{"id":49934,"date":"2019-03-07T08:15:53","date_gmt":"2019-03-07T07:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934"},"modified":"2019-03-07T08:11:00","modified_gmt":"2019-03-07T07:11:00","slug":"hinweise-des-tages-3320","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h01\">Entscheidung Maduros: Venezuela weist deutschen Botschafter aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h02\">&bdquo;Diese ganze Geschichte ist ein einziger gro&szlig;er Schwindel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h03\">Was ist die Haltung von Kanzlerin Merkel angesichts Hunderter schwerverletzter Gelbwesten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h04\">Wohl eher Reichenvertreter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h05\">Steigende Dividenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h06\">Arme Kinder, schlechte Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h07\">Wo soll das alles enden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h08\">Ost-West-Unterschied beenden: Stadt und Land lebenswert machen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h09\">Discounterkritik in der sibirischen Verbannung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h10\">Fett, ungesund, aber billig: Wie das importierte EU-H&uuml;hnerbein Ghana erobert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h11\">Greenpeace-Studie: Verfehlen der Klimaziele kostet Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h12\">Die Deutsche Umwelthilfe &ndash; ein &ldquo;Abmahnverein&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h13\">T&ouml;dliches Sicherheitszertifikat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h14\">Wie die Droge Spice in Manchester w&uuml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49934#h15\">Russische Medien zu Skripal &ndash; Eine Flut von Behauptungen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Entscheidung Maduros: Venezuela weist deutschen Botschafter aus<\/strong><br>\nVenezuelas Regierung hat den deutschen Botschafter ausgewiesen. Hintergrund ist dessen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Opposition. Au&szlig;enminister Maas sprach von einer v&ouml;llig unverst&auml;ndlichen Reaktion des &ldquo;Maduro-Regimes&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt best&auml;tigte, dass Kriener zur persona non grata erkl&auml;rt worden ist. &ldquo;Wir stimmen derzeit das weitere Vorgehen ab, auch vor Ort mit unseren Partnern&rdquo;, sagte eine Ministeriumssprecherin.<br>\nAu&szlig;enminister Heiko Maas sprach von einer v&ouml;llig unverst&auml;ndlichen Reaktion des &ldquo;Maduro-Regimes&rdquo;. Im Gespr&auml;ch mit der ARD k&uuml;ndigte Maas an, dass Kriener zu Konsultationen nach Berlin zur&uuml;ckberufen wird. Ob er danach wieder nach Venezuela entsandt wird, lies Maas offen.<br>\nDie deutsche Au&szlig;enpolitik steckt in einer heiklen diplomatischen Zwickm&uuml;hle: Da sie Guaid&oacute; als Interimspr&auml;sident anerkannt hat, m&uuml;sste die Maduro-Anweisung eigentlich wirkungslos sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-deutscher-botschafter-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der deutsche Bundesau&szlig;enminister pers&ouml;nlich leitet diese st&uuml;mperhafte v&ouml;lkerrechtswidrige Au&szlig;enpolitik. Er pers&ouml;nlich hat den deutschen Botschafter zum Abholen des angeblichen Pr&auml;sidenten geschickt. Wahrscheinlich hat der US-amerikanische Botschafter in Berlin vorher angerufen und ihm das aufgetragen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> F&uuml;r Heiko Maas ist das alles v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, obwohl das, was in Venezuela gerade passiert, ziemlich verst&auml;ndlich in einem <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/595056\/c8bf53d8fb2a3f163e104a725c732b15\/WD-2-017-19-pdf-data.pdf\">Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages<\/a> steht. Darin hei&szlig;t es: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Anerkennung des Oppositionspolitikers Guaido&#769; als venezolanischen Interimspr&auml;sidenten stellt in gewisser Weise eine Abkehr von der bisherigen Anerkennungspraxis der Bundesrepublik Deutschland dar. [&hellip;]<br>\nDie Anerkennung des Interimspr&auml;sidenten Guaid&oacute; durch die Bundesrepublik Deutschland am&#8232;4. Februar 2019 st&uuml;tzt sich u.a. auch auf Art. 233 der venezolanischen Verfassung. