{"id":49495,"date":"2019-02-21T08:24:21","date_gmt":"2019-02-21T07:24:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495"},"modified":"2019-02-21T08:24:21","modified_gmt":"2019-02-21T07:24:21","slug":"hinweise-des-tages-3310","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h01\">Altersarmut: Rentner st&auml;rker von Altersarmut betroffen als gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h02\">Konjunktur: Warum nun sogar der IWF ins Portemonnaie der Reichen greifen will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h03\">Ein gro&szlig;er Schritt f&uuml;r Deutschland, ein kleiner f&uuml;r die Menschheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h04\">Politik der verbrannten Erde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h05\">Drei Tory-Abgeordnete schlie&szlig;en sich Labour-Abspaltung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h06\">Bundestagsjuristen r&uuml;gen erneut Venezuela-Politik der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h07\">Neuer Private-Equity-Monitor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h08\">Moskau will online bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h09\">&raquo;Es droht ein nukleares Schlachtfeld, das Europa hei&szlig;t&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h10\">Keine Waffen an Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h11\">Urheberrechtsreform der EU: Unter Vorbehalt zugestimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h12\">EU-Gremien einig: Fingerabdr&uuml;cke in Personalausweisen werden Pflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h13\">Zwei-Klassen-Kirchenarbeitsrecht abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49495#h14\">Lafontaine: Bei &bdquo;Aufstehen&ldquo; ist noch &bdquo;Luft nach oben&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Altersarmut: Rentner st&auml;rker von Altersarmut betroffen als gedacht<\/strong><br>\nKonkret geht es um die Statistik zur Armutsgef&auml;hrdung auf Grundlage des Mikrozensus, einer regelm&auml;&szlig;igen Befragung von rund 400 000 Haushalten. Als armutsgef&auml;hrdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verdient. Das ist jenes Einkommen, das genau in der Mitte aller Einkommen liegt. Insgesamt liegt die Armutsgef&auml;hrdungsquote hierzulande bei 15,8 Prozent; &uuml;berdurchschnittlich stark gef&auml;hrdet sind Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Arbeitslose. Die Gruppe &ldquo;Rentner und Pension&auml;re&rdquo; lag 2017 mit 16 Prozent ziemlich genau im Durchschnitt. Aber: Reine Rentnerhaushalte wurden bislang nicht ausgewiesen &ndash; und das &auml;rgerte Bosbach und Birkwald. Denn Pension&auml;re, also ehemalige Beamte, haben im Schnitt deutlich h&ouml;here Alterseink&uuml;nfte als Rentner und dr&uuml;cken so die Armutsgef&auml;hrdungsquote der Gruppe.<br>\nAlso beantragte Birkwald eine gesonderte Auswertung der Daten nur f&uuml;r Rentner. Er bekam sie vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, einem IT-Dienstleister des Statistisches Landesamtes &ndash; und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. So galten im Jahr 2017 besagte 16 Prozent aller Personen aus Rentner- und Pension&auml;rshaushalten als armutsgef&auml;hrdet. Aus den neu ausgewiesenen reinen Rentnerhaushalten dagegen waren es mit 19,5 Prozent deutlich mehr &ndash; fast jeder F&uuml;nfte. Dagegen ist mit 0,9 Prozent nicht mal eine von 100 Personen aus einem Pension&auml;rshaushalt von Armut bedroht.<br>\n&ldquo;Wer in Zukunft ernsthaft Altersarmut verhindern oder bek&auml;mpfen will, kommt an den neuen Zahlen nicht mehr vorbei&rdquo;, sagt Birkwald. Fast jeder f&uuml;nfte Mensch, der in einem Rentnerhaushalt lebe, sei arm und m&uuml;sse von weniger als 999 Euro leben, betroffene Paare von weniger als 1499 Euro. Auf die Unterschiede zwischen Beamtenpensionen und gesetzlichen Renten wiederum gebe es nur eine richtige Antwort: &ldquo;Die Einf&uuml;hrung einer echten Erwerbst&auml;tigenversicherung nach &ouml;sterreichischem Vorbild, in die Beamtinnen und Beamte, Selbst&auml;ndige, Freiberuflerinnen und Freiberufler und nat&uuml;rlich auch Politikerinnen und Politiker einzahlen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/rentner-altersarmut-pensionaere-1.4338169\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Konjunktur: Warum nun sogar der IWF ins Portemonnaie der Reichen greifen will<\/strong><br>\nIWF-Chefin Lagarde k&uuml;ndigt an, die Konjunkturprognose f&uuml;r Deutschland erneut zu senken. Als Gegenma&szlig;nahme fordert sie h&ouml;here Steuern f&uuml;r Gutverdiener.<br>\nDie Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds, Christine Lagarde, hat die Bundesregierung aufgefordert, dem erwarteten Konjunkturabschwung entschlossen entgegenzuwirken. Ihre Rezepte kannte man bisher eher von linker und gewerkschaftlicher Seite, als von einer Institution, die f&uuml;r rigide Sparprogramme ber&uuml;chtigt ist, die sie Regierungen in Geldnot auferlegt. H&ouml;here Steuern f&uuml;r die Gutverdiener, um h&ouml;here Staatsausgaben zu finanzieren, so soll Berlin nach dem Willen der IWF-Chefin Nachfrage und Konjunktur stimulieren.