{"id":49399,"date":"2019-02-17T11:45:39","date_gmt":"2019-02-17T10:45:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49399"},"modified":"2019-02-18T09:55:45","modified_gmt":"2019-02-18T08:55:45","slug":"alarmsignal-nach-brasilien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49399","title":{"rendered":"Alarmsignal nach Brasilien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anmerkungen zu Yanis Varoufakis&lsquo;, Bernie Sanders&lsquo; und Boaventura Santos&lsquo; &ldquo;Progressiver Internationale&rdquo;.<\/strong> Die Wahl des rechtsextremen Jair Bolsonaro in Brasilien, die von der sogenannten &bdquo;demokratischen Rechten&ldquo; Mauricio Macris in Argentinien, Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;eras in Chile und Iv&aacute;n Duques in Kolumbien applaudiert wurde, l&ouml;ste umgekehrt in der weltweiten demokratischen und linken Szene Entsetzen und Alarmsignale aus. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Westen befindet sich in einer politischen Falle. Neoliberale wie Hillary Clinton und Neo-Nationalisten wie Donald Trump verewigen eine endlose Schleife gegenseitiger Potenzierung. Der Ausweg ist ein progressiver Internationalismus: Solidarit&auml;t unter den gro&szlig;en Mehrheiten auf der ganzen Welt, die bereit sind, demokratische Politik auf planetarischer Ebene wieder zu entfachen &hellip;&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Mit dieser Einleitung hatte der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis <a href=\"https:\/\/www.yanisvaroufakis.eu\/2016\/07\/31\/building-a-progressive-international-op-ed-project-syndicate\/\">bereits Mitte 2016<\/a> w&auml;hrend der Pr&auml;sidentschaftskampagne in den USA zur Schaffung einer weltumspannenden Allianz fortschrittlicher Parteien, sozialer Bewegungen und Regierungen aufgerufen. Der Aufruf erfreute sich jedoch nur sp&auml;rlicher Resonanz und ging im Nachrichtenstrudel unter.<\/p><p><strong>Varoufakis&lsquo; Vision<\/strong><\/p><p>Im September 2018 &ndash; genauer: eineinhalb Jahre nach Donald Trumps Regierungsantritt &ndash; brachte Varoufakis seinen Appell erneut auf die Tagesordnung, diesmal mit einer dramatischen Warnung, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/ng-interactive\/2018\/sep\/13\/our-new-international-movement-will-fight-rising-fascism-and-globalists\">abgedruckt im britischen <em>Guardian<\/em><\/a>.<\/p><p>&bdquo;Unsere &Auml;ra wird durch den Siegeszug einer sich global vereinigenden Rechten &ndash; einer nationalistischen Internationalen &ndash; in Erinnerung bleiben, die der Kloake des finanzialisierten Kapitalismus entsprang&ldquo;, mahnte der von &uuml;blen Ausd&uuml;nstungen angewiderte griechische National&ouml;konom, dem sein ehemaliger, neoliberal-orthodoxer deutscher Kollege Wolfgang Sch&auml;uble einst die Hand zur Begr&uuml;&szlig;ung verweigerte, seinen Rollstuhl um 90 Grad abwendete und vor einem Fahrstuhl stehen lie&szlig;.<\/p><p>Mit seinem zweiten Appell wollte Varoufakis an den St&uuml;hlen personifizierter und als progressiv auftretender Kollegen in der politischen Weltszene r&uuml;tteln. &bdquo;Ob angesichts dieser Bedrohung eine erfolgreiche humanistische Herausforderung auch in Erinnerung bleiben wird, h&auml;ngt von der Bereitschaft der Progressiven in den Vereinigten Staaten, der Europ&auml;ischen Union, dem Vereinigten K&ouml;nigreich sowie L&auml;ndern wie Mexiko, Indien und S&uuml;dafrika ab, eine koh&auml;rente progressive Internationale in Szene zu setzen&ldquo;, mahnte er.<\/p><p>Doch zum ersten Mal war ein solcher Appell auch von dem l&auml;ngst f&auml;lligen und zweckdienlichen Hinweis begleitet, dass n&auml;mlich Programm und Sprache der traditionellen Linken durch die neue Rechte enteignet w&uuml;rden.