{"id":49901,"date":"2019-03-06T08:24:54","date_gmt":"2019-03-06T07:24:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901"},"modified":"2019-03-06T08:59:22","modified_gmt":"2019-03-06T07:59:22","slug":"hinweise-des-tages-3319","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h01\">Klimapolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h02\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h03\">Braucht auch die Rentenkasse eine Schuldenbremse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h04\">So verliert die EU die Jugend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h05\">EU-Reformpl&auml;ne: Macron will &ldquo;Demokratiepolizei&rdquo; gr&uuml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h06\">Im W&uuml;rgegriff der Berater<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h07\">Europas Industriepolitik steht vor einer Kurskorrektur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h08\">Rheinmetall im Aufwind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h09\">Palmer zettelt eine &bdquo;Revolution&ldquo; an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h10\">&Ouml;ffentlicher Nahverkehr: Niedrigl&ouml;hner hinterm Lenkrad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h11\">Die Doppelmoral der EU-Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h12\">Euros f&uuml;r Bandera<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h13\">Kleinbauern: Von der Scholle geschubst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h14\">Kolumbien: Totgeschwiegener Massenmord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h15\">Internationaler Frauentag: Tradition und Aktualit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49901#h16\">Vortr&auml;ge von Dr. Daniele Ganser in Berlin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimapolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&raquo;Fridays for Future&laquo;: Der Kampf um die Emp&ouml;rungshoheit<\/strong><br>\nWie die junge Generation um ihre Stimme gebracht werden soll:<br>\nSeit Jahren ist es dasselbe Ritual: Ende des Jahres, in der Regel Anfang Dezember, findet eine Weltklimakonferenz statt, um die dramatische globale Lage festzuhalten und zu beklagen. Doch schon nach Weihnachten ist das Thema wieder vergessen, um dann erst zum n&auml;chsten Jahresende wieder aufgerufen zu werden &bdquo;The same procedure as every year&ldquo;: Das ist ungemein bequem f&uuml;r all jene, die von der Ausbeutung fossiler Ressourcen profitieren, ob als Produzenten durch gewaltige Gewinnmargen oder als Konsumenten durch billige Energiepreise &ndash; doch verheerend f&uuml;r jene, denen schon heute das Wasser bis zur Brust steht, insbesondere f&uuml;r die Staaten des globalen S&uuml;dens. Doch in diesem Jahr ist die Lage eine andere: Erstmals ist das Thema &uuml;ber den Jahreswechsel nicht aus den Schlagzeilen verschwunden. Daf&uuml;r spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle, ein objektiver und ein subjektiver.<br>\nZu danken ist dies erstens dem &bdquo;Jahrhundertsommer&ldquo; 2018. Die au&szlig;erordentliche D&uuml;rre des vergangenen Jahres hat auch die n&ouml;rdlichen Breiten sp&uuml;ren lassen, wie fragil das Klima geworden ist&hellip;<br>\nDennoch w&auml;re dieser objektive Faktor wahrscheinlich bereits verblichen, wenn nicht zweitens das hinzugekommen w&auml;re, was man den subjektiven Faktor, ja vielleicht sogar ein neues &bdquo;politisches Subjekt&ldquo; nennen kann.<br>\nAm Anfang stand das Aufstehen und Hinsetzen der jungen Schwedin Greta Thunberg, die &uuml;ber Monate alleine vor dem schwedischen Parlament in Stockholm mit ihrem Plakat gegen den Klimawandel demonstrierte und anschlie&szlig;end auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz mit einer beeindruckenden Rede an das Umweltgewissen der Welt appellierte. Doch l&auml;ngst hat ihr Beispiel Schule gemacht, ist daraus, wie die anhaltenden Proteste der Jugendlichen und Sch&uuml;ler zeigen, eine neue Generationsbewegung geworden.<br>\nIhr Anliegen ist denkbar klar, einfach und berechtigt: Der Welt geht, wie die IPCC-Berichte Jahr f&uuml;r Jahr belegen, in der Klimapolitik die Zeit aus. Also, so die Aufforderung an die Politiker: Handelt endlich! Erf&uuml;llt das Pariser Klimaabkommen! Denn sonst verspielt ihr unsere Zukunft! &bdquo;Wir k&ouml;nnen eine Krise nicht l&ouml;sen, ohne sie als eine Krise zu behandeln&ldquo;, lautete Greta Thunbergs Kernbotschaft in Kattowitz. (&hellip;) Die Generationen, die von der Klimaver&auml;nderung massiv betroffen sein werden, sind l&auml;ngst geboren. Eigentlich, so sollte man daher meinen, h&auml;tten die Sorgen der j&uuml;ngeren Generation allgemeines Verst&auml;ndnis verdient, angesichts der immensen Diskrepanz zwischen globaler Krise und politischer Unt&auml;tigkeit. Doch genauso stark wie der Protest war von Anfang an der Protest gegen den Protest. Mit allen Mitteln wurde der aufkommenden Bewegung ihre Legitimation abgesprochen. &bdquo;Das Establishment&ldquo;, zugespitzt formuliert, schoss zur&uuml;ck, und zwar mit dem denkbar gr&ouml;&szlig;ten Kaliber&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/maerz\/%C2%BBfridays-for-future%C2%AB-der-kampf-um-die-empoerungshoheit\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Selbstverst&auml;ndlich kann man die mediale Fokussierung auf die Figur &bdquo;Greta&ldquo; konzentrieren. Was einem in den &bdquo;Sozialen&ldquo; Medien jedoch an H&auml;me und Hass(!) gegen die demonstrierenden Sch&uuml;ler entgegenschl&auml;gt, l&auml;sst einen nur noch Schaudern. Das dumme b&ouml;se Kleinb&uuml;rgertum ist hellwach und nach &bdquo;den Fl&uuml;chtlingen&ldquo; steht nun die Debatte um Klimaschutz, Fahrverbote und Tempolimit im Fokus eines nie endenden Shitstorms, bei dem rationale Inhalte schon l&auml;ngst keine Rolle mehr spielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ist die Klima-Kanzlerin pass&eacute;?<\/strong><br>\nInsektenschwund, Plastikflut und Klimakrise dulden keinen Aufschub<br>\nNach einem Jahr Bundesregierung ziehen wir Bilanz. Europaweit ist Deutschland eher eine Bremse statt Vorreiterin in Sachen Umweltschutz. &Uuml;berall nur Trippelschritte und Verw&auml;sserungen &ndash; wenn &uuml;berhaupt etwas passiert, dann nur als Reaktion auf Gerichtsurteile und gesellschaftlichen Druck.