<br>\n&bdquo;Der deutsche Staat k&ouml;nnte mit mehr Geld einige sinnvolle Dinge anstellen, zum Beispiel in die Modernisierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur investieren oder die Kinderbetreuung ausbauen. Das w&auml;ren Projekte, die die Wachstumskr&auml;fte st&auml;rken und die Deutschland angehen sollte&ldquo;, sagt Lagarde der Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/konjunktur-warum-nun-sogar-der-iwf-ins-portemonnaie-der-reichen-greifen-will\/24017754.html\">Norbert H&auml;ring im Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Staat schont die Reichen<\/strong><br>\nDer Spitzensteuersatz ist der h&ouml;chste regul&auml;re Steuersatz. In Deutschland liegt er derzeit bei 42 Prozent (ohne Solidarit&auml;tszuschlag und Reichensteuer). Wenn etwa Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert, die Reichen st&auml;rker zu belasten, wird von den Gegnern oft folgende Rechnung aufgemacht: Der Spitzensteuersatz mag zwar fr&uuml;her h&ouml;her gewesen sein, daf&uuml;r habe er damals erst bei einem viel h&ouml;heren Einkommen gegriffen.<br>\nKonkret: Heute treffe er Steuerpflichtige, die das 1,9-Fache des durchschnittlichen Bruttogehalts aller Arbeitnehmer in Deutschland erhalten. Im Jahr 1980 habe ihn aber nur bezahlen m&uuml;ssen, wer mindestens f&uuml;nfmal so viel verdiente wie der Durchschnitt. Schlussfolgerung: In Wahrheit h&auml;tten Gutverdiener damals weniger Steuern bezahlt als heute, weshalb die B&uuml;rger dringend entlastet werden m&uuml;ssten. (&hellip;)<br>\nWie problematisch es ist, den heutigen (niedrigeren) Spitzensteuersatz mit dem damaligen zu vergleichen, zeigt ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns ein Land vor, das sein Steuersystem radikal umbaut. Statt vieler unterschiedlicher Tarife gibt es nur noch drei: 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent. Die letzte Stufe beginnt bei einem Einkommen von 20.000 Euro. So etwas hatte der konservative ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof einmal vorgeschlagen. Man kann sich ausmalen, was passiert: Ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung w&uuml;rde dank dieser Vereinfachung den neuen Spitzensteuersatz  bezahlen.<br>\nW&uuml;rden also die B&uuml;rger st&auml;rker belastet? Nat&uuml;rlich nicht. Sie bezahlen weniger Steuern, weil der neue Spitzensteuersatz zumeist unter dem Satz liegen d&uuml;rfte, den sie vorher bezahlt haben (auch wenn das vorher vielleicht nicht der h&ouml;chste Steuersatz war). Was das zeigt: Aussagen &uuml;ber den Anteil der Spitzensteuersatzzahler an der Gesamtbev&ouml;lkerung haben keinen Informationsgehalt, wenn der Spitzensteuersatz ver&auml;ndert wird.<br>\nKeine Frage: Es gibt Argumente f&uuml;r eine Reform des Spitzensteuersatzes. Man k&ouml;nnte ihn anheben und gleichzeitig ab einem sp&auml;teren Einkommen beginnen lassen, wenn man der Meinung ist, dass die Belastung von Menschen, die gut verdienen, aber nicht zu den Superreichen geh&ouml;ren, zu hoch ist. Aber das rechtfertigt es noch nicht, mit fragw&uuml;rdigen Vergleichen Stimmung zu machen. Sonst kommt tats&auml;chlich noch jemand auf die Idee, die Steuern auf das Niveau anzuheben, das sie unter Helmut Kohl erreicht hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2019-02\/spitzensteuersatz-steuerbelastung-vergleiche-reform-5vor8\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein gro&szlig;er Schritt f&uuml;r Deutschland, ein kleiner f&uuml;r die Menschheit<\/strong><br>\nDeutschland f&uuml;hlt sich wieder gut. Es f&uuml;hlt sich nach dem Kohlebeschluss erneut als Vorreiter in Sachen Energiewende. Doch ernsthaft nachdenken will man dar&uuml;ber weiterhin nicht.<br>\nGerade als in Deutschland vor zwei Wochen der Vorschlag der Kohlekommission zum Ende der Kohleverstromung im Jahr 2038 gefeiert wurde, kam auch die Meldung &uuml;ber die Medien, der Luftverkehr &uuml;ber Deutschland habe im vergangenen Jahr um fast f&uuml;nf Prozent zugenommen. Auch kann man leicht herausfinden, dass in den letzten f&uuml;nf Jahren j&auml;hrlich zwischen 50 000 und 100 000 neue LKW zugelassen wurden und deren Bestand kontinuierlich auf &uuml;ber drei Millionen angestiegen ist. Im Jahr 2017 lag die durchschnittliche Antriebsleistung von Neuwagen in Deutschland bei &ndash; sage und schreibe &ndash; 152 PS und &uuml;berschritt damit zum ersten Mal die 150-PS-Grenze (hier gemeldet). Vor zehn Jahren waren es im Schnitt rund 130 PS, vor 20 Jahren rund 100. Warum fordert niemand ein Aus f&uuml;r zus&auml;tzliche Flugzeuge oder LKWs? Warum sollte man nicht die PS-Zahl von Automobilen von nun an f&uuml;r alle Zeiten bei 150 (oder 100) begrenzen?