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass Pr&auml;sident Maduro aus deutscher Sicht &uuml;ber keine verfassungsrechtliche Legitimation (mehr) verf&uuml;gt. Mit dem Verweis auf Art. 233 der venezolanischen Verfassung positioniert sich Deutschland gleichzeitig in einer strittigen Frage des venezolanischen Verfassungsrechts. Dies erscheint unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes der &bdquo;Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates&ldquo; v&ouml;lkerrechtlich ebenso fragw&uuml;rdig wie die (vorzeitige) Anerkennung eines Oppositionspolitikers als Interimspr&auml;sidenten, der sich im Machtgef&uuml;ge eines Staates noch nicht effektiv durchgesetzt hat.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Dass Maduro von einer Einmischung in innere Angelegenheiten spricht, ist also nicht v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, sondern laut Gutachtern des Bundestages durchaus nachvollziehbar. Unverst&auml;ndlich ist aber die Berichterstattung der Tagesschau, die offenbar nur an den Lippen dieser Bundesregierung h&auml;ngt. Denn in Kenntnis des Gutachtens d&uuml;rfte die Redaktion eigentlich nicht zu dem Schluss kommen, dass die Maduro-Anweisung eigentlich wirkungslos sein m&uuml;sste. Das w&auml;re sie ja nur, wenn sich Guaido&#769; im Machtgef&uuml;ge auch durchgesetzt h&auml;tte. Hat er aber nicht und das sollte die Bundesregierung vielleicht einmal zur Kenntnis nehmen und zu den Grundregeln des V&ouml;lkerrechts zur&uuml;ckkehren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Was will die Opposition in Venezuela?<\/strong><br>\nDie Opposition gegen Pr&auml;sident Maduro umfasst s&auml;mtliche politischen Str&ouml;mungen &ndash; von den traditionellen Parteien, die bis zur &Auml;ra Ch&aacute;vez die Macht unter sich aufgeteilt hatten, bis hin zur sozialistischen Linken. Ihre Pl&auml;ne f&uuml;r Venezuelas wirtschaftliche Zukunft sind unklar und widerspr&uuml;chlich. Einigkeit gibt es nicht. [&hellip;]<br>\nDie Einheit der Opposition ist fragil. Sie wird br&uuml;chiger werden, wenn Fragen der Machtverteilung, der Besetzung wichtiger Posten und der politischen Ausrichtung in den Vordergrund r&uuml;cken. Was die Schl&uuml;sselfiguren angeht, besteht ein Mangel an ideologischer und politischer Klarheit. Es zeichnet sich ab, dass Venezuela w&auml;hrend eines &bdquo;&Uuml;bergangsprozesses&ldquo; von einem deutlich weniger breiten B&uuml;ndnis regiert werden k&ouml;nnte.<br>\nDabei sollten der Zuschnitt, die personelle Besetzung und die Setzung der Priorit&auml;ten von Guaid&oacute;s Parallelregierung und Planung f&uuml;r die Zeit nach Maduro von gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Pluralit&auml;t gepr&auml;gt sein. Doch die Choreografie des Regimewechsels wird von Guaid&oacute;s Minderheitspartei Voluntad Popular (die 2015 bei der Parlamentswahl nur 14 der 167 Sitze errang) und ihrem einflussreichen Diaspora-Netzwerk in den USA dominiert.<br>\nEin gro&szlig;er Teil der Opposition bleibt bei den strategischen Verhandlungen zwischen US-Beamten, Voluntad Popular, deren Vertreter in Washington und einzelnen stark profilierten Pers&ouml;nlichkeiten wie Maria Corina Machado, der Vorsitzenden von Vente Venezuela, und Antonio Ledezma, dem Chef der Alianza Bravo Pueblo, ausgeschlossen. Vente Venezuela und Alianza Bravo sind im Vergleich zu Gruppierungen wie Primero Justicia und Acci&oacute;n Democr&aacute;tica kleine Fische, mehr pers&ouml;nliche Wahlvereine als strukturierte Parteien, und verf&uuml;gen im Parlament nur &uuml;ber je einen Sitz.<br>\nJuan Guaid&oacute; selbst geh&ouml;rt innerhalb der Opposition zu einer Fraktion von Hardlinern, die bei den venezolanischen W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern wenig R&uuml;ckhalt hat, nur eine begrenzte Kompromissf&auml;higkeit an den Tag legt, sich &uuml;ber ihre ideologische Ausrichtung ausschweigt und sich in der Frage, wie ihre Pl&auml;ne f&uuml;r den nationalen Wiederaufbau umgesetzt werden sollen, auffallend bedeckt h&auml;lt. Falls Guaid&oacute; einen vers&ouml;hnlicheren Ton anschlagen und auf die nach wie vor betr&auml;chtliche chavistische W&auml;hlerschaft zugehen sollte, riskiert er den Widerstand seiner eigenen radikalen Basis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5571191\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Diese ganze Geschichte ist ein einziger gro&szlig;er Schwindel&ldquo;<\/strong><br>\nSeymour Hersh, einer der bekanntesten Journalisten Amerikas, glaubt nicht daran, dass der amerikanische Pr&auml;sident aus Russland gesteuert wird. Im FAZ.NET-Interview deutet er viel schmutziges Insiderwissen &uuml;ber Dick Cheney und Hillary Clinton an. [&hellip;]<br>\nEins sage ich Ihnen gleich: Die Vorstellung, dass die Russen von Assange irgendwas bekommen haben, ist total verr&uuml;ckt. Was ich dazu zu sagen habe, will eh niemand h&ouml;ren. Dass die