{"id":49378,"date":"2019-02-17T09:00:31","date_gmt":"2019-02-17T08:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378"},"modified":"2019-02-15T13:11:52","modified_gmt":"2019-02-15T12:11:52","slug":"hinweise-der-woche-98","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h01\">M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h02\">Konferenz in Warschau: Pence fordert EU-Ausstieg aus Atomdeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h03\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h04\">Buchbesprechung: Die Hintergr&uuml;nde des Aufstands der &ldquo;Gelben Westen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h05\">Der Westafrikanische Franc: Frankreich und der unsichtbare Kolonialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h06\">Regierung will Kontrolle &uuml;ber die Statistik Austria und bestimmen welche Informationen wir bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h07\">Strompreis: Steuergeschenke nur f&uuml;r Reiche?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h08\">Megadeals mit Immobilien: B&uuml;rger zahlt, Investor strahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h09\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h10\">EU-Rat gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die extremste Version von Artikel 13<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h11\">Wof&uuml;r braucht die ARD denn ein &ldquo;Framing Manual&rdquo;? Generalsekret&auml;rin Susanne Pfab &uuml;ber den viel diskutierten Sprach-Leitfaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h12\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h13\">Der Kapitalismus will aus allen B&uuml;rgern Migranten machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378#h14\">Ozeane vor dem Kollaps<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die &Auml;ra der Gro&szlig;machtrivalit&auml;ten<\/strong><br>\nMit d&uuml;steren Prognosen stimmen die Organisatoren der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz auf die am Freitag beginnende Gro&szlig;veranstaltung ein. Die Welt befinde sich gegenw&auml;rtig in einer &ldquo;&Auml;ra der Gro&szlig;machtrivalit&auml;ten&rdquo;, in der &ldquo;zentrale Bausteine der internationalen Ordnung&rdquo; neu sortiert w&uuml;rden, urteilt Wolfgang Ischinger, Leiter der Konferenz. In den zentralen au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Strategiepapieren der Vereinigten Staaten habe der neue &ldquo;Gro&szlig;m&auml;chtewettbewerb&rdquo; den &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; als zentrales Kampffeld abgel&ouml;st, hei&szlig;t es im neuen Munich Security Report, einem Hintergrundbericht zu der Veranstaltung. Dabei k&ouml;nne sich der Konflikt mit China aus Sicht des US-Establishments &ldquo;zumindest&rdquo; zu einem neuen Kalten Krieg entwickeln. Der Report geht davon aus, dass die Konflikte mit US-Pr&auml;sident Donald Trump in der zweiten H&auml;lfte seiner Amtszeit noch zunehmen. Der EU bescheinigt das Papier unzureichende Bem&uuml;hungen um &ldquo;strategische Autonomie&rdquo;. Ob die &ldquo;&Uuml;bergangsperiode&rdquo; zu einer neuen &ldquo;Ordnung&rdquo; der Welt &ldquo;friedlich sein&rdquo; werde, das sei, hei&szlig;tes, &uuml;berhaupt nicht klar.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Mindestens ein Kalter Krieg&rdquo;<br>\nDer &ldquo;Gro&szlig;m&auml;chtewettbewerb&rdquo;&hellip;hat, so hei&szlig;t es, den &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; der vergangenen beiden Jahrzehnte abgel&ouml;st. Der Begriff bezieht sich auf die US-Rivalit&auml;t sowohl gegen&uuml;ber Russland als auch gegen&uuml;ber China; Washington stuft beide explizit als Rivalen ein. Zu China hei&szlig;t es im Munich Security Report, in den USA werde heute die Auffassung weithin geteilt, das Land sei zum &ldquo;dynamischsten und schwierigsten Konkurrenten der modernen Geschichte&rdquo; geworden. Unter Trump h&auml;tten sich die US-Beziehungen zu Beijing denn auch &ldquo;mehr und schneller verschlechtert als zu jedem Zeitpunkt seit der Aufnahme offizieller Kontakte im Jahr 1979&rdquo;. Die derzeitige Administration scheine &ldquo;zum Mindesten&rdquo; bereit &ldquo;zu akzeptieren, dass das Ergebnis ein neuer Kalter Krieg sein k&ouml;nnte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7859\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> seit Ende des zweiten Weltkriegs haben die USA uns das M&auml;rchen von der &bdquo;gutartigen Hegemonie Amerikas&ldquo; erz&auml;hlt. Bei der Verankerung dieses M&auml;rchens im Bewusstsein der Bev&ouml;lkerung spielte der Council of Foreign Affairs (CFR) eine tragende Rolle. W&auml;hrend dieser ganzen Zeit haben die USA im Hintergrund, auch in Europa, Regierungen gest&uuml;rzt, Wahlen manipuliert, Geheimarmeen aufgebaut (Gladio) und politische Morde begangen. Die Fassade scheint endlich zu br&ouml;ckeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Wertegemeinschaft: Mit Donald Trump in die Willk&uuml;rzone der internationalen Politik<\/strong><br>\nGegen Russland, China und den Rest der Welt. Die aktuellen Entwicklungen lassen bef&uuml;rchten, dass sich die Bundesregierung der destruktiven Au&szlig;enpolitik der Regierung unter Donald Trump unterordnet<br>\nIn den vergangenen Jahren beklagten sich zahlreiche europ&auml;ische Politiker dar&uuml;ber, dass die Regierung unter Donald Trump willk&uuml;rlich Vertragswerke und Abmachungen in den internationalen Beziehungen zerst&ouml;rt. Mit dem versuchten Putsch in Venezuela und dem amerikanischen Austritt aus dem INF-Vertrag hat sich der Tenor allerdings deutlich verschoben.<br>\nNeuerdings beeilen sich auch zahlreiche deutsche Au&szlig;enpolitiker, ihre Wertegemeinschaft mit Donald Trump, Mike Pompeo und Gina Haspel unter Beweis zu stellen, indem sie offensichtliche Rechtsbr&uuml;che in den internationalen Beziehungen begeistert unterst&uuml;tzen. Stephen Walt, Professor f&uuml;r internationale Politik an der Harvard-Universit&auml;t, erinnerte mit Blick auf das Verh&auml;ltnis zwischen USA und EU k&uuml;rzlich daran, dass gemeinsame Werte eine &ldquo;fromme Rhetorik&rdquo; sind. Die &ldquo;regelbasierte Ordnung&rdquo; und eine &ldquo;transatlantische Gemeinschaft&rdquo; bezeichnet er als Schaufensterdekoration: &ldquo;Der wahre Grund, warum sich die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit intensiv f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheit eingesetzt haben, liegt darin, dass sie dachten, es l&auml;ge im Interesse des Landes zu verhindern, dass ein einzelner Staat Europa dominiert und seine reichlich vorhandene industrielle Macht kontrolliert.&rdquo;<br>\nIm Gegensatz zu vielen deutschen Au&szlig;enpolitikern ist dem Herausgeber von Foreign Policy dabei bewusst, dass Europa erheblich gr&ouml;&szlig;er ist als die EU und etwa Russland miteinschlie&szlig;t. Mit einer gemeinsamen Politik, so Walt, k&ouml;nnte Europa m&auml;chtiger sein als die USA. Als Vertreter der realistischen Schule der Au&szlig;enpolitik h&auml;lt er fest, dass das Engagement der USA in Europa eigentlich einem Machtkampf um die F&uuml;hrung in der &ldquo;westlichen Hemisph&auml;re&rdquo; entspringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Neue-Wertegemeinschaft-Mit-Donald-Trump-in-die-Willkuerzone-der-internationalen-Politik-4309727.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Sie wollen Krieg<\/strong><br>\nH&ouml;here Milit&auml;rausgaben, Ausstieg aus dem INF-Vertrag und ein sch&auml;rferer Kurs gegen Russland<br>\nDie Bundesregierung legte der NATO am Dienstag ein Strategiepapier vor, in dem sie sich verbindlich zu einer Erh&ouml;hung der Investitionen in die Bundeswehr und deren Ausr&uuml;stung bis 2024 auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bekennt. Zudem solle der Anstieg in den Jahren nach 2024 fortgesetzt werden. Langfristiges Ziel ist es, auf 2 Prozent des BIPs zu kommen, welches von den USA innerhalb der NATO gefordert und von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angestrebt wird.<br>\nDie geplanten Milit&auml;rausgaben belaufen sich f&uuml;r 2019 auf 43,2 Milliarden Euro. Sollten sie bis 2025 auf 1,5 Prozent des BIP steigen, w&auml;ren das auf Basis aktueller Werte fast 51 Milliarden Euro. Da aber die Wirtschaft derzeit w&auml;chst, ist es m&ouml;glich, dass die deutschen Milit&auml;rausgaben bis 2025 auf mehr als 60 Milliarden Euro steigen werden.