{"id":49796,"date":"2019-03-04T08:36:26","date_gmt":"2019-03-04T07:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796"},"modified":"2019-03-04T08:36:26","modified_gmt":"2019-03-04T07:36:26","slug":"hinweise-des-tages-3317","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h01\">Bundesfinanzhof: Privat-Unternehmer und ihre Lobby als wahre F&ouml;rderer des Gemeinwesens?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h02\">Von der Leyen heuert Berater f&uuml;r Berateraff&auml;re an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h03\">Zum Schweigen bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h04\">OPCW-Bericht: In Duma war wahrscheinlich Chlorgas als Waffe eingesetzt worden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h05\">&bdquo;Keine Exporte in L&auml;nder, die die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en treten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h06\">Metropole der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h07\">Arbeitsminister Heil will gegen Missst&auml;nde in Paketbranche vorgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h08\">Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h09\">&bdquo;Politiker, nehmt euch der Klimakrise an!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h10\">Die populistische Revolte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h11\">Mordgesch&auml;ft boomt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h12\">Der Pass-Entzug ist eines Rechtsstaates nicht w&uuml;rdig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h13\">Nacktscanner: &bdquo;Dann bekommen Sie eben das volle Programm&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h14\">Hanns-Seidel-Stiftung ver&ouml;ffentlicht CSU-kritische Studie nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h15\">&Uuml;berteuerter Kindergeburtstag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h16\">Wie m&auml;chtig Framing wirklich ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h17\">Pfeif auf Grundgesetz und V&ouml;lkerrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49796#h18\">Willy 2018<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesfinanzhof: Privat-Unternehmer und ihre Lobby als wahre F&ouml;rderer des Gemeinwesens?<\/strong><br>\nSkandal-Urteil: BDI, INSM, Atlantik-Br&uuml;cke, CDU-Verb&auml;nde und Bertelsmann-Stiftung sind gemeinn&uuml;tzig. Attac angeblich nicht<br>\nDie Abgabenordnung muss dringend ge&auml;ndert werden,  Klagen gegen eklatante Verst&ouml;&szlig;e n&ouml;tig!<br>\nDas Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit von attac ist skandal&ouml;s (Aktenzeichen V R 60\/17 vom 10.1.2019). Es ist rechts-, verfassungs- und demokratiewidrig. Die Bundesregierung &ndash; insbesondere CDU und CSU  &ndash; treiben eine Entwicklung voran, von der die gesamte Zivilgesellschaft bedroht ist.<br>\nAttac hat seit dem Jahr 2000 einen gro&szlig;en Beitrag f&uuml;r die &bdquo;Volksbildung&ldquo; geleistet. Der Verein hat die &ouml;konomische Alphabetisierung in Deutschland voran getrieben und das b&uuml;rgerschaftliche Engagement in tr&uuml;ben Zeiten bef&ouml;rdert. Attac schaffte es, sperrige Themen wie Welthandelsvertr&auml;ge (WTO, NAFTA, TTIP etc.), sozialsch&auml;dliche Steuerflucht von Konzernen &uuml;ber Finanzoasen zu analysieren, allgemeinverst&auml;ndlich zu erkl&auml;ren und in den Rang gesellschaftlich breit diskutierter Themen zu erheben.<br>\nW&auml;hrend dieser vorbildlich arbeitende Verein also nicht gemeinn&uuml;tzig sein soll, gelten knallharte Lobbyorganisationen der Industrie und des Milit&auml;rs sowie Kampfverb&auml;nde der Regierungspartei CDU in Deutschland selbstverst&auml;ndlich als gemeinn&uuml;tzig. Hinzu kommen milliarden-schwere Unternehmensstiftungen und sogar Aktiengesellschaften. Eine kurze &Uuml;bersicht l&auml;sst den Atem stocken.<br>\nWie weit kann man die Perversion noch treiben? Und wie weit ist die oberste Justiz schon Komplize?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/bundesfinanzhof-privat-unternehmer-und-ihre-lobby-als-wahre-foerderer-des-gemeinwesens\/\">Werner R&uuml;gemer in arbeitsunrecht in deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyen heuert Berater f&uuml;r Berateraff&auml;re an<\/strong><br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen l&auml;sst die Zeugen zur Berateraff&auml;re aus ihrem Haus f&uuml;r deren Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss teuer beraten.<br>\nNach SPIEGEL-Informationen will das Ministerium der CDU-Politikerin daf&uuml;r bundesweit renommierte Juristen wie den Berliner Strafverteidiger Johannes &ldquo;Jony&rdquo; Eisenberg oder Margarete Gr&auml;fin von Galen, die jahrelang der Berliner Rechtsanwaltskammer vorstand, engagieren.<br>\nInsgesamt sollen rund 25 Mitarbeiter des Verteidigungsressorts eingehend auf m&ouml;gliche Fragen bei den anstehenden Vernehmungen im Bundestag vorbereitet werden. F&uuml;r den rechtlichen Beistand plant das Ministerium ein Budget von 80.000 Euro ein, mit den Anw&auml;lten k&ouml;nnen fixe Honorars&auml;tze von bis zu 380 Euro pro Stunde vereinbart werden.<br>\nDas Ministerium nennt als Grund f&uuml;r die teure Rechtsberatung, dass die aussagenden Mitarbeiter schutzbed&uuml;rftig seien. So solle verhindert werden, dass sich die Zeugen selbst belasten und sp&auml;ter strafrechtlich oder disziplinarisch belangt werden k&ouml;nnen.<br>\nEin Sprecher von der Leyens erg&auml;nzte, die Erstattung von Anwaltskosten f&uuml;r Zeugen in U-Aussch&uuml;ssen sei &ldquo;dem Parlament bekannt und unabh&auml;ngig vom Ministerium ge&uuml;bte Praxis&rdquo;. Die Auswahl der Rechtsanw&auml;lte sei eingeschr&auml;nkt, da sie &ldquo;Erfahrung mit parlamentarischen Prozedere haben und wegen der sensiblen Akten sicherheits&uuml;berpr&uuml;ft sein m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nDer Untersuchungsausschuss, der auch durch mehrere SPIEGEL-Berichte &uuml;ber Unregelm&auml;&szlig;igkeiten beim Einsatz von Unternehmensberatern im Wehrressort ausgel&ouml;st worden war, nimmt kommende Woche richtig Fahrt auf: Ab Montag muss das Ministerium die ersten Akten an den Bundestag &uuml;bergeben.<br>\nZiel des Ausschusses ist es zu kl&auml;ren, ob es im Ministerium ein Buddy-System gab, also ob Beamte und Gener&auml;le befreundeten Beratern Auftr&auml;ge zuschanzten und warum die Spitze des Ministeriums dies nicht verhinderte. Dabei steht vor allem ein General im Fokus, der eng mit einem Berater der Firma Accenture verbandelt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-heuert-berater-fuer-berateraffaere-an-a-1255769.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Um die Ausma&szlig;e der &bdquo;Berater-Aff&auml;re&ldquo; zu verschleiern heuert das Verteidigungsministerium neue Berater an &hellip; k&auml;me dies von einem Drehbuchautoren, man h&auml;tte es wohl als &bdquo;komplett unrealistisch und &uuml;berzogen&ldquo; abgelehnt. Was muss eigentlich noch passieren, bis die Gro&szlig;e Koalition Frau von der Leyen mit Schimpf und Schande zur&uuml;ck nach Hannover schickt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zum Schweigen bringen<\/strong><br>\nIn der Reutlinger Volkshochschule wird eine Ausstellung massiv angefeindet, die Flucht und Vertreibung der Pal&auml;stinenser behandelt. Der Vortrag des Journalisten Andreas Zumach dort sollte verhindert werden. Unser Autor leitet die Volkshochschule, er sieht die Meinungsfreiheit in der Israeldebatte in Gefahr.