Demokraten, die von den Russen gehackt wurden, unverschl&uuml;sselte Gmail-Konten benutzen haben? Kommen Sie, meine Kinder erz&auml;hlen mir, wie wichtig Verschl&uuml;sselung ist. Die Russen knacken Gmail-Konten? Jeder kann Gmail-Konten knacken, da hackt man sich in einer Minute rein. Und was stand da drin? Dass die Parteif&uuml;hrung der Demokraten Bernie Sanders hasste und Clinton bevorzugte. Hallo? Das brauchten die Leute noch mal schriftlich? Was ist denn das gro&szlig;e Ding, das die Russen vor dieser Wahl bekommen haben? [&hellip;]<br>\nWas haben wir denn bislang genau, au&szlig;er dass Trump mit den Russen Gesch&auml;ften machen und ein Geb&auml;ude in Russland bauen wollte? Da w&auml;re er nicht der erste. Als ich vor ein paar Jahren das letzte Mal in Russland war, habe ich im Hyatt &uuml;bernachtet &ndash; auch eine amerikanische Hotelkette, die sie da gebaut haben. Okay, w&uuml;rden Sie von einem Immobilienunternehmer einen Gebrauchtwagen kaufen? Nein. Das sind Ganoven, Hochstapler. Trump ist von all diesen Tunichtguten umgeben, die angeklagt werden f&uuml;r Dinge, mit denen die ihren Lebensunterhalt verdienen. Typen wie Paul Manafort und Roger Stone kann man jeden Tag anklagen, da gibt es Hunderte von in Washington. Ich wei&szlig; nicht, was Mueller machen wird. Er wird nichts Definitives haben, nur eine Menge zu den Geldgesch&auml;ften. Wahrscheinlich kommen Trumps Berater ins Gef&auml;ngnis. Aber zu denken, dass die Russen mit solch einem Trickbetr&uuml;ger einlassen? Ich kaufe diese Geschichte nicht ab, nicht bei dieser Fallh&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/trumps-praesidentschaft\/seymour-hersh-zu-russlands-rolle-bei-der-usa-praesidentenwahl-2016-16067157.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hersh legt den Finger &ndash; wieder einmal &ndash; mitten auf die Wunde. Ein sehr lesenswertes Interview.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was ist die Haltung von Kanzlerin Merkel angesichts Hunderter schwerverletzter Gelbwesten?<\/strong><br>\nDie Menschenrechtskommissarin des Europarats Dunja Mijatovi&#263; hat das Vorgehen der franz&ouml;sischen Sicherheitskr&auml;fte gegen die Gelbwesten scharf kritisiert und in Anbetracht von Tausenden Verletzten ein Verbot von Hartgummigeschossen gefordert. RT fragte dazu auf der BPK nach. [&hellip;]<br>\nDoch Regierungssprecher Steffen Seibert verk&uuml;ndete auf die Frage von RT Deutsch, das die Bundesregierung sich grunds&auml;tzlich nicht zum polizeilichen Vorgehen gegen die franz&ouml;sische Protestbewegung der Gelbwesten &auml;u&szlig;ern wird: \n<blockquote><p>\nIch werde mich zu dem polizeilichen Vorgehen in Frankreich im Zusammenhang mit Demonstrationen der Gelbwesten nicht &auml;u&szlig;ern.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Stellungnahme entspricht einem Freifahrtschein f&uuml;r den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron und den exzessiven Gewalteinsatz seiner Sicherheitskr&auml;fte. Der Vergleich mit Aussagen des Regierungssprechers etwa zu Venezuela oder auch der T&uuml;rkei, anl&auml;sslich von Demonstrationen mit einer weit geringeren Zahl an schwerverletzten Demonstranten, zeigt exemplarisch auf, wie die Bundesregierung mit zweierlei Ma&szlig; misst. Von der tendenzi&ouml;sen Kommentierung Steffen Seiberts in Bezug auf Polizeieins&auml;tzen bei Protestbewegungen in Russland, die generell ganz ohne verletzte Demonstranten auskommen, ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/85316-bpk-merkel-gelbwesten-verletzte-und-tote\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wohl eher Reichenvertreter<\/strong><br>\nLea Els&auml;ssers Buch best&auml;tigt eine oft geraunte Vermutung: Die Politik hat die Interessen des Kapitals im Sinn [&hellip;]<br>\nBezeichnend an Els&auml;ssers Ergebnissen ist, dass auch unter der rot-gr&uuml;nen Koalition zwischen 1999 und 2005 und der Gro&szlig;en Koalition zwischen 2005 und 2009 (mit den SPD-Ministern f&uuml;r Arbeit und Soziales, Franz M&uuml;ntefering und Olaf Scholz) die politischen Entscheidungen zugunsten der oberen Einkommensschichten verzerrt blieben. Weder vertrat die SPD ihre alte Kernw&auml;hlerschaft der Arbeiter*innen, noch unternahm sie Versuche, den Interessen der wachsenden Gruppe einfacher Angestellter politisch eine Stimme zu geben.