute genug?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">&raquo;Weckruf&laquo; des Innenministers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">11 000 Steuerbetr&uuml;ger haben sich bislang selbst angezeigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">US-Konzerne liefern Technik f&uuml;r Internetzensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Ramsauer fordert von Bahn mehr Qualit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Forsa-Chef G&uuml;llner: &ldquo;Westerwelle und der Klerus ruinieren die Regierung.&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Bundesregierung stellte bislang 4,4 Millionen Euro f&uuml;r Bildungspr&auml;mie bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Weiter &ldquo;Erheblicher Handlungsbedarf&rdquo; bei Umsetzung des Bologna-Prozesses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Christian Sigrist: St. Blasien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Zu guter Letzt: Kindermoden Hartz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4934&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Br&uuml;derle schlie&szlig;t L&auml;nderfinanzausgleich auf EU-Ebene aus<\/strong><br>\nEin L&auml;nderfinanzausgleich auf EU-Ebene ist nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) ausgeschlossen. Im Ausschuss f&uuml;r Angelegenheiten der Europ&auml;ischen Union sagte er am Mittwochnachmittag bei der Vorstellung der europ&auml;ischen Wachstumsstrategie 2020, dass stattdessen die Einhaltung der Stabilit&auml;tskriterien besser &uuml;berwacht werden m&uuml;sste und Verst&ouml;&szlig;e sanktioniert werden sollten. &rdquo;Den Schwierigkeiten der Staaten muss fr&uuml;her entgegengewirkt werden&ldquo;, sagte Br&uuml;derle, &rdquo;das muss in der Strategie 2020 festgeschrieben werden.&ldquo; Er betonte au&szlig;erdem, dass Griechenland beispielsweise bislang nicht um finanzielle Hilfe gebeten h&auml;tte und erg&auml;nzte: &rdquo;Man sollte niemandem etwas aufdr&auml;ngen.&ldquo; Zudem sei es &rdquo;dem deutschen Steuerzahler auch nicht vermittelbar, f&uuml;r Fehler der Griechen einzustehen&ldquo;.<br>\nBr&uuml;derle kritisierte den Rat, dass Deutschland seine Exportst&auml;rke zur&uuml;ckfahren solle. &rdquo;Wer besser trainiert und schneller l&auml;uft, dem darf man keine Bleigewichte in die Schuhe legen&ldquo;, sagte er. Das &rdquo;geht an der Sache vorbei&ldquo;, denn von der deutschen Exportst&auml;rke profitiere auch die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_03\/2010_090\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Wer besser trainiert und schneller l&auml;uft, dem darf man keine Bleigewichte in die Schuhe legen&ldquo;. Diese Br&uuml;derle-Zitat belegt, welche &ouml;konomische Laien bei uns f&uuml;r die Wirtschaftspolitik verantwortlich sind. Tats&auml;chlich sieht die Sachlage so aus: Die G&uuml;rtel der Deutschen wurden durch Lohn- und Sozialdumping immer enger geschnallt. Die Deutschen wurden gezwungen unter ihren Verh&auml;ltnissen zu leben und der deutschen Wirtschaft dadurch Wettbewerbsvorteile verschafft und dadurch den anderen EU-Staaten Marktanteile abgegraben. So konnte sie auf Kosten der Arbeitnehmer unsere europ&auml;ischen Nachbarn niederkonkurrieren. Der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss f&uuml;hrte zu immer gr&ouml;&szlig;eren Leistungsbilanzdefiziten gerade auch der Griechen.<br>\nGeradezu tragisch ist, dass nun voraussichtlich die deutschen Arbeitnehmer doppelt bezahlen m&uuml;ssen, zuerst durch Lohnverzichte und vermutlich bald mit ihren Steuergeldern f&uuml;r die Hilfen f&uuml;r Griechenland und voraussichtlich auch noch weitere L&auml;nder, die Finanzhilfen brauchen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Flassbeck\/Spiecker: Lohnpolitische Konvergenz und Solidarit&auml;t oder offener Bruch<\/strong><br>\nEin entscheidender Geburtsfehler des Euro ist sein Staatsschuldenbias. Von Anfang an wurde dem Problem der Staatsschulden wesentlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet als dem weit wichtigeren Problem der Zahlungsbilanz- und Wettbewerbsf&auml;higkeitsungleichgewichte. Seinen Niederschlag fand diese Ein&auml;ugigkeit in den &ouml;ffentlichen Defizit- und Schuldenstandsobergrenzen, die im Maastricht-Vertrag festgesetzt wurden, w&auml;hrend Fragen der Auslandsverschuldung v&ouml;llig au&szlig;en vor blieben.<br>\nDass auch heute noch ein so wichtiger Berater der ersten Stunde wie Ottmar Issing einseitig Griechenland abwatscht, ohne die Kehrseite der externen griechischen Verschuldung, n&auml;mlich die &Uuml;bersch&uuml;sse anderer EWU-Partner, allen voran Deutschlands, zu erw&auml;hnen oder einen Ausweg aus der Misere ohne Finanzkrise auch nur ansatzweise zu skizzieren, zeigt, wie tiefgreifend die Inkompetenz vor allem der vom Monetarismus gepr&auml;gten Berater von Beginn an war.<br>\n&hellip;, das nun von der Mehrheit der Eurozone angeordnete Sparen des griechischen Fiskus wird nicht wie erhofft zu einem ausgeglicheneren Staatshaushalt f&uuml;hren.<br>\nVielmehr werden die griechischen Sparanstrengungen genau wie in Irland oder dem Baltikum die Rezession versch&auml;rfen und dadurch die &ouml;ffentlichen Kassen weiter leeren, so dass der angebliche Grund f&uuml;r das Misstrauen der Finanzm&auml;rkte auf diesem Wege keineswegs beseitigt wird.