<br>\nAndreas Zumach ist ein exzellenter Journalist und ein Ausnahmetalent in der Erwachsenenbildung. Er arbeitet &uuml;berwiegend von Genf aus, als UNO-Berichterstatter f&uuml;r viele Medien, und er ist seit Jahrzehnten gern gesehener Gast in Volkshochschulen und anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung, denn er besitzt die seltene F&auml;higkeit, komplexe Sachverhalte ohne Vereinfachung verst&auml;ndlich zu machen. Obwohl er hohe Anerkennung genie&szlig;t, wurde Zumach im Dezember 2018 von der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Karlsruhe ausgeladen, f&uuml;r die er den Vortrag &ldquo;Israels wahre und falsche Freunde&rdquo; halten sollte. Der zust&auml;ndige Dekan Thomas Schalla teilte ihm mit, die Veranstaltung k&ouml;nne aufgrund von &ldquo;Irritationen verschiedener Art&rdquo; nicht stattfinden. Solange Rosenberg von der J&uuml;dischen Kultusgemeinde Karlsruhe hatte bei der EEB interveniert, denn Zumach sei bereits mit israelfeindlichen &Auml;u&szlig;erungen aufgefallen. Andreas Zumach intervenierte sofort seinerseits, und in der Folge willigte Solange Rosenberg ein, alle Anschuldigungen schriftlich zu widerrufen. Doch trotz schriftlicher Unterlassungserkl&auml;rung blieb Dekan Schalla bei seiner Absage.<br>\nKarlsruhe ist kein Einzelfall. Auch in Reutlingen gab es massive Proteste gegen einen Vortrag von Andreas Zumach und gegen die Ausstellung &ldquo;Nakba &ndash; Flucht und Vertreibung der Pal&auml;stinenser 1948&rdquo; in der dortigen Volkshochschule. Obwohl diese Ausstellung von zahlreichen Prominenten empfohlen wird, vom ehemaligen Landesbischof der evangelischen Kirche Eberhard Renz, von dem deutsch-franz&ouml;sischen Politologen Alfred Grosser, von Norbert Bl&uuml;m oder dem T&uuml;binger Politologen und Nah-Ost-Kenner Peter Pawelka, wird immer wieder gefordert, die Ausstellung d&uuml;rfe nicht gezeigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/411\/zum-schweigen-bringen-5709.html#\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>OPCW-Bericht: In Duma war wahrscheinlich Chlorgas als Waffe eingesetzt worden<\/strong><br>\nAm 7. April 2018 soll sich nach Berichten der Wei&szlig;helme, der Syrian American Medical Society (SAMS) und des ebenfalls regimefeindlichen Violations Documentation Center ein Angriff mit chemischen Waffen in Douma (Duma) ereignet haben. Die Rede war von Chlorger&uuml;chen und von Dutzenden Todesopfern, es zirkulierten schnell Bilder von vielen Toten in einem Haus und von Behandlungen von Verletzten. W&auml;hrend in den anderen Teilen von Ost-Ghuta die islamistischen Gruppen Faylaq al-Rahman und Ahrar al-Sham mit Damaskus und Moskau vor dem drohenden Angriff eine Evakuierung vereinbart hatten, weigerte sich Jaysh al-Islam, die Duma kontrollierten, bis zuletzt. Am Tag vor dem auslaufenden Ultimatum geschah dann der Angriff mit dem Giftgas, dann verlie&szlig;en auch Jaysh al-Islam mit K&auml;mpfern und Familien &uuml;ber den Korridor Duma Richtung Idlib oder Afrin.<br>\nF&uuml;r die USA mit ihrer Koalition der Willigen stand schon ohne unabh&auml;ngige Best&auml;tigung fest, dass Damaskus noch Chemiewaffen besitzt und f&uuml;r den Angriff verantwortlich ist. Am 14. April wurden angebliche Ziele des syrischen Chemiewaffenprogramms von den USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien bombardiert, obgleich der damalige US-Verteidigungsminister noch gesagt hatte, es gebe keine eindeutigen Beweise f&uuml;r einen Chemiewaffenangriff. Und obgleich die OPCW-Inspektoren bereits in Damaskus, aber noch nicht vor Ort waren.<br>\nDonald Trump wollte angeblich auch iranische und russische Ziele bombardieren, soll aber davon abgebracht worden sein. Moskau und Syrien hatten abgestritten, dass in Douma ein Chemiewaffenangriff stattgefunden habe, f&uuml;r den syrische Truppen verantwortlich seien. Es habe sich vielmehr um eine Inszenierung der Islamisten mit den Wei&szlig;helmen gehandelt. Man habe keine Opfer eines Chemiewaffenangriffs ausfindig machen k&ouml;nnen, Zeugen erkl&auml;rten, es sei eine Bombe in dem Haus eingeschlagen, in dem die Toten gefunden wurden, Opfer h&auml;tten wegen der Staub- und Rauchentwicklung Erstickungssymptome aufgewiesen und seien deswegen behandelt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/OPCW-Bericht-In-Duma-war-wahrscheinlich-Chlorgas-als-Waffe-eingesetzt-worden-4324648.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Keine Exporte in L&auml;nder, die die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en treten&ldquo;<\/strong><br>\nDie SPD h&auml;lt an dem Exportstopp f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter nach Saudi-Arabien fest. Im Koalitionsvertrag sei vereinbart, dass keine Exporte an L&auml;nder gehen, die unmittelbar am Jemenkrieg beteiligt sind, sagte der r&uuml;stungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Florian Post, im Dlf. Das sei bei Saudi-Arabien der Fall. (&hellip;)<br>\nRohde: Muss die SPD einfach ehrlich sagen, wir wollen keine R&uuml;stungsindustrie in Deutschland?<br>\nPost: Nein, so ist es ja nicht. Wir sagen nur, wir wollen keine Exporte in L&auml;nder, die die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en treten und die in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt sind. &Uuml;brigens, bei Saudi-Arabien ist es so, dass wir auch im Koalitionsvertrag mit der CDU\/CSU vereinbart haben, dass wir keine Exporte mehr an L&auml;nder wollen, die unmittelbar am Jemenkrieg beteiligt sind. Bei Saudi-Arabien ist das der Fall, deswegen ist es mir v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, warum Annegret Kramp-Karrenbauer so tut, als ob das jetzt was ganz Neues w&auml;re.<br>\nRohde: Na ja, es geht ja um Exporte, die bereits genehmigt sind, die unter anderem auch vom SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel genehmigt wurden. Also muss man da nicht sagen, wenn wir das genehmigt haben, dann m&uuml;ssen wir auch dabei bleiben? (&hellip;)<br>\nPost: Nein, weil die Sachlage sich ja auch ge&auml;ndert hat, sp&auml;testens seit dem Mord an dem Journalisten Khashoggi. Nach meinem Daf&uuml;rhalten oder nach meiner Erkenntnis ist er immer noch tot, also ich kann nicht erkennen, warum sich jetzt die Sachlage ge&auml;ndert hat. Wir haben damals, nach diesem schrecklichen Mord in der T&uuml;rkei, die R&uuml;stungsexporte ausgesetzt und eine Aufkl&auml;rung hat nicht stattgefunden. Aus diesem Grunde kann ich Ihnen jetzt schon sagen, dass von den SPD-verantwortlichen Ministern im Bundessicherheitsrat sicherlich niemand die Hand heben wird f&uuml;r R&uuml;stungsexporte nach Saudi-Arabien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-zu-ruestungsexporten-keine-exporte-in-laender-die-die.694.de.html?dram:article_id=442534\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Das Insistieren von Frau Rohde mit dem Argument,  wenn Deutschland nicht liefert,  tun es andere,  klammert die dringende Frage hinsichtlich der eigenen ethisch-moralischen Verantwortung aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Metropole der Ungleichheit<\/strong><br>\nIn New York wird man leicht obdachlos. Wohnraum ist teuer. Ein F&uuml;nftel der New Yorker gilt als arm. 105.000 Schulkinder waren im letzten Schuljahr obdachlos. Josef Kannegaard vom &ldquo;Rechercheinstitut f&uuml;r Kinder, Armut und Obdachlosigkeit&rdquo; analysiert Kinderarmut in New York. &ldquo;Was Besucher in New York oft nicht wahrnehmen, sind die hohen Armuts- und Obdachlosigkeitsraten. Die Tendenz ist steigend. Seit dem Schuljahr 2010 sind die Zahlen obdachloser Sch&uuml;ler um 56 Prozent angestiegen.