<br>\nInsektenschwund, Klimakrise und die Plastik- und Verpackungsflut dulden keinen Aufschub. Kanzlerin Merkel und die meisten ihrer Ministerinnen und Minister haben offenbar nicht erkannt, wie wichtig der Umweltschutz f&uuml;r unser &Uuml;berleben ist. Wenn &uuml;berhaupt etwas passiert, dann nur als Reaktion auf Gerichtsurteile und gesellschaftlichen Druck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2019\/03\/25997.html\">Nabu<\/a><\/li>\n<li><strong>Klimaschutz kommt nicht vor<\/strong><br>\nDer Vorschlag der Kohlekommission ist zu mutlos, zu wenig, zu sp&auml;t<br>\nKlimam&auml;&szlig;ig sollten wir uns wohl langsam entscheiden: Steuern wir einen Temperaturanstieg von 1,5 Grad gegen&uuml;ber dem vorindustriellen Zeitalter an? Und riskieren damit bereits, klimarelevanten Kipppunkten gef&auml;hrlich nahezukommen? Oder mehr noch: Nehmen wir eine Erderw&auml;rmung von zwei Grad in Kauf, bei der alle Korallenriffe verloren gehen, der Permafrostboden vollst&auml;ndig auftauen, das Artensterben sich beschleunigen w&uuml;rde und bis 2100 zehn Millionen mehr Menschen vom ansteigenden Meeresspiegel betroffen w&auml;ren als bei einer Begrenzung auf 1,5 Grad?&hellip;<br>\nWie ist dann ein Kohleausstieg bis 2038, den die Kohlekommission mehrheitlich empfiehlt, zu bewerten? Der Gr&uuml;nen-Politiker Hans-Josef Fell bringt es auf den Punkt: &bdquo;Die Folgen der Erderw&auml;rmung sind jetzt schon unertr&auml;glich. Aus Klimaschutzsicht m&uuml;ssen wir sofort aufh&ouml;ren, Treibhausgase auszusto&szlig;en.&ldquo; Da das aber nicht gehe, m&uuml;sse es eben &bdquo;so schnell wie m&ouml;glich&ldquo; passieren &ndash; eine Formulierung, die inzwischen inflation&auml;r und mit sehr unterschiedlichen Absichten benutzt wird. W&auml;hrend Fell dabei die technische Machbarkeit im Blick hat, definiert die F&uuml;hrungsriege des Braunkohleproduzenten RWE ein So-schnell-wie-m&ouml;glich innerhalb eines Rahmens, der ihre Bilanzen nicht belastet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/klimaschutz-kommt-nicht-vor\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundespressekonferenz zu Venezuela: Offene Verachtung f&uuml;r V&ouml;lkerrecht und Verfassung<\/strong><br>\nBei der aktuellen Bundespressekonferenz zu Venezuela lie&szlig;en die Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amtes und Regierungssprecher Seibert die Masken fallen. Geltendes V&ouml;lker- und Verfassungsrecht spielt f&uuml;r die Bundesregierung keine Rolle: Regime-Change um jeden Preis lautet das Motto.<br>\nZun&auml;chst &auml;u&szlig;erte Regierungssprecher Steffen Seibert auf der Bundespressekonferenz sein Bedauern, dass China und Russland im UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen den US-gesponserten Resolutionsentwurf f&uuml;r einen Regime-Change in Venezuela eingelegt hatten.<br>\nAuf Nachfrage von RT-Redakteur Florian Warweg, auf welcher v&ouml;lkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Grundlage denn die Anerkennung des selbsternannten Interimspr&auml;sident Juan Guaid&oacute; durch die Bundesrepublik Deutschland erfolgte, zeigte sich dann die Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amtes, Maria Adebahr, nicht in der Lage, dies zu erl&auml;utern.<br>\nIn die Bredouille geriet auch Regierungssprecher Steffen Seibert, als er daran erinnert wurde, dass er im November 2014 selbst noch vehement protestierte, als ein Hilfskonvoi der Russischen F&ouml;deration in die Ost-Ukraine entsandt werden sollte &ndash; ohne Zustimmung der damals mit zweifellos fragw&uuml;rdigen Mitteln an die Macht gekommenen Regierung in Kiew. Damals erkl&auml;rte Seibert noch, dies d&uuml;rfe nicht stattfinden. Die aktuelle Frage, ob er sich damit nicht dem Vorwurf aussetzte, mit zweierlei Ma&szlig; zu messen, da er in dem einen Fall verlangte, Hilfskonvois m&uuml;ssten mit der Regierung abgestimmt werden, nun im Fall Venezuelas genau das Gegenteil einfordert, beantwortete der Sprecher von Angela Merkel auf seine ganz eigene Art.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/85284-bundespressekonferenz-venezuela-offene-verachtung-verfassung-voelkerrecht\/\">Rt deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Guaid&oacute; zur&uuml;ck in Venezuela, Diplomatenempfang am Flughafen<\/strong><br>\nCaracas. Der selbsternannte &ldquo;Interimspr&auml;sident&rdquo; von Venezuela, Juan Guaid&oacute;, ist seit dem gestrigen Montag wieder im Land. Er konnte ungehindert einreisen und bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas vor seinen Anh&auml;ngern auftreten.<br>\nDer Abgeordnete der rechten Partei Volkswille (Voluntad Popular) hatte w&auml;hrend seines Aufenthalts im Ausland Kolumbien, Brasilien, Paraguay, Argentinien und Ecuador besucht, wo er von den jeweiligen Staatschefs empfangen wurde. Begleitet wurde er dabei von seiner Frau Fabiana Rosales, seinem politischen Team und der stellvertretenden US-Au&szlig;enministerin f&uuml;r Lateinamerika, Kimberly Breier.<br>\nSeine Ankunft war mit Spannung erwartet worden, da gegen ihn ein Strafverfahren wegen unrechtm&auml;&szlig;iger &Uuml;bernahme der Funktionen der Exekutive anh&auml;ngig ist und er gegen das verh&auml;ngte Ausreiseverbot versto&szlig;en hatte. Seit dem Wochenende hatte Guaid&oacute; seine R&uuml;ckkehr angek&uuml;ndigt und zu landesweiten Protesten f&uuml;r den Montag aufgerufen. Im Fall seiner Festnahme werde es zu einem &ldquo;Aufstand des Volkes und international&rdquo; kommen, sagte er, denn dies k&auml;me einem Putsch gleich. Vertreter der US-Administration und der Europ&auml;ischen Union hatten Venezuelas Regierung vor einer Verhaftung &ldquo;gewarnt&rdquo;.<br>\nDer Oppositionspolitiker passierte schlie&szlig;lich ungehindert die Kontrollen am internationalen Flughafen Sim&oacute;n Bol&iacute;var in Maiquet&iacute;a. In der Vorhalle wurde er von Diplomaten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Rum&auml;nien, den USA und Kanada sowie von Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador und Peru in Empfang genommen. Der deutsche Botschafter Daniel Kriener erkl&auml;rte, man wolle sicherstellen, dass Guaid&oacute; zur&uuml;ckkehren, &ldquo;sich an der Suche nach einem friedlichen Ausweg aus der Krise Venezuelas&rdquo; beteiligen und &ldquo;seine Funktionen als Parlamentspr&auml;sident und Interimspr&auml;sident erf&uuml;llen&rdquo; k&ouml;nne. Deutschland setze sich f&uuml;r &ldquo;freie Pr&auml;sidentschaftswahlen in den n&auml;chsten Monaten&rdquo; ein. Um diesen Prozess zu erm&ouml;glichen, unterst&uuml;tze man den Voluntad Popular-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/03\/223198\/venezuela-guaido-proteste\">Amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Regierung Venezuelas l&auml;sst sich offenbar nicht &uuml;berrumpeln. Offensichtlich war es die Strategie der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten, die erhoffte Verhaftung Guaid&oacute;s zum Anlass zu nehmen, milit&auml;risch zuschlagen zu k&ouml;nnen. Dem hat die Regierung Venezuelas vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht indem sie ihn nicht so wichtig nimmt, wie er sich hinstellen will. Karneval ist in der Karibik lustiger und als der Clown Guaid&oacute;. Vor Gericht geh&ouml;rt er aber trotzdem. Seine Zeit wird schon noch kommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe hierzu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49805\">Guaid&oacute;-R&uuml;ckkehr &ndash; Deutschland und die EU ignorieren einmal mehr das V&ouml;lkerrecht<\/a>&rdquo; von Jens Berger auf den NDS.