{"id":49416,"date":"2019-02-18T08:32:59","date_gmt":"2019-02-18T07:32:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416"},"modified":"2019-02-18T10:46:21","modified_gmt":"2019-02-18T09:46:21","slug":"hinweise-des-tages-3307","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h01\">Bunte Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h02\">SiKo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h03\">&bdquo;Eine Bankrotterkl&auml;rung deutscher Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h04\">Merkel will R&uuml;stungsexporte erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h05\">Linke fordert Steuertransparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h06\">Lungen&auml;rzte haben sich verrechnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h07\">Commedia italiana<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h08\">FDP fordert lockereres Zuwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h09\">Der Mainstream ist jetzt &ouml;ko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h10\">Deutsche Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h11\">So will die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Hartz IV umbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h12\">Bald k&ouml;nnte es 1,2 Millionen Menschen ohne Wohnung geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h13\">New York Times: &ldquo;Geheimes US-Sabotageprogramm&rdquo; k&ouml;nnte Misserfolge iranischer Satelliten erkl&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h14\">Brasilien zwischen Diktatur und Bolsonaro, Protest auf der Berlinale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h15\">Die Bundeswehr hat 11.733 Minderj&auml;hrige an der Waffe ausgebildet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h16\">&bdquo;Gegenmacht gegen Macht der Konzerne und des Staates&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h17\">G&ouml;ttinger Friedenspreis f&uuml;r die &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden&ldquo; unter Beschuss der Israel-Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49416#h18\">Kanadas Wald &ndash; eine CO2-Schleuder<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bunte Westen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rund 2.000 Menschen demonstrieren<\/strong><br>\nIn 14 St&auml;dten gingen etwa 2.000 Menschen nach dem Vorbild der franz&ouml;sischen Gelbwesten auf die Stra&szlig;e. Die &bdquo;Aufstehen&ldquo;-Bewegung hatte dazu aufgerufen.<br>\nNach dem Vorbild der franz&ouml;sischen &bdquo;Gelbwesten&ldquo; haben in vielen deutschen Landeshauptst&auml;dten die &bdquo;Bunten Westen&ldquo; demonstriert. Addiert man die Angaben von Polizei und Beobachtern, versammelten sich am Samstag rund 2.000 Menschen bei den Protestkundgebungen. Die &bdquo;Aktion #Bunte Westen&ldquo; fordert bundesweit bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege. Zu den Demonstrationen in 14 St&auml;dten unter dem Motto &bdquo;Wir sind Viele. Wir sind vielf&auml;ltig. Wir haben die Schnauze voll!&ldquo; hatte die Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen.<br>\nAn einer Kundgebung in Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen. Mehrere Hundert Teilnehmer kamen in Hamburg, Kiel und Schwerin zusammen. In der Innenstadt von Magdeburg z&auml;hlte die Polizei rund 100 Teilnehmer. Es habe sich um eine friedliche Kundgebung gehandelt, teilte die Polizei mit. Auch in Erfurt trafen sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen zu einer Kundgebung. Menschen mit farbigen Westen seien allerdings nur vereinzelt darunter gewesen, sagte ein Sprecher.<br>\nEine Kundgebung in Mainz erwies sich als Flop. Nur drei Menschen folgten dort dem Aufruf, wie die Polizei mitteilte. &bdquo;Wahrscheinlich liegen die Priorit&auml;ten der Mainzer in Zeiten der Fastnacht anders&ldquo;, sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig mit der Kundgebung feierten zehntausend Menschen in Mainz den Start in die Stra&szlig;enfastnacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Bunte-Westen-in-Deutschland\/!5573713\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der &bdquo;Mainzer Flop&ldquo; l&auml;sst sich &uuml;brigens ganz einfach erkl&auml;ren &ndash; die Demo fand nicht in Mainz, sondern in Wiesbaden statt. Offenbar hatten die dpa-Journalisten in Zeiten der Fastnacht andere Priorit&auml;ten als zu Recherchieren. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Nicht links gegen rechts, sondern oben gegen unten&rdquo; &ndash; &ldquo;Aufstehen&rdquo; in bunten Westen<\/strong><br>\nSeit dem vergangenen Sommer gibt es die von Sahra Wagenknecht initiierte linke Sammlungsbewegung &ldquo;Aufstehen&rdquo;. Laut eigenen Angaben hat sie deutlich &uuml;ber Hundert Ortsgruppen, einen richtigen Durchbruch hat die Bewegung bislang allerdings nicht geschafft. Anders die Gelbwesten-Bewegung in Frankreich. Mit Massenprotesten bestimmen die &ldquo;Gilet Jaunes&rdquo; dort seit mehreren Monaten die politische Agenda. Daran will nun auch &ldquo;Aufstehen&rdquo; in Deutschland ankn&uuml;pfen.<br>\nAn der Basis der Bewegung ist in Mecklenburg-Vorpommern eine Idee entstanden: Als &ldquo;Buntwesten&rdquo; wollen sie auf die Stra&szlig;e gehen. Nicht nur in einer Stadt, sondern m&ouml;glichst in allen Landeshauptst&auml;dten Deutschlands &ndash; mit jeweils eigenen inhaltlichen Schwerpunkten.<br>\nIn Berlin folgen dem Aufruf am Samstagmittag rund 500 Menschen. Die Sonne strahlt, Jacken sind optional. Westen auch, trotzdem tragen die meisten Teilnehmer eine. Wie in Frankreich steht gelb hier hoch im Kurs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.watson.de\/!816435954\">Watson<\/a><\/li>\n<li><strong>150 &bdquo;Bunte Westen&ldquo; protestieren friedlich in Hannover<\/strong><br>\nRund 150 Menschen haben sich am Sonnabendmittag vor dem Hauptbahnhof Hannover zusammengetan, um gemeinsam als &bdquo;Bunte Westen&ldquo; gegen das Ungleichgewicht in Deutschland zu protestieren. Die auch als Mahnwache bezeichnete Demonstration war Teil eines bundesweiten Aufrufs des B&uuml;ndnisses &bdquo;Aufstehen&ldquo;. Unter anderem auch in D&uuml;sseldorf, Wiesbaden, M&uuml;nchen, Erfurt und Berlin gingen die Menschen friedlich auf die Stra&szlig;en. Hannover ist am Sonnabend ein Teil des bundesweiten &bdquo;Bunte Westen&ldquo;-Protests f&uuml;r eine neue Politik und gegen Missst&auml;nde in der Gesellschaft gewesen. Das B&uuml;ndnis &bdquo;Aufstehen&ldquo; hatte zu der Demonstration aufgerufen.<br>\nIn allen St&auml;dten demonstrierten die &bdquo;Bunten Westen&ldquo; &ndash; die in Hannover allerdings gr&ouml;&szlig;tenteils neongelb waren &ndash; unter anderem gegen den Reichtum der Milliard&auml;re, steigende Mieten und zu hohe Milit&auml;rausgaben. Um 11.55 Uhr startete die Aktion in Hannover mit den Worten &bdquo;Es ist f&uuml;nf vor zw&ouml;lf!&ldquo;. Redner Steve, aufgewachsen in London, kritisierte unter anderem den enormen Reichtum einiger weniger: &bdquo;26 Milliard&auml;re haben zusammen so viel wie die &auml;rmste H&auml;lfte der Menschheit&ldquo;, sagte der 49-J&auml;hrige. &bdquo;Das Geld ist da, es wird blo&szlig; nicht verteilt.&ldquo; Auch die franz&ouml;sische Gelbwestenbewegung (Gilets Jaunes) sei &bdquo;ein wunderbares Signal&ldquo; nach oben. Steve: &bdquo;Wir stehen alle zusammen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Hannover-150-Bunte-Westen-von-Aufstehen-protestieren-friedlich\">HAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SiKo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rund 3.500 Demonstranten protestieren gegen Sicherheitskonferenz<\/strong><br>\n&ldquo;Frieden statt Aufr&uuml;stung &ndash; Nein zum Krieg&rdquo;: Unter diesem Motto haben sich die Teilnehmer der Anti-SIKO-Demonstration in der M&uuml;nchner Innenstadt versammelt. Rund 500 Polizeibeamte sind im Rahmen der Demo im Einsatz.