{"id":49556,"date":"2019-02-25T08:42:11","date_gmt":"2019-02-25T07:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556"},"modified":"2019-02-25T08:42:11","modified_gmt":"2019-02-25T07:42:11","slug":"hinweise-des-tages-3312","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h01\">Die deutsche Wirtschaft ist in der Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h02\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h03\">Kranke Tyrannen Verbrecherische US-Oligarchie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h04\">Warum Hoda Muthana nicht in die USA zur&uuml;ck darf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h05\">Doppelbesteuerungsabkommen &ndash; Gewinn oder Verlust f&uuml;r L&auml;nder des S&uuml;dens?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h06\">Deutschland blockiert Steuertransparenz in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h07\">Der Hintergrund: Warum die Aktion &bdquo;Wem geh&ouml;rt Heidenheim?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h08\">So will Google politischen Widerstand brechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h09\">Beratungsfirmen sollen mehr Einfluss im Gesundheitswesen bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h10\">Bsirske kritisiert &ldquo;mafi&ouml;se Strukturen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h11\">Kriegsgefahr zwischen Atomm&auml;chten Indien und Pakistan spitzt sich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h12\">Deutsche R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h13\">Geplante Verdunkelung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h14\">Der Juncker-Fonds unter der Lupe: Ergebnisse des aktuellen Berichts des Europ&auml;ischen Rechnungshofs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h15\">Das Erste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h16\">Angst vor dem b&ouml;sen Wolf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h17\">Zwei analoge Menschen auf einem Butzbacher Bahnsteig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49556#h18\">Offener Brief: Der Einsatz f&uuml;r Menschenrechte ist nicht antisemitisch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die deutsche Wirtschaft ist in der Rezession<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft ist nicht an einer Rezession vorbeigeschrammt, sondern mittendrin. Die Interpretation der vorhandenen Zahlen durch das Statistische Bundesamt ist h&ouml;chst fragw&uuml;rdig.<br>\n&bdquo;Vorbeigeschrammt an der Rezession&ldquo; war die Lieblingsformulierung in den deutschen Medien, als vergangene Woche das Statistische Bundesamt meldete, im vierten Quartal sei das BIP nicht gesunken, sondern habe gegen&uuml;ber dem dritten Quartal (wo das BIP als leicht r&uuml;ckl&auml;ufig berechnet wurde) stagniert. Man verbreitete den Eindruck, mit der Sch&auml;tzung f&uuml;r das BIP im vierten Quartal sei die Gefahr einer Rezession zun&auml;chst gebannt. Wir haben schon unmittelbar nach der Ver&ouml;ffentlichung der Ergebnisse Zweifel an der Einsch&auml;tzung des Amtes ge&auml;u&szlig;ert, es handele sich bei der Abschw&auml;chung um eine Delle (hier).<br>\nEine genauere Analyse zeigt, dass das STABU mit seiner Dellenthese falsch liegt. Es handelt sich eindeutig um eine Rezession mit zwei konsekutiven Quartalen einer deutlichen Abschw&auml;chung, und es wird ausweislich der Auftragseing&auml;nge und andere Fr&uuml;hindikatoren mindestens noch ein drittes Quartal mit r&uuml;ckl&auml;ufiger Wirtschaftst&auml;tigkeit hinzukommen, in dem auch das BIP wieder r&uuml;ckl&auml;ufig sein wird. Dass das Bundesamt Stagnation f&uuml;r das vierte Quartal errechnete, ist einer h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Interpretation der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Daten zuzuschreiben.<br>\nWas ist eine Rezession?<br>\nWas eine Rezession ist, kann man unschwer an den Daten ablesen, die erhoben werden, um sowohl f&uuml;r einzelne Bereiche als auch f&uuml;r die Gesamtwirtschaft die Einsch&auml;tzung der Unternehmen hinsichtlich ihrer Gesch&auml;ftslage und ihren Erwartungen abzubilden. Der bekannteste Indikator dieser Art f&uuml;r Deutschland ist der ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex (Abbildung 1). Der Indikator zeigt ein ausgepr&auml;gt zyklisches Muster mit zwei gr&ouml;&szlig;eren Abschw&uuml;ngen seit dem Ende der globalen Rezession im Jahr 2010.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190225-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/190225-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/02\/die-deutsche-wirtschaft-ist-in-der-rezession\/\">Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker auf Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Venezuela: &ldquo;Eine Eskalation k&ouml;nnte zu einer Katastrophe f&uuml;hren&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r Venezuela bleibt das schlimmstm&ouml;gliche Szenario einer milit&auml;rischen US-Intervention eine potentielle Bedrohung<br>\nEin langj&auml;hriger Berater von Hugo Ch&aacute;vez legt seine Gedanken &uuml;ber die Krise des Landes dar. Angesichts dessen, wie polarisiert Mainstream- und linke Medien in Bezug auf die venezolanische Politik sind, ist es f&uuml;r internationale Beobachter praktisch unm&ouml;glich geworden, faire aber kritische Einsch&auml;tzungen zu Venezuela seitens der Linken zu bekommen. Temir Porras ist seit Beginn von Hugo Ch&aacute;vez` Pr&auml;sidentschaft im Jahr 1999 chavistischer Aktivist gewesen und hat in verschiedenen wichtigen Positionen in der Regierung von Ch&aacute;vez und kurz auch in der Regierung von Nicol&aacute;s Maduro gearbeitet. Insbesondere hat er von 2004 an Aufgaben als Stabschef und Stellvertreter verschiedener Au&szlig;enminister (einschlie&szlig;lich Maduro) zwischen 2007 und Maduros Wahl zum Pr&auml;sidenten im Jahre 2013 erf&uuml;llt. Ende 2013 fungierte er kurzzeitig als Leiter von Fonden und Bandes, Venezuelas nationalem Entwicklungsfonds bzw. der Entwicklungsbank. Porras ist langj&auml;hriger chavistischer Insider mit ausgedehnten Erfahrungen auf h&ouml;chsten Ebenen der Bolivarischen Regierung Venezuelas, aber auch ein konstruktiver Kritiker der j&uuml;ngsten wirtschaftlichen und politischen Strategien der Regierung Maduro. Dies versetzt ihn in die Lage, den Lesern eine nuancierte, umfassende Bewertung der gegenw&auml;rtigen &ouml;konomischen und politischen Krisen Venezuelas sowie einen Rahmen f&uuml;r das Nachdenken &uuml;ber praktikable, progressive L&ouml;sungen dieser Krisen zu bieten. Das Interview erschien Anfang Januar und wurde also noch vor der j&uuml;ngsten Eskalation gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/222383\/venezuela-eskalation-katastrophe\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><strong>No 400<\/strong><br>\n&ldquo;Im Falle des Iran haben die Europ&auml;er gerade versucht, eine alternative Strategie f&uuml;r Zahlungen an den Iran zu entwickeln, damit sie weiterhin &Ouml;l aus dem Iran kaufen k&ouml;nnen. Und wie Sie vielleicht auf der Warschauer Konferenz gesehen haben, haben die USA die Europ&auml;er direkt attackiert. Ich meine, es gab Versuche Chinas, Indiens sicherlich, Alternativen zu schaffen, haupts&auml;chlich, um au&szlig;erhalb des von Europa und den USA dominierten Finanzsystems mit L&auml;ndern wie dem Iran und Venezuela Handel zu treiben. Aber jedes Mal, wenn sie eine Alternative vorschlagen, werden diese angegriffen. Und ich denke, das ist etwas, worauf die Leute achten sollten &ndash; mit anderen Worten, es gibt eine Politisierung der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t, der Handelst&auml;tigkeit, eine Politisierung, die, wie Sie wissen, die Kriegstrommeln hinter sich hat. Denn wenn die Vereinigten Staaten Venezuela in dem Ma&szlig;e zusammendr&uuml;cken, in dem sie es jetzt tun, und vielleicht noch mehr, wird dies das Land in einen B&uuml;rgerkrieg treiben. Es wird h&ouml;chstwahrscheinlich erh&ouml;hten Druck f&uuml;r die Vereinigten Staaten erzeugen, milit&auml;risch einzugreifen.