{"id":49546,"date":"2019-02-22T16:34:22","date_gmt":"2019-02-22T15:34:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546"},"modified":"2019-02-22T16:34:22","modified_gmt":"2019-02-22T15:34:22","slug":"hinweise-des-tages-ii-383","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h01\">#Geheimpapier: Stoppt den deutsch-franz&ouml;sischen R&uuml;stungsdeal!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h02\">Digital idiots &ndash; Zur Kritik des &ldquo;Digitalpakts f&uuml;r Schulen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h03\">F&uuml;nf Jahre Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h04\"> &bdquo;Das ist eine sehr deutsche Debatte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h05\">Venezuela: Guaid&oacute; und die Kaimane<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h06\">Die deutsche Wirtschaft sendet Notsignale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h07\">Arbeit auf Abruf: Neue Regeln, alte Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h08\">Gesundheit darf keine Ware sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h09\">B&uuml;rgerliche Fassade, rechte Gesinnung: Die neue Strategie der Rechtsextremen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h10\">Reform von &sect;219a: Ein erb&auml;rmlicher Kompromiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h11\">Gr&uuml;ne fordern B&uuml;rgerfonds zur Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h12\">UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland und die Inklusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h13\">Bundesregierung darf geheim halten, was sie ihren Anw&auml;lten bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h14\">Staat im Staate &ndash; Die Bitnation Pangea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49546#h15\">Antisemitismus-Vorw&uuml;rfe gegen Preistr&auml;ger: Streit um G&ouml;ttinger Friedenspreis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#Geheimpapier: Stoppt den deutsch-franz&ouml;sischen R&uuml;stungsdeal!<\/strong><br>\nWir fordern die Bundesregierung auf, das R&uuml;stungs-Geheimpapier zum Aachener Vertrag zu ver&ouml;ffentlichen und fordern von den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, den Aachener Vertrag abzulehnen. Stattdessen m&uuml;ssen Waffenexporte verboten und Waffenexporte in Krisengebiete sofort gestoppt werden!<br>\nFabio De Masi, Judith Benda und Andrej Hunko<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/weact.campact.de\/petitions\/geheimpapier-stoppt-den-deutsch-franzosischen-rustungsdeal\">weAct!<\/a>\n<p><strong>dazu auch das Kampagnenvideo auf YouTube: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CqSBwzQvMUw&amp;feature=youtu.be&amp;fbclid=IwAR1ZzRNSaxIaSk6k1iVzoZYAFx7NSgUgkQiJXhY5HZCPaIoxpSMZzqFeTe0\">#Geheimpapier: Stoppt den deutsch-franz&ouml;sischen R&uuml;stungsdeal!<\/a>&ldquo;. <\/strong><\/p>\n<p><strong>dazu: Deutsch-franz&ouml;sisches Geheimabkommen f&uuml;r R&uuml;stungsindustrie stoppen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist durch ein geheimes Zusatzabkommen zum Vertrag von Aachen dabei, die bestehenden R&uuml;stungsexportrichtlinien zu schleifen, damit in Zukunft die gemeinsam mit franz&ouml;sischen R&uuml;stungskonzernen gebauten Kriegswaffen erleichtert in alle Welt exportiert werden k&ouml;nnen. Das Abkommen mit Paris ist Ausdruck einer kriminellen Mentalit&auml;t, die sich nicht darum schert, bei welchem Verbrechen auf der Welt deutsche Waffen zum Einsatz kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MtEYQ38SzEc&amp;fbclid=IwAR1RJU-7K0wI0futSKNNKWKAv9Hdw8oHwBfLhkMpDdB9UVAt6dEKlBy38GU\">DIE LINKE. im Bundestag via Youtube<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Neue deutsche R&uuml;stungsdebatte<\/strong><br>\nFrankreich fordert mehr Freiheit bei R&uuml;stungsgesch&auml;ften. In einem Geheimpapier stimmt Deutschland zu. Dabei sieht der Koalitionsvertrag anderes vor. [&hellip;]<br>\nKonkret angedacht ist, dass deutsche und franz&ouml;sische Firmen gemeinsame Kampfpanzer und Kampfflugzeuge bauen werden. Derzeit w&uuml;rden auch hier die relativ strengen deutschen Richtlinien den Export der Waffen an bestimmte L&auml;nder verhindern. Der franz&ouml;sischen Regierung, die bei R&uuml;stungsexporten nachgiebiger ist, passt das nicht.