{"id":49451,"date":"2019-02-19T16:06:00","date_gmt":"2019-02-19T15:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49451"},"modified":"2019-08-26T10:42:51","modified_gmt":"2019-08-26T08:42:51","slug":"das-aus-des-a380","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49451","title":{"rendered":"Das Aus des A380"},"content":{"rendered":"<p>Diese Woche gab Airbus bekannt, dass man die Produktion des Gro&szlig;raumjets A380 einstellen wird. Damit scheitert nach mehreren &bdquo;Beinahe-Katastrophen&ldquo; und technischen M&auml;ngeln nicht nur der europ&auml;ische Vorzeigekonzern bei seinem bislang wohl wichtigsten Prestigeprojekt; das Aus des A380 stellt auch ein Scheitern einer gro&szlig;spurigen europ&auml;ischen Industriepolitik dar, das die europ&auml;ischen Steuerzahler wohl mehr als 35 Milliarden Euro gekostet hat. <strong>Winfried Wolf<\/strong> zeichnet f&uuml;r die NachDenkSeiten das Kapitel A380 nach.<br>\n<!--more--><br>\nDer A380, der Gigaliner von Airbus, wird aufgegeben. Die Produktion des Flugzeugs, das einmal das Flaggschiff des deutsch-franz&ouml;sischen Luftfahrt- und R&uuml;stungskonzerns Airbus (ehemals EADS-Airbus) sein sollte, wird eingestellt. Diese Meldung wurde in den letzten Tagen fast immer nostalgisch verbr&auml;mt &uuml;bermittelt. &bdquo;Wehmut schwang mit, als Airbus-Chef Tom Enders das Ende f&uuml;r das gr&ouml;&szlig;te Flugzeug der Welt verk&uuml;ndete&ldquo;. So die <em>Welt am Sonntag<\/em> am 17. Februar. Das Handelsblatt nahm bereits am 15. Februar &bdquo;Abschied von einem Superjet&ldquo;. Und nat&uuml;rlich wissen die Fachjournalisten jetzt, dass das irgendwie eine ausgemachte Sache war:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das Gro&szlig;raumflugzeug erwies sich als zu kostspielig und zu unflexibel im Betrieb. 560 Tonnen Startgewicht wollen die Fluggesellschaften nur ungern in die Luft bringe, wenn das Kerosin teuer und nicht jeder Sitzplatz verkauft ist.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>So bilanzierte Christian Schubert in der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/em> am 15. Februar 2019. Tatsache ist, dass diejenigen Airlines, die den A380 fr&uuml;h bestellt und in Betrieb genommen hatten, gut ein Jahrzehnt lang das Gegenteil berichteten, n&auml;mlich, dass der A380 in ihrem Bestand ausgesprochen wirtschaftlich betrieben, also mit viel Profit geflogen werde. Allerdings nur dann, wenn der Jet ohne Probleme flog. Was jedoch nicht immer der Fall war. <\/p><p>Noch vor einem Monat, am 19. Januar 2019, konnte man in der <em>B&ouml;rsen-Zeitung<\/em> (und anderswo) lesen: &bdquo;Mit der Vereinbarung der Airline Emirates [zum Kauf von weiteren 36 A380-Jets; W.W.] ist das Airbus-A380-Programm gerettet.&ldquo; Dies w&uuml;rde &bdquo;die Produktion des A380 f&uuml;r mindestens sechs Jahre sichern.&ldquo; Zum selben Zeitpunkt zitierte die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/em> (vom 19. Januar 2019) den Airbus-Vertriebschef John Leahy wie folgt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Maschine [A380; W.W.] hat enorm zum Erfolg von Emirates beigetragen. Ich bin pers&ouml;nlich davon &uuml;berzeugt, dass weitere Bestellungen auch von anderen Fluggesellschaften folgen werden und die Maschine auch noch weit in den 2030er Jahren gebaut wird.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Nun hat Emirates just die hier erw&auml;hnte Bestellung storniert. Dabei spielte das Thema Triebwerke eine entscheidende Rolle. Emirates wollte neue und andere Triebwerke als bislang im A380 verbaut. Offiziell hie&szlig; es in der Regel, es gehe um Triebwerke mit geringerem Kerosin-Verbrauch. Im November 2018 wurde gemeldet, Emirates h&auml;tte sich daf&uuml;r entschieden, dass Rolls-Royce die Triebwerke f&uuml;r die neu zu liefernden A380-Jets liefern w&uuml;rde.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Im Hintergrund spielte dabei jedoch immer eine Rolle, dass es bei den zwei Triebwerken unterschiedlicher Hersteller, mit denen bislang die A380 best&uuml;ckt worden waren, viele Male &bdquo;Probleme&ldquo; mit Ausf&auml;llen gegeben hatte und dass es zwei Mal zu einer Beinahe-Katastrophe gekommen war. Es handelte sich dabei im Jahr 2010 um A380-Flug Singapur-Sydney der australischen Airline Qantas, bei dem ein Triebwerk des Herstellers Rolls Royce explodierte. Und 2017 um einem Air-France-A380-Flug &uuml;ber Gr&ouml;nland, erneut mit der Explosion eines Triebwerks, dieses Mal ein Ger&auml;t der Engine Alliance, einem Joint-Venture von General Electric und Pratt &amp; Whitney. Die Emirates A380-Jets hatten bislang Triebwerke der Engine Alliance. <\/p><p>Von dieser Triebwerksproblematik ist allerdings in keinem einzigen Artikel, der das Ende des A380 zum Thema hat, die Rede. Nirgendwo werden die beiden Beinahe-Katastrophen erw&auml;hnt. Ignoriert wird, dass die Ursache der j&uuml;ngsten Beinahe-Katastrophe bis heute als ungekl&auml;rt gilt, dass zur Kl&auml;rung dieser Ursache in Gr&ouml;nland Wrackteile des explodierten Triebwerks aufgesp&uuml;rt werden sollten und &hellip; dass diese Suche im Fr&uuml;hjahr 2019 starten sollte. <\/p><p>Auch kaum erw&auml;hnt wird: Das Aus des A380 stellt die gr&ouml;&szlig;te Fehlinvestition in der internationalen Flugzeugbranche dar. 25 Milliarden Euro an Entwicklungskosten sind abzuschreiben. Darunter befanden sich um die zehn Milliarden Euro an Steuergeldern, die vor allem die deutschen und die franz&ouml;sischen Steuerzahler zu schultern haben. Noch nicht enthalten sind in diesen Kosten Umbauma&szlig;nahmen an mehr als einem Dutzend gro&szlig;er Airports, Stra&szlig;enumbauten und H&auml;userabrisse, damit in Europa die riesigen Teile des A380 zu ihren Montagest&auml;tten transportiert werden konnten.