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Braucht auch die Rentenkasse eine Schuldenbremse?<\/strong><br>\nDie Koalition bem&uuml;ht sich um einen ausgeglichenen Haushalt &ndash; zu Lasten der Sozialkassen. Die FDP fordert dagegen eine &bdquo;Schuldenbremse 2.0&ldquo;, mit der die Regierung den Haushalt nicht mehr &uuml;ber die Sozialversicherung in Schieflage bringen kann.<br>\nBund und L&auml;nder machen weniger Schulden, seit die vor zehn Jahren neu gefasste &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; im Grundgesetz steht. Allerdings ist dies nicht nur das Ergebnis besserer Ausgabendisziplin: Teils trugen hohe Steuereinnahmen dazu bei &ndash; und teils wurden Ausgabenrisiken auf die Sozialkassen verlagert, wof&uuml;r es keine Bremse gibt. Dies will die FDP nun &auml;ndern, mit einem Konzept f&uuml;r eine erweiterte &bdquo;Schuldenbremse 2.0&ldquo;.<br>\nEs soll vor allem verhindern, dass die Regierung ihren eigenen Etat auf Kosten der Rentenversicherung schont. &bdquo;Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen im Grundgesetz festschreiben&ldquo;, hei&szlig;t der zentrale Baustein des Konzepts, das der F.A.Z. vorliegt. Zudem soll es die Regierung st&auml;rker als bisher verpflichten, bei einer guten Finanzlage der Rentenkasse den Beitragssatz zu senken.<br>\n&bdquo;Die Rentenversicherung ist nicht der Selbstbedienungsladen bestimmter Parteien&ldquo;, begr&uuml;ndet Johannes Vogel, FDP-Vorstandsmitglied und Rentenfachmann der Bundestagsfraktion, den Vorsto&szlig;. Die Finanzierung von &bdquo;Wahlgeschenken&ldquo; aus der Beitragskasse m&uuml;sse aufh&ouml;ren. Als Beispiel f&uuml;hrt er das 2014 von Union und SPD beschlossene Paket aus h&ouml;herer M&uuml;tterrente und Rente ab 63 an, das im Zeitraum bis 2030 zus&auml;tzliche Rentenausgaben von 170 Milliarden Euro verursache. Mehrausgaben &auml;hnlicher Dimension sind auch mit dem Rentenpaket von 2018 verbunden; weitere sollen folgen.<br>\n(&hellip;) FDP will Finanzpolster mehr begrenzen<br>\nZwar gibt es schon heute Bundeszusch&uuml;sse, die auch versicherungsfremde Ausgaben decken sollen; insgesamt &uuml;berweist der Bund derzeit fast 100 Milliarden Euro je Jahr. Allerdings gibt es keine klare Systematik. So werden etwa M&uuml;tterrenten (denen keine Beitragszahlung der Versicherten gegen&uuml;bersteht) zwar zum Teil dadurch finanziert, dass der Bund ersatzweise die Beitr&auml;ge zahlt. F&uuml;r die j&uuml;ngsten M&uuml;tterrenten-Pakete im Umfang von 11 Milliarden Euro je Jahr gilt dies aber nicht.<br>\nAls weitere Barriere gegen willk&uuml;rliche Zugriffe auf die Rentenkasse sieht das Konzept vor, deren Finanzpolster &ndash; die Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage &ndash; im Interesse der Beitragszahler gesetzlich enger zu begrenzen. Der Beitrag m&uuml;sste dann schon sinken, wenn das Polster einen Umfang von 0,8 Monatsausgaben &uuml;bersteigt und nicht erst bei 1,5 Monatsausgaben wie heute. Statt bis zu 40 Milliarden Euro k&ouml;nnte die Regierung dann nur noch 20 Milliarden Euro in der Rentenkasse bunkern und damit Begehrlichkeiten aussetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ausgeglichener-haushalt-braucht-auch-die-rentenkasse-eine-schuldenbremse-16073488.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zun&auml;chst einmal &ldquo;braucht&rdquo; auch der Steuerhaushalt nicht diese enorm sch&auml;dliche &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; (Investitionsbremse). Es scheint sogar ein vern&uuml;nftiger Gedanke in dem FDP-Vorschlag zu stecken: es soll verhindert werden, da&szlig; der Staat seine Schulden in den Sozialversicherungen versteckt und sich aus diesen finanziert. Aber v&ouml;llig verr&uuml;ckt ist nat&uuml;rlich die Haltung der FDP zur Rente: das Wichtigste soll sein, die Rentenbeitragss&auml;tze niedrig zu halten &ndash; trotz jetzt schon ausgepr&auml;gter und offensichtlicher Altersarmut. Und ich Dummi war immer der Meinung, das Ziel einer Rentenzahlung sollte die Lebensstandardsicherung der Rentner sein, nicht das Sparen. Im &Uuml;brigen werden Arbeitnehmer nicht, wie die FDP f&auml;lschlich behauptet, durch Rentenbeitragssenkungen entlastet, sondern im Gegenteil in derselben H&ouml;he zus&auml;tzlich *belastet*, weil sie die auch von den Arbeitgebern gesparten Beitr&auml;ge privat zur&uuml;cklegen m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Und nat&uuml;rlich geht es der FDP nicht um das Wohl der Sozialkassen. Die sollten ihrer Philosophie nach ja besser privatisiert werden. Es geht der FDP vornehmlich um die Senkung der &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo;, die ja zur H&auml;lfte vom Arbeitgeber finanziert werden. Und eine Senkung der Reserven w&uuml;rde die Sozialkassen zus&auml;tzlich im Fall des Falles schneller in den Ruin treiben und der Privatisierung zum Opfer fallen lassen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die versteckte Ungerechtigkeit der Rente<\/strong><br>\n(&hellip;) Wenn es in Deutschland um die Rente geht, dann geht es oft um Fragen der Gerechtigkeit. Das zeigt nicht zuletzt die Debatte um die Grundrente der SPD. Wer gearbeitet und Beitr&auml;ge eingezahlt hat, so der Gedanke, der soll mehr bekommen als jemand, der nie etwas eingezahlt hat. Dahinter steckt die &Uuml;berzeugung, dass Rente leistungsgerecht sein soll, die Altersbez&uuml;ge also &ndash; zumindest ann&auml;hernd &ndash; mit dem korrelieren, was man im Erwerbsleben einmal beigetragen hat.<br>\n(&hellip;) Ein anderer Aspekt wird in der Debatte kaum erw&auml;hnt, obwohl er die Gerechtigkeitsfrage mindestens ebenso tangiert: die Lebenserwartung.<br>\nOder, in den Worten von Marcel Fratzscher, dem Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin: &bdquo;Die gesetzliche Rentenversicherung ist heute eine Umverteilung von arm zu reich, da &auml;rmere Menschen eine deutlich geringere Lebenserwartung haben und daher auch weniger Rentenzahlungen erhalten.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Um die Umverteilung von unten nach oben zu beenden, fordert DIW-Chef Fratzscher, die Berechnung der gesetzlichen Rente zu &auml;ndern. Menschen mit geringen Lebenseinkommen sollten proportional mehr Rente f&uuml;r ihre eingezahlten Beitr&auml;ge bekommen. In vielen anderen L&auml;ndern sei das bereits der Fall.<br>\n&Uuml;berproportional viel Rente f&uuml;r Geringverdiener w&uuml;rde auch noch ein weiteres Problem l&ouml;sen: Geringverdiener w&uuml;rden sich so eine Rente erarbeiten k&ouml;nnen, die oberhalb der Grundsicherung liegt. Deren H&ouml;he w&auml;re weiterhin abh&auml;ngig davon, wie viel sie eingezahlt haben &ndash; ganz anders als die von der SPD vorgeschlagene Respektrente, die mit Pauschalen arbeitet. So k&ouml;nnten Geringverdiener mehr von ihrem Geld haben w&auml;hrend gleichzeitig die Leistungsgerechtigkeit als Leitprinzip bestehen bliebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/vorsorge\/umverteilung-die-versteckte-ungerechtigkeit-der-rente\/24045818.