<br>\nNeben den Verteidigungsausgaben stellt der Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag eine weitere Eskalationsstufe dar. [&hellip;] Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, Russland habe zwar den INF-Vertrag verletzt, dennoch m&uuml;sse das &bdquo;Gespr&auml;chsfenster&ldquo; offengehalten werden. &bdquo;Leider ist Russland nicht bereit, Vertragstreue wiederherzustellen&ldquo;, twitterte Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) und forderte &bdquo;umfassende R&uuml;stungskontrollen&ldquo;. Der EVP-Fraktionsvorsitzende im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), nannte das m&ouml;gliche Aus des Abkommens einen &bdquo;Weckruf f&uuml;r Europa&ldquo; und sagte: &bdquo;Wir m&uuml;ssen unsere eigenen Sicherheitsinteressen besser und st&auml;rker in die eigene Hand nehmen.&ldquo;<br>\nW&auml;hrend dessen rollt schweres Kriegsmaterial durch Deutschland gen Osten. Im Rahmen der US-Operation &bdquo;Atlantic Resolve&ldquo; bewegen sich nach Angaben der US-Armee seit Januar Konvois mit mehr als 5 400 Soldaten und unter anderem 80 Panzer, 120 Bradley-Kampffahrzeuge, 15 Panzerhaubitzen und 80 Kampfhubschrauber in Richtung der Westgrenze Russlands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5107\/innenpolitik\/10504\/Sie-wollen-Krieg.htm\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Bund sponsert Kriegskonferenz<\/strong><br>\n&ldquo;Das Sponsoring einer Kriegskonferenz mit Steuermitteln ist ein Unding&rdquo;, emp&ouml;rt sich die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, im Vorfeld der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Auf eine Schriftliche Frage der Abgeordneten zur Unterst&uuml;tzung der Konferenz durch den Bund teilte die Bundesregierung mit, es w&uuml;rden 290 Bundeswehrangeh&ouml;rige entsandt, um in den Bereichen Organisation, Transport, Sanit&auml;tsdienst und Dolmetscherleistungen zu unterst&uuml;tzen. Die Kosten hierf&uuml;r werden damit deutlich &uuml;ber den 640.000 Euro liegen, die vor zwei Jahren f&uuml;r den Einsatz von lediglich 217 Soldaten f&auml;llig wurden. Hinzu kommt eine F&ouml;rderung durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in H&ouml;he von 500.000 Euro. Jelpke kommentiert dazu weiter:<br>\n&bdquo;&Uuml;ber eine Million Euro f&uuml;r einen Ratschlag, an dem die Herrschenden &uuml;ber ihre Kriege diskutieren und R&uuml;stungskonzerne ihre todbringenden Produkte anbieten &ndash; das ist ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler. Der Umfang des staatlichen Sponsorings betr&auml;gt rund ein Drittel des Gesamtbudgets der Konferenz. Ohne Steuergelder w&uuml;rde die Konferenz &uuml;berhaupt nicht stattfinden &ndash; und das w&auml;re auch gut so. Denn diese Konferenz liegt allein im Interesse der Kriegf&uuml;hrenden und der Waffenschmiede. Aus diesem Grund werden sich auch in diesem Jahr zahlreiche Abgeordnete der LINKEN den Protesten gegen die Sicherheitskonferenz anschlie&szlig;en.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bund-sponsert-kriegskonferenz\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Frieden statt Aufr&uuml;stung: Proteste gegen SIKO<\/strong><br>\nKundgebung und Demonstration:<br>\nSamstag, 16. Februar, 13 Uhr, Demo-Auftakt, Stachus;<br>\n15 Uhr, Abschlusskundgebung, Marienplatz<br>\nFriedenskonferenz:<br>\nFreitag bis Sonntag, 15. bis 17. Februar, u.a. DGB-Haus, Schwanthalerstra&szlig;e 64, M&uuml;nchen<br>\n&ldquo;Frieden statt Aufr&uuml;stung! &ndash; Nein zum Krieg!&rdquo; Unter diesem Motto werden am Samstag Tausende Menschen in M&uuml;nchen auf die Stra&szlig;e gehen, um gegen die so genannte &bdquo;Sicherheitskonferenz&ldquo; zu protestieren, zu der von Freitag bis Sonntag Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Milit&auml;r, Wirtschaft und R&uuml;stungsindustrie in der Stadt zusammenkommen. Gemeinsam mit einem breiten B&uuml;ndnis der Friedensbewegung ruft das globalisierungskritische Netzwerk Attac zu den Protesten mit auf und beteiligt sich an ihnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/frieden-statt-aufruestung-attac-bei-protesten-gegen-siko-1\/\">attac<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Konferenz in Warschau: Pence fordert EU-Ausstieg aus Atomdeal<\/strong><br>\nAuf der Nahost-Konferenz in Warschau unter US-F&uuml;hrung fordert Vizepr&auml;sident Pence die EU auf, ebenfalls aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Nicht nur Teheran sieht die Veranstaltung gegen sich gerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nahost-konferenz-iran-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutsche Teilnahme an Warschauer Kriegskonferenz ist ein Fehler<\/strong><br>\nDie Teilnahme der Bundesregierung an der Kriegskonferenz der USA, Israels und Saudi-Arabiens gegen den Iran ist ein Fehler. Es ist l&ouml;blich, dass Au&szlig;enminister Heiko Maas nicht selbst zu der illustren Runde nach Warschau gefahren ist. Au&szlig;enpolitisch konsequent und friedenspolitisch vern&uuml;nftig w&auml;re gewesen, auch auf die Entsendung eines Stellvertreters zu verzichten&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung und die EU machen sich au&szlig;enpolitisch unglaubw&uuml;rdig, wenn Saudi-Arabien von der EU-Kommission wegen Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung auf eine Schwarze Liste gesetzt werden soll, w&auml;hrend die Kopf-ab-Diktatur in Warschau gleichzeitig als Teil einer Kriegskoalition gegen den Iran hofiert wird.<br>\nFrieden und Stabilit&auml;t im Nahen Osten wird es nur unter Einbeziehung aller Akteure geben. Statt sich ohne Not in Warschau an einer Konferenz zu beteiligen, deren offenbares Ziel die Vorbereitung eines Krieges gegen den Iran ist, sollte sich die Bundesregierung f&uuml;r eine Konferenz f&uuml;r den Nahen und Mittleren Osten nach dem Vorbild der KSZE stark machen. Notwendig sind Sicherheitsgarantien f&uuml;r alle Staaten der Region. Dazu geh&ouml;rt auch der Kampf um den Erhalt des von US-Pr&auml;sident Donald Trump einseitig aufgek&uuml;ndigten internationalen Atomabkommens mit dem Iran.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/deutsche-teilnahme-an-warschauer-kriegskonferenz-ist-ein-fehler\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>U.S. in direct contact with Venezuelan military, urging defections &ndash; source<\/strong><br>\nThe United States is holding direct communications with members of Venezuela&rsquo;s military urging them to abandon President Nicolas Maduro and is also preparing new sanctions aimed at increasing pressure on him, a senior White House official said. [&hellip;]<br>\n&ldquo;We believe these to be those first couple pebbles before we start really seeing bigger rocks rolling down the hill,&rdquo; the official said this week, speaking on condition of anonymity. &ldquo;We&rsquo;re still having conversations with members of the former Maduro regime, with military members, although those conversations are very, very limited.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/uk-venezuela-politics-military-exclusive\/exclusive-u-s-in-direct-contact-with-venezuelan-military-urging-defections-source-idUSKCN1PX22L?fbclid=IwAR1ynOecDj3LKyQmKq1jE7ko9t5QexlLnJGHoOp8oGeXLjJCMLQIkopuu9E\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann den USA zumindest nicht vorwerfen, dass sie in Venezuela einen verdeckten Putsch durchziehen. Sie putschen ganz offen und kommunizieren das auch so.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&laquo;Die Alternative w&auml;re Krieg&raquo;<\/strong><br>\nInterview mit dem venezolanischen Soziologen Emiliano Teran Mantovani &uuml;ber die Akteure der Krise und m&ouml;gliche Auswege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/39922\/die-alternative-waere-krieg\/\">RLS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein erfreulich informatives und unideologisches Interview, das die konstruktive L&ouml;sungen zumindest aufzeigt, die bislang in der erhitzten Debatte komplett untergehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Strafrechtsexperte zu Venezuela &ldquo;Anerkennung hat keine Wirkung&rdquo;<\/strong><br>\nIst die Anerkennung von Venezuelas selbst ernanntem Interimspr&auml;sidenten Guaid&oacute; v&ouml;lkerrechtlich legitim? Strafrechtsexperte Ambos h&auml;lt den Schritt im tagesschau.de-Interview f&uuml;r problematisch &ndash; und wirkungslos.<br>\ntagesschau.de: Die Bundesregierung hat Venezuelas selbst ernannten Pr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; als Staatschef anerkannt. Ist das v&ouml;lkerrechtlich legitim?