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Die gesamten Kosten, die dem A380-Programm zuzuschreiben sind, d&uuml;rften sich auf mehr als 35 Milliarden Euro belaufen.<\/p><p>Zum Vergleich: Das gr&ouml;&szlig;te Infrastrukturprojekt in Deutschland ist Stuttgart 21. Dessen Gesamtkosten werden aktuell auf gut zehn Milliarden Euro veranschlagt. Der A380 sollte f&uuml;r mindestens drei Jahrzehnte das R&uuml;ckgrat des Airbus-Business sein. Nach knapp eineinhalb Jahrzehnten muss nun die Rei&szlig;leine gezogen und das komplette Scheitern des Projekts eingestanden werden.<\/p><p><strong>Der A380 als Mittel der EU, den US-Konkurrenten ins zweite Glied zu verweisen<\/strong><\/p><p>Wie tief der Absturz des A380 ist, wird deutlich, wenn wir einige Blicke auf die j&uuml;ngere Geschichte der Luftfahrt und auf die A380-Story werfen. Im Flugzeugbau spiegelt sich weitgehend die Struktur der Weltwirtschaft wider. Bis in die 1980er Jahre hinein, also in der Zeit, als die USA wirtschaftlich weltweit f&uuml;hrend waren, verf&uuml;gten die zwei US-Flugzeughersteller Boeing und McDonnell Douglas &uuml;ber ein Monopol beim Bau gro&szlig;er ziviler Passagierflugzeuge (mit mehr als 150 Sitzpl&auml;tzen). Diese Position konnte Boeing mit der Entwicklung und dem Einsatz des Jumbo-Jets Boeing 747 mit bis zu 400 Sitzpl&auml;tzen ausbauen. Der Erstflug der 747 fand ziemlich genau vor einem halben Jahrhundert statt, am 9. Februar 1969. Der Jumbo wurde bislang mehr als 1500 Mal verkauft. Und er wird weiter gebaut &ndash; wenn auch fast nur noch als Frachtflieger.<\/p><p>Seit den 1980er Jahren, mit dem Niedergang der USA und dem Aufstieg der EU, entstand den USA mit dem franz&ouml;sisch-deutschen Unternehmen Airbus ein ernst zu nehmender Konkurrent. Airbus war von vornherein ein Unternehmen mit massivem staatlichen Einfluss (seitens der deutschen und franz&ouml;sischen Regierungen, zeitweilig auch seitens der britischen und spanischen Regierungen). Airbus wurde mit Steuermitteln aufgebaut, um die US-Vorherrschaft im Flugzeugbau zu brechen. In den 1990er Jahren gelang es Airbus, zu dem US-Hersteller Boeing, der 1997 McDonnell Douglas &uuml;bernahm, aufzuschlie&szlig;en. Nach der Krise der Jahre 2001\/2002, die vor allem die USA getroffen hatte, konnte sich Airbus erstmals an die Spitze setzen. Meist liegen die beiden Konkurrenten bei den Bestellungen jedoch weitgehend gleichauf. Zwei Mankos gab es aus Sicht der EADS-Airbus-Leute jedoch immer: Boeing war als Konzern wesentlich gr&ouml;&szlig;er &ndash; vor allem weil das Milit&auml;rgesch&auml;ft bei Boeing gut die H&auml;lfte des Umsatzes ausmacht, bei EADS sind es bislang &bdquo;nur&ldquo; rund 30 Prozent. Und: Boeing hatte mit der 747 beim Prestige und bei den Langstreckenfl&uuml;gen die Jet-Nase ganz vorne.<\/p><p>In der Folge betrieben die Regierungen in Berlin und Paris erstens den Umbau des Konzerns zu einem Unternehmen mit deutlich gr&ouml;&szlig;erem milit&auml;rischen Engagement. Und zweitens gab es das A380-Projekt. Mit dem Gro&szlig;raumjet sollte Boeing endg&uuml;ltig ins zweite Glied verweisen werden. Der A380 bietet in der (bisher) ausgelieferten Version bis zu 605 Sitzpl&auml;tze. Das ist gegen&uuml;ber Boeings Jumbo 747 in seiner Version als 747-8 (mit 470 Sitzpl&auml;tzen) ein massives Plus. Dabei war der A380 bereits f&uuml;r 835 Sitzpl&auml;tze ausgelegt. Und Airbus pr&auml;sentierte im November 2011 sogar Pl&auml;ne f&uuml;r ein verl&auml;ngertes A380-Modell mit 1000 Sitzpl&auml;tzen in der Grundausstattung. <\/p><p>Um den A380 durchzusetzen, wurden viele Hebel in Gang gesetzt &ndash; und geltendes Recht auch mal umgebogen. So wurde f&uuml;r das Flugzeug in Finkenwerder bei Hamburg eine eigene Start- und Landebahn geschaffen; mit EU-Genehmigung wurde dort der Naturschutz im S&uuml;&szlig;wasserwatt M&uuml;hlenberger Loch aufgehoben. In diesem Zusammenhang wurde ein Werkflugplatz-Enteignungsgesetz (&bdquo;Lex Airbus&ldquo;) verabschiedet und dieses mit dem &bdquo;Interesse der Allgemeinheit an der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen [beim Bau des A380]&ldquo; begr&uuml;ndet. Es kam trotz massenhafter Proteste vor Ort zu einer erheblichen Umweltzerst&ouml;rung und zu Enteignungen (&bdquo;vorzeitigen Besitzeinweisungen&ldquo;). Im Grunde k&ouml;nnte man heute, nach dem A380-Aus fordern, dass in Finkenwerder Renaturierungsma&szlig;nahmen erfolgen m&uuml;ssten. Das w&auml;re dann ein Konjunkturprogramm Keynes pur, nur in umgekehrter Reihenfolge, anstelle von Ausheben und Wiederzusch&uuml;tten von Stra&szlig;engr&auml;ben nun das Zusch&uuml;tten eines Binnengew&auml;ssers und ein erneutes Wiederaufgraben zur Renaturierung.<\/p><p>Zun&auml;chst schien die Rechnung der Airbus-Strategen in Berlin und Paris aufzugehen. &bdquo;Eine Stimmung wie beim ersten Mondflug&ldquo;, jubelte die Fachpresse, als am 27. April 2005 der A380 zur Startbahn in Toulouse rollte. Der deutsche Kanzler Gerhard Schr&ouml;der, Frankreichs Pr&auml;sident Jaques Chirac, der britische Premier Tony Blair und Spaniens Ministerpr&auml;sident Jos&eacute; Luis Zapatero zollten vor Ort dem &bdquo;EU-Gemeinschaftsprojekt&ldquo; Beifall. Das ZDF brachte eine zweist&uuml;ndige Sondersendung &uuml;ber den &bdquo;Jungfernflug des Giganten der L&uuml;fte&ldquo;. Gefeiert wurde ein &bdquo;Sieg Europas &uuml;ber die USA&ldquo;: 37 Jahre nach dem Jungfernflug von Boeings Jumbo Jet 747 gebe es nun mit dem A380 einen &bdquo;europ&auml;ischen Gro&szlig;raumjet mit mindestens 555 Flugpassagierpl&auml;tzen&ldquo; &ndash; anstelle der (damals maximal) 416 Pl&auml;tze in der Boeing 747. <\/p><p><strong>Wer kaufte A380-Jets?