{"id":49577,"date":"2019-02-26T08:18:49","date_gmt":"2019-02-26T07:18:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577"},"modified":"2019-10-22T08:33:39","modified_gmt":"2019-10-22T06:33:39","slug":"hinweise-des-tages-3313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h01\">Urteil im Wikipedia-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h02\">&Ouml;dipale Transatlantiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h03\">Labour-Partei fordert zweites Brexit-Referendum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h04\">Greta hat recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h05\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h06\">Schlusslicht Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h07\">Nach der Logik von Profit und Effizienz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h08\">Fehler im Pr&uuml;fsystem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h09\">Verloren in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h10\">Eigentlich will niemand Hartz IV abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h11\">Immobilienspekulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h12\">Wo Menschen sterben, weil Medikamente zu teuer sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h13\">Wir haben nach wie vor das Motto Geiz ist geil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h14\">Die moderne Firma ist eine Diktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h15\">Vertr&auml;ge der Bundeswehr verbieten ihr das Reparieren von Waffen &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h16\">&sbquo;Ich liebe Einwanderung&lsquo; ist faule Ethik der politischen Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h17\">Linke Perspektiven im Dialog<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49577#h18\">Oscar f&uuml;r &ldquo;Green Book&rdquo; &ndash; Der falsche Film<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Urteil im Wikipedia-Prozess<\/strong><br>\nUrteil in einem der bedeutendsten modernen Medienprozesse.<br>\nRechercheure der Wiener Gruppe42 berichteten 2018 &uuml;ber einen der einflussreichsten manipulativ agierenden Wikipedia-Autoren und nannten dabei erstmals seinen echten Namen, wogegen der Autor eine einstweilige Verf&uuml;gung mit Strafandrohung von bis zu &euro;250.000 erwirkte.<br>\nDas Landgericht Hamburg entschied nun in einem wegweisenden Urteil, dass die Namensnennung aufgrund des &uuml;berwiegenden &ouml;ffentlichen Interesses rechtm&auml;&szlig;ig war.<br>\nBeim fraglichen Wikipedia-Autor mit dem Decknamen &raquo;Feliks&laquo; handelt es sich um einen ehemaligen Funktion&auml;r des transatlantischen Fl&uuml;gels der deutschen Linkspartei sowie um ein Auslandsmitglied der israelischen Armee mit Spezialabzeichen der US-Armee und weiterer Streitkr&auml;fte.<br>\nDer Autor editierte und manipulierte insgesamt mehrere tausend Wikipedia-Artikel und denunzierte dabei zahlreiche Personen, darunter insbesondere Politiker, Publizisten und Forscher, die sich kritisch zu transatlantischen oder israelischen Positionen ge&auml;u&szlig;ert hatten.<br>\nDer selbstgew&auml;hlte Deckname &raquo;Feliks&laquo; bezieht sich auf den Gr&uuml;nder und ersten Direktor des sowjetischen Geheimdienstes Tscheka\/GPU, Feliks Dserschinski, unter dessen Leitung mehrere zehntausend politische Gegner exekutiert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/der-wikipedia-prozess\/\">Swiss Propaganda Research<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Ouml;dipale Transatlantiker<\/strong><br>\nLiegt es im Interesse Deutschlands, dass deutsche Autoimporte als Sicherheitsgefahr f&uuml;r die USA eingestuft werden? Dass die deutsch-russische Erdgaspipeline Nord Stream 2 von Washington d&auml;monisiert und uns stattdessen der Kauf &uuml;berteuerten amerikanischen Fracking-Gases aufgen&ouml;tigt wird? Dass die USA den INF-Vertrag mit Russland aufgek&uuml;ndigt haben, der die Stationierung von atomaren Mittelstreckenwaffen an Land verbietet &ndash; was zwangsl&auml;ufig einen atomaren R&uuml;stungswettlauf auch in Europa zur Folge haben wird?<br>\nHiesige Entscheidungstr&auml;ger reagieren auf diese und alle anderen Zumutungen der Regierung Trump in erster Linie willf&auml;hrig, kopflos und bar jeder politischen Strategie. W&auml;re der Begriff nicht historisch belastet und vergeben, tr&auml;fe das Wort Appeasement die europ&auml;ische Haltung gegen&uuml;ber Washington sehr genau.<br>\nNat&uuml;rlich wird niemand ernsthaft f&uuml;r einen Konfrontationskurs gegen&uuml;ber den USA pl&auml;dieren. Was aber hindert Berlin und Br&uuml;ssel daran, selbstbewusst eigene Interessen zu vertreten und sich Einmischungen in ihre inneren Angelegenheiten zu verbitten?<br>\nWoher r&uuml;hrt diese geradezu masochistische Lust, freiwillig den milit&auml;rischen Juniorpartner der USA etwa im Nahen und Mittleren Osten zu spielen, neudeutsch umschrieben als &ldquo;mehr Verantwortung &uuml;bernehmen&rdquo;?<br>\nEine Antwort liegt in der Selbstwahrnehmung der &uuml;beraus einflussreichen &ldquo;transatlantischen&rdquo; Netzwerke in Politik, Wirtschaft und den Medien.<br>\nAus deren Sicht sind die USA, die NATO und die EU eine &ldquo;Wertegemeinschaft&rdquo;, die weltweit f&uuml;r Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einstehe. Sie halten Trump f&uuml;r einen Elefanten im Porzellanladen, f&uuml;r ein singul&auml;res &Uuml;bel, das es auszusitzen gelte.<br>\nSie erkennen nicht, dass die USA eine Weltmacht im Niedergang sind, die sich einem Dialog auf Augenh&ouml;he mit Russland und China verweigert und stattdessen auf &ldquo;Druck&rdquo; setzt, um verlorenen Einfluss wettzumachen, ganz unabh&auml;ngig von Trump. Gerade deutsche &ldquo;Transatlantiker&rdquo; leiden erkennbar unter einem &ouml;dipal anmutenden &ldquo;&Uuml;bervaterverlust&rdquo; &ndash; sie k&ouml;nnen nicht l&auml;nger einfach nur Regieanweisungen aus Washington befolgen, im Namen einer h&ouml;heren Moral, sondern m&uuml;ssen lernen, selbst zu denken und zu handeln. Das schmerzt, vor allem bei fehlendem R&uuml;ckgrat<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/oedipale-transatlantiker\">Michael L&uuml;ders im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Labour-Partei fordert zweites Brexit-Referendum<\/strong>\n<ul>\n<li>Die britische Labour-Partei spricht sich f&uuml;r ein zweites Brexit-Referendum aus, will zuerst aber f&uuml;r &Auml;nderungen am bisherigen Brexit-Plan k&auml;mpfen.<\/li>\n<li>EU-Ratspr&auml;sident Tusk h&auml;lt einen Aufschub des Brexit f&uuml;r eine &ldquo;vern&uuml;nftige L&ouml;sung&rdquo;.<\/li>\n<li>Die britische Premierministerin May stellt sich bislang gegen einen Aufschub. Sie f&uuml;rchtet, dass das ihre Verhandlungsposition in Br&uuml;ssel und London schw&auml;chen w&uuml;rde.