&rdquo;1<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=13340\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><strong>&lsquo;Venezuelan blood is being spilled&rsquo;: tension flares near border with Brazil<\/strong><br>\nWhile the world watches supporters of Guaid&oacute; and Maduro at the Colombian frontier, a remote region sees days of drama and fear<br>\nOn Saturday, presidents, music stars and activists backing the Venezuelan opposition&rsquo;s attempt to break a government blockade and bring food and medical supplies into the country, and most of the journalists covering the showdown, clustered around the border with Colombia.<br>\nBut it was the remote frontier with Brazil that saw the worst violence and the boldest &ndash; though unfounded &ndash; claims of success in getting aid into Venezuela.<br>\nAt least three people were killed and more than 20 injured over two days of extraordinary violence and tension in the area that saw the regional military chief briefly captured by indigenous people and the most senior local official flee into hiding.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2019\/feb\/24\/venezuela-brazil-violence-maduro-guaido\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kranke Tyrannen Verbrecherische US-Oligarchie<\/strong><br>\nDass die korrupte US-Oligarchie (Jimmy Carter) die halbe Welt mit Handelskriegen, verdeckten Kriegen, Drohnen- und Bombenkriegen &uuml;berzieht, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Jetzt taucht Uncle Sam pl&ouml;tzlich an der kolumbianischen Grenze auf, um &bdquo;den Menschen in Venezuela mit Nahrungs- und Arzneimitteln zu helfen&ldquo;. Man wundert sich, versuchen doch die USA seit Jahren mit einem Wirtschaftskrieg, der zu Nahrungsmittel-Knappheit und zum Fehlen von Arzneimitteln f&uuml;hrt, einen Regierungswechsel in Venezuela zu erzwingen. Folgerichtig weigern sich auch UNO und Rotes Kreuz, dieses US-Man&ouml;ver als einen Akt der Menschlichkeit anzuerkennen. Man riecht den Braten, denn gleichzeitig droht Washington mit einer milit&auml;rischen Intervention, um den viel Angriffsfl&auml;che bietenden venezolanischen Pr&auml;sidenten Maduro zur Aufgabe zu zwingen.<br>\nDer H&ouml;hepunkt dieser Schmierenkom&ouml;die, die von den westlichen Propagandamedien unterst&uuml;tzt wird, ist eine Twitter-Botschaft von Trumps Au&szlig;enminister Mike Pompeo: &bdquo;Was f&uuml;r ein kranker Tyrann stoppt Nahrung f&uuml;r hungrige Menschen? Es wird Zeit, den verzweifelten Menschen in Venezuela zu helfen.&ldquo;<br>\nGleichzeitig bricht in Syrien wegen der US-Sanktionen das Gesundheitssystem zusammen, weil n&ouml;tige Arzneimittel nicht mehr zur Verf&uuml;gung stehen. Was f&uuml;r ein kranker Tyrann stoppt Arzneimittel f&uuml;r hilflose kranke Kinder, k&ouml;nnte man mit Mike Pompeo fragen, dessen Chef f&uuml;r diese Verbrechen verantwortlich ist.<br>\nAber wir kennen ja schon die skrupellose Moral der F&uuml;hrungsfiguren der &bdquo;hemmungslosen Schurken-Supermacht&ldquo; USA (US-Politikberater Robert Kagan). Als die damalige US-Au&szlig;enministerin Madeleine Albright 1996 in einem Fernsehinterview gefragt wurde, ob der Tod von einer halben Million irakischer Kinder durch das US-amerikanische Embargo gegen den Irak gerechtfertigt gewesen sei, antwortete sie: &bdquo;Es ist diesen Preis wert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2186332848094837\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via FB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Hoda Muthana nicht in die USA zur&uuml;ck darf<\/strong><br>\nAls Hoda Muthana sich von den USA auf den Weg nach Syrien machte, um sich der Terrororganisation &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; anzuschlie&szlig;en, ver&ouml;ffentlichte sie auf Twitter ein Bild, auf dem sie mit ihrem amerikanischen Pass zu sehen war. &ldquo;Bald gibt es ein Lagerfeuer&rdquo;, schrieb die junge Frau darunter. Ob sie ihren Pass damals wirklich verbrannt hat, ist nicht klar. Klar ist: Muthana will einen neuen Pass und zur&uuml;ck in die USA.<br>\nSie k&ouml;nne nicht ausdr&uuml;cken, wie sehr sie ihre Entscheidung von damals bereue, erz&auml;hlt die heute 24-J&auml;hrige der &ldquo;New York Times&rdquo; und dem &ldquo;Guardian&rdquo;. Muthana ist eine der rund 1500 ausl&auml;ndischen Frauen und Kinder des IS, die von Kurden im Fl&uuml;chtlingslager al-Hul in Syrien festgehalten werden. Seitdem sie von den Kurden gefangen wurde, versucht Muthana alles, um zur&uuml;ck in den US-Bundesstaat Alabama zu kommen.<br>\nDoch US-Pr&auml;sident Donald Trump will sie nicht zur&uuml;cknehmen. Zwar forderte Trump erst k&uuml;rzlich die europ&auml;ischen Staaten auf, 800 inhaftierte IS-K&auml;mpfer wiederaufzunehmen. Andernfalls seien die USA gezwungen, die K&auml;mpfer freizulassen. In Deutschland l&ouml;ste das eine heftige Diskussion &uuml;ber den Umgang mit Staatsb&uuml;rgern, die in den Dschihad ziehen, aus.<br>\nF&uuml;r Trumps eigenes Land soll das aber offenbar nicht uneingeschr&auml;nkt gelten. (&hellip;)<br>\nNach internationalem Recht werden nach dem Ende von Konflikten die ehemaligen K&auml;mpfer in ihren L&auml;ndern repatriiert. Die USA sind davon in diesem Fall in sehr viel geringerem Ma&szlig;e betroffen als europ&auml;ische Staaten. Insgesamt sind nur eine kleine Anzahl von Amerikanern nach Syrien gereist, um f&uuml;r den IS zu k&auml;mpfen. 300 US-Amerikaner sollen es laut einem Bericht des Extremismusforschungsprogramms der George Washington Universit&auml;t versucht haben. Etwa 59 Menschen reisten nach dem Report tats&auml;chlich ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-will-is-anhaengerin-hoda-muthana-nicht-in-die-usa-lassen-a-1254598.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> an Wasser predigen und Wein trinken, erinnert mich die USA. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Die Europ&auml;er sollen die IS K&auml;mpfer aufnehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die USA die Hauptverursacher des IS, die machen das nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Ohne Irakkrieg w&uuml;rde es den IS nicht geben, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ex-us-geheimdienstchef-mike-flynn-ueber-den-is-wir-waren-zu-dumm-a-1065038.html\">sagte der damals amtierende Geheimdienstchef der USA Michael Flynn<\/a>!<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;SPIEGEL ONLINE: Den IS g&auml;be es nicht, wenn die Amerikaner nicht 2003 in Bagdad eingefallen w&auml;ren. Bedauern Sie&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Flynn: &hellip;ja, absolut&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>SPIEGEL ONLINE: &hellip;den Irakkrieg?