<br>\nAmbos: Legitim vielleicht schon, aber mit Blick auf den Nichteinmischungsgrundsatz der UN-Satzung auf jeden Fall problematisch. Ein formaler Rechtsakt &ndash; wie etwa die Anerkennung einer Regierung &ndash; ist ein Eingriff in eine ureigene innerstaatliche Angelegenheit, n&auml;mlich in die Regierungsform und Regierungsbildung. Wenn die Einmischung in Richtung &ldquo;Regime Change&rdquo; geht, wird es noch problematischer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/interview-ambos-venezuela-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu auch: No 398<\/strong><br>\n[&hellip;] Die Anerkennung darf nicht vorzeitig, d.h. sie darf nicht erfolgen, bevor die neue Staatsgewalt sich endg&uuml;ltig durchgesetzt hat. Die vorzeitige Anerkennung f&uuml;r sich allein [&hellip;] macht die Regierung nicht zur legitimen Regierung. Sie hat insoweit keine v&ouml;lkerrechtliche Wirkung. Andrerseits stellt sie eine Verletzung der legitimen Staatsgewalt dar durch die der Anerkennende sich der v&ouml;lkerrechtlichen Deliktshaftung aussetzt und die &uuml;berdies unter dem Aspekt der Friedenssicherung erheblichen Bedenken begegnet.&lt;&lt; [...] F&uuml;r die Drohung mit der Anerkennung des Interimspr&auml;sidenten gelten letztlich die gleichen Leitvorstellungen wie f&uuml;r die Anerkennung selbst. So h&auml;ngt auch die Zul&auml;ssigkeit der Drohung davon ab, wer zum Zeitpunkt der mit der Drohung in Aussicht gestellten Anerkennung die effektive Staatsgewalt in dem betroffenen Staat aus&uuml;bt. [...] Die Fragestellung des Auftraggebers nach der Zul&auml;ssigkeit der Drohung mit einer milit&auml;rischen Intervention und der Inhaftierung eines noch amtierenden Staatsoberhauptes im Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base bezieht sich auf &Auml;u&szlig;erungen eines Sicherheitsberaters der US-amerikanischen Regierung, die in der Presse zitiert wurden. [...] Die Drohung mit einer milit&auml;rischen Intervention ist eine Drohung mit Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit eines Staates. Da die VN gem. Art. 2 (1) ihrer Charta auf dem Grundsatz der souver&auml;nen Gleichheit der Mitgliedstaaten beruhen und eine Milit&auml;rintervention dem Grundsatz der souver&auml;nen Gleichheit widerspricht, ist die Drohung auch mit den Zielen der VN unvereinbar. [...]&rdquo;1 \nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=13292\">Maskenfall<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;Maskenfall&ldquo; zitiert aus einer Stellungnahme des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. Das vollst&auml;ndige Dokument tr&auml;gt den Titel &bdquo;Zur Anerkennung ausl&auml;ndischer Staatsoberh&auml;upter&ldquo; und kann hier nachgelesen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Zynische PR-Strategie&rdquo;: Venezuela und die Blockade eines Grenz&uuml;bergangs, der nie ge&ouml;ffnet war<\/strong><br>\nWashington dr&auml;ngt Caracas auf die Aufhebung der Blockade eines Grenz&uuml;bergangs, &uuml;ber den US-Hilfsg&uuml;ter zu den &ldquo;hungernden Menschen&rdquo; in Venezuela transportiert werden sollen. Dabei floss dort nie der Verkehr &ndash; denn Kolumbien blockiert den &Uuml;bergang bereits seit langem.<br>\n(&hellip;) In einem Tweet teilte US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo eben jenes Foto, um zu behaupten, dass &ldquo;das venezolanische Milit&auml;r unter Maduros Befehl die Hilfe&hellip; blockiert. Das Maduro-Regime muss die Hilfe f&uuml;r die hungernden Menschen durchlassen.&rdquo; Und die Medien auch in Europa griffen seine Vorlage dankbar auf&hellip;<br>\nDoch die Behauptung des US-Diplomaten hat einen Haken: Der Grenz&uuml;bergang wird bereits seit 18 Monaten blockiert &ndash; n&auml;mlich von Kolumbien. Darauf machte der Blogger Justin Emery in einem Artikel auf medium.com aufmerksam. So zeigt ein im Juni 2017 ver&ouml;ffentlichtes Foto, wie der Grenz&uuml;bergang auf kolumbianischer Seite durch einen Metallzaun und Betonbl&ouml;cke verriegelt wurde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/84126-zynische-pr-strategie-venezuela-und\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Shows f&uuml;r die Medien<\/strong><br>\n&raquo;Humanit&auml;re Hilfe&laquo; f&uuml;r Venezuela: Wie die USA und Kolumbien Bilder produzieren &ndash; und sich beim L&uuml;gen erwischen lassen<br>\nAuf der kolumbianischen Seite der 2016 fertiggestellten, aber nie er&ouml;ffneten Grenzbr&uuml;cke Tienditas nach Venezuela wurden Journalisten in- und ausl&auml;ndischer Medien am vergangenen Freitag zu einem Pressetermin eingeladen. Den Berichterstattern wurde ein Lager mit rund 46 Tonnen Waren gezeigt, darunter Lebensmittel, Hygiene- und Gesundheitsprodukte. Diese sollten nach Venezuela geliefert werden, um den dort herrschenden &raquo;humanit&auml;ren Notstand&laquo; zu lindern, hie&szlig; es.<br>\nZu den Besuchern geh&ouml;rte Freddy Dur&aacute;n von der venezolanischen Regionalzeitung La Naci&oacute;n. Er berichtet, dass die vorgef&uuml;hrten Pakete enthielten, was man auch in Venezuela auf jedem &raquo;solidarischen Markt&laquo; erhalten k&ouml;nne: &Ouml;l, Zucker, Milchpulver, Maismehl, Thunfisch und &auml;hnliches. Den Aufdrucken auf den Packungen zufolge handelte es sich um kolumbianische Produkte, die auch im &ouml;rtlichen Supermarkt erh&auml;ltlich sind. Offenkundig wurde den Journalisten also keine Hilfslieferung vorgef&uuml;hrt, die aus den USA nach Kolumbien transportiert worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/348962.tauziehen-an-der-grenze-shows-f%C3%BCr-die-medien.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine Heilsbringer<\/strong><br>\nIn Venezuela ein &bdquo;Klima der Unregierbarkeit&ldquo; schaffen, den Staat &bdquo;lahmlegen&ldquo; und ausl&auml;ndische Interventionen bef&uuml;rworten: Eben so hat Juan Requesens die Ziele seiner Oppositionspartei Primero Justicia immer beschrieben. Darin war die Opposition nun spektakul&auml;r erfolgreich. Umso bitterer, dass auch die mitunter exzesshaften Reaktionen, dass Arroganz und politische wie &ouml;konomische Fehler seitens des Ch&aacute;vismus zu dem Chaos gef&uuml;hrt haben, das in Venezuela herrscht &ndash; Gewalt, Korruption, Verfassungsbruch finden sich auf beiden Seiten.<br>\nDoch von einer Opposition, die das Geb&auml;ude des Obersten Gerichts anz&uuml;ndet, weil ihr Urteile nicht passen, die sogar Lynchjustiz betreibt, davon h&ouml;rt man hier kaum etwas. Der Anwalt Jos&eacute; F&eacute;lix Pineda etwa, Kandidat f&uuml;r die verfassunggebende Versammlung, wurde von Angreifern in seinem Haus erschossen. Die Guarimbas, Gewaltaktionen der oppositionellen paramilit&auml;rischen Gruppen, f&uuml;hrten allein 2014 zu 43 Toten und 878 Verletzten. Hiesigen Gro&szlig;medien ist nur zu entnehmen, dass Oppositionelle in Haft sind; nie, dass es um den Vorwurf von Anstachelung zur Gewalt geht, wie berechtigt dieser im Einzelnen auch sein mag.<br>\nDie wohlhabende Klasse hat Ch&aacute;vez&rsquo; Reformen zugunsten der Armen nie akzeptiert. Heute wird so getan, als herrschten vor den Sozialisten Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit im Land. Doch der Sieg der Bolivarischen Revolution 1999 war nicht auf eine Charme-Offensive zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, sondern auf die angestaute Wut dar&uuml;ber, dass unter US-amerikanischer Vorherrschaft die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung unter die Armutsgrenze fiel. In den 80er Jahren hatte eine Staatsverschuldung von 30 Milliarden US-Dollar zu den &uuml;blichen neoliberalen Spar- und Privatisierungsauflagen des Internationalen W&auml;hrungsfonds gef&uuml;hrt. Zehn Jahre vor Ch&aacute;vez&rsquo; Wahlsieg war ein mehrt&auml;giger Hungeraufstand im ganzen Land ausgebrochen: der Caracazo, gegen den Milizen eingesetzt wurden &ndash; es gab laut Sch&auml;tzungen bis zu 3.000 Tote. Der Internationale Gerichtshof verurteilte die Verletzung von Menschenrechten, verlangte Entsch&auml;digung f&uuml;r Mord und Folter &ndash; gezahlt wurde diese erst unter Ch&aacute;vez.