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die gr&ouml;&szlig;te britische Oppositionspartei Labour spricht sich f&uuml;r eine zweite Volksabstimmung &uuml;ber den Brexit aus. Das verk&uuml;ndete Parteichef Jeremy Corbyn &uuml;berraschend am Montag. Bisher hatte Corbyn eine Festlegung vermieden, obwohl viele seiner Abgeordneten f&uuml;r ein neues Referendum eintreten. Corbyn betonte aber, dass die Sozialdemokraten zun&auml;chst daf&uuml;r k&auml;mpfen w&uuml;rden, den Brexit-Kurs der konservativen Premierministerin Theresa May in ihrem Sinne zu &auml;ndern. Gelinge das nicht, werde die Partei sp&auml;ter den Ruf nach einer zweiten Volksabstimmung unterst&uuml;tzen. Corbyn lie&szlig; offen, zwischen welchen Optionen die B&uuml;rger seiner Meinung nach entscheiden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brexit-eu-corbyn-may-austritt-labour-1.4344172\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich ist, dass diese Forderungen &uuml;berall als Neuheit verkauft wurden. Dabei ist die Strategie &bdquo;Erst &Auml;nderungen fordern und wenn dies keinen Erfolg hat, ein zweites Referendum anstreben&ldquo; ja eben die alte Labour-Strategie, die von Jeremy Corbyn auch stets genau so kommuniziert wird. Dieser Kurs ist es ja auch, der Corbyn parteiintern viel Kritik einbringt, da zahlreiche Labour-Politiker (und noch mehr Labour-W&auml;hler) die Forderung nach einem zweiten Referendum ohne wenn und aber an erste Position stellen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Greta hat recht<\/strong><br>\nSeit Wochen und Monaten &bdquo;streiken&ldquo; Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, um Aufmerksamkeit f&uuml;r etwas zu erzwingen, das etwa 95 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Klima und Umweltfragen besch&auml;ftigen, seit langer Zeit best&auml;tigen: Der aktuelle Klimawandel ist von Menschen gemacht. Der Klimawandel dr&uuml;ckt sich vor allem im weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperaturen aus und nimmt immer bedrohlichere Formen an. Wir sehen ja, dass aktuell Extremereignisse wie St&uuml;rme und D&uuml;rren zunehmen, ein Jahrhundertsommer den n&auml;chsten jagt oder dass die Arktis im Sommer eisfrei ist. Der Anstieg der Temperaturen ist die Folge der steigenden Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosph&auml;re. Hauptgrund ist die fast unkontrollierte Verbrennung von fossilen Energietr&auml;gern. Das alles wissen wir, passiert ist nichts.<br>\nSeit Jahren &ndash; mindestens seit dem Klimagipfel von Rio, der 1992 stattfand &ndash; lamentieren die M&auml;chtigen der Welt &uuml;ber die Begrenzung der Erw&auml;rmung. Mit Paris wurde das Ziel von 1,5 bzw. 2 Grad Celsius festgeschrieben, geeignete Ma&szlig;nahmen sind nicht besprochen oder gar beschlossen worden. Warum nicht?<br>\nWir sprechen von einem von Menschen gemachten Klimawandel. Dabei muss uns klar sein, dass dieser ein vom Kapitalismus gemachter ist, der in erster Linie von hochentwickelten L&auml;ndern wie den USA, den L&auml;ndern der EU oder Japan zu verantworten ist. Daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen jetzt die &Auml;rmsten der Armen &ndash; im internationalen Ma&szlig;stab sind dies die V&ouml;lker im Pazifik oder in Afrika.<br>\nWir wissen, dass es im Kapitalismus nicht um die Befriedigung der Bed&uuml;rfnisse der Menschen geht, sondern um Profite der Konzerne. Entsprechend scheinen die Regierungen nur umweltpolitische Ma&szlig;nahmen zu kennen, die in erster Linie die Arbeiterklasse treffen: H&ouml;here Steuern auf &Ouml;l, Gas und Diesel treffen vor allem diejenigen, die quasi ihr gesamtes verdientes Geld f&uuml;r die Absicherung ihres Lebensunterhaltes aufbringen m&uuml;ssen. Ein Verbot von Dieselautos trifft sie besonders hart, weil sie sich nicht einfach ein neues Auto kaufen k&ouml;nnen, weder Benzin noch Elektro. Wirkliche Alternativen durch &ouml;ffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht.<br>\nDie Arbeiterklasse soll also die wenigen Ma&szlig;nahmen gegen den Klimawandel bezahlen &ndash; und die Reichen und die Konzerne reiben sich die H&auml;nde. Sie bekommen sogar noch Subventionen, um neue Technologien zu entwickeln &ndash; die sich aber wieder nur am Profit orientieren und nicht daran, dass die Erde und damit die Lebensgrundlage der Menschheit gesch&uuml;tzt wird.<br>\nWenn die Aussage von Greta wirklich stimmt, dass, wenn das System eine Ver&auml;nderung nicht zul&auml;sst, wir halt das System &auml;ndern m&uuml;ssen, dann ist dar&uuml;ber zu sprechen, was denn dieses System ausmacht und was denn Alternativen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5108\/positionen\/10585\/Greta-hat-recht.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Guaid&oacute; wirbt f&uuml;r Konfrontation mit Maduro<\/strong><br>\nNach dem Scheitern von Hilfstransporten nach Venezuela versuchen die USA und die Opposition des Landes, den Druck auf Machthaber Nicol&aacute;s Maduro zu erh&ouml;hen. &ldquo;Es ist Zeit f&uuml;r ein freies und demokratisches Venezuela&rdquo;, twitterte US-Vizepr&auml;sident Mike Pence, ehe er nach Kolumbien abflog. Dort gab er dann bekannt, die US-Regierung habe Sanktionen gegen vier venezolanische Gouverneure verh&auml;ngt, welche die US-Regierung zum Teil f&uuml;r die Gewalt am Wochenende verantwortlich macht.<br>\nIn der Hauptstadt Bogot&aacute; war ein Treffen mit Maduros Herausforderer Juan Guaid&oacute; und den Au&szlig;enministern der &ldquo;Lima-Gruppe&rdquo; geplant. Ihr geh&ouml;ren lateinamerikanische Staaten an, die &uuml;berwiegend Guaid&oacute; unterst&uuml;tzen und Maduros R&uuml;cktritt fordern. Die venezolanische Opposition werde der Gruppe nun offiziell beitreten, hie&szlig; es.<br>\nDie Chancen auf einen schnellen, unblutigen Machtwechsel in Venezuela sind seit dem Wochenende deutlich gesunken. Guaid&oacute; hatte versucht, mit Tausenden Freiwilligen Nahrung und Medikamente in das Land zu bringen. Damit wollte der 35-j&auml;hrige, selbsternannte Interimspr&auml;sident nicht nur den Not leidenden Venezolanern helfen, sondern auch den Machtkampf in Caracas f&uuml;r sich entscheiden. &hellip;<br>\nBeobachter bef&uuml;rchten nun eine weitere Eskalation. Guaid&oacute;, der von mehr als 50 Staaten als legitimer &Uuml;bergangspr&auml;sident anerkannt wird, rief auf, &ldquo;alle Optionen offen zu halten&rdquo;. Dies ist eine Anspielung auf US-Pr&auml;sident Donald Trump, der mit einer &auml;hnlichen Wortwahl mehrfach einen Einmarsch in Venezuela ins Spiel gebracht hatte. Guaid&oacute;s Botschafter bei der Lima-Gruppe, Julio Borges, erkl&auml;rte vor dem Treffen, er werde &ldquo;die Anwendung von Gewalt gegen Nicol&aacute;s Maduros Diktatur&rdquo; fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/guaid-pence-venezuela-sanktionen-1.4344650\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der sogenannte Interimspr&auml;sidenten Guaid&oacute; agiert mit der Forderung nach einer Milit&auml;rintervention doch ganz im Sinne des US-Imperiums. Der Zynismus es US-Vizepr&auml;sidenten ist dabei un&uuml;bertroffen. F&uuml;r ein &bdquo;&hellip; freies und demokratisches Venezuela&rdquo;. Wie soll man sich das vorstelle? Wie einst das &bdquo;freie und demokratische&ldquo; Chile anno 1973?