<br>\nAuf die Frage, warum das so ist, antwortet Els&auml;sser vorsichtig: Es sei plausibel, dass der Einfluss wirtschaftsnaher Interessenvertretungen auf die Politik und die gleichzeitige Schw&auml;che von Gewerkschaften ein erkl&auml;render Faktor sei. Ebenso die Hypothese, dass der Bundestag die Interessen oberer Berufsgruppen vertrete und unterer ignoriere, weil nur wenige Mitglieder des Bundestags Arbeiter*innen und Angestellte seien. Jedenfalls widerlegt Els&auml;sser die Erkl&auml;rung, sozialpolitische Ma&szlig;nahmen im Sinne der unteren Berufsgruppen w&uuml;rden nicht umgesetzt, weil der fiskalpolitische Handlungsspielraum daf&uuml;r &ndash; Stichwort Standortwettbewerb &ndash; nicht gegeben sei. Selbst in Zeiten voller Kassen, etwa den 1980ern, fanden ja die Interessen der unteren Klassen kein Geh&ouml;r. Umgekehrt gab es auch in j&uuml;ngerer Zeit umfangreiche staatliche Interventionen aufgrund des Drucks der oberen sozialen Klassen.<br>\nEls&auml;ssers Studie ist eine eindr&uuml;ckliche Aufforderung, an die Ursachen von &bdquo;Politikverdrossenheit&ldquo; zu r&uuml;hren und keine Zeit mit Symptombek&auml;mpfung und Marketing zu verschwenden. Es droht sonst der Demokratie ihr &bdquo;demos&ldquo; abhandenzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/zebralogs\/wohl-eher-reichenvertreter\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Hartz IV &ndash; undemokratisch? &ndash; Die Anstalt vom 24. April 2018 | ZDF<\/strong><br>\nMax und Claus er&ouml;rtern, wie demokratisch der Entstehungsprozess von Hartz IV eigentlich war, und was die Bertelsmann Stiftung damit zu tun hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fR4KXILpYUQ\">ZDF via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steigende Dividenden<\/strong><br>\nDer Vorstand der Schaeffler AG hat am Mittwoch verk&uuml;ndet, angesichts der krisenhaften Entwicklung des Unternehmens ein drastisches K&uuml;rzungsprogramm aufzulegen. Damit sollen in den n&auml;chsten eineinhalb bis zwei Jahren ungef&auml;hr 90 Millionen Euro eingespart werden. Das geschieht in erster Linie auf Kosten der Besch&auml;ftigten. Insgesamt rund 900 Stellen sollen gestrichen werden. Auf derselben Pressekonferenz wurde erkl&auml;rt, dass trotz eines zehnprozentigen R&uuml;ckgangs beim Nettogewinn auf 881 Millionen Euro die Dividende pro Aktie stabil bei 55 Cent bleiben solle. Das kommt zum gr&ouml;&szlig;ten Teil den beiden Haupteignern Georg Schaeffler und seiner Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler zugute. Sie halten drei Viertel der Aktien. Dementsprechend entf&auml;llt auf sie eine Dividendensumme von mehr als einer Viertelmilliarde Euro. Der Trend setzt sich fort: Die Aktion&auml;re werden extrem beg&uuml;nstigt. Vergleicht man die Summe aller Dividenden, die von den 30 Dax-Konzernen ausgesch&uuml;ttet werden, so d&uuml;rfte sie in diesem Jahr fast viermal so hoch sein wie noch 2002. [&hellip;]<br>\nDer vor allem fr&uuml;her von Wirtschaft und Politik immer wieder zu h&ouml;rende Satz, dass die Gewinne von heute die Investitionen von morgen und die Arbeitspl&auml;tze von &uuml;bermorgen seien, wirkt angesichts dieser Zahlen mehr als unglaubw&uuml;rdig. Die einzigen, die wirklich profitieren, sind diejenigen, die Aktien besitzen, und das sind die Wohlhabenden und Reichen wie die Schaefflers. Sie h&auml;tten die gro&szlig;z&uuml;gige Dividende wirklich nicht n&ouml;tig; denn sie verf&uuml;gen nach der aktuellen Milliard&auml;rsliste des Managermagazins immer noch &uuml;ber ein Gesamtverm&ouml;gen von &uuml;ber 21 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/350514.steigende-dividenden.html%20\">Michael Hartmann in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arme Kinder, schlechte Schulen<\/strong><br>\nLehrermangel, Unterrichtsausfall, Vertretungsstunden &ndash; mit diesen Problemen k&auml;mpfen in Berlin besonders Schulen in sozialen Brennpunkten. Obwohl schon lange zus&auml;tzliche Mittel an Schulen flie&szlig;en, in denen besonders viele Kinder aus einkommensschwachen Haushalten lernen, ist die Qualit&auml;t dieser Schulen messbar schlechter als die von Schulen mit einer g&uuml;nstigeren sozialen Zusammensetzung. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB), die am Beispiel von Berlin untersucht hat, wie die soziale Mischung an einer Schule und deren Qualit&auml;t zusammenh&auml;ngen. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Unterrichtsabdeckung zeigt die Studie zum einen, dass nur rund die H&auml;lfte der Schulen eine Unterrichtsabdeckung von 100 Prozent erreicht &ndash; die Zahl der Lehrkr&auml;fte also dem entspricht, was rechnerisch f&uuml;r den Unterricht an einer Schule ben&ouml;tigt wird. Zum anderen wird deutlich, dass die Unterrichtsabdeckung vor allem an den Grundschulen mit der sozialen Lage zusammenh&auml;ngt. So erreichen bei sozial privilegierten Grundschulen (unter 10 Prozent lernmittelbefreiter Kinder) 55 Prozent eine 100-prozentige Unterrichtsabdeckung, bei sozial benachteiligten (ab 50 Prozent lernmittelbefreiter Kinder) nur 35 Prozent.