<br>\nBei den Verhandlungen &uuml;ber den neuen deutsch-franz&ouml;sischen Freundschaftsvertrag, der im Januar in Aachen unterzeichnet wurde, forderte die franz&ouml;sische Seite mehr Freiheit bei R&uuml;stungsgesch&auml;ften. Im offiziellen Abkommen landete zu dem Thema nur ein schwammiger Satz. Konkrete Vereinbarungen stehen dagegen in einem Zusatzpapier, &uuml;ber das vergangene Woche zuerst der Spiegel berichtete. Die Existenz des Papiers (unter diesem Link im Volltext abrufbar) war zuvor nicht bekannt. Dem Bundestag liegt es bis heute nicht vor.<br>\nDabei hat es die zweiseitige Vereinbarung, die laut Bundesregierung bisher nur eine Gespr&auml;chsgrundlage sein soll, in sich. Bei gemeinsamen R&uuml;stungsprojekten, so hei&szlig;t es dort, sei Einspruch gegen&uuml;ber Exportvorhaben des einen Staates nur zul&auml;ssig, wenn &bdquo;direkte Interessen oder die nationale Sicherheit&ldquo; des anderen Staates gef&auml;hrdet seien. In solchen F&auml;llen sollen Gespr&auml;che auf Regierungsebene starten. Wer Einspruch erhebt, muss &bdquo;Alternativl&ouml;sungen&ldquo; vorlegen. Das w&auml;re eine Aufweichung, die dem Koalitionsvertrag widerspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Europaeische-Richtlinien-fuer-Exporte\/!5572152\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Alle deutschen &ldquo;Pro-Europ&auml;er&rdquo;, die eine gemeinsame Armee und eine gemeinsame R&uuml;stung fordern, sollten mal kurz dar&uuml;ber nachdenken, was das wirklich bedeutet: den endg&uuml;ltigen Verlust der letzten Einspruchsm&ouml;glichkeiten sowohl des Bundestages als irgendwann auch der Bundesregierung, die ja sowieso ihre Macht an die &ldquo;Wirtschaft&rdquo; abgeben will. &ldquo;Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt&rdquo;, und deutsche Soldaten ebenfalls. Wer das dann immer noch bef&uuml;rwortet, ist nicht Pro-Europ&auml;er, sondern Kriegstreiber.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Digital idiots &ndash; Zur Kritik des &ldquo;Digitalpakts f&uuml;r Schulen&rdquo;<\/strong><br>\nAm Freitag letzter Woche wurde der &bdquo;Digitalpakt f&uuml;r Schulen&ldquo; beschlossen. Mit den Stimmen von CDU, SPD, der Gr&uuml;nen und der FDP soll das Grundgesetz ge&auml;ndert werden, um dem Bund eine Beteiligung an Bildungskosten zu erm&ouml;glichen, f&uuml;r die bislang ausschlie&szlig;lich die Bundesl&auml;nder zust&auml;ndig waren. F&uuml;nf Milliarden Euro sollen in den n&auml;chsten Jahren in die digitale Ausstattung der Schulen investiert werden. Das Geld soll in die Internetversorgung der Schulen, in Wlan, Server, Laptops, Tablets und interaktive Tafeln flie&szlig;en. &bdquo;Heute ist ein guter Tag f&uuml;r Sch&uuml;ler, Eltern und Lehrer in Deutschland&ldquo;, sagte Bildungsministerin Karliczek von der CDU.<br>\nEs ist vor allem ein guter Tag f&uuml;r die Firmen, die die Ger&auml;te herstellen. Es ist ein F&uuml;nf-Milliarden-Geschenk f&uuml;r die Industrie. Vorl&auml;ufig, denn es werden nat&uuml;rlich weitere Milliarden folgen, denn die Ger&auml;te veralten, m&uuml;ssen gewartet und erneuert werden. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung l&auml;sst einen gewissen Paul Munzinger kommentieren, der Digitalpakt sei ein Erfolg f&uuml;r den &bdquo;Bildungsstandort Deutschland&ldquo;. Endlich k&ouml;nne das Geld dorthin flie&szlig;en, wo es gebraucht wird: in &bdquo;Schulen, in denen es oft noch immer aussieht wie im vorigen Jahrtausend.&ldquo; Es gen&uuml;gt nicht zu sagen: wie im vorigen Jahrhundert, nein es muss gleich das vorige Jahrtausend sein, um deutlich zu machen, wie skandal&ouml;s die Zust&auml;nde an deutschen Schulen angeblich sind. W&auml;re es wirklich skandal&ouml;s, wenn auf Tischen und B&auml;nken B&uuml;cher heruml&auml;gen, mit Kreide an Tafeln geschrieben w&uuml;rde und Sch&uuml;ler und Lehrer einfach so miteinander reden w&uuml;rden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/190222-Goetz-Eisenberg-Digitalpakt.pdf\">G&ouml;tz Eisenberg<\/a>\n<p><em>Hinweis: Lesen Sie dazu auch den heutigen Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49529\">Der gemeinsame Nenner von etablierten Medien und Politik: Gedankenlosigkeit. Sichtbar bei der Digitalisierung in den Schulen<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>F&uuml;nf Jahre Kollaps<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre nach dem von Berlin forcierten prowestlichen Umsturz in Kiew (&ldquo;Maidan-Revolution&rdquo;) am 22. Februar 2014 schreitet der &ouml;konomische und soziale Zusammenbruch der Ukraine immer weiter voran. Die Wirtschaft des Landes ist kollabiert; Export und Import st&uuml;rzten von 2013 bis 2017 um rund ein Drittel ab. Die Industrie liegt am Boden; die