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gescheitert<\/strong><br>\nDie Berichterstattung &uuml;ber die sogenannten Hilfslieferungen nach Venezuela ist ebenfalls gescheitert. Am Sonnabend war das Thema noch die Top-Schlagzeile, obwohl es &uuml;ber die Vorkommnisse an den Grenzen des Landes nur die &uuml;bliche einseitige Perspektive zu sehen und zu h&ouml;ren gab. Am Sonntag belegten die Nachrichten aus S&uuml;damerika dagegen hintere R&auml;nge. Eigentlich unverst&auml;ndlich, angesichts des Dramas, das Tags zuvor noch aufgef&uuml;hrt worden war. So viel Showdown und Blutvergie&szlig;en, wie erhofft, gab es dann wohl doch nicht.<br>\nEin selbsternannter &Uuml;bergangspr&auml;sident, der sich vor Kameras in Szene setzt, um f&uuml;r Hilfslieferungen von Staaten zu werben, die sein Land bisher mit Sanktionen strafen. Da stimmt doch etwas nicht? Nein, nicht f&uuml;r unsere Medien. Sie melden unter anderem im Gleichklang, &ldquo;Maduro l&auml;sst Hilfsg&uuml;ter mit Waffengewalt stoppen&rdquo;. Richtiger m&uuml;sste es allerdings hei&szlig;en, dass Kr&auml;fte von au&szlig;en versuchten, sich gewaltsam einen Weg nach Venezuela zu bahnen. Schlie&szlig;lich, und an dieser Feststellung kommen ja auch die Medien hierzulande nicht vorbei, handelte es sich auf venezolanischer Seite um eine Blockade von Grenz&uuml;berg&auml;ngen. Und die hat zun&auml;chst einmal abwehrenden Charakter.<br>\nDaher, und das ist jetzt mal eine Vermutung, ist es nat&uuml;rlich von Vorteil, die ganze Aktion irgendwie eskalieren zu lassen. Zum Beispiel mit brennenden Lastwagen voller Hilfsg&uuml;ter, die ein anschauliches wie transportables Bild dar&uuml;ber vermitteln, was als Szenario f&uuml;r die Welt&ouml;ffentlichkeit w&uuml;nschenswert ist. Nur wer w&uuml;nscht sich denn so etwas? Das Regime in Venezuela oder das Regime in Washington, das nur nach einem Vorwand sucht, um unter der Flagge des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts mit milit&auml;rischer Gewalt endlich losschlagen zu k&ouml;nnen? (&hellip;)<br>\nHumanit&auml;re Hilfe werde es nur mit dem Interimspr&auml;sidenten geben, erkl&auml;rte Heiko Maas ja k&uuml;rzlich noch. So wie es aussieht, wird es mit Guaid&oacute;, der, das hat das Wochenende ja gezeigt, kaum Unterst&uuml;tzung in der eigenen Bev&ouml;lkerung genie&szlig;t, vor allem auf einen Krieg hinauslaufen, unter dem die Menschen ganz sicher noch mehr leiden werden. Mehr Leid wollte Maas aber gerade verhindern. Der deutsche Pudel steht einmal mehr begossen da, hat eine gro&szlig;e Klappe riskiert und ist nun Zaungast. Das ist sogar f&uuml;r die Goldene Himbeere zu schlecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/190225gescheitert\">TauBlog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schlusslicht Deutschland<\/strong><br>\nBeim Mindestlohn geht es aufw&auml;rts: zumindest europaweit. In den 22 EU-Staaten, die eine gesetzliche Lohnuntergrenze haben, sind zu Anfang dieses Jahres die Mindestl&ouml;hne im Mittel angehoben worden &ndash; nominal um 4,8%, dem zweitst&auml;rksten Anstieg seit zehn Jahren, und nach Abzug der Inflation um 2,7%.<br>\n&raquo;Insgesamt ist innerhalb der EU seit einigen Jahren ein Trend zu deutlich h&ouml;heren Mindestlohnsteigerungen zu beobachten, der sich auch 2019 weiter fortgesetzt hat&laquo;, stellen Thorsten Schulten und Malte L&uuml;bker im Mindestlohnbericht 2019 des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) fest.<br>\nDie h&ouml;chste Dynamik hat sich in den mittel- und osteurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern entfaltet, wo die Zuwachsraten aktuell meist zwischen sieben und zehn Prozent liegen. In den west- und s&uuml;d-europ&auml;ischen Mitgliedsl&auml;ndern reichen die Anhebungen von 1,4% in den Niederlanden bis 4,4% in Gro&szlig;britannien und 11% in Griechenland. In Spanien und Litauen wurden die Lohnuntergrenzen zum 1. Januar sogar um gut 22 bzw. um 38% angehoben. In Gro&szlig;britannien soll die Lohnuntergrenze bis 2020 auf 60% des Medianlohns steigen. Ab diesem Niveau k&ouml;nnen L&ouml;hne als zumindest einigerma&szlig;en &raquo;existenzsichernd&laquo; bezeichnet werden, ohne auf weitere aufstockende Sozialtransfers permanent angewiesen zu sein. Die Schwelle, ab der der Niedriglohnsektor verlassen wird, liegt bei 66%. (&hellip;)<br>\nHier ist der R&uuml;ckstand in Deutschland am deutlichsten: Trotz der letzten Erh&ouml;hung erreicht der Mindestlohn hierzulande mit 47,8% noch nicht einmal die H&auml;lfte des Medianlohns &ndash; er liegt damit weiterhin deutlich unterhalb der Schwelle des Armutslohns (50%). In Westeuropa hebt sich Frankreich positiv ab, dessen Mindestlohn bei 61,8% des Medianlohns liegt, und in S&uuml;deuropa Portugal mit einem Wert von 60,9% in der dortigen nationalen Verteilungsrechnung. Gemessen am durchschnittlichen relativen Mindestlohnwert in der EU (2017: 50,6%), liegt Deutschland sieben Jahre hinter der europ&auml;ischen Entwicklung hinterher.<br>\nDaran anschlie&szlig;end kann schlie&szlig;lich eine Bewertung des Mindestlohns als Living Wage vorgenommen werden, der nicht nur am Kriterium der Existenzsicherung sondern auch am sozio-&ouml;konomischen Lebensstandard zu messen ist.<br>\nDie Realit&auml;t sieht sogar noch tr&uuml;ber aus. Aufgrund arbeitgeberseitiger Tricksereien erhalten nach Berechnungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte immer noch nicht den gesetzlichen Mindestlohn. Dies liegt nicht &ndash; wie die Arbeitgeber klagen &ndash; an &raquo;zu viel B&uuml;rokratie&laquo;. Gerade bei der Aufzeichnung und Einhaltung der Arbeitszeit besteht erheblicher Handlungsdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schlusslicht-deutschland\/\">Sozialismus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nach der Logik von Profit und Effizienz<\/strong><br>\nExterne Unternehmensberater sind auch aus dem Regierungsapparat nicht mehr wegzudenken. Das hat Folgen: Die Soziologin Silke van Dyk warnt vor der betriebswirtschaftlichen Logik, die zu viel Einfluss auf die Politik nehme.<br>\nDie Bundesregierung hat 2017 mehr als 722 Millionen Euro f&uuml;r externe Berater ausgegeben. Das Geld landet vor allem bei den gro&szlig;en Platzhirschen im Beratungs-Business, wie beispielsweise McKinsey. Zuletzt wurde an dem Ph&auml;nomen zunehmend Kritik laut, das Nachrichtenmagazin &bdquo;Spiegel&ldquo; attestierte: &bdquo;Ohne Unternehmensberater geht fast nichts mehr in Deutschland.&ldquo;<br>\n&Auml;u&szlig;erst kritisch sieht die Entwicklung auch die Soziologin Silke van Dyk. Wenn die Bundesregierung sich Rat aus der Privatwirtschaft hole, bedeute das, dass zunehmend auch betriebswirtschaftliche Logiken in der Politik Einzug hielten, sagte sie im Deutschlandfunk Kultur.<br>\nRhetorisch fragte van Dyk: &bdquo;M&ouml;chte man, dass Wohnungs- oder Fl&uuml;chtlingspolitik von privatwirtschaftlichen Unternehmensberatungen mitentschieden werden?&ldquo;<br>\nDer &ouml;ffentliche Sektor sollte nicht nach der Logik von Profit und Effizienz arbeiten, sondern nach humanit&auml;ren und sozialen Standards entscheiden, sagte die Soziologin.