<br>\nMan sieht an diesen beliebig ausgew&auml;hlten Beispielen, wie zuf&auml;llig und widerspr&uuml;chlich die deutsche Politik in Sachen Klimawandel ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/02\/ein-grosser-schritt-fuer-deutschland-ein-kleiner-fuer-die-menschheit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Politik der verbrannten Erde<\/strong><br>\nSyrien steht wegen der neuen Sanktionen von EU und USA laut Einsch&auml;tzung von Experten vor einem offenen Wirtschaftskrieg. Wie es in einer aktuellen Analyse des European Council on Foreign Relations (ECFR) hei&szlig;t, sind durch die Boykottma&szlig;nahmen vor allem &ldquo;die verwundbarsten Menschen in der syrischen Bev&ouml;lkerung&rdquo; von katastrophalen Folgen bedroht. Die Sanktionen gegen Syrien werden schon seit Jahren international scharf kritisiert. Bereits im Jahr 2016 hie&szlig; es bei den Vereinten Nationen, es handle sich um &ldquo;das komplizierteste und am weitesten reichende Sanktionsregime, das jemals verh&auml;ngt wurde&rdquo;; UN-Mitarbeiter urteilten, nicht der Krieg, sondern die Sanktionen des Westens seien &ldquo;der Hauptgrund&rdquo; f&uuml;r den Kollaps des syrischen Gesundheitssystems. Nachdem Br&uuml;ssel jetzt die Ma&szlig;nahmen sogar noch ausgeweitet hat, ist Washington dabei, Sanktionen zu verh&auml;ngen, die sich gegen s&auml;mtliche Unternehmen und L&auml;nder richten, die Staatsprojekte zum Wiederaufbau Syriens unterst&uuml;tzen. Beim ECFR ist von einer &ldquo;Politik der verbrannten Erde&rdquo; die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7866\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein zweischneidiges Schwert<\/strong><br>\n&raquo;Handelskriege sind gut und leicht zu gewinnen&laquo;: Der Tweet, den US-Pr&auml;sident Donald Trump, gro&szlig;m&auml;ulig wie eh und je, am 2. M&auml;rz 2018 absetzte, ist inzwischen schon fast legend&auml;r. Trump hatte damals die ersten Strafz&ouml;lle bereits verh&auml;ngt und war im Begriff, die n&auml;chste Runde anzutreten und seine Ma&szlig;nahmen systematisch zum ausgewachsenen Handelskrieg auszuweiten. Da schien es angesagt, einen Spruch zu klopfen, der k&auml;mpferische Zuversicht demonstrierte, um &ndash; wie man es im Krieg halt macht &ndash; den Feind einzusch&uuml;chtern und die eigenen Reihen zu schlie&szlig;en. Schlie&szlig;lich hatte sich der Immobilienoligarch im Wei&szlig;en Haus keine Kleinigkeit vorgenommen: Er attackierte nicht nur ein einzelnes Land oder eine einzelne Branche, sondern, wenngleich in unterschiedlichem Ma&szlig;, alle gro&szlig;en M&auml;chte. Seine Strafzollorgie traf umfassend China, richtete sich aber auch gegen die EU, gegen Russland und Indien, gegen die Nachbarn Mexiko und Kanada, enge Verb&uuml;ndete wie Japan und NATO-Partner wie die T&uuml;rkei. Und: Es war klar, dass die betroffenen Staaten nicht stillhalten, sondern ihrerseits Gegenma&szlig;nahmen ergreifen w&uuml;rden, mit wom&ouml;glich schmerzhaften Auswirkungen auf Industrie und Handel auch in den USA. (&hellip;)<br>\n&raquo;Made in China 2025&laquo; kann man allerdings auch mit anderen Mitteln torpedieren. Trump selbst hat l&auml;ngst begonnen, Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, die weit &uuml;ber einen &uuml;blichen Zollkrieg hinausgehen: Er hat Boykotte gegen chinesische IT-Konzerne verh&auml;ngt, mit Huawei ein Flaggschiff der chinesischen Kommunikationstechnologie weitgehend aus dem Land gedr&auml;ngt, und er ist dazu &uuml;bergegangen, mit den &uuml;blichen Methoden &ndash; g&auml;nzlich unbelegte Spionagevorw&uuml;rfe zum Beispiel &ndash; Huawei auch in verb&uuml;ndeten L&auml;ndern zu attackieren, bis hin zur willk&uuml;rlichen Festnahme der Finanzchefin des Konzerns in Kanada. Dabei hat der Pr&auml;sident die volle R&uuml;ckendeckung des gesamten Washingtoner Establishments, also auch der Demokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349527.weltwirtschaft-ein-zweischneidiges-schwert.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Drei Tory-Abgeordnete schlie&szlig;en sich Labour-Abspaltung an<\/strong><br>\nMit 324 von insgesamt 650 Abgeordneten hat Theresa Mays B&uuml;ndnis nun theoretisch keine Mandatsmehrheit mehr<br>\nAm Montag verk&uuml;ndeten der ehemals als Labour-Vorsitzender gehandelte Chuka Umunna und sechs weitere britischen Labour-Abgeordnete im britischen Unterhaus, zuk&uuml;nftig als &ldquo;unabh&auml;ngige Gruppe&rdquo; im Unterhaus von Westminster zu agieren (vgl. Abspaltung von der britischen Labour Party). Danach appellierte Umunna an Mitglieder anderer Parteien, dort ebenfalls auszutreten und sich seiner Gruppe anzuschlie&szlig;en.<br>\nNach Joan Ryan, einer weiteren Labour-Mandatstr&auml;gerin, sind diesem Aufruf heute die drei Tory-Abgeordneten Heidi Allen, Sarah Wollaston und Anna Soubry gefolgt. Dadurch ist die neue Fraktion, die sich in Sozialen Medien die Abk&uuml;rzung &ldquo;GIMPs&rdquo; (&ldquo;Kordeln&rdquo;) f&uuml;r (&ldquo;Group of Independent Members of Parliament&rdquo;) eingefangen hat, nun zusammen mit den ebenfalls elf Abgeordnete umfassenden Liberaldemokraten die viertst&auml;rkste nach Konservativen, Sozialdemokraten und schottischen Separatisten. [&hellip;]<br>\nDa es im britischen Unterhaus insgesamt 650 Sitze gibt, hat das Regierungsb&uuml;ndnis von Premierministerin Theresa May nun theoretisch seine Mehrheit verloren. Die Tories verf&uuml;gten dort bis heute &uuml;ber 