<br>\nEin pragmatischer und gangbarer Weg w&auml;re es, dass die S&uuml;deurop&auml;er einschlie&szlig;lich Frankreichs eine eigene W&auml;hrungsunion mit einem &bdquo;S&uuml;d-Euro&ldquo; gr&uuml;nden. W&uuml;rde der S&uuml;d-Euro gleich zu Beginn gegen&uuml;ber dem verbleibenden &bdquo;Nord-Euro&ldquo; kr&auml;ftig abgewertet, also etwa um 30 oder besser 40%, w&auml;re die Wettbewerbsf&auml;higkeitsl&uuml;cke mit einem Schlag mehr als ausgeglichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/resserver.php?blogId=9&amp;resource=Wirtschaftsdienst_Maerz_FlassbeckSpiecker.pdf\">FTD [PDF &ndash; 126 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Derivateregister gibt Griechenland-Spekulanten preis<\/strong><br>\nDas Trade Information Warehouse der DTCC ist die zentrale Datensammelstelle und Infrastruktur f&uuml;r die Nachhandelsverarbeitung von au&szlig;erb&ouml;rslich gehandelten Kreditderivaten. Es verwaltet rund 2,3 Millionen Datens&auml;tze f&uuml;r Transaktionen. &Ouml;ffentlich zug&auml;nglich sind bisher nur Daten zum Brutto- und Nettovolumen. Wer die Investoren sind und wie konzentriert der Handel ist, war bisher sogar f&uuml;r die Aufseher ein Geheimnis. Die DTCC vollzieht mit der Ank&uuml;ndigung, auch die Namen der Investoren gegen&uuml;ber Regulierern zu ver&ouml;ffentlichen, eine Kehrtwende. Sie reagiert damit auf die wegen der Griechenland-Krise aufgeheizte politische Stimmung. Athen und mehrere EU-L&auml;nder, darunter auch Deutschland und Frankreich, sehen Spekulanten am Werk, die mit Kreditderivaten (Credit Default Swaps, CDS) auf eine Pleite Griechenlands wetten. Der Derivatemarkt ist 605.000 Mrd. $ schwer, allein Kreditderivate machen 26.600 Mrd. $ aus. Wegen der gigantischen Dimensionen betrachten viele Kritiker den Handel als Risiko f&uuml;r das gesamte Finanzsystem, zumal die Transaktionen meist abseits von offiziellen Handelspl&auml;tzen stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/derivate\/:riskante-wetten-derivateregister-gibt-griechenland-spekulanten-preis\/50092583.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland: Wenn der Waffenh&auml;ndler wegsieht<\/strong><br>\n&Uuml;berall soll Papandreou sparen: bei den Renten, bei den Beamtengeh&auml;ltern, bei den Sozialleistungen &ndash; aber bitte nicht bei der R&uuml;stung! Deutschland hofft, den Griechen 30 Eurofighter f&uuml;r knapp drei Milliarden Euro zu verkaufen. Auch Frankreich bewirbt sich um den Auftrag. Au&szlig;erdem warten Vertr&auml;ge &uuml;ber die Lieferung von sechs franz&ouml;sischen Fregatten im Wert von drei Milliarden auf die Unterschrift des Athener Verteidigungsministers. Macht sich der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy vielleicht deshalb jetzt so nachdr&uuml;cklich daf&uuml;r stark, ein EU-Hilfspaket f&uuml;r die Griechen zu schn&uuml;ren? Der naheliegende Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen griechischen R&uuml;stungsauftr&auml;gen und EU-Hilfen gebe, wird in den Athener Zeitungen seit Wochen thematisiert. Die Vermutung, dass EU-Partner wie Deutschland und Frankreich &uuml;ber die griechischen Haushaltsdefizite seit Jahren vielleicht auch deshalb hinwegsahen, weil die Athener Regierungen Milliarden in die R&uuml;stung steckten, klingt durchaus plausibel.<br>\nUnstrittig ist: Griechenland steht auch deshalb jetzt vor der Pleite, weil sich das Land seit Jahrzehnten einen ruin&ouml;sen R&uuml;stungswettlauf mit dem &ldquo;Erbfeind&rdquo; T&uuml;rkei liefert. Davon profitiert vor allem die deutsche R&uuml;stungsindustrie: Die beiden verfeindeten Nato-Partner sind ihre besten Kunden. Immerhin: Auch im Verteidigungsetat will Athen jetzt sparen. Er soll von 3,1 Prozent des BIP im Jahr 2009 auf 2,8 Prozent zur&uuml;ckgefahren werden. Das w&auml;re aber immer noch rund doppelt so viel wie in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2462187&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nAuf die Wirtschaftskrise reagieren viele Betriebe mit Personalabbau, Kurzarbeit und Abstrichen bei Lohn und Gehalt. Zwischen den Branchen und Besch&auml;ftigtengruppen bestehen aber deutliche Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Erhebung des Projekts LohnSpiegel, die vom WSI-Tarifarchiv der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung durchgef&uuml;hrt wurde. Dieser WSI-Report stellt die Gesamtergebnisse vor und pr&auml;sentiert dar&uuml;ber hinaus detaillierte Daten f&uuml;r die Metallindustrie, die chemische Industrie und den Finanzdienstleistungssektor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/show_product_wsi.html?productfile=HBS-004669.xml\">WSI<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_2_10.pdf\">WSI Report 02\/M&auml;rz 2010 [PDF &ndash; 73 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stephan Hebel: Kein Job &ndash; keine Wohnung?<\/strong><br>\nWas ist skandal&ouml;s an Hartz IV? Dass es Menschen in Niedriglohn-Jobs zwingt? Dass die Regels&auml;tze nicht mal dem Grundrecht auf Menschenw&uuml;rde entsprechen? Ach was. Fragen Sie die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit, dann erfahren Sie: Das Problem ist, dass die Hartz-IV-Empf&auml;nger ihre Rechte wahrnehmen.<br>\nAnders jedenfalls ist Heinrich Alt, der stellvertretende Chef der Agentur, nicht zu verstehen. Er macht in der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; einen Vorschlag: Die Kommunen sollten den Betroffenen k&uuml;nftig nicht mehr ihre reale Miete erstatten (in einer Wohnung, deren maximale Gr&ouml;&szlig;e man ihnen schon jetzt vorschreibt). Statt dessen sollte es, so Alt, k&uuml;nftig eine Wohn-Pauschale geben, die von Kreisen, St&auml;dten und Gemeinden festgelegt w&uuml;rde. Das w&uuml;rde &ndash; die Arbeitslosen sind ja bekanntlich zu faul &ndash; endlich &ldquo;Anreize schaffen, sich g&uuml;nstigeren Wohnraum zu beschaffen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2461212_Kommentar-zu-Hartz-IV-Kein-Job-keine-Wohnung.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierung will Befristungen ausweiten. Firmen k&ouml;nnen damit K&uuml;ndigungsschutz umgehen<\/strong><br>\nF&uuml;r viele ist es mittlerweile eine bittere Realit&auml;t: Arbeitsverh&auml;ltnisse werden h&auml;ufig nur auf Zeit abgeschlossen. 