<br>\nVan Dyk kritisierte vor diesem Hintergrund, der &ouml;ffentliche Dienst sei in Teilen kaputt gespart worden und damit Expertise verloren gegangen. Das, was in der &ouml;ffentlichen Debatte von manchen als B&uuml;rokratie verunglimpft werde, sei h&auml;ufig tats&auml;chlich eine wichtige Infrastruktur, von der die B&uuml;rger profitierten. Die Soziologin empfahl f&uuml;r Beratungsleistungen st&auml;rker auf das ohnehin bereits &bdquo;&ouml;ffentlich finanzierte, wissenschaftliche System&ldquo; zur&uuml;ckzugreifen. &bdquo;Es gibt einen wissenschaftlichen Dienst des Bundestages. Warum nimmt man den nicht oder baut ihn aus, wenn man so einen gro&szlig;en Bedarf hat? Und wir haben Universit&auml;ten, wir haben Fachhochschulen, wir haben ganz viel wissenschaftliche Kompetenz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/die-politik-und-ihre-berater-nach-der-logik-von-profit-und.2950.de.html?dram:article_id=442001\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fehler im Pr&uuml;fsystem?<\/strong><br>\nDer Wirtschaftspr&uuml;fkonzern KPMG entschl&uuml;sselte bereits 2010, wie &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Deals funktionierten. Recherchen von WDR, NDR und &ldquo;SZ&rdquo; zeigen: Die Pr&uuml;fer schwiegen, offenbar auch auf Druck der Banken.<br>\nSpitzfindige Juristen, blitzschnelle Aktienh&auml;ndler, skrupellose Banker: Sie alle sollen jahrelang zusammengewirkt haben, um superreiche Geldgeber noch reicher zu machen. Ihre mutma&szlig;liche Beute, knapp sechs Milliarden Euro, war das Geld der Steuerzahler. Denn mit &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Gesch&auml;ften lie&szlig;en sich Finanzjongleure Steuern erstatten, die sie nie gezahlt hatten. Ein Griff in die Staatskasse.<br>\nEine Gruppe blieb bei der Aufarbeitung des Steuerskandals bislang weitgehend unbehelligt: die der weltgr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftspr&uuml;fkonzerne. Die Pr&uuml;fer sollen &ndash; im Auftrag der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; die Bilanzen von Unternehmen &uuml;berwachen und Alarm schlagen, wenn sie auf Risiken sto&szlig;en. Nach der weltweiten Finanzkrise sollten sie besonders bei Banken und Versicherungen hinschauen. So hat es ihnen der Gesetzgeber aufgetragen. Weltweit dominieren vier Konzerne diesen Markt: KPMG, Deloitte, Pricewaterhouse Coopers und Ernst &amp; Young (EY). Ehrf&uuml;rchtig werden sie &ldquo;Big Four&rdquo; genannt.<br>\nAuch die Bilanzen jener Banken, die exzessiv &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Gesch&auml;fte betrieben hatten, wurden von den Pr&uuml;fgiganten testiert: die HypoVereinsbank, die Valovis-Bank und die HSH Nordbank etwa von KPMG, die DZ Bank von EY. Ist den Pr&uuml;fern dabei jahrelang nichts aufgefallen?<br>\nInterne Dokumente, die WDR, NDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; vorliegen, entlarven nun erstmals die Rolle eines der &ldquo;Big Four&rdquo;-Unternehmen, KPMG. Experten des Konzerns waren demnach schon 2010 &uuml;ber &ldquo;Cum-Ex&rdquo; im Bilde. Doch eine &ouml;ffentliche Warnung blieb aus. Der Fall legt einen m&ouml;glichen Systemfehler der ganzen Branche offen: F&uuml;hlen sich die Wirtschaftspr&uuml;fer mehr den gepr&uuml;ften Unternehmen als der &Ouml;ffentlichkeit verpflichtet?<br>\nDass es um ein fragw&uuml;rdiges Gesch&auml;ft gehen w&uuml;rde, war f&uuml;r den Steuerexperten von KPMG wohl gleich beim ersten Treffen im Dezember 2009 zu erahnen. Zwei Manager der Hamburger Varengold-Bank hatten zu einem Meeting geladen. Man sprach von &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Deals, verwirrenden Aktiengesch&auml;ften, an deren Ende eine h&uuml;bsche Steuererstattung vom Staat stand &ndash; ein Multimillionengesch&auml;ft.<br>\nDoch das Gesch&auml;ftsmodell habe einen Haken, hie&szlig; es: Eventuell wurde die Steuer zu Unrecht erstattet. Nun sollte KPMG helfen, die Risiken abzusch&auml;tzen. Was bl&uuml;hte der Bank, sollten Finanzbeamte eines Tages genauer hinschauen? Guter KPMG-Rat war teuer. Laut des Angebotes vom 16. M&auml;rz 2010 kostete ein Berater bis zu 400 Euro in der Stunde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cum-ex-kpmg-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verloren in Europa<\/strong><br>\nAls Bulgariens Wirtschaft abst&uuml;rzt, zieht Stanimir Panow nach Hamburg-Wilhelmsburg. Er hofft auf ein besseres Leben, doch er landet auf dem sogenannten Arbeiterstrich, in einem System aus Scheinselbstst&auml;ndigkeit, halblegalen Mietverh&auml;ltnissen und Dumpingl&ouml;hnen. In einer Welt ohne Sicherheit und Sozialleistungen. In Strukturen, die sich in Deutschland und in anderen EU-L&auml;ndern immer mehr verfestigen. Strukturen, die ausgerechnet eine zentrale Errungenschaft der Europ&auml;ischen Union erst m&ouml;glich macht: das Grundrecht eines jeden EU-B&uuml;rgers in jedem EU-Staat zu arbeiten.<br>\nDie sogenannte Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit hat viele Vorteile. Sie er&ouml;ffnet EU-B&uuml;rgern neue Jobchancen, belebt die Arbeitsm&auml;rkte, vergr&ouml;&szlig;ert die Fluktuation von Fachkr&auml;ften und tr&auml;gt zum Wirtschaftswachstum bei. Doch sie beg&uuml;nstigt auch einen Schattensektor, in dem in Deutschland wohl Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Menschen arbeiten und gegen den die Beh&ouml;rden nur halbherzig vorgehen.<br>\nWir wollten dieses System der Ausbeutung genau verstehen. Warum landen Menschen wie Panow auf dem Arbeiterstrich? Warum kommen sie dort nicht wieder weg? Warum wird illegale Lohnarbeit nicht konsequenter bek&auml;mpft? &hellip;<br>\nDie ungelernten Arbeitsmigranten werden in ganz unterschiedlichen Branchen eingesetzt: Sie helfen auf Baustellen, bei der Ernte oder im Trockenbau, sie arbeiten in Schlachth&ouml;fen und in der Gastronomie, in Lagern und in der Pflege, r&auml;umen im Hafen Container aus, reinigen B&uuml;ros und Hotelzimmer, pflegen Gr&uuml;nfl&auml;chen&hellip; die Liste l&auml;sst sich beliebig fortsetzen.<br>\nDie Stundenl&ouml;hne liegen nach Angaben der von uns befragten Bulgaren zwischen f&uuml;nf und zehn Euro, gezahlt wird meist bar auf die Hand. Die Arbeitsverh&auml;ltnisse sind oft illegal oder bewegen sich am Rande der Legalit&auml;t. Einen ordentlichen Arbeitsvertrag haben die wenigsten Lohnarbeiter.<br>\n&ldquo;Viele Arbeitsmigrantinnen und -migranten sind so gut wie rechtlos&rdquo;, sagt Christiane Tursi von verikom, einem gemeinn&uuml;tzigen Verein, der sich gegen die Ausbeutung ausl&auml;ndischer Arbeiter einsetzt. &ldquo;Wer mehr Geld oder einen Arbeitsvertrag will oder auch nur einen Tag krank ist, riskiert seinen Job.&rdquo; &hellip;<br>\nDie Misere der Arbeitsmigranten belastet in Deutschland inzwischen ganze Viertel. Die St&auml;dte ziehen zusammen mit den billigen Arbeitskr&auml;ften eine Menge Elend an &ndash; unter dem dann auch die Anwohner leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmigration-wie-bulgaren-in-hamburg-ausgebeutet-werden-a-1232762.html\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eigentlich will niemand Hartz IV abschaffen<\/strong><br>\nGeschickt erwecken viele Parteien den Eindruck, sie wollten die verhasste Hartz-IV-Reform abschaffen. Doch in Wahrheit denkt keine einzige daran.