<br>\nEin Meer aus bunten Transparenten, Friedensflaggen und roten Stoff-Mohnblumen in der M&uuml;nchner Innenstadt: Rund 3.500 Menschen sind nach Polizeiangaben dem Aufruf des &ldquo;Aktionsb&uuml;ndnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz&rdquo; gefolgt und gegen die SIKO auf die Stra&szlig;e gegangen. Die Organisatoren der Demonstration sprechen von 4.000 Teilnehmern.<br>\nMohnblumen f&uuml;r den Frieden<br>\nDer M&uuml;nchner Aktionsk&uuml;nstler Walter Kuhn, der bereits im November im Rahmen der M&uuml;nchner Friedenswoche auf dem K&ouml;nigsplatz 3.000 rote Mohnblumen aus Kunstseide erbl&uuml;hen lie&szlig;, stellte f&uuml;r die Demo ein Kontingent weiterer Mohnblumen bereit. Die Teilnehmer konnten diese zur Beginn der Demonstration am Stachus ausleihen.<br>\nEine Protestkette durch die Fu&szlig;g&auml;ngerzone<br>\nNach der Auftaktkundgebung am Stachus machten sich die Protestierenden mit Musikbegleitung in einem Demonstrationszug auf den Weg: &uuml;ber den Lenbachplatz, den Odeonsplatz bis zum Marienplatz. Mit dabei: Ein Feuerwehrauto, das symbolisch den Weltbrand l&ouml;schen sollte. Die betroffenen Stra&szlig;en wurden f&uuml;r den Autoverkehr gesperrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/rund-3-500-demonstranten-protestieren-gegen-sicherheitskonferenz,RIFgzE6\">BR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unterw&uuml;rfige Vasallen<\/strong><br>\nViele Kommentatoren jubeln, weil Angela Merkel dem US-amerikanischen Vize-Pr&auml;sidenten Mike Pence auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz Widerworte gegeben hat. Aber die Konferenz hat ihr Thema verfehlt.<br>\n1997 sagte der renommierte US-Stratege Zbigniew Brzezi&#324;ski: &ldquo;Der gesamte (europ&auml;isch-asiatische) Kontinent ist von amerikanischen Vasallen und tributpflichtigen Staaten &uuml;bers&auml;t.&rdquo; Die USA sind ein &ldquo;Staat von nie da gewesener Ausdehnung und beispielloser Macht&rdquo;.<br>\nWer auf die Landkarte blickt, sieht, dass die USA Russland und China einkreisen. Sie spielen mit dem Feuer und gef&auml;hrden die europ&auml;ische Sicherheit durch die beabsichtige Aufstellung von landgest&uuml;tzten Atomraketen und Anti-Raketenbasen in Polen und Rum&auml;nien. Der Tribut, den die USA von ihren europ&auml;ischen Vasallen verlangen, ist die Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes, der Ersatz russischer Erdgas-Lieferungen durch umweltsch&auml;dliches US-Fracking-Gas und die vorbehaltlose Unterst&uuml;tzung der US-Handelskriege mit China, Russland und dem Iran.<br>\nEuropa muss sich von der amerikanischen Vorherrschaft befreien. Die USA (700 Milliarden Dollar Milit&auml;rausgaben) brauchen die europ&auml;ischen Staaten (rund 300 Milliarden Dollar R&uuml;stungsausgaben) f&uuml;r ihre Sicherheit nicht. Sie brauchen sie nur als Vasallen, um ihre Weltherrschaft auszu&uuml;ben.<br>\nEuropa ist wirtschaftlich und milit&auml;risch in der Lage, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Es muss sich vom Schlepptau der USA l&ouml;sen.<br>\nEs gelten die Worte Helmut Schmidts: Europa muss &ldquo;Russland als Partner sehen, nicht als Gegner&hellip; F&uuml;r den Frieden in der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus, als etwa von Amerika.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.678047548923382\/2175176789210443\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>USA investieren zehnmal mehr in Verteidigung als Russland<\/strong><br>\nDie USA haben 2018 mehr als zehnmal so viel Geld f&uuml;r Verteidigung ausgegeben als Russland. Mit einem Budget von 643,3 Milliarden US-Dollar (rund 570 Milliarden Euro) lagen sie zudem auch weit vor aufstrebenden Milit&auml;rm&auml;chten wie China und Saudi-Arabien. Sie liegen laut einer am Freitag ver&ouml;ffentlichten Rangliste des Internationalen Instituts f&uuml;r Strategische Studien (IISS) aktuell noch vor Russland auf Platz zwei und drei. Russland gab demnach zuletzt lediglich 63,1 Milliarden Dollar aus. China kam auf 168,2 und Saudi-Arabien auf 82,9 Milliarden Dollar.<br>\nUnter den europ&auml;ischen Nato-L&auml;ndern ist laut IISS Gro&szlig;britannien mit Verteidigungsausgaben in H&ouml;he von 56,1 Milliarden US-Dollar die Nummer eins. Es folgen Frankreich mit 53,4 Milliarden Dollar und Deutschland mit 45,7 Milliarden Euro. Zusammen geben sie immerhin noch rund zweieinhalbmal so viel aus wie Russland. (&hellip;)<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erkl&auml;rte bereits vor Beginn der Sicherheitskonferenz, dass sie einen neuen Streit &uuml;ber den von den USA als zu niedrig kritisierten deutschen R&uuml;stungsetat vermeiden zu wollen. Sie zeigte Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Dr&auml;ngen der USA, den Wehretat bis 2024 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufzustocken. &bdquo;Die Forderungen, die schon Pr&auml;sident Barack Obama immer wieder anmahnte, sind berechtigt. Wir m&uuml;ssen mehr tun im B&uuml;ndnis, das ja unserem Schutz dient&ldquo;, sagte die CDU-Politikerin der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;. Binnen sechs Jahren habe Deutschland die R&uuml;stungsausgaben nach Nato-Kriterien um 36 Prozent gesteigert.<br>\nZum Auftakt der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz betonte von der Leyen, dass die Bundesregierung am Zwei-Prozent-Ziel festhalte. Zugleich verwies sie auf die europ&auml;ischen Bem&uuml;hungen um eine gemeinsame Verteidigungspolitik. Deutschland sei trotz eines schon gestiegenen Wehretats realistisch. &bdquo;Wir wissen, dass wir noch mehr tun m&uuml;ssen. Gerade wir Deutschen&ldquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article188862741\/IISS-USA-investieren-zehnmal-mehr-in-Verteidigung-als-Russland.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es kann nicht oft genug betont werden, dass sich die USA auch mit einem Pr&auml;sident Trump auf diese schwarz-rote Bundesregierung verlassen kann. Deutschland und die NATO-Staaten r&uuml;sten auf und geben ein Vielfaches mehr f&uuml;r das Milit&auml;r aus als Russland. Trotzdem soll Russland und insbesondere Pr&auml;sident Putin &ndash; aber auch China &ndash; als Feindbild taugen?<\/em><\/p>\n<p><em>Gibt es vor allem in Deutschland nicht viel gr&ouml;&szlig;ere Probleme &ndash; w&auml;ren die Milliarden Euro nicht viel sinnvoller eingesetzt z.B. in Bildung &amp; Wissenschaft, &ouml;ffentlicher Infrastruktur (Schienen und Stra&szlig;en), f&uuml;r die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung sowie Erhalt und Ausbau der gesetzlichen Rente?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Eine Bankrotterkl&auml;rung deutscher Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik&ldquo;<\/strong><br>\nDer Vorsitzende des NATO-Milit&auml;rausschusses, Harald Kujat, hat die Bundesregierung f&uuml;r ihre Haltung zum INF-Vertrag kritisiert. F&uuml;nf Jahre sei von deutscher Seite in der f&uuml;r die europ&auml;ische Sicherheit so wichtigen Sache nichts geschehen, sagte er im Dlf &ndash; und nun stelle man sich einfach hinter die Vorw&uuml;rfe der USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/inf-vertrag-eine-bankrotterklaerung-deutscher-aussen-und.694.de.html?dram:article_id=441275\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel will R&uuml;stungsexporte erleichtern<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel will einheitliche europ&auml;ische Regeln f&uuml;r R&uuml;stungsexporte.