&rdquo;<br>\nDie Folgen: Die Kinder fehlen st&auml;ndig in der Schule, haben gesundheitliche Probleme. &ldquo;Im Durchschnitt schaffen New Yorks Schulkinder zu 74 Prozent ihren Abschluss in der vorgesehenen Zeit. Sch&uuml;ler, die in ihrer Schulzeit obdachlosen waren, schaffen das nur zu 56 Prozent.&rdquo;<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r die Fehlzeiten: Die Unterbringungen sind &uuml;berf&uuml;llt, die Kinder landen oft in einem Obdachlosenwohnheim, einem Shelter, weit weg von der Schule. (&hellip;)<br>\nAu&szlig;erdem sammeln die Sch&uuml;ler Fehltage an, weil sie die Eltern zu Terminen bei der Stadt begleiten oder von Shelter zu Shelter ziehen m&uuml;ssen. Vor der Annahmestelle der Stadt f&uuml;r obdachlose Familien in der Bronx im Norden von New York wimmelt es von Kindern im Schulalter.<br>\nWir treffen Althea, sie ist im f&uuml;nften Monat schwanger und hat einen autistischen Sohn. &ldquo;Die Haltung der Stadt ist: alles schon erlebt. Wir sind da drin noch eine Nummer. Noch ein Gesicht. Die Obdachlosigkeit ist &uuml;berall. Hier in New York, in einer so reichen Stadt. Wir sind hier unerw&uuml;nscht, wir sind hier der Bodensatz.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/newyork-147.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Wirklichkeit hinter den Spr&uuml;chen des Westens &uuml;ber Demokratie und Menschenrechte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitsminister Heil will gegen Missst&auml;nde in Paketbranche vorgehen<\/strong><br>\nImmer wieder steht die Paketbranche wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Nun will sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil dem Thema annehmen. Der SPD-Politiker plant ein Gesetz f&uuml;r korrekte Arbeitsbedingungen und Sozialstandards in der hart umk&auml;mpften Branche<br>\n&ldquo;Ich bin nicht bereit, die Entwicklung in Teilen der Paketbranche l&auml;nger zu akzeptieren&rdquo;, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er nannte es besch&auml;mend, unter welchen Bedingungen Arbeitnehmer dort teils arbeiten m&uuml;ssten.<br>\nMit dem geplanten Gesetz soll den Angaben zufolge sichergestellt werden, dass die in der Branche weit verbreiteten Subunternehmen Sozialbeitr&auml;ge f&uuml;r ihre Paketboten zahlen. &ldquo;Damit sorgen wir f&uuml;r fairen Wettbewerb, soziale Sicherheit und bessere Arbeitsbedingungen&rdquo;, sagte Heil. (&hellip;)<br>\nKonkret soll die sogenannte Nachunternehmerhaftung auf die Paketbranche ausgeweitet werden. Das bedeutet, dass der eigentliche Auftraggeber f&uuml;r die korrekten Arbeitsbedingungen bei allen Subunternehmern verantwortlich ist. Die gro&szlig;en Zustelldienste m&uuml;ssten also bei Verst&ouml;&szlig;en ihrer Subunternehmer gegen die Sozialversicherungspflicht selber einstehen und die Beitr&auml;ge zahlen. In der Baubranche, wo die Nachunternehmerhaftung schon seit 2002 gelte, habe man damit gute Erfahrungen gemacht, betonte Heil.<br>\nAn den Bedingungen im Paketgesch&auml;ft gab es immer wieder Kritik. Zuletzt hatte Ver.di-Chef Frank Bsirskevon teils &ldquo;mafi&ouml;sen Strukturen&rdquo; gesprochen. Paketdienstleister wiesen die Kritik zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hubertus-heil-will-arbeitsbedingungen-in-paketbranche-verbessern-a-1255961.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das kann man wieder nur hoffen &ndash; ist die SPD wirklich entschlossen genug, und sperrt sich die Union nicht in Eingriffe in die &ldquo;freie Marktwirtschaft&rdquo;? Davon abgesehen, existieren diese katastrophalen Zust&auml;nde seit mindestens 10 Jahren, und bisher war es der SPD offensichtlich egal. Im Gegenteil, die SPD hat sich doch daf&uuml;r gefeiert, da&szlig; so viele Jobs geschaffen wurden &ndash; Niedrigstl&ouml;hne und krasseste Ausbeutung v&ouml;llig egal. Warum pl&ouml;tzlich diese Wende? Ist das glaubhaft? Und was ist mit den extrem harten Arbeitsbedingungen in den Amazon-L&auml;gern und den schlechten L&ouml;hnen dort?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Weshalb soll die Nachunternehmerhaftung lediglich auf die Paketbranche ausgeweitet werden? Gibt es eigentlich ausreichend Personal, das entsprechende Kontrollen durchf&uuml;hren m&uuml;sste? Neue Vorschriften alleine d&uuml;rften nicht ausreichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pflege<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeiten unter Wert<\/strong><br>\nSie f&uuml;hlen sich schlecht behandelt und oft missverstanden: Zwischen ausl&auml;ndischen Pflegekr&auml;ften und deutschen Kollegen kommt es immer wieder zu Konflikten. Die Probleme sind jedoch nicht kulturell bedingt. (&hellip;)<br>\nSo komme es zwischen den Pflegekr&auml;ften zu Differenzen und Missverst&auml;ndnissen, berichten die Forscher. Als Grund machten sie Unterschiede in der Ausbildung und der gewohnten Arbeitsteilung zwischen medizinischem Personal, Pflege- und Hilfskr&auml;ften aus:\n<ul>\n<li>In vielen der Herkunftsl&auml;nder werden Pflegefachkr&auml;fte an Hochschulen ausgebildet. Eine hochqualifizierte schulisch-betriebliche Ausbildung wie in Deutschland ist dort unbekannt.<\/li>\n<li>Pflegefachkr&auml;fte &uuml;bernehmen etwa in S&uuml;deuropa meist mehr Management- sowie Behandlungsaufgaben, die in Deutschland Medizinern vorbehalten sind.<\/li>\n<li>Einfache T&auml;tigkeiten der sogenannten Grundpflege, etwa Patienten zu waschen oder ihnen Essen zu geben, sind f&uuml;r ausl&auml;ndische Pflegefachkr&auml;fte ungew&ouml;hnlich. Daf&uuml;r gibt es meist spezielle Servicekr&auml;fte, teilweise m&uuml;ssen Angeh&ouml;rige einspringen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Problem: Statt die Konflikte auf die unterschiedliche Ausbildung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, w&uuml;rden sie stereotyp mit &ldquo;kulturellen Unterschieden&rdquo; erkl&auml;rt, berichten die Studienmacher. (&hellip;)<br>\nDie Autoren empfehlen den Kliniken, den Mitarbeitern mehr Raum zum Austausch und professionelle Coaches zur Verf&uuml;gung zu stellen. Dann k&ouml;nnten sie von ihren unterschiedlichen Kompetenzen gegenseitig profitieren.<br>\nDaf&uuml;r seien allerdings neue Ressourcen n&ouml;tig &ndash; und davon sind Kliniken und Pflegeeinrichtungen zurzeit weit entfernt. In den vergangenen Jahrzehnten, so die Wissenschaftler, h&auml;tten die Unternehmen auf den &ouml;konomischen Druck mit Rationalisierung und Verdichtung der Arbeit reagiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/pflege-kraefte-aus-dem-ausland-konflikte-in-kliniken-spitzen-sich-zu-a-1255762.