<\/strong><\/p><p>Bis Februar 2019 wurden nur 234 A380-V&ouml;gel ausgeliefert. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Gro&szlig;raumflugzeuge wurde von Airlines abgenommen, deren Eigent&uuml;mer politisch und wirtschaftlich mit den Regierungen in Berlin und Paris verbunden sind. Allein auf Emirates entf&auml;llt knapp die H&auml;lfte (!) aller ausgelieferten A380-Jets. Der Emirates-Eigent&uuml;mer, die staatliche Holding Dubai International Capital, war im Juli 2007 fast parallel zu den ersten A380-Gro&szlig;bestellungen bei Airbus (damals mit dem Firmennamen EADS-Airbus) als Gro&szlig;aktion&auml;r eingestiegen. Die Dubai-Holding war in dieser Zeit auch Gro&szlig;aktion&auml;r bei Daimler.<\/p><p>Ein weiterer A380-Gro&szlig;abnehmer ist die Airline Etihad, die vom Golfstaat Abu Dhabi kontrolliert wird. Deren Staatsfonds ADIA ist massiv im weltweiten Immobiliengesch&auml;ft engagiert &ndash; nicht zuletzt in Europa (u.a. war ADIA lange Zeit Gro&szlig;aktion&auml;r an der Deutschen Annington, sp&auml;ter Vonovia, dann Deutsche Wohnen). Ein dritter A380-Gro&szlig;abnehmer ist die Airline Qatar. Der Staat Katar als Eigent&uuml;mer dieser Airline h&auml;lt gro&szlig;e Anteile an VW (17%), an der Deutschen Bank (8%) und an Siemens (3%). Lufthansa und Air France nahmen weitere zwei Dutzend A380 ab.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Wenn sich beim A380 fast zwei Drittel aller ausgelieferten Flugzeuge auf eine Kundschaft konzentriert, die mit den Eigent&uuml;mern von Airbus, dem franz&ouml;sischen und dem deutschen Staat, verbunden und teilweise wirtschaftlich verflochten ist, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier zu einem gro&szlig;en Teil um politisch motivierte Bestellungen handelt. <\/p><p><strong>Der A380 stand quer zur Struktur des Weltflugverkehrs<\/strong><\/p><p>Der A380-Strategie lag, wie erw&auml;hnt, die steile These zugrunde, das Wachstum des Weltflugverkehrs w&uuml;rde vor allem im Bereich der Fl&uuml;ge zwischen riesigen Drehkreuzen (&bdquo;Hubs&ldquo;) stattfinden. Zwischen 2011 und 2030 sollten, so die erstaunlich detaillierten Airbus-Planungen aus dem Jahr 2005, &bdquo;weltweit 1781 Gro&szlig;raumjets verkauft&ldquo; werden. Airbus unterstellte, dass davon &bdquo;60 Prozent auf Airbus und den A3XX&ldquo; (so die damalige Bezeichnung f&uuml;r den sp&auml;ter &bdquo;A380&ldquo; genannten Gro&szlig;raumjet) entfallen w&uuml;rden. Boeing rechnete zu diesem Zeitpunkt bereits vor, dass es maximal einen Bedarf f&uuml;r 820 &bdquo;Gro&szlig;raumjets&ldquo; gebe, weswegen der kalifornische Konkurrent auf eine vergleichbare Neuentwicklung verzichtete und lediglich einen verbesserten 747-Jet im Angebot hat (Typenbezeichnung 747-800). Anstelle der Hub-zu-Hub-Fl&uuml;ge w&uuml;rden, so Boeing, die Punkt-zu-Punkt-Fl&uuml;ge, Verbindungen zwischen gro&szlig;en St&auml;dten, das entscheidende Potential darstellen. Daher sei die Entwicklung mittelgro&szlig;er Jets entscheidend &ndash; bei Boeing war das dann der &bdquo;Dreamliner&ldquo; (Modell 787); Airbus zog sp&auml;ter mit den neuen Modellen im gleichen Segment &ndash; dem Airbus A350 &ndash; nach. Boeing sollte Recht behalten. Wobei die Boeing-Leute vor der Airbus-Strategie durchaus gewarnt hatten. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (vom 17. Februar 2019) rief j&uuml;ngst wieder ins Ged&auml;chtnis, dass vor gut zw&ouml;lf Jahren der vormalige Boeing-Chef Harry Stonecipher allerdings auch gesagt hatte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;St&ouml;re deinen Gegner nicht, wenn er Fehler macht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Viel spricht daf&uuml;r, dass das Projekt A380 weniger wirtschaftlich begr&uuml;ndet, als &ndash; nicht un&auml;hnlich dem Projekt Stuttgart 21 &ndash; &bdquo;politisch aufgeladen&ldquo; war: Die damaligen EU-Granden fr&ouml;nten der Maxime des &bdquo;Gr&ouml;&szlig;er-H&ouml;her&ldquo;. Und erlitten damit buchst&auml;blich Luftschiffbruch. Was ihnen und Airbus selbst allerdings kaum weh tut, da sie immer &uuml;ber ausreichend Spielgeld in Form von Steuermilliarden verf&uuml;gten.<\/p><p><strong>Milliardengrab f&uuml;r Steuergelder und Fondsanleger<\/strong><\/p><p>Beim Jungfernflug des A380 hie&szlig; es, in diesen seien &bdquo;zw&ouml;lf Milliarden Euro Entwicklungsgelder&ldquo; geflossen. Im Februar 2019 wird ein Betrag in doppelt so gro&szlig;er H&ouml;he mitgeteilt: 25 Milliarden Euro hat die Entwicklung des A380 gekostet. Die direkten staatlichen Subventionen wurden in fr&uuml;heren Zeiten mit vier Milliarden Euro angegeben. Auch diese Betr&auml;ge d&uuml;rften inzwischen deutlich h&ouml;her liegen. Zumal es nicht nur um deutsche, sondern auch um franz&ouml;sische und auch um spanische Steuergelder geht. Eine detaillierte Berechnung, in welcher H&ouml;he der Steuerzahler mit dem A380 zur Kasse gebeten wird, d&uuml;rfte es nie geben. Zumal inzwischen im Airbus-Konzern der &bdquo;zivile&ldquo; und der milit&auml;rische Bereich eng miteinander verflochten sind. Dabei gibt es mit dem Milit&auml;rtransporter A400M ein anderes Grab f&uuml;r Steuermilliarden; staatliche Unterst&uuml;tzungsgelder f&uuml;r den A400M d&uuml;rften an den zivilen Bereich durchgereicht werden.