{"id":49485,"date":"2019-02-21T08:35:05","date_gmt":"2019-02-21T07:35:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49485"},"modified":"2022-04-01T11:56:37","modified_gmt":"2022-04-01T09:56:37","slug":"der-digitalpakt-wird-unseren-kindern-sehr-schaden-eigentlich-unverantwortlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49485","title":{"rendered":"Der Digitalpakt wird unseren Kindern sehr schaden. Eigentlich unverantwortlich."},"content":{"rendered":"<p>Der Journalist und Medienfachmann <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong> hat aus Anlass der Beratung des Digitalpaktes ein Interview mit der Neurobiologin Dr. <strong>Teuchert-Noodt<\/strong> gef&uuml;hrt. Der Digitalpakt ist am 20.2.2019 im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beraten und verabschiedet worden und liegt heute dem Parlament zur Beschlussfassung vor. Dessen und die Zustimmung durch den Bundesrat am 15. M&auml;rz gilt nur noch als Formsache &ndash; NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser kennen die interviewte Professorin vom Bericht &uuml;ber das Pleisweiler Gespr&auml;ch am 21. Oktober 2018 oder vom Pleisweiler Gespr&auml;ch selbst. Siehe hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46702\">Video mit dem 30. Pleisweiler Gespr&auml;ch. Thema: &bdquo;Verbaut die digitale Revolution unseren Kindern die Zukunft? &ndash; Erkenntnisse aus der Evolutions- und Hirnforschung&ldquo;<\/a>. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Ralf Wurzbacher:<\/strong><\/p><p><strong>Bund und L&auml;nder haben sich am Mittwochabend im Vermittlungsausschuss auf die Umsetzung des &bdquo;Digitalpakts&ldquo; geeinigt. In dessen Rahmen sollen Deutschlands Schulen aus Bundesmitteln in H&ouml;he von f&uuml;nf Milliarden Euro in den kommenden f&uuml;nf Jahren fl&auml;chendeckend mit Breitbandanschluss und digitalen Endger&auml;ten wie Tablets, Smartphones und Whiteboards ausgestattet werden. Wie nehmen Sie die Botschaft auf? <\/strong><\/p><p><strong>Dr. Teuchert-Noodt:<\/strong><\/p><p>&Uuml;berlassen wir <em>Konfuzius<\/em> die richtigen Worte: &bdquo;Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken &ndash; das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen &ndash; das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung &ndash; das ist der bitterste.&ldquo; Letzteren Weg zu gehen, ist unsere Politik also wild entschlossen? Will sie wirklich die langj&auml;hrigen Erfahrungen anderer L&auml;nder nicht zur Kenntnis nehmen, die inzwischen zu klassischen Lernkonzepten zur&uuml;ckkehren &ndash; als da w&auml;ren S&uuml;dkorea, Australien, einzelne US-Bundesstaaten, Holland? F&uuml;hren auch die immer wieder mit viel Sachverstand im eigenen Land vorgetragenen Warnungen aus P&auml;dagogik, Kinderpsychologie, Medizin und Neurowissenschaft unsere Politiker nicht zum Nachdenken? Die routinierte Wegwischbewegung auf dem Tablet k&ouml;nnte ihnen sehr bald das Genick brechen. Denn die digitalisierten Kinder von heute geben morgen ihre W&auml;hlerstimme ab und deren virtualisierte Ansichten f&auml;ngt man nicht mehr wenige Monate vor den Wahlen ein.<\/p><p><strong>Ihnen schwant also nichts Gutes?<\/strong><\/p><p>So ist es. Nat&uuml;rlich, auch Politiker sind Menschen, die den negativen Folgen der medialen &Uuml;berschleunigung unserer Zeit ausgesetzt sind. Das f&uuml;hrt nicht nur bei Schulkindern zu schweren Konzentrationsschw&auml;chen und Denkproblemen. Vor neuronalem Hintergrund m&ouml;chte die Uneinsichtigkeit von Politikern ein klares Indiz daf&uuml;r sein, dass spezifische Stirnhirnkompetenzen &ndash;  was Antizipation und Denken in historischen Kategorien einbezieht &ndash; bereits ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen sind und den Weg des Nachdenkens blockieren. Politiker selbst befinden sich offensichtlich bereits auf dem Opferweg der digitalen Entm&uuml;ndigung. Anders ist diese synchrone Fehlhaltung s&auml;mtlicher Parteien bez&uuml;glich der Digitalisierung von Schulen und Unterricht nicht zu verstehen.