{"id":4996,"date":"2010-03-30T07:59:10","date_gmt":"2010-03-30T06:59:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4996"},"modified":"2010-03-30T07:59:10","modified_gmt":"2010-03-30T06:59:10","slug":"hinweise-des-tages-1109","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4996","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Das Ende der falschen EU-Prinzipien; Tarifflucht im Westen gestoppt; Kettenvertr&auml;ge; Middelhoff macht mit 10 Millionen pleite; Mythos vom weltweiten Arbeitsmarkt f&uuml;r Manager; Immobilienkrise erreicht die US-Mittelschicht; Netzsperre &uuml;ber Br&uuml;ssel; Nahles wirft FDP Wahlbetrug vor; TV-Kritik Anne Will. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Lucas Zeise &ndash; Das Ende der falschen EU-Prinzipien naht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Besch&auml;ftigung: Tarifflucht im Westen gestoppt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kettenvertr&auml;ge statt K&uuml;ndigungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Bank soll Middelhoff zehn Millionen gezahlt haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Spitzengeh&auml;lter f&uuml;r Manager &ndash; der Mythos vom weltweiten Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Immobilienkrise erreicht die US-Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Erneute Netzsperren-Diskussion aus Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">SPD: Nahles wirft FDP Wahlbetrug vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">TV-Kritik &ldquo;Anne Will&rdquo;: Nichts h&ouml;ren, nichts sehen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=4996&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><br>\n<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Das Ende der falschen EU-Prinzipien naht<\/strong><br>\nTrag&ouml;die in Griechenland, Prinzipienreiterei in Deutschland: Die Krise zeigt, warum Regeln wie die No-Bailout-Klausel oder der Stabilit&auml;tspakt scheitern m&uuml;ssen.<br>\nIm Schlussakt des Theaterst&uuml;cks mit dem Titel &ldquo;Griechenland und Euro&rdquo; bestand eine Akteurin auf sinnloser Prinzipienreiterei. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich eine glatte Niederlage, einen Prestigeverlust und zugleich den Ruf einer Dampfwalze eingehandelt. Glatt, opportunistisch und klug verhielt sich dagegen EZB-Pr&auml;sident Jean-Claude Trichet. Er hat sich gerade noch rechtzeitig und ohne erkennbare Reue von Prinzipien verabschiedet, die nicht durchzuhalten waren.<br>\nAm Schluss kam heraus, was herauskommen musste: Es wird eine finanzielle Unterst&uuml;tzung der Euro-L&auml;nder f&uuml;r Griechenland geben. Die No-Bailout-Klausel des Maastricht-Vertrags wird ausgehebelt. Der Haftungsausschluss eines Euro-Landes f&uuml;r ein anderes gilt nicht mehr. Nach all den Pirouetten, die die deutsche Regierung gedreht hat, ist das Ergebnis der in der vergangenen Woche in Br&uuml;ssel getroffenen Vereinbarung sogar noch fast positiv zu nennen.<br>\nWarum interessiert gerade diese Bailout-Frage die deutsche Regierung so brennend? Wie kommt es, dass die Kanzlerin so aussieht, als lie&szlig;e sie sich von chauvinistischen Parolen eines Gro&szlig;teils der Presse (Stichwort &ldquo;faule Griechen&rdquo;) vor sich hertreiben? Vermutlich hat sie Angst, dass ihr die treuesten Anh&auml;nger von der Fahne gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-lucas-zeise-das-ende-der-falschen-eu-prinzipien-naht\/50094788.html%20\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigung: Tarifflucht im Westen gestoppt <\/strong><br>\nIm vorigen Jahr haben in Westdeutschland rund 64 Prozent der Besch&auml;ftigten in einem Betrieb gearbeitet, in dem ein Branchen- oder Firmentarifvertrag galt. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher Peter Ellguth und Susanne Kohaut vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Studie. Damit ist die Zahl der Arbeitnehmer, die nach Tarif bezahlt werden, erstmals seit langem wieder leicht gestiegen. Schaut man sich die langfristige Entwicklung an, dann haben Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde in der ganzen Republik deutlich an Einfluss verloren. Deutschland hat damit einen Sonderweg eingeschlagen. In anderen Eurol&auml;ndern ist die Tarifbindung viel h&ouml;her als hierzulande. Das zeigt beispielsweise eine Unternehmensumfrage, die die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) vor einem Jahr ver&ouml;ffentlicht hat. Demnach wenden im gesamten Euroraum satte 88 Prozent der Firmen einen Tarifvertrag an. In Deutschland sind es nur 52 Prozent. Dabei sind Firmenabkommen nicht ber&uuml;cksichtigt. Dennoch ist es keineswegs so, dass in allen anderen Eurol&auml;ndern die Gewerkschaften vor Kraft strotzen. So sind in Frankreich nicht einmal zehn Prozent der Besch&auml;ftigten Mitglied einer Gewerkschaft. Trotzdem gilt dort f&uuml;r rund 90 Prozent ein Tarifvertrag. Die Erkl&auml;rung: Die Regierung in Paris kann sehr einfach Abkommen auf alle Unternehmen einer Branche ausweiten. Auch das Arbeitsministerium in den Niederlanden erkl&auml;rt viele Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r allgemeinverbindlich. In &Ouml;sterreich wiederum seien Unternehmen verpflichtet, den Wirtschaftskammern beizutreten, die mit Gewerkschaften L&ouml;hne aushandeln, erl&auml;utert Bispinck. Kurzum: In diesen L&auml;ndern unterst&uuml;tze der Staat das Tarifsystem st&auml;rker als in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2477811&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Falsch w&auml;re die Schlussfolgerung, dass die deutschen Verh&auml;ltnisse einem inaktiven Staat geschuldet w&auml;ren. Es blieb Rot\/Gr&uuml;n vorbehalten, der schon seit den 80ern in der deutschen Gesellschaft innewohnenden neoliberalen Tendenz zum Durchbruch zu verhelfen und die Arbeitnehmerschaft ihrer Gestaltungsr&auml;ume zu berauben. Das neue Regime schuf &uuml;ber Hartz I-IV einen vor 20 Jahren kaum vorstellbaren Niedriglohnsektor, der die Arbeitnehmerschaft einem ungeheuren Lohndruck aussetzte, der wiederum die Gewerkschaften enorm schw&auml;chte. Der Staat verweigerte den in Europa &uuml;blichen Mindestlohn und befreite stattdessen das Finanzkapital. Masseneinkommen und damit Binnenkaufkraft wurden auf dem Altar der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit des deutschen Exportkapitals geopfert. Unter einer SPD gef&uuml;hrten, sp&auml;ter beteiligten Regierung sank der Organisationsgrad der deutschen Arbeitnehmerschaft um &uuml;ber 10 Prozentpunkte.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kettenvertr&auml;ge statt K&uuml;ndigungsschutz<\/strong><br>\nFast jeder zweite neu geschlossene Arbeitsvertrag ist befristet. Nach dem Willen der Regierungskoalition d&uuml;rften es k&uuml;nftig noch mehr werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_05_2.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 297 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bank soll Middelhoff zehn Millionen gezahlt haben<\/strong><br>\nAls fr&uuml;herer Vorstandschef trug Thomas Middelhoff seinen Teil zur Pleite von Arcandor bei. Finanzielle Sorgen muss er sich allerdings nicht machen: Laut einem Medienbericht hat er einen hoch dotierten Beratervertrag von Arcandor-Gro&szlig;aktion&auml;r Sal. Oppenheim erhalten. Die Bank selbst hatte sp&auml;ter auch mit Problemen zu k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6969816\/Bank-soll-Middelhoff-zehn-Millionen-gezahlt-haben.