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pfleger gesucht &ndash; aber schlecht bezahlt<\/strong><br>\nPflegekr&auml;fte sind gefragt wie nie. Um 158 Prozent ist die Nachfrage nach Besch&auml;ftigten in der Pflege in den vergangenen f&uuml;nf Jahren gewachsen. Das belegen aktuelle Auswertungen von Stellenanzeigen des Onlineportals Stepstone. Eine Befragung der Stellenplattform unter 100.000 Bewerbern zeigt zudem: Jede sechste Bewerbung von Pflegekr&auml;ften f&uuml;hrt zu einem Vertragsangebot, ein Spitzenwert unter den Berufsgruppen. Zum Vergleich: Manager im Marketing erhalten nur bei etwa zwei Prozent ihrer Bewerbungen eine Zusage, Softwareentwickler bringen es auf f&uuml;nf, Unternehmensberater immerhin auf sechs Prozent. Angesichts der hohen Einstellungsquote ist es kein Wunder, dass Besch&auml;ftigte in der Pflege sich ihren Arbeitsplatz sehr genau aussuchen: &bdquo;Pflegefachkr&auml;fte schauen bei der Suche nach einem Job genau hin, was ihnen geboten wird und wie sich ihr potentieller Arbeitgeber pr&auml;sentiert&ldquo;, sagt Stepstone-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Sebastian Dettmers.<br>\nVom Nachfrageboom profitieren die Pflegekr&auml;fte, was ihre Bezahlung anbelangt, jedoch kaum. Die Macher des Stellenportals haben ausgerechnet, dass &ndash; jedenfalls den Angaben in den Inseraten zufolge &ndash; eine Pflegekraft in Deutschland durchschnittlich 39.196 Euro brutto im Jahr verdient. Das sind 19.000 Euro weniger, als Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;fte im Mittel verdienen. Altenpfleger kommen durchschnittlich sogar nur auf ein Jahresgehalt von 34.000 Euro. Und auch der Vergleich zu ihren Kollegen in anderen Gesundheitsberufen f&auml;llt f&uuml;r die Pfleger schlecht aus (siehe Grafik). Notfallsanit&auml;ter und Medizintechniker erhalten im Durchschnitt immerhin ein Jahresgehalt von mehr als 40.000 Euro. Ganz oben im Ranking &ndash; &uuml;brigens nicht nur im Vergleich mit anderen Medizinberufen, sondern auch ganz generell &ndash; stehen die &Auml;rzte: Verdient ein Assistenzarzt im Schnitt noch etwa 56.000 Euro im Jahr, f&uuml;hrt ein Oberarzt in der Inneren Medizin mit durchschnittlich 127.000 Euro die Liste der Gesundheitsberufe an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/beruf\/fachkraeftemangel-pfleger-gesucht-aber-schlecht-bezahlt-16066020.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ schreibt einmal &uuml;ber den angeblichen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; und die schlechte Bezahlung und die schlechten Arbeitsbedingungen zusammen &ndash; halleluja. Wenn nicht einmal 6 Prozent von den Pflegesch&uuml;lern, die eine Ausbildung anfangen, auch als PflegerInnen arbeiten m&ouml;chten, dann ist doch klar, was *dringendst* getan werden muss: besserer Pflegeschl&uuml;ssel, h&ouml;here L&ouml;hne, PflegerInnen besser behandeln. Mantraartig &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel, Fachkr&auml;ftemangel, Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; zu rufen, nutzt da gar nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klima<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>100.000.000 Barrel &Ouml;l an jedem Tag<\/strong><br>\nEs ist ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte: Der weltweite &Ouml;lverbrauch hat die historische Marke von 100.000.000 Barrel &Ouml;l erreicht. 100 Millionen Fass mit je 159 Litern &Ouml;l. An jedem Tag. Das entspricht einem G&uuml;terzug aneinander gekoppelter &Ouml;lwaggons, der von S&uuml;ditalien bis zum Nordkap reicht.<br>\nIn ihrem letzten &ldquo;Oil Market Report&rdquo; vom 18. Januar hat die Internationale Energieagentur IEA, die weltweit einflussreichste Instanz in Energiefragen, die magisch anmutende Zahl best&auml;tigt. F&uuml;r das vierte Quartal 2018 wird die &Ouml;lnachfrage von der in Paris sitzenden Agentur auf &ldquo;100,1 Millionen Barrel pro Tag&rdquo; beziffert.<br>\nIm t&auml;glichen Nachrichtengewitter ist die Zahl bisher untergegangen. So hat die Menschheit vollkommen ger&auml;uschlos genullt und damit eine Marke erreicht, die gleicherma&szlig;en eindrucksvoll wie be&auml;ngstigend ist. Wie soll diese gewaltige &Ouml;lnachfrage auf Dauer befriedigt werden?<br>\nDie bisher stets &uuml;beroptimistische IEA hat angesichts des weiter steigenden Verbrauchs die Endlichkeit des &Ouml;ls unmissverst&auml;ndlich thematisiert. In einem zum Jahresende ver&ouml;ffentlichten f&uuml;nfseitigen Kommentar zur k&uuml;nftigen &Ouml;lversorgung werden in ungewohnter Sch&auml;rfe k&uuml;nftige Versorgungsl&uuml;cken beschworen. Schon die &Uuml;berschrift ist f&uuml;r eine auf Seriosit&auml;t bedachte Organisation ziemlich drastisch: &ldquo;Wenn wir auf die Zahlen blicken: Steht uns ein &Ouml;l-Versorgungsschock bevor?&rdquo;<br>\nDie beiden Autoren, Tim Gould und Christophe McGlade, sind in der IEA f&uuml;r Zukunftsszenarien der &Ouml;lversorgung verantwortlich. Sie sagen einen weiteren Anstieg des &Ouml;lverbrauchs von t&auml;glich 7,5 Millionen Barrel bis 2025 voraus. Doch im selben Zeitraum &ndash; so ihre Bef&uuml;rchtung &ndash; k&ouml;nnte die Versorgung dramatisch einbrechen, wenn nicht in neue Felder und in die Ausbeutung existierender Felder massiv investiert werde. Bei einer Fortschreibung des gegenw&auml;rtig niedrigen Investitionsniveaus werde sich eine Versorgungsl&uuml;cke von 35 Millionen Barrel auftun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/100-000-000-barrel-oel-an-jedem-tag\">klimareporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Welt wird viel schneller hei&szlig;<\/strong><br>\nWenn sich unser Planet um zwei Grad Celsius erw&auml;rmt &ndash; das ist das erkl&auml;rte Ziel des Pariser Klima-Abkommens von 2015 &ndash;, leiden doppelt so viel Menschen unter Wasserknappheit wie bei 1,5 Grad. Die zus&auml;tzliche Erw&auml;rmung w&uuml;rde mehr als 1,5 Milliarden Menschen extremen, t&ouml;dlichen Hitzeperioden aussetzen, hunderte Millionen Menschen ansteckenden Krankheiten wie Malaria und anderen Gef&auml;hrdungen aussetzen.<br>\nDoch der j&uuml;ngste Klima-Sonderbericht des IPCC unterschl&auml;gt eine andere alarmierende Tatsache: Die globale Erw&auml;rmung beschleunigt sich. Drei Trends &ndash; ansteigende Emissionen, abnehmende Luftverschmutzung und nat&uuml;rliche Klimazyklen &ndash; treffen in den kommenden 20 Jahren zusammen und sorgen daf&uuml;r, dass die &Auml;nderung des Klimas schneller und heftiger verl&auml;uft als erwartet. (&hellip;)<br>\nUnserer Ansicht nach werden wir die Marke von 1,5 Grad Celsius bereits 2030 erreichen &ndash; und nicht erst 2040, wie es der Weltklimarat in seinem Sonderbericht annimmt. Die Klimamodelle haben sich auf langfristige Trends und Gleichgewichte konzentriert und sich dabei nicht ausreichend um die kurzfristigen Ver&auml;nderungen gek&uuml;mmert, die f&uuml;r die Politik am bedeutendsten sind.<br>\nDen politischen Entscheidungsgremien bleibt also weniger Zeit als gedacht, um zu reagieren. Regierungen m&uuml;ssen noch dringender in Ma&szlig;nahmen zum Schutz vor &Uuml;berflutungen und Fl&auml;chenbr&auml;nden investieren sowie in Hilfen bei extremen Hitzewellen insbesondere f&uuml;r &auml;ltere und arme Menschen. W&auml;lder und landwirtschaftliche Betriebe m&uuml;ssen widerstandsf&auml;higer gegen D&uuml;rreperioden gemacht und K&uuml;sten gegen Fluten gesichert werden. Eine schnelle Erw&auml;rmung f&uuml;hrt zu einem gr&ouml;&szlig;eren Bedarf an Emissionsregelungen, die zu den schnellstm&ouml;glichen Erfolgen beim Klima f&uuml;hren, wie etwa der Kontrolle von Ru&szlig;, Methan und Fluorkohlenwasserstoffen. Es mag sogar Gr&uuml;nde f&uuml;r ein solares Geoengineering geben &ndash; also die Abk&uuml;hlung unseres Planeten beispielsweise durch reflektierende Partikel in der Stratosph&auml;re.