<\/p><p><strong>Zu der Frage, was der ungez&uuml;gelte Gebrauch von Smartphones, Tablets und Computerspielen in den K&ouml;pfen von Heranwachsenden anrichtet, ist von Ihnen folgender Satz &uuml;berliefert: &bdquo;Wenn wir den Karren so weiter laufen lassen, wird das eine ganze Generation von digitalisierten Kindern in die Steinzeit zur&uuml;ckwerfen.&ldquo; Haben Sie einen Hang zum Alarmismus? <\/strong><\/p><p>Wenn in der immer schriller werdenden medialen Zeit nur Pro-Alarm f&uuml;rs Digitale geschlagen wird, &ndash; erinnert sei an Christian Lindners &bdquo;Digital first, Bedenken second&ldquo;  &ndash;, und wenn keine andere politische Partei &ndash; nicht einmal die Linke &ndash;  dagegen h&auml;lt, vielleicht h&ouml;rt man dann besser mal hin, wenn sogar der Vergleich zwischen K&uuml;nstlicher Intelligenz und der Atombombe f&auml;llt. Tesla-Chef Elon Musk n&auml;mlich h&auml;lt die KI tats&auml;chlich f&uuml;r gef&auml;hrlicher. Und eine alarmierende Formulierung ist grunds&auml;tzlich nicht falsch, sofern denn wissenschaftliche Argumente folgen. Aber die werden einfach nicht geh&ouml;rt. <\/p><p>Man mag mich mit meiner Formulierung vom &bdquo;R&uuml;ckfall in die Steinzeit&ldquo; spontan in den Reigen der Alarmisten stellen, aber mein Forschungslabor hat &uuml;ber 30 Jahre hinweg viele Fakten zusammengetragen, die das begr&uuml;nden. Zun&auml;chst sage ich: Hut ab vor den Steinzeitmenschen, die waren pr&auml;chtige Kerle. H&auml;tten sie ihren Kindern das Schreiben und Lesen beigebracht, dann w&auml;ren sie uns im Denken ebenb&uuml;rtig gewesen. Andererseits, h&auml;tten wir Kriegskinder seinerzeit gar nicht in die Schule gehen k&ouml;nnen, w&uuml;rden wir jetzt wohl auch nur Steine klopfen k&ouml;nnen. Eben das steht den digitalisierten Kindern bevor.<\/p><p><strong>&Uuml;ber den Fernsehapparat hat der US-Medienwissenschaftler Neil Postman einmal geschrieben, &bdquo;wir am&uuml;sieren uns zu Tode&ldquo;. 34 Jahre sp&auml;ter gibt es die Menschheit immer noch. Warum sollte es mit dem Smartphone anders kommen? <\/strong><\/p><p>Ganz unrecht hatte Postman nicht. Ich m&ouml;chte nicht wissen, wie viele Dauerglotzer von &bdquo;Dschungelcamp&ldquo; und &bdquo;Schwiegertochter gesucht&ldquo; sich l&auml;ngst totgelacht und der Gesellschaft mit ihrer Geistlosigkeit Schaden zugef&uuml;gt haben. F&uuml;r den Hirnforscher spricht vieles daf&uuml;r, dass der Fernseher die k&ouml;rperliche Existenz zwar nicht verk&uuml;rzt, aber die geistige vorzeitig beendet.<\/p><p>In j&uuml;ngerer Zeit ist eine pharmakologische Forschung in Gang gekommen, die sich mit dem &bdquo;leaky Brain Syndrom&ldquo; &ndash; dem l&ouml;chrigen Gehirn &ndash; befasst, dem ein zun&auml;chst unmerklicher Abbau von zarten Nervenf&auml;serchen im Gro&szlig;hirn zugrunde liegt. Die Forschung vermutet dahinter Entz&uuml;ndungsprozesse, f&uuml;r die Darmerkrankungen verantwortlich sein k&ouml;nnten. Mutma&szlig;lich stecken aber auch noch andere Ursachen dahinter, alles ist multifaktoriell. Auch eine durch das Smartphone verursachte Unterforderung der Nervenverkn&uuml;pfungen k&ouml;nnte ein Grund sein.<\/p><p><strong>Da w&auml;ren wir bei Ihrem Thema: Was l&auml;uft aus Sicht der Forschung im Gehirn von Kindern schief, wenn sie schon in jungen Jahren mit digitalen Techniken in Ber&uuml;hrung kommen? <\/strong><\/p><p>Anschaulich gesagt, passiert das gleiche, wie wenn ein Kleinkind an der Milchflasche nuckelt, in die Mama eine Portion Mohn eingemischt hat. Das haben manche B&auml;uerinnen fr&uuml;her gern getan, um ihr Kind w&auml;hrend der schweren Feldarbeit ruhigzustellen. Derart verdummte Kinder liefen dann als Dorftrottel durch ihr Leben. In fr&uuml;heren Zeiten hat es in den D&ouml;rfern viele derart behinderte Kinder gegeben, bis man endlich die Ursachen erkannte und es vermied, Kleinkinder mit Mohn zu f&uuml;ttern.