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Spitzengeh&auml;lter f&uuml;r Manager &ndash; der Mythos vom weltweiten Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nIst es der internationale Wettbewerb um die besten K&ouml;pfe, der die Bezahlung von Topmanagern in die H&ouml;he treibt? Empirische Studien n&auml;hren Zweifel: Weltweit besetzen Unternehmen Spitzenpositionen &uuml;berwiegend mit Landsleuten, vorzugsweise aus dem eigenen Haus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_05_3.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 137 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Immobilienkrise erreicht die US-Mittelschicht<\/strong><br>\nDie Immobilienkrise frisst sich in die Mitte der Gesellschaft. Lange Zeit wurden die Probleme auf die ber&uuml;chtigten Subprime-Kredite geschoben. Schuld hatten je nach Sichtweise gierige Banken, die in kurzfristigem Profitstreben Ramschhypotheken vergaben, ohne die Bonit&auml;t zu pr&uuml;fen. Oder die allzu Sorglosen, die ihren Traum vom Eigenheim erf&uuml;llten, ohne die finanziellen Folgen zu bedenken. Jetzt geraten mehr und mehr Hausbesitzer mit bislang makelloser Kreditbilanz in Not. &ldquo;Oft reicht ein privater Schicksalsschlag, ein Jobverlust oder der Tod eines Angeh&ouml;rigen&rdquo;, sagt Pilhofer. &ldquo;Ein be&auml;ngstigender Wandel.&rdquo; 2009 wurden in den USA 3,2 Millionen Zwangsversteigerungen eingeleitet, so viele wie nie zuvor. In diesem Jahr werden noch mehr Menschen ihre H&auml;user verlassen m&uuml;ssen. Ende 2009 waren knapp sieben Prozent aller Immobilieneigent&uuml;mer mit ihren Zahlungspflichten mehr als 60 Tage im R&uuml;ckstand &ndash; der h&ouml;chste Stand aller Zeiten und der sicherste Indikator, dass die Zahl der Immobilien, die unter den Hammer kommen, weiter steigen wird. Umwandlungen von Hypotheken waren vor einem Jahr die gro&szlig;e Hoffnung der Obama-Regierung: Der Pr&auml;sident, erst wenige Wochen im Amt, machte 75 Mrd. $ locker, um bis zu vier Millionen Schuldner mit einer Absenkung der Monatsraten in ihren H&auml;usern zu halten. Im Februar 2010 gab das Finanzministerium den ern&uuml;chternden Zwischenstand bekannt: Gerade einmal 116.297 Hypotheken wurden umgewandelt. Allzu kompliziert sind die Vergabebedingungen, und auch die Banken ziehen nur z&ouml;gerlich mit. Schlie&szlig;lich geraten viele Hypothekenbesitzer nach der staatlich subventionierten Zinssenkung erneut in Verzug. In jedem zweiten Fall wird die Zwangsversteigerung nur herausgez&ouml;gert. Trotzdem weitet Obama die Bem&uuml;hungen noch einmal aus: Am Freitag gab die Regierung in Washington bekannt, zus&auml;tzlich 14 Mrd. $ bereitzustellen, um vor allem arbeitslosen Schuldnern zu helfen. Wer sich f&uuml;r das Hilfsprogramm qualifiziert, muss vor&uuml;bergehend deutlich weniger zahlen. Bis vor Kurzem w&auml;re die Mortgage Bankers Association, ein Verfechter der freien Marktwirtschaft, gegen Schritte dieser Art gewesen. Jetzt ist die Lobby der Hypothekenbanken selbst im Zahlungsr&uuml;ckstand: Die Verbandszentrale in Washington ist wegen des Preisverfalls weniger wert als die Hypothek. Genau wie bei Millionen Privath&auml;usern, deren Besitzer sich fragen m&uuml;ssen, ob es sich &uuml;berhaupt lohnt, die Schulden zu begleichen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/immobilien\/:agenda-immobilienkrise-erreicht-die-us-mittelschicht\/50094395.html?mode=print\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/immobilien\/:zwangsversteigerungen-obama-verzweifelt-am-haeusermarkt\/50093641.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erneute Netzsperren-Diskussion aus Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDie EU-Innenkommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m pl&auml;diert jetzt f&uuml;r genau die Art von Netzsperren im Kampf gegen Kinderpornografie, die in Deutschland grandios gescheitert ist.