8,9 Prozent der knapp 31 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Deutschland hatten 2008 einen befristeten Arbeitsvertrag. Oft sind es j&uuml;ngere Besch&auml;ftigte, die nur &uuml;ber Zeitvertr&auml;ge eine Chance bekommen, ins Berufsleben einzusteigen. Jeder zweite von ihnen unterschreibt mittlerweile auf Zeit. Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass Dienstleis&shy;tungsberufe sowie ausl&auml;ndische Arbeitnehmer\/innen am st&auml;rksten betroffen sind.<br>\n2001 waren noch rund 32 Prozent der abgeschlossenen Arbeitsvertr&auml;ge befristet. Im ersten Halbjahr 2009 bekamen, so das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), schon 47 Prozent der neu eingestellten Mitarbeiter\/innen einen Zeitvertrag.<br>\n&ldquo;Wir werden die M&ouml;glichkeit einer Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen so umgestalten, dass die sachgrundlose Befristung nach einer Wartezeit von einem Jahr auch dann m&ouml;glich wird, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein Arbeitsverh&auml;ltnis bestanden hat&rdquo;, hei&szlig;t es im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat k&uuml;rzlich angek&uuml;ndigt, befristete Arbeitsvertr&auml;ge zu erleichtern. Dazu werde das Ministerium in K&uuml;rze einen Gesetzentwurf vorlegen. Damit wird der K&uuml;ndigungsschutz quasi durch die Hintert&uuml;r ausgeh&ouml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das gesetzliche Lohnabstandsgebot<\/strong><br>\nNun ist es allerdings keineswegs erst seit Einf&uuml;hrung des &raquo;Hartz-IV&laquo;-Systems so, dass legal Erwerbst&auml;tige immer &uuml;ber ein h&ouml;heres Einkommen verf&uuml;gen als vergleichbare Nichterwerbst&auml;tigen-Haushalte; hierf&uuml;r trugen in der Geschichte der seit 1962 mit Rechtsanspruch ausgestatteten F&uuml;rsorge zun&auml;chst der jedem erwerbst&auml;tigen Hilfesuchenden zustehende Mehrbedarf und sp&auml;ter der anrechnungsfreie Absetzbetrag bzw. Erwerbst&auml;tigen-Freibetrag (sogenannte Hinzuverdienst-Regelung) Sorge.<br>\nAber obwohl das verf&uuml;gbare Einkommen eines Erwerbst&auml;tigen nach geltendem Recht stets h&ouml;her ausf&auml;llt als bei der gerne als bequemere Variante suggerierten Alternative des ausschlie&szlig;lichen F&uuml;rsorgebezugs, so bleibt doch der &ouml;ffentlich gef&uuml;hlte und als zu gering empfundene Lohnabstand ein am Ende unkontrollierbarer gesellschaftspolitischer Sprengsatz.<br>\nDie Entwicklung des Lohnniveaus wie auch die des Rentenniveaus d&uuml;rften in einem solchen politischen Entscheidungsprozess von nicht unerheblicher Bedeutung sein. Das geltende Lohnabstandsgebot kann hierbei jedenfalls keine Hilfestellung mehr leisten und sollte deshalb ersatzlos gestrichen und durch einen Hilfebed&uuml;rftigkeit vermeidenden allgemeinen Mindestlohn abgel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/dukumente\/2010\/2010-03-19%20Lohnabstandsgebot.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 614 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndige beurteilen Ratingagenturen kritisch<\/strong><br>\nDie Arbeit von Ratingagenturen und die Bedeutung der von ihnen erstellten Ratings ist von den meisten Sachverst&auml;ndigen in einer Anh&ouml;rung des Finanzausschusses am Mittwoch kritisch beurteilt worden. So &auml;u&szlig;erte die Deutsche Bundesbank Zweifel, ob neue Ratingagenturen auf dem bisher von wenigen Unternehmen beherrschten Markt die Verh&auml;ltnisse wesentlich &auml;ndern w&uuml;rden. Sie k&ouml;nnten sich m&ouml;glicherweise nur auf dem Markt etablieren, indem sie f&uuml;r Unternehmen und Wertpapiere bessere Bewertungen als die Wettbewerber abgeben w&uuml;rden. Auch die Gr&uuml;ndung einer staatlichen Ratingagentur beurteilte die Bundesbank mit Blick auf deren Ratings von anderen Staaten wie Griechenland kritisch. Ratings k&ouml;nnten eigenst&auml;ndige Analysen nicht ersetzen, erkl&auml;rte die Bundesbank.<br>\nAnlass der Anh&ouml;rung war der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf eines Ausf&uuml;hrungsgesetzes zur europ&auml;ischen Verordnung &uuml;ber Ratingagenturen (17\/716), mit dem Konsequenzen aus der Finanzkrise gezogen werden sollen. Die Agenturen h&auml;tten die verschlechterte Marktlage nicht fr&uuml;h genug erkannt, wird darin kritisiert. K&uuml;nftig sollen Agenturen zahlreiche Bestimmungen beachten m&uuml;ssen. So drohen Bu&szlig;gelder bis zu 1 Million Euro, wenn eine Ratingagentur sowohl Beratungsleistungen erbringt als auch die Produkte des beratenen Unternehmens mit Ratings versieht. Bis zur Gr&uuml;ndung einer Europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rde soll die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die neuen Aufgaben &uuml;bernehmen. Die vorgeschriebene Trennung von Rating und Beratung l&auml;sst sich nach Ansicht des Unternehmensberaters Karl-Heinz Bachst&auml;dt umgehen, indem eine Agentur ihr Bewertungs- und Beratungsgesch&auml;ft unter dem Dach einer Holding aufteilt. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte die Trennung von Rating und Beratung unterlaufen werden, wenn die Mitarbeiter einer Ratingagentur unmittelbar nach Ende der T&auml;tigkeit dort in die Beratungsfirma wechseln w&uuml;rden. Der Bu&szlig;geldrahmen sei vor dem Hintergrund der Milliarden-Ums&auml;tze der gro&szlig;en Ratingagenturen &rdquo;viel zu niedrig&ldquo;, kritisierte Bachst&auml;dt. F&uuml;r ein europ&auml;isches Ratingsystem sprach sich Wolfgang Gerke (Bayerisches Finanz Zentrum) aus, zeigte sich jedoch zugleich &rdquo;pessimistisch, das dies gelingt&ldquo;.