<\/p><p>M&uuml;tter, die mit ihrem Baby digital unterwegs sind, machen entsprechend schwere Fehler. Nat&uuml;rlicherweise schaut der S&auml;ugling beim Stillen die Mutter sehr wach an. In diesen Momenten vollzieht sich eine Mutter-Kind-Pr&auml;gung und eine erste Sozialisation. Wird das Smartphone dazwischen geschoben, depriviert das die jungen Nervenzellen in h&ouml;chsten Regionen des Gehirns. Kinderpsychologen haben in den 1980er Jahren bereits gezeigt, dass ein mangelnder Mutter-Kind-Blickkontakt im 4. bis 6. Entwicklungsmonat in eine sogenannte Blickkontakt-Verweigerung des Kindes einm&uuml;ndet. &bdquo;Es mag dich schon nicht mehr&ldquo;, wurde unwissend kommentiert, sobald das Kind sein K&ouml;pfchen wegdrehte. Diese Verhaltensauff&auml;lligkeit verfestigte sich zu Lernschw&auml;chen im schulpflichtigen Alter und dann zum Drogenkonsum. Warum hat man daraus nichts gelernt?<\/p><p>Das Smartphone in der Hand der Mutter nimmt das Kind unaufhaltsam mit in die digitale Abh&auml;ngigkeit. Kleinkinder lernen durch Nachahmung. Nat&uuml;rlich wollen die kleinen H&auml;ndchen auch surfen. Und weil das so einfach ist, unterst&uuml;tzen das die verz&uuml;ckten Eltern. Sie merken nicht, dass die Farben und Formen wie ein D-Zug durch das K&ouml;pfchen rasen und sie ihr Kind auf das Gleis der Lernbehinderung und Suchentstehung stellen. Was einst der Mohn-Trottel war, ist heute der postmoderne Digi-Trottel. <\/p><p><strong>An anderer Stelle haben Sie die Vorg&auml;nge als &bdquo;Cyberattacke&ldquo; auf die Nervennetze bezeichnet. Die Sch&auml;den, die ein Computervirus ausl&ouml;st, lassen sich ja mithin beheben. Die im kindlichen Kopf nicht?<\/strong><\/p><p>Lassen wir durch eine Cyberattacke ein Chemiewerk, etwa von Bayer in Leverkusen, zu Schaden kommen, worauf giftige Chemikalien austreten. Genau so wirkt sich eine Attacke auf die Chemiek&uuml;che im Gehirn des Kindes aus, wenn es sich in die digitale Welt begibt. Es merkt zun&auml;chst nichts davon, weil der Sog in die digitale Welt und die Verlockungen, aus Raum und Zeit herauszutreten, einfach zu gewaltig sind. Nervenzellen und Nervenbahnen bedienen sich einer Palette von Chemikalien, die man Transmitter nennt. Diese versorgen alle Hirnregionen und &uuml;bertragen die Erregungsabl&auml;ufe, die das Gehirn st&auml;ndig beleben. Man stelle sich vor, eine f&uuml;r bestimmte Leistungen zust&auml;ndige Leitungsbahn wird attackiert und verliert ihren Auftrag, den sie in einer anderen Hirnregion durchzuf&uuml;hren hat. Dann bewirkt der Mangel dieser chemischen Substanz eine Unterversorgung der Nervennetze, eine gew&uuml;nschte Funktion kann nicht zustande kommen. <\/p><p><strong>Was w&auml;re solch eine Substanz?<\/strong><\/p><p>Nehmen wir zum Beispiel Dopamin, einen Botenstoff, der f&uuml;r die Versorgung des Stirnhirns verantwortlich ist, also f&uuml;r h&ouml;chste Hirnleistungen. Dieses stellt unter anderem das Arbeitsged&auml;chtnis zur Verf&uuml;gung, um Informationen in den vielen Windungen des Gro&szlig;hirns zu speichern. Die Attacke erfolgt in einer fr&uuml;hen Reifungsphase und &uuml;berfordert die Produktionsst&auml;tte von Dopamin im Hirnstamm. Das Stirnhirn wird unterversorgt, das Arbeitsged&auml;chtnis versagt, womit auch Aufmerksamkeit und Ged&auml;chtnisbildung versagen. Das Kind wird aggressiv, schl&auml;frig, lernbehindert. Angst und Stress k&ouml;nnen nicht kontrolliert werden. Es gen&uuml;gt schon, wenn einzelne dieser Leistungen au&szlig;er Kraft gesetzt werden. <\/p><p>Was folgt daraus? Eine Cyberattacke auf Hirnfunktionen hat eine um vieles tragischere Auswirkung als die auf technische Einrichtungen. Sie kann nie mehr wirklich repariert werden. Der Umgang mit digitalen Medien im Kindesalter macht reifende Nervenzellen oder Netze nicht kaputt, sondern f&uuml;hrt sie einer pathologischen Nervennetzbildung zu. Das kann &ndash; je nach Intensit&auml;t und Dauer der Attacke &ndash; eine psychotische Entwicklung ansto&szlig;en.