<br>\nKlimaforscherinnen und Klimaforscher m&uuml;ssen der Politik die n&ouml;tigen Beweise und Prognosen f&uuml;r die kommenden 25 Jahre liefern. Sie m&uuml;ssen die Entscheidungstr&auml;ger dabei beraten, welche klimarelevanten Substanzen zuerst limitiert werden m&uuml;ssen, um m&ouml;glichst gro&szlig;en Einfluss auf die Klimaentwicklung zu nehmen. Sie sollten zudem einsch&auml;tzen, welche politischen Ma&szlig;nahmen sich in der realen Welt am schnellsten und erfolgreichsten umsetzen lassen &ndash; denn &raquo;ideale&laquo; Ma&szlig;nahmen sind auf Grund politischer, verwaltungstechnischer und wirtschaftlicher Randbedingungen in der Praxis nicht umsetzbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/die-welt-wird-viel-schneller-heiss\/1626358\">Spektrum.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Politiker, nehmt euch der Klimakrise an!&ldquo;<\/strong><br>\nSeit Wochen streiken Sch&uuml;ler in Deutschland immer freitags f&uuml;r mehr Klimaschutz. Am 15. M&auml;rz werden weltweit junge Leute auf die Stra&szlig;e gehen. Doch es sei ern&uuml;chternd, wie wenig politische Antworten sie bek&auml;men, sagt die Mit-Initiatorin Luisa Neubauer.<br>\nDeutschland komme beim Klimaschutz eine besondere Bedeutung zu: &bdquo;Die Politik muss handeln&ldquo;, fordert die 22-j&auml;hrige Geografie-Studentin Luisa Neubauer, Mit-Initiatorin der &ldquo;Fridays for Future&bdquo;. &bdquo;Ich glaube, eine Bewegung wie uns gab es in dem Sinne noch nicht.&ldquo;<br>\nSeit Wochen schon streiken in Deutschland und in einigen anderen L&auml;ndern jeden Freitag Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, Studierende und Auszubildende, um den Druck auf die Politik zu erh&ouml;hen, wirksam Politik zu machen, um die Erderw&auml;rmung zu stoppen.<br>\n&bdquo;Wir bringen das Thema Klimaschutz auf die Abendbrottische und in die Rath&auml;user&ldquo;, freut sich Luisa Neubauer. Was in Deutschland mit der Forderung begann, schneller als geplant aus der Kohle auszusteigen, geht inzwischen dar&uuml;ber hinaus. &bdquo;Wir m&uuml;ssen uns fragen, wie wir k&uuml;nftig wirtschaften, leben, arbeiten und wohnen, ohne den Planeten weiter an die Wand zu fahren.&ldquo;<br>\nWir reden Tacheles.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/luisa-neubauer-ueber-schuelerstreiks-politiker-nehmt-euch.990.de.html?dram:article_id=442367\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die populistische Revolte<\/strong><br>\nVorabdruck: In Italien hat sich auf den Tr&uuml;mmern der parlamentarischen Institutionen ein neuer rechter Block formiert. Die Linke hat nichts zu gewinnen, wenn sie bei dessen Spiel mitmacht<br>\n(&hellip;) Die parlamentarischen Institutionen Italiens sind unter bonapartistisch-neoliberalen Vorzeichen innerhalb von gut zehn Jahren geschleift, die geltende Verfassung entscheidend ver&auml;ndert, die moderne Demokratie von rechts zerst&ouml;rt worden. Das Ergebnis ist die derzeit in Italien amtierende Regierung aus &raquo;F&uuml;nf-Sterne-Bewegung&laquo; und Lega (Nord), die in ihrer hybriden Zusammensetzung schwer zu fassen ist.<br>\nSie b&uuml;ndelt v&ouml;llig unterschiedliche gesellschaftliche Interessen: Sie hat die Sympathien von Arbeitslosen und prek&auml;r Besch&auml;ftigten, denen die Mindestsicherung nach noch zu definierenden Kriterien wichtig ist; sie wird ebenso getragen von mehrwertsteuerpflichtigen Selbst&auml;ndigen und Kleinunternehmern, die Steuern vermeiden wollen und auf die Abgeltungssteuer bzw. das Schutzlabel &raquo;Made in Italy&laquo; hoffen. Zu ihren Anh&auml;ngern z&auml;hlen aber auch abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte im &ouml;ffentlichen und im privaten Sektor, die durch jahrzehntelangen Stillstand bei Bef&ouml;rderungen, L&ouml;hnen und Renten ver&auml;rgert sind.<br>\nDiese neue Regierung ist nicht aus dem Nichts entstanden. Vorausgegangen ist ihr vielmehr eine intensive Debatte, die Italien w&auml;hrend der vergangenen zwanzig Jahre besch&auml;ftigt hat. Diese Debatte hatte die nationale und supranationale Krise der repr&auml;sentativen Demokratie zum Thema. Es ging dabei um die Frage, wie die gesellschaftliche Transformation die historisch gewachsenen Institutionen (in erster Linie Parteien und Gewerkschaften) hat veraltet erscheinen lassen und sie als Orte der Entscheidungsfindung, der politischen Aushandlung (Mediation) und der Artikulation gesellschaftlicher Interessen in der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft ver&auml;ndert hat.<br>\nEs handelte sich also um eine Debatte &uuml;ber die m&ouml;glichen Formen der &raquo;Postdemokratie&laquo;. Die neue &raquo;Regierung des Wandels&laquo; hat sich nach dem endg&uuml;ltigen Scheitern des Modernisierungsprojekts des Partito Democratico unter ihrem Wunderkind Matteo Renzi die Wiederherstellung der Volkssouver&auml;nit&auml;t auf die Fahnen geschrieben, da Italien &uuml;ber lange Zeit von undefinierbaren nationalen und supranationalen Machtzentren beherrscht worden sei.<br>\nDiese Regierung vertritt die These, dass das politische Feld nicht mehr entlang der traditionellen Achse links-rechts geordnet ist. Vielmehr sei von einer neuen, quer durch die Klassen gehenden Bruchlinie auszugehen: unten das &raquo;Volk, oben die &raquo;Eliten&laquo;. Die gewohnten politischen Kategorien bes&auml;&szlig;en gut zwei Jahrhunderte nach der Franz&ouml;sischen Revolution keine G&uuml;ltigkeit mehr. Eine neue &raquo;Revolution&laquo; sei das, die das Ende einer ganzen historischen Epoche und ihrer Protagonisten kennzeichnet: das Ende der Klassenbeziehungen hinsichtlich Bewusstseinsformen, Identit&auml;t und Orientierung sowie schlie&szlig;lich hinsichtlich der Bedeutung staatlicher Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350021.umbruch-in-italien-die-populistische-revolte.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mordgesch&auml;ft boomt<\/strong><br>\nDie Profite der R&uuml;stungsindustrie steigen trotz Ausfuhrstopp nach Saudi Arabien flott weiter. Der R&uuml;stungskonzern Rheinmetall erh&ouml;hte den Umsatz seiner Milit&auml;rsparte 2018 um 6,1 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in D&uuml;sseldorf mitteilte. Der Betriebsgewinn stieg sogar um fast 50 Prozent auf 254 Millionen. Auch die Auftragsb&uuml;cher sind voll: Die Bestellungen bei Rheinmetall Defence kletterten um etwa ein Drittel auf 8,6 Milliarden Euro.<br>\nAn der B&ouml;rse zeigte man sich von diesen Nachrichten erfreut: Die Gewinne sorgten f&uuml;r einen Kursanstieg um knapp neun Prozent &ndash; die Aktien erzielten den gr&ouml;&szlig;ten Tagesgewinn seit mehr als sieben Jahren zu. Als Kontrast zur Euphorie der B&ouml;rsenkurse, steht das Leid der Menschen in B&uuml;rgerkriegsl&auml;ndern, wie dem Jemen. Rheinmetall stellt Kanonen her, etwa f&uuml;r den Panzer &raquo;Leopard&laquo;, sowie Artillerie, Munition und andere Waffentechnik, die in der Region zum Einsatz kommen.