Deindustrialisierung des Landes verfestigt sich. Erstmals in der Geschichte der unabh&auml;ngigen Ukraine sind landwirtschaftliche Produkte zum Hauptexportgut des Landes geworden, das damit seinen Status als peripheres Land am Rand der EU &ndash; und in Abh&auml;ngigkeit von ihr &ndash; dokumentiert. Dar&uuml;ber hinaus ist die Ukraine mittlerweile zum &auml;rmsten Land Europas abgestiegen; auch das Gesundheitswesen ist kollabiert. Aufschwung hat lediglich die extreme Rechte. Den Einfluss ultrarechter Milizen vergleichen Experten inzwischen mit &auml;hnlichen Ph&auml;nomenen in Lateinamerika und in Afrika. Wie selbst offizielle Stellen in der Ukraine einr&auml;umen m&uuml;ssen, verlassen inzwischen j&auml;hrlich eine Million Menschen wegen der katastrophalen Entwicklung das Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7869\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Das ist eine sehr deutsche Debatte&ldquo;<\/strong><br>\nFabio De Masi geh&ouml;rt zu den EU-Skeptikern der Linkspartei. Von den Pl&auml;nen seiner Genossen f&uuml;r eine &bdquo;Republik Europa&ldquo; h&auml;lt er nicht viel.<br>\ntaz: Herr De Masi, Sie haben k&uuml;rzlich mit Ulrike Gu&eacute;rot im Berliner Ensemble diskutiert. Frau Gu&eacute;rot will eine Republik Europa, die die Nationalstaaten &uuml;berwinden soll. Ist das &shy;deutscher Idealismus, so zu denken &ndash; gro&szlig;e Entw&uuml;rfe zu machen und zu hoffen, &shy;dadurch alle Probleme zu l&ouml;sen?<br>\nFabio De Masi: Ja, das ist eine sehr deutsche Debatte. Eine europ&auml;ische Regierung hatten wir in der Eurokrise. Sie hat in Griechenland durchregiert und L&ouml;hne und Renten gek&uuml;rzt. Die EU hat mehr Kompetenzen als fr&uuml;her, aber die Le Pens sind st&auml;rker geworden und der Brexit kommt. Ich bef&uuml;rchte, eine europ&auml;ische Republik w&uuml;rde Nationalismus st&auml;rken, nicht schw&auml;chen.<br>\nAber Gu&eacute;rots Vorstellung ist: Es gibt dann ein Europaparlament mit europaweiten Listen, das alles entscheidet.<br>\nDas hie&szlig;e: one person, one vote. Dann w&auml;ren kleinere L&auml;nder nicht mehr im EU-Parlament vertreten, weil ihre Bev&ouml;lkerungszahl zu klein ist. Deutschland w&auml;re m&auml;chtiger. Eine Republik hie&szlig;e auch ein EU-Haushalt, der nationale Haushalte ersetzt. Da Deutschland aber die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft ist, w&uuml;rden deutsche Finanzminister Italien oder Griechenland regieren. Aber Italiener oder Griechen haben Angela Merkel oder Olaf Scholz nicht gew&auml;hlt.<br>\nDeutschland g&auml;be es dann ja vielleicht gar nicht mehr.<br>\nDie Interessen von BMW und Deutsche Bank sind nicht weg, nur weil Br&uuml;ssel entscheidet. Es geht um Demokratie, nicht um Deutschland. Die Wallonie k&ouml;nnte bei Konzernschutzabkommen wie Ceta kein Sand ins Getriebe streuen und der Bundestag nicht mehr &uuml;ber Milit&auml;r&shy;eins&auml;tze befinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Linken-Politiker-ueber-Europapolitik\/!5571158\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Venezuela: Guaid&oacute; und die Kaimane<\/strong><br>\nJuan Guaid&oacute; existiert nicht. Politisch trat er &ouml;ffentlich erstmals 2007 bei gewaltt&auml;tigen Protesten in Erscheinung, die von einem neuen Nachwuchs Jugendlicher angef&uuml;hrt wurden, mit denen dann 2009 die Partei Volkswille (Voluntad Popular, VP) gegr&uuml;ndet wurde. Er machte als Anf&uuml;hrer in der zweiten Reihe weiter, wurde 2015 Abgeordneter, beteiligte sich an der Gewalt auf den Stra&szlig;en 2014 und 2017, bis wir am 5. Januar dieses Jahres erfuhren, dass er, durch ein Rotationsabkommen zwischen Parteien der Rechten und einem au&szlig;erhalb des Landes erdachten Schlachtplan, Pr&auml;sident der Nationalversammlung sein w&uuml;rde. Von da zum 23. Januar vergingen nur Tage: Vom Hinterb&auml;nkler zum selbsternannten Pr&auml;sidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, nur zehn U-Bahn-Stationen vom Pr&auml;sidentenpalast entfernt und durch einen Tweet von Donald Trump anerkannt. Ein kometenhafter Aufstieg.<br>\nEs k&ouml;nnte wie eine Geschichte mit ein paar witzigen Plots darin erscheinen und manchmal ist es das auch. An den Tagen, an denen die Intensit&auml;t des Sturmes nachl&auml;sst erleben wir die angespannte Stille, die jeden Moment zerrei&szlig;en kann. Es ging nie um Guaid&oacute;, sondern um den ihn umgebenden Kontext, seine Chefs, den Plan, von dem er ein Teil ist und der ihn lenkt. Guaid&oacute; existiert nicht, und er ist doch so real.