317 Sitze, die DUP, die mit ihr zusammenarbeitet, hatte weitere zehn. Zieht man von diesen addierten 327 die der drei Aussteiger ab, bleiben mit 324 zwei weniger als f&uuml;r eine absolute Mehrheit n&ouml;tig. Daf&uuml;r, dass dieser theoretische Mehrheitsverlust kein praktischer ist, sorgt die nordirische Katholikenpartei Sinn F&eacute;in, deren sieben Abgeordnete dem Parlament aus ideologischen Gr&uuml;nden fernbleiben, weshalb sie auch nicht gegen die Regierung stimmen k&ouml;nnen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus verlautbarten die drei Tory-Abtr&uuml;nnigen auch, sie seien bereit, Mays Regierung in Fragen abseits des Brexits weiter zu unterst&uuml;tzen. In der Abstimmung Mitte Januar hatte Theresa May schon vor dem Austritt von Heidi Allen, Sarah Wollaston und Anna Soubry keine Mehrheit (vgl. UK: Unterhaus stimmt gegen Mays Brexit-Vertrag). F&uuml;r die Absetzung der Premierministerin durch ein Misstrauensvotum, die der Labour-Chef Jeremy Corbyn am Tag danach versuchte, reichten die Stimmen im Unterhaus aber auch nicht (vgl. May &uuml;bersteht Misstrauensvotum).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Drei-Tory-Abgeordnete-schliessen-sich-Labour-Abspaltung-an-4314024.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundestagsjuristen r&uuml;gen erneut Venezuela-Politik der Bundesregierung<\/strong><br>\nExperten sehen &ldquo;Abkehr von der bisherigen Anerkennungspraxis der Bundesrepublik Deutschland&rdquo;. Einfrieren von Verm&ouml;gen illegal<br>\nZum zweiten Mal binnen zwei Wochen (Juristen stellen Anerkennung von Venezuelas Gegenpr&auml;sidenten in Frage) haben Juristen des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages die Venezuela-Politik der Bundesregierung ger&uuml;gt. In einem Gutachten, &uuml;ber das zun&auml;chst die Presseagentur dpa berichtete und das auch Telepolis vorliegt, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Anerkennung des selbsternannten Interimspr&auml;sidenten von Venezuela, Juan Guaid&oacute;, ein au&szlig;enpolitisches und diplomatisches Novum darstellt.<br>\nEs handele sich &ldquo;in gewisser Weise (um) eine Abkehr von der bisherigen Anerkennungspraxis der Bundesrepublik Deutschland&rdquo;, hei&szlig;t es in der gut zehnseitigen Studie: &ldquo;Bislang war es jahrelange deutsche Staatspraxis, lediglich Staaten anzuerkennen und keine Regierungen oder Pr&auml;sidenten.&rdquo;<br>\nDie Linken-Abgeordnete Heike H&auml;nsel hatte den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages um eine Einordnung der Anerkennung Guaid&oacute;s durch die Bundesregierung sowie um eine Einsch&auml;tzung bestehender und weiterer m&ouml;glicher Wirtschaftssanktionen gegen&uuml;ber Venezuela gebeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundestagsjuristen-ruegen-erneut-Venezuela-Politik-der-Bundesregierung-4314032.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Venezuela: Showdown am Wochenende<\/strong><br>\nMit dem Hebel der &ldquo;humanit&auml;ren Hilfe&rdquo; soll der Regime Change durchgesetzt werden, Trump setzt auch innenpolitisch auf den Kampf gegen Sozialismus und f&uuml;r die kapitalistische Freiheit<br>\nSeine aus Slowenien stammende Frau schickte US-Pr&auml;sident Donald Trump vor, um Werbung f&uuml;r den angestrebten Regime Change in Venezuela zu machen. Wenn dieser gelingen sollte, w&auml;re dies der erste au&szlig;enpolitische &ldquo;Erfolg&rdquo; in seiner Pr&auml;sidentschaft, da ein wirklicher Erfolg mit Nordkorea noch aussteht. In Miami trat Melania Trump am Montag vor ihrem Mann auf und nutzte die Gelegenheit, im bereits gestarteten Wahlkampf mit Venezuela gegen die Demokraten anzutreten, die Donald Trump mit der Etikettierung als Sozialisten oder Kommunisten desavouieren und sich als K&auml;mpfer f&uuml;r die &ldquo;Freiheit&rdquo; stilisieren will.<br>\nMelania Trump erkl&auml;rte, sie sei stolz, in den USA als First Lady zu sein: &ldquo;Viele von ihnen in diesem Raum wissen, wie es ist, wenn man nach einem Leben unter der Repression des Sozialismus und Kommunismus mit Freiheit gesegnet wird. In Venezuela stehen die Menschen kurz davor, ihre eigene Freiheit zur&uuml;ckzugewinnen.&rdquo; Das Pr&auml;sidentenpaar, das Venezuela die Freiheit schenken will, erw&auml;hnt nat&uuml;rlich nicht, wie es aussah, als die USA schon einmal den lateinamerikanischen Staaten die Freiheit in Form von repressiven Regimen brachte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Venezuela-Showdown-am-Wochenende-4313798.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: USA militarisieren Frage von Hilfslieferungen f&uuml;r Venezuela massiv<\/strong><br>\nDer Einsatz um die Frage von humanit&auml;ren Hilfslieferungen f&uuml;r Venezuela hat sich dramatisch erh&ouml;ht. Beobachter erwarten zum kommenden Wochenende, wenn die USA und der selbsternannte Interimspr&auml;sident Juan Guaid&oacute; an der kolumbianisch-venezolanischen Grenze einen Durchbruch f&uuml;r US-Lieferungen erzwingen wollen, eine gef&auml;hrliche Zuspitzung.