{"id":49408,"date":"2019-02-15T16:41:43","date_gmt":"2019-02-15T15:41:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408"},"modified":"2019-02-15T16:41:43","modified_gmt":"2019-02-15T15:41:43","slug":"hinweise-des-tages-ii-382","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h01\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h02\">M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz: &bdquo;Die EU muss nicht unbedingt in milit&auml;rischen Fragen stark sein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h03\">Umgehung von Fahrverboten: Regierung will Dieselschadstoff-Grenzwerte lockern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h04\">Pipeline-Projektionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h05\">Globalisiertes Missmanagement: Die Kultur der Verantwortungslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h06\">IG Bau bringt Mindestlohn von 12,63 Euro ins Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h07\">Risiko und Nebenwirkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h08\">Spaniens Regierung vor dem Aus: Sieg der Scharfmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h09\">Das t&ouml;dliche Gesch&auml;ft mit dem giftigen Blei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h10\">100 Pestizide sollen ungepr&uuml;ft auf den Markt kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h11\">Leben im Bullshit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h12\">Mit diesen raffinierten Tricks landete die Bertelsmann Stiftung ihren neuesten PR-Coup zur Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h13\">Zahlen des Finanzministeriums: Regierung zahlt Beratern rund 720 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h14\">&bdquo;Gegen Neoliberalismus und Nationalismus&ldquo;: Ein halbes Jahr &bdquo;Aufstehen&ldquo;: der Druck muss wachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49408#h15\">Das Letzte: Deutschlands Sicherheitslage: Politologe Terhalle pl&auml;diert f&uuml;r atomare Bewaffnung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hilfe statt Show<\/strong><br>\nHilfslieferungen kommen bei Venezuelas Bev&ouml;lkerung an &ndash; trotz US-Sanktionen<br>\nAm Montag pr&auml;sentierte sich der Putschist Juan Guaid&oacute; stolz in einem Video auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Endlich seien erste Hilfsg&uuml;ter im Land angekommen, die umgehend an schwangere Frauen und unterern&auml;hrte Kinder verteilt w&uuml;rden. Dabei hielt er kleine T&uuml;tchen mit &bdquo;Mikron&auml;hrstoffen in Pulverform&ldquo; und Schwangerschaftsvitamine in die Kamera. Wie die angeblichen &bdquo;Hilfslieferungen&ldquo; nach Venezuela kamen, in welchem Versteck er sie pr&auml;sentierte und wie er die Verteilung organisieren will, bleibt das Geheimnis des M&ouml;chtegernpr&auml;sidenten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5107\/internationale_politik\/10494\/Hilfe-statt-Show.htm\">unsere zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Venezuela&rsquo;s Collapse is a Window into How the Oil Age will Unravel<\/strong><br>\nFor some, the crisis in Venezuela is all about the endemic corruption of Nicol&aacute;s Maduro, continuing the broken legacy of Chavez&rsquo;s ideological experiment in socialism under the mounting insidious influence of Putin. For others, it&rsquo;s all about the ongoing counter-democratic meddling of the United States, which has for years wanted to bring Venezuela&#8202;&mdash;&#8202;with its huge oil reserves&#8202;&mdash;&#8202;back into the orbit of American power, and is now interfering again to undermine a democratically elected leader in Latin America.<br>\nNeither side truly understands the real driving force behind the collapse of Venezuela: we have moved into the twilight of the Age of Oil.<br>\nSo how does a country like Venezuela with the largest reserves of crude oil in the world end up incapable of developing them? While various elements of socialism, corruption and neoliberal capitalism are all implicated in various ways, what no one&rsquo;s talking about&#8202;&mdash;&#8202;especially the global oil industry&#8202;&mdash;&#8202;is that over the last decade, we&rsquo;ve shifted into a new era. The world has moved from largely extracting cheap, easy crude, to becoming increasingly dependent on unconventional forms of oil and gas that are much more difficult and expensive to produce.