{"id":49515,"date":"2019-02-22T10:00:37","date_gmt":"2019-02-22T09:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49515"},"modified":"2026-01-27T11:31:47","modified_gmt":"2026-01-27T10:31:47","slug":"vom-beginn-der-maidan-proteste-an-waren-die-westlichen-medien-partei-und-betrieben-kampagnenjournalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49515","title":{"rendered":"Vom Beginn der Maidan-Proteste an waren die westlichen Medien Partei und betrieben Kampagnenjournalismus"},"content":{"rendered":"<p>Macht es einen Unterschied, ob <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42173\">Medien<\/a> von &bdquo;Terroristen&ldquo; oder &bdquo;moderaten Rebellen&ldquo; sprechen? Macht es einen Unterschied, ob Journalisten von &bdquo;oppositionellen Ukrainern&ldquo; oder feindlichen &bdquo;Pro-Russen&ldquo; sprechen? Nat&uuml;rlich. Begriffe wie diese erzeugen Bilder in den K&ouml;pfen der Mediennutzer und eignen sich, das Denken in eine bestimmte Richtung zu <a href=\"https:\/\/weltnetz.tv\/video\/1406-wie-koennen-wir-uns-gegen-eine-manipulation-unserer-einstellungen-ueberzeugungen-und\">beeinflussen<\/a>. Im Interview mit den NachDenkSeiten zeigt der Autor und Journalist <strong><a href=\"https:\/\/www.broeckers.com\/\">Mathias Br&ouml;ckers<\/a><\/strong> auf, mit welch einer manipulativen Sprache Mediennutzer bei der Syrien- und Russlandberichterstattung konfrontiert werden. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8487\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-49515-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190222_Vom_Beginn_der_Maidan_Proteste_an_waren_die_westlichen_Medien_Partei_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190222_Vom_Beginn_der_Maidan_Proteste_an_waren_die_westlichen_Medien_Partei_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190222_Vom_Beginn_der_Maidan_Proteste_an_waren_die_westlichen_Medien_Partei_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190222_Vom_Beginn_der_Maidan_Proteste_an_waren_die_westlichen_Medien_Partei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=49515-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190222_Vom_Beginn_der_Maidan_Proteste_an_waren_die_westlichen_Medien_Partei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190222_Vom_Beginn_der_Maidan_Proteste_an_waren_die_westlichen_Medien_Partei_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Gerade hat Br&ouml;ckers seinen Bestseller &bdquo;Wir sind die Guten&ldquo; aus dem Jahr 2014 in aktualisierter Form ver&ouml;ffentlicht. Darin setzen sich Br&ouml;ckers und sein Mitautor Paul Schreyer auch mit dem Verhalten der Medien im Umgang mit Russland auseinander. Anlass, von dem Autor zu erfahren, wie er die Berichterstattung der vergangenen 5 Jahre in Sachen Russland wahrgenommen hat.<\/em><\/p><p><strong>Herr Br&ouml;ckers, der Konflikt zwischen dem Westen und Russland hat sich seit Beginn der Ukraine-Krise zugespitzt. Was ist Ihre Beobachtung: Welche Rolle spielen dabei die Medien?<\/strong><\/p><p>Die un-journalistische und unheilvolle Einseitigkeit der Gro&szlig;medien in diesem Konflikt war ja der urspr&uuml;ngliche Ausl&ouml;ser f&uuml;r dieses Buch. Repr&auml;sentative Umfragen zeigten schon im Sommer 2014, dass sich mehr als zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung in Sachen Ukraine einseitig oder schlecht informiert f&uuml;hlten. Und das lag nicht daran, dass sie irgendwelchen &bdquo;Feindsendern&ldquo; gelauscht oder omin&ouml;sen &bdquo;russischen Trollen&ldquo; auf den Leim gegangen waren, sie hatten vielmehr ARD, ZDF und unsere sogenannte &bdquo;Qualit&auml;tspresse&ldquo; konsumiert. Ihre Verunsicherung war ihnen nicht im Rahmen &bdquo;hybrider Kriegsf&uuml;hrung&ldquo; vom Kreml eingepflanzt worden, sie  durchschauten vielmehr den Schwarz-Wei&szlig;-Film vom guten Westen und b&ouml;sen Russen, der ihnen von &bdquo;Tagesschau&ldquo; und &bdquo;heute journal&ldquo; als Realit&auml;t angeboten wurde, als plumpe Inszenierung. Der Permanenz und Penetranz, mit dem die Parole &bdquo;Wir sind die Guten&ldquo; verbreitet wurde, verdankte unser Buch dann auch seinen Titel &ndash; und weil es damit in den vergangenen f&uuml;nf Jahren nicht aufgeh&ouml;rt hat, hei&szlig;t die erweiterte Neuausgabe jetzt &bdquo;Wir sind immer die Guten&ldquo;.  