{"id":49911,"date":"2019-03-06T13:06:30","date_gmt":"2019-03-06T12:06:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49911"},"modified":"2019-03-07T07:30:11","modified_gmt":"2019-03-07T06:30:11","slug":"warum-sollen-die-waehlerinnen-und-waehler-so-bloed-sein-wie-die-speck-klasse-annimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49911","title":{"rendered":"Warum sollen die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler so bl\u00f6d sein, wie die \u201eSpeck-Klasse\u201c annimmt?"},"content":{"rendered":"<p>Diese Frage stellt <strong>Willy Wimmer<\/strong> in einem Text, den er so &uuml;berschrieben hat: &bdquo;Macron oder de Gaulle: das ist die ungel&ouml;ste europ&auml;ische Frage.&ldquo; Wir publizieren diesen Text gerne. Einzige Anmerkung: Trump sehen wir kritischer, als Willy Wimmer dies tut. Auch die Erfahrungen mit dem Umgang der USA mit Venezuela sprechen f&uuml;r &auml;u&szlig;erste Skepsis. Aber das ist nicht das Thema dieses berechtigten Zwischenrufs von Willy Wimmer. Albrecht M&uuml;ller.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1646\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-49911-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190306_Warum_sollen_die_Waehlerinnen_und_Waehler_so_bloed_sein_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190306_Warum_sollen_die_Waehlerinnen_und_Waehler_so_bloed_sein_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190306_Warum_sollen_die_Waehlerinnen_und_Waehler_so_bloed_sein_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190306_Warum_sollen_die_Waehlerinnen_und_Waehler_so_bloed_sein_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=49911-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/190306_Warum_sollen_die_Waehlerinnen_und_Waehler_so_bloed_sein_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"190306_Warum_sollen_die_Waehlerinnen_und_Waehler_so_bloed_sein_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Irgendwie kann man es verstehen, dass der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident, Herr Macron, der Verfolgung durch die &bdquo;Gelbwesten&ldquo; entkommen will. Die staunende Nachbarschaft verfolgt seit Monaten, wie hochgradig entz&uuml;ndlich die Stimmung bei unseren Nachbarn tats&auml;chlich ist. Den Nenner f&uuml;r diesen Unmut muss man nicht lange suchen. Durch die Globalisierung ist nach internationalen Statistiken Frankreich zu 65 % de-industrialisiert worden. Und dann gehen die europ&auml;ischen Verantwortlichen auch noch hin und sabotieren eine industrielle Hochzeit zwischen zwei bedeutenden europ&auml;ischen Eisenbahn-Unternehmen, um der chinesischen Konkurrenz eines Staatsunternehmens die franz&ouml;sischen und deutschen Arbeitspl&auml;tze vor die F&uuml;&szlig;e zu knallen.  Da wird eine &bdquo;sch&ouml;ne, neue Welt&ldquo; f&uuml;r die Globalisierungsgewinner und die entsprechenden Strippenzieher gezimmert und in &bdquo;la douce France&ldquo; kann man sich noch nicht mal mehr den Sprit erlauben, um zu einer mies bezahlten Arbeitsstelle zu kommen. Wird seitens Herrn Macron dagegengesteuert? Wie sollte er? Es waren doch gerade die Kreise, die auf den neuen G&ouml;tzen der Globalisierung gesetzt haben, die ihn auf den Schild zum Pr&auml;sidenten gehoben haben. Alles macht er, um wenigstens in dem Dauerpalaver mit B&uuml;rgermeistern und anderen die Fassade zu wahren. Aber an die &bdquo;Reichensteuer&ldquo; wagt er sich nicht heran. Sollen seine Franz&ouml;sinnen und Franzosen doch, wie Marie Antoinette es einmal so treffend formulierte, doch &bdquo;Kuchen essen, wenn sie schon kein Brot mehr haben&ldquo;.<\/p><p>Solange es noch Wahlen in Frankreich oder bei uns gibt, wird die Herrschenden eine Frage verfolgen. Warum betreiben sie keine Wirtschafts-, Finanz- oder Sozialpolitik, die f&uuml;r ihre W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in ihren Heimatl&auml;ndern Arbeitspl&auml;tze schafft, die ihnen nicht nur einen guten Lohn, sondern auch eine ausk&ouml;mmliche Rente f&uuml;r den Lebensabend garantieren?