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/222542\/venezuela-guaido-und-die-kaimane\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die deutsche Wirtschaft sendet Notsignale<\/strong><br>\nDie Industrie in Deutschland hat im zweiten Halbjahr 2018 den R&uuml;ckw&auml;rtsgang eingelegt. Das ist kein Ausrei&szlig;er, die Wirtschaft befindet sich im Abschwung.<br>\nBisher dachten die meisten Volkswirte, der R&uuml;ckgang der deutschen Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2018 und die Stagnation im vierten seien vor&uuml;bergehende Folge von Sondereffekten. Vor allem die Schwierigkeiten der wichtigen Autoindustrie mit der Umstellung auf neue Abgastests und das Niedrigwasser des Rheins wurden angef&uuml;hrt, verbunden mit der Erwartung, dass die Produktion die Ausf&auml;lle zumindest teilweise nachholen werde, wenn diese Probleme gel&ouml;st sind.<br>\nWie das Statistische Bundesamt am Freitag mit den ausf&uuml;hrlichen Ergebnissen zum Bruttoinlandsprodukt best&auml;tigte, lag die Wertsch&ouml;pfung des verarbeitenden Gewerbes im dritten Quartal um 0,4 und im vierten sogar um 1,4 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. [&hellip;]<br>\nDie deutsche Industrie geht damit geschw&auml;cht in ein Jahr, in dem sie wom&ouml;glich noch einige Tiefschl&auml;ge zu verkraften haben wird. Die US-Regierung hat Sonderz&ouml;lle auf deutsche Autos angedroht und liegt auch mit China im Handelsstreit. In wenigen Wochen droht zudem noch ein ungeregelter Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU, der die Zollschranken im Handel mit diesem wichtigen Exportmarkt heruntergehen lassen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/konjunktur-die-deutsche-wirtschaft-sendet-notsignale\/24027036.html\">Norbert H&auml;ring im Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeit auf Abruf: Neue Regeln, alte Probleme<\/strong><br>\nSeit Jahresbeginn gelten f&uuml;r die Nutzung von Arbeit auf Abruf etwas strengere Regeln. Zumindest auf dem Papier erhalten die so Besch&auml;ftigten ein wenig mehr Planungs- und Einkommenssicherheit. In der Praxis wird jedoch alles beim Alten bleiben, und auch an den Problemen, die diese extreme Besch&auml;ftigungsform mit sich bringt, &auml;ndert sich dadurch nichts.<br>\nEin Arbeitsalltag zum Abgew&ouml;hnen: In Teilzeit oder Minijob zu einer schwankenden Zahl an Wochenstunden arbeiten, &uuml;ber deren Umfang man erst ebenso sp&auml;t informiert wird wie &uuml;ber die Arbeitstage und die Lage der Arbeitszeiten, an bzw. zu denen man anzutreten hat. Das ist Arbeit auf Abruf, eine extreme Form der prek&auml;ren Besch&auml;ftigung, in der das unternehmerische Risiko weitestgehend auf die Besch&auml;ftigten abgew&auml;lzt wird.<br>\nArbeitnehmerInnen in Abrufarbeit arbeiten nach Bedarf, &uuml;ber dessen Vorliegen allein der Arbeitgeber entscheidet. Der setzt je nach betrieblichem Arbeitsanfall eigenm&auml;chtig den Umfang und die Lage der Arbeitszeiten fest. Im Arbeitsvertrag ist meist nur eine (eher geringe) Zahl an Arbeitsstunden fest vereinbart. Um dieses Fixum pendelt das w&ouml;chentlichen Arbeitsvolumen, meist arbeiten die Besch&auml;ftigten mehr, manchmal auch weniger. Das Einkommen aus den garantierten Mindestwochenstunden ist sehr h&auml;ufig nicht, das tats&auml;chliche Monatsentgelt auch nur selten existenzsichernd, wobei die Abrufkr&auml;fte sowieso nie wissen, wie viel Geld sie am Ende des Monats tats&auml;chlich verdienen werden. Neben der Kontof&uuml;hrung ist auch die private Lebensf&uuml;hrung stark beeintr&auml;chtigt. Eine vorausschauende Planung von Aktivit&auml;ten ist kaum m&ouml;glich, da die Lage der Arbeitszeiten schwankt und die Einsatztermine in der Regel nie fr&uuml;hzeitig genug bekannt sind.<br>\nWie viele Erwerbst&auml;tige in Deutschland (ganz oder teilweise) eine Arbeit auf Abruf aus&uuml;ben, ist nicht ganz klar. Das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nennt f&uuml;r 2016 eine Zahl von 1,8 Mio. Personen, das entspr&auml;che 4,5 Prozent der Besch&auml;ftigten. Ein WSI-Report von 2014 spricht von 5,4 Prozent aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, w&auml;hrend die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) f&uuml;r 2015 einen Anteil von sieben Prozent errechnet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2019\/21-02-19\/\">miese Jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gesundheit darf keine Ware sein<\/strong><br>\nIn NRW vernetzten sich die B&uuml;ndnisse f&uuml;r eine bessere Pflege<br>\nAm 13. Februar fand in den R&auml;umen des ver.di-Landesbezirks NRW das zweite Treffen von Pflegeb&uuml;ndnissen aus Nordrhein-Westfalen statt. Im Mittelpunkt der Beratung stand die Frage nach der Durchf&uuml;hrung eines Volksbegehrens oder einer Volksinitiative f&uuml;r eine bessere Personalausstattung in der Pflege sowie die Erfahrungen mit dem &bdquo;Olympischen Brief&ldquo;.