<br>\nIn einer Rede in Miami drohte US-Pr&auml;sident Donald Trump dem Milit&auml;r von Venezuela, es w&uuml;rde &ldquo;keinen sicheren Hafen und keinen Ausweg finden&rdquo;, es w&uuml;rde &ldquo;alles verlieren&rdquo;, wenn sie weiter den amtierenden Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro st&uuml;tze. &ldquo;Das Ende des Sozialismus ist in unserer Hemisph&auml;re und &uuml;berall auf der Welt gekommen. Nicht nur in Venezuela, sondern auch in Nicaragua und Kuba&rdquo;, erl&auml;uterte Trump den Konflikt aus seiner Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/02\/222533\/usa-militarisierung-hilfe-venezuela\">amerika21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neuer Private-Equity-Monitor<\/strong><br>\nFinanzinvestoren kauften 2017 mehr als 270 Unternehmen &ndash; Einstiege in Gesundheitsbranche wachsen stark &ndash; Mehrheit der Fonds an Offshore-Standorten<br>\nDas Gesch&auml;ft von Finanzinvestoren in Deutschland boomt. Private-Equity-Gesellschaften (PE) haben 2017 insgesamt 274 Unternehmen &uuml;bernommen &ndash; rund 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gemessen an der Zahl der K&auml;ufe ist das der h&ouml;chste Wert seit dem Rekordjahr 2007 &ndash; unmittelbar vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Auch das Transaktionsvolumen erreichte mit bis zu 24,5 Milliarden Euro einen H&ouml;chststand. Von den 131 PE-Fonds, die 2017 in Deutschland Unternehmen kauften und identifizierbar waren, hatten 63 Prozent ihren Rechtssitz an einem Offshore-Standort. Besonders aktiv waren die Investoren in der Gesundheitsbranche. F&uuml;r Besch&auml;ftigte und Arbeitnehmervertreter ist der Umgang mit den neuen Eigent&uuml;mern oft nicht einfach, zudem k&ouml;nnte der verst&auml;rkte Einstieg von stark renditeorientierten Firmenh&auml;ndlern den Sozial- und Gesundheitssektor drastisch ver&auml;ndern. Das ergibt der aktuelle &bdquo;Private Equity Monitor&ldquo;, den Dr. Christoph Scheuplein vom Institut Arbeit und Technik (IAT), gef&ouml;rdert vom Institut f&uuml;r Mitbestimmung und Unternehmensf&uuml;hrung (I.M.U.) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, erstellt hat. Die j&auml;hrliche Auswertung stellt die einzige regelm&auml;&szlig;ig erscheinende wissenschaftliche Berichterstattung zu den Aktivit&auml;ten von Private Equity in Deutschland dar. Ende Februar trifft sich die PE-Branche zur &bdquo;SuperReturn&ldquo;-Konferenz in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_118627.htm#\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Moskau will online bleiben<\/strong><br>\nAm Dienstag beschloss die Duma, dass Soldaten im Dienst keine Handys mit Internetempfang mehr benutzen d&uuml;rfen. Dem Gesetz zufolge soll damit verhindert werden, dass Milit&auml;rangeh&ouml;rige im Internet Informationen &uuml;ber sich selbst oder &uuml;ber Kollegen ver&ouml;ffentlichen. Erst k&uuml;rzlich hatte die Armeef&uuml;hrung ihren Angeh&ouml;rigen ausdr&uuml;cklich verboten, bei privaten Onlineaktivit&auml;ten Fotos in Uniform oder Geodaten &uuml;ber ihren aktuellen Aufenthaltsort zu posten.<br>\nParlament und Milit&auml;r reagierten damit darauf, dass Portale wie &raquo;Bellingcat&laquo; und die hinter der vermeintlichen &raquo;Rechercheplattform&laquo; stehenden westlichen Geheimdienste immer wieder durch die Auswertung von Postings russischer Soldaten auf sozialen Netzwerken Vorw&uuml;rfe gegen die Staatsf&uuml;hrung erhoben haben &ndash; etwa die Behauptung, die 2014 &uuml;ber dem Donbass abgeschossene malaysische Boeing sei mit einem BUK-System getroffen worden, das die 53. Raketenbrigade der russischen Armee an die Donbass-Aufst&auml;ndischen ausgeliehen habe.<br>\nDie russischen Netzbetreiber sind gegen&uuml;ber dem Gesetzesprojekt skeptisch, in erster Linie wegen der zu erwartenden zus&auml;tzlichen Kosten. Sie werden von ihrer Seite auf j&auml;hrlich mindestens umgerechnet zwei Milliarden Euro plus einmalig 330 Millionen Euro f&uuml;r die Einrichtung der lizenzierten &Uuml;bergabepunkte beziffert. Sie verlangen, dass ihnen der Staat diese Auslagen ersetzt. Ein kleiner Teil dieser Betr&auml;ge &ndash; umgerechnet 300 Millionen Euro &ndash; ist offenbar im Staatshaushalt bereits eingeplant.<br>\nOffiziell dementiert wird hingegen die Vermutung, bei den Bem&uuml;hungen um das &raquo;souver&auml;ne Internet&laquo; gehe es darum, eine L&ouml;sung wie die &raquo;Gro&szlig;e Firewall&laquo; in China zu kopieren, die Internetnutzern den Zugang zu ausl&auml;ndischen Inhalten zumindest sehr erschwert. Wladimir Putin hat mehrfach &ouml;ffentlich erkl&auml;rt, dies sei &raquo;nicht der Weg Russlands&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349511.schluss-mit-der-knipserei-moskau-will-online-bleiben.