<br>\nIn der Praxis w&uuml;rde das eine Liberalisierung der im Vergleich zu Frankreich oder Gro&szlig;britannien strikten deutschen R&uuml;stungsexportpolitk bedeuten.<br>\nVom Koalitionspartner SPD kommt bereits Kritik.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich daf&uuml;r ausgesprochen, R&uuml;stungsexporte zu Gunsten einheitlicher Regeln in Europa zu erleichtern. Damit steuert die Koalition in Berlin auf einen neuen Konflikt zu. Auf der Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen sagte Merkel mit Blick auf den geplanten gemeinsamen Bau eines neuen Kampfflugzeugs mit Frankreich, wenn &ldquo;wir in Europa keine gemeinsame Kultur der R&uuml;stungsexporte haben, dann ist die Entwicklung von gemeinsamen Waffensystemen nat&uuml;rlich auch gef&auml;hrdet&rdquo;.<br>\nMerkel sagte weiter, man k&ouml;nne nicht von einer europ&auml;ischen Armee und von einer gemeinsamen R&uuml;stungspolitik sprechen, wenn man nicht gleichzeitig auch bereit sei, eine gemeinsame R&uuml;stungsexportpolitik zu machen. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Verteidigungsminister Ursula von der Leyen (CDU): Berlin setze sich f&uuml;r das Mehrheitsprinzip in der europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik ein, man m&uuml;sse aber auch anerkennen, dass &ldquo;deutsche Maximalpositionen nicht mehrheitsf&auml;hig&rdquo; sind. Bei R&uuml;stungsexporten sollten &ldquo;wir Deutschen nicht so tun, als seien wir moralischer als Frankreich, oder menschenrechtspolitisch weitsichtiger als Gro&szlig;britannien&rdquo;.<br>\nDagegen sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf M&uuml;tzenich der S&uuml;ddeutschen Zeitung, von der Leyen irre, wenn sie die deutsche R&uuml;stungsexportpolitik als moralischen Wettbewerb zwischen europ&auml;ischen L&auml;ndern herabw&uuml;rdige. &ldquo;Unsere Grunds&auml;tze sind Konsequenz deutscher Geschichte und friedenspolitischer &Uuml;berzeugungen.&rdquo; Eine gemeinsame europ&auml;ische R&uuml;stungsindustrie brauche zuk&uuml;nftig verbindliche Regeln. Diese m&uuml;ssten aber auf noch zu sch&auml;rfenden R&uuml;stungsexportrichtlinien aufbauen. Waffenexporte in Kriegs- und Spannungsgebiete m&uuml;ssten generell verboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sicherheitskonferenz-merkel-waffen-ruestungsexporte-1.4333412?fbclid=IwAR1CKi4xC_ZJMRpE9W6beP0RhOFbJLhqVYvdzvMxzWz_m0kzm8yeBsFzn_4\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Linke fordert Steuertransparenz<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Linkspartei m&ouml;chte, dass Konzerne ver&ouml;ffentlichen, wie viel sie in einzelnen Staaten verdienen und an Steuern zahlen.<\/li>\n<li>Viele deutsche Konzerne lehnen das ab, weil sie f&uuml;rchten, dass dann Gesch&auml;ftsgeheimnisse verraten werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Linksfraktion im Bundestag pocht darauf, Steuerzahlungen von Konzernen transparenter zu machen. Sie wird einen entsprechenden Antrag ins Parlament einbringen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, sich in EU-Verhandlungen daf&uuml;r einzusetzen, dass internationale Konzerne wichtige Eckdaten wie Umsatz, Gewinn und Steuerzahlungen jeweils auf L&auml;nderebene &ouml;ffentlich machen m&uuml;ssen. Antr&auml;ge der Oppositionsparteien haben in der Regel keine Chance darauf, im Bundestag angenommen zu werden, sondern signalisieren, welche Themen ihnen wichtig sind.<br>\n&ldquo;Wir brauchen steuerliche Transparenz von Konzernen, um aggressive Steuerflucht zu bek&auml;mpfen&rdquo;, sagt Fabio De Masi, der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion. In einigen wenigen Branchen ist die zus&auml;tzliche Transparenzauflage f&uuml;r Konzerne bereits eingef&uuml;hrt, so bei Banken. Die Offenlegungspflicht bei Finanzinstituten f&uuml;hre &ldquo;zu h&ouml;heren staatlichen Steuereinnahmen&rdquo; und helfe &ldquo;Steuervermeidung aufzudecken und zu beschr&auml;nken&rdquo;, so die Linksfraktion unter dem Verweis auf wissenschaftliche Studien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bundestag-linke-fordert-steuertransparenz-1.4333639\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lungen&auml;rzte haben sich verrechnet<\/strong><br>\nDer Journalist Malte Kreutzfeldt hat f&uuml;r die &bdquo;Tageszeitung&ldquo; (taz) nachgerechnet, wie der Initiator des umstrittenen Positionspapiers der Lungenfach&auml;rzte, der emeritierte Professor Dieter K&ouml;hler, zu den Zahlen gekommen ist, auf denen seine Kritik an den Luftschadstoffgrenzwerten basiert. Eine der Kernargumente K&ouml;hlers beruhte auf der Behauptung, dass ein durchschnittlicher Raucher, der am Tag eine Schachtel Zigaretten raucht, nach seinen Berechnungen eine Million Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) am Tag aufnehme. Das w&auml;re tausendfach mehr als das Au&szlig;enluftgrenzwert von 40 Mikrogramm. Daraus schlussfolgerte K&ouml;hler, dass die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO haltlos sind. Sonst m&uuml;sste jeder Raucher sofort sterben.<br>\nKreutzfeldt stellte fest, dass sich K&ouml;hler um den Faktor Tausend verrechnet hat. Bei korrekter Rechnung h&auml;tte er zu der Schlussfolgerung kommen m&uuml;ssen: Wer 80 Jahre lang den NO2-Grenzwert von 40 Mikrogramm einatmet, inhaliert dieselbe Schadstoffdosis wie ein Raucher innerhalb von sechs bis 30 Jahren. Dass das zu ernsthaften Sch&auml;den f&uuml;hren kann, bestreitet kein Lungenarzt.<br>\nSeinen Rechenfehler begr&uuml;ndete K&ouml;hler gegen&uuml;ber der taz unter anderem damit, dass er seit seiner Emeritierung keine Sekret&auml;rin mehr habe, die seine Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;berpr&uuml;fen k&ouml;nne. Von den 112 Unterzeichnern seines Papiers hatte das offenbar auch keiner getan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stickoxid-grenzwerte-lungenaerzte-haben-sich-verrechnet.697.de.html?dram:article_id=441096%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eigentlich hatte ich mich gesperrt, diesen Hinweis &uuml;berhaupt aufzunehmen, da es in der Sache uninteressant ist, ob Herr K&ouml;hler sich verrechnet hat oder nicht. Entscheidend ist, dass die gesamte Rechnung unsinnig ist, da sie einen Vergleich aufstellt, der in dieser Form gar keinen Sinn macht und den Lungenarzt K&ouml;hler eigentlich f&uuml;r weitere Debatten ohnehin disqualifiziert &ndash; dabei ist es egal, ob er sich um den Faktor Zwei oder den Faktor Zwei Millionen &bdquo;verrechnet&ldquo; hat. Wir weisen nun dennoch auf auf den &bdquo;Rechenfehler&ldquo; hin, da er zumindest zeigt, wie wenig Faktenchecks von den Medien durchgef&uuml;hrt werden, die K&ouml;hlers Brief ja nahezu ausnahmslos zitiert haben. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Ungesunder Menschenverstand<\/strong><br>\nWie tief sind wir gesunken? Journalisten unterscheiden Wissenschaft nicht mehr von Propaganda. Minister stellen offensiv die Gewaltenteilung, den zentralen Kontrollmechanismus der Demokratie, in Frage. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ruft Kommunen auf, gegen geltendes Recht vorzugehen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Verkehrsminister Andreas Scheuer kam das Theater zur rechten Zeit. Er rief die von Fahrverboten betroffenen Kommunen zum Boykott der Fahrverbote auf. Das gesprochene Recht passt ihm nicht in seinen ideologischen Kram: Bei der unsicheren wissenschaftlichen Lage m&uuml;sse die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Fahrverbote ernsthaft infrage gestellt werden, sagte der Minister. Dabei ist die wissenschaftliche Lage eindeutig. Die juristische im &Uuml;brigen auch. Die Grenz&shy;werte sind geltendes Recht.