<br>\nSusanne Uhl vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte, private externe Ratings w&uuml;rden heute weitestgehend interne Bewertungen seitens der Gl&auml;ubiger ersetzen. Bei strukturierten Produkten h&auml;tten Banken und Bankaufsicht heute keine eigene Expertise mehr. Diese Expertise m&uuml;sse es wieder geben, forderte Uhl. Zugleich kritisierte sie die Auswirkungen der Arbeit der Agenturen, die mit der Bewertung der Kreditw&uuml;rdigkeit von Unternehmen, Staaten, L&auml;ndern und Kommunen &uuml;ber die Zinsbelastung der betroffenen Schuldner entscheiden w&uuml;rden. &rdquo;Im Bereich von Finanzprodukten agieren sie wie ein Finanz-T&uuml;V, ohne jedoch f&uuml;r Falschbewertungen zu haften.&ldquo; Der Zentrale Kreditausschuss best&auml;tigte, dass die Banken keine Systeme h&auml;tten, um umgepackte Finanzprodukte zu bewerten. Man habe jedoch hervorragende Systeme zur Bewertung zum Beispiel von mittelst&auml;ndischen Unternehmen. Bertram Theilacker, Vorstandsmitglied einer Sparkasse, erkl&auml;rte, mit der Einf&uuml;hrung einer Aufsicht im Gesetzentwurf werde ein an sich nicht richtiges System nur best&auml;tigt. Ratingagenturen w&uuml;rden auch k&uuml;nftig f&uuml;r ihre Urteile von den Beurteilten bezahlt. &rdquo;Die Gefahr, dass Risiken unterzeichnet werden bleibt damit latent vorhanden&ldquo;, erkl&auml;rte Theilacker.<br>\nVertreter der Ratingagenturen begr&uuml;&szlig;ten die beabsichtigte europ&auml;ische Harmonisierung der Aufsicht. Ratings seien Meinungen und das werde auch so bleiben, sagte der Vertreter von &rdquo;Fitch Deutschland&ldquo;. Prognosen w&uuml;rden manchmal schiefgehen. In der Stellungnahme von &rdquo;Moody&rsquo;s Investor Service&ldquo; (MIS) hie&szlig; es unter anderem, aus den dramatischen Ver&auml;nderungen des Finanzsystems h&auml;tten sich wichtige Lehren ergeben. MIS habe darauf mit einer Vielzahl von Initiativen reagiert, &rdquo;um die Qualit&auml;t, Unabh&auml;ngigkeit und Transparenz seiner Ratings zu verbessern&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_03\/2010_087\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Siebte Festnahme im britischen Insiderskandal<\/strong><br>\nDie Londoner Finanzmarktaufsicht FSA hat in der bislang spektakul&auml;rsten Aktion dieser Art einen Ring mutma&szlig;licher Insiderh&auml;ndler ausgehoben.. Zu den Festgenommenen z&auml;hlen Martyn Dodgson, Managing Director in der Brokersparte der Deutschen Bank, und Clive Roberts, Leiter des europ&auml;ischen Aktienhandels beim franz&ouml;sischen Brokerhaus Exane BNP Paribas. Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Hedge-Fonds Moore Capital mitgeteilt, dass die FSA gegen einen ihrer Mitarbeiter ermittele. Es soll sich dabei nach Medienberichten um Moore-Direktor Julian Rifat handeln. Befragt wurde dar&uuml;ber hinaus Graeme Shelly, H&auml;ndler beim Brokerhaus Novum Securities. Der &ldquo;Daily Telegraph&rdquo; berichtete, dass auch gegen Iraj Parizi von Aria Capital ermittelt wird.<br>\nF&uuml;r die FSA ist das die bisher spektakul&auml;rste Aktion ihrer Art. Die Polizei durchsuchte mit 140 Beamten insgesamt 16 Wohnungen und B&uuml;ros. Computer und Dokumente wurden beschlagnahmt. &ldquo;Das ist schon sehr bemerkenswert&rdquo;, sagte Simon Morris, Anwalt bei der Kanzlei CMS Cameron McKenna. &ldquo;Die betroffenen Banken sind wichtige Adressen. Das zeigt, dass die FSA sich auf die Gro&szlig;en der Branchen fokussiert.&rdquo; &ldquo;Wir gehen davon aus, dass das F&uuml;hrungspersonal entweder selbst oder &uuml;ber Mittelsm&auml;nner Informationen an H&auml;ndler weitergegeben hat, die damit erhebliche Gewinne erzielt haben&rdquo;, hie&szlig; es in der Erkl&auml;rung der FSA. Sie bezeichnete die Durchsuchungen und Verhaftungen als gr&ouml;&szlig;te Aktion ihrer Art in der der Geschichte der FSA. Zudem erkl&auml;rte sie, es handele sich vermutlich um einen l&auml;nger operierenden Ring.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:schlag-gegen-die-city-siebte-festnahme-im-britischen-insiderskandal\/50092686.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wen erstaunt noch die kriminelle Energie der Spitzenkr&auml;fte dieser Branche?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Massen bezahlen<\/strong><br>\nDie britische Regierung will bei der Umsetzung ihres Sozialkahlschlagsprogramms noch einmal zulegen. Sie rechnet jetzt mit einem geringeren Haushaltsdefizit als zun&auml;chst angenommen. Die Kreditaufnahme werde in diesem Jahr bei 167 Milliarden Pfund (186 Milliarden Euro) liegen, erkl&auml;rte Finanzminister Alistair Darling bei der Vorstellung des Haushalts am Mittwoch im Unterhaus. Bislang war London von 178 Milliarden Pfund ausgegangen. Auf dem Weg zum Parlament trafen Darling und seine Kollegen auf zahlreiche Streikposten der Public and Commercial Services Union (PCS). &Uuml;ber 200000 Mitglieder dieser Gewerkschaft, &uuml;berwiegend Besch&auml;ftigte in Beh&ouml;rden, Abteilungen der Polizei, aber auch Parlamentsangestellte, nutzten den Tag, um zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage gegen die Sparpl&auml;ne der Regierung zu streiken. In Arbeits&auml;mtern, Gerichten und Callcentern verschiedenster Beh&ouml;rden ruhte die Arbeit. In vielen St&auml;dten, unter anderem London, Birmingham und Manchester, gab es Streikkundgebungen und Proteste, an denen sich jeweils Hunderte Menschen beteiligten. Die britischen Staatsangestellten wehren sich mit dem Streik gegen den Versuch der Regierung, die Abfindungspakete im Fall von Entlassungen um ein Drittel abzusenken. Wie PCS-Generalsekret&auml;r Mark Servotka erkl&auml;rte, gab es unter der Labour-Regierung bereits 100000 Stellenstreichungen bei staatlichen Beh&ouml;rden. Die PCS vermutet f&uuml;r die kommenden Jahre noch schlimmerer Entwicklungen und k&uuml;ndigte weiteren Widerstand gegen jegliche K&uuml;rzungspl&auml;ne an. Die Bef&uuml;rchtungen scheinen berechtigt. Die Financial Times forderte am Mittwoch, die kommende Regierung m&uuml;sse nach den Wahlen brutaler als Margaret Thatcher vorgehen. K&uuml;rzungen f&uuml;r Bildung und das Gesundheitswesen wurden bereits angek&uuml;ndigt. 