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission will alle EU-Staaten verpflichten, den Zugang zu kinderpornografischen Webseiten zu blockieren. Die geplanten Internetsperren sind Teil einer umfassenden Richtlinie zum Kinderschutz, die &ldquo;mit den dunklen Ecken des Internets und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufr&auml;umen&rdquo;, wie die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m auf FAZ.NET schreibt. Den Entwurf der Richtlinie will Malstr&ouml;m jetzt in Br&uuml;ssel vorstellen. W&uuml;rde sie umgesetzt, m&uuml;sste Deutschland jene Internetsperren einf&uuml;hren, von denen sich die schwarz-gelbe Regierung gerade verabschiedet hatte.<br>\nDer Richtlinienentwurf, der der FAZ vorliegt, enth&auml;lt 22 Straftatbest&auml;nde, die die Mitgliedstaaten in nationales Recht aufnehmen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2010-03\/internetsperren-bruessel-eu\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man fragt sich, ob dies nicht das &uuml;bliche Doppelpassspiel zwischen nationalen Regierungen und der EU-Kommission ist: Was man national nicht durchsetzen kann, wird &uuml;ber die europ&auml;ische Ebene eingef&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SPD: Nahles wirft FDP Wahlbetrug vor<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles hat das Einlenken der FDP in der Steuerpolitik als &ldquo;Wahlbetrug mit Ansage&rdquo; bezeichnet. Auch die Verschiebung ihrer Stufentarif-Pl&auml;ne auf das Jahr 2012 sei irreal, sagte Nahles am Montag nach Beratungen des SPD- Pr&auml;sidiums in Berlin. &ldquo;Auch 2012 wird die finanzielle Situation der Kommunen nicht besser sein.&rdquo; Die hochtrabenden Steuerpl&auml;ne der FDP lie&szlig;en sich auch dann nicht realisieren. Nahles warf der FDP &ldquo;Trickserei auf leisen Sohlen&rdquo; vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2480979&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Andrea Nahles gibt ein gutes Beispiel f&uuml;r die Unredlichkeit bzw. die Inkonsistenz einer wahllosen, allbereiten Kritik am politischen Gegner. Wie kann man diesem vorwerfen, er verwirkliche etwas nicht, das die eigene Partei auf das Heftigste ablehnt. Frau Nahles kritisiert, dass die FDP es nicht schaffe, ihre Steuersenkungspl&auml;ne wie versprochen umzusetzen. D.h. hei&szlig;t doch, um im Bild zu bleiben, dass sie es der FDP hoch anrechnen m&uuml;&szlig;te, wenn sie es schaffen sollte, ihr Wahlversprechen einzul&ouml;sen. &ndash; Sie sollte sich still in eine Ecke setzen und mit Freunden darauf ansto&szlig;en, dass der Kelch an uns vor&uuml;ber gegangen ist. Und sich wappnen f&uuml;r den n&auml;chsten Anlauf der FDP.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TV-Kritik &ldquo;Anne Will&rdquo;: Nichts h&ouml;ren, nichts sehen<\/strong><br>\nDie Runde bei Anne Will am gestrigen Abend war effektvoll zusammengesetzt: Denn wenn es um das Thema befristete Arbeitsvertr&auml;ge und Lohndumping geht, kann man der Putzfrau Susanne Neumann aus Gelsenkirchen nichts vormachen. Sie macht den Job seit fast 30 Jahren und engagiert sich &uuml;berdies als Betriebsr&auml;tin.<br>\nEs braucht nur eine kleine Reinigungskraft mit grellrot gef&auml;rbten Haaren, die sich gewerkschaftlich engagiert, und diese Wahrheit klingt lauter als alle Sch&ouml;nf&auml;rberei. Kein Wunder, dass die Marktliberalisierer Angst vor Betriebsr&auml;ten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/tv_kritik\/2479665_Nichts-hoeren-nichts-sehen.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Das Ende der falschen EU-Prinzipien; Tarifflucht im Westen gestoppt; Kettenvertr&auml;ge; Middelhoff macht mit 10 Millionen pleite; Mythos vom weltweiten Arbeitsmarkt f&uuml;r Manager; Immobilienkrise erreicht die US-Mittelschicht; Netzsperre &uuml;ber Br&uuml;ssel; Nahles wirft FDP Wahlbetrug vor; TV-Kritik Anne Will. 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