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/keine-heilsbringer-von-recht-und-wohlstand\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Hauptsache rechts<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Steinmeier in Lateinamerika: Venezuela im Visier. Lob f&uuml;r neoliberale Regierungen<br>\nBundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier trifft auf seiner Reise nach Lateinamerika am Mittwoch in der Hauptstadt Ecuadors, Quito, ein, wo er unter anderem mit Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno sprechen will. Der seit Mai 2017 amtierende Staatschef, den Steinmeier als Verb&uuml;ndeten in der Front gegen den Pr&auml;sidenten Venezuelas, Nicol&aacute;s Maduro, ansieht, steht im eigenen Land mittlerweile mit dem R&uuml;cken zur Wand. Einer am Sonntag vom Meinungsforschungsinstitut &raquo;Cedatos&laquo; ver&ouml;ffentlichten Umfrage zufolge glauben nur noch 32,7 Prozent der Ecuadorianer den Erkl&auml;rungen ihres Pr&auml;sidenten. Im August 2017, drei Monate nach seinem Amtsantritt, lag Morenos Glaubw&uuml;rdigkeit noch bei rund 68 Prozent.<br>\nDem Pr&auml;sidenten wird unter anderem Verrat an den W&auml;hlern und ein neoliberaler Kurswechsel vorgeworfen&hellip;. Seit seinem Machtantritt hat der Seitenwechsler die Anh&auml;nger Correas in der Regierung systematisch kaltgestellt und &ouml;ffentliche Medien von unbequemen Journalisten ges&auml;ubert. Kritiker seiner Politik l&auml;sst Moreno auch juristisch verfolgen.<br>\n(&hellip;) Der deutsche Bundespr&auml;sident hat davon entweder nichts mitbekommen, oder es interessiert ihn nicht. Ecuador sei &raquo;ein Beispiel f&uuml;r &Ouml;ffnung, Aufbruch und Erneuerung&laquo;, erkl&auml;rte Steinmeier in einem am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Interview der Zeitung El Comercio. Und w&auml;hrend die aktuelle &raquo;Cedatos&laquo;-Umfrage am selben Tag ergeben hatte, dass zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung in Ecuador den neoliberalen Kurswechsel ablehnen, lobte der deutsche Sozialdemokrat: &raquo;Ich habe gro&szlig;en Respekt f&uuml;r die beherzten Reformen, die Staatspr&auml;sident Moreno und seine Regierung auf den Weg gebracht haben.&laquo; Besonders am Herzen liege ihm &raquo;die Zukunft der Demokratie&laquo;, vertraute Steinmeier der rechtskonservativen Tageszeitung au&szlig;erdem an. &raquo;Wir sehen, wie sie an vielen Orten der Welt unter Druck ist. Wir sehen aber auch, wie an vielen Orten in der Welt neue Hoffnung keimt &ndash; wie in ihrer Nachbarschaft, in Venezuela.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349029.steinmeier-in-lateinamerika-hauptsache-rechts.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &Uuml;ber Steinmeier habe ich mir nie Illusionen gemacht. Und was Moreno anbelangt: der arbeitet zurzeit, um sich bei den USA bei zu schmieren, unter anderem an der Vertreibung von Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft in London. Dieselbe Botschaft, die Assange Juni 2012 noch gro&szlig;z&uuml;gig Asyl gewahrt hatte. Damals aber war der progressive Rafael Correa Staatspr&auml;sident in Ecuador.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Buchbesprechung: Die Hintergr&uuml;nde des Aufstands der &ldquo;Gelben Westen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Aufstand der &ldquo;Gelben Westen&rdquo; ist ein Aufstand des l&auml;ndlichen Frankreichs und der franz&ouml;sischen Arbeiterklasse. Er hat die Eliten v&ouml;llig &uuml;berrascht. Das h&auml;tte nicht so sein m&uuml;ssen, denn Warnungen gab es genug, unter anderem von Christophe Guilluy. Der Wirtschaftsgeograph weist seit Jahren auf die Frakturen und schwerwiegenden sozialen Probleme der Gesellschaft als Folge einer neoliberalen Politik auf dem R&uuml;cken der Mehrheit der Franzosen hin. Eines seiner wichtigsten B&uuml;cher, das in Frankreich 2016 viel Aufsehen erregt hat, ist jetzt in englischer Sprache erchienen, unter dem Titel &ldquo;Twilight of the Elites: Prosperity, the Periphery, and the Future of France&rdquo; (Yale University Press 2019).<br>\nVon Gastautor. Das Buch mit dem Originaltitel &ldquo;Le Cr&eacute;puscule de la France d&rsquo;en Haut&rdquo; ist zwar deutlich vor dem Beginn des Aufstands vollendet worden. Doch wer sich f&uuml;r dessen Hintergr&uuml;nde interessiert und Englisch besser als Franz&ouml;sisch versteht, ist mit diesem Buch dennoch hervorragend bedient. Es gibt einen faszinierenden und beklemmenden Einblick in die schwerwiegenden sozialen Ver&auml;nderungen, die die Rebellion ausgel&ouml;st haben. Und es l&auml;sst ahnen, dass sich die Lage in Frankreich nicht so schnell wieder beruhigen wird, selbst wenn das Macron-Regime Frankreich in einen totalit&auml;ren Polizeistaat verwandelt &ndash; wovon ja bereits mehr als nur Ans&auml;tze zu sehen sind. Die &auml;u&szlig;erst bedenklichen Entwicklungen, die Guilluy f&uuml;r Frankreich beschreibt, lassen sich zumindest teilweise auch in Deutschland beobachten.<br>\nGemein haben Frankreich und Deutschland eine fast 30-j&auml;hrige neoliberale Politik der Umverteilung von unten nach oben. In beiden L&auml;ndern stagnieren L&ouml;hne und Geh&auml;lter in realen Gr&ouml;&szlig;en seit rund zwei Jahrzehnten. Die starken Einkommenszuw&auml;chse der Oberschicht und einer vergleichsweise kleinen oberen Mittelschicht, sowie die Ultraniedrigzinspolitik der Notenbanken haben zudem zum Ph&auml;nomen der Gentrifizierung gef&uuml;hrt. Wohnviertel und inzwischen sogar ganze St&auml;dte werden f&uuml;r Normalverdiener unerschwinglich, so dass diese daraus vertrieben werden. In Frankreich mit seinem wesentlich st&auml;rkeren Gegensatz von etwa 15 Metropolregionen und einem vergleichsweise d&uuml;nn besiedelten l&auml;ndlichen Gebiet, in dem es an Arbeitspl&auml;tzen, Infrastruktur und Institutionen der h&ouml;heren Bildung fehlt, treten die sozialen Gegens&auml;tze klarer zutage als hierzulande.<br>\nGuilluy spricht von &ldquo;neuen Zitadellen&rdquo;, von einer Neuauflage mittelalterlicher St&auml;dte mit einem wohlhabenden B&uuml;rgertum, die sich von einer verarmenden Landbev&ouml;lkerung immer mehr abgrenzen, wobei die steinernen Stadtmauern l&auml;ngst durch wesentlich effektivere finanzielle Mauern ersetzt worden sind. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/buchtipps\/1108-gelbwesten\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Westafrikanische Franc: Frankreich und der unsichtbare Kolonialismus<\/strong><br>\nKolonialismus &ndash; ein Fehler der Vergangenheit? In West- und Zentralafrika setzt Frankreich die Ausbeutung seiner ehemaligen Kolonien fort &ndash; unter anderem &uuml;ber eine W&auml;hrung, die alte Machtverh&auml;ltnisse zementiert und die wirtschaftliche Entwicklung blockiert. Die Folgen: Armut, Konflikte und Migration.<br>\n(&hellip;) Import billiger als Eigenproduktion<br>\nEin Ph&auml;nomen, das sich in weiten Teilen Afrikas beobachten l&auml;sst: Urbane Eliten auf der einen Seite, gro&szlig;e Armut an den Stadtr&auml;ndern und in den l&auml;ndlichen Gebieten auf der anderen. Woher kommt das und warum haben jahrzehntelange Entwicklungshilfe und Milliardenzahlungen den afrikanischen Kontinent nicht aus der Armut holen k&ouml;nnen? Daf&uuml;r gibt es unz&auml;hlige Gr&uuml;nde. Eine der zentralen Ursachen findet sich hier auf dem Markt in Dakar. Auf den Etiketten der Hosen und T-Shirts finden sich gut bekannte Namen und Marken: Zara, H&amp;M, Wrangler und Co. Alles Secondhand.<br>\nIn Westafrika liegen einige der wichtigsten Baumwollanbaugebiete der Welt &ndash; eine eigenst&auml;ndige Textilindustrie gibt es allerdings kaum. Nicht einmal zehn Prozent der Baumwolle werden vor Ort verarbeitet. Im Normalfall ist es billiger, gebrauchte Kleidung aus Europa zu importieren, als sie in Westafrika zu produzieren. Wie ist das m&ouml;glich in einem Teil der Welt, in dem Arbeitskraft kaum etwas kostet?<br>\n(&hellip;) Kolonialmacht Frankreich profitiert bis heute<br>\n&hellip;Handelsvertr&auml;ge, die im Gegenzug f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit unterzeichnet wurden. Bis heute sichert sich Frankreich mit diesen alten Vertr&auml;gen einen bevorzugten Zugang zu den Ressourcen in den ehemaligen Kolonien.