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So verliert die EU die Jugend<\/strong><br>\nStell dir vor, es ist Europawahl, und keiner unter 30 geht hin. Dieses Negativ-Szenario k&ouml;nnte Ende Mai wahr werden &ndash; wenn Kommission und Parlament weiter machen wie bisher.<br>\nAktuell tragen vor allem zwei Gr&uuml;nde zur Politikverdrossenheit der Jungw&auml;hler bei: der Klimaschutz und die Reform des Urheberrechts im Internet. Fast t&auml;glich kommen dazu neue Beispiele.<br>\nSo erreicht uns eben die Meldung, dass das Europaparlament die entscheidende Abstimmung zum Urheberrecht vorverlegen will, um europaweiten Demonstrationen am 23. M&auml;rz zuvor zu kommen.<br>\nNach Darstellung von &ldquo;Netzpolitik&rdquo; geht die Initiative von Manfred Weber (CSU) aus, dem Fraktionsvorsitzenden der konservativen EVP und Spitzenkandidat f&uuml;r die Europawahl. Die Reform geht auf seinen Parteifreund Axel Voss (CDU) zur&uuml;ck.<br>\nDas macht CDU und CSU f&uuml;r viele junge Leute, die im Internet unterwegs sind und z.B. Videos auf YouTube hochladen, unw&auml;hlbar.<br>\nAuch SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley macht sich unbeliebt. Sie ist zwar einerseits gegen Uploadfilter, die mit der Reform wohl n&ouml;tig werden. Andererseits hat sie in Br&uuml;ssel aber alles abgenickt.<br>\nUnsch&ouml;n auch das Bild in der Klimapolitik. Die EU-Kommission wird zwar nicht m&uuml;de, sich selbst zu preisen. Beh&ouml;rdenchef Jean-Claude Juncker, ein Christsozialer, f&uuml;hlt sich schon fast als Gr&uuml;ner.<br>\nDoch als im Februar die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg nach Br&uuml;ssel kam, zeigte er ihr die kalte Schulter. Am Ende einer Rede spendete er nicht einmal richtig Beifall, meldet SPON.<br>\nKlar, in Sonntagsreden finden Juncker &amp; Co die Sch&uuml;lerdemos toll, schlie&szlig;lich ist Thunberg auch ihren eigenen Kindern ein Begriff. Doch einen Gang hochschalten beim Klimaschutz wollen sie lieber nicht.<br>\nSo verliert die EU die Jugend, oder kommt da noch was?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/so-verliert-die-eu-die-jugend\/?utm_source=getresponse&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Lost+in+EUrope+Update&amp;utm_content=Lost+in+EUrope+Update\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>Dazu: EVP will Copyright-Votum doch nicht vorziehen<\/strong><br>\nie konservative Europ&auml;ische Volkspartei will nach den Worten ihres Fraktionschefs Manfred Weber nun doch nicht darauf dr&auml;ngen, bereits in der kommenden Woche im EU-Parlament &uuml;ber die Copyright-Reform abzustimmen. &bdquo;Die Abstimmung &uuml;ber dieses Urheberrecht findet Ende M&auml;rz statt, so wie geplant, und wird auch nicht ge&auml;ndert werden&ldquo;, sagte der CSU-Politiker am Dienstagabend der ARD. Zur konservativen Parteienfamilie der EVP geh&ouml;ren auch CDU und CSU.<br>\nEin EVP-Sprecher hatte der Deutschen Presse-Agentur zuvor gesagt, die Fraktion wolle sobald abstimmen wie m&ouml;glich. Ob eine Abstimmung schon in der kommenden Woche m&ouml;glich sei, h&auml;nge davon ab, ob die &Uuml;bersetzer des Parlaments in der Lage sein werden, das Gesetz rechtzeitig in alle EU-Sprachen zu &uuml;bertragen. Ein Sprecher des Parlaments konnte am Dienstag auf Anfrage zun&auml;chst nicht sagen, wie weit die &Uuml;bersetzer sind.<br>\nDas Parlamentsvotum war bislang f&uuml;r Ende M&auml;rz angesetzt gewesen. Vorher &ndash; am 23. M&auml;rz &ndash; wollen Kritiker der Reform in mehreren EU-L&auml;ndern, neben Deutschland etwa in den Niederlanden, in &Ouml;sterreich und in Polen, gegen das Vorhaben auf die Stra&szlig;e gehen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/fraktion-rudert-zurueck-evp-will-copyright-votum-doch-nicht-vorziehen-16074139.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong>  Irgendwie gilt das Europaparlament ja als Hort der Demokratie in &ndash; das gestehen auch EU-Fans zu &ndash; sichtbaren Demokratiedefiziten bei den anderen EU-Organen (EU-Kommission und Europ&auml;ischer Rat). Aber nicht nur inhaltlich geht das Europaparlament einfach &uuml;ber die Bedenken der Kritiker hinweg &ndash; anscheinend sollen durch Verfahrenstricks ernsthafteres Nachdenken und die letzten Reste von Gegenwehr in Form von Demonstrationen verhindert werden. Will man *diesem* Europaparlament, das unter der Fuchtel von Lobbyisten steht und in dem Lobbyisten-Abgeordnete die Macht haben, wirklich mehr Rechte zugestehen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU-Reformpl&auml;ne: Macron will &ldquo;Demokratiepolizei&rdquo; gr&uuml;nden<\/strong><br>\nIn seinem eigenen Land protestieren die B&uuml;rger schon seit Monaten gegen seine Regierung. Doch Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat gr&ouml;&szlig;ere Pl&auml;ne. Er pl&auml;diert f&uuml;r einen &ldquo;Neubeginn in Europa&rdquo;. Hinter dem gro&szlig;en Titel verbirgt sich allerdings wenig Konkretes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/85297-eu-reformplane-macron-will-brusseler\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49816#h06\">Macron will Europa wachr&uuml;tteln<\/a>&rdquo; aus den Hinweisen des Tages vom 05. M&auml;rz 2019.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Ideenlos im Elys&eacute;e<\/strong><br>\n&bdquo;Macrons Text manifestiert erneut die Ideenlosigkeit der EU-Eliten angesichts der multiplen Krisen der Europ&auml;ischen Union. Neben blumiger Prosa finden sich die &uuml;blichen imperialen Ambitionen, die als L&ouml;sungen pr&auml;sentiert werden: Aufr&uuml;stung, Abschottung und versch&auml;rfter Wettbewerb&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum Brief des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron an die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger Europas. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Den Renationalisierungstendenzen in vielen Mitgliedstaaten setzt Macron einen EU-Nationalismus entgegen. Durch Abschottung der Au&szlig;engrenzen und erh&ouml;hte Milit&auml;rausgaben will er die EU zusammenhalten und fit machen, um als Gro&szlig;macht auf dem globalen Parkett mitzuspielen. Denn Europa &ndash; gemeint ist die EU &ndash; sei keine Macht zweiten Ranges&rsquo;. Sein Brief atmet den Geist der Konfrontation, nicht der internationalen Kooperation.