<\/p><p><strong>Bei Ihren Vortr&auml;gen bebildern Sie diese Vorg&auml;nge mit krummwachsenden Buchen an einer Steilk&uuml;ste, w&auml;hrend die windgesch&uuml;tzten B&auml;ume in hinterer Reihe schnurgerade gen Himmel streben &hellip;<\/strong><\/p><p>Stellen wir uns statt der kleinen Buchen zarte junge Nervenzellen im h&ouml;chsten Hirnzentrum, dem Stirnhirn, vor. Dort reifen die Nervenzellen extrem langsam heran. Sie erreichen erst zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr ihre volle Entfaltung. Erst dann leisten sie wirklich etwas f&uuml;rs Leben. Unter st&uuml;rmischen Einfl&uuml;ssen aus der digitalen Welt unterliegen sie einer Art &bdquo;Notreifung&ldquo;. Tats&auml;chlich hatten mich die verk&uuml;rzten und krummen Ver&auml;stelungen der Zellen von stressexponierten Tieren beim Anblick unter dem Mikroskop seinerzeit an obiges Bild aus der Natur erinnert. Aber wie kommt es &uuml;berhaupt dazu, dass der Sturm bis zur Chefetage des Gehirns vordringt? <\/p><p>Vorgeschaltet ist der limbische Hippocampus. Er liegt im Zentrum des Geschehens,  f&auml;ngt s&auml;mtliche Informationen, auch St&uuml;rme, ab, filtert sie und beh&auml;lt sie im Kurzzeitged&auml;chtnis. Unter dem digitalen Einfluss bekommen die vorgeschalteten Nervennetze von Seh- und H&ouml;rbahn bereits keine reale Chance, sich normal zu vernetzen. Aber das ist nicht das Schlimmste. Den Hippocampus trifft es noch viel h&auml;rter. Er enth&auml;lt ein langsam arbeitendes Triebwerk, getragen von Thetawellen im Frequenzbereich von vier bis acht Hertz. Und er unterh&auml;lt einen Bypass, das &bdquo;Belohnungssystem&ldquo;, ausgestattet mit einer sich selbst verst&auml;rkenden Funktion, die &uuml;ber Opioid- und Dopaminrezeptoren verf&uuml;gt. Sie ahnen jetzt, was dem Baby zust&ouml;&szlig;t, wenn ihm Mohnmilch zugef&uuml;ttert wird? <\/p><p><strong>Verraten Sie es &hellip;<\/strong><\/p><p>Die Rezeptordichten f&uuml;r Opioide und Dopamin werden hochreguliert und der Aktivspiegel der Thetawellen des Hippocampus wird pathologisch ver&auml;ndert. Aber warum l&ouml;st auch ein harmloses Tablet im Kinderzimmer in diesem limbischen Bypass eine Sucht aus? Eine Hauptfunktion des Hippocampus ist die Raumorientierung. In jeder K&ouml;rperposition &ndash; ob wir stehen, gehen, sitzen oder Auto fahren &ndash; muss die hippocampale Schaltzentrale aktiv sein. Eine &uuml;berh&ouml;hte  Fahrgeschwindigkeit zeigt uns, dass dieser Raumverrechner an Grenzen st&ouml;&szlig;t. Deswegen kann man den F&uuml;hrerschein erst machen, wenn der Rechner ausgereift ist. <\/p><p>Tablet und Smartphone wirken auf den hippocampalen Rechner des Kindes wie eine Autobeschleunigung ein. Die Augen leisten das zwar, aber die Zubringernerven sind daf&uuml;r nicht ausgestattet, die kann man nicht hochr&uuml;sten, wie man Stra&szlig;en teert. Folglich wird der hippocampale Bypass zusehends hochgetourt, die Rezeptoren irreversibel verst&auml;rkt und auf Abh&auml;ngigkeit eingestellt. Das Fazit: Das Stirnhirn wird in seiner Reifung vom Hippocampus abgeh&auml;ngt. Deswegen unterliegt es der &bdquo;Notreifung&ldquo;.<\/p><p><strong>Sie postulieren, dass es kein digitales Lernen geben kann. Warum bleibt im Kopf nichts h&auml;ngen, wenn man mit dem Finger &uuml;ber einen Display wischt?<\/strong><\/p><p>Das trifft den Kern des Problems. Das Gehirn ist ein Konstrukt, das w&auml;hrend der Entwicklung nach ganz einfachen Regeln von einem klugen Baumeister, der Selbstorganisation, aufgebaut wird. Der Aufbau startet im Embryo und ist den Reifungssequenzen des gesamten K&ouml;rpers unterstellt. Jedes Organ und alle Sinne entwickeln im neuronalen Substrat des Gehirns eine &bdquo;Repr&auml;sentation&ldquo;, eine Punkt-zu-Punktverbindung. Die nerv&ouml;sen Verbindungen zu den k&ouml;rperlichen Urspr&uuml;ngen bleiben lebenslang bestehen und Aktivit&auml;ten garantieren den Dialog zwischen K&ouml;rper und Hirn. &Auml;hnlich der Blutversorgung durch Gef&auml;&szlig;e sind Nervenbahnen unsere Lebensadern. Digitale Medien schneiden das reifende Gehirn des Kindes von diesen Lebensadern ab und lassen nicht zu, dass sich in der Hirnrinde sinnbezogene Repr&auml;sentationen anlegen.