<br>\n(&hellip;) Der Franc CFA &ndash; Mittel wirtschaftlicher Ausbeutung<br>\nDoch es sind nicht nur diese alten Vertr&auml;ge, mit denen sich Frankreich weiterhin wirtschaftliche Vorteile und Einfluss in seinen ehemaligen Kolonien sichert. Das eigentliche Kernst&uuml;ck kolonialer Kontinuit&auml;t und finanzieller Kontrolle wird allzu leicht &uuml;bersehen: der Franc CFA; der Franc f&uuml;r die &bdquo;Colonies francaises d&rsquo;afrique&ldquo;, die franz&ouml;sischen Kolonien Afrikas. Eine W&auml;hrung, die von acht westafrikanischen Staaten und sechs Staaten Zentralafrikas verwendet wird. Beide Regionen haben ihre eigene Zentralbank, die W&auml;hrungen sind allerdings beide mit dem gleichen Wechselkurs an den Euro gebunden und insofern austauschbar. Insgesamt nutzen 150 Millionen Menschen den Franc CFA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/der-westafrikanische-franc-frankreich-und-der-unsichtbare.724.de.html?dram:article_id=436556\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dieser Aspekt ist in Europa kaum bekannt. Wer an den Euro denkt, denkt nicht an die Bindung des CFA an den Euro.150 Millionen Menschen leben in den 14 L&auml;ndern der Subsahara, die &uuml;ber den CFA an den Euro gebunden und &uuml;ber diesen Transmissionsriemen von Frankreich abh&auml;ngig sind. Die EU selber z&auml;hlt etwa 500 Millionen Einwohner, davon 350 Millionen in der Eurozone. Deshalb hat die franz&ouml;sische Regierung panische Angst vor einer Ausbreitung der Bewegung der Gelbwesten auf ihre Auslandsbesitzt&uuml;mer. Auch dort w&auml;chst die Verarmung der Bev&ouml;lkerung, auch dort sind sie sauer auf die Regierung in Paris und deshalb beginnen auch dort die Unruhen, inspiriert von den Gelbwesten im franz&ouml;sischen Mutterland. Die k&ouml;nnten schnell zu Forderungen nach Losl&ouml;sung der Abh&auml;ngigkeit von franz&ouml;sischem Neokolonialismus mutieren. Und in den Kolonien sind Proteste noch schwieriger unter Kontrolle zu bringen, als in Frankreich selber.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch: &ldquo;<a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/afrika-und-der-cfa-franc-ein-system-freiwilliger-knechtschaft\">Afrika und der CFA-Franc: Ein System &ldquo;freiwilliger Knechtschaft&rdquo;?<\/a>&rdquo; sowie: &ldquo;<a href=\"http:\/\/austrian-institute.org\/euro-kolonialismus-in-afrika\/\">Euro-Kolonialismus in Afrika: Der unbekannte Skandal, der Millionen in die Emigration zwingt<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Regierung will Kontrolle &uuml;ber die Statistik Austria und bestimmen welche Informationen wir bekommen<\/strong><br>\nDie Regierung will die Statistik Austria ans Kanzleramt binden. Kurz und Co. wollen dadurch kontrollieren, ob und wann Statistiken ver&ouml;ffentlicht werden. Schon in der Vergangenheit hat Schwarz-Blau gezeigt, dass sie mit unabh&auml;ngigen Fakten wenig anfangen k&ouml;nnen.<br>\n&Uuml;ber 1,5 Millionen Menschen sind in &Ouml;sterreich armutsgef&auml;hrdet. Die reichsten 5 % der &Ouml;sterreicher besitzen 45% des gesamten Verm&ouml;gens in unserem Land. Diese Daten hat die Statistik Austria im April 2018 in ihrem j&auml;hrlich erscheinenden Armutsbericht pr&auml;sentiert &ndash; zum ersten Mal seit Jahren ohne das Sozialministerium. Denn die Regierung wollte den Bericht keine gro&szlig;e Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das ist nur ein Beispiel f&uuml;r den Umgang von schwarz-blau mit f&uuml;r sie unvorteilhaften Fakten. Jetzt soll das Statistik Amt umstrukturiert und an das Bundeskanzleramt gebunden werden. Sebastian Kurz h&auml;tte damit die Kontrolle &uuml;ber eine eigentlich unabh&auml;ngige Organisation und damit auch dar&uuml;ber welche Fakten ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/statistik-austria-umbau-regierung\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Strompreis: Steuergeschenke nur f&uuml;r Reiche?<\/strong><br>\nDie Union plant ein neues Leckerli f&uuml;r H&ouml;chstverdiener und Million&auml;re, an Verbrauchssteuern f&uuml;r die Masse wird hingegen erbittert festgehalten [&hellip;]<br>\nUm 7,5 Cent pro Kilowattstunde k&ouml;nnte die Stromrechnung f&uuml;r private Haushalte niedriger ausfallen, wenn der Fiskus auf die Stromsteuer sowie einen Teil der Mehrwertsteuer verzichten und dann noch die Subventionierung der energieintensiven Betriebe &uuml;bernehmen w&uuml;rde, die bisher &uuml;ber die sogenannte EEG-Umlage den privaten Kunden aufgehalst wird. Bei rund 120 Milliarden Kilowattstunden, die private Haushalte verbrauchen, macht das f&uuml;r den Staatshaushalt ein j&auml;hrliches Minus von neun Milliarden Euro aus.<br>\nH&ouml;rt sich nach viel an? Ein kleiner Vergleich: Die Union dr&auml;ngt gerade darauf, den sogenannten Soli abzuschaffen &ndash; und zwar f&uuml;r alle, nicht nur f&uuml;r die unteren Einkommensgruppen, wie es die SPD vorschl&auml;gt. Das Gros der Soli-Einnahmen von rund 18 Milliarden Euro kommt von den Besserverdienenden, w&auml;hrend niedrige Einkommen kaum belastet werden.<br>\nEin Steuerpflichtiger aus dem reichsten Hundertstel der Bev&ouml;lkerung zahlt 12.600 Euro im Jahr, schreibt die Zeit, w&auml;hrend die ersten 1000 Euro Monatseinkommen und die zus&auml;tzlichen Kinderfreibetr&auml;ge nicht mit der Zusatzabgabe belastet werden. Das kleine Geschenk, das CDU und CSU den Reichen und Superreichen mit der pauschalen Abschaffung machen w&uuml;rde, bedeutete f&uuml;r den Fiskus j&auml;hrliche Mindereinnahmen von rund 11 Milliarden Euro.<br>\nOder mit anderen Worten: Steuergeschenke sind offensichtlich m&ouml;glich, aber nicht f&uuml;r das Gros der privaten Haushalte, die unter der Last der Stromrechnungen &auml;chzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Strompreis-Steuergeschenke-nur-fuer-Reiche-4308002.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Megadeals mit Immobilien: B&uuml;rger zahlt, Investor strahlt<\/strong><br>\nInvestoren kaufen Hunderttausende Wohnungen. Mit sogenannten Share Deals sparen sie Steuern und unterlaufen die Rechte der Kommunen. So funktioniert der Trick.<br>\nDie Bewohner des vierst&ouml;ckigen Mietshauses in Berlin-Kreuzberg haben seit vergangenem Jahr einen neuen Vermieter. Die Deutsche Wohnen, der zweitgr&ouml;&szlig;te Vermietungskonzern Deutschlands, hat das Geb&auml;ude, Reichenberger Stra&szlig;e 55, gekauft. Nimmt man es genau, wechselte allerdings nicht das Haus den Eigent&uuml;mer &ndash; sondern die BOW 3 GmbH, Amtsgericht Landshut Handelsregister B Nummer 9278. Der wiederum geh&ouml;rt das Haus.<br>\nDas klingt nach Erbsenz&auml;hlerei. Doch dem Land Berlin sind dadurch rund acht Millionen Euro Steuereinnahmen entgangen. &ldquo;Share Deals&rdquo; hei&szlig;en die Konstruktionen, bei denen Investoren nicht H&auml;user und Grundst&uuml;cke kaufen und verkaufen, sondern Unternehmen. Stellen die Beteiligten es geschickt an, l&auml;sst sich damit die Grunderwerbsteuer gr&ouml;&szlig;tenteils sparen. Eine Steuer, die jeder B&uuml;rger zahlen muss, wenn er sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauft. Zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises werden je nach Bundesland f&auml;llig &ndash; au&szlig;er eben, man lebt in der Welt der Immobilienriesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/immobilien-investoren-sparen-mit-share-deals-steuern-und-hintergehen-kommunen-a-1253048.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mindestl&ouml;hne: Im EU-Mittel kr&auml;ftige Zuw&auml;chse, in Westeuropa meist &uuml;ber 9,60 Euro, neue Ans&auml;tze f&uuml;r europ&auml;ische Koordination<\/strong><br>\nDie Mindestl&ouml;hne in den 22 EU-Staaten, die &uuml;ber eine gesetzliche Lohnuntergrenze verf&uuml;gen, sind zuletzt im Mittel kr&auml;ftig angehoben worden &ndash; nominal um 4,8 und nach Abzug der Inflation um 2,7 Prozent. 20 EU-Staaten haben ihre Mindestl&ouml;hne zum 1. Januar, zum 1. Februar 2019 oder in der zweiten H&auml;lfte 2018 erh&ouml;ht, in Gro&szlig;britannien ist eine Anhebung des National Minimum Wage f&uuml;r April beschlossen. Erstmals seit sieben Jahren stieg zum 1. Februar auch der griechische Mindestlohn wieder. Lediglich in Lettland gibt es aktuell keine Erh&ouml;hung. Die nominalen Steigerungen waren die zweitst&auml;rksten seit 2009. Das zeigt der neue Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Der deutsche Mindestlohn ist mit 9,19 Euro pro Stunde weiterhin sp&uuml;rbar niedriger als die Lohnuntergrenzen in den westeurop&auml;ischen Euro-Staaten, die alle 9,66 Euro und mehr Stundenlohn vorsehen, in Frankreich erstmals &uuml;ber zehn und in Luxemburg sogar 11,97 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_118503.