<br>\nEbenfalls im Januar hatte Scheuer den Vorschlag seiner Expertenkommission, ein Tempolimit von 130 km\/h auf Autobahnen als Mittel des Klimaschutzes einzuf&uuml;hren, strikt zur&uuml;ckgewiesen. Das sei &bdquo;gegen jeden Menschenverstand&ldquo;. Sind wir jetzt auch in Deutschland so weit, dass der ungesunde Menschenverstand eines Ministers &uuml;ber wissenschaftlicher Erkenntnis und &uuml;ber dem Recht steht? Mit dieser Methode r&uuml;ckt Scheuer an die Seite der Trumps, Erdogans und Orbans, die Wissenschaft ignorieren und Studien verbieten, die sich ihrer Ideologie entgegenstellen. Und die alles daf&uuml;r tun, um Gewaltenteilung, eine zentrale S&auml;ule der Demokratie, auszuh&ouml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fairkehr-magazin.de\/aktuelle-ausgabe-12019\/editorial\/%20\">fairkehr<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Kommentar: Grenzwerte? Einfach wegdefinieren! Von der Autolobby, Manipulatoren und Obskurantismus<\/strong><br>\nWissenschaftler d&uuml;rfen sich von Realit&auml;tsverzerrern nicht l&auml;nger in die Ecke treiben lassen. Sie m&uuml;ssen sich wehren.<br>\nAuch wenn schon viel dazu gesagt ist muss ich noch einmal auf das leidige Thema Stickoxide zur&uuml;ckkommen. Denn es sieht so aus, als habe die Pippi-Langstrumpf-Fraktion der Autolobby mit ihre &ldquo;Operation Lungenarzt&rdquo; einen bedeutenden Etappensieg erreicht. Frei nach dem Motto: Wenn wir die die Grenzwerte f&uuml;r Luftschadstoffe nicht einhalten k&ouml;nnen, lassen wir sie doch einfach wegdefinieren.<br>\nDas ist zwar Obskurantismus der &uuml;belsten Sorte, wird aber in der Berichterstattung bereits als &ldquo;Debatte &uuml;ber Grenzwerte&rdquo; bezeichnet. Dabei suggeriert allein das Wort &ldquo;Debatte&rdquo;, das es sich um eine ernsthafte Auseinandersetzung handelt, einen Austausch von Argumenten zum Zweck der Entscheidungsfindung. Von all dem kann in diesem Fall keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Grenzwerte-Einfach-wegdefinieren-Von-der-Autolobby-falschen-Debatten-und-Obskurantismus-4294438.html\">heise online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Commedia italiana<\/strong><br>\nSchon n&auml;chste Woche wird in Sardinien gew&auml;hlt &ndash; weshalb Salvini sardische Bauern in Rom empf&auml;ngt, die ihre Milch auf die Stra&szlig;e gegossen haben, um gegen die Importe rum&auml;nischer Milch zu protestieren. Die F&uuml;nfsterne indes verharren in Schockstarre &ndash; und nehmen fassungslos zur Kenntnis, wie Salvini die soeben verk&uuml;ndete und vernichtende Kosten-Nutzen-Rechnung einer Expertenkommission zur Hochgeschwindigkeitsstrecke TAV ignoriert &ndash; und ja dar&uuml;ber spottet (&bdquo;komische Daten&ldquo;) weil er wei&szlig;, dass er die Lobbys im R&uuml;cken hat.<br>\nF&uuml;r die F&uuml;nfsterne hingegen geh&ouml;rt der Kampf gegen den TAV zu ihrem Gr&uuml;ndungsmythos, wenn sie auch noch diesen verlieren, verlieren sie ihr h&ouml;chstes Gut, ihre Glaubw&uuml;rdigkeit. Salvini hat dieses Problem nicht, letztlich waren die F&uuml;nfsterne f&uuml;r ihn das Feigenblatt, um an die Macht zu kommen und sich von der jahrzehntelangen Vergangenheit an der Seite von Berlusconi reinzuwaschen. Genau das h&auml;tten die F&uuml;nfsterne gegen ihn ausspielen k&ouml;nnen, bei einem Wahlergebnis, das fast doppelt so hoch war wie das der Lega. Stattdessen aber sind sie selbst bei ihren ureigenen Themen eingeknickt: So haben sich die F&uuml;nfsterne in Apulien dem Vernichtungsplan der apulischen Regionalregierung unterworfen. Der sieht vor, die Jahrhunderte alten, einheimischen Olivenb&auml;ume zu beseitigen und durch superintensiven, chemielastigen Hochleistungsanbau von Oliven zu ersetzen, die in Laboren entwickelt und patentrechtlich gesch&uuml;tzt sind: Wer sich dagegen wehrt, dass sein Olivenbaum gef&auml;llt wird, dem droht Gef&auml;ngnis. (&hellip;)<br>\nUnd auch das von den F&uuml;nfsternen stets propagierte &bdquo;gleiche Recht f&uuml;r alle&ldquo; ist f&uuml;r die F&uuml;nfsterne heikel, weil sie in diesen Wochen entscheiden m&uuml;ssen, ob die Staatsanwaltschaft dar&uuml;ber urteilen darf, ob Salvinis Entscheidung, die Fl&uuml;chtlinge auf dem Schiff Diciotti festzuhalten, rechtens war oder nicht. Stimmen sie mit &sbquo;Ja&lsquo;, was ihren fundamentalen Werten entspr&auml;che, hat Salvini einen Vorwand, um die Koalition zusammenbrechen lassen. Stimmen sie mit ,Nein&rsquo;, verlieren sie ihre Unschuld &ndash; und ihre eigenen Werte, weil sie sich damit in die lange Reihe der Politiker einreihen, denen es darum geht, ihre Kaste zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/italien-lega-fuenfsterne-matteo-salvini-emmanuel-macron-conte-di-maio-frankreich-eu?fbclid=IwAR1lvsJewSOkxS7Qq_I2T_onNS3o0Ynkr-XOr-ZaRMnWTNhdIoVO2QAOgyg\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>FDP fordert lockereres Zuwanderungsgesetz<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder streiten &uuml;ber den Zugang f&uuml;r Migranten zum Arbeitsmarkt. Derweil steigt die Zahl unbesetzter Stellen in Engpassberufen. Das st&ouml;&szlig;t auf Kritik.<br>\nDas Bundeskabinett beschloss im Dezember ein Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz. Es sieht vor, dass die H&uuml;rden f&uuml;r die Einreise von Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten gesenkt werden. Wer qualifiziert ist und gut Deutsch spricht, soll bereits im Fr&uuml;hjahr auch ohne Arbeitsvertrag kommen d&uuml;rfen, um sich einen Job zu suchen. Das war bisher nur f&uuml;r Hochschulabsolventen m&ouml;glich.<br>\nDenn bislang fehlen noch jede Menge Fachkr&auml;fte. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet unter Berufung auf die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit von knapp 184.000 Stellen, die im Jahresschnitt 2018 in Mangelberufen nicht besetzt werden konnten. Im Vorjahr seien es 170.000 gewesen. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung hatte den Bedarf zuletzt mit j&auml;hrlich 260.000 angegeben.<br>\nDie FDP hat nun die Pl&auml;ne der Bundesregierung zu den Gesetzespl&auml;nen scharf kritisiert. &ldquo;Was die Bundesregierung mit ihrem Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz vorschl&auml;gt, reicht bei Weitem nicht aus, um die hier notwendige Dynamik zu schaffen&rdquo;, sagte die liberale Innenpolitikerin Linda Teuteberg.<br>\nUm mehr Fachkr&auml;fte aus dem Ausland zu gewinnen, m&uuml;sse der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt &ldquo;deutlich unkomplizierter und attraktiver werden&rdquo;, sagte sie. Zum Beispiel durch eine st&auml;rkere Anerkennung praktischer Berufserfahrung.<br>\nEin Mangel an Fachkr&auml;ften herrscht derzeit unter anderem bei Informatikern, Ingenieuren f&uuml;r Elektrotechnik und Metallbau, in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie in einigen Handwerksberufen.<br>\nDer Bundesrat hatte am Freitag &Auml;nderungsbedarf am Regierungsentwurf geltend gemacht. Die L&auml;nderkammer fordert unter anderem, Fachkr&auml;ften, die zur Jobsuche einreisen, zu erlauben, in dieser Zeit auch einen Teil ihres Lebensunterhalts bereits durch Arbeit zu bestreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/fachkraeftemangel-fdp-fordert-lockereres-zuwanderungsgesetz-a-1253663.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; die FDP noch mehr Freiheiten bei der Arbeitskr&auml;fteanwerbung fordert, zeigt nur &uuml;berdeutlich, wessen Interessen hier vertreten werden: zu 150% Arbeitgeberinteressen. Da&szlig; die Politik stante pede den Unternehmer-Forderungskatalog abarbeitet, kommt wenig &uuml;berraschend und ist doch nicht begreifbar. 