<\/p><p><strong>Wie also m&uuml;ssten Kinder aufwachsen, um gegen die Gefahren der neuen Techniken gewappnet zu sein?<\/strong><\/p><p>Das Tablet im Kinderzimmer versetzt das Kind in eine digitale Zwangsjacke. Elementare Bed&uuml;rfnisse wie Krabbeln, Laufen, Klettern werden unterdr&uuml;ckt. Diese Bed&uuml;rfnisse dienen dazu, die Sinne zu sch&auml;rfen, die Muskeln zu st&auml;rken, den Geist und die Freude an k&ouml;rperlicher Ert&uuml;chtigung zu wecken. Nur wenn die Nervenzellen der einzelnen Hirnfelder sehr viele Kontakte mit sehr vielen anderen Zellen ausbilden, kann ein intelligentes Gehirn heranreifen.<\/p><p>Dagegen setzt eine Kaskade von Behinderungen ein, wenn Schaltkreise des Gro&szlig;hirns von den Lebensadern durch digitale Spielsachen abgeschnitten sind: Das Sprechenlernen verz&ouml;gert sich, die H&auml;ndchen k&ouml;nnen ihre F&auml;higkeit nicht entfalten, einen Mal- oder Schreibstift zu halten. K&uuml;rzlich erreichte uns eine Alarmmeldung aus London, weil Sechsj&auml;hrige den Stift nur mit dem F&auml;ustchen halten konnten und die Einschulung gef&auml;hrdet war. <\/p><p><strong>Woraus f&uuml;r Sie folgen muss: Finger weg vom Smartphone!<\/strong><\/p><p>Und das nicht nur in den Schulstunden, sondern komplett. Denken wir an die Suchtgefahr. Denken wir an die reifenden Lebensadern, die aus analoger Aktivit&auml;t gespeist werden. Denken wir an die Neuroplastizit&auml;t der Hirnrinde, die nur &uuml;ber gezielte Aktivit&auml;ten angespornt wird. Das Smartphone ist verschenktes Menschenleben.<\/p><p><strong>Was ist mit den Erwachsenen? Wie und wann ist man gegen die Risiken der digitalen &Uuml;berschleunigung ger&uuml;stet?<\/strong><\/p><p>Ankn&uuml;pfend an die bekannte Formulierung des Volkswirts und Journalisten Ingo Leipner, dass &bdquo;eine Kindheit ohne Medien der beste Start ins digitale Zeitalter ist&ldquo;, will ich darauf so antworten: Eine Kindheit <em>mit<\/em> digitalen Medien ist der beste Start in einen Burnout &ndash; im Erwachsenenalter. Nat&uuml;rlich ist auch der Erwachsene lernf&auml;hig, denn er erh&auml;lt sich eine Reserve an Plastizit&auml;t bis ins hohe Alter, wenn er vern&uuml;nftig lebt und im Gehirn flexibel bleibt. Beide Eigenschaften, Vernunft und Flexibilit&auml;t, lassen sich bewahren und der alternde Mensch mag seinen K&ouml;rper und Geist durch t&auml;gliche Lesest&uuml;ndchen, Bewegung in Haus und Garten fit halten. <\/p><p>In unseren medialen Zeiten ist es indes zu einer ernsten Lebensaufgabe geworden, sich die digitale &Uuml;berschleunigung vom Leib zu halten. Wie viele Menschen f&uuml;hlen sich heute aufgrund der Beschleunigung im Beruf und Alltag &uuml;berfordert! Was bleibt, ist die Privatsph&auml;re m&ouml;glichst digitalfrei zu gestalten. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte jeder es schaffen, privat ausschlie&szlig;lich analog unterwegs zu sein: Ohne Navi bringt man den Orientierungssinn wieder in Gang und st&auml;rkt die Raumverrechnung im hippocampalen Schaltkreis. Ohne Handy und Homebutler der Sorte Alexa wird der Geist f&uuml;r Ideen und Kreativit&auml;t neu erweckt. Das Leben bekommt dann erst seinen Sinn zur&uuml;ck. <\/p><p><strong>Und wer nicht so auf sich achtet, der schlittert unweigerlich in die &bdquo;digitale Demenz&ldquo;, wie es der streitbare Psychologe Manfred Spitzer in einem Buchtitel formuliert hat?