<br>\nEine politische Aktion wie ein Volksbegehren oder eine Volksinitiative wurde von den Anwesenden als sinnvoll erachtet. In den Bundesl&auml;ndern Bayern und Hamburg beispielsweise konnten im vergangenen Jahr die Organisatoren von Volksbegehren f&uuml;r mehr Personal in den Krankenh&auml;usern die erforderlichen Unterst&uuml;tzungsunterschriften in relativ kurzer Zeit sammeln und einreichen. Mit &uuml;ber 100 000 Unterschriften in Bayern und 40 000 in Hamburg war die erforderliche Zahl weit &uuml;berschritten.<br>\nIn NRW liegt die H&uuml;rde f&uuml;r ein Volksbegehren jedoch ungleich h&ouml;her: Innerhalb eines Jahres m&uuml;ssten in NRW etwa eine Million in NRW stimmberechtigter deutscher B&uuml;rger &uuml;ber 18 Jahren mit ihrer Unterschrift dieses Volksbegehren unterst&uuml;tzen. (&hellip;)  F&uuml;r ein Volksbegehren spricht, dass es f&uuml;r den Landtag in NRW bindend w&auml;re. Der Landtag ist verpflichtet, das Volksbegehren innerhalb von sechs Monaten abschlie&szlig;end zu behandeln. Entspricht der Landtag dem Volksbegehren nicht, k&auml;me es zu einem Volksentscheid, in dem die B&uuml;rger selbst &uuml;ber die Annahme des Gesetzes entscheiden.<br>\nF&uuml;r eine Volksinitiative liegt die H&uuml;rde wesentlich niedriger. Auch hier kann ein Gesetzesentwurf eingereicht werden. Daf&uuml;r m&uuml;ssten etwa 66 000 Unterschriften von Stimmberechtigten gesammelt werden. Allerdings ist eine Volksinitiative f&uuml;r den Landtag nicht bindend. Dem Landtag ist v&ouml;llig frei gestellt, wie er mit dieser Volksinitiative umgeht.<br>\nDer Gedanke des &bdquo;Olympischen Briefes&ldquo; wurde im letzten Jahr entwickelt und zielt mehr auf die Umsetzung in den Betrieben. Er ist ein Protestbrief, in dem Besch&auml;ftigte aus den Krankenh&auml;usern ihre Forderungen hinsichtlich der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen formulieren. Seit Anfang des Jahres wird dieser Brief wie eine Stafette von Krankenhaus zu Krankenhaus weitergereicht und soll am 5. Juni Jens Spahn und den Gesundheitsministern der L&auml;nder auf der Gesundheitsminister-Konferenz in Leipzig &uuml;bergeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5108\/wirtschaft_soziales\/10558\/Gesundheit-darf-keine-Ware-sein.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>B&uuml;rgerliche Fassade, rechte Gesinnung: Die neue Strategie der Rechtsextremen<\/strong><br>\nLange Zeit schien das Schicksal von Anklam im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns besiegelt: Die Stadt schrumpfte, die NPD marschierte &uuml;ber die Stra&szlig;en. Jetzt sind die Plattenbauten abgerissen, die Abwanderung ist gestoppt, die Wirtschaft brummt. Doch lassen sich die Nazis wie die grauen Fassaden wegsanieren? Reporter von MONITOR, &ldquo;docupy&rdquo; und der ZEIT haben wochenlang recherchiert und sind auf ein rechtsextremes Netzwerk gesto&szlig;en, das sich durch das Wirtschaftsleben der Stadt zieht und den Alltag pr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/anklam-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Reform von &sect;219a: Ein erb&auml;rmlicher Kompromiss<\/strong><br>\nDie Reform des Paragrafen 219a weist weiterhin gro&szlig;e M&auml;ngel und Widerspr&uuml;che auf, kommentiert Ann-Kathrin B&uuml;&uuml;sker. Es haben sich die Kr&auml;fte durchgesetzt, die den Zugang zu Informationen &uuml;ber Abtreibungen erschweren wollen. Dies d&uuml;rfte ein Fall f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht werden.