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.resilience.org\/stories\/2019-02-04\/venezuelas-collapse-is-a-window-into-how-the-oil-age-will-unravel\/\">Resilience<\/a><\/li>\n<li><strong>Zahl von drei Millionen Krisenfl&uuml;chtlingen aus Venezuela ist nicht haltbar<\/strong><br>\nLaut UN f&uuml;hren &ldquo;Sch&auml;tzwerte&rdquo; zu der hohen Zahl Gefl&uuml;chteter. Tats&auml;chlich rund 1,3 Millionen Venezolaner im Ausland registriert.<br>\nBei der Anerkennung des selbsternannten venezolanischen Interimspr&auml;sidenten Juan Guiad&oacute; f&uuml;hren seine Unterst&uuml;tzer vor allem ein Argument an: In Venezuela herrsche eine humanit&auml;re Krise, in deren Folge bereits &uuml;ber drei Millionen Menschen fliehen mussten. Amerika21 hat diese auch vom Ausw&auml;rtigen Amt mehrfach angef&uuml;hrte Zahl &uuml;berpr&uuml;ft und herausgefunden: Eine solch hohe Zahl an Gefl&uuml;chteten ist &ndash; zumindest auf Grundlage vorliegender Daten und Aussagen der Vereinten Nationen (UN) und der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration (IOM) &ndash; nicht haltbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/02\/222195\/un-venezuela-fluechtlinge-migranten\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><strong>Kuba schl&auml;gt Alarm<\/strong><br>\nHavanna enth&uuml;llt Vorbereitungen der USA f&uuml;r Intervention in Venezuela. Truppen werden in Karibik zusammengezogen<br>\nEin Krieg gegen Venezuela wird wahrscheinlicher. Die kubanische Regierung hat den USA in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) vorgeworfen, ein &raquo;als humanit&auml;re Mission getarntes milit&auml;risches Abenteuer&laquo; vorzubereiten. In einer offiziellen Erkl&auml;rung ruft Havanna die &raquo;internationale Gemeinschaft&laquo; auf, alle Kr&auml;fte zu mobilisieren, um eine Intervention in Venezuela zu verhindern.<br>\nNach Angaben Kubas wurde zwischen dem 6. und 10. Februar die Ankunft von US-Spezialeinheiten auf verschiedenen Flugh&auml;fen in der Region registriert. Unter anderem habe es Milit&auml;rtransportfl&uuml;ge der USA zu einem Flughafen auf Puerto Rico, zum Luftwaffenst&uuml;tzpunkt San Isidro in der Dominikanischen Republik und auf &raquo;andere strategisch gelegene Karibikinseln&laquo; gegeben, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung.<br>\nDie Transporte seien von US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten gestartet, von denen Truppen f&uuml;r Sondereins&auml;tze und der Marineinfanterie operierten. Derartige Einheiten setzten die USA f&uuml;r &raquo;verdeckte Aktionen, darunter gegen F&uuml;hrer anderer L&auml;nder&laquo; ein, erkl&auml;rte die Regierung in Havanna weiter. Die USA bereiteten ein &raquo;als humanit&auml;re Intervention getarntes Milit&auml;rabenteuer in Venezuela&laquo; vor, warnte auch Au&szlig;enminister Bruno Rodr&iacute;guez auf Twitter.<br>\nZeitgleich best&auml;tigte die US-Botschaft in Brasilien eine Visite von Craig Faller, Kommandeur des S&uuml;dkommandos der US-Streitkr&auml;fte (Southcom), dem alle milit&auml;rischen Operationen der USA in Lateinamerika unterstehen. Zwischen dem 10. und dem 13. Februar habe Faller sowohl mit dem Au&szlig;en- und dem Verteidigungsminister als auch mit den Spitzen des brasilianischen Milit&auml;rs &uuml;ber Ma&szlig;nahmen zum Schutz &raquo;des Friedens in der Region und der Stabilit&auml;t der westlichen Hemisph&auml;re&laquo; beraten, hei&szlig;t es in einer US-Mitteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349143.us-imperialismus-kuba-schl%C3%A4gt-alarm.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz: &bdquo;Die EU muss nicht unbedingt in milit&auml;rischen Fragen stark sein&ldquo;<\/strong><br>\nDer Duktus auf der Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen sei sehr milit&auml;risch gepr&auml;gt, sagte Alexander Neu von der Linkspartei im Dlf. Um Macht auszu&uuml;ben, brauche die EU aber nicht unbedingt milit&auml;rische Potenziale. Auch durch ihre wirtschaftliche St&auml;rke k&ouml;nne sie &bdquo;positiv und konstruktiv gestalten&ldquo;. [&hellip;]<br>\nM&uuml;nchenberg: Auf der anderen Seite, Herr Neu, l&auml;uft ja die Debatte noch &uuml;ber eine m&ouml;gliche Antwort, eine Milit&auml;rstrategie, wenn der INF-Vertrag tats&auml;chlich auslaufen sollte. Weil Sie sagen gerade, es gibt schon ein Wording, es gibt schon eine klare Strategie. Soweit ist die NATO ja noch nicht.