<\/em><\/p>\n<p><em>Flynn: Das war ein riesiger Fehler. So brutal Saddam Hussein war &ndash; ihn nur zu eliminieren, war falsch. Das Gleiche gilt f&uuml;r Gaddafi und Libyen, das heute ein failed state ist. Die gro&szlig;e historische Lektion lautet, dass es eine strategisch unglaublich schlechte Entscheidung war, in den Irak einzumarschieren. Die Geschichte sollte und wird &uuml;ber diese Entscheidung kein mildes Urteil f&auml;llen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Doppelbesteuerungsabkommen &ndash; Gewinn oder Verlust f&uuml;r L&auml;nder des S&uuml;dens?<\/strong><br>\nWelch zentrale politischen Konflikte sich hinter scheinbar rein technischen, steuerrechtlichen Fragen verbergen, zeigte sich beim Fachgespr&auml;ch zu Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) am vergangenen Mittwoch im Bundestag. Dienen DBA wirklich vor allem dem Ziel der Investitionsf&ouml;rderung, indem sie die Gefahr der Mehrfachbesteuerung von im Ausland t&auml;tigen deutschen Unternehmen verhindern, und sind somit automatisch entwicklungspolitisch sinnvoll, wie die Bundesregierung behauptet? Oder schr&auml;nken sie die Besteuerungsrechte von Entwicklungsl&auml;ndern drastisch ein und schreiben damit eine ungleiche Entwicklung zwischen globalem Norden und globalen S&uuml;den fort?<br>\nDiese Fragen sind derzeit von besonderer Dringlichkeit, da die Bundesregierung neue DBA mit neun L&auml;ndern des Globalen S&uuml;dens verhandelt. Wie Fabio de Masi, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, und Eva-Maria Schreiber, Obfrau im Ausschuss f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in ihren Eingangsstatements erinnerten, stehe diese Initiative paradigmatisch f&uuml;r einen radikalen Wandel der deutschen Entwicklungspolitik, die die F&ouml;rderung von Privatinvestitionen in Entwicklungsl&auml;ndern zu ihrem zentralen Ziel und Zweck erkoren hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.eva-maria-schreiber.de\/de\/article\/151.fachgepr%C3%A4ch-doppelbesteuerungsabkommen-gewinn-oder-verlust-f%C3%BCr-entwicklungsl%C3%A4nder.html\">Eva Schreiber\/Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland blockiert Steuertransparenz in der EU<\/strong><br>\nAm 24. Januar traf sich in Br&uuml;ssel die Gruppe Gesellschaftsrecht. Die Abgesandten aus den EU-Staaten sollten dar&uuml;ber entscheiden, wie es nun weitergeht mit einem Gesetzesvorschlag der EU-Kommission, der zu mehr Transparenz in der Steuerpolitik f&uuml;hren soll. Die Gruppe wollte dar&uuml;ber bereits im vergangenen Juni befinden, doch damals legte Deutschland einen sogenannten Pr&uuml;fvorbehalt ein. Seitdem lagen die Gespr&auml;che de facto auf Eis. Wie es aussieht, wird das auch so bleiben, denn bei der Sitzung im Januar war Berlin wieder nicht in der Lage, eine klare Position zu beziehen. In einer der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegenden diplomatischen Korrespondenz schrieb der Br&uuml;sseler Vertreter an das Ausw&auml;rtige Amt: &ldquo;Deutschland legte zum gesamten Text umfassenden Pr&uuml;fvorbehalt ein.&rdquo;<br>\nKonkret geht es um die Frage, welche Haltung die Mitgliedsstaaten zum Vorhaben der EU-Kommission haben, das sogenannte Country-by-Country-Reporting &ouml;ffentlich zu machen. Mit dieser l&auml;nderspezifischen Berichterstattung sind Unternehmen verpflichtet, den Beh&ouml;rden Daten zum Umsatz, Gewinn und zu Steuerzahlungen aufgeschl&uuml;sselt nach Staaten vorzulegen. Das soll den Finanz&auml;mtern erm&ouml;glichen, Firmen dort zu besteuern, wo der Gewinn erwirtschaftet wird. Im Grundsatz unterst&uuml;tzt die Bundesregierung die Berichterstattungspflicht. Berlin lehnt aber den Vorschlag der EU-Kommission ab, dass Steuerinformationen &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuertransparenz-eu-country-by-country-reporting-1.4339940\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Es zeigt wieder einmal die Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD.<\/em><\/p>\n<p><em>Dem W&auml;hler vorzumachen, dass &bdquo;links&ldquo; abgebogen werden soll und dann &bdquo;rechts&ldquo; abzubiegen. Ziel ist eindeutig, die &bdquo;scheue Finanz-Mafia&ldquo; zu schonen und dem W&auml;hler Sand in das &bdquo;linke Auge&ldquo; zu streuen. So wird sicher das 10%-Ziel bei der n&auml;chsten BT-Wahl erreicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich hat Bundesfinanzminister Scholz seine Entscheidung mit seiner Parteivorsitzenden Nahles abgesprochen. Seit der Schr&ouml;der-Regierungszeit macht das SPD-Spitzenpersonal Politik nicht zum Wohle der Arbeitnehmerschaft, sondern zugunsten von Arbeitgebern\/Unternehmen. Als weitere Beispiele k&ouml;nnten genannt werden:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em>die Gesetze zur massiven Ausweitung der Leiharbeit (obwohl im damals g&uuml;ltigen Berliner Grundsatzprogramm zu lesen war, dass Leiharbeit zu verbieten sei),<\/em><\/li>\n<li><em>das sog. Prostituiertenschutzgesetz, das nicht die der Prostitution nachgehenden Personen, sondern (&uuml;berwiegend m&auml;nnliche) Bordellbetreiber und Hinterleute der Szene sch&uuml;tzt sowie<\/em><\/li>\n<li><em>die Regelungen zur privaten Altersvorsorge, die haupts&auml;chlich der Finanzindustrie n&uuml;tzen und<\/em><\/li>\n<li><em>(angestrebte) Projekte im Rahmen von &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften (&Ouml;PP), damit Privatkonzerne z.B. am hiesigen Stra&szlig;enverkehr abkassieren k&ouml;nnen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Hintergrund: Warum die Aktion &bdquo;Wem geh&ouml;rt Heidenheim?&ldquo;<\/strong><br>\nWie kann man mehr &uuml;ber den Wohnungsmarkt herausfinden?<br>\nIndem man die Mieter fragt. Mit der B&uuml;rgerrecherche &bdquo;Wem geh&ouml;rt Heidenheim?&ldquo; geht die HZ einen ganz neuen Schritt: Wir bitten die Mieter in Heidenheim, sich an unserer Recherche zu beteiligen, damit wir herausfinden k&ouml;nnen, wer die gro&szlig;en Vermieter sind und welche Preise in welchem Stadtteil f&uuml;r Mieten verlangt werden. Unser Partner ist dabei das gemeinn&uuml;tzige Recherchezentrum &bdquo;Correctiv&ldquo; aus Berlin.<br>\nDie Correctiv-Redaktion hat eine solche Recherche bereits in drei Gro&szlig;st&auml;dten (Hamburg, Berlin, D&uuml;sseldorf) mit Kollegen aus Zeitungsredaktionen vor Ort umgesetzt. Heidenheim ist die erste kleinere Stadt, in der ein solches Projekt gestartet wird. Daf&uuml;r wurde von &bdquo;Correctiv&ldquo; ein sogenannter Crowdnewsroom, eine virtueller Redaktionsraum f&uuml;r alle, im Internet erstellt. (&hellip;)<br>\nEs geht bei der Recherche nicht darum, einzelne Eigent&uuml;mer ins Licht der &Ouml;ffentlichkeit zu zerren. Heidenheim ist auch eine Stadt der Hausbesitzer und Kleineigent&uuml;mer. Um sie soll es nicht gehen. Aber der Markt hat sich gedreht. Hin zu Investoren mit undurchschaubaren Firmengeflechten. Es wird gezockt, mit neuen Bauprojekten, mit dem Kauf ganzer Wohnungsunternehmen und lukrativen Immobilien. Die Leidtragenden sind die Mieter, die die Kosten der Spekulation am Ende bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nManchmal wissen die Mieter selbst nicht, wem die Wohnung geh&ouml;rt, in der sie wohnen. Weil hinter der Wohnung nicht ein privater Eigent&uuml;mer steht, der ein oder zwei Immobilien besitzt. Sondern weil hinter der Hausverwaltung, die auf dem Mietvertrag auftaucht, eine anonyme Firma steht. In diesem Fall k&ouml;nnen wir bei einer Grundbuchanfrage helfen, die dem Mieter zusteht.