<\/strong><\/p><p>Auf Herrn Spitzer halte ich ganz gro&szlig;e St&uuml;cke. Er hat ja als Erster von uns mit Aufkl&auml;rungsarbeit gegen die Digitalisierung begonnen. Er hat durch klinische Praxiserfahrungen f&uuml;r das Problem eine sehr zutreffende intuitive Schau entwickelt. <\/p><p>Der Begriff der &bdquo;digitalen Demenz&ldquo; erscheint mir jedoch verfehlt, ja sogar f&uuml;r untertrieben. Das habe ich ihm auch gesagt, weil die Sch&auml;den, die digitale Medien im Gehirn von Kindern und Jugendlichen anrichten, viel schwerwiegender sind als eine Demenz. Zynisch gesagt: Mit Dementen kann die Gesellschaft noch irgendwie klarkommen. Dagegen entspricht der &uuml;berm&auml;&szlig;ige Gebrauch von Medien einer f&uuml;r unser Gemeinwesen hochgef&auml;hrlichen Virtualisierung. Heutzutage sind 90 Prozent der Jugendlichen t&auml;glich &uuml;ber sechs Stunden mit dem Smartphone zugange. Wenn bald nur noch Psychopathen rumlaufen, f&uuml;hrt das zur Abschaffung der Demokratie.   <\/p><p><strong>Spitzers Buch ist ein Bestseller, was seinen Kritikern schon gen&uuml;gt, ihn zum Effekthascher zu stempeln. Ist die verbreitete Blindheit f&uuml;r die Gefahren der Digitalisierung schon Teil der schleichenden Verbl&ouml;dung oder diktiert hier einfach nur die Industrie, was der B&uuml;rger zu denken hat?<\/strong><\/p><p>Schleichende Verbl&ouml;dung und Diktath&ouml;rigkeit geh&ouml;ren zusammen. Zur Abnahme der nat&uuml;rlichen Intelligenz des Menschen habe ich schon manches gesagt. Dass die Industrie mit dem B&uuml;rger so leichtes Spiel hat, hat noch tiefere Gr&uuml;nde: Eine immanente Sehnsucht, nach neuen Horizonten aufzubrechen und alle Nischen dieser Welt zu erobern, ist dem Menschen wie die Sprache in die Wiege gelegt. Blo&szlig; sind wir offenbar blind daf&uuml;r zu erkennen, dass Algorithmen und Big Data l&auml;ngst auf dem besten Weg sind, <em>uns<\/em> zu erobern. <\/p><p>Der Mensch verdankt seine Intelligenz dem Fakt, dass er im Gehirn das biologische Merkmal verankert hat, sein Leben in Raum und Zeit analog zu gestalten. Wenn er sich den digitalen Medien verschreibt, l&auml;uft er Gefahr, sich zu verlieren. Verschreibt er bereits sein Kind den Medien, so <em>ist<\/em> dieses verloren. Denn Raum und Zeit reifen in der Entwicklung eines Menschenkindes sehr langsam heran und bilden eine Repr&auml;sentation aus, um als Werkzeug f&uuml;r das Denken zu dienen. Das war einmal der sensationelle Erfolg der Menschwerdung.<\/p><p><strong>Zur&uuml;ck zum &bdquo;Digitalpakt&rdquo;: Gibt es eigentlich irgendwelche belastbaren Untersuchungen daf&uuml;r, dass die Digitalisierung der Schule eine erfolgversprechende Unternehmung sein kann?<\/strong><\/p><p>Im Gegenteil, stattdessen h&auml;ufen sich lastenschwere Erkenntnisse zu den Misserfolgen der Digitalisierung von Schulen. Digital hochger&uuml;stete L&auml;nder mit technischem Vorlauf wie Australien, S&uuml;dkorea und Thailand mussten bereits Niederlagen einstecken und die Schulen von den technischen Ger&auml;ten wieder entsorgen. Aber ihre digitalisierten Schulkinder werden zeitlebens als Brillentr&auml;ger &ndash; 90 Prozent in S&uuml;dkorea &ndash;, suchtgef&auml;hrdete Personen und psychosozial Behinderte gekennzeichnet sein. Dem nunmehr mit Handyverboten entgegenzutreten, kann den bereits angerichteten Schaden kaum wieder gutmachen. Wenn auch bei uns bereits Sechs- bis Zehnj&auml;hrige mit Handy und Tablets ausgestattet werden, kann eine sich fl&auml;chenhaft ausbreitende Vulnerabilisierung der kindlichen Nervennetze f&uuml;r Digital&auml;ngste, Depressionen, soziale Deprivationen und Lernbehinderungen kaum noch verhindert werden. <\/p><p><strong>Sogar Bildungsverb&auml;nde wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) oder der Verband Bildung und Erziehung (VBE), die sonst eigentlich im besten Sinne fortschrittliche Positionen vertreten, sind vom Grundsatz her einverstanden mit der Zielrichtung des &bdquo;Digitalpakts&rdquo;. Ihre Kritik ersch&ouml;pft sich darin, p&auml;dagogische Konzepte zu vermissen &hellip;<\/strong><\/p><p>Seit Jahrzehnten ist der chronische Mangel an durchdachten p&auml;dagogischen Konzepten und das unreflektierte Rumprobieren auf Kosten ganzer Sch&uuml;lergenerationen Schuld daran, dass selbst Verb&auml;nde wie GEW und VBE im &ldquo;Digitalpakt&rdquo; zun&auml;chst einen Rettungsanker f&uuml;r die schwelende