3,2 Millionen Menschen <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2019\/\">sind in Deutschland offiziell arbeitslos<\/a>, manche sprechen von mindestens vier oder sogar <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/ist-die-arbeitslosen-statistik-volksverdummung\/a-41945083\">6,5 Millionen Arbeitslosen<\/a>. Vielleicht sind 184.000 Stellen tats&auml;chlich schwer zu besetzen (und wir wissen nichts &uuml;ber die Qualit&auml;t und die Entlohnung dieser Stellen &ndash; viele Unbekannte), aber gleichzeitig herrscht Massenarbeitslosigkeit. Was tut die Politik f&uuml;r die Arbeitslosen? Die L&ouml;hne in Deutschland sind viel zu niedrig, mindestens 20% unter dem Produktivit&auml;tsniveau &ndash; kein Problem f&uuml;r die Politik? Seit Jahren wird &uuml;ber den Mangel an bezahlbaren Wohnungen geklagt, von denen hunderttausende fehlen &ndash; wird das Problem durch noch mehr Zuzug einfacher? Durch weitere Arbeitskr&auml;ftezuwanderung werden die zu niedrigen L&ouml;hne noch weiter unter Druck geraten, die Arbeitslosigkeit steigen und sich die Wohnungsprobleme versch&auml;rfen &ndash; ist das das Ziel der Politik? Im Interesse von Unternehmern und Immobiliengesellschaften? Und das alles in der Phase einer starken konjunkturellen Abk&uuml;hlung, manche sogar <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/konjunktur-so-knapp-steht-deutschland-vor-der-rezession-a-1247522.html\">eine Rezession bef&uuml;rchten<\/a>, die Arbeitslosigkeit also aller Voraussicht nach sowieso weiter steigen wird. Hat sich die Politik inzwischen v&ouml;llig von der Realit&auml;t entkoppelt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Mainstream ist jetzt &ouml;ko<\/strong><br>\nVerkehrsminister Scheuer und FDP-Chef Lindner stellen sich gegen den Klimaschutz. Wie einst die Gr&uuml;nen sind sie nun in der Minderheit.<br>\nOhne die ganzen ungel&ouml;sten Probleme der Zeit zu ignorieren, l&auml;sst die aufgeregte Diskussion der letzten Tage &uuml;ber Mobilit&auml;t (Stickoxide, Tempolimit, Inlandsfl&uuml;ge) und ihre politische Ins&shy;trumentalisierung doch einen sehr positiven und bisher nicht thematisierten Schluss zu: &Ouml;kopolitik ist jetzt politischer Mainstream, und ihre Kritiker heulen und schreien vom Rand aus. Also genau umgekehrt wie fr&uuml;her.<br>\nDas l&auml;sst sich an den eingesetzten Instrumenten belegen. Konkret: Was fr&uuml;her und vor allem in der Atomfrage die Umweltverb&auml;nde und die Gr&uuml;nen machten, machen jetzt Unions- und FDP-Politiker. Sie wenden eine Methodik an, die Minderheiten in der Opposition benutzen, um sich gegen den Mainstream Geh&ouml;r zu verschaffen. Sie machen aus fachlichen Fragen der Verkehrsregelung ideologische Grundsatzfragen, indem sie st&auml;ndig den Ideologievorwurf erheben. Sie laden kleine politische Detailfragen wie ein Tempolimit auf Autobahnen zu letzten Fragen der Menschheit auf (&bdquo;Ende der Freiheit&ldquo;). [&hellip;]<br>\nSie hassen ihre Vernunft<br>\nEin gern untersch&auml;tzter Aspekt der letzten Jahre war n&auml;mlich das vern&uuml;nftige Sprechen von Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin redet einfach keinen Bull&shy;shit, und das hat ihre und unsere Zeit positiv gepr&auml;gt. Deshalb fiel auch der fr&uuml;here CSU-Vorsitzende und derzeitige Innenminister Horst Seehofer so auf &ndash; weil er sich der Merkel-Kultur des vern&uuml;nftigen Sprechens nicht anschlie&szlig;en wollte und quartalsm&auml;&szlig;ig im absurden Sprechen versumpfte. Dieses wird bei uns Medien leider stark nachgefragt, weil uns zu viel Vernunft als gesch&auml;ftssch&auml;digend gilt, und deshalb wird das Sprechen in bestimmten F&auml;llen desto mehr verst&auml;rkt, je absurder es ist. Bei der FAZ kann man mittlerweile sogar einen veritablen Hass gegen Merkels Vernunft herauslesen.<br>\nWill sagen: Die Bewegung Merkel-muss-weg enth&auml;lt auch einen kr&auml;ftigen Schuss Vernunft-muss-weg &ndash; und das meint genau diese wissenschaftlich, realpolitisch und europ&auml;isch orientierte Merkel-Vernunft. Selbst wenn Scheuer sich nur als strategischer Amateur erweisen sollte, so steht er doch f&uuml;r einen problematischen Politikertypus &ndash; einen, der in Opposition zu sich selbst und seiner Funktion geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Ein-Minister-stellt-sich-selbst-ins-Abseits\/!5570709\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J.A.:<\/strong> Es mag schon was dran sein, da&szlig; &ouml;ko Mainstream geworden ist (siehe das Volksbegehren gegen das Bienensterben in Bayern) &ndash; aber das unendliche Merkel-in-den-Himmel-Loben muss doch mal aufh&ouml;ren. Scheuer und seine genauso verbohrten Vorg&auml;nger im Amt als Autolobbyisten &ndash; Ramsauer und Dobrindt &ndash; geh&ouml;rten alle einer Merkel-Regierung an, von der sie unterst&uuml;tzt wurden und werden. Merkel ist keine Umwelt-, sondern eine Auto- und Industriekanzlerin. Das Ziel, den deutschen CO2-Aussto&szlig; von 1990 bis 2020 um 40% zu senken? Beil&auml;ufig kassiert, mehr als 32% will Merkel nicht schaffen. Mit dem soften Kohlekompromiss wird sich die viel zu laxe Haltung verfestigen. &ldquo;Merkel redet einfach keinen Bullshit&rdquo;? Die Frau, die erst den Atomausstieg kippt und zwei Jahre sp&auml;ter &uuml;berhastet und ohne Plan den Ausstieg aus dem Ausstieg startet, dann mit viel h&ouml;heren Ausgleichszahlungen an die Industrie? Die Frau, die niedrige L&ouml;hne und Altersarmut f&uuml;r ein Zeichen von Wettbewerbsf&auml;higkeit h&auml;lt und nicht versteht, da&szlig; Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r alle Beteiligten sch&auml;dlich sind und nicht unendlich weitergehen k&ouml;nnen? Immerhin kann man der taz nicht vorwerfen, da&szlig; hier eine linksliberale Zeitung dem neoliberalen Merkel-Bullshit auf den Leim geht, denn die taz ist zusammen mit den Gr&uuml;nen weit nach rechts gewandert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Banken<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Finanzaufsicht erh&ouml;ht Druck auf Deutsche Bank<\/strong><br>\nDie Finanzaufsicht BaFin erh&ouml;ht beim Thema Geldw&auml;sche den Druck auf die Deutsche Bank. Der von der Beh&ouml;rde im Herbst 2018 f&uuml;r drei Jahre eingesetzte Sonderbeauftragte soll nach SPIEGEL-Informationen zus&auml;tzlich kl&auml;ren, welche Rolle die Deutsche Bank in dem spektakul&auml;ren Geldw&auml;schefall rund um die Danske Bank spielt. Das hat die BaFin der Deutschen Bank vor einigen Tagen schriftlich mitgeteilt. Die Deutsche Bank hat zu dem Fall eine interne Untersuchung laufen, die der Sonderbeauftragte &uuml;berwachen soll.<br>\nBislang war die Aufgabe des Sonderbeauftragten eher allgemein gefasst: Ein Team von Mitarbeitern der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft KPMG soll &uuml;berwachen, ob die Bank die von der BaFin angeordneten Ma&szlig;nahmen zur Vorbeugung von Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung umsetzt. &ldquo;Es ist das erste Mal, dass die BaFin eine solche aufsichtliche Ma&szlig;nahme bei einer Bank im Bereich der Geldw&auml;schepr&auml;vention anordnet&rdquo;, teilte die Beh&ouml;rde seinerzeit mit.<br>\nSchon das war ein herber Schlag f&uuml;r die Reputation der ohnehin angeschlagenen Deutschen Bank, die seit Jahren mit hausinternen Skandalen und maroden Systemen zur Identifikation von Kunden (&ldquo;Know Your Customers&rdquo; &ndash; kurz: KYC) k&auml;mpft. So hatte der Konzern 2018 einr&auml;umen m&uuml;ssen, dass er teilweise kaum nachvollziehen k&ouml;nne, woher das Geld russischer Kunden stammt und ob diese &uuml;berhaupt existieren. 2016 hatte die britische Finanzaufsicht FCA der Bank schwerwiegende Vers&auml;umnisse im Kampf gegen Geldw&auml;sche attestiert. &Uuml;berdies haben Aufsichtsbeh&ouml;rden kritisiert, dass es in der Bank an Elan mangele, Missst&auml;nde zu beheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-bafin-erhoeht-druck-wegen-geldwaesche-a-1253298.