<br>\nDie Beschw&ouml;rung der &bdquo;europ&auml;ischen Werte&ldquo; durch Macron wirkt gleich doppelt unehrlich. Erst vergangene Woche wurde Frankreich von der Menschenrechtskommissarin des Europarates wegen der brutalen Repression gegen den Aufstand der Gelbwesten ger&uuml;gt. &Uuml;ber 2.000 Menschen wurden verletzt und &uuml;ber 12.000 Gummigeschosse verschossen. Und just heute will Macron vor einem von ihm angeregten, neuen Gremium europ&auml;ischer Geheimdienste sprechen, die per definitionem jeder demokratischen Kontrolle entgegenstehen.<br>\nIn Zeiten des zunehmenden Unilateralismus k&ouml;nnte die EU auch anders handeln und auch nach au&szlig;en auf zivile Konfliktl&ouml;sung sowie kooperative Ans&auml;tze insbesondere im Rahmen multilateraler Strukturen wie der UNO, der OSZE und des Europarates setzen. Sie w&uuml;rde so wesentlich mehr als bislang ihrem selbstgew&auml;hlten Anspruch als Friedenprojekt&rsquo; gerecht werden. Macrons Vorschl&auml;ge weisen leider wieder einmal in die andere Richtung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ideenlos-im-elysee\/\">Andrej Hunko<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im W&uuml;rgegriff der Berater<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat sich fest in den W&uuml;rgegriff einer riesigen Beratermaschinerie begeben. Derzeit laufen bei allen Ministerien zusammen 903 Vertr&auml;ge mit Beraterfirmen, die die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler insgesamt 1,1 Milliarde Euro kosten.<br>\n(&hellip;) Jahrelang wurden Stellen in der Verwaltung der Ministerien gestrichen. Qualifizierte Mitarbeiter waren zu teuer oder wurden f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig erkl&auml;rt. Ihre Arbeit machen jetzt teure Berater und verdienen sich dabei eine goldene Nase. Im Verteidigungsministerium bekamen die Berater bis zu 2000 Euro am Tag &ndash; mehr als viele Menschen im Monat verdienen. Die Berater kosten so in wenigen Monaten mehr, als ein Bundesminister im Jahr&hellip;.<br>\nDieser Irrsinn ist nicht nur teuer, sondern auch undemokratisch: Externe gewinnen immer mehr an Einfluss, Regierungspolitik und Ministeriumsaufgaben werden ausgelagert. Diese &ldquo;Berater&rdquo; werden immer &ouml;fter auch zu Entscheidern &ndash; ohne jede Legitimation und Transparenz. Es ist h&ouml;chste Zeit diese undemokratische und viel zu teure Praxis zu beenden. Dieses Land darf nicht l&auml;nger von Beratern regiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/im-wuergegriff-der-berater-1\/?fbclid=IwAR1kcPg8wAnYFa6mn2bjpYRYKBwoA5_J9IYsq3PV9PKWW3s7DRF4tpNNx-o\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die genauen Zahlen hierzu k&ouml;nnen Sie unter dem Link nachlesen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europas Industriepolitik steht vor einer Kurskorrektur<\/strong><br>\nWirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel: Deutschland und Frankreich wollen die eigene Industrie sch&uuml;tzen und f&ouml;rdern. &Ouml;konomen kritisieren Altmaiers Pl&auml;ne.<br>\nSp&auml;testens als sich Angela Merkel in die Debatte um die europ&auml;ische Industriepolitik einmischte, war klar, dass Europa vor einem wirtschaftspolitischen Paradigmenwandel stehen k&ouml;nnte. Die traditionelle Rolle des Staates, der nur Leitplanken setze, sich sonst aber aus der Wirtschaft heraushalte, funktioniere so nicht mehr, sagte die Bundeskanzlerin in der vergangenen Woche auf einer Veranstaltung des Asien-Pazifik-Ausschusses in Berlin. &bdquo;Wir kommen mit dem, was wir vor zehn, zwanzig Jahren erarbeitet haben, einfach nicht mehr hin.&ldquo;<br>\nAuch Emmanuel Macron untermauerte diese Erkenntnis in seinem in 28 europ&auml;ischen Zeitungen erschienenen Gastbeitrag. &ldquo;Wir m&uuml;ssen unsere Wettbewerbspolitik reformieren, unsere Handelspolitik neu ausrichten&rdquo;, schreibt der franz&ouml;sische Pr&auml;sident. Er schl&auml;gt eine bevorzugte Behandlung europ&auml;ischer Unternehmen vor, wie es die USA und China auch t&auml;ten, und pl&auml;diert daf&uuml;r, Firmen zu bestrafen, die &ldquo;die unsere strategischen Interessen und unsere wesentlichen Werte untergraben&rdquo;.<br>\nWas &uuml;ber Jahrzehnte als ein Vergehen an der Marktwirtschaft angesehen worden w&auml;re, wird auf einmal mit Hochdruck von der Bundesregierung an h&ouml;chster Stelle vorangetrieben: die Beeinflussung der Wirtschaft durch die Politik.<br>\nBundesregierung macht Br&uuml;ssel Druck<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte diesen Kurs schon Anfang des Monats eingeschlagen, als er die &bdquo;Nationale Industriestrategie 2030&ldquo; pr&auml;sentierte. Sie sieht vor, dass sich der Staat sehr viel st&auml;rker als bisher in die F&ouml;rderung einzelner Branchen und Unternehmen einmischt, um internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit zu gew&auml;hrleisten.<br>\nEin zentraler Punkt ist dabei die Schaffung europ&auml;ischer Gro&szlig;konzerne. Nur so, meint der Wirtschaftsminister, k&ouml;nnten in Europa Unternehmen gedeihen, die es mit der Konkurrenz aus China und den USA aufnehmen k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik-europas-industriepolitik-steht-vor-einer-kurskorrektur\/24067084.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rheinmetall im Aufwind<\/strong><br>\n(&hellip;) Rekordauftr&auml;ge<br>\nEin starkes Wachstum im R&uuml;stungsgesch&auml;ft hat Ende vergangener Woche die D&uuml;sseldorfer Waffenschmiede Rheinmetall gemeldet. Wie der Konzern mitteilt, ist der Umsatz seiner R&uuml;stungssparte im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gestiegen &ndash; deutlich st&auml;rker als die zivile zweite Konzernsparte (Automotive). Um W&auml;hrungseinfl&uuml;sse bereinigt belief sich der R&uuml;stungszuwachs sogar auf 7,9 Prozent. Zudem ist es Rheinmetall gelungen, noch mehr Auftr&auml;ge als zuvor einzuwerben. Gingen im Jahr 2017 Neuauftr&auml;ge f&uuml;r Kriegsger&auml;t im Wert von 2,96 Milliarden Euro ein, so waren es 2018 sogar Neuauftr&auml;ge im Wert von 5,57 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand der R&uuml;stungssparte hat damit einen Rekordwert von insgesamt 8,58 Milliarden Euro erreicht. Die Zahlen zeugten &ldquo;von der deutlich gestiegenen Nachfrage im milit&auml;rischen Sektor und von Rheinmetalls erfolgreicher Positionierung in wichtigen M&auml;rkten rund um den Globus&rdquo;, hei&szlig;t es bei dem Konzern. Wie Konzernchef Armin Papperger urteilt, sei man in D&uuml;sseldorf &ldquo;bestens positioniert, um den wachsenden Bedarf der Streitkr&auml;fte mit unseren Produkten und Dienstleistungen zu bedienen&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Exporte ohne Schranken<br>\nRheinmetall setzt allerdings bei seinen Pl&auml;nen, bei gepanzerten Landfahrzeugen mit Hilfe von Joint Ventures und Anteils&uuml;bernahmen die F&uuml;hrung in der europ&auml;ischen R&uuml;stungsindustrie zu &uuml;bernehmen, darauf, dass die deutschen Vorschriften f&uuml;r R&uuml;stungsexporte angepasst werden. Zum einen drohen vor allem Unternehmen aus