<br>\nNeu: Nein, das Wording ist diese einheitliche Verurteilung der russischen Seite, was v&ouml;llig faktenfrei ist, denn ich habe ja selber hier Dokumente vorliegen, die besagen, dass sie keine Beweise haben, sondern Vermutungen und Einsch&auml;tzungen, aber das sind keine Beweise im rechtsstaatlichen Sinne, und das erwarte ich schon. Ich erwarte auch Konflikte innerhalb des NATO-B&uuml;ndnisses in den n&auml;chsten Monaten, wenn es darum geht, was w&auml;ren dann die Konsequenzen aus dem Ende des INF-Vertrags. Die Stationierung von Mittelstreckensystemen in Deutschland oder in Polen oder im Baltikum, welche Konsequenzen hat das f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheit &ndash; sicherlich keine guten. Ich erwarte da durchaus harte Auseinandersetzungen, aber ich muss auch sagen, da sind die Europ&auml;er selber schuld an der Situation. Sie k&ouml;nnten auch Druck auf den US-Partner aus&uuml;ben, was sie bislang nicht wirklich tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/muenchner-sicherheitskonferenz-die-eu-muss-nicht-unbedingt.694.de.html?dram:article_id=441200%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Umgehung von Fahrverboten: Regierung will Dieselschadstoff-Grenzwerte lockern<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will nach SPIEGEL-Informationen mehr Dieselfahrer von Fahrverboten verschonen &ndash; und einen h&ouml;heren Schadstoffaussto&szlig; zulassen. Dahinter steckt offenbar eine Initiative von BMW.<br>\nDie Bundesregierung plant nach SPIEGEL-Informationen mit einer Gruppe von Unions- und SPD-Abgeordneten offensichtlich, die Grenzwerte f&uuml;r &auml;ltere Dieselfahrzeuge zu lockern. Urspr&uuml;nglich wollte die Regierung den Grenzwert auf 270 Milligramm Stickoxidaussto&szlig; pro Kilometer festlegen. Nur Dieselfahrzeuge, die diesen Wert einhalten, sollen trotz Fahrverboten in die Innenst&auml;dte fahren d&uuml;rfen. Dieser Wert soll auf gut 350 Milligramm angehoben werden durch eine Regelung im Bundesimmissionsschutzgesetz.<br>\nDer offizielle EU-Grenzwert f&uuml;r Euro-5-Diesel liegt sogar nur bei 180 Milligramm. Er musste auf dem Pr&uuml;fstand erreicht werden und war f&uuml;r die Zulassung der Autos einschl&auml;gig. Im Zuge des Abgasskandals stellte sich indes heraus, dass die Autos im realen Stra&szlig;enverkehr viel mehr Schadstoffe aussto&szlig;en. Die Werte, die die Regierung nun &auml;ndern will, dienen als Richtschnur f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Fahrverboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/fahrverbote-regierung-will-dieselschadstoff-grenzwerte-lockern-a-1245655.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pipeline-Projektionen<\/strong><br>\nWas dabei unterging, waren die eigentlichen Gr&uuml;nde, aus denen Deutschland an der Pipeline festhielt. Denn es stimmt schlicht nicht, was Posener sagt: Nicht nur Gazprom profitiert von Nord Stream 2, sondern die ganze deutsche und europ&auml;ische Industrie, die durch die Verbindung nach Russland Zugang zu reichlich billiger Energie erh&auml;lt. Abgesegnet und politisch in Schutz genommen wurde die Gaspipeline deshalb auch nicht vom herbei fantasierten Triumvirat &bdquo;Trittin, Linkspartei und AfD&ldquo;, sondern von der deutschen Regierung, bestehend aus den Parteien SPD und CDU.<br>\nG&auml;be es wirklich eine einflussreiche pro-russische f&uuml;nfte Kolonne in Deutschland, man m&uuml;sste sie vielleicht in der Chemieindustrie suchen. Denn das ist der Wirtschaftssektor, der in Deutschland mit Abstand am meisten Energie verbraucht &ndash; und deshalb auch f&uuml;r dieEnergiequelle aus Russland eintritt. So beteiligt sich etwa der Chemiekonzern BASF &uuml;ber seine Tochter Wintershall am Bau von Nordstream 2. &bdquo;Russland ist f&uuml;r Wintershall die wichtigste Region! Und Russland bleibt f&uuml;r Wintershall die wichtigste Region!&ldquo;, hatte dessen Vorstandschef vor einem Jahr noch trotzig erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/enduringfreedom\/pipeline-projektionen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Globalisiertes Missmanagement: Die Kultur der Verantwortungslosigkeit<\/strong><br>\nDer Niedergang der Deutschen Bahn, ein Phantomflughafen in Berlin, das Ausgeliefertsein an Facebook &ndash; die Verantwortung liegt in den F&uuml;hrungsetagen, aber die Gesellschaft darf das Missmanagement ausl&ouml;ffeln, beklagt die Journalistin Sieglinde Geisel.