<\/p><p>&bdquo;Unsere Aufgabe ist nicht beispiellos. Die Faschisten kamen mitten im Krieg nicht an die Macht, indem sie Gewalt, Krieg oder Konzentrationslager predigten. Sie eroberten umgekehrt die Macht mit ihrer F&auml;higkeit, die sogenannten &acute;guten Menschen&acute; anzusprechen, die nach einer schweren kapitalistischen Krise &uuml;ber die Ma&szlig;en wie Vieh, das seinen Marktwert verloren hatte, behandelt worden waren. Anstatt sie als &acute;beklagenswert&acute; zu behandeln, schauten ihnen die Faschisten in die Augen, boten ihre Freundschaft an und versprachen, ihren Stolz wiederherzustellen, ihnen das Gef&uuml;hl zu vermitteln, dass sie Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Ideals waren, was ihnen erlaubte, sich selbst als etwas anderes als blo&szlig;e souver&auml;ne Verbraucher wahrzunehmen&ldquo;, mahnte der Grieche.<\/p><p>Ob sich Varoufakis&lsquo; Befund auch in peripheren L&auml;ndern wie Brasilien, in denen rechtsextremistische Kr&auml;fte den Staat erobert haben, nachweisen l&auml;sst, ist eher mit Skepsis zu beurteilen. Weder schauen der brasilianische Faschist Jair Bolsonaro und seine Gefolgschaft den Armen in die Augen, noch bieten sie ihnen ihre Freundschaft an. Ganz im Gegenteil, suggeriert ihr von Ignoranz, Vorurteilen und Hass beladener Blick die kaltbl&uuml;tige Verachtung und als Endziel die brutale Massen-Sterilisierung der &bdquo;dummen Armen&ldquo;, wie der Ex-Hauptmann <a href=\"https:\/\/www1.folha.uol.com.br\/poder\/2018\/06\/bolsonaro-defendeu-esterilizacao-de-pobres-para-combater-miseria-e-crime.shtml\">seit 1992 predigt<\/a>.<\/p><p><strong>Kampf der 1-Prozent-Oligarchie: Bernie Sanders&lsquo; programmatischer Grundriss und Fehleinsch&auml;tzungen<\/strong><\/p><p>In einem anderen Artikel in der genannten <em>Guardian<\/em>-Ausgabe erregte sich der gegen Hillary Clinton unterlegene Pr&auml;sidentschaftskandidat der Demokratischen Partei der USA, Bernie Sanders, &uuml;ber die <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/ng-interactive\/2018\/sep\/13\/bernie-sanders-international-progressive-front\">skandal&ouml;se soziale Ungleichheit<\/a> im kapitalistischen Weltma&szlig;stab. Er schrieb:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Unsere Aufgabe ist es, f&uuml;r eine Zukunft zu k&auml;mpfen, in der neue Technologien und Innovationen zum Wohle aller Menschen beitragen, nicht nur f&uuml;r einige wenige. Es ist nicht akzeptabel, dass das oberste 1 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung die H&auml;lfte des Reichtums des Planeten besitzt, w&auml;hrend die untersten 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter gerade mal 2,7 Prozent des globalen Wohlstands auf sich vereinigen&rdquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Es sei nicht akzeptabel, dass die Industrie f&uuml;r fossile Brennstoffe weiterhin gro&szlig;e Gewinne erzielt, w&auml;hrend ihre CO2-Emissionen den Planeten f&uuml;r unsere Kinder und Enkelkinder zerst&ouml;ren, mahnt der US-Senator. Ferner sei nicht hinnehmbar, dass eine Handvoll multinationaler Mediengiganten, die nur einer kleinen Anzahl von Milliard&auml;ren geh&ouml;ren, den Informationsfluss auf der Erde weitgehend kontrollieren.<\/p><p>Auch sei nicht akzeptabel, dass die Handelspolitik den multinationalen Konzernen zugutekommt, die den werkt&auml;tigen Menschen in der ganzen Welt gro&szlig;en Schaden zuf&uuml;gt, und schlie&szlig;lich d&uuml;rfe unter keinen Umst&auml;nden hingenommen werden, dass &uuml;ber 1,0 Billion US-Dollar pro Jahr f&uuml;r Waffenarsenale ausgegeben werde, w&auml;hrend Millionen von Kindern an leicht behandelbaren Krankheiten sterben.<\/p><p>Sanders schl&auml;gt vor, die f&uuml;hrenden Regierungen sollen diesem unhaltbaren Zustand ein Ende setzen, &bdquo;um die Absurdit&auml;t der reichen und multinationalen Konzerne zu beenden, die mehr als 21 Billionen Dollar auf Offshore-Bankkonten hinterlegt und Steuern hinterzogen haben, aber obendrein noch verlangen, dass ihre jeweiligen Regierungen mit Austerit&auml;tsprogrammen ihren Arbeitern Sparpolitik aufzwingen&rdquo;. Der US-Senator sieht aber ein, dass dieser Handlungsentschluss nur mit massivem Druck von unten zu erwarten w&auml;re und gelangt zur gleichen Schlussfolgerung wie Varoufakis.