<br>\nIm Schweinsgalopp hat die Regierungskoalition das Thema 219a durch das Parlament gepeitscht. Letzten Freitag die erste Lesung, heute schon die Abstimmung. Die Kuh blo&szlig; schnell vom Eis bekommen. Denn weder Union noch SPD k&ouml;nnen in dieser Frage gewinnen. Der Union wird von Teilen ihrer W&auml;hler vorgeworfen, sie habe den Lebensschutz durch die Reform verw&auml;ssert, die SPD muss damit leben, dass ihr vor allem Feministinnen gro&szlig;e Vorw&uuml;rfe machen &ndash; weil die Sozialdemokraten eingeknickt sind. Dem Koalitionswillen zuliebe haben sie ihren Plan, den Paragrafen abzuschaffen, fallen lassen. Zwar betonte Andrea Nahles diese Woche mehrfach, die SPD wolle den Paragrafen immer noch abschaffen &ndash; nur sie tut es nicht. Blo&szlig; jetzt schnell irgendwie reformieren und dann nicht mehr dr&uuml;ber sprechen. Die politische Debatte klein halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/reform-von-ss219a-ein-erbaermlicher-kompromiss.720.de.html?dram:article_id=441729\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne fordern B&uuml;rgerfonds zur Altersvorsorge<\/strong><br>\nAktien und Immobilien sind vielen als Altersvorsorge zu teuer oder unsicher. Deshalb sollte der Staat dort f&uuml;r seine B&uuml;rger investieren lassen, schlagen die Gr&uuml;nen vor.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen die Altersvorsorge in Deutschland durch einen staatlichen B&uuml;rgerfonds verbessern. Das geht aus einem Konzept des Parteivorsitzenden Robert Habeck und des Gr&uuml;nen-Europaabgeordneten Sven Giegold hervor, das ZEIT ONLINE vorliegt. Demnach soll der Staat einen bestimmten Anteil des Bruttolohns von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einbehalten und in den Fonds einzahlen. Selbstst&auml;ndige, Freiberufler und Beamte sollen freiwillig einzahlen k&ouml;nnen. Der Fonds investiert in Aktien, aber auch in nicht an der B&ouml;rse gehandeltes Eigenkapital.<br>\nDas angesparte Kapital und die Ertr&auml;ge sollen zus&auml;tzlich zur gesetzlichen Rente ausgezahlt werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen jederzeit aus dem B&uuml;rgerfonds aussteigen k&ouml;nnen. Sie m&uuml;ssen sich aber aktiv f&uuml;r den Ausstieg entscheiden &ndash; tun sie das nicht, zahlen sie ein. Bis zu einer Maximalsumme soll es auch m&ouml;glich sein, freiwillig mehr in den Fonds einzuzahlen als standardm&auml;&szlig;ig vorgesehen.<br>\nDer Fonds soll passiv investieren &ndash; also nicht in der Absicht, Unternehmensentscheidungen zu beeinflussen. Die Verwaltung s&auml;hen Habeck und Giegold gerne in der Hand der Deutschen Bundesbank, &ldquo;weil deren Unabh&auml;ngigkeit grundgesetzlich verbrieft ist&rdquo;. Der Staat soll die Anlagen finanziell f&ouml;rdern, jedoch keinen Zugriff darauf haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/geldanlage\/2019-02\/rentenreform-buergerfonds-altersvorsorge-gruene%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Staatlich gef&ouml;rderte (d. h. steuerlich beg&uuml;nstigte), &ldquo;kapitalgedeckte&rdquo; Altersvorsorge mit Opt-out, also alles wie gehabt und seit Jahrzehnten durchgekaut. Angeblich, um der Altersarmut zu begegnen, was so nicht m&ouml;glich ist, weil die Betroffenen, eben haupts&auml;chlich Niedrigl&ouml;hner und Mittelverdiener, die gerade so &uuml;ber die Runden kommen, kein Geld zum zus&auml;tzlichen Sparen &uuml;brig haben. Opt-out, um den Anlagehaien zwangsweise noch ein Zubrot zu verschaffen, w&auml;hrend die Zwangs-Umlagerente b&ouml;se ist. Dass die Rendite einer Kapitalmarktanlage mit geringen Risiken (Staatsanleihen oder Blue Stocks) marginal oder negativ ist und hohe Renditen mit hohen Risiken korrelieren, sollte sich auch zu den Gr&uuml;nen herumgesprochen haben; dass die Umlagerente noch immer die kosteng&uuml;nstigste und sicherste Art der Altersvorsorge darstellt, auch, aber da liegt nat&uuml;rlich der Hase im Pfeffer. Die Rentenbeitr&auml;ge um 20% erh&ouml;hen, damit auch die Renten um 20% steigen, w&uuml;rde die Gewinne der Unternehmen schm&auml;lern, und nichts l&auml;ge den Gr&uuml;nen ferner, als die &ldquo;deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; zu besch&auml;digen. &ldquo;Radikal&rdquo;, wie die Gr&uuml;nen vielleicht mal waren, w&auml;ren umfassende Lohnerh&ouml;hungen, was die Altersarmut zuverl&auml;ssig weitgehend beseitigen w&uuml;rde. Nein, mit diesem Konzept zeigen die Gr&uuml;nen zum x-ten Mal, wes Geistes Kind sie sind und auf welcher Seite sie stehen, n&auml;mlich auf der des Kapitals. Und dass Sven Giegold f&uuml;r einen Linken gehalten wird, muss doch endlich mal als Irrtum erkannt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland und die Inklusion<\/strong><br>\nZehn Jahre ist es her, dass in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft trat. Anf&auml;nglich war eine regelrechte &bdquo;Inklusionseuphorie&ldquo; in den Bundesl&auml;ndern zu sp&uuml;ren: Alle sollten bald gemeinsam lernen, F&ouml;rderschulen sollten aufgel&ouml;st werden. Doch mittlerweile hat sich der Wind gedreht.