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Etikettenschwindel bei der Commerzbank<\/strong><br>\nDie Commerzbank erzielt mehr Gewinn als die Deutsche Bank: Ist das gelbe Institut pl&ouml;tzlich die bessere deutsche Bank? Vier Thesen zur Lage der Commerzbank, die zeigen: Das Geldhaus hat keineswegs die Wende geschafft (&hellip;)<br>\nDie Commerzbank hat 2018 von zwei Effekten profitiert, die sich in diesem Jahr so wohl nicht wiederholen lassen. Erstens: Das Institut konnte seine Risikovorsorge massiv senken, also die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Kredite. Betrug sie 2017 noch mehr als 780 Mio. Euro, sind es 2018 nur noch gut 450 Mio. Euro, das ist ein beachtlicher R&uuml;ckgang um fast 45 Prozent.<br>\n2019 wird die Risikovorsorge auf mindestens 550 Mio. Euro ansteigen &ndash; das hat die Commerzbank bereits angek&uuml;ndigt. Der Grund daf&uuml;r ist die sich eintr&uuml;bende Konjunktur, die zumindest das ein oder andere Unternehmen 2019 in Schwierigkeiten bringen d&uuml;rfte, dem die Commerzbank Geld geliehen hat. Tr&uuml;bt sich die Konjunktur aber weiter ein, k&ouml;nnte die Risikovorsorge weit st&auml;rker ansteigen &ndash; und die Gewinne der Bank weit h&auml;rter treffen. Mit anderen Worten: Nach zehn Jahren Aufschwung k&ouml;nnten die besten Zeiten f&uuml;r Banken jetzt vorbei sein.<br>\nDer zweite Effekt ist: Die Commerzbank profitiert &ndash; so kontraintuitiv es auch klingen mag &ndash; von ihren Altlasten. Wie viele andere Banken auch, hat das gelbe Geldhaus seine hochriskanten Kredite und Problemf&auml;lle in eine &bdquo;Bad Bank&ldquo; ausgelagert, die die Altlasten abbauen und an Investoren verkaufen soll. 2017 machte diese Sparte noch ein Minus von mehr als 260 Mio. Euro, in diesem Jahr hat sie ein Plus von 34 Mio. Euro erzielt.<br>\nDas Problem: Der Gewinnsprung geht auch darauf zur&uuml;ck, dass die Bank den Wert ihrer Altlasten h&ouml;her als vorher ansetzt. Angesichts der schw&auml;cheren Konjunktur ist zumindest fraglich, ob das Institut diesen Schritt mit den riskanten Problemf&auml;llen wiederholen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/etikettenschwindel-bei-der-commerzbank?article_onepage=true%20\">Capital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu ist: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48977#h07\">Jahresbilanz &ndash; Deutsche Bank setzt auf das falsche Pferd<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So will die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Hartz IV umbauen<\/strong><br>\nDabei steht an der Spitze der BA ebenfalls ein Sozialdemokrat: Doch Detlef Scheele und seine Beh&ouml;rde haben durch ihre Erfahrungen in der Praxis ihren ganz eigenen Blick auf das Reformbed&uuml;rfnis im System. Von einer Abschaffung halten sie nichts. Doch wiederholt hat Scheele zuletzt betont, dass es selbstverst&auml;ndlich sinnvoll sei, ein 15 Jahre altes Gesetz den Umst&auml;nden auf dem Arbeitsmarkt anzupassen.<br>\nZwei interne Arbeitspapiere, die dem SPIEGEL vorliegen, machen nun klar, was Scheele konkret damit gemeint haben d&uuml;rfte: Ein Papier aus dem Januar 2019 bewertet einige zentrale Reformideen der aktuellen politischen Diskussion, wie sie etwa von SPD und den Gr&uuml;nen erhoben werden. Das zweite Papier datiert bereits auf das Jahr 2017 und wurde damit weit vor der wieder aufgeflammten Hartz-IV-Debatte geschrieben. Darin fasst die BA zusammen, wo sie selbst dringenden Handlungsbedarf im System sieht. (&hellip;)<br>\nDeutlich spricht sich die BA gegen eine l&auml;ngere Bezugsdauer des am vorherigen Einkommen orientierten Arbeitslosengeldes I aus. Die aktuelle Ausgestaltung der Anspruchsdauer von derzeit in der Regel 12 Monaten und bis zu 24 Monaten f&uuml;r &auml;ltere Versicherte sei an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes ausgerichtet, hei&szlig;t es in dem Papier. Ein l&auml;ngerer Bezug w&uuml;rde diesem Grundsatz entgegenstehen. Tats&auml;chlich hat das BA-eigene Forschungsinstitut IAB wiederholt auf Befunde verwiesen, wonach ein l&auml;ngerer Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu einer durchschnittlich l&auml;ngeren Arbeitslosigkeit f&uuml;hrt: Ein Teil der Betroffenen l&auml;sst sich bei der Jobsuche dann offenbar mehr Zeit &ndash; und l&auml;uft Gefahr, nur noch einen schlechteren oder &uuml;berhaupt keinen Arbeitsplatz mehr zu finden. (&hellip;)<br>\nDie BA ist strikt gegen eine v&ouml;llige Abschaffung von Sanktionen: &ldquo;Das Junktim zwischen F&ouml;rdern und Fordern darf nicht aufgegeben werden&rdquo;, hei&szlig;t es in dem aktuellen Papier. Sanktionen seien keine Willk&uuml;r und Strafe, sie fielen auch nicht &ldquo;vom Himmel&rdquo; und spielten in der Praxis eine viel kleinere Rolle als in der &ouml;ffentlichen Debatte. Die Klientel in Hartz IV sei &ldquo;&auml;u&szlig;erst heterogen&rdquo;: Neben der Mehrheit derer, die auch ohne Druck mitwirken, gebe es eine Minderheit, die sich &ldquo;erst durch direkte Ansprache dazu motivieren&rdquo; lasse, die eigene Situation zu verbessern.<br>\nAllerdings fordert auch die BA, die deutlich sch&auml;rferen Sanktionsregeln f&uuml;r unter 25-J&auml;hrige abzuschaffen und niemals das Geld f&uuml;r die Warmmiete zu streichen, weil sonst Obdachlosigkeit drohe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-die-internen-reformpapiere-der-bundesagentur-fuer-arbeit-a-1253394.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bald k&ouml;nnte es 1,2 Millionen Menschen ohne Wohnung geben<\/strong><br>\nSeit vielen Jahren wird &uuml;ber eine amtliche Statistik gestritten. Vor allem Vertreter der CDU argumentieren, dass eine offizielle Z&auml;hlung nicht machbar sei &ndash; oder schlicht zu teuer.<br>\nBef&uuml;rworter hingegen verweisen nicht nur auf eine Machbarkeitsstudie des Statistischen Bundesamtes aus den Neunzigerjahren, sondern auch auf Gro&szlig;britannien, wo Wohnungslose offiziell gez&auml;hlt werden. Auch das Land Nordrhein-Westfalen erfasst zumindest die Wohnungslosen, die durch Kommunen oder freie Tr&auml;ger untergebracht sind. Schwieriger d&uuml;rfte die Z&auml;hlung bei Menschen sein, die auf der Stra&szlig;e leben oder bei Freunden Unterschlupf finden. Doch auch das scheint mit einer gewissen Fehlertoleranz m&ouml;glich: In Hamburg wurden im letzten Herbst die Obdachlosen erfasst, etwa 2.000 Menschen lebten damals auf den Stra&szlig;en der Hansestadt. Auch Berlin plant eine solche Z&auml;hlung.<br>\nUnd so vermutet Werena Rosenke, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der BAGW, hinter der fehlenden Statistik vor allem politische Gr&uuml;nde: &ldquo;In der Vergangenheit wollte die Bundesregierung keine offiziellen Zahlen, weil diese das Problem sehr deutlich offenbart und so den Handlungsdruck erh&ouml;ht h&auml;tten.&rdquo; Inzwischen komme aber Bewegung in die Angelegenheit, sagt Rosenke: &ldquo;Wir haben den Eindruck, die politische Bereitschaft zur Einf&uuml;hrung einer Wohnungsnotfallstatistik war noch nie so gro&szlig; wie jetzt.&rdquo; (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-02\/obdachlosigkeit-wohnungslose-sozialpolitik-zuwanderung-wohnungsnot-deutschland-faq\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>New York Times: &ldquo;Geheimes US-Sabotageprogramm&rdquo; k&ouml;nnte Misserfolge iranischer Satelliten erkl&auml;ren<\/strong><br>\nEin geheimes US-amerikanisches Sabotageprogramm habe die Satelliten- und Raketenprogramme des Iran praktisch am Boden gehalten. Anonyme Regierungsbeamte &auml;u&szlig;ern die Behauptung, dass die USA &uuml;ber defekte Bauteile die iranische Satellitentechnologie infiltriert haben.