<br>\nEin gr&ouml;&szlig;erer Teil der A380-Flotte wurde durch private Anleger &uuml;ber Steuersparmodelle finanziert. Die Fonds &ndash; der wichtigste d&uuml;rfte die Dr. Peters Group sein &ndash; sind Eigent&uuml;mer von mindestens 21 A380-Jets. Sie vermieten die Flugzeuge an unterschiedliche Airlines. Aufgrund der Probleme mit dem A380-Jet (siehe unten) gab beispielsweise Singapore Airlines bereits im Oktober 2017 einen A380-Jet an den Dr. Peters Fonds Nr. 129 zur&uuml;ck. Der Jet konnte nicht neu vermietet werden; er parkt seither auf einem Flugplatz in den Pyren&auml;en und wird als Ersatzteillager ausgeschlachtet. Mit dem A380-Aus d&uuml;rfte bald eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von A380-Jets ein vergleichbares vorzeitiges Ende erleben. Air France hat bereits angek&uuml;ndigt, f&uuml;nf (!) geleaste A380 zur&uuml;ckzugeben. <\/p><p>In den entsprechenden Flugzeugfonds wiederum stecken erhebliche Gefahren; die B&ouml;rsen-Zeitung etwa schlagzeilte am 15. Februar 2019 anl&auml;sslich des A380-Aus:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Milliarden-Risiko f&uuml;r Anleger &ndash; Allein in Deutschland stecken 1,6 Milliarden Euro in Flugzeugfonds.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Im Artikel hei&szlig;t es dann:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In Deutschland haben Anleger 1,6 Milliarden Euro in Flugzeugfonds gepumpt, welche 21 der Superjumbos (A380; W.W.] als Direktinvestment zug&auml;nglich gemacht haben.&ldquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die zwei Fast-Katastrophen mit dem A380<\/strong><\/p><p>Es gab 2010 und 2017 zwei A380-Fast-Katastrophen. Deren Bedeutung kann man daran erkennen, dass sie im ausf&uuml;hrlichen (deutschsprachigen) Wikipedia-Eintrag &uuml;ber den A380 weder im Textteil noch im Anmerkungsteil als solche auftauchen. Dabei wurden sie zu den jeweiligen Zeitpunkten in den weltweiten Medien durchaus mit Schlagzeilen bedacht.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<br>\nAm 4. November 2010 explodierte kurz nach dem Start eines voll besetzten A380 der australischen Airline Qantas in Singapur ein Triebwerk. Der Jet konnte umkehren und zwei Stunden sp&auml;ter in Singapur notlanden. Der Chef der australischen Luftsicherheitsbeh&ouml;rde ATSB, Martin Dolan, kommentierte dies sp&auml;ter mit:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nur dank des K&ouml;nnens der f&uuml;nf Piloten im Cockpit entkamen die 469 Menschen an Bord der t&ouml;dlichen Katastrophe.&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Im Bericht in der deutschen Fassung von Wikipedia zu dem Ungl&uuml;ck (&bdquo;Qantas-Flug 32&ldquo;) wird der Begriff &bdquo;Explosion&ldquo; vermieden. In der englischen Fassung von Wikipedia hei&szlig;t es unzweideutig: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Shrapnel from the exploding engine punctured part of the wing and damaged the fuel system causing leaks and a fuel tank fire. &ndash; Metallteile des explodierenden Triebwerks durchschlugen Teile der Tragfl&auml;che, besch&auml;digten das [im Fl&uuml;gel integrierte; WW.] Tanksystem, verursachten dort L&ouml;cher und ein Feuer im Tank.&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Im britischen <em>Guardian<\/em> berichtete der Fluggast Ulf Waschbusch: &ldquo;I saw pieces of the engine, the number three engine, fly off the wing through the wing itself and short bursts of flames. &ndash; Ich sah Teile des Triebwerks &ndash; es war Triebwerk Nr. 3 &ndash; die durch den Tragfl&uuml;gel hindurch schlugen, worauf Flammen hervorschossen.&rdquo;[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Die Triebwerksexplosion f&uuml;hrte dazu, dass ein gutes Dutzend Sicherungssysteme des A380 ausfielen. Der Bordcomputer gab falsche, gef&auml;hrliche Anweisungen, die vom Piloten-Team gl&uuml;cklicherweise ignoriert wurden.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Die Crew ben&ouml;tigte mehr als 90 Minuten, um alle Eventualit&auml;ten f&uuml;r eine Notlandung durchzugehen (der Jet hatte z.B. bei der Notlandung ein um 41 Tonnen zu gro&szlig;es Gewicht &ndash; der Treibstoffnotablass funktionierte nicht mehr &ndash; und aufgrund der Triebwerksexplosion eine deutliche Schr&auml;glage). Nach der Notlandung konnte ein laufendes Triebwerk nicht mehr abgeschaltet werden; es lief noch zwei Stunden. Die Evakuierung der Flugg&auml;ste war nur &uuml;ber eine beschr&auml;nkte Zahl von Ausg&auml;ngen m&ouml;glich, weswegen diese fast zwei Stunden andauerte. In dieser Zeit bestand immer die Gefahr, dass der A380 explodiert.<\/p><p>Als Ursache f&uuml;r die Triebwerksexplosion wird ein singul&auml;rer Fehler genannt: &bdquo;Eine Fehlbohrung an einem &Ouml;lzufuhrstutzen in der Turbine des Triebwerks&ldquo; (deutscher Wikipedia-Bericht zu diesem spezifischen A380-Flug). Tats&auml;chlich hat die europ&auml;ische Flugsicherheits-Beh&ouml;rde EASA (European Union Aviation Safety Agency) drei Monate vor der Beinahe-Katastrophe in einer Direktive vor der Gefahr eines &bdquo;&Ouml;lbrandes&ldquo; bei den in den A380 eingesetzten Rolls-Royce-Triebwerken (&bdquo;Trent-900&ldquo;) &bdquo;in Folge starker Abnutzung&ldquo; gewarnt. In der Folge wurden bei eine Reihe von A380-Triebwerken &Ouml;llecks entdeckt; A380-Triebwerke mussten &ndash; auch bei Emirates &ndash; im Flug ausgeschaltet werden. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Bei mehreren A380-Flugzeugen der Singapur- und Qantas-Airline wurden Triebwerke ausgetauscht. Es gab damals bereits Beitr&auml;ge von Fachleuten, so vom Qantas-CEO, die die Ursache der Triebwerksexplosion im &bdquo;Design des Gro&szlig;-Jets&ldquo; sahen. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>Im Rahmen der Reparaturarbeiten an dem Qantas-A380-Jet entdeckten die Mechaniker, wie es zun&auml;chst hie&szlig;, &bdquo;kleine Haarrisse&ldquo; an den Tragfl&auml;chen. Der Fund wurde zun&auml;chst als &bdquo;Kinderkrankheit&ldquo; bei den ersten ausgelieferten 20 Exemplaren der A380-Modelle bezeichnet. Mehr als ein Jahr sp&auml;ter, Anfang 2012, teilte die Europ&auml;ische Flugsicherungs-Beh&ouml;rde EASA jedoch mit, dass alle (damals) bereits im Einsatz befindlichen A380-Modelle und alle weiteren in Einsatz gebrachten auf solche Haarrisse kontrolliert und dass in der Folge regelm&auml;&szlig;ige Untersuchungen auf Haarrisse durchgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Der Grund: Australische Techniker stellten bei einem A380-Modell der Airline Qantas, das erst 400 Fl&uuml;ge absolviert hatte, 36 Risse fest. Bereits damals gab es Indizien daf&uuml;r, dass es sich um eine ernstzunehmende Angelegenheit handelte. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>In der Folge weigerte sich Qatar-Airline im Mai 2012, A380 nach dem alten Standard abzunehmen. Der A380-Gro&szlig;abnehmer Emirates &auml;u&szlig;erte sich zum selben Zeitpunkt erstmals kritisch zum A380 und beklagte zahlreiche Pannen im Alltag. Airbus selbst sah sich damals veranlasst, zur Behebung der Sch&auml;den durch die Rissbildung R&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von 263 Millionen Euro vorzunehmen. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] 2014 war die Rissbildung bei den Tragfl&uuml;geln erneut Thema. Airbus beschloss selbst, alle Airbus-Jets doppelt so oft in Inspektion zu schicken, da &bdquo;bei Tests eine &uuml;berraschend starke Materialerm&uuml;dung in den Tragfl&auml;chen festgestellt&ldquo; worden sei. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Als Hintergrund ist hier interessant: 2006 brach ein A380-Fl&uuml;gel bei einem Zulassungstest; er hatte die in den Sicherheitsvorschriften abverlangte Grenzbelastung nicht geschafft. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<br>\n2017 kam es zu einem weiteren &bdquo;Zwischenfall&ldquo; mit deutlichen Parallelen zu dem 2010er Vorgang. Die Tageszeitung &bdquo;Welt&ldquo; schlagzeilte am 2. Oktober 2017:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Riesenairbus entgeht nur knapp einer Katastrophe&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Bei dem Air-France-Flug AF-66, der am 30. September in Paris mit Ziel Los Angeles startete, explodierte in elf Kilometer H&ouml;he s&uuml;d&ouml;stlich von Gr&ouml;nland eines (der vier) Triebwerke. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Der A380 verlor dabei ein Drittel des Triebwerks. Die Besatzung sendete &bdquo;Mayday&ldquo;, also &bdquo;dringender Notfall&ldquo;. Sie musste den Jet jedoch noch zwei Stunden weitersteuern, bis eine Notlandung auf einem in erster Linie von Milit&auml;rs genutzten Flugplatz (&bdquo;Goose Bay&ldquo;) in Neufundland, Kanada, m&ouml;glich war. Die 497 Passagiere und 24 Crew-Mitglieder durften den Jet einen knappen Tag lang nicht verlassen &ndash; bis sie in zwei eingeflogenen Boeing-Maschinen evakuiert wurden. Zur Evakuierung des zerst&ouml;rten Triebwerks wurde sp&auml;ter eine Antonov AN-124 eingeflogen. Der Airbus selbst konnte erst f&uuml;nf Wochen sp&auml;ter &ndash; ohne Passagiere &ndash; nach Frankreich zur&uuml;ckgeflogen werden. F&uuml;r die Untersuchung des Ungl&uuml;cks w&auml;re eigentlich D&auml;nemark zust&auml;ndig gewesen (weil sich die Triebwerksexplosion &uuml;ber Gr&ouml;nland und damit &uuml;ber d&auml;nischem Territorium ereignete) oder &ndash; aufgrund der Notlandung &ndash; Kanada. Am Ende verzichteten die beiden L&auml;nder auf ihre Verantwortlichkeit; interessanterweise f&uuml;hrt seither die franz&ouml;sische staatliche Sicherheitsbeh&ouml;rde f&uuml;r den Luftverkehr BEA (Bureau d&acute;Enquetes et d&acute;Analyses pur la S&eacute;curit&eacute; de l&acute;Aviation Civile) die Untersuchungen &uuml;ber die Unfallursache durch. Noch im Oktober 2017 und ein weiteres Mal im Juni 2018 erteilte die US-amerikanische Flugsicherheitsbeh&ouml;rde FAA (Federal Aviation Administration) als Folge der Beinahe-Katastrophe allen A380-Jets strenge Auflagen.<\/p><p>Ein Jahr nach dem Ungl&uuml;cksflug &ndash; das hei&szlig;t vor vier Monaten &ndash; teilte die franz&ouml;sische Luftsicherheitsbeh&ouml;rde BEA mit, noch keine Ursache f&uuml;r die Triebwerksexplosion benennen zu k&ouml;nnen. In einem Bericht des Fachblattes <em>aeroTELEGRAPH<\/em> vom 2. Oktober 2018 wird der BEA-Direktor R&eacute;mi Jouty wie folgt zitiert:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist eher unwahrscheinlich, dass wir mit den Tr&uuml;mmern [des explodierten Triebwerks; W.W.], die wir bisher gefunden haben, die Ursache feststellen k&ouml;nnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Weiter der Bericht im O-Ton:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Anfang des Jahres werde man daher dar&uuml;ber entscheiden, ob man im Fr&uuml;hjahr [2019!; W.W.] eine neue Suche nach Tr&uuml;mmerteilen starten soll. [&hellip;] Gegenw&auml;rtig analysiere man, wo in Gr&ouml;nland genau man suchen m&uuml;sse, um weitere Tr&uuml;mmer zu finden. Einfach wird es nicht, die Teile zu finden &ndash; und sicherzustellen. Sie befinden sich in einem Gletschergebiet. Schon im Fr&uuml;hjahr 2018, als die letzte Suchaktion gestartet war, waren viele Teile unter etwa zwei Meter dickem Eis begraben. Im Fr&uuml;hjahr 2019 k&ouml;nnten es schon vier Meter sein.