Schulmisere in unserem Land sehen m&ouml;chten. Ein wesentlicher Grund f&uuml;r diese allseitige Orientierungslosigkeit liegt sicher daran, dass &uuml;ber das vergangene halbe Jahrhundert hin an deutschen Hochschulen die notwendige und viel beschworene Interdisziplinarit&auml;t und Vernetzung von Geistes- und Naturwissenschaft real nie stattgefunden hat. Woher sollten und sollen brauchbare Konzepte erwachsen, wenn nicht aus integrativer Zusammenarbeit? <\/p><p>Verantwortungstr&auml;ger in F&uuml;hrungspositionen verstanden nicht, welches enorme Wissen die universit&auml;ren Basiswissenschaften, speziell die Kinderpsychologie, Verhaltens- und Neurowissenschaft, in Bezug auf das Lernen im Kindes- und Jugendalter angereichert haben. Naturgem&auml;&szlig; unzureichende Presseinformationen mussten automatisch zu grobfahrl&auml;ssigen Missverst&auml;ndnissen und fehlgesteuerten praktischen Umsetzungen f&uuml;hren. Man denke an die G8\/G9-Kontroversen, missgl&uuml;ckte Konzepte des Erlernens einer Zweitsprache in der Grundschule und des Schreibens nach Geh&ouml;r. Auch Informatiker konnten sich ohne allgemeine naturwissenschaftliche und neurophilosophisch-ethische Bildung nur zu nackten Profit-Algorithmikern entwickeln. Es ist eine Ironie der KI-Geschichte, dass selbst die Silicon-Valley-Manager neuerdings zu peinlichen L&ouml;sungen im Privatleben greifen m&uuml;ssen: Sie versuchen den Familienfrieden zu retten, indem sie ihre sucht- und lerngef&auml;hrdeten Digi-Kids dem analog arbeitenden Lehrpersonal von Waldorfschulen anvertrauen.<\/p><p><strong>Die Verfechter der Digitalisierung versichern ja gerne wortreich, dass es bei all dem darum gehe, Kindern einen  &bdquo;vern&uuml;nftigen&rdquo;, &bdquo;verantwortungsvollen&rdquo; und &bdquo;kompetenten&rdquo; Umgang mit den Ger&auml;ten zu vermitteln. Ist das f&uuml;r Sie gar nicht denkbar?<\/strong><\/p><p>Der &bdquo;Digitalpakt&rdquo; wird in die Geschichte als &bdquo;digitaler Unm&ouml;glichkeitspakt&rdquo; eingehen. Die Jahrtausendwende war auch eine Offenbarungswende f&uuml;r die Dekade der Hirnforschung. Seitdem liegen die Karten auf dem Tisch: Das kindliche Gehirn <em>kann nicht digital<\/em>. Erst Studenten k&ouml;nnen es schaffen, &bdquo;verantwortungsvoll&ldquo; mit Medien umzugehen, wenn sie zuvor einen analogen Schulabschluss hingelegt haben. Gleichwohl vermisst man hinreichende &bdquo;Kompetenz&ldquo; bei Eltern und Lehrpersonal. Das Tippen und Wischen verhindert jegliches Lernen. Rechnen, Lesen, Schreiben bleiben nun einmal Grundkompetenzen, die in Nervennetze real eingeschrieben werden m&uuml;ssen. Zudem ist der schulische und private Umgang mit digitalen Ger&auml;ten generell f&uuml;r das Kind und den Jugendlichen &auml;u&szlig;erst suchtgef&auml;hrdend. &bdquo;Vernunft, Verantwortung und Medienkompetenz&ldquo; erfordern geistige Qualit&auml;ten, die zu allerletzt und sehr langsam im Oberst&uuml;bchen des menschlichen Gehirns zur Reifung kommen und f&uuml;r die &uuml;ber die ersten 16 Lebensjahre hin &uuml;berwiegend analoge Bauelemente angeliefert werden m&uuml;ssen.<\/p><p>Es ist unm&ouml;glich, auf dem Tablet spielerisch &uuml;ber einen Baumstamm zu balancieren, um den Gleichgewichtssinn und die nachgeschalteten Hirnzentren zu trainieren. Unumg&auml;nglich ist diese Sinnesqualit&auml;t das Eintrittstor f&uuml;r kognitive Funktionen. Ebenso wird es dem auf Smartphone und Computer gepr&auml;gten Jugendlichen in jeder Hinsicht &auml;u&szlig;erst schwer fallen, den Autof&uuml;hrerschein zu erwerben. Denn die komplexen Anforderungen, denen er sich bei der realen neuronalen Verrechnung von Raum-Zeit stellen muss, sind in seinem Gehirn nur ganz unzul&auml;nglich entwickelt. Au&szlig;erdem ist das digitale Suchtpotential im Stra&szlig;enverkehr ebenso gef&auml;hrlich wie eine Drogen- und Alkoholabh&auml;ngigkeit. <\/p><p>Unsere Politiker w&auml;ren gut beraten, umgehend von der digitalen Hochr&uuml;stung der Schulen Abstand zu nehmen. Verzichten Sie auf den konfuzianischen &bdquo;bitteren Weg&ldquo;, Milliarden f&uuml;r technische Ger&auml;te an die IT-Industrie zu verschwenden und eine ganze heranwachsende Generation von Kindern krank zu machen. Beschreiten Sie den &bdquo;edlen Weg&ldquo;, mehr Gelder f&uuml;r die Sanierung von Schulgeb&auml;uden und kindgerechte Befriedung von Schulh&ouml;fen, f&uuml;r Musik-, Kunst-, Theater-Projekte, gut ausgebildete Lehrer und Schulpsychologen auszugeben. Sie s&auml;gen sich anderenfalls den Ast ab, auf dem Sie sitzen!