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Um wirksam gegen den Aufstieg dieser internationalen autorit&auml;ren Achse zu k&auml;mpfen, brauchen wir eine internationale fortschrittliche Bewegung, die hinter der Vision eines gemeinsamen Wohlstands, der Sicherheit und der W&uuml;rde f&uuml;r Alle steht und die gro&szlig;e und nicht nur wirtschaftliche Ungleichheit in der Welt bek&auml;mpft, sondern auch die (dahinterstehende) politische Macht. Eine solche Bewegung muss bereit sein, kreativ und mutig &uuml;ber die (andere) Welt nachzudenken, die wir gerne begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rden. W&auml;hrend die autorit&auml;re Achse sich darum bem&uuml;ht, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete globale Ordnung zu demontieren &ndash; da sie nach ihrer Ansicht den Zugang zu Macht und Wohlstand einschr&auml;nke &ndash; reicht es umgekehrt nicht aus, die jetzt bestehende Ordnung einfach zu sch&uuml;tzen &hellip; Wir m&uuml;ssen auf ehrliche Weise untersuchen, warum diese Ordnung gescheitert ist, also viele ihrer Versprechen nicht erf&uuml;llt hat. Auch sollten wir nachweisen, wie die Autorit&auml;ren diese Misserfolge f&uuml;r breitere Unterst&uuml;tzung ihrer Interessen geschickt ausgenutzt haben&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Sodann weitet Sanders seine Beobachtung von den USA auf die globale Szenerie aus und begeht wom&ouml;glich dabei einen gravierenden taktischen Fehler mit der Forderung, auch &bdquo;andere autorit&auml;re Staaten&ldquo; wie Russland m&uuml;ssten in die Strategie aufgenommen werden, weil man &bdquo;dort die Entscheidungen der Regierung nicht von den Interessen Wladimir Putins und seines Oligarchen-Kreises zu unterscheiden vermag, (weil) sie eine Einheit bilden&ldquo; und wirft ohne mit der Wimper zu zucken, Russland und Saudi-Arabien in einen Topf.<\/p><p>Sanders&lsquo; Aufruf stellt au&szlig;erdem keine Fragen nach den Ursachen und der imperativen Beendigung der Kriege in Nahost, dem Wiederaufbau Syriens und Libyens, den US-St&uuml;tzpunkten rund um die Welt, dem Versuch, das US-Strafrecht weltweit als &ldquo;Lex Americana&rdquo; zu oktroyieren, der Notwendigkeit internationaler, effektiver Bankenregulierung und entschlossener Entkriminalisierung ihrer Vorst&auml;nde und der dringenden St&auml;rkung der internationalen &ldquo;Institutionalit&auml;t&rdquo;, u.a. der UN-Organe, die systematisch von neoliberalen, diplomatischen und milit&auml;rischen Offensiven der USA, aber auch Israels, Saudi- Arabiens usw. ausgeh&ouml;hlt und zerst&ouml;rt wird.<\/p><p><strong>Boaventura Santos&lsquo; Betonung des Unterbaus als Hebel der Ver&auml;nderung<\/strong><\/p><p>Was sind die m&ouml;glichen politischen Marschrouten der Linken? Wo sind die Pfade zu einem einheitlichen internationalen Kampf?<\/p><p>In seinem im M&auml;rz 2018 gleichzeitig in Portugal, Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Spanien ver&ouml;ffentlichten neuen Buch &ldquo;Esquerdas do mundo, uni-vos!&ldquo; (Linke der Welt, vereinigt Euch &ndash; siehe Deckel der brasilianischen Erstausgabe) liefert der portugiesische Soziologe Boaventura de Sousa Santos einen kritischen &Uuml;berblick &uuml;ber das Interregnum nach dem weltweiten Banken-Crash von 2008 und der darauffolgenden Offensive des Neoliberalismus im Weltma&szlig;stab.<\/p><p>In einer zunehmend gegenseitig abh&auml;ngigen Welt empfiehlt der Soziologe das globale Lernen und eine &bdquo;Erkenntnistheorie des S&uuml;dens&ldquo; als M&ouml;glichkeit, solches Lernen zu f&ouml;rdern, ohne dabei den Kontext und die spezifischen Bed&uuml;rfnisse jedes einzelnen Szenarios aus den Augen zu verlieren. Unter &bdquo;Erkenntnistheorie des S&uuml;dens&ldquo; versteht Santos die Aufarbeitung der Erfahrungen sozialer Bewegungen, die in verschiedenen L&auml;ndern gegen die von Kapitalismus, Kolonialismus und Patriarchat verursachte soziale Ausgrenzung und Diskriminierung widerstehen. Seine Beobachtungen konzentriert er auf die politische Szene und die linken Kr&auml;fte ausgesuchter L&auml;nder und stellt grundlegende Fragen, die sich auf mittlerer und langfristiger Zeitskala bewegen.