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Es droht ein nukleares Schlachtfeld, das Europa hei&szlig;t&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit L&uuml;hr Henken. &Uuml;ber den Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag, die Aufr&uuml;stung der NATO und die Zukunft der Friedensbewegung [&hellip;]<br>\nDie Rolle von Atomwaffen nimmt leider wieder zu. Die Debatte um den INF-Vertrag mit diesen gef&auml;hrlichen und ungewissen Folgen, macht es &uuml;berdeutlich. Modernisierungsprogramme f&uuml;r nukleare Tr&auml;germittel der USA sind f&uuml;r einen Zeitraum von drei Jahrzehnten aufgelegt und sollen 1.000 Milliarden Dollar verschlingen. Die US-Atomwaffenplanung sieht verkleinerte Sprengk&ouml;pfe (&raquo;Mini-Nukes&laquo;) vor, die als einsatzf&auml;higer gelten, weil sie ungewollte Sch&auml;den minimieren. Dazu geh&ouml;ren auch die in B&uuml;chel stationierten 20 US-Fallbomben, die so effektiviert werden, dass sie pr&auml;ziser ihre Ziele treffen und in ihrer Zerst&ouml;rungswirkung dosiert werden sollen. Diese Fallbomben sollen von deutschen Kampfflugzeugen abgeworfen werden k&ouml;nnen und betreffen vor allem das Schlachtfeld Europa. Bis 2025 soll das &ndash; unter Bruch des Atomwaffensperrvertrages &ndash; von deutschen Tornados erledigt werden k&ouml;nnen, die dann aus Altersgr&uuml;nden ersetzt werden sollen. In Frage kommen daf&uuml;r als &Uuml;bergangsl&ouml;sung entweder Eurofighter oder US-amerikanische F\/A-18-Bomber.<br>\nAb etwa 2040 soll dann diese Funktion von noch zu entwickelnden Kampfflugzeugen der n&auml;chsten &ndash; sechsten &ndash; Generation &uuml;bernommen werden, die zusammen mit Drohnenschw&auml;rmen und K&uuml;nstlicher Intelligenz in deutsch-franz&ouml;sischer Gemeinschaftsproduktion hergestellt werden w&uuml;rden. Diese wahnsinnigen Planungen, die &uuml;ber 30 Jahre hinaus die deutsche &raquo;nukleare Teilhabe&laquo; festschreiben sollen, versperren den Beitritt der BRD zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO. Gelegenheiten f&uuml;r Protest dagegen bietet zum Beispiel die Aktionspr&auml;senz 2019 in B&uuml;chel &raquo;20 Wochen gegen 20 Atombomben&laquo; vom 26. M&auml;rz bis 9. August.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349299.militarismus-es-droht-ein-nukleares-schlachtfeld-das-europa-hei%C3%9Ft.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Keine Waffen an Saudi-Arabien<\/strong><br>\nSollen Menschenrechte und Humanit&auml;t nicht total zur Floskel verkommen, muss die Bundesregierung den R&uuml;stungsexportstopp an die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien aufrechterhalten und sich auch bei den europ&auml;ischen Partnern f&uuml;r einen Stopp aller Waffenexporte an die Terrorpaten in Riad einsetzen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Besuch des britischen Au&szlig;enministers Jeremy Hunt in Berlin. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Schlimm genug, dass nicht der verbrecherische Krieg Saudi-Arabiens im Jemen der Ausl&ouml;ser des R&uuml;stungsexportstopps war, sondern erst die Beteiligung des Regimes in Riad an der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Nun wieder nach Mitteln und Wegen zu suchen, mittels deutscher Waffenexporte in diese Spannungs- und Kriegsregion R&uuml;stungskonzernen weiter Profite zu bescheren, ist zynisch. Noch dazu bestehen die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Verh&auml;ngung des Ausfuhrstopps weiter fort.<br>\nWeder darf sich die Bundesregierung den Forderungen der R&uuml;stungskonzerne nach neuen Waffenlieferungen an Saudi-Arabien beugen, noch den in dieser Frage skrupellosen NATO-Partnern Frankreich und Gro&szlig;britannien.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/keine-waffen-an-saudi-arabien-1\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Ausfuhrstopp nach Saudi-Arabien: Gro&szlig;britannien macht Druck bei R&uuml;stungsexporten<\/strong><br>\nSoll der Stopp der R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien verl&auml;ngert werden? Union und SPD sind sich uneinig. Gro&szlig;britanniens Au&szlig;enminister kritisiert, britische Unternehmen k&ouml;nnten wegen des deutschen Ausfuhrstopps ihre Vertr&auml;ge mit Saudi-Arabien nicht erf&uuml;llen. [&hellip;]<br>\nSPD-Parteichefin Andrea Nahles zeigt sich derweil skeptisch, wenn es um m&ouml;gliche Kompromisse beim Exportstopp nach Saudi-Arabien geht. Sie verweist auf den Koalitionsvertrag, in dem sich SPD und Union auf eine restriktivere R&uuml;stungsexportpolitik verst&auml;ndigt haben. Diese soll als Basis f&uuml;r eine gemeinsame europ&auml;ische R&uuml;stungsexportpolitik dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ausfuhrstopp-nach-saudi-arabien-grossbritannien-macht-druck.1766.de.html?dram:article_id=441548\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nahles verweist auf den Koalitionsvertrag, was der wert ist, zeigt sich gerade wieder auf einem anderen Politikfeld. Gestern <a href=\"https:\/\/twitter.com\/katarinabarley\/status\/1098229171338338312\">bedauerte<\/a> Justizministerin Katarina Barley, in Sachen EU-Urheberrecht leider vergeblich auf die Einhaltung der Koalitionsvereinbarung gedrungen zu haben. Warum sollte es bei den R&uuml;stungsexporten mit dieser r&uuml;ckgratlosen SPD also anders laufen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Urheberrechtsreform der EU: Unter Vorbehalt zugestimmt<\/strong><br>\nDie umstrittene EU-Reform des Urheberrechts im Internet ist noch nicht ganz durch. Selbst Bundesjustizministerin Katarina Barley zweifelt.