<br>\nMit einer schlechter werdenden sozialen Zusammensetzung an einer Schule steigt auch der Anteil der Schulstunden, die nicht von der regul&auml;ren Lehrkraft unterrichtet werden. So m&uuml;ssen an sozial privilegierten Grundschulen knapp 10 Prozent aller Schulstunden vertreten werden, an Schulen mit 70 Prozent lernmittelbefreiter Sch&uuml;ler sind es 14,5 Prozent (siehe Grafik). &bdquo;Wenn ein Lehrer eine Schulstunde vertreten muss, kann er selten dort ansetzen, wo seine Kollegin in der letzten Stunde aufgeh&ouml;rt hat. Stunden, die vertreten werden m&uuml;ssen, k&ouml;nnen daher nicht so effektiv sein wie regul&auml;rer Unterricht&ldquo;, sagt WZB-Forscher Marcel Helbig. Soziale Unterschiede bei den Ausfallstunden zeigen sich hingegen bei den Sekundarschulen. An sozial benachteiligten Schulen fallen 50 Prozent mehr Schulstunden aus als an sozial privilegierten Sekundarschulen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/arme-kinder-schlechte-schulen%20\">WZB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wo soll das alles enden?<\/strong><br>\nNach der Modernisierung wird die Miete mehr als verdoppelt. Betroffen ist eine Krankenschwester im Stuttgarter Westen, die sich den Profitinteressen eines Bauunternehmens schutzlos ausgeliefert sieht. Zum ersten Mal in ihrem Leben organisiert sie eine Demonstration.<br>\nNein, es ist kein Tippfehler: Um 136 Prozent soll die Miete steigen. Von 488,30 Euro im Monat auf 1155,24 Euro, so steht es in einem Schreiben der Schw&auml;bischen BauWerk GmbH, das Tanja Klauke im vergangenen November in ihrem Briefkasten fand. &ldquo;Ich war v&ouml;llig entsetzt&rdquo;, sagt sie. Denn 14 Jahre lang konnte die Krankenschwester im Stuttgarter Westen vergleichsweise g&uuml;nstig leben. &ldquo;Ich traue mich kaum, das zu erz&auml;hlen&rdquo;, betont die 44-J&auml;hrige. Aber als sie eingezogen ist, habe sie f&uuml;r ihre 66 Quadratmeter nur 360 Euro gezahlt. &ldquo;Das ist ja heutzutage, gerade in Stuttgart, fast schon undenkbar g&uuml;nstig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/414\/wo-soll-das-alles-enden-5760.html#\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ost-West-Unterschied beenden: Stadt und Land lebenswert machen!<\/strong><br>\nWenn es nach Vertretern des Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle geht, dann soll Geld f&uuml;r Strukturf&ouml;rderung im Osten Deutschlands k&uuml;nftig nur noch in St&auml;dten und Ballungszentren investiert werden. Auch der Infrastrukturerhalt soll vor allem dort stattfinden. Die Menschen w&uuml;rden l&auml;ndliche Regionen auf der Suche nach Arbeit ohnehin verlassen, Investitionen lohnten daher dort nicht mehr. Anlass f&uuml;r diese Aussagen ist eine Untersuchung der wirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands. Das Ergebnis ist nicht eben neu: Nach wie vor gibt es gro&szlig;e Unterschiede bei der Wirtschaftskraft und den Einkommen zwischen Ost und West. Doch auch innerhalb des Ostens sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land mitunter gravierend.<br>\nAus Sicht des DGB sind die Vorschl&auml;ge aus Halle nicht brauchbar, wenn es um die Frage geht, wie den Unterschieden beizukommen ist &bdquo;Wer Stadt und Land gegeneinander ausspielt, treibt die Spaltung der Gesellschaft voran,&ldquo; kommentiert Stefan K&ouml;rzell, Mitglied des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden DGB-Bundesvorstandes. &bdquo;Es muss doch darum gehen, Stadt und Land lebenswert f&uuml;r die Menschen zu machen und endlich den Ost-West-Unterschied zu beenden. Das ist &uuml;brigens auch Auftrag des Grundgesetzes an den Gesetzgeber, f&uuml;r die Gleichwertigkeit der Lebensverh&auml;ltnisse zu sorgen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++a450e98c-3fe2-11e9-a70b-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Discounterkritik in der sibirischen Verbannung<\/strong><br>\nWarum der russische Discounter deutsche Konkurrenten wie Aldi und Lidl pl&ouml;tzlich seri&ouml;s aussehen l&auml;sst<br>\nEin Dreiviertel Liter Rotwein f&uuml;r 1,04 Euro, 500 Gramm Kaffee f&uuml;r 1,97 Euro und 530 Gramm W&uuml;rstchen f&uuml;r 2,12 Euro: So billig ist der sibirische Discounter Mere wirklich &ndash; jedenfalls ging es so durch die Presse. Er ist g&uuml;nstiger als Aldi, billiger als Lidl, da geht keiner mehr erstmal zu Penny. In den letzten Wochen wurde ja viel &uuml;ber Mere berichtet. R&auml;tselhaft erschienen die Preise. Wie kann der Discounter aus Sibirien nur so g&uuml;nstig Lebensmittel anbieten? Was hat es mit dem Gesch&auml;ftsmodell auf sich? Das kann doch nicht ganz koscher sein, da muss doch was dahinterstecken. Das macht doch irgendwie das seri&ouml;se Discountergesch&auml;ft in unserem Land kaputt &ndash; oder etwa nicht?