<br>\nIrgendwie haben wir uns an vieles gew&ouml;hnt, was vor 20 Jahren in Deutschland noch undenkbar gewesen w&auml;re: daran, dass die Z&uuml;ge der Deutschen Bahn nicht p&uuml;nktlich ankommen und die P&auml;ckchen der Deutschen Post manchmal nie. Und rechnet noch irgendjemand damit, dass der Berliner Flughafen je er&ouml;ffnet werden wird? Zunehmend scheint unsere Gesellschaft an Aufgaben zu scheitern, die in einer f&uuml;hrenden Industrienation eigentlich zu schaffen sein sollten. Die Verantwortung f&uuml;r die jeweiligen Schlamassel tragen naturgem&auml;&szlig; die Vertreter der obersten Gehaltsklassen, Missmanagement ist schlie&szlig;lich Sache des Managements. Doch es ist wie bei der Finanzkrise: Die Gesellschaft darf ausl&ouml;ffeln, was ihre F&uuml;hrungskr&auml;fte ihr eingebrockt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/globalisiertes-missmanagement-die-kultur-der.1005.de.html?dram:article_id=440911\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IG Bau bringt Mindestlohn von 12,63 Euro ins Spiel<\/strong><br>\nDas Ziel der SPD, den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland auf 12 Euro anzuheben, ist unter vielen Gewerkschaftsvertretern auf Skepsis gesto&szlig;en. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnten dadurch gerade in Branchen mit niedrigem Lohnniveau tarifvertraglich geregelte L&ouml;hne ausgehebelt werden. Einer scheint diese Sorge allerdings nicht zu teilen: Robert Feiger, der Vorsitzende der IG Bauen, Agrar, Umwelt (IG Bau), spricht sich daf&uuml;r aus, den gesetzlichen Mindestlohn sogar noch st&auml;rker zu erh&ouml;hen.<br>\nDas derzeitige Niveau von 9,19 Euro in der Stunde sei &bdquo;zu niedrig, keine Frage&ldquo;, sagte er am Mittwochabend vor Journalisten in Frankfurt. &bdquo;Um im Alter &uuml;ber die Grundsicherung zu kommen, muss man &uuml;ber 45 Jahre 12,63 Euro die Stunde verdienen.&ldquo; Derzeit betr&auml;gt die Grundsicherung rund 800 Euro. (&hellip;)<br>\nBrisant ist diese Aussage auch deshalb, weil Feiger Mitglied der Mindestlohnkommission ist, die aus Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften sowie Wissenschaftlern besteht. Sie entscheidet alle zwei Jahre &uuml;ber eine Erh&ouml;hung des gesetzlichen Mindestlohns und orientiert sich dabei, wie es das Gesetz vorsieht, am Durchschnitt der vorherigen Tarifabschl&uuml;sse. Feiger, der mit seiner Gewerkschaft die Interessen unter anderem von Bauarbeitern und Geb&auml;udereinigern vertritt, beklagte, das jetzige Gesetz enge die Kommission ein. &bdquo;Hier muss der Gesetzgeber dringend nachbessern. Anders geht es nicht&ldquo;, sagte er. [&hellip;]<br>\nWeiteren Auftrieb k&ouml;nnte die Debatte &uuml;ber den gesetzlichen Mindestlohn durch Zahlen bekommen, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung am Donnerstag vorgelegt hat. Der Mindestlohn in Deutschland liege trotz der Erh&ouml;hung zum Jahresanfang &bdquo;weiterhin sp&uuml;rbar niedriger&ldquo; als die Lohnuntergrenzen in anderen westeurop&auml;ischen L&auml;ndern, schreiben die Autoren. In Frankreich betrage der Mindestlohn erstmals &uuml;ber 10 Euro, in Luxemburg sogar 11,97 Euro. Im Vergleich mit allen 22 EU-Staaten, die einen Mindestlohn haben, schafft es Deutschland immerhin auf Platz sechs. Nicht ber&uuml;cksichtigt wird in der Analyse, dass hierzulande f&uuml;r ein gutes Dutzend Branchen eigene Mindestl&ouml;hne gelten, die bis zu 17 Euro in der Stunde betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ig-bau-bringt-mindestlohn-von-12-63-euro-ins-spiel-16041584.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Risiko und Nebenwirkungen<\/strong><br>\nAls Antwort auf den Pflegenotstand in Krankenh&auml;usern, Altenpflegest&auml;tten und privaten Pflegeinstituten zaubern die Herrschenden mit einem Placebo die &bdquo;Pflegekammer&ldquo; aus dem Hut. &Auml;hnlich wie mit den Bundes&auml;rztekammern will man damit weitere Standesorganisation etablieren. Mit dem Motto &bdquo;Die Pflege braucht endlich eine Stimme&ldquo; ebnen Karl-Josef Laumann, Minister f&uuml;r Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, und Jens Spahn, Bundesminister f&uuml;r Gesundheit, der Pflegelobby den Weg zu weiteren Privatisierungen. Hintergrund: Mit den Pflegekammern sollen Berufs- und Interessenverb&auml;nde, also auch die Gewerkschaften, weniger Einfluss bekommen. Die Lobbyverb&auml;nde der Kammern bestehen aus Vertretern der Berufsgruppen, der Alten- und Kinderkrankenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflegekonzerne.<br>\nDie Initiatoren der Pflegekammern behaupten, so w&uuml;rde die Pflege verbessert. Doch das sind nichts anderes als Irrlichter f&uuml;r Besch&auml;ftigte und Pflegebed&uuml;rftige. Bereits bestehende Pflegekammern auf L&auml;nderebene best&auml;tigen dies. Kaum gegr&uuml;ndet, beweist die mehrheitliche Zusammensetzung aus privaten Organisationen und Vertretern der Gesundheitskonzerne, was es zu verhindern gilt: Zum Beispiel bessere Arbeitsbedingungen und h&ouml;here L&ouml;hne oder Einstellung von Arbeitskr&auml;ften zu tariflichen Bedingungen. Selbst eine durch die Unternehmer bezahlte und w&auml;hrend den Arbeitszeiten stattfindende Fortbildung wird verweigert. (&hellip;)<br>\nLaut ver.di k&ouml;nnen Pflegekammern die jetzigen Zust&auml;nde im Pflegebereich und bei den Arbeitsbedingungen nicht besser regeln als die staatlichen Stellen, die daf&uuml;r eingesetzt sind. Aufgabe sei es deshalb, pflegebed&uuml;rftige Menschen vor schlechter oder unsachgem&auml;&szlig;er Pflege zu sch&uuml;tzen. Das gehe nicht mit mehr Privat vor Staat.<br>\nDie Pflege f&uuml;r Bed&uuml;rftige kann nur verbessert werden durch gute Ausbildung, Fort- und Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten. Denn unzureichende Qualifikationen und zu wenig Personal bedeuten in der gesundheitlichen Versorgung stets gro&szlig;e Gefahren f&uuml;r die Pflegebed&uuml;rftigen. Der Versuch der Landesregierungen, mit den Pflegekammern mehr Einfluss auf L&ouml;hne und Geh&auml;lter, Ausbildungsrichtlinien und Fortbildungen zu bekommen, muss gestoppt werden. Dazu ist organisierter, gewerkschaftlicher und breiter Widerstand aus der Bev&ouml;lkerung notwendig. Erkl&auml;rungen durch ver.di und der Hinweis auf eine sozialpartnerschaftliche und parlamentarische L&ouml;sung, wie sie wohl auch in NRW mit der Landesregierung angestrebt wird, werden die Zust&auml;nde bei der Pflege nicht verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5107\/wirtschaft_soziales\/10500\/Risiko-und-Nebenwirkungen.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spaniens Regierung vor dem Aus: Sieg der Scharfmacher<\/strong><br>\nErst vor acht Monaten hat der Sozialist Pedro S&agrave;nchez die Regierungsgesch&auml;fte in Madrid &uuml;bernommen, jetzt steht das Land schon wieder vor Neuwahlen. Die katalanischen Fraktionen im Parlament h&auml;tten seinen Haushalt abgelehnt, weil sie ideologisch, nicht pragmatisch d&auml;chten, kommentiert Julia Macher.<br>\nN&uuml;chtern betrachtet fragt man sich schon, wie dieser Haushalt scheitern konnte. Der Sozialist Pedro S&aacute;nchez regiert Spanien seit letztem Sommer mit einer Minderheitsregierung. In langen Verhandlungen hatte er seinen Haushalt zielgruppengenau auf die Bed&uuml;rfnisse seiner Unterst&uuml;tzer zugeschnitten, der linken Podemos Unidos und den regionalen Parteien aus Katalonien und dem Baskenland:<br>\nMehr Geld gegen Kinderarmut.  Ein h&ouml;herer Mindestlohn und h&ouml;here Renten &ndash; alles mit Zustimmung der EU. Und Katalonien sollte mit h&ouml;heren Transferleistungen und Investitionen in Milliardenh&ouml;he eine Extra-Streicheleinheit bekommen. Ein Angebot also, das man eigentlich nicht ablehnen kann als Volksvertreter der Katalanen. Die katalanischen Fraktionen im Parlament taten es dennoch. Weil sie nicht pragmatisch, sondern ideologisch denken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spaniens-regierung-vor-dem-aus-sieg-der-scharfmacher.720.de.html?dram:article_id=441006\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das t&ouml;dliche Gesch&auml;ft mit dem giftigen Blei<\/strong><br>\nDie Nachfrage nach Blei steigt weltweit, auch f&uuml;r den deutschen Automarkt. Afrika, vor allem Nigeria, kann die Nachfrage bedienen &ndash; mit dem Recyceln von alten Batterien. Doch das Gesundheitsrisiko ist riesig: der Rohstoff vergiftet Arbeiter und Anwohner.<br>\nNnewi, eine Stadt im Osten Nigerias mit rund 400.000 Einwohnern. Hier, im Dschungel zwischen Kokosnuss- und Palm&ouml;lplantagen, steht die Recyclingfabrik des Batterieherstellers Union Autoparts, eine Tochter des erfolgreichen nigerianischen Industriekonzerns Ibeto. Die Firma macht aus alten Autobatterien neue. Allein in die Recyclinganlage hat Union Autoparts 7,3 Millionen Euro investiert.