Mittlerweile ist Putin ja an allem schuld.  Vom Wahlsieg Donald Trumps bis zum Wetter. Als vor kurzem in einigen Regionen der USA sehr niedrige Temperaturgrade gemessen wurden, kommentierte die bekannte Sprecherin Rachel Meadows die Wetterkarte auf MSNBC mit den Worten &bdquo;Und jetzt stellen sie sich vor: die Russen k&ouml;nnten unser Stromnetz angreifen!&ldquo; In den Vereinigten Staaten herrscht mittlerweile eine von den Medien gesch&uuml;rte Hysterie, die fatal an die McCarthy-&Auml;ra erinnert, als man unter jedem Bett Kommunisten f&uuml;rchtete. Und bei uns ist es nicht viel besser &ndash; gerade insinuierte etwa Angela Merkel auf der Sicherheitskonferenz im Zusammenhang mit Russland, dass der Klimastreik von Sch&uuml;lern ein Produkt <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Schulstreiks-Merkel-sieht-Russland-am-Werk-4311139.html\">&ldquo;hybrider Kriegsf&uuml;hrung&rdquo;<\/a> sei.<\/p><p><strong>Lassen Sie uns die Rolle der Medien genauer analysieren. Gehen wir an den Anfang des Konfliktes. Was f&auml;llt Ihnen dabei auf?<\/strong><\/p><p>Vom Beginn der Maidan-Proteste an waren die westlichen Medien Partei und betrieben statt neutraler Berichterstattung Kampagnenjournalismus.  Mit dem gewaltsamen Regierungswechsel in Kiew schalteten sie dann komplett in den Kriegsmodus. Die &bdquo;Tagesschau&ldquo; berichtete zum Beispiel damals, dass russische Truppen in der Ost-Ukraine einmarschiert seien und zeigte dazu Bilder und Filmaufnahmen von Panzerkolonnen. Ein solcher Einmarsch hatte aber  gar nicht stattgefunden und die Panzeraufnahmen stammten aus dem Archiv. Als ich den &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Chef Gniffke bei einer Radiodiskussion darauf ansprach, gab er die falschen Bilder zwar zu, wiegelte aber ab, dass solche Fehler in der Eile der Berichterstattung ja mal vorkommen k&ouml;nnten. Es handelte sich dabei aber keineswegs um Schlamperei, sondern kam mehrfach an verschiedenen Tagen und mit verschiedenen Bildern vor, es hatte System. Das lie&szlig; sich dann auch an den Begriffen, dem  &bdquo;Wording&ldquo; erkennen, das dann &uuml;berall Anwendung fand.<\/p><p><strong>Kurz: Was ist Wording?<\/strong><\/p><p>Die Besetzung bestimmter Begriffe, mit dem die Konfliktparteien bezeichnet werden. Es macht ja einen Unterschied, ob etwa ein Regierungschef &bdquo;Pr&auml;sident&ldquo; oder &bdquo;Machthaber&ldquo; genannt oder ob von &bdquo;Terroristen&ldquo; oder von &bdquo;Freiheitsk&auml;mpfern&ldquo; berichtet wird, ob eine gew&auml;hlte &bdquo;Regierung&ldquo; gest&uuml;rzt wird oder ein abscheuliches &bdquo;Regime&ldquo;. Mit diesen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45186\">Begriffen<\/a> werden subtile Botschaften transportiert, die weniger an den rationalen, sondern an den emotionalen Verstand des Publikums gerichtet sind. Einen &bdquo;Terroristen&ldquo; findet niemand gut und wenn solche &ndash; wie unl&auml;ngst im Syrienkrieg die von Saudi-Arabien finanzierten Al-Qaida-S&ouml;ldner &ndash; an unserer Seite k&auml;mpfen und jetzt zu den Guten geh&ouml;ren, obwohl sie vor kurzem noch die ganz B&ouml;sen waren, braucht es schnell ein neues Wording. Das waren in diesem Fall dann die &bdquo;moderaten Rebellen&ldquo;.<\/p><p><strong>Haben die Medien sich auch im Ukraine-Konflikt eines bestimmten Wordings bedient?