<br>\nSeri&ouml;ses Discountern? Mensch, es ist ja lobenswert, dass die Qualit&auml;tsmedien das mal kritisch hinterfragen. Denn reale Preise k&ouml;nnen das bei Mere nun tats&auml;chlich nicht sein. Schade ist allerdings nur, dass die Preisschlachten deutscher Discounter ansonsten als normaler Wettbewerb abgetan werden. Denn das sind sie auf keinen Fall. Seriosit&auml;t kann man Aldi und Co. sicher nicht nachsagen, wenn es darum geht, an der Preisschraube zu drehen. [&hellip;]<br>\nMan hat sich in einer Koexistenz eingerichtet. Auf dem Billigmarkt ist offenbar genug f&uuml;r die zwei Giganten und weitere kleinere Ketten drin. Mere verbindet, Mere ist unbezahlbar. Der sibirische Discounter adelt unsere deutschen Discounter. Neben Mere sehen sie professionell, besser ausgestattet, organisierter, ja auch ein bisschen verantwortungsvoller aus. Es ist, als w&auml;re Mere von ihnen engagiert worden, um den eigenen Ruf ein wenig aufzupolieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1113755.mere-discounterkritik-in-der-sibirischen-verbannung.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fett, ungesund, aber billig: Wie das importierte EU-H&uuml;hnerbein Ghana erobert<\/strong><br>\nDer Westen liefert hoch subventionierte, billige Gefl&uuml;gelprodukte nach Afrika. Die Brust bleibt in Europa, die Beine f&uuml;r die Afrikaner. Ghana importiert fast 300.000 Tonnen H&uuml;hnchenfleisch pro Jahr. Die Produzenten dort k&auml;mpfen um ihre Existenz.<br>\nAuf dem gro&szlig;en Madina-Markt in Ghanas Hauptstadt Accra: St&auml;nde mit bunten Sonnenschirmen und kleine &uuml;berdachte Holzbuden bilden ein Labyrinth von endlos langen Gassen. Ein Freiluft-Lebensmittelparadies. Frisches Gem&uuml;se wird hier verkauft, Obst, Fisch, vor allem aber Fleisch. Metzger mit langen Beilen zerteilen Lammschultern, Rinderh&uuml;ften und Schweinef&uuml;&szlig;e. Fleisch &bdquo;Made in Ghana&ldquo;, die Kunden schw&ouml;ren darauf. Aber: Beim Gefl&uuml;gel sei das anders, sagt Gladys Klu vom Metzgerladen &bdquo;Goodness and Mercy&ldquo;.<br>\n&bdquo;H&uuml;hnchen aus Ghana gibt es einfach nicht auf dem Markt. Und die Leute wollen einfach das Importfleisch, so ist das eben. Ich verkaufe da 200 bis 400 Kartons in der Woche. Ich w&uuml;rde ja auch gerne das lokale H&uuml;hnchen verkaufen, aber das ist viel teurer und au&szlig;erdem kaum zu bekommen!&ldquo;<br>\nSchon vor einigen Jahren haben wir Gladys hier befragt. Ge&auml;ndert hat sich seitdem nur, dass sie noch deutlich mehr Importgefl&uuml;gel verkauft als damals &ndash; pro Woche insgesamt rund 600 Kilo tiefgek&uuml;hlte H&uuml;hnerbeine, H&uuml;hnerf&uuml;&szlig;e und H&uuml;hnerfl&uuml;gel. In einer Theke tauen einige Pakete vor sich hin, das Tauwasser tropft in kleinen Rinnsalen an den Glasscheiben runter. Kein Wunder, bei &uuml;ber 40 Grad im Schatten und st&auml;ndigen Stromausf&auml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fett-ungesund-aber-billig-wie-das-importierte-eu.979.de.html?dram:article_id=442647\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Greenpeace-Studie: Verfehlen der Klimaziele kostet Milliarden<\/strong><br>\nWenn Deutschland seine Klimaschutzziele rei&szlig;t, kann das f&uuml;r den Steuerzahler teuer werden: Eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace nennt Kosten von bis zu 36 Milliarden Euro.<br>\nDie Bundesregierung hat sich verbindliche Klimaschutzziele gesetzt. Werden die nicht eingehalten &ndash; und so sieht es derzeit aus -, dann kostet das viel Geld: bis zu 36 Milliarden Euro f&uuml;r einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Das hat das K&ouml;lner New Climate Institute im Auftrag von Greenpeace ausgerechnet. Vor allem die Bereiche Verkehr, Geb&auml;ude und Landwirtschaft hinken beim Einsparen von Treibhausgas hinterher.<br>\nSchafft Deutschland die eigenen Klimaziele nicht, m&uuml;sste die Bundesregierung bei anderen europ&auml;ischen Staaten Verschmutzungsrechte kaufen. Derzeit w&auml;re das noch g&uuml;nstig &ndash; aber die Preise steigen, je knapper die Emissionszertifikate werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/klimaschutz-ziele-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Deutsche Umwelthilfe &ndash; ein &ldquo;Abmahnverein&rdquo;?<\/strong><br>\nDie Deutsche Umwelthilfe treibt Politik und Autokonzerne vor sich her. Kritiker fordern, ihr die Gemeinn&uuml;tzigkeit abzuerkennen. Ist das realistisch? Wie konnte ein kleiner Umweltverband &uuml;berhaupt so m&auml;chtig werden?