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch beim Mindestlohn manifestiert sich das Bestreben, den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas aufrecht zu erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Mindestlohn steigt &ndash; (fast) &uuml;berall in Europa<\/strong><br>\nDeutschland ist Schlusslicht in Westeuropa<br>\nEs geht bergauf, zum Teil sogar kr&auml;ftig: In den 22 EU-Staaten, die eine gesetzliche Lohnuntergrenze haben, sind die Mindestl&ouml;hne im Schnitt um 4,8 Prozent gestiegen. Auch in Deutschland gab es eine Erh&ouml;hung &ndash; trotzdem sind wir immer noch Schlusslicht in Westeuropa. Die aktuellen Zahlen des WSI im &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++461950b6-3038-11e9-9a9c-52540088cada\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn ist Niedriglohn<\/strong><br>\nEiner von F&uuml;nf Besch&auml;ftigten arbeitet im Niedriglohnsektor, auch zum Mindestlohn von 9,19 Euro. Wie hoch der Mindestlohn sein m&uuml;sste, um nach 45 Jahren Vollzeitarbeit eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu bekommen, hat Susanne Ferschl die Bundesregierung gefragt. [&hellip;]<br>\nDer durchschnittliche Bruttobedarf von Empf&auml;ngerinnen und Empf&auml;ngern der Grundsicherung im Alter, die au&szlig;erhalb von Einrichtungen leben, betr&auml;gt 814 Euro (Stand Dezember 2017, Daten f&uuml;r Dezember 2018 werden erst im April\/Mai 2019 vorliegen). Um eine Nettorente oberhalb dieses Betrags zu erhalten, w&uuml;rden aktuell 28,5 Entgeltpunkte ben&ouml;tigt. Um dies bei einer w&ouml;chentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden &uuml;ber 45 Jahre versicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung hinweg zu erreichen, w&auml;re aktuell rechnerisch ein Stundenlohn von 12,80 Euro erforderlich. Diese Betrachtung vernachl&auml;ssigt allerdings die zus&auml;tzliche Altersvorsorge, mit der eine deutlich h&ouml;here Gesamtversorgung erzielt werden kann. [&hellip;]<br>\nDer allgemeine gesetzliche Mindestlohn soll existenzsichernd sein, eine armutsfeste Rente garantieren und sicherstellen, dass auch die unteren Lohngruppen &ndash; die besonders auf den Mindestlohn angewiesen sind &ndash; nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden.<br>\nDiese H&ouml;he deckt sich mit der Vorgabe der Linken, dass der Mindestlohn 60 Prozent des Durchschnittslohns betragen soll. Seit 2015 haben sich die L&ouml;hne laut Statistischem Bundesamt um 4,8 Prozent erh&ouml;ht. Ein Plus von 4,8 Prozent auf den Durchschnittslohn des Jahres 2015 von 20,44 Euro entspricht einem Plus von 98 Cent bzw. einem Durchschnittslohn von 21,42 Euro. 60 Prozent davon ergeben 12,85 Euro, ein Betrag also, der deckungsgleich mit dem Stundenlohn ist, den die Bundesregierung aktuell f&uuml;r notwendig erachtet, um nach 45 Beitragsjahren eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erhalten: ein Stundenlohn von 12,80 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/mindestlohn-ist-niedriglohn\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestausbildungsverg&uuml;tung: &ldquo;In der Brutto-Netto-Falle verheddert&rdquo;<\/strong><br>\nWarum 504 Euro f&uuml;r alle nicht gerecht ist<br>\nBundesbildungsministerin Anja Karliczek will die Mindestausbildungsverg&uuml;tung an das Sch&uuml;ler-BAf&ouml;G koppeln &ndash; f&uuml;r mehr Gerechtigkeit. Doch sie vergleicht dabei &ldquo;&Auml;pfel mit Birnen&rdquo;, kritisiert DGB-Vize Elke Hannack: Anders als Sch&uuml;ler zahlen Azubis Sozialabgaben &ndash; und h&auml;tten nach diesem Vorschlag &uuml;ber 100 Euro pro Monat weniger in der Tasche.<br>\nBundesbildungsministerin Anja Kaliczek will mit einer Mindestausbildungsverg&uuml;tung die Leistung von Azubis anerkennen und ihnen Wertsch&auml;tzung zukommen lassen. Das hat sie beim DGB-Tag der Berufsbildung in Berlin gesagt &ndash; und das klingt auch erstmal gut und richtig. Das Problem: Sie will die H&ouml;he nicht, wie der DGB, an die tariflichen Ausbildungsverg&uuml;tungen koppeln, sondern an das Sch&uuml;ler-BAf&ouml;G, eine Sozialleistung also, die vollzeitschulisch Auszubildende erhalten. Und &uuml;bersieht dabei, dass Auszubildende von ihrer Verg&uuml;tung Arbeitslosen-, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungsbeitr&auml;ge abf&uuml;hren m&uuml;ssen, Berufsfachsch&uuml;ler\/nnen von ihrem BAF&ouml;G nicht. Die praktische Wirkung dieses Vorschlags w&auml;re also, dass Auszubildende mit Mindestausbildungsverg&uuml;tung deutlich schlechter gestellt werden als Berufsfachsch&uuml;ler\/innen mit BAf&ouml;G-Anspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6545cfd6-158b-11e9-a0c8-52540088cada\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Reaktion auf SPD Vorsto&szlig;: Darum f&uuml;rchten die Gewerkschaften hohe Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nDie SPD will den Mindestlohn perspektivisch bei zw&ouml;lf Euro festschreiben. Die Gewerkschaften mahnen jedoch zur Vorsicht &ndash; aus einem ganz bestimmten Grund.<br>\nDie SPD strebt mit ihrem neuen Sozialstaatskonzept nun offiziell eine Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro je Stunde an. Das w&auml;ren 2,81 Euro oder gut 30 Prozent mehr als heute. Allerdings formuliert sie in ihrem Beschlusspapier einen kleinen Vorbehalt: Ziel sei eine &bdquo;perspektivische Anhebung&ldquo; &ndash; also nicht unbedingt sofort und in einem Schritt. Erkl&auml;ren l&auml;sst sich das vor allem mit wachsenden Bedenken der Gewerkschaften, von deren Haltung zum Mindestlohn in der politischen Diskussion bisher kaum die Rede war.<br>\nTats&auml;chlich mehren sich Hinweise darauf, dass ein Betrag von 12 Euro an der Obergrenze dessen kratzt, was die Gewerkschaften als Mindestlohn unterst&uuml;tzen. Nicht nur Arbeitgeber, sondern auch sie sehen allm&auml;hlich die Gefahr eines politischen &Uuml;berbietungswettbewerbs dazu. Sogar Verdi-Chef Frank Bsirske, der sich als Vork&auml;mpfer f&uuml;r 10 Euro Mindestlohn&hellip;.<br>\nDie FAZ jubelt, denn die Forderung von 12&euro; Mindestlohn von\n<ul>\n<li>Minister Heil (SPD) ist nur &ldquo; perspektivisch&ldquo; zu verstehen.<\/li>\n<li>Verdi-Chef Frank Bsirske ist gegen eine &bdquo;sofortige&ldquo; Anhebung des Mindestlohns.<\/li>\n<li>Stefan K&ouml;rzell, Vorstandsmitglied des DGB + Mitglied der Mindestlohnkommission sagt laut FAZ; &bdquo;Die im Gesetz verankerte Evaluation des Mindestlohngesetzes im Jahre 2020 bietet der Politik die M&ouml;glichkeit, den Mindestlohn einmalig zu erh&ouml;hen. Wir als Gewerkschaften wollen, dass danach das bekannte Verfahren erhalten bleibt&ldquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE),<\/p>\n<ul>\n<li>Michael Vassilias, kleidet seine Bedenken gegen das 22-Euro-Ziel in einen Gegenvorschlag: &bdquo;Der Staat solle die Differenz zu den 12 Euro so lange ausgleichen, bis der Mindestlohn 12 erreicht hat.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angeblich ist der DGB gegen 12-Mindestlohn, da er sonst die Tarifvertr&auml;ge teilweise &bdquo;&uuml;berholt&ldquo;&hellip;.<\/p>\n<ul>\n<li>Der DGB-Chef Hoffmann sagte:&ldquo;Der Mindestlohn sei nur die zweitbeste L&ouml;sung. Wir sollten lieber die Tarifbindung ausweiten&ldquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/spd-gewerkschaften-fuerchten-mindestlohn-erhoehung-16035857.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der Artikel ist leider hinter einer Bezahlschranke<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Unter diesem Gesichtspunkt sollte sich die Gewerkschaften aufl&ouml;sen und ich dem BDI angliedern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die deutschen Gewerkschaften tun genau das, was die herrschende Oligarchie von ihnen erwartet. Nicht umsonst hat sich der Volksaufstand der Gelbwesten ohne Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften entwickelt. W&auml;ren die Gewerkschaften involviert gewesen, insbesondere die &ldquo;gem&auml;&szlig;igte&rdquo; CFDT, h&auml;tte diese Bewegung niemals diese Wucht entfaltet, da es im neoliberalen Kapitalismus deren Aufgabe ist sozialen Protest aufzufangen und zu kanalisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Rat gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die extremste Version von Artikel 13<\/strong><br>\nHeute Nacht haben sich die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten auf jene neue gemeinsame Position zur Urheberrechtsreform verst&auml;ndigt, die Anfang der Woche bereits geleaked war.<br>\nDas Umfallen der deutschen Bundesregierung beendete die zuvorige Pattsituation. Da half es leider auch nichts, dass sich Malta und die Slowakei auf die Seite von Italien, Polen, den Niederlanden, Schweden, Finnland und Luxemburg schlugen, die bereits zuvor gegen den aktuellen Stand der Richtlinie gestimmt hatten.