&ldquo;[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Im Klartext: Zur Untersuchung der Ursache f&uuml;r die j&uuml;ngste A380-Beinahe-Katastrophe sollte es im Fr&uuml;hjahr 2019 einen neuen Anlauf geben. Kurz vor dem Start der Expedition ins Gr&ouml;nland-Eis wurde das Aus des A380 verk&uuml;ndet.  <\/p><p>Geht es vielleicht doch um das Grunds&auml;tzliche &ndash; darum, dass beim A380-Projekt vor allem die Politik und weniger die Physik federf&uuml;hrend war? F&uuml;hrende Luftfahrtfachleute, auch Top-Manager bei Airbus, gestanden indirekt ein, dass die Probleme beim A380 Resultat einer Entwicklung sein k&ouml;nnten, bei der Konkurrenzdruck, Profitmaximierungszwang und Gr&ouml;&szlig;enwahn eine Rolle spielten. Tom Williams, Chef des A380-Programms, erkl&auml;rte bereits vor sieben Jahren:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir haben (beim A 380) die Grenzen antesten m&uuml;ssen.&ldquo;[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Zum selben Zeitpunkt hie&szlig; es in einem Kommentar in der <em>Financial Times Deutschland<\/em>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Risse als Produkt eines Produktions- und Fertigungsfehlers sind ein anderes Indiz daf&uuml;r, dass der Riesenflieger an der Grenze des derzeit technisch Machbaren fliegt.&ldquo;[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Im &Uuml;brigen ist die A380-Story auch noch am Ende Kapitalismus pur. Die gut zwanzig Milliarden Euro, die hier als &bdquo;sunk costs&ldquo; abzuschreiben sind, waren ja &uuml;berwiegend die Gelder anderer Leute, waren Steuergelder. Die B&ouml;rse reagierte dann h&ouml;chst erleichtert auf das A380-Aus; in der <em>B&ouml;rsen-Zeitung<\/em> war am 15. Februar zu lesen &bdquo;Airbus steckt das ruhmlose Kapitel gut weg [&hellip;] Trotz der A380-Krise konnte Airbus mit einem deutlichen Gewinnzuwachs die Analystensch&auml;tzungen &uuml;bertreffen..&ldquo; In der britischen <em>Financial Times<\/em> hie&szlig; es am selben Tag knapp:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Less plane could mean more profits long term &ndash; Weniger Flugzeug k&ouml;nnte auf lange Sicht mehr Profit bedeuten.&ldquo;[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: ZGPhotography\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] &bdquo;Emirates hat sich bei ihrer A380-Order doch wieder f&uuml;r Triebwerke von Hersteller Rolls-Royce entschieden. Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur Reuters ist jedoch noch kein finaler Vertrag unterschrieben worden. Gleichzeitig &auml;u&szlig;erte Airline-Chef Tim Clark gegen&uuml;ber dem Portal Airlineratings.com, dass der Deal mit dem britischen Hersteller jedoch kurz vor dem Abschluss stehe. Damit ist der Auftrag &uuml;ber 36 Doppelst&ouml;cker nicht mehr in Gefahr.&ldquo; In: Airliners vom 5.11.2018; <a href=\"http:\/\/www.airliners.de\/emirates-a380-order-rolls-royce-motoren\/47544\">siehe hier<\/a> [abgerufen am 20.2.2019]<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] F&uuml;r den A380 &bdquo;mussten Flughafenterminals umgebaut und riesige Wartungshallen errichtet werden, zum Beispiel in Frankfurt am Main. Berlin entschied im letzten Moment, dass auch auf dem neuen Hauptstadtflughafen der A380 landen sollte und plante das Terminal nach Baubeginn um&hellip;&ldquo; In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 17. Februar 2019. &bdquo;Um in Frankreich den Stra&szlig;entransport [der A380-Teile; W.W.] zu erm&ouml;glichen, wurden Kreuzungen begradigt, H&auml;user abgerissen und Weinberge plattgemacht&hellip;&ldquo; In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Februar 2019.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Im Einzelnen: Von den bis Januar 2019 ausgelieferten 234 A380-Flugzeugen entfallen auf die Airline Emirates 109 Exemplare, die Fluggesellschaften Etihad und Qatar erhielten jeweils 20 Exemplare. Damit konzentriert die Golfregion mit 129 ausgelieferten A380 55 Prozent aller ausgelieferten Jets auf sich. Lufthansa orderte weitere 14 und Air France-KLM nochmals 10 A380-Jets. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ausgabe vom 15.2.2019) bet&auml;tigte sich unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Das bedeutet das Aus des A380 f&uuml;r Fondsanleger&ldquo; f&ouml;rmlich als Ratgeber f&uuml;r Flugzeugfonds-Anleger &ndash; mit h&ouml;chst widerspr&uuml;chlichen Aussagen. Die FAZ zitiert dabei einen Fachmann f&uuml;r solche Fonds wie folgt: F&uuml;r die Besitzer des Flugzeuges [A380; W.W] sei das A380-Aus &bdquo;nat&uuml;rlich grunds&auml;tzlich positiv&ldquo;. Nun k&auml;men &bdquo;keine neuen Flugzeuge als Konkurrenz f&uuml;r die gebrauchten auf den Markt.&ldquo; Gleichwohl schr&auml;nke das Ende der Produktion auch den Abnehmerkreis f&uuml;r die Ersatzteile ein. &bdquo;Eine m&ouml;gliche R&uuml;ckgabe von A380 durch Emirates w&uuml;rde den Ersatzteilmarkt zus&auml;tzlich belasten. In den kommenden sechs Jahren liefen Leasingvertr&auml;ge f&uuml;r bis zu 16 A380 aus, die geschlossene Fonds betr&auml;fen.