<br>\nDer deutsche Immobilienmarkt ist deutlich intransparenter als in anderen EU-L&auml;ndern, weil die Grundb&uuml;cher nicht einsehbar sind. Das n&uuml;tzt vor allem denen, die den Markt kennen, also den gro&szlig;en Immobilienfirmen. F&uuml;r Mieter und B&uuml;rger ist es schwer, die krassen Ausw&uuml;chse auf dem Wohnungsmarkt zu erkennen. Selbst f&uuml;r Beh&ouml;rden ist es praktisch unm&ouml;glich, undurchsichtige Firmengeflechte aufzudr&ouml;seln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swp.de\/suedwesten\/staedte\/heidenheim\/gemeinsam-auf-dem-mietmarkt-recherchieren-30043286.html\">Heidenheimer Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> An sich eine interessante Fragestellung. Sie k&ouml;nnte in allen St&auml;dten und Gemeinden gestellt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Von Vorteil k&ouml;nnte auch ein Immobilienregister sein. &ldquo;Monitor&rdquo; hatte &uuml;ber das in Deutschland nicht vorhandene Immobilienregister und die negativen Auswirkungen &ndash; u.a. Geldw&auml;sche &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40584#h09\">berichtet<\/a>. Bundesfinanzminister Scholz k&ouml;nnte sich daf&uuml;r einsetzten, aber bisher &uuml;bernimmt er auch auf diesem Feld lediglich die Position seines Vorg&auml;ngers Sch&auml;uble.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>So will Google politischen Widerstand brechen<\/strong><br>\nDer Internetkonzern Google B&ouml;rsen-Chart zeigen will politischen Widerstand gegen sein Gesch&auml;ftsmodell brechen &ndash; und wirft daf&uuml;r seine Lobby-Anstrengungen um. Der Konzern plant, sich &ldquo;zunehmend auf Regierungsmitglieder [zu] konzentrieren, die f&uuml;r die Gesch&auml;fte von Google und die Regulierung der n&auml;chsten Technologiegenerationen entscheidend sind&rdquo;, schreibt Public-Policy-Chef Karan Bhatia in einer Mail an seine Mitarbeiter. Das berichtet das US-Medium &ldquo;Axios&rdquo;, dem die Nachricht vorliegt.<br>\nBhatia, ehemaliger Beamter der Bush-Regierung, schreibt weiter, es w&uuml;rden &ldquo;gr&ouml;&szlig;ere Forderungen als je zuvor&rdquo; an den Suchmaschinenkonzern gerichtet. Unter anderem liege das an dem &ldquo;erh&ouml;hten &ouml;ffentlichen Fokus auf Tech&rdquo;. Die Abteilung habe er von &ldquo;Public Policy&rdquo; in &ldquo;Government Affairs and Public Policy&rdquo; umbenannt, um den neuen Fokus widerzuspiegeln.<br>\nEin zentrales Team soll laut &ldquo;Axios&rdquo; ausgebaut werden, um die gro&szlig;en Streitfragen im Kartellrecht und zum Schutz der Privatsph&auml;re anzugehen. Andere Einheiten sollen sich l&auml;nder- und produktbezogene Probleme vornehmen. Mehr Ressourcen w&uuml;rden auch auf Schwellenl&auml;nder abgestellt, so ein Insider zu dem Medium. Auf Nachfrage von manager-magazin.de kommentierte Google den Bericht bisher nicht. (&hellip;)<br>\nAuch Facebook, das ein Jahr voller Skandale hinter sich brachte, erh&ouml;hte seine Lobbying-Ausgaben im selben Zeitraum von 11,5 Millionen auf 13 Millionen US-Dollar. Zuletzt gab es f&uuml;r das soziale Netzwerk viel Gegenwind aus Gro&szlig;britannien. CEO Mark Zuckerberg (34) hatte das Parlament dort ver&auml;rgert, als er Anreise und Aussage beim Cambridge-Analytica-Skandal verweigerte. In einem Bericht nannte das Digitalkomitee des britischen Parlaments Facebook vor wenigen Tagen einen &ldquo;digitalen Gangster&rdquo;, woraufhin Zuckerberg dem zust&auml;ndigen Minister Jeremy Wright nun laut &ldquo;BBC&rdquo; 30 Minuten seiner Zeit schenkt.<br>\nGemeinsam mit Amazon (14,2 Millionen US-Dollar), Microsoft (9,5 Millionen) und Apple (6,6 Millionen) belaufen sich die Lobbying-Ausgaben der gro&szlig;en Tech-Konzerne laut der Nachrichtenagentur &ldquo;Bloomberg&rdquo; auf 64,3 Millionen US-Dollar im Jahr 2018. Unter Aktivisten wachsen die Bedenken, dass die Millionen die Interessen der Verbraucher wegsp&uuml;len k&ouml;nnten. &ldquo;Die gro&szlig;e Sorge ist, dass die Lobby-Arbeit zu einer Debatte f&uuml;hren wird, die sich auf die falschen Fragen konzentriert&rdquo;, sagte Neema Singh Guliani, leitende Rechtsberaterin der Nichtregierungsorganisation ACLU, k&uuml;rzlich zur US-Zeitung &ldquo;Washington Post&rdquo;. &ldquo;Die zentrale Frage sollte sein: &lsquo;Was ist gut f&uuml;r den Verbraucher?'&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/digitales\/it\/google-wie-sich-der-konzern-mit-lobbying-gegen-kritiker-ruestet-a-1254459.html\">manager magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Beratungsfirmen sollen mehr Einfluss im Gesundheitswesen bekommen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung l&auml;sst sich externen Sachverstand einiges kosten. Eine Anfrage der Gr&uuml;nen ergab k&uuml;rzlich, dass die Ministerien in den vergangenen zwei Jahren mehr als 1,4 Milliarden Euro f&uuml;r private &bdquo;Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsleistungen&ldquo; gezahlt h&auml;tten. Auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung soll der Einfluss von Beratungsfirmen nun wachsen.<br>\nVersteckt im Gesetz f&uuml;r schnellere Termine und bessere Versorgung (TSVG) findet sich eine Passage, mit der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Aufsichtsbeh&ouml;rden wie dem Bundesversicherungsamt erm&ouml;glicht, ihre Pr&uuml;faufgaben an Beratungsunternehmen auszulagern. In den Reihen des Koalitionspartners kommt das nicht gut an.<br>\n&bdquo;Das, was unter dem Stichwort Berater-Republik in Bezug auf andere Ministerien hohe Wellen geschlagen hat, soll jetzt leise durch die Hintert&uuml;r im Bereich Gesundheit kommen&ldquo;, sagte die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis dem Handelsblatt. Die gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften w&uuml;rden ihr Gesch&auml;ftsfeld im Krankenkassenbereich schon seit Jahren ausweiten.<br>\nNun werde die Zust&auml;ndigkeit von externen Beratern noch einmal erweitert, kritisiert Mattheis. Dabei h&auml;tten diese &bdquo;gewinnorientierten Dienstleister&ldquo; kein Interesse daran, im Sinne der Versicherten zu agieren. (&hellip;)<br>\nDie Krankenkassen sind dagegen nicht &uuml;berzeugt. Der Verband der Innungskrankenkassen (IKK) kritisiert, dass hoheitliche Aufgaben der staatlichen Aufsicht an externe Dienstleister delegiert w&uuml;rden. Au&szlig;erdem gebe es &bdquo;eine F&uuml;lle von sich &uuml;berlagernden Pr&uuml;fungen, die eher die B&uuml;rokratie versch&auml;rfen anstatt Verbesserungen bringen&ldquo;, findet IKK-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer J&uuml;rgen Hohnl.<br>\nDer Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) empfiehlt in seiner Stellungnahme, die geplante Neuregelung zu streichen. Zwar sei es aus Sicht des GKV-Spitzenverbandes &bdquo;nachvollziehbar und unkritisch&ldquo;, Beratungsfirmen zum Beispiel die Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses zu &uuml;bertragen.<br>\nDie &bdquo;Pr&uuml;fung besonderer Sachverhalte, etwa zur Erforderlichkeit oder Wirtschaftlichkeit bestimmter Gesch&auml;fts- oder Betriebsabl&auml;ufe&ldquo; sei dagegen problematisch. Die Beratungsfirmen w&uuml;rden oft auch Gesch&auml;ftsbeziehungen zu Vertragspartnern der Krankenkassen, zu Pharmafirmen oder Krankenhaustr&auml;gern unterhalten.