<br>\n&bdquo;Stand heute ist das die modernste Anlage in der Bleirecycling-Industrie. Die Drehrohrofen sind vollst&auml;ndig mit Emissionsschutz ausgestattet&ldquo;, erkl&auml;rt Manager Vincent Eijke. Das Problem: Die Recyclinganlage steht seit letztem Oktober still. Es fehlen die Altbatterien. Gebrauchte Bleibatterien sind viel zu teuer geworden. Union Autoparts hat h&ouml;here Betriebskosten als die meisten anderen Bleih&uuml;tten in Afrika &ndash; und kann im ruin&ouml;sen Wettbewerb kaum mithalten. Also wurde das Recycling gestoppt. F&uuml;r Eijke sind die ausl&auml;ndischen Blei-Importeure f&uuml;r die Preistreiberei mitverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/nigeria-das-toedliche-geschaeft-mit-dem-giftigen-blei.979.de.html?dram:article_id=440741\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>100 Pestizide sollen ungepr&uuml;ft auf den Markt kommen<\/strong><br>\nIn Deutschland sollen in den n&auml;chsten Monaten Pestizide im gr&ouml;&szlig;eren Stil ohne Pr&uuml;fung wieder auf den Markt kommen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums laufen derzeit in Deutschland 121 Antragsverfahren f&uuml;r die Zulassungsverl&auml;ngerung von Pflanzenschutzmitteln. Doch statt nach genauer Pr&uuml;fung sollen &ldquo;voraussichtlich&rdquo; 100 Produkte mit einer Ausnahmeregelung auf den Markt kommen k&ouml;nnen.<br>\nIn diesen F&auml;llen werde es voraussichtlich im ersten Halbjahr nicht zu einer Entscheidung im Pr&uuml;fverfahren kommen, sodass die jeweilige Vorg&auml;ngerzulassung verl&auml;ngert werden m&uuml;sse, teilte das Ministerium mit. Wenn die eigentlich vorgesehene Risikobewertung nicht innerhalb bestimmter Fristen abgeschlossen wird, verl&auml;ngert sich die Zulassung automatisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/glyphosat-pflanzenschutzmittel-produkte-ungeprueft-1.4329161\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Noch eine &Ouml;ko-Krise &ndash; Und keiner merkt es<\/strong><br>\nAutofahrer haben es l&auml;ngst gemerkt: Die Zahl der Insekten nimmt ab. Im Vergleich zu fr&uuml;her ist die Windschutzscheibe nach dem Rasen auf der Autobahn kaum mehr mit den l&auml;stigen Viechern beschmiert. Was f&uuml;r deutsche Schnellfahrer vielleicht angenehm ist, hat das Potenzial, sich zu einer globalen &Ouml;kokatstrophe zu entwickeln. F&uuml;r manche Ohren mag dies alarmistisch klingen, und genau das soll es auch: Man kann ohne weiteres davon ausgehen, dass mit einer massiven Reduktion oder gar dem Aussterben von Insekten das Leben auf diesem Planeten, wie wir es kennen, nicht mehr m&ouml;glich w&auml;re. Unsere Nahrung, frisches Wasser, Hygiene und Sauberkeit, all dies ist mit dem Verschwinden der Insekten bedroht. Denn diese sind so etwas wie die Multi-tasker unseres &Ouml;kosystems: Nutz- und Wildpflanzen brauchen sie zum Best&auml;uben (nach Auskunft des Weltrats f&uuml;r Biologische Vielfalt (IPBES) h&auml;ngen f&uuml;nf bis acht Prozent der aktuellen Nahrungspflanzenproduktion direkt von der Best&auml;ubung durch Insekten ab. Dies entspricht einem j&auml;hrlichen Marktwert von vielen hundert Milliarden Euro), der Abbau von M&uuml;ll und unseren Exkrementen geschieht zum gr&ouml;ssten Teil &uuml;ber Insekten, vielen Tieren, insbesondere Amphibien, V&ouml;geln und Fischen, dienen Insekten als Nahrung, d.h. ohne Insekten keine Fr&ouml;sche, Lerchen oder Forellen. Aber ohne Insekten gibt es auch keine Zersetzung des Kuh- oder Wildkots. Stellen wir uns nur einmal vor, &uuml;berall liegen Extremente herum. Als in Australien K&uuml;he importiert wurden, wurde dieses Szenario zur Realit&auml;t. Denn die K&auml;fer, die ihn verwertet h&auml;tten, gab es dort nicht. Die heimischen K&auml;fer waren nur auf K&auml;nguru-Dung spezialisiert. Das Problem konnte nur durch den Import von Dungk&auml;fern aus S&uuml;dafrika gel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/beobachtungen-der-wissenschaft\/noch-eine-oeko-krise-und-keiner-merkt-es\/\">Spektrum<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: In 100 Jahren ausgestorben?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Fast die H&auml;lfte aller Insektenarten geht stark zur&uuml;ck, belegt eine Auswertung von 73 verschiedenen Studien.<\/li>\n<li>Jedes Jahr schrumpfe die Biomasse der Insekten um 2,5 Prozent. Die Forscher halten ein Aussterben vieler Insekten in 100 Jahren f&uuml;r m&ouml;glich.<\/li>\n<li>Besonders gravierend ist der Schwund bei den Schmetterlingen, den Hautfl&uuml;glern (zu denen Bienen, Wespen und Ameisen geh&ouml;ren), sowie bei den Dungk&auml;fern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/insektensterben-bienensterben-insekten-weltweite-studie-1.4325129\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Leben im Bullshit<\/strong><br>\nInterview Mathilde Ramadier will keine Welt, die aus Coworking Spaces besteht. Die Freiheit der Start-ups ist f&uuml;r sie eine neoliberale L&uuml;ge<br>\nDas Versprechen lautet: &bdquo;Flache Hierarchien, alle sind frei, jeder hat seine Chance.