<br>\nEs ist in Mode gekommen, von den Hartz-Reformen abzur&uuml;cken. Vergangene Woche pr&auml;sentierte die FDP ihr Konzept: Die Freien Demokraten wollten die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitslose &bdquo;modernisieren&ldquo;, lie&szlig; die Partei wissen: Die Hilfsempf&auml;nger sollen mehr hinzuverdienen k&ouml;nnen, mehr eigenes Verm&ouml;gen behalten d&uuml;rfen, bei kleineren Vers&auml;umnissen weniger Sanktionen vom Amt bef&uuml;rchten m&uuml;ssen.<br>\n Sie sind nicht die Einzigen. Erst vor zwei Wochen hatte die SPD verk&uuml;ndet, sie wolle die von ihr selbst beschlossenen Sozialgesetze nun &bdquo;hinter sich lassen&ldquo; &ndash; und damit der Alternative von &bdquo;abschaffen&ldquo; und &bdquo;beibehalten&ldquo; weiterhin ausweichen, die die Partei seit anderthalb Jahrzehnten besch&auml;ftigt. Die Gr&uuml;nen, die der Arbeitsmarktreform als Regierungspartei vergleichsweise ger&auml;uscharm zugestimmt hatten, gehen sogar noch weiter: Sie wollen den Zwang zur Arbeitsaufnahme v&ouml;llig abschaffen. Weniger detailliert ist die Position der AfD, die langj&auml;hrig Besch&auml;ftigten l&auml;nger das h&ouml;here Arbeitslosengeld I auszahlen will.<br>\nBei so viel Einigkeit gegen die Hartz-Reformen hat die Union ihre Marktl&uuml;cke erkannt: Vor allem die CDU pr&auml;sentiert sich als die Partei, die sich ohne Abstriche zu dem Gesetzeswerk bekennt, das zum deutschen Wirtschaftsboom des zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnts zumindest beigetragen hat. Doch so ist es in Wirklichkeit nicht. Beim Blick ins Kleingedruckte kann keine Rede davon sein, dass irgendeine Partei Hartz IV abschaffen will &ndash; nicht mal die Linke, die das von sich behauptet. Die Wahrheit ist, dass niemand die wesentlichen Teile von Hartz IV r&uuml;ckg&auml;ngig machen will, die zum Erfolg der Reform gef&uuml;hrt haben und sozial gerecht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/hartz-iv-niemand-will-diese-sozialreform-abschaffen-16056839.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Eine bekannte Tatsache und die Neoliberalen feiern die &bdquo;stramme Haltung&ldquo; der CDU als Erfolg, indem sie alle Parteien als Hartz4-Erhalter vorf&uuml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Niemand hat die Absicht Hartz IV aufrecht zu erhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Immobilienspekulation<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Jetzt bist du pl&ouml;tzlich drau&szlig;en&rdquo;<\/strong><br>\nWas tun, wenn das Mietshaus verkauft wird &ndash; und im Briefkasten pl&ouml;tzlich die K&uuml;ndigung liegt? In Berlin-Kreuzberg wehren sich Mieter mit einer ungew&ouml;hnlichen Aktion gegen Spekulation mit Wohnungen.<br>\nMit der Sackkarre rollen Friedrich Schindler und seine Mitstreiter die selbst gebastelte mannshohe Stellwand &uuml;ber den B&uuml;rgersteig. Ihr Ziel: das Nachbarhaus mit der Nummer 14 in der Kreuzberger Arndtstra&szlig;e. Wie kurz vorher schon vor ihrem Haus platzieren sie auch hier eine Stellwand. So wird der B&uuml;rgersteig zur Informationszone.<br>\nAuf der Tafel erfahren die Leser, dass das Haus mit der Nummer 14 in den letzten Jahren mehrfach den Besitzer gewechselt hat. Und dass die noch 2018 sozial gebundenen Wohnungen nun als Eigentumswohnungen verkauft werden sollen. Laut Information auf der Stellwand stehen immer noch Wohnungen in dem Haus im begehrten Kiez leer.<br>\nEs dauert nicht lange, bis die ersten Passanten stehen bleiben, lesen und dar&uuml;ber ins Gespr&auml;ch kommen. Das ist das Ziel der Initiatoren: &ldquo;Wir wollen die Leute wach r&uuml;tteln. Viele sind noch nicht aufgewacht,&rdquo; sagt der 67-j&auml;hrige Schindler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bab-mieten-berlin-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Bereitet dem Spekulantengl&uuml;ck endlich ein Ende!<\/strong><br>\nIm Vergleich zum Ausland gelten deutsche Immobilien noch als g&uuml;nstig. Resultat: Immer mehr Investoren tummeln sich auf dem Markt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Mieter. Schluss damit, fordert der Journalist und Buchautor Klaus Englert.<br>\nuf dem deutschen Wohnungsmarkt ist derzeit ein Verdr&auml;ngungswettbewerb unter Immobilienkonzernen zu beobachten. Etliche dieser Konzerne profitieren davon, dass im Ausland deutsche Immobilien geradezu als &bdquo;Schn&auml;ppchen&ldquo; gelten. Wer diese Marktl&uuml;cke entdeckt, kann sich schnell eine goldene Nase verdienen. F&uuml;r Maklerb&uuml;ros, die sich auf Besserverdienende eingestellt haben, hat ein goldenes Zeitalter begonnen.<br>\nTats&auml;chlich dr&auml;ngt es viele amerikanische, britische und s&uuml;dkoreanische Investoren auf den hiesigen Immobilienmarkt. Mittlerweile hat sich ein m&auml;chtiger Konkurrent hinzugedr&auml;ngt, der die schon jetzt irrsinnig angeschwollenen Wohnungs- und Immobilienpreise noch weiter in spekulative H&ouml;hen treibt: Es sind chinesische Agenturen, die in Deutschland f&uuml;r ihre neureichen Landsleute einspringen, denen eine Wohnung im Ausland &ndash; wie es unter Eingeweihten hei&szlig;t &ndash; als Statussymbol gilt.<br>\nUm den Luxusmarkt in Berlin und Frankfurt f&uuml;r die eigene Klientel aufzubauen und den Kunden millionenteure Apartments anzubieten, hat sich in Frankfurt das erste chinesische Immobilienmaklerb&uuml;ro in Deutschland mit dem Staatsfonds China Investment Corporation zusammengetan. Der verf&uuml;gt allein in Deutschland &uuml;ber 16.000 Mietwohnungen.<br>\nGerade Berlin wird zusehends zum hei&szlig; umk&auml;mpften Schlachtfeld im Kampf um die begehrtesten Immobilien. Beim Verkauf ganzer Marktsegmente haben die Chinesen bereits die m&auml;chtigen Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen, Vonovia und LEG Immobilien ausgestochen. Den Immobilienkonzernen geht es angesichts der Konkurrenz um einen best&auml;ndigen Ausbau ihrer Marktanteile.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/immobilienspekulation-und-steigende-mieten-bereitet-dem.1005.de.html?dram:article_id=441828\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich w&auml;re es endlich an der Zeit der Spekulation mit einem der basalen Grundbed&uuml;rfnisse der Menschen einen Riegel vorzuschieben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wo Menschen sterben, weil Medikamente zu teuer sind<\/strong><br>\nDrei Tage bevor Alec Raeshawn Smith seinen Gehaltsscheck bekommt, stirbt er. Er stirbt, weil er kein Geld mehr hat, um seine Medizin zu bezahlen. Er wurde 26 Jahre alt. Alec litt wie Millionen anderer Menschen an Diabetes Typ1. Sein K&ouml;rper produzierte kein Insulin, er musste sich das Hormon regelm&auml;&szlig;ig aus kleinen Fl&auml;schchen spritzen. Ein Massenprodukt, das er sich nicht mehr leisten konnte.<br>\nBis Februar 2017 war Alec Raeshawn Smith noch &uuml;ber seine Mutter krankenversichert. Als dies nicht mehr ging, stand Smith vor der Wahl: Eine private Krankenversicherung abzuschlie&szlig;en &ndash; oder es ohne Versicherung zu versuchen. F&uuml;r die g&uuml;nstige &ouml;ffentliche Krankenversicherung Medicare war er zu jung &ndash; diese versichert nur Senioren von 65 Jahren aufw&auml;rts. F&uuml;r Medicaid, die Versicherung f&uuml;r Bed&uuml;rftige, verdiente er zu viel.