Frankreich und Gro&szlig;britannien im Streit um R&uuml;stungslieferungen an Saudi-Arabien mit Konsequenzen: Wegen des deutschen Exportstopps d&uuml;rfen diverse R&uuml;stungsprodukte aus beiden L&auml;ndern, in denen deutsche Teile verbaut sind, nicht ausgef&uuml;hrt werden. Airbus will jetzt erste deutsche Zulieferer f&uuml;r den Milit&auml;rtransporter C295 durch Konkurrenten aus anderen L&auml;ndern ersetzen. Gleichzeitig k&ouml;nnen aber nur dann R&uuml;stungsprofite in vollem Umfang realisiert werden, wenn Schranken f&uuml;r den Export fallen; dies gilt auch f&uuml;r eine konsolidierte europ&auml;ische Branche bei den gepanzerten Landfahrzeugen. Rheinmetall tr&auml;gt dazu bei, den Druck auf Berlin zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7876\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Rheinmetall: R&uuml;stungsboom verleiht Fl&uuml;gel &ndash; jetzt wird es richtig spannend<\/strong><br>\nDie Probleme der Autoindustrie haben der Aktie von Rheinmetall im zweiten Halbjahr 2018 zugesetzt. Doch inzwischen liegt der Fokus der Anleger wieder auf dem aussichtsreichen R&uuml;stungsgesch&auml;ft. Hier winken starke Wachstumsraten, die Aktie hat 2019 deutlich zugelegt. Doch nach zahlreichen Neuauftr&auml;gen zuletzt muss sich das nun auch in den Zahlen widerspiegeln &ndash; am 1. M&auml;rz wird es spannend.<br>\n(&hellip;) R&uuml;stung im Vormarsch<br>\n&hellip; Auch wenn die Marge im R&uuml;stungsgesch&auml;ft schw&auml;cher ist, steht der Bereich f&uuml;r die Zukunft des Konzerns. Um die tollen Aussichten transparenter zu machen, scheint es durchaus m&ouml;glich, dass sogar &uuml;ber einen B&ouml;rsengang der Autosparte nachgedacht wird. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik, denn zun&auml;chst einmal ist das klare Ziel, den Superzyklus im R&uuml;stungsgesch&auml;ft in profitable Ums&auml;tze zu transferieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deraktionaer.de\/aktie\/rheinmetall--ruestungsboom-verleiht-fluegel---jetzt-wird-es-richtig-spannend-446250.htm\">Der Aktion&auml;r<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Tolle Aussichten also f&uuml;r die Aktion&auml;re. Die reiben sich die H&auml;nde. Kriegsgefahr ist gut f&uuml;r die Rheinmetall-Aktien. Und der gute Rat der Aktion&auml;re kommt gleich dazu: Den zivilen Bereich verkaufen und nur noch Panzer bauen. Warum Zivil, wenn R&uuml;stung mehr bringt?  <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Carl Mayer von Rothschilds Motto war &bdquo;Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.&ldquo; &ndash; so viel hat sich seit der ersten H&auml;lfte des 19. Jahrhunderts nicht ge&auml;ndert. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Palmer zettelt eine &bdquo;Revolution&ldquo; an<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Politiker fordert 450 Grundst&uuml;cksbesitzer in T&uuml;bingen auf, Wohnungen zu bauen. Andernfalls drohten ihnen Enteignungen<br>\nIm Brief des T&uuml;binger Oberb&uuml;rgermeisters Boris Palmer (Gr&uuml;ne) an etwa 450 Grundst&uuml;cksbesitzer schwingt ein Hauch von Kommunismus mit. Sie sollen der Stadt bitte mitteilen, ob sie bereit sind, in den n&auml;chsten vier Jahren ihr Grundst&uuml;ck zu bebauen. Falls nicht, bietet die Stadt ihnen an, das Grundst&uuml;ck zum &bdquo;Verkehrswert&ldquo; zu kaufen. Falls sie zu beidem nicht bereit sind, droht Palmer mit einem Zwangsgeld. Am Ende k&ouml;nnte sogar eine Enteignung stehen.<br>\nDer Oberb&uuml;rgermeister will Ernst machen, daran l&auml;sst das Schreiben keinen Zweifel: &bdquo;Keine R&uuml;ckantwort gilt als Ablehnung&ldquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\n(&hellip;) Mit seinem Plan m&ouml;chte der Gr&uuml;ne 550 Grundst&uuml;cke f&uuml;r den angespannten T&uuml;binger Wohnungsmarkt nutzbar machen. Schon vor zehn Jahren, kurz nach seinem Amtsantritt, hatte Palmer Besitzer aufgefordert, Baul&uuml;cken zu schlie&szlig;en. Nun wird es verbindlich.<br>\nPalmer beruft sich bei seinem Griff nach dem Eigentum nicht nur auf die Sozialbindung von Eigentum im Grundgesetz, sondern auch auf das Baugesetzbuch. Dort ist das &bdquo;Baugebot&ldquo; verankert, das Kommunen den Zugriff auf unbebaute Grundst&uuml;cke gibt, wenn diese gr&ouml;&szlig;eren Bauvorhaben im Weg stehen. Angewandt wird dieses Recht jedoch selten. &bdquo;Weil wir es gewohnt sind, dass Eigentum zu nichts mehr verpflichtet&ldquo;, &auml;rgert sich Palmer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Wohnraum-schaffen-in-Tuebingen\/!5577403\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Nahverkehr: Niedrigl&ouml;hner hinterm Lenkrad<\/strong><br>\nLeipzig sucht in Serbien nach Fahrern f&uuml;r Busse und Bahnen<br>\n(&hellip;) Personalmangel, Servicem&auml;ngel, Versp&auml;tungen und Ausf&auml;lle von Bussen und Bahnen geh&ouml;ren mittlerweile zum &raquo;t&auml;glichen Brot&laquo;. So ist es auch nicht verwunderlich, dass nach einer Meldung der Leipziger Volkszeitung (LVZ) vom 28. Februar die &ouml;rtlichen kommunalen Verkehrsbetriebe in der Sachsenmetropole (LVB) jetzt &raquo;h&auml;nderingend nach Fahrern f&uuml;r ihre Busse und Bahnen&laquo; suchen. In ihrer Not haben die LVB-Manager begonnen, Busfahrer in Serbien anzuwerben.<br>\n(&hellip;) Was medial als &raquo;Fachkr&auml;ftemangel&laquo; dargestellt wird, ist bei n&auml;herer Betrachtung jedoch oftmals die mangelnde Bereitschaft der Unternehmen, den Fahrern akzeptable Einkommen und Arbeitsbedingungen zuzugestehen. Das Problem hat sich mit der Liberalisierung und der damit aufgrund von EU-Richtlinien vorgegebenen und erzwungenen Ausschreibung von Verkehrsdienstleitungen durch Kommunen, Verkehrsverb&uuml;nde und Landesbeh&ouml;rden seit den 1990er Jahren wesentlich vergr&ouml;&szlig;ert. Das Zauberwort lautete &raquo;Wettbewerb&laquo;. So wurden etliche angestammte &ouml;ffentliche Verkehrsunternehmen mit Arbeits- und Tarifbedingungen des &ouml;ffentlichen Dienstes (&Ouml;D) teilweise verdr&auml;ngt oder zerschlagen. Niedrig sein sollten vor allem die Personalkosten. Damit kamen Unternehmen zum Zuge, deren Fahrer und Triebfahrzeugf&uuml;hrer oftmals L&ouml;hne bezogen und beziehen, die ihnen kaum ein &Uuml;berleben sichern und eine Rentenerwartung unterhalb der Arbeitsschwelle in Aussicht stellen. F&uuml;r weniger Geld arbeiten sie nicht zuletzt auch aufgrund nachteiliger Pausenregelungen meistens deutlich l&auml;nger als etwa die &auml;lteren Besch&auml;ftigten in den Stammbelegschaften kommunaler Betriebe, f&uuml;r die noch die &Ouml;D-Tarifnormen gelten. Dies zwingt viele dazu, durch &Uuml;berstunden und Nebenjobs das karge Einkommen etwas aufzubessern&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350360.%C3%B6ffentlicher-nahverkehr-niedrigl%C3%B6hner-hinterm-lenkrad.