<br>\n&raquo;Die fetten Gewinne von Rheinmetall sind der laxen Haltung der gro&szlig;en Koalition geschuldet&laquo;, sagte Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, am Freitag gegen&uuml;ber jW. &raquo;Die Bundesregierung muss endlich die Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie schlie&szlig;en und darf Waffenschmieden wie Rheinmetall &uuml;ber Tochterfirmen im Ausland und Joint Ventures nicht l&auml;nger blutige Profite mit dem Krieg im Jemen machen lassen.&laquo; (&hellip;)<br>\nDie Streitkr&auml;fte der VAE und Saudi Arabiens benutzen laut Rechercheb&uuml;ndnis German Arms BRD-R&uuml;stungstechnologie f&uuml;r See-, Land- und Lufteins&auml;tze in dem B&uuml;rgerkriegsland. &raquo;Saudi-Arabien braucht keine deutschen Waffen&laquo;, sagte Martin Schulz (SPD) am Freitag. &raquo;Solange das Land die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en tritt und im Jemen Krieg f&uuml;hrt, gibt es an unserem Ausf&uuml;hrstopp &uuml;berhaupt nichts zu r&uuml;tteln.&laquo;<br>\nDieser tempor&auml;ren Entschlossenheit folgten keine greifbaren Resultate: Die Bundesregierung will zwar den Exportstopp an Saudi-Arabien um zwei Wochen verl&auml;ngern, allerdings hat sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer am Freitag daf&uuml;r ausgesprochen, deutsche Exportregeln au&szlig;er Kraft zu setzten, um R&uuml;stungsg&uuml;ter in Krisengebiete liefern zu k&ouml;nnen. &raquo;Wer Exporte um jeden Preis verhindern will, muss ehrlich sagen, dass er diese Industrie grunds&auml;tzlich in Deutschland nicht will und sollte es nicht &uuml;ber den Weg einer Regelauslegung machen, die genau dieses Ergebnis h&auml;tte&laquo;, sagte die Parteichefin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &raquo;Die Ank&uuml;ndigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, R&uuml;stungsexporten T&uuml;r und Tor zu &ouml;ffnen, um die Profite deutscher Waffenkonzerne zu sichern, zeigt nachdr&uuml;cklich, wie notwendig ein gesetzliches Verbot von Waffenlieferungen ist&laquo;, antwortete Dadgelen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350129.r%C3%BCstungsexporte-mordgesch%C3%A4ft-boomt.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Pass-Entzug ist eines Rechtsstaates nicht w&uuml;rdig<\/strong><br>\nUnion und SPD erreichen den vorl&auml;ufigen Tiefpunkt ihrer Regierungszeit mit dem Vorhaben, IS-K&auml;mpfern die Staatsangeh&ouml;rigkeit zu entziehen. (&hellip;)<br>\nDie weisen V&auml;ter des Grundgesetzes wollten 1948 vorsorgen, damit sich der Rechtsmissbrauch der NS-Zeit nicht wiederholt. &bdquo;Die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit darf nicht entzogen werden&ldquo;, hei&szlig;t es in Artikel 16 des Grundgesetzes. Zwar sind einige wenige Ausnahmen m&ouml;glich, aber sie alle gelten nicht f&uuml;r den Fall der IS-K&auml;mpfer. Deshalb plant die gro&szlig;e Koalition, eine neue Gesetzesgrundlage zu schaffen.<br>\nDass ein Entzug der Staatsb&uuml;rgerschaft nur bei K&auml;mpfern mit Doppelpass m&ouml;glich sein soll, &auml;ndert nichts an der Unrechtm&auml;&szlig;igkeit. Es geht hier um etwas sehr Grunds&auml;tzliches: Die Koalition will das Staatsb&uuml;rgerschaftsrecht als sicherheitspolitische Ma&szlig;nahme missbrauchen und &ndash; was noch viel schlimmer wiegt &ndash; als Strafe. Durch die Hintert&uuml;r soll hier jenes Recht eingef&uuml;hrt werde, das die Verfasser des Grundgesetzes verhindern wollten. Damit ist die gro&szlig;e Koalition in guter Gesellschaft mit der AfD, die kriminellen Deutschen mit Migrationshintergrund die Staatsb&uuml;rgerschaft entziehen will.<br>\nDie Staatsb&uuml;rgerschaft ist ein Grundrecht und kein Hemd, das der Staat einem B&uuml;rger wieder ausziehen kann, wenn sich dieser nicht gesetzestreu verh&auml;lt. Der Entzug bedeutet eine maximale Entrechtung, schlie&szlig;lich verlieren die Betroffenen alle B&uuml;rgerrechte. Und das ohne Prozess, ohne M&ouml;glichkeit der Verteidigung.<br>\nWenn man deutschen IS-K&auml;mpfern, die im Ausland Verbrechen begangen haben, die Staatsb&uuml;rgerschaft aberkennt, m&uuml;sste man ebenso mit T&auml;tern verfahren, die in Deutschland mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Aber wo zieht man die Grenze? Bei Mord? Oder reicht schon Schwarzfahren?<br>\nAuch das Argument, die Aberkennung der Staatsb&uuml;rgerschaft sch&uuml;tze Deutschland vor den Terrork&auml;mpfern, ist absurd. Der Entzug bedeutet, dass den betroffenen IS-M&auml;nnern und -Frauen in Deutschland nicht mehr der Prozess gemacht werden kann, weil sie nicht mehr einreisen d&uuml;rfen.<br>\nDoch das w&auml;re nicht nur eine Verletzung v&ouml;lkerrechtlicher Regelungen, die alle Staaten zu einer Strafverfolgung von Terroristen verpflichten. Es w&auml;re vor allem verantwortungslos, diese Aufgabe anderen Staaten zu &uuml;berlassen.<br>\nSchlie&szlig;lich haben sich viele K&auml;mpfer radikalisiert, w&auml;hrend sie in Deutschland lebten, w&auml;hrend sie hier zur Schule gingen oder zur Arbeit. Deutschland tr&auml;gt eine Mitverantwortung, der man sich nun entziehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/leitartikel-entrechtung-11815795.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nacktscanner: &bdquo;Dann bekommen Sie eben das volle Programm&ldquo;<\/strong><br>\nIch hasse Fliegen. Heute wurde ich einmal mehr daran erinnert, warum. Auf dem Weg zum Winterkongress der Digitalen Gesellschaft Schweiz hatte ich wieder einmal ein Erlebnis der Kategorie &bdquo;bedauerlicher Einzelfall&ldquo;. Die folgenden Gespr&auml;che sind ein Ged&auml;chtnisprotokoll. (&hellip;)<br>\nWir befinden uns am Flughafen Berlin-Tegel. Da ich in der Vergangenheit bei der Sicherheitskontrolle schon einmal grenzwertige Erlebnisse gemacht hatte (Mir wurde gesagt: Wenn ich auf den letzten Dr&uuml;cker in die Schlange ohne Nacktscanner wechseln wolle, w&uuml;rde mich das verd&auml;chtig machen), wollte ich mich in der Schlange ohne Nacktscanner anstellen. Das Problem war nur: Ich konnte sie nicht finden. Also fragte ich einen Mitarbeiter:<br>\nIch: &bdquo;Wo ist denn die Schlange ohne Nacktscanner?&ldquo;<br>\nEr: &bdquo;Die gibt es nicht.&ldquo;<br>\nIch: &bdquo;Aber das ist doch freiwillig, oder?&ldquo;<br>\nEr: &bdquo;Ja. Aber dann bekommen Sie eben das volle Programm.&ldquo;<br>\nIch: &bdquo;Was bedeutet das?&ldquo;<br>\nEr: &bdquo;K&ouml;rper abtasten, Sprengstofftest. Das volle Programm eben.&ldquo;<br>\nEr schaut mich an, als w&auml;re das der Punkt, an dem ich sagen sollte: &bdquo;OK, dann gehe ich doch durch den Nacktscanner&ldquo;. Aber ich sage: &bdquo;OK, kein Problem.&ldquo; (&hellip;)<br>\nWenn &Uuml;berwachung zur Standardeinstellung wird, macht das diejenigen zu &bdquo;Verd&auml;chtigen&ldquo;, die sich dem entziehen wollen. Denkt ruhig an diese Geschichte, wenn es wieder hei&szlig;t: &bdquo;Wir f&uuml;hren Ma&szlig;nahme xyz nur freiwillig ein. Jeder hat das Recht &bdquo;Nein&ldquo; zu sagen.&ldquo; Meine Erfahrung ist: Auf lange Sicht kann man sich eine solche &bdquo;Freiwilligkeit&ldquo; in die Haare schmieren.