<br>\nEs bestehe die Gefahr, dass sie &uuml;ber die von den Aufsichtsbeh&ouml;rden veranlassten Pr&uuml;fungen &bdquo;strategisch verwertbares Knowhow &uuml;ber die Gesch&auml;fts- und Vertragspolitik der gesetzlichen Krankenkassen und ihrer Verb&auml;nde erlangen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/gesetzliche-krankenversicherung-beratungsfirmen-sollen-mehr-einfluss-im-gesundheitswesen-bekommen\/24028642.html?ticket=ST-93297-A2GH1wb6lLffIJj2tprj-ap2\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bsirske kritisiert &ldquo;mafi&ouml;se Strukturen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, hat kriminelle Machenschaften beim Paketversand angeprangert. &ldquo;In der Paketzustellbranche haben sich zum Teil mafi&ouml;se Strukturen etabliert&rdquo;, sagte Bsirske den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. &ldquo;Unternehmen wie Hermes engagieren Firmen, die wiederum andere Firmen beauftragen, die dann Menschen aus der Ukraine, aus Moldawien oder aus Wei&szlig;russland in die Lieferfahrzeuge setzen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nViele h&auml;tten gef&auml;lschte P&auml;sse, sagte Bsirske. &ldquo;Da werden Stundenl&ouml;hne von 4,50 Euro oder sechs Euro gezahlt und das bei Arbeitszeiten von zw&ouml;lf oder sogar 16 Stunden pro Tag.&rdquo; Das Problem werde gr&ouml;&szlig;er, je mehr die Branche der Paketzusteller boome.<br>\nDer ver.di-Chef fordert Regierung und Gesetzgeber zum Handeln auf. &ldquo;Die Politik muss auch in der Paketbranche die sogenannte Nachunternehmerhaftung einf&uuml;hren&rdquo;, sagte Bsirske. &ldquo;Das bedeutet, dass der eigentliche Auftraggeber f&uuml;r die korrekten Arbeitsbedingungen bei allen Subunternehmern verantwortlich ist.&rdquo; Das gebe es bisher nur in der Bau- und in der Fleischbranche.<br>\nDie kritisierten Unternehmen lie&szlig;en die ver.di-&Auml;u&szlig;erungen nicht unwidersprochen. Man lasse sich von all seinen Servicepartnern vertraglich zusichern, &ldquo;dass sie sich vollumf&auml;nglich an gesetzliche Vorgaben &ndash; insbesondere die Verpflichtung zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns &ndash; halten&rdquo;, sagte eine Hermes-Sprecherin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verdi-paketzusteller-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Weshalb wird die Nachunternehmerhaftung eigentlich nicht generell f&uuml;r alle Branchen eingef&uuml;hrt? Aber selbst wenn sie demn&auml;chst auch in der Paketbranche eingef&uuml;hrt werden sollte: Fehlt es nicht z.B. am Personal f&uuml;r entsprechende (Zoll-)Kontrollen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Gleiches Geld f&uuml;r gleiche Arbeit<\/strong><br>\nDie gleichen Chancen wie ihre europ&auml;ischen Kolleginnen und Kollegen aus anderen L&auml;ndern, die haben rum&auml;nische oder bulgarische Wanderarbeiter auf den Baustellen in Frankfurt am Main l&auml;ngst noch nicht. Zwei von ihnen haben sich entschlossen, &uuml;ber ihre Arbeitsbedingungen zu sprechen. Michael Baumgarten vom &bdquo;Europ&auml;ischen Verein f&uuml;r Wanderarbeiterfragen&ldquo; hat den Kontakt vermittelt. Die beiden Rum&auml;nen wollen anonym bleiben. Michael Baumgarten &uuml;bersetzt:<br>\n&bdquo;Sie arbeiten auf dem Bau als Maurer, Bautischler, Einschaler, Eisenbieger und er arbeitet auch noch als Kranfahrer.&ldquo; (&hellip;)<br>\nMehr als das Doppelte als in ihrer Heimat verdienen die Rum&auml;nen auf den Baustellen im Rhein-Main-Gebiet, erz&auml;hlen sie. Dennoch werden sie von der Firma, die sie angestellt hat, betrogen. Denn diese Firma zahlt ihnen einen Teil ihres Lohns schwarz aus und spart sich damit einen Teil der Sozialleistungen f&uuml;r die Rum&auml;nen.<br>\n&bdquo;Sie sind in einem System besch&auml;ftigt, das von Serben dominiert wird, von serbischen Staatsangeh&ouml;rigen. Sie arbeiten in der Regel zehn Stunden pro Tag. Und sie sind in einem System der Schwarzarbeit, wo so 50:50 herrscht. Das hei&szlig;t, ein Teil des Lohns wird offiziell gezahlt, auf das Konto mit Lohnabrechnungen, und ein Teil wird schwarz bezahlt. Und so kommen sie in der Woche auf 55 Stunden und haben also durch dieses System keine Anspr&uuml;che auf Rente, verlieren Anspr&uuml;che auf Rente, verlieren Anspr&uuml;che auf Lohnfortzahlung und bekommen auch keinen Urlaub.&ldquo;<br>\nRobert Feiger ist Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt &ndash; kurz IG BAU. Die Gewerkschaft setzt nun stark auf die Europ&auml;ische Union, wenn es darum geht, die Ausbeutung europ&auml;ischer Wanderarbeiter auf deutschen Baustellen zu stoppen. Es geht um die Unterbringung und auch um Tarifl&ouml;hne. Das rechtliche Instrument ist die so genannte &bdquo;Entsenderichtlinie&ldquo; der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/initiative-gegen-ausbeutung-gleiches-geld-fuer-gleiche.724.de.html?dram:article_id=441810\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kriegsgefahr zwischen Atomm&auml;chten Indien und Pakistan spitzt sich zu<\/strong><br>\nPakistanische Armee erwidert Drohungen Neu-Delhis: Indischer Angriff w&uuml;rde &ldquo;Antwort im ganzen Spektrum&rdquo; n&ouml;tig machen<br>\nDie schon bisher kritische Lage zwischen den beiden Atomm&auml;chten Indien und Pakistan spitzt sich weiter zu. Am Freitag drohte die pakistanische Armee in einem Statement, man werde jeglichen indischen Angriff mit &ldquo;dem vollen Spektrum&rdquo; der milit&auml;rischen M&ouml;glichkeiten beantworten. &ldquo;Wir haben nicht die Absicht, einen Krieg zu beginnen, aber wir werden auf jegliche Bedrohung mit voller Macht reagieren, auch auf &Uuml;berraschungen&rdquo;, sagte eine Milit&auml;rsprecher in der Armeestadt Rawalpindi. &ldquo;Legen Sie sich nicht mit Pakistan an!&rdquo;, f&uuml;gte er laut der Agentur Reuters hinzu.<br>\nEs handelt sich bei dem Statement um eine Antwort auf wiederholte Drohungen aus Neu-Delhi. Vor einigen Tagen hatte Premier Narendra Modi, der sich bereits im Vorwahlkampf f&uuml;r den Urnengang Ende April befindet, mit einer &ldquo;kieferbrechenden Antwort&rdquo; auf Terror aus Pakistan gedroht.<br>\nAusl&ouml;ser der aktuellen Krise in der ohnehin sehr instabilen Region ist ein Terrorangriff am Donnerstag vergangener Woche, bei dem in Pulwama mindestens 40 Mitglieder einer paramilit&auml;rischen indischen Einheit get&ouml;tet wurden. Pulwama liegt in jenem Teil der zwischen Indien, Pakistan (und in Teilen China) umstrittenen Region Kaschmir, den Indien verwaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000098434836\/Kriegsgefahr-zwischen-Atommaechten-Indien-und-Pakistan-spitzt-sich-zu\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche R&uuml;stungsindustrie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rheinmetall: R&uuml;stungsboom verleiht Fl&uuml;gel &ndash; jetzt wird es richtig spannend<\/strong><br>\nDie Probleme der Autoindustrie haben der Aktie von Rheinmetall im zweiten Halbjahr 2018 zugesetzt. Doch inzwischen liegt der Fokus der Anleger wieder auf dem aussichtsreichen R&uuml;stungsgesch&auml;ft. Hier winken starke Wachstumsraten, die Aktie hat 2019 deutlich zugelegt. Doch nach zahlreichen Neuauftr&auml;gen zuletzt muss sich das nun auch in den Zahlen widerspiegeln &ndash; am 1. M&auml;rz wird es spannend.