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Doppelmoral der EU-Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nNach dem Gipfeltreffen der EU mit der Arabischen Liga ist ausgerechnet die Einhaltung der Menschenrechte in Venezuela ein besonderes Anliegen? Das Gipfeltreffen der EU mit der Arabischen Liga im &auml;gyptischen Sharm-el-Sheikh war ein Lehrbeispiel f&uuml;r die Verlogenheit der Au&szlig;enpolitik der EU. Zwei Tage lang wurden da von EU-Vertretern Politiker hofiert, von denen wahrscheinlich die H&auml;lfte wegen Korruption, Menschenrechtsverletzungen und anderer Verbrechen l&auml;ngst im Gef&auml;ngnis sitzen m&uuml;sste&hellip;<br>\n(&hellip;) Guaid&oacute;s &ldquo;Volkswille&rdquo;<br>\nW&auml;hrend Bundeskanzler Kurz also offenbar keine Probleme mit Putschgener&auml;len und Diktatoren in der arabischen Welt hat, fordert er in Venezuela &ldquo;rasche, freie und faire Pr&auml;sidentschaftswahlen&rdquo;. Um diese durchzusetzen, unterst&uuml;tzt er, wie die meisten seiner Amtskolleginnen und -kollegen in der EU, den selbst ernannten &ldquo;Pr&auml;sidenten&rdquo; Venezuelas, Juan Guaid&oacute;, der als Marionette des Westens den Zugang der USA und der EU zu Venezuelas Bodensch&auml;tzen erm&ouml;glichen soll. Dass Guaid&oacute; der rechtsgerichteten Partei &ldquo;Volkswille&rdquo; angeh&ouml;rt, wird stillschweigend akzeptiert. Angesichts der Tatsache, dass sowohl die USA als auch die EU weltweit autorit&auml;re Regime massiv unterst&uuml;tzen, wird wohl niemand ernsthaft glauben, dass diesen L&auml;ndern ausgerechnet in Venezuela die Einhaltung der Menschenrechte ein besonderes Anliegen<br>\nNeutrales &Ouml;sterreich? Der rechtm&auml;&szlig;ig gew&auml;hlte Pr&auml;sident Venezuelas, Nicol&aacute;s Maduro, hat es auf den Punkt gebracht: &ldquo;Die internationalen Konzerne schielen auf unser &Ouml;l, Gas und Gold. Aber diese Reicht&uuml;mer geh&ouml;ren nicht ihnen, sie geh&ouml;ren dem venezolanischen Volk.&rdquo; Man mag mit Maduros Politik einverstanden sein oder nicht, aber eigentlich w&auml;re es Aufgabe des neutralen &Ouml;sterreichs, bei internationalen Konflikten als Vermittler aufzutreten und nicht noch mehr &Ouml;l ins Feuer zu gie&szlig;en. Aber das ist in Zeiten wie diesen wohl nur frommes Wunschdenken. (Kurt Palm, 4.3.2019)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000098955551\/Die-Doppelmoral-der-EU-Aussenpolitik\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Euros f&uuml;r Bandera<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat im ukrainischen Lwiw die Renovierung einer nach dem NS-Kollaborateur Stepan Bandera benannten Stra&szlig;e unterst&uuml;tzt. Dies best&auml;tigt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage im Bundestag. Demnach hat das Bundesentwicklungsministerium 72.000 Euro f&uuml;r die Ma&szlig;nahme zur Verf&uuml;gung gestellt. Bandera war der f&uuml;hrende ukrainische NS-Kollaborateur; Mitglieder seiner Organisation, der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), beteiligten sich in Lwiw Ende Juni und Anfang Juli 1941 am Massenmord an rund 4.000 J&uuml;dinnen und Juden. Bandera genie&szlig;t in der Ukraine heute breite Verehrung; das Gedenken an die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA), die sich an der Shoah beteiligte, wird staatlich gef&ouml;rdert. Von der mit Berlin eng kooperierenden Regierung unterst&uuml;tzt werden auch faschistische Organisationen, die Roma-Lager attackieren und zerst&ouml;ren. Eine von ihnen (&ldquo;C14&rdquo;) f&uuml;hrt in einem Stadtbezirk von Kiew in Vereinbarung mit der Verwaltung Patrouillen durch und hat zudem staatliche F&ouml;rdermittel f&uuml;r ein Jugendcamp erhalten: als Beitrag zur &ldquo;national-patriotischen Erziehung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7878\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kleinbauern: Von der Scholle geschubst<\/strong><br>\nEuropaweit verlieren die Kleinbauern an Boden: Neben Gro&szlig;unternehmen konkurrieren sie mit Hedgefonds und Versicherungskonzernen. Wer soll k&uuml;nftig die Welt ern&auml;hren? Rechts sind Blumen, links sind Blumen: Attila Sz&#337;cs durchquert mit dem Auto das l&auml;ndliche S&uuml;drum&auml;nien. Sein Blick wandert &uuml;ber das Sonnenblumenfeld, durch das er seit nunmehr einer Stunde f&auml;hrt und das kein Ende zu nehmen scheint. &raquo;Die Leute hier kennen ihre Nachbarn nicht mehr&laquo;, schildert er: &raquo;Es k&ouml;nnte ein italienischer Investor sein, ein Hedgefonds, ein rum&auml;nischer Gro&szlig;betrieb.&laquo; Sonnenblumen, Weizen, Mais und Raps wachsen hier in enormen Mengen. Was fehlt: belebte D&ouml;rfer, Infrastruktur, Arbeitspl&auml;tze. Die entwurzelte Bev&ouml;lkerung wandert ab in die St&auml;dte oder ins Ausland.<br>\nAls Vorsitzender der rum&auml;nischen Bauernorganisation Eco Ruralis kl&auml;rt Sz&#337;cs Landwirte &uuml;ber ihre Rechte auf. Gemeinsam mit seiner Frau bewirtschaftet er einen kleinen Hof im Norden des Landes: Gem&uuml;se, Wein, in ein paar Jahren vielleicht etwas Vieh. Das ist die eine Seite der rum&auml;nischen Landwirtschaft. Die andere Seite stellen Banken, Investmentfonds, Versicherungen oder reiche Privatpersonen: &raquo;Ein Scheich aus den Arabischen Emiraten hat vor Kurzem 65 000 Hektar Ackerland f&uuml;r 200 Millionen Euro erworben.&laquo;<br>\n&raquo;Im Fall eines Handelskriegs w&auml;ren wir aufgeschmissen&laquo; (Attila Sz&#337;cs)<br>\nOb ein Marktgigant wie Barilla oder ein rum&auml;nischer Oligarch die Fl&auml;chen besitzt, ist Sz&#337;cs prinzipiell egal: &raquo;Aber wichtig ist, wohin die Lebensmittel gehen.&laquo; Die meisten Investoren stammen aus dem Ausland und versilbern ihre Ernten auf den heimischen M&auml;rkten. Die Maria Group aus dem Libanon unterh&auml;lt sogar einen Schlachthof und einen Hafen am Schwarzen Meer, um Fleisch und Getreide au&szlig;er Landes zu schaffen. Rum&auml;nien importiert Nahrungsmittel aus Russland und der Ukraine: &raquo;Im Fall eines Handelskriegs w&auml;ren wir aufgeschmissen.&laquo; Nur 0,5 Prozent der Landnutzer kontrollieren hier die H&auml;lfte aller Ackerfl&auml;chen. In der gesamten EU sind es drei Prozent. So steht Rum&auml;nien symptomatisch f&uuml;r eine Entwicklung, die ganz Europa betrifft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/kleinbauern-werden-immer-mehr-verdraengt-doch-das-geht-nach-hinten-los\/1625874?utm_medium=newsletter&amp;utm_source=sdw-nl&amp;utm_campaign=sdw-nl-daily&amp;utm_content=heute\">Spektrum.