<br>\nIch habe nix zu verbergen. Au&szlig;er meiner Privatsph&auml;re. Wenn mich das schon verd&auml;chtig macht, bin nicht ich das Problem. Sondern die Strukturen, die so eine Denke normalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kattascha.de\/nacktscanner-dann-bekommen-sie-eben-das-volle-programm\/\">Kattaschas Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hanns-Seidel-Stiftung ver&ouml;ffentlicht CSU-kritische Studie nicht<\/strong>\n<ul>\n<li>Eine Studie der Hanns-Seidel-Stiftung empfiehlt, Fl&uuml;chtlinge fr&uuml;hzeitig &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten eines Familiennachzugs zu informieren.<\/li>\n<li>Auch die Vorschl&auml;ge der Verfasser zur Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen stehen der CSU-Politik entgegen.<\/li>\n<li>Die Studie wurde nie ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer seine Familie bei sich hat, der integriert sich besser. Fl&uuml;chtlinge wie der Syrer Omar, die eine Bleibeperspektive in Deutschland haben, sollten deshalb fr&uuml;hzeitig &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten eines Familiennachzugs informiert werden. So empfiehlt es eine Studie der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) von 2018, in der auch Omar befragt wurde und die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Dies mag auf den ersten Blick verwundern. Schlie&szlig;lich steht die HSS der CSU nahe, bei der sie nicht gerade in Jubelgeschrei ausbrechen, wenn Fl&uuml;chtlinge vermehrt ihre Familien nachholen sollen. Auf den zweiten Blick aber ergibt dann doch wieder alles Sinn, denn: Die Studie wurde nie ver&ouml;ffentlicht.<br>\nSchon im April 2018 wurde sie fertiggestellt, auf eine &ouml;ffentlichkeitswirksame Pr&auml;sentation aber, wie es die HSS 2016 mit der Vorg&auml;ngerstudie zu Asylsuchenden in Bayern tat, wurde diesmal verzichtet. Dies k&ouml;nnte daran liegen, dass sich darin mehrere Ratschl&auml;ge finden, die sich mit der Asylpolitik der CSU kaum decken. So sprechen sich die Sozialwissenschaftler Sonja Haug und Dominik Huber von der Technischen Hochschule Regensburg etwa gegen gro&szlig;e Gemeinschaftsunterk&uuml;nfte und f&uuml;r eine dezentrale Unterbringung aus. Auch den von der CSU vehement abgelehnten &ldquo;Spurwechsel&rdquo; bef&uuml;rworten sie. Er soll Asylbewerbern, die gut integriert sind, aber schlechte Bleibeperspektiven haben, erm&ouml;glichen, in Deutschland zu bleiben.<br>\nIhre Erkenntnisse zogen die Wissenschaftler aus qualitativen Interviews aus dem Jahr 2017 mit elf Asylbewerbern aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, die sie schon einmal 2016 befragten. Die Studie ist zwar nicht repr&auml;sentativ, aber doch aussagekr&auml;ftig. Zum ersten Mal liegt mit ihr eine Langzeitbeobachtung von Asylbewerbern und ihren Erfahrungen in Bayern vor. Aus ihren exemplarischen Geschichten erhoffen sich die Forscher aufschlussreiche Hinweise darauf, wie Integration in Bayern funktioniert. Die Ergebnisse geben Hoffnung, dass Integration gelingen kann, ern&uuml;chtern aber auch, etwa wenn es um das Ziel geht, m&ouml;glichst vielen Fl&uuml;chtlingen eine Berufsausbildung zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/studie-hanns-seidl-stiftung-csu-1.4348778\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&Uuml;berteuerter Kindergeburtstag<\/strong><br>\nDa l&auml;uft was schief, wenn die Kinderprogramme von ARD und ZDF die Streamingplattformen von Amazon &amp; Co. bereichern.<br>\n&ldquo;Meister Eder und sein Pumuckl&ldquo; bei Amazon Prime, &bdquo;Bibi Blocksberg&ldquo; bei Netflix, Kinderprogramme von ARD, ZDF und Kika bei MagentaTV. Es ist schon eine &Uuml;berraschung, dass die &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten mit attraktiven Inhalten jene Streamingplattformen noch attraktiver machen, die sie sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit bek&auml;mpfen. &hellip;. ARD Plus ist wie ARD Plus Kids, ZDF Select ist wie ZDFtivi Select ein kostenpflichtiges Internetangebot bei Magenta TV der Deutschen Telekom. Der Konzern konnte &uuml;ber 8000 Programme der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen erwerben, nutzbar f&uuml;r Magenta-TV-Abonnenten. &hellip; Attraktivit&auml;t und Gewinne werden mit beitragsfinanzierten Inhalten gesteigert. &hellip; Anstalten und in gleicher Weise Politik haben eine Situation kreiert, die die Zahler und Zuschauer der erstklassigen Kinderprogramme von ARD, Kika und ZDF nur unzufrieden zur&uuml;cklassen und nur aufgel&ouml;st werden kann, wenn eine Plattform f&uuml;r das Programmverm&ouml;gen der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen installiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/sendung-mit-der-maus-bei-ard-und-amazon-ueberteuerter-kindergeburtstag\/24056670.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie m&auml;chtig Framing wirklich ist<\/strong><br>\nWehlings Behauptung, wiederholtes strategisches Framing beeinflusse auf Dauer die Urteile der Zuh&ouml;rer, steht etwa die Studie einer internationalen Forschergruppe um Marc Helbling vom WZB in Berlin entgegen. Die Autoren konnten darin zeigen, dass Schweizer W&auml;hler auf Framing in der Regel damit reagieren, dass sie ihre eigene politische Position nur noch st&auml;rker vertreten als zuvor &ndash; und zwar unabh&auml;ngig davon, ob das Framing ihre eigene Position unterst&uuml;tzt hat oder nicht.<br>\nDass die Wirkung des Framing dar&uuml;ber hinaus auch extrem individuell ausfallen kann, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2006. Benedetto De Martino und seine Kollegen vom University College London untersuchten die Hirnaktivit&auml;t ihrer Teilnehmer, w&auml;hrend diese Risikoentscheidungen trafen. Die Aufgaben entsprachen dabei den klassischen Experimenten von Kahneman und Tversky. Die Ergebnisse zeigten, dass die Probanden im Hirnscanner verschieden stark durch das Framing beeinflusst wurden &ndash; und zwar abh&auml;ngig davon, wie stark ihr pr&auml;frontaler Kortex arbeitete, der unter anderem an der Handlungsplanung beteiligt ist. Die Autoren schlie&szlig;en daraus, dass Menschen dem Framing-Effekt nicht schutzlos ausgeliefert sind, sofern sie dar&uuml;ber nachdenken, was ihnen pr&auml;sentiert wird. (&hellip;)<br>\nElisabeth Wehling hat also Recht, wenn sie der F&uuml;hrungsriege der ARD berichtet, dass Framing eine Wirkung auf den Zuh&ouml;rer, Zuschauer oder Leser haben kann. Framing-Effekte verschiedener Art sind seit Langem belegt. Doch &uuml;ber die St&auml;rke, Richtung und Grenzen dieser Wirkung hat sie ihre Auftraggeber, ob bewusst oder unbewusst, in die Irre gef&uuml;hrt. So ist das Framing-Handbuch wohl selbst mehr ein Werbe-Framing f&uuml;r Frau Wehlings Berkeley International Framing Institute als eine ausgewogene Darstellung der verf&uuml;gbaren Erkenntnisse &ndash; das Institut hat &uuml;brigens zu der Universit&auml;t in Berkeley keine Verbindung.<br>\n&raquo;Frau Wehling und Lakoff tun so, als w&uuml;rde sich durch das Framing die Welt &auml;ndern&laquo;, sagt Christian Schemer. &raquo;Das suggerieren manche Autoren. Es ist aber Quatsch und dient wahrscheinlich der Eigenwerbung und Verkaufszwecken.&laquo; Mit Framing k&ouml;nne man als Organisation zwar am eigenen Image feilen, doch auch nur dann, wenn der Frame erkennbar zur Wirklichkeit passt, so Schemer. &raquo;Die Leute merken das sonst.