<br>\nAm Freitag kommender Woche wird der MDAX-Konzern vorl&auml;ufige Zahlen zum abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr ver&ouml;ffentlichen. Erwartet wird, dass Rheinmetall im abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr einen Umsatz von 6,16 Milliarden Euro erzielt hat. Beim operativen Gewinn (EBIT) rechnen die Experten mit 461 Millionen Euro. Das w&uuml;rde einer Marge von 7,5 Prozent entsprechen. Endg&uuml;ltige Zahlen werden dann am 13. M&auml;rz folgen, dann soll auch die Dividende von voraussichtlich 1,80 Euro je Aktie festgelegt werden. (&hellip;)<br>\nLangfristig sind die Aussichten f&uuml;r Rheinmetall auch dank des deutsch-franz&ouml;sischen R&uuml;stungsplans ausgezeichnet. Kurzfristig winkt bei starken Zahlen der Sprung in den dreistelligen Kursbereich. DER AKTION&Auml;R spekuliert im Real-Depot mit einem Call auf dieses Szenario. Der Schein hat sich bereits beinahe verdoppelt. Wer noch nicht dabei ist, kann nach wie vor zugreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deraktionaer.de\/aktie\/rheinmetall--ruestungsboom-verleiht-fluegel---jetzt-wird-es-richtig-spannend-446250.htm\">Der Aktion&auml;r<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.R.:<\/strong> offenbar hat es sich f&uuml;r Rheinmetall so richtig gelohnt, die abgehalfterten Minister aus CDU und FDP mit ihren Verbindungen eingebunden zu haben. W&auml;hrend in manchen Bereichen, die Konjunktur schw&auml;chelt, wird hier mit den todbringenden Waffen richtig gut Profit gemacht.<\/em><\/p>\n<p><em>Da nehmen die Medien der Aktion&auml;re kein Blatt vor den Mund.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das deutsche Dilemma der R&uuml;stungsexporte<\/strong><br>\nDie Bundesregierung gerate zunehmend in einen Interessenkonflikt, meint Andreas Rinke. Sie wolle weiter national definieren, wo die Schwelle f&uuml;r R&uuml;stungsexporte liege. Gleichzeitig solle die europ&auml;ische Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik verst&auml;rkt werden. Man m&uuml;sse sich f&uuml;r eines von beidem entscheiden.<br>\n&bdquo;Naiv&ldquo;, &bdquo;tief besorgt&ldquo; &ndash; wenn Deutschlands engste Partner derzeit &uuml;ber Berlins R&uuml;stungsexportpolitik sprechen, dann klingt dies nicht besonders nett. In Frankreich und Gro&szlig;britannien sitzt der &Auml;rger tief, dass der im Januar ausgesprochene Stopp f&uuml;r Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien nicht nur deutsche Firmen trifft. Mal d&uuml;rfen Eurofighter-Flugzeuge oder Ersatzteile, die die Briten an die Regierung in Riad liefern wollen, wegen deutscher Bestandteile nicht exportiert werden. Mal m&uuml;ssen franz&ouml;sische Helikopter am Boden blieben, weil deutsche Schrauben mit an Bord sind.<br>\nIn der deutschen Bev&ouml;lkerung kam dieser Bann f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter f&uuml;r das K&ouml;nigreich am Golf bisher gut an. Denn die Herrscher in Riad mischen nicht nur flei&szlig;ig beim Krieg im Nachbarland Jemen mit. Dem saudischen K&ouml;nigshaus wird zudem vorgeworfen, direkt an der Ermordung des kritischen Journalisten Khashoggi beteiligt zu sein.  (&hellip;)<br>\nDeshalb muss sich die deutsche Politik in den kommenden Monaten entscheiden. Will sie ihren Sonderweg weitergehen? Oder will sie ein Motor der europ&auml;ischen Integration werden? Dann aber muss sie Abschied vom deutschen Sonderweg in der Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik nehmen. Schlie&szlig;lich fordern gerade Union und SPD, dass Entscheidungen &uuml;ber die europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik nicht mehr einstimmig fallen sollten, sondern mit Mehrheitsentscheid. Im Prinzip akzeptiert die Bundesregierung damit, von einer Mehrheit an Partnern &uuml;berstimmt werden zu k&ouml;nnen. Nur sinkt die Bereitschaft dazu, wenn es konkret wird. Ob die Bundesregierung etwa im Falle Saudi-Arabiens den Lieferstopp im M&auml;rz auslaufen l&auml;sst, ist deshalb trotz des Dr&auml;ngens der engsten EU-Partner v&ouml;llig offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aussen-und-verteidigungspolitik-das-deutsche-dilemma-der.720.de.html?dram:article_id=441857\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> &ldquo;Die Deutschen zeigten jedoch &bdquo;eine Art moralische &ldquo;&Uuml;berh&ouml;hung&ldquo;, beklagt der Airbus-Chef. Wenn man nicht bereit sei, die Sicherheitsinteressen und die Exportpolitik selbst der engsten Partner anzuerkennen, entstehe der Eindruck, &bdquo;dass am deutschen Wesen die Welt der R&uuml;stungsexporte genesen&ldquo; solle.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Perfide, diese Art von Argumentation, die mit verdrehter Moral daher kommt um das eigene Unmoralische zu decken.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch das Gerede vom &ldquo;deutschen Sonderweg&rdquo; geht in diese Richtung. Wo bleibt die Forderung nach Konfliktpr&auml;vention, sowie die F&ouml;rderung von Frieden sichernder Politik im zivilen Bereich. Waffen(Lieferungen) in alle Welt liefert zumeist Gewalt, Tod, Zerst&ouml;rung, Leid und uns&auml;gliches Elend gleich mit.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geplante Verdunkelung<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend ist nur, dass es so schnell herauskam: Weit mehr als ein Jahr lang stand die Frage im Raum, warum der Terrorverd&auml;chtige Bilel Ben Ammar wenige Wochen nach dem Lkw-Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt trotz laufender Ermittlungen abgeschoben worden war. Den Verdacht, der sich jetzt best&auml;tigt hat, klar auszusprechen, konnte noch vorgestern herablassend mit &raquo;Verschw&ouml;rungstheorie! Setzen! Sechs&laquo; beantwortet werden.<br>\nJetzt ist es keine Theorie mehr: Bilel Ben Ammar hat f&uuml;r einen Geheimdienst gearbeitet &ndash; wie das Magazin Focus unter Berufung auf ihm vorliegende Dokumente berichtet, f&uuml;r den marokkanischen. Dieser selbst konnte seinen Agenten nicht ohne die Hilfe entsprechend motivierter deutscher Beh&ouml;rden mittels Abschiebung verschwinden lassen.<br>\nNach AfD-Logik mag es naheliegend sein, einen Mann, gegen den im Zusammenhang mit einem Zw&ouml;lffachmord ermittelt wird, einfach schnell au&szlig;er Landes zu schaffen: Abschiebung als Patentl&ouml;sung. Aus dem Auge, aus dem Sinn. F&uuml;r die Verfassungsschutz-Zeugen, die sich in den Untersuchungsaussch&uuml;ssen von Bund und L&auml;ndern an nichts erinnern wollen, war es bequem.<br>\nDen Verletzten und den Angeh&ouml;rigen der Todesopfer wurde damit vorerst die M&ouml;glichkeit genommen, an einem Prozess teilzunehmen, in dem sie als Nebenkl&auml;ger Beweisantr&auml;ge stellen und ihre Interessen vertreten k&ouml;nnen. Der &Ouml;ffentlichkeit sollte die Chance genommen werden, mehr dar&uuml;ber zu erfahren, warum in diesem Fall die Bev&ouml;lkerung nicht gesch&uuml;tzt worden war, was einige Ermittler sicherlich ernsthaft versucht haben. Die Enth&uuml;llung &uuml;ber Bilel Ben Ammar wirft ein neues Licht auf ihr vermeintliches Versagen.