500 Millionen Pfund sollen allein bei den Universit&auml;ten eingespart werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/03-25\/040.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> W&auml;hrend an den Finanzm&auml;rkten wieder H&ouml;chstgewinne angestrebt werden, die Ungleichvereitlung von Einkommen und Verm&ouml;gen Rekorde bricht, f&auml;llt den Staaten bzw. ihren Regierungen nichts Besseres ein, als ihre eigene Grundlage, den &ouml;ffentlichen Dienst, ausbluten zu lassen. Bald wird wie in den meisten afrikanischen oder sogar vielen osteurop&auml;ischen Staaten unser &ouml;ffentlicher Dienst ohne ein zus&auml;tzliches Bakschisch nicht mehr funktionieren k&ouml;nnen. Dreimal d&uuml;rfen sie raten, wem das nichts ausmacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Linke will Riester-Faktor streichen<\/strong><br>\nDer sogenannte Riester-Faktor in der Rentenformel soll gestrichen werden. Dies fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17\/1145), in dem sie zugleich verlangt, dass Rentenerh&ouml;hungen k&uuml;nftig nicht geringer ausfallen sollen, weil entsprechend der Formel und bestehender Gesetze Minderungen, die zun&auml;chst nicht wirksam wurden, in Folgejahren nachgeholt werden m&uuml;ssen. Dar&uuml;ber hinaus wollen die Parlamentarier das Ziel der Beitragsdeckelung aus dem Gesetz streichen.<br>\nUnterbliebene D&auml;mpfungen f&uuml;hrten dazu, dass eine Art Minuskonto aufgebaut werde, das in den Folgejahren immer dann abgebaut werden m&uuml;sse, wenn die Rente eigentlich erh&ouml;ht werden k&ouml;nnte, begr&uuml;ndet die Linke ihren Vorsto&szlig;. Die in die Rentenformel eingef&uuml;hrten sogenannten D&auml;mpfungsfaktoren &rdquo;f&uuml;hren dazu, dass das Rentenniveau bis 2030 um ein Viertel sinken wird&ldquo;. Wenn dieser Trend nicht gestoppt werde, w&uuml;rden in Zukunft selbst langj&auml;hrige Versicherte nur noch schwerlich auf eine Rente oberhalb des Niveaus der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung kommen, wenn sie nicht &uuml;berdurchschnittlich verdienten, hei&szlig;t es weiter. Infolgedessen werde sich Altersarmut ausbreiten und das &ouml;ffentliche Pflichtversicherungssystem werde an Akzeptanz verlieren.<br>\nDie Deckelung des Beitrags zur Rentenversicherung habe &rdquo;ohnehin nur zu einer Entlastung der Arbeitgeber gef&uuml;hrt&ldquo;, schreibt die Linksfraktion. Die Versicherten seien durch die ihnen abverlangte zus&auml;tzliche private und betriebliche Altersvorsorge weit st&auml;rker belastet, &rdquo;als sie es bei einer parit&auml;tischen Finanzierung guter Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung w&auml;ren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_03\/2010_087\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kopfpauschale: Schwarz-gelber Gesundheits-&bdquo;Hartz&ldquo;<\/strong><br>\nBei der angek&uuml;ndigten Kopfpauschale &hellip; h&auml;tten alle die gleiche Pr&auml;mie zu zahlen, egal wie hoch ihr Einkommen ist. Bruttoentgelte im oberen Bereich w&uuml;rden demnach entlastet, im unteren Entgeltbereich l&auml;ge die Belastung dagegen h&ouml;her als heute. Gleichzeitig soll der Arbeitgeberanteil von derzeit 7,0% eingefroren werden.<br>\nDa die Gesundheitskosten aber st&auml;rker steigen als die Arbeitnehmerverdienste, w&auml;ren die Arbeitgeber fein raus; die &uuml;ber die Jahre wachsende L&uuml;cke m&uuml;ssten die Mitglieder &uuml;ber dann steigende Pr&auml;mien alleine schlie&szlig;en&hellip;<br>\nBei der &raquo;kleinen&laquo; Kopfpauschale werden Arbeitnehmer und Rentner mit beitragspflichtigen Einnahmen bis etwa 1.700 &euro; monatlich &uuml;berproportional belastet, da sie bis zu diesem Betrag teilweise deutlich mehr als 1,7% bzw. 0,8% vom Lohn oder der Rente zahlen m&uuml;ssten. Bei h&ouml;heren Einnahmen fiele die Zusatzbelastung dagegen unterproportional aus; sollte gleichzeitig der Sonderbeitrag entfallen, k&ouml;nnten Einkommen von etwa 3.200 &euro; und mehr sogar mit einer Entlastung gegen&uuml;ber heute rechnen.<br>\nZumindest f&uuml;r alle L&ouml;hne und Renten, die unter 1.700 &euro; liegen, w&auml;re somit ein Belastungsausgleich erforderlich. Das aber bedeutet: Gut 9 Millionen Arbeitnehmer und rd. 15 Millionen Rentner m&uuml;ssten sich in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden einer Einkommenspr&uuml;fung unterwerfen, um an ihr Geld zu kommen. Ergebnis w&auml;re ein schwarz-gelber Gesundheits-&raquo;Hartz&laquo; f&uuml;r rd. ein Drittel der Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/dukumente\/2010\/2010-03-24%20Kopfpauschale.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremer [PDF &ndash; 117 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schrott-Autobahn A1: Dem Pfusch auf der Spur<\/strong><br>\nErst wenige Wochen alt und schon muss saniert werden: Auf Teilen der gerade ausgebauten&nbsp; A1 zwischen Bremen und Hamburg br&ouml;ckelt der Fl&uuml;sterasphalt. Ein Schlagloch reiht sich ans n&auml;chste. Die private Betreiber- und Ausbaufirma A1 mobil GmbH r&auml;tselt noch &uuml;ber die Ursache, die Ergebnisse stehen noch aus.<br>\nGesellschafter der Betreiberfirma ist unter anderem der Baukonzern Bilfinger und Berger. Der Bauriese stand in der Vergangenheit wiederholt unter Verdacht, bei verschiedenen Projekten Pfusch abgeliefert zu haben.