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/wie-maechtig-framing-wirklich-ist\/1627094\">Spektrum.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49466\">Wer den Zustand der ARD besch&ouml;nigt, wird ihre Glaubw&uuml;rdigkeit noch weiter besch&auml;digen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pfeif auf Grundgesetz und V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nDie Tagesschau dient der Regierung als Sprachrohr beim rechtswidrigen Umgang mit Venezuela<br>\nDeutsche Politik in Bezug auf Venezuela und das V&ouml;lkerrecht &ndash; gibt es da nichts Problematisches, nichts Anst&ouml;&szlig;iges? Nichts von nachrichtlichem Wert? Sind ein Bruch mit der UN-Charta und grundgesetzwidrige Politik kein Thema f&uuml;r die Tagesschau? Die Bundesregierung hat wie zahlreiche andere Staaten einen &bdquo;selbsternannten &Uuml;bergangspr&auml;sidenten&ldquo; Venezuelas, Juan Guaid&oacute;, als amtierenden Staatschef anerkannt. Dieser Treppenwitz der Weltgeschichte sei &bdquo;v&ouml;lkerrechtlich ein Novum&ldquo; gewesen, stellt die &bdquo;Initiative Nachrichtenaufkl&auml;rung&ldquo; zur&uuml;ckhaltend fest und unterstreicht zugleich das Versagen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks, speziell der Tagesschau: Die juristische Problematik der deutschen Venezuela-Politik sei vollkommen au&szlig;er Betracht geblieben.<br>\nRegelm&auml;&szlig;ig macht die &bdquo;Initiative Nachrichtenaufkl&auml;rung&ldquo; e.V., INA, die &Ouml;ffentlichkeit auf Themen und Nachrichten aufmerksam, die von den deutschen Massenmedien vernachl&auml;ssigt werden. (1) Vorschl&auml;ge dazu werden an mehreren Hochschulen in Deutschland gepr&uuml;ft. Die Jury der INA beurteilt anschlie&szlig;end die Relevanz der Themen und w&auml;hlt daraus die &bdquo;Top Ten der vernachl&auml;ssigten Nachrichten&ldquo; aus. Ihre neueste Liste stellte jetzt der Deutschlandfunk vor. (2)<br>\nDer Sender erw&auml;hnt an erster Stelle das Freihandelsabkommen der EU mit Japan, JAFTA; an Position zwei folgt die umfangreiche Sammelei personenbezogener Daten von Flugg&auml;sten, die in der EU unterwegs sind. Die Nr. 3 erw&auml;hnte der regierungsfromme Deutschlandfunk bezeichnenderweise aber nicht mehr: Die ignorante Weigerung der Massenmedien, sich den Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Venezuela-Politik zu widmen. Darauf wies nur der &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; hin. (3)<br>\nW&auml;hrend die Ereignisse in Lateinamerika auf breites Interesse der deutschen Bev&ouml;lkerung sto&szlig;en, haben unsere Massenmedien &uuml;ber die staatsrechtlichen Zusammenh&auml;nge und Probleme faktisch nichts oder nur irref&uuml;hrend und tendenzi&ouml;s berichtet. Die Tagesschau hatte im Rahmen der medialen Desinformationskampagne Vorreiterfunktion. Zweimal gutachteten die Juristen der Wissenschaftlichen Dienste des deutschen Bundestags, dass die vorschnelle formelle Anerkennung Guaid&oacute;s &bdquo;v&ouml;lkerrechtlich bedenklich&ldquo; sei, eine h&ouml;flich-vorsichtige Umschreibung f&uuml;r mutma&szlig;liche Rechtswidrigkeit. Die Tagesschau interessierte es nicht, es tauchte lediglich in ihrem Internet-Format auf. (4) In einer Nische, Rubrik: Inland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2019\/03\/01\/venezuela-pfeif-auf-grundgesetz-und-voelkerrecht\/\">St&auml;ndige Publikumskonferenz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Willy 2018<\/strong><br>\nMei Willy, jetzt is fast scho a hoibs Jahrhundert her, da&szlig; ich in meiner Verzweiflung und Wuat des Lied &uuml;ber dich rausgschrien hab. A halbs Jahrhundert, und ich h&auml;tt mir in meinen schlimmsten Alptr&auml;umen nicht vorstellen k&ouml;nnen damals, da&szlig; das heut wieder so erschreckend aktuell sein k&ouml;nnt. Woasst os no Willy, damals 68 habn ma haupts&auml;chlich die oidn Nazis aufsp&uuml;rn woiln, die immer no fett in ihre Vorstandsetagen oder in christlich sozialen Parteien ghockt san und Herrn Frahm Vaterlandsverr&auml;ter gschimpft habn, weil er eben koa Nazi gwesen is, da Willy. Und heit? Du werst as ned glaubn, du konnst as ned glaubn Willy &ndash; heit drucka die neuen Nazis ins Parlament und erkl&auml;ren die unmenschlichste Epoche der Menschheitsgeschichte zu einem Vogelschi&szlig; in Anbetracht der 1000j&auml;hrigen erfolgreichen Geschichte des deutschen Volkes. H&auml;hhh? 1000 Jahre deutsche Geschichte? Da sind dem Herrn Gauland wohl die Wahnvorstellungen seines F&uuml;hrers dazwischengekommen. Ja, es gab dann einen Aufschrei hier und da &ndash; aber der is ja eh kalkuliert von denen, dann gibts eine halbherzige Entschuldigung und es war ja &bdquo;alles nicht so gemeint&ldquo; und das wars dann &ndash; denn die potentiellen Faschisten des Landes sind ja erreicht worden mit dieser kalkulierten Ungeheuerlichkeit. Was is passiert Willy? Wia hat des jemals so weit komma kenna? Warn mia alle zu beh&auml;big, zu eingeigelt in unser sattes Weltbild? In den Kokon unserer Selbstsicherheit, gute Demokraten zu sein? W&auml;hrenddessen hat sich der Kapitalismus wie ein Monster auf die Menschheit gest&uuml;rzt, um alle die zu verschlingen, die keine &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; sein k&ouml;nnen oder wollen, nicht wirklich r&uuml;cksichtslos genug sind, nicht wirklich ellbogig genug, um alles niederzuwalzen, was sich ihnen in den Erfolgsweg stellt. Neoliberalismus hei&szlig;t dieses Monster, das es geschafft hat, uns einzureden, da&szlig; wir all das aus freiem Willen tun, was das Monster m&auml;stet, was dieser Hydra immer wieder neue K&ouml;pfe wachsen l&auml;&szlig;t und damit einen kleinen Prozentsatz der Menschheit immer reicher und gieriger macht und alle anderen in tiefste Verunsicherung, Verarmung, Verzweiflung st&uuml;rzt. Was is passiert, Willy??? Alle zwei Sekunden wird ein Mensch auf dieser unserer Erde zur Flucht gezwungen. Einer von 110 Menschen  weltweit ist von Flucht und Vertreibung betroffen. Und neun von zehn Fl&uuml;chtlingen leben in Entwicklungsl&auml;ndern. Und vor was fliehen die denn wohl? Du woa&szlig;t as Willy: vor unsere Waffen, vor unseren Finanzspekulationen, vor unserer Ausbeutung der Erde, auf der sie leben! &bdquo;Wenn man sich die europ&auml;ische Geschichte ansieht&ldquo;, schreibt der von mir gesch&auml;tzte Philosoph J&uuml;rgen Wertheimer, &bdquo;wirkt es weit eher so, als seien wir die Erfinder eines Perpetuum mobile der Kriege, die wir seit Jahrtausenden in allen Variationen durchdeklinierten. Und in die Welt hinaustrugen.Die europ&auml;ische Kolonisation erfa&szlig;te die gesamte Welt und stellt eine einzige ,Grenz&uuml;berschreitung&lsquo; der Au&szlig;engrenzen anderer L&auml;nder dar. Und jetzt rufen ausgerechnet wir nach strikter Wahrung und Sicherung unserer Au&szlig;engrenzen &ndash; nachdem wir &uuml;ber Jahrhunderte das Gef&uuml;ge der Welt aus dem Lot gebracht haben &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2019\/RF-254-03-19.pdf\">Konstantin Wecker im Rotfuchs<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49796"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49796\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49799,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49796\/revisions\/49799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}