<br>\n35 Verfahren wegen erh&ouml;hter Stickstoffdioxid-Werte f&uuml;hrt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) derzeit, f&uuml;r f&uuml;nf deutsche Gro&szlig;st&auml;dte gibt es schon Entscheidungen.<br>\nNun soll die DUH ausgebremst werden. Der Bundesfinanzgerichtshof hatte dem globalisierungskritischen Verein Attac die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt. Der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilder (CDU), sagte daraufhin im &ldquo;Handelsblatt&rdquo;: &ldquo;Das Urteil wird sicherlich eine Rolle bei der weiteren Bewertung der Gemeinn&uuml;tzigkeit der Deutschen Umwelthilfe spielen.&rdquo;<br>\nDroht der DUH nun das gleiche Schicksal? Und wie schafft es die DUH &uuml;berhaupt, so einflussreich zu sein &ndash; obwohl sie mit rund 5.000 F&ouml;rdermitgliedern und 110 Angestellten eher zu den kleinen Vereinen in Deutschland geh&ouml;rt? Auch Jurist Ekkehard Hofmann h&auml;lt die Kritik &ldquo;Abmahnverein&rdquo; f&uuml;r zu einfach: &ldquo;Gesetze vollziehen sich nicht von alleine. Die Verwaltung schafft es mit ihrem Personal und Ressourcen oft nicht, die Einhaltung zu &uuml;berpr&uuml;fen und durchzusetzen.&rdquo;<br>\nAus rechtsstaatlicher Sicht sei es dann sogar w&uuml;nschenswert, dass Vereine wie die DUH nachhelfen, meint Hofmann. Sonst entstehe ein sogenanntes Vollzugsdefizit. &ldquo;Die DUH macht ja nicht eigene Gesetze, wie sie es gerne h&auml;tte. Sie sorgt daf&uuml;r, dass eingehalten wird, was eingehalten werden m&uuml;sste.&rdquo;<br>\n&Uuml;ber die Vorst&ouml;&szlig;e aus der CDU, die Gemeinn&uuml;tzigkeit nun doch zu pr&uuml;fen, kann man bei der DUH deshalb nur schmunzeln: &ldquo;Wir legen eben den Finger in die Wunde&rdquo;, sagt M&uuml;ller-Kraenner. Zuletzt war die Gemeinn&uuml;tzigkeit im August 2018 vom Finanzamt Singen f&uuml;r f&uuml;nf weitere Jahre best&auml;tigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/deutsche-umwelthilfe-abmahnverein-33588418\">Web.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Ein guter Artikel, der die DUH aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, mit dem klaren Urteil, dass die DUH gemeinn&uuml;tzig ist. Am Ende des Artikels findet man gut sichtbar einen Quellenverweis (war mir so nie aufgefallen).<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Begleitprogramm zur Weltpolitik<\/strong><br>\nNichtregierungsorganisationen warnen vor der Ausschaltung von Kritik an der Berliner Politik mit Hilfe finanziellen Drucks auf regierungskritische Organisationen. Der vom Bundesfinanzhof exemplarisch gegen die Organisation Attac verh&auml;ngte Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit, den Teile der Regierungsparteien auch f&uuml;r andere Vereinigungen fordern, k&ouml;nne zu einer ernsten &ldquo;Einschr&auml;nkung&rdquo; des Meinungsspektrums f&uuml;hren, warnt etwa die deutsche Sektion von Transparency International. Zugleich beginnt die Bundesregierung, Proteste &ndash; Sch&uuml;lerproteste f&uuml;r besseren Klimaschutz &ndash; dem Verdacht einer Steuerung durch fremde M&auml;chte auszusetzen. Frankreichs Pr&auml;sident fordert eine EU-&ldquo;Agentur f&uuml;r den Schutz der Demokratie&rdquo;, um angebliche ausw&auml;rtige &ldquo;Manipulationen&rdquo; zu unterbinden. Der Druck auf Regierungskritiker wird in einer Zeit intensiviert, in der Berlin und die EU ihren Kampf um eine f&uuml;hrende Stellung in der Weltpolitik massiv verst&auml;rken. Dass in solchen Phasen Kritik im Innern nach M&ouml;glichkeit unterdr&uuml;ckt wird, ist historisch nicht neu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7881\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>T&ouml;dliches Sicherheitszertifikat<\/strong><br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe gegen den T&Uuml;V S&uuml;d werden im Zusammenhang mit der Dammbruchkatastrophe in Brumadinho unweit der brasilianischen Metropole Belo Horizonte laut. Bei der Katastrophe waren am 25. Januar mutma&szlig;lich &uuml;ber 300 Menschen in einer Lawine von Kl&auml;rschlamm aus einer Eisenerzmine ums Leben gekommen. Eine Au&szlig;enstelle des T&Uuml;V S&uuml;d in S&atilde;o Paulo hatte zuvor f&uuml;r den Damm ein Sicherheitszertifikat ausgestellt. Wie nun bekannt wird, ist der T&Uuml;V S&uuml;d, der gesch&auml;ftlich eng mit dem Minenbetreiber Vale kooperiert, mit dem Zertifikat eingesprungen, nachdem ein anderes Unternehmen den Damm als betr&auml;chtliches Sicherheitsrisiko eingestuft hatte &ndash; und obwohl in der Region bereits im November 2015 ein Dammbruch eine t&ouml;dliche Kl&auml;rschlammlawine ausgel&ouml;st hatte. Deutschland bezieht &uuml;ber die H&auml;lfte seines Eisenerzes aus Brasilien, nicht nur aus der Region s&uuml;dlich von Belo Horizonte, sondern auch aus der im n&ouml;rdlichen Bundesstaat Par&aacute; gelegenen riesigen Erzlagerst&auml;tte Caraj&aacute;s, in deren Bergbau gleichfalls desolate Arbeits- und Umweltbedingungen herrschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7879\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie die Droge Spice in Manchester w&uuml;tet<\/strong><br>\nF&uuml;r Obdachlose wirkt die Droge wie eine Erl&ouml;sung. Doch Spice richtet Menschen zugrunde &ndash; und breitet sich in Gro&szlig;britannien rasant aus.