<br>\nSollte die A1 mobil GmbH durch wiederholte Baum&auml;ngel, Fehleinsch&auml;tzungen der Kosten oder andere Probleme in eine finanzielle Schieflage geraten, k&ouml;nnte das Mammut-Projekt f&uuml;r Bilfinger und Berger und die anderen beteiligten Unternehmen dennoch nahezu risikofrei bleiben. Denn durch die Gr&uuml;ndung der A1 mobil GmbH &amp; Co. KG haften die Gesellschafter nur mit ihrer Einlage von insgesamt 10.000 Euro und dem Stammkapital von 26.000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/markt\/archiv\/auto_verkehr_reisen\/autobahn240.html\">NDR Markt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Eine zwar schon &auml;ltere, aber immer noch aktuelle Reportage, die sehr sch&ouml;n die &ldquo;Segnungen&rdquo; der Privatisierung am Beispiel der Pfusch-Autobahn A1 deutlich macht. Wobei die Segnungen nur f&uuml;r die privaten Investoren gelten, da die Vertr&auml;ge offenbar wieder einmal so gestaltet sind, dass am Ende wieder der Steuerzahler der Dumme ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>(I)n(f)eri(o)rit&auml;t aus M&uuml;nchen<\/strong><br>\nDa sind wir bei den Ifo-Erwartungen also wieder auf einem Indexwert von knapp 102 Z&auml;hlern. Genauso wie im Juli 2007, als der Dax seinen bisherigen Rekordschlusskurs von 8105,69 Punkten erreichte. Der Fortgang der damaligen Geschichte ist bekannt. Die Anleger hatten die Finanzkrise bis Ende 2007 beharrlich ignoriert, und von den Firmen war noch im Fr&uuml;hjahr 2008 zu h&ouml;ren, dass sie das Gerede von einer Kreditklemme beim besten Willen nicht verstehen k&ouml;nnten.&nbsp; Sagt der Ifo heute mehr &uuml;ber den fundamentalen Zustand der Wirtschaft aus als damals? Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s. Aber f&uuml;rs Erste darf man h&ouml;chstens hoffen, dass die Wirtschaft leicht &uuml;berdurchschnittlich w&auml;chst. Angesichts des BIP-R&uuml;ckgangs von f&uuml;nf Prozent im vergangenen Jahr ist schon das kein echter Trost. Denn bei Fortschritten wie diesen w&uuml;rde es Jahre dauern, bis die Kapazit&auml;ten wieder gut ausgelastet w&auml;ren. Dabei ist die Kerninflation in Deutschland bereits auf 0,6 Prozent gesunken. Wo sollen da die am Aktienmarkt unterstellten Umsatzzuw&auml;chse (4,2 und 4,8 Prozent im MSCI Deutschland f&uuml;r 2010 und 2011) herkommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-i-n-f-eri-o-ritaet-aus-muenchen\/50092825.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zur Information: Die Gemeinschaftsdiagnose der&nbsp; f&uuml;hrenden Wirtschaftsforschungsinstitute (Herbst 2009) prognostizierte f&uuml;r 2010&nbsp; ein Wachstum des BIP&nbsp; von 1,2 Prozent, die Bundesregierung geht von 1,4 Prozent aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sind drei Konjunkturforschungsinstitute genug? <\/strong><br>\nEs war mir in Erinnerung geblieben, dass Manfred J.M. Neumann den Trend einst ausgel&ouml;st hat, wonach Deutschlands f&uuml;hrende Konjunkturforschungsinstitute immer mehr wissenschaftlich arbeiten sollen &ndash; was bei denen mittlerweile auf viel Kritik st&ouml;&szlig;t, die von den Instituten eigentlich politisch beraten werden wollen. Grund genug, bei dem streitf&auml;higen Bonner Wirtschaftswissenschaftler nachzufragen, ob er mit dem Ergebnis wirklich gl&uuml;cklich ist. Hier sind die &ndash; &uuml;berraschenden &ndash; Antworten, die er darauf in einem Interview im neuen Capital-Heft gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2326&amp;blogId=10\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das h&auml;tte ich mir nicht tr&auml;umen lassen, dass ein hoch geachtetes Mitglied der deutschen &Ouml;konomenzunft, Mitglied des wirtschaftsliberalen Kronberger Kreises, heute vermisst, dass die Institute einst &ldquo;vehement f&uuml;r eine Position eintraten und auch mal unterschiedliche Auffassungen vortrugen. Das war wichtig. Heute wei&szlig; man nicht mehr bei jedem Institut, wof&uuml;r es eigentlich steht.&rdquo; Habe eigentlich erwartet, dass er mit dem Sieg der neoliberalen Sauce zufrieden sein w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&raquo;Weckruf&laquo; des Innenministers<\/strong><br>\nF&uuml;r die Konservativen ist die Welt wieder in Ordnung: Die Linken sind noch schlimmer als die Nazis.<br>\nEs ist ja so einfach: Auf zunehmende Naziaufm&auml;rsche und wachsende neofaschistische Gewalt reagiert der Staat wie das Kaninchen vor der Schlange (Beispiele klammheimlicher Sympathie einmal ausgenommen). Ob im Westen oder im Osten, in Dortmund wie in Dresden: Da&szlig; die von den Nazis angek&uuml;ndigten Gro&szlig;demonstrationen in der Vergangenheit gescheitert sind, liegt nicht am energischen Einschreiten der staatlichen Beh&ouml;rden. Es liegt vielmehr an der beherzten Zivilcourage Tausender B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die sich das Recht herausnehmen, sich im wahrsten Sinn des Wortes querzustellen: Auf der Stra&szlig;e, den Nazis in den Weg.<br>\nDoch statt diesen Mut zu honorieren, setzt die Staatsmacht oft genug ihre Wasserwerfer und Schlagstockeinheiten gegen die antifaschistischen Demonstranten ein. Wer sich widersetzt, wird flugs zum &raquo;linksextremen Gewaltt&auml;ter&laquo;. Und schon stimmt die Statistik wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/03-25\/035.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>11 000 Steuerbetr&uuml;ger haben sich bislang selbst angezeigt<\/strong><br>\nDie Zahl der Selbstanzeigen d&uuml;rfte sich jetzt noch erh&ouml;hen: Straffrei geht ein Steuers&uuml;nder nur dann aus, wenn er noch keine Kenntnis von einem laufenden Ermittlungsverfahren hat und die Tat von den Beh&ouml;rden noch nicht entdeckt worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,3065932?