&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Airbus_A380\">Siehe hier<\/a> [abgerufen am 18. Februar 2019]. Dort steht im Hauptbeitrag zum A380 nur: &bdquo;Im Januar 2012 wurden bei der Reparatur einer durch einen Triebwerksfehler besch&auml;digten A380 der Qantas wenige kleine Risse in den Rippen einer Tragfl&auml;che entdeckt.&ldquo; Dass es sich um die Explosion eines Triebwerks handelte, wird nicht erw&auml;hnt (siehe unten). In diesem Wikipedia-Eintrag gibt es einen Abschnitt mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Zwischenf&auml;lle und Probleme&ldquo; &ndash; dass es die zwei im Folgenden angef&uuml;hrten Beinahe-Katstrophen gab, wird hier nicht erw&auml;hnt. Es gibt allerdings einen gesonderten deutschen Wikipedia-Eintrag zum Ungl&uuml;cksflug im Jahr 2000, in dem dann aber wieder die Explosion des Triebwerks nicht erw&auml;hnt wird. Siehe dazu weiter unten.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/reise\/aktuell\/qantas-a380-zwischenfall-am-gefaehrlichsten-war-die-zeit-nach-der-landung-a-733975.html\">Zitiert bei Spiegel-online<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Wikipedia deutsche Fassung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qantas-Flug_32\">siehe hier<\/a>. Wikipedia englische Fassung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Qantas-Flug_32\">siehe hier<\/a>. [jeweils abgerufen am 19.2.2019].<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Auch im &ldquo;Guardian-&rdquo;Bericht wird deutlich, dass viel getan wurde, um das Wort &ldquo;Explosion&rdquo; zu vermeiden. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;While Qantas denied there had been an explosion, people on the ground in Batam [die indonesische Insel, die der A380 zu diesem Zeitpunkt &uuml;berflog; W.W.] confirmed passenger accounts of the incident, saying they heard a loud bang as the plane flew overhead. &acute;There were metal shards coming down from the sky,&acute; one witness told the AFP news agency.&rdquo; <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2010\/nov\/04\/qantas-a380-passengers-horror\">Siehe hier<\/a>. [abgerufen am 19.2.2019]<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] &bdquo;So verlangte das elektronische System etwa, Kerosin von der rechten Tragfl&auml;che in die linke zu pumpen, um die Maschine wieder ins Gleichgewicht zu bringen, also in den besch&auml;digten Fl&uuml;gel mit dem explodierten Triebwerk.&ldquo; Bericht bei Spiegel-online; siehe oben. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Es gab auch zumindest einen neuen gr&ouml;&szlig;eren Triebwerksschaden &ndash; erneut offensichtlich mit einer Explosion. Am 13. November 2012 musste ein A380-Jet der Fluggesellschaft Emirates&nbsp;auf dem Flug von Sydney nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem Triebwerkschaden zum Ausgangsflughafen zur&uuml;ckkehren. Die Maschine befand sich noch auf dem Steigflug, als sich der &bdquo;Zwischenfall&ldquo; ereignete. Die Crew lie&szlig; daraufhin Treibstoff ab und landete das vierstrahlige Flugzeug etwa zwei Stunden sp&auml;ter. Auch hier wird berichtet: &bdquo;Einige Passagiere hatten von einem Knall und Flammen berichtet, die aus dem Triebwerk geschlagen haben sollen.&ldquo; <a href=\"https:\/\/de.wikinews.org\/wiki\/Nach_Triebwerkschaden:_Airbus_A380_muss_umkehren\">Siehe hier<\/a>. [abgerufen am 20.2.2019]. Ein Bericht in der &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; vom 12.11.2012 liest sich nochmals dramatischer. <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/panorama\/triebwerkschaden-zwingt-riesen-airbus-umkehr-11359748.html\">Siehe hier<\/a> [abgerufen am 20.2.2019]. Ein knappes Jahr sp&auml;ter war in einer Fachzeitschrift zu lesen, &bdquo;Untersuchungen der australischen Sicherheitsbeh&ouml;rden&ldquo; h&auml;tten ergeben, dass &bdquo;ein massiver Schaden des Triebwerks zu dem Zwischenfall gef&uuml;hrt&ldquo; habe. Und weiter: &bdquo;Weil zuvor zwei weitere Triebwerke von A380 von Emirates &auml;hnliche Probleme hatten, hatte die Fluggesellschaft gemeinsam mit dem Hersteller eine intensive Beobachtung begonnen, Trend-Monitoring hei&szlig;t das im Jargon. Dieses Monitoring hatte bei dem betroffenen Triebwerk bereits eine Ver&auml;nderung angezeigt, bevor der Jet Richtung Dubai abgehoben war. Offenbar war nach der Ankunft eine Untersuchung des Fliegers geplant. [&hellip;] Die amerikanische Luftfahrtbeh&ouml;rde FAA hatte au&szlig;erdem auch eine entsprechende Sicherheitsanweisung ver&ouml;ffentlicht. [&hellip;] Nach den neuen Bedingungen h&auml;tte das betroffene Triebwerk schon zwei Fl&uuml;ge vor dem Zwischenfall untersucht werden m&uuml;ssen. Und die St&ouml;rung h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen.&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/emirates-a380-triebwerk-ausfall-flug-sydney-dubai\">Siehe aerotelegraph vom 12.9.2013<\/a> [abgerufen am 20.2.2019].<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Das Fachblatt Flug-Revue schrieb im Mai 2013: &bdquo;In der Folgezeit [nach der beschriebenen Triebwerksexplosion bei Qantas, 2010; W.W.] mussten an A380 von Qantas und Singapore Airlines f&uuml;nf Mal Triebwerke im Flug abgestellt werden, meist aufgrund von Problemen mit der &Ouml;lzufuhr. Eine fehlerhafte externe &Ouml;lleitung hatte f&uuml;r Lecks gesorgt und wurde in der Folge ausgetauscht.