<br>\nKippt die umstrittene EU-Reform des Urheberrechts im Internet doch noch? Diese Hoffnung n&auml;hrt nun sogar Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD). Dabei hat die Bundesregierung am Mittwoch in Br&uuml;ssel f&uuml;r den heftig umstrittenen Artikel 13 des Entwurfs gestimmt, der aus Sicht von Kritikern Upload-Filter m&ouml;glich macht und die freie Meinungs&auml;u&szlig;erung im WorldWideWeb einschr&auml;nkt. [&hellip;]<br>\nDie deutsche Haltung war &ndash; wie so oft &ndash; widerspr&uuml;chlich. Die Bundesregierung stimmte der Reform zwar zu, &auml;u&szlig;erte jedoch einen Vorbehalt. Man habe die Sorge, dass die Reform scheitern k&ouml;nne, weil Artikel 13 so umstritten sei, sagte ein EU-Diplomat. Schlie&szlig;lich sto&szlig;e der Artikel nicht nur unter Internet-Nutzern auf Widerstand, sondern auch in der Wirtschaft und im Europaparlament.<br>\nHinter diesen diplomatischen Worten verbirgt sich ein handfester Konflikt in der Gro&szlig;en Koalition in Berlin. Im Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU\/CSU festgelegt, dass sie Upload-Filter als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ablehnen. Genau daf&uuml;r hat sich nun auch &ndash; wenn man ihren Worten glauben darf &ndash; die federf&uuml;hrende Justizministerin Barley eingesetzt. Doch das Bundeskanzleramt hielt dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Urheberrechtsreform-der-EU\/!5575122\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU-Gremien einig: Fingerabdr&uuml;cke in Personalausweisen werden Pflicht<\/strong><br>\nNeben einem digitalen Gesichtsbild sollen in Ausweisen k&uuml;nftig auch zwei Fingerabdr&uuml;cke auf einem RFID-Chip gespeichert werden.<br>\nVerhandlungsf&uuml;hrer des EU-Parlaments, des Ministerrats und der EU-Kommission haben sich am Dienstag auf eine neue Verordnung f&uuml;r sicherere Dokumente f&uuml;r den Identit&auml;tsnachweis geeinigt. Darin wird k&uuml;nftig vorgeschrieben, dass zwei digitale Fingerabdr&uuml;cke in neu ausgestellte Ausweispapiere enthalten sind. Zugriff auf die erweiterten biometrischen Daten sollen etwa Polizei, Zoll, Steuerfahndung und Meldebeh&ouml;rden erhalten.<br>\nHierzulande m&uuml;ssen Antragsteller f&uuml;r den elektronischen Personalausweis bisher lediglich ein Gesichtsbild liefern, das als biometrisches Merkmal auf dem RFID-Chip des Dokuments gespeichert wird. Zwei Fingerabdr&uuml;cke einzubauen &ndash; im Gegensatz zum Pass &ndash; noch freiwillig. Bei der j&uuml;ngsten Reform der hiesigen Regeln vor &uuml;ber zehn Jahren hatte die SPD die von der CDU\/CSU-Fraktion gew&uuml;nschte Pflicht dazu abgelehnt, da diese einem schweren Eingriff in die B&uuml;rgerrechte gleichkomme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Gremien-einig-Fingerabdruecke-in-Personalausweisen-werden-Pflicht-4313534.html%20\">Heise Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Personalausweise: Der B&uuml;rger als Risikofaktor<\/strong><br>\nDer Fingerabdruck im Personalausweis zeigt den Umbau des Rechtsstaats in einen Sicherheitsstaat. Die EU behandelt ihre B&uuml;rger wie potenzielle Verbrecher.<br>\nDie Sicherheitsapparate eines Sicherheitsstaats, ein Pr&auml;ventionsstaats, eines Polizeistaates d&uuml;rfen alles, was sie k&ouml;nnen. Die Sicherheitsapparate eines Rechtsstaats k&ouml;nnen alles, was sie d&uuml;rfen. Sie d&uuml;rfen und k&ouml;nnen viel. Aber das hat eine Grenze. Mit dem Fingerabdruck-Regime, das die Gremien der Europ&auml;ischen Union soeben beschlossen haben, ist die Grenze &uuml;berschritten.<br>\nEuropa k&ouml;nnte wirklich eine gute Heimat sein in fl&uuml;chtigen Zeiten. Eine gute Heimat nimmt aber nicht die Fingerabdr&uuml;cke von jedem ihrer B&uuml;rger. Sie behandelt ihre B&uuml;rger nicht so, wie man fr&uuml;her nur Verbrecher behandelt hat. Sie betreibt nicht die umfassende Erfassung der Menschen, sondern sch&uuml;tzt sie davor. Eine gute Heimat greift nicht zu dem dummen Spruch, man habe nichts zu bef&uuml;rchten, wenn man nichts zu verbergen habe. Es ist viel zu bef&uuml;rchten, wenn nun jeder Personalausweis einen digitalen Fingerabdruck enthalten muss. Zu bef&uuml;rchten ist, dass alsbald all die Daten in einer Zentraldatei registriert sein werden, die Daten von 370&thinsp;Millionen Europ&auml;ern. Die EU-Gremien haben den Fingerabdruck zur Pflicht gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/personalausweise-der-buerger-als-risikofaktor-1.4336515\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zwei-Klassen-Kirchenarbeitsrecht abschaffen<\/strong><br>\n&bdquo;Das Zwei-Klassen-Kirchenarbeitsrecht geh&ouml;rt abgeschafft, daf&uuml;r hat das Bundesarbeitsgericht heute den ersten Schritt getan, erkl&auml;rt Jutta Krellmann, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Arbeit und Mitbestimmung, anl&auml;sslich der heutigen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zu Sonderrechten der katholischen Kirche als Arbeitgeber. Krellmann weiter:<br>\n&bdquo;Grundrechte m&uuml;ssen auch f&uuml;r Besch&auml;ftigte im kirchlichen Arbeitsleben gelten. Dies gilt besonders f&uuml;r Unternehmen von Religionsgemeinschaften, die keinen religi&ouml;sen Unternehmenszweck haben. Die Kirchen haben nicht das Recht, Besch&auml;ftigte zu diskriminieren. Auch f&uuml;r sie muss der allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz gelten.