<br>\nDeutschland z&auml;hlt nun zu den Bef&uuml;rwortern von Artikel 13 und den dadurch vorgeschriebenen Uploadfiltern, nachdem sich die Regierung mit Frankreich in geheimen Verhandlungen auf einen faulen Kompromiss geeinigt hatte. Der Deutsch-Franz&ouml;sische Deal ist die bislang extremste Version von Artikel 13 und verlangt von allen Plattformen, die &auml;lter sind als 3 Jahre, eine automatische Zensur der Uploads ihrer Nutzer*innen. Selbst noch j&uuml;ngeren Plattformen gibt sie v&ouml;llig unerf&uuml;llbare Pflichten auf, die sie in den Ruin treiben w&uuml;rden (in meinem letzten Blogpost habe ich den Deal analysiert).<br>\nDie Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD begibt sich damit wie bereits bef&uuml;rchtet in direkten Konflikt mit ihrem Koalitionsvertrag, der kein Jahr alt ist und Uploadfilter explizit als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ablehnt. Dieser Bruch des Koalitionsvertrags sorgt kurz vor der Europawahl sicher nicht f&uuml;r Sympathien f&uuml;r Union und SPD, gerade unter Jung- und Erstw&auml;hler*innen. Derweil haben sich bereits zahlreiche netzpolitische Expert*innen von Union und SPD dem Protest gegen Uploadfilter angeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/juliareda.eu\/2019\/02\/extremste-version-artikel-13\/\">Julia Reda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wof&uuml;r braucht die ARD denn ein &ldquo;Framing Manual&rdquo;? Generalsekret&auml;rin Susanne Pfab &uuml;ber den viel diskutierten Sprach-Leitfaden<\/strong><br>\nAktuell macht ein &ldquo;Framing Manual&rdquo; die Runde durch Redaktionen. Das 89-seitige Dokument stammt vom Berkeley International Framing Institut und wurde im Auftrag der ARD erstellt. In dem an ARD-Mitarbeiter gerichteten Papier wird umfangreich beschrieben, wie mit Hilfe des so genannten Framings bestimmte Sichtweisen in die &ouml;ffentliche Debatte eingebracht werden k&ouml;nnen. MEEDIA sprach mit der ARD-Generalsekret&auml;rin Susanne Pfab &uuml;ber das Manual und auch die Kritik daran.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/02\/12\/wofuer-braucht-die-ard-denn-ein-framing-manual-generalsekretaerin-susanne-pfab-uebe+r-den-viel-diskutierten-sprach-leitfaden\/\">Meedia<\/a>\n<p><strong>dazu: Neues deutsches Sendungsbewusstsein: Die ARD will mit Moral das Publikum einseifen<\/strong><br>\nEin internes Manual vom &laquo;Berkeley International Framing Institute&raquo; soll dabei helfen, dass ARD-Zuschauer ihre Geb&uuml;hren weniger als Pflichtbeitrag, sondern als eine Art Spende f&uuml;r den guten Zweck betrachten.<br>\nAls letzthin beim &laquo;Tatort&raquo; eine farbige Kommissarin vom Spielfilm-Verantwortlichen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) eingef&uuml;hrt wurde mit einer kleinen Hassbotschaft an die Adresse der AfD, dachte man eigentlich noch an den Ausreisser eines &Uuml;bereifrigen im Fach &laquo;Gesinnung statt Fakten&raquo;. Nun gibt aber ein Manual zu reden, das die ARD selber beim &laquo;Berkeley International Framing Institute&raquo; bestellte.<br>\nDieses l&auml;sst die Bemerkung, &laquo;Alexander Gauland und Konsorten&raquo; w&uuml;rden die schwarze Kommissarin &laquo;nicht als Nachbarin haben wollen&raquo;, nun pl&ouml;tzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen. &Uuml;ber die Bedienungsanleitung, welche die ARD mit Verweis aufs &laquo;Urheberrecht&raquo; nicht herausgibt, sollen sich n&auml;mlich ARD-Mitarbeiter beugen, um die ber&uuml;hmte Wirkmacht der Sprache zu begreifen. Dies allerdings nicht, damit aus ihnen bessere Journalisten werden, sondern um selber ein bisschen zu manipulieren und die Themen ihrem Publikum umso wirkungsm&auml;chtiger zu verkaufen. &hellip;<br>\nZuschauer, die Zwangsgeb&uuml;hren entrichten, pardon: sich &laquo;proaktiv&raquo; und &laquo;selbstbestimmt&raquo; am &laquo;gemeinsamen Rundfunk ARD&raquo; beteiligen, wie das jetzt in Zukunft heissen soll, verhilft man so zum wohlwollenden Wir-Gef&uuml;hl. Denn wer m&ouml;chte sich gerade in Deutschland schon unter die Rassisten einreihen lassen?<br>\nSkeptischen Beitragszahlern k&ouml;nne nun also geholfen werden, kommentierte &laquo;Die Welt&raquo; angesichts des rund hundertseitigen Kompendiums das neue Sendungsbewusstsein. Denn wer schon mal von sich behaupten kann, er habe seine Zwangsgeb&uuml;hr wenigstens f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Herr Gauland gezahlt, ja, der schaut doch mit nachhaltig gutem Gewissen Mord und Totschlag am Sonntagabend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/framing-bei-der-ard-neues-deutsches-sendungsbewusstsein-ld.1459569\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD l&auml;utet traditionelles linkes Halbjahr vor wichtigen Wahlen ein<\/strong><br>\nEs ist wieder soweit: Die F&uuml;hrungsspitze der SPD hat heute Morgen bei einem Treffen im Willy-Brandt-Haus in Berlin den Beginn des traditionellen linken Halbjahres vor den n&auml;chsten Bundestagswahlen eingel&auml;utet. In dieser Zeit ist das Spitzenpersonal darum bem&uuml;ht, die SPD wie eine Partei wirken zu lassen, die Politik f&uuml;r Arbeiter und Geringverdiener macht.<br>\n&ldquo;Liebe Genossinnen und Genossen, das traditionelle linke Halbjahr vor der Bundestagswahl ist hiermit feierlich er&ouml;ffnet&rdquo;, verk&uuml;ndete der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann und klingelte laut h&ouml;rbar mit der sogenannten &ldquo;Glocke des kleinen Mannes&rdquo;. Nachdem der Applaus abebbte, erkl&auml;rte er: &ldquo;Jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir uns f&uuml;r einige Monate auf unsere sozialdemokratischen Wurzeln zur&uuml;ckbesinnen.&rdquo;<br>\nAb sofort sei es SPD-Wahlk&auml;mpfern zur Sch&auml;rfung des linken Profils der Partei ausdr&uuml;cklich erlaubt, soziale Forderungen zugunsten der Arbeiterschaft zu formulieren: &ldquo;H&ouml;here L&ouml;hne, eine Abkehr von der Agenda 2010, Steuern runter, Steuern rauf f&uuml;r Reiche, h&ouml;here Renten &ndash; v&ouml;llig egal!&rdquo;, so Oppermann. &ldquo;Aber bitte beachtet, liebe Genossen: Am Montag nach der Wahl werde ich diese Glocke noch einmal l&auml;uten. Und ab diesem Zeitpunkt muss das alles wieder vergessen sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/02\/traditionelles-linkes-halbjahr.html?fbclid=IwAR2-dmZGualqekhxdC6bIb0ghTjT6HCaXpQX5DcVC5AA5Uw5cPqcoPiAKW0\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Analytisch ist der Postillon seinen vermeintlich &bdquo;seri&ouml;sen&ldquo; Kollegen mal wieder um L&auml;ngen voraus. Satirequalit&auml;ten offenbart indes mal wieder SPIEGEL Online &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Genossen berauschen sich am Linksruck<\/strong><br>\nUnion und Wirtschaftsverb&auml;nde sind emp&ouml;rt, die eigenen Leute begeistert: Mit ihrem Linkskurs setzt die SPD auf Konfrontation in der Koalition &ndash; und wirkt erstmals seit Langem mit sich selbst im Reinen.<br>\nDie Union emp&ouml;rt sich, die Linke wird nerv&ouml;s &ndash; die Sozialdemokraten sp&uuml;ren, dass sie ein Momentum erwischt haben. Die qualvolle Debatte &uuml;ber Hartz IV, der Unmut &uuml;ber Parteichefin Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz, die Attacken von Ex-Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel, all diese Probleme scheinen wie weggewischt. Tats&auml;chlich haben sich die Reihen um Nahles und Scholz vorerst geschlossen. Dazu haben ausgerechnet die Angriffe Gabriels beigetragen, die viele Genossen f&uuml;r unsolidarisch und parteisch&auml;digend halten.<br>\nFl&uuml;gel&uuml;bergreifend, von Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert bis Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stephan Weil, loben Sozialdemokraten ihre Chefin f&uuml;r den Linkskurs: K&uuml;hnert spricht von einem &ldquo;wichtigen Befreiungsschlag&rdquo;, Weil von &ldquo;einem wichtigen Schritt nach vorne&rdquo;. Dies sei &ldquo;ausdr&uuml;cklich auch das Verdienst von Andrea Nahles&rdquo;, sagte Weil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-abkehr-von-hartz-iv-genossen-berauschen-sich-am-linksruck-a-1252668.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlechtes Marketing<\/strong><br>\nGute-Kita-Gesetz, Starke-Familien-Gesetz, Respekt-Rente und jetzt B&uuml;rgergeld, das Hartz IV vergessen machen soll. Die SPD ist nur noch Abspielstation von Claims einer ziemlich schlechten Werbeagentur. Viel PR f&uuml;r wenig Inhalt. Man spricht lieber von Modernisierung statt die erforderliche Wiederherstellung des Sozialstaates zu liefern. Doch auch das bisschen Ver&auml;nderungswille wird vom politischen Gegner noch gnadenlos attackiert, mit einer abenteuerlichen Argumentation.