&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.flugrevue.de\/flugzeugbau\/verbesserungen-fuer-den-riesen-die-triebwerke-des-airbus-a380\/\">Siehe hier<\/a> [abgerufen am 20.2.2019]. Zum Zitat des Qantas-CEO siehe den Eintrag im englischen Wikipedia zum &bdquo;Qantas Flight 32 (siehe oben Fn 7]<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Im Folgenden ein Bericht aus dem Handelsblatt: &bdquo;Betroffen sind die Halter aus Aluminium, mit denen die Ober- und Unterhaut der Fl&uuml;gel an den Rippen des Flugskeletts befestigt sind. Eine A380 besitzt etwa 4000 solcher Halter, an einigen wenigen wurden feine Risse festgestellt. Die Fl&uuml;gel sind mit anderen Techniken am Rumpf befestigt. Hier sind bislang keine Risse aufgetaucht. (&hellip;) Der A380-Fall hat eine Besonderheit: Anders als bei anderen Flugzeugen, bei denen solche Risse zwar auch, vor allem aber als Folge einer Materialerm&uuml;dung auftreten, geschieht das bei der A380 fr&uuml;her. Airbus erkl&auml;rt das mit Fehlern im Material und bei der Montage.&ldquo; Nach: Jens Koenen, &bdquo;Haarige Probleme bei de A380&ldquo;, in: Handelsblatt vom 27. Januar 2012.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Siehe die Berichte von Gerhard Hegmann und Ulf Brychcy, &bdquo;Risse kratzen am Image des A380&ldquo;, in: Financial Times Deutschland vom 9. Februar 2012; auch Jens Flottau, &bdquo;Der &Auml;rger fliegt mit&ldquo;, in: S&uuml;ddeutsche Zeitung vom 18. Mai 2012. Wobei es vergleichbare Probleme auch bei der Konkurrenz gab und m&ouml;glicherweise weiter gibt. Im Februar 2012 wurden auch beim Boeing 787-Modell (Dreamliner) &bdquo;bei dem Rumpf aus Kohlenfasermaterial Abl&ouml;sungen zwischen dem Au&szlig;enrumpf und Befestigungsstreben&ldquo; entdeckt. Auch bei diesem Modell mussten in der Folge alle f&uuml;nfzig bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend fertig gebauten 787-Modelle untersucht werden. Der US-Bundesrechnungshof GAO verwies darauf, dass es &bdquo;besondere Risiken beim Bau von Flugzeugen aus den leichten Composite-Bauteilen&ldquo; (Kohlenfasermaterial) geben w&uuml;rde. Siehe: Gerhard Hegemann, &bdquo;Boeing 787 fehlerhaft konstruiert&ldquo;, in: Financial Times Deutschland vom 7. Februar 2012.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Wirtschaftswoche vom 7. M&auml;rz 2014.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Gerhard Hegmann, A380-Fl&uuml;gel rei&szlig;t im Test &ndash; EADS-Aktie bricht ein&ldquo;, in: Financial Times Deutschland vom 17. Februar 2006.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Laut Airbus handelte es sich um einen &bdquo;uncontained engine failure&ldquo;, um einen &bdquo;nicht beherrschbaren Triebwerksausfall&ldquo;. So steht es auch bei dem englischen Wikipedia-Eintrag zu Air-France-Flight 66; einen deutschen Eintrag zu diesem spezifischen Flug gibt es nicht. Das ist erneut eine deutlich besch&ouml;nigende Darstellung. Das rechte, &auml;u&szlig;ere Triebwerk explodierte; die Passagiere sahen, wie das vordere Drittel des Triebwerks herausgeschleudert wurde und in Einzelteilen abst&uuml;rzte. Aus einem Bericht: &bdquo;Passagierin Pamela Adams beschrieb: [&hellip;] &acute;&hellip; und dann f&uuml;hlte es sich pl&ouml;tzlich an, als w&auml;ren wir in 35&rsquo;000 Fuss H&ouml;he in einen Gel&auml;ndewagen gekracht&acute;.&rdquo; In: Aargauer Zeitung vom 1. Oktober 217; <a href=\"https:\/\/www.aargauerzeitung.ch\/panorama\/vermischtes\/a380-triebwerk-explodiert-als-waeren-wir-in-35000-fuss-hoehe-in-einen-jeep-gekracht-131766073\">siehe hier<\/a> [abgerufen am 19.2.2019]<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] aerotelegraph.com &ndash; <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/aktenzeichen-a380-ungeloest-truemmer-gesucht\">Aktenzeichen A380 ungel&ouml;st: Tr&uuml;mmer gesucht<\/a>  [abgerufen am 19.2.2019].<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] In: Handelsblatt vom 21. Januar 2012.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Financial Times Deutschland vom 9. Februar 2012 (namenloser Kommentar der Redaktion).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Das Thema A380 verfolgt mich seit zwei Jahrzehnten. Ich schrieb im Jahr 2000, also lange vor dem A380 Jungfernflug: &bdquo;Der Milit&auml;rtransporter A400M soll von Airbus gebaut werden, damit die Quersubventionierung zum Bau des Super-Airbus A3XX [die damalige Bezeichnung f&uuml;r den sp&auml;teren A380; W.W.] garantiert ist. [&hellip;] Rein betriebswirtschaftlich gesehen laufen diese Annahmen [f&uuml;r den A380; W.W.] darauf hinaus, alles auf eine Karte zu setzen. [&hellip;] Zumindest w&auml;re dies so, wenn wir es mit normalen Bedingungen zu tun h&auml;tten. [&hellip;] Unter den Bedingungen einer Quersubventionierung kann der Airbus-Jumbo auch gegen den Markt und gegen jede R&auml;son gebaut werden &ndash; notfalls als teure Luftnummer, zum Plaisir und f&uuml;r das Prestige der Airbus-Bosse.&ldquo; Winfried Wolf, Fusionsfieber &ndash; Das gro&szlig;e Fressen, K&ouml;ln 2000, S.176f. 2007 schrieb ich in einem Beitrag f&uuml;r das &bdquo;Handbuch Verkehrspolitik&ldquo;: &bdquo;Vieles spricht daf&uuml;r, dass sich das Flugzeugmodell [A380; W.W.] nie rechnen wird; es stellt vielmehr ein enormes existenzielles Risiko f&uuml;r den Konzern Airbus\/EADS als Ganzes dar.&ldquo; Winfried Wolf, Strukturen der Verkehrsindustrie &ndash; Wirtschaftsinteressen und Verkehrspolitik, in: Handbuch Verkehrspolitik, herausgegeben von Oliver Sch&ouml;ller, Weert Canzler und Andreas Knie, Wiesbaden 2007, S.417f.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche gab Airbus bekannt, dass man die Produktion des Gro&szlig;raumjets A380 einstellen wird. 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