<br>\nDas Versagen zweier iranischer Raketen in diesem Jahr l&auml;sst sich mit den Sabotagebem&uuml;hungen der USA erkl&auml;ren, berichtete die New York Times (NYT) und zitierte mehr als sechs verschiedene aktive oder ehemalige Regierungsbeamte als Quellen. Diese h&auml;tten der Zeitung verraten, dass die misslungenen Satellitenstarts Teil eines 11-j&auml;hrigen &ldquo;Musters&rdquo; seien.<br>\nIsraels Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu w&auml;hrend der Nahost-Konferenz in Warschau.<br>\nDer Bericht r&auml;umte ein, dass es unm&ouml;glich sei, den Erfolg oder die Auswirkungen zu messen oder &uuml;berhaupt die Existenz eines solchen Programms nachzuweisen, wies aber auf die hohe Rate an Fehlstarts der iranischen Raumfahrtagentur hin. Diese sei mit 67 Prozent im Vergleich zum globalen Durchschnitt von f&uuml;nf Prozent besonders hoch und belege in gewisser Weise die Wirksamkeit der amerikanischen Sabotagebem&uuml;hungen.<br>\nDas Sabotageprogramm wurde angeblich w&auml;hrend der Pr&auml;sidentschaft von George W. Bush ins Leben gerufen und schleust seitdem &ldquo;fehlerhafte Teile und Materialien&rdquo; in die Lieferkette der iranischen Luft- und Raumfahrtindustrie, so die Offiziellen gegen&uuml;ber der NYT. W&auml;hrend das Programm unter Barack Obama, der eine Politik der Zusammenarbeit mit dem Iran &uuml;ber das Atomabkommen verfolgte, abzuebben begann, habe Pompeo das Programm im Jahr 2017 wiederbelebt, als er Direktor der CIA wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/84393-ny-times-geheimes-us-sabotageprogramm\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Brasilien zwischen Diktatur und Bolsonaro, Protest auf der Berlinale<\/strong><br>\nRegisseur Wagner Moura widmet seinen Film dem Widerstand gegen Bolsonaro. Dieser k&uuml;ndigt K&uuml;rzungen von Filmf&ouml;rderung an. Botschaft setzt Empfang aus.<br>\nEtwa 100 Personen sind am Freitagabend dem Aufruf des &ldquo;F&oacute;rum Brasil Resiste &ndash; Berlin&rdquo;, einem Zusammenschluss mehrerer Brasilien- und Menschrechtsinitiativen in der deutschen Hauptstadt gefolgt. Anlass war die Weltpremiere des brasilianischen Filmes &ldquo;Marighella&rdquo; auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin (Berlinale). Der Film thematisiert den bewaffneten Widerstand gegen die brasilianische Milit&auml;rdiktatur (1964-1985). W&auml;hrend der Vorf&uuml;hrung fand eine Kundgebung statt, auf der die Teilnehmer gegen die gegenw&auml;rtige Politik der ultrarechten Regierung unter Pr&auml;sident Jair Bolsonaro protestierten und die Menschenrechtsverletzungen problematisierten, die im Zuge des Rechtsschwenks in Brasilien<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/02\/222402\/proteste-gegen-bolsonaro-berlinale\">Amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Bundeswehr hat 11.733 Minderj&auml;hrige an der Waffe ausgebildet<\/strong><br>\nSeit Abschaffung der Wehrpflicht 2011 hat die Bundeswehr 11.733 Minderj&auml;hrige rekrutiert und an der Waffe ausgebildet. Mehrfach wurde die Bundesregierung f&uuml;r diese Praxis von den Vereinten Nationen angemahnt. Auch st&ouml;&szlig;t die Bundeswehr immer weiter in die Medien- und Lebenswelt von Jugendlichen vor, was unethisch und daher konsequent abzulehnen ist. Der Dienst an der Waffe ist kein &bdquo;Job wie jeder andere&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDie Rekrutierungspraxis der Bundeswehr mag ethisch verwerflich sein, doch ist sie &ndash; zumindest auf Umwegen &ndash; nicht v&ouml;lkerrechtswidrig.<br>\nDie Genfer Konventionen genau wie das Rom-Statut des Internationalen Strafgerichtshofs von 1998 definieren die Rekrutierung von unter 15-J&auml;hrigen unmissverst&auml;ndlich als Kriegsverbrechen. Ein UN-Fakultativprotokoll &uuml;ber Kinderrechte von 2000 verbot den Unterzeichnerstaaten, Kinder unter 18 zwangsweise in ihre Armeen einzuziehen, doch wurde auf Druck Gro&szlig;britanniens, der USA, Russlands und Chinas in einer Zusatzklausel das zul&auml;ssige Alter f&uuml;r freiwillig Rekrutierte auf 16 Jahre gedr&uuml;ckt.<br>\nDas progressivste Dokument in diesem Bereich ist die Kinder-Charta der Afrikanischen Union, die es ihren Unterzeichnern ausnahmslos verbietet, unter 18-J&auml;hrige zu rekrutieren.<br>\nAuch Deutschland hat das erw&auml;hnte UN-Fakultativprotokoll zwar unterzeichnet, doch macht die Bundeswehr von der Zusatzklausel Gebrauch und rekrutiert seit der Abschaffung der Wehrpflicht 2011 vermehrt 17-J&auml;hrige. Bei der Anwerbung sinkt die Bundeswehr noch tiefer und nimmt bereits 16-J&auml;hrige ins Visier. Diese bekommen ungebeten Werbematerialien zugesandt, k&ouml;nnen sich f&uuml;r den Dienst an der Waffe bereits bewerben, an Tauglichkeitspr&uuml;fungen teilnehmen sowie Bundeswehr-Adventure-Camps besuchen (s. unten).<br>\nEine Kleine Anfrage der Linkspartei vom vergangenen Juli ergab, dass 2011 noch 689 unter 18-J&auml;hrige (einer aus 21 Rekruten) eingezogen wurden. 2017 hat sich die Zahl auf 2.126 mehr als verdreifacht. Bereits jeder elfte Rekrut war demnach minderj&auml;hrig. 2018 war die Zahl nach Angaben des Jahresberichts des Wehrbeauftragten zwar leicht r&uuml;ckl&auml;ufig, lag mit 1.679 &ndash; jeder zw&ouml;lfte Rekrut &ndash; jedoch noch weit &uuml;ber dem Durchschnitt seit der Abschaffung der Wehrpflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-02-15\/die-bundeswehr-hat-11-733-minderjaehrige-an-der-waffe-ausgebildet\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Gegenmacht gegen Macht der Konzerne und des Staates&ldquo;<\/strong><br>\nDer Sozialethiker und &Ouml;konom Friedhelm Hengsbach fordert mehr Mitbestimmung f&uuml;r Arbeitnehmer und ihre Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg. Derzeit eigne sich eine Minderheit der Kapitaleigent&uuml;mer den Gro&szlig;teil der Wertsch&ouml;pfung an, sagte Hengsbach im Dlf &ndash; und bestimme die politische Agenda.<br>\nDie Agenda 2010 bezeichnete Hengsbach als &bdquo;sozialpolitische Katastrophe&ldquo;. Dass sie zu Vollbesch&auml;ftigung gef&uuml;hrt und die Wirtschaft belebt habe, sei ein M&auml;rchen. Die Schattenseiten der Vollbesch&auml;ftigung w&uuml;rden stets verschwiegen: die Zunahme von atypischen Arbeitsverh&auml;ltnissen wie befristete Vertr&auml;ge, Teilzeitarbeit oder Leiharbeit. Diese prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse h&auml;tten zu mehr Armut gef&uuml;hrt &ndash; besonders im Alter. Dass manche Menschen von 800 Euro Rente leben m&uuml;ssten, sei mit dem, was die Verfassung als Grundrecht auf ein menschenw&uuml;rdiges Leben vorsehe, nicht vereinbar. (&hellip;)<br>\nDeswegen fordert Hengsbach mehr Mitbestimmung. &bdquo;Nicht allein die Kapitaleigner d&uuml;rfen sich den gr&ouml;&szlig;eren Anteil der Wertsch&ouml;pfung aneignen.&ldquo; Beteiligt werden m&uuml;ssten alle, die zur Wertsch&ouml;pfung beitragen: die Umwelt, der Staat, der die Infrastruktur stelle und vor allem die Arbeitnehmer. &bdquo;Sie m&uuml;ssen genau so wie die Kapitaleigner daran beteiligt werden, was produziert wird und wie es verteilt wird. Das w&auml;re f&uuml;r mich eine demokratief&auml;hige kapitalistische Wirtschaft.&ldquo; Davon sei man jedoch weit entfernt. &bdquo;Selbst die Gewerkschaften denken fast nicht mehr daran, eine solche parit&auml;tische Mitbestimmung in Unternehmen einzufordern.