&ldquo;<br>\nEs gab Start-ups, bei denen wir alle Manager von etwas waren: People-Manager, Country-Manager, der Herr am Empfang war Office-Manager. Das Wort hatte keinen Sinn. [&hellip;]<br>\nSie haben 2017 ein Buch &uuml;ber Ihre Erfahrungen ver&ouml;ffentlicht. Darin analysieren Sie auch die Sprache der Firmen. Wof&uuml;r steht sie?<br>\nIch habe irgendwann bemerkt: Egal wie gro&szlig; die Firma ist oder was sie genau treibt: Die Sprache ist immer dieselbe. Es ist die des Silicon Valley, der Superlative und der Metaphern. Alles ist &uuml;bertrieben optimistisch. Alle sind einzigartig und frei. Und wenn jemand gefeuert wird, dann sagt man: Il est parti vers d&rsquo;autres aventures. Er widmet sich neuen Herausforderungen. Es ist die oft verlogene Sprache des Neoliberalismus. [&hellip;]<br>\nPr&auml;sident Macron wolle selbst den Staat wie ein Start-up f&uuml;hren, emp&ouml;ren sich viele.<br>\nJa, er ist extrem neoliberal. Es werden &ouml;ffentliche Einrichtungen zerlegt, die M&auml;chtigen gesch&uuml;tzt, und das Volk wird ausgebeutet. Im Jahr 2017 hat Macron in der Station F, einem ehemaligen Bahnhof, einen gro&szlig;en Inkubator eingeweiht, ein Gr&uuml;nderzentrum f&uuml;r junge Tech-Unternehmen.<br>\nEs ist der gr&ouml;&szlig;te Start-up-Campus der Welt.<br>\nJa, der Hauptgr&uuml;nder Xavier Niels ist Milliard&auml;r, einer der reichsten M&auml;nner Frankreichs. Macron hat dort eine Rede gehalten und gesagt: &bdquo;Es gibt Leute, die erfolgreich sind, und es gibt Leute, die nichts sind.&ldquo; Macron hat nie etwas getan, um die, die bei Uber oder Lieferdiensten wie Deliveroo arbeiten, gesetzlich zu sch&uuml;tzen. Aber auch in Berlin sehe ich, wie Start-ups das Gesicht der Stadt ver&auml;ndern.<br>\nWie denn?<br>\n&Uuml;berall entstehen Coworking Spaces, wo dann die Freelancer der Start-ups sitzen und selber f&uuml;r ihren Arbeitsplatz bezahlen m&uuml;ssen. Viele Unternehmen haben Englisch als Amtssprache. Es beschleunigt die Gentrifizierung. [&hellip;]<br>\nDie Gilets Jaunes k&auml;mpfen auch f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne. Was halten Sie von der Gelbwesten-Bewegung?<br>\nAm Anfang war ich skeptisch, weil ich auch &Ouml;kologin bin, kein Auto fahre und fossile Brennstoffe sowieso keine Zukunft haben. Aber die Leute, die auf dem Land leben, die manchmal dort geboren sind, die haben gar keine Wahl. Sie sind Bauern, Rentner, Arbeiter oder Handwerker. Sie m&uuml;ssen mit dem Auto zur Arbeit, zum Arzt oder einkaufen. Sie sind ersch&ouml;pft. Sie arbeiten schwer und sind trotzdem arm. Ausgerechnet sie sollen eine Steuer aufgebrummt bekommen, w&auml;hrend die Pariser Bourgeoisie am Wochenende ihre Easy-Jet-Trips macht &ndash; ohne Kerosin-Steuer zu bezahlen? Es gibt keine &Ouml;kologie ohne soziale Gerechtigkeit. Macron hat ausgerechnet die Reichensteuer abgeschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/maxi-leinkauf\/leben-im-bullshit\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mit diesen raffinierten Tricks landete die Bertelsmann Stiftung ihren neuesten PR-Coup zur Migration<\/strong><br>\nEs ist bemerkenswert, wozu sich Wirtschaftswissenschaftler hergeben, wenn das Geld stimmt. Drei von ihnen haben der Bertelsmann Stiftung eine Studie geschrieben, wonach es bis 2060 (!) 260.000 Zuwanderer netto pro Jahr in den deutschen Arbeitsmarkt braucht, um den &bdquo;demographisch bedingten R&uuml;ckgang des Arbeitskr&auml;fteangebots auf ein f&uuml;r die Wirtschaft vertr&auml;gliches Ma&szlig; begrenzen&ldquo;. Einen PR-Coup machte die Stiftung daraus mit zwei ebenso raffinierten wie unsauberen Tricks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1110-bertelsmann-tricks-migration\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zahlen des Finanzministeriums: Regierung zahlt Beratern rund 720 Millionen Euro<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium steht in der Berateraff&auml;re ohnehin in der Kritik. Doch auch andere Ressorts haben gro&szlig;en Beraterbedarf. Das geht aus Zahlen des Bundesfinanzministeriums hervor.<br>\nDie Bundesregierung hat in den vergangenen zwei Jahren mehr als 1,4 Milliarden Euro f&uuml;r private &ldquo;Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsleistungen&rdquo; gezahlt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; unter Berufung auf eine vom Bundesfinanzministerium beantwortete Anfrage der Gr&uuml;nen. Demnach seien 2017 722 Millionen Euro bezahlt worden, rund f&uuml;nfmal mehr als im Beraterbericht des Jahres ausgewiesen. 