<br>\nDoch eine private Versicherung ist teuer in den USA. Smith h&auml;tte wegen seiner Diabetes 450 Dollar pro Monat zahlen m&uuml;ssen &ndash; bei 7600 Dollar Selbstbehalt. Zu viel. Alec arbeitete als Restaurantmanager. Einkommen: 35 000 Dollar im Jahr. Er verzichtete auf die Krankenversicherung. Irgendwie w&uuml;rde es schon hinhauen, dachte er. Es haute nicht hin. Sein Apotheker konfrontierte ihn mit der neuen Realit&auml;t: Die Insulin-Medikamente w&uuml;rden jetzt 1300 Dollar kosten &ndash; im Monat.<br>\nAlec Smith &uuml;berlebte nicht einmal den ersten Monat, in dem er f&uuml;r alle Kosten selbst aufkommen musste. Seine Familie glaubt, er hat die Spritzen rationiert, um Geld zu sparen. Sein Todesurteil? Der 26-J&auml;hrige starb allein in seinem kleinen Apartment an diabetischer Ketoazidose. Es ist ein qualvoller Tod: Der Blutzuckerwert steigt rapide an, das Blut &uuml;bers&auml;uert, die K&ouml;rperzellen dehydrieren, die K&ouml;perfunktionen setzen nach und nach aus.<br>\nDie USA haben viele gro&szlig;e Probleme. Aber keines trifft die Menschen so hart, so unvorbereitet, wie die explodierenden Kosten f&uuml;r verschreibungspflichtige Arzneimittel. In keinem anderen Industrieland sind die Preise f&uuml;r diese Medikamente &uuml;ber die Jahre derart gestiegen. &hellip;<br>\nF&uuml;r die &uuml;berh&ouml;hten Preise hat Gesundheitsforscher Purvis eine einfache Erkl&auml;rung: Im US-Gesundheitssystem h&auml;lt die Hersteller nichts davon ab, ihre Medikamente zu einem hohen Preis auf den Markt zu bringen und ihn dann immer weiter zu erh&ouml;hen. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-arzneimittel-pharmaindustrie-donald-trump-1.4342356\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie das? Wo doch nach der neoliberalen Ideologie nur allein der freie Markt f&uuml;r eine optimale Allokation von G&uuml;tern sorgen kann?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Wer sagt, dass der vorzeitige Tod von kranken Niedrigl&ouml;hnern, die im Sinne der Verwertungslogik keine Aufgabe mehr haben, im neoliberalen Sinn nicht &bdquo;optimal&ldquo; ist?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.G.:<\/strong> Ich w&uuml;rde vorschlagen, dass Kuba und andere lateinamerikanische Staaten einen Hilfskonvoi organisieren, der dann die Grenze zu den USA &uuml;berschreiten wird, um die dringend ben&ouml;tigten Medikamente in die USA zu bringen. Vorher soll sich noch ein Bernie Sanders zum einzig legitimen Pr&auml;sidenten ausrufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Der Drogen-Clan<\/strong><br>\nAmerikas Opioid-Epidemie ist ungebrochen. Hauptursache ist das popul&auml;re Schmerzmittel Oxycontin. Jetzt ist die prominente US-Milliard&auml;rsfamilie Sackler, die es herstellen l&auml;sst, erstmals angeklagt.<br>\nDer Sackler-Fl&uuml;gel ist der eindrucksvollste Saal des New Yorker Metropolitan Museums (Met). Hier findet sich der alt&auml;gyptische Dendur-Tempel, der einst am Nil stand. In der hellen Halle mit der Glasfront zum Central Park herrscht trotz des Andrangs meist and&auml;chtige Stille.<br>\nBenannt nach der Industriellenfamilie Sackler, die ihn finanzierte, zieht dieser Met-Fl&uuml;gel seit einiger Zeit aber noch ganz andere Besucher an &ndash; Protestler. Voriges Jahr legten sich rund hundert Demonstranten zum &ldquo;Die-In&rdquo; auf den Boden und streuten Tablettendosen ins Wasserbecken am Tempel. Vorletztes Wochenende entrollten sie Spruchb&auml;nder vor der T&uuml;r. &ldquo;Entfernt ihren Namen&rdquo;, stand darauf: &ldquo;Jeden Tag 200 Tote.&rdquo;<br>\nGemeint sind Drogentote: Den Sacklers geh&ouml;rt der US-Pharmakonzern Purdue, dessen erfolgreichstes Produkt, das Schmerzmittel Oxycontin, als Hauptursache der Opioid-Epidemie gilt. 2017 starben laut der US-Gesundheitsbeh&ouml;rde NIH 70.237 Amerikaner an Drogen-&Uuml;berdosen, davon 68 Prozent an Opioiden wie &ldquo;Oxy&rdquo;. Seit das 1995 auf den Markt kam, hat sich die Zahl der US-Opioidopfer versechsfacht.<br>\nSchon 2007 mussten Purdue und drei Topmanager f&uuml;r die aggressive Vermarktung von Oxycontin 635 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die Dynastie hinter dem Konzern dagegen &ndash; alles Multimilliard&auml;re, die sich gerne als Philanthropen gerieren &ndash; blieb bisher ungeschoren.<br>\nDas soll sich nun &auml;ndern. Als erster US-Bundesstaat hat Massachusetts die Sacklers pers&ouml;nlich verklagt. Weite Strecken der Verfahrensakten waren zun&auml;chst geschw&auml;rzt, doch jetzt hat das Bostoner Gericht alles freigegeben &ndash; und schwere Vorw&uuml;rfe gegen den Pharma-Clan offenbart, dessen Name an Museen, Unis und Konzerthallen prangt.<br>\n&ldquo;Acht Mitglieder einer einzelnen Familie trafen Entscheidungen, die den Gro&szlig;teil der Opioid-Epidemie ausl&ouml;sten&rdquo;, hei&szlig;t es in dem neuesten, 275-seitigen Memo der Anklage. Die Sacklers h&auml;tten &uuml;ber den privat gehaltenen Konzern und &ldquo;ein illegales Betrugsnetzwerk davon profitiert&rdquo;, indem sie &Auml;rzten und Patienten ihren lukrativen Bestseller Oxycontin aufgen&ouml;tigt h&auml;tten, obwohl sie gewusst h&auml;tten, wie gef&auml;hrlich es war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/drogenkrise-in-den-usa-us-familie-sackler-angeklagt-a-1253764.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Lehrst&uuml;ck in Sachen Kapitalismus. Wenn die Rendite stimmt geht man auch &uuml;ber Leichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wir haben nach wie vor das Motto Geiz ist geil<\/strong><br>\nOb f&uuml;r Paketdienste, Pizzaboten oder Bewachungsdienste &ndash; Wirtschaftswissenschaftler Heinz-Josef Bontrup fordert eine anst&auml;ndige Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen f&uuml;r Dienstleister. Es gebe zwar den gesetzlichen Mindestlohn, dieser sei aber nach wie vor v&ouml;llig unterbewertet, sagte er im Dlf.<br>\nHeinlein: Wenn Verdi jetzt schimpft auf die Paketdienste, dann muss eigentlich der Verbraucher auch mit der anderen Hand auf sich selber zeigen, denn wir als Verbraucher haben auch eine Teilschuld, wenn wir im Netz bestellen, wenn wir die Pizza nicht mehr bei der Pizzeria essen, sondern sie bestellen, wenn wir Pakete bestellen. Wir kaufen diese Bequemlichkeit letztendlich auf dem R&uuml;cken der Paket- und Pizzaboten.<br>\nBontrup: Absolut richtig. Das ist die Ausbeutung, die hier l&auml;uft. Wir m&uuml;ssen uns hier alle an die eigene Nase packen. Das geht so nicht weiter. Dienstleistungen sind anst&auml;ndig zu bezahlen und wenn diese nicht anst&auml;ndig bezahlt werden, dann muss jemand auf der anderen Seite daf&uuml;r bezahlen, und das sind die Besch&auml;ftigten in dieser Branche, das schw&auml;chste Glied mit ihren Arbeitsbedingungen. Es ist ja auch nicht nur der Lohn, der hier niedrigst ist, sondern auch die Arbeitszeiten, die Arbeitsbedingungen sind in allen diesen Bereichen eine absolute Katastrophe. Jeder sollte dar&uuml;ber nachdenken, wenn er um 22 Uhr abends auf dem Sofa liegt und sich die Pizza ins Haus bringen l&auml;sst f&uuml;r 4,50 Euro, dass das jemand bezahlen muss. Und ich wei&szlig;, wer das ist, der das bezahlt: Das sind die Besch&auml;ftigten in diesen gesamten Bereichen.