<br>\nF&uuml;r eine berufliche T&auml;tigkeit als Chefarzt kann es keine Anforderung sein, wie oft er verheiratet ist oder welcher Religion er angeh&ouml;rt. Die fachliche Qualifikation sollte das Entscheidende sein.<br>\nDas Urteil des Bundesarbeitsgerichtes muss die Bundesregierung als Anlass nehmen, um endlich den Besch&auml;ftigten in kirchlichen Krankenh&auml;usern, Kinderg&auml;rten oder Pflegeheimen den vollst&auml;ndigen K&uuml;ndigungsschutz und die betriebliche Mitbestimmung zu erm&ouml;glichen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zwei-klassen-kirchenarbeitsrecht-abschaffen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Dieses Urteil des BAG ist f&uuml;r die weitere Rechtsprechung der Arbeitsgerichte grunds&auml;tzlich zu beachten. Es kann daher auch hilfreich sein f&uuml;r andere Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen, die sich gegen Diskriminierungen wehren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ein Chefarzt r&uuml;ttelt am Sonderstatus der Kirche<\/strong><br>\nDie BAG-Entscheidung war von 2011, normalerweise ist ein Fall damit erledigt. Dieser hier aber nahm dann erst Fahrt auf. 2014 hob das Bundesverfassungsgericht die Entscheidung auf und schickte den Fall zur erneuten Pr&uuml;fung nach Erfurt zur&uuml;ck. Das Grundgesetz gestehe der Kirche zu, all ihre Angelegenheiten selbst zu verwalten, fanden die Karlsruher Richter. Dazu geh&ouml;re, dass die Kirche selber einsch&auml;tzen d&uuml;rfe, welchen wiederverheirateten Chefarzt sie k&uuml;ndige und welchen nicht.<br>\nDer Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts, schon damals mit dem heutigen Vorsitzenden Koch, zeigte sich bei der Pr&uuml;fung 2016 etwas ratlos &ndash; und bat den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg, ihm mit Argumenten gegen das deutsche Verfassungsgericht zu helfen. Im September 2018 wurde dieser Wunsch erf&uuml;llt, und ausgestattet mit neuem Werkzeug aus Luxemburg, nahmen sich die Erfurter Richter am Mittwoch erneut des Falles an.<br>\nKlar ist: In einem Fall, der solche Karriere macht, geht es um viel mehr als nur um diese spezielle Angelegenheit. &ldquo;Meine Herren, lang nicht mehr gesehen&rdquo;, ruft der Vorsitzende Koch bei der Begr&uuml;&szlig;ung den zwei Rechtsanw&auml;lten zu &ndash; und dann geht es erst mal nicht um Romuald Adamek, nicht mal um die Kirchen. Sondern ums Verh&auml;ltnis zwischen europ&auml;ischem und deutschem Recht, um &ldquo;Verfassungsidentit&auml;t&rdquo;, Kompetenzen von EuGH und BAG, um die Notwendigkeit eines &ldquo;Vorabgespr&auml;chs&rdquo; mit dem Bundesverfassungsgericht &ndash; also um lauter Dinge, die einem mittlerweile 57-j&auml;hrigen Kl&auml;ger, seit elf Jahren in zweiter Ehe verheiratet, doch recht abstrakt vorkommen m&uuml;ssen, und die er gewiss nicht zu kl&auml;ren beabsichtigte, als er mithilfe der Justiz nur seinen Job retten wollte. Solange das Verfahren l&auml;uft, arbeitet er &uuml;brigens weiter in der Klinik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/kirche-ehe-arbeitsrecht-scheidung-1.4338634%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lafontaine: Bei &bdquo;Aufstehen&ldquo; ist noch &bdquo;Luft nach oben&ldquo;<\/strong><br>\nDie linke Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; ist mit viel Schwung gestartet. Eine erste Zwischenbilanz des Mitgr&uuml;nders Oskar Lafontaine f&auml;llt durchwachsen aus.<br>\nFast sechs Monate nach dem offiziellen Start der linken Sammlungsbewegung &bdquo;Aufstehen&ldquo; sieht der Linke-Politiker Oskar Lafontaine noch &bdquo;Luft nach oben&ldquo;. &bdquo;Wir sind sehr gut gestartet. Aber jetzt sind wir in den M&uuml;hen der Ebenen, weil es organisatorische Schwierigkeiten gibt&ldquo;, sagte Lafontaine der Deutschen Presse-Agentur in Saarbr&uuml;cken. Strukturen der Bewegung in den L&auml;ndern, St&auml;dten und Gemeinden k&ouml;nnten nicht &bdquo;von heute auf morgen&ldquo; aufgebaut werden. &bdquo;Das verlangt Zeit.&ldquo;<br>\n&bdquo;Aufstehen&ldquo; war am 4. September gestartet und z&auml;hlt heute nach eigenen Angaben rund 170 000 Unterst&uuml;tzer. Mit der Zahl der Unterzeichner sei er &bdquo;sehr happy&ldquo;, sagte der Fraktionschef der Linken im saarl&auml;ndischen Landtag. Das Engagement vieler Menschen, die sich bisher bei keiner Partei zuhause gef&uuml;hlt h&auml;tten, ermutige ihn. Mit der Organisation der Bewegung sei er aber nicht zufrieden. &bdquo;Kann ich nicht sein.&ldquo; Angestrebt sei, Strukturen auf L&auml;nderebene zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/lafontaine-aufstehen-noch-luft-nach-oben-11786971.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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