2018 seien noch einmal mindestens 683 Millionen Euro geflossen.<br>\nDie tats&auml;chlichen Ausgaben d&uuml;rften jedoch noch h&ouml;her liegen. Denn: Nicht alle Ministerien h&auml;tten Zahlen geliefert, hie&szlig; es in dem Bericht. So fehle in der Auflistung zum Beispiel das Verteidigungsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bund-beraterausgaben-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Gegen Neoliberalismus und Nationalismus&ldquo;: Ein halbes Jahr &bdquo;Aufstehen&ldquo;: der Druck muss wachsen <\/strong><br>\nChristoph Hentschel im Gespr&auml;ch mit Sevim Dagdelen<br>\nUZ: Du bist Mitglied im deutschen Bundestag und eines der prominentesten Mitglieder der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;. Warum setzt du dich f&uuml;r &bdquo;Aufstehen&ldquo; ein? Warum braucht es &bdquo;Aufstehen&ldquo; zus&auml;tzlich zum Parteiensystem, zu bestehenden Organisationen und B&uuml;ndnissen?<br>\nSevim Dagdelen: Angesichts der massiven Zunahme von Armut und von extrem ausbeuterischen Arbeitsverh&auml;ltnissen braucht es in Deutschland eine soziale Bewegung, die gegen diese dramatische Zuspitzung mobilisiert. Mit &bdquo;Aufstehen&ldquo; muss der Druck wachsen, damit es endlich einen wirklichen Bruch mit Hartz IV gibt. Zugleich ist &bdquo;Aufstehen&ldquo; von Anfang an gegen die massive Aufr&uuml;stung der Gro&szlig;en Koalition auf die Stra&szlig;e gegangen. Es ist gut, dass hier viele Menschen den Aufruf &bdquo;Abr&uuml;sten statt Aufr&uuml;sten&ldquo; unterschrieben haben, aber wir brauchen eine gesellschaftliche Bewegung auch auf der Stra&szlig;e, die den Kriegstreibern und denjenigen, die den Sozialstaat komplett schleifen wollen, in den Arm f&auml;llt.<br>\nUZ: Ihr habt einen vorl&auml;ufigen Vorstand gew&auml;hlt, in dem vor allem Berufspolitiker vertreten sind. Formiert sich &bdquo;Aufstehen&ldquo; zu einer Wahlplattform? Wie ist euer Verh&auml;ltnis zu Wahlen und Mobilisierung f&uuml;r Aktionen auf der Stra&szlig;e?<br>\nSevim Dagdelen: Nein, &bdquo;Aufstehen&ldquo; war nie als Wahlplattform gedacht und wird sich auch nicht zu einer entwickeln. Wir wollen allerdings Druck machen auf die Parteien, dass sie sich f&uuml;r soziale und friedenspolitische Positionen &ouml;ffnen, insbesondere hier die SPD.<br>\nUZ: &bdquo;Aufstehen&ldquo; ist ein halbes Jahr alt. Wie hat sich die Sammlungsbewegung bis jetzt entwickelt?<br>\nSevim Dagdelen: Gerade in den weit &uuml;ber hundert Ortsgruppen, ob jetzt in Berlin, Bremen, M&uuml;nchen oder Leipzig, ist Aufstehen bereits jetzt eine Realit&auml;t, allen voreiligen Grabreden zum Trotz. Sicher haben wir auch Probleme, aber das scheint mir bei einem so gro&szlig;en Projekt normal. Und sicher gibt es auch zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen, wohin man mit Aufstehen will. Aus meiner Sicht hat &bdquo;Aufstehen&ldquo; eine gr&ouml;&szlig;ere Wirksamkeit, wenn die soziale Frage in den Mittelpunkt und radikal gestellt wird. &bdquo;Aufstehen&ldquo; in Berlin ist hier aus meiner Sicht mit der Unterst&uuml;tzung der Aktivit&auml;ten zur Enteignung der Deutsche Wohnen und anderer Immobilienkonzerne vorbildlich. Aktuell w&auml;ren zudem Aktivit&auml;ten f&uuml;r einen Ausbau des Sozialstaats und gegen die geplante Aufr&uuml;stung angesichts der Zuspitzung nach der K&uuml;ndigung des INF-Vertrags durch Trump mit Unterst&uuml;tzung der gesamten NATO ein wichtiges Feld. &bdquo;Aufstehen&ldquo; kann einen wichtigen Beitrag f&uuml;r eine soziale Friedensbewegung leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5107\/innenpolitik\/10502\/%E2%80%9EGegen-Neoliberalismus-und-Nationalismus%E2%80%9C.htm\">Sevim Dagdelen in unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Deutschlands Sicherheitslage: Politologe Terhalle pl&auml;diert f&uuml;r atomare Bewaffnung<\/strong><br>\nWir k&ouml;nnen uns nicht l&auml;nger auf die NATO-Sicherheitsgarantie verlassen, warnt Politologe Maximilian Terhalle. Wenn Deutschland nicht zur leichten Beute Russlands werden wolle, m&uuml;sse man &uuml;ber gemeinsame Nuklearanstrengungen mit Frankreich nachdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/deutschlands-sicherheitslage-politologe-terhalle-plaediert.1008.de.html?dram:article_id=441154\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Einfach nur noch gaga, aber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37528\">nichts Neues f&uuml;r NachDenkSeiten-Leser<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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