<br>\nZur Erinnerung: Ben Ammar war derjenige, den das Berliner Landeskriminalamt (LKA) zuerst als islamistischen &raquo;Gef&auml;hrder&laquo; im Blick hatte und durch den es auf den sp&auml;ter als Attent&auml;ter identifizierten Tunesier Anis Amri gesto&szlig;en war. Nach bisherigen Ermittlungen war es Amri, der am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen in die Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz gesteuert hatte. Dadurch waren elf Menschen get&ouml;tet und Dutzende weitere verletzt worden, nachdem bereits der polnische Lkw-Fahrer erschossen worden war. Von wem, das muss jetzt ausdr&uuml;cklich mit einem Fragezeichen versehen werden. Denn dass Amri ganz alleine gehandelt hat, glauben weder der damalige Leiter des f&uuml;r Islamismus zust&auml;ndigen Dezernats im Berliner LKA, der vergangene Woche vor dem Ausschuss aussagte, noch dessen Beh&ouml;rdenchef Christian Steiof, der dort am letzten Donnerstag in den Zeugenstand trat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/349739.geplante-verdunkelung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Juncker-Fonds unter der Lupe: Ergebnisse des aktuellen Berichts des Europ&auml;ischen Rechnungshofs<\/strong><br>\n&bdquo;Neue Impulse f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze, Wachstum und Investitionen&ldquo; war die erstgereihte von zehn Priorit&auml;ten, die Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker im Juli 2014 als politische Leitlinien seiner neuen Kommission pr&auml;sentiert hatte. Auf die fehlende Investitionst&auml;tigkeit, die infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 zu beobachten war, sollte die Europ&auml;ische Union reagieren, und zwar mit einer neuen Investitionsoffensive. Diese wurde auch als Juncker-Plan bekannt. Neben einer Investitionsberatung und verbesserten rechtlichen Rahmenbedingungen stellte der am 25. Juni 2015 formell neu eingerichtete &bdquo;Europ&auml;ische Fonds f&uuml;r Strategische Investitionen&ldquo; das Herzst&uuml;ck des Plans dar: Insgesamt 16 Mrd. Euro sollten als Garantien aus dem EU-Haushalt und 5 Mrd. Euro als Eigenmittel der Europ&auml;ischen Investitionsbank (EIB) zur Verf&uuml;gung gestellt werden &ndash; damit k&ouml;nnten Finanzierungen durch die Europ&auml;ische Investitionsbank von 61 Mrd. Euro erm&ouml;glicht werden, die im Zeitraum von 2015 bis 2018 Gesamtinvestitionen in H&ouml;he von 315 Mrd. Euro bewirken sollten. Die Kommission ging von einem 15-fachen Multiplikatoreffekt dieser Gelder aus. Die Investitionsfelder reichen dabei von Infrastruktur, Forschung und Innovation, Bildung bis zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. (&hellip;)<br>\nDer Bericht des Rechnungshofs best&auml;tigt Bedenken, die viele bereits im Vorfeld zur Schaffung des EFSI ge&auml;u&szlig;ert hatten. Dies betrifft vor allem die &uuml;bertriebene Darstellung des Multiplikatoreffekts. Dieser erweckte den Eindruck, beeindruckende Investitionssummen zu bewirken, die schlussendlich aufgrund der zeitlichen Verz&ouml;gerung der Umsetzung nicht nachgepr&uuml;ft werden bzw. werden k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nEin Beispiel f&uuml;r den eher zu hinterfragenden Einsatz von Mitteln aus dem Juncker-Plan stellt der Coup dar, den die &Ouml;BB im Dezember 2017 gelandet haben: Die Europ&auml;ische Investitionsbank stellte der &Ouml;BB-Personenverkehr (&Ouml;BB-PV) ein Darlehen &uuml;ber 500 Millionen Euro zur Anschaffung von neuen Cityjet-Zuggarnituren zur Verf&uuml;gung. Dies war die bis dahin gr&ouml;&szlig;te EU-Investition, die aus dem EFSI mit einer Garantie abgesichert wurde. Es stellt sich unweigerlich die Frage, inwieweit Zuggarnituren &uuml;berhaupt den eigentlichen Zweck des EFSI, risikoreiche Investitionen zu f&ouml;rdern, erf&uuml;llen. Sie erscheinen jedenfalls nicht nur auf den ersten Blick als wenig risikoreich bzw. innovativ.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/bericht-des-europaeischen-rechnungshofs-ueber-den-juncker-fonds\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Erste<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>ARD regelt mehr als Sprache<\/strong><br>\nDie dicksten L&uuml;gen haben die gr&ouml;&szlig;ten Quoten<br>\nVon BILD bis &bdquo;Junge Welt&ldquo;: Das 120.000-Euro-Gutachten der ARD zum &bdquo;Framing&ldquo; wird zwischen Hochstapelei und Manipulations- Handbuch eingeordnet. Und &ndash; selten genug &ndash; beide haben Recht. Und beide greifen zu kurz: Das &bdquo;Framing Manual&ldquo; ist ein ideologisches Manifest der ARD, das alle vorhandenen gesetzlichen Regularien und Grundlagen der ARD durch Ignorieren au&szlig;er Kraft setzt und die Machtergreifung einer hauseigenen, hausgemachten Glaubensgemeinschaft predigt. So organisiert man Gefolgschaft. Erst nach innen, bei den aktiven Tr&auml;gern der Ideologie, den Redakteuren, dann bei den Zuschauern, die letztes Ziel der Ideologisierung sind. Fraglos ist Elisabeth Wehling, die Autorin des Manuals, keine simple Propaganda-R&ouml;hre. Aber ihre ARD-Glaubenspredigt hat alle Z&uuml;ge der klassischen, sektiererischen Formierung einer Kampfgemeinschaft. Was zu beweisen ist. (&hellip;)<br>\nDie ARD-Generalsekret&auml;rin &ndash; ein m&auml;chtiger Titel f&uuml;r eine wirkungsm&auml;chtige Funktion&auml;rin &ndash; Dr. Susanne Pfab, stellt sich mit einer &bdquo;Klarstellung&ldquo; hinter dasTraktat der Wehling. Das sei zwar eine &bdquo;Arbeitsunterlage&ldquo;, h&auml;tte aber einen &bdquo;missverst&auml;ndlichen Titel&ldquo;. Und mache nur &bdquo;unter anderem darauf aufmerksam, dass es sinnvoll sei, &uuml;ber sprachliche Formulierungen auch die dahinterstehenden Werte offenzulegen&ldquo;. Eine glatte L&uuml;ge. Aber die dicksten L&uuml;gen haben die gr&ouml;&szlig;ten Quoten und um die Wahrheit komplett zu versenken, wird noch dieser Beton dr&uuml;bergegossen: Bei dem &bdquo;Workshop-Angebot f&uuml;r Mitarbeitende geht es darum, f&uuml;r den verantwortungsvollen Umgang mit Sprache zu sensibilisieren&ldquo;. Die Wahrheit: hinter einem schw&uuml;lstigen Vorhang scheinwissenschaftlicher Sprache enth&uuml;llt sich der ARD-Manipulationsapparat in all seiner h&auml;sslichen Gestalt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/ard-regelt-mehr-als-sprache.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Tagesschau hat immer recht<\/strong><br>\nSie kann keinen Irrtum eingestehen, denn sie reflektiert unser staatliches Selbstbild vom Guten, Wahren, Sch&ouml;nen &ndash; in all seiner Unaufrichtigkeit<br>\nVon Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam<br>\nJetzt ist es passiert: Die &bdquo;Giftgas&ldquo;-Gr&auml;uelm&auml;rchen der Tagesschau aus den syrischen Orten Duma und Sarakib sind als fauler Zauber aufgeflogen. Ein unmittelbar an dem Fake beteiligter BBC-Producer hat sie als Inszenierung der &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; beschrieben. Trotzdem denkt die ARD-aktuell-Redaktion nicht daran, sich zu der besch&auml;menden journalistischen Pleite zu bekennen und f&uuml;r den Propagandadreck von damals zu entschuldigen. Sie wird auch insoweit ihrer systemtragenden Rolle gerecht. Anst&ouml;&szlig;e zur Nachdenklichkeit m&uuml;ssen unterbleiben. Schlie&szlig;lich braucht sogar eine so selbstherrliche Regierung wie die unsere ein Mindestma&szlig; an Einvernehmen mit ihrem Wahlvolk &ndash; f&uuml;r den Krieg in fremden L&auml;ndern.<br>\nWenn die Propagandablase doch einmal platzt, ist das zwar peinlich, aber Gniffkes Qualit&auml;tsjournalisten sitzen es aus. Zugeben, dass das Publikum systematisch hinters Licht gef&uuml;hrt wurde? Nicht in dieser Welt. Da seien Dr. Gniffke und die deutsche Staatsr&auml;son vor. Das ist die Tagesschau-Identit&auml;t: Regierungstr&ouml;te. Staatsrundfunk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2019\/02\/24\/die-tagesschau-hat-immer-recht\/\">St&auml;ndige Publikumskonferenz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Angst vor dem b&ouml;sen Wolf<\/strong><br>\nDie CDU-Jugend will sch&auml;rfere Gesetze gegen W&ouml;lfe &ndash; dabei lebt in Hessen kein einziges Exemplar.