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>US-Konzerne liefern Technik f&uuml;r Internetzensur<\/strong><br>\n&ldquo;Google setzt mit seinem R&uuml;ckzug vom chinesischen Markt ein positives Beispiel f&uuml;r andere Konzerne in China&rdquo;, sagte Markus Beckedahl am Dienstag der taz. Beckedahl betreibt das Blog netzpolitik.org. &ldquo;Nun w&auml;re es wichtig, dass sich weitere Technologiekonzerne wie Microsoft und Yahoo gegen die Zensur in China stellen&rdquo;, erkl&auml;rte er. Dabei sind es nicht nur Internetfirmen, sondern auch Infrastrukturkonzerne wie der Netzwerkausr&uuml;ster Cisco, die mit China gl&auml;nzende Gesch&auml;fte machen. Der Konzern aus Kalifornien geh&ouml;rt zu den wichtigsten Lieferanten f&uuml;r die Technologie, mit der China die Internetkommunikation seiner B&uuml;rger &uuml;berwacht. Das Unternehmen hat nach einem Bericht des britischen Guardian etwa 60 Prozent der Technik geliefert, mit der die chinesischen Beh&ouml;rden alle ihr unliebsamen Internetinhalte blockieren. Motorola, Oracle und Nortel liefern ebenfalls Internettechnik nach China. Cisco verkaufe j&auml;hrlich Netzwerkhardware f&uuml;r etwa 500 Millionen US-Dollar nach China, sch&auml;tzt der Guardian. B&uuml;rgerrechtsaktivisten fordern deshalb ein politisches Eingreifen. &ldquo;Ein Exportstopp gerade f&uuml;r Internetfiltertechnologien ist immer wieder gefordert worden&rdquo;, sagt Markus Beckdahl. Das Lieferverbot sei aber gegen den Widerstand der Wirtschaft bisher nicht durchsetzbar gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F03%2F24%2Fa0088&amp;cHash=cc152de1db\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich ist die Verurteilung repressiver, staatlicher Kontrolle der chinesischen B&uuml;rger im Internet ein wichtiges Anliegen, aber wir sollten die Frage der Unterst&uuml;tzung autorit&auml;rer Staaten durch die USA oder Europa auch realistisch zu Ende denken. Der wichtigste Faktor dabei ist der Handel. Im Warenaustausch kann h&auml;ufig genug nicht unterschieden werden, ob die Handelsware zivilen oder milit&auml;rischen Zwecken dient bzw. hilft, den staatlichen Repressionsapparat auszubauen. &ndash; aber das ist eine Frage, die sich nicht nur im Falle Chinas stellt. Nat&uuml;rlich d&uuml;rfen im Namen des Freihandels, darauf besteht die WTO und nat&uuml;rlich das Exportkapital, keine tiefergehenden Fragen nach den Zweck von Waren und den Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden, gestellt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Ramsauer fordert von Bahn mehr Qualit&auml;t<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) appelliert an die Deutsche Bahn AG, konsequent an der Qualit&auml;t zu arbeiten. Der neue Aufsichtsrat soll eng mit dem Bund zusammenarbeiten. CDU-Politiker Georg Brunnhuber wird neuer Cheflobbyist &ndash; eine pikante Personalie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2550885,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das geht wohl am besten, wenn der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Bahn-Ex-Aufsichtsrat Georg Brunnhuber neuer Bahn-Cheflobbyist wird!<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Verbrauchersch&uuml;tzer Krawinkel: Wir brauchen eine zweite Bahnreform<\/strong><br>\nFahrg&auml;ste der Deutschen Bahn klagen &uuml;ber sp&auml;te und ausfallende Z&uuml;ge oder marode Stationen. Verbrauchersch&uuml;tzer Holger Krawinkel sagt auf FR-online.de, was die Politik tun muss, um das zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2457657_Wir-brauchen-eine-zweite-Bahnreform.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Forsa-Chef G&uuml;llner: &ldquo;Westerwelle und der Klerus ruinieren die Regierung.&rdquo;<\/strong><br>\nIm &ldquo;Stern&rdquo;-RTL-Wahltrend fiel die Union im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 32 Prozent &ndash; ihren niedrigsten Wert seit der Bundestagswahl vor einem halben Jahr. Die FDP stagniert bei 8 Prozent. Gemeinsam erreichen Union und FDP damit nur noch 40 Prozent der Stimmen.<br>\nDie SPD klettert um 2 Punkte auf 25 Prozent, ihren besten Wert seit der Bundestagswahl. Die Linke steigt um einen Punkt auf 12 Prozent. Die Gr&uuml;nen verlieren dagegen einen Punkt, bleiben mit 15 Prozent aber weiter stark. Mit zusammen 52 Prozent liegt das Oppositionslager nunmehr 12 Punkte vor Schwarz-Gelb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:wahltrend-union-stuerzt-auf-32-prozent\/50092427.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Bundesregierung stellte bislang 4,4 Millionen Euro f&uuml;r Bildungspr&auml;mie bereit<\/strong><br>\nF&uuml;r die Bildungspr&auml;mie sind aus dem Bundeshaushalt bislang Mittel in H&ouml;he von rund 4,4 Millionen Euro ausgezahlt worden, davon circa 320.000 Euro aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds. Dies geht aus einer Antwort (17\/734) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der SPD (16\/566) hervor. Seit 1. Dezember 2008 wurden bereits 11.970 Pr&auml;miengutscheine ausgegeben und davon bislang 2.949 eingel&ouml;st. Zudem wurde das Kontingent der bundesweit einzurichtenden Beratungsstellen auf 701 angehoben, hei&szlig;t es in der Antwort weiter.<br>\nAuf die Frage, welche Schl&uuml;sse die Bundesregierung aus den ersten Erfahrungen mit den Pr&auml;miengutscheinen ziehe, teilt sie mit, dass die ersten Zahlen des Jahres 2010 &rdquo;deutlich die positiven Auswirkungen der ge&auml;nderten F&ouml;rderkonditionen und der gesteigerten Bekanntheit&ldquo; zeigen. Die Anhebung des maximalen Gutscheinwertes von 154 Euro auf 500 Euro habe das Programm zudem deutlich attraktiver gemacht. Dennoch m&uuml;sse die Ausgabe der Pr&auml;miengutscheine durch fortgesetzte Informationsverbreitung weiter erh&ouml;ht werden, auch wenn derzeit w&ouml;chentlich &uuml;ber 1.000 Pr&auml;miengutscheine verteilt w&uuml;rden, f&uuml;hrt die Bundesregierung weiter aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_03\/2010_087\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Erfolg sieht anders aus!