<\/p><p>Die Demontage der Demokratie in Brasilien, die Schwierigkeiten des Friedensprozesses in Kolumbien, die institutionelle Krise in Mexiko, die Herausforderungen an die spanische Podemos-Partei, die neuen Gesichter des imperialen Systems und das portugiesische Wagnis, das gegenw&auml;rtig die einzige linke Regierung in Europa darstellt, sind gleichsam komplexe und differenzierte Szenarien, die der weitgereiste portugiesische Professor und Aktivist des Sozialen Weltforums mit dem Ziel untersucht, der facettenreichen politischen Kartografie Elemente f&uuml;r einen wirksamen Kampf gegen den Neoliberalismus zu entrei&szlig;en sowie Anst&ouml;&szlig;e f&uuml;r ein Rasterbild von der Zukunft der Linken anzubieten &ndash; ein urheberrechtlicher und akribischer Kraftakt, der eine umgehende &Uuml;bersetzung und deutsche Ausgabe des Buches nahelegt.<\/p><p>Santos erkl&auml;rt das &bdquo;Interregnum&ldquo; als eine Art weltweite Handlungsblockade der Linken. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r dieses Interregnum seien unterschiedlich. Sie reichen vom antidemokratischen Aufstieg neoliberaler Kr&auml;fte bis hin zu den gewaltigen Schwierigkeiten, denen sich die Herausbildungen ideologischer Prinzipien im volksnahen Unterbau Lateinamerikas gegen&uuml;bersehen. &bdquo;Von den Merkmalen dieses Interregnums sind zwei besonders f&uuml;r die Linken relevant und zeigen die Spannung, in der sie zwischen der immer dringender werdenden Vereinigung und den neuen und beispiellosen Schwierigkeiten stehen, um diese Notwendigkeit dauerhaft zu bedienen&ldquo;, erkl&auml;rt Santos und nennt Antriebe, die scheinbar in die entgegengesetzte Richtung weisen und seines Erachtens nach nur durch eine sorgf&auml;ltige Steuerung der Zeitskalen gel&ouml;st werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Zum einen m&uuml;ssten im Hinblick auf die Universalisierung der liberalen Demokratie die Kr&auml;fte der Linken mit folgender Feststellung beginnen: Die liberale Demokratie war niemals in der Lage, sich in ihren unterschiedlichsten Verkleidungen gegen Antidemokraten und Faschisten zu verteidigen. Diese Erkenntnis fordere dringend zum einheitlichen Vorgehen der Linken auf, damit das einzige politische Feld, das heute f&uuml;r den Machtkampf zur Verf&uuml;gung steht &ndash; n&auml;mlich die Demokratie &ndash; gesch&uuml;tzt werde.<\/p><p>Zum anderen m&uuml;sse sie imperativen Widerstand gegen den weit verbreiteten Angriff auf L&ouml;hne, Arbeitnehmerorganisationen und Formen sozialer Konzertierung leisten, wo soziale Forderungen inzwischen als &bdquo;Polizei-Sache&ldquo; behandelt werden. Dazu komme die zunehmend gravierende und unumkehrbare Umweltkrise, die durch den verzweifelten Kampf um den Zugang zum Erd&ouml;l versch&auml;rft wird, der die Zerst&ouml;rung von L&auml;ndern wie dem Irak, Syrien und Libyen &ndash; und m&ouml;glicherweise morgen dem Iran &ndash; mit sich bringt.<\/p><p>Schlie&szlig;lich sei die Linke dazu aufgerufen, das Wiederaufleben von &bdquo;Rassismus, Sexismus und Heterosexismus&ldquo; zu bek&auml;mpfen. All diese Merkmale weisen auf einen Zustand des unumkehrbaren Widerspruchs zwischen Kapitalismus und Demokratie hin; selbst auf die &bdquo;Demokratie mit niedriger Intensit&auml;t&ldquo;, die die liberale Version schon immer war, beschreibt Santos als dringende Handlungsfelder.<\/p><p>&bdquo;Der Nutzen des Buches kann gerade darin bestehen, dass es sich um eine retrospektive Untersuchung der politischen Wirklichkeit und der Art und Weise bem&uuml;ht, wie wir mit dieser Realit&auml;t konfrontiert werden, ohne zu wissen, wie sie sich entfalten wird&rdquo;, erkl&auml;rte der Autor in Brasilien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Anmerkungen zu Yanis Varoufakis&lsquo;, Bernie Sanders&lsquo; und Boaventura Santos&lsquo; &ldquo;Progressiver Internationale&rdquo;.<\/strong> Die Wahl des rechtsextremen Jair Bolsonaro in Brasilien, die von der sogenannten &bdquo;demokratischen Rechten&ldquo; Mauricio Macris in Argentinien, Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;eras in Chile und Iv&aacute;n Duques in Kolumbien applaudiert wurde, l&ouml;ste umgekehrt in der weltweiten demokratischen und linken Szene Entsetzen und Alarmsignale aus. 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