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswerter Artikel. Auch in der Landwirtschaft geht die Konzentration des Kapitals in wenigen H&auml;nden weiter. Die Landwirtschaft dient nicht mehr der Erzeugung von Nahrungsmitteln. Landwirtschaft ist eine reine Kapitalanlage geworden. Mit verheerenden Folgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kolumbien: Totgeschwiegener Massenmord<\/strong><br>\nEin Blick hinter die abgetakelte demokratische Fassade des maroden, kolumbianischen Killer-Kapitalismus<br>\nEine ganze Partei werde in Kolumbien durch Attent&auml;ter &ldquo;ausgel&ouml;scht&rdquo;, berichtete die New York Times (NYT) im April 1990, nachdem der linke Pr&auml;sidentschaftskandidat der Patriotischen Union (UP), Bernardo Jaramillo Ossa, w&auml;hrend des Wahlkampfes erschossen wurde. Kurz darauf wurde Carlos Pizarro Leong&oacute;mez ermordet, ebenfalls ein ehemaliger Guerillero der Bewegung M-19, der den bewaffneten Kampf in eine gewaltlose politische Auseinandersetzung transformieren wollte. Drei Jahre zuvor war Jaime Pardo Leal umgebracht worden, erster Pr&auml;sidentschaftskandidat der 1985 von Ex-Guerillas im Rahmen eines &ldquo;Friedensprozesses&rdquo; gegr&uuml;ndeten UP.<br>\nTausende von linken Aktivisten, die innerhalb des politisch-parlamentarischen Systems f&uuml;r soziale Verbesserungen k&auml;mpfen wollten, wurden damals von der kolumbianischen Rechten ermordet, in der Drogenkartelle, rechtsextreme Todesschwadronen und staatliche Repressionsorgane in einem korrupten Machtgeflecht miteinander verwoben sind. Allein die UP hat zwischen 3000 und 5000 Mitglieder verloren, bis die von ehemaligen FARC-Rebellen mitgegr&uuml;ndete Partei Anfang der 90er buchst&auml;blich &ldquo;ausgel&ouml;scht&rdquo; (NYT) w&uuml;rde. Seit Mitglieder der FARC den bewaffneten Kampf aufgegeben h&auml;tten und in die Patriotische Union integriert wurden, habe sich &ldquo;die politische Partizipation als gef&auml;hrlicher erwiesen als der bewaffnete Kampf&rdquo;, hie&szlig; es in einem Menschenrechtsreport, den die NYT 1990 zitierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kolumbien-Totgeschwiegener-Massenmord-4326484.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Internationaler Frauentag: Tradition und Aktualit&auml;t<\/strong><br>\nBei der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 26. und 27. August 1910 in Kopenhagen brachte Clara Zetkin gemeinsam mit K&auml;te Duncker (1871&ndash;1953) und Gertrud Hanna (1876&ndash;1944), damals Leiterin des Frauensekretariats bei der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands, die Durchf&uuml;hrung eines Frauentags zur Abstimmung, &raquo;der in erster Linie der Agitation f&uuml;r das Frauenwahlrecht&laquo; dienen sollte. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.<br>\nAm 19. M&auml;rz 1911 gingen unter dem Kampfruf &raquo;Heraus mit dem Frauenwahlrecht&laquo; in Deutschland mehr als eine Million Frauen auf die Stra&szlig;e und forderten das Wahlrecht, soziale und politische Gleichberechtigung, die Einf&uuml;hrung des Acht-Stunden-Arbeitstages, ausreichenden Mutter- und Kinderschutz, die Festsetzung von Mindestl&ouml;hnen und gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung f&uuml;r alle Frauen.<br>\n(&hellip;) Zun&auml;chst fand der Internationale Frauentag an unterschiedlichen Tagen statt. Der 19. M&auml;rz wurde gew&auml;hlt, um an Ereignisse w&auml;hrend der Revolution von 1848 in Berlin zu erinnern. Erst im Jahr 1921 wurde bei einer gro&szlig;en sozialistischen Frauenkonferenz als festes Datum der 8. M&auml;rz festgelegt. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren &uuml;bergegriffen und eine gro&szlig;e Demonstration ausgel&ouml;st hatte.<br>\n(&hellip;) Der 8. M&auml;rz ist kein Muttertag und kein Gedenktag, sondern sollte auch heute, nachdem er in Berlin zum Feiertag geworden ist, weiter ein Internationaler Kampftag f&uuml;r die Rechte der Frauen, f&uuml;r eine humane Gesellschaft und f&uuml;r den Frieden auf der Welt bleiben. Der Internationale Frauentag ist f&uuml;r Feministinnen ein Tag, an dem sie die Megaphone in der Hand halten als ein Symbol f&uuml;r den st&auml;ndigen Auftrag, die Ungeh&ouml;rigkeit der sozialen und geschlechterspezifischen Ungleichheit, die Verweigerung der sexuellen Selbstbestimmung und die Gewalt gegen Frauen* und Kinder anzuprangern und Handlungsstrategien einzufordern.<br>\n(&hellip;) Denn die Antwort auf die &raquo;ganze Frauenfrage&laquo;, mit der die Forderung zum ersten Internationalen Frauentag verbunden werden sollte, steht auch heute noch aus. Ebenso wie das Ziel, das Clara Zetkin 1911 im Vorfeld zum Internationalen Frauentag formulierte: &raquo;Sein Ziel ist Frauenrecht als Menschenrecht, als Recht der Pers&ouml;nlichkeit, losgel&ouml;st von jedem sozialen Besitztitel.&laquo; Dieses Ziel sei &raquo;erst erreicht, wenn die politische Knebelung des gesamten weiblichen Geschlechts [&hellip;] ein Ende nimmt.&laquo; Um darauf hinzuarbeiten, brauchte es vor hundert Jahren und braucht es auch heute breite B&uuml;ndnisse von allen Menschen, die mit den Verh&auml;ltnissen so, wie sie sind, nicht einverstanden sind. Egal wo sie herkommen, wie sie aussehen, wie sie zusammenleben und wo sie hingehen. Das hie&szlig;e, dass wir weiter f&uuml;r eine von Gewalt, Ausbeutung, Unterdr&uuml;ckung und Kriegen freie Gesellschaft streiten werden, in der alle Menschen selbstbestimmt leben, arbeiten und mitgestalten k&ouml;nnen. Darauf hinzuweisen, dass eine Demokratie, ihren Namen nicht verdient, solange die soziale Ungleichheit fortbesteht und solange die Ebenb&uuml;rtigkeit zwischen den verschiedenen Geschlechtern nicht auch de facto in allen Bereichen des menschlichen Lebens und Arbeitens erreicht ist, war und ist die Aufgabe feministischer Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/4-2019&amp;textfile=4679\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vortr&auml;ge von Dr. Daniele Ganser in Berlin<\/strong><br>\nam 11.3. gibt es zwei Vortr&auml;ge von Daniele Ganser in Berlin. \n<ul>\n<li>um 15 Uhr<br>\n<a href=\"https:\/\/www.eventbrite.de\/e\/daniele-ganser-verdeckte-kriege-der-usa-gegen-vietnam-kuba-und-venezuela-tickets-56962441195\">Die verdeckte Kriegsf&uuml;hrung der USA gegen&uuml;ber Vietnam, Kuba und Venezuela: Ein Vergleich<\/a>.<\/li>\n<li>und um 19 Uhr<br>\n<a href=\"https:\/\/www.eventbrite.de\/e\/dr-daniele-ganser-im-vortrag-der-illegale-krieg-gegen-serbien-1999-tickets-56965411078\">Der NATO-Angriff auf Serbien 1999 war ein illegaler Krieg<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dem Rabattcode &bdquo;nachdenkseiten&ldquo; bekommen unsere Leser 20% Rabatt.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-49901","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49901","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=49901"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49901\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49908,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/49901\/revisions\/49908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=49901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=49901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=49901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}