<\/p><p><strong>Sie sprachen es an: Es gibt weltweit noch keinen Fall, in dem der Versuch einer gro&szlig;angelegten  Digitalisierung der Schulen nicht gescheitert w&auml;re. Ist das nicht eine hoffnungsvolle Perspektive f&uuml;r Deutschland? Man f&auml;hrt den Karren vor die Wand und findet dann auf den Weg der Vernunft zur&uuml;ck.<\/strong><\/p><p>Es fragt sich nur, wer den kaputten Karren dann noch reparieren kann und wie viele dann noch den Weg zur&uuml;ck zur Vernunft kennen. Jedenfalls bedarf es derer einige und der Weg wird sehr schwer sein. Besser w&auml;re es, wir nehmen jetzt die ernsten Mahnungen an, die von den vielen Experten ausgesprochen werden. Selbst der PISA-Koordinator der OECD, Andreas Schleicher, hat klar formuliert: &bdquo;Wir m&uuml;ssen es als Realit&auml;t betrachten, dass Technologie in unseren Schulen mehr schadet als n&uuml;tzt&rdquo;. Wo bleibt der politische Verstand?<\/p><p><em><strong>Zur Person:<\/strong> Professor Dr. <strong>Gertraud Teuchert-Noodt<\/strong> ist Neurobiologin und Hirnforscherin und war bis zu ihrer Emeritierung Leiterin des Bereichs Neuroanatomie der Fakult&auml;t f&uuml;r Biologie an der Universit&auml;t Bielefeld. Sie befasst sich schwerpunktm&auml;&szlig;ig mit Entwicklungsbiologie, Lern- und Psychoseforschung sowie den Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien auf die Kindesentwicklung. 2016 erschien dazu von ihr der vielbeachtete Aufsatz &bdquo;Ein Bauherr beginnt auch nicht mit dem Dach. Die digitale Revolution verbaut unseren Kindern die Zukunft.&ldquo; Teuchert-Noodt hat au&szlig;erdem das &bdquo;B&uuml;ndnis f&uuml;r humane Bildung &ndash; aufwach(s)en in einer digitalen Welt&ldquo; mitbegr&uuml;ndet. Infos im Internet: <a href=\"http:\/\/www.aufwach-s-en.de\">www.aufwach-s-en.de<\/a>  <\/em><\/p><p><em>P.S.: Das hier wiedergegebene Interview mit Frau Teuchert-Noodt war in einer k&uuml;rzeren Fassung am 19.\/20. Januar 2019 in der Wochenendbeilage der Tageszeitung <em>junge Welt<\/em> erschienen.<\/em><\/p><p>Titelbild: Rawpixel.com\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Journalist und Medienfachmann <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong> hat aus Anlass der Beratung des Digitalpaktes ein Interview mit der Neurobiologin Dr. <strong>Teuchert-Noodt<\/strong> gef&uuml;hrt. Der Digitalpakt ist am 20.2.2019 im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beraten und verabschiedet worden und liegt heute dem Parlament zur Beschlussfassung vor. Dessen und die Zustimmung durch den Bundesrat am 15. M&auml;rz gilt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49485\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":49486,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,209],"tags":[2094,2593,2397,2451,1386],"class_list":["post-49485","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildungspolitik","category-interviews","tag-digitalisierung","tag-entschleunigung","tag-suchterkrankung","tag-teuchert-noodt-gertraud","tag-wissenschaftlich-technischer-fortschritt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/shutterstock_394268764.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49485"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82540,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49485\/revisions\/82540"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/49486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}