<\/strong><\/p><p>Ja. Es wurden zum Beispiel aus den Anh&auml;ngern des gest&uuml;rzten Pr&auml;sidenten Janukowitsch quasi &uuml;ber Nacht &bdquo;pro-russische Separatisten&ldquo; . Es waren zwar wie auch die Anh&auml;nger der gewaltsam installierten &Uuml;bergangsregierung ukrainische B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger und nur eine sehr kleine Minderheit wollte anfangs irgendeine Teilung der Ukraine, aber mit dem Wording wurden nun alle zu &bdquo;Pro-Russen&ldquo;. Die faschistoiden Milizen des &bdquo;rechten Sektors&ldquo; wurden dann alsbald &bdquo;Nationalgarde&ldquo; genannt und als Kiew milit&auml;risch gegen die eigenen B&uuml;rger im Osten vorging, &uuml;bernahm die &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Korrespondentin ungeniert das Wording der Regierung und sprach von &bdquo;Antiterroroperationen&ldquo;.  So wurden aus oppositionellen Ukrainern  feindliche &bdquo;Pro-Russen&ldquo; und  gef&auml;hrliche &bdquo;Terroristen&ldquo; und allein mit Worten allesamt einem Reich des B&ouml;sen zugeschlagen. Es ist ein klassisches Verfahren zur Produktion von Feindbildern, eine seit Jahrhunderten bew&auml;hrte Methode der Kirche der Angst, die im Zeitalter von Funk, Fernsehen und einer 24-Stunden-&bdquo;News&ldquo;-Berieselung neue Dimensionen hat.  So ein Wort wirkt ja nicht, wenn es ein, zwei Mal verwendet wird. Aber in den Wiederholungsschleifen der Nachrichten wird es jede Stunde &uuml;ber Tage und Wochen penetriert und setzt sich in den K&ouml;pfen fest. Und wenig sp&auml;ter kann die ARD dann ganz n&uuml;chtern melden, dass es sich bei der Flucht von tausenden Menschen aus der ostukrainischen Stadt Slawjansk, die schweren Luftangriffen und Artilleriebeschuss ausgesetzt war, um &bdquo;die Vertreibung pro-russischer Separatisten&ldquo; handelt. Was zur gleichen Zeit in Syrien als schweres Kriegsverbrechen von Assad weltweit am Pranger steht, wird dank dieses Wordings  zu einem Erfolg  des regierenden Oligarchen Poroschenko umgem&uuml;nzt.<\/p><p><strong>In den Redaktionen sitzen erfahrene Journalisten. Die Redaktionen d&uuml;rften wissen, dass es einen Unterschied gibt, ob man bei einem Konflikt von &bdquo;Freiheitsk&auml;mpfern&ldquo;, &bdquo;Separatisten&ldquo; oder &bdquo;Terroristen&ldquo; spricht. Was meinen Sie, warum f&auml;llt das Wording so aus, wie sie es angef&uuml;hrt haben?<\/strong><\/p><p>Carl Bernstein hatte nach der Watergate-Aufdeckung ja schon in den 1970er Jahren recherchiert, dass hunderte Journalisten in allen gro&szlig;en US-Medien Geheimdienst-Verbindungen haben und die sind seitdem mit Sicherheit nicht weniger geworden, auch nicht bei uns. Das ist f&uuml;r die Gro&szlig;medien nat&uuml;rlich kein Thema und wenn dann in einer Kabarett-Sendung wie &bdquo;Die Anstalt&ldquo; mal ein wenig Licht auf solche Verbindungen geworfen wird, sind diese als Journalisten getarnten Lobbyisten beleidigt und laufen zum Gericht. <\/p><p>Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Nachrichten kommt ja aus den Tickern einer Handvoll gro&szlig;er Agenturen und wird dann von Medien weiter verarbeitet und pr&auml;sentiert, die auch wiederum privaten Konzernen geh&ouml;ren. Und Sprachregelungen, das Wording, wird bei solchen Themen in der Regel von oben vorgegeben. Wenn DPA und AP dann von &bdquo;moderaten Rebellen&ldquo; sprechen und auch der  Ressortleiter&hellip;<\/p><p><strong>&hellip;dann?<\/strong><\/p><p>Wird sich der kleine Redakteur mit dem Hinweis  nicht durchsetzen, dass es sich bei diesen Typen nach allem Anschein doch um &bdquo;islamistische Terroristen&ldquo; handelt. Es geht nicht um Fakten, es geht um die Erz&auml;hlung. Es geht um  den Rahmen, in den die Nachrichten verpackt werden oder &ndash; um noch einen Begriff aus der Werbung zu benutzen &ndash; das &bdquo;Framing&ldquo;. Und f&uuml;r die Schubladen &ndash; &bdquo;Gut&ldquo; oder &bdquo;B&ouml;se&ldquo; &ndash; ist dann das Wording entscheidend. Wenn das in die Agenda passt, sind die Fakten v&ouml;llig zweitrangig, wie der j&uuml;ngste Skandal beim &bdquo;Spiegel&ldquo; und den Relotius-Medien ja wieder einmal sehr sch&ouml;n zeigt.  