<br>\nZur Erl&auml;uterung: Mit dem Ziel, die Weiterbildungsbeteiligung von ca. 43 Prozent auf 50 Prozent bis 2015 zu steigern und den drohenden Fachkr&auml;ftemangel abzu- mildern, hat die Bundesregierung in ihrer Qualifizierungsinitiative &bdquo;Aufstieg durch Bildung&ldquo; (Bundestagsdrucksache 16\/7750) im Januar 2008 zur F&ouml;rderung der individuellen beruflichen Weiterbildung das Instrument der &bdquo;Bildungspr&auml;mie&ldquo;, mit seinen drei Komponenten Weiterbildungspr&auml;mie, Weiterbildungssparen und Weiterbildungsdarlehen, auf den Weg gebracht.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Mit der Weiterbildungspr&auml;mie (Pr&auml;miengutschein) von bis zu 154 Euro (ab 1. Januar 2010 500 Euro) im Jahr erhalten Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen als Anreiz f&uuml;r ihre privaten Bildungsinvestitionen eine anteilige staatliche Kofinanzierung als direkte Transferleistung, um einen vergleichbaren Entlastungseffekt zu erzielen, wie er f&uuml;r h&ouml;here Einkommen durch den Werbungskosten-\/Betriebsausgabenabzug im Einkommensteuergesetz bereits gegeben ist.<\/em><\/li>\n<li><em>Die zur Inanspruchnahme der Pr&auml;mie notwendige Eigenbeteiligung kann durch eine Entnahme aus dem angesparten Guthaben nach dem F&uuml;nften Verm&ouml;gensbildungsgesetz (VermBG) erfolgen (Weiterbildungssparen), auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist.<\/em><\/li>\n<li><em>Das Weiterbildungsdarlehen sollte unabh&auml;ngig von der H&ouml;he des Einkommens vergeben werden und damit auch f&uuml;r Personen mit h&ouml;herem Einkommen beziehungsweise f&uuml;r Weiterbildungsma&szlig;nahmen mit einem gr&ouml;&szlig;eren Finanzierungsbedarf zur Verf&uuml;gung stehen. Die Weiterbildungspr&auml;mie und das Weiterbildungssparen sind seit dem 1. Dezember 2008 bzw. seit dem 1. Januar 2009 abrufbar.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Weiter &ldquo;Erheblicher Handlungsbedarf&rdquo; bei Umsetzung des Bologna-Prozesses<\/strong><br>\nNach Angaben der Bundesregierung besteht in allen L&auml;ndern, die am sogenannten Bologna-Prozess teilnehmen, &rdquo;erheblicher Handlungsbedarf&ldquo;. Das sagte ein Regierungsvertreter am Mittwochmorgen im Ausschuss f&uuml;r Bildung, Forschung und Technikfolgenabsch&auml;tzung bei der Vorstellung des Berichts zur Bologna-Jubil&auml;umskonferenz, die am 11. und 12. M&auml;rz 2010 in Budapest und Wien stattgefunden hat. Das Ziel, mit der gemeinsamen Hochschulreform, einen europ&auml;ischen Hochschulraum zu schaffen, &bdquo;ist ein St&uuml;ck weit Realit&auml;t geworden&ldquo;, sagte der Regierungsvertreter. Dennoch m&uuml;sse unter anderem &bdquo;das Kernziel der Reform&ldquo;, die Mobilit&auml;t der Studierenden f&uuml;r ein Studium in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu erh&ouml;hen und zu erleichtern, noch deutlich verbessert werden&hellip;<br>\nDer Fraktion der SPD fehlen &bdquo;fassbare Ergebnisse&ldquo;. Der Bericht der Regierung lasse offen, wie die Mobilit&auml;t konkret verbessert werden solle. Die Sozialdemokraten erkundigten sich zudem danach, von welchen Erfahrungen der anderen L&auml;nder Deutschland lernen k&ouml;nne&hellip;<br>\nDie Fraktion Die Linke stellte fest, dass die &bdquo;bildungspolitischen Proteste der Studierenden Spuren hinterlassen haben&ldquo;. Das gelte sowohl f&uuml;r den Bericht der Regierung als auch f&uuml;r die gemeinsame Abschlussdeklaration des Gipfels in Budapest und Wien. Es seien &bdquo;vergleichbar selbstkritische T&ouml;ne, wenn so grunds&auml;tzlicher Handlungsbedarf einger&auml;umt wird&ldquo;. Allerdings bliebe der Bericht &bdquo;vage und unbestimmt&ldquo;, was die daraus zu ziehenden Konsequenzen angehe.<br>\nAls &bdquo;&uuml;berf&auml;lligen Schritt zu mehr Realit&auml;tssinn&ldquo; bezeichnete die die Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen den Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_03\/2010_084\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Christian Sigrist: St. Blasien<\/strong><br>\nEin Beitrag zur aktuellen Diskussion &uuml;ber katholische Internate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14946\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kindermoden Hartz<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/03\/23\/100323_1952_plassmann_kindermode.jpg\" alt=\"Plassmann: Kindermoden Hartz\" title=\"Plassmann: Kindermoden Hartz\" width=\"475\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/03\/23\/100323_1952_plassmann_kindermode.jpg\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Br&uuml;derle schlie&szlig;t Finanzausgleich auf EU-Ebene aus; Lohnpolitische Konvergenz und Solidarit&auml;t oder offener Bruch; Griechenland soll nicht bei den Waffen sparen; Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Besch&auml;ftigte; Kein Job &ndash; keine Wohnung; Regierung will Befristungen ausweiten; gesetzliches Lohnabstandsgebot; die Massen zahlen; Riester-Faktor; Gesundheits-&bdquo;Hartz&ldquo;; Konjunkturforschung; linke Gewalt; 11.000 Steuerbetr&uuml;ger zeigten sich an;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4934\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4934"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4934\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4939,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4934\/revisions\/4939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}