<br>\nEs w&auml;re alles nicht finanzierbar, hei&szlig;t es. Das muss man sich mal vorstellen. Denn finanzierbar sind ganz selbstverst&auml;ndlich h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben von 17 Mrd. Euro bis 2024 und die Abschaffung des Soli mit rund 10 Mrd. Euro, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Nat&uuml;rlich k&ouml;nne man auch die Unternehmen steuerlich entlasten, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier nicht m&uuml;de wird zu betonen. Das ist alles kein Problem.<br>\nNicht finanzierbar ist dagegen eine Grundrente mit rund 5 Mrd. Euro pro Jahr. Man solle doch bittesch&ouml;n an das k&uuml;rzlich entdeckte Haushaltsloch denken, sagen die, die sonst immer nach Steuersenkungen rufen. Pl&ouml;tzlich m&uuml;sse auch ein Kassensturz her. Und dann ist da noch der Neulinke Christian &ldquo;Che Guevara&rdquo; Lindner, der es unbedingt vermeiden will, dass Million&auml;rserben auch noch eine Respekt-Rente abgreifen d&uuml;rfen.<br>\nDabei hat die Grundrente ein ganz anderes Problem. Sie wird nicht kommen, weil sie eben nur als schlechte PR-Aktion f&uuml;r eine Imageverbesserung der SPD in einem Wahljahr geplant wurde. Sie w&auml;re auch nicht gerecht und b&ouml;te vor allem auch keinen Schutz vor Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190211schlechtes-marketing\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Lafontaine: SPD-Konzept ist Mogelpackung<\/strong><br>\nDer ehemalige SPD-Chef und jetzige Linken-Fraktionschef im saarl&auml;ndischen Landtag, Oscar Lafontaine h&auml;lt das SPD-Konzept zum Sozialstaat f&uuml;r Unsinn. Das sagte er NDR Info.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/info\/Lafontaine-SPD-Konzept-ist-Mogelpackung,audio484236.html?fbclid=IwAR2Cui1QnYEZoJSyBtaU-bFXqRsMyfAjG2-y2LGfgHuKujiHPDPfEPMyo3s\">NDR.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Kapitalismus will aus allen B&uuml;rgern Migranten machen<\/strong><br>\nMit ihren Konzepten zur Migration l&ouml;se die UN keine Probleme, so Diego Fusaro im Gespr&auml;ch mit RT. Laut dem italienischen Philosophen ist die nationale Souver&auml;nit&auml;t die letzte Bastion der Demokratie, die es zu verteidigen gelte.<br>\nLaut UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres erlaube die Migration &ldquo;Millionen Menschen, nach neuen M&ouml;glichkeiten zu suchen, was sowohl den Herkunfts- als auch den Ankunftsgemeinschaften zugute kommt&rdquo;. Stimmt das?<br>\nIch gehe in die entgegengesetzte Richtung zu der von Ant&oacute;nio Guterres und dem Chor des politisch korrekten Gedankens. Dieser wiederholt, dass es Afrikaner gebe, die nach Europa kommen wollen, weil Afrika r&uuml;ckst&auml;ndiger sei als Europa &ndash; dass Europa das Eldorado der Hoffnung sei usw. Dies ist jedoch die rassistische Erz&auml;hlung des einseitigen Denkens. In Wirklichkeit befinden wir uns in der dritten<br>\nPhase des Kolonialismus. &hellip; und zwar die Phase des globalisierten Kolonialismus, mit dem afrikanische L&auml;nder destabilisiert werden. Stichwort: NATO-Krieg gegen Libyen. Und auf diese Weise wird die Flucht der Afrikaner &ndash; die &ldquo;willkommen&rdquo;, doch in Wirklichkeit nach Europa abgeschoben sind &ndash; vom Kapitalismus r&uuml;cksichtslos ausgenutzt, um die Kosten der einheimischen Arbeitsmigranten zu senken und das Profil des Migranten zu verallgemeinern &ndash; das hei&szlig;t, um uns alle zu Migranten zu machen. Der Kapitalismus will Migranten nicht integrieren. Er will aus allen B&uuml;rgern Migranten machen. Das Profil des prek&auml;ren Migranten ist: staatenlos, ohne Wurzeln, st&auml;ndig in Bewegung, denn er ist dem freien Verkehr von Waren und Personen ausgeliefert. Das ist Masseneinwanderung heute. &hellip;<br>\nWarum scheint die UNO die Migration als eine Art Allheilmittel zu sehen f&uuml;r die Probleme der Unterentwicklung und f&uuml;r die Unterschiede zwischen armen und reichen L&auml;ndern? Es g&auml;be wirklich keine anderen L&ouml;sungen?<br>\nDies ist in Wirklichkeit nur die Fassade, die die Substanz ideologisch verbirgt. Die Substanz ist die eines Ausbeutungsprozesses der Arbeitskraft, die den Hebel der bei Marx beschriebenen industriellen Reservearmee benutzt: Das hei&szlig;t, Massen von idealen Sklaven deportieren, wie die Afrikaner. Die Afrikaner sind ideale Sklaven, weil sie aus ihrem Territorium deportiert und in ein Land geworfen werden, in dem sie die Sprache nicht kennen, in dem sie keine territorialen Wurzeln haben, in dem sie sich nicht verteidigen k&ouml;nnen. Deshalb liebt das Kapital die Masseneinwanderung so sehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/83711-italienischer-philosoph-diego-fusaro-wir\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst bemerkenswertes Interview. Der Wunschtraum der Neoliberalen ist die Weltgesellschaft ohne Grenzen f&uuml;r Kapital, Waren und Arbeitskr&auml;fte, also auch ein globaler, offener Arbeitsmarkt auf dem sich die L&ouml;hne am besten auf ein globalisiertes, m&ouml;glichst niedriges Niveau einpendeln. Der Wahnsinn dabei, dass diese Dystopie der Neoliberalen heute ihre engagiertesten Unterst&uuml;tzer bei vielen aus der politischen Linken findet. Diego Fusaro geht hier sogar soweit, dass von den heutigen, fast ausschlie&szlig;lich an kulturellen Themen orientierten Linksparteien keinerlei Impulse mehr f&uuml;r die Ver&auml;nderung der herrschenden Verh&auml;ltnisse zu erwarten sei.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ozeane vor dem Kollaps<\/strong><br>\nSeit vielen Jahren berichte ich &uuml;ber das Problem mit dem Plastikm&uuml;ll. Doch noch nie gab es so viele Artikel und Beitr&auml;ge in den Medien. Mittlerweile h&ouml;rt und liest man &uuml;berall vom Plastik, vor allem dem M&uuml;ll im Meer.<br>\nDoch einige Meeresforscher k&ouml;nnen die hohe Aufmerksamkeit f&uuml;r das Thema nicht mehr nachvollziehen. Manche Wissenschaftler sprechen sogar schon von einem Medienhype. &bdquo;Plastik im Meer ist ein Problem &ndash; doch bei weitem nicht das gr&ouml;&szlig;te&ldquo;, schreibt auch Nikolaus Gelpke. Der Gr&uuml;nder und Herausgeber von &bdquo;Mare&ldquo; widmet sich mit seiner Zeitschrift und seinem Verlag dem Lebensraum Meer.<br>\n&bdquo;Ich stelle zunehmend fest, dass das Thema Plastikm&uuml;ll in den Medien sehr stark vertreten ist, und zwar viel st&auml;rker, als ein viel wichtigeres Problem f&uuml;r die Ozeane, n&auml;mlich die Klimaerw&auml;rmung und der CO2-Aussto&szlig; &ndash; und da nimmt Plastikm&uuml;ll in den Medien eine so &uuml;berbordend starke Stellung in den Medien ein, dass die wichtigeren Probleme wie eben CO2 oder auch Erw&auml;rmung der Meere quasi in den Hintergrund ger&auml;t, was nat&uuml;rlich nicht gut ist.&ldquo;<br>\nDer pH-Wert und die Temperatur der Meere haben sich &uuml;ber Jahrmillionen eingependelt. Das ganze &Ouml;kosystem ist auf diesen Zustand eingestellt. Es ist ein fein austarierter Prozess mit ganz kleinen Stellschrauben. Schon geringste Ver&auml;nderungen k&ouml;nnen massive Auswirkungen haben &ndash; und die bringt der Klimawandel mit sich. Die Treibhausgase, die wir Menschen produzieren, halten W&auml;rmestrahlen in der Atmosph&auml;re fest. Einen Gro&szlig;teil davon absorbieren die Ozeane. Neben der W&auml;rme nehmen die Weltmeere auch rund ein Drittel des ausgesto&szlig;enen Kohlendioxids auf. Beides hat gravierende Folgen f&uuml;r das Leben im Wasser:<br>\n&bdquo;Sie m&uuml;ssen sich das bei der Temperatur vorstellen, wenn ein Mensch von 37 auf 38 Grad eine h&ouml;here Temperatur besitzt, dann geht er von einem Normalzustand in den Zustand von Fieber. In den Meeren ist das &auml;hnlich. Wenn Sie da einen Temperaturunterschied von einem Grad haben, dann stirbt ganz vieles im Meer oder es ver&auml;ndert sich das &Ouml;kosystem komplett.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/plastikflaschen-und-klimawandel-ozeane-vor-dem-kollaps.976.de.html?dram:article_id=440455\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49378\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49378"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49381,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49378\/revisions\/49381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}