Und im Falle der Ukraine waren diese Medien eindeutig Kriegspartei und betrieben Propaganda &ndash; nat&uuml;rlich f&uuml;r die Demokratie und die Werte: Wir sind immer die Guten! Und dazu geh&ouml;rt, dass wir die B&ouml;sen identifizieren, dass wir Feindbilder aufbauen.<\/p><p><strong>Es geht um den Aufbau eines Feindbildes? Warum sollten Medien ein Feindbild aufbauen wollen? <\/strong><\/p><p>Sehen Sie sich doch die Titel von &bdquo;Spiegel&ldquo; bis &bdquo;Bild&ldquo; zu Russland aus den letzten f&uuml;nf Jahren mal an oder den entsetzten ZDF-Onkel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41411\">Claus Kleber<\/a>, weil der Siemens-Chef in Moskau mit dem Leibhaftigen pers&ouml;nlich &ndash; Putin! &ndash; <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/16729\/wirtschaft\/deutsches-aushaengeschild-siemens-geht-in-russland-ein-umsatz-um-die-haelfte-eingebrochen\/\">gesprochen<\/a> hatte. Oder diese ganzen Stories von &bdquo;russischen Hackern&ldquo;, die Hillary Clintons Emails geklaut, die Wahlen manipuliert und mit Trump eine &bdquo;Marionette Putins&ldquo;  (Clinton) installiert h&auml;tten. Die ganze &bdquo;Russiagate&ldquo;-Nummer ist doch v&ouml;llig grotesk: Es wurden 13 Russen angeklagt, die im Wahlkampf Facebook-Anzeigen geschaltet haben, die ein russischer Catering-Unternehmer bezahlt hat &ndash; das l&auml;uft nicht in der  Augsburger Puppenkiste als &bdquo;Putins Koch und die Wilde 13&ldquo;, sondern als Top-News nach zwei Jahren Sonderermittlung. Die &bdquo;New York Times&ldquo; fasst dann &bdquo;Russiagate&ldquo; in einem endlosen 10.000-Worte-Artikel zusammen, um im vorletzten Absatz zu verstecken, dass es  bisher &bdquo;keine Beweise&ldquo; f&uuml;r Absprachen oder gar Geldfl&uuml;sse zwischen Trump und Putin gibt. Unbewiesen ist bis heute auch, wie und vom wem der Doppelagent Skripal und seine Tochter vergiftet worden sind, doch der &bdquo;Spiegel&ldquo; titelte schon im M&auml;rz &bdquo;Todesgr&uuml;&szlig;e aus Moskau&ldquo;. Wir haben die Neuauflage des Buchs um zwei Kapitel zu &bdquo;Russiagate&ldquo; und &bdquo;Nowitschok&ldquo; erweitert, weil hier die einseitige Agenda der Medien noch einmal sehr deutlich wird. Es geht nicht um Fakten, es geht um die vorherrschende Erz&auml;hlung, um Geschichten vom aggressiven Russland und einem ultrab&ouml;sen Putin.<\/p><p>Die Frage, warum das geschieht, l&auml;sst sich mit einem Blick auf die R&uuml;stungsbudgets beantworten. Aus dem desastr&ouml;sen sogenannten &bdquo;war on terror&ldquo; l&auml;sst sich nicht gen&uuml;gend Kapital schlagen, es braucht einen Gro&szlig;feind, der dem milit&auml;risch-industriellen Komplex die Taschen f&uuml;llt. Es soll aufger&uuml;stet werden und daf&uuml;r reichen als Drohkulisse ein paar islamistische Wickelm&uuml;tzen mit Kalaschnikows nicht mehr aus.  Es braucht massive &bdquo;&auml;u&szlig;ere Bedrohungen&ldquo;  und wenn die nicht vorhanden sind &ndash; der Russe macht ja keinerlei Anstalten, uns anzugreifen &ndash; muss man sie an die Wand malen. <\/p><p><em>Mathias Br&ouml;ckers, Paul Schreyer: Wir sind immer die Guten &ndash; Ansichten eines Putinverstehers oder wie der Kalte Krieg neu entfacht wird, Westendverlag, 224 Seiten, 18 Euro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Macht es einen Unterschied, ob <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42173\">Medien<\/a> von &bdquo;Terroristen&ldquo; oder &bdquo;moderaten Rebellen&ldquo; sprechen? Macht es einen Unterschied, ob Journalisten von &bdquo;oppositionellen Ukrainern&ldquo; oder feindlichen &bdquo;Pro-Russen&ldquo; sprechen? Nat&uuml;rlich. 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