&ldquo;<br>\nEs m&uuml;sse gelingen, eine zivilgesellschaftliche Bewegung, &bdquo;eine Gegenmacht&ldquo;, aufzubauen, sagte Hengsbach &ndash; &bdquo;gegen die Macht der Konzerne und des Staates, der den Konzernen gegen&uuml;ber willf&auml;hrig und h&ouml;rig ist&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/soziale-gerechtigkeit-gegenmacht-gegen-macht-der-konzerne.694.de.html?dram:article_id=441296\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>G&ouml;ttinger Friedenspreis f&uuml;r die &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden&ldquo; unter Beschuss der Israel-Lobby<\/strong><br>\nDem G&ouml;ttinger Friedenspreis droht ein Eklat: Der Zentralrat der Juden und Vertreter der FDP werfen dem nominierten Preistr&auml;ger Antisemitismus vor. G&ouml;ttingens Oberb&uuml;rgermeister empfiehlt, die Verleihung auszusetzen. Die Jury h&auml;lt an ihrer Entscheidung fest. Hier die Stellungnahme des Vorsitzenden der Jury, Andreas Zumach.<br>\nDer Verein &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost&ldquo; soll den G&ouml;ttinger Friedenspreis 2019 erhalten. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum 21. Mal verliehen. Die &ouml;ffentliche Veranstaltung soll am Sonnabend, 9. M&auml;rz, um 11 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz, stattfinden. Aus der Begr&uuml;ndung: &hellip; f&uuml;r ihr unerm&uuml;dliches Engagement, eine gerechte Friedensl&ouml;sung zwischen zwei souver&auml;nen Nachbarstaaten, zwischen Israelis und Pal&auml;stinenserInnen anstreben und erreichen zu k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nDie unbedingten Israelfreunde haben sofort Alarm geschlagen und versuchen zur Zeit mit ziemlich allen Mitteln, die Preisverleihung zu verhindern bzw. zur&uuml;ckzudrehen. In einem Brief an G&ouml;ttingens Oberb&uuml;rgermeister Rolf Georg K&ouml;hler (SPD) wirft der Zentralrat der Juden in Deutschland dem Preistr&auml;ger vor, &bdquo;die gegen Israel gerichtete Boykottbewegung BDS&ldquo; aktiv zu unterst&uuml;tzen. Mit ihren Boykottaufrufen versuche die BDS-Bewegung, Israel zu isolieren und als Apartheidsstaat zu diffamieren. &bdquo;Die Sto&szlig;richtung der BDS-Bewegung ist unzweifelhaft antisemitisch&ldquo;, schreibt der Pr&auml;sident des Zentralrates, Josef Schuster, an K&ouml;hler und die Pr&auml;sidentin der Universit&auml;t G&ouml;ttingen, Ulrike Beisiegel. Beide sind Mitglied des Stiftungskuratoriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=9125#more-9125\">nahost-forum bremen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kanadas Wald &ndash; eine CO2-Schleude<\/strong><br>\nKanada. Gr&uuml;n. Waldreich. Klimafreundlich. Und dann auch noch er. Justin Trudeau &ndash; Premier und oberster Klimasch&uuml;tzer: Klimaschutz sei oberste Priorit&auml;t der Regierung, einer Regierung f&uuml;r das drittgr&ouml;&szlig;te Waldgebiet der Erde.<br>\nDer Laie freut sich dar&uuml;ber, denn jeder Baum ist gut f&uuml;rs Klima. In der Theorie jedenfalls. In der Praxis aber produzieren Kanadas W&auml;lder in der Summe seit 15 Jahren mehr Kohlendioxid als sie aufnehmen, sagt Dominique Blain, wissenschaftliche Direktorin bei der kanadischen Klimaschutzbeh&ouml;rde: &ldquo;Wenn die B&auml;ume wachsen, dann nehmen sie CO2 aus der Atmosph&auml;re auf. Sie werden also zum Speicher. Aber wenn B&auml;ume verfaulen, durch Sch&auml;dlinge absterben oder verbrennen durch Waldbr&auml;nde werden sie zur CO2-Quelle.&rdquo;<br>\nUnd jetzt kommen Kanadas Klima- und Treibhausgas-Statistiker ins Spiel. Die kanadische Regierung und auch die Statistiker haben Kanadas Klimaziel vor Augen: Reduzierung der Treibhausgase um 30 Prozent bis 2030. Ehrgeizig genug. Da aber zumindest seit 15 Jahren der bewirtschaftete Wald Kanadas &ndash; eine gigantische Fl&auml;che von 226 Millionen Hektar &ndash; Jahr f&uuml;r Jahr mehr CO2 produziert, als er aufnimmt, haben sie beschlossen, in ihre Statistik nur noch die Emissionen einzurechnen, auf die der Mensch auch Einfluss habe, sagt Tony Lempr&igrave;ere, Klimapolitik-Manager der kanadischen Forstbeh&ouml;rde:<br>\n&ldquo;Es geht um das, was wir kontrollieren k&ouml;nnen, Emissionen durch Holzernte, solche Dinge. Aber wir k&ouml;nnen keine Waldbr&auml;nde kontrollieren.&rdquo;<br>\nSoll hei&szlig;en: S&auml;mtliche CO2-Emissionen durch die st&auml;ndig gr&ouml;&szlig;er werdenden Waldbr&auml;nde, durch Pilz- und Sch&auml;dlingsbefall, der wiederum durch Klimawandel bef&ouml;rdert wird, s&auml;mtliche dieser Emissionen tauchen in Kanadas offizieller Klima-Statistik nicht auf. Begr&uuml;ndung: Nicht Menschen-gemacht, nicht kontrollierbar. F&uuml;r Kritiker rechnet sich Kanada so seine Klimabilanz sch&ouml;n. Lempr&igrave;ere widerspricht: Es gehe nicht um Optik, sondern um das, was Kanada steuern k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/kanada-209.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.R.:<\/strong> Gestern hat es mich fast umgehauen (bitte entschuldigen Sie diese Wortwahl, aber es war wirklich so), als ich in der Tagesschau diesen Artikel zu CO2 und Canadas W&auml;ldern fand: (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Ich spare mir jetzt jegliche Inhaltsangabe oder Zitate, weil der Artikel wissenschaftlich der pure Schwachsinn ist. Ich zitiere lediglich mal eine Lesermeinung: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Da haut&acute;s mir den St&ouml;psel raus.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nachdem ich kopfsch&uuml;ttelnd die Meinungen dazu gelesen habe (wie so oft sind die Kommentare informativer als die Artikel selbst), habe ich mich gefragt: wieso bringt die Tagesschau so einen offensichtlichen Schwachsinn?<\/em><\/p>\n<p><em>Mein Mann allerdings traf den Nagel auf dem Kopf, indem er sofort sagte: such mal die Quelle, &ndash; wer hat denn das geschrieben?<\/em><\/p>\n<p><em>Voila:<\/em><\/p>\n<p><em>Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Schelm, wer b&ouml;ses dabei denkt? Oder war der Artikel eigentlich f&uuml;r Amerikaner gedacht? <\/em><\/p>\n<p><em>Es klingt vielleicht unfein, aber ich kenne meine amerik. Nachbarn ziemlich gut und muss sagen: dieser schwachsinnige Artikel ist dem gegenw&auml;rtigen\/mehrheitlichen amerik. Wissen-und Bildungsstand angepasst. Das klingt hochm&uuml;tig, &uuml;berlegen, rassistisch &ndash; nennen wir es wie wir wollen, Fakt ist aber, da&szlig; in den US Bildung und Wissen mehrheitlich unter dem Niveau liegt, verglichen mit dem was ich in Europa\/Dtl. sehe. Ich kann mich irren. <\/em><\/p>\n<p><em>Aber die Kommentare zeigen mir, da&szlig; wir in Dtl. noch viele Menschen haben, die diesen Bl&ouml;dsinn, den der Herr Schwarte da geschrieben hat, noch entlarven k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bleibt die Frage: wieso bringt die ARD so etwas und vor allem, warum meckert jemand in Amerika (dem Land, was meint, Klimawandel sei nicht vorhanden, bzw. sogar die Worte m&uuml;ssten sogar verboten werden) &uuml;ber Canada in der Tagesschau? <\/em><\/p>\n<p><em>Und dann ist der Artikel noch wissenschaftlicher Schwachsinn. Was soll man davon halten?<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die Tagesschau bringt bewusst Falschinformationen.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Tagesschau ist nicht in der Lage, Falschinformationen zu erkennen und zu entfernen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Wir haben die Wahl. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich glaube, ich auch. Ich w&auml;hle eine andere Nachrichtenquelle.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49416","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49416","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49416"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49416\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49423,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49416\/revisions\/49423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49416"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}