<br>\nHeinlein: Aber die Entwicklung ist ja noch nicht zu Ende, Herr Bontrup. Wenn der Verkehrsminister jetzt plant, den Fahrdienstmarkt, den Taximarkt zu liberalisieren, Uber zulassen wird, ist da schon absehbar, dass diese Branche auch k&uuml;nftig zu den prek&auml;r Besch&auml;ftigten geh&ouml;rt?<br>\nBontrup: Absolut, und dieser Verkehrsminister versteht von &Ouml;konomie &uuml;berhaupt nichts. Er ist einseitig interessenorientiert, einseitig nur f&uuml;rs Kapital. Das ist unertr&auml;glich. So kann man keine Politik machen. Wenn Politik so weitermacht &ndash; und die Vorboten sind ja im Land politisch da, wo wir angekommen sind &ndash;, dann bef&uuml;rchte ich weiter das Schlimmste. Wir m&uuml;ssen endlich zur Besinnung kommen, und wir, das sind die Menschen in diesem Land, in der Bundesrepublik Deutschland. Das ist in Summe eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt. Da erwarte ich auch, dass die Menschen f&uuml;r harte Arbeit, die in diesem Land verrichtet wird, anst&auml;ndig bezahlt werden. Das ist leider nicht der Fall und ich kann mich nur wiederholen: Die Transformation von einem mehr industriellen Bereich &ndash; das beobachten wir in allen kapitalistischen L&auml;ndern &ndash; hin zu Dienstleistungsbereichen, zum terti&auml;ren Bereich, diese Transformation, die h&auml;ngt ja auch mit Preisen zusammen, die h&auml;ngt mit Produktivit&auml;ten zusammen, und diese Transformation ist gesellschaftlich nicht gelungen. Hier ist unbedingt politisch nachzuhelfen, hier ist massiver Nachholbedarf vorhanden. Sonst l&auml;uft uns das Ganze immer mehr aus dem Ruder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/paketversand-am-pranger-wir-haben-nach-wie-vor-das-motto.694.de.html?dram:article_id=441960\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die moderne Firma ist eine Diktatur<\/strong><br>\nWir leben in einer Demokratie und verlassen sie jeden Tag, wenn wir ins B&uuml;ro gehen: Die Philosophin Elizabeth Anderson prangert die Arbeitswelt als Tyrannei an.<br>\nZEIT ONLINE: Frau Anderson, leben wir in einer Diktatur?<br>\nElizabeth Anderson: Die meisten Amerikaner leben unter der Diktatur ihrer Arbeitgeber. Denken Sie an die #MeToo-Bewegung, die gezeigt hat, wie verbreitet sexuelle Bel&auml;stigung im B&uuml;ro ist. F&uuml;r mich ist das aber nur die Spitze des Eisberges. Arbeitnehmer erleben am Arbeitsplatz alle m&ouml;glichen Arten willk&uuml;rlicher und ihre W&uuml;rde verletzender Behandlungen. In Europa m&ouml;gen Arbeitnehmer besser gesch&uuml;tzt sein, aber auch da gibt es sehr verletzbare Gruppen, die leicht zum Opfer werden k&ouml;nnen, etwa Zeitarbeiter. Die moderne Firma ist eine Diktatur, eine private Regierung einiger weniger, die nicht gew&auml;hlt sind, &uuml;ber viele, die keine Mitsprache haben.<br>\nZEIT ONLINE: Aber ein Unternehmen ist etwas anderes als ein Staat. F&uuml;hrt der Vergleich nicht in die Irre?<br>\nAnderson: Sicher gibt es Unterschiede. Arbeitgeber k&ouml;nnen ihre Angestellten ganz offensichtlich nicht wie der Staat ins Gef&auml;ngnis werfen. Nichtsdestotrotz: Wir m&uuml;ssen verstehen, dass jede Organisation, die die Aktivit&auml;ten ihrer Mitglieder zu koordinieren hat, daf&uuml;r eine Form der Regierung braucht. Diese Regierung hat wie jede Regierung eine Verfassung, die demokratisch sein kann oder eben autorit&auml;r. Die meisten Firmen tendieren zu einer autorit&auml;ren Verfassung.<br>\nZEIT ONLINE: Mitarbeiter k&ouml;nnen immerhin k&uuml;ndigen, wenn sie mit ihren Vorgesetzten unzufrieden sind.<br>\nAnderson: Es ist definitiv einfacher, ein Unternehmen zu verlassen als ein Land. Aber das allein reicht nicht aus, um die Rechte der Mitglieder einer autorit&auml;ren Organisation abzusichern. Denken Sie an die folgende Situation: Vor dem Ende des Kommunismus gab es innerhalb des Ostblockes zwar die Reisefreiheit. Wer emigrieren wollte, hatte damit aber ausschlie&szlig;lich die Wahl zwischen anderen kommunistischen Diktaturen. Bei Unternehmen ist es &auml;hnlich. Es gibt in den USA nur sehr wenige wirklich demokratische Firmen, in denen Mitarbeiter das Sagen haben oder zumindest umfangreiche Mitsprache. Die realistischen Exit-Optionen f&uuml;r die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind andere Diktaturen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2019-02\/elizabeth-anderson-unternehmenskultur-egalitarismus-diktatur\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vertr&auml;ge der Bundeswehr verbieten ihr das Reparieren von Waffen &hellip;<\/strong><br>\n&hellip; und teilweise sogar das Zuschauen dabei<br>\nEiner Antwort des deutschen Bundesverteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zufolge hat sich die Bundeswehr auf Selbstreparaturverzichtserkl&auml;rungen eingelassen, die inzwischen &uuml;ber ein Drittel ihrer insgesamt 53 Hauptwaffensysteme betreffen. Unter den 20 Waffensystemen, die die Soldaten und Bundeswehrangestellten nicht mehr selbst reparieren d&uuml;rfen, sind neben dem umstrittenen Eurofighter und der Fregatte F125 auch Hubschrauber und Panzer.<br>\nBei 13 dieser Waffensysteme konnten die Hersteller sogar durchsetzen, dass Bundeswehr-Mechaniker bei der Reparatur nicht einmal zuschauen d&uuml;rfen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass sie Kenntnisse erwerben, mit denen sie Fehler sp&auml;ter einmal selbst beheben k&ouml;nnen. Dass so etwas bemerkenswert schnell und kosteng&uuml;nstig gehen kann, wissen manche Verbraucher nach der Reparatur neuerer Waschmaschinen: Startet die Waschmaschine nicht mehr regul&auml;r, reicht oft ein kompletter Neustart mittels einer Kombination der Einstellungen in einer bestimmten Reihenfolge, den ein Verbraucher auch selbst vornehmen k&ouml;nnte, wenn diese richtige Reihenfolge in der Betriebsanleitung enthalten w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDer Linksfraktions-Wehrexperte Matthias H&ouml;hn verglich die Situation bei der Bundeswehr nicht mit einer Waschmaschine, sondern mit einem Automobil, bei dem man &ldquo;den Reifen nicht selber wechseln, nicht entscheiden, wer ihn wechselt und beim Wechsel auch nicht zusehen&rdquo; d&uuml;rfe. Ob die Reparaturverbote tats&auml;chlich so weitgehend sind, ist unklar. (&hellip;)<br>\nTrotzdem gelang es anderen Armeen m&ouml;glicherweise, vorteilhaftere Vertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en: Israel beispielsweise konnte seine F-16-Kampfflugzeuge selbst mit so moderner Elektronik nachr&uuml;sten, dass der Hersteller Lockheed Martin Konkurrenz f&uuml;r seine eigenen Produkte bef&uuml;rchtete und einen Verkauf solcher Gebrauchtmaschinen an Kroatien im Januar verhinderte (vgl. Gebrauchtkampfflugzeughandel zwischen Kroatien und Israel geplatzt). (&hellip;)<br>\nViel Steuergeld verschwendete das deutsche Verteidigungsministerium auch f&uuml;r Eurofighter-Flugstunden, bei denen man 900 bezahlte, die nicht genutzt wurden. Im M&auml;rz 2018 waren von insgesamt 128 Eurofightern der deutschen Bundeswehr ganze vier einsatzf&auml;hig. In &Ouml;sterreich ist man mit dem vom Reparaturverbot mit betroffenen Kampfflugzeug so unzufrieden, dass der Verteidigungsminister 2017 entschied, die Eurofighter ab 2020 nach und nach auszumustern und andere Kampfflugzeuge zu kaufen, die kosteng&uuml;nstiger, besser ausger&uuml;stet, weniger m&auml;ngelbehaftet und &ldquo;Tag und Nacht einsatzbereit&rdquo; sein sollen. Bis 2049 erwartet die Alpenrepublik durch diesen Umstieg Einsparungen zwischen 100 Millionen und zwei Milliarden Euro (vgl. &Ouml;sterreichischer Verteidigungsminister zeigt Airbus an).