<br>\nSie nennen es die Zombiedroge. Weil Spice das aus dir macht. Einen, der im Stehen schl&auml;ft, einen, an dem die Tage vorbeid&auml;mmern. Einen, der mehr tot zu sein scheint als lebendig.<br>\nEs ist ein kurzer Fu&szlig;weg von Manchesters Hauptbahnhof Piccadilly Station bis zum Stra&szlig;enbahnstopp Piccadilly Gardens. Die 600 Meter Richtung Stadtzentrum geben dem, der darauf achtet, eine Ahnung davon, wie verbreitet Spice hier ist. Vor Superm&auml;rkten, Hotel- und Hauseing&auml;ngen kauern Dutzende M&auml;nner und eine Handvoll Frauen. Schmutzige Gesichter, Schatten unter den Augen, eingefallene Wangen, oft nicht mehr Besitzt&uuml;mer als einen Quadratmeter Pappkarton, auf dem sie sitzen, und die Kleidung, die sie tragen. Manche betteln. Manche sind dazu nicht in der Lage. An einem Ampelmast vor einem Supermarkt sitzt Richard. Er hat nur noch wenige Z&auml;hne, zerfurchte Haut, seine blauen Augen schauen aus tiefen H&ouml;hlen. Er sagt: &bdquo;Wenn ich auf Spice bin, ist es, als ob mir jemand das Gewicht von den Schultern nimmt.&ldquo;<br>\nSpice ist eine Droge, die sich in den vergangenen Jahren rapide in Gro&szlig;britannien verbreitet hat. Zuerst ist sie als so genanntes Legal High in den Umlauf gekommen, als Substanz, die nicht unter das Bet&auml;ubungsmittelgesetz fiel und im regul&auml;ren Handel vertrieben werden konnte. Im vergangenen Sommer richteten sich 20 Polizeikommissare mit einem offenen Brief ans britische Innenministerium, sie warnten, Spice sei die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit seit Jahrzehnten. In Manchester ist sie offensichtlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/kriminalitaet-in-grossbritannien-wie-die-droge-spice-in-manchester-wuetet\/24068658.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Russische Medien zu Skripal &ndash; Eine Flut von Behauptungen<\/strong><br>\nVor einem Jahr ist der ehemalige russische Agent Skripal vergiftet worden. London macht Moskau daf&uuml;r verantwortlich. Russische Staatsmedien reagieren darauf mit einer Flut oft widerspr&uuml;chlicher Narrative.<br>\nDas Nowitschok sei in der britischen Milit&auml;ranlage Porton Down hergestellt worden. Oder: Es wurde zwar in Russland fabriziert, allerdings nicht vom Staat. Oder es wurde gar kein Nowitschok eingesetzt. Oder: Der Anschlag auf Sergei Skripal sei eine Operation unter falscher Flagge gewesen, um Russland vor der Fu&szlig;ball-WM zu diskreditieren &ndash; oder um von einem Skandal um Kinderpornografie in Gro&szlig;britannien abzulenken.<br>\nDies sind nur einige Behauptungen und Erz&auml;hlungen, die russische Politiker und Staatsmedien nach dem Anschlag in Gro&szlig;britannien verbreiteten. [&hellip;]<br>\nAls Quellen nutzten RT und Sputnik auch Autoren von rechten Online-Projekten, die beispielsweise behaupteten, die Vergiftung von Skripal habe gar nicht stattgefunden und sei ein &ldquo;Hoax&rdquo;, die Vorlage daf&uuml;r sei ein Fernsehdrama gewesen. Eine weitere besonders bizarre Theorie besagte, dass Sergei Skripal abh&auml;ngig von Nowitschok gewesen sei und eine &Uuml;berdosis eingenommen habe. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faktenfinder.tagesschau.de\/ausland\/skripal-russische-medien-desinformation-101.html%20\">Faktenfinder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.P.:<\/strong> In dem Beitrag des Faktenfinders der Tagesschau findet man keinen einzigen Fakt &uuml;ber Skripal. Daf&uuml;r werden &uuml;ber die viel ohne Quellenangaben zitieren russischen Medien die abenteuerlichsten Behauptungen aufgestellt. Unter anderem bringt der Beitrag Sputnik und RT in Zusammenhang mit der Aussage Skripal sei abh&auml;ngig von Nowitschock gewesen und an einer &Uuml;berdosis gestorben. Kann ich kaum glauben und dank fehlender Quelle auch nicht &uuml;berpr&uuml;fen. Ich schlage vor, den &lsquo;faktenfinder&rsquo; der tagesschau in &lsquo;meinungsfinder&rsquo; umzubenennen, denn im Gegensatz zu Fakten enth&auml;lt dieser Beitrag eine F&uuml;lle an Meinung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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