<br>\nWo steht Deutschland heute bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention? Diese Frage kann man gar nicht richtig beantworten, sagt Vera Moser von der Berliner Humboldt-Universit&auml;t. Die Bildungspolitik in Deutschland habe n&auml;mlich komplett vers&auml;umt, konkrete Ziele festzulegen, bem&auml;ngelt die P&auml;dagogik-Professorin.<br>\n&bdquo;Das ist eigentlich die gr&ouml;&szlig;te Baustelle, die wir haben, dass wir weder Indikatoren haben, woran man Inklusion misst, noch Benchmarks, wann man in welchem Jahr mit welchen Strategien wo sein m&ouml;chte.&ldquo;<br>\nTatsache ist: Bei immer mehr Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern wird ein F&ouml;rderbedarf diagnostiziert. Gleichzeitig sind in den letzten zehn Jahren nur wenige F&ouml;rderschulen aufgel&ouml;st worden &ndash; trotz Inklusions-Gebot. Die Bundesl&auml;nder gehen h&ouml;chst unterschiedlich mit diesem Thema um &ndash; in Bremen gehen die meisten F&ouml;rderkinder bereits auf eine Regelschule, in Bayern dagegen besuchen mehr Kinder mit Handicaps die F&ouml;rderschule als noch zehn Jahre zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/un-behindertenrechtskonvention-deutschland-und-die-inklusion.680.de.html?dram:article_id=441794\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesregierung darf geheim halten, was sie ihren Anw&auml;lten bezahlt<\/strong><br>\nMinisterien und Kanzleramt beauftragen oft teure Rechtsberater, wenn B&uuml;rger klagen. Doch was es genau kostet, bleibt deren Gesch&auml;ftsgeheimnis.<br>\nDie Bundesregierung kann Anwaltsb&uuml;ros zur Wahrung ihrer Interessen beauftragen, ohne Transparenz &uuml;ber die Kosten herstellen zu m&uuml;ssen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Donnerstag nach einer Klage gegen das Bundesinnenministerium entschieden (Az.: 12 B 15.18). Zur Begr&uuml;ndung verwies das OVG auf die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht sowie den Schutz der Betriebs- und Gesch&auml;ftsgeheimnisse einer Kanzlei. Es &auml;nderte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts ab, das zuvor eine Klage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) stattgegeben hatte. Das Gesetz gibt jedermann einen Anspruch darauf, amtliche Dokumente zu erhalten, sofern keine Ausschlussgr&uuml;nde entgegenstehen. Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde nicht zugelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gericht-lehnt-transparenz-ab-bundesregierung-darf-geheim-halten-was-sie-ihren-anwaelten-bezahlt\/24024100.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu ein &auml;lterer Beitrag: Bundestag engagierte Anw&auml;lte f&uuml;r mehr als 100.000 Euro, um Transparenz zu verhindern<\/strong><br>\nTrotz einer eigenen Rechtsabteilung hat der Bundestag in zwei aktuellen Gerichtsprozessen mehr als 100.000 Euro f&uuml;r externe Anw&auml;lte ausgegeben. Um die Offenlegung der Lobbyisten-Hausausweise vor Gericht zu verhindern, beauftragte die Parlamentsverwaltung eine Gro&szlig;kanzlei f&uuml;r mehr als 20.000 Euro. Noch weitaus h&ouml;her waren die Anwaltshonorare in einem anderen Fall, wie mehrere Rechnungen an den Bundestag belegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2015-12-08\/bundestag-engagierte-anwalte-fur-mehr-als-100000-euro-um-transparenz-zu-verhindern\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Staat im Staate &ndash; Die Bitnation Pangea<\/strong><br>\nDie Idee der &ldquo;Bitnation&rdquo; wirkt auf den ersten Blick wie ein wagemutiges gesellschaftliches Experiment, das den Zusammenhalt der Gemeinschaft weltweit verbessern k&ouml;nnte. Aus dem World Wide Web wird die World Wide Community. Eine Gesellschaft mit einer eigenen W&auml;hrung, die durch gute Taten erworben und von den Mitgliedern gehandelt und getauscht wird.<br>\nDes Weiteren soll es nicht nur um diese neue W&auml;hrung gehen, nein, vielmehr ist dies das Mittel, um eine globale Gemeinschaft ohne staatliche Institution zu erschaffen. Missverst&auml;ndnisse und Streitigkeiten werden zwischen den Mitgliedern direkt ausgehandelt und beigelegt, gutes Verhalten wird belohnt, anstatt schlechtes bestraft, um den Mitgliedern einen Anreiz zu geben, sich um ihre Mitmenschen zu k&uuml;mmern. Die Bitnation stellt sogar diplomatische P&auml;sse, Geburtsurkunden, Heiratsurkunden und weitere offizielle Dokumente aus &ndash; nat&uuml;rlich gegen Geb&uuml;hr in ihrer eigenen W&auml;hrung.