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Vertraege-der-Bundeswehr-verbieten-ihr-das-Reparieren-von-Waffen-4317035.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich ist das Bundesverteidigungsministerium stets f&uuml;r eine &Uuml;berraschung zu haben. Ist das nun Privatkonzern-orientierte Politik oder ist schlicht Dummheit am Werk?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&sbquo;Ich liebe Einwanderung&lsquo; ist faule Ethik der politischen Elite<\/strong><br>\nEin Schwarz-Wei&szlig;-Foto, das zwei Kinder zeigt, ist der Anfang. Ein kleiner Junge in Latzhose mit Fliege, vielleicht vier oder f&uuml;nf Jahre alt. Daneben ein gleichaltriges M&auml;dchen. Es tr&auml;gt eine Haarschleife zum Kleidchen und nur Str&uuml;mpfe, obwohl im Hintergrund Schnee zu sehen ist. &bdquo;F&uuml;r Sue. Leben, die auseinanderstreben &ndash; &Auml;ngste, die sich einander ann&auml;hern&ldquo;, steht darunter.<br>\nEs ist mehr als eine Widmung. Das Foto ist f&uuml;r Paul Collier Anfang und Ende, es ist die Triebfeder f&uuml;r das neue Buch des ehemaligen Chef&ouml;konomen der Weltbank, der auch als Migrationsforscher weltbekannt ist. F&uuml;r Collier selbst ist es sein wichtigstes Buch, eine Art Erbe.<br>\nCollier fragt sich, warum er, der kleine Junge aus Sheffield, heute mit den Genies dieser Welt auf Podien debattiert und die deutsche Bundeskanzlerin zum Abendessen trifft. Warum zugleich seine Cousine Sue, geboren am gleichen Apriltag 1949 in der gleichen nordenglischen Industriestadt, nicht wei&szlig;, wie sie den leeren K&uuml;hlschrank f&uuml;llen soll. &hellip;<br>\nWie sollte sich das &auml;ndern, wenn das Fundament so schwach ist? Collier will nicht nur Kritiker sein, sondern Pragmatiker mit konkreten Vorschl&auml;gen, auch wenn die vielen Leuten nicht gefallen. Er sagt:&bdquo;London ist das neue &Ouml;l. Das ist mein Slogan, und der funktioniert &ndash; vor allem au&szlig;erhalb von London! Was hat der Duke of Westminster dazu beigetragen, dass er allein durch seine Immobilien in London zum Milliard&auml;r wurde? Den Wert von Grundst&uuml;cken zu besteuern ist kein Marxismus, das ist Gemeinsinn. Und es ist eine effiziente Besteuerung, weil sie kein Wirtschaftsverhalten untergr&auml;bt.<br>\nAber nicht nur die Immobilienbesitzer sch&ouml;pfen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig die sogenannten Agglomerationsgewinne ab. Noch mehr tun das die Hochqualifizierten, die ein gro&szlig;es Gehalt haben, aber Single sind und daher vergleichsweise geringe Lebenshaltungskosten haben. Sie sch&ouml;pfen unserer Berechnung nach sogar die H&auml;lfte der Agglomerationsgewinne ab.<br>\nDazu aber haben sie kein ethisches Recht. Denn Agglomerationsgewinne werden kollektiv produziert, sie beruhen auf vergangenen Investitionen, gute Vernetzung, aber auch auf Dingen wie Rechtstaatlichkeit. Zu der alle beitragen, nicht nur die Hochqualifizierten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus189278943\/Oekonom-Paul-Collier-Der-Kapitalismus-wird-neue-Aengste-generieren.html\">welt.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Linke Perspektiven im Dialog<\/strong><br>\nNach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr findet am 1.\/2. M&auml;rz 2019 die 2. Rosa Luxemburg Konferenz in Wien statt. Zahlreiche Workshops mit nationalen und internationalen ReferentInnen, Podiumsdiskussionen, Buchpr&auml;sentationen und kulturelle Rahmenveranstaltungen laden G&auml;ste aus nah und fern ein, um &uuml;ber den Zustand der politischen Linke zu debattieren und Perspektiven f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Arbeit zu er&ouml;rtern.<br>\nMan wolle &bdquo;nicht den Kopf in den Sand stecken, wenn in und um &Ouml;sterreich nationalistische bis faschistische Tendenzen zunehmen, sondern gemeinsam Alternativen zum real existierenden Kapitalismus entwickeln. Armut, Hunger, Krieg, Umweltzerst&ouml;rung und Ausbeutung k&ouml;nnen &uuml;berwunden werden, doch &raquo;Wer sich nicht bewegt, sp&uuml;rt seine Fesseln nicht&laquo;&ldquo;, hei&szlig;t es in der Ank&uuml;ndigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeitung.at\/2019\/02\/24\/linke-perspektiven-im-dialog\/?fbclid=IwAR2p5hBBIDRWUn7gQinf2z9qDjBYkPHnaD7JZapMnsrkoaQO8DRRJPBREZs\">Unsere Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Oscar f&uuml;r &ldquo;Green Book&rdquo; &ndash; Der falsche Film<\/strong><br>\nViel Raum f&uuml;r Frauen, Schwarze und Latinos: Die 91. Oscarverleihung lief besser als erwartet. Der Triumph von &ldquo;Green Book&rdquo; zeigt jedoch, wie viel Ver&auml;nderung noch n&ouml;tig ist.<br>\nH&auml;tte es doch ein neues &ldquo;Envelopegate&rdquo; gegeben! Zu gern h&auml;tte man am Ende der 91. Oscarverleihung erlebt, wie sich Julia Roberts, die den Preis f&uuml;r den besten Film pr&auml;sentierte, kokett korrigiert &ndash; und dann doch &ldquo;Roma&rdquo; als Gewinner ausruft. Oder &ldquo;BlacKkKlansman&rdquo;. Oder &ldquo;The Favourite&rdquo;, selbst &ldquo;Bohemian Rhapsody&rdquo; w&auml;re irgendwie okay gewesen. Aber nicht &ldquo;Green Book&rdquo;. Es f&uuml;hlte sich ein wenig so an wie 2006, als der seifige Episodenfilm &ldquo;L.A. Crash&rdquo; gegen das revolution&auml;re &ndash; und r&uuml;hrende &ndash; Liebesdrama um zwei M&auml;nner &ldquo;Brokeback Mountain&rdquo; gewann: ein reaktion&auml;rer Schlag gegen die progressiven Kr&auml;fte in Hollywood. [&hellip;]<br>\nMit der Wucht von Viggo Mortensen und Mahershala Ali in den Hauptrollen erz&auml;hlt er eine wahre Geschichte &uuml;ber Rassismus in den US-S&uuml;dstaaten der fr&uuml;hen Sechzigerjahre (hier der Hintergrund), eigentlich ein gutes, ein wichtiges Thema. Aber &ldquo;Green Book&rdquo; erz&auml;hlt diese Geschichte eben vorrangig aus der Perspektive des &ldquo;White Saviours&rdquo; Vallelonga und dringt kaum in die existenzielle Krise des afroamerikanischen Musikers Don &ldquo;Doc&rdquo; Shirley ein, dessen Chauffeur und Bodyguard Tony &ldquo;Lip&rdquo; auf der Tour durch den Deep South ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/oscars-2019-zeichen-des-aufbruchs-zeichen-des-zoegerns-kommentar-a-1254932.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn Oscarverleihungen nur noch danach bewertet werden, wie &bdquo;viel Raum f&uuml;r Frauen, Schwarze und Latinos&ldquo; war, womit ja eigentlich &bdquo;wie wenig Raum f&uuml;r wei&szlig;e M&auml;nner&ldquo; gemeint ist, und ein Film schon deshalb als &bdquo;reaktion&auml;r&ldquo; bezeichnet wird, weil er die Perspektive eines wei&szlig;en Mannes einnimmt, l&auml;uft irgendwas ziemlich schief.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49577"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55774,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49577\/revisions\/55774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}