<\/p><p>Emmanuel Macron und seine &bdquo;Schwester im Geiste&ldquo;, Frau Dr. Angela Merkel, k&ouml;nnen sich nicht einkriegen, was die zur Schau gestellte Abneigung gegen den amerikanischen Pr&auml;sidenten Trump anbelangt. Die Staatslautsprecher in beiden Staaten, Frankreich und Deutschland, formulieren von morgens bis abends neue Abscheulichkeiten &uuml;ber Pr&auml;sident Trump, um auf Distanz zu gehen. Das h&auml;tten sie und andere machen sollen, als von Clinton bis Obama ein amerikanischer Pr&auml;sident nach dem anderen einen Krieg nach dem anderen vom Zaun gebrochen hat, um die amerikanische Weltherrschaft umsetzen zu k&ouml;nnen. Bislang macht Pr&auml;sident Trump das nicht und eigentlich m&uuml;ssten ihm die Merkels dieser Welt die F&uuml;&szlig;e k&uuml;ssen. Stattdessen zeigt man Abscheu. Am Beispiel von Pr&auml;sident Macron und seinen Europa-Thesen wird allerdings deutlich, wo er und andere den Unterschied zwischen Pr&auml;sident Trump und sich sehen. Trumps &ldquo;Amerika first&ldquo; will den Arbeiterinnen und Arbeitern, also der &uuml;berwiegenden Mehrheit der Menschen in jedem Land, den zum Leben n&ouml;tigen Arbeitsplatz wieder in South Dakota und nicht in Shenzen zur Verf&uuml;gung stellen. Was ist daran falsch? Wenn die EU-D&ouml;del ein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r h&auml;tten, wem sie zuv&ouml;rderst verpflichtet sind, w&auml;ren sie schon vor Pr&auml;sident Trump auf diese Idee gekommen.<\/p><p>Pr&auml;sident Macron raisonniert &uuml;ber die &bdquo;Wut der V&ouml;lker&ldquo; und macht jeden nieder, der aus diesem weithin gel&auml;ufigen Umstand versucht, Politik zu gestalten, um den Absturz der V&ouml;lker zu verhindern. Er kommt nicht auf die Idee, sich und alle anderen Staats- und Regierungschefs zu fragen, wer f&uuml;r die von ihm festgestellte Wut verantwortlich ist. Das ist doch seine &bdquo;Klasse&ldquo;, wenn man die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs als solche bezeichnen will. Warum sollen die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler so bl&ouml;d sein, wie die &bdquo;Speck-Klasse&ldquo; annimmt? Warum sollten die Menschen in Europa nicht dahinterkommen, in der von ihm vorgeschlagenen &bdquo;Agentur f&uuml;r die Bewahrung der Demokratie&ldquo; eine europ&auml;ische Zensurbeh&ouml;rde zur Machtsicherung nach dem Muster bereits in Deutschland bestehender Einrichtungen sehen zu m&uuml;ssen?<\/p><p>Man muss schon ein bestimmtes Alter haben, um sich an den triumphalen Staatsbesuch eines Weltkriegs-Generals in Deutschland zu erinnern. General de Gaulle sprach mit Leidenschaft und Kalk&uuml;l vom &bdquo;gro&szlig;en deutschen Volk&ldquo;. Dieses Volk lag ihm zu F&uuml;&szlig;en und nahm begeistert seine Idee vom &bdquo;Europa der Vaterl&auml;nder&ldquo; auf. Nie mehr Krieg in Europa, Wohlstand f&uuml;r die Menschen, Freiheit und die Regentschaft der Menschen- und B&uuml;rgerrechte, das war die Vision von Charles de Gaulle. Die Menschen wollen auch heute dieses Europa, das sie so wertsch&auml;tzt, wie sie als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger einen Anspruch haben. Es ist infam, wenn Macron und Merkel jeden, der sie f&uuml;r ihr offenkundiges politisches Scheitern mit dem Soros-Europa verantwortlich macht, als Europa-Feind und Nationalisten verteufeln. Man sollte auf den Pr&auml;sidenten eines anderen Landes dabei h&ouml;ren, eines Landes, das Charles de Gaulle wie selbstverst&auml;ndlich zu Europa gez&auml;hlt hatte. Pr&auml;sident Putin hat sich klar gegen jede Form von Nationalismus gewandt und ihn als Feind des Menschen bezeichnet. Die Liebe zum eigenen Land und damit die &uuml;berzeugenden Gef&uuml;hle des patriotisch denkenden B&uuml;rgers, das ist ihm wichtig. Nach dem Pamphlet des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron zum zuk&uuml;nftigen Europa kann man einen Bogen zwischen Pr&auml;sidenten schlagen. Da denkt man an Charles de Gaulle und Wladimir Putin, wenn es um eine gedeihliche Zukunft geht, aber nicht an Pr&auml;sident Macron.<\/p><p>Willy Wimmer, 6. M&auml;rz 2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Frage stellt <strong>Willy Wimmer<\/strong> in einem Text, den er so &uuml;berschrieben hat: &bdquo;Macron oder de Gaulle: das ist die ungel&ouml;ste europ&auml;ische Frage.&ldquo; Wir publizieren diesen Text gerne. Einzige Anmerkung: Trump sehen wir kritischer, als Willy Wimmer dies tut. Auch die Erfahrungen mit dem Umgang der USA mit Venezuela sprechen f&uuml;r &auml;u&szlig;erste Skepsis. 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