<br>\nDie in der BR-Dokumentation &ldquo;Bitnation: Die staatenlose Gesellschaft&rdquo; vorgestellten Entwickler und Begr&uuml;nder zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie den Staat und seine Institutionen ablehnen und glauben, der Staat w&uuml;rde den Menschen jeglichen Anreiz nehmen, sich umeinander zu k&uuml;mmern. Wenn der Nachbar in Schwierigkeiten ist, w&uuml;rde niemand daran denken zu helfen, sondern dies dem Staat &uuml;berlassen.<br>\nFreundschaftliche, famili&auml;re und schlicht nachbarschaftliche Hilfe existiert in der Vorstellung der Begr&uuml;nder der Bitnation nicht. Altruismus wird nicht einmal angesprochen. Und die gesamte Idee krankt an vielen weiteren Unf&auml;higkeiten der Begr&uuml;nder, &uuml;ber ihren eigenen Horizont als IT-Experten oder Technokraten hinauszublicken und dem Menschen etwas anderes als unermessliche Schlechtigkeit, Faulheit und Egoismus zu unterstellen.<br>\nDie Bitnation stellt kein wagemutiges Experiment, keine Option f&uuml;r die Zukunft dar, sondern reiht sich ein in Dystopien wie &ldquo;Sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; von Aldous Huxley und &ldquo;1984&rdquo; von George Orwell, sie ersetzt den tyrannischen Staat Orwells schlicht durch finanziellen und gesellschaftlichen Druck. Wer Fehlverhalten aufweist, wird nicht interniert und umerzogen, stattdessen wird sein gesellschaftlicher Status reduziert und ihm somit seine finanzielle Grundlage entzogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Staat-im-Staate-Die-Bitnation-Pangea-4314115.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Antisemitismus-Vorw&uuml;rfe gegen Preistr&auml;ger: Streit um G&ouml;ttinger Friedenspreis<\/strong><br>\nNach der Jury-Entscheidung, den Preis an den Verein &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost&ldquo; zu vergeben, ziehen sich Stadt, Uni und Sparkasse zur&uuml;ck.<br>\nDie Vergabe des diesj&auml;hrigen G&ouml;ttinger Friedenspreises an den Verein &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost&ldquo; wird von Antisemitismus-Vorw&uuml;rfen gegen den Preistr&auml;ger &uuml;berschattet. Universit&auml;t, Stadt und Sparkasse G&ouml;ttingen haben nun ihre Unterst&uuml;tzung zur&uuml;ckgezogen. Die &bdquo;J&uuml;dische Stimme&ldquo; und zahlreiche Unterst&uuml;tzer sprechen von einer Rufmord-Kampagne.<br>\nDie Uni teilte mit, die f&uuml;r den 9. M&auml;rz angek&uuml;ndigte Verleihungsfeier k&ouml;nne nicht wie in den vergangenen Jahren in ihren R&auml;umen stattfinden &ndash; wegen der anhaltenden Kontroverse um den Preistr&auml;ger, &bdquo;bei der sich die Universit&auml;t keiner der kontrovers ge&auml;u&szlig;erten Meinungen anschlie&szlig;en kann&ldquo;. Die Stadt will kein Gru&szlig;wort beisteuern, die Sparkasse beendet ihr Sponsoring.<br>\nDer Vorsitzende des Preisjury, taz-Korrespondent Andreas Zumach, wertet den R&uuml;ckzug als &bdquo;feige und unehrlich begr&uuml;ndet&ldquo;. Universit&auml;t, Stadt und Sparkasse h&auml;tten dem &bdquo;Druck von Falschbehauptungen, Verleumdungen und Rufmord&ldquo; gegen die &bdquo;J&uuml;dische Stimme&ldquo; nachgegeben und diese h&ouml;her bewertet als s&auml;mtliche kontroversen Meinungen und Argumente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Antisemitismus-Vorwuerfe-gegen-Preistraeger\/!5575027\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Ungeheuerlich und ehrverletzend&ldquo;<\/strong><br>\nDie &bdquo;J&uuml;dische Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost&ldquo; unter Antisemitismus-Verdacht zu stellen, ist ein durchsichtiges Man&ouml;ver, um Kritik an der Politik der israelischen Regierung mundtot zu machen. Der &bdquo;G&ouml;ttinger Friedenspreis&ldquo;, der im letzten Jahr noch an Konstantin Wecker verliehen wurde, sollte in diesem Jahr an eine j&uuml;dische Organisation gehen, die sich f&uuml;r Gerechtigkeit und einen menschlichen Umgang mit Pal&auml;stinenser*innen einsetzt. Nachdem u.a. der Zentralrat der Juden dagegen protestiert hatte, pl&auml;dierten G&ouml;ttingens Oberb&uuml;rgermeister Rolf-Georg K&ouml;hler, Ulrike Beisiegel, Pr&auml;sidentin der G&ouml;ttinger Universit&auml;t, und Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse G&ouml;ttingen daf&uuml;r, die Preisverleihung auszusetzen. Der Vorwurf &ndash; an J&uuml;dinnen und Juden wohlgemerkt: Antisemitismus. F&uuml;r Nirit Sommerfeld, Laudatorin bei der Preisverleihung, eine absurde und kr&auml;nkende Verdrehung der Tatsachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/ungeheuerlich-und-ehrverletzend\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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