<br>\nEine &bdquo;Wolfsverordnung&ldquo; fordert die Junge Union (JU) Hessen von der Landesregierung. Es m&uuml;sse geregelt sein, dass der Abschluss von &bdquo;Problemw&ouml;lfen&ldquo; als Ultima Ratio m&ouml;glich ist. Die Zahl der Angriffe von W&ouml;lfen auf Nutztiere wachse stetig, warnt Anna-Maria Bischof, in der CDU-Jugendorganisation Referentin f&uuml;r Umwelt, Landwirtschaft und l&auml;ndlichen Raum. &bdquo;Diese Vorf&auml;lle und die damit verbundenen Sorgen der Bev&ouml;lkerung m&uuml;ssen ernst genommen werden.&ldquo;<br>\nAnlass f&uuml;r den Vorsto&szlig; ist die j&uuml;ngst von der Dokumentationsstelle des Bundes ver&ouml;ffentlichte Schadensbilanz f&uuml;r das Jahr 2017. Demnach haben die Angriffe auf Nutztiere stark zugenommen. 472 waren es seinerzeit bundesweit Jahr. Was auch mit der gewachsenen Population zusammenh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/angst-vor-wolf-hessen-11795620.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn eine Partei, die keine Probleme damit hat, dass pro Jahr 45 Millionen m&auml;nnliche K&uuml;ken in deutschen H&uuml;hnerfabriken geschreddert werden, nun Sorgen um 472 &bdquo;Nutztiere&ldquo; vorgaukelt, wirkt dies reichlich aufgesetzt und bigott.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zwei analoge Menschen auf einem Butzbacher Bahnsteig<\/strong><br>\nEssayist G&ouml;tz Eisenberg &uuml;ber seine Begegnungen mit dem Ende 2018 verstorbenen Schriftsteller Wilhelm Genazino<br>\nAm 12. Dezember 2018 ist der Frankfurter Schriftsteller Wilhelm Genazino im Alter von 75 Jahren gestorben. Ich hatte das Gl&uuml;ck, ihm ein paar Mal zu begegnen. Als Schriftsteller stie&szlig; ich bereits Ende der 1970er Jahre auf ihn. Ein Freund hatte mich auf die gerade erschienenen B&auml;nde seiner Abschaffel-Trilogie aufmerksam gemacht. Genazino wurde f&uuml;r mich in der Folge zu dem, was man einen Lebensschriftsteller nennen k&ouml;nnte. Mit gro&szlig;er Zuverl&auml;ssigkeit erschien in den letzten vierzig Jahren alle zwei Jahre ein schmaler Roman von ihm. Ich erwartete den &ldquo;neuen Genazino&rdquo; immer schon sehnlichst und las ihn dann auch prompt. Wobei lesen ein zu schwaches Wort ist: Ich st&uuml;rzte mich auf die Romane, sog sie auf, kroch in sie hinein.<br>\nLeibhaftig bin ich Wilhelm Genazino zum ersten Mal bei einer Lesung in der Gie&szlig;ener Stadtbibliothek begegnet. Das muss 1996 gewesen sein. Das Buch, aus dem er vor einem kleinen Publikum las, trug den eigenartigen Titel: &ldquo;Das Licht brennt ein Loch in den Tag&rdquo;. Darin schildert er mit der f&uuml;r ihn charakteristischen Detailversessenheit, wie sich eine kleine Spinne in seine Zuckerdose verirrt und zwischen den W&uuml;rfeln herumkrabbelt. Nachdem die Spinne die Dose verlassen hat, erkennt er sich in dem Tier wieder: &ldquo;Es gibt keine Flucht, keine Rettung und kein Heil, es gibt nur das Versteck und auch dieses nur vor&uuml;bergehend.&rdquo; Nach der Lesung ging ich zu seinem Tisch und bat ihn, das Buch zu signieren. Ich wei&szlig; noch, wie erstaunt ich &uuml;ber seine Erscheinung war. Er sah aus wie die personifizierte Biederkeit &ndash; und hatte es doch faustdick hinter den Ohren. Ich verdanke dieser ersten Begegnung die Erkenntnis, dass es manchmal klug sein kann, seiner Entfernung von der Realit&auml;tstruppe das ironische Aussehen des Konformismus zu geben.<br>\nAls ich im Butzbacher Gef&auml;ngnis begann, gegen die dort grassierende kulturelle Verelendung mit Theaterauff&uuml;hrungen, Lesungen und Diskussionsgruppen anzugehen, schrieb ich Genazino im Jahr 2009 an und fragte ihn, ober er sich vorstellen k&ouml;nnte, zu einer Lesung nach Butzbach zu kommen. Er habe in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nichts vor und komme gern, antwortete er. Er habe in den 80er Jahren in Bremen im Gef&auml;ngnis &uuml;ber ein Jahr lang eine Schreibwerkstatt durchgef&uuml;hrt und versp&uuml;re seither eine gewisse Verbundenheit mit den in Gef&auml;ngnissen einsitzenden Menschen. Sp&auml;testens damals sei ihm bewusst geworden, welche Zuf&auml;lle daf&uuml;r verantwortlich sind, dass wir drau&szlig;en lebenden Menschen von Gef&auml;ngnis und Strafe verschont geblieben sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.giessener-anzeiger.de\/lokales\/kreis-giessen\/landkreis\/zwei-analoge-menschen-auf-einem-butzbacher-bahnsteig_19974919\">Gie&szlig;ener Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Offener Brief: Der Einsatz f&uuml;r Menschenrechte ist nicht antisemitisch<\/strong><br>\nIn einem offenen Brief verurteilen mehr als 90 namhafte j&uuml;dische Wissenschaftler und Intellektuelle, darunter Noam Chomsky, Eva Illouz, Alfred Grosser, Moshe Zimmermann, Judith Butler und Micha Brumlik, die Anfeindungen gegen unseren Verein und rufen die deutsche Zivilgesellschaft auf, die freie Meinungs&auml;u&szlig;erung jener zu gew&auml;hrleisten, die sich gegen die Unterdr&uuml;ckung der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung wenden.<br>\nDer Einsatz f&uuml;r Menschenrechte ist nicht antisemitisch<br>\nIn den letzten Jahren haben die israelische Regierung und ihre Unterst&uuml;tzer versucht, die Debatte &uuml;ber die systematische Unterdr&uuml;ckung der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung und die verheerenden Auswirkungen der seit 51 Jahren andauernden Besatzung zu unterbinden. Zivilgesellschaftliche Organisationen in Israel und weltweit, die sich f&uuml;r die Menschenrechte der Pal&auml;stinenser einsetzen, werden von israelischen Offiziellen in zynischer Weise als Feinde des Staates, Verr&auml;ter und zunehmend als Antisemiten abgestempelt. F&uuml;r kritisches Engagement bleibt immer weniger Raum.<br>\nDiese besorgniserregenden Entwicklungen sind auch an Deutschland nicht vor&uuml;bergegangen. Wir unterst&uuml;tzen voll und ganz die Bem&uuml;hungen der deutschen Zivilgesellschaft und Politik, alle heutigen Formen des Antisemitismus zu bek&auml;mpfen &ndash; ein bitter n&ouml;tiges Anliegen angesichts des Aufstiegs nationalistischer Parteien und Bewegungen gerade einmal 73 Jahren nach der &Uuml;berwindung des NS-Staats. Unter dem Vorwand des Schutzes j&uuml;dischen Lebens sind jedoch in dem Kontext Angriffe auf Organisationen und Personen, die sich mit den pal&auml;stinensischen Bestrebungen nach Gleichheit und Befreiung solidarisch zeigen, inzwischen Alltag geworden. Die freie Rede in Bezug auf pal&auml;stinensische Menschenrechte wird durch Forderungen, Diskussionen im &ouml;ffentlichen Raum zu verbieten, durch &ouml;ffentliche Verleumdungskampagnen und entsprechende Beschl&uuml;sse eingeschr&auml;nkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.juedische-stimme